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ONA LAIMA GUDZINEVIČIŪTĖ

Universität Šiauliai

EINIGE PROBLEMATISCHE FÄLLE DES GEBRAUCHS VON ORTHOGRAFIE- UND SATZZEICHEN

SCHLÜSSELWÖRTER: Sprachkompetenz, Rechtschreibempfehlungen, Drucken am Computer.

Neben Buchstaben und Ziffern werden im Text viele verschiedene Zeichen verwendet, die zusätzliche Informationen vermitteln. Auch Satzzeichen erfüllen in der Schriftsprache unterschiedliche Funktionen.

Ziel des Artikels ist es, den Gebrauch seltener vorkommender Zeichen sowie einige problematische Fälle des Gebrauchs von Orthografie- und Satzzeichen zu erörtern.

Viele stimmen der Ansicht zu, dass „<...> das Schriftsystem ebenso wie die Rechtschreibung selbst (Schreibweisen und Regeln) und die Zeichensetzung eine Frage der Übereinkunft und die äußere Hülle der Sprache ist <...>“ (Pupkis 2005: 231). Leider gibt es noch immer überlieferte oder neu entstandene Tatsachen, die zeigen, dass auch Sprachwissenschaftler theoretisch nicht eindeutig definiert und praktisch nicht angegeben haben, wie bestimmte Dinge zu verwenden sind, insbesondere solche, die durch die allgemeine Computerisierung aktuell geworden sind. Die in diesem Artikel behandelten Fälle der Rechtschreibung und Zeichensetzung werden in vielen normgebenden Sprachpublikationen erörtert oder erwähnt; heute müsste dies jedoch präzisiert werden, denn es mangelt an klaren, konkreten und verlässlichen Empfehlungen, damit am Computer gedruckte Texte eine bessere Qualität aufweisen.

SELTENER VERWENDETE ZEICHEN

In den obligatorischen und fakultativen Zeichensetzungsregeln (im Folgenden PPST) werden folgende in der litauischen Sprache verwendete Satzzeichen aufgeführt: Punkt (.), Komma (,), Semikolon (;), Doppelpunkt (:), Gedankenstrich (–), Fragezeichen (?), Ausrufezeichen (!), Auslassungspunkte (...); Klammern: öffnende ((), schließende ()); Anführungszeichen (öffnend („), schließend (“) (PPST 2009: 3). In dieser Publikation heißt es, dass „das Ende von Zeilen und Strophen durch Schrägstriche gekennzeichnet wird—

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niais“ (PPST 2009: 13), tačiau tokio ženklo tarp išvardytų skyrybos ženklų nėra. Juozas Abaravičius yra rašęs, kad skirtukų priskaičiuojama ir daugiau: kablelis ir brūkšnys, apostrofas, išnašų žvaigždutė, pasvirieji brūkšniai, dar tarpelis tarp žodžių, pastraipos įtrauka ir kt. (Abaravičius 2002: 9). Aldonas Pupkis taip pat teigia: „Kartais atskiru ženklu laikomas kablelis ir brūkšnys (, –), o brūkšnys nagrinėjamas kartu su brūkšneliu kaip rašybos dalykas. Be 10 pagrindinių ženklų, kalbama ir apie kitokius skyrybos simbolius: apostrofus, išnašų žvaigždutes, pasviruosius brūkšnelius1, tarpus tarp žodžių, pastraipų įtraukas ir kt. (jie gali būti laikomi ir rašybos dalykais) <...>“ (Pupkis 2005: 235).

Auch Zeichenkombinationen werden verwendet. Im Nachschlagewerk zur litauischen Sprache (im Folgenden LKŽin) sind folgende zusätzliche Kombinationen angegeben:?!?!.!..?.. (LKŽin 1998: 349); es wird darauf hingewiesen, dass manche Zeichen, etwa das Ausrufe- und das Fragezeichen, in Klammern stehen können. Jonas Balkevičius schrieb: „Am Ende eines Frage-Ausrufesatzes kann in bestimmten Fällen neben dem Ausrufe- und dem Fragezeichen2 auch noch ein Auslassungszeichen stehen<...> (es werden zwei weitere Punkte hinzugefügt) <...>, z. B.: Was ist denn hier los?!.. P Cvir.“ (Balkevičius 1963: 429). In der Publikation Litauische Rechtschreibung und Zeichensetzung (im Folgenden LKRS) wird erwähnt, dass anstelle des Auslassungszeichens nur ein Punkt geschrieben wird (?!.) (LKRS 1992: 135)3. Fragt man Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie andere Schreibende, um welche Zeichen es sich hier handelt, werden sie der Reihe nach genannt: Fragezeichen, Ausrufezeichen, Punkt. Generell wird recht frei geschrieben, z. B.: Oder stören Sie beim Lesen etwa nicht das Getöse der Stadt, der Lärm der Cafés, das Rattern des Zuges, das Rauschen des Meeres...?4 Traditionell müsste am Satzende ein Fragezeichen und zwei Punkte stehen (?..) – eine Analyse kann helfen, sowohl die Verwendung der Zeichen als auch den Sinn des Satzes zu verstehen.

Soll der emotionale Unterton besonders hervorgehoben werden, können zwei oder drei Ausrufe- oder Fragezeichen geschrieben werden, z. B.: Bravo, richtig, wir stimmen zu, wir stimmen zu!!! <...>

1 A. Pupkis mini būtent pasvirąjį brūkšnelį (žr. Pupkis 2005: 234, 235), ne brūkšnį. Kuriuos rašybos atvejus autorius turi omenyje, nepaaiškinta.

2 Genauer wäre es, „ohne Frage- und Ausrufezeichen“ zu schreiben. Für diejenigen, die es verstehen, bereitet die Wortstellung keine Probleme. In schriftlichen Arbeiten hat man jedoch bereits auch die Zeichen (!?) gesehen.

