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ACTA LINGUISTICA LITHUANICA

XLV (2001), 187–205

REZENSIONEN

Reviews

Mikalojus Daukšas Postille von 1599 und ihre Quellen.Die Ausgabe wurde von Prof. habil. Dr. Jonas Palionis vorbereitet.

Vilnius: Baltos lankos, 2000, 1331 p.

Nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens intensivierten sich auch die Erforschung und Veröffentlichung alter Schriften; einige ältere Autoren fanden besondere Aufmerksamkeit – ihre Schriften oder Schriften zusammen mit den Originalen wurden neu herausgegeben. Zur letztgenannten Gruppe gehört auch eine neue Ausgabe von Mikalojus Daukšas Postille, die Mitte 2001 in die Buchhandlungen gelangte und fast einen Pud wiegt. Selbst wer diese Ausgabe noch nicht gesehen, aber aus der Schulzeit noch einiges über Daukša in Erinnerung hat, dürfte schon anhand des Titels der rezensierten Ausgabe erkennen, dass sie neben Daukšas eigener Postille auch das polnische Original von Jakub Wujek enthalten sollte. Tatsächlich ist das der Fall. Selbstverständlich hat sich dadurch der Umfang der Ausgabe verdoppelt. Und dazu kommen noch verschiedene Beilagen!

Die Ausgabe beginnt mit einem offenbar vom Herausgeber selbst verfassten (aber nicht unterzeichneten) „Vorwort“, in dem es heißt: „Diese Ausgabe enthält den Faksimiletext von Mikalojus Daukšas Postille von 1599 (DP) – dem umfangreichsten gedruckten Denkmal litauischer Schriftlichkeit des 16. Jahrhunderts – zusammen mit ihrem polnischen Original von Jakub Wujeks Postilla Catholicka Mnieyza... w KRAKOWIE... 1590 (W3). Dieses Original ist die dritte Auflage der Kleinen katholischen Postille des berühmten polnischen Theologen, auf die sich Daukša, wie angenommen wird (siehe den einleitenden Aufsatz), bei der endgültigen Überarbeitung seiner Übersetzung stützte“ (S. 7). Weiter erfahren wir daraus, dass die Fotokopie der DP für diese Ausgabe anhand der Exemplare von Simonas Stanevičius und Otonas Praniauskas angefertigt wurde und welche Teile jeweils aus welchem Exemplar stammen; außerdem, dass „der Text der dritten Auflage Wujeks im Scanverfahren von einem Mikrofilm nachgedruckt wurde, den Prof. Wojciech Smoczyński dem Institut für Litauische Sprache zugesandt hatte“ (S. 7), und dass der Hauptinitiator dieser Ausgabe Prof. habil. Dr. Vytautas Ambrazas war, dem am Ende des „Vorworts“ (S. 8) ebenso gedankt wird wie dem Verlag „Baltų lankų“.

Das vergleichsweise kurze „Vorwort“ ist also recht informativ, hilft litauischen Lesern, vergessenes Wissen aufzufrischen, und macht ausländische Leser mit diesem Denkmal unserer Schriftkultur gut vertraut – zumal das „Vorwort“ auch ins Deutsche übersetzt wurde (S. 9–10). Nur die abschließenden Dankesworte auf Litauisch und Deutsch an den Verlag „Baltų lankų“ wirken nicht ganz überzeugend, wenn man sich die auf S. 11 abgedruckten „Abkürzungen“ ansieht. Aus dieser Liste entsteht der Eindruck, dass der Verlag „Baltų lankų“1 die endgültige Fassung des Satzes recht nachlässig behandelt hat und dass der Herausgeber sie vermutlich ebenfalls nicht gesehen hat. Denn in der Liste der „Abkürzungen“ ist, nachdem die Abkürzung adv. „herausgefallen“ ist, beim „Vergleichen“ plötzlich …

1Da im Impressum der rezensierten Ausgabe weder der Name des Redakteurs noch der des Korrektors genannt wird (man möchte kaum glauben, dass es sie nicht gab), sondern lediglich der Grafiker Eugenijus Karpavičius, bleibt es, alle Vorwürfe an die kollektive Person – den Verlag – zu richten.

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do adj. = adverbium, Adverb (es sollte adjectivum, Adjektiv heißen). Leider ist dies nicht der einzige derartige Fall. Ähnliches geschah auch mit der Abkürzung für den Dativ (wahrscheinlich d.?). Beim erneuten „Vergleichen“ der Liste tauchte also wieder conj. = dativus, Dativ auf (es sollte conjunctio, Konjunktion heißen). Nun, warum der Lokativ des heutigen Litauischen „verstoßen“ haben soll, lässt sich schwer sagen; jedenfalls fand seine Abkürzung keinen Platz in den „Abkürzungen“, obwohl sie in den am Ende der Ausgabe gedruckten Korrekturen zu DP recht häufig vorkommt: in. (= inessivus) (vgl. S. 1306, 1307, 1308, 1311, 1312 usw.). Solche Ungenauigkeiten in den „Abkürzungen“ sollte es in einer so soliden Ausgabe nicht geben, zumal sie als Prestigeprojekt konzipiert war.

Nach dem „Vorwort“ und den „Abkürzungen“ ist in der rezensierten Ausgabe der einleitende Aufsatz von Prof. Jonas Palionis „Die Postille von 1599 und ihre Ausgaben“ abgedruckt (S. 13–22).

Der Überblick beginnt mit dem 25-seitigen Büchlein Wyjątek z kazań żmudzkich, das, wie angenommen wird, von Stanevičius vorbereitet und 1823 in Vilnius veröffentlicht wurde und den Nachdruck des lateinischen und polnischen Vorworts der DP sowie einer Predigt enthält. Bei seiner Vorstellung hätte man dieses Büchlein vielleicht nicht – wenn auch nur indirekt – mit dem Aufkommen der vergleichenden historischen Sprachwissenschaft in Verbindung bringen sollen (S. 13), denn zur Erörterung der Gründe für sein Erscheinen reicht der litauische Kontext völlig aus. Zweifellos hängt das Erscheinen dieses Büchleins und eines zweiten, Stanevičius zugeschriebenen, fehlerhaften 16-seitigen Büchleins unmittelbar mit der sogenannten litauischen Bewegung der samogitischen Adligen zusammen (vgl. Mačiūnas 1997: 141–142). Die Entstehung beider genannten Ausgaben hat bereits 1955 Prof. Jurgis Lebedys am treffendsten beschrieben: „S. Stanevičius wollte M. Daukša wegen der Schönheit seiner Sprache und des Reichtums seines Wortschatzes nachdrucken und dadurch andere zur Entwicklung einer Literatursprache anregen. Dass dieses Ziel das wichtigste war, zeigt sich daran, dass er in beide Büchlein M. Daukšas Vorrede ‚An den geneigten Leser‘ aufnahm (und in das größere auch die Vorrede an M. Giedraitis). Mit dieser Vorrede wollte er sich mit M. Daukšas Worten an die studierende Jugend und die Intelligenz wenden, die dazu aufriefen, die Muttersprache zu lieben und sich um die Schaffung eigener Literatur zu kümmern. UM MIT DIESEN AUSGABEN PRAKTISCHE ZIELE ZU VERFOLGEN, NICHT NUR M. DAUKŠA POPULARISIEREN, SONDERN AUCH ANDERE FÜR DIE PATRIOTISCHE KULTURARBEIT ZU GEWINNEN (Hervorhebung von mir – J. K.), bemühte sich S. Stanevičius, die alten Texte zugänglicher zu machen; deshalb änderte er beim Nachdruck die Orthografie und ließ diakritische Zeichen weg“ (Lebedys 1955: 167). Die zweite Ausgabe wirft freilich vielfältige Probleme auf, und alle dazu geäußerten Ansichten sind hypothetisch. Doch angesichts dessen, dass sich damals außer Stanevičius niemand sonst für die DP interessierte, gibt es kaum Anlass, seine Autorschaft anzuzweifeln (vgl. Subačius 1998: 350).

