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Vernacular Literature as a Widening Field of Study in Contemporary Dialectology (On the Example of Podhale Region in Poland)

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Vernacular Literature as a Widening Field of Study in Contemporary Dialectology (On the Example of Podhale Region in Poland)

Author: Anna Mlekodaj
Year: 2019
Source: https://journals.lki.lt/actalinguisticalithuanica/article/download/107/96
S aipsniai / A icles 45
ANNA MLEKODAJ
Podhalańska Pańs wowa Wyższa Szkoła Zawodowa w (Podhalaische S aa shochschule Zawodowa) is eine schwedische Hochschule.
Nowym Ta gu, Polen
Die Haup hemen de wissenscha lichen Fo schung:
Sp achwissenscha , Kul u wissenscha , Dialek ologie, Bildung.
DOI-Bezeichnung
Sp achli e a u
Als ein wei es Feld de
S udium in zei genössische Zei
Dialek ologie
(Au dem Beispiel on
PODHALE-Region in Polen)
Liaudies li e a ū a kaip besiplečian i s udijų
s i is šiuolaikinėje dialek ologijoje (Lenkijos
Podhalės egiono pa yzdys) (Lenkijos Podhalės egiono pa yzdys) (Lenkijos Podhalės egiono pa yzdys) (Lenkijos Podhalės egiono pa yzdys) (Lenkijos Podhalės egiono pa yzdys) (Lenkijos Podhalės egiono pa yzdys) (Lenkijos Podhalės egiono pa yzdys)
Anme kung
Die Dialek li e a u wa eine de Fo men, um den Dialek zu e en. T o z seine
un e wechselba en P äsenz in schlesischen, kaschubischen und podhalischen Dialek en bleiben
sowohl die dialek ale Poesie als auch das Epos imme noch auße halb des dialek alen In e esses.
Die Dialek li e a u konzen ie sich au Phone ik, Phonologie, Syn ax und Lexik, einschließlich
p agma ische , kul u elle und soziale Kon ex e, und ha noch keine eigenen
Fo schungswe kzeuge en wickel , die in de Lage sind, das Wesen dieses Gen es zu e assen.
Das Ziel dieses A ikels is es, au die No wendigkei hinzuweisen, das Fo schungsgebie de
mode nen Dialek ologie au dieses Phänomen zu e wei e n, das mi de Scha ung s ilis ische
Viel al inne halb des Dialek s e bunden is . Die Dialek li e a u is ein o ensich liche
Beweis ü die Scha ung de küns le isch-li e a ischen Viel al , die im Dialek en hal en is
ode in ihm zu inden is . Diese P ozess wu de aus e schiedenen G ünden am olls ändigs en in Podhale en wickel . KEYWORDS: Polnische Dialek ologie, Volksli e a u , Iden i ä , Folklo e, Region Podhale.
ANNA MLEKODAJ
46 Ac a Linguis ica Li uanica LXXX
ANOTACIJA (in anzösische Sp ache)
Wien aus a mės išsaugojimo o mų a minė li e a ū a. Unabhängig on diesem Geschehen is
es in Sileziens, Kašubijos und Podhales Regionens Ta mėse, iek a minė poezija, iek epas is
da nesulaukė a mių y ėjų dėmesio. No s daug dėmesio ski iama one ikai, onologijai,
sin aksei i leksikai, aip pa i p agma iniams, kul ū iniams i socialiniams kon eks ams, da
nė a suku a y imo į ankių, ku iais bū ų galima už iksuo i šio žan o esmę. Zweck des A ikels
pab ėž i po eikį išplės i mode noosios dialek ologijos y imų lauką aip, kad jis ap ėp ų
s ilis inės į ai o ės kū imo eiškinį a mėje. Die Li e a u des Endes is ein o ensich liche
Menus-Li e a u -Au bau, de in de Ve ö en lichung da ges ell wi d. Aus e schiedenen
G ünden is diese P ozess am meis en in de Podhales-Region zu inden.
ESMINIAI ŽODŽIAI: lenkų dialek ologija, a minė li e a ū a, apa ybė, au osaka,
Podhalės egionas. Es is eine Sp ache, die in de Region on Podhalės he o gegangen is .
