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Zur Prosodie in der Typologie

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Zur Prosodie in der Typologie

Author: Bohumil Vykypěl
Year: 2004
Source: https://journals.lki.lt/actalinguisticalithuanica/article/download/1148/1228
ACTA
LINGUISTICA
LITHUANICA
L
(2004),
127
-
134
Zu
P osodie
in
de
Typologie
BOHUMIL
VYKYPEL
Us a
p o
jazyk
éesky
AV
CR
In
he
p esen
pape
an
a emp
is
made
o
inco po a e
p osody
in o
Vladimi
Skalicka’s
ypology.
Examples
a e
aken
om
Li huanian,
English,
and
Chinese.
1.
Bei
unse e
ypologischen
Besch eibung
des
Li auischen
haben
wi ,
Ma kus
Gige
und
ich,
es ges ell ,
dass
in
de
F age
de
Homonymie
(Poly unk ionali a )
de
g amma ischen
Fo man en
(phonologischen
Fo men)
ein
g undsa zliche
Un e schied
bes eh
je
nachdem,
ob
die
P osodie
in
die
Besch eibung
einbezogen
wi d
ode
nich
( gl.
Gige ,
Vykypél
2001:
SO .,
52,
71).
Dies
kann
hie
ku z
(noch
einmal)
anhand
de
Deklina ion
de
Subs an i e
o ge iih
we den.
Au
de
segmen alen
Ebene
s ell
man
im
Li auischen
eine
ii
den
lexi en
Typ
bezeichnende
Homonymie
es :
Den
67
li auischen
Mo phen
(mo phologischen
Fo men)
en sp echen
47 phonologische
Fo men;
die
Homonymie
is
somi
du chschni lich
1
:
1,43.
Wenn
man
jedoch
auch
die
sup asegmen ale
Ebene
mi
einbezieh ,
muss
dami
ge echne
we den,
dass
jede
Endung
nich
nu
du ch
ih e
phonologische
Fo m
(d.h.
du ch
ih e
Segmen ie ung
ode
du ch
eine
gewisse
phonema ische
Komposi ion)
cha ak e isie
is ,
sonde n
auch
du ch
die
ih
inha en e
p osodische
Eigenscha ,
d.h.
dadu ch,
in
welche
In e ak ion
sie
beziiglich
Akzen
mi
dem
S amm
i .
Wenn
man
also
die
sup asegmen ale
Ebene
mi
einbezieh
und
auch
mi
den
p osodischen
Eigenscha en
jede
Endung
echne ,
gib
es
im
Li auischen
keine
Homonymie,
denn
jede
Endung
e hial
sich
ande s.
So
en sp echen
de
Endung
-os
au
de
sup asegmen alen
Ebene
die
Endungen
-os,
und
-0S,;
-os,
nimm
den
om
S amm
angebo enen
Akzen
an,
is
abe
selbs
nich
ak i ,
d.h.
zieh
ihn
nich
an
sich
und
d iick
Geni i
Singula
aus,
wah end
-os,
den
om
S amm
angebo enen
Akzen
nich
annimm ,
ihn
nich
an
sich
zieh
und
Nomina i
Plu al
ausd iick .
Nochmals
ande s
is
die
Si ua ion,
wenn
man
auch
die
p osodischen
Eigenscha en
de
einzelnen
lexikalischen
S amme
be iicksich ig .
Die
en sp echende
Akzen uie ung
eine
Wo o m
s ell
namlich
die
Resul an e
de
p osodischen
Eigenscha en
des
S amms
und
de
Endung
da :
En scheidend
is ,
zu
welche
Akzen klasse
das
Lexem
geho ;
die
di e enzie ende
(d.h.
die
segmen ale
Homonymie
besei igende)
Po enz
de
Endung
kann
dann
du ch
die
Eigenscha en
des
S ammes
neu alisie
we den,
und
segmen al
gleiche
Fo men
wie
ankos
(Geni i
Singula )
und
ankos
(Nomina i
Plu al)
bleiben
homonym
(beide
we den
au
dem
S amm
akzen uie :
a ikos),
wah end
ebenso
segmen al
gleiche
Fo men
wie
gal os
(Geni i
Singula )
und
gal os
(Nomina i
Plu al)
du ch
den
Akzen
un e schieden
we den:
gal és
s.
gal os.
