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doi.org/10.35321/term31-07

Die Dominanz von Übersetzungsressourcen und der Erfolg bei der Suche nach zielsprachlichen Termini beim Humanübersetzen und Posteditieren maschineller Übersetzungen

Die Dominanz von Übersetzungsressourcen und der Erfolg bei der Suche nach zielsprachlichen Termini beim Humanübersetzen und Posteditieren maschineller Übersetzungen

ESZTER SERMANN

Institut für italienische Sprache und Literatur, Universität Szeged, Ungarn

ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0001-8753-5312

MÁRTA LESZNYÁK

Institut für englische und amerikanische Studien, Universität Szeged, Ungarn

ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0002-9354-0633

Z U S A M M E N F A S S U N G

Diese Studie präsentiert die ersten Ergebnisse einer prozessorientierten Untersuchung zu den Arten von Online-Übersetzungsressourcen, die Übersetzungsstudierende im ersten und zweiten Studienjahr beim Übersetzen und Posteditieren eines Rechtstextes aus dem Englischen ins Ungarische verwenden. Auf der Grundlage von Bildschirmaufzeichnungen des Arbeitsablaufs der Studierenden wurden mögliche Zusammenhänge zwischen der Dominanz bestimmter Ressourcen (terminologisch-lexikografisch oder textbasiert), der Bearbeitungszeit und dem Erfolg beim Auffinden der korrekten zielsprachlichen Termini analysiert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Studierende im Allgemeinen terminologisch-lexikografische Quellen textbasierten Quellen vorziehen. Interessanterweise bestand der Erfolg beim Auffinden der korrekten zielsprachlichen Termini in den meisten Fällen weder mit der Bearbeitungszeit noch mit der Dominanz bestimmter Ressourcen in einem signifikanten Zusammenhang. Die einzige Ausnahme bildete die Gruppe der Posteditoren, bei der ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Verwendung textbasierter Quellen und dem Erfolg beim Auffinden korrekter Termini festgestellt wurde. Darüber hinaus ergaben sich Hinweise darauf, dass Posteditoren im Hinblick auf Zeitaufwand und Suchaufwand effizienter arbeiteten als Humanübersetzer, die von Grund auf übersetzten. Der Beitrag schließt mit möglichen Erklärungen der Ergebnisse und Vorschlägen für die Übersetzerausbildung.

SCHLÜSSELWÖRTER: Übersetzen, Posteditieren, Übersetzungsprozessforschung, Übersetzungsressourcen, Angemessenheit der Terminologie.

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Eszter Sermann Márta Lesznyák

Translators’ Resource Dominance and the Success of Finding the Target Terms in Human Translation and Post-editing of Machine Translation

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Studie präsentiert die ersten Ergebnisse einer prozessorientierten Untersuchung zu den Arten von Online-Übersetzungsressourcen, die Übersetzungsstudierende im ersten und zweiten Studienjahr beim Übersetzen und Posteditieren eines Rechtstextes aus dem Englischen ins Ungarische verwenden. Auf der Grundlage von Bildschirmaufzeichnungen des Arbeitsablaufs der Studierenden wurden mögliche Zusammenhänge zwischen der Dominanz bestimmter Ressourcen (terminologisch-lexikografisch (engl. termino-lexicographic) oder textbasiert), der Bearbeitungszeit und dem Erfolg beim Auffinden der korrekten zielsprachlichen Termini analysiert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Studierende terminologisch-lexikografische Quellen textbasierten Quellen vorziehen. Interessanterweise bestand der Erfolg beim Auffinden der korrekten zielsprachlichen Termini in den meisten Fällen weder mit der Bearbeitungszeit noch mit der Dominanz bestimmter Ressourcen in einem signifikanten Zusammenhang. Die einzige Ausnahme bildete die Gruppe der Posteditoren, bei der ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Verwendung textbasierter Quellen und dem Erfolg beim Auffinden korrekter Termini festgestellt wurde. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Posteditoren im Hinblick auf Zeitaufwand und Suchaufwand effizienter arbeiteten als Übersetzungsstudierende, die von Grund auf übersetzten. Der Beitrag schließt mit möglichen Erklärungen der Ergebnisse und Vorschlägen für die Übersetzerausbildung.

SCHLÜSSELWÖRTER: Übersetzen, Posteditieren, Übersetzungsprozessforschung, Übersetzungsressourcen, Angemessenheit der Terminologie.

1. EINLEITUNG

Übersetzungswerkzeuge haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend verändert; digitale Online-Ressourcen haben papierbasierte Werkzeuge nahezu vollständig ersetzt. In der heutigen technologischen Umgebung stehen Übersetzern zahlreiche digitale Online-Ressourcen zur Verfügung, doch die Auswahl zuverlässiger und effektiver Werkzeuge erfordert Sorgfalt und Routine. Untersuchungen haben bestätigt, dass die Nutzung von Online-Übersetzungsressourcen einen erheblichen Anteil der insgesamt für Übersetzungen aufgewendeten Zeit ausmacht (Hvelplund 2017); zudem hat der stetige technologische Wandel zu einem wachsenden Interesse an den Arten von Übersetzungsressourcen und ihrer Verwendung beim Humanübersetzen und Posteditieren maschineller Übersetzungen geführt (z. B. Gough 2019; Hvelplund 2016, 2017; Prieto Ramos 2021). In den letzten Jahren ist das Posteditieren maschineller Übersetzungen zu einer gängigen Praxis für Übersetzer geworden. Eine der größten Schwächen maschineller Übersetzungssysteme besteht jedoch darin, dass sie zahlreiche terminologische Fehler und Inkonsistenzen produzieren. Daher müssen Posteditoren die Korrektheit und Konsistenz zielsprachlicher Äquivalente überprüfen, was ebenfalls zeitaufwendig ist und ein hohes Maß an Präzision erfordert.

Die hier vorgestellte Untersuchung konzentrierte sich darauf, festzustellen, welche Ressourcen Übersetzungsstudierende beim Übersetzen oder Posteditieren eines Rechtstextes bevorzugen, und

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wie die Dominanz bei der Nutzung von Ressourcen mit Leistungsindikatoren wie der Bearbeitungszeit und der korrekten Verwendung von Fachterminologie zusammenhängt. Zunächst wird ein kurzer Literaturüberblick gegeben, der sich auf die Übersetzungsprozessforschung, Online-Übersetzungsressourcen und übersetzungsbezogene Rechercheaktivitäten konzentriert. Anschließend wird das Szeged Translation Competence Research Project beschrieben und die Methodik der vorliegenden Untersuchung ausführlich erläutert. Darauf folgen die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse sowie eine Schlussfolgerung.

