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Lietuvos edukologijos universitetas
Forschungsgebiete: synchrone und diachrone Morphologie, Wortbildung.
DIE DEKLINATION DER NUMERALIA UND IHRE ENTWICKLUNG IM ZIWATO DES JAHRES 17591
Deklination der Numeralia im ZIWATAS von 1759 und ihre Entwicklung
Z U S A M M E N F A S S U N G
Der Artikel untersucht die Deklination der Numeralia und ihre Entwicklung im Ziwatas von 1759, dem besten schriftlichen Denkmal des nordsamogitischen Unterdialekts von Kretinga aus dem 18. Jahrhundert. Ziel der Untersuchung ist es, eine synchrone Beschreibung der Deklination der Numeralia im Unterdialekt des Ziwato zu analysieren und vorzulegen sowie die Deklinationsparadigmen der Numeralia im heutigen nordwestlichen Kretingaer SamogitischenZiwato und im untersuchten Unterdialekt zu vergleichen. Die Methoden der internen Rekonstruktion und des Vergleichs ermöglichten die Rekonstruktion des Deklinationssystems der Numeralia im nordwestlichen Kretingaer Samogitischen des 18. Jahrhunderts.2
Z U S A M M E N F A S S U N G
Der Artikel untersucht die Deklination der Zahlwörter und ihre Entwicklung im bedeutendsten Schriftdenkmal des nordwestsamogitischen Subdialekts von Kretinga aus dem 18th. Jahrhundert, dem Ziwatas von 1759. Ziel der Untersuchung ist es, die Deklination zu analysieren und synchron zu beschreiben
1 ZIWATAS PONA YR DIEWA MUSU JEZUSA CHRISTUSA. Metų̨ Pona 1759. Dabartine bendrine kalba knygos pavadinimas reikštų Mūsų Viešpaties ir Dievo Jėzaus Kristaus gyvenimas. Mokslo darbuose ji vadinama tiesiog Ziwatu.
2 Im Folgenden wird dieser Unterdialekt mit ŠVŽK abgekürzt.
S T I C H W Ö R T E R: Numerale, Unterdialekt des Ziwato, nordsamogitisches Kretinga, Deklination, Endung.
S C H L A G W Ö R T E R: Numerale, Unterdialekt des Ziwatas, nordsamogitischer Dialekt von Kretinga, Deklination, Endung.
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des Numerals im Subdialekt des Ziwatas; Vergleich der Deklinationsparadigmen des Numerals im heutigen nordwest-samogitischen Subdialekt von Kretinga und im untersuchten Subdialekt. Die interne Rekonstruktion und die vergleichende Methode ermöglichten die Rekonstruktion des Deklinationssystems des Numerals im nordwest-samogitischen Subdialekt von Kretinga des 18.th Jahrhunderts.
EINLEITUNG
Forscher der historischen Morphologie und Dialektologie3 betrachten den Ziwatą von 1759 als das bedeutendste Denkmal des nord-samogitischen Dialekts von Kretinga aus dem 18. Jahrhundert. In der Schrift wird das phonologische System sowie der Aufbau von Grammatik und Morphologie des nordwest-samogitischen Dialekts klar und konsequent mit den damals wahrscheinlich polnischen Schriftzeichen4 wiedergegeben.
Das phonologische und morphologische System des Dialekts des Ziwato ist recht umfassend untersucht5 (ausführlicher siehe Girdenis, Girdenienė 1997: 19–44; siehe auch Fußnote 3). Auch das Deklinationssystem der Nomina in diesem Schriftdenkmal wurde eingehend untersucht und beschrieben6 (siehe Vaičiakauskytė 2002b). Die Morphologie des Dialekts des Ziwato ist archaisch; eine systematische Analyse legt daher die Entwicklung und Veränderungstendenzen der Nominalmorphologie des nordwest-samogitischen Dialekts offen. Der Vergleich der Nominalparadigmen des Dialekts des Ziwato mit denen des nordwest-samogitischen Dialekts zeigt Merkmale des Wandels der Nomina im untersuchten Dialekt sowie eine Vermischung der Stämme.
3 Dass das Ziwatas im küstennahen samogitischen Dialekt der Umgebung von Kretinga verfasst wurde, dazu ausführlicher siehe Girdenis 2000a: 237–257; Girdenis, Girdenienė 1997: 11–19; Girdenis, Skirmantas 1998: vii–xiv; Vaičiakauskytė 2002b: 4–7. Vladas Grinaveckis (1973: 292, 365 u. a.) nutzte den Text des Ziwato zur Erklärung der Entstehung der Unterschiede zwischen den Affrikaten in den samogitischen Dialekten. Zigmas Zinkevičius ordnete den Ziwatą in seiner Darstellung der allmählichen Etablierung des Samogitischen in der litauischen Schriftsprache des 18. Jahrhunderts den „durchgehend samogitisch verfassten“ Texten zu und nannte die wichtigsten phonologischen und morphologischen Merkmale dieses Schriftdenkmals (1966: 217–218 u. a.; 1980: 196 u. a.). Giedrius Subačius (1998: 38, 44–58) untersuchte die samogitischen Merkmale des Buches und stellte fest, welche Merkmale für Samogiter am schwersten und am leichtesten zu erkennen sind; außerdem hob er die orthografischen Neuerungen des damaligen Ziwato hervor. Jonas Palionis (1979: 114–115; 1995: 122) betonte bei seiner Analyse der Sprache religiöser Schriften des 18. Jahrhunderts, dass im Ziwate eine deutliche Tendenz bestand, bestimmte Formen des küstennahen samogitischen Dialekts aufzugeben und die Sprache an das Aukštaitische anzunähern. Der Autor nannte die im Text am häufigsten verwendeten aukštaitischen Merkmale, deren Verwendung wahrscheinlich durch die damalige Schreibtradition aukštaitischer Texte bedingt war.
4 Apie Ziwato grafiką ir rašybą jau ne kartą rašyta (plačiau žr. Girdenis 2000a: 233–257; 2000b: 183–190; 2001: 292–326; Girdenis, Girdenienė 1997: 11–44; Girdenis, Skirmantas 1998: vii–xiv; Vaičiakauskytė 2001: 119–133; 2002a: 223–236; 2002b: 4–7), todėl šiame straipsnyje apie tai nesikartojama.
5 Jau Kazimieras Būga (1958: 561–578) analizuodamas fonetinius balsių pakitimus lietuvių tarmėse dažnai rėmėsi Ziwate fiksuotomis formomis. Albertas Rosinas (1995: 25 ir kt.) rekonstruodamas baltų kalbų įvardžių kait ymo paradigmas pasinaudojo Ziwate paliudytomis participinių įvardžių formomis.
6 Zum Deklinationssystem und zur Entwicklung der Substantive im Ziwato siehe ferner Vaičiakauskytė 2001; 2002a; Vaičia-kauskienė 2005; 2013; zur Deklination und Entwicklung der Pronomen siehe Vaičiakauskienė 2004a; 2004b.