3 Der zweite Teil der Publikation Litauische Rechtschreibung und Zeichensetzung, Zeichensetzung, wurde 2006 für ungültig erklärt (siehe Beschluss Nr. N–5 (106) der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache vom 28. September 2006). Folglich blieb ein Teil der Zeichensetzungsfragen (alles, was nicht unter PPST fällt) weniger eindeutig geregelt. Deshalb werden bestimmte Festlegungen dieser Publikation (auch zu mehreren Zeichenkombinationen am Satzende) in späteren Publikationen, beispielsweise LKŽin, weiterhin angeführt) – Anm. d. Red.

4 Einige Beispiele stammen aus Arbeiten von Kolleginnen und Kollegen oder aus redigierten Manuskripten; mitunter wird auch nur der für die Veranschaulichung des analysierten Themas wichtige Satzteil zitiert. Daher werden weder Verfassende noch Quellen angegeben. Die Schreibweise (der Sprachgebrauch) der Autorinnen und Autoren wird häufig auch von den Herausgebern der Publikationen korrigiert. Der Artikel legt den Schwerpunkt auf den Sprachgebrauch und richtet den Blick auf Probleme.

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(LKRS 1992: 136). Zu häufig verwendete solche wiederholten Zeichen können ihre Ausdruckskraft verlieren. Selbstverständlich hängt ihre Verwendung auch vom Textstil ab.

Manche Zeichen treten paarweise auf: Klammern und Anführungszeichen; beim Einschub bilden auch Kommas und Gedankenstriche Paare. Die Verwendung paariger und einzelner Zeichen im Satz unterscheidet sich. So können Klammern im Satz verschiedenen Zwecken dienen: Im ersten Fall kennzeichnen sie Informationen, im anderen führen sie eine Aufzählung ein: „Präpositionen werden getrennt von Wortverbindungen (a) und Wortverschmelzungen (b) geschrieben, z. B.: a) unter anderem, unter anderem<...>; b) bis zu dieser Zeit, bis zu jener Zeit <...>“ (LKRS 1992: 52).

Es gibt nicht viele paarige Zeichen, doch auch darunter gibt es besondere – die einfachen Anführungszeichen. In der wissenschaftlichen Literatur finden sich verschiedene Arten, die Bedeutung eines Wortes im Text anzugeben. Am häufigsten schreibt man entweder so: babelis „Tumult, Unruhe“ (LKRS 1992: 64), oder so: ledas ‘gefrorenes Wasser’. In LKRS heißt es: „Die Namen von Kulturpflanzensorten werden mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben und durch einfache Anführungszeichen hervorgehoben“ (LKRS 1992: 64). Es wird erläutert, dass „diese Schreibweise international vereinheitlicht ist. Die Anführungszeichen können entfallen, wenn der Name in einer anderen Schriftart oder mit einem speziellen Sortenhinweis angegeben wird“ (LKRS 1992: 64); als Beispiele werden genannt: ‘Vengrinė’ (Pflaumensorte), ‘Akuotieji’ (Weizensorte), ‘Senga Sengana’ usw. Hier sollte man auf die Form der öffnenden Anführungszeichen achten. Übrigens werden im Lehrbuch Litauische Sprache (im Folgenden LK I) andere Anführungszeichen verwendet: Erdbeeren „Senga Sengana“ (LK I 1995: 321). Die neueste Schreibweise mit einfachen Anführungszeichen ist logisch nachvollziehbar – je ein litauisches Anführungszeichen („ „). An diese Schreibweise gewöhnt man sich jedoch schwer, denn das öffnende Anführungszeichen (hier wird die singularische Verwendung des pluralischen Substantivs tatsächlich möglich) sieht aus wie ein Kabel, nur dass es nach einem Leerzeichen geschrieben wird; danach folgt das Wort, z. B.: „Der Akzent ist gleichsam die Seele der Sprache“; lat. segmentum,Abschnitt, Stückchen‘ (Stundžia 2009: 12). Hier werden doppelte und einfache Anführungszeichen im selben Stil (Schriftbild) verwendet.

Ein weiteres Problem ist die Frage, ob doppelte Zeichen geschrieben werden dürfen. Zum Beispiel: <...> Ortsnamen werden auch in symbolischen Bezeichnungen verwendet, besonders häufig in den Namen von Sportmannschaften und Vereinen, Gesundheitszentren oder Erholungsanlagen und Ähnlichem. In der Beratungsdatenbank der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache (im Folgenden VLKK) heißt es: „Wenn zwei Anführungszeichen oder Klammern aufeinandertreffen, werden nur ein Anführungszeichen beziehungsweise eine Klammer geschrieben (wie auch beim Aufeinandertreffen zweier Kommas oder anderer Satzzeichen), z. B.: Das Bier „Utenos“ Utenos“ wurde teurer. Die Quelle kann auf unterschiedliche Weise angegeben werden (in einer Fußnote, in Klammern (www.delfi.lt); wichtig ist, dass die Leserschaft die erforderlichen Informationen erhält“; ergänzt wurde jedoch noch: „Wenn am Satzende der Punkt einer Abkürzung (z. B. Abkürzungen wie usw.,

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usw.) und für den abschließenden Punkt des Satzes wird ebenfalls ein Punkt gesetzt. Mitunter können in komplexen Texten zur besseren Verständlichkeit doppelte Klammern verwendet werden: ((0,990 – 1,18)/0,12 = −1,6); ...Interesse geweckt erst im 20. Jahrhundert (A. Žigaitytė, Oper „Mažvydas“ (1987), „Žilvinas ir Eglė“ (2002)) usw.“ (http://www.vlkk.lt/lit/7696)5. Am Ende des genannten Satzes (<...> Ortsnamen werden ebenfalls verwendet <...>) muss also ein Punkt stehen. Die Klammern werden jedoch meist verdoppelt, z. B.: Diese Frage muss vor dem Komitee gestellt werden (= dem Komitee; das Komitee muss gefragt werden (das Komitee)) (KP 2(2) 2003: 87).