Dialec ology desc ibes he lexical and g amma ical di e en ia ion o a lan-
guage. T adi ionally, i was combined wi h he geog aphical dimension o his
phenomenon, and a special ocus was made on he speech o he inhabi an s
eines bes imm en Do es. Heu zu age um ass das In e essengebie de
Dialek ologie auch s äd ische Gebie e mi ih e eichen soziologischen Viel al
(B i ain 2010: 127[…]128). Die Kombina ion beide Aspek e und Rich ungen kann den
Dialek als eine besonde e Fo m eine Sp ache de inie en, die eine bes imm en
Region ode sozialen sowie kul u ellen G uppe eigen is .
An de Wende zwischen dem 19. und dem 20. Jah hunde wu den die e s en
Fo schungss anda ds de sogenann en adi ionellen Dialek ologie angenommen. Eine
de g undlegenden Annahmen wa die Übe zeugung, dass jede Dialek on einem
bes imm en de inie en Gebie un ennba is (Aue 2004: 149-150). De Zweck de
Dialek ologie bes and dahe da in, die G enzlinien zwischen benachba en Dialek en
es zulegen, die Lebens ähigkei de dialek alen Me kmale in de Sp ache de
Bewohne eines bes imm en Gebie s (einschließlich seines Zen ums und seine
Pe iphe ie) zu analysie en und angesich s de o sch ei enden Ve ände ungen im
Zusammenhang mi den Be ölke ungswande ungen ode den s uk u ellen
Ve ände ungen de wi scha lichen Basis de Region die Ke ndialek alen Me kmale
in de Sp ache de Bewohne eine bes imm en Region zu iden i izie en. Die
adi ionelle Dialek ologie konzen ie e sich haup sächlich au die sp achlichen
Me kmale, die dann in Bezug au ih e p imä en und sekundä en Me kmale analysie
wu den, die einen bes imm en Dialek on de S anda dsp ache un e schieden. Das
Haup o schungsgebie de Dialek ologen wa die lebendige Sp ache de
Do bewohne . Die zu e lässigs en Quellen wa en al e, unbewegliche ländliche
Männe , de en Sp ache in Bezug au die Da s ellung bes imm e dialek ale Me kmale
als am glaubwü digs en angesehen wu de (B i ain 2010: 129, Chambe s und Reudgill 1998:
S aipsniai A ikel 47 und
Ve nacula Li e a u e as a Widening Field o S udy
in Con empo a y Dialec ology (On he Example
o Podhale Region in Poland)
29), und die g undlegende Fo schungsme hode wa eine b ei ge äche e, au
F agebögen basie ende Un e suchung eines Dialek s mi Schwe punk au
Aussp ache ode Lexik (eine au Um agen basie ende Dialek ologie). Dies üh e zu
monumen alen S udien wie Alexande John Ellis […] The Exis ing Phonology o English
Dialec s Compa ed Wi h Tha o Wes Saxon Speech (1889). Das im 19. Jah hunde
eingelei e e In e esse an den phone ischen und lexikalischen Ressou cen einzelne
Dialek e zusammen mi de Möglichkei de geog aphischen Iden i izie ung
spezi ische Me kmale ug zu Scha ung des Dialek a las (a lasbasie e
Dialek ologie) bei. Diese Fo schungs adi ion is noch imme lebendig. Es ha auch
seine Ve e ung in de polnischen Dialek ologie (Reichan, Woźniak 2004). Seine heu ige
Fo se zung is in g oßen P ojek en au dem Gebie de dialek basie en
Lexikog aphie ü die einzelnen Regionen Polens zu sehen, beispielsweise Podhale,
Con empo a y dialec ology is inc easingly ocused on he c ea ion o dialec
O awa, Lubelszczyzna und Śląsk (Wyde ka 2000[…]2017; Kąś 2007; Kąś 2015[…]2018; Pelcowa
2013[…]2018). Das in A lasen und Wö e büche n gesammel e Ma e ial kann die
G undlage ü wei e e Fo schungen aus synch onen und diach onen Pe spek i en
da s ellen. Co pus, als "p inzipielle, mögliche weise compu e isie e und wei gehend
ep äsen a i e Sammlungen on na u alis isch gesp ochenem (und manchmal
gesch iebenem) Dialek ma e ial" (Ande wald und Szm ecsanyi 2009: 1126). Die
Co pus-basie e Dialek ologie is nich nu eine Quelle des Wissens übe einzelne
Dialek e in einem synch onen und diach onen Ansa z, sonde n e möglich das
um ang eiche S udium sowohl in den Disziplinen de Linguis ik als auch de
E hnog aphie. Ein unbes ei ba e Vo eil de Kö pe dialek ologie is die Nu zung
de b ei en echnologischen Möglichkei en des In e ne s, einschließlich de