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Ziel dieser Untersuchung ist es, eine synchrone Beschreibung der Deklination der Numeralia im Dialekt des Ziwato zu analysieren und vorzulegen sowie die Deklinationsparadigmen der Numeralia im nordwest-samogitischen Dialekt und im untersuchten Dialekt zu vergleichen. Der Artikel befasst sich eingehend mit der Entwicklung des Wandels der Nomina, erörtert die Herkunft der Endungen und versucht, die Ursachen und Beweggründe des Wandels zu erklären. Die interne Rekonstruktion und die vergleichende Methode ermöglichten die Rekonstruktion des Deklinationssystems der Numeralia im nordwest-samogitischen Dialekt des 18. Jahrhunderts.
Im Text des Ziwato werden Grundzahlwörter und Ordinalzahlen verwendet. Es wurden Sätze mit Multiplikativzahlen sowie je ein Satz mit einem Sammelzahlwort und einem Bruchzahlwort gefunden. Zunächst werden die Flexionsparadigmen der Grundzahlwörter behandelt, danach die Flexionsparadigmen der Ordinalzahlen. Diese Reihenfolge ist auch in Grammatiken üblich (vgl. DLKG 239–244).
KARDINALZAHLEN
Im untersuchten Text werden am häufigsten kardinale Grundzahlwörter verwendet, die sich kaum von den in der kretingischen Mundart gebräuchlichen Formen unterscheiden. Diese werden wir zunächst besprechen.
Kardinale Grundzahlwörter
1. Im untersuchten Text gibt es wynas 3123, wynt s 4011, wyina 1322. Die genannten Zahlwörter können auch Pronomenfunktionen übernehmen (vgl. LKG 693); dies bestätigt auch der Gebrauch der Zahlwörter im analysierten Text, z. B.: Tada wyiny kalbėję, jog ira czernakrižniks, ne užlaykus Zokana židu 1796–8. Die Kasusendungen der betreffenden Zahlwörter stimmen sowohl im Ziwate als auch in der heutigen kretingischen Mundart mit den Paradigmen der Adjektive mit o-Stämmen (f. ā-Stämmen) überein (ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 69–75; vgl. auch Aleksandravičius 1967: 237); daher werden im Artikel nur diejenigen Besonderheiten dieser Paradigmen erörtert, die für die Entwicklung der betreffenden Zahlwörter relevant sind. In der Mundart des Ziwato ist das Singularparadigma der genannten Zahlwörter sehr gut erhalten.
Singular
Plural
Nom. wynt s 4011, wync 10911, wyinas 3123 ~ vên(t)s
Nom. wyiny 4827 ~ vėinė
Gen. wyina 1420 ~ vėina
Gen. –
Dat. wyinam 20026 ~ vėinâm
Dat. –
Akk. wyina 7010 ~ vėina
Akk. wyinus 12121 ~ vėinùs
Instr. wyinu 8620 ~ vėinò
Instr. –
Vt. wyinamy 3198 ~ vėinarnè
Vt. –
Š. –
Š. –
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Singular
V. wyina22 13₂₂ ~ vęinà
K. wyinos 24₂₂ ~ vę́iniuos
N. wyina 94₄ ~ vę́inâ⁷ / vęinâ
G. wyina 114₁ ~ vęina
Įn. wyinu 56₁ ~ vęinò
Vt. wyino 59₅, wyinoy 66₁₁, wyinoj 69₈ ~ vęinũo
Š. wyina 177₁₄ ~ vęinà
1. Die Endungen des Nominativs Singular sind -as, -a, z. B.: Yr teyp milawſis Pona Jezufas Karalus wyſa ſwieta, wyinas yſzeje, nes dabar Mokityniu neturjeje 53₁₇–₁₉; Tu Maria wyina yſź gymynes źmoniu, kurę mes figurowojom, yr apſakjem 289₂₁–₂₃.
Im Vergleichsdialekt ist der Vokal a in der Endung des maskulinen Nominativs Singular geschwunden, daher liegt die Form auf -s vor; beim Femininum lautet die Endung -a (vę̇ns ~ vienas, vę̇inà ~ vienà). In Ziwate überwiegt die hochlitauische maskuline Nominativform mit der Endung -as. Formen mit zemaitischer Endung kommen im untersuchten Text nur etwa drei Mal vor, z. B.: [...] kada Motinas apſykabyna, nes netoly nu wyns antra buwa [...] 20₂₇–₂₈; Giwena tyn kieles dynas, anyi waykiele ſzwęty Jezufas yr Jonas loſkaway ant wynts antra weyziedamy, yr źierta wodamy 40₉–₁₁; [...] jus ne źynote, muſyi wyn c źmogus numyrty už wyſa ſwieta, ne kaypo turietum wyſas ſwietas prapulty 109₁₁–₁₂.
Der auslautende Vokal der maskulinen Nominativformen des besprochenen Zahlworts ist ausgefallen, als im Stamm noch ė stand, also *vę̇nas; die authentischen Dialektformen sind daher wyns, wyn c und wynts.
2. Die Formen des Akkusativs Singular der Zahlwörter sowohl des maskulinen als auch des femininen Geschlechts haben die Endung -a, z. B.: O anyi pakiely akis fawa nieka neregjeje, tyktay wyina Jezula Chriſtuſa 89₁₇–₁₈; Pyrmu wyina rąka ſugroby, yr ne afzryję wyny prymuſie, jog až gilas y ąntrapufy Kriziąws yſzeje 223₂₅–₂₆.
In der Vergleichsvarietät ist auch die Form des Akkusativs Singular auf -a verkürzt (vę̇inâ ~ viéną) aus *-an̄⁸.
3. Die Endung des Instrumentals Singular lautet -u = [ọ]⁹, z. B.: Tynay priſz anà wyinu kielu kławpynieje, yr abłudnay ij ſweykyna kalbiedamy 205₂₆–₂₇; Pyrmu dydy pakara Jezula milawſe: Kurſay ju wyinu Motryſzky gylus dayktus apey yſzganima kalbieje [...] 78₁₃–₁₅.
In der Vergleichsvarietät lautet die Endung der Instrumentalformen Singular -o, wie Ziuwatas belegt (vę̇inò ~ viénu, viéna). Der besprochene Akkusativ Singular der Zahlwörter
7 Es ist darauf hinzuweisen, dass im analysierten Text die feminine Form mit einem Monophthong verwendet wird (zu solchen Formen ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 17).
8 Plačiau dėl šios galūnės kilmės žr. Vaičiakauskytė 2002b: 15, 36.
9 Hier und im Folgenden werden im Text in eckigen Klammern gemäß der Graphie und Orthografie des Ziwato die transliterierten phonetischen Endungen der Mundart angegeben, die nicht mit der Schreibweise des Textes übereinstimmen.