Im Leitfaden für die Abfassung von Veröffentlichungen der Institutionen der Europäischen Union (im Folgenden ILRV) wird darauf hingewiesen, dass doppelte Klammern geschrieben werden können, wenn dies inhaltlich erforderlich ist: Poly(oxy(dimethylsilylen)); Dieses Abkommen (der Europäischen Union und der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)) wurde im Februar 1992 unterzeichnet. In dieser Veröffentlichung werden einfache Anführungszeichen empfohlen: Ein Kommissionsmitglied merkte an, dass „es Streitigkeiten über das Unternehmen „Microsoft“ gab; es heißt, dass „[d]oppelte Anführungszeichen nicht empfohlen werden, aber bei Bedarf verwendet werden können: Ein Kommissionsmitglied merkte an, dass „es Streitigkeiten über das Unternehmen „Microsoft“ gab“ (ILRV 2011: 151–152).

Es ist schwierig, unmittelbar nebeneinanderstehende öffnende doppelte Anführungszeichen und öffnende einfache Anführungszeichen zur Kennzeichnung einer Bedeutung zu setzen (entsprechendes gilt für die schließenden Zeichen), etwa beim Zitieren eines Zitats und dergleichen; das Zitieren ist jedoch nicht Gegenstand der Untersuchung dieses Artikels.

Es gibt verschiedene Arten von Klammern, z. B.: () – runde Klammern oder einfach Klammern; [] – eckige Klammern; { } – geschweifte Klammern; < > – spitze Klammern usw. Die Bedeutung von Zeichen oder zusätzlich verwendete Zeichen werden stets erläutert. So heißt es beispielsweise in der Grammatik der modernen litauischen Sprache (im Folgenden DLKG): „Beispiele in phonetischer Transkription werden bei Bedarf in eckigen Klammern ‚[]‘ angegeben <...>; Schrägstriche ‚/ /‘ kennzeichnen die phonologische Transkription, geschweifte Klammern ‚{ }‘ die morphonologische oder morphologische“ (DLKG 1997: 21).

Einige Buchstabenabkürzungen werden, wenn unbedingt erforderlich, dekliniert; dann werden die Kasusendungen „mit Kleinbuchstaben nach einem Bindestrich oder Apostroph geschrieben, z. B. TASS-o oder TASS’o pranešimas“ (LKRS 1992: 74). Stasys Keinys zufolge sollte noch diskutiert werden, wie Folgendes zu schreiben ist: „<...> Es ist unklar, warum anstelle des Apostrophs, der (auch in einigen anderen Fällen, etwa bei der Schreibung bestimmter fremder Eigennamen) verwendet wird, eine seltene, offenbar entlehnte Variante mit Bindestrich nötig ist“ (Keinys 2005: 189). In der LKRS heißt es, dass verkürzte Funktionswörter, die durch einen Apostroph vom Nachnamen getrennt werden, am Anfang eines Personen-

5 ...Interesse geweckt – hier scheint nach den Auslassungspunkten ein Leerzeichen zu fehlen (passend wäre <...> und ein Leerzeichen danach).

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namens geschrieben und großgeschrieben, z. B.: L’Anžas, O’Henris, D’Abernonas; innerhalb eines Personennamens hingegen kleingeschrieben, z. B.: Žana d’Ark, Marselis l’Erbė (LKRS 1992: 88). Ein Apostroph ist auch dann erforderlich, wenn an fremdsprachige Namen litauische Endungen angefügt werden, z. B.: Larousse’as usw. (LKRS 1992: 89). Der Apostroph ist ein „Rechtschreibzeichen – ein Häkchen, das im oberen Teil der Zeile anstelle eines ausgelassenen Vokals geschrieben wird, z. B. im Französischen ‚l’homme‘6 anstelle von ‚le homme‘, nach einem weichen Konsonanten in der phonetischen Transkription sowie vor litauischen Endungen bei Abkürzungen, z. B. TASS’as“ (TŽ 1985: 41). In späteren Ausgaben wurde nur der Schlussteil der Definition präzisiert: „vor litauischen Endungen nach authentischen Eigennamen, die auf einen ungesprochenen Vokal oder Konsonanten enden, z. B. de Gaulle’is (TŽ 2001: 60); zugleich wird jedoch erklärt, dass der Apostroph ein Rechtschreibzeichen ist (siehe VLE 2001: 664; LKE 2008: 28). In wissenschaftlichen Arbeiten, Bibliografien und Dokumenten wird die Umschrift fremder Wörter mitunter buchstabengetreu wiedergegeben. Damit soll mithilfe diakritischer Zeichen die Form der Originalsprache genauer wiedergegeben (transliteriert) werden, z. B.: russ. Кузьмина – Kuz’mina⁷ (Ambrazas 2008: 14). In solchen Fällen kennzeichnet der Apostroph die Weichheit des Konsonanten. In Veröffentlichungen wird keine Einheitlichkeit gewahrt, z. B.: Kacnel’son (Кацнельсон), Koval’ (Коваль), Rol’ [человеческого...] (Роль...), aber Chidekel (Хидекель), Košel (Кошель), Ulman (Ульман), Volf (Вольф) (siehe Gudavičius 2009: 239–254). In zusammenhängenden Texten werden Eigennamen unter Verwendung des Alphabets der eigenen Sprache transkribiert – geschrieben wird Kuzmina (Кузьмина), Olga (Ольга)⁸ usw.

BINDESTRICH, GEDANKENSTRICH, LEERZEICHEN UND ANDERES

Die Unterschiede im Gebrauch von Bindestrich und Gedankenstrich sind in den normierenden Veröffentlichungen zur litauischen Sprache recht klar festgelegt.

