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Institut für Litauische Sprache
DIE SCHREIBUNG ASTROLOGISCHER BEZEICHNUNGEN AUF ASTROLOGIE-WEBSITES
SCHLÜSSELWÖRTER: Rechtschreibung, Großbuchstabe, Eigennamen, astrologische Bezeichnungen.
ZUSAMMENFASSUNG
Die Rechtschreibnormen der litauischen Sprache sehen vor, dass Eigennamen mit einem Großbuchstaben geschrieben werden; dies ist jedoch nur die allgemeinste Regel, die für einwortige Bezeichnungen gilt. Für mehrgliedrige Bezeichnungen sind zwei Schreibweisen vorgesehen: Einige Bezeichnungen werden nur mit dem ersten Wort großgeschrieben, andere mit jedem Wort. Diese Grenze wird anhand des bezeichneten Objekts gezogen. Astrologische Bezeichnungen werden jedoch in Arbeiten, die die Rechtschreibnormen für andere Gruppen von Eigennamen kodifizieren, nicht erwähnt; folglich bleibt auch ihre Schreibnorm unkodifiziert. Der Artikel untersucht, woran sich der Gebrauch bei der Schreibung solcher Bezeichnungen orientiert und ob sich darin eine bestimmte Schreibnorm etabliert hat. Die Analyse der Gebrauchstendenzen stützt sich auf Texte, die auf Astrologie-Websites veröffentlicht wurden.
ABSTRACT
Die Rechtschreibnormen der litauischen Sprache bestimmen die Großschreibung von Eigennamen; dies ist jedoch nur die allgemeinste Regel, die für Bezeichnungen aus einem Wort gilt. Bei mehrgliedrigen Bezeichnungen gibt es zwei Schreibweisen: Bei einigen wird nur das erste Wort großgeschrieben, bei anderen jedes Wort. Diese Grenze wird anhand des zu bezeichnenden Objekts gezogen. Astrologische Bezeichnungen werden jedoch in den Arbeiten zur Festlegung der Rechtschreibnormen nicht erwähnt, sodass ihre Schreibnormen undefiniert bleiben. Der Artikel untersucht, welche Schreibweisen im Sprachgebrauch verwendet werden und ob sich darin eine bestimmte Rechtschreibnorm etabliert hat. Die Analyse der Gebrauchstendenzen astrologischer Bezeichnungen stützt sich auf Texte, die auf Astrologie-Websites veröffentlicht wurden.
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EINLEITUNG
Obwohl die Orthografie zu den Gegenständen der Sprachnormierung gehört, werden Rechtschreibnormen und Schreibgebrauch in wissenschaftlichen Arbeiten deutlich seltener untersucht als etwa Normen und Gebrauch auf den Ebenen der Lexik, Syntax oder Morphologie. Dies ist wohl in erster Linie auf objektive Gründe zurückzuführen, etwa auf die größere Stabilität der Normen auf dieser Ebene, die sich übrigens nicht nur in der litauischen Standardsprache zeigt1. Die orthografische Ebene ist im Vergleich zu anderen Sprachebenen nicht nur beständiger, sondern auch spezifisch. Wiederholt wird betont, dass die Orthografie nur indirekt mit der inneren Struktur der Sprache zusammenhängt und eine Vereinbarungssache ist (Pupkis 2005: 231; Vasiliauskienė, Rimkutė 2007: 34). Wenn sie vereinbart ist und zur Beständigkeit neigt, dürften auf dieser Ebene offenbar auch kaum neue oder problematische Phänomene auftreten. Folglich gäbe es wohl auch kaum etwas, das auf wissenschaftlicher Ebene untersucht werden könnte.
Dennoch wirken zumindest verschiedene externe Faktoren auch auf die Orthografie ein, was dazu anregt, einige ihrer Aspekte eingehender zu untersuchen. Als sich beispielsweise gegen Ende des vergangenen Jahrtausends die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse und damit auch die Quellen sprachlichen Einflusses zu verändern begannen, verbreiteten sich im Litauischen neue Bezeichnungen. Dies gab Anlass, die Fragen der Schreibung von Unternehmensnamen (Kniūkšta 1991, 1997, 2004, 2006) und fremden Eigennamen (Ambrazas 2008) zu untersuchen. Insgesamt werden orthografische Fragen auf wissenschaftlicher Ebene jedoch selten behandelt, nur in vereinzelten Arbeiten (z. B.: Vasiliauskienė, Rimkutė 2007; Gudzinavičiūtė 2012; Drukteinis 2015; Vaskelaitė 2019), obwohl aus diesen Arbeiten hervorgeht, dass es auch auf dieser Ebene Neuerungen, Variantenvielfalt und problematische Fragen gibt. Der Mangel an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit für die orthografische Ebene ist somit wohl nicht nur auf objektive, sondern auch auf eher subjektive Gründe zurückzuführen, etwa darauf, dass anderen Sprachebenen Vorrang eingeräumt wird, oder auf die Annahme, einmal festgelegte Rechtschreibregeln reichten aus und alles, was nicht mit ihnen übereinstimmt, könne nur ein Fehler sein.
Doch Regeln erfassen nicht zwangsläufig alles, und zwar nicht deshalb, weil in der Sprache Neuerungen entstehen. In Arbeiten, die Schreibnormen kodifizieren, können auch einzelne nicht neue Sachverhalte unerörtert bleiben; anders gesagt, die eine oder andere Norm kann unkodifiziert bleiben. In diesem Artikel wird genau ein solcher unerörterter Sachverhalt untersucht – die Schreibung astrologischer Bezeichnungen (im Folgenden – ALP). Sie lässt sich nicht als neues Phänomen bezeichnen, denn ALP entstand zusammen mit der Astrologie, deren Ursprünge, wie verschiedene Quellen nahelegen,
1 Als Beispiele für orthografische Stabilität werden etwa die englische, irische, französische und japanische Standardsprache (Pupkis 1980: 23) oder die im 2. Jahrtausend v. Chr. entstandenen chinesischen Schriftzeichen angeführt (Bielinskienė ir kt. 2014: 43).
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je nach Quelle bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. oder sogar in noch frühere Zeit zurückreichen2. In Arbeiten, die die Rechtschreibnormen der litauischen Sprache darlegen, werden ALP jedoch nicht erwähnt. Dort ist eine allgemeine Regel für die Schreibung von Eigennamen festgelegt, die mindestens zwei Schreibweisen für Eigennamen mit unmittelbarer Bedeutung vorsieht, abhängig von dem bezeichneten Objekt. Astrologische Objekte oder Phänomene werden unter den bezeichneten Objekten jedoch nicht genannt, sodass auch die Schreibung von ALP unkodifiziert bleibt. Auch die Norm für die Schreibung von Eigennamen selbst wird in mehr als einer Arbeit als problematisch beschrieben (z. B.: Pupkis 2005: 234; Linkevičienė 2013: 7). So heißt es in einer Arbeit: „Manche Regeln sind so formuliert, dass gewöhnliche Sprachnutzer bei einer neuen Bezeichnung oft nicht wissen, an welche dieser Regeln sie sich halten sollen, um die optimale Schreibweise zu wählen (dies gilt besonders für die Schreibung mehrteiliger Bezeichnungen)“ (Vasiliauskienė, Rimkutė 2007: 35). Dieser Artikel soll dazu beitragen, dieses Problem zu untersuchen.
