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doi.org/10.35321/term31-06

Besonderheiten der Struktur von Definitionen spezifischer Geografietermini

Besonderheiten der Struktur von Definitionen spezifischer Geografietermini

AUŠRA RIMKUTĖ-GANUSAUSKIENĖ

Institut für litauische Sprache

ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0001-8655-7333

Z U S A M M E N F A S S U N G

Die Definition eines Begriffs aus einem beliebigen Fachgebiet ist ein komplexer logischer Vorgang, der Kenntnisse dieses Fachgebiets voraussetzt; das Ergebnis dieses Vorgangs ist die Termindefinition. In der Terminologie ist die Definition jedes Terminus einzigartig. Sie hilft, den Begriff mit dem ihn repräsentierenden Terminus zu verknüpfen. Der Artikel analysiert 648 Definitionen spezifischer Termini aus dem 2021 veröffentlichten Erklärenden Wörterbuch geografischer Termini, gibt einen kurzen Überblick über die Anforderungen an Definitionen und unterscheidet die in diesem Wörterbuch gefundenen Definitionsmodelle spezifischer Termini. Das häufigste Definitionsmodell eines spezifischen Terminus besteht darin, dass zu Beginn der Definition ihre logische Dominante genannt wird und nach einem Komma die wesentlichen Merkmale der Definition dargelegt werden, die den spezifischen Bestandteil oder die spezifischen Bestandteile des definierten Terminus erklären. Die logische Dominante der Definition wird im untersuchten Wörterbuch separat als Gattungsbegriff definiert. Die vier anderen Definitionsmodelle spezifischer Termini sind weniger produktiv; einige lassen sich ohne Weiteres in Definitionen des ersten Modells umwandeln.

SCHLÜSSELWÖRTER: Definition, Definitionsstruktur, Definitionsanforderungen, terminologische Bedeutung, spezifischer Terminus.

Z U S A M M E N F A S S U N G

Die Definition eines Begriffs in einem beliebigen Fachgebiet ist ein anspruchsvoller und systematischer Vorgang, der Fachkenntnisse auf dem jeweiligen Gebiet erfordert. Das Ergebnis dieses Vorgangs ist die Definition eines Terminus. Jeder Terminus hat eine einzigartige Definition. Sie hilft, einen Begriff mit dem Terminus zu verknüpfen, der ihn repräsentiert. Der Artikel analysiert die Definitionen von 648 spezifischen Termini, die im Aiškinamasis geografijos terminų žodynas (Erläuterndes Wörterbuch geografischer Termini, 2021) enthalten sind, das 2021 veröffentlicht wurde, gibt einen kurzen Überblick über die Anforderungen an Definitionen und identifiziert Definitionsmodelle für spezifische Termini. Das häufigste Definitionsmodell für spezifische Termini ist ein Modell, bei dem zu Beginn der Definition die logische Dominante genannt und nach einem Komma die wesentlichen Merkmale der Definition angegeben werden.

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Diese logische Dominante wird im Wörterbuch als Oberbegriff definiert. Die vier anderen Definitionsmodelle für spezifische Termini sind weniger produktiv; einige von ihnen lassen sich ohne Weiteres in das häufigste Definitionsmodell überführen.

SCHLÜSSELWÖRTER: Definition, Struktur der Definition, Anforderungen an die Definition, terminologische Bedeutung, spezifischer Terminus.

EINLEITENDE BEMERKUNGEN

Wie ein einfacher oder zusammengesetzter Terminus genau zu definieren und eine Definition zu formulieren ist, die bestimmten Anforderungen genügt, die sowohl an Definitionen als auch an Termini gestellt werden, beschäftigt Fachleute, die praktisch terminologisch arbeiten. Dazu gehören beispielsweise die Anforderungen, dass der Umfang des zu definierenden Begriffs dem Umfang des definierenden Begriffs entspricht, dass die Definition präzise, klar, eindeutig und nicht tautologisch ist, also dass der definierende und der zu definierende Begriff nicht identisch ausgedrückt werden, dass die Definition mit anderen Definitionen im Begriffssystem übereinstimmt und weder zu eng noch zu weit gefasst ist usw. Es muss eingeräumt werden, dass sich in den Arbeiten litauischer Terminologen keine vollständigen systematisierten Anforderungen an Definitionen finden. Darüber geschrieben hat wohl am ausführlichsten Kazimieras Gaivenis (Gaivenis 2004: 85–117; 2014: 204, 221, 223 u. a.); einzelne Gedanken finden sich in den Arbeiten von Angelė Kaulakienė (2014), Palmira Zemlevičiūtė (2018), Alvydas Umbrasas (2008, 2022), Aušra Rimkutė-Ganusauskienė (2021) und anderen. In den Arbeiten der Terminologen gibt es jedoch keine klaren und ausführlichen Regeln oder Leitlinien für das Verfassen von Definitionen. Selbst wenn es solche gäbe, würden sie sich wahrscheinlich auf die Anforderungen stützen, die am häufigsten in Logik- und Terminologielehrbüchern sowie in Normen erwähnt werden. Darüber hinaus wäre eine wissenschaftlich präzise Definition eines Begriffs aus einem bestimmten Fachgebiet nur möglich, wenn man den Gegenstand des zu definierenden Begriffs genau kennt, seinen Inhalt und Umfang versteht und nicht nur über theoretische, sondern auch über praktische Kenntnisse verfügt.

Ziel dieses Artikels ist es, die strukturellen Besonderheiten der Definitionen spezifischer geografischer Termini zu bestimmen. Zu diesem Zweck werden folgende Aufgaben gestellt: 1) die Erkenntnisse litauischer und ausländischer Autoren zum Verfassen von Terminusdefinitionen und zu deren Anforderungen zu überblicken; 2) die Definitionen spezifischer Termini eines ausgewählten Fachgebiets zu untersuchen und ihre Strukturmodelle herauszuarbeiten. Untersucht wird eines der jüngsten gedruckten erläuternden Terminologiewörterbücher – das 2021 veröffentlichte Aiškinamasis geografijos terminų žodynas. Es ist „das erste systematische Wörterbuch von solchem Umfang mit Termini aus verschiedenen Bereichen der Geografie, das in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache erstellt wurde“ (AGTŽ 2021: 7). Es enthält 3405 der wichtigsten und am häufigsten verwendeten Termini der allgemeinen,