Früher wurde der Bindestrich den Satzzeichen zugeordnet, heute gilt er als Rechtschreibzeichen. Beim Drucken eines Textes wird der Bindestrich zwischen verbundenen Wörtern oder Wortteilen stets ohne Leerzeichen auf beiden Seiten gesetzt.

Es gibt mehrere problematische Anwendungsfälle, bei denen entschieden werden muss, welches Zeichen (Gedankenstrich oder Bindestrich) zu setzen ist und ob es mit oder ohne Leerzeichen auf beiden Seiten gedruckt werden soll.

6 Mit einem Leerzeichen nach dem Apostroph gedruckt.

7 In V. Ambrazas’ Buch ist genau dieser Apostroph gesetzt.

8 Näheres siehe: Anleitung zur Transkription von Familiennamen, Vornamen und Ortsnamen aus dem Russischen ins Litauische und aus dem Litauischen ins Russische, Vilnius: Mokslas, 1990.

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Zwischen zwei selbstständigen Nachnamen derselben Person, z. B. 9Kymantaitė-Čiurlionienė, sowie zwischen einem Nachnamen und einem Pseudonym, z. B. Vincas Mykolaitis-Putinas, wird gemäß den Regeln ein Bindestrich gesetzt (Ausnahmen bilden zwei Vornamen, ein Vorname oder Nachname und ein Beiname usw.) (Näheres siehe http://www.vlkk.lt/nutarimai/rasyba/brukšnelis.html).

S. Keinys weist darauf hin, dass „<...> die Schreibweise von Personennamen in der Praxis meist erweitert wird – auch unveränderliche oder teilweise unveränderliche Bestandteile doppelter Nachnamen werden durch einen Bindestrich verbunden, z. B.: Urniežiūtė-Lambergs, Velskopf-Henrich, Žolio-Kiuri usw. Es wäre durchaus logisch und gerechtfertigt, die betreffende Regel weiter zu fassen, d. h. die Schreibweise von Nachnamen nicht an die Veränderlichkeit ihrer Bestandteile zu knüpfen, denn dies würde auch dabei helfen, unbekannte zusammengesetzte Nachnamen von einem oder mehreren Vornamen zu unterscheiden“ (Keinys 2005: 187). So wäre stets klar, dass der Bindestrich zwei Nachnamen einer Person trennt. Auf der Website der VLKK heißt es zu Personennamen: „Bei der Heirat kann eine Frau auch einen Doppelnamen wählen, der aus ihrem Geburtsnamen und ihrem Ehenamen besteht; ein solcher Name wird mit Bindestrich geschrieben, z. B.: Rūta Simutytė-Gaidienė, Asta Butkė-Jurgaitienė, Jolanta Radzevičienė-Budrė. (Ein Doppelname kann umständlich zu verwenden sein, da er recht lang ist und in offiziellen Dokumenten nicht abgekürzt werden darf.)“ (http://www.vlkk.lt/lit/nutarimai/asmenvardziai). Aus den Regeln geht hervor, dass Bezeichnungen, die aus den Nachnamen zweier Personen und nicht aus den zwei Nachnamen einer Person bestehen, anders zu schreiben sind – mit einem Gedankenstrich ohne Leerzeichen, z. B.: die ethnolinguistische Richtung Ivanov-Toporov, die Sapir-Whorf-Hypothese usw. Werden den Nachnamen Vornamen hinzugefügt, hält man sich in der Praxis nicht an diese Regel (es wird unterschiedlich geschrieben), z. B.: das Konzept von Aleksandras Potebnia und Solomon Katsnelson (Gudavičius 2009: 59); Fr. Kluge-A. Goetze, <...> A. Walde-J. Pokorny <...> Wörterbücher (Ambrazas 2008: 3310) usw.

Brūkšnelis turi būti rašomas ir dvigubame geografinio objekto pavadinime, pvz., Šiaurės Reinas-Vestfalija (http://www.vlkk.lt/lit/nutarimai/rasyba/brukšnelis.html). Su brūkšneliu DLKŽ6e pateikti šie vietovardžiai (dažniausiai žemės, sritys): Badenas-Viurtembergas, Chantų-Mansių autonominė apygarda, Kabarda-Balkarija, Karačiajų-Čerkesų Respublika, Kastilija-La Manča, Kastilija-Leonas, Meklenburgas-Forpomeranija, Saksonija-Anhaltas, Šampanė-Ardenai, Šiaurės Osetijos-Alanijos Respublika, Šiaurės Reinas-Vestfalija, Šlezvigas-Holšteinas. Šalių pavadinimus gali jungti jungtukas, pvz., Bos

9 Beide flektierten Nachnamen (LKRS: 56). Unveränderliche Wörter, die Nachname und Vorname bilden, werden weder mit flektierten Wörtern noch untereinander durch einen Bindestrich verbunden, z. B.: Tallat Kelpsą, Put Puterleckis usw.

10 Die vom Autor zitierte Umschrift der Nachnamen nach P. Skardžius.

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nien und Herzegowina (DLKŽ(6e). Bei adaptierten Namen wird kein Bindestrich gesetzt, z. B. Sankt Peterburgas (DLKŽ(6e). In Einzelfällen muss geklärt und präzisiert werden, was gemeint ist: „Anscheinend müsste der Name der Dubysos–Ventos perkasas nicht mit einem Bindestrich, sondern mit einem Gedankenstrich geschrieben werden <...>, denn hier werden die Grenzen durch die Flussnamen bezeichnet (also Dubysos–Ventos perkasas)“ (Keinys 2005: 188).

