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Litauisches Sprachinstitut
Forschungsschwerpunkte: syntaktische Hierarchien, freie sekundäre Prädikative.
DIE MARKIERUNG VON DEPIKTIVEN IM LITAUISCHEN
Markierung von Depiktiven im Litauischen
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel untersucht die Markierung freier nichtresultativer sekundärer Prädikative (Depiktive) im Litauischen und gibt einen kurzen Überblick über die Einteilung von Depiktiven in Arbeiten der ausländischen Linguistik. Im Artikel werden Depiktive in zwei Gruppen eingeteilt – syntaktische und semantische –, und die Ausdrucksformen jeder Gruppe werden ausführlich erörtert. Ziel ist es zu zeigen, worin sich litauische Depiktive von Depiktiven anderer Sprachen unterscheiden, und die in Grammatiken des Litauischen und in Syntaxstudien vorgelegten Daten zu ergänzen. Auf der Grundlage der Häufigkeit werden Hierarchien der Depiktivformen und der Wortarten, durch die sie ausgedrückt werden, erstellt.
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel befasst sich mit der Markierung sekundärer nichtresultativer Prädikate (Depiktive) im Litauischen. In diesem Artikel werden Depiktive in zwei Gruppen eingeteilt: syntaktische Depiktive und semantische Depiktive; jede Gruppe wird ausführlich hinsichtlich jeder möglichen Form des Depiktivs erörtert. In diesem Artikel habe ich versucht zu zeigen, worin sich Depiktive im Litauischen von Depiktiven in anderen Sprachen unterscheiden, und die in Grammatiken des Litauischen und Syntaxstudien vorgelegten Daten zu ergänzen. Auf der Grundlage der Häufigkeit der Verwendung bestimmter Depiktive werden zwei Hierarchien dargestellt: eine Hierarchie der Kasus der Depiktive und eine Hierarchie der Formen der Depiktive.
0. EINLEITUNG
Autoren, die in der litauischen Linguistik die strukturelle und funktionale Grammatik vertreten (vor allem sind der Artikel von Adelė Valeckienė (1967), Lietuvių kalbos gramatika (1976) und Dabartinės lietuvių kalbos gramatika (1996) zu nennen), haben bereits sekundäre
SCHLÜSSELWÖRTER: sekundäres Prädikat, Depiktiv, Markierung von Depiktiven.
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Prädikative1, doch operierten sie in ihren Arbeiten nicht mit dem Begriff der sekundären Prädikation: das syntaktische Phänomen auf Satzebene – das sekundäre Prädikat – war für sie bestenfalls lediglich ein Teil der Verbalphrase (prädikative Bestimmung), oft aber schlicht ein nominaler Bestandteil des zusammengesetzten Prädikats oder ein Element des komplexen Objekts. Was die betreffenden Prädikate angeht, so verhinderte wohl vor allem die in der litauischen grammatischen Tradition etablierte Konzeption der zweifachen syntaktischen Beziehung, sie als Phänomen auf Satzebene zu betrachten2. In neueren syntaktischen Arbeiten (Artikeln von Axel Holvoet und seinen Mitautoren sowie von Loreta Vaičiulytė-Semenienė) wird der Begriff der sekundären Prädikation verwendet, aber
1 In der ausländischen Fachliteratur werden sekundäre Prädikate auch praedicativum, predicative attributes, predicative adjuncts, copredicates, copredicatives, labeled adjuncts, attributes, predicate nominals, predicate modifiers, postnominal and postverbal adjectives genannt (Nichols 1978b: 114; Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 60; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 4 und die dort angeführte Literatur). In der litauischen Linguistik ist die Bezeichnung tarininis pažyminys dafür ungeeignet, denn, in den Worten Axel Holvoets, ist jede als Attribut fungierende Adjektivform prädikativ (die Prädikation ist lediglich auf die Ebene der Nominalphrase verlagert); ein sekundäres Prädikat ist kein Attribut in dem Sinne, dass es mit einem Substantiv keine Nominalphrase bildet (Holvoet 2003: 74; Holvoet 2009b: 99). Vergleicht man den in der ausländischen Literatur verwendeten Begriff des sekundären Prädikats mit dem in der litauischen Tradition etablierten Begriff der prädikativen Bestimmung, zeigt sich, dass Ersterer eine zusätzliche Prädikation auf Satzebene bezeichnet, während Letzterer den Eindruck erweckt, das Prädikat sei lediglich ein integraler Bestandteil der Verbalphrase oder gar des Satzprädikats. Zwar sprechen die Befürworter des Konzepts der prädikativen Bestimmung auch von einem neuen, eigenständigen Satzglied, doch ist diese Bezeichnung weiterhin auf die Bestimmung ausgerichtet – als wäre sie eine besondere Art der Bestimmung. Tatsächlich unterscheidet sich dieses Satzglied stark von einer Bestimmung (siehe auch Labutis 1998: 250–251). Daher wird im Artikel der Begriff Prädikativ verwendet.
2 Die Konzeption der zweifachen syntaktischen Beziehung ist aus mehreren Gründen zurückzuweisen. Erstens wurden in früheren linguistischen Arbeiten (z. B. Valeckienė 1967; Ulvydas, Hrsg., 1976; Ambrazas, Hrsg., 1996) nicht nur im Kasus kongruierende, sondern auch nicht im Kasus kongruierende Attribute als prädikative Bestimmungen bezeichnet, was den dort gegebenen Definitionen widersprach: Es wurde betont, dass für prädikative Bestimmungen zweifache Beziehungen charakteristisch seien: eine zum Verb (Rektion im weiteren Sinne), die andere zum Subjekt oder Objekt (Kongruenz); nicht im Kasus kongruierende prädikative Bestimmungen stehen im Satz jedoch nur in einer syntaktischen Beziehung – zum Verb –, weshalb sie in den genannten Arbeiten nicht als prädikative Bestimmungen gelten dürften. Zweitens wurden in früheren linguistischen Arbeiten in den Kapiteln zu prädikativen Bestimmungen nur freie sekundäre Prädikate behandelt, notwendige, vom Verb regierte jedoch nicht; daher war in diesen Arbeiten nur von Anfügung die Rede. Man nahm an, dass das Verb und das Prädikativ durch eine syntaktische Beziehung verbunden seien, und da diese Beziehung weder Kongruenz noch Rektion sei, wurde sie als Anfügung beschrieben. Somit wurde in der traditionellen Grammatik die Beziehung zwischen Verb und Prädikativ bestimmt, ohne sich auf ein morphosyntaktisches Merkmal zu stützen. In neueren Arbeiten (in der Reihe der Arbeiten zur litauischen Grammatik) wurde die Anfügung als syntaktische Dependenzbeziehung aufgegeben, da es kein morphosyntaktisches Merkmal gibt, das eine syntaktische Beziehung anzeigt; stattdessen wurde der Begriff der Modifikation eingeführt, der es erlaubt, sowohl im Kasus kongruierende als auch nicht kongruierende Prädikative als Prädikative anzusehen. Dieser Artikel folgt dem neueren Ansatz: Freie sekundäre Prädikate bilden demnach weder eine prädikative Bestimmung noch einen Teil eines zusätzlichen Prädikats, sondern ein eigenständiges Satzglied auf Satzebene; syntaktisch hängen sie nur vom Hauptverb ab, semantisch sind sie jedoch mit einem Argument des Hauptprädikats verbunden. Daher wird im Artikel nicht die Bezeichnung prädikative Bestimmung, sondern der Begriff Depiktiv verwendet.
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Diese Arbeiten erfassen die Morphosyntax des Phänomens nicht in ihrer Gesamtheit. Der vorliegende Artikel behandelt die Kennzeichnung freier nichtresultativer sekundärer Prädikative3 – der Depiktive – im Litauischen. Es soll gezeigt werden, worin sich litauische Depiktive von Depiktiven anderer Sprachen unterscheiden, und die in den Grammatiken und Syntaxstudien des Litauischen vorgelegten Daten sollen ergänzt werden. Auf der Grundlage der Häufigkeit4 werden Hierarchien der Formen von Depiktiven und der Wortarten erstellt, durch die Depiktive ausgedrückt werden.
Depiktive5 weisen im Satz doppelte Relationen auf: Die syntaktische Relation besteht zwischen dem Depiktiv und dem Hauptprädikat, die semantische zwischen dem Depiktiv und dem Argument des Hauptprädikats, das das Depiktiv charakterisiert6 (vgl. Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 74–77). Diese semantische Relation des Depiktivs zum Argument des Hauptprädikats ist eines der wichtigsten Kriterien, anhand derer Depiktive von anderen Satzgliedern (grammatischen Funktionen) unterschieden werden können. Ein weiteres sehr wichtiges Kriterium, das Depiktive (Verbmodifikatoren7) von den vom Verb geforderten Argumenten (Valenzen) unterscheidet, ist die Entbehrlichkeit des Depiktivs, vgl. (1) Der Käse lag im Kühlschrank in Papier eingewickelt und (2) Der Käse lag im Kühlschrank, (1) Juozas ging wütend von der Feier und (2) Juozas ging von der Feier, wobei die Bedeutung der zweiten Sätze dieselbe ist wie die der ersten, sowie die Sätze Luiza sieht müde aus und Das Kind wird Maler, in denen das Partizip und das Substantiv notwendige Prädikative sind; ohne sie wären die Sätze unvollständig: *Luiza kam-
3 Zu den Begriffen sekundäres Prädikativ, freies (resultatives / nichtresultatives) sekundäres Prädikativ siehe Veslava Čižik-Prokaševa 2010.
4 Es wurden 991 Beispiele für Depiktive gesammelt. Sie wurden aus Jonas Jablonskis Lietuvių kalbos sintaksės (1911) sowie Linksnių ir prielinksnių (1928), aus Jonas Balkevičius’ Dabartinės lietuvių kalbos sintaksės (1963), aus Adelė Valeckienės Artikel aus dem Jahr 1967, Lietuvių kalbos gramatikos (1976), aus Vitas Labučis’ Lietuvių kalbos sintaksės (1994) und seinem Artikel aus dem Jahr 1992, aus Dabartinės lietuvių kalbos gramatikos (1996), aus Jonas Šukys’ Buch Lietuvių kalbos linksniai ir prielinksniai: vartosena ir normos (1998), aus Artikeln von Holvoet und seinen Mitautoren, Vaičiulytė-Semėnienė sowie ausländischen Linguisten, in denen sekundäre Prädikative behandelt werden, aus dem Korpus der gegenwärtigen litauischen Sprache der VDU Kaunas (online zugänglich http://donelaitis.vdu.lt) sowie aus dem Internet über Google (online zugänglich http://www.google.lt).
5 Depiktive werden im Artikel in einem weiten Sinne verstanden, d. h. sie umfassen Depiktive im engeren Sinne und adverbiale sekundäre Prädikative (ausführlicher siehe Čižik-Prokaševa 2010).