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physischen und Humangeografie sowie der Landschaftsgeografie und Landschaftsplanung, der Kartografie und Geoinformatik. Ein besonderes Merkmal dieser Veröffentlichung ist, dass die Terminusbeschreibungen in einer Tabelle dargestellt werden, die „aus 10 semantischen Spalten zur Präsentation der Termini besteht: laufende Nummer im Unterabschnitt, Oberbegriff, (Unter-)Begriff, Abkürzung, Definition, Synonyme, nicht zu verwendende Termini, englische Entsprechung, russische Entsprechung und deutsche Entsprechung“ (AGTŽ 2021: 11). Als Untersuchungsgegenstand wurden nach dem Zufallsprinzip 648 Definitionen spezifischer Termini ausgewählt, die von den Wörterbuchverfassern den Terminusgruppen der gamtinės und visuomeninės geografijos zugeordnet wurden. Es wird erwartet, dass dieser Stichprobenumfang Schlussfolgerungen zu Strukturmodellen der Definitionen spezifischer Termini ermöglicht und dabei hilft, die charakteristischsten Merkmale der Definitionen zu bestimmen. Neben Definitionen spezifischer Termini führen die Wörterbuchautoren auch Definitionen von Oberbegriffen an, die aufgrund des begrenzten Umfangs in diesem Artikel nicht untersucht werden. Die Analyse dieser Definitionen ist jedoch ein interessantes und bislang wenig erforschtes Thema, das eine eigene Untersuchung erfordert. Hinzuzufügen ist, dass das zur Analyse ausgewählte Aiškinamasis geografijos terminų žodynas von Fachleuten mit Kenntnissen auf ihrem Gebiet redigiert, von einem Terminologen geprüft und im Unterausschuss Terminologie der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache beraten wurde. All dies lässt darauf schließen, dass die geografische Terminologie normiert ist und die im Wörterbuch enthaltenen Definitionen der Termini den an sie gestellten terminologischen Anforderungen entsprechen. Das Untersuchungsmaterial wird somit zeigen, nach welchen Prinzipien Terminusdefinitionen formuliert werden, und zugleich methodisch nützliche strukturelle Aspekte bestimmter Terminusdefinitionen aufdecken.

Beim Verfassen des Artikels wird die analytisch-deskriptive Methode angewandt, die es ermöglicht, den Untersuchungsgegenstand – die Definitionen spezifischer Termini im Wörterbuch – nicht nur zu beschreiben, sondern ihn auch anhand theoretischer terminologischer Literatur eingehend zu untersuchen. Ferner kommt die Vergleichsmethode zum Einsatz, die den Vergleich sowohl der ausgewählten Definitionen als auch der Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftler ermöglicht. Ergänzend wird die Berechnungsmethode herangezogen, mit der sich die gewonnenen Daten grafisch darstellen und die Schlussfolgerungen begründen lassen sowie bestimmte Besonderheiten des Untersuchungsgegenstands aufzeigen lassen.

ZU TERMINUSDEFINITIONEN

Termini bilden die Grundlage jeder Wissenschaft. Ihre terminologische Bedeutung wird durch Definitionen, also Begriffsbestimmungen, angegeben. Die Definition eines Terminus ist, wie Regina Kvašytė schreibt, „eine ausführliche verbale Beschreibung, die die Semen des Kerns der t e r m i n o l o g i s c h e n B e d e u t u n g1 widerspiegelt und den Inhalt des Begriffs bestimmt, durch den auf einer bestimmten Abstraktionsebene die wesentlichen Merkmale offengelegt werden, die ihn von benachbarten Begriffen unterscheiden“ (Kvašytė 2005: 13).

1 Hier und im Folgenden Hervorhebung durch die Wörterbuchautorin R. Kvašytė.

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Mit anderen Worten: In der Definition eines Fachbegriffs muss der Begriffsinhalt offengelegt werden, der die Gesamtheit der Merkmale des definierten Gegenstands oder Phänomens umfasst. Kristina Rickevičiūtė zufolge „verfolgt die Definition eines Begriffs zwei Ziele: 1) Die angegebenen Merkmale müssen dazu beitragen, den Gegenstand des definierten Begriffs von anderen Gegenständen derselben Gattung zu unterscheiden, und 2) die in der definierenden Aussage angegebenen Merkmale müssen so ausgewählt und gruppiert werden, dass die Definition das Wesen des Gegenstands des definierten Begriffs und dessen historische Entwicklung aufzeigt“ (Rickevičiūtė 1960: 149). Klaus-Dirk Schmitz weist darauf hin, dass „Definitionen am besten mit anderen Begriffen verknüpft sind und die charakteristischen Eigenschaften des definierten Begriffs benennen. Auf der Grundlage von Definitionen und Begriffseigenschaften lassen sich Begriffe miteinander verknüpfen und zu Systemen zusammenfassen, die das Wissen eines bestimmten Fachgebiets oder Teilgebiets widerspiegeln“ (Schmitz 2015: 25). Auch die neueste internationale Norm ISO 704 Terminology work – Principles and methods aus dem Jahr 2022 betont im Wesentlichen dieselben Aspekte: Eine Definition muss die wesentlichen Merkmale des definierten Begriffs nennen und ihn dadurch von anderen Begriffen desselben Fachgebiets abgrenzen (ISO 704 2022: 33). Bei der Definition müssen also solche notwendigen und zusätzlichen (sekundären) Merkmale ausgewählt werden, die zeigen, in welcher Beziehung der definierte Begriff zu anderen Begriffen desselben Fachgebiets steht und wodurch er sich von ihnen unterscheidet. Somit ist die Definition eines Begriffs zweifellos eine komplexe logische Handlung, die Fachwissen erfordert; ihr Ergebnis ist die Definition eines Terminus.

Was die litauische Terminologie insgesamt betrifft, so übte im 20. Jahrhundert aufgrund politischer, historischer und anderer Umstände die russische Terminologieschule großen Einfluss auf die litauische Terminologie aus. In der 1973 aus dem Russischen übersetzten Veröffentlichung Terminologinis darbas (Pagrindai ir metodai), die auf den Arbeiten des Ingenieurs Dmitrijus Lotė (1898–1950) und des Komitees für wissenschaftlich-technische Terminologie der Akademie der Wissenschaften der UdSSR basiert, heißt es, dass bei der Offenlegung des Begriffs inhaltliche Aspekte dessen Stellung in der Begriffsklassifikation berücksichtigt werden müsse; deshalb sei eine angemessene Klassifizierung der Begriffe eines Fachgebiets erforderlich. Darüber hinaus werden allgemeine Anforderungen an Definitionen formuliert: Definitionen sollen den Begriffsinhalt präzise festhalten und das Wesen des Begriffs offenlegen, „dürfen den wissenschaftlich-technischen Gedanken nicht einschränken“ (TD 1973: 21), sollen möglichst verbal sein und den Sprachnormen entsprechen; in Definitionen „sollten Begriffe (Termini) verwendet werden, die bereits zuvor definiert wurden oder allgemein bekannt sind“ (TD 1973: 22).