Möglichkei , die Da en essou cen kon inuie lich zu e wei e n und sie leich zu eilen
(Ka aś 2015: 83[…]84). Die Neuhei de co pusbasie en Dialek ologie e s eck sich au
dialek ale sch i liche Tex e. Die adi ionelle Dialek ologie wa haup sächlich au die
gesp ochene Sp ache ausge ich e , wa abe skep isch gegenübe jede
sch i lichen Fo m. Inzwischen spiel die sch i liche Fo m mi de Zei und den
Ve ände ungen au dem Land eine imme wich ige e Rolle, die in diesem A ikel
e ö e wi d. Un e den dialek alen Tex en wi d ein besonde e Schwe punk au
küns le ischen Tex en ode dialek ale Li e a u geleg . Wäh end in wes eu opäischen Lände n de Li e a u in ih e S anda d-Na ionalsp ache Tex e o ausgegangen sind, die in Dialek en (I alien, F ank eich) e s ell wu den, kann e die polnische Dialek li e a u bis zum 20. Jah hunde in Polen keine ged uck e Fo m. Die dialek ale Li e a u exis ie e nu in jenen Dialek en, die sich de in ensi en Ve einigung und S anda disie ung de polnischen Sp ache nach de
De Zwei e Wel k ieg.
Im Rahmen de adi ionellen polnischen Dialek ologie begaben sich Fo sche in diesen
Be eich mi einem bes imm en Zweck, de den gesam en Fo schungsp ozess
dik ie e. Wenn die Fo sche da an in e essie wa en, die Te minologie zu
analysie en, die besch eib , wie ein bes imm es We kzeug gebau wu de ode wie
Menschen einzelne Ak i i ä en (im Be eich de Landwi scha ode adi ionelle
B äuche) aus üh en, konzen ie en sie sich ausschließlich au diesen Aspek . Das
begeh enswe es e S udiengebie wa ein Ve e e de äl e en Gene a ion, de sich an al e Zei en e inne e. Die Fo schung be ass e sich dahe in e s e Linie mi
ANNA MLEKODAJ
48 Ac a Linguis ica Li huanica LXXX, in dem die Beispiele einige Übe es e de al en
Sp ache gesammel we den, die au g und on Ve ände ungen im mode nen S aa
keine glaubwü dige Besch eibung meh geben konn en. Da übe hinaus wa de
Fo sche gewöhnlich ein F emde on außen, aus einem e nen Land, ein
Wissenscha le gewöhnlich aus de S ad , de aus unbekann en G ünden s ändig
übe einige de lokalen Sp achb äuche plag e. Nachdem e das Ma e ial gesammel
ha e, ging e an einen unbekann en O und keh e nie zu ück, um die E gebnisse
seine Fo schung mi den Einheimischen im Do zu eilen. Da übe hinaus e hiel en
die ö lichen ländlichen Schulen keine Un e s ü zung ü Ak i i ä en im
Zusammenhang mi de P lege des lokalen Dialek s. Dialek ologen s udie en
Dialek e, wäh end Pädagogen gleichzei ig da um kämp en, sie zu löschen.
Solche S udien wu den in Polen haup sächlich im 20. Jah hunde du chge üh . Das
wa en die Zei en, in denen de Dialek als Do sp ache de inie wu de. Zu diese
Zei benu z en die Leu e au dem Land, besonde s die äl e en, no male weise keine
ande e Sp ache. Ih e Sp ache wa de Dialek de No wendigkei , nich de Wahl.
A ha ime, in gene al, he gene al opinion was ha dialec s did no inspi e
espec . They we e conside ed an indica o o low educa ion and social s a us,
and some imes “backwa dness”. This kind o s igma de e mined by a pe son’s
Sp ache is kein sel enes Phänomen, noch besch änk es sich nu au das
polnischsp achige Um eld. Auch das Schulsys em kämp e gegen den Dialek und
e u eil e die Schüle , weil sie ihn benu z en. Die Umse zung de na ionalen
Sp achs anda ds ohne die Möglichkei , den dialek alen Zweisp achigkei zu
p ak izie en, wa eines de Haup ziele de allgemeinen G undschulbildung. Es wu de
angenommen, dass die Ve wendung des Dialek s die Jugendlichen da an hinde e,
eine höhe e Ausbildung und das, was dami einhe geh , d.h. eine e besse e
Lebensquali ä , zu e we ben. Un e diesen Bedingungen e ließ die ländliche Jugend
diesen Teil ih es E bes ei ig. Jedoch keh en junge Menschen, die nach Abschluss
ih e Ausbildung den Familienbe ieb übe nahmen, in de Regel in gewissem Maße
zum Sp achgeb auch zu ück. Au de ande en Sei e haben diejenigen, die in die S äd e gezogen sind, es olls ändig beisei e geleg .