6 Vgl. „...das prädikative Attribut steht in doppelten syntaktischen Beziehungen zu einem als Prädikat fungierenden Verb mit selbstständiger lexikalischer Bedeutung, zu einer Verbalfügung mit einem solchen Verb oder zu einem anderen Wort mit entsprechender Funktion sowie zum Nominativ des Subjekts oder zu den Kasus des Objekts“ (Valeckienė 1967: 115); „das prädikative Attribut ist ein Satzglied, das auf derselben Ebene der Satzgliederung doppelte Abhängigkeitsbeziehungen aufweist: zum Prädikat und zugleich zum Subjekt oder Objekt“ (Ambrazas, Hrsg., 1996: 490); „freie sekundäre Prädikative sind prädikative Wörter (Adjektive, Partizipien und Substantive), die im Satz die Funktion eines Verbmodifikators ausüben und durch eine besondere semantische und morphosyntaktische Beziehung mit einem der Argumente der Hauptprädikation verbunden sind“ (Holvoet, Mikulskas B: 1).
7 Rektion und Modifikation werden in dieser Arbeit im Sinne der Sammelbände der Reihe Lietuvių kalbos gramatikos darbų verstanden (ausführlicher siehe Holvoet, Judžentis 2003: 12–15; Holvoet, Judžentis 2005: 16).
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zeigt und *Das Kind wird. In Sprachen, in denen die Kongruenz dazu beiträgt, das sekundäre Prädikativ mit einem Argument des Hauptprädikats zu verbinden, gilt die Kongruenz ebenfalls als eines der wichtigsten Kriterien – sie zeigt an, dass ein Wort als Depiktiv verwendet wird (vgl. Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 62). Im Litauischen wird der Kasus des Depiktivs meist entsprechend dem Kasus des Kongruenzauslösers⁸ gewählt. Die Kongruenz des Depiktivs mit dem Kongruenzauslöser spiegelt die semantische Beziehung des Kongruenzziels im Satz wider und zeigt nicht an, dass das Depiktiv mit dem Kongruenzauslöser eine Nominalphrase bildet (Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 82). Im Litauischen hilft der Kasus, Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, indem er deutlich macht, auf welches Satzwort sich das Depiktiv bezieht. So wird im Satz Ich werde mir einen wachen und flinken Bräutigam aussuchen klar angezeigt, dass die Depiktive wachen und flinken das direkte Objekt und nicht das Subjekt⁹ charakterisieren.
In der ausländischen Fachliteratur werden Depiktive nach der grammatischen Funktion gruppiert, die das Argument der Hauptprädikation, welches das Depiktiv charakterisiert, im Satz erfüllt. Am häufigsten wird angegeben, dass depiktive sekundäre Prädikative sich auf das Subjekt (engl. subject) oder das direkte Objekt (engl. direct object) beziehen (Brown, Miller, Hrsg. 1999: 325; Marušič, Marvin, Žaucer 2003: 375; Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 72; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 54; Holvoet, Mikulskas B; Šarić 2008: 297–298). Sprachen, in denen Depiktive ein indirektes Objekt (engl. indirect object), ein obliques Objekt (engl. oblique) oder eine Präpositionalphrase charakterisieren, sind selten¹⁰. Üblicherweise wird behauptet, dass beispielsweise im Englischen ein Depiktiv kein indirektes Objekt (Sätze (3), (5)) und keine Präpositionalphrase (Satz (4)) charakterisieren kann; möglich sind nur Sätze, in denen Depiktive sich auf das Subjekt (Sätze (1), (5)) und das direkte Objekt (Satz (2)) beziehen:
8 Da das sekundäre Prädikativ gewöhnlich im Kasus mit dem Argument des Hauptprädikats kongruiert, eignet sich für Letzteres die Bezeichnung Kongruenzauslöser (engl. agreement controller, agreement trigger), für das sekundäre Prädikativ hingegen die Bezeichnung Kongruenzziel (engl. agreement target). Diese Bezeichnungen verwendet Vaičiulytė-Semėnienė (2007b: 116–117). Zum Verständnis dieser Begriffe siehe außerdem Corbett (1998: 1; 2003: 110).
9 Die in diesem Artikel verwendeten Begriffe Subjekt, direktes, indirektes und obliques Objekt entsprechen den englischen semantischen Begriffen subject, direct / indirect / oblique object (siehe auch Morkūnas, Hrsg., Ambrazas, Hrsg., 2008: 378, 515).
10 Beispielsweise kann der Kongruenzauslöser in der Warlpiri-Sprache die Form eines Dativobjekts oder eines anderen obliquen Objekts haben. Ein Kongruenzauslöser in der Form eines Dativobjekts findet sich auch in den georgischen Sprachen. In australischen Sprachen ist der Kongruenzauslöser oft das indirekte Objekt eines Passivsatzes; auch in finnischen Sprachen kann ein Depiktiv verwendet werden, das ein Argument charakterisiert, welches ein indirektes Objekt ausdrückt (weitere Einzelheiten siehe Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 73–74; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 54 und die dort angeführte Literatur). Im Kroatischen kann ein Depiktiv Dativ- und Instrumentalobjekte sowie eine lokale Ergänzung im Lokativ charakterisieren (Šarić 2008: 298), im Slowakischen Subjekt, direktes Objekt, indirektes Objekt und Präpositionalphrase (Šarić 2008: 298–299). Dasselbe gilt für die romanischen Sprachen und das Albanische (siehe Irimia 2005). Im Slowenischen kann ein Depiktiv Subjekt, direktes und indirektes Objekt, Genitiv- und Instrumentalobjekte, eine lokale Ergänzung im Lokativ sowie eine Präpositionalphrase charakterisieren (Marušič, Marvin, Žaucer 2003: 373–375).
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(1) Johni trank den Kaffee müdei. (Marušič, Marvin, Žaucer 2003: 376)
‚Jonas trank den Kaffee müde‘
(2) John trank den Kaffeei heißi. (Marušič, Marvin, Žaucer 2003: 376)
‚Jonas trank den Kaffee heiß‘
(3) *Ich gab Maryi das Fleisch hungrigi. (Irimia 2005: 21)
‚Ich gab Mary hungrig Essen‘
(4) *Ich sprach mit Suei betrunkeni. (Irimia 2005: 21)
‚Ich unterhielt mich betrunken mit Sue‘
(5) Johni gab Maryi den Kaffee müdei/*i. (Marušič, Marvin, Žaucer 2003: 376)
‚Jonas gab Mary müde / *müder Kaffee‘
Dass das Depiktivum im Englischen nicht auf ein indirektes Objekt (Dativobjekt) bezogen werden kann, z. B. im Satz *Die Krankenschwester gab Johni die Medizin kranki ‚Die Krankenschwester gab John krank die Medizin‘, erklärte Susana Rothstein (1985) damit, dass sich das Depiktivum auf den Agens oder den Patienten (Experiencer), nicht aber auf den Benefizienten beziehen kann11. Tatsächlich führen nicht wenige Autoren Ausnahmen an (z. B. Marušič, Marvin, Žaucer 2003; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005).
In einigen Sprachen gibt es bestimmte Merkmale, Konstruktionen und Mittel, die eine eindeutige Unterscheidung von Depiktiva und anderen Satzgliedern ermöglichen (Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 81–94). Ob ein Depiktivum mit einem anderen Bezugsargument als dem Subjekt, dem direkten oder indirekten Objekt verwendet wird, kann von der sprechenden Person, dem Kontext, dem Genre, davon, ob es sich um geschriebene oder gesprochene Sprache handelt, von der Thema-Rhema-Gliederung und der Wortstellung abhängen (vgl. Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 54; Nichols 1982: 320). Im Litauischen können Depiktiva nicht nur auf das Subjekt und das direkte Objekt, sondern auch auf andere indirekte und entferntere Objekte sowie Adverbiale bezogen sein. Teilt man die grammatischen Funktionen gemäß der fremdsprachigen linguistischen Tradition ein, lässt sich sagen, dass Depiktiva im Litauischen semantisch verbunden sein können mit:
a) dem Subjekt, z. B.:
(6) Zur Überraschung aller kehrte Taraila nach sieben Tagen fast lebend zurück. DLKT12
b) dem direkten Objekt, z. B.:
(7) Als der März den Frühling brachte, sah ich Bilaišis – Perkūnelis wieder, müde, aber fröhlich. DLKT
11 Taip buvo aiškinamas depiktyvų tinkamumas ir vokiečių kalboje (Wunderlich 1997). Hubert Haideris (1985) tokius atvejus aiškino tuo, kad vardininkas ir galininkas yra struktūriniai linksniai, o naudininkas – leksinis (daugiau apie tai žr. Müller 2001: 3–4).
12 Depiktive sind in den Beispielen hervorgehoben. Die Quellen der Beispiele werden unmittelbar nach dem jeweiligen Beispiel angegeben (das Quellenverzeichnis steht am Ende des Artikels zusammen mit dem Literaturverzeichnis). Beispiele ohne Quellenangabe sind von der Autorin erfunden; Beispiele mit dem Verweis DLKT stammen aus dem Korpus der gegenwärtigen litauischen Sprache der Vytautas-Magnus-Universität Kaunas, und Beispiele mit dem Verweis auf eine bestimmte Internetseite stammen aus dem Google-Web.
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c) indirektes Objekt, z. B.:
(8) „Jetzt“, sagt Elvidijus, „empfinde ich keinen Schmerz mehr, nur klein hatte ich schreckliche Depressionen. Das ist jetzt vorbei. Ich habe Hoffnung.“ DLKT
d) entferntere Objekte, z. B.:
(9) Der Bildhauer gestand, dass es ihm nicht leichtgefallen sei, eine Skulptur eines Menschen zu schaffen, den er nie gesehen hatte lebend13. DLKT
(10) Ich antwortete und staunte über die Neugier dieser Kinder, die unbändig war.
(11) ...viele Pflanzen kennen mich persönlich, so wie ich sie kenne; ich habe sie selbst gesät oder gepflanzt, einige sind von selbst aufgegangen, und ich habe sie kennengelernt, als sie noch Säuglinge14... (http://toltikkontaktai.blogas.lt/kvieciu-i-svecius-2.html)
e) Adverbialbestimmung, z. B.:
(12) Ich erinnere mich, dass ich losrannte und mit einem Atemzug in der Diele ankam, noch warm15.
Da der Kasus eines der wichtigsten formalen Kriterien für die Erkennung grammatischer Funktionen ist, werden Depiktive nicht nach der grammatischen Funktion des Kongruenzgebers, sondern nach dem formalen Kriterium – den Kasus und der Form von Kongruenzgeber und Kongruenzträger – behandelt (wie etwa auch bei den bereits genannten Franc Marušič, Tatjana Marvin und Rok Žaucer (2003), siehe Fußnote 15). In den umfangreichsten Beschreibungen freier sekundärer Prädikative im Litauischen werden Depiktive ebenfalls nach ihrem Kasus behandelt (Valeckienė 1967; Ulvydas, Hrsg.,
13 Apie kilmininko linksnio kaip tolimesnio objekto traktavimą žr. Holvoet (2009c).
14 Das Depiktiv bezieht sich auf eine Präpositionalphrase.
15 Vgl. litauische Beispiele mit slowenischen Beispielen (Marušič, Marvin, Žaucer 2003: 373–374): Subjekt: Peteri je dal Meti piškote vse polomljeni. ‚Peteri gab Meta Kekse, die alle zerbrochen waren (= mit Rückenschmerzen).‘ Direktes Objekt: Peter je dal Meti piškote vse polomljenei. ‚Peter gab Meta Keksei, die alle zerbrocheni waren (= zerkrümelt).‘ Indirektes Objekt: Peter je dal Metii piškote vsej polomljenii. ‚Peter gab Metai Kekse, die alle zerbrocheni waren (= mit Rückenschmerzen).‘ Dativisches Subjekt: Budweiser Vidiu ugaja pijanemu, ne pa tudi treznemu. ‚Vidi mag Budweiser betrunken, aber ganz sicher nicht nüchtern.‘ Lokativ: Peter je dal piškote v košarico vso polomljeno. ‚Peter legte die Kekse in den Korb, alle zerbrocheni.‘ Genitiv: Sliki se je dotaknil še vseh mokrih. ‚Er berührte die Gemälde, die noch alle nassi waren.‘ Instrumental: Mučil se je s sekiroi že vso topoi. ‚Er mühte sich mit der Axti ab, obwohl sie schon ganz stumpfi geworden war.‘ Kroatische Beispiele mit Depiktiven, die Subjekt, direktes Objekt, indirektes Objekt, Instrumentalobjekt, eine lokale Adverbialbestimmung und eine Präpositionalphrase beschreiben, siehe Ljiljana Šarić (2008: 298).