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Leitlinien für die Abfassung von Definitionen finden sich bereits in der inzwischen ungültigen Norm Lietuvos RST 1115–90 Terminologijos principai ir metodai, die 1993 von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Vilnius und des Instituts für Litauische Sprache nach ISO 704–87 erstellt und an die litauische Sprache angepasst wurde. Darin werden Grundsätze für die Abfassung von Definitionen dargelegt: „Die zur Formulierung einer Definition2 verwendeten Begriffe müssen durch Termini bezeichnet werden, die entweder in diesem System bereits gebräuchlich oder allgemein bekannt sind. In jedem Fall muss sich die Fachperson, die die Definition formuliert, davon überzeugt haben, dass die Termini für alle verständlich sind“ (Lietuvos RST 1115–90: 7). Die Norm nennt außerdem Regeln, die bei der Abfassung von Definitionen zu beachten sind. Zunächst wird eine der wesentlichen Anforderungen genannt: „Definitionen müssen die wesentlichen Merkmale des Begriffs widerspiegeln“ (Lietuvos RST 1115–90: 8). Die zweite Anforderung lautet: „Die Definition muss alle wesentlichen Merkmale enthalten, die der unmittelbaren Identifizierung des Begriffs in einem konkreten Begriffssystem dienen. Die unterscheidenden Merkmale sind dem jeweiligen Begriffssystem zu entnehmen“ (Lietuvos RST 1115–90: 8). Ein dritter wichtiger Punkt ist die Systematik der Definitionen: „Die Definition muss die Merkmale des Begriffs und die systematischen Beziehungen zwischen Begriffen auf folgende Weise widerspiegeln: 1) durch Angabe der wesentlichen Merkmale des übergeordneten Begriffs, auf denen die Beziehungen beruhen; <...>; 2) durch Abgrenzung von koordinierten Begriffen“ (Lietuvos RST 1115–90: 8). Die letzte in der Norm genannte Anforderung ist die Kürze der Definitionen: „In die Definition sind nur die wesentlichen (äußeren und inneren) Merkmale des konkreten Begriffs aufzunehmen. Es ist nicht zweckmäßig, weitere Merkmale, die sich aus diesen Merkmalen ableiten lassen, in die Definition aufzunehmen“ (Lietuvos RST 1115–90: 9). Die neueste, bereits erwähnte internationale Norm ISO 704 Terminology work – Principles and methods betont im Wesentlichen dieselben Anforderungen (ISO 704 2022: 33). Da Terminologienormen wie Terminologiewörterbücher erstellt werden, haben Terminologinnen und Terminologen sowie Autorinnen und Autoren und Redakteurinnen und Redakteure von Terminologiewörterbüchern diese Anforderungen an die Abfassung von Definitionen bei der Beurteilung oder Formulierung von Definitionen stets beachtet und halten sie bis heute im Wesentlichen ein.

In den Allgemeinen Anforderungen an die Erstellung von Terminologiewörterbüchern, die durch den protokollarischen Beschluss der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache vom 20. Dezember 2007 (Empfehlung R-4) in der Fassung des protokollarischen Beschlusses Nr. PN-8 vom 3. Dezember 2015 bestätigt wurden, wird erläutert, worauf bei der Abfassung von Definitionen für Terminologiewörterbücher zu achten ist, die im Rahmen der von der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache umgesetzten Sprachprogramme erstellt und nach den Regeln zur Bewertung von Terminologiewörterbüchern beurteilt werden: „In der Definition eines Terminus muss präzise angegeben werden

2 In der Norm wird das Wort Definition im Sinne von „Begriffsbestimmung“ verwendet.

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das Wesen des Begriffs und seine unterscheidenden Merkmale anzugeben (Unwesentliches ist zu vermeiden). Die Definition muss vollständig, aber so kurz wie möglich, sprachlich korrekt und stilistisch flüssig sein. Definitionen von Begriffen, die nach demselben Kriterium unterschieden werden, müssen demselben Modell folgen. Das „Wörterbuch der Gegenwartslitauischen Sprache“ und entsprechende Publikationen in anderen Sprachen können keine Quellen für Terminusdefinitionen sein – sie erläutern lexikalische, nicht terminologische Bedeutungen“ (TŽRBR 2015). Ausführlichere Leitlinien zur Formulierung von Definitionen enthalten diese Anforderungen nicht.

Augustino Ndi-Kimbi zufolge sollten schriftliche Definitionsformen bestimmten Anforderungen entsprechen, die von Terminologen allgemein und auch von Terminografen akzeptiert werden (Ndi-Kimbi 1994: 327). Seiner Auffassung nach haben die antiken griechischen und späteren Philosophen, die Definitionen untersuchten, zwar terminologische Anforderungen nicht berücksichtigt und Fälle, in denen Definitionen außerhalb ihres Fachgebiets verwendet werden, nicht analysiert; die von ihnen angewandten logischen Definitionsmodelle und -regeln eignen sich jedoch nicht immer und entsprechen daher in manchen Fällen nicht den Bedürfnissen der modernen Terminologie. Da es jedoch nur wenige theoretische Überlegungen zu Terminusdefinitionen gibt, muss man in vielen Fällen auf die von Philosophen und Logikern vorgeschlagenen Regeln zur Formulierung von Definitionen zurückgreifen (Ndi-Kimbi 1994: 328).

Wie bereits erwähnt, sind Logik und ihre Gesetze bei der Behandlung von Terminusdefinitionen besonders wichtig. Deshalb gilt in der Logik die Definition in erster Linie als ein logischer Vorgang, durch den die wesentlichen Merkmale des zu definierenden Objekts offengelegt und dieses von anderen Objekten unterschieden wird (Ažubalis 2008: 30, vgl. VLEe3). Es wird angegeben, dass eine Definition aus folgenden Teilen besteht:

1) der zu definierende Ausdruck (lat. definiendum, Dfd) – der Begriff, der definiert wird;

2) der definierende Ausdruck (lat. definiens, Dfn) – die Begriffe, mit denen definiert wird;

3) der verbindende Ausdruck („ist“, „bedeutet“, „wird genannt“, „dasselbe wie“ usw.; an seiner Stelle kann ein Gedankenstrich stehen), der die Beziehung zwischen dem zu definierenden und dem definierenden Ausdruck anzeigt (Plečkaitis 2004: 163; Ažubalis 2008: 30; Eidukienė 2009: 60; Bubelis ir kt. 2012: 116; Valatka 2014: 63). Somit lässt sich die logische Form einer Definition durch folgende Formel ausdrücken:

T ≡ A,

wobei T für den Terminus (den zu definierenden Ausdruck), A für die Definition (den definierenden Ausdruck) und ≡ für das Äquivalenzzeichen (d. h. den verbindenden Ausdruck) steht.

3 Vgl. „Definition, Definiton (lat. definitio), ein logischer Vorgang, durch den Kriterien festgelegt werden, um den untersuchten Gegenstand von anderen Gegenständen zu unterscheiden, indem seine Besonderheit und die Bedeutung des verwendeten oder eingeführten sprachlichen Ausdrucks angegeben werden“ (VLEe).

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Den verbindenden Ausdruck finden wir meist in Texten; in Terminologiedatenbanken und erläuternden Terminologiewörterbüchern (sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Form) suchen wir diesen Ausdruck jedoch vergeblich – üblicherweise wird der Terminus angegeben und seine Definition grafisch hervorgehoben (durch eine andere Farbe, eine andere Schriftart usw.); in Datenbanken kann die Definition beispielsweise in einem anderen Datenfeld stehen. Auch im untersuchten Erläuternden Wörterbuch der Geografischen Termini gibt es keinen verbindenden Ausdruck, denn, wie bereits erwähnt, werden die Informationen zu den Terminologieeinträgen in einer Tabelle dargestellt; daher steht auch die Definition in einer eigenen Spalte.