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Die Flexion der Form lautet -a, die der Instrumentalform hingegen -o. Dies liegt daran, dass in der nordžemaitischen Mundart lange unbetonte zirkumflektierte Endungen früher verkürzt wurden als akutierte (vgl. Girdenis 2001: 174; siehe auch Vaičiakauskytė 2002b: 37).
4. Die Endung der maskulinen Form des Lokativs Singular lautet –amy = [amę], die der femininen Form – –o, –oy und –oj, z. B.: Zwyczajus griekiey norint w yin a m y, kurflay ant fugriešiyima prymufyje 3198–9; Tropyios w y i n o dyno fubatos, kada buwa Baźničioy, ftojos yr skayte knigas Izaiošiaws Praraka 595–7; Ateje dynoy w y i n o y Jezulas milawlis tamy Miefty Kafarnawy y namus S. Petra 6611–12; Razkaźniamfis yr milawlis Ponas Jezufas, prašitas buwa w y i n o j dynoj ant pietu pry Symona rawputoje, o tafey buwa Lycemerniku 697–9.
In der Varietät ŠVŽK lauten die Endungen der Lokativformen Singular –amę und –uo (vė́inà–mė ~ vienamè, vė́inūo ~ vienol[jè]). Es ist darauf hinzuweisen, dass die graphischen Varianten der Lokativendung Singular des femininen Zahlworts im Text mit den Substantivformen übereinstimmen, d. h. die Endungen beider Nomina werden aufeinander abgestimmt (vgl. die angeführten femininen Beispiele).
5. Die Endung der maskulinen Nominativformen Plural der Zahlwörter lautet –y = [e], z. B.: Tada w y i n y kalbieje, jog ira czernakriźniks, ne užłaykus Zokana židu 1796–8.
Im Text des Ziwato stimmt die maskuline (feminine Formen sind nicht belegt) besprochene Nominativform Plural des Zahlworts mit der in der Varietät ŠVŽK verwendeten Form überein (vė́inę ~ vienì). Diese Endung der Zahlwörter ist pronominalen Ursprungs10.
6. Die maskulinen Akkusativformen Plural (feminine Formen sind nicht belegt) weisen die Endung –us auf, z. B.: Kelfes Enoks yr Eliošius Prarakay, kurie w y i n u s wieroy patwirtins, kiy tus y wiera afabliway židus wers 30917–19.
Die Endung –us findet sich in der Akkusativform Plural auch bei den heutigen Einwohnern von Kretinga (vė́inʹūs ~ vienus). Die Endung –us für die Flexion des betreffenden Kasus der Zahlwörter ist aus dem u-Stamm entlehnt11.
2. Ziwato-Dialekt sind neben den gerade besprochenen Zahlwörtern auch die Paradigmen der Zahlwörter du 394, dwy 33122 recht gut erhalten. Nur Formen des Lokativs und Vokativs kommen nicht vor (siehe Paradigma).
Nom. du 39₄ ~ dò Nom. dwy 331₂₂ ~ dvè Gen. dwyju 42₇ ~ dvėǰū Gen. dwyiu 106₂ ~ dvėǰū Dat. dum 266₁₀ ~ dòm Dat. dwym 61₅ ~ dvēm Akk. du 3₁ ~ dò Akk. dwy 20₈ ~ dvè Instr. dum 209₇ ~ dòm Instr. dwym 205₁₆ ~ dvēm Lok. – Lok. – Vok. – Vok. –
10 Plačiau apie šios galūnės kilmę ir raidą žr. Aleksandravičius 1967: 222; dar plg. Zinkevičius 1966: 271, žemėl. nr. 22; 309–310.
11 Plačiau dėl šios galūnės kilmės ir raidos žr. Vaičiakauskytė 2002b: 19.
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1. Die Endungen des Nominativs und Akkusativs lauten -u = [ọ], -y = [ẹ], z. B.: Akyjlmyrknju du Aniohu ftojos, yr kà anims ifakie Ponas Jezufas yfz prowije 5712–13; Kada Daržėlie meldžiaws yfztekejie yfz munas Krawje lafzu afztunioleka tukftančiu d u šimtu d w y d e š i m - t y yr pækiy 33121–22.
Im Gebiet des Kretinga-Dialekts werden dieselben Formen verwendet, die auch Ziwatas (dọ̃ ~ dù, dvẹ̃ ~ dùi) belegt. Die Endung -ọ des Nominativs und Akkusativs des Maskulinums wurde (vermutlich infolge von Proklise) aus *-ō verkürzt, die feminine Endung -ẹ aus *-ę12.
2. Die Genitivendung lautet -u, z. B.: Aynofius prakieyktafis yfzwidys Jezufa, d w y j u dayktu jo klawfe 1743–4.
Im Vergleichsdialekt stimmt die Genitivform mit der im untersuchten Text belegten Form überein (dvẹjū̃ ~ dvijū̃). Allerdings ist in einigen Dialektpunkten (Kretinga, Budriai) in der Endung das alte -n oder -m erhalten: dvẹjūn13 (vgl. Aleksandravičius 1967: 238).
3. Dativ- und Instrumentalformen werden mit den Flexionen -um = [ọm], -ym = [ẹm] verwendet, z. B.: Ponas Jezufas pafyrode d u m Mokityniurn Eytantyms y Ermaus 26610, Jog qnfay dabrawalnay diel yfzganima Swieta norjeje numyrty, o d u m dayktum dydefney aną apkalbieje [...]; Dyinu arba d w y m pyrmejney, diet pryfygatawoima ant węfeles 614–6; [...] Jpawzdamy jem ant Galwos Szwe, tos fu d w y m kartym [...] 20515–16.
Im Kretinga-Dialekt unterscheiden sich die Dativ- und Instrumentalformen nicht von den in Ziwate (dọm ~ dùm, dvẹm ~ dùim) belegten Formen. Der Dativ der femininen Numeralia unterscheidet sich vom Instrumental nur durch den Akzenttyp und die damit verbundene Rückverlagerung des Akzents (vgl. das Paradigma; siehe auch Vaičiakauskytė 2002b: 39; Aleksandravičius 1963: 105). Die heutigen Dialektformen dum, dvim sind eine žemaitische Neubildung, die aus dem Singularnominativ und dem Formans -m gebildet wurde, d. h. dọ + -m, dvẹ + -m (vgl. Aleksandravičius 1967: 239; Girdenis 1962: 215; Kazlauskas 1968: 128).
3. Auch das Paradigma des Kardinalzahlworts tris 501 ist unvollständig: In Ziwate sind keine Lokativ- und Vokativformen dieses Zahlworts belegt.
N. tris 501 ~ trĩs
G. tryju 1422 ~ trẹjū
D. trims 15626 ~ trĩms
A. tris 2014 ~ trìs
I. trymis 11514 ~ trèmìs
Lok. –
Vok. –
12 Dar dėl lyčių du ir dvi kilmės žr. Zinkevičius 1981: 57–58.
13Vermutlich wurde auch zur Zeit des Ziwato die betonte Genitivendung der Nomina mit einem Nasalvokal ausgesprochen (ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 18); siehe auch Aleksandravičius 1963: 102.