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1976). Zunächst werden anhand des Kasus des Kongruenzauslösers syntaktische (kongruierende) Depiktive behandelt (Fälle, in denen die Kasus des Kongruenzauslösers und des Kongruenzempfängers übereinstimmen), anschließend anhand der Form des Depiktivs semantische Depiktive (Fälle, in denen das Depiktiv auf eines der Argumente des Hauptprädikats bezogen ist, in bestimmten Fällen mit ihm in Genus und/oder Numerus kongruiert, morphosyntaktisch jedoch in einem anderen Kasus als dem Argument des Hauptprädikats ausgedrückt wird, auf das es sich bezieht).
1. SYNTAKTISCHE DEPIKTIVE
1.1. Nominativ
Wie bereits erwähnt, gehört das freie sekundäre Prädikativ, das mit dem Nominativ des Satzsubjekts verbunden ist, zu den häufigsten Depiktiven und kommt in vielen Sprachen vor. Im Litauischen ist die typische Form des Subjekts der Nominativ eines Substantivs oder Pronomens; folglich erhält auch das Depiktiv aufgrund der Kongruenz den Nominativ. Freie sekundäre Prädikative im Nominativ werden durch verschiedene Wortarten ausgedrückt:
• ein durch ein Adjektiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(13) 100 g Leinsamen werden mit einem halben Glas kochendem Wasser übergossen, eine halbe Stunde stehen gelassen; anschließend werden die gequollenen Samen noch warm herausgenommen16... (http://www.ekopasaulis.com/index.php?cid=591&new_id=833&page_nr=)
Adjektive und adjektivische Wortgruppen werden von Linguisten als eine Gruppe bezeichnet, die am häufigsten als depiktive sekundäre Prädikative auftritt; mit anderen Worten: Sie sind prototypische Depiktive und drücken einen körperlichen oder emotionalen Zustand, eine Verfassung, Position, Haltung, Pose oder ein Verhalten aus (vgl. Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 95–97; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 8, 57).
• ein durch ein Partizip ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(14) Vom Bahnhof kehrte Ignas, nachdem er die Sonne verabschiedet hatte, traurig und nachdenklich zurück. DLKT
Die syntaktischen und semantischen Eigenschaften partizipialer Depiktive sind dieselben wie die adjektivischer und substantivischer sekundärer Prädikative (Nichols 1978b: 123–124). Im Litauischen gelten nur solche Partizipien als Depiktive, bei denen der ausgedrückte Zustand zeitlich mit der durch das Hauptprädikat ausgedrückten Handlung zusammenfällt; Partizipien, die
16 Erwähnenswert ist, dass es Fälle gibt, in denen eine Nominalphrase als Kongruenzauslöser fungiert und ein Adjektiv oder Partizip als Kongruenzempfänger. In solchen Fällen kongruiert das Depiktiv im Kasus mit dem Kopf der Phrase, im Genus und/oder Numerus dagegen mit dem abhängigen Wort der Phrase, z. B.: Die meisten Mädchen blieben barfuß. Eine solche Schar Schweine werde ich nicht füttern können, wenn ich eingesperrt bin (Jablonskis 1911: 467).
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bezeichnet eine Nebenhandlung, die nicht mit der durch das Hauptprädikat ausgedrückten Handlung zusammenfällt (meist eine, die vor der durch das Hauptprädikat ausgedrückten Handlung stattgefunden hat), z. B.: Nachdem ich nach Hause gekommen war, versteckte ich alle Süßigkeiten. Er wachte auf, als er hörte, dass jemand durch die unverschlossene Tür hereingekommen war, und legte sich auf das Sofa (DLKT); solche Formen sind nicht als Depiktive, sondern als Adverbialbestimmungen anzusehen (mehr dazu siehe Valeckienė 1967: 110; Sirtautas, Grenda 1988: 91). Valeckienė zählt auch die Nominative der Partizipien des Präsens Passiv und die Halbpartizipien nicht zu den prädikativen Attributen, also zu den Depiktiven, da sie „fast immer eher eine Nebenhandlung als einen Zustand ausdrücken, wobei dieser Bedeutungsaspekt stärker hervortritt und zeitlich mit der Haupthandlung des Satzes zusammenfällt“ (Valeckienė 1967: 111). Es werden einige Sätze angeführt, z. B.: Der Alte, ohne darum gebeten worden zu sein (=obwohl ihn niemand darum gebeten hatte) setzte sich auf die Bank am Fenster. Juras lief vom Zaun herbei, um zu sehen, wie die Alte kreischend drosch (=sie kreischt und drischt) den Gottlosen. Partizipien des Präsens Passiv können tatsächlich nicht als Depiktive angesehen werden, denn die in solchen Fällen durch sie ausgedrückte Nebenhandlung wird von einer anderen Person / anderen Personen ausgeführt. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um festzustellen, ob Halbpartizipien im Litauischen als Depiktive gelten können. In Valeckienės Beispiel Jurgis Martynaitis steht bei seinem Wagen auf dem Markt, auf dem Schweineplatz, und kaut gelangweilt auf einem Strohhalm drückt das Halbpartizip gelangweilt eher einen Zustand aus (vgl. sich langweilen ‚Langeweile empfinden‘, LKŽ) als eine Nebenhandlung. Ausländische Linguisten neigen dazu, Halbpartizipien als Depiktive anzusehen. So betrachtet Johanna Nichols (1978a: 330–331) die Form sidja ‚sitzend‘ im Satz On spit sidja ‚er schläft sitzend‘ als sekundäres Prädikativum17. Auch im Litauischen könnten Halbpartizipien aus mehreren Gründen als Depiktive angesehen werden: Das Subjekt des Hauptprädikats und das des Halbpartizips sind identisch, die beiden Zustände stimmen zeitlich überein, das Halbpartizip kongruiert mit einem Argument des Hauptprädikats und bezeichnet ein für das betreffende Wesen charakteristisches Merkmal oder einen Zustand während der durch das Hauptprädikat ausgedrückten Handlung (Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 97–99).
• ein durch ein Zahlwort ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(15) Er wollte nicht nachgeben und akzeptieren, dass Skinderis als Erster in das Geheimzimmer eindrang. DLKT
Solche Ordinalzahlen wie pirmas, antras, ketvirtas usw. sind zweifellos auf einen Handlungsteilnehmer des Hauptgeschehens bezogen, kongruieren mit einem Argument des Hauptprädikats und bezeichnen eine Eigenschaft, die während der Haupthandlung relevant ist. Im Lateinischen kongruieren Ordinalzahlen mit den Argumenten, die sie beschreiben, und werden als Prädikative betrachtet. In anderen Sprachen, etwa im Deutschen, werden Ordinalzahlen in prädikativer Funktion ebenso markiert wie prototypische Funktions-/Rollenbezeichnungen
17 Zur möglichen Analyse von Konstruktionen mit dem Halbpartizip von būti, z. B. būdamas girtas, vaikas būdamas, als depiktivisch siehe Vaičiulytė-Semenienė (2010).
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sowie Depiktive mit der Bedeutung einer Lebensphase18 (Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 36). Nichols (1981: 137–139) betrachtet Ordinalzahlen und das Adjektiv paskutinis als Depiktive (sie verwendet den Begriff „prädikatives Nomen“ (engl. predicate nominal)). Sie unterscheidet zwei semantische Typen: den zeitlichen Typ (engl. temporal type) und den räumlichen Typ (engl. spatial type). Depiktive des zeitlichen Typs geben die Reihenfolge an, in der Handlungsteilnehmer in die Handlung einbezogen werden, z. B. Люба первая вскочила в кабину ‚Liuba sprang als Erste in die Kabine‘; Depiktive des räumlichen Typs geben die Position an, die die Teilnehmer während der Handlung einnehmen, z. B. Наша команда стартовала первой ‚Unser Team startete als Erstes‘. Ordinalzahlen werden sowohl von Valeckienė (1967: 98–99) als auch von Kazys Ulvydas (1976: 447, 449–450), Vytautas Ambrazas (1996: 627), Labutis (1998: 250) und Vaičiulytė-Semenienė (2007b: 124) als Depiktive betrachtet (verwendet werden die Begriffe prädikatives Attribut, sekundäres Prädikat und Depiktiv).
ein durch ein Pronomen ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(16) Ja, alle müssen irgendwo wohnen, aber kann sie allein viena der ganzen feindseligen Welt standhalten? DLKT
Pronomen wie vienas, visas, pats sind als Depiktive anzusehen, da sie eindeutig die Ausrichtung auf ein Argument des Hauptprädikats anzeigen, mit ihren Kongruenzträgern kongruieren und außerdem freie Modifikatoren sind; ferner bezeichnen sie eine Eigenschaft, die während der Haupthandlung relevant ist. Mit pronominalen Depiktiven wird die Anzahl der an der Handlung beteiligten Teilnehmer angegeben (zu solchen Depiktiven siehe auch Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 35; Boeder 2005: 211; Kutscher, Genç 2005: 254–255; McGregor 2005). Pronomen werden sowohl von Valeckienė (1967: 98–99) als auch von Ulvydas (1976: 447–448, 450), Ambrazas (1996: 627), Labutis (1998: 250) und Vaičiulytė-Semenienė (2007b: 124) als Depiktive betrachtet.
ein durch ein Substantiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(17) Groß, in einen grauen groben Wollmantel gekleidet und mit einem schwarzen Tuch bedeckt, trat sie in den Hof hinaus, in dem sie aufgewachsen war und in dem sie als kleines Mädchen herumgelaufen war. (Ul vydas, red., 1976: 448)
Auch durch Substantive ausgedrückte Depiktive sind weithin bekannt; solche Depiktive bezeichnen eine Lebensphase oder geben eine vorübergehende Rolle, einen Zustand oder eine Position des Objekts an (Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 95f.; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 57–58). Grammatische Merkmale helfen dabei, Substantive, die als Depiktive fungieren, von Substantiven mit anderen grammatischen Funktionen zu unterscheiden. Nach Ansicht von L. Vaičiulytė-Semenienė zeigen die grammatischen Merkmale dar, jau ebenfalls die Depiktivfunktion an und können Depiktiven helfen.
