S aipsniai / A icles 101
OJĀRS BUŠS
Ins i u ü le ische Sp ache de Uni e si ä
Le lands
Wissenscha liche Fo schungs ich ungen: le ische
Onomas ik, allgemeine heo e ische Onomas ik, Lexikologie.
RENĀTE SILIŅA-PIŅĶE
Ins i u ü le ische Sp ache de Uni e si ä
Le lands
Wissenscha liche Fo schungs ich ungen: le ische
his o ische Onomas ik, his o ische Lexikog aphie, le isches
his o isches Wö e buch, deu sch-le ische Sp achkon ak .
DIE LANDKARTE DES
SCHLOSSGEBIETES BĒRZAUNE
VOM 17. JAHRHUNDERT UND
DIE BALTISCHE HYDRONYMIE1
XVII a. Be zaunės pilies apylinkės žemėlapis i
bal ų hid onimija
ANNOTATION
Die e s e um ang eiche Sammlung de Toponyme Le lands is mi wi scha lichen
Ak i i ä en Schwedens (de nö dliche Teil Le lands gehö e dazu) im 17. Jah hunde e -
bunden. Die E gebnisse diese Ak i i ä en sind (1) P o okolle de Landes e ision, die ei-
ne g oße Menge le ische Siedlungsnamen, und (2) die Ve messungska en, die ziemlich
iele le ische Gewässe - und Flu namen beinhal en.
Die Ka e des Schlossgebie s Bē zaune (en s anden um 1680–1685) zeig meh als
70 Hyd onyme. Die e ymologische Analyse zeig : die meis en on ihnen sind Namen bal-
ische (le ische ) He kun , z. B. die Flussnamen Ackman ups (= *Akmeņupe), Roabesche
1 De A ikel is en s anden im Rahmen des P ojek s „S udies o he La ian language in he con-
ex o 21s cen u y science” im S aa lichen Fo schungsp og amm „Le onics: his o y o La ia,
languages, cul u e and alues”.
OJĀRS BUŠS, RENĀTE SILIŅA-PIŅĶE
102 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII
ups (= *Robežupe). De Seename Plaxen Siö (je z Plaksis ode Plaksnis) könn e als Name
onoma opoe ische He kun e s anden we den. De Flussname Plising Ri us kann on
de le ischen Wu zel plīs-/plēš- ‘b echen; eißen’ abgelei e sein. Die om S amm Sa -
abgelei e en Hyd onyme (Sa ins ups, Sawi z Lacus, je z Sa ī e, Sa ī es eze s) sind zwa
scheinba den indoeu opäischen Hyd onymen und de indoeu opäischen Wu zel *sh2eṷ-
‘schü en, egnen’ ähnlich, ehe sind die Namen abe os see innischen U sp ungs, gl. es -
nisch sau, sa i ‘Ton, Lehm’. Die ähnlich klingenden Namen au Sā - (je z Sā ī e, Sā ie-
nas eze s) haben wah scheinlich als E ymon das le ische dialek ale Wo sā a ‘die Na be’.
SCHLÜSSELWÖRTER: Onomas ik, Hyd onymie, 17. Jah hunde , Schlossbezi kska en,
Li land.
ANNOTATION
The i s ample collec ion o ancien oponyms o La ia had been connec ed wi h eco-
nomic ac i i ies in Sweden in he 17 h cen u y when he no he n pa o La ia belonged
o his coun y. Resul s o hese ac i i ies a e he ma e ials o land e ision, which ep e-
sen a la ge numbe o La ian oikonyms as well as su eying maps o he educ ion o he
es a es ha con ain qui e a lo o La ian hyd onyms and mic o oponyms.
The map o he Bē zaune cas le dis ic (ap . 1680–1685) con ains mo e han 70 hy-
d onyms. Thei e ymological esea ch shows ha mos o hem a e names o Bal ic (La -
ian) o igin, e.g., he i e names Ackman ups (=*Akmeņupe), Roabesche ups (=*Robežupe).