128
|
BOHUMIL
VYKYPEL
Wi
haben
kons a ie ,
dass eine
au
die
segmen ale
Ebene
besch ank e
Analyse
i
das
Li auische
o ensich lich
un olls andig
is
und
beispielsweise
das
Li auische
und
das
Le ische
hinsich lich
de
Homonymie
ih e
Fo man en
au
de
sup asegmen alen
Ebene
nich
e gleichba
sind,
weil
sie
iibe
un e schiedliche
p osodische
Eigenscha en
e iigen,
die
e schiedene
mo phologische
Auswi kungen
haben.
2.
Au
ein
ahnliches
P oblem
is
auch
Ho s
Geckele
(2001:
114)
bei
seine
ypologischen
Besch eibung
des
Englischen
ges oBen:
»Die
hau ige
Kon e sion
zwischen
Subs an i
und
Ve b
im
Englischen
(z.B.
( he)
ish
>
o
ish)
is
au
de
g aphischen
Ebene
s a ke
e e en
als
au
de
phonischen
Ebene,
da
sich
au
le z e e
iele
Wo paa e
zumindes
sup asegmen al,
d.h.
du ch
die
un e schiedliche
Akzen s elle,
un e scheiden,
z.B.
( he)
cémpound
/
o
compound,
( he)
conso
|
o
conso ,
( he)
inc ease
/
o
inc éase.“
Die
Kon e sion
s ell
ein
gewisses
lexikalisches
Gegens iick
zu
Homonymie
de
g amma ischen
Fo man en
da :
Ahnlich
wie
die
Funk ion
de
homonymen
g amma ischen
Fo man en
nu
du ch
ih e
Ve bindung
mi
eine
bes imm en
Klasse
de
lexikalischen
Fo man en
iden i izie
we den
kann,
so
kann
auch
die
Funk ion
de
in
de
Kon e sion
au e enden
homonymen
lexikalischen
Fo man en
nu
du ch
die
Ve bindung
mi
eine
bes imm en
Klasse
de
g amma ischen
Fo man en
(ode
wenigs ens
mi
eine
bes imm en
Klasse
on
Inhal selemen en,
die
nich
explizi
ausged iick
we den)
iden i izie
we den.
Und
ahnlich
wie
die
segmen al
homonymen
g amma ischen
Fo man en
du ch
ih e
p osodischen
Eigenscha en
un e schieden
k6nnen,
so
kénnen
auch
die
in
de
Kon e sion
au e enden
segmen al
homonymen
lexikalischen
Fo man en
du ch
ih e
p osodischen
Eigenscha en
un e schieden
we den;
E s e es
is
im
Li auischen
de
Fall,
Le z e es
im
Englischen!.
3.
Vladimi
Skali¢ka
ha
sich
in
seine
Theo ie
mi
einem
P oblem
diese
A ,
d.h.
mi
den
E ek en
de
P osodie
in
de
Mo phologie,
nich
bescha ig .
Dies
is
auch
nich
ibe aschend,
wenn
man
bedenk ,
dass
Skali¢kas
Sp ach ypologie
zunachs
au
den
,,E ah ungsda en“
aus
den
,,p osodisch
s ump en“
Sp achen
wie
Ti kisch,
Unga isch
ode
Tschechisch
au gebau
wu de.
Einen
Ve such
zu
Scha ung
eine
Akzen ypologie
im
Rahmen
de
P age
Typologie
ha
Tilman
Be ge
(1990)
un e nommen.
Seine
Aus iih ungen
s ellen
jedoch
eine
phonologische
Implika ion
on den
,,mo phologischen“
G undeigenscha en
de
einzelnen
Sp ach ypen
da
und
be e en
somi
die
F age,
welche
Funk ionen
de
Akzen
in
den
e schiedenen
Sp ach ypen
ha
ode
—
allgemeine
gesag
—
wie
das
phonologische
Sys em
in
den
einzelnen
Sp ach ypen
ode
in
den
Sp achen
mi
de
Dominanz
eines
bes imm en
Typs
au gebau
wi d.
E
be ass
sich
jedoch
nich
mi
de
Rolle
de
P osodie
beim
Au bau
de
signi ian s
und
de en
ypologische
:
Viele
Beispicle
ii
die
g amma ische
Funk ion
de
P osodie
inde
man
be ei s
bei
Sapi
(1921:
82-85).
?
Auch
Skalicka
selbs
ha
sich
bekann lich
den
phonologischen
Implika ionen
seine
ypologischen
Theo ie
gewidme
( gl.
Skali¢ka
1967;
1979:
238-244,
307-311).