2. LITERATURÜBERBLICK

2.1. Übersetzungsprozessforschung (TPR)

Die Übersetzungsprozessforschung begann sich in den 1980er-Jahren auszubreiten (Károly 2022; Lesznyák 2024), als Forschende ihre Aufmerksamkeit den kognitiven, psychologischen und verhaltensbezogenen Aspekten des Übersetzens zuwandten. Frühe prozessorientierte Forschungsarbeiten konzentrierten sich auf die Übersetzungskompetenz und die Entwicklung von Forschungsmethoden (z. B. Wilss 1988; Tirkkonen-Condit, Jääskeläinen 2000). Im 21. Jahrhundert haben technologische Fortschritte nicht nur die Übersetzungspraxis, sondern auch die Übersetzungsforschung grundlegend verändert (siehe Klaudy 2022 für weitere Einzelheiten). Dazu zählen neue Forschungsinstrumente und -methoden, unter anderem zur Untersuchung psychologischer Faktoren des Übersetzens (Angelone 2010), von Übersetzungsstrategien und Übersetzerverhalten (Dragsted 2005; Lesznyák 2008), didaktischer Fragen des Übersetzens (Shreve 2006; Ericsson 2010), des Simultandolmetschprozesses (Seeber 2015) sowie der physischen Arbeitsumgebung von Übersetzenden (Ehrensberger-Dow, Hunziker Heeb 2016).

In der Übersetzungsprozessforschung setzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler folgende Methoden ein, um Übersetzende zu beobachten: lautes Denken (TAP), Aufzeichnung von Tastatureingaben, Bildschirmaufzeichnung, Eye-Tracking, retrospektive Interviews und die direkte Beobachtung des Übersetzungsprozesses (Risku 2019; Károly 2022; Lesznyák 2024). Anschließend versuchen sie, Regelmäßigkeiten im Übersetzungsprozess zu identifizieren. TPR ist in der Regel keine Einzelarbeit, da Datenerhebung und -analyse Zusammenarbeit erfordern (Risku 2019); häufig werden quantitative und qualitative Methoden kombiniert.

2.2. Die Nutzung von Übersetzungsressourcen als Bestandteil der Übersetzungskompetenz

Arten und Nutzung von Übersetzungsressourcen, kognitiver Aufwand sowie Interaktionsmuster zwischen professionellen Übersetzenden und Online-Ressourcen sind breit untersuchte Themen (Gough 2018; Lesznyák 2008; Hvelplund 2016, 2017; Prieto Ramos 2021 usw.). In der terminologischen und lexikografischen Literatur finden sich verschiedene Klassifikationen von Übersetzungsressourcen

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(Fóris 2019; Gaál 2016; Sermann 2021; Tamás 2014).

Fertigkeiten im Umgang mit Übersetzungsressourcen sind in den verschiedenen Modellen der Übersetzungskompetenz ausdrücklich oder implizit enthalten. Die PACTE Research Group (Hurtado Albir 2017) ordnet die Nutzung von Ressourcen der instrumentellen Teilkompetenz zu. In der neuesten Fassung des EMT-Modells (2022) wird Informationskompetenz nicht als eigenständiger Bestandteil aufgeführt; die sachgerechte Nutzung von Suchmaschinen und der Einsatz korpusbasierter Ressourcen sind jedoch Teil der technologischen Kompetenz. Das TransCert-Modell (Budin et al. 2013) umfasst Informationskompetenz und technologische Kompetenz, während das eTransFair-Modell (2016) Informationsrecherche und Terminologiekompetenz einschließt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die effektive Nutzung von Übersetzungsressourcen in irgendeiner Form in jedem der untersuchten Modelle der Übersetzungskompetenz eine Rolle spielt.

2.3 Übersetzungsbezogene Rechercheaktivität (TRA)

Unsere Studie basiert auf Hvelplunds Untersuchungen zur Nutzung digitaler Ressourcen durch Übersetzerinnen und Übersetzer während des Übersetzens (Hvelplund 2016, 2017) sowie auf Goughs Untersuchungen zur übersetzungsbezogenen Rechercheaktivität (Gough 2016, 2018, 2019, 2023). Hvelplunds Ergebnisse (2017) zeigen, dass die Konsultation digitaler Ressourcen einen beträchtlichen Teil der gesamten Übersetzungszeit ausmacht (20 Prozent) und dass Übersetzerinnen und Übersetzer sowohl bei literarischen als auch bei technischen Übersetzungen hauptsächlich einsprachige und zweisprachige Wörterbücher sowie Internetsuchmaschinen nutzten. Gough (2019) untersuchte die Rechercheaktivität professioneller Übersetzerinnen und Übersetzer mithilfe eines quasi-naturalistischen Beobachtungsverfahrens, bei dem Bildschirmaufzeichnungen verwendet wurden. Die Autorin identifizierte vier Typen des Ressourcenverhaltens: Wörterbuch-Enthusiast, Paralleltext-Fan, gemischte Nutzung und MT-Anwender. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass Fachgebietskenntnisse beziehungsweise deren Fehlen eine Rolle für das Ressourcenverhaltensprofil spielen.

In einer früheren Studie untersuchten wir die Arten von Online-Übersetzungsressourcen, die Studierende im ersten und zweiten Studienjahr eines Masterstudiengangs für Übersetzen und Dolmetschen beim Übersetzen und Posteditieren desselben Rechtstextes aus dem Englischen ins Ungarische verwendeten. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende im ersten Studienjahr eher einsprachige und zweisprachige Wörterbücher nutzten, während Studierende im zweiten Studienjahr stärker auf korpusbasierte Ressourcen zurückgriffen. Die Wahl der Online-Übersetzungsressourcen wurde nicht durch den Übersetzungsmodus (HT oder PE), sondern durch den Erfahrungsgrad der Übersetzenden bestimmt (Sermann 2023).

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In der vorliegenden Studie versuchten wir, anhand von Bildschirmaufzeichnungen des Arbeitsablaufs der Studierenden Korrelationen zwischen der Ressourcendominanz der Übersetzungsstudierenden, der Bearbeitungszeit und dem Erfolg beim Auffinden der korrekten zielsprachlichen Termini zu ermitteln. Die Ressourcendominanz wurde operationalisiert als Anzahl der verwendeten unterschiedlichen Ressourcentypen und Häufigkeit der Konsultation dieser Quellen. Daraus ergaben sich zwei Kategorien: (a) termino-lexikografisch und (b) textbasiert.