Doch nicht weniger wichtig ist der praktische Aspekt – die Beseitigung der Kodifikationslücke. Wie festgestellt wurde, hängen Sprachnormen nicht von schriftlichen Autoritäten (normativen Wörterbüchern, Grammatiken und anderen ähnlichen Arbeiten), den Wünschen oder Ansichten des Einzelnen ab, sondern „das, was allgemein gebraucht wird, was Gewohnheit des ganzen Volkes ist, ist die Norm“ (Pupkis 1980: 20). Demnach könnte sich auch eine Norm für die Schreibung von ALP gleichsam herausgebildet haben, obwohl sie in normativen Arbeiten nicht kodifiziert ist. Zu klären, ob eine solche Norm besteht, ist das Ziel dieses Artikels; dazu wird die Schreibung von ALP auf Astrologie-Websites analysiert. Sollte sich herausstellen, dass die Schreibweisen allzu stark variieren, dürfte diese Arbeit dennoch im Hinblick auf die Kodifikation nützlich sein – als Anstoß, eine Norm für die Schreibung von ALP festzulegen.
Gegenstand des Artikels sind Eigennamen oder Bezeichnungen, die in astrologischen Texten tendenziell wie Eigennamen geschrieben werden. Eigennamen werden in Arbeiten zur Lexikologie, Morphologie und sogar Syntax erwähnt, jeweils jedoch unter einem anderen Gesichtspunkt und mit unterschiedlicher Terminologie, sodass eine beträchtliche terminologische Vielfalt entsteht. So arbeitet die auf Wortarten ausgerichtete Morphologie mit Begriffen wie Eigennamen und Gattungsnamen (z. B.: LKG 1965: 163), die auf den Wortschatz ausgerichtete Lexikologie mit Eigennamen und Appellativa, während in ihrem Teilgebiet Onomastik die Begriffe Name, Eigenname verwendet werden (z. B.: Jakaitienė 2010: 267–278). Daneben wird auch der Begriff Bezeichnungen verwendet. Diese Terminologie wird auch in normativen Arbeiten übernommen und nicht in allen Arbeiten einheitlich verwendet; somit entsteht auch dort terminologische Vielfalt, und die Beziehungen zwischen den Begriffen –
2 So heißt es etwa in der Universalen Enzyklopädie Litauens: „[D]ie Astrologie entstand möglicherweise im 3. Jahrtausend v. Chr. in Mesopotamien und verbreitete sich in der hellenistischen Epoche in der westlichen Welt“ (VLEe). Auf einer Astrologie-Website heißt es: „Die heutige Astrologie ist ein Erbe der babylonischen Zivilisation und entstand vor etwa 4.000 bis 5.000 Jahren in den Zivilisationen der Sumerer und Babylonier“ (ASTR).
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ziemlich unklar. So werden im Kapitel über die Großschreibung in der wichtigsten Publikation mit Rechtschreibnormen des Litauischen – Lietuvių kalbos rašybos ir skyrybos – sowohl Namen als auch Bezeichnungen erwähnt, z. B.: geografische Namen und geografische Bezeichnungen, Tiernamen und Tierbezeichnungen, astronomische Namen sowie auch Eigennamen astronomischer Objekte und Namen astronomischer Objekte (LKRS 1992: 60–76). Weder diese Gattungsbegriffe noch die Begriffe Name, Bezeichnung werden hier erläutert; daher bleibt unklar, ob diese Gattungsbegriffe als unterschiedliche Begriffe oder als Synonyme gelten. Das Verhältnis der Begriffe zueinander zu klären oder die Terminologie zu vereinheitlichen, ist nicht Ziel dieses Artikels. Daher wird im Folgenden trotz der festgestellten Variation der Begriff Eigennamen verwendet, der in diesem Artikel Eigennamen in direkter Bedeutung umfasst3. Der unmittelbare Untersuchungsgegenstand des Artikels wird als astrologische Bezeichnungen bezeichnet; genauer wird die Abkürzung ALP verwendet, um diese Bezeichnungen von astronomischen Bezeichnungen – ANP – zu unterscheiden. Werden spezifischere Arten von ALP oder ANP genannt, werden die entsprechenden Bezeichnungen ausgeschrieben: Bezeichnungen astrologischer Objekte, Bezeichnungen astrologischer Ereignisse, Bezeichnungen astronomischer Objekte usw. Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Rechtschreibung; er erhebt daher weder den Anspruch, die Klassifikation der Eigennamen zu präzisieren, noch die Terminologie zu vereinheitlichen, sondern will lediglich die Schreibgewohnheiten bei für die Astrologie typischen Eigennamen untersuchen.
Wie aus dem Titel des Artikels hervorgeht, stützt sich die Analyse auf Texte von Internetseiten. Es versteht sich, dass das Internet nicht das Medium ist, dem Forschende auf der Ebene der Rechtschreibung zuerst ihre Aufmerksamkeit widmen würden, und der Grund dafür ist nachvollziehbar. In diesem Medium gibt es sehr viele Erscheinungen, die man als elementare Rechtschreib- oder Korrekturfehler bezeichnen könnte; sie im Hinblick auf eine Normierung zu untersuchen, ist wenig sinnvoll, denn einer Legitimierung elementarer Rechtschreibfehler als allgemein gültiger Norm würden vermutlich nicht einmal die Sprachverwender selbst zustimmen. Im Internet werden jedoch Texte unterschiedlicher Qualität veröffentlicht, darunter auch solche, die den Rahmen der Standardsprache nicht überschreiten; das ermöglicht eine gezielte Auswahl der Quellen. Ausschlaggebend für die Wahl des Internets als Untersuchungsquelle ist jedoch vor allem das behandelte Gebiet. Das Interesse an der Astrologie ist erst vor relativ kurzer Zeit wieder erwacht; lange Zeit war sie ein eher abgeschottetes Gebiet und wird von der Wissenschaft bis heute nicht anerkannt (siehe Vaskelaitė 2020: 129–130), weshalb es nur wenige litauischsprachige Publikationen zu diesem Thema gibt. Genauer gesagt, es erscheint zwar viel populärwissenschaftliche Literatur, doch deckt sie nicht die ganze Vielfalt der in der Astrologie verwendeten Bezeichnungen ab, während diese auf Astrologieseiten reichlich vorkommen. Hier werden die Begriffe oder
3 Neben Bezeichnungen in direkter Bedeutung werden in Publikationen, die Rechtschreibnormen festlegen, üblicherweise auch symbolische Bezeichnungen (Bezeichnungen in symbolischer Bedeutung) angeführt; als Merkmal, das sie von Bezeichnungen in direkter Bedeutung unterscheidet, wird dabei die Schreibung in Anführungszeichen genannt.