ZUR
PROSODIE
IN
DER
TYPOLOGIE
|
129
Beu eilung.
Einiges
zu
diesem
P oblem
ha
Ji i
V.
Neus upny
(1959)
in
seinen
Beme kungen
zum
Akzen
im
Japanischen
und
Russischen
beige agen
( gl.
noch
un en).
4.
Es
s ell
sich
also
die
F age,
wie
die
mo phologische
Wi kung
de
p osodischen
Elemen e,
welche
die
Homonymie
besei igen
ode
e minde n
und
somi
diese
als
ypologisches
K i e ium
p oblema isie en,
zu
beu eilen
is .
Die
eine
Lésung
bes eh
da in,
dass
die
Homonymie
aus
de
ypologischen
Be ach ung
als
ypologisch
ele en e
E scheinung
dllig
ges ichen
wi d.
Dami
wi de
auch
eine
ande e
Ta sache
ko espondie en,
welche
die
Homonymie
p oblema isch
zu
machen
schein ,
und
zwa
die
No wendigkei ,
zwischen
eine
in apa adigma ischen
und
eine
ex apa adigma ischen
Homonymie
zu
un e scheiden
(hie zu
gl.
Gige ,
Vykypél
2001:
55 .,
71).
Die
besse e
Lésung
is
jedoch
eine
ande e
(die
auch
na ii liche
schein ):
Die
Homonymie
wi d
als
ypologisches
K i e ium
beibehal en,
und
zwa
an
eine
S elle,
die
in
de
Implika ionshie a chie
de
Typenkons uk e
nied ige
is
(d.h.
sie
wi d
e s
on den
G undeigenscha en
de
Typen
abgelei e ),
und
die
p osodischen
Eigenscha en
we den
di ek
in
die
Typen
des
Au baus
de
g amma ischen
Fo man en,
d.h.
gleich
au
dem
Ni eau
de
G undeigenscha en
de
Typen,
eingea bei e .
Die
G undeigenscha en
de
Typen
bes ehen
in
de
Fo mulie ung
on
Pe
Sgall
bekann lich
da in,
wie
die
g amma ischen
Funk ionen
ausged iick
we den.
Wah end
die
lexikalischen
Funk ionen
in
allen
Sp ach ypen
gleich
ausged iick
we den,
und
zwa
du ch
eine
Phonemke e,
d.h.
du ch
phonologische
Fo men
ode
Fo man en,
we den
die
g amma ischen
Funk ionen
e schieden
ausged iick :
Im
polysyn he ischen
Typ
du ch
die
Ano dnung
de
lexikalischen
Fo man en;
im
isola i en
Typ
gleich
wie
die
lexikalischen
Funk ionen,
d.h.
du ch
Fo man en,
wobei
diese
selbs s andig
sind
und
als
Wo e
au e en;
im
agglu ina i en
Typ
gleich
wie
die
lexikalischen
Fo man en,
d.h.
du ch
Fo man en,
wobei
diese
unselbs s andig
sind
und
als
A ixe
au e en;
im
lexi en
Typ
du ch
eine
Modi ika ion
ode
Al e na ion
de
lexikalischen
Fo man en,
wobei
diese
am
Ende
de
Fo man en
geschieh ;
im
in o lexi en
Typ
du ch
eine
Modi ika ion
ode
Al e na ion
de
lexikalischen
Fo man en,
wobei
diese
im
Inne n
de
Fo man en
geschieh
( gl.
z.B.
Sgall
1992:
204 .).
Diese
Un e schiede
lassen
sich
auch
als
Un e schiede
im
Ma8
ode
de
S u e
des
disk e en
Cha ak e s
(de
Ab ennba kei )
de
g amma ischen
und
de
lexikalischen
Fo man en
au assen
(Ja osla
Popela
sp ich
iibe
die
S u e
de
Fusion
zwischen
den
lexikalischen
und
den
g amma ischen
Zeichen;
gl.
z.B.
Popela
1991).
Im
polysyn he ischen
Typ
is
die
Disk e hei
sowohl
de
g amma ischen
als
auch
de
lexikalischen
Fo man en
gleich
Null
(die
g amma ischen
Funk ionen
be e en
Komplexe
on
Fo man en,
nich
die
einzelnen
Fo man enkomponen en).
Im
isola i en
Typ
is
die
Disk e hei
absolu .