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1. Die Nominativendung lautet -is, z. B.: Weyżiek ćion źmagau, t r i s cuday 50₁. Im Vergleichsdialekt endet die Nominativform des besprochenen Zahlworts auf -īs (trīs ~ trȳs). Die Nominativflexion des fraglichen Zahlworts ist aus einem i-Stamm hergeleitet (ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 51–52; vgl. auch Būga 1958: 566).
2. Die Genitivform hat die Endung -u, z. B.: Mokikes źmagau nu tos Pagonkas t r y ju dayktu 85₁₆–₁₇.
Im Gebiet des Kretinga-Dialekts stimmt die Genitivform dieses Zahlworts mit der Form in Ziwato überein (trėjū ~ trijų). An einigen Dialektorten ist im Genitiv (wie auch bei anderen Nomina) -n oder -m erhalten geblieben: trėjūn (vgl. Aleksandravičius 1967: 238).
3. Die Dativ-, Akkusativ- und Instrumentalformen haben die Endungen des i-Stamms übernommen: -ims, -is und -mis, z. B.: [...] potam pradieje fu dydziu fmutku t r i m s Mokitynems kalbiety [...] 156₂₆–₂₇; Apey tą, ką Jezus milawfis nu Dwilekas metu dare, yr fprowojos pakol deje t r i s defimtis 51₁–₂; Hey, Hey, Hey, Wach, kurfay griawni Baźńićiy Diewa, o t r y m i s dynomis ię pabudawoj 229₁₈–₂₀.
Im Gebiet des ŠVŽK stimmen Dativ und Akkusativ mit den Formen des analysierten Textes überein (trīms ~ trìms, trīs ~ trīs, trę̀mìs ~ trimìs¹⁴). Allerdings treten im heutigen Kretinga-Dialekt auch häufig verkürzte Instrumentalformen auf.
4. Auch die Paradigmen der Zahlwörter von 4 bis 9 sind unvollständig:
Nom. šiésy 19₃ ~ šešė Nom. kietures 37₂₂ ~ kė̇torės Gen. pi̇ekiu 102₈ ~ pęńkū Gen. kieturiu 208₂₇–₂₀₉₁ ~ kė̇turū̃ Dat. – Dat. – Akk. kieturis 303₈, kieturius 55₆ ~ kė̇toris Akk. kietures 55₁ ~ kė̇tores Instr. šiésies 126₃, siésieys 322₂₄ ~ šešės Instr. kieturiomis 311₁₉ ~ kė̇turū̃mìs Lok. – Lok. – All. – All. –
1. Die Endungen der maskulinen Zahlwörter im Nominativ lauten -y = [ę], -i, die der femininen -es, z. B.: To paznoćiyma znokay f e p t i n y 325₁₁; Znokay to ira aſztuni 318₂₇–₃₁₉₁; Kada jaw k i e t u r e s deśimtis dienu yſz eje po pagimdima Sunaws Diewa [...] 37₂₂–₂₃.
Im ŠVŽK-Dialekt lauten die Endungen der Nominativformen der besprochenen Zahlwörter -ę und -ęs (šęšę ~ šeši, šę́šęs ~ šešios). Zu beachten ist, dass der Vokal i in der Nominativendung des Zahlworts aſztuni 319₁ nicht verbreitert ist (siehe das angeführte Beispiel). Dies ist höchstwahrscheinlich ein zufälliger Korrekturfehler oder das Ergebnis einer sporadischen Hochlitauisierung.
2. Die Genitivendung lautet -’u, z. B.: Jezufas milawfis Pylotuy nieka ne atlākie, o tay diel k i e t u r i u pryčinu 208₂₇–₂₀₉₁.
Der Genitiv der Zahlwörter im Kretinga-Dialekt stimmt mit der im analysierten Text belegten Form überein (šęšū, ~ šešių).
14 Įnagininko forma šiaurės žemaičių gali būti ir trīms (plg. Girdenis 1996: 25).
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3. Die Endungen der Akkusativformen: -is, -’us und -es, z. B.: Nachdem vier Dinge abgezählt worden waren: über den Tod, über den Teufel, über die Hölle und über die ewige Herrlichkeit 3038–10; Hier werden vier geistliche Werke aufgezählt, die helfen, nämlich ein besonderes Leben, Gebet, Fasten und Abtötung des Leibes 556–8; Als dann vierzehn Tage und Nächte vergangen waren, nährte und erhielt der Sturm die ganze Welt 5518–20.
Im Kretingaer Dialektgebiet (šėšis ~ šėšis, šėšės ~ šėšias) haben die maskulinen Numeralia die konsonantische Stammendung -is, die, wie Zigmas Zinkevičius (1981: 59) feststellt, eine Spur des alten konsonantischen r-Stamms bezeugt. In den nordžemaitischen Dialekten sagt man heute anstelle der Akkusativform Plural keturis auch keturius (Girdenis 1996: 51, 56). Im Gebiet des Kretingaer Dialekts sind solche Formen sogar noch häufiger. Diese Flexion haben die Numeralia selbstverständlich aus der Adjektivflexion übernommen (vgl. žalius, gražius). Einmal kommt eine solche Akkusativform auch im untersuchten Text vor (siehe das zweite angeführte Beispiel).
4. Die Instrumentalform hat folgende Endungen: -eys, -es = [e˙s], -’omis, z. B.: Sieh nun meinen ganzen Körper gesund; am Freitag wird er mit sechs Tausenden, sechshundert, sechs Zehnern und sechs Reihen an der Säule mit Reihen und noch mehr geschmückt 1262–5; Mit wie vielen? Mit sechs Stücken Brot 32224.
Im ŠVŽK-Dialektgebiet lauten die Instrumentalformen (šėšės ~ šėšiais, šėšioms ~ šėšiom(i)s). Im Ziwate werden die maskulinen Numeralia im Instrumental abwechselnd mit der žemaitischen monophthongierten Endung -es und in der aukštaitischen Form verwendet (vgl. die angeführten Beispiele; ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 17). Die Instrumentalform der femininen Numeralia wird (wie bei Substantiven und Adjektiven) im Ziwate allgemein noch ungekürzt gebraucht (ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 44, 74).
5. Im Ziwate wird das Numerale dešimtis 2251 meist mit pluralischer Bedeutung verwendet. Die Singularform kommt nur einmal vor. Das betreffende Numerale wird wie Substantive mit i-Stamm flektiert (vgl. Vaičiakauskytė 2002a: 223–236; ferner Vaičiakauskytė 2002b: 50–62); daher wird dies in diesem Artikel nicht wiederholt. Erwähnt werden nur Aspekte, die für die Entwicklung der Flexion des hier behandelten Numerales relevant sind. Das Paradigma dieses Numerales sieht folgendermaßen aus:
N. dešimtis 2251 ~ dèšimtis
G. defimtiu 9516, dešimtu 515 ~ dèšimtũ / dèšimtũn15
D. –
A. dešimti 1337, dešimtis 3722 ~ dèšimt’i, dèšimtis
I. dešimtymis 1264 ~ dèšimtėmis
L. –
V. –
15 An einigen Dialektorten ist im Genitiv (wie auch bei anderen Nominalformen) die Endung -n oder -m erhalten geblieben (vgl. Aleksandravičius 1967: 238; siehe auch Fußnote 13).