Diese Si ua ion ände e sich schließlich adikal. In Polen wa das Zeugnis on Dialek geb auch mi
de poli ischen T ans o ma ion und den anschließenden wi scha lichen Ve ände ungen
e bunden. Ein adi ionelle Dialek besch eib die Wel , in de das Wissen übe ma e ielle und
geis ige Aspek e des Lebens on Gene a ion zu Gene a ion wei e gegeben wu de. Inzwischen ha
sich die wi scha liche S uk u des ländlichen Gebie s in den le z en Jah en adikal e ände .
Kleine Baue nhö e sind un en abel gewo den. Es gib einen g oßen Schwe punk au de
Konsolidie ung on Weidegebie en in die Hände ausgewähl e Baue n und dem We bewe b au dem
Ma k ü die P oduk ion landwi scha liche P oduk e. Ein Dialek unk ionie e in de Ta nu
in de mündlichen T adi ion, wodu ch die Möglichkei ausgeschlossen wu de, dass de Tex on
einem Nich -Spezialis en gelesen wu de.
S aipsniai A ikel 49
Ve nacula Li e a u e as a Widening Field o S udy
in Con empo a y Dialec ology (On he Example
o Podhale Region in Poland)
ha Ve ände ungen in de Technologie e zwungen. Die ühe e A eine adi ionellen
Familien a m wu de du ch mode nisie e landwi scha liche Un e nehmen e se z ,
die Lebensmi el in g öße em Maßs ab p oduzie en. Diese neue S anda disie ung de
Reali ä b ach e auch eine neue S anda dsp ache mi sich. De Dialek wa
unen beh lich mi eine ande en Wel und eine ande en Zei e bunden, die au
ande en P inzipien und einem ande en We esys em basie e. Eine wei e e wich ige
U sache ü die Schwächung de Posi ion des Dialek s au dem Land wa eine
g undlegende Ve ände ung in de b ei e en sozialen Kommunika ion im Zusammenhang
mi de Rekon igu a ion de Kul u und, genaue gesag , mi dem Übe gang on eine
analogen Phase zu eine digi alen Phase, im Zusammenhang mi Ve ände ungen
(Hop inge 2009: 295 […] 297). Die b ei e Ve b ei ung des In e ne s und de sozialen
Medien beschleunig e den P ozess de Sp achs anda disie ung. Auch die Globalisie ung
de Kul u nahm an Tempo zu. Die mode ne Schulbildung e such nich meh , Dialek e
zu bekämp en, e leb sie abe auch nich äglich un e ih en Schüle n. Die ländlichen
Dö e e lie en ih e Sp ache und e lie en auch ih e Iden i ä . Glückliche weise gil
dieses oben besch iebene Phänomen nich ü alle Gebie e Polens. Es gib Regionen, die
dennoch ih e sp achliche und kul u elle Besonde hei behal en. Dies geschah in e s e
Linie in den Gebie en, in denen dem lokalen Dialek und de kul u ellen Besonde hei ein
seh hohe soziale We zugewiesen wu de. Solche Regionen sind haup sächlich
Schlesien, Kaszuby, Ku pie, Spisz, O awa und Podhale. In jede diese Regionen wu den
e schiedene Wege genu z , um die soziale Übe zeugung übe die No wendigkei de
E hal ung de egionalen Iden i ä , einschließlich de egionalen Sp ache, au zubauen.
