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PERSONALIJA

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WIR GRATULIEREN VYTAUTAS AMBRAZAS

Am schwierigsten ist es, die Worte des Glückwunsches, der Anerkennung und des Dankes zu finden – besonders schwer (und scheinbar sogar unmöglich) ist es, sie für einen Meister der Sprache und der Redekunst zu finden.

Eine offizielle Vorstellung nach dem üblichen biografischen Muster sähe folgendermaßen aus: Vytautas Ambrazas wurde am 25. März 1930 in Kaunas geboren. 1947–1948 studierte er an der Vytautas-Magnus-Universität, 1948–1952 am Pädagogischen Institut Vilnius. Seit 1953 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Litauische Sprache, 1958 wurde er zum Doktor der Philologie promoviert, 1979 habilitierte er sich. Von 1989 bis 2001 leitete er die Abteilung für Grammatik am Institut für Litauische Sprache. Seit 1996 ist er Professor (VDU). Er hat nicht nur an der Vytautas-Magnus-Universität in Kaunas, sondern auch an den Universitäten Chicago, Kalifornien (1988), Pisa (1990), Genua (1994), Florenz, Parma und Potenza (1990, 1994) sowie Stockholm (1995) Vorlesungen gehalten. Den Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit – sein Interesse an der historischen Syntax der litauischen Sprache – krönen zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und drei Monografien: Historische Syntax der Partizipien der litauischen Sprache (1979; dafür erhielt der Autor den Staatspreis Litauens), Сравнительный синтаксис причастий балтийских языков / Vergleichende Syntax der baltischen Partizipien (1990) und das in Kürze erscheinende neue Forschungswerk Historische Syntax der litauischen Sprache. Vytautas Ambrazas ist einer der Mitautoren der Grammatik der litauischen Sprache (Bd. 2, 1971; Bd. 3, 1976); als Herausgeber (und Mitautor) bündelte er die Kräfte eines Kollektivs für eine einbändige Grammatik der litauischen Sprache: 1985 erschien Грамматика литовского языка, 1994 (1996, 1997, 2005) Grammatik der litauischen Gegenwartssprache und 1997 Lithuanian Grammar (seine Arbeit auf dem Gebiet der Grammatik wurde mit dem Litauischen Wissenschaftspreis gewürdigt). Vytautas Ambrazas ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Redaktionskollegien und Kommissionen sowie einer der Hauptautoren der Enzyklopädie der litauischen Sprache (1999) und ihrer in Vorbereitung befindlichen aktualisierten Ausgabe.

Seine ernsthafte wissenschaftliche Arbeit findet Anerkennung und Wertschätzung; doch die Spuren öffentlicher Würdigung – verschiedene, auch staatliche Auszeichnungen – lassen sich nicht leicht verfolgen, denn der Professor rühmt sich nicht gern. Lieber arbeitet er, und er versteht es auch. Seine Forschungsergebnisse sind schlichtweg zeitbeständig.

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PERSONALIA

Ein toleranter Vorgesetzter, ein herausragender Professor, ein Meister, ein Lehrer, ein Vater – so wird Vytautas Ambrazas offen oder halb im Geheimen genannt. Seine Gelehrsamkeit fasziniert und beeindruckt ebenso wie sein für Details und Verallgemeinerungen aufgeschlossener Geist, seine flüssige Sprache und seine Fähigkeit, eine Reinschrift zu verfassen. Diese Fähigkeit zeigt sich auch im Alltag und lässt sich als Lebensweise verstehen: In Vytautas Ambrazas’ wissenschaftlichen Texten finden sich weder ideologische Rückstände noch feuilletonistische Abschweifungen. Seine Forschungen zeichnen sich durch eine konsequente, schlichte, klare und logische Textstruktur sowie einen besonderen Schreibstil aus, der nur auf den ersten Blick ohne individuelle Kennzeichen zu sein scheint. Nicht in seiner wissenschaftlichen Arbeit, sondern nur in seinen Freizeitbeschäftigungen darf sich seine künstlerische Natur zeigen, die seine subtile Kenntnis verschiedener Kunstbereiche verrät. Vytautas Ambrazas’ ausgeprägtes Temperament zeigt sich in seiner charakteristischen aktiven Haltung, die sich auf verschiedenen Ebenen entfalten kann: der wissenschaftlichen, bürgerschaftlichen und kulturellen. Er ist ein weiterhin forschender Wissenschaftler und ein stetiger Gutachter, der nicht lauwarm sein kann. Er stellt seine Macht nicht zur Schau, ist aber unausweichlich. Er war und ist überall präsent.

Deshalb gelten unsere herzlichsten Wünsche dem lieben Professor – mit Blick auf Gegenwart und Zukunft: Möge es noch viele Geburtstage und Frühlinge geben! Viel Leben! Wir wünschen ihm schöne, schöpferische Jahre voller Gesundheit und Kraft!

Jūratė Pajėdienė

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