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Bezeichnungen werden außerdem erläutert, wodurch ihre Bedeutungen offengelegt werden. Daher wurden für die Analyse sieben Internetseiten ausgewählt: antropoteosofineastrologija.lt (ANTR), astrodaiva.com (ASTR), astrologijosmokykla.lt (AM), sadhanacentras.lt (SA), uranija.lt (UR), vidineastrologija.lt (VA), zachh.lt (ZA). Die Analyse stützt sich auf zusammenhängende Textmaterialien, die bis zum 1. Dezember 2021 auf den Seiten veröffentlicht wurden. Bevor jedoch die Schreibgewohnheiten analysiert werden, ist es angebracht, die kodifizierte Norm zu erörtern.
1. KODIFIZIERTE NORM UND IHRE KRITERIEN
Die allgemeine Regel für die Schreibung von Eigennamen wird in den Grammatikabschnitten zu den Substantiven formuliert und scheint sehr einfach zu sein: Eigennamen werden mit einem Großbuchstaben geschrieben (LKG 1965: 163; DLKG 1997: 60). In diesen Abschnitten wird jedoch lediglich eine Schreibregel für Substantive formuliert, während Eigennamen nicht nur Substantive umfassen. Ausführlicher wird die Schreibung von Eigennamen in Publikationen behandelt, die auf die Rechtschreibung ausgerichtet sind; dort wird auch die Schreibnorm festgelegt.
Rechtschreibnormen werden bis heute durch Lietuvių kalbos rašyba ir skyryba (im Folgenden LKRS) festgelegt. Zwar werden sie auch durch Beschlüsse der Staatlichen Kommission für die litauische Sprache (im Folgenden VLKK) festgelegt oder präzisiert, doch ist die wichtigste normative Sammlung von Rechtschreibregeln die 1992 erschienene, überarbeitete zweite Auflage der LKRS. Deren erster Teil, Rašyba, gilt, wie auch auf der Website der VLKK angegeben, soweit er später gefassten Beschlüssen nicht widerspricht4. Die Schreibung von Eigennamen wird im Kapitel Großschreibung dieser Sammlung behandelt (LKRS 1992: 61–64); bereits aus diesem Titel geht hervor, dass der Großbuchstabe als Merkmal vorgesehen ist, das Eigennamen von Gattungsnamen unterscheidet. Tatsächlich kann die Regel der Großschreibung jedoch nur auf einwortige Bezeichnungen angewandt werden. Für mehrwortige Bezeichnungen sind zwei Schreibweisen festgelegt: die Großschreibung des ersten Wortes der Bezeichnung (Anordnung des Justizministeriums) und die Schreibweise, bei der jedes Wort der Bezeichnung großgeschrieben wird (Große Wagen). Die Bezeichnungen werden hier nach Gruppen eingeteilt: Für einige wird die eine Schreibweise, für andere die andere empfohlen. Aus der Benennung und Erörterung der Gruppen lässt sich schließen, dass die Schreibweise vom bezeichneten Objekt abhängt. So etwa bei Unternehmen, Einrichtungen und
4 Siehe http://www.vlkk.lt/aktualiausios-temos/rasyba/lkrs-turinys. Bei der Ausarbeitung des Artikels wird eine aktualisierte Sammlung von Rechtschreibregeln erörtert – Lietuvių kalbos rašyba: taisyklės, komentarai, patarimai von Rasuolė Vladarskienė und Palmira Žemlevičiūtė Lietuvių kalbos rašyba: taisyklės, komentarai, patarimai. Siehe unter der Internetadresse http://www.vlkk.lt/aktualiausios-temos/rasyba/apie-rasyba.
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Organisationsbezeichnungen (Teisingumo ministerija), Dokumente (Versalio taikos sutartis), Feiertage und Veranstaltungen (Naujieji metai, Motinos diena), historische Ereignisse und Epochen (Didysis šiaurės karas, Atgimimo epocha) und andere Bezeichnungen werden als solche genannt, bei denen nur das erste Wort großgeschrieben wird; Personennamen (Žanas Žakas Ruso), einschließlich ein- oder mehrgliedriger Namen mythologischer Wesen (Dievas, Afroditė, Dievas Tėvas, Dzeusas Griausmavaldys), dagegen werden als Bezeichnungen aufgeführt, bei denen jedes Wort großgeschrieben wird. Nur bei Bezeichnungen einiger weniger Gruppen wird angegeben, dass sie nach letzterer Methode zu schreiben sind; dies deutet darauf hin, dass diese Schreibweise eine Ausnahme von der allgemeineren Regel zur Schreibung von Eigennamen darstellt. Eine dieser wenigen Gruppen sind die Namen astronomischer Objekte (Didieji Grįžulo Ratai, Marsas). Eine Gruppe astrologischer Objekte wird in LKRS jedoch nicht unterschieden; solche Bezeichnungen werden auch unter den übrigen Gruppen von Eigennamen nicht erwähnt. Sie finden sich auch nicht in den Klassifikationen der Substantive in den wichtigsten Grammatiken des Litauischen (LKG 1965: 163; DLKG 1997: 60); lediglich in der Grammatik der litauischen Gegenwartssprache wird die Gruppe als Bezeichnungen kosmischer und astronomischer Objekte aufgeführt (DLKG 1997: 60).
Zur Schreibung von Eigennamen wurden auch Beschlüsse der VLKK gefasst und mehrere Empfehlungen veröffentlicht, beispielsweise die Empfehlung zur Großschreibung einiger religiöser Namen, Termini und Bezeichnungen (VLKK 2004); die Schreibung von ALP wird in diesen Dokumenten jedoch nicht behandelt5. In dem zusammenfassenden Beschluss, mit dem einige der in LKRS festgelegten Rechtschreibregeln präzisiert wurden, werden dieselben Gruppen von Eigennamen wie in LKRS genannt, wobei die Gruppe ALP nicht unterschieden wird; auch in den anderen Gruppen werden solche Bezeichnungen nicht aufgeführt (VLKK 1997). Die Schreibung von ALP wird auch in Lehr- oder Praxispublikationen nicht behandelt (z. B.: LKŽin 1998; Linkevičienė 2013: 7–24; Bielinskienė ir kt. 2014: 132–135; ESIV 2014: 40–69; KancKP 2020); astrologische Bezeichnungen oder Termini werden aber generell kaum untersucht. Die Autorin hat bereits darauf hingewiesen, dass man sie auch kaum in Wörterbücher der Internationalismen aufnimmt, obwohl in der Astrologie zahlreiche Termini verwendet werden, die sich ihrer Bedeutung nach von ANP unterscheiden (Vaskelaitė 2020). Kazimieras Gaivenis (1990) hat sich zwar mit Sternbildnamen befasst, doch wurden auch diese als Bezeichnungen astronomischer und nicht astrologischer Objekte betrachtet.