Jede diese Wege könn e Gegens and eines sepa a en A ikels sein, abe ü den
Res dieses A ikels we de ich mich au die Region Podhale konzen ie en, die ich am
bes en kenne und on de ich komme. Podhale lieg im Süden Polens, am Fuße de
Ta a-Be ge, den höchs en polnischen Be gen des alpinen Typs, die zu Ka pa enke e
gehö en. Schlech e Boden und schwie ige na ü liche Bedingungen ugen zu
En wicklung des Hi enlandes bei. Die spezi ische Hi enkul u wu de un e dem
s a ken Ein luss de Wlachs gebilde , die zusammen mi ih en He den on de
Balkanhalbinsel du ch den Ka pa enbogen nach Wes en zogen. Sie hin e ließen Spu en
nich nu in de allgemeinen Kul u , sonde n auch in de Sp ache de polnischen
Hochlände . Jah hunde elang, schwe zugänglich, e lo en in den Be gen und Wälde n,
wa Podhale om Res des Landes isolie . Aus dem No den kamen polnische Siedle , die
on den Königen zahl eiche P i ilegien e hiel en, die Wälde abholz en und Siedlungen
g ünde en. Jah hunde elang leb en diese Bewohne in na ü liche Isola ion, schu en
eine u sp üngliche Kul u und bewah en ih e a chaische Sp ache. E s im 19.
Jah hunde kamen die in e essie en Ve e e de In elligenz in diese Ecke; Sie
kamen in die Ta a zu Fo schungszwecken (Geologen, Geog aphen und Na u o sche )
und spä e auch wegen de klima ischen Vo eile, um ih e Gesundhei und F eizei zu
e besse n. Die Neuankömmlinge en deck en exo ische, halb wilde und halb heidnische Menschen, die seh s olz und unabhängig wa en.

ANNA MLEKODAJ
50 Ac a Linguis ica Li huanica LXXX
weil sie nie Skla e ei ode Knech scha gekann haben. Aus diesem G und wu den
die Einheimischen um die Jah hunde wende zum Gegens and uni e selle
Faszina ion und eine A Mode. In ähnliche Weise beme k en die Menschen in de
Kul u de Ta a-Höhenbewohne das na ionale Po enzial, das dazu bei agen
wü de, die polnische Iden i ä nach de E klä ung de na ionalen Unabhängigkei
wiede au zubauen. Aus diesem G und woll en die na ionalen Füh e diese Kul u mi
um assende So g al und Au me ksamkei umgeben. Un e dem Ein luss eines
solchen In e esses na ionale Füh e schä z en die Hochlände selbs den We
ih e eigenen Kul u und beschlossen, sie zu schü zen, indem sie zue s den
Highlande s Associa ion (1904) und spä e die Polish Highlande s Alliance ins Leben
ie en. Auch un e den neu geg ünde en Mi gliede n de Allianz wuchs das
Bewuss sein ü die No wendigkei on Bildung. Viele Hochlandbewohne e hiel en
einen Uni e si ä sabschluss, und obwohl sie in Podhale keine A bei inden konn en, s imulie en sie die En wicklung de Kul u an.
Die Tou is en, die aus de Fe ne kamen, le n en die Hochland olklo e haup sächlich übe
Be gexpedi ionen kennen. Nach dem damaligen ö lichen B auch wu de eine Expedi ion in die
Be ge on eine Kompanie aus zahl eichen Hochland üh e , Musike n und Hel e n - T äge n -
beglei e . Die Füh ungen daue en gewöhnlich meh e e Tage. Die Abende am Lage eue ü die
Gäs e wa en ge üll mi Highlande -Geschich en, Musik, Liede n und Tänzen. Die Sch i s elle
wa en haup sächlich on den Geschich en de Hochlände aszinie . Die e s en Tex e, die den
Podhale-Dialek ein üh en, wu den 1889 e ö en lich . Das e s e wa das Mä chen on Sabala,
das om Sch i s elle Hen yk Sienkiewicz gesch ieben wu de, de spä e den
Li e a u nobelp eis e hiel . Zu Beginn des 20. Jah hunde s schu ein wei e e be ühm e
polnische Sch i s elle , Kazimie z Te maje , eine Reihe on Geschich en aus dem Rocky
Podhale (1914), wobei die meis en S ücke in de Sp ache des s ilisie en Podhale-Dialek es
gesch ieben wu den. Wäh end Sienkiewicz keine ühe en Ve bindungen zu Podhale ha e,
wu de Te maje selbs gebo en, abe es wa nich seine Mu e sp ache, da e aus eine
spen he i s 8 yea s o his li e he e. He knew he dialec and unde s ood i ,
Adels amilie und nich aus eine Hochland amilie s amm e. Aus diesem G und können wede das
Mä chen on Sabala noch die Geschich en aus Te maje als au hen ische Dialek ex e
be ach e we den. Sie sind die einzigen Beispiele ü S ylisie ungen ode küns le ische
Imp o isa ionen des Dialek s. Mi de Bildung eines indigenen Segmen s gebilde e Hochlände ,
die seh in die Bewegung de egionalen Iden i ä in ol ie wa en, gingen sie au einen
K euzzug, um egionale li e a ische We ke zu bilden. Einheimische Hochlände aus Podhale
begannen, ih e eigenen Ve se in ih e indigenen Sp ache ode Dialek zu sch eiben. De e s e
on ihnen wa And ew S opka, ein einheimische Be gs eige aus dem Do Koscielisko am Fuße
on Zakopane, de iele Geschich en on Sabala […] seinem Nachba n ansk ibie e. 2 Sabala is
de Spi zname des be ühm en Hochlandgeschich ene zähle s John K zep owski (1809-1894), de
zu eine Ikone des Podhale-Hochlands wu de.