Im
agglu ina i en
Typ
is
sie
in
seinem
komponen iellen
Aspek
ebenso
absolu ,
abe
in
seinem
linea en
Aspek
wi d
sie
du ch
den
a ixalen
Cha ak e
de
g amma ischen
Fo man en
ela i ie .
De
lexi e
Typ
zeichne
sich
du ch
e minde e
Disk e hei
de
g amma ischen
Fo man en
aus;
dies
lass
sich
mi
Skali¢kas
(1938-39)
Beg i
de
Schwankung
in
de
Funk ion
de
einzelnen
Phoneme
e binden,
die
den
be e enden
Fo man en
als
seine
Komponen en
bilden:
Im
lexi en
Typ
d iicken
130
|
BOHUMIL
VYKYPEL
einige
Teile
sowohl
de
g amma ischen
als
auch
de
lexikalischen
Fo man en
ausschlieBlich
g amma ische
esp.
lexikalische
Funk ionen
aus
(d.h.
sie
sind
disk e
ode
ab ennba ),
wah end
ande e
Teile
gleichzei ig
die
g amma ische
und
die
lexikalische
Funk ion
ausd iicken.
Au
den
e s en
Blick
wa e
de
in o lexi e
Typ
so
zu
de inie en,
dass
einige
Teile
de
lexikalischen
Fo man en
ausschlieBlich
die
lexikalische
Funk ion
ausd iicken,
wah end
alle
Komponen en
de
g amma ischen
Fo man en
neben
de
g amma ischen
Funk ion
auch
die
lexikalische
Funk ion
e iillen,
d.h.
dass
die
Disk e hei
de
g amma ischen
Fo man en
gleich
Null
is .
Eine
solche
Fo mulie ung
lieBe
sich
mi
solchen
Fallen
beg iinden
wie
deu sch
Va e
—
Va e ,
B ude
—
B iide ,
Mu e
—
Mii e
ode
englisch
oo
—
ee ,
man
—
men.
Man
kann
jedoch
un e
den
als
in o lexi
bezeichne en
Ausd ucks o men
auch
solche
inden,
de en
Teile
(Komponen en)
gu
als
disk e
be ach e
we den
dii en,
d.h.
die
nu
die
g amma ische
Bedeu ung
ausd iicken:
gl.
al babylonisch
ap us
‘ich
enn e’,
d.h.
a-
‘1.
Pe son
Singula ’,
-w-
‘P a e i um’,
p- -s
‘ ennen’,
ode
deu sch
du
beginns
—
du
beganns ,
d.h.
du
&
-s
‘2.
Pe son
Singula ’,
-i-
‘P asens’,
-a-
‘P a e i um’,
beg-nn-
‘beginnen’.
Zugleich
inde
man
Ausd ucks o men,
in
denen
eine
eilweise
Fusion
wie
im
lexi en
Typ
bes eh
(mi
ande en
Wo en,
in
denen
die
G enze
zwischen
dem
lexikalischen
und
dem
g amma ischen
Fo man en
schwie ig
zu
bes immen
is ):
gl.
al babylonisch
apa as
‘ich
enne’,
wo
a-
‘1.
Pe son
Singula ’
bedeu e
und
das
P a e i um
du ch
die
zwei
Vokale
a
und
die
Reduplika ion
des
zwei en
Wu zelkonsonan en
ausged iick
wi d.
De
Un e schied
des
in o lexi en
Typs
in
Bezug
au
den
isola i en
und
agglu ina i en
Typ
und
den
lexi en
Typ,
mi
denen
e
die
al e na i e
Disk e hei
und
die
eilweise
Fusion
gemeinsam
ha ,
is
somi
ielmeh
so
zu
o mulie en,
dass
de
Ausd uck
de
g amma ischen
Bedeu ung
zwa
disk e
ode
mi
dem
Ausd uck
de
lexikalischen
Bedeu ung
eil usionie
sein
kann,
dass
e
jedoch
s e s
in
den
du ch
den
Ausd uck
de
lexikalischen
Bedeu ung
bes imm en
G enzen
o
sich
geh
(dies
kann
e en uell
auch
als
gemeinsame
Nenne
ode
Ve bindungsglied
zum
polysyn he ischen
Typ
in
de
,, ypologischen
Spi ale“
be ach e
we den).
Schema isch
lass
sich
die
Du chd ingung,
die
Fusion
de
g amma ischen
und
de
lexikalischen
Fo man en
e wa
olgende maBen
da s ellen
(x,
y
=
die
einzelnen
phonologischen
Komponen en;
|
=
lexikalische
Funk ion,
g
=
g amma ische
Funk ion):
de
polysyn he ische
Typ:
(ye
(xy!)s
de
isola i e
Typ:
xy!
x88
(ode
(xy)!