5 Empfehlungen und Beschlüsse werden auf der Website der VLKK veröffentlicht: Empfehlungen im Abschnitt Aktuellste Themen (http://www.vlkk.lt/aktualiausios-temos/rasyba), Beschlüsse im Abschnitt Beschlüsse der VLKK (http://www.vlkk.lt/vlkk-nutarimai).
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Da Astrologie und Astronomie gemeinsame Wurzeln haben6, könnte man annehmen, dass die Schreibregel für ANP ausreicht und ALP nach dieser geschrieben werden sollten. Diese Regel umfasst jedoch nur Objektbezeichnungen – darauf verweisen sowohl die Überschrift des entsprechenden Abschnitts in LKRS, Namen astronomischer und geografischer sowie topografischer Objekte, als auch die dort angeführten Beispiele (LKRS 1992: 62). Zudem ist diese Regel nicht ganz einfach. Erstens sieht sie eine Ausnahme für das Gattungswort vor, das eine allgemeine Objektbezeichnung ausdrückt (Stern, Nebel, Planet); damit scheint eine dritte Schreibweise für Eigennamen vorgesehen zu sein – nämlich nicht jedes Wort großzuschreiben (LKRS 1992: 62). Nach dieser Ausnahme müsste es demnach Didieji Grįžulo Ratai, Paukščių Takas heißen, aber Mėlynoji Ramybės jūra, weil nur jūra ein Gattungswort ist, Ratai und Takas dagegen nicht, obwohl sowohl jūra als auch ratai und takas Gattungswörter sind.
Zweitens wird durch die Ausnahme für das Gattungswort die Grenze zwischen den verschiedenen Schreibweisen unscharf. Denn nach dieser Ausnahme wären zweigliedrige Bezeichnungen astronomischer Objekte wie Šiaurės žvaigždė oder Andromedos ūkas ebenso zu schreiben wie Bezeichnungen, bei denen nur das erste Wort großgeschrieben wird, vgl. Motinos diena oder Versalio taikos sutartis.
Diese Unterscheidung wird jedoch auch durch die in den Rechtschreibnormen vorgesehene Möglichkeit eines stilistischen Gebrauchs des Großbuchstabens abgeschwächt, der – so die Formulierung – sowohl auf einzelne Wörter als auch auf Bezeichnungen angewendet werden kann. So heißt es auch in LKRS, dass sowohl Wörter großgeschrieben werden können, wenn den „von ihnen bezeichneten Begriffen besondere Bedeutung und Achtung beigemessen wird“ (Tačiau dabar, Atgimimo laikotarpiu, skaudu regėti beviltiškai plytinčias dvasios erdves), als auch Bezeichnungen: „Aus Achtung können alle Wörter in den Namen der bedeutendsten Organisationen, gesellschaftlichen Bewegungen, historischen Ereignisse, besonders wichtigen Dokumente und ähnlicher Bezeichnungen großgeschrieben werden“ (LKRS 1992: 71). Wie aus der letztgenannten Formulierung und den Beispielen in LKRS hervorgeht, muss bei der Großschreibung von Bezeichnungen aus Achtung auch das Gattungswort der Bezeichnung großgeschrieben werden: Lietuvos Vyskupų Konferencija, Visuotinė Žmogaus Teisių Deklaracija usw. Daraus ergäbe sich, dass die Möglichkeit, den Großbuchstaben aus stilistischen Gründen zu verwenden, die für die Schreibregel astronomischer Objektbezeichnungen vorgesehene Ausnahme für das Gattungswort aufhebt (vgl. Mėnulio Ramybės jūra). Zwar wird aus der angeführten Formulierung ersichtlich, dass die Anwendung dieser Möglichkeit auf Bezeichnungen astronomischer Objekte nicht ausdrücklich genannt wird, doch die Wendung „und anderer“
6 Wenn gesagt wird, dass die Astrologie um etwa 3000 v. Chr. in Mesopotamien entstand und sich später, in der hellenistischen Epoche, in der westlichen Welt verbreitete, wird zugleich darauf hingewiesen, dass sie zur Entwicklung der Astronomie beitrug: In den ersten Jahrhunderten n. Chr. trat der Unterschied zwischen Astronomie als Wissenschaft von den Sternen und Astrologie als Wahrsagung aus den Sternen deutlich hervor (VLEe).
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„alle Wörter ähnlicher Bezeichnungen“ deutet darauf hin, dass dies möglich ist. So geht aus der erwähnten Empfehlung zur Großschreibung einiger religiöser Namen, Termini und Bezeichnungen (im Folgenden: Empfehlung) hervor, dass bei religiösen Bezeichnungen das Gattungswort aus stilistischen Gründen großgeschrieben werden kann: Bernelių Mišios, Grigaliaus Mišios (VLKK 2004). Andererseits werden bei den Bezeichnungen von Feiertagen und Gedenktagen auch Beispiele wie Angelų Sargų diena, Šv. Nekaltųjų Vaikelių šventė angeführt, die der in LKRS formulierten Regel zum stilistischen Großbuchstabengebrauch in Bezeichnungen widersprechen würden7. Somit verwischt die Ausnahme für das Gattungswort nicht nur die Grenze zwischen den Schreibweisen von Eigennamen, sondern führt auch zu normativen Widersprüchen. Eine Ursache für die entstehende Unklarheit könnte darin liegen, dass dem Großbuchstaben mehrere Funktionen zugewiesen werden: Er dient nicht nur dazu, Achtung auszudrücken oder einen Eigennamen von einem Gattungsnamen zu unterscheiden, sondern auch dazu, bestimmte Eigennamen von anderen abzugrenzen8.