Bruno de Bessé zufolge muss der Vorgang der Begriffsdefinition selbst auf der Analyse von Konzepten (Begriffen) beruhen. Er fügt hinzu, dass Terminologen oder Fachleute, die Termini schaffen, diese Analyse sehr häufig nicht vornehmen, das heißt, Begriffe und ihre Begriffssysteme nicht systematisch analysieren, obwohl sie dies in irgendeiner Form tun sollten – gedanklich oder in schriftlicher Form –, um die schwierigsten Probleme beim Umgang mit den Beziehungen von Begriffen zu anderen Begriffen, bei der Herausarbeitung ihrer Merkmale, ihrer Definition und weitere Probleme bewältigen zu können (De Bessé 1997: 66, 106). Um also einen bestimmten Begriff angemessen zu definieren, das heißt, eine Terminusdefinition zu erstellen, müssen Vorarbeiten geleistet werden.

K. Gaivenis stellt fest, dass die Struktur der Definitionen in erläuternden Terminologiewörterbüchern „vom Inhalt und vom Umfang des durch einen Terminus bezeichneten Begriffs sowie von der Stellung des Terminus im Begriffsklassifikationssystem abhängt“ (Gaivenis 2002: 74). Bei der Analyse von Definitionen in erläuternden Terminologiewörterbüchern kommen wir nicht umhin, den Begriff der terminologischen Bedeutung zu erörtern. Die terminologische Bedeutung ist nicht dasselbe wie die lexikalische, also die Bedeutung eines gewöhnlichen Wortes4, doch sind diese Bedeutungen hinsichtlich ihrer Struktur recht ähnlich, da sie semantische Komponenten miteinander verbindet, die auch Semen genannt werden (Jakaitienė 2010: 57). Die lexikalische Bedeutung ist laut VLEe „der individuelle Teil des Wortinhalts – die durch das Wort vermittelte begriffliche Information über den bezeichneten Gegenstand. Der Wortinhalt umfasst Bedeutungen unterschiedlicher Abstraktionsgrade: eine grammatische Bedeutung (die Wortart, der das Wort angehört), eine allgemeine Bedeutung (die derivationellen oder semantischen Gruppen, zu denen das Wort gehört) und eine individuelle Bedeutung. Zum Beispiel ist das Wort rašytojas ein konkretes Substantiv; seine allgemeine Gruppenbedeutung ist die Bezeichnung eines Handelnden (wie auch andere aus Verben mit dem Suffix –tojas gebildete Substantive denjenigen bezeichnen, der die durch das Grundwort ausgedrückte Handlung ausführt), seine individuelle Bedeutung lautet: ‚eine Person, die Werke der schönen Literatur verfasst‘“. Die lexikalische Bedeutung spiegelt nach K. Gaivenis bei den terminologischen Bedeutungen „das Intensional und einige Aspekte des Implikationalen“ wider

4 Vgl. „Bedeutung, die das Verhältnis des Lautkomplexes, aus dem ein Wort besteht, zu dem durch diesen Komplex bezeichneten Gegenstand, Phänomen oder Begriff offenlegt“ (Kvašytė 2005: 52).

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semas“ (Gaivenis 2002: 17). Terminine reikšmė terminologų suvokiama kaip reikšmė, būdinga žodžiui tam tikros srities terminijoje (Kvašytė 2005: 53). Kitaip tariant, terminine reikšmė siejasi su specialiu, ne visiems žinomu tikrovės objektu (denotatu). Pvz., terminas nuotėkis geografijos specialistų suprantamas kaip vandens apytakos procesas:

Vandens apytakos procesas, kai vanduo teka drenažo srities link. AGTŽ 2021: 122.

In der Hydrogeologie wird der Terminus nuotėkis als Wassermenge beschrieben:

Wassermenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit von einer Flächeneinheit des Festlands abfließt; angegeben als Abfluss, Abflussmodul oder Abflusskoeffizient. EHTŽ 2003.

Vergleichen wir also die Termini der physischen Geografie und der Hydrogeologie, so sehen wir, dass die terminologischen Bedeutungen des Terminus nuotėkis in den verschiedenen Fachgebieten unterschiedlich sind. In beiden Fachgebieten ist der Begriff nuotėkis jedoch mit Wasser verbunden. Wie die erste Definition zeigt, besteht ihr erster Teil aus dem wichtigsten Definitionswort procesas; außerdem wird angegeben, um welche Art von Prozess es sich handelt – um den Wasserkreislauf. Der zweite Teil der Definition beschreibt ein wesentliches Merkmal des Begriffs: Wasser fließt in Richtung des Entwässerungsgebiets. Die in der Hydrogeologie verwendete Definition ist etwas umfassender: Hier ist die logische Dominante, das heißt das zentrale Definitionswort, kiekis; es wird angegeben, dass es sich um eine Wassermenge handelt, und anschließend wird beschrieben, wodurch sich diese Menge auszeichnet: Sie fließt innerhalb einer bestimmten Zeit von einer Flächeneinheit des Festlands ab. Die Definition wird um zusätzliche Informationen erweitert, die sekundäre, mit dem definierten Begriff verbundene Merkmale angeben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die terminologische Bedeutung eines Terminus in jedem Fachgebiet durch die Definition genau abgegrenzt wird. Allerdings ist keineswegs immer klar, wo diese Grenzen liegen sollten und wie sie mit den wesentlichen und unwesentlichen (zusätzlichen) Merkmalen der terminologischen Bedeutung zusammenhängen sollten, die bei der Definition eines bestimmten Begriffs hervorgehoben werden müssen. Als wesentliche Merkmale eines definierten Begriffs können solche Merkmale gelten, von denen jedes notwendig ist und die zusammen hinreichend sind, um den Begriff zu definieren und ihn von anderen Begriffen derselben Kategorie abzugrenzen. Algirdas Ažubalis zufolge sind wesentliche Merkmale eines bestimmten Objekts solche, von denen „jedes für sich notwendig ist und die zusammen ausreichen, um ein bestimmtes Objekt von anderen (auch ähnlichen) Objekten zu unterscheiden“ (Ažubalis 2008: 24). Unwesentliche Merkmale eines Begriffs ergänzen diesen, ohne dass sich sein Inhalt ohne sie ändert. In der Logik unterscheidet man außerdem allgemeine Merkmale, die auch im Zusammenhang mit

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Begriffsdefinitionen von Termini. Allgemeine Merkmale sind „allen Objekten einer bestimmten Gruppe eigen“ (Ažubalis 2008: 24). In Anbetracht des Gesagten ist hinzuzufügen, dass jeder zu definierende Begriff nicht nur ein oder zwei, sondern zahlreiche Merkmale aufweisen kann. Gerade deshalb ist es praktisch unmöglich, sie alle anzugeben; bei der Formulierung einer Definition hält man sich daher an den Grundsatz, nur die wesentlichen Merkmale anzuführen, die den zu definierenden Begriff von anderen Begriffen abgrenzen. Die lexikalische Bedeutung kann zweifellos die Grundlage der terminologischen Bedeutung bilden.