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1. Im Gebiet von Kretinga verwendete Genitivformen des Plurals (wie auch bei anderen Substantiven) haben die Endung -u (dešimtū ~ dešimčių). Die im untersuchten Text vorkommende Genitivform dešimtu 515, d. h. der Vokal der Endung steht nach einem harten Konsonanten, „verrät“, dass dieses Zahlwort früher einen konsonantischen Stamm hatte (siehe auch Vaičiakauskytė 2002b: 57).
2. Zahlwörter von 1 bis 9 können zusammen mit dem Zahlwort dešimtis 2251 als ein Wort geschrieben werden, werden aber meist als getrennte Formen geschrieben, vgl. trisdešimtis 29516 und tris dešimtis 1336. Der untersuchte Text zeigt, dass die Einwohner von Kretinga Mitte des 18. Jahrhunderts unverkürzte Formen der Zehnerzahlwörter verwendeten. Zahlwörter erfüllen in der Sprache (vgl. Girdenis 1962: 215) gewissermaßen die Funktion von Etiketten; daher ist ihre phonemische Zusammensetzung, insbesondere das Wortende, vereinfacht. Diese Vereinfachung in der Mundart von Kretinga fand jedoch offenbar erst nach der Mitte des 18. Jahrhunderts statt.
3. In der Vergleichsmundart variiert die Instrumentalform – sie kann die Flexionen -ęms und -ęmis (dešimtèm(i)s16 ~ dešimtim(i)s) aufweisen –, weil die nordžemaitischen Sprecher die vollständigen Instrumentalformen des Plurals am besten bewahrt haben; dies gilt besonders für Substantive mit i-Stämmen (Zinkevičius 1966: 233; siehe auch Vaičiakauskytė 2002b: 59). In Ziwate werden die Instrumentalformen des Plurals des Zahlworts dešimtis unverkürzt verwendet.
6. Die Paradigmatik der Zahlwörter von 11 bis 19 ist im untersuchten Text unvollständig – Lokativ- und Vokativformen kommen nicht vor. Diese Zahlwörter sind Zusammensetzungen. Ihr erstes Glied besteht aus bestimmten Zahlwortformen, das zweite aus dem Element -leka17. Alte Schriftzeugnisse zeigen, dass die entsprechenden Ordinalzahlen im 16.–17. Jahrhundert noch Wortverbindungen waren, während die Kardinalzahlen im 16.–17. Jahrhundert bereits die heutigen zusammengeschriebenen Formen aufwiesen (Zinkevičius 1981: 60). Ziwatas belegt keine solchen Formen.
V. dwileka 8110 ~ dvîleka
K. dwilekas 15214 ~ dvîlekas
N. dwilekay 4616 ~ dvîlekâ
G. dwileka 15214 ~ dvîleka
Įn. dwileku 1434 ~ dvîlekǫ
Lok. –
Vok. –
1. Die Nominativ- und Akkusativformen der behandelten Zahlwörter enden auf die Endung -a, z. B.: Yr furinka kaypo butum dwileka pintyniu, truputiu kuriu lyka kur walgius 8110–11; Mufu milawjis Ponas Jezujas, turiedamas metu dwileka, norieje uzlaykity pryfakimus Tiewa fawa 4622–23.
16Der sekundäre Kurz-Diphthong am Wortende weist häufig einen mittleren statt des erwarteten fortdauernden Akzents auf (Girdenis 1996: 25).
17 Dėl šio dėmens kilmės žr. Zinkevičius 1981: 61–63.
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Im Kretingaer Dialekt fällt die Nominativform ebenfalls mit dem Akkusativ zusammen (dvîlek̃a ~ dvýleka). Das belegt auch der untersuchte Text: Im Wesentlichen werden nur die Kasus Nominativ und Akkusativ verwendet18. Nachdem das Neutrum im Litauischen verschwunden war, wurde die Endung –a im Laufe der Zeit vermutlich als Nominativendung (*–ā) oder Akkusativendung (*–añ) der ā-Stamm-Substantive im Singular aufgefasst (vgl. LKG 1965: 620). Daraufhin wurden auch Singularformen der ā-Stämme in den übrigen Kasus gebildet. Die Daten und Analysen der nordžemaitischen Dialekte (Girdenis 1996: 214, 252) zeigen, dass der Vokal a in den Nominativ- und Akkusativendungen der betreffenden Zahlwörter meist stark reduziert ausgesprochen oder gar nicht artikuliert wird. Der Schreibung nach zu urteilen, wurde er im Dialekt des Ziwato in den Nominativ- und Akkusativendungen offenbar noch ausgesprochen.
Wie die im Text angeführten analysierten Beispiele zeigen, war der Vokal des zweiten Bestandteils –lek– in den Zahlwörtern 11–19 noch offen. Bekanntlich haben die Žemaiten statt e in bestimmten Morphemen in unbetonter Wortinnenstellung ė (vgl. Zinkevičius 1966: 58; siehe auch Vaičiakauskytė 2002b: 53), weshalb die Aussprache in Nordžemaitien variiert: Man sagt sowohl e als auch ė. Häufiger sind die Varianten mit ė; in der Sprache der Jugend sind sie wohl die einzigen (Girdenis 1996: 117). Somit stützt die Analyse des Ziwato die Annahme, dass die archaischere Variante –lek– ist (vgl. auch Girdenis 1996: 252).
2. Die Genitivendung lautet –as, z. B.: O Tamofius wyinas, yłz dwilekas kurſay wadynas Newierniku, ne buwa ſu jeys, kad ateje Jezufas 2715–7.
Im ŠVŽK-Dialekt stimmt die Genitivform mit der im Ziwate (dvîlekas ~ dvýlikos) belegten Form überein. Die žemaitische Endung –as wurde offenbar analogisch nach dem Nominativ und Akkusativ aus dem Paradigma der ā-Stamm-Substantive übernommen (ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 37).
3. Die Dativform hat die Endung –ay = [ɑː], z. B.: O nuto čiefa nerądama, apey darbus Jezufa milauſe, iki pat dwilekay metu 4615–16.
In der verglichenen Dialektform hat die Dativform der betreffenden Zahlwörter (wie auch bei den ā-Stamm-Substantiven) die monophthongierte žemaitische Endung –a (dvîlekâ ~ dvýlikai) (ausführlicher siehe Vaičiauskytė 2002b: 36). Die im Ziwate verwendete Endung –ay ist selbstverständlich als Ergebnis der Hochlitauisierung zu bewerten19.