18 Eva Schultze-Berndt ir Nikolaus P. Himmelmannas (2004: 120) nustatė tokią depiktyvo reikšmių hierarchiją: BŪSENA (angl. Condition / State) > KIEKIS (angl. Quantity) > DRAUGĖ (angl. Concomitance) > LYGINIMAS (angl. Comparison) > BŪDAS (angl. Manner) > VIETA (angl. Location) > LAIKAS (angl. Time). Apie visas įmanomas depiktyvo reikšmes žr. Himmelmann, Schultze-Berndt (2005: 29).
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tyvą atskirti nuo kitų gramatinių funkcijų (žr. Vaičiulytė-Semėnienė 2007b: 119 ir ten nurodytą literatūrą). Palyginkite su Nichols (1982: 339) nuomone, jog rusų kalbos esče ‚dar‘ yra tam tikros konstrukcijos gramatinis rodiklis, o ne visavertis semantinis elementas, kad jis traktuotinas kaip predikatinės vardažodinės konstrukcijos gramatinis laiko rodiklis19.
• ein Depiktiv, ausgedrückt durch die Konstruktion wie + Substantiv / Adjektiv, z. B.:
(18) Die Einwohner von Joniškis waren seit jeher dafür bekannt, als gute Böden, Gerstenanbauer und hervorragende Bierbrauer hervorzubringen, eine Gegend. DLKT
(19) Wahrlich, manchmal krähte der Hahn, als der Mutigste von allen, nachdem er auf einen Zaunpfahl geflogen war, wütend los. (Žukauskaitė 1961: 251)
Valeckienė straipsnyje (1967) pateikia tik lyginimą reiškiančių konstrukcijų kaip + daiktavardis pavyzdžių. Lietuvių kalbos gramatikoje pateikiami lyginimą reiškiančios ir jo nereiškiančios šios konstrukcijos pavyzdžiai (Ulvy das, red., 1976: 448, 450). Dabartinės lietuvių kalbos gramatikoje požiūris į tokio tipo konstrukcijas su jungtuku kaip skiriasi. Vienoje vietoje rašoma, kad tokio tipo vardažodžių linksnių formos su jungtuku kaip „nereiškia lyginimo, tik žymi subjekto ar objekto būseną veiksmo atžvilgiu“ (Ambrazas, red., 1996: 627), kitoje vietoje tokios konstrukcijos laikomos lyginamaisiais posakiais, „kuriais lyginami dalykai nurodant tapatumą tam tikru atžvilgiu“ (Ambrazas, red., 1996: 634). Vaičiulytė-Semėnienė (2007b: 122–123) mano, kad lyginimo reikšmės konstrukcijos laikytinos (būdo) aplinkybėmis, kadangi jos nenusako tikrosios daiktui ar būtybei būdingos būsenos (požymio) pagrindiniu predikatu reiškiamo vyksmo metu, o tik nusako tos būsenos panašumą (dar žr. Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 112 ir ten nurodytą literatūrą; Šarić 2008: 306–307), plg. sakinį (18) ir sakinį Vienas vargas būdavo tokiomis valandomis su juo: atsisės kaip koks rukata skiedryne, dirvoje, žiūrės į tolį rankas nuleidęs, nebylys lyg akmuo (Valeckienė 1967: 99); sakinį (19) ir sakinį Kiškeliai kaip lapas prikrito, guli ant vietos kaip negyvi (Ulvy das, red., 1976: 445). Depiktyvinėmis konstrukcijomis šiame straipsnyje laikomos tik tokios konstrukcijos su kaip kurios nereiškia lyginimo, ir kurios yra susijusios su sakinio predikatu ir su vienu jo argumentų20.
• ein Depiktiv, ausgedrückt durch eine adjektivische oder partizipiale Konstruktion, z. B.:
(20) Nach Vilnius kehrten sie voller Kraft, Gesundheit und Energie zurück. DLKT
(21) Das Kind lag leblos da, blass im Gesicht, weiß wie ein Spinnwebfaden. (Valeckienė 1967: 101)
19 Dar apie depiktyvų rodiklius žr. Schultze-Berndt, Himmelmann (2004: 91–93).
20 Mehr zu depiktiven Konstruktionen im Litauischen mit wie siehe Vaičiulytė-Semėnienė (2007a) und vgl. Rolandą Mikulską (2007, 2009).
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Solche Konstruktionen gelten als typische syntaktische (kongruierende) Depiktive, da die Subjekte dieser Konstruktionen in Numerus, Genus und Kasus mit ihren Bezugswörtern kongruieren.
1.2. Genitiv
Depiktive im Genitiv, die mit einem Argument der Hauptprädikation kongruieren, werden im Litauischen sowohl in Sätzen mit negativen Verben als auch mit Verben verwendet, die den Genitiv verlangen. Solche Fälle gibt es beispielsweise auch im Slowenischen (siehe Fußnote 15). Schultze-Berndt und Himmelmann behandeln nur „nicht kongruierende“ Genitivdepiktive, da der Genitiv in vielen Sprachen, z. B. im Englischen, in der Nominalphrase verwendet wird und den Besitzer einer Eigenschaft bezeichnet (engl. possessor). Genitivdepiktive können durch verschiedene Wortarten ausgedrückt werden, z. B.:
• ein durch ein Adjektiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(22) Es ist bekannt, dass sie sogar in einer Tiefe von 1500 km leben können, aber niemand hat einen so großen Kalmar lebend gesehen. DLKT
• ein durch ein Partizip ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(23) Nicht gefesselt wirst du mich zurückhalten können. (Šukys 1998: 119)
• ein durch ein Zahlwort ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(24) Kaum hatte er mich gesehen, stürzte er sich im wahrsten Sinne des Wortes in meine Arme und war ganz außer sich. Aus Eifersucht zeigte er seine schrecklichen Zähne, wenn ich mich nicht als Erster zu ihm gesellte. DLKT
• ein durch ein Pronomen ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(25) Seine Altersgenossen wollten ihn nicht allein lassen, doch als sie sahen, dass der junge Mann in den Hof seines Hauses einbog, beruhigten sie sich. DLKT
• ein durch ein Substantiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(26)Er ist schon lange selbstständig: Seine Eltern sahen ihn noch als Jugendlichen abends nicht.
• ein durch eine Konstruktion mit wie ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(27) Wir fürchteten Vladimir Ivanovich als sehr strengen Lehrer. (Übersetzung nach Křížková 1969: 17)
Depiktive im Genitiv können auch mit einer Präpositionalphrase verbunden sein, was prinzipiell, wie bereits erwähnt, in Sprachen wie dem Englischen und Deutschen nicht möglich ist. Solche Depiktive werden weder in Valeckienės Artikel (1967) behandelt,
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nei Lietuvių kalbos gramatikoje (1976), nei Dabartinės lietuvių kalbos gramatikoje (1996), nei Lietuvių kalbos enciklopedijoje (2008). Kaip ir jau išvardytais atvejais, šie depiktyvai reiškiami skirtingomis kalbos dalimis bei derinami su prielinksninės konstrukcijos vardažodžiu, pvz.:
• Depiktiv, ausgedrückt durch ein Adjektiv, z. B.:
(28) Warum bist du auf mich unschuldig böse?
• Depiktiv, ausgedrückt durch ein Zahlwort, z. B.:
(29) Lache niemals über ihn, wenn du der Erste von ihm bist; du könntest es bereuen.
• Depiktiv, ausgedrückt durch ein Pronomen, z. B.:
(30) Alle machen sich nur über mich allein lustig.
1.3. Der Dativ
Axel Holvoet und Rolandas Mikulskas sind der Ansicht, dass „einige durch den Dativ ausgedrückte Depiktive eine adverbiale konzessive oder temporale Bedeutung haben, die ihre depiktive Bedeutung in den Hintergrund rückt“, und führen folgende Beispiele an: Jam ir mažam niekas gero žodžio nėra pasakęs ir Man ir alkanam nekiltų noras tokios bjaurasties valgyti (Holvoet, Mikulskas B: 6, Fußnote 3). Dagegen spricht, dass Depiktive, die eine Lebensphase bezeichnen, nicht nur im Dativ, sondern auch in anderen Kasus stehen (siehe Beispiele (17), (26), (47)); in der ausländischen Fachliteratur werden sie als einige der typischsten Depiktive genannt (Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 8). Vaičiulytė-Semėnienė zufolge weisen Substantive, die eine Lebensphase bezeichnen, eher eine depiktive Funktion als eine adverbiale auf (Vaičiulytė-Semėnienė 2007b: 123). Auch wenn Dativdepiktive adverbiale Bedeutungsnuancen haben können, zeigt ihre Ausrichtung auf den Kongruenzträger deutlich ihre Funktion als Depiktive. Depiktive im Dativ können mit einem Dativsubjekt (engl. dative subject) und einem indirekten Objekt verbunden sein21. Solche Depiktive erhalten den Dativ durch Kongruenz mit einem Argument der Hauptprädikation und können durch verschiedene Wortarten ausgedrückt werden, z. B.:
Sie charakterisieren das Dativsubjekt:
• Depiktiv, ausgedrückt durch ein Adjektiv, z. B.:
(31) Ich atme die nach Tabak und zacirka riechende Luft der Stube ein, und so angenehm ist es mir als Kleinem im Nest der flügge gewordenen Brüder, dass es mich schaukelt. DLKT
21 Wie es beispielsweise im Slowenischen der Fall ist, siehe Fußnote 15.
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Depiktiv, ausgedrückt durch ein Partizip, z. B.:
(32) Wie schön war es damals, im verschneiten Wald zu stehen. (Ul vydas, red., 1976: 451)
Depiktiv, ausgedrückt durch ein Zahlwort, z. B.:
(33) Dennoch gelang es R. Žalius, als bis zum Ende des Spiels noch 15 Minuten blieben, im Gedränge vor dem Tor von „Žalgiris-2“, als Erster zum Ball zu eilen und aus kurzer Distanz das heiß ersehnte Tor zu erzielen. DLKT
Depiktiv, ausgedrückt durch ein Pronomen, z. B.:
(34) – Dabar greta yra nauja pretendentė? – Ne. Man dabar labai gera gyventi vienam. Tuo mėgaujuosi. Gyventi kartu – labai didelis įsipareigojimas. DLKT
Depiktiv, ausgedrückt durch eine Konstruktion mit wie, z. B.:
(35) Für ihn war es als Schüler nicht angemessen, sich dem Direktor gegenüber so zu verhalten.
(36) Mir, natürlich, als Fremdem und Kleinem wurde am meisten übel mitgespielt. (Balkevičius 1963: 438)
Beschreibt ein Dativobjekt (indirektes Objekt):
Depiktiv, ausgedrückt durch ein Adjektiv, z. B.:
(37) Ich erinnere mich: Meine Mutter sagte zu mir, als ich klein war: Wenn du Priester wirst, kannst du so viel weißes Fleisch essen, wie du möchtest. DLKT
Depiktiv, ausgedrückt durch ein Partizip, z. B.:
(38) Jis patarė jai miegoti neapsiklojusioiai.