3. DAS SZEGEDER FORSCHUNGSPROJEKT ZUR ÜBERSETZUNGSKOMPETENZ – ZIELE UND AUFGABENSTELLUNGEN

Die hier vorgestellte Untersuchung ist Teil des übergreifenden Forschungsprojekts des Forschungszentrums für Übersetzungs- und MT-Posteditierkompetenz (Universität Szeged, Ungarn), das die Rolle untersucht, die Elemente der Übersetzungskompetenz (PACTE) beim Übersetzen durch Menschen und beim Posteditieren maschineller Übersetzungen spielen. Im Rahmen des Projekts arbeiten wir mit den Variablen Sprachkenntnisse in der Ausgangssprache (Englisch), Kompetenz in der L1/Zielsprache (Ungarisch), berufliches Hintergrundwissen zum Inhalt des Ausgangstextes (Zweisprachigkeit, Urheberrecht), deklaratives Übersetzungswissen, Textsorte des Ausgangstextes, Übersetzungserfahrung, Arbeitsmodus (HT oder PE) sowie den Einschätzungen der Studierenden zu den Vor- und Nachteilen der Arbeit mit den jeweiligen Methoden (Lesznyák, Bakti, Sermann 2023, 2024). Nachdem wir uns mit produktorientierter Forschung befasst haben, präsentieren wir nun die ersten Ergebnisse unserer Übersetzungsprozessforschung.

In der hier vorgestellten Untersuchung lauteten unsere Forschungsfragen wie folgt:

1. Welche Ressourcenpräferenzen haben die verschiedenen Untergruppen (Studierende im 1. und 2. Studienjahr, HT- und PE-Studierende)?

2. Wie hängt die Ressourcendominanz der Studierenden mit dem Erfolg beim Auffinden der zielsprachlichen Entsprechungen der Schlüsselbegriffe zusammen?

3. Besteht eine Korrelation zwischen Ressourcendominanz und Bearbeitungszeit?

4. Besteht eine Korrelation zwischen dem Erfolg beim Auffinden der korrekten zielsprachlichen Termini und der Bearbeitungszeit?

4. METHODIK

4.1. Teilnehmende und Material

Die Stichprobe der vorliegenden Studie umfasste 14 Studierende im ersten Studienjahr (zu Beginn ihres Studiums) und 12 Studierende im zweiten Masterstudienjahr der Übersetzungswissenschaft (am Ende ihres Studiums). Hier ist hervorzuheben, dass an der Universität

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Szeged in Ungarn die Übersetzerausbildung ausschließlich auf Masterniveau im Rahmen eines viersemestrigen Ausbildungsprogramms für Übersetzer und Dolmetscher stattfindet. Daher können Masterstudierende im ersten Studienjahr als hochqualifizierte Sprachlernende oder Sprachverwendende ohne vorherige Übersetzungserfahrung betrachtet werden. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass die Studierenden zum Zeitpunkt der Datenerhebung keine spezifische Schulung im Post-Editing erhalten hatten; die Studierenden des zweiten Studienjahres hatten jedoch bereits die Kurse „Grundlagen des Rechts“ und „Rechtsübersetzung“ absolviert.

Die Stichprobe wurde in zwei Untergruppen (Übersetzende oder Post-Editoren) aufgeteilt, die gebeten wurden, einen 350 Wörter langen Rechtstext (einen Teil einer Urheberrechtsvereinbarung, siehe Anhang) zu übersetzen oder nachzubearbeiten. Die Ausgangssprache war Englisch, die Zielsprache Ungarisch; Englisch war die B- oder C-Sprache der Übersetzungsstudierenden und Ungarisch ihre A-Sprache. Die MT-Ausgabe für die Post-Editoren wurde mit eTranslation, dem maschinellen Übersetzungstool der EU, erstellt.

4.2. Datenerhebungsverfahren

Die Datenerhebung fand im Herbst 2022 und im Frühjahr 2022 statt. Alle Übersetzungen wurden in einem Unterrichtsraum angefertigt; für die Aufgabe galt eine Zeitbegrenzung von 120 Minuten, die jedoch tatsächlich nie ausgeschöpft wurde. Die Studierenden hatten Internetzugang und durften beliebige Quellen und Webseiten nutzen. Studierende in der HT-Bedingung wurden jedoch angewiesen, auf MT zu verzichten. Sie sollten einen Zieltext in veröffentlichungsfähiger Qualität erstellen (d. h. eine vollständige Nachbearbeitung der MT-Ausgabe), ohne TM-Software zu verwenden. Die Studierenden arbeiteten mit Translog, da auch Daten zum Übersetzungs-/Post-Editing-Prozess erhoben wurden. Zusätzlich wurde OBS Studio verwendet, um den Computerbildschirm während der Bearbeitung der Übersetzungs-/Post-Editing-Aufgabe aufzuzeichnen. Zur Ermittlung der Bearbeitungszeit wurden Videoaufzeichnungen herangezogen. Die Dauer des Übersetzungs-/Post-Editing-Prozesses wurde vom Betätigen der Schaltfläche „start logging“ in Translog bis zum Betätigen der Schaltfläche „stop logging“ gezählt. Aufgrund eines technischen Defekts gingen einige Daten verloren; insgesamt konnten daher 22 Aufzeichnungen verwendet werden.

4.3. Methoden der Datenanalyse

Auf Grundlage der Bildschirmaufzeichnungen des Arbeitsablaufs der Studierenden wurden Kennzahlen zur Ressourcennutzung erstellt. Zunächst wurde jede von den Studierenden konsultierte Ressource entweder als termino-lexikografisch (LEX) oder als textbasiert (TXT) kategorisiert. Innerhalb

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Für jede Gruppe wurden zwei Kategorien erstellt: (1) die Anzahl der verwendeten spezifischen Ressourcentypen (z. B. 3 Wörterbücher) und (2) die Gesamthäufigkeit, mit der diese Quellen konsultiert wurden (z. B. 11 Suchvorgänge /in den 3 Wörterbüchern). Auf diese Weise wurden vier Variablen erstellt, die in der quantitativen Analyse verwendet wurden: LEX-Anzahl, LEX-Häufigkeit, TXT-Anzahl und TXT-Häufigkeit.

Anschließend wurden 10 Schlüsselbegriffe aus dem Ausgangstext ausgewählt (siehe Appendix), und ihre Äquivalente wurden in den Zieltexten bewertet, die von den Studierenden übersetzt oder nachbearbeitet worden waren. Sieben der Begriffe gehören zum Rechtsbereich und drei zum akademischen Bereich. Die korrekten ungarischen Äquivalente der Rechtsbegriffe wurden von einem Experten für Urheberrecht bestimmt.

Für die statistische Analyse wurde SPSS v. 26 verwendet. Die Analyse konzentrierte sich darauf, die Ressourcendominanz der Untergruppen mithilfe von t-Tests für gepaarte Stichproben zu bestimmen, die Ressourcendominanz verschiedener Untergruppen mithilfe von t-Tests für unabhängige Stichproben zu vergleichen und Korrelationen zwischen Ressourcendominanz, dem Erfolg bei der Suche nach geeigneter Terminologie und der Bearbeitungszeit zu ermitteln. Aufgrund des begrenzten Platzes verzichten wir darauf, umfangreiche Daten zu nicht signifikanten Ergebnissen zu präsentieren, und konzentrieren uns auf signifikante Befunde.