(xy)?)
de
agglu ina i e
Typ:
xyx y8
(ode
(xy)'(xy)2)
de
lexi e
Typ:
xilylsyleys
de
in o lexi e
Typ:
xly8xley!
3
*__Nebenbei
sei
beme k ,
dass
man
in
de
Rolle
de
einzelnen
phonologischen
Komponen en
beim
Au bau
de
Fo man en
die
E kla ung
ii
die
Ko espondenz
inde ,
die
zwischen
de
Dominanz
cines
‘Typs
in
eine
Sp ache
und
dem
g aphischen
Sys em
de
be e enden
Sp ache
au ges ell
we den
kann
( gl.
Neus upny
1997:
36 .).
ZUR
PROSODIE
IN
DER
TYPOLOGIE
|
131
Ahnlich
sind
die
Ve hil nisse,
was
die
Wo bildung
angeh .
De
g amma ischen
Funk ion
en sp ich
die
Beziehung
zwischen
dem
G undwo
und
dem
abgelei e en
Wo ,
und
beobach e
wi d
das
Ma8
de
Fusion
zwischen
dem
Ausd uck
diese
Beziehung
und
dem
Ausd uck
des
G undwo s:
De
polysyn he ische
Typ
be o zug
die
Komposi ion,
de
isola i e
die
Scha ung
ganz
neue
Wo e
ode
die
En lehnung,
de
agglu ina i e
die
Wo bildung
du ch
A ixe,
de
lexi e
du ch
Kon e sion
und
de
isola i e
du ch
In ixe
ode
Kon e sion.
Ins
ange iih e
Schema
lassen
sich
dann
leich
auch
die
p osodischen
Eigenscha en
eingliede n,
indem
sie
ein ach
als
eine
de
phonologischen
Komponen en
de
gegebenen
Fo man en
be ach e
we den und
beobach e
wi d,
ob
sie
nu
lexema ische
Funk ionen
ode
nu
g amma ische
Funk ion,
ode
abe
beides
gleichzei ig
ausd iicken.
Ahnlich
e ah
Neus upny
(1959):
De
Akzen
s ell
seine
Ansich
nach
eine
Komponen e
de
Fo man en
da
—
ebenso
wie
die
Phoneme;
de
agglu ina i e
Typ
un e scheide
sich
om
lexi en
dadu ch,
dass
im
agglu ina i en
Typ
de
Akzen
zum
Mo phem
geho ,
wah end
e
im
lexi en
Typ
zum
Wo
geho .
Dies
bedeu e
also,
dass
de
Akzen
im
agglu ina i en
Typ
einen
Teil
en wede
des
g amma ischen
ode
des
lexikalischen
Fo man en
da s ell ,
wah end
e
im
lexi en
Typ
beide
Fo man en
(mi )bilde .
4.1.
Die
englische
Wo bildung
du ch
Akzen e schiebung
is
als
in o lexi es
Me kmal
zu
bewe en,
denn
die
Akzen e schiebung
geschieh
im
Rahmen,
de
du ch
den
lexikalischen
Fo man en
bes imm
wi d
(aus
dem
oben
in
§4
Gesag en
olg
auch,
dass
de
eine
Ausd uck
du ch
P osodeme
ex
de ini ione
in o lexi
is ).
Dieses
in o lexi e
Me kmal
wi d
dabei
alle dings
mi
Me kmalen
ande e
Typen
kombinie
(so
e wa
des
isola i en
in
he
compound
ode
I
compound,
des
agglu ina i en
in
compounds
ode
compounded);
es
is
kla ,
dass
es
hie
um
eine
Kombina ion
ypologisch
e schiedene
Fo man en
geh ,
und
nich
um
Fo man en,
die
eilweise
usionie
wo den
wa en.
4.1.1.
Eine
in e essan e
Kombina ion
de
in o lexi en
mi
de
polysyn he ischen
Wo bildung
du ch
Komposi ion
inde
man
im
Chinesischen:
gl.
z.B.
xidojie
‘F aulein’,
d.h.
xiao
‘klein,
jung’
+
jié
“al e e
Schwes e ’,
wobei
die
zwei e
Komponen e
a onisch
wi d.