Das Kriterium für die letztgenannte Unterscheidung wird in den Arbeiten zur Kodifizierung der Rechtschreibnormen nicht benannt. Die aus orthografischer Sicht zwischen Personenbezeichnungen (einschließlich Bezeichnungen von Tieren und mythologischen Wesen) und sonstigen Bezeichnungen gezogene Grenze scheint darauf hinzudeuten, dass diese Unterscheidung der in der Lexikologie vorgenommenen Trennung zwischen zwei Arten von Eigennamen folgt – den Namen von Lebewesen und den Namen unbelebter Dinge (siehe Jakaitienė 2010: 266). Aus orthografischer Sicht wird jedoch auch innerhalb der unbelebten Dinge eine Grenze gezogen: Namen astronomischer (sowie geografischer, topografischer und natürlicher) Objekte werden von den Namen anderer unbelebter Dinge (z. B. Feiertagsbezeichnungen) unterschieden. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass der Verwendungsbereich der Bezeichnung berücksichtigt wird: ANP werden anders behandelt als etwa Namen historischer Zeitabschnitte und Epochen (Didysis šiaurės karas, Šviečiamasis amžius). Die im Abschnitt Schreibung einiger anderer Bezeichnungen von LKRS aufgeführten Gruppen zeigen jedoch, dass nicht nur für Namen historischer Zeitabschnitte und Epochen eine andere Schreibweise vorgesehen ist, sondern auch für Bezeichnungen, die keinem bestimmten Bereich zugeordnet sind (etwa Feiertage oder Dokumente). Dies deutet darauf hin, dass auch die lexikalische Gruppe berücksichtigt wird: Objektbezeichnungen (z. B. astronomische) werden von Bezeichnungen für Ereignisse (Feiertage, Veranstaltungen) unterschieden. Zwei Kriterien miteinander in Einklang zu bringen, ist natürlich schwierig, denn die Astronomie beschränkt sich nicht nur auf Objektbezeichnungen und die Geschichte nicht nur auf Namen von Zeitabschnitten und Epochen. Aus der Empfehlung geht beispielsweise hervor, dass auch religiöse Bezeichnungen nicht nur Objektbezeichnungen umfassen – verwendet werden etwa auch Bezeichnungen von Kultakten (Altoriaus Sakramentas, Pirmoji Komunija).
7 In einer Anmerkung unter der Empfehlung wird darauf hingewiesen, dass sie als Entwurf ausgearbeitet und in der Sitzung der VLKK am 3. Juni 2004 erörtert, aber nicht verabschiedet wurde. Siehe http://www.vlkk.lt/vlkk-nutarimai/projektai/kai-kuriu-religiniu-vardu-terminu-pavadinimu-rasymas-didzja-raide.
8 Auch ein Satz beginnt mit einem Großbuchstaben.
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Die erwähnte Empfehlung führt ein weiteres Kriterium für die Abgrenzung zwischen Eigennamen an: die Bedeutungsexklusivität. So werden darin Namen mit herausragender Bedeutung, etwa die Bezeichnungen heiliger Schriften und ihrer Hauptteile (Naujasis Testamentas, geroji Naujiena, Vetus Latina) sowie wichtiger Kultakte (Eucharistijos Sakramentas, Pirmoji Komunija), als Beispiele für die Schreibung jedes Wortes mit großem Anfangsbuchstaben behandelt; Namen ohne herausragende Bedeutung hingegen, die nach der allgemeinen Regel zur Schreibung von Namen nur mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werden, sind etwa (Pradžios knyga, Dvylikos apaštalų liturgija). Ein solches Kriterium der Bedeutungsexklusivität würde mit dem Kriterium der stilistischen Verwendung von Großbuchstaben übereinstimmen. Nachdem jedoch in Kapitel 2 der Empfehlung Gruppen von Namen mit herausragender Bedeutung aufgeführt werden, heißt es in Kapitel 4: „[F]ür religiöse Termini und Namen ist insbesondere in Texten religiösen Inhalts die stilistische Verwendung von Großbuchstaben sehr charakteristisch: Wörter und Wortverbindungen werden mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben, wenn den von ihnen bezeichneten Begriffen eine herausragende Bedeutung und Ehrfurcht beigemessen wird“, und gesondert werden Fälle stilistischer Großschreibung aufgeführt, etwa die Schreibung von Bezeichnungen für Ereignisse der Kirchengeschichte (Kristaus Gimimas, Kristaus Prisikėlimas). Obwohl das Verhältnis zwischen Namen mit herausragender Bedeutung und aus stilistischen Gründen großgeschriebenen Namen in der Empfehlung also nicht ausdrücklich benannt wird, deutet die gesonderte Erwähnung darauf hin, dass religiöse Namen mit herausragender Bedeutung von aus stilistischen Gründen verwendeten Wortverbindungen unterschieden werden, obwohl in LKRS die herausragende Bedeutung als Grundlage für die stilistische Verwendung des Großbuchstabens gilt. Wie dem auch sei, es zeigt sich, dass bei der Kodifizierung der Schriftnorm für Eigennamen nicht nur versucht wird, mehrere Kriterien miteinander in Einklang zu bringen, sondern auch normative Widersprüche entstehen.
Warum man bei der Schreibung von Eigennamen dazu neigt, eine Grenze zu ziehen, wird in normativen Arbeiten weder erläutert noch benannt. Als Motiv könnten sowohl die herausragende Bedeutung bestimmter Namen als auch unterschiedliche Schreibtraditionen für Eigennamen in verschiedenen Bereichen (z. B. in astronomischen Texten) oder andere Faktoren infrage kommen. Dass der Bereich tatsächlich Einfluss auf Schreibpräferenzen haben kann, zeigen auch einige in normativen Arbeiten angeführte Ausnahmen. So wird in der Empfehlung erwähnt, dass einige Gattungswörter in religiösen Schriften, wie mišios oder bažnyčia, mit großem Anfangsbuchstaben zu schreiben sind (Bažnyčia, Katalikų Bažnyčia; Mišios, Bernelių Mišios). Auch für die Schreibung von Namen religiöser Feiertage ist hier eine andere Regel vorgesehen (Trys Karaliai, Visi Šventieji) als in der LKRS, die sich in erster Linie an der allgemeinen Verwendung orientiert. Im Allgemeinen wird jedoch versucht, die Regeln für die Schreibung sowohl religiöser Namen als auch von Eigennamen als allgemeingültig zu formulieren, ohne die Verwendungssphäre des Namens zu berücksichtigen
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sowie Gattungs- oder Stilmerkmale. So wird in der Grammatik der litauischen Sprache allgemein die Möglichkeit erwähnt, dass Eigennamen zu Gattungswörtern werden (LKG 1965: 163); auch in der LKRS wird festgelegt, dass saulė, mėnulis und žemė nicht in Texten eines bestimmten Stils oder einer bestimmten Gattung oder in der allgemeinen Verwendung, sondern dann mit kleinem Anfangsbuchstaben zu schreiben sind, wenn diese Wörter nicht als astronomische Namen verwendet werden (Patekėjo saulė; Čia Lietuvos žemė; Blyškiai švietė mėnulis), und dass das Wort visata generell mit kleinem Anfangsbuchstaben zu schreiben ist (LKRS 1992: 63).