Es kommt vor, dass ein Terminus mehr als eine terminologische Bedeutung hat; daher wird jede seiner Bedeutungen gewöhnlich separat als selbstständige Einheit definiert. Im Erklärenden Wörterbuch geografischer Termini gibt es nicht viele Termini mit mehr als einer Bedeutung. In den Fällen, in denen ein Terminus mehrere Bedeutungen hat, werden diese separat definiert und nummeriert, z. B.:

kolonizacija

1. Die Eroberung eines anderen Landes oder Territoriums und dessen Umwandlung in eine Kolonie.

2. Die massenhafte Umsiedlung von Menschen in andere Länder und Territorien. AGTŽ 2021: 208.

Wie das Beispiel zeigt, hat der Terminus kolonizacija zwei terminologische Bedeutungen: Die erste ist mit der Eroberung eines Landes oder Territoriums verbunden, die zweite mit der massenhaften Umsiedlung. Alvydas Umbrasas weist darauf hin, dass „[D]ie Computerisierung von Wörterbüchern und die Eingabe in Terminologiedatenbanken dazu anregen, jede Bedeutung eigenständiger zu definieren“ (Umbrasas 2008: 222). Bei der Durchsicht der ausgewählten geografischen Termini zeigt sich, dass mehrdeutige Termini, d. h. Termini mit zwei oder mehr Bedeutungen (der im geografischen Wörterbuch angeführte Terminus europeizacija (AGTŽ 2021: 280) hat sogar 4 Bedeutungen; 5 Termini (sėklius, metropolis, miestas, geografinė kultūra ir tauta) haben jeweils 3 Bedeutungen), etwa 2,3 Prozent ausmachen. Dieser Anteil ist somit gering im Vergleich zu den Termini mit einer Bedeutung (97,7 Prozent). Es sei daran erinnert, dass Mehrdeutigkeit traditionell als semantisches Phänomen zu den Hauptproblemen der Terminologie zählt und man den Grundsatz verfolgt: ein Terminus für einen bestimmten Fachbereich – eine Bedeutung, um Mehrdeutigkeit zu vermeiden5. Wie sich zeigt, wird die Eindeutigkeit als eine der an Termini gestellten Anforderungen im untersuchten Erklärenden Wörterbuch geografischer Termini im Wesentlichen gewahrt.

Doch zurück zur Struktur der Terminusdefinitionen: In der Terminologie und ebenso in der Terminografie ist die Definition eines Terminus das Wichtigste

5 Palmira Zemlevičiūtė behandelt in ihrem Artikel Zur Mehrdeutigkeit medizinischer Termini im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ausführlich den Begriff der Mehrdeutigkeit in der Terminologie und der medizinischen Fachterminologie (Zemlevičiūtė 2020: 98–131).

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… ein Mittel, das dazu beiträgt, das Wesen eines Begriffs klar, präzise und logisch zu beschreiben; anders gesagt: Eine Definition hilft, den Begriff mit dem ihn repräsentierenden Terminus zu verknüpfen. Schwierigkeiten ergeben sich daraus, dass es keine einzige Definitionsform, keinen einzigen Definitionstyp und kein einziges Modell der Definitionsstruktur gibt, das für Begriffe aller Typen geeignet wäre. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass all dies auch davon abhängt, welche Art von Definition erstellt werden soll – eine Termini-Definition muss anders formuliert werden als eine enzyklopädische Definition und wiederum anders als die Definition eines einfachen Wortes.

Im erläuternden Wörterbuch geografischer Termini werden die Termini inhaltlich in zwei Gruppen unterteilt: Gattungs- und Arttermini. Die Berechnungen ergaben, dass im Wörterbuch mit Abstand am häufigsten Gattungstermini definiert werden – 71 Prozent; deutlich weniger, nämlich nur 29 Prozent, sind Arttermini. Als Gattungsterminus gilt ein Terminus, der einen Begriff mit allgemeinerer Bedeutung, d. h. einen Gattungsbegriff, bezeichnet, als Artterminus ein Terminus, der einen konkreteren, d. h. einen Artbegriff, bezeichnet (Kvašytė 2005: 67, 69). Auf eine genauere Analyse der Gattungs- und Arttermini wird aufgrund des begrenzten Umfangs des Artikels verzichtet.

BESONDERHEITEN DER DEFINITIONEN VON ARTTERMINI

Arttermini sind ihrer Form nach zusammengesetzt. Im erläuternden Wörterbuch geografischer Termini werden vor allem zweigliedrige Arttermini definiert (50 Prozent), deutlich weniger dreigliedrige (37 Prozent) und nur 13 Prozent mehrgliedrige Termini mit vier oder mehr Wörtern. Die Untersuchung der Definitionen von 648 geografischen Arttermini zeigt, dass bei ihrer Erstellung das Prinzip der Systemhaftigkeit beachtet wird: In der Regel wird das artbestimmende Glied bzw. werden die artbestimmenden Glieder des zusammengesetzten Terminus erläutert, während der als logische Dominante der Definition fungierende Gattungsterminus (der ein- oder mehrgliedrig sein kann) im Wörterbuch gesondert definiert wird. Es sei darauf hingewiesen, dass der im Artikel verwendete Terminus logische Dominante, den der Terminologe K. Gaivenis verwendete (Gaivenis 2004: 106), als das grundlegende, wichtigste Wort oder die wichtigste Wortverbindung einer Definition verstanden wird, mit der die Definition beginnt. Bei der Definition eines zweigliedrigen Terminus stimmt die logische Dominante gewöhnlich mit dessen Grundglied überein, d. h. mit dem Glied, das den Gattungsbegriff bezeichnet. Wird hingegen ein zusammengesetzter Terminus mit mehr als zwei Gliedern definiert, ist die logische Dominante eine Wortverbindung, die mit einem zusammengesetzten Terminus aus zwei oder mehr Gliedern übereinstimmt.

Es wurde festgestellt, dass die meisten Definitionen von Arttermini (81,5 Prozent, siehe Abb. 1) nach folgendem Modell aufgebaut sind:

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Rūšinių geografijos terminų apibrėžčių struktūros ypatumai

Modell I

AT = LD + EM,

wobei AT für Artterminus, LD für logische Dominante und EM für essentielles unterscheidendes Merkmal bzw. essentielle unterscheidende Merkmale des definierten Begriffs steht.

Zum Beispiel:

Frontniederschläge

Niederschläge, die beim Durchzug einer Warm-, Kalt- oder Okklusionsfront fallen. AGTŽ 2021: 92.

Äquivalenttemperatur der Luft

Die Lufttemperatur, die ein Luftvolumen erreichen würde, wenn der gesamte darin enthaltene Wasserdampf zu Wassertröpfchen kondensierte. AGTŽ 2021: 96.