5. ERGEBNISSE

5.1. Unterschiede in der Ressourcendominanz innerhalb der Teilstichproben

Unsere erste Forschungsfrage zielte darauf ab herauszufinden, welche Arten von Ressourcen die verschiedenen Untergruppen bevorzugten. Zunächst wurden t-Tests für gepaarte Stichproben durchgeführt, um die Präferenzen innerhalb der Stichproben des ersten und zweiten Studienjahrs zu vergleichen. Einerseits verglichen wir, wie viele verschiedene Ressourcentypen sie verwendeten, andererseits wurde die Häufigkeit der Konsultation dieser Ressourcen gegenübergestellt.

In der Stichprobe des ersten Studienjahrs (n = 12) zeigte sich, dass die Studierenden signifikant mehr terminologisch-lexikografische (M = 2.42, SD = 1.68) als textbasierte Ressourcen verwendeten (M = 1.33, SD = 1.23, t(11) = 3.463, p =.005). Entsprechend führten sie auch signifikant mehr Suchvorgänge in terminologisch-lexikografischen (M = 18.00, SD = 13.86) als in textbasierten Quellen durch (M = 5.17, SD = 5.80, t(11)= 3.736, p =.001).

In der Stichprobe des zweiten Studienjahrs (n = 10) wurden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der von den Studierenden verwendeten Quellentypen festgestellt (terminologisch-lexikografisch M = 1.90, SD = 0.74, textbasiert M = 1.40, SD = 1.27, t(9) = 1.246, p =.244).

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Mit anderen Worten: Terminologisch-lexikografische und textbasierte Quellen wurden in etwa im gleichen Umfang genutzt, und der geringe Unterschied der Mittelwerte könnte auf einen Messfehler zurückzuführen sein. Die Analyse der Suchhäufigkeit hat jedoch gezeigt, dass Studierende im zweiten Studienjahr, ebenso wie ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen im ersten Studienjahr, eine signifikant höhere Anzahl terminologisch-lexikografischer Suchanfragen durchführten (M = 17.2, SD = 11.10) als textbasierter Suchanfragen (M = 5.4, SD = 5.83, t(9) = 3.190, p =.011). Wie zu erkennen ist, war die Standardabweichung bei textbasierten Suchanfragen höher als der Mittelwert, was auf eine hohe Streuung und eine nicht normale Verteilung der Daten hindeutet. Daher wurden auch die Mediane der Suchhäufigkeit verglichen. Der Wilcoxon-Test für verbundene Stichproben zeigte ebenfalls einen signifikanten Unterschied zwischen den Medianen; die Effektstärke war groß (terminologisch-lexikografischer MDN = 14.50, textbasierter MDN = 3.50, Z (9) = -2.497, p =.013, r = 0.79).

Im nächsten Schritt wurde die Stichprobe in Humanübersetzerinnen und -übersetzer sowie Post-Editorinnen und -Editoren unterteilt, und die Ressourcenpräferenzen wurden erneut mithilfe von t-Tests für verbundene Stichproben analysiert. In der Gruppe der Humanübersetzerinnen und -übersetzer (n = 10) wurde kein signifikanter Unterschied zwischen der Anzahl der beiden verwendeten Ressourcentypen festgestellt (terminologisch-lexikografisch M = 2.70, SD = 1.16, textbasiert M = 1.90, SD = 0.99, t(9) = 1.809, p =.104). Die Zahlen zeigten dennoch, dass die Studierenden signifikant mehr Suchanfragen in terminologisch-lexikografischen (M= 27.8, SD = 9.36) als in textbasierten Quellen durchführten (M = 8.5, SD = 5.87, t(9) = 4.636, p=.001).

Die Ergebnisse der t-Tests zeigten, dass die Post-Editorinnen und -Editoren signifikant mehr terminologisch-lexikografische (M = 1.75, SD = 1.36) als textbasierte Ressourcen nutzten (M = 0.92, SD = 1.24, t(11) = 2.802, p =.017). Da die Standardabweichung textbasierter Quellen über dem Mittelwert lag und somit auf eine nicht normale Verteilung hindeutete, wurde der Wilcoxon-Test für verbundene Stichproben zum Vergleich der Mediane herangezogen. Die Testergebnisse zeigten einen signifikanten Unterschied zwischen den Medianen, obwohl die Wahrscheinlichkeit eines Messfehlers etwas höher war (terminologisch-lexikografischer MDN = 2, textbasierter MDN = 0, Z(11) = -2.226, p =.026, r = 0.643); die Effektstärke war jedoch weiterhin mittel bis stark.

Der t-Test für verbundene Stichproben zeigte, dass die Post-Editorinnen und -Editoren signifikant mehr Suchanfragen in terminologisch-lexikografischen (M = 9.17, SD = 7.03) als in textbasierten Quellen durchführten (M = 2.58, SD = 3.99, t(11) = 4.026, p =.011). Wegen der nicht normalen Verteilung wurde erneut der Wilcoxon-Test für verbundene Stichproben durchgeführt, um zu prüfen, ob sich die Mediane signifikant unterschieden. Auch die Testergebnisse waren erneut signifikant und deuteten darauf hin, dass sich die mediane Anzahl der Suchanfragen in terminologisch-lexikografischen Quellen (MDN = 8)

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und in textbasierten Quellen (MDN = 0) signifikant unterscheidet (Z(11) = - 2.805, p =.005, r = 0.810), wobei die Effektstärke groß war.

5.2. Unterschiede in der Ressourcendominanz zwischen den Teilstichproben

Nachdem die einzelnen Teilstichproben charakterisiert worden waren, verglichen wir die Gruppen miteinander: zum einen die Studierenden im ersten und zweiten Studienjahr, zum anderen die Humanübersetzerinnen und -übersetzer sowie die Post-Editorinnen und -Editoren. Bei keinem der beiden Messwerte wurden signifikante Unterschiede zwischen den Forschungsaktivitäten der Studierenden im ersten und zweiten Studienjahr festgestellt.