Es wird empfohlen, den Bindestrich zwischen Gattungsnamen zu vermeiden. Sind Substantive syntaktisch gleichrangig, bezeichnen aber nicht eine, sondern zwei Sachen, werden sie nicht durch einen Bindestrich, sondern durch die Konjunktion und verbunden, z. B.: Kultur und Bildung (nicht Kultur–Bildung), Einnahmen und Ausgaben (nicht Einnahmen–Ausgaben). Auch die Genitive solcher Substantive, die als gleichrangige Attribute stehen, aber nicht den Begriff eines einzigen Gegenstands ausdrücken, werden nicht durch einen Bindestrich, sondern durch die Konjunktion und (oder sowie) verbunden, z. B.: Beziehungen zwischen Balten und Slawen (nicht Balten–Slawen). Dasselbe gilt für die Verbindung von Eigennamen, z. B.: Vertrag zwischen Litauen und Island (nicht Litauen–Island11) (http://www.vlkk.lt/nutarimai/rasyba/bruksnelis.html). Wenn von den Herrschern der Republik Litauen und Polen die Rede ist (Ambrazas 2008: 12), hat das eine ganz andere Bedeutung.

Ähnliche Fragen werden bei der Erörterung der Regeln zur Verwendung des Gedankenstrichs angesprochen. In den Hinweisen zur Verwaltungssprache (im Folgenden KancKP1) heißt es: „Ein Gedankenstrich wird zwischen Wörtern gesetzt, die zweiseitige Beziehungen bezeichnen: Es wurde ein Kauf–Verkaufvertrag geschlossen (besser wäre allerdings Handelsvertrag). Die litauisch-belarussischen12 Verhandlungen haben begonnen (besser: Verhandlungen zwischen Litauen und Belarus)“; ferner wird präzisiert: „Oft genügt ein einziges Wort, um auch zweiseitige Handlungen zu bezeichnen: Übergabe von Dokumenten (nicht Übergabe–Annahme), Hauskauf (nicht Kauf–Verkauf)vertrag. Wenn zweiseitige Beziehungen dennoch mit zwei Wörtern bezeichnet werden, ist dazwischen kein Bindestrich, sondern ein Gedankenstrich zu setzen“ (KancKP1). Judita Džežulskienė ist der Ansicht, dass der Gedankenstrich in solchen Fällen die Konjunktion und ersetzt (Cieliešienė, Džežulskienė 2009: 244). Für Sprachbenutzer ist es nicht leicht, zweiseitige Handlungen, zweiseitige Beziehungen usw. zu erkennen.

Brūkšnys yra skyrybos ženklas (LKRS 1992: 136–137), vartojamas dvejopai: su tarpais ir be jų.

Ein Gedankenstrich wird zwischen zwei oder mehr Wörtern oder Ziffern gesetzt, die die räumlichen, zeitlichen, mengenmäßigen oder ordinalen Grenzen von Gegenständen und Erscheinungen angeben (z. B.: Der Zug Vilnius–Kaunas fährt pünktlich ab. Besucher werden von 12.30 bis 16.30 Uhr empfangen. Ich besuche die Bibliothek zwei- bis viermal pro Woche). Dazu, dass keine Leerzeichen gesetzt werden müssen, LKRS

11 Es wurde ein Bindestrich geschrieben.

12 Hier steht ein Gedankenstrich, vgl. Fußnote 11.

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neužsimenama, nors pateikti pavyzdžiai rodo paliktus tarpus (LKRS 1992: 234). LKŽin (1998: 376) parašyta aiškiai: „Tarp ribas žyminčių žodžių ar skaitmenų brūkšnys įterpiamas be jokių tarpelių“. S. Keinys papildo: „Su ribų žymėjimu galima sieti kalbų rašymą verčiamųjų žodynų pavadinimuose, pavyzdžiui, „Latvių–lietuvių kalbų žodynas“ (pirmoje XX a. pusėje ir jo viduryje tie pavadinimai dažniausiai rašyti su brūkšneliu). Iš tikrųjų tokiais atvejais reikia skiriamojo ženklo, ir toks, kaip sakyta, yra brūkšnys“ (Keinys 2005: 185–186).

Wie der Gedankenstrich, der Grenzen und Intervalle anzeigende Ziffern verbindet, zwischen denen noch Abkürzungen oder andere Wörter eingefügt sind, mit oder ohne Leerzeichen zu setzen ist, wird in der Literatur jedoch nicht angegeben, z. B.: Ende des 19. Jh. – Anfang des 20. Jh.; Ende 19. Jh.–Anfang 20. Jh.

LKRS liefert ein Beispiel für die Schreibweise eines Datums: 1984 02 01 – 1984 03 15 war er auf Dienstreise (LKRS 1992: 80). Auch die Beispiele zu den Regeln, wann ein Gedankenstrich zur Kennzeichnung der Grenzen von Gegenständen und Erscheinungen gesetzt wird, sind in der Publikation mit Leerzeichen auf beiden Seiten des Gedankenstrichs geschrieben, z. B.: Der Dieselzug Vilnius – Klaipėda näherte sich der Hafenstadt <...> (LKRS 1992: 234). Vor 20 Jahren, als das Buch erschien, wurde den Leerzeichen also keine Beachtung geschenkt.

ILRV zufolge wird der nicht durch Leerzeichen vom Text abgetrennte Gedankenstrich gesetzt: „zwischen zwei oder mehreren selbstständigen Wörtern oder Ziffern, die die Grenzen (das Intervall, den Umfang) von Ort, Zeit, Menge, Reihenfolge usw. von Gegenständen und Erscheinungen bezeichnen: Schnellzug Luxemburg–Paris, S. 21–23, Artikel 150–204, Klassen 5–8, Wörterbuch Englisch–Litauisch, die Schüler haben im Juni–August Ferien, 2006–2009, 15.–22. Mai, [im Folgenden die besonders interessierenden Beispiele – O. L. G.] 1. Januar 2003–31. Dezember 2006, 2003 01 01–2006 12 31“ (ILRV 2011: 149). Daneben steht die Anmerkung: „Der Übersichtlichkeit halber kann der Gedankenstrich mit Leerzeichen geschrieben werden:“

• zwischen einer Abkürzung und einer Ziffer (oder einem Wort), z. B.:

Die Konferenz fand vom 29. November bis zum 1. Dezember 2010 statt.