Nachdem Palionis Stanevičius’ Veröffentlichungen vorgestellt hat, erörtert er ausführlicher die unvollendete DP-Ausgabe von Eduardo Volteris und ihre Editionsprinzipien und nennt die Gründe, die zum Abbruch der Edition führten (S. 13–16). Anschließend behandelt er die bis heute am weitesten verbreitete Faksimileausgabe von Mykolas Biržiška aus dem Jahr 1926, die, wie Palionis bemerkt, „zwar ein großer Schritt nach vorn war [...], jedoch ebenfalls dem Original nicht angemessen war“ (S. 17). Zudem „erschwert die wissenschaftliche Verwendung“ dieser Ausgabe „auch der Umstand, dass neben der Übersetzung das polnische Original nicht abgedruckt ist [...]“; daher solle die bisherige Lücke „nun durch die neue Ausgabe geschlossen werden“ (S. 17). Nach dieser Erläuterung wendet sich der Verfasser des Aufsatzes der Frage zu, warum für den Abdruck in dieser Ausgabe die dritte Ausgabe von Wujeks Postille gewählt wurde (S. 17–18). Nachdem man alle im Aufsatz angeführten Argumente gelesen hat, beginnt man unwillkürlich doch zu zweifeln, ob es nicht authentischer gewesen wäre, die zweite polnische Ausgabe zu wählen und aus der dritten nur jene Stellen aufzunehmen, die in der zweiten Ausgabe von Wujeks Kleiner Postille fehlen. Denn die Übersetzung basierte auf der zweiten Ausgabe; nach Erscheinen der dritten passte Daukša seine Übersetzung nicht nur technisch an die neue Wujek-Ausgabe an, sondern übersetzte zusätzlich daraus auch jene Teile, die in der zweiten polnischen Ausgabe nicht enthalten waren. Dass die Übersetzung auf der zweiten Ausgabe beruhte, …

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mas, bezeuge auch der auf S. 504 (= 505)43–44 von DP stehende Satz: Popiežius Rimo / kuris ny yra Grigalus trečias liekas efl’ tikras palikūnis Petro S. (S. 1052 dieser Ausgabe). In der dritten polnischen Ausgabe von Wujeks Postille, die 1590 erschien, heißt es an dieser Stelle Vrban siodmy 3W 50541. Wenn Daukša seine Ausgabe also sorgfältig anhand dieser Ausgabe redigiert hätte, hätte er kaum den Namen eines Papstes darin belassen, der 1585 gestorben war2. Wujek änderte in dieser Ausgabe also den Namen, doch Daukša war nicht so eifrig und ließ noch 1599 die Angaben seiner Übersetzungsvorlage stehen, obwohl er, logisch betrachtet, Gregor XIII. durch Clemens VII. hätte ersetzen müssen, der von 1592 bis 1605 Nachfolger des heiligen Petrus war.

Nach diesem Artikel und den „Textologischen Kommentaren“ (S. 23–25), die ebenfalls keineswegs zwingend beweisen, dass unbedingt die dritte Ausgabe von Wujeks Mažosios postilės gewählt werden musste, werden die faksimilierten Texte von Daukša und Wujek abgedruckt. Da der Text von Wujek zum ersten Mal veröffentlicht wird, könnten wir ihn nur mit dem Original vergleichen, das es in Litauen nicht gibt; den faksimilierten DP-Text hingegen können wir bereits mit der Ausgabe von 1926 vergleichen. Ein Vergleich der beiden Texte zeigt sofort, dass der Faksimiletext der rezensierten Ausgabe erheblich schlechter ist als der von 1926. In der Ausgabe von 2000 sind viele diakritische Zeichen kaum zu erkennen. Wer DP erforscht, wird neben dieser Ausgabe auch die Faksimileausgabe von 1926 benötigen. Da stellt sich sogleich die Frage, ob es angesichts der heute erheblich besseren Technik wirklich unmöglich ist, eine bessere Faksimileausgabe herzustellen. Wenn ja, musste man dann in Zeiten allgemeinen Mangels einen schlechteren Nachdruck des litauischen Textes vorlegen, und wäre es nicht besser gewesen, für dieses Geld eine andere, für Forscher schwer zugängliche oder noch gar nicht untersuchte Quelle herauszugeben (etwa Jonas Rėzas Psalteras Dowido oder die sogenannte Postilė von Jokūbas Morkūnas aus dem Jahr 1600), zumal die DP-Ausgabe von 1926 leicht zugänglich ist. Vielleicht sollten wir doch sparsamer sein und uns zusammensetzen, um zu vereinbaren, welche alten Schriften zuerst unbedingt als Faksimile herausgegeben werden müssen. Dann käme es nicht zu ähnlichen Fällen, in denen derselbe Text ohne zwingenden Grund mehrmals nachgedruckt wird. Und noch etwas: Es sollte geklärt werden, wer eine solche Arbeit am besten ausführen könnte, denn man möchte kaum glauben, dass man mit moderner Technik nicht das Niveau von 1926 erreichen kann.