Depiktiv, ausgedrückt durch ein Zahlwort, z. B.:
(39) Seine eigene Theorie ermöglicht es Soros, als Erster in den Strudel der Finanzereignisse zu geraten und genau im günstigsten Moment die reifen Früchte zu pflücken. DLKT
ein durch ein Pronomen ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(40) ...obwohl V. Čižauskas sogar angegeben hatte, wann die Diebe wieder anrufen würden, erhielt er keine Hilfe. Es wurde vorgeschlagen, allein zu handeln. „Mir wurde vorgeschlagen, alleinzu handeln und, falls es gelänge, sich mit den Dieben zu einigen, die Polizei anzurufen.“. DLKT
ein durch ein Substantiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(41) Jam dar visai vaikui tėvai patarė pradėti mokytis lotynų kalbos.
ein durch eine ¹Konstruktion mit wie ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(42) Solche Gedanken einer Königin stehen ihr, wie du siehst, überhaupt nicht zu, als Mutter. (Ul vydas, red., 1976: 556)
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1.4. Akkusativ
Wie bereits erwähnt, ist das Depiktiv meist auf das Subjekt und das direkte Objekt bezogen. Depiktive, die aufgrund der Kongruenz den Akkusativ erhalten, können ebenso wie Depiktive in anderen Kasus durch verschiedene Wortarten ausgedrückt werden, z. B.:
ein durch ein Adjektiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(43) Kühlen Sie das Wasser etwas ab und gießen Sie es noch warm über den Kohl. (http://gyvenimas.delfi.lt/cooking/article.php?id=11115441)
ein durch ein Partizip ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(44) Die geflohenen Gefährten von E. Rancov ließen ihn bewusstlos auf dem blutigen Pflaster liegen. DLKT
ein durch ein Numerale ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(45) Erbarme dich desjenigen, der auf der anderen Seite der Pfütze kniet, tue auch du Buße und gib dich nicht dem Hochmut hin; die Zeichen sollen ihn dazu bewegen, als Ersteraufzustehen. DLKT
ein durch ein Pronomen ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(46) Manchmal musste ich die angespannten Hunde allein eine halbe Stunde oder länger zurücklassen. (Labutis 1998: 277)
ein Depiktiv, ausgedrückt durch ein Substantiv, z. B.:
(47) Ich kannte ihn noch als Studenten. (Ambrazas, Hrsg., 1996: 627)
ein Depiktiv, ausgedrückt durch die Konstruktion wie + Substantiv / Adjektiv, z. B.:
(48) Aber was könnte ich jetzt beim Weggehen als Pfand mitnehmen... (Žukauskaitė 1961: 271)
(49) Man gab ihn zur Herde zurück wie einen Unbemittelten. (Übersetzung aus Křížková 1969: 17)
Wie bei Genitiv-Depiktiven kann sich auch ein Akkusativ-Depiktiv auf eine Präpositionalphrase beziehen; es kongruiert mit dem nominalen Ausdruck der Präpositionalphrase, z. B.: Er sprach über ihn als über seinen besten Freund. (Übersetzung aus Křížková 1969: 17)
1.5. Instrumental
Instrumental-Depiktive sind ebenfalls in mehr als einer Sprache weit verbreitet, doch erhalten Depiktive diese Form meist nicht aufgrund von Kongruenz (im engeren Sinne)22 mit einem Argument der Hauptprädikation, sondern aus bestimmten semantischen Gründen (solche Depik-
22 Kongruenz im engeren Sinne wird als Kopieren der Form des Kongruenzauslösers verstanden, während Kongruenz im weiteren Sinne die Auswahl der Form des Kongruenzträgers anhand des Kongruenzauslösers bezeichnet. Vgl. Labutis (1994 I: 18–19) zu vollständiger und unvollständiger Kongruenz.
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Beispiele für Depiktive werden später besprochen). Im Litauischen werden jedoch nicht nur „nicht kongruierende“ Depiktive im Instrumental verwendet, sondern auch kongruierende Depiktive, die den Instrumental gerade aufgrund der Kongruenz mit einem Argument des Hauptprädikats erhalten (wie etwa auch im Kroatischen (siehe Šarić 2008: 298) und Slowenischen (siehe Fußnote 15); solche Fälle werden weder in Valeckienės Artikel (1967) noch in der Grammatik der litauischen Sprache (1976), der Grammatik der Gegenwartssprache Litauisch (1996) oder der Enzyklopädie der litauischen Sprache (2008) erwähnt). Diese Depiktive können durch verschiedene Wortarten ausgedrückt werden, z. B.:
ein durch ein Adjektiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(50) Rübenbrei ähnelt dem aus Kartoffeln; ihn (noch warm) muss man auf die schmerzende Stelle legen und warm einwickeln. Diese Maßnahmen helfen, die Schmerzen zu lindern. (http://www.sveikaszmogus.lt/index.php?pa grid=rudens&lid=2&rodyti=str&strid=36585&subtema=118)
ein durch ein Partizip ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(51) Freue dich über den Sohn noch nicht erwachsenen. (Labutis 1992: 53)
ein durch ein Zahlwort ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(52) Ihm als Erster vertraute sie.
ein durch ein Pronomen ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(53) Armen Geistes zu sein bedeutet, die eigene Hilflosigkeit und Geringheit vor Gott zu erkennen, auf Ihn und nur auf Ihn allein zu vertrauen. DLKT
ein durch ein Substantiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(54) Die Mutter ist stolz auf ihren Sohn als Klassenbesten.
ein Depiktiv, das durch eine Konstruktion mit wie ausgedrückt wird, z. B.:
(55) Ihm wie einem Wohltäter vertraute sie.
Wie im Fall der Depiktive im Genitiv und Akkusativ kann sich auch das Depiktiv im Instrumental auf eine Präpositionalphrase beziehen; es kongruiert ebenfalls mit dem nominalen Bestandteil der Präpositionalphrase und kann durch verschiedene Wortarten ausgedrückt werden, z. B.:
ein durch ein Adjektiv ausgedrücktes Depiktiv, z. B.:
(56) Mit ihm betrunken kann man sich nicht verständigen. (Labutis 1992: 53–54)
Depiktiv, ausgedrückt durch ein Pronomen, z. B.:
(57) Jesus sagt: Geh und sprich mit ihm allein. DLKT
Depiktiv, ausgedrückt durch ein Substantiv, z. B.:
(58) Auch die älteren Kinder aus dem Hof wollten noch mit mir spielen, als ich noch ganz ein kleines Mädchen war.
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1.6. Lokativ
In manchen Sprachen kommen auch Depiktive im Lokativ vor; wie im Fall des Instrumentals erhält das Depiktiv diesen Kasus jedoch meist nicht durch Kongruenz mit einem Argument der Hauptprädikation (Beispiele für solche Depiktive werden später angeführt). Im Litauischen sind jedoch, wie etwa auch im Slowenischen (siehe Fußnote 15) und im Kroatischen (siehe Šarić 2008: 298), kongruierende Lokativ-Depiktive möglich (solche Fälle werden weder in Valeckienės Artikel (1967) noch in der Grammatik der litauischen Sprache (1976), noch in der Grammatik der modernen litauischen Sprache (1996), noch in der Enzyklopädie der litauischen Sprache (2008) erwähnt). Sie sind sehr selten; es wurden nur fünf Beispiele mit Lokativ-Depiktiven gefunden. Wie in den zuvor angeführten Fällen werden sie durch verschiedene Wortarten ausgedrückt, z. B.:
• Depiktiv, ausgedrückt durch ein Adjektiv, z. B.:
(59) Ich rannte im Galopp los und kam mit einem einzigen Atemzug im Vorraum an, noch warm
• Depiktiv, ausgedrückt durch ein Partizip, z. B.:
(60) In dem noch immer ungeöffneten Brief verbarg sich eine schreckliche Nachricht.
• Depiktiv, ausgedrückt durch eine Konstruktion mit wie, z. B.:
(61) Schließlich sollte es in Litauen wie in einem demokratischen Staat Meinungsfreiheit geben.
Solche kongruierenden Depiktive erwähnt auch Vaičiulytė-Semėnienė; aufgrund ihres Zusammenhangs mit dem adverbialen Kasus nennt sie sie adverbial (Vaičiulytė-Semėnienė 2007b: 116).
Die zusammengefassten Fälle der Verwendung von Kasus und Formen syntaktischer Depiktive sind in Tabelle 1 dargestellt.
1 T A B E L L E. Syntaktische Depiktive
Kongruenzträgerform | Kasus des Depiktivs (Kongruenzträgers) | Insgesamt | Nom. | Gen. | Dat. | Akk. | Instr. | Lok. | Adjektiv | 128 | 25 | 28 | 67 | 5 | 2 | 255 | Partizip | 104 | 24 | 11 | 81 | 5 | 2 | 227 | Zahlwort | 28 | 2 | 6 | 5 | 2 | | 43 | Pronomen | 36 | 9 | 15 | 15 | 1 | | 76 | Substantiv | 20 | 3 | 11 | 18 | 7 | | 59 | wie + Substantiv | 64 | 9 | 6 | 40 | 6 | 1 | 126 | wie + Adjektiv | 6 | | 1 | 2 | | | 9 | Insgesamt | 386 | 72 | 78 | 228 | 26 | 5 | 795
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2. SEMANTISCHE DEPIKTIVE
Depiktive stimmen nicht immer im Kasus mit einem Argument der Hauptprädikation überein. Solche Depiktive sind wie typische (kongruierende) Depiktive mit einem der Argumente der Hauptprädikation verbunden, werden jedoch morphosyntaktisch durch einen anderen Kasus als den des Arguments markiert: Sie können durch ein Substantiv oder Numerale im Instrumental oder Lokativ, ein Halbpartizip, eine Präpositionalphrase oder eine Nominalphrase ausgedrückt werden (Instrumental oder Genitiv mit abhängigen Wörtern). Ein weiterer Umstand, der dafür spricht, solche Prädikative als Depiktive zu betrachten, ist, dass solche Depiktive in einigen Fällen mit den Argumenten der Hauptprädikation hinsichtlich des Genus und/oder Numerus kongruieren (darauf wird weiter unten eingegangen). Wenn man Kongruenz im weiteren Sinne23 verstünde, wie in Abschnitt 2.5 beschrieben, könnte man solche Depiktive ebenfalls als kongruierende (syntaktische) Depiktive betrachten. Da nicht alle hier behandelten Depiktive Kongruenz hinsichtlich des Genus und/oder Numerus aufweisen, werden in dieser Arbeit alle Depiktive, die auf eines der Argumente des Hauptprädikats bezogen sind, aber morphosyntaktisch auf andere Weise als typische (kongruierende) Depiktive ausgedrückt werden, nämlich durch Nichtkongruenz (im engeren Sinne), als semantische Depiktive bezeichnet24. Außerdem ergänzen solche Prädikative die Hauptprädikation auf bedeutsame Weise und können, anders als notwendige Prädikative, weggelassen werden, was dafür spricht, sie als freie Prädikative25 zu betrachten.