Der Studienkurs soll innerhalb von drei Monaten absolviert werden (15. September 2010 – 15. Dezember 2010).

Europa Ende des 13. Jh. – Anfang des 14. Jh.

• zwischen Ziffern, deren Gruppen durch Leerzeichen getrennt sind:

2003 01 01 – 2006 12 31 100 000 000 – 300 000 000.“

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Wenn also nur zwei mögliche Varianten vorliegen (Gedankenstriche mit und ohne Leerzeichen), kann man „der Klarheit halber“13 wahlweise schreiben.

ILRV behandelt auch weitere Fälle des Setzens (bzw. Nichtsetzens) von Gedankenstrichen und Leerzeichen: In fest etablierten Schreibweisen wird der Gedankenstrich ohne Abstände vom Text geschrieben: Kauf- und Verkaufsvertragsrecht, Abnahmeprotokoll für die Übergabe und Abnahme von Arbeiten. Zwischen selbstständigen Wörtern, die bilaterale Beziehungen bezeichnen, wird kein Gedankenstrich gesetzt: Beziehungen zwischen Litauen und Polen14 (es muss heißen: Beziehungen zwischen Litauen und Polen), Verhandlungen zwischen Litauen und Lettland (es muss heißen: Verhandlungen zwischen Litauen und Lettland), Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA (es muss heißen: Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA). Zwischen Wörtern, die in einem Besitzverhältnis zueinander stehen, wird kein Gedankenstrich gesetzt (stattdessen wird die Konjunktion und verwendet): ein gemeinsames litauisch-schwedisches Unternehmen (nicht ein gemeinsames Unternehmen Litauen–Schweden), die Grenze zwischen Litauen und Belarus (nicht die Grenze Litauen–Belarus) (ILRV 2011: 149).

LKŽin (1998: 375) nurodoma: „Brūkšniai dedami tarp žodžių, reiškiančių kelių reiškinių ryšį ar seką, pvz.: 1. Iš tautosakos jis meniškai rekonstruo mitologinį žmogaus – gamtos – visatos ryšį. (r.) 2. Atskirų kraštų apžvalgą pateikia pagal schemą: naudingosios iškasenos – pramonė – žemės ūkis – transportas.“ Komentarų, ar rašant brūkšnį reikia tarpų, čia taip pat nėra. O kaip rašyti opoziciją, priešpriešą reiškiančius žodžius – su tarpais ar be jų? Keli skirtingi pavyzdžiai: „<...> į bendrinę kalbą orientuotai vartosenai atriboti be išlygų netinka nei vartojimo sričių, nei rašytinės–sakytinės formos, nei viešumo–privatumo kriterijai. Bene svarbiausiu kriterijumi tampa oficialumas–laisvumas“; „<...> priešprieša sistemiška–nesistemiška atliepia antrojo aspekto priešpriešą normiška–nenormiška“; „<...> sudaro antonimų poras pagal požymį teigiamas/neigiamas, pvz.: džiaugsmas – liūdesys, pasididžiavimas – gėda, kantrybė – nepakantumas ir kt.“; „<...> vartojama sąlygos–pasekmės santykiams reikšti <...>; „<...> skiriamos tarmiškos–netarmiškos struktūros požymis“; „Svarbus požymis yra atmainos kodifikacija–nekodifikacija“ ir kt. Opoziciją, priešpriešą tikriausiai galima vertinti kaip ribas ir rašyti brūkšnį be tarpų iš abiejų pusių. Kai kuriais atvejais, kur aiški alternatyva, tiktų pasvirasis brūkšnys. Jis galėtų būti vartojamas tam tikrai alternatyvai žymėti (atitinka jungtuką arba) (žr. toliau apie pasvirąjį brūkšnį), tačiau mokslinėje literatūroje turėtų atsirasti pastabų, komentarų.

13 Apie kabučių vartoseną yra rašiusi Rūta Marcinkevičienė (2006). Šiuo atveju kabutės straipsnyje būtent ir reiškia modalumą.

14 Vgl. Fußnoten 11 und 12.

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Auch die Verwendung des Schrägstrichs wirft Fragen auf. Dieser Strich wird unterschiedlich bezeichnet: Schrägstrich (slėšas, sliašas – ein zu vermeidendes Fremdwort). Der Strich kann nach links oder rechts geneigt sein und wird daher auch links geneigter Strich, rechts geneigter Strich genannt (in Betriebssystemen kennzeichnen sie unterschiedliche Pfade).

PPST erläutert, dass beim Zitieren von Gedichten das Ende der Verszeilen und Strophen durch Schrägstriche gekennzeichnet wird, z. B.: Die nach dem Kontrastprinzip nebeneinandergestellten Bilder vermitteln im Gedicht subtil den Kontext: „Warst du es, oder ein kleines Schwalbenkind, / das sich auf die Hand des Frühlings gesetzt hat, / fröhlich und leicht hast du gezwitschert – / bist davongeflogen, mit den Flügeln schlagend. // Unsere Flüsse sind tief und ruhig, / die Äste der Bäume grün und niedrig – / schmiege dich an die Mutter Erde. / geschmückt mit jungen Gärten“ (PPST 2009: 13).