The lake name Plaxen Siö (now Plaksis o Plaksnis) is mos likely o be ea ed as a name
o onoma opoe ic o igin. The i e name Plising Ri us could be de i ed om he La ian
s em plīs-/plēš- ‘ o b eak, o ea ’. The hyd onyms de i ed om he s em Sa - (Sa ins ups,
Sawi z Lacus, now Sa ī e, Sa ī es eze s), al hough seemingly compa e wi h he Indo-Eu o-
pean hyd onyms o igina ing om he oo ide. *sh2eṷ- ‘ o pou , o ain’, a e mos likely
he names o Finno-Ug ic o igin, c . Es onian sau, sa i ‘clay’. Simila names wi h -ā- (now
Sā ī e, Sā ienas eze s) a e p obably an e ymon o he La ian dialec wo d sā a ‘sca ’.
KEYWORDS: onomas ics, hyd onymy, 17 h cen u y, maps o cas le dis ic s,
Li onia.
Die E o schung bal ische Hyd onyme is lange noch nich e schöp end e -
olg . Viele bal ische Hyd onyme haben noch keine akzep ablen He kun san-
gaben und keinen eindeu igen e hnolinguis ischen Kon ex . Besonde s iele
ungelös e Rä sel sind im Be eich de E ymologien le ische Hyd onyme geblie-
ben. Diese ungelös en e ymologischen P obleme sind auch eine de G ünde,
S aipsniai / A icles 103
Die Landka e des Schlossgebie es Bē zaune om 17.
Jah hunde und die bal ische Hyd onymie
wa um ein e ymologisches Wö e buch de Hyd onyme Le lands noch nich
e schienen is , und in absehba e Zei wah scheinlich auch nich e scheinen
wi d. Zu den Au gaben de Fo schung gehö imme noch die E wei e ung des
Hyd onymenko pus. Diese Au gabe is wede ein ach noch übe schauba , da
sich o allem im His o ischen S aa sa chi Le lands (La ijas Vals s ēs u es
a hī s) in un e ö en lich en U kunden bis je z unbekann e Fluss- und Seena-
men e be gen. Diese A ikel e olg zwei Ziele: (1) die Au nahme einzelne
al e , heu e e gessene Hyd onyme in die linguis ische und onomas ische Dis-
kussion, (2) die He kun sanalyse einige sowohl bekann e , als auch wenige
bekann e Hyd onyme.
Die e s e Pe iode in ensi e Au zeichnung de Toponyme is in Le land
mi den wi scha lichen In e essen des König eichs Schweden e bunden
(s. Abb. 1). Gegen Ende des 17. Jah hunde s wu de im nö dlichen Le land
(le . Vidzeme2), das sei 1629 o iziell zu Schweden gehö e, die so genann e
Gü e eduk ion du chge üh . Schon in äl e en his o ischen Quellen, beson-
de s mi dem 13. Jah hunde beginnend, sind zahl eiche Siedlungs-, Flu - und
Gewässe namen beleg , im 17. Jah hunde e eichen diese Au zeichnungen
jedoch ein neues quan i a i es und quali a i es Ni eau. Fü die Regulie ung
de S eue zahlung in den neu e wo benen Te i o ien wa en In o ma ionen
übe die Lände eien und Einwohne nö ig. Aus diesem G und wu de eine Lan-
des e ision, die so genann e schwedische Haken e ision, du chge üh , in de-
en P o okollen zahl eiche Siedlungsnamen beleg sind. Die Re isionen wu -
den meh mals o ganisie , die e s e schon wäh end des polnisch-schwedischen
K ieges im Jah 1601 ( e ö en lich bei Š ābe 1933), dann 1617, 1624, 1630, die
um ang eichs e im Jah 1638 ( e ö en lich bei Dunsdo s 1938, 1940, 1941),
wie auch nochmals 1688. Die geplan e Gü e eduk ion benö ig e abe genaue
Landka en e schiedene Regionen Li lands. Die schwedischen Ka og ap-
hen gehö en im 17. Jah hunde zu den üh enden in Eu opa. 49 schwedi-
sche Land e messe haben in den Jah en 1681 bis 1684 und 1687 bis 1696 das
ganze schwedische Li land e messen (Vidzemes ka es 1996: 7). Als Resul-
a en s anden zahl eiche Ka en einzelne Gü e , die dann in den so genann-
en Fün e-Teil-Ka en als Schlossgebie ska en im Maßs ab 1:48.000 ode
1:57.600 zusammenge üg wu den. Es gib ü das heu ige Le land meh als
zwanzig solche Schlossgebie ska en, z. B. on den Schlossgebie en Cēsis
(d . Wenden), Koknese (d . Kokenhusen), Mālpils (d . Lembu g), Rauna (d .