Insgesamt zeigt die Übersicht über die kodifizierte Norm, dass die auf den ersten Blick einfache Regel zur Schreibung von Eigennamen, nach der der Großbuchstabe als Unterscheidungsmerkmal zwischen Eigen- und Gattungsnamen dient, recht kompliziert ist. Schwierigkeiten bereiten sowohl die Ausnahme für ein verwandtes Wort als auch die mehreren Funktionen des Großbuchstabens und die Anwendung verschiedener Kriterien zur Unterscheidung einzelner Eigennamen voneinander. Selbst in normativen Arbeiten treten Widersprüche auf. Daher ist verständlich, dass in der Sprachverwendung Unklarheiten entstehen können. Dass solche Unklarheiten tatsächlich auftreten, zeigen bereits die Einträge in der Beratungsdatenbank der VLKK (im Folgenden KB), die auf der Grundlage von Fragen von Sprachbenutzern erstellt wird. Dort wird sowohl nach der Grenze zwischen Eigen- und Gattungsnamen gefragt (visata, galaktika) als auch nach der Verwendung von Großbuchstaben in Namen verschiedenster Gruppen, etwa bei Fest- und Gedenktagen (wie viele Großbuchstaben im Namen: Naujieji metai; Angelų sargų ar Angelų Sargų diena?), geografischen Namen (Kuršių nerija ar Kuršių Nerija? Didysis Kanjonas ar Didysis kanjonas?) sowie astronomischen Objekten (wie viele Großbuchstaben in den Namen Didieji Grįžulo Ratai, Paukščių Takas?). Aus den Einträgen geht hervor, dass auch nach Namen gefragt wird, deren Gruppen oder Untergruppen in normativen Arbeiten nicht unterschieden werden, beispielsweise nach Kalendernamen (Mėnulio kalendorius ar mėnulio kalendorius?), Namen von Handelsrouten (Šilko kelias ar šilko kelias? Gintaro kelias ar gintaro kelias?), was darauf hindeutet, dass Unklarheiten auch daraus entstehen können, dass nicht bekannt ist, welcher Gruppe von Eigennamen ein Name zuzuordnen ist. Übrigens wird ALP auch in dieser Ressource nicht erwähnt.
2. BEZEICHNUNGEN ASTRONOMISCHER OBJEKTE
Ein Teil der auf Astrologie-Websites verwendeten Eigennamen bezeichnet Objekte, die auf den ersten Blick astronomischen Objekten entsprechen, und auch die Schreibung der Namen stimmt überein. Die Websites zeigen jedoch
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Unterschiede in der Bedeutung und auch, dass in diesem Bereich sogar Bezeichnungen verwendet werden, die nicht mit astronomischen Namen übereinstimmen.
2.1. Bezeichnungen astrologischer Planeten und anderer Himmelskörper
Auf allen untersuchten Websites werden Namen von Objekten verwendet, die in der Astronomie als Himmelskörper bezeichnet werden; am weitesten verbreitet sind jedoch die Planetennamen: Venera, Marsas, Merkurijus, Jupiteris, Saturnas, Uranas, Plutonas, Neptūnas. Auf den meisten Websites wird auch der Asteroid Chironas erwähnt. Andere Himmelskörpernamen sind zumindest auf den für die Analyse ausgewählten Websites seltener; dies deutet darauf hin, dass aus astrologischer Sicht nicht alle Himmelskörper gleichermaßen wichtig sind. So heißt es nur in einem einzigen Text, dass auch Kometen in der Astrologie wichtig sind (ASTR). Eine Erläuterung in einem anderen Text deutet darauf hin, dass Himmelskörper für verschiedene astrologische Schulen unterschiedlich relevant sind: „Es gibt Hunderte von Asteroiden. Einige astrologische Schulen schenken Asteroiden wenig Beachtung, andere widmen ihnen beträchtliche Aufmerksamkeit“ (ASTR). Andererseits werden in astrologischen Texten auch Himmelskörper genannt, die aus astronomischer Sicht als unentdeckt beschrieben werden: „Am häufigsten wird von den Asteroiden Chiron verwendet, in den russischen astrologischen Schulen auch Proserpina, die in der westlichen Astrologie als fiktiver Punkt gilt (bislang nicht als physischer Körper entdeckt, über ihre Existenz gibt es nur indirekte Hinweise)“ (ASTR).
Doch selbst wenn die genannten Himmelskörpernamen mit den astronomischen übereinstimmen, werden sie in astrologischen Texten mit anderen Bedeutungen verwendet. Diese Objekte werden hier kaum überhaupt als Himmelskörper bezeichnet. Sowohl die Erläuterungen auf den Websites als auch der Kontext zeigen, dass es sich in der Astrologie nicht um materielle Himmelskörper handelt, deren Masse oder Volumen es zu bestimmen und zu erörtern gilt, sondern um Ansammlungen symbolischer Bedeutungen. So wird Saturn mit Macht, Disziplin, Einschränkungen, Wirtschaft, Askese und Alter assoziiert, Jupiter mit Gesetzen, Recht, dem Ausland und Reisen. Kometen werden als Himmelsboten gedeutet, als Botschaft des Kosmos an das Sonnensystem über äußerst wichtige Ereignisse (ASTR). Auf einer Website werden Planeten und andere Himmelskörper als geistige Wesen beschrieben: „Das mag wie Poesie klingen, doch seit der Antike wird behauptet, dass Planeten und andere Himmelskörper ein eigenes Bewusstsein haben, dass sie nicht nur physische, sondern auch geistige Wesen und Entitäten sind; man nannte sie kosmische Logoi“ (ASTR). In der Astronomie werden diese Objekte natürlich anders bewertet, etwa Kometen als „kleine Massen und geringe Dichte aufweisende kosm. Körper, die die Sonne auf elliptischen Bahnen umkreisen“
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oder Parabeln“, Planeten als „kalte Himmelskörper von großer Masse und großen Abmessungen, die einen Stern umkreisen (im Sonnensystem die Sonne)“ (Straižys 2003).