In der Konsultationsdatenbank der VLKK werden drei weitere Anwendungsfälle des Schrägstrichs (Schrägstrichzeichens) aufgeführt15. In der Praxis wird die erste Regel uneinheitlich angewandt; deshalb ist zu beachten: „1. Der Schrägstrich wird gewöhnlich verwendet, um eine bestimmte Alternative zu kennzeichnen (entspricht der Konjunktion oder). Zum Beispiel kann zwischen den Abkürzungen für Telefon und Fax, wenn sie dieselbe Nummer haben, Folgendes geschrieben werden: Tel. / Fax 212 65 75; zwischen alternativen grammatischen Formen oder Konstruktionen, die einander ersetzen können: Er wurde den aufdringlichen Gesprächspartner los / durch einen aufdringlichen Gesprächspartner / von einem aufdringlichen Gesprächspartner; zwischen Angaben in mehreren Sprachen, z. B. auf einer Speisekarte: Sriuba / Soup.“ Es wird darauf hingewiesen, dass beim Gebrauch des Schrägstrichs zwischen Wörtern oder ihren Abkürzungen auf beiden Seiten des Strichs Leerzeichen stehen. In vergleichbaren Beispielen gedruckter Publikationen fehlen Leerzeichen oft, z. B.: tel./faks. (Telefon und Telefax) (KancKP 1998: 279), hingegen finden sie sich in: Namens- und / oder Nachnamensform, laufendes / Verrechnungskonto, Bezirks- / Stadträte (KancKP 1998: 62); Tel./Fax (Vladarskienė 2003: 13); tel./faks. (Celiešienė, Džežulskienė 2009: 250) usw.

Die beiden anderen in der Konsultationsdatenbank der VLKK aufgeführten Regeln zur Schreibung des Schrägstrichs führen gewöhnlich nicht zu Verwirrung:

„2. Der Schrägstrich wird zur Angabe bestimmter Dimensionen verwendet, wenn das Verhältnis einer physikalischen Größe zu den Basisgrößen des gewählten Einheitensystems angegeben werden muss, z. B. Wind 6–8 m/s (Meter pro Sekunde). Es ist nicht korrekt, 0,53 ct/kWh zu schreiben, wenn gemeint ist, dass eine Kilowattstunde 0,53 ct kostet; daher sollte man schreiben: 1 kWh – 0,53 ct; für 1 kWh 0,53 ct; 0,53 ct pro 1 kWh.

15 Die Verwendung des Schrägstrichs (Schrägstrichzeichens) haben Nijolė Sližienė (Gimtoji kalba, 1999, Nr. 3, S. 16) und Dana Vainauskienė (Kalbos kultūra, 2000, Nr. 73, S. 109–112) behandelt.

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3. Mit einem Schrägstrich wird in Dokumentenindizes, Computerprogrammen und bibliografischen Beschreibungen ein bestimmter Informationsteil abgetrennt, z. B.: Schreiben Nr. 35/509; Richtlinie des Europarats 76/308/EWG; www.vlkk.lt/ naujienos.“

In Publikationen herrscht Vielfalt. J. Džežulskienė stellt fest: „Wenn der Schrägstrich verwendet wird – gewöhnlich zwischen nebeneinanderstehenden Wörtern, die parallele Sachverhalte bezeichnen –, müssen zwischen den Wörtern Leerzeichen stehen, z. B. ein Girokonto / ein Verrechnungskonto wird eröffnet, zwischen Zahlen und Abkürzungen sind sie jedoch nicht erforderlich, z. B.: 120/80; m/s <...>“ (Celiešienė, Džežulskienė 2009: 250). Aušrinė Rinkevičienė führt Fälle der Verwendung des Schrägstrichs an, berücksichtigt dabei jedoch die Leerzeichen nicht, obwohl sie später in der Publikation schreibt: Leerzeichen bleiben „<...> zwischen einem Wort und einem Schrägstrich oder zwischen zwei Schrägstrichen (z. B.: Ein solches Wort gibt es nicht // Šiaulių naujienos. – 1991, 21. Sept.; und / oder)“, sie entfallen hingegen „<...> zwischen Zahlen oder Abkürzungen und einem Schrägstrich (z. B.: Tel./Fax; Nr. 28/95)“ (Rinkevičienė 2003: 62–63).

Die Beratungsdatenbank der VLKK weist darauf hin, dass „<...> in zusammenhängenden Texten zur Kennzeichnung einer Alternative in erster Linie sprachliche Ausdrucksmittel verwendet werden sollten – die Konjunktionen oder, beziehungsweise, z. B. Möchten Sie Kaffee oder Tee?; bei den Zeichen stehen Klammern an erster Stelle, z. B. Kontrolle von Schwerlast- und/oder Großraumfahrzeugen im Oktober... In solchen Fällen ist der Schrägstrich ungeeignet; das gilt auch für die Angabe der Formen beider Geschlechter – <...> hier eignen sich Klammern, z. B.: Kellner (m/w) gesucht“.

In der Fachliteratur wird selten ein spezieller Strich erwähnt – die Tilde (~), ein Zeichen der Transkription und Lexikografie. Es heißt, die Tilde und das geschweifte Akzentzeichen seien tatsächlich ein und dasselbe Zeichen, das lediglich auf zwei Arten verwendet werde: im litauischen Text (über einen Buchstaben gesetzt) als Akzentzeichen, andernorts als eigenständiges Zeichen ohne eindeutige Funktion. In der Sprachwissenschaft wird die Tilde als Zeichen für kontextuelle Stellvertreter und Aussagen geschrieben. Bei der Angabe von Telefonnummern, beispielsweise (8 ~ 21) 579285, bedeutet das Zeichen (~), dass man auf das Bereitschaftssignal der Vermittlungsstelle warten muss16.

Beim Drucken eines Textes stellt sich die Frage, wie verschiedene Zeichen umbrochen werden. Es ist logisch und klar, wie zwei durch einen Bindestrich verbundene Wörter in die nächste Zeile umbrochen werden – „<...> der Bindestrich steht sowohl am Ende der einen Zeile als auch am Anfang der nächsten Zeile – pra-

16 Telefon- und Faxnummern werden gemäß den Anforderungen der Empfehlungen zur Schreibweise nationaler und internationaler Telefonnummern angegeben, die mit der Anordnung Nr. 1V-1162 des Direktors der Regulierungsbehörde für Kommunikation der Republik Litauen vom 23.12.2005 bestätigt wurden (Žin., 2005, Nr. 152-5628; 2006, Nr. 88-3502).