2.1. Prädikative, die durch ein Substantiv im Instrumental ausgedrückt werden und sich auf einen Kongruenzträger in einem anderen Kasus beziehen (gewöhnlich, wie die gesammelten Beispiele zeigen, auf das Subjekt des Satzes), gelten sowohl in ausländischen als auch in neueren litauischen sprachwissenschaftlichen Arbeiten als Depiktive, vgl.:
(62) 1976 zog sie zu ihrem Mann in die USA und verstärkte die Reihen des litauischen Ensembles in Boston. Sie arbeitet bei einer Versicherungsgesellschaft als Computer-Programmiererin. Sie zieht zwei Söhne groß. DLKT
(63) Zwölf Brüder liefen tagsüber als Raben umher, nachts lebten sie als Menschen auf einem Berg.
(Balkevičius 1963: 109)
(64) An Helfern für die Arbeit sollte es nicht mangeln. Ob du allein oder in einer Gruppe gekommen bist, du hast tatkräftig mitgearbeitet, dich in das Buch zum Wiederaufbau von Belvederis eingetragen und... bis zum baldigen Wiedersehen. (DLKT)
23 Vgl. ferner die Aussage von Himmelmann und Schultze-Berndt: „Agreement, as usually understood, involves the categories of gender, number and / or case“ (Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 62).
24 Vaičiulytė-Semėnienė verwendet diesen Terminus nur zur Bezeichnung sekundärer Prädikative, die durch Nominal- oder Präpositionalphrasen ausgedrückt werden (Vaičiulytė-Semėnienė 2007b: 116).
25 Holvoetas und Mikulskas weisen darauf hin, dass ein Satz in bestimmten Fällen nach Weglassen des Depiktivs nur mit erheblichen Vorbehalten als abgeschlossen gelten könnte, da die Wortstellung in den Sätzen „eine andere aktuelle Gliederung widerspiegelt als die der Originalsätze“ (Holvoet, Mikulskas A: 3). Tatsächlich wurde bei der Feststellung, ob ein Depiktiv frei oder notwendig ist, berücksichtigt, ob der Satz nach Weglassen des Depiktivs hinsichtlich Struktur und Bedeutung vollständig und korrekt bleibt oder nicht. Vgl. Nichols (1981: 17): „the removal of non-governed predicate nominals affects the communicative structure and completeness of sense, but does not render the construction ungrammatical“.
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Die Prädikative programuotoja, juodvarniais, žmonėmis, būriu in diesen Sätzen würden sowohl von Nichols (1978b: 122) als auch von Schultze-Berndt und Himmelmann (2004: 87–88), Winfried Boeder (2005: 203), Vaičiulytė-Semėnienė (2007b: 117) sowie Holvoet und Mikulskas (B: 4–5; Holvoet 2008: 126)26 als Depiktive betrachtet. Vaičiulytė-Semėnienė merkt an, dass „die Verwendung des Kongruenzkasus und/oder des Instrumentals ein formaler Hinweis darauf ist, dass ein als Modifikator fungierendes Nominal im Satz ein Depiktiv sein kann“ (Vaičiulytė-Semėnienė 2007b: 117). Auch Nichols hebt den Instrumental als besonderes Mittel zur Kennzeichnung sekundärer Prädikative im Russischen hervor (siehe Nichols 1978b, 1981). Holvoet erklärt, dass „trotz der lexikalischen Beschränkungen kein Grund erkennbar ist, warum solche Instrumentale als von Verben regierte obligatorische Prädikative gelten sollten: Obwohl dieser Instrumental bei einigen Verben regelmäßig verwendet wird, wird er von ihnen nicht verlangt“ (Holvoet, Tamulionienė 2005: 135). Darüber hinaus gibt es auch in anderen Sprachen Tendenzen, sekundäre Nominalprädikative mit dem Instrumental zu kennzeichnen. Nichols (1978b: 124) ist der Ansicht, dass der Faktor, der darüber entscheidet, ob für ein sekundäres Prädikativ ein Kongruenz- oder ein Nichtkongruenzkasus gewählt wird, semantischer und nicht syntaktischer Art ist27 (zu diesem Thema siehe auch Filip 2001: 3–4). Sie nennt folgende Faktoren, die im Russischen28 die Kongruenz bzw. Nichtkongruenz beeinflussen können: Tempus und Aspekt des Verbs, ob das Verb bejaht oder verneint ist, Wortstellung, Genus, die Wortart, durch die das sekundäre Prädikativ ausgedrückt wird, sowie der Kasus des Hauptarguments, auf das sich das Prädikativ bezieht (zur Kennzeichnung von Depiktiven mit dem Instrumental siehe ausführlicher Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 87–88; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 64–65; Vaičiulytė-Semėnienė 2007b: 121; Heringa 2009: 3–4 und die dort angeführte Literatur). Solche Depiktive finden sich nicht nur bei Prädikaten, die die Ausübung oder Übertragung verschiedener Funktionen bezeichnen, z. B. Mein Mann arbeitet dak-
26 Aus den von Valeckienė, Ulvydas und Ambrazas angeführten Definitionen und Beispielen ergibt sich die Vermutung, dass die Autoren als prädikative Attribute – und somit als Depiktive – nur Prädikative betrachten, die im Instrumental ausgedrückt werden und strukturell notwendige abhängige Wörter aufweisen (siehe Valeckienė 1967: 100; Ulvydas, Hrsg., 1976: 451; Ambrazas, Hrsg., 1996: 490, 627). Unklar ist, wie ihrer Ansicht nach ein einzelner Instrumental ohne abhängige Wörter zu behandeln wäre.
27 „Die Faktoren, die die Wahl zwischen Kongruenz und Nichtkongruenzkasus bestimmen, sind subtil und in erster Linie semantischer und nicht syntaktischer Art“ (Nichols 1978b: 124); „Koprädikate können morphologisch vom Kongruenzträger abhängig sein oder auch nicht (ein Wort ist morphologisch von einem anderen abhängig, wenn es seine morphologische Form durch Rektion oder Kongruenz von diesem erhält); dies hängt von der Sprachtypologie und der morphologischen Beschaffenheit des Koprädikats selbst ab“ (Nichols 1978a: 331).
Gerdas Hentschelis (2005) nustatė predikatyvų hierarchiją – PIRMINIS (DAIKTAVARDŽIO) PREDIKATYVAS < ANTRINIS PREDIKATYVAS (< DEPIKTYVAS < KOMPLEMENTAS) – pagal kurią, kuo dešiniau hierarchijoje skiriamas predikatyvas, tuo dažnesnis daiktavardžio įnagininkas. Daugiau žr. Vaičiulytė-Semėnienė (2007a).
28 Im Russischen stehen nominale sekundäre Prädikative im Instrumental oder kongruieren mit ihrem Kongruenzträger.
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taru29, kann aber auch einige der prototypischsten Bedeutungen von Depiktiven ausdrücken: Lebensphase (Satz (65)), Funktion oder Rolle (Sätze (62), (68)), Menge oder Kollektivität (Satz (64)), Verteilung (Satz (66)) sowie einen bestimmten Zustand (Satz (67))30. Instrumental-Depiktive können sich auf das Subjekt sowie auf Dativ- und Akkusativobjekte beziehen, z. B.:
• Das Depiktiv beschreibt das Subjekt:
(65) Die Hirtin begnügte sich dort mit einem Lager in der Tränke. (Šukys 1998: 235)
(66) Die Erstklässler gehen paarweise. (Übersetzung aus Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 35)31
• Das Depiktiv beschreibt das Dativobjekt:
(67) Sunku gyventi Maskvoje viengungiu.
• Das Depiktiv beschreibt das Akkusativobjekt:
(68) Direktorius savo meilužę įdarbino sekretore. (Holvoet, Mikulskas B: 4)
Solche Depiktive kongruieren stets in der Zahl mit den Argumenten des Hauptprädikats und meistens auch im Genus.
2.2. Lokativ ist ebenfalls als einer der Kennzeichner von Depiktiven bekannt (siehe Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 88–90, 115–117; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 38–39). Lokativ-Depiktive bezeichnen nicht den Ort der gesamten Situation, wie es bei Adverbialen der Fall ist, sondern drücken den Zustand eines Arguments der Hauptprädikation aus, z. B. im Satz Der Koch bereitete das Hähnchen in süß-saurem Sauce wird der Zustand des Hähnchens angegeben, nicht jedoch ausgesagt, dass die Handlung selbst in der Sauce stattfindet (mehr dazu siehe Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 38–39, 65; Šarić 2008: 322). Solche Prädikative werden auch in Valeckienės Artikel (1967: 100–101) und in der Grammatik der litauischen Sprache (Ulvidas, Hrsg., 1976: 451–452) als prädikative Attribute, also als Depiktive, betrachtet; in der Grammatik der modernen litauischen Sprache (1996) und in der Enzyklopädie der litauischen Sprache (2008) werden sie dagegen nicht erwähnt. Durch Lokativ-Depiktive können die prototypischste Zustandsbedeutung (Sätze (69), (71)), eine Mengenbedeutung (Sätze (70), (72)) sowie eine Lebensphasenbedeutung (Satz (73)) ausgedrückt werden.
29 Vaičiulytė-Semėnienė (2007a: 86) linkusi manyti, kad su funkcionavimo reikšmės veiksmažodžiais vartojami įnagininkai laikytini tų veiksmažodžių komplementais, vadinasi, būtinaisiais predikatyvais. Jai pritarė ir Mikulskas (2007: 126, 130). Vėliau pasiūlyta tokius predikatyvus laikyti tarpiniais tarp laisvųjų ir būtinųjų antrinių predikatyvų (Holvoet, Mikulskas B: 5). Autorė linkusi šiuos predikatyvus laikyti laisvaisiais, nes juos praleidus sakiniai netampa netaisyklingi ir beprasmiai (dar žr. 25 išnašą), o pavartotas sakinyje predikatyvas papildo, patikslina pagrindinę sakinio mintį (plg. faktą, kad iš 521 sakinio su veiksmažodžiu dirba, pateikto vienoje DLKT dalyje, tik keturiuose sakiniuose buvo pavartotas įnagininko predikatyvas).
30 Die Hierarchie der Bedeutungen von Depiktiven ist in Abschnitt 2.1, Fußnote 18, dargestellt.
31 Auch Adjunkte der Mengenverteilung (engl. distributivity) gelten als Depiktive (siehe Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 35; Kutscher, Genç 2005: 254; Vaičiulytė-Semėnienė 2007b: 124–125).