Au
den
e s en
Blick
inde
man
eine
ahnliche
Kombina ion
im
Falle
de
“Ve ben”
in
de
Funk ion
on
P aposi ionen:
Einige
e bale
Fo man en
e en
in
de
Funk ion
on
P aposi ionen
au ,
was
als
Me kmal
des
polysyn he ischen
Typs
zu
bewe en
is ,
in
dem
gemaB
Skali¢ka
Lexeme
auch
g amma ische
Funk ionen
e iillen
k6nnen,
und
diese
nich e bale
Funk ion
kann
du ch
den
Ve lus
de
Toncha ak e is ik
des
Fo man en
beglei e
we den:
gl.
gangbi
zai
zhudzishang
‘De
Kugelsch eibe
lieg
au
dem
Tisch’
s.
w6
zai
béijing
zhi
‘Ich
wohne
in
Peking’,
d.h.
zai
‘sich
(i gendwo)
be inden’
s.
zai
‘in’.
De
Ausd uck
de
g amma ischen
Funk ionen
du ch
Lexeme
un e scheide
sich
aus
segmen ale
Sich
alle dings
g undlegend
om
Ausd uck
de
g amma ischen
Funk ionen
du ch
die
Ano dnung
de
Lexeme
(d.h.
on
de
G undeigenscha
des
polysyn he ischen
Typs):
Wah end
im
le z e en
Falle
die
be e enden
g amma ischen
und
lexikalischen
Funk ionen
in
ih em
Ausd uck
ollkommen
usionie
sind,
wi d

132
|
BOHUMIL
VYKYPEL
im
e s e en
Falle
die
lexikalische
Funk ion
des
gegebenen
Fo man en
de
ac o
au
Null
eduzie ,
da
nich
die
lexikalische
Funk ion,
die
du ch
diesen
Fo man en
in
eine
ande en
Posi ion
ausged iick
wi d,
du ch
die
in
de
be e enden
Posi ion
ausged iick e
g amma ische
Funk ion
de e minie
wi d,
sonde n
eine
lexikalische
Funk ion
eines
ande en
Fo man en.
Die
g amma ische
und
die
du ch
diese
de e minie e
lexikalische
Funk ion
sind
somi
in
ih em
Ausd uck
disk e .
Die
Iden i izie ung
eines
Fo man en
in
eine
g amma ischen
Funk ion
mi
einem
Fo man en
in
eine
lexikalischen
Funk ion
geschieh
nu
au g und
de
Iden i a
ih e
phonologischen
Komponen en.
Daniel
Weiss
(miindlich)
ha
soga
o geschlagen,
hie
zwei
Sp ach ypen
zu
un e scheiden:
den
amo phen,
in
dem
de
Ausd uck
de
g amma ischen
Funk ionen
du ch
die
Ano dnung
de
Lexeme
geschieh ,
und
den
polysyn he ischen,
in
dem
de
Ausd uck
de
g amma ischen
Funk ionen
du ch
das
Au e en
on
Lexemen
in
den
g amma ischen
Funk ionen
geschieh .
Diese
Un e schiedung
wii de
eben
du ch
das
oben
Gesag e
beg iinde ,
ich
glaube
jedoch,
dass
sie
nich
unbeding
ndé ig
is .
Zunachs
lass
sich
ein
gu e
gemeinsame
Nenne
diese
zwei
Ausd ucksweisen
inden,
und
zwa
die
Rolle
des
(Sa z)kon ex s,
denn
die
g amma ische
Funk ion
eines
lexikalischen
Fo man en
is
nu du ch
seine
Posi ion
e kennba
ode
gegeben,
ebenso
wie
im
Falle
des
Ausd ucks
de
g amma ischen
Funk ionen
du ch
die
Ano dnung
de
Lexeme
die
g amma ische
Funk ion,
die
eine
lexikalische
Funk ion
de e minie ,
nu
du ch
die
Posi ion
des
en sp echenden
lexikalischen
Fo man en
e kennba
is ;
die
Rolle
des
Kon ex s
kann
auch
mi
Skali¢kas
Pa ole
o mulie
we den,
de
polysyn he ische
Typ
baue
seine
G amma ik
au
de
Seman ik
au .