2 Au deu sch auch le isches Li land ode Südli land genann , im Gegensa z zu dem nö dlich
gelegenen es nischen Li land.
OJĀRS BUŠS, RENĀTE SILIŅA-PIŅĶE
104 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII
Ronnebu g), Sun aži (d . Sunzel) un Madliena (d . Sissegall) u. a. Fü Topono-
mas en sind diese Ka en, o allem au G und de einge agenen Hyd onyme,
wie auch einige Mik o oponyme on g oße Bedeu ung.
Diese Schlossgebie ska en be inden sich im His o ischen S aa sa chi Le -
lands (le . La ijas Vals s ēs u es a hī s, LVVA Fonds 7404, Besch eibung
3, Ak en 1–30). Einige ha de exille ische His o ike Edga s Dunsdo s in
Aus alien publizie und analysie (Dunsdo s 1974). Schon diese , obwohl
ABB. 1. Ös liches Bal ikum im 17. Jah hunde . h p://commons.wikimedia.o g/wiki/
File:Sw_Bal icP _17cen.jpg
S aipsniai / A icles 105
Die Landka e des Schlossgebie es Bē zaune om 17.
Jah hunde und die bal ische Hyd onymie
kein Sp achwissenscha le , ha die Bedeu ung diese Ka en ge ade ü die
Hyd onymie o schungen e kann : „Fü Namen o sche dü e die Hyd onymie
au den Ka en on In e esse sein, die häu ig on den heu igen Namen ab-
weich ” (Dunsdo s 1974: 8). Sei diese Äuße ung sind meh als ie zig Jah e
e gangen, und e s in den le z en Jah en ha – o läu ig ziemlich bescheidene –
linguis ische Analyse diese Ka en begonnen.
Zu diesen Landka en gehö auch die Ka e des e wa 1500 km2 g oßen
Schlossgebie es Bē zaune. Das Schlossgebie be inde sich im ös lichen Li land
und um ass die Gegend de selonischen Munda en in Vidzeme3 (s. Abb. 2).
Es is , wie aus de Ka e e sich lich, seh luss- und seen eich. Insgesam sind
70 Hyd onyme e zeichne 4 – Seenamen unbedeu end meh als Flussnamen.
E wa 15 de beleg en Hyd onyme sind wede aus den heu igen noch aus ande-
en his o ischen Quellen bekann . Es schein unmöglich ode allen alls hypo-
he isch möglich, die en sp echenden heu igen hyd og aphischen Objek e zu
bes immen. In de Gegenwa unbekann e Flussnamen sind Ackman ups, an ing
aus, Baben ups, mellone z, Monke uppe, Mudsa Ri us, Plising Ri us, Roabesche
ups, unbekann e Seenamen – Ines Siö, In Siö, Ka ps Siö, Ka i Siö, Loda z, Pas-
lois, Siogos. Bei zehn Seen au diese Ka e un e scheiden sich die Namen on
ih en heu igen (ode mindes ens on den heu igen o iziellen) Bezeichnungen,
z. B. Asening (je z Pudulu eze s), Be ʃen Siö (je z Salu eze s, als Synonym auch
Bē zaunes eze s), Damis Siö (je z Šūmānu eze s), Nygas Siö (Lau e es eze s), Malz
Siö (G ī u eze s), Plaxen Siö (Rāceņu eze s, als Synonym auch Plaksis), Sawi z La-
cus (Kaņepēnu eze s, als Synonym auch Sa ī es eze s), Syles Siö (S i neze s), Weso-
ni z Siö (Kalsna as eze s).
Einige de genann en (wie auch meh e e ande e au de Ka e beleg e) Hy-
d onyme scheinen os see innischen, e en uell li ischen ode es nischen U -
sp ungs zu sein, z. B. Kuja ( gl. Laansalu 2014), Mudsa Ri us. Die Meh hei de
Hyd onyme is jedoch bal ische , in e s e Linie le ische He kun . Manchmal
is die Ve bindung zu den le ischen Appella i en o ensich lich ode as o en-
sich lich, z. B., Ackman ups = *Akmeņupe ( gl. le . akmens ‘S ein‘), Roabesche
ups = *Robežupe ( gl. le . obeža ‘G enze‘), Ka ps Siö = *Ka pas eze s (ode Ka -
pis?; gl. le . ka pa ‘Ka p en‘). De le z e Name gehö na ü lich nich zu den
al en Hyd onymen bal ische He kun , da sein E ymon, die Fischbezeichnung
ka pa, eine En lehnung aus dem Deu schen is (ME II 197 s. . kã pa I; Sehwe s
3 Das Gebie um ass unge äh die Gemeinden Bē zaune, G os ona, Kalsna a, Lazdona, Lubāna,
Lubeja, Ļaudona, Mā ciena, Mei āni, Mē iena, P auliena, Saika a, Sā iena, Vēja a, Viesiena,
wie auch de ös liche Teil de Gemeinde Ves iena (au de Ka e nich ma kie ). Au Abb. 2 sind
die Gemeindeg enzen on 1939 da ges ell .