Nach den Faksimiletexten von DP und 3W werden in dieser Ausgabe die von Prof. Palionis zusammengestellten Korrekturen „Errata“ (S. 1304–1331) abgedruckt. In den Erläuterungen vor dem Korrekturverzeichnis heißt es: „In dieses Verzeichnis der Korrekturen wurden eindeutigere Übersetzungs- oder Druckfehler aufgenommen, nicht jedoch die in den DP-Korrekturen („Pāklidimus Teip patailik“) aufgeführten Fälle“ (S. 1304). Ähnlich heißt es auch im einleitenden „Vorwort“ der Ausgabe: „[...] diese Ausgabe enthält [...] „Errata“ – ein Verzeichnis festgestellter Fehler, die nicht in die am Ende von DP stehenden „Pāklidimus Teip patailik“ aufgenommen wurden“ (S. 7, auf Deutsch S. 9). Doch woher soll der arme Leser wissen, was in Daukšas „Pākļidimai...“ aufgenommen wurde, wenn sie in der rezensierten Ausgabe fehlen? Offenbar hat der Verlag „Baltų lankai“ entschieden, dass Daukšas „Pākļidimai...“ unnötig seien, und der Leser möge anhand des hier abgedruckten Verzeichnisses selbst herausfinden, was darin stand, oder die Ausgabe von 1926 zur Hand nehmen, in der „Pākļidimai...“ abgedruckt sind, und nachprüfen. Doch „Pākļidimai...“ enthalten neben Korrekturen von Druckfehlern auch Textergänzungen, die für Forscher erforderlich sind, die den DP-Text mit dem Original vergleichen wollen. Dazu kam es wohl deshalb, weil derjenige, der das vom Verlag „Baltų lankai“ erstellte Layout vorbereitet hat, es nicht gesehen hatte. Man möchte kaum glauben, dass Prof. Palionis, nachdem er den Leser an zwei Stellen daran erinnert hatte, dass in die neue Ausgabe …

2 Bei dieser Gelegenheit lässt sich hinzufügen, dass die Erwähnung Urbans VII. zeigt, dass die dritte Ausgabe von Wujeks Mažosios postilės im September 1590 gedruckt wurde (oder zumindest zu drucken begonnen wurde?), denn Urban VII. war nur 13 Tage lang Papst, nämlich vom 15. bis zum 27. September (Christiani 1934: 520).

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die von Daukša vorgelegten Korrekturen nicht in das Verzeichnis aufgenommen worden seien, hätte sich damit einverstanden erklärt, auf sie zu verzichten. Daher liegt der Schluss nahe, dass die „Páklydimu...“ bewusst oder unbewusst vom Verlag selbst weggelassen wurden. Wie dem auch sei, dies ist ein Wermutstropfen im Honigfass, denn in gewissem Sinne wurde in dieser Ausgabe nicht der gesamte DP-Text veröffentlicht.

Aus den genannten Erläuterungen zu den „Errata“ ergibt sich im Folgenden ein ziemlich verschwommenes Bild davon, wie dieser Abschnitt erstellt wurde, denn zunächst heißt es, bei der Zusammenstellung des Verzeichnisses seien „kritisch die in den Fußnoten des von Eduardo Volter erstellten transliterierten DP-Texts (der 1904, 1909 und 1927 in einzelnen Teilen in Sankt Petersburg gedruckt wurde) enthaltenen Korrekturen herangezogen“ worden und das „Verzeichnis sei durch Beispiele für Fehler ergänzt worden, die dem noch übrigen (d. h. dem von Volter nicht veröffentlichten – J. K.) Teil entnommen wurden“ (S. 1304).

Im zweiten (letzten) Absatz dieser Erläuterungen heißt es: „Bei der Erstellung des Verzeichnisses wurde versucht, sich an folgendes Prinzip zu halten: möglichst wenig von der Übersetzungssprache und dem Schriftsystem des DP abzuweichen und möglichst wenige zweifelhafte Dinge darin aufzunehmen. Zu diesem Zweck wurde häufig sowohl ein Blick auf W₃ als auch auf das am besten erhaltene Exemplar von Stanevičius’ Original geworfen“ (S. 1304). Aus den zitierten Erläuterungen geht nicht ganz klar hervor, ob Prof. Palionis die Liste der Korrekturen Volterios lediglich „verbessert“ oder sie bei der Vorbereitung dieser Ausgabe auch ergänzt hat. Eine genauere Untersuchung legt den Schluss nahe, dass hier eine verbesserte Liste der Korrekturen Volterios gedruckt wird. Dafür sprechen offenbar zufällig bemerkte, aber nicht in diese Liste aufgenommene Korrekturfehler (sie finden sich nicht im Verzeichnis „Páklydimus Teip pataikik“ des DP), zum Beispiel: 50₂₄,₃₄ DAT. SG. chrifiui, NOM. SG. chriflus, 51₂₇,₃₁,₃₇ INSTR. SG. chriltufu, GEN. SG. chriltauus, DAT. SG. chriltuy wird nicht korrigiert, aber 34₂₃ GEN. SG. chriltauus wird zu Chriltaus korrigiert (S. 1306); 89₄₄ GEN. SG. chriftaus wird ebenfalls zu Chriltaus korrigiert (S. 1309). Oder die auf 76₁₆ stehende NOM. SG. M. des Partizips Aktiv Präteritum igiies wird nicht zu igiĝes korrigiert, obwohl die Endung dieser Form an einer anderen Stelle zu -ę̇s berichtigt ist, vgl. 324 (=326)₃₂ átggrėjęs wird zu átggrėjęs korrigiert (S. 1322). Auch die auf 203 (= 205)₁₄,₁₆ stehende PRAES. SG. 1-Form fiuncziu wurde nicht in Palionis’ Liste aufgenommen, obwohl sie zu fiuncziu korrigiert werden müsste. Außerdem stützen auch jene Fälle den zuvor geäußerten Gedanken, in denen in beiden Faksimileausgaben von zwei falsch geschriebenen Wörtern eines korrigiert wird, das andere jedoch nicht. Zum Beispiel wird in der Verbindung 244 (=246)₃₇–₃₈ mietaulagii Sūnų ACC. SG. das erste Wort von Palionis zu mielaulagii korrigiert (S. 1316), das zweite dagegen nicht, obwohl es offenbar zu Sunų korrigiert werden müsste, da dieselbe Wortform 145₅₁ fânų zu fânų korrigiert wird (S. 1312). Dasselbe lässt sich auch über die Verbindung 319 (=321)₄₀ Trėcę įžpiowęs sagen. Darin bleibt die NEUTR.-Form Trėcę (=Trėcę) unkorrigiert, während įžpiowęs zu įžpiowęs korrigiert wird (S. 1321). Oder hier: Auf 323 (=325)₄₅ finden wir O kas jókone parabfita?, doch in der gedruckten Errata wird nur parabfita zu parabfita korrigiert (S. 1322), während jókone aus irgendeinem Grund nicht zu jókone korrigiert wird, obwohl dieselbe Form INES. SG. 562 (=565)₂₈,₃₀ jókone bereits zu jókone korrigiert wird (S. 1329). Ähnliches ist auch bei den Formen des Wortes Diewas geschehen: 357 (=359)₆ NOM. SG. Dėwas fehlt in der von Palionis erstellten Liste, während nur die nach dem Wort élśgs stehende Form INES. SG. Diewų zu Diewų korrigiert ist (S. 1323). Zweifellos gibt es noch mehr solche unkorrigierten Fehler, denn hier wurden, wie gesagt, nur ziemlich zufällig bemerkte Fälle angeführt.