S aipsniai A ikel 51
Ve nacula Li e a u e as a Widening Field o S udy
in Con empo a y Dialec ology (On he Example
o Podhale Region in Poland)
S opka is auch de Au o eines o iginellen dialek alen Tex es, in dem das Thema de im
Ta a-Gebi ge schla enden Ri e en wickel wu de. Beide Tex e wu den Ende des 19. Jah hunde s
gesch ieben und e ö en lich . Fü heu ige Fo sche des Hochlanddialek es sind die Sch i en on
S opka eine zu e lässige Quelle des Wissens übe die Fo m des Dialek s seine Zei , obwohl sie
zwei ellos eine hohe küns le ische Blü e haben und de in ihnen e wende e Dialek eine e was
ande e Fo m als die im All ag e wende . Ein ähnliche Schluss kann übe die Sch i en eines
ande en gebilde en Hochlande s aus Zakopane […] Wojciech B zega […] gezogen we den, de einen
Band mi Ku zgeschich en in dem Dialek mi dem Ti el Posiady e ö en lich e. Geschich en aus
Podhale (1913) zu Beginn des 20. Jah hunde s. Als ein einheimische Hochlandbewohne benu z e
B zega seine Mu e sp ache ode seinen Dialek . Sowohl ü S opka als auch ü B zega wa de
Dialek ih e e s e, na ü liche Sp ache, wobei die polnische S anda dsp ache iel spä e (und
wah scheinlich mi Schwie igkei en) als E gebnis ih e Schul- und Uni e si ä sbildung e le n
wu de. Ih e A bei leg e den G unds ein ü die Podhale-Regionalsch i , und de Dialek aus de
Ta a leb e be ei s, um seine eigene Li e a u zu sehen. Vo dem Zwei en Wel k ieg e schienen d ei
Bände selbs e ö en lich e Gedich e im Hochlanddialek (An hony Zachemski Gęśle z jawo a im
Jah 1935, S anislaw Nedza-Kubinec Na nowa pe ć im Jah 1936 und Jan Mazu Z wysokik Ta e
wia e ny sum im Jah 1937). Wei e e Gedich e im Hochlanddialek e schienen in de P esse sowohl in
egionalen als auch in na ionalen Publika ionen. Im Jah 1937 wu de an de Jagiellonischen Uni e si ä
in K akau die An hologie mi dem Ti el Poezja mlodego Podhala zusammenges ell . Es konzen ie e
sich au die Da s ellung de Sch i en junge Hochland-Au o en, die in dem Dialek sch ieben. Zu den
Au o en gehö en sowohl Hochschulabsol en en als auch selbs geleh e Hochlandbewohne , F auen
und Männe ; Mi Ausnahme eine F au, ih e Kindhei un e den Highlande -Kinde n, die ih e Sp ache
und ih e Sich au die Wel gep äg ha . Wäh end ih es gesam en Lebens sch ieb Nowobielska
Gedich e im Dialek (sie s a b 1992) und wu de zu eine wei hin bekann en Hochlanddich e in. Un e
hey we e all bo n in highlande amilies in Podhale, and he dialec was hei
i s language. Only Anna Nowobielska did no o igina e om Podhale; howe -
e , she a i ed he e wi h he mo he - eache a he age o wo yea s and spen
dem Ein luss de Neuankömmlinge aus ande en Regionen Polens en wickel e sich die im 20.