4. Die Instrumentalform endet auf die Endung –u = [ɔ], z. B.: Ateje ſu dwileku Apaſztalu y Jeruzalu, idant tynay ſu anays, kaypo ſu ſawa milemays pyrmesney wećieriotum, ne kaypo ſu ieys parſyſtotum 1433–6.
Im ŠVŽK-Dialekt unterscheidet sich die Instrumentalform nicht von der im untersuchten Text belegten Form (dvîlekò ~ dvýlika).
18 Nur ein einziges Zahlwort, dwileka 8110, wird neben den genannten Kasus auch in Genitiv-, Dativ- und Instrumentalformen verwendet (siehe Paradigma), da dieses Zahlwort mit Sakralität verbunden ist, z. B.: ſu dwileku Apaſztalu 1434–5 usw. Eine Ausnahme bildet die einmal verwendete Form pſakiſlekas 251.
19 Plačiau apie tai žr. Vaičiauskytė 2002b: 17.
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7. Im untersuchten Text kommen keine Nominativformen des Zahlworts 100 vor (z. B.: šimta 6412); verwendet werden nur Pluralformen. Dieses Zahlwort wird wie Substantive mit o-Stamm flektiert, die von Vaičiakauskytė (2002b: 12–27) behandelt wurden; daher wird dies im vorliegenden Artikel nicht wiederholt. In der Vergleichsmundart werden dieselben Formen dieses Zahlworts verwendet, die im untersuchten Text belegt sind. Das Paradigma des untersuchten Zahlworts sieht somit folgendermaßen aus:
N. –
G. šimtu8 ~ šimtų / šimtų
D. –
A. šimtus16 ~ šimtùs
I. šimtas3 ~ šimtãs
L. –
V. –
8. Von allen in Žiwate verwendeten kardinalen Grundzahlwörtern bleibt das Zahlwort tukfątąnte 33213 noch zu behandeln. Wie der untersuchte Text zeigt, war dieses Zahlwort im Kretinga-Dialekt bereits Mitte des 18. Jahrhunderts aus dem alten i-Stamm in den ē-Stamm übergegangen20; nur die Instrumentalform des Plurals hat eine Endung des iā-Stamms (siehe Paradigma), die wahrscheinlich als Hyperkorrektur des Autors zu bewerten ist. Die Flexion dieses Zahlworts stimmt mit der Flexion von Substantiven des ē-Stamms überein (vgl. Vaičiakauskienė 2013: 62–65); daher werden in der Arbeit jene Kasus des Paradigmas behandelt, die für die Entwicklung der Flexion des betreffenden Zahlworts relevant sind.
Singular
Plural
N. tukfątąnte13 ~ túkstônte
N. tukfątąntes15 ~ túkstôntes
G. tukfúntes11 ~ túkstôntes
G. tukfątanciú80 ~ túkstôņũ
D. –
N. –
G. tukfątṇy15 ~ túkstôṇte
G. tukfąntes10 ~ túkstôntes
Įn. –
Įn. tukfąntančiomis126 ~ túkstôņčùomis
Vt. –
Vt. –
Š. –
Š. –
1. Die Endung der Nominativform im Singular ist -e, z. B.: Gałwo nu Erſzkiesiu21 Karunas (y kurę kietures dešimtis kartu wiezdays užgawa, tąnkiev ie dielodamy) buwa ronu gylu tukfątąnte 33211–13
20 Aleksandravičiaus (1967: 241) teigimu, šis skaitvardis dažniausiai linksniuojamas kaip i kamienis daiktavardis ir tik retkarčiais pasakomas su ē kamieno galūnėmis. Veikiausiai aptariamas skaitvardis yra visuotinai perėmęs ē kamieno fleksiją dabartinėje kretingiškių patarmėje. Tai liudytų ir analizuojamas tekstas.
21 Wahrscheinlich handelt es sich hier um einen Druckfehler, denn gemäß der Textgrafik und Orthografie (siehe Vaičiakauskytė 2002b: 6) müsste dieses Wort Erſzkieziu geschrieben werden.
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Im Gebiet von Kretinga hat dieses Zahlwort, wie bereits erwähnt, eine ē-stämmige Endung -ę (tūkstōntę ~ tūkstantė). Ziwatas verzeichnet einen nicht verengten Vokal e22. Auch das breite e, das andere Samogitier aufweisen, belegt, dass die Vokalverengung erst jüngeren Datums ist; ausführlicher siehe Girdenis 2000a: 232–236; Vaičiakauskytė 2002b: 49; vgl. ferner Aleksandravičius 1963: 111; Būga 1958: 560.
2. Der Instrumental Plural hat, wie bereits erwähnt, die iā-stämmige Endung –’omis, z. B.: Regi dabar wÿsa kuna muna śweyka, ale Petnicio yszwiji, Ju śiešiomis tu kʃftančio-mis […] 1262–3.
Die Endung der Instrumental-Plural-Formen im Kretinga-Dialekt ist ē-stämmig: –iems (tūkstōntiems ~ tūkstantėm(i)s). Wie das angeführte Beispiel zeigt, war die Instrumentalform des fraglichen Zahlworts im Dialekt von Ziwato noch nicht verkürzt; die iā-stämmige Endung –’omis hingegen ist, wie bereits erwähnt, als Fall einer Hyperkorrektur zu bewerten.
Vervielfältigungszahlwörter
Im Dialekt von Ziwato werden Vervielfältigungszahlwörter erwartungsgemäß mit pluralischen (möglicherweise auch mit paarbezogenen) Substantiven verwendet. Am häufigsten kommt bei diesen Zahlwörtern die Akkusativform vor. Neben der genannten Form fanden sich Sätze mit Nominativ und Genitiv. Die Deklination dieser Zahlwörter stimmt mit der Deklination der o-stämmigen Adjektive überein (vgl. Vaičiakauskytė 2002b: 72–73). Somit ließ sich folgendes Paradigma der Vervielfältigungszahlwörter erstellen:
N. trejy 2251 ~ trėjė23
G. septineriu 5221 ~ sèptìnėrū
D. –
A. trejus 2173 ~ trėjùs
Instr. –
Lok. –
Vok. –
Sammelzahlwörter
Im untersuchten Text kommt einmal die Akkusativform des Sammelzahlworts piękieta 812 vor, und zwar: Ira ćionay wyinas waykielis, kurfay tur piękieta dunas bakanelu yr dwy źuwy [...] 811–3. Ansonsten sind diese Zahlwörter für die Niederlitauer ganz untypisch. Erwähnenswert ist, dass die Nordniederlitauer sie heute nur noch in der festen Verbindung púors trẽits verwenden (vgl. Aleksandravičius 1967: 243; siehe auch Girdenis 1996: 22).
