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PASTABOS

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Die Suche muss weitergehen, und die Konfrontation von Gedanken und Konzepten wird zweifellos irgendwann die Formulierung einer besseren Theorie syntaktischer Beziehungen ermöglichen als der von SRT formulierten.

Axel Holvoet Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, 10308 Vilnius, Lietuva

Eingegangen 2005 05 13

KLEINIGKEIT 7

Seit Langem wissen wir und wurden wir gelehrt, dass das Allophon ŋ des Sonanten n nur vor k’ palatalisiert ist (dies wurde von Prof. Aleksas Girdenis untersucht (Kalbotyra 48–49 (1), S. 165–167), vom Verfasser dieser Zeilen im Lietuvių kalbos tarties žodyne (2001) dargelegt; so wird überall in Lietuva ausgesprochen (einige Süd-Aukštaitier, sogenannte Dzūken, ersetzen es unter slawischem Einfluss durch n).

Dabar žurnale Lituanistica (2004, 4 (20)) pasirodė (po Vilniaus pedagoginio universiteto mokslininkų darbų) Arimanto Raškinio, Gailiaus Raškinio, Astos Kazlauskienės straipsnis „Lietuvių bendrinės šnekamosios kalbos garsų fondo kūrimo principai“ (p. 53–62). Jame teigiama, turbūt pagal prof. Antaną Pakerį (kaip rodo prof. A. Girdenio minimas straipsnis), kad bendrinėje kalboje turi būti tariama aŋ’ks’t’i, taŋ’km’ė, aŋ’kš’t’is (p. 56), o paprastai visur lietuvių tariama aŋks’t’i, taŋkm’ė, a.ŋkš’t’is ir pan. Tai neįtikinamas siūlymas ir neigiamas dalykas (gal tame straipsnyje nereikėjo keisti ir daiktavardžių su priesaga -ybė priegaidės – tikimybė (p. 61) = tikimybė).

Über die Schüler kommt die Unwahrheit von der VPU auch zum LKI: In der wichtigen Publikation Lietuvių kalbos tarmių chrestomatija (2004) steht luŋ’.kt’ „biegen“ (Schirwintisch) (S. 162), aŋ’k’š’č’au (Pākražantis) (S. 215), deŋ’.kt’ (S. 18 – theoretischer Teil). Man stellt sich sogar gegen den Berater des Buches, Prof. habil. Dr. A. Girdenis! Es gibt sogar bė’kt’ (S. 62). Und das bei den Šiauliaiern …

KLEINIGKEIT 8

Im Norden Samogitiens (alle Dounininkai, die nördlichen Dūnininkai, sogenannte Varniškiai, sowie die nördlichen Donininkai – nördlich von Saūgai) wird der Akzent von allen kurzen und zirkumflexen Endungen auf den Wortanfang zurückgezogen (allgemeiner Akzentrückzug). In diesen Mundarten kann es auch vorkommen, dass der Akzent auf die Präposition eines flektierten Wortes fällt (darauf hat Jonas Jablonskis bei der Redaktion des Wörterbuchs von Antanas Juška hingewiesen). Im dritten Band der Lietuvių kalbotyros klausimų (1960) (S. 62–63) steht dazu, dass dies in Samogitien – in den Mundarten von Kuršėnai, Papilė, Kaunatava, Raudėnai und anderen – vorkommt; ähnliche Erscheinungen wurden in den Mundarten von Kalnėlis (P. Kniūkšta), Laukuva (V. Grinaveckis) und sogar im westlichen Aukštaitisch von Šakyna (A. Jonitytė) beschrieben; selbst hörte ich die Aussprache vā-re aŋ darbu· bei Šiupylai nahe Gruzdžiai. Viele Dialektologen, besonders Akademiker Zigmas Zinkevičius, glaubten daran, darunter die Verfasser der ersten Lietuvių kalbos tarmių chrestomatijos.

Der Dialektologe Aleksas Girdenis schreibt nun zusammen mit seiner Schülerin Dr. Lina Muriniene ausführlich zu diesem Thema in dem Artikel „Besonderheiten des Akzentrückzugs auf das Proklitikon im östlichen Nord-Samogitischen“ (Baltistica 36 (1), 2001, S. 87–102). Das seit 1960 immer wieder aufgegriffene Problem wird hier sehr überzeugend anhand von Beispielen untersucht, die aus verschiedenen Aufnahmen transkribiert wurden; sogar die Häufigkeit wird angegeben,

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P A S T A B O S

In den Mundarten von Akmenė, Klykoliai, Papilė, Vegeriai und Tirkšliai treten vielfältigere Schwankungen auf (die Abkürzung Vg (S. 92–93) bezog sich auf Vaiguva, aber dort gibt es dieses Phänomen nicht – wohl ein Fehler).