4 Es gib auch Flüsse und Seen, die ohne Namen au de Ka e eingezeichne sind.
OJĀRS BUŠS, RENĀTE SILIŅA-PIŅĶE
106 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII
1936: 47; Laumane 1973: 105–106), e en uell zum Teil übe das Russische en -
lehn (Ka ulis 1992: I 384). Das im 17. Jah hunde beleg e Hyd onym e laub
die En lehnungszei des Appella i s spä es ens mi dem 16. Jah hunde , seh
wah scheinlich abe noch ühe , zu da ie en. Die äl es en on Laumane (1973:
105) egis ie en sch i lichen Belege en s ammen dem 18. Jah hunde , die
maskuline Va ian e Ka pis is abe schon im Wö e buch on Geo g Elge (1683)
ixie (Ka ulis 1992: I 384).
Un e den e ymologisch du chsich igen Hyd onymen kann noch de eigen-
a ige Flussname an ing aus genann we den (s. Abb. 3). E is bis je z nu aus
diese Schlossgebie ska e bekann . De Ein ag bezeichne ein ziemlich ku zes
Flüsschen (ode nu einen Fluss eil) und kann am ehes en als An iņa auss (‘An-
iņš´ Oh ‘) gelesen we den. Wenn diese Lesung s imm , be eiche diese Name
die ielen bekann en Fälle, in denen menschliche Kö pe eile als G undlage ü
oponymische In e p e a ionen dienen. E illus ie diese uni e selle Tendenz
in de Bildung de Tononyme mi einem wenige ypischen Beispiel – das Ap-
pella i auss ‘Oh ‘ is bei de Bildung le ische Toponyme nu sel en e wende
wo den und gehö nich zu den ü die Toponymie cha ak e is ischen ana o-
mischen Te mini (Rapa 2014: 63). Im e s en Band des O snamenbuches Le -
lands on Jānis Endzelīns gib es kein (!) Toponym, dessen He kun eindeu ig
ABB. 2. Die unge äh en G enzen des Schlossgebie es (gezeichne on Liene
Ma kus-Na ila)
S aipsniai / A icles 107
Die Landka e des Schlossgebie es Bē zaune om 17.
Jah hunde und die bal ische Hyd onymie
au das Appella i auss zu ückzu üh en wä e (s. Endzelīns 1956: 55–56, Lem-
ma a au aus-). Nu die zwei e Komponen e des Toponyms is bal ische He -
kun . Die e s e Komponen e – das le ische An h oponym An iņš (< An on) –
is g iechische ode la einische He kun (HdV I, 177; Siliņš 1990: 62) und
ha nu einen indi ek en Bezug zu Hyd onymie. Die Einmaligkei dieses Hy-
d onyms im ganzen le ischen oponomas ischen Kon ex üh zu eine gewis-
sen Unsiche hei , ob de Name nich doch ande s gelesen und/ode in e p e ie
we den muss.
Es gib na ü lich seh wenige e ymologisch eindeu ige Hyd onyme sowohl
in Le land übe haup , als auch au diese Ka e. In den meis en Fällen beda
es eine e ymologischen Analyse. Als Beispiel olgen zwei Hyd onyme au Pl-:
de Fluss Plising Ri us un de See Plaxen Siö. Fü den See sind auch gegenwä -
ige synonyme Namen wie Plaksis // Plaksnis // Plakšeze s // Plakšņu eze s, wie
auch meh e e aus ande en Wu zeln gebilde e Namen beleg ( gl. LVV 177).