Jah hunde ins Leben ge u ene Ta a-Li e a u bewegung, die kon inuie lich Ein luss au die
benachba en Regionen auss ahl e. Heu e können wi schon on den ün Gene a ionen
einheimische Ta a-Höhe lände sp echen, die ih e Gedich e und P osa im Podhale-Dialek
sch eiben und e ö en lichen. Diese Li e a u e b ei e e sich wei gehend un e zahl eichen
Highlande -Zuhö e n. Au g und de Ta sache, dass de Ta a-Dialek als Dialek de polnischen
Sp ache ü einen du chschni lichen Polen nich schwe zu e s ehen is , 3 meine ich o allem
Joseph Kąś, Au o des monumen alen We kes Illus a ed Lexicon o Dialec and Cul u e o Podhale
( e ö en lich in sieben e schiedenen Bänden sei 2015).
ANNA MLEKODAJ
52 Ac a Linguis ica Li huanica LXXX und seine Sch eibweise4 beziehen sich au die
polnische Rech sch eibung, die Li e a u des Dialek s is eine g oßa ige Quelle, um
die Men ali ä de Podhale Highlande s und die Wel , in de sie leben, kennenzule nen.
Zwei Haup ends en s anden im ühen S adium de Dialek en wicklung in de
Podhale-Li e a u . Die e s e en wickel e sich in enge Ve bindung mi den
T adi ionen de lokalen Folklo e und bezog sich aus de Pe spek i e de P osa au
ein Volksmä chen namens godka in Podhale und au Volksliede aus de Pe spek i e
de Poesie. Diese Ve weise sind sowohl hema isch als auch o mell. Das
Vie -Ve s-Reim is ypisch ü Podhale und ha die g undlegende Fo m de
Hochland-Poesie es geleg . Auch im Rahmen des o ges ell en Inhal s is diese
T end eine Fo se zung adi ionelle olklo is ische Mo i e und Fäden.
De zwei e T end wi d on Küns le n gese z , die on den E ungenscha en de
zei genössischen polnischen P osa und Poesie inspi ie sind, on denen sie
haup sächlich ih e Inspi a ionen ziehen. Dies gil insbesonde e ü Dich e mi
höhe e Ausbildung, die sich ih e poe ischen Technik bewuss sind. Ih e A bei
ziel da au ab, den Dialek mi de Möglichkei auszud ücken, Inhal e
auszud ücken, die sie nich egelmäßig äglich be üh haben. Wi e danken ihnen
auch ih e in e essan en dialek alen Bilde , dank de e es möglich gewo den is ,
den Inhal zu e assen, de übe die all ägliche E ah ung des Lebens in einem Hochlanddo hinausgeh .
Pa adoxe weise bleib die dialek ale Poesie au g und diese k ea i en A bei o auße halb des
In e esses de Dialek ologie, die sich haup sächlich au die Besch eibung eines de inie en s abilen
Sys ems konzen ie , in dem die Sp ache eine di ek e Re lexion de Reali ä is . Die dialek ale
P oduk ion, und haup sächlich die Poesie diese nich - olk-T end, scha einen Be eich des Dialek s, zu
dem geeigne e Fo schungswe kzeuge gescha en we den soll en. Es gib meh e e G ünde, wa um die
dialek ale Sch i , insbesonde e die Poesie jensei s des olklo is ischen T ends, nich als gu e Quelle
des Wissens angesehen wi d. Diese Bedingung gil imme noch ü iele ande e polnische Dialek e.
4 The spelling o he Podhale dialec is a di e en issue. Acco ding o he classical app oach, he
Deshalb haben Dialek ologen phone ische Au zeichnungen e wende . Diese A on Au zeichnung is
jedoch he me isch, und die Fähigkei , sie zu e wenden, is in de Regel au einen engen Um eld on
Linguis en besch änk . Fü den Dich e , de im Hochlanddialek sch eib , is das Polnisch zu G undlage
de T ansk ip ion gewo den. Zunächs wu den einige gemeinsame Zeichen einge üh , die eine
un e schiedliche Umse zung einzelne Klänge un e scheiden soll en, abe mi de Zei wu de dies au
das gemeinsame Ve s ändnis de Gemeinscha e zich e . Die Rech sch eibung des Podhale-Dialek es
is noch nich s abilisie ode allgemein de inie . Jede Au o sch eib , wie e es ü angemessen
häl . No male weise beein äch ig diese Ansa z jedoch nich die Iden i izie ung des Dialek s. Die
Scha ung eine sch i lichen Va ian e eine bes imm en Sp ache is ein lang is ige P ozess. In de
Zwischenzei sind die längs en li e a ischen T adi ionen, die wi im Fall on Podhale haben, nu 120 Jah e
al . Vielleich wi d du ch die wei e e En wicklung de Li e a u in diese Region eine einhei liche
Sch eibweise gescha en. Dies kann wei gehend au das au s ebende We k Illus a ed Lexicon o
Dialec and Cul u e o Podhale on P o . Józe Kąś zu ückzu üh en sein. Au g und de Au o i ä des
Au o s kann die da in e wende e Rech sch eibung ode Rech sch eibung im Lau e de Zei zu No m we den.