An der Schreibung astrologischer Bezeichnungen für „Himmelskörper“ zeigt sich, dass Bedeutungsunterschiede keine Unterschiede in der Schreibung bewirken – auch in astrologischen Texten werden diese Bezeichnungen großgeschrieben, z. B.:
Daher treffen Mut und Entschlossenheit zum Handeln (Marsas) auf Einschränkungen, hierarchische Machtstrukturen und wirtschaftliche Fragen (Saturnas), auf Gesetze und Recht (Jupiteris) sowie auf Transformation (Plutonas) auf den Hauptseiten ASTR; wenn Merkurijus beeinträchtigt ist, nimmt die Fähigkeit ab, Gedanken verständlich und flüssig auszudrücken, zu lernen, zu schreiben und Auto zu fahren SA; In der Astrologie Marsas gilt als Unglücksplanet ZA. Übrigens werden diese Bezeichnungen in den Website-Texten auch als Namen astronomischer Objekte verwendet, zum Beispiel: Den ganzen Juli über kann man Mars und Venus nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont sehen ASTR. Auf einer Website, auf der jeder Planet besonders ausführlich behandelt wird, werden außerdem sowohl eine astrologische als auch eine astronomische Erklärung angeboten. So wird Merkur astrologisch als „geistige Fähigkeiten und Intellekt, Schreiben, Sprechen, Handel, Wissenschaften“ beschrieben, astronomisch hingegen als „der sonnennächste Planet. Die Oberflächentemperatur der der Sonne zugewandten Planetenseite erreicht 427°C. Wegen des Fehlens einer Atmosphäre kühlt die im Schatten liegende Oberfläche nachts rasch auf −173°C ab.“ (ZA). Auf einer anderen Website werden zwei Texte veröffentlicht, in denen Sterne genannt werden, die im Sommer am Himmel mit bloßem Auge sichtbar sind, nämlich Sirijus, Arktūras, Vega, Denebas, Altairas, Rigelis, Kapela, Procionas, ohne ihnen irgendeine astrologische Bedeutung zuzuschreiben (ASTR).
Dieser Kontext erlaubt jedoch nicht die Behauptung, dass die einheitliche Schreibung der Bezeichnungen für Himmelskörper durch eine Analogie zu ANP bedingt sei oder dass die Bezeichnungen astrologischer Objekte aus der Astronomie übernommen worden seien. Die Wurzeln von Astrologie und Astronomie waren, wie sowohl auf Websites (ASTR, ANTR) als auch in gedruckten Publikationen (z. B. Bogun 1999) angegeben wird, gemeinsam; erst später entfernte sich Letztere von der Astrologie. Sowohl astrologische als auch astronomische Planeten sind nach antiken Göttern benannt⁹, sodass die einheitliche Großschreibung der Bezeichnungen eher durch die Schreibtradition bei Namen von Gottheiten oder mythologischen Wesen bedingt ist. Übrigens werden die Zusammenhänge zwischen Astrologie und Mythologie
9 Algirdas Sabaliauskas zufolge war der maßgebliche „Taufpate“ der astronomischen Planeten der berühmte deutsche Astronom Johann Elert Bode (1747–1826), der 1778 einen Sternatlas herausgab, in dem 17 240 Sterne verzeichnet waren. Neptun und Pluto wurden erst nach J. E. Bodes Tod entdeckt (Neptun 1846, Pluto 1930). Ihre Entdecker gaben den neu entdeckten Planeten jedoch der Tradition folgend ebenfalls Namen antiker Götter“ (Sabaliauskas 2020: 300–302).
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werden auch auf Websites erwähnt 10. Astrologische Bezeichnungen lassen sich jedoch auch nicht mit mythologischen Bezeichnungen gleichsetzen, da keine vollständige Bedeutungsübereinstimmung vorliegt. Dies zeigt sich besonders deutlich auf der bereits erwähnten Website, auf der neben astrologischen und astronomischen auch mythologische Erklärungen angeboten werden. So wird Mars astrologisch als „Ihre Handlungen, Stärke, Entschlossenheit, Führungsfähigkeit“ beschrieben, mythologisch hingegen als Fruchtbarkeitsgott, der die Ernte vernichten, Vieh verenden lassen oder schlicht dessen Wachstum verhindern kann (ZA).
Ein weiterer Unterschied zu astronomischen Bezeichnungen besteht darin, dass in der Astrologie auch die Sonne und der Mond als Planeten bezeichnet werden, obwohl die Sonne astronomisch ein Stern und der Mond ein Satellit der Erde ist. Wie sich auch aus den auf Websites angeführten Erklärungen schließen lässt, hängt diese Benennung mit frühen Beobachtungen der Himmelskörper zusammen: Als Planeten galten diejenigen, die mit bloßem Auge sichtbar waren, und dazu zählten sowohl Merkur, Mars, Venus, Saturn und Jupiter als auch Sonne und Mond. Für diese sieben Himmelskörper wird gemeinsam sogar ein spezieller Begriff verwendet – die Großen Sieben oder Septener (ASTR). Später, nach der Entdeckung von Uranus, Neptun und Pluto, wurden auch sie in die Gruppe der astrologischen Planeten aufgenommen, sodass auf Astrologie-Websites zehn Planeten genannt und aufgezählt werden. Doch selbst wenn Sonne und Mond astrologisch und astronomisch unterschiedlich beschrieben werden und es auch Bedeutungsunterschiede gibt (in der Astrologie wird die Sonne mit dem Bewusstsein, der Art der Weltwahrnehmung und Möglichkeiten der Selbstverwirklichung verbunden, der Mond hingegen mit dem Unterbewusstsein und den Gefühlen), führt dies nicht zu Unterschieden in der Schreibung – auch in astrologischen Texten werden die Bezeichnungen Sonne, Mond großgeschrieben, z. B.: Eine unharmonische, starke Saulė bedeutet Hochmut, Arroganz, eine verächtliche Haltung gegenüber anderen und Despotismus ASTR; Das Tierkreiszeichen, in dem sich die Saulė eines jeden von uns befindet, ist besonders, da es unsere Möglichkeiten des Wachstums, Erwachens, Sich-Entwickelns und der Verwirklichung beschreibt VA; In der Astrologie Mėnulis symbolisiert die Gefühle und die emotionale Natur des Menschen ZA. Es fanden sich nur einige wenige Fälle einer abweichenden Schreibung (Mond, Mondfinsternis ZA), doch lässt sich anhand der Schreibung in denselben Texten schließen, dass sie auf Unachtsamkeit zurückgehen. Die Großschreibung ist in diesen Fällen durch den mit anderen Planeten vergleichbaren Status bedingt; außerdem werden Sonne und Mond häufig zusammen mit anderen Planeten genannt, z. B.: Die Wochentage stehen unter der Schirmherrschaft der Großen Sieben – der sieben Planeten (der Sonne, des Mondes, des Merkur, der Venus, des Mars, des Jupiter und des Saturn), die seit alters her bekannt sind und
10 Zum Beispiel: „Astrologie und Mythologie gingen zu allen Zeiten Seite an Seite. In der Astrologie wird der Planet (Asteroid) Chiron mit Heilung in Verbindung gebracht. Den Legenden zufolge war die mythologische Gottheit, der Zentaur Chiron, der Lehrer des Asklepios, der für seine Weisheit und außergewöhnlichen Heilkräfte bekannt war. Der Kern der Heilkunst von Chiron wie von Asklepios besteht darin, mit dem zu heilen, woran man erkrankt ist. Chiron wurde schwer verwundet und litt unter Schmerzen. Daher symbolisiert er in der Astrologie nicht nur den Heiler, sondern zugleich auch unsere innere Wunde, unsere schmerzhafteste Stelle“ (VA).