Wie aus den Definitionen ersichtlich ist, beginnen sie mit den logischen Dominanten Niederschläge und Lufttemperatur; anschließend werden die artbestimmenden Glieder der zusammengesetzten Termini erläutert: Front- und Äquivalent-. Die Verfasser des Wörterbuchs betrachten diese logischen Dominanten als Gattungstermini und definieren sie im Wörterbuch gesondert:

Niederschläge

Produkte der Kondensation von Wasserdampf in der Atmosphäre, die in flüssigem oder festem Zustand auf die Erdoberfläche fallen. AGTŽ 2021: 92.

Lufttemperatur

Temperatur, angezeigt von einem Thermometer in der Luft, auf das keine direkten Sonnenstrahlen fallen. In der Meteorologie wird die Temperatur in Grad Celsius (°C) angegeben, die absolute Temperatur dagegen in Kelvin (K). AGTŽ 2021: 96.

Somit beginnen die meisten Definitionen von spezifischen Termini im Erklärenden Wörterbuch der geografischen Termini mit einer logischen Dominante (ein- oder mehrgliedrig). Wie bereits erwähnt, ist die logische Dominante im Wörterbuch bereits definiert, d. h. ihre Definition findet sich bei den Definitionen verwandter Termini. Auf die logische Dominante folgt üblicherweise ein Komma; danach werden die wesentlichen Merkmale erläutert, die den spezifischen Bestandteil oder die spezifischen Bestandteile des definierten Terminus erklären.

Dieses Definitionsmodell für spezifische Termini in einem erklärenden Wörterbuch entspricht im Wesentlichen dem verbreitetsten Typ von Termdefinitionen – der intensionalen Definition. Als intensionale Definition gilt eine Definition, die „den nächsthöheren bereits definierten oder allgemein bekannten Gattungsbegriff sowie die Merkmale angibt, die die Artunterschiede des Begriffs kennzeichnen“ (Kvašytė 2005: 13; vgl. Gaivenis 2002: 30; Löckinger, Kockaert, Budin 2015). K. Gaivenis zufolge,

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„[I]ntensionale Definitionen sind meist klassische Definitionen definitio per genus proximum et differentiam specificam. In diesen Definitionen kann der Artunterschied durch nicht nur ein, sondern mehrere Merkmale ausgedrückt werden. Das liegt daran, dass es Fälle gibt, in denen sich jenes eine Merkmal nicht finden lässt, das den zu definierenden Gegenstand von allen anderen Gegenständen unterscheidet und seinen Inhalt im Wesentlichen erschließt“ (Gaivenis 2002: 30). In der Logik wird die vom Terminologen erwähnte klassische Definition, gestützt auf das Verhältnis zwischen Gattungs- und Artbegriffen, auch als Definition durch die nächsthöhere Gattung und den Artunterschied bezeichnet. Die intensionale Definition ist der in der Terminologie am weitesten verbreitete Typ der Termdefinition. Offenbar wird sie genau deshalb in einigen Arbeiten terminologische Definition genannt (Pavel, Nolet 2001: 24). Die internationale Norm ISO 704 Terminology work – Principles and methods aus dem Jahr 2022 besagt, dass intensionale Definitionen sich am besten zur Definition von Termini eignen und am häufigsten verwendet werden sollten, da sie die Merkmale des definierten Begriffs innerhalb des Begriffssystems am deutlichsten erschließen (ISO 704 2022: 33). Somit gilt die intensionale Definition als die Standarddefinition der Terminologie. K. Gaivenis bezeichnet solche Definitionen auch als vollständige Definitionen (Gaivenis 2004: 105) und erklärt, dass „[D]efinitionen dieses Typs zwei Erkenntnisaufgaben erfüllen: a) Sie legen die wesentlichen Merkmale des definierten terminologischen Designats offen; b) sie grenzen das definierte Designat von benachbarten Designaten ab“ (Gaivenis 2004: 105).

Die Struktur des zweiten Definitionsmodells für spezifische Termini ist etwas anders, denn am Anfang werden das wesentliche Merkmal oder die wesentlichen Merkmale des zu definierenden Begriffs genannt, während die logische Dominante ans Ende der Definition rückt. Schematisch ließe sich eine solche Definition folgendermaßen darstellen:

Modell II

RT = EP + LD,

Dabei steht RT für den spezifischen Terminus, EP für das wesentliche unterscheidende Merkmal bzw. die wesentlichen unterscheidenden Merkmale des zu definierenden Begriffs und LD für die logische Dominante.

Dieses Definitionsmodell lässt sich anhand des Beispiels des spezifischen Terminus Nichtfamilienhaushalt veranschaulichen:

nešeiminis namų ūkis

Giminystės ryšiais nesusijusių asmenų grupės namų ūkis. AGTŽ 2021: 178.

Aus der Definition geht hervor, dass sie den Nebenbestandteil des dreigliedrigen Terminus Nichtfamilien- erläutert, während die logische Dominante Haushalt, die im Wörterbuch separat definiert wird, erst am Ende der Definition genannt wird. Die spezifischen Termini dieses Modells

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Definitionen dieser Art machen im Untersuchungsmaterial lediglich etwa 2,1% (siehe Abb. 1) aller Definitionen von Artbegriffen aus. Solche Definitionen lassen sich ohne Weiteres in Definitionen des ersten Modells umformen. Das kennzeichnende Merkmal dieses Definitionsmodells ist seine Kürze. Die Definitionen bestehen aus einem einzigen, kurzen Satz. Somit erfüllen die Definitionen dieses Modells eine der wichtigen, von Terminologen hervorgehobenen Anforderungen, die zu Beginn des Artikels genannt wurden.

Ein weiteres Modell für Definitionen von Artbegriffen ist als Untertyp des ersten Modells anzusehen. Es lässt sich durch folgendes Schema darstellen:

Modell III

RT = PLD + EP,

wobei RT für Artbegriff, PLD für die logische Dominante und das ihr vorausgehende und sie ergänzende Merkmal steht, EP für das/die wesentliche(n) unterscheidende(n) Merkmal(e) des zu definierenden Begriffs.

Zum Beispiel wird der Begriff Okklusionsfront (siehe das Beispiel unten) mit dem im Wörterbuch bereits definierten Gattungsbegriff Atmosphärenfront erläutert, der durch zusätzliche Informationen (üblicherweise mit ein oder zwei Wörtern ausgedrückt) ergänzt wird; nach dem Komma wird beschrieben, warum die Atmosphärenfront okkludiert ist, d. h. im zweiten Teil der Definition werden die Eigenschaften dieser Atmosphärenfront angegeben (sie weist Eigenschaften einer Kalt- und einer Warmfront auf); mit anderen Worten: Es wird erläutert, wodurch sie sich von anderen Artbegriffen unterscheidet, deren logische Dominante Atmosphärenfront ist, etwa sekundäre Atmosphärenfront, arktische Atmosphärenfront, polare Atmosphärenfront, stationäre Atmosphärenfront, Kaltfront, Warmfront und obere Atmosphärenfront, die in der untersuchten Quelle aufgeführt sind:

Okklusionsfront

Eine zusammengesetzte Atmosphärenfront, die Eigenschaften einer Kalt- und einer Warmfront aufweist und in höheren Troposphärenschichten einem Wärmerücken entspricht. <…>. AGTŽ 2021: 82.