Beim Vergleich der Humanübersetzerinnen und -übersetzer mit den Post-Editorinnen und -Editoren waren jedoch alle Unterschiede in der Suchhäufigkeit signifikant, während die Unterschiede hinsichtlich der verwendeten Quellentypen nur knapp signifikant waren (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1. Unterschiede in der Ressourcendominanz zwischen Humanübersetzerinnen und -übersetzern sowie Post-Editorinnen und -Editoren. Ergebnisse der t-Tests für unabhängige Stichproben

HUMANÜBERSETZERINNEN UND -ÜBERSETZER (N = 10)POST-EDITORINNEN UND -EDITOREN (N = 12)MSDMSDT-TESTPAnzahl terminologisch-lexikografischer Ressourcen2.703.081.161.361.74.096Anzahl textbasierter Ressourcen1.900.990.921.242.02.057Gesamtzahl der verwendeten Ressourcen4.601.652.752.382.08.051Suchhäufigkeit (LEX)*27.809.609.177.035.33.000Suchhäufigkeit (TXT)*8.505.872.503.992.81.011Suchhäufigkeit (gesamt)*36.308.4111.759.936.18.000

Hinweis: * = signifikante Unterschiede

5.3. Anzahl der gefundenen korrekten Äquivalente der Termini

Zur Beantwortung der Forschungsfragen 2 und 4 musste der Erfolg beim Auffinden der korrekten zielsprachlichen Äquivalente ermittelt werden. Die Mittelwerte (HT = 1.40, PE = 1.67, 1st Jahr = 1.42, 2nd Jahr = 1.70) zeigen, dass die Studierenden nicht besonders

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erfolgreich beim Auffinden der Äquivalente waren. Die meisten Studierenden konnten ein oder zwei von zehn Äquivalenten korrekt finden. Drei Studierende konnten keinen der Termini finden; der Höchstwert, der die größte Anzahl an Treffern angibt, betrug 4. Die Unterschiede zwischen den Studierenden des ersten und zweiten Studienjahres einerseits und zwischen den Humanübersetzern andererseits waren nicht signifikant.

5.4. Zeitaufwand

Die Forschungsfragen 3 und 4 konzentrierten sich auf die zeitlichen Aspekte des Übersetzens; daher musste für die Untergruppen die mittlere Zeit berechnet werden, die für die Übersetzungsaufgabe selbst aufgewendet wurde. Die mittleren Übersetzungs- und Post-Editing-Zeiten sind in Tabelle 2 dargestellt. Es zeigt sich außerdem, dass keine signifikanten Unterschiede zwischen den Studierenden des ersten und zweiten Studienjahres festgestellt wurden, Post-Editoren jedoch signifikant schneller arbeiteten als Humanübersetzer. Auch die Unterschiede bei der Standardabweichung sind bemerkenswert, und der Levene-Test hat gezeigt, dass sich die Varianzen zwischen den beiden Gruppen ebenfalls signifikant unterscheiden (F = 12.990, p =.002). Dies deutet darauf hin, dass die Post-Editor-Gruppe hinsichtlich der für die Aufgabe aufgewendeten Zeit eine deutlich größere Streuung aufweist als die HIT-Gruppe.

Tabelle 2. Unterschiede zwischen Humanübersetzern und Post-Editoren sowie zwischen Studierenden des ersten und zweiten Studienjahres hinsichtlich des Zeitaufwands. Ergebnisse der t-Tests für unabhängige Stichproben

HUMANÜBERSETZER (N = 10) POST-EDITOREN (N = 12) T-TEST P M SD M SD Zeitaufwand (Min.) 70.99 4.67 59.76 11.76 3.033.008 STUDIERENDE IM ERSTEN STUDIENJAHR (N = 12) STUDIERENDE IM ZWEITEN STUDIENJAHR (N = 10) t-test p M SD M SD Zeitaufwand (Min.) 65.99 10.94 63.52 10.83 0.529.60370.99 4.67 59.76 11.76 3.033.008 STUDIERENDE IM ERSTEN STUDIENJAHR (N = 12) STUDIERENDE IM ZWEITEN STUDIENJAHR (N = 10) t-test p M SD M SD Zeitaufwand (Min.) 65.99 10.94 63.52 10.83 0.529.603

5.5. Korrelationen zwischen Ressourcendominanz und dem Erfolg beim Auffinden geeigneter Terminologie

Die zweite Forschungsfrage zielte darauf ab, aufzudecken, ob ein Zusammenhang zwischen der Ressourcendominanz und dem Erfolg beim Auffinden geeigneter Terminologie besteht. Zur Beantwortung dieser Frage wurden Pearson-Korrelationskoeffizienten zwischen den Indizes der Ressourcendominanz einerseits und

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die Anzahl der von den Studierenden gefundenen korrekten Äquivalente. In der Gesamtstichprobe wurden überhaupt keine signifikanten Korrelationen festgestellt; dasselbe galt auch für das erste Studienjahr, das zweite Studienjahr und die Untergruppe der Humanübersetzer. In der Untergruppe der Posteditoren wurde jedoch eine moderate bis starke, signifikante Korrelation zwischen der Häufigkeit der Konsultation textbasierter Quellen und dem Erfolg beim Finden der richtigen Termini festgestellt (r = 0.676, p =.016). Dies deutet darauf hin, dass sich die Verwendung textbasierter Quellen beim Post-Editing lohnt.

5.6. Korrelationen zwischen der Dominanz von Ressourcen und der Bearbeitungszeit

Im nächsten Analyseschritt wurden die Pearson-Korrelationskoeffizienten zwischen den Indizes der Ressourcendominanz und der Bearbeitungszeit berechnet. Tabelle 3 zeigt ein wiederkehrendes Muster in der Gesamtstichprobe und allen Teilstichproben mit Ausnahme der Humanübersetzer. Das Muster zeigt zahlreiche positive, moderate bis starke signifikante Korrelationen zwischen der Anzahl der verwendeten termino-lexikografischen (LEX) Ressourcen und der Zeit, zwischen der Häufigkeit termino-lexikografischer (LEX) Suchvorgänge und der Zeit sowie zwischen der Gesamthäufigkeit der Suchvorgänge und der Zeit.

Tabelle 3. Korrelationen zwischen den Indizes der Ressourcendominanz und der Bearbeitungszeit in der Gesamtstichprobe, der Stichprobe des ersten Studienjahrs, der Stichprobe des zweiten Studienjahrs, der Gruppe der Posteditoren und der Gruppe der Humanübersetzer (Pearson r)

Bearbeitungszeit | Erstes Studienjahr (n=12) | ANZAHL DER LEX-RESSOURCEN | ANZAHL DER TXT-QUELLEN | ANZAHL DER RESSOURCEN INSGESAMT | HÄUFIGKEIT DER LEX-SUCHVORGÄNGE | HÄUFIGKEIT DER TXT-SUCHVORGÄNGE | HÄUFIGKEIT DER SUCHVORGÄNGE INSGESAMT Erstes Studienjahr (n=12):.62* (p=.03) | n.s. | n.s. |.66 (p=.02) | n.s. |.69** (p=.01) Zweites Studienjahr (n=10):.70 (p=.03) | n.s. | n.s. |.68 (p=.03) | n.s. |.67 (p=.04). Humanübersetzer (n=10): n.s. | -.69 (p=.03) | n.s. | n.s. | n.s. | n.s. Posteditor (n=12):.62 (p=.03) | n.s. | n.s. |.63 (p=.03) | n.s. |.60 (p=.04) Gesamtstichprobe (n=22):.61 (p<.01) | n.s. |.52 (p=.01) |.66 (p<.01) | n.s. |.68 (p<.01)

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Eszter Sermann Márta Lesznyák Dominanz von Übersetzungsressourcen und Erfolg beim Finden der Zieltermini in der Humanübersetzung und beim Post-Editing maschineller Übersetzungen

5.7. Korrelationen zwischen dem Erfolg beim Finden von Termini und der Bearbeitungszeit

Die vierte Forschungsfrage untersuchte, ob eine Korrelation zwischen dem Erfolg beim Finden des korrekten Äquivalents von Termini und der für die gesamte Übersetzungs- bzw. Post-Editing-Aufgabe aufgewendeten Zeit besteht. Interessanterweise wurden weder in der Gesamtstichprobe noch in einer der Untergruppen signifikante Korrelationen festgestellt. Dies deutet darauf hin, dass ein bloß längerer Zeitaufwand für die Aufgabe nicht dazu beiträgt, die korrekten Termini zu finden.