S aipsniai A ikel 53 und
Ve nacula Li e a u e as a Widening Field o S udy
in Con empo a y Dialec ology (On he Example
o Podhale Region in Poland)
Dialek ologen. Die wich igs e da on bezieh sich au den indi iduellen Ansa z des
Au o s zu Sp ache. Einige Dialek ologen glauben, dass das Gedich des Au o s auch
seine eigene Vision des Dialek s geben kann. Es kann beispielsweise einige seine
Me kmale s ä ken und ande e schwächen. Sein Dialek kann den Cha ak e de
P ojek ion ode eine indi iduellen Vision haben, die in de E ah ung dieses
Indi iduums aus de Ve gangenhei e wu zel is . In diese Dimension kann de
Dialek dem Bild en gehen, das sich aus de G undlage de bishe e wende en
We kzeuge gebilde ha . Wenn wi jedoch die dialek ale küns le ische K ea ion als
eine de Lebens o men im Dialek behandeln, könn e seine au schluss eiche Analyse
iele we olle In o ma ionen übe die Indi idualisie ung des dialek alen Ausd ucks
ode die in a-s ilizie e S ylisie ung lie e n. De Dialek ha , wie jede Sp ache, das
Rech , inne halb seines Um angs e schiedene A en on Va ian en zu scha en, on
denen einige das allgemeine Sp achsys em bezeugen, wäh end ande e übe seine in e nen s ilis ischen Ablei ungen sp echen. Die Dialek li e a u is eine da on.
Ein wei e e G und is die Übe zeugung, dass die Dialek li e a u des
nich - olklo ischen T ends ein Phänomen is , das dem Dialek im Wesen lichen
emd is - in gewissem Sinne unna ü lich. Es wi d gewöhnlich mi de Scha ung
eine Wel sich in Ve bindung geb ach , die nich mi de adi ionellen Folklo e
e einba is , die in den Tex en au gezeichne is . Es üh eine ande e
Pe spek i e au die Reali ä ein und b ich die bes ehenden S e eo ypen au . Es
handel sich um eine A Implemen ie ung, die den o he igen Besch eibungs egeln
en komm . Es is jedoch ziemlich iskan , diese Fo m de sp achlichen Ak i i ä
zu igno ie en, nu weil sie nich in die olls ändige Vision des Dialek s als Ganzes
pass . Heu zu age beobach en wi eine wei e b ei e e Abweichung om Dialek
is s ill de eloping. New olumes o poems a e published; au ho s use S anda d
Polish daily, while emaining ai h ul o i in w i en poe y. O e ime, li e a-
u e can become an impo an , i no he only, a ea o dialec al li e. The e o e,
in de all äglichen Sp ache des Do es (auch in Podhale). Gleichzei ig soll en wi
jedoch le nen, die dialek ale Li e a u heu e e ns zu nehmen und on ih übe die Rolle und den Pla z des Dialek s in de mode nen Wel zu le nen.
Hinweise
Ande wald Lieselo e, Szm ecsanyi Benedik 2009: Co pus Linguis ik und Dialek ologie.
[…] Handbüche ü Linguis ik und Kommunika ionswissenscha , Lüdeling Anke, Ky ö
Me ja ( ed.) Wal e on G uy e . Be lin, New Yo k, 1126 bis 1139. Das is Be lin. Aue
Pe e 2004: Sp ache, G enze, Raum. Zei sch i ü Sp achwissenscha 23,
149–179.
Biela owicz Jan 1937: Poezja młodego Podhala. K akow: Koło Naukowe Polonis ów UJ.
(K akow: Koło Naukowe Polonis ów UJ) is ein Polnische S aa sbü ge . Da id B i ain 2010: Dialek ologie. E is ein Wissenscha le . […] Enzyklopädie de Linguis ik, he ausgegeben. Malmkjae
Das is Ki s en. London, Rou ledge. Ich bin in London.