Bei näherer Betrachtung der besprochenen Definition lässt sich feststellen, dass das Merkmal zusammengesetzt „aus Teilen zusammengesetzt, gebildet“ (DLKŽe) vor dem Gattungsbegriff Atmosphärenfront wahrscheinlich deshalb steht, weil die Okklusionsfront Eigenschaften zweier Fronten – sowohl der Kalt- als auch der Warmfront – aufweist. Würde die Definition des Begriffs Okklusionsfront mit der logischen Dominante Atmosphärenfront beginnen, ohne das Wort zusammengesetzt, wäre die Definition offenbar ebenfalls verständlich und würde die wesentlichen Merkmale des zu definierenden Begriffs offenlegen.

Definitionen des besprochenen Typs machen in der untersuchten Definitionsstichprobe mehr als ein Zehntel aller Definitionen von Artbegriffen aus (11,9%, siehe Abb. 1).

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Sie sind also nicht häufig, lassen sich jedoch sehr leicht in Definitionen des ersten Modells umformen. Vgl. ferner:

bipolarer Areal

Ein geteiltes Areal, in dem dieselbe Art in den mittleren Breiten der Nord- und Südhalbkugel verbreitet ist, in der tropischen Zone jedoch nicht vorkommt. AGTŽ 2021: 136.

Wie im Fall der Definition des Terminus Okklusionsfront beginnt die Definition des zweiteiligen Terminus bipolarer Areal mit der logischen Dominante, die durch den Gattungsbegriff (Areal) ausgedrückt wird, und vor ihr wird ein bestimmtes Merkmal der Dominante angegeben (geteilt). Anschließend wird nach der logischen Dominante dargelegt, warum das Areal als bipolar bezeichnet wird, d. h., es werden die wesentlichen Merkmale des definierten Objekts angegeben (in den mittleren Breiten der Nord- und Südhalbkugel verbreitet, in der tropischen Zone nicht vorhanden).

Ein weiteres – das vierte – Modell für Definitionen von Artbegriffen ist im Wesentlichen ebenso zweiteilig wie die zuvor behandelten Modelle. Es unterscheidet sich jedoch von den anderen dadurch, dass die Definition mit einer bereits bestimmten logischen Dominante beginnt, d. h. mit einem Gattungsbegriff, der durch ein Verhältnis anzeigendes oder dieses präzisierendes Wort ergänzt wird, z. B.:

Allgemeine Geomorphologie

Ein Teilgebiet der Geomorphologie, das die allgemeinen Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten der Entstehung von Reliefformen und ihren Komplexen sowie deren globale Verbreitung und Evolution untersucht. AGTŽ 2021: 38.

Wie aus der Definition des Mehrwortterminus Allgemeine Geomorphologie hervorgeht, beginnt auch sie mit der durch die Wortverbindung Teilgebiet der Geomorphologie ausgedrückten logischen Dominante. Ihr erstes Wort, Geomorphologie, wird im Wörterbuch gesondert als Gattungsbegriff definiert, während das Wort Teilgebiet diesen Gattungsbegriff ergänzt. Nach der logischen Dominante steht ein Komma, gefolgt von den unterscheidenden Merkmalen des Artbegriffs. Dieses Modell der Definitionsstruktur lässt sich mit folgendem Schema darstellen:

IV. Modell

RT = LDS + EP,

wobei RT für den Artbegriff, LDS für die logische Dominante mit einem Relationswort und EP für das wesentliche unterscheidende Merkmal (die wesentlichen unterscheidenden Merkmale) des zu definierenden Begriffs steht.

Das besprochene Definitionsmodell stimmt also, wie bereits erwähnt, in seiner Struktur mit den häufigsten Definitionen des ersten Modells überein; bei der Betrachtung der formalen Ausdrucksweise der Definitionen zeigt sich jedoch ein Unterschied zu den Definitionen des ersten Modells. Das vierte Definitionsmodell ist nicht häufig; im untersuchten Material fanden sich nur 3,1% (siehe Abb. 1) Definitionen von Artbegriffen dieses Modells.

Das fünfte Modell der Definitionen von Artbegriffen, das im Erklärenden Wörterbuch geografischer Termini gefunden wurde, ist sehr selten (1,4%, siehe Abb. 1). Dieses Modell sieht folgendermaßen aus:

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V. Modell

RT = PRTDA + EP,

wobei RT für den Artbegriff, PRTDA für die Beschreibung des Hauptbestandteils des Artbegriffs und EP für das wesentliche unterscheidende Merkmal (die wesentlichen unterscheidenden Merkmale) des zu definierenden Begriffs steht.

Diese Definitionen unterscheiden sich von den übrigen dadurch, dass sie keine im Wörterbuch definierte logische Dominante haben. Solche Definitionen beginnen mit einer kurzen Beschreibung des Hauptbestandteils des Artbegriffs; nach dem Komma werden die wesentlichen unterscheidenden Merkmale des zu definierenden Begriffs angegeben. Vergleichen wir die Definitionen zweier Artbegriffe:

orografischer Zyklon

Ein Gebiet mit niedrigem Luftdruck, das auf der Leeseite eines Gebirgszugs entsteht – die Berge halten die Luftströmung auf. <...>. AGTŽ 2021: 86

ir

tropischer Zyklon

Ein Tiefdruckwirbel der Atmosphäre, der durch eine Zone stürmischer Winde an seiner Peripherie gekennzeichnet ist und sich über den Meeresgebieten des Tropengürtels bildet (deren Tpav ≥ 26 °C). AGTŽ 2021: 86.

Im Erklärenden Wörterbuch geografischer Termini wird der Begriff Zyklon, der ein Gattungsbegriff ist, gesondert definiert:

Zyklon

1. Ein Tiefdruckwirbel der Atmosphäre (mit dem niedrigsten Druck im Zentrum), in dem die Luft auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn um das Zentrum zirkuliert. 2. Ein Gebiet mit niedrigerem Atmosphärendruck als in den umliegenden Regionen, das auf Wetter- und Klimakarten ausgewiesen wird. AGTŽ 2021: 86.

Wie aus der Definition hervorgeht, werden im Wörterbuch zwei Bedeutungen des Terminus ciklonas angegeben. Der spezifische Terminus orografinis ciklonas ist mit der zweiten Bedeutung von ciklono („ein Gebiet mit geringerem atmosphärischem Druck als die umliegenden Regionen“) verbunden, atogrąžų ciklonas dagegen mit der ersten Bedeutung („ein atmosphärischer Wirbel niedrigen Drucks“). Sowohl Terminologen als auch Terminographen vertreten üblicherweise die Auffassung, dass in spezifischen Termini bereits definierte übergeordnete Termini nicht erneut erklärt werden sollten; am wichtigsten ist es, die wesentlichen unterscheidenden Merkmale des zu definierenden Begriffs darzulegen und gegebenenfalls zu erläutern, wie diese Merkmale zustande kommen usw. Das hier betrachtete fünfte Definitionsmodell tritt jedoch, wie wir sehen, in Fällen auf, in denen um der Klarheit und Präzision willen Mehrdeutigkeit vermieden werden soll. In der untersuchten Quelle gibt es nicht viele solcher Fälle, denn, wie bereits erwähnt, gibt es nur sehr wenige Termini mit zwei oder

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Abb. 1. Häufigkeit der Definitionsmodelle spezifischer Termini (in%)

mehr Bedeutungen. Alle nach diesem Modell definierten Termini sind zweigliedrig.