6. DISKUSSION

6.1. Unterschiede hinsichtlich der Ressourcendominanz innerhalb der Teilstichproben

Unsere erste Forschungsfrage zielte darauf ab, die Ressourcendominanz der Studierenden zu beschreiben. Gepaarte t-Tests zeigten, dass Studierende im ersten Studienjahr signifikant mehr termino-lexikografische Quellen als textbasierte Quellen verwendeten und auch signifikant häufiger in termino-lexikografischen als in textbasierten Quellen recherchierten. Studierende im zweiten Studienjahr zeigten hinsichtlich der Häufigkeit der Suchanfragen ähnliche Tendenzen wie Studierende im ersten Studienjahr, nicht jedoch hinsichtlich der verwendeten Ressourcentypen.

Bei Humanübersetzern zeigte sich eine höhere Zahl von Suchanfragen in termino-lexikografischen als in textbasierten Quellen; die Zahl der termino-lexikografischen Quellen war jedoch nicht signifikant höher als die Zahl der textbasierten Quellen. In der Post-Editing-Gruppe waren sowohl die Zahl der Quellen als auch die Zahl der Suchanfragen in der termino-lexikografischen Kategorie signifikant höher als in der textbasierten Kategorie.

Insgesamt legen diese Befunde nahe, dass die übersetzungsbezogene Recherche der Studierenden durch eine starke Dominanz termino-lexikografischer Quellen gekennzeichnet ist. Textbasierte Quellen (d. h. Paralleltexte) werden in geringerer Zahl und seltener konsultiert. Dies steht im Einklang mit Hvelplunds (2017) früheren Befunden, denen zufolge Übersetzer sich im Übersetzungsprozess stark auf Wörterbücher stützten.

Das Problem bei der Interpretation dieses Befunds besteht darin, dass uns keine Vergleichsdaten dazu vorliegen, welche Ausrichtung ideal wäre. Wahrscheinlich gibt es keine „perfekte Methode“; welcher Anteil an termino-lexikografischen oder textbasierten Quellen in einem bestimmten Kontext zielführend ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen das Sprachpaar, die Qualität der termino-lexikografischen Quellen für dieses Sprachpaar, die Fachkompetenz des Übersetzers/Post-Editors und möglicherweise noch weitere Faktoren. Wie wir weiter unten sehen werden, deutet jedoch das Scheitern der Studierenden, die meisten korrekten Entsprechungen der juristischen und bildungsbezogenen Fachbegriffe zu finden, darauf hin, dass eine übermäßige Abstützung auf termino-lexikografische Quellen

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möglicherweise nicht die zielführendste Strategie für diese Aufgabe war. Die Dominanz termino-lexikografischer Quellen spiegelt wider, was in der Ausbildung häufig beobachtet wird: das Vertrauen der Studierenden in Wörterbücher (in welcher Form auch immer) und ihre Zurückhaltung, sich auf zeitaufwendigere und komplexere Recherchen einzulassen.

6.2 Ressourcendominanz und der Erfolg beim Finden der zielsprachlichen Entsprechung

Die Ergebnisse zeigen, dass die Studierenden relativ wenig erfolgreich darin waren, die korrekten Entsprechungen der Fachbegriffe zu finden: Im Durchschnitt fanden sie von zehn Begriffen nur bei einem oder zwei die richtige Entsprechung. Auch die Korrelationsanalyse ergab keine signifikanten Ergebnisse; eine Ausnahme bildeten lediglich die Post-Editoren und die Häufigkeit, mit der sie textbasierte Quellen konsultierten. Dies deutet darauf hin, dass die Ressourcendominanz nicht unmittelbar mit dem Erfolg beim Finden geeigneter Fachbegriffe während des Übersetzens zusammenhängt. Das ist nachvollziehbar, denn entscheidend ist nicht nur, welche Quellen wir verwenden, sondern auch, wie wir sie nutzen. Ohne Daten aus dem lauten Denken oder retrospektive Interviews lässt sich leider nicht feststellen, was schiefging und in welcher Phase des Rechercheprozesses.

Wie im vorangehenden Absatz dargelegt, wurde in der Post-Editing-Gruppe eine moderate bis starke, signifikante Korrelation zwischen der Häufigkeit der Konsultation textbasierter Quellen und dem Erfolg beim Finden der richtigen Fachbegriffe festgestellt. Auch dieser Befund erscheint selbsterklärend, da textbasierte Quellen unverzichtbare Hilfsmittel im Übersetzungs- und Post-Editing-Prozess sind. Sie sind besonders nützlich, wenn Fachwörterbücher nicht von bester Qualität sind oder dem Übersetzer das Fachwissen fehlt und er Treffer in termino-lexikografischen Quellen nicht angemessen beurteilen kann. Obwohl keine dieser Bedingungen empirisch untersucht wurde, scheinen beide im Forschungskontext zutreffend zu sein. Ergänzend ist anzumerken, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt unserer Forschung nicht entscheiden lässt, ob textbasierte Quellen den korrekten Fachbegriff bzw. die korrekten Fachbegriffe lieferten oder lediglich den Bewertungsprozess des studentischen Post-Editors unterstützten.

Darüber hinaus bleibt angesichts der obigen Erklärung unklar, weshalb Humanübersetzer nicht in gleicher Weise von der Konsultation textbasierter Quellen profitierten wie Post-Editoren. Eine mögliche Erklärung ist, dass Humanübersetzer von der Recherche (wofür uns Belege vorliegen) und vermutlich auch von anderen Aspekten der Übersetzungsaufgabe deutlich stärker überfordert waren. Folglich verfügten sie über keine kognitiven Kapazitäten mehr, um Informationen aus textbasierten Quellen gründlich zu verarbeiten. Zur Bestätigung dieser Hypothese wären wiederum verbale Daten der Versuchspersonen erforderlich.