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(69) Ein Baum steht ängstlich bis zum Morgen. (vgl. erschrocken) (Šukys 1998: 312)
(70) Zu fünft kehrten sie über die Landstraße zurück. (Ambrazas, Hrsg., 1996: 423)32
Lokativische Depiktive können sich auf das Subjekt, auf Dativ- und Akkusativobjekte sowie auf eine Präpositionalphrase beziehen, z. B.:
• Das Depiktiv beschreibt das Subjekt:
(71) Monika wachte in der Hitze auf, nachdem sie sich mit großer Anstrengung aus dem Traum befreit hatte, und machte sich auf die Suche nach ihrem Mann. (Ul vydas, Hrsg., 1976: 452)
• Das Depiktiv beschreibt das Dativsubjekt:
(72) – Man kann zu zweit, zu dritt oder zu fünft zusammenleben, und das Haus wird leer sein, sagt Danielius. DLKT
• Das Depiktiv beschreibt das Akkusativobjekt:
(73) Zur Herausbildung einer idealistischen Weltanschauung trugen die Lehrer, die Klassenkameraden, kurz gesagt, all jene, die mich in meiner Jugend (vgl. jung) umgaben, viel bei.33 DLKT
• Das Depiktiv beschreibt eine Präpositionalphrase:
(74) Die Augen können sich gar nicht sattsehen an jenen Bergen im Sonnenlicht. (Šukys 1998: 320)
2.3. Zu diesen semantischen Depiktiven lassen sich auch Prädikative zählen, die durch Halbpartizipien ausgedrückt werden. Jonas Jablonskis und Jonas Balkevičius behandeln Halbpartizip-Prädikative gemeinsam mit kongruierenden Akkusativ- und Genitivprädikativen und betrachten sie als zusammengesetzte Ergänzungen (siehe Jablonskis 1911: 472–474; Balkevičius 1963: 193–195). Valeckienė (1967: 114–115) betrachtet solche Prädikative als einen gesonderten Fall des Gebrauchs prädikativer Attribute.34 V. Labutis betrachtet sie als zusammengesetzte Ergänzungen und schreibt: „Es gibt komplexe zusammengesetzte Ergänzungen, die ein sekundäres Prädikationszentrum bilden. Ein solches zusammengesetztes Objekt besteht vor allem aus einem Genitiv oder Akkusativ mit einem Halbpartizip oder einem in dessen Position verwendeten Aktivpartizip“ (Labutis 1994 II: 57–58, 1998: 276–277).
32 Für die Analyse des Zahlworts zu fünft als Depiktiv sprechen mehrere Fakten: Erstens richtet sich das Zahlwort auf ein Argument des Hauptprädikats (das Subjekt sie) und nicht auf das Ereignis (kehrten zurück); zweitens fällt der vom Depiktiv ausgedrückte Zustand zeitlich mit der durch das Hauptprädikat ausgedrückten Handlung zusammen; drittens wird das Zahlwort vom Verb nicht gefordert und ist folglich nicht obligatorisch; viertens bildet das Zahlwort mit dem Subjekt keine Nominalphrase; fünftens ist eine für echte Depiktive typische Paraphrase möglich: Sie kehrten über die Landstraße zurück und sie waren zu fünft; sechstens die Stellung des Zahlworts im Satz. Zu depiktiven Zahlwörtern siehe auch Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 108f.; Boeder 2005: 212; McGregor 2005: 178–196; Šarić 2008: 320–321.
33 In diesem Satz ist in meiner Jugend kein vom Verb umgab gefordertes Argument. Dieser Lokativ beschreibt das Pronomen mich und bezeichnet dessen Eigenschaft: sie umgaben mich, als ich jung war.
34 Solche Fälle werden weder in der Grammatik der litauischen Sprache (1976), noch in der Grammatik des heutigen Litauischen (1996), noch in der Enzyklopädie der litauischen Sprache (2008) erwähnt.
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Zu diesen sekundären Ergänzungen schlägt V. Labutis vor, auch „alle Ergänzungen mit adjektivischen Wörtern in doppelter Beziehung“ zu zählen, d. h. Konstruktionen mit Doppelkasus. Da die Verfasserin des Artikels alle genannten Fälle als Depiktive betrachtet, ordnet sie auch Prädikative, die durch Gerundien ausgedrückt werden, den Depiktiven zu. Dass Gerundien fakultativ sind und vom Verb nicht gefordert werden, dass sie einen Zustand eines Gegenstands oder Lebewesens bezeichnen, der gleichzeitig mit der Haupthandlung besteht, und dass sie auf ein Argument des Hauptprädikats bezogen sind, zeigt ihre Ähnlichkeit mit typischen syntaktischen (kongruierenden) sekundären Prädikaten. Außerdem kommt ihnen die prototypischste Zustandsbedeutung der Depiktive zu. Depiktive dieser Art beziehen sich meist auf Akkusativ- und Genitivobjekte, können aber auch auf das Subjekt verweisen, z. B.:
Das Depiktiv charakterisiert das Subjekt:
(75) In der Ferne, wohl auf der anderen Seite der Lagune, ist vorbeifahrend ein größeres Schiff zu sehen. (Ul vydas, red., 1971: 395)
Das Depiktiv charakterisiert das Genitivobjekt:
(76) Niemand sah ihn sterben (vgl. sterbend). (Šukys 1998: 120)
Das Depiktiv charakterisiert das Akkusativobjekt:
(77) Er sah ein Lichtlein flackern (vgl. flackernd). (Labutis 1998: 277) (78) Als ich bemerkte, dass die Uhr schlug (vgl. geschlagen habend) zu einer völlig unpassenden Zeit, musste ich lachen. (Ul vydas, red., 1971: 392)
2.4. Auch Prädikative, die aus nominalen (Instrumental- oder Genitiv-)Konstruktionen mit abhängigen Wörtern oder aus Präpositionalphrasen bestehen, werden von A. Valeckienė als prädikative Attribute und somit als Depiktive betrachtet (siehe Valeckienė 1967: 100–101)35. In den Grammatiken des Litauischen werden solche Prädikative den nicht-
35 Valeckienė weist darauf hin, dass es prädikative Attribute gibt, die durch nominale und präpositionale Konstruktionen ausgedrückt werden und „nicht mit dem Nominativ des Subjekts verbunden sind und keinen Zustand bezeichnen, sondern lediglich angeben, wie die Handlung des Prädikats verläuft“ (Valeckienė 1967: 112–113). Valeckienė schlägt vor, sie als Adverbialbestimmungen zu betrachten. Es werden folgende Beispiele angeführt: Ich werde ihm den Hals umdrehen; er soll nur ohne Pferdnach Hause zurückkehren. Džiugas kam mit leeren Händen nach Hause, nachdem er dem Deutschen die ganze Arbeit seines Tages überlassen hatte. Es scheint, dass die besprochenen Konstruktionen in beiden Fällen als Depiktive aufzufassen sind, da sie stärker mit den Subjekten der Sätze als mit den Verben verbunden sind. Im ersten Fall charakterisiert das Prädikativ nicht die Art des Nach-Hause-Kommens, sondern gibt an, was geschehen wird, wenn der Mann allein, ohne Pferd, zurückkehrt. Im zweiten Fall wird ausgesagt, dass Džiugas nach Hause kam und außerdem nichts bei sich hatte. Vgl. das von Boeder angeführte Beispiel, in dem die Konstruktion mit leeren Händen mit dem Konnekt verknüpft ist und als Depiktiv gilt: Tkvenistana pativsacem kac-s xel-cariel-s ver gavistumreb ‚Ich kann einen so ehrenwerten Menschen wie dich nicht ohne Bewirtung (mit leeren Händen) gehen lassen‘ (Boeder 2005: 203); ferner der Satz Col-švil-ian-ad movida ‚Er kam mit seiner Frau und seinen Kindern‘ (Boeder 2005: 222), in dem die Konstruktion mit seiner Frau und seinen Kindern ebenfalls als depiktive Konstruktion mit komitativer Bedeutung gilt (siehe auch Schultze-Berndt, Himmelmann 2004: 110–111; Himmelmann, Schultze-Berndt 2005: 36–37).
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rinamųjų predikatinių / tarininių pažyminių (žr. Ulvydas, red., 1976: 451–454; Ambrazas, red., 1996: 490–491)36. Labutis (1994 II: 41–42) veiksnio daiktavardines konstrukcijas laiko papildomu tariniu. Vaičiulytė-Semėnienė (2007b: 116) juos vadina semantiniais depiktyvais, o Holvoetas ir Mikulskas šių predikatyvų depiktyvais nelaiko. Jie tokius junginius siūlo vadinti orientuotomis aplinkybėmis, kadangi jų orientacija pasireiškia tik semantiškai, o ne morfosintaksiškai (Holvoet, Mikulskas B: 3–4). Su jais nesutikti leidžia keli faktai: pirma, tų konstrukcijų reikšmė, antra, kartais įžiūrimas derinimas skaičiumi ir, trečia, jau minėta orientacija į pagrindinio predikato argumentą. Pvz., sakinyje Jau viena bonka stovėjo aplupta galva ir ištraukta kamščiu (Valeckienė 1967: 100) akivaizdu, kad konstrukcijos aplupta galva ir ištraukta kamščiu pažymi sakinio subjektą bonka, o ne nurodo stovėjimo būdą. Jeigu šio sakinio subjekto vienaskaitos formą pakeistume daugiskaitos forma, tai ir daiktavardinės konstrukcijos turėtų būti pavartotos daugiskaita: Jau dvi bonkos stovi apluptomis galvomis ir ištrauktais kamščiais. Daiktavardinės konstrukcijos orientacija į subjektą šiame sakinyje akivaizdi, vadinasi, tokio tipo konstrukcijos laikytinos depiktyvais. Dėl derinimo skaičiumi dar plg.:
(79) Mit diesem Bartsiehst du seltsam aus (vgl. unrasiert). / Mit diesen Bärtensehen Sie seltsam aus.
(80) Danach stand er wieder mühsam auf, schlurfte ins Bad, von wo er im aufgeknöpften Bademantelzurückkam. DLKT / Danach standen die Patienten mühsam auf, schlurften ins Bad, von wo sie mit aufgeknöpften Bademäntelnzurückkamen.
(81) Daugelis grįžo namo sudaužytomis širdimis. (vertimas iš Boeder 2005: 207) / Vaikinas grįžo namo sudaužyta širdimi.
Solche Konstruktionen können einen emotionalen oder psychischen Zustand (Sätze (81), (82), (88)), das Aussehen (Sätze (80), (83), (84), (85), (86)) oder Geselligkeit / Ungeselligkeit (Sätze (89), (87)) bezeichnen. Diese Konstruktionen werden auch von ausländischen Linguisten als Depiktive betrachtet, z. B. Nichols (1978a: 330); Müller (2001: 2); Schultze-Berndt, Himmelmann (2004: 89–90); Enfield (2005: 387, 389); Boeder (2005: 220–223); Šarić (2008: 321–322). Diese Depiktive können verschiedene Formen haben und sich auf Subjekte sowie Genitiv- und Akkusativobjekte beziehen:
• Das Depiktiv beschreibt das Subjekt, die Konstruktion steht im Genitiv:
(82) Pabuvusi su vaikais ji visada grįžta namo geros nuotaikos (plg. linksma).
• Das Depiktiv beschreibt das Subjekt, die Konstruktion steht im Instrumental:
(83) Der Junge wurde nackt unter dem Bett hervorgezogen, mit gefesselten Händen und Füßen (vgl. gefesselt), mit Lumpen verstopftem Mund. DLKT
36 Lietuvių kalbos enciklopedijoje (2008) (skyrius parašytas Ambrazo) prielinksninės konstrukcijos nelaikomos nederinamaisiais tarininiais pažyminiais (Morkūnas, sud., Ambrazas, red., 2008: 536–537).
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Das Depiktiv beschreibt das Subjekt; die Konstruktion ist durch eine Präpositionalphrase ausgedrückt:
(84) Sie sieht ohne Brille (vgl. lächelnd) jünger aus.