Ein aufmerksamer Leser wird häufig natürlich auch genauere Korrekturprinzipien vermissen, denn bisweilen ist nicht ganz klar, warum sogar dieselben Wörter und dieselben Formen so unterschiedlich korrigiert werden. Fehlen solche Erläuterungen, lässt sich oft nur schwer feststellen, ob dies bewusst geschah oder ob es sich um schlichte Druckfehler handelt, zumal bisweilen offenbar auch das in der Einleitung zu den „Errata“ erklärte Prinzip nicht eingehalten wird, wonach: „Nicht in das Verzeichnis aufgenommen wurden auch Formen mit den Buchstaben į, ū in Positionen langer Vokale, wie etwa nom. pl. [...] Sunys 533 (=535)₈, [...] inf. įbwiļt 357 (=359)₃₀ usw., denn es gibt Grund zu der Annahme, dass diese Buchstaben dort nicht nur die Nasalvokale [į], [ų], sondern auch die langen Vokale [ī], [ū] bezeichneten“ (S. 1304). Bei į scheint diese Regel befolgt worden zu sein, bei ū jedoch nicht.

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stets. Zum Beispiel ist 84₄₅ INE. būt in der Verbindung būt korooti zu būt koróti korrigiert (S. 1309), und NOM. PL. 119₄₃ fuus zu funus (S. 1311).

Ypač daug neaiškumų kelia raidės ę, pavartotos vietoj ė, e, ia (žr. Palionis 1967: 34), taisymai: vienur ji taisoma į ę, kitur į e. Pvz., klaidingai Daukšos parašytas prielinksnis 102₃₄ be ištaisytas į bę, o 89 (= 103)₃₃ taip parašytas bę taisomas į be, bę? (su klaustuku!) (p. 1310). Iš karto norisi paklausti, kodėl pirmuoju atveju jokių abejonių nebuvo, o antruoju ėmė ir iškilo? Panašiai atsitikę ir su priešdėliu ne: 38₄ nę taisomas nę ir pastabose nurodoma, kad šis nę=ne (p. 1306), bet 53₄ ir 63₂₄ nę taisomas į ne (p. 1307, 1308), o 102₄₁ ne (ėft) vėl ištaisytas į nę (p. 1310). Arba žodžio metas INSTR. SG. forma taisoma 4 kartus, bet du kartus vienaip, o du kartus antraip: 13₃₉ metų į metu (p. 1305), 335 (= 337)₈ metų į metų (p. 1322), o 16₃₉ metų į metú (p. 1305) ir 53₁₉ metų į metu (p. 1307). Kodėl čia ę netaisoma į e, t. y. kodėl šios formos sugretintos su palyginti dažnai DP rašomomis metų ir metu, o ne su metu, belieka tik spėlioti. Tokių atvejų pasitaiko ir INES. SG. formų taisyme, pvz.: 44₃₂ metę ištaisyta į metę (p. 1307), 69₃₁–₃₂ žókonę į žókonę (p. 1308), bet 324 (= 326)₃₁ regė́timę ištaisyta į regė́timę (p. 1322). Na, o 62₃₇ mirftanciamę, ištaisytame į mirftanciamę, randame atvirkščią -ę į -e taisymą. Reikia manyti, kad čia vieną korektūros klaidą pakeitė kita, nes kitaip pastarojo taisymo paaiškinti negalima.

Oder hier etwa IMPER. PL. 1, Form 21₈–₉: kélbkime wird zu kélbkime korrigiert (S. 1305), 118₃₁ paklausíkime zu paklausíkime (S. 1311) und 280 (= 282)₄₅ fugrįžkime zu fugrįžkime (S. 1318). Warum im ersten Fall in der Endung -ę beibehalten wurde, ist ebenfalls unklar, denn andernorts wird die Endung -ę, -e bei allen Tempora des Indikativs sowie bei PL. 1 des Konjunktivs offenbar völlig zu Recht nur zu -e korrigiert, z. B.: 63₄ turimę zu turime (S. 1308), 102₄₅ išgírtime zu išgírtime (S. 1310), 156₃₁ atgrę́ftumbime zu atgrę́ftumbime (S. 1312), 172₂₉ parėgėtumbime zu parėgėtumbime (S. 1313).

Zu diesem Typ von Korrekturen lässt sich teilweise nur die uneinheitliche Korrektur der GEN. SG.-Formen Ablo des Eigennamens Abelis rechnen: 408 (= 410)₃₀ Ablo wurde zu Abelio korrigiert, 410 (= 412)₂₃ Ablo hingegen zu Abel̇o (S. 1325).

Da die Korrekturprinzipien nicht näher erläutert werden, ist schwer nachzuvollziehen, warum in der Liste von Prof. Palionis mit den Diphthongen an, en, die in DP als ą, ę oder ąn, ęn geschrieben werden, uneinheitlich verfahren wird. Meist werden sie nicht korrigiert, gelegentlich jedoch werden ą, ę zu ąn, ęn und ą, ęn auch zu an, en korrigiert, z. B.: 315 (= 317)₂₄ nulidė́dąnçziu wurde zu nulidė́dąnçziu INSTR. SG. korrigiert (S. 1321), 228 (= 230)₉pršt. ženklas wurde zu ženklas korrigiert (S. 1315) (aber bei 10₃₄ pažėklėtos wird e wiederum aus irgendeinem Grund weder zu ę noch zu ęn oder en korrigiert, sondern zu pažėklėtos (S. 1305), obwohl es pažėklėtos heißen müsste), während 448 (= 450)₂₃ daggan zu dangun (S. 1326) und 244 (= 246)₂₇ lėndą zu lėndą korrigiert wird (S. 1316). Und wenn in derselben Wurzel ein in DP gedrucktes i anstelle von in unterschiedlich korrigiert wird, ist das völlig unverständlich, z. B.: 124₁₀ liktmuži wurde zu linktmuži INSTR. SG. korrigiert (S. 1311), 214 (= 216)₂₄,₅₂ likfmumo, likfmibes dagegen zu likfmumo, likfmibes GEN. SG. (S. 1315). Wie lassen sich solche Korrekturen erklären: 309 (= 311)₈ penigų zu penigų GEN. PL. (S. 1321) und 331 (= 333)₂₁ penigāmas zu penigāmus (S. 1322)? In diesen Fällen dürfte es nicht ausreichen zu sagen, dass man sich bei den Korrekturen „bemüht habe, folgendem Prinzip zu folgen: sich möglichst wenig von der Übersetzungssprache und dem Schriftsystem von DP zu entfernen …“ (S. 1304); man würde gern auch erfahren, wie man sich bemüht hat, dieses Prinzip einzuhalten.