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6.3. Die Rolle der Bearbeitungszeit

Die Forschungsfragen 3 und 4 konzentrierten sich auf die Rolle der Bearbeitungszeit für die Dominanz bestimmter Ressourcen und den Erfolg beim Auffinden äquivalenter Terminologie. Unsere Ergebnisse bestätigen Hvelplunds (2017) Befunde, obwohl eine andere Methodik verwendet wurde. Die positive Korrelation zwischen der Gesamtzahl der Suchvorgänge und der Bearbeitungszeit in der Gesamtstichprobe und den meisten Teilstichproben deutet darauf hin, dass Studierende umso länger übersetzten bzw. nachbearbeiteten, je mehr Suchvorgänge sie durchführten. Mit anderen Worten: Die gesamte Übersetzungs- bzw. Nachbearbeitungszeit hängt eng mit der Konsultation von Ressourcen zusammen, insbesondere mit der Nutzung terminologisch-lexikografischer Quellen.

Überraschenderweise zeigte sich jedoch kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Bearbeitungszeit und dem Auffinden der korrekten zielsprachlichen Termini. Das bedeutet, dass Studierende, die mehr Zeit für übersetzungsbezogene Recherchen aufwendeten, hinsichtlich der terminologischen Korrektheit keine besseren Ergebnisse erzielten. Dies deutet erneut auf Probleme bei der produktiven Nutzung von Ressourcen hin.

6.4. Unterschiede zwischen menschlichen Übersetzern und Post-Editoren

Obwohl keine Forschungsfrage unmittelbar auf die Unterschiede zwischen Übersetzern und Post-Editoren abzielte, lieferten unsere Ergebnisse dazu einige wertvolle Erkenntnisse. Der Vergleich der Ressourcendominanz zeigte, dass menschliche Übersetzer eine größere Vielfalt an Quellen nutzten und deutlich mehr Suchvorgänge durchführten als Post-Editoren. Dies lässt sich als höherer Aufwand seitens der menschlichen Übersetzer interpretieren. Außerdem zeigte sich, dass menschliche Übersetzer signifikant länger arbeiteten als Post-Editoren, was ebenfalls als Zeichen eines höheren Aufwands gewertet werden kann. Paradoxerweise führte der größere Aufwand nicht zu einer besseren terminologischen Leistung. Fügt man die einzelnen Befunde zusammen, zeigt sich, dass menschliche Übersetzer mehr Zeit und Rechercheaufwand benötigen, um bei der Terminologie einer Übersetzungsaufgabe dieselbe Qualität wie Post-Editoren zu erreichen. Mit anderen Worten: In diesem experimentellen Rahmen erwies sich das Post-Editing als effizienter.

7. SCHLUSSFOLGERUNG

Ziel der Studie war es, herauszufinden, welche Ressourcen Übersetzungsstudierende beim Übersetzen oder Post-Editing eines Rechtstextes bevorzugen und wie die Dominanz der Ressourcennutzung mit Leistungsindikatoren wie der Bearbeitungszeit und der korrekten Verwendung von Terminologie zusammenhängt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Studierende tendenziell terminologisch-lexikografische Quellen textbasierten Quellen vorziehen. Bemerkenswert ist auch, dass menschliche Übersetzer sowohl hinsichtlich des Zeitaufwands als auch der Recherche deutlich mehr Aufwand betreiben als

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Post-Editoren, ohne jedoch erfolgreicher beim Auffinden geeigneter Termini zu sein. Post-Editoren führen dagegen weniger Suchvorgänge durch und erreichen somit mit geringerem Aufwand dieselbe Qualität. Dennoch lässt sich die geringere Rechercheaktivität auch als negative Tendenz betrachten, da sie sehr gut zu dem passt, was wir als Lehrende in Post-Editing-Kursen beobachten: das unbegründete Vertrauen der Studierenden in die maschinelle Übersetzung. Man könnte argumentieren, dass Studierende mit etwas mehr Aufwand und geeigneten Recherchetechniken die terminologische Qualität posteditierter Zieltexte verbessern könnten.

Die in der Studie berichteten Ergebnisse beleuchten auch ein Muster vergeblicher Anstrengungen: Manche Studierende neigen dazu, mehr Zeit für Aufgaben aufzuwenden (sei es für eine Übersetzung von Grund auf oder für das Post-Editing), was eng mit einer höheren Zahl terminologisch-lexikografischer Suchvorgänge verbunden ist. Dennoch sind sie nicht erfolgreicher als Studierende, die Zeit sparen, indem sie unter anderem weniger Suchvorgänge durchführen. Eine wahrscheinliche Erklärung für dieses Scheitern wurde bereits oben angeführt: Die Art und Weise, wie Studierende die von ihnen gefundenen Informationen bewerten, ist möglicherweise nicht angemessen. Auch der Mangel an (rechtlichem) Hintergrundwissen kann mit diesem Problem zusammenhängen, denn Studierende ohne ausreichende Sachkenntnis sind möglicherweise nicht in der Lage, die Informationen, auf die sie in terminologisch-lexikografischen oder textbasierten Quellen stoßen, zu verstehen, zu interpretieren und zu bewerten. Dies führt uns zu der Frage, inwieweit Recherche fehlendes Sachwissen ausgleichen kann. Diese Frage könnte Gegenstand künftiger Forschung sein. Die unter der Post-Editing-Bedingung festgestellte Korrelation zwischen der Nutzung textbasierter Quellen und dem terminologischen Erfolg könnte einen Ausweg aus dieser Sackgasse bieten und darauf hindeuten, dass es sich lohnt, in die Konsultation textbasierter Quellen zu investieren.

Die Forschungsergebnisse haben Auswirkungen auf die Übersetzerausbildung. Obwohl die an der Studie teilnehmenden Studierenden Terminologiekurse besucht hatten, schienen ihnen Recherchekompetenzen zu fehlen. Folglich ist davon auszugehen, dass die Methodik zur Vermittlung von Rechercheverhalten sorgfältig konzipiert werden sollte. Studierende sollten verstehen, dass nicht (nur) die Zahl der Suchvorgänge ihnen hilft, die richtigen Äquivalente zu finden, sondern auch die „Qualität der Rechercheaktivität“, das heißt, was sie mit den gefundenen Informationen tun. Die Bewertung von Quellen und Treffern in den Quellen sollte vermutlich im Unterricht geübt werden. Außerdem sollte die Bedeutung textbasierter Quellen hervorgehoben werden, und Studierende sollten dazu ermutigt werden, sich mit dem Thema der Übersetzung vertraut zu machen. Andernfalls werden sie keine fundierten Entscheidungen über Termini treffen können.