Das Depiktiv beschreibt das Akkusativobjekt; die Konstruktion ist durch den Genitiv ausgedrückt:
(85) Wenn wir sowohl in unsere nahe als auch in unsere ferne Vergangenheit blicken, sehen wir hier wie dort dieselben Menschen wie uns selbst, oder anders gesagt: Dort sehen wir uns selbst, nur ein wenig anders gestaltet (vgl. verändert). (Ulvydas, Hrsg., 1976: 452)
Das Depiktiv beschreibt das Akkusativobjekt; die Konstruktion ist durch den Instrumental ausgedrückt:
(86) Oft fand (Monika) Kaziukas weinend und mit geschwollenen Augenringen vor. (Valeckienė 1967: 100)
Das Depiktiv beschreibt das Akkusativobjekt; die Konstruktion ist durch eine Präpositionalphrase ausgedrückt:
(87) Damals aßen alle Brot ohne Butter (vgl. allein). (Ambrazas, Hrsg., 1996: 627)
(88) Er hatte schreckliche Angst, dass sie seine Mutter bewusstlosabtransportierten (vgl. ohnmächtig geworden), dass … Was, wenn seine Mutter stirbt? DLKT
Das Depiktiv beschreibt das Genitivobjekt; die Konstruktion ist durch eine Präpositionalphrase ausgedrückt:
(89) Juras ließ sie nicht mit Kind im Stich – er wird sie auch mit fünf Kindern nicht verlassen. (Valeckienė 1967: 100)
Alle zusammengefassten Verwendungsfälle der Kasus und Formen semantischer Depiktive sind in Tabelle 2 dargestellt.
TABELLE 2. Semantische Depiktive
Kasus des Kongruenzträgers | Kasus / Form / Konstruktion des Depiktivs (Kongruenzziel) | Subst. Instr. | Loc. Subst. Zahlw. | Gerundium | Nominalkonstruktion Gen. Instr. | Präpositionalkonstruktion Gen. Acc. Instr. | Insgesamt | Nom. 22 26 3 2 2 29 12 3 17 116 | Gen. 20 1 21 | Dat. 2 2 4 | Acc. 3 6 33 2 8 3 55 | Insgesamt 27 34 3 55 4 37 12 3 21 196
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3. SCHLUSSFOLGERUNGEN
Von den 991 erfassten Beispielen für depiktive sekundäre Prädikate sind 795 Beispiele syntaktische Depiktive und 196 semantische Depiktive. Somit werden im Litauischen vorwiegend typische syntaktische (kongruierende) sekundäre Prädikate verwendet (siehe Tabellen 1 und 2).
Kasuskongruenz gilt als typische Ausdrucksweise von Depiktiven, ist jedoch keine notwendige Bedingung, da es auch Fälle sekundärer Prädikation gibt, deren Ausdruck nicht kongruierend ist. Sowohl bei syntaktischen als auch bei semantischen Depiktiven ist ihre semantische Beziehung zum Subjekt, Objekt oder zur Adverbialbestimmung entscheidend (mit anderen Worten: die konzeptuelle Beziehung zum Referenten, also zu dem, was beschrieben wird – dem Verb oder seinem Argument), nicht aber die Kasuskongruenz oder -inkongruenz des Depiktivs mit einem Verbargument, die in erster Linie von der Semantik abhängt.
Es wurde festgestellt, dass Depiktive am häufigsten im Nominativ ausgedrückt werden (386 Beispiele), etwas seltener im Akkusativ (231 Beispiele), noch seltener im Instrumental (111 Beispiele) und am seltensten in anderen Kasus: im Genitiv (88 Beispiele), Dativ (78 Beispiele) und Lokativ (42 Beispiele). Sie können auch in einer kasuslosen Form ausgedrückt werden – durch Gerundien (55 Beispiele). Somit ergibt sich folgende Hierarchie der Depiktivformen: NOMINATIV > AKKUSATIV > INSTRUMENTAL > GENITIV > DATIV > GERUNDIUM > LOKATIV. Demnach sind die wahrscheinlichsten Depiktivformen Nominativ, Akkusativ oder Instrumental, die unwahrscheinlichste ist der Lokativ (siehe Tabelle 3).
Auch der Ausdruck von Depiktiven durch verschiedene Wortarten ist interessant. Die meisten Beispiele entfielen auf Depiktive, die durch Adjektive (255 Beispiele) und Partizipien (227 Beispiele) ausgedrückt werden, etwas weniger auf Depiktive in der Konstruktion wie + Substantiv / Adjektiv (135 Beispiele) sowie auf solche, die ausschließlich durch Substantive ausgedrückt werden (120 Beispiele); noch weniger auf pronominal ausgedrückte Depiktive (76 Beispiele) und Gerundien (55 Beispiele); am seltensten auf Numeralia (46 Beispiele), Nominalkonstruktionen (41 Beispiele) und Präpositionalphrasen (36 Beispiele). Daraus lässt sich folgende Hierarchie der Wortarten bilden: ADJEKTIV > PARTIZIP > WIE + SUBSTANTIV / ADJEKTIV > SUBSTANTIV > PRONOMEN > GERUNDIUM > NUMERALE > NOMINALKONSTRUKTION > PRÄPOSITIONALPHRASE. Demnach werden Depiktive im Litauischen am häufigsten nicht nur durch Adjektive und Partizipien, sondern auch durch Substantive und Konstruktionen des Typs wie + Substantiv ausgedrückt.
Das Litauische unterscheidet sich von vielen Sprachen dadurch, dass darin freie, nichtresultative sekundäre Prädikate (Depiktive) verwendet werden, die nicht nur durch verschiedene Wortarten (Adjektive, Partizipien, Numeralia, Pronomina, Substantive, Gerundien), sondern auch durch verschiedene Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Instrumental
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und Lokativ) sowie durch Konstruktionen (Nominalkonstruktionen, Präpositionalphrasen und wie + Substantiv / Adjektiv) ausgedrückt werden. Im Unterschied zu früheren Arbeiten, in denen die Markierung von Depiktiven mehr oder weniger behandelt wurde, wurde Folgendes festgestellt:
1. Syntaktische (kongruierende) Depiktive können, wenn auch selten, Formen des Instrumentals und Lokativs sein (siehe Abschnitte 2.5, 2.6);
2. Als syntaktische Depiktive gelten nur solche Substantiv- oder Adjektivkonstruktionen mit wie, die keinen Vergleich ausdrücken;
3. Syntaktische Depiktive in sämtlichen Kasus können durch verschiedene Wortarten ausgedrückt werden (Adjektive, Partizipien, Numeralia, Pronomina, Substantive; siehe Kapitel 2 und Tabelle 1);
4. Als semantische Depiktive gelten nicht nur Nominalkonstruktionen (Instrumental oder Genitiv mit einem abhängigen Wort), sondern auch Präpositionalphrasen, ein einzelner Instrumental oder Lokativ (nicht im Kasus mit dem Argument des Hauptprädikats kongruierend, auf das er bezogen ist) sowie Gerundien (siehe Kapitel 3);
5. Semantische Depiktive werden meist durch Substantive und Gerundien, etwas seltener durch Nominalkonstruktionen und Präpositionalphrasen ausgedrückt; sie können auch durch Numeralia ausgedrückt werden (siehe Kapitel 3 und Tabelle 2).
TABELLE 3. Kasus und Formen von Kongruenzgebern und Kongruenznehmern
Kasus des Kongruenznehmers | Form / Konstruktion des Kongruenznehmers | Nom. | Gen. | Dat. | Akk. | Instr. | Lok. | Gerundium | wie + Substantiv / Adjektiv | Nominalkonstr. | Präpositionalphrase | Insgesamt | Kasus des Kongruenzgebers | Nom. | 315 | 22 | 29 | 2 | 71 | 2 | 29 | 12 | 3 | 17 | 502 | Gen. | 63 | 20 | 9 | 1 | 93 | Dat. | 72 | 2 | 2 | 6 | 82 | Akk. | 186 | 3 | 6 | 33 | 42 | 2 | 8 | 3 | 283 | Instr. | 20 | 6 | 26 | Lok. | 4 | 1 | 5 | Insgesamt | 315 | 63 | 72 | 186 | 47 | 41 | 55 | 71 | 9 | 6 | 42 | 6 | 1 | 4 | 37 | 12 | 3 | 21 | 991 | 135 | 41 | 36
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LITERATUR UND QUELLEN
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Markierung von Depiktiven im Litauischen
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel behandelt die Kennzeichnung sekundärer nichtresultativer Prädikate (Depiktive) im Litauischen. In diesem Artikel werden Depiktive in zwei Gruppen unterteilt: syntaktische Depiktive (ein Depiktiv kongruiert im Kasus mit seinem Kontrolleur) und semantische Depiktive (ein Depiktiv kongruiert nicht im Kasus mit seinem Kontrolleur, stimmt jedoch manchmal im Genus und/oder Numerus mit ihm überein). In diesem Artikel habe ich mich bemüht zu zeigen, worin sich Depiktive im Litauischen von Depiktiven in anderen Sprachen unterscheiden, und die in litauischen Grammatiken und Syntaxstudien dargestellten Daten zu ergänzen. Am Ende des Artikels stelle ich zwei Hierarchien vor: eine Hierarchie der Kasus von Depiktiven und eine Hierarchie ihrer Formen.
Im Litauischen können Depiktive durch verschiedene Wortarten ausgedrückt werden (Adjektive, Partizipien, Numeralia, Pronomen, Substantive und Gerundien (unflektierbare aktive Partizipien)); sie können in verschiedenen Kasus verwendet werden (im Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Instrumental und Lokativ) und durch Nominal- und Präpositionalphrasen oder durch Konstruktionen des Typs „kaip“ + Substantiv/Adjektiv ausgedrückt werden. Es wurde festgestellt, dass:
1. Im Litauischen werden syntaktische (kongruierende) Depiktive am häufigsten verwendet;
2. syntaktische Depiktive können im Instrumental und im Lokativ verwendet werden (in Kongruenz mit dem Kontrolleur);
3. syntaktische Depiktive können durch Adjektive, Partizipien, Numeralia, Pronomen und Substantive ausgedrückt werden;
4. semantische Depiktive können durch Nominalphrasen (im Instrumental oder Genitiv) und Präpositionalphrasen, durch den Instrumental und den Lokativ (ohne Kongruenz mit dem Kontrolleur) sowie durch Gerundien ausgedrückt werden;
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5. Depiktive (syntaktische und semantische) stehen meist im Nominativ und Akkusativ, seltener im Instrumental und am seltensten im Lokativ. Dies lässt sich durch die folgende Hierarchie darstellen: NOM > ACC > INSTR > GEN > DAT > UNFLEKTIERBARE FORM (GERUNDIUM) > LOC;
6. Die Formen der Depiktive ordnen sich wie folgt: ADJEKTIV > PARTIZIP > KAIP + SUBSTANTIV > SUBSTANTIV > PRONOMEN > KONVERB > NUMERALE > NOMINALPHRASE > PRÄPOSITIONALPHRASE. Folglich werden Depiktive im Litauischen meist durch Adjektive, Partizipien sowie Nominal- oder als-Konstruktionen ausgedrückt.
Eingereicht am 2. Dezember 2010.
VESLAVA ČIŽIK-PROKAŠEVA
Institut für Litauische Sprache
P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius, Lietuva
E-Mail – [email protected]
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