Natürlich wäre es am leichtesten und einfachsten, alle erwähnten Uneinheitlichkeiten mit Korrekturfehlern zu erklären, von denen es in Palionis’ Korrekturenverzeichnis leider tatsächlich recht viele gibt. Da es jedoch keinen zwingenden Grund gibt, sie im Einzelnen zu erörtern, werden im Folgenden klassifizierte Verzeichnisse der in den Korrekturen festgestellten Fehler vorgelegt.

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TABELLE 1. FEHLERHAFT ABGESCHRIEBENE DP-WÖRTER

DP-Seite und Zeile | Gedruckt | DP | Von J. Palionis korrigiert | Anmerkungen | Seite der Ausgabe von 2000

2725 | šwęntûjų | šwęntûjų | šwęntûjų | INSTR. SG. | 1306

11445 pršt. | Newalooe | Newaloiė | Newaloie | INES. SG. | 1311

169 (= 171)39 | nupinė | nupinė | nupinė | PRAET. 3 | 1313

174 (= 176)35 | gailėimųų | gailėimųų | gailėimu (sollte gailėimu heißen) | INSTR. SG. | 1313

188 (= 190)31 | fuḳėlninp | fuḳėlninp | fuḳėlninp | 1314

188 (= 190)35 | kėlės | kėlės | kėtes | PRAET. 3 | 1314

190 (= 192)2 | fuŕikulūus | fuŕikulūus | surŕkulūus (d. h. fuŕikulūus) | 1314

191 (= 193)10 | įbmințigai | įbmințigai | įbmințigai | ADV. | 1314

191 (= 193)14 | prodėjęs | prodėjęs | pradėjęs | 1314

191 (= 193)34 | parabūta | parabūta | parabūta (d. h. parabūta) | NEUTR. | 1314

200 (= 202)25 | muſū | muſu | muſų (d. h. muſų) | 1314

213 (= 215)18 | likſmibę | likſmibę | lįkſmibę | 1315

213 (= 215)38 | likſmumas | likſmūmas | lįkſmumas (d. h. likſmūmas) | 1315

228 (= 230)4 | Bažnęczios | Bažnęczios | Bažnićzios | GEN. SG. | 1315

233 (= 235)50 | weder alte Verhältnisse |... Verhältnisse | weder alte Verhältnisse | 1316

237 (= 239)32 | kųres | kųrės | kurės | ACC. PL. | 1316

255 (= 257)3 | kųrie | kųriė | kurie (d. h. kurie) | 1317

255 (= 257)46 | daittų | daittų | daiktų | GEN. PL. | 1317

256 (= 258)8 | numažgoio | numažgóio | numažgoio (d. h. numažgóio) | 1317

265 (= 267)5 | kráiuo | kráiuo | kráiuo | GEN. SG. | 1317

RECENZIJOS

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DP-Seite und Zeile

Gedruckt

DP

Von J. Palionis korrigiert

Anmerkungen

Seite der Ausgabe von 2000

271 (= 273)14

der echten

der echten

tikriiu (d. h. der echten)

INSTR. SG.

1318

271 (= 273)45

ataūlitų

ataūlitų

ataūbičių

KOND. 3

1318

277 (= 279)11

fawus

fawųs

fawus (t. b. fawųs)

1318

281 (= 283)5

brągęlnis

brągęlnis

brągęfnis (t. b. brągęlnis)

NOM. SG.

1318

286 (= 288)21

trupųčio

trúpųčio

trupuczo (t. b. trúpųczo)

1319

290 (= 292)34

nefkālų

nefkālų

nefkālu (d. h. nefkālu)

NEUTR.

1319

295 (= 297)51

priwalų

priwalų

priwalu (d. h. priwalų)

NEUTR.

1320

304 (= 306)53

będru

będri

będru (d. h. będri)

INSTR. SG.

1320

306 (= 308)20

tųri

tūri

turi (d. h. tūri)

PRAES. 1 (d. h. 3)

1320

310 (= 312)33

pažiltų

pažiltų

pažiltu (t. b. pažiltų)

1321

311 (= 313)4

ųžmųbę

ųžmųbę

ųžmųbę (t. b. ųžmųbę)

PRAET. 3

1321

315 (= 317)37

Wieβpati

Wiéβpati

Wieβpati (t. b. Wiéβpati)

DAT. SG.

1321

317 (= 319)35

mažgas

mážgas

mažgas (t. b. mážgas)

1321

319 (= 321)25

būlių jų Dievų

... Diéwų

... Diewu (t. b. ... Diéwų)

1321

322 (= 324)26

Wjenas

Wjénas

Wienas (t. b. Wiénas)

NOM. SG.

1321

325 (= 327)48

galętą... įftraukt’

galéta... įftraukt’

galęty (t. b. galéty)... įftraukt’

KOND. 3 + INF.

1322

194 |

RECENZIJOS

DP-Seite und -Zeile

Gedruckt

DP

J. Palionis’ Korrektur

Anmerkungen

Seite der Ausgabe von 2000

327 (= 329)40

prilaktōe

prilaktōie

prilaktōieu

1322

329 (= 331)9

žōdžio

žōdžio

žōdžio (t. b. žōdžio)

1322

332 (= 334)46

pūt̄tauj

pūt̄tauj

pūt̄tauj

PRAES. 2 SG.

1322

335 (= 337)33

būwe

būwe

buwo (d. h. būwo)

1322

336 (= 338)9

sudekite

sudekite

sudekite (d. h. sudekite)

1322

337 (= 339)19

žmonemns

žmonémns

žmonemus (d. h. žmonémus)

1322

338 (= 340)27

didžeulių

didžéulių

didžeulių (t. b. didžéulių)

ACC. DU.

1322

342 (= 344)8

klanfe

klānfe

klaufe (t. b. klāufe)

PRAET. 3

1323

351 (= 353)25

piktūlius

piktūlius

piktūlius (t. b. piktūlius)

1323

360 (=362)19–20

nufidėiūlių žmoių

der Menschen

der Men-schen (d. h. Menschen)

GEN. PL.

1324

378 (= 380)3

erwähnten

erwähnten

erwähnten

NOM. PL.

1324

379 (= 381)35

jedoch

jedoch

jedoch (d. h. jedoch)

PRAES. 3

1324

394 (= 396)12

wie

wie

wie (d. h. kāip)

1325

398 (= 400)14

gatęs

gatęs

gates (d. h. gatęs)

FUT. 3

1325

404 (= 406)55

Apāftātai

Apāftātai

Apāftatai (d. h. Apāftātai)

1325

434 (= 436)11

piktiėmus

piktiėmus

piktiemus (d. h. piktiėmus)

1326

450 (= 452)23

tiektai

tiektāj

tiek tai (t. b. tiektāi)

1326

471 (= 473)17

fwętes

fwętes

fwętās

NOM. SG.