Schon 1638 is in de schwedischen Haken e ision die Fo m Plaxen (Duns-
do s 1941: 1159) ixie , also iden isch mi dem Namen au de Ka e nu oh-
ne das G undwo Siö ( gl. schwedisch sjö ‘See‘). Da in den os see innischen
Sp achen Konsonan enhäu ungen am Wo an ang nich o kommen5, is bal-
ische He kun eindeu ig o zuziehen. Au dem Te i o ium Le lands gib es
zwa auch Toponyme ge manische und slawische He kun , in diesem Fal-
le is slawische He kun aus a ealen G ünden jedoch wenig wah scheinlich,
5 Sel en sind solche Häu ungen in den neus en En lehnungen aus dem 20. und 21. Jah hunde
es zus ellen und meis ens kommen sie nu in de Umgangssp ache o .
ABB. 3. an ing aus au de Schlossgebie ska e Bē zaune (nach Dunsdo s 1974)
OJĀRS BUŠS, RENĀTE SILIŅA-PIŅĶE
108 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII
wäh end Namen ge manische He kun ab und zu un e le ischen Siedlungs-
namen, nich abe – mi ganz wenigen Ausnahmen – un e den äl e en Ge-
wässe namen zu inden sind. Bei de Suche nach dem E ymon ü den Seena-
men Plaksis // Plaxen Siö muss zue s de onoma opoe ische U sp ung e wogen
we den. Aus phone ische Sich schein diese Va ian e seh glaubwü dig, da
in le ische Sp ache (sowohl in de S anda dsp ache, als auch in den Munda -
en) onoma opoe ische Ve ben plakšē , plakšķē o kommen, besonde s ü die
Schilde ung on leisen Wasse ge äuschen, z. B. „Ai i klakšķēja duļļos, ūdens
plakšēja [lai ai] abās malās…“ (And ejs Upī s; LLVV 239). Die e en uelle on-
oma opoe ische He kun de Toponyme au Plakš- is auch in La ijas ie ā -
du ā dnīca (LVV 177 s. . Plakši), obwohl ohne aus üh liche Analyse, e wähn .
Ande e sei s gib es ge ade in de behandel en Region einige Flu namen (Wie-
sen- und Feldnamen) mi de Wu zel Plak- (Plok-, Plôk-), de en He kun sich
ehe mi dem Regionalismus plôka ‘nied ig gelegenes, ebenes Feld‘, plaka ‘Ebe-
ne, Niede ung‘ (LVV 175 s. . Plaka) und dem s anda dsp achlichen Adjek i
plakans ‘eben, lach‘ e klä en läss . Die Seman ik ‘eben, lach; Ebene, Niede -
ung‘ schein als Mo i a ion ü einen Seenamen auch ziemlich glaubwü dig zu
sein. Als Ve gleich sei nu au den in Russland, in de Uk aine und in Kasach-
s an o kommenden Seenamen Ploskoye oze o (buchs äblich ‘de lache/ebene
See‘) e wiesen. Meh e e solche Seen be inden sich unwei on Le land, im
Gebie Psko , eine Region mi bal ischem Subs a in de Hyd onymie. Das
Hyd onym Ploskoye oze o gehö na ü lich nich zu diesem Subs a , es dien
nu als Anlass ü Übe legungen übe e en uelle gegensei ige – bal ische und
slawische – seman ische Ein lüsse in de Hyd onymie.
Ge ade aus seman ische Sich noch glaubwü dige könn e de Ve gleich
mi einem ande en le ischen Regionalismus – plasa ‘Hochwasse au de Wie-
se‘ (ME III 320) – sein. Dagegen sp echen abe die phone ischen und a ealen
Aspek e. Die schwe e klä ba e hypo he ische En wicklung -s- > -ks- könn e
man noch mi de Kon amina ion plasa + plaka zu beg ünden e suchen. Das
g öß e Hinde nis ü diese He kun sdeu ung is abe das Ve b ei ungsa eal des
Regionalismus plasa und de aus ihm gebilde en Toponyme – es um ass die
kul u his o ischen Regionen Zemgale und La gale6, nich jedoch Vidzeme und
bleib e n on de Gemeinde Lazdona und on dem See Plaksis // Plaxen Siö
( gl. LVV 182–183). Man kann also mindes ens d ei Hypo hesen ü die E y-
mologie dieses Seenamens o mulie en. Die glaubwü digs e on ihnen schein
die onoma opoe ische Hypo hese zu sein.