Meistens werden überall solche Akzente nicht von der attributiven Bestimmung zurückgezogen, gelegentlich jedoch von einer kurzen Endung (aber puo žemaičiùs Rdn, Trš, Šiaudinė bei Pp; puo agl’ík’ės Krš usw.).

Šiek tiek pavyzdžių pateikta naujojoje Lietuvių kalbos tarmių chrestomatijoje (2004): Darbėnuose ė(š) šėrdė ~ iš širdie (transponuota iš širdie); ėš jėgà (transponuota iš jėgai); ar ne ėš jie-gà(~ iš jėgai) – negi iš tvirtapradės galūnės galėtų kirtį šitaip atitraukti! Tai nelaukta, nes susiję su iškil ia mokslininko kalbininko, konsultavusio šį leidinį, asmenybe.

Vytautas Vitkauskas Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, 10308 Vilnius, Lietuva

Eingegangen am 23.05.2005

„LEERE STELLE“ IST EIN METHODISCH PROBLEMATISCHER BEGRIFF1

Vytautas Ambrazas meint in seiner Antwort Kann eine leere Stelle etwas bedeuten? (Acta Linguistica Lithuanica 50, 136–138), in der er mit meinen Ansichten zur sogenannten Nullkopula diskutiert, meine „logischen Aussagen seien richtig, widersprächen aber keineswegs dem in der Grammatik dargestellten Nullbegriff“ (S. 136), denn in ihr „wird die Null als methodisches Konzept betrachtet, das dabei hilft festzustellen, wann das Fehlen eines bestimmten Markers eine definierte grammatische Funktion hat“ (S. 137). Wenn die Null (oder die leere Stelle) zur Methodologie gehört, dann sollte sie auch so verwendet werden, wie es in anderen Wissenschaften üblich ist – „unbelastet“ von Semantik. Ich selbst habe nichts gegen die Verwendung der Null als rein technisches Hilfsmittel (vgl. die Erklärung des Vokalwechsels, bei der der Begriff Nullstufe dieses Wechsels verwendet wird). Auch gegen den Begriff der leeren Stelle habe ich nichts einzuwenden, denn beispielsweise wird in der Theorie der formalen Grammatiken eine leere (aus Basiselementen bestehende) Zeichenkette verwendet, deren Symbol E als ‘ ’ wiedergegeben wird.² Ich wende mich lediglich dagegen, der leeren Stelle eine Bedeutung zuzuschreiben, denn solche Grammatiken heben sich von allen empirischen Wissenschaften ab (grammatische Fakten kann ich nicht als bloße Bestandteile der Psyche betrachten, denn Linguistik ist für mich kein Teilgebiet der Psychologie).

Bei der Darlegung meiner Überlegungen zur sogenannten Nullkopula habe ich bereits gezeigt, wie der logische Widerspruch entsteht: Eine Bedeutung, die im Text nicht kommuniziert wird, wird ignoriert, während dem Text (durch Überinterpretation) eine zusätzliche Bedeutung zugeschrieben wird. Ich denke, dass dies häufig deshalb geschieht, weil

1 Als ich in der 1999 erschienenen Enzyklopädie der litauischen Sprache den Artikel Nullsprachliches Element (S. 441) fand und nach sorgfältigem Nachdenken erkannte, dass ich den meisten seiner Aussagen nicht zustimmen konnte, beschloss ich, meine Überlegungen in kurzer Zeit in drei Texten darzulegen: (i) über die sogenannte Nullkopula, (ii) über sogenannte Nullendungen und (iii) über sogenannte Nominativsätze (wie zum Beispiel Žiema „Winter“), denen manche ebenfalls eine Nullrealisierung des Verbs būti „sein“ zuschreiben. Erst danach sollte meine umfassende Auffassung von „Null“-Sprachelementen deutlich werden, und erst dann hoffte ich, an einer Diskussion teilnehmen zu können, falls jemand meinen Überlegungen widersprechen sollte. Doch nachdem ich meine Gedanken zur sogenannten Nullkopula veröffentlicht hatte (Acta Linguistica Lithuanica 48, 177–184), machten allerlei Widrigkeiten meinen Überlegungen ein Ende, und währenddessen erhielt ich eine polemische Antwort von Vytautas Ambrazas. Daher sehe ich mich gezwungen, mich vorübergehend von meinem ursprünglichen Vorhaben zu lösen und mich auf eine Diskussion einzulassen. Den Lesern dieses Textes möchte ich sagen, dass ich einige Argumente zu Nullsprachlichen Elementen für später zurückstelle, da ich hoffe, auch über Nullendungen und sogenannte Nominativsätze zu schreiben.

2 Гросс, М., Лантен, А., Теория формальных грамматик, Москва, 1971, 15.

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