22 Plačiau apie šios galūnės raidą žr. Vaičiakauskytė 2002b: 46; Vaičiakauskienė 2013: 62. Nesusiaurėjusi balsį e Ziwatas fiksuoja ir šio skaitvardžio daugiskaitos vardininko ir galininko formose, pvz.: Diel tyrionyfzka ſuronyima Gałwos karunu, yfzekieje krawje łafzu tris t u kʃt ą n t e s […] 332₁₄–₁₅; Kada par piękes t u kʃt a n t e s metu yr daugiaws mizerna gymyne zmonia karota buwa ant prapulties 110–12.
23 Nordniederlitauer sagen oft nicht metâ, sondern mèts; daher kommen anstelle der üblichen Wendungen trėjė metâ, trėjùs mèts auch Verbindungen wie beispielsweise trīs metâ, trīs mèts vor (vgl. Girdenis 1996: 69).
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Bruchzahlwörter
In Ziwate kommt einmal auch das Bruchzahlwort puskietwyrtas 30922 vor. Wie die belegte Form zeigt, hat der Genitiv im untersuchten Text die niederlitauische Endung –as, z. B.: [...] yr gulieley kunay anu p a r p u s k i e t w y r t a s dienos Jeruzaluy regiemay, ku-ryi anus užmufz tiesijes 30921–23.
ORDNUNGSZAHLWÖRTER
1. Ziwato verwendet der Text relativ häufig Ordinalzahlen. Am häufigsten sind die Zahlen von 1 bis 10. Bemerkenswert ist, dass im Dialekt von Ziwato noch die Ordinalzahlen Sekmas 28819 ‚siebter‘ und afzmus 28825 ‚achter‘ verwendet wurden. Im Vergleichsdialekt sind diese Zahlwörter, könnte man sagen, inzwischen nicht mehr gebräuchlich – nur selten verwenden ältere Menschen sie fakultativ. Gelegentlich kommt auch die eine oder andere Form zusammengesetzter Ordinalzahlen vor, zum Beispiel kieturiolektay 3715, piɛkiolektamy 2982. Erwähnenswert ist ferner, dass nur Singularformen der Ordinalzahlen verwendet werden. Eine Ausnahme bildet die einmal belegte Genitivform des Maskulinums Plural antru 31223. Die Ordinalzahlen werden wie Adjektive der o- (f. ā-)Stämme dekliniert und betont (vgl. Vaičiakauskytė 2002b: 68–95). Hier werden diejenigen Kasusformen der Paradigmen der genannten Zahlwörter behandelt, die für die Entwicklung der Deklination relevant sind.
Maskulinum Femininum N. ąntras 16010, pęnkts 31016 ~ õntros, pęnkts N. ąntra 2095 ~ õntrà G. antra 2028 ~ õntra G. àntros 422 ~ õntrùos D. antram 1477 ~ õntrâm D. àntray 2012 ~ õntrā; / ontrâ: A. àntra 13624 ~ õntra A. àntra 2249 ~ õntra I. pyrmu 19616 ~ pẽrmò I. – siehe àntramy 29512 ~ õntràmè siehe antroy 2582 ~ õntrũo S. – S. –
1. Die Endungen der Nominativformen der maskulinen Zahlwörter sind –as, –s, –us = [ɔs], die der femininen – –a, z. B.: Apaſztalu qn t r a s apłakimas 16010; Pęnkts znoks 31016; Sekmus znoks 31217; Antra karuna wadinta ira Panelu, o ta Paneliems ira duta, apey kures gieda Bažnicia Szwęta 29414–16; Aſzmus Chors prieme ę, Cherubynay, garbindamy jos Wiera [...] 28825–26.
Im Vergleichsdialekt sind die Singularformen des Nominativs dieselben, die in Ziwate (õntrˢə ~ àntras, pęnkts ~ pẽnktas, õntrā ~ antrà) belegt sind. Wie die Beispiele aus dem untersuchten Text zeigen, sind die Nominativformen maskuliner Ordinalzahlwörter mit –as hochlitauisch. Am deutlichsten beweist dies der Gebrauch der Formen mit –us = [ɔs] (ausführlicher siehe Vaičiakauskytė 2002b: 13; vgl. auch Girdenis, Girdenienė 1997: 22).
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2. Die Genitivformen im Singular haben die Endungen –a und –os, im Plural steht –u, z. B.: Givena tyn kielės dynas, anyi waykiele fzwaty Jezusas yr Jonas loskaway ant wyn̄ts a n t r a weyzīedamy, yr zīertawodamy 409–11; [...] ylz a n t r o s fzalyis fiedieje Motina ano kaypo fzul̄yne wyfokios milašyr̄dites 136–13726–1; Kada ant kal̄na Aliwu fiefes Majeftoty fawa, terp Aniolu, fufyrinkufes regies wyfas gymynes, yr atlacis wyinus nu a n t r u [...] 31221–23.
Im Gebiet des Kretinga-Dialekts stimmen die Formen der Ordinalzahlen im Maskulinum mit den Formen in Ziwato überein, während der Genitiv der Zahlwörter im Femininum im nordžemaitischen Dialekt gewöhnlich nicht auf der Endung, sondern auf dem Stamm betont wird (õntrᵃs ~ añtros) (Girdenis 1996: 145). Ziwate zeigt die besprochene Form mit –os, dass diese Form früher im Dialekt auf der Endung betont wurde (siehe das angegebene Paradigma; vgl. auch Vaičiakauskytė 2002b: 36).
3. Die Dativformen haben folgende Endungen: –am und –ay = [aˑ], z. B.: Jey tada afz numazgojaw koies jufu, Ponas Mokitojes: yr jus kalty efte wyinas a n t r a m kojes mazgoty 1475–7; [...] yr teyp dydes linkfmybes paſakoie wyina ą n t r a y [...] 2011–12.
Im ŠVŽK stimmt der Dativ der Zahlwörter im Maskulinum mit der Form des Dialekts von Ziwato überein, während die Zahlwörter im Femininum eine monophthongierte Endung –a aufweisen (ontrâm ~ antrám, õntrâˑ / ontrâˑ ~ añtrai). Ziwate steht die hochlitauische Endung –ay (Näheres siehe Vaičiakauskytė 2002b: 17). Bemerkenswert ist, dass im untersuchten Text einmal eine Dativform Singular im Femininum mit Monophthong vorkommt: trete 8₄ ~ tretê „der dritten“.
4. Die Lokativformen der Ordinalzahlen im Maskulinum haben die Endung –amy = [amę], während die Formen im Femininum durch die graphischen Varianten –o, –oy, –oj gekennzeichnet sind, z. B.: Pęnkta karuna ira žiwata, apey kurę parašie Jonas fzwętas Apokalipfiu (kures wadȳnama knigas taiemničiu Diewa) ą n t r a m y k apytuly 29510–12; A n t r o y dynoj, tay ira, Subatoj, eje Biskupay židu pry Pylota, kalbiedamy [...] 2581–2; Kada ateje dyn̄a Szwętes weliku, kurioy dynoj mufyie užmufzty ant wakara awyneli, tay ira k i e t w y r t o dešimtoj dynoj Mienelys pyrmoie (tay ira) Marčiawa: o p ę k t o dešimto dynoj, praſydieje Szwęte weliku [...] 1384–7.