Wei e
kann
die
oben
e wahn e
Iden i izie ung
eines
Fo man en
in
eine
g amma ischen
Funk ion
mi
einem
Fo man en
in
eine
lexikalischen
Funk ion
au g und
de
Iden i a
ih e
phonologischen
Komponen en
auch
so
in e p e ie
we den,
dass
die
lexikalische
Funk ion
in
de
be e enden
Posi ion
po enziell
wi d
(nich
ak uell
is ),
abe
o zdem
im
gegebenen
Fo man en
en hal en
is ;
somi
wii de
auch
in
diesem
Falle
die
absolu e
Fusion
eine
g amma ischen
und
eine
lexikalischen
Funk ion
in
ih em
Ausd uck
bes ehen,
wenn
auch
die
g amma ische
Funk ion
nich
mi
de
du ch
sie
ak uell
de e minie en
lexikalischen
Funk ion
usionie
wi d.
SchlieBlich
is
ein
allgemeines
A gumen
anzu iih en,
Ockhams
Rasie messe :
en ia
non
sun
mul iplicanda
sine
necessi a e.
Auch
die
Sp ach ypen
sind
nich
zu
e meh en,
wenn
es
nich
no wendig
is ,
d.h.
wenn
es
einen
G und
gib ,
die
zwei
ange iih en
Ausd ucksweisen
zu
e binden.
Wenn
abe
die
phonologischen
Komponen en
nich
éllig
iden isch
sind
—
sei
es
nu
au
de
sup asegmen alen
Ebene,
wie
im
ange iih en
chinesischen
Beispiel
mi
zai
und
zai
—,
so
sind diese
Fo man en
a sachlich
als
isola i
ode
agglu ina i
zu
bewe en.
4.2.
Die
oben
(§1)
ange iih en
li auischen
Endungen
und
lexikalischen
S amme
mi
ih en
p osodischen
Eigenscha en
s ellen
ein
Me kmal
des
lexi en
Typs
da :
Ein
Teil
des
Fo man en
bezieh
sich
nu
au
die
g amma ische
Funk ion
esp.
au
die
lexikalische
Funk ion
(und
zwa
die
phonema ische
Zusammense zung
de
Fo man en),
ein
ande e
Teil
bezieh
sich
au
beides
(und
zwa
die
p osodische
ZUR
PROSODIE
IN
DER
TYPOLOGIE
|
133
Cha ak e is ik
des
Wo es,
die
eine
Resul an e
des
Zusammenspiels
zwischen
de
p osodischen
Po enz
des
Wo s amms
und
de jenigen
de
Endung
da s ell ).
5.
Zum
Schluss
muss
alle dings
noch
eine
allgemeine
Beme kung
gemach
we den.
Es
is
e sich lich,
dass
Skaliékas
Typologie
a sachlich
als
“Wo ypologie”
bezeichne
we den
kann,
wobei
“Wo ”
in
einem
b ei e en
Sinn
zu
e s ehen
is
als
minimale
Ve bindung
lexikalische
und
g amma ische
Elemen e
(e wa
als
“‘Syn agma’
des
ihen
Hjelmsle ,
nich
als
Zeichen
on
gewisse ,
au g und
des
signi ian
de inie e
A ):
De
Ke n
diese
Typologie
is
a sachlich
“mo phologisch”,
wenn
die
Mo phologie
als
Un e suchung
de
Minimal e bindungen
lexikalische
und
g ama ische
Elemen e
e s anden
we den
soll.
Es
geh
dabei
alle dings
eben
da um,
wie
die
“E gebnisse”
diese
Ve bindung
aussehen
und
nich
das,
was
e bunden
wi d.
Ein
(in o) lexi es
g amma isches
ode
ein
(in o)
lexi es
lexikalisches
Zeichen
(einen
Fo man en)
kénn e
man
besch eiben
(de inie en)
auch
als
Komplex
bes imm e
Phoneme
und
Komplex
bes imm e
Regeln
de
Ve ande ung
jeweils
des
ande en
Teils
de
minimalen
Ve bindung:
So
ha e
de
Plu al
in
deu sch
B iide
einen
Fo man en,
de
du ch
Null
und
eine
Fahigkei ,
in
eine
bes imm en
Weise
den
lexikalischen
Fo man en
zu
e ande n,
gebilde
wa e.
De
li auische
Fo mans
-os,
wi de
gebilde
du ch
die
Phoneme
o
und
s
und
du ch
seine
Fahigkei
die
p osodische
Cha ak e is ik
de
lexikalischen
Fo man en
zu
beein lussen,
und
umgekeh
wii de
de
li auische
Fo man
gal -
gebilde
du ch
die
Phoneme
g,
a,
/
und
und
du ch
die
Fahigkei ,
die
p osodische
Cha ak e is ik
beispielsweise
des
g amma ischen
Fo man en
-os,
ZU
beein lussen.