6 Also Mi el-, Südos - und Os le land.
S aipsniai / A icles 109
Die Landka e des Schlossgebie es Bē zaune om 17.
Jah hunde und die bal ische Hyd onymie
De Flussname Plising Ri us, de als *Plīsiņ- ode *Plisiņ- gelesen we den
kann, u seine sei s kla e Assozia ionen mi dem le ischen Ve b plīs ‘ eißen,
spal en, b echen‘ he o . Im Lexikon de Toponyme Le lands La ijas ie -
ā du ā dnīca sind e wa 15 Toponyme mi de Wu zel Plīs- (LVV 244–245)
e zeichne , die am ehes en om genann en Ve b abs ammen. Diese sind abe
Flu namen (z. B. Plīsa – ein Feld in de Gemeinde D abeši, ein Wald in Kā ļi,
eine Weide in Kūdums, eine Wiese in Rāmuļi), es gib un e diesen Namen kein
Hyd onym. Da unse Plising Ri us, wie aus de Ka e e sich lich, ein ziemlich
kleines Flüsschen is , kann sein Name e en uell on einem längs e gesse-
nen Flu namen abgelei e sein7. Zu e gänzen is , dass aus plēs-, eine ande en
Ablau s u e diese Wu zel, das Appella i plēsums ‘die Rodung‘ gebilde is , das
ziemlich o als Elemen in le ischen Toponymen o komm (s. LVV 223–226).
Ein di ek e Zusammenhang zwischen diesem Appella i und dem Hyd onym
Plising Ri us is abe nich es zus ellen. Es bes eh jedoch die Möglichkei , die-
ses Hyd onym in einen b ei e en indoeu opäischen Kon ex zu b ingen und
mi meh e en Toponymen in Eu opa zu e gleichen. Es gib z. B. zwei Flüsse
Namens Plisa in Weiß ussland und den al p eußischen O snamen Plissinges
on 1284 (Ge ullis 1922: 125), de as iden ische Sch eibung mi unse em Hy-
d onym au weis . Viele le ische und li auische Toponyme au Ples-, Pleš- und
Plēš- (Plėš-) sind eben alls mi Plising Ri us und Plissinges e ymologisch e -
wand . De gemeinsame U sp ung diese Namen üh zu indoeu opäischen
Wu zel *pleh1k- ‘ab eißen‘ (s. LIV 483), de Benennungsg und de Toponyme
kann abe e schieden sein:
1) das Roden,
2) die scheinba e Teilung de Gegend du ch den Flusslau ,
3) das „Reißen“ de Felsen, de Landscha bei de En s ehung des Flussbe es,
wie auch ande e noch meh hypo he ische ode nu ekons uie ba e
Fak o en.
Noch eine aus e ymologische Sich p oblema ische G uppe diese Region
sind die Hyd onyme (und ein Oikonym) au Sa - und Sā -. Au de Ka e sind
das die Flüsse Sa ins ups und Sawe ups und die Seen Sawi z Lacus und Sawen
Lacus (heu e: Sa ī e, Sā ī e und Sa ī es eze s, Sā ienas eze s mi ielen Namen-
a ian en), und das He engu Sa wenho (heu e das Do Sā iena), aus ande en
Quellen und de Li e a u besse als Sawensee bekann (BHO II 550), was au
die En s ehung des Siedlungsnamens aus dem Hyd onym hinweis (s. Abb. 4).
7 Ob Namen on kleinen Flüsschen und Seen selbs nich zu den Flu namen (Mik o oponymen)
gezähl we den müss en, is eine längs disku ie e F age, au die keine eindeu ige An wo ge-
geben we den kann.
OJĀRS BUŠS, RENĀTE SILIŅA-PIŅĶE
116 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII
Iš pi mo ž ilgsnio panašūs pa adinimai su -ā- (daba – Sā ī e, Sā ienas eze s) ik iausiai
u ė ų bū i kildinami iš ki o e imono – la ių kalbos a mės žodžio sā a ‘ andas’.
Į eik a 2015 m. ko o 31 d.
OJĀRS BUŠS
LU La iešu alodas ins i ū s
Akadēmijas laukums 1, LV-1050 Rīga, La ija
oja[email p o ec ed]m
RENĀTE SILIŅA-PIŅĶE
LU La iešu alodas ins i ū s
Akadēmijas laukums 1, LV-1050 Rīga, La ija
[email protected]