1327

RECENZIJOS

195

DP-Seite und -ZeileDruckfassungVon J. Palionis korrigiertAnmerkungenSeite der Ausgabe von 2000

473 (= 475)₄₅eines Worteseines Worteseinem WortINSTR. SG.1327

474 (= 476)₅₁–₅₂beispielsweisebeispielsweisebeispielsweise1327

475 (= 477)₃₅das Huhn das Huhn die Hühner (d. h. die Hühner)DAT. SG.1327

477 (= 479)₃ApałtatasApáłtatasApaḟtatas (t. b. Apáḟtatas)1327

478 (= 480)₅₀bitołiųbitółiųbitołiu (d. h. bitóliu)1327

510 (= 511)₁₇–₁₈žėminiųžėminiųžėminiu (d. h. žėminiu)1328

518 (= 519)₆belnełibelnełibernełi (d. h. bernėli)Akk. Sg.1328

518 (= 519)₁₀žódžiųžódžiųžódžiu (d. h. žódžiu)Instr. Sg.1328

531 (= 533)₂₁łękołękotąko (d. h. łęko)PRAES. 31329

535 (= 537)₃₅vź dūdinėjevź dūdinėjevźdūdinėje (d. h. vźdūdinėje)PRAES. 31329

553 (= 556)₃₉βwętųβwętųβwętu (d. h. βwętų)INSTR. SG.1329

568 (= 571)₄₁vź f wirovź f wirovźf wiro (d. h. vźf wiro)1330

594 (= 597)₂₁βwie umoβwie úmoβwielumo (d. h. βwielúmo)1330

601 (= 604)₃₁tarnytarnųtarnu (d. h. tarnú)INSTR. SG.1330

610 (= 613)₅₃gaiwagaiwágałwa (d. h. gałwá)NOM. SG.1330

614 (= 617)₂₅–₂₆gáłiųgáłygáłiu (d. h. gálu)PRAES. 1 SG.1330

618 (= 621)₁₂melłtusmėłłtusmelłtųs (d. h. mėłłtųs)SUP.1331

619 (= 624)₁₀išłųyte ełtišłųnte ełt’išłųte ełt (d. h. išłųnte ełt’)1331

196 |

RECENZIJOS

TABELLE 2. IN JONO PALIONIS’ KORREKTUREN AUSGELASSENE

DP DIAKRITISCHE ZEICHEN

DP-Seite und Zeile

Gedruckt

Von J. Palionis korrigiert

Sollte lauten

Anmerkungen

Seite dieser Ausgabe

9₃₃

vžtūrėtą

vžtūretą

vžtūrėtą

AKK. SG.

1305

24₂₁

wertų

wertu

wertų

INSTR. SG.

1306

25₂₉

Tetráacha

Tetrarcha

Tetrárcha

INSTR. SG.

1306

26₁₃

Wirβpatáwimo

Wieβpatavimo

Wieβpatáwimo

1306

28₁₃

Swetóp

Szwetop

Szwetóp

1306

35₅₁

źmoįų

źmonių

źmonių

GEN. PL.

1306

47₁₁

bêdrą

bedra

bêdrą

ACC. SG.

1307

54₅₃

Bernrádus

Bernardus

Bernárdus

NOM. SG.

1307

68₂₉

lawų

lawu

lawų

INSTR. SG.

1308

75₄₀

auré

aure

auré

1309

90₂₉

iβwadžió io

iβwadžioio

iβwadžióio

1309

95₁₃

tęięus

tūięus

tūięus

orig.: tudžicž

1310

107₁₀

Wiéβpati

Wieβpati

Wiéβpati

ACC. SG.

1310

111₄₃

djęną

dieną

diéną

1311

138₂₄

táužomę

taužome

táužome

1311

141₆

tūdie

ludie

lūdie

PRES. 3

1311

150₁₁

didęlnių

didelniu

didelnịų

INSTR. SING.

1312

158₁₉

falβiwų

falβiwu

falβiwų

NOM. DU.

1312

164₂₂

ęio

eio

éio

PRAET. 3

1312

201 (= 203)₇

muſúmp

muſump

muſúmp

1314

213 (= 215)₅₁

ámžimas

amžinas

ámžinas

NOM. SG.

1315

232 (= 234)₈

atšiųšių

atļųšiu

atšiųšių

1316

233 (= 235)₅₀

.../ nei mókſłu

.../ nei mokſłu

.../ nei mókſłu

INSTR. SG.

1316

RECENZIJOS

| 197

DP-Seite und -Zeile

Gedruckt

Von J. Palionis korrigiert

Sollte lauten

Anmerkungen

Seite dieser Ausgabe

247 (= 249)13

grumždįmų

grumždimu

grumždįmų

INSTR. SG.

1316

251 (= 253)35

wardį

wardu

wardį

INSTR. SG.

1316

252 (= 254)12

funùs

funus

funùs

1317

268 (= 270)25

Jahre

Jahre

Jahre

INSTR. SG.

1317

281 (= 283)48

Wieβpñutės

Wieβpñatės

Wieβpñatės

1318

302 (= 304)29–30

willą Pópiejiſtą

willą Popiejįſta

willą Pópiejiſtą

NOM. SG.

1320

304 (= 306)25

den

die

den

1320

321 (= 323)13

einem Adligen

einen Adligen

einem Adligen

ACC. SG.

1321

341 (= 343)34

die Lehre

Lehre

die Lehre

PRAET. 3

1323

374 (= 376)39

welche

welche

welche

1324

388 (= 390)9

Gunst

Gunst

Gunst

NOM. SG.

1325

388 (= 390)12

dies

dies

dies

1325

391 (= 393)31

uneigennützig

uneigennützig

nopɼlnái

ADV.

1325

392 (= 394)8

njéko

nieko

njéko

1325

402 (= 404)51

taczęų

taczeu

taczęų

1325

409 (= 411)12

diėnų

dieną

diėną

ACC. SG.

1325

423 (= 425)43

ſartús

ſaitus

ſaitús

orig.: Fesseln

1325

457 (= 459)20

praſtólių

praſtóliu

praſtóliu

1326

458 (= 460)5

ráka

rąka

ráka

NOM. SG.

1326

472 (= 474)17

ӡótag

ӡotag

ӡótag

1327

530 (= 532)28

vǯ prietelus

vǯ neprietelus

vǯ neprietelus

orig.: Feinde

1329

545 (= 548)35

atęko

atąko

atąko

PRAES. 3, orig.: besucht

1329

560 (= 563)9

gerų

geru

gerų

INSTR. SG.