Wenn
die
Dinge
so
au ge ass
wii den,
wa e
indessen
alles
disk e
(im
ande en
Sinne
dieses
Wo es
und
somi
auch
ik i ),
und
Skaliéka
wa e
ein
Chomskyanische
Gene a i is
an e
li e as
gewesen’.
LITERATURVERZEICHNIS
BERGER,
T.
1990:
Zu
ypologischen
Eino dnung
des
ussischen
Akzen s.
Die
Wel
de
Sla en
35,
370-380.
GECKELER,
H.
2001:
Englisch
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F anzésisch:
ein
ypologische
Ve gleich
nach
den
K i e ien
on
V.
Skali¢ka.
In:
Lingua
e
Linguae.
Fes sch i
ii
Clemens-Pe e
He be mann
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60.
Gebu s ag.
H sg.
on
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WaBne ,
Aachen:
Shake ,
111-124.
(Bochume
Bei ige
zu
Semio ik,
Neue
Folge,
6.)
GIGER,
M.,
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B.
2001:
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Typologie
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einem
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zu
den
Pe spek i en
de
P age
Typologie).
Sbo nik
p aci
ilozo ické
akul y
b nénské
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J.
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Russian
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S udy).
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o ien délni
27,
122-
142.
Neus upny,
J.
V.
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Typology
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P ague:
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o
Vladimi
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In:
B.
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(H sg.):
Typology:
P o o ypes,
I em
O de ings
and
Uni e sals
(
P oceedings
o
LP’'96).
P ague:
Ka olinum,
29-40.
(Ac a
Uni e si a is
Ca olinae.
Philologica
1996,
34.)
*
Alle dings
s ell
auch
die
oben
(§4)
ange iih e
Segmen ie ung
eine
Segmen ic ung
eine
ak uellen
und
einzelnen
Wo o m
da ,
keine
Segmen ie ung
eine
Ve bindung
zwischen
de
Ka ego ie
de
lexema ischen
und
de jenigen
de
g amma ischen
Zeichen,
denn
aus
de
Sich
eine
solchen
po en iellen
und
ka ego iellen
Ve bindung
besi z
jede
Komponen e
de
g amma ischen
Fo man en
im
lexi en
Typ
auch
die
lexikalische
Funk ion
und
umgekeh ,
da
Lexeme
und
G ammeme
hie
eine
un ennba e
(syn he ische)
Einhei
—
das
Wo
—
bilden
(eine
G uppe
lexikalische
Zeichen
ha
nu
bes imm e
g amma ische
Zeichen
und
umgekeh ,
wodu ch
die
g amma ischen
Zeichen
auch
die
lexikalische
Funk ion
mi
ausd iicken
und
umgekeh );
somi
wa e
de
lexi e
Typ
om
polysyn he ischen
nich
un e scheidba .
134
|
BOHUMIL
VYKYPEL
PoPELA,
J.
1991:
P ospec s
o
V.
Skaliéka’s
Linguis ic
Typology.
In:
B.
Palek
&
P.
Jano a
(H sg.):
P oceedings
o
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Ka olinum,
237-243.
(Ac a
Uni e si a is
Ca olinae.
Philologica
1992,
3-4.)
Sapi ,
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Language.
New
Yo k:
Ha cou ,
B ace
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Company.
SGALL,
P.
1992:
Valenz
und
Typologie.
Zei sch i
ii
Phone ik,
Sp achwissenscha
und
Kommunika ions o schung
45,
200-206.
SKALICKA,
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1938-39:
O
pojem
mo ému.
Sbo nik
Ma ice
slo enskej
16-17,
4-12.
SKALICKA,
V.
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Die
phonologische
Typologie.
In:
Phone ica
P agensia.
H sg.
on
M.
Rompo l
&
V.
Skali¢ka.
P aha:
Uni e si a
Ka lo a, 73-78.
(Ac a
Uni e si a is
Ca olinae
1967.
Philologica,
6.)
SKALICKA,
V.
1979:
Typologische
S udien.
H sg.
on
P.
Ha mann.
B aunschweig
—
Wiesbaden,
Vieweg.
(Sch i en
zu
Linguis ik,
11.)
Bohumil
Vykypél
Gau a
2004 04 06
Us a
p o
jazyk
éesky
AV
CR
e ymologické
oddéleni
Ve e i
97
CZ-60200
B no
([email p o ec ed])