Auch die Studie weist einige Einschränkungen auf, darunter die geringe Stichprobengröße. Eine weitere Schwäche der Untersuchung besteht darin, dass keine professionellen Übersetzer

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An der Datenerhebung nahmen teil. Darüber hinaus wurde in der Studie nur ein Text, nämlich ein juristischer Text, verwendet, und die Teilnehmenden kamen von einer einzigen Institution. Diese Faktoren schränken die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse ein, wenngleich signifikante Befunde auf valide Tendenzen für Bedingungen hindeuten können, die denen der Studie ähneln. Das Fehlen verbaler Daten der Teilnehmenden verhinderte die Interpretation bestimmter Befunde, doch ist klar, dass auch der Komplexität des Forschungsdesigns Grenzen gesetzt werden müssen.

Die Einschränkungen dieser Studie weisen auf mögliche Richtungen für künftige Forschung hin. Die Studie könnte mit einer größeren Stichprobe wiederholt werden, an der Fachleute sowie Studierende anderer Universitäten oder Länder teilnehmen. Es könnte ein anderer Texttyp verwendet und es könnten weitere Arten von Prozessdaten erhoben werden.

Darüber hinaus ist der Datensatz der vorliegenden Studie teilweise noch nicht ausgewertet worden. Die für die Recherche aufgewendete Zeit wurde weder gemessen noch mit Indizes des Rechercheverhaltens oder der Leistung in Beziehung gesetzt. Auch die Nutzung von Übersetzungsressourcen in den verschiedenen Phasen von HT und PE (Entwurf, Revision) könnte untersucht werden, ebenso wie die Anzahl der Terminologieänderungen, die Post-Editoren vornehmen, und deren Zusammenhang mit den Recherchestrategien.

Trotz ihrer Einschränkungen trägt die Studie zweifellos zu unserem Verständnis der Ressourcennutzung von Übersetzungsstudierenden bei. Dennoch ist auf diesem Gebiet weitere Forschung erforderlich, um herauszufinden, welche Recherchestrategien und Verhaltensweisen im digitalen Zeitalter nötig sind, in dem das Post-Editing wahrscheinlich die Arbeit von Übersetzenden dominieren wird.

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APPENDIX 1.

The source text used for the study:

LICENCE TO PUBLISH

Manuscript #: [name of journal] (“The Journal”)

Title of the contribution: (“The Contribution”)

Author(s): (“the Authors”)

To: Nature Publishing Group (“NPG”), a division of Macmillan Publishers Ltd

1. In consideration of NPG agreeing to publish the Contribution the Authors grant to NPG for the full term of copyright in the Contribution and any extensions thereto, subject to clause 2 below, the exclusive licence (a) to publish, reproduce, distribute, display and store the Contribution in all forms, formats and media whether now known or hereafter developed (including without limitation in print, digital and electronic form) throughout the world, (b) to translate the Contribution into other languages, create adaptations, summaries or extracts of the Contribution or other derivative works based on the Contribution and exercise all of the rights outlined in (a) above in such translations, adaptations, summaries, extracts and derivative works and (c) to license others to do any or all of the above.

2. Ownership of copyright remains with the Authors and provided that, when reproducing the Contribution or extracts from it, the Authors acknowledge first and reference publication in the Journal, the Authors retain the following nonexclusive rights:

a) To reproduce the Contribution in whole or in part in any printed volume (book or thesis) of which they are the author(s).

b) They and any academic institution where they work at the time may reproduce the Contribution for course teaching.

c) To post a copy of the Contribution as accepted for publication after peer review (in Word or Tex format) on the Author’s own website or institutional repository six months after publication of the printed edition of the Journal, provided that they also give a hyperlink from the Contribution to the Journals web site

d) To reuse figures or tables created by them and contained in the Contribution of other works created by them.

This Agreement shall be governed by and construed in accordance with the laws of England without regard to the principles of conflicts of law. The parties hereto submit to the non-exclusive jurisdiction of the English courts.

APPENDIX 2.

The 10 target terms selected for the analysis:

licence to publish, contribution, full term of copyright, including without limitation, to grant exclusive licence, to reproduce, derivative work, thesis, academic institution, peer review

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VERTĖJŲ IŠTEKLIŲ DOMINAVIMAS IR SĖKMINGA VERTIMO KALBOS TERMINŲ PAIEŠKA VERČIANT ŽMOGUI ARBA POSTREDAGUOJANT MAŠININĮ VERTIMĄ

Santrauka

Vertimo priemonių naudojimas iš esmės pasikeitė per pastaruosius du dešimtmečius – internetiniai skaitmeniniai ištekliai beveik visiškai pakeitė popierines priemones. Šiuolaikinėje technologinėje aplinkoje vertėjai gali naudotis daugybe internetinių skaitmeninių išteklių, tačiau norint pasirinkti patikimas ir veiksmingas priemones, reikia kruopštumo ir disciplinos. Šiame tyrime nagrinėjamas vertėjų praktikančių išteklių dominavimas tą patį teisinį tekstą verčiant žmogui ir postredaguojant ir analizuojami galimi ryšiai tarp išteklių dominavimo, užduoties atlikimo laiko ir sėkmingai rastų teisingų vertimo kalbos terminų.

Čia pateiktas tyrimas yra Segedo vertimo kompetencijos tyrimų grupės bendrojo tyrimo projekto, kuriuo siekiama ištirti vertimo kompetencijos elementų (PACTE) vaidmenį žmogaus vertime ir mašininio vertimą postredagavime, dalis. Kadangi dalyvaujame į produktą orientuotuose tyrimuose, dabar pristatome pirmuosius vertimo proceso tyrimo rezultatus.

Mūsų rezultatai rodo, kad terminografiniai ir leksikografiniai šaltiniai dominuoja su vertimu susijusiuose studentų tyrimuose. Be to, studentams ganėtinai nesisekė rasti teisingų atitikmenų terminams, jie rado vidutiniškai vieną ar du iš dešimties. Be to, nei laikas užduočiai, nei išteklių dominavimas neparodė jokių reikšmingų koreliacijų su tinkamų vertimo kalbos terminų radimu. Vertėjų ir postredaktorių palyginimas parodė, kad postredaktoriai dirbo greičiau ir atliko mažiau paieškų nei vertėjai. Nepaisant to, jų rastų terminų teisingumas buvo panašus į vertėjų.

Akivaizdu, kad tyrimas turi tam tikrų trūkumų, iš kurių vienas yra maža imtis, tačiau, nepaisant jų, išvados tikrai prisideda prie mūsų supratimo apie vertėjų praktikančių išteklių naudojimą.

Gauta 2024-05-03

Eszter Sermann. Department of Italian Language and Literature, University of Szeged, Hungary. 6724 Szeged, Pulz utca 1. E-mail [email protected]

Márta Lesznyák. Institute of English and American Studies, University of Szeged, Hungary. 6722 Szeged, Egyetem utca 2. E mail [email protected]

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Márta Lesznyák

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