1329

609 (= 612)14

mókıtinių

mokıtiniu

mókıtiniu

INSTR. SG.

1330

198 |

RECENZIJOS

TABELLE 3. UNGENAUE ANGABE DER WORTZEILE UND DER STELLE

Von J. Palionis angegebene Seite und Zeile der DP Sollte lauten Gedruckt J. Palionis’ Korrektur Anmerkungen Seite dieser Ausgabe

89 (= 103)₄₄–₅₀ 89 (= 103)₄₉–₅₀ gardumimus garduminus 1310

116₁₆ 116₁₅ miełafir dürmo miełafir dürmo 1311

116₁₈ 116₁₇ Czę (tekste Czę) jau Czę tau 1311

159₂₀ 159₂₆ Szęłta Szębta NEUTR. 1312

162₁₇ 162₂₇ kartų kartų INSTR. SG. 1312

168₈ 168₆ metų metu INSTR. SG. 1312

227 (= 229)₄₉ 227 (= 229)₄₈–₄₉ Augugulinas Auguf tinas 1315

229 (= 231)₄₆ 229 (= 231)₄₅–₄₆ tōbis tōbis 1315

231 (= 233)₂₂ 231 (= 233)₂₃ palik(mintoie palik(mintoie NOM. SG. 1316

231 (= 233)₂₃ 231 (= 233)₂₄ atfiusių atfiusių 1316

231 (= 233)₄₁ 231 (= 233)₄₂ tos tas NOM. SG. M. 1316

247 (= 249)₁₃ 247 (= 249)₁₂–₁₃ grumžd imų grumždimu (d. h. grumžd imų) INSTR. SG. 1316

276 (= 278)₈ 276 (= 278)₇–₈ apewejždėtus apewejždėtus COND. 3 1318

314 (= 316)₄ 314 (= 316)₄–₅ gerėlnis gerėlnis 1321

328 (= 330)₁₆ 328 (= 330)₁₅–₁₆ fuderimo fuderino 1322

338 (= 340)₂₉ 338 (= 340)₂₉–₃₀ ąntamę ąntr ame 1322

342 (= 344)₂₈ 342 (= 344)₂₉ palsipūtės palsipūtus NOM. SG. F. 1323

349 (= 351)₁₈ 349 (= 351)₁₇–₁₈ litpnėlnjis litpnėlnis 1323

349 (= 351)₂₆ 349 (= 351)₂₆–₂₇ fwetitimas fwetimas 1323

359 (= 361)₄–₅ 359 (= 361)₄ vžmokėlsių vžmokėsiu (?) 1324

369 (= 371)₄₀ 369 (= 371)₄₁–₄₂ paβwéntina paβwéntina PRAES. 3 1324

369 (= 371)₄₆ 369 (= 371)₄₇ gėdeimo gėdeimu INSTR. SG. 1324

471 (= 473)₂₉ 471 (= 473)₃₀ mótę móte NOM. SG. 1327

RECENZIJOS

199

Von J. Palionis angegebene Seite und Zeile des DP

Es sollte heißen

Gedruckt

Von J. Palionis korrigiert

Anmerkungen

Seite dieser Ausgabe

543 (= 546)22

543 (= 546)21

indem wir bewahren... die Unschuld

indem wir bewahren... die Unschuld

ACC. SG. „Unschuld“

1329

543(=546)36

543(=546)35

dort

dort

1329

544(=547)3, 11

544(=547)3

išnumiruliu

aus den Toten

1329

544(=547)14, 15

išnumirulių

J. Palionis korrigiert nicht

10112

10112 pršt.

godincziuin

godincziuiu (vielleicht godincziū́?)

GEN. PL.

1310

11245 pršt.

11245

kjtas (im Text: kjtás)

kitas (sollte kitás sein)

ACC. PL.

1311

14642

14642 pršt.

Chriftans

Chriftauus

1312

167(=169)38

167(=169)38 pršt.

idaut

idant

1313

177 (= 179)49

177 (= 179)49 pršt.

waišiu

waišių (kodėl ne waišių?)

GEN. PL.

1313

202 (= 204)32

202 (= 204)32 pršt.

Lutae

Lucae

= Lukas

1314

204 (= 206)17

204 (= 206)17 pršt.

pāšiutfus

pāšiuftas (kodėl ne pāšiuf tas?)

NOM. SG.

1314

206 (= 208)40

206 (= 208)40 pršt.

knnu

kunų

GEN. PL.

1314

211 (= 213)22

211 (= 213)22 pršt.

Aprikings (dž̄eugfmo)

Aprikimas (?)

Original: Omyl-ne (wefele)

1314

216 (= 218)21

216 (= 218)21 pršt.

teit

ateit

1315

233 (= 235)18

233 (= 235)18 pršt.

hudie

ludie

PRAES. 3

1316

243 (= 245)38

243 (= 245)38 pršt.

fwielumu

βwielumu

INSTR. SG.

1316

254 (= 256)37

254 (= 256)37 pršt.

mokfio

mokfło

1317

Neben den in den Tabellen aufgeführten festgestellten Fehlern finden sich in der von Prof. Palionis zusammengestellten Liste der Berichtigungen auch einzelne Versehen, z. B.: 220 (= 222)16 sollte statt paſauli paſauli a. sg. lauten (S. 1315); 425 (= 427)17 sollte statt kukidėli kukaidėli a. sg. lauten (S. 1325); 298 (= 300)41 sollte statt ſbwedęs lauten.

200 |

RECENZIJOS

= 514)₁₈ prigavau ist nicht Praet. 2. Sg., sondern Praet. 1. Sg. (S. 1328). Ebenso sind 327 (= 329)₈ pawijdeię (S. 1322) und 536 (= 538)₄₂ parpūłt zu parpūlē zu korrigieren (S. 1329); es handelt sich nicht um praet. 3, sondern um Nominative Plural Maskulinum des Partizips Aktiv des Präteritums, und sollte daher nom. pl. lauten (vgl. Kudzinowski 1977: 89, 105).