Im Kretinga-Dialekt haben die besprochenen Formen eine morphologische Kürzung erfahren (õntrám ~ antram[è], õntrũo ~ antro[jè]), während in den übrigen Gebieten des verglichenen Dialekts ungekürzte Formen vorkommen. Die Lokativform der Ordinalzahlen im Maskulinum war, wie bei anderen nominalen Wortarten (Näheres siehe Vaičiakauskytė 2002b: 15–16), ebenfalls noch ungekürzt.
2. Im untersuchten Text werden die Komparativ- und Superlativformen des Zahlworts pirmas, pirma verwendet24. Im Folgenden werden einige interessante Sätze mit Komparativ- und Superlativformen angeführt, z. B.: O milawfis Jezusas anims tare: Užtyj̄a užtyj̄a ſakaw jums, jog p y r m e s n i s ne kaypo Abrahamas buwa 10210–11; Tą p y r m i a w ſi znoka yr cuda Padare Ponas Jezusas yr itykeje i ang Mokityney jo 627–9.
24 Ausführlicher zu den Formen der Steigerungsgrade der Adjektive siehe (DLKG 245; außerdem Paulauskienė 1994: 245–246 u. a.).
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3. Alle Ordinalzahlen können pronominale Formen haben (vgl. DLKG: 245). Ziwate werden ebenfalls pronominale Ordinalzahlen verwendet25. Im Folgenden führen wir einige interessante Sätze mit pronominalen Ordinalzahlen aus dem untersuchten Text an, z. B.: Pa-layminty ira ubagay dwåsioy (tay ira pyrmyi žodey) nes anu ira Karalifte Dangaws 6319–21; [...] garby tu, kuri ira po Diewa pyrmoj, ant amžiu amžinuju 2929–10; [...] kur buwa paskutyne wečiere, giwena, iki dėsìmtofes dyinos, tay ira, iki Sekminiu 27612–14; Jezus milawfis tuo cieflu pry Motinas žiwaty giwena iki dewintoje mienefys 247–8.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Nach der Analyse der Zahlwörter des Dialekts von Ziwato und dem Vergleich mit dem Dialekt ŠVŽK lassen sich folgende zusammenfassende Schlussfolgerungen ziehen.
1. Wie der untersuchte Text zeigt, war die Form des Zahlworts dešimtis im Dialekt von Kretinga in der Mitte des 18. Jahrhunderts noch unverkürzt; daher wurden auch die Formen der Zehner durchweg unverkürzt verwendet.
2. Die Genitiv-Plural-Form des Zahlworts dešimtys dešimtu 515 neben defimtiu 9516 zeigt, dass dieses Zahlwort ursprünglich einen konsonantischen Stamm hatte.
3. Der Vokal des zweiten Bestandteils zusammengesetzter Zahlwörter -lek- war noch nicht verengt. Die Analyse von Ziwa-to zeigt, dass die archaischere Variante -lek- ist. Im heutigen nordžemaitischen Dialekt von Kretinga werden fakultativ Formen mit -lek- und mit -lęk- verwendet; häufiger sind Varianten mit verengtem Endungsvokal.
4. Bereits im Dialekt von Ziwato war das Zahlwort tūkstantis aus dem alten i-Stamm in den ē-Stamm übergegangen.
5. In der Mitte des 18. Jahrhunderts verwendeten die Einwohner von Kretinga noch die Ordinalzahlen sekmus 28819 ‚siebter‘ und afzmus 28825 ‚achter‘. Im heutigen Vergleichsdialekt sind diese Zahlwörter verschwunden.
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25 Kelintinių skaitvardžių įvardžiuotinės formos sutampa su atitinkamų būdvardžių formomis (plg. Vaičiakauskytė 2002b: 90–95).
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Vaičiakauskytė Sonata 2002a: 1759 metų Ziwato i ir priebals inio kamieno daiktavardžiai ir jų raida. – Baltistica 36(2), 223–236.
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Vaičiakauskienė Sonata 2004a: 1759 metų Ziwato gimininiai įvardžiai ir jų raida. – Kalbotyra 53, 81–91.
Vaičiakauskienė Sonata 2004b: 1759 metų Ziwato negimininiai įvardžiai ir jų raida. – Baltistica 39(2), 279–287.
Vaičiakauskienė Sonata 2005: 1759 metų „Ziwato“ u ir iu kamieno daiktavardžiai ir jų raida. – Acta Linguistica Lithuanica 53, 91–99.
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Vaičiakauskienė Sonata 2013: 1759 metų Ziwato moteriškojo linksniavimo daiktavardžiai ir jų raida. – Acta Linguistica Lithuanica 68, 51–70.
Zinkevičius Zigmas 1966: Lietuvių dialektologija. Vilnius: Mintis.
Zinkevičius Zigmas 1980: Lietuvių kalbos istorinė gramatika 1. Vilnius: Mokslas.
Zinkevičius Zigmas 1981: Lietuvių kalbos istorinė gramatika 2. Vilnius: Mokslas.
Declension of Numerals in the 1759 ZIWATAS and Their Development
SUMMARY
The article analyses the declension of numerals in the best 18th century monument of writing of the North Samogitian sub-dialect of Kretinga, the 1759 Ziwatas, and their development. The goal of research is to analyse and provide a synchronic description of declension of the numeral of the sub-dialect of the Ziwatas; to compare the declension paradigms of the numeral in contemporary Northwest Samogitian sub-dialect of Kretinga and the sub-dialect under analysis. The paper focuses on the development of the nominal; it discusses the origin of endings and tries to explain the reasons and motives of change. Internal reconstruction and comparative methods enabled the reconstruction of the declension system of the numeral of the 18th century North Samogitian sub-dialect of Kretinga.
The analysis of numerals in the sub-dialect of the Ziwatas and their comparison with contemporary North Samogitian sub-dialect of Kretinga revealed that in the mid-18th century the sub-dialect of Kretinga still featured an un-shortened form of the numeral dešimtis (ten); therefore, the forms of tens are universally used un-shortened. What is more, the plural genitive form of the numeral dešimtys, dešimtų 515 next to dešimčių 9516, shows that the numeral used to have a consonantal stem.
The study of numerals in the sub-dialect under analysis shows that the vowel of the second component -lek- in compound numerals was still not narrowed. The analysis of the Ziwatas validates the idea that -lek- is a more archaic variant. Contemporary North Samogitian sub-dialect of Kretinga uses the forms with -lek- and -lęk- optionally; more common forms are those with a narrowed vowel of the ending.
The study leads to the conclusion that in the sub-dialect of the Ziwatas the numeral tūkstantis (thousand) had already shifted from the old i stem to ē stem.
Įteikta 2014 m. balandžio 16 d.
SONATA VAIČIAKAUSKIENĖ
Lietuvos edukologijos universitetas
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Acta Linguistica Lithuanica LXX