Wie die durchgeführte Untersuchung zeigt, werden im Erklärenden Wörterbuch der geografischen Termini spezifische Termini nach fünf Modellen definiert (siehe Abb. 1). Man kann feststellen, dass in der systematisierten und normierten geographischen Terminologie klassische Definitionen vorherrschen, die auch als definitio per genus proximum et differentiam specificam bezeichnet werden. In diesen Definitionen werden über Gattung und spezifischen Unterschied neben der Gattung (dem Gattungsbegriff) die spezifischen Unterschiede, das heißt das, was in diesem Artikel unterscheidende Merkmale genannt wird, dargelegt. Wie wir anhand der Beispiele gesehen haben, helfen diese Merkmale, den zu definierenden Begriff als Art (spezifischen Terminus) zu charakterisieren und ihn von allen anderen passenden Begriffen derselben Kategorie abzugrenzen. Die Bestimmung des spezifischen Unterschieds ist eine der wesentlichen Handlungen, um den zu definierenden Begriff präzise zu definieren und von anderen abzugrenzen. Gerade deshalb wird die Auffassung vertreten, dass es für ein und denselben Begriff nicht unbedingt nur eine Definition geben muss; es kann so viele Definitionen geben, wie wichtige Merkmale unterschieden werden und welche dies sind. Daher können „nicht nur eine, sondern auch mehrere Definitionen von Termini richtig sein“ (Gaivenis 2002: 19). Die Wahl eines vorherrschenden Definitionsmodells für spezifische Termini zeigt, dass Definitionen nach dem Analogieverfahren verfasst werden. Eine solche Standardisierung der Definitionen hängt offenbar mit den Anforderungen an erklärende Terminologiewörterbücher zusammen.

Zu den wichtigen Anforderungen an Definitionen zählen Kürze und logische Schlüssigkeit, die nicht nur von Terminologen, sondern auch von Logikern genannt und zudem in der neuesten ISO-Norm 704 festgehalten werden. Im Idealfall sollte die Definition eines Terminus also in einem Satz formuliert sein (Ndi-Kimbi 1994: 334), doch diese

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Anforderung lässt sich nicht immer erfüllen. Ein Überblick über die Definitionen spezifischer Termini zeigt, dass etwa 77% aller Definitionen aus einem Satz bestehen; die übrigen sind mehrsätzige Definitionen. Sehr kurze Definitionen gibt es nur vereinzelt; vorherrschend sind längere Sätze, in denen Satzteile durch Kommas oder sogar Semikolons voneinander getrennt werden. In solchen Definitionen werden wesentliche oder zusätzliche Merkmale beschrieben, die zur Bestimmung des Begriffs erforderlich sind. Zwar könnte man meinen, je länger eine Definition sei, desto präziser und vollständiger sei sie; dies sollte jedoch nicht in allen Fällen angenommen werden, denn zur Darlegung der terminologischen Bedeutung eines spezifischen Terminus genügt es, das unterscheidende Merkmal bzw. die unterscheidenden Merkmale und/oder das wichtigste Merkmal bzw. die wichtigsten Merkmale des Begriffs zu benennen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Definition eines Begriffs in einem beliebigen Fachgebiet ist eine komplexe logische Handlung, die Fachkenntnisse erfordert; ihr Ergebnis ist die Definition eines Terminus. Um einen Begriff angemessen zu definieren, das heißt eine Termdefinition zu erstellen, müssen vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden. In erklärenden Terminologiewörterbüchern ist eine Definition als Ergebnis einer konstruktiven Übereinkunft der Wörterbuchautoren anzusehen. Durch die Definition wird ein Begriff von anderen Begriffen abgegrenzt, werden die Grenzen seiner terminologischen Bedeutung festgelegt, die konzeptuellen Beziehungen des den Begriff bezeichnenden Terminus zu anderen Termini erfasst usw. Die Struktur der Definition eines Terminus hängt vom Inhalt und Umfang des damit bezeichneten Begriffs sowie von der Stellung des Terminus im Begriffsklassifikationssystem ab.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Definitionen spezifischer Termini im Erklärenden Wörterbuch der geografischen Termini nach fünf Modellen erstellt werden. Das häufigste Definitionsmodell für einen spezifischen Terminus besteht darin, die logische Dominante zu benennen, die durch einen bereits im Wörterbuch definierten einfachen oder zusammengesetzten Terminus ausgedrückt wird, und anschließend nach einem Komma die wesentlichen Merkmale des zu definierenden Begriffs darzulegen, die das spezifische Element bzw. die spezifischen Elemente des Terminus erläutern. Die übrigen vier Definitionsmodelle für spezifische Termini sind weniger produktiv; einige lassen sich ohne Schwierigkeiten in Definitionen des ersten Modells umwandeln.

Die Einheitlichkeit und damit auch der Zusammenhang der Definitionen spezifischer Termini im Erklärenden Wörterbuch der geografischen Termini wird durch das relativ klare hierarchische System der Wörterbuchtermini sowie die konsequente Arbeit von Fachleuten und Terminologen gewährleistet.

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PECULIARITIES IN THE STRUCTURE OF DEFINITIONS OF SPECIFIC TERMS OF GEOGRAPHY

Summary

In the field of terminology professionals focus on creating precise definitions of one-word or compound terms. They aim to ensure that these definitions meet specific criteria, including having the extension of concept, also definition must be unambiguous, clear, and non-tautological, must accord with other definitions in the concept system, and must avoid being overly narrow or broad.

This article aims – to identify the characteristics of the structure of definitions of specific terms in the geosciences. To accomplish this goal, the following tasks have been established: 1) to examine insights from both Lithuanian and foreign authors regarding the formulation and criteria for term definitions; and 2) to investigate the definitions of specific terms and ascertain their structural models. Aiškinamasis geografijos terminų žodynas (Explanatory Dictionary of Geographical Terms), published in 2021, is selected for this study.

It is investigated, that five different definitions’ models of specific terms are used in Aiškinamasis geografijos terminų žodynas. The most common model of definition of specific terms is such model, when at the beginning of definition is told logical dominant and after comma the essential attributes of definition are indicated. This logical dominant is defined as a general term in the dictionary. The other four models of definition of specific terms are less productive, some of them can be readily transformed into the most common model of definition.

The clear hierarchical system of terms in Aiškinamasis geografijos terminų žodynas and consistent work of specialists and terminologists determines the uniformity of definitions of specific terms.

Gauta 2024-07-05

Aušra Rimkutė-Ganusauskienė

Lietuvių kalbos institutas

P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius

E. paštas [email protected]

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