Die mit einem Sternchen markierten Korrekturen von Prof. Palionis dürfen nicht stillschweigend übergangen werden; das Sternchen „kennzeichnet einen im fotomechanischen Druck von 1926 festgestellten Fehler“ (S. 1304). Folglich dürfte es sie in dieser Faksimileausgabe nicht geben. Tatsächlich verhält es sich aber nicht ganz so, denn offenbar stimmen 5 von 19 solchen Korrekturen, nämlich 81₄₇ (S. 1309), 162₂₁ pršt. (S. 1312; übrigens ist in beiden Ausgaben nicht Dukáuni i, sondern Dukáuni ii zu lesen), 286 (= 288)₂₀ (S. 1319), 304 (= 306)₂₀, ₂₂–₂₃ (S. 1320), tatsächlich überein. Allenfalls ließe sich in zwei Fällen – 81₄₇ und 286 (= 288)₂₀ – über die Schreibweise streiten: ob in der rezensierten Ausgabe palibts (wie in der Ausgabe von 1926) oder palibls gedruckt ist und ob das q im Diphthong des Wortes tůkßtąntis (wie in der Ausgabe von 1926) einen „Zweig“ hat oder nicht. Das sind jedoch Fragen der Schreibweise; wenn man einen Unterschied feststellt, wäre es am besten, die betreffenden Korrekturen gesondert aufzuführen. In der Liste der Berichtigungen finden sich aber auch Korrekturen, bei denen ein Sternchen nötig wäre, jedoch fehlt (siehe Tabelle 4).

TABELLE 4. KORREKTUREN, DIE MIT EINEM STERNCHEN VERSEHEN SEIN SOLLTEN

DP-Seite und -Zeile | In dieser Ausgabe gedruckt | In der Ausgabe von 1926 gedruckt | Von J. Palionis korrigiert | Anmerkungen | Seite dieser Ausgabe

*356 (= 358)₉ | pritraukė | prietaukė | prietraukė | Praet. 3 | 1323

*462 (= 464)₃₇ | kitūs | kitu | kitus | | 1326

*466 (= 468)₈ | furifßtūmbei | furifßtūmbe: | furifßtumbei | Kond. 2. Sg. | 1327

*470 (= 472)₃₄ | nei | mi | nei | | 1327

*471 (= 473)₄₀–₄₁ | Angelas | Angetae | Angelas | | 1327

*513 (= 514)₂₃ | wilfiemus | wifu i emus | wif i emus | | 1328

*564 (= 567)₅ | tū | ti | tū | Instr. Sg. | 1329

*594 (= 597)₂₅ | Chriſtuie | Chriſtnie | Chriſtuie | | 1330

*595 (= 598)₁₈ | fβwetų | fβwetų | fβwetų | GEN. SG. | 1330

*619 (= 622)₂₆ | źémes | źemes | źémes | GEN. SG. | 1331

Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass die rezensierte Ausgabe des DP nicht sehr zuverlässig ist. Viele der hier erwähnten Fehler und Versehen hätte man natürlich leicht vermeiden können, wenn der vom Staat großzügig unterstützte Verlag „Baltų lankų“ sich nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht, sondern enger mit dem Herausgeber zusammengearbeitet hätte. Nun entsteht jedoch der Eindruck, dass der Herausgeber auf die eine und der Verlag auf die andere Weise gearbeitet hat, denn man möchte dennoch nicht glauben, dass ein Kenner alter Schriften wie Prof. Jonas Palionis wenigstens den größeren Teil der erwähnten Mängel übersehen hätte.

RECENZIJOS

201

LITERATŪRA

CHRISTIANI, L. 1934: La chronologie des papes, des origines à Pie XI. Tu es Petrus. Encyclopédie populaire sur la papauté, Paris: Librairie Bloud et Gay, 491–529.

KUDZINOWSKI, Cz. 1977: Indeks–słownik do „Daukšos Postilė“ 2, Poznań: Wydawnictwo Naukowe Uniwersytetu Adama Mickiewicza.

LEBEDYS, J. 1955: Simonas Stanevičius, Vilnius: Valstybinė grožinės literatūros leidykla.

MACIŪNAS, V. 1997: Lituanistinis sąjūdis XIX amžiaus pradžioje, Vilnius (leidykla nenurodyta).

PALIONIS, J. 1967: Lietuvių literatūrinė kalba XVI–XVII a., Vilnius: Mintis.

SUBAČIUS, G. 1998: Žemaičių bendrinės kalbos idėjos, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas.

Juozas Karaciejus

Lietuvių kalbos institutas

Antakalnio g. 6, 2055 Vilnius, Lietuva

Gauta 2001 12 06

VYTAUTAS SIRTAUTAS, REGINA PETKEVICIENĖ, ČESYS GRENDA,

RINKTINIAI KALBOTYROS STRAIPSNIAI

[Šiauliai:] Šiaulių universiteto leidykla, 2001, 288 p.

2001 metais Šiaulių universiteto Lietuvių kalbos katedros profesoriui Vytautui Sirtautui suėjo 80 metų, o docentams Reginai Petkevičienei ir Česiui Grendai – po 70. Visi trys jie apie 40 ar daugiau metų dirba toje pat Šiaurės Lietuvos aukštojoje mokykloje (anksčiau tai buvo Šiaulių pedagoginis institutas) ir kartu su kolegomis parengė šimtus lietuvių kalbos ir literatūros, tūkstančius pradinių klasių pedagogikos ir metodikos bei kitų specialybių mokytojų, parašė ar sudarė ne po vieną mokomąją knygą studentams, vadovėlių aukštosioms mokykloms (V. Sirtautas ir vidurinėms mokykloms), paskelbė po šūsnį mokslo, metodikos ir kalbos populiarinamųjų straipsnių, aktyviai dalyvauja mokslinėse konferencijose.

Sukaktuvių proga sumanytai sumestinei knygai iš savo rašinių aruodo po žiupsnelį straipsnių parinko patys autoriai ir, kaip pasakyta redaktorių kolegijos pasirašytoje pratarmėje, kai kuriuose straipsniuose ką ne ką dar pataisė ar patikslino. Knygą sudarė universiteto Lietuvių kalbos katedros vedėjas prof. K. Župerka, į redaktorių kolegiją, be jo, įėjo Humanitarinio fakulteto dekanė doc. G. Kačiuškienė (pirmininkė) ir universiteto prorektorius doc. J. Pabrėža.

Kiekvieno kalbininko dalis knygoje pradedama gražia brandaus amžiaus nuotrauka ir šiltai perteiktu gyvenimo aprašymu. Prof. V. Sirtautą skaitytojams pristato prof. K. Župerka, doc. R. Petkevičienę – doc. G. Kačiuškienė, o doc. Č. Grendą, daug metų buvusį Šiaulių pedagoginio instituto Lietuvių kalbos katedros vedėju, – doc. J. Švambarytė. Po to dedama kiekvieno autoriaus daugiausia kalbos mokslo darbų rinkiniuose įvairiu metu skelbtų straipsnių. Dalys baigiamos kalbininkų darbų bibliografijomis (prof. V. Sirtauto įdėti 1999 m. atskira knygele išleistos bibliografijos rodyklės papildymai ir 1998–2000 m. darbai). Bibliografijas sudarė Mokslinės Šiaulių universiteto bibliotekos Bibliografijos skyriaus vedėja R. Jakutienė. Tokia yra kalbamos knygos sandara.

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