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žioje, pvz.: lopšelis /–darželis“ (LKRS 1992: 73). Praktikoje tokių pavyzdžių nėra tekę matyti. S. Keinys papildo: „Nors taisyklėse nepasakyta, prireikus taip kelti reikėtų ir su brūkšneliu rašomus tikrinius vardus bei sutrumpinimus, pvz.: m-kla, un-tas“ (Keinys 2005: 188). Apie keliamą brūkšnį LKRS rašoma: „Brūkšnys gali būti keliamas į kitą eilutę, kai vartojamas ne tiesioginės kalbos skyrybai, pvz.: Dėk grūdą prie grūdo / – pripilsi aruodą“ (LKRS 1992: 73). Problemiška, kaip kelti žodžių ar santrumpų grupes su pasviruoju brūkšniu, pvz., tel. / faks. Taigi taisyklėse rašoma, kad ženklai gali būti keliami į kitą eilutę. Tačiau, skaitant tekstą, akys mato ženklus į priekį, ir eilutės gale parašytas, o ne perkeltas į kitą, pavyzdžiui, brūkšnys, padeda suprasti mintį, sakinio sandarą, pasirinkti skaitymo intonaciją, padaryti pauzę ir pan. Brūkšnį prijungti iš kairės pusės arba sujungti iš abiejų pusių padeda jungiamasis tarpas17, grupę spausdinant kompiuteriu pasidaro neskaidoma, nekeliama.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

1. In einem mit Schreibgeräten (Füller, Bleistift usw.) geschriebenen Text ist es mit bloßem Auge schwierig, den Bindestrich (Rechtschreibzeichen) vom Gedankenstrich (Satzzeichen) zu unterscheiden; weniger wichtig ist, ob ein Leerzeichen gesetzt wurde oder nicht. Beim Schreiben eines Textes am Computer müssen zusätzliche Vorgaben beachtet werden. Heute handelt es sich dabei um konkrete Anforderungen an die Computerkompetenz.

2. Dass in wissenschaftlichen und normierenden Publikationen die Verwendung einiger Rechtschreib- und Satzzeichenfälle sowie der Zeichen selbst nicht genau festgelegt ist, führt bei den Sprachnutzern zu erheblicher Verwirrung und löst unnötige Diskussionen aus. Viele Menschen, die Texte am Computer verfassen, orientieren sich zunächst an der Logik. Wenn Sprachnutzer verstehen, wie und warum es so sein soll, können sie die Theorie leichter in die Praxis umsetzen. Ist nicht bekannt, wie es sein soll, wird improvisiert und ausgewichen – man schreibt anders, ändert die Schriftart und Ähnliches. Das erschwert die Kommunikation und lässt eine freie, vereinfachte Verwendung (und eine vereinfachte Sprache) zunehmend Fuß fassen, wie sie heute im elektronischen Medium zu beobachten ist.

17 Informatiker verwenden die Bezeichnungen Leerzeichen (nicht „kleines Leerzeichen“), geschütztes Leerzeichen – siehe Dagienė V., Grigas G., Jevsikova T. Enzyklopädisches Wörterbuch der Informatik <http://www.likit.lt/term/enc.html>. Der Terminus geschütztes Leerzeichen ist auch im Terminologiebank der Republik Litauen <http://www3.lrs.lt:10001/pls/tb/tb.search> aufgeführt.

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3. Der Gebrauch bestimmter Rechtschreib- und Satzzeichen sollte den Bedürfnissen der heutigen computerisierten Gesellschaft entsprechen. Die im Artikel angeführten Beispiele aus sprachwissenschaftlichen Publikationen bestätigen, dass die erörterten Problemfälle theoretisch nicht konkret und eindeutig definiert sind; daher könnten Diskussionen zu dieser Frage das Entstehen praktischer Empfehlungen beschleunigen.

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Gauta 2012 09 15

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SOME PROBLEMATIC CASES OF THE USAGE OF ORTHOGRAPHY AND PUNCTUATION MARKS

Summary

In addition to letters and figures there are various symbols used in texts which provide additional information. Punctuation marks have different functions in the written language as well.

The aim of this article is to discuss a few problematic cases of orthography and punctuation and the usage of some less frequently used symbols such as paired, repeated, double and single marks, apostrophes, the variety of brackets, tildes, syllable hyphens, dashes and hyphens, slashes, spaces between characters, etc.

Linguists have not sufficiently clearly defined theoretically or suggested practically how to use some characters which were brought up-to-date by the computerization of the society. This article deals with cases of orthography and punctuation which have been discussed or mentioned in many publications of language codification, although there is a lack of precise, specific and authoritative recommendations which would help to achieve a better quality of text prepared on the computer.

In handwritten text it is quite difficult to distinguish by eye a hyphen (orthographic mark) and a dash (punctuation mark) and it doesn’t matter much how big the space between words is. When typing a text on the computer there are additional instructions according to the requirements of computer literacy.

Scientific and codifying publications do not define precisely some cases of orthography and punctuation as well as the usage of particular signs which sometimes causes confusion and provokes unnecessary discussions. Many computer specialists first of all follow the logic which is the basis of science. Users of the language ought to know how it should be and why it should be that way; then they would be able to put the theory for which the specialists are responsible into practice more easily. A lack of knowledge brings amateurish and evasive solutions, for instance changing font style instead of using quotation marks. This is not such an evil, but it complicates communication and a free, simplified usage (and simplified language) becomes established most obviously in the electronic media.

KEYWORDS: literacy, orthography recommendations, text typing on the computer.

ONA LAIMA GUDZINEVIČIŪTĖ

Šiaulių universitetas

P. Višinskio g. 38, Šiauliai LT-76352

[email protected]

O. L. GUDZINEVIČIŪTĖ. Keli probleminiai rašybos ir skyrybos ženklų vartojimo atvejai

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