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mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbaren ASTR. Doch wie schon der Satz Doch die wichtigsten sind zwei [Planeten], die in der Astrologie Lichtgestirne genannt werden, – Sonne und Mond, die Bewusstsein und Unterbewusstsein, Vater und Mutter, unsere aktive, Tages- und passive, Nachtseite ausdrücken ASTR, gelten diese beiden Planeten in der Astrologie auch als die wichtigsten. Daher kann der Anstoß zur Großschreibung auch in der besonderen Bedeutung liegen, die dem Begriff beigemessen wird, oder in stilistischen Erwägungen (mehr dazu siehe Kap. 4).
Wie dem auch sei, die meisten der erörterten Bezeichnungen sind einwortig und erlauben keine Rückschlüsse darauf, ob man sich bei der Schreibweise der ALP an die Schreibregel für ANP hält, nach der jedes Wort einer Bezeichnung großgeschrieben wird, oder an die allgemeinere Regel, nach der nur das erste Wort der Bezeichnung großgeschrieben wird.
2.2. Horoskop-Punkte oder fiktive Planeten
Die erörterten Bezeichnungen astrologischer Objekte stimmen in ihrer Form vollständig mit den Bezeichnungen astronomischer Objekte überein; in astrologischen Texten werden jedoch auch Bezeichnungen verwendet, die nur teilweise oder gar nicht übereinstimmen.
Es handelt sich um Bezeichnungen bestimmter Horoskop-Punkte. Die Stellung der Himmelskörper zum Zeitpunkt der Geburt (oder eines anderen bedeutsamen Zeitpunkts) wird in einer astrologischen Darstellung – dem Horoskop – abgebildet. Darin werden die Planeten und andere Himmelskörper eingezeichnet, aber auch Punkte, die, wie auf den Websites erläutert wird, keine materiellen Himmelskörper, sondern mathematisch berechnete Punkte sind. Sie werden fiktive Planeten oder fiktive Punkte genannt und, da sie mit Karma in Verbindung gebracht werden, häufig auch Karma-Punkte. Ihre Bezeichnungen sind Fremdwörter: Lilit (Lilith), Selena, Rachu (Rahu) und Ketu. Auf einer der Websites werden Lilit und Selena mit der persischen Astrologie Avesta11, Rachu und Ketu dagegen mit den Veden, d. h. der indischen Astrologie (ASTR), in Verbindung gebracht12. Doch diese Horoskop-Punkte werden erwähnt oder ausführlicher
11 Auf einer anderen Website, auf der eine mythologische Deutung des Planeten Mond gegeben wird, wird als Mondarchetyp eine der griechischen Göttinnen genannt: Selena, die Schwester des Helios, die weise Fruchtbarkeitsgöttin. Als weitere Mondgöttinnen werden hier Diana und Hekate erwähnt; Letztere wurde mit der Dämmerung, Gespenstern und Geheimnissen in Verbindung gebracht, die nach Einbruch der Dunkelheit auftauchen, und verkörperte somit die dunkle Seite des Mondes (ZA).
12 In Artikeln zum Thema Astrologie wird erklärt, dass Rachu und Ketu in der vedischen Mythologie zwei Teile desselben Dämons sind. Der Dämon hatte sich durch Täuschung das Elixier der Unsterblichkeit verschafft und, als Halbgott verkleidet, einen Platz unter den Halbgöttern Sonne und Mond eingenommen. Doch er wurde erkannt, und der höchste Gott wurde davon in Kenntnis gesetzt. Dieser schleuderte eine Scheibe und zerteilte Rachu dadurch in zwei Hälften. Der Kopf wurde weiterhin Rachu genannt, der Körper dagegen fortan Ketu. In der vedischen Mythologie erklärte man Sonnen- und Mondfinsternisse durch den Kampf von Rachu und Ketu mit Sonne und Mond (Čerem isinas 2015a, b).
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werden auf allen Websites erörtert, was darauf schließen lässt, dass sie ein unverzichtbarer Bestandteil der auf der westlichen Tradition beruhenden Astrologie sind. Zwar versucht man auf den Websites, sie auch astronomisch zu erklären, beispielsweise: „Selena ist kein Planet, sondern ein mathematisch berechneter Punkt, der mit der Umlaufbahn des Mondes um die Erde zusammenhängt, genauer gesagt mit seiner größten Annäherung an die Erde, wenn diese das meiste reflektierte Sonnenlicht vom Mond erhält“ (ASTR); eine solche Erklärung zeigt Bezüge zur Astronomie auf. Die Eigennamen Lilit, Selena, Rachu, Ketu werden in der Astronomie jedoch nicht verwendet, und auch die Hervorhebung der karmischen Natur dieser Objekte deutet darauf hin, dass es sich um besondere ALP handelt. Auf Astrologie-Websites wird Lilit mit dem dunklen Karma, Selena mit dem lichten Karma und dem Schutz in Verbindung gebracht. Mit Karma werden auch die beiden anderen Punkte verknüpft: Rachu mit den karmischen Aufgaben, die ein Mensch in diesem Leben zu erfüllen hat, Ketu mit jenen, die er in früheren Leben erfüllt hat. Die beiden letztgenannten Punkte werden zusammenfassend auch Mondknoten genannt; genau dieser Begriff weist Bezüge zur astronomischen Terminologie auf – in der Astronomie verwendet man die Begriffe Mondbahnknoten, Punkte der Mondbahn.13
Alle vier einwortigen Bezeichnungen werden wie Namen großgeschrieben 14, z. B.: Karmische Knoten sind in allen astrologischen Traditionen bekannt, Selena und Lilit dagegen vor allem in der Avesta- (persischen) Astrologie ASTR; Im Horoskop zeigt die Stellung von Rachu, welche Eigenschaften man in sich entwickeln und welchen Lebensweg man wählen muss, um schneller voranzukommen SA; Die karmischen Mondknoten stehen immer in Opposition, doch diese Opposition unterscheidet sich von derjenigen der Planeten – sie besagt, dass man diese beiden Punkte, genannt Rahu und Ketu, nicht getrennt voneinander analysieren und verwirklichen kann ASTR. Sie werden jedoch kaum allein verwendet – man gebraucht sie zusammen mit bestimmten Begleitwörtern, die auch die Funktion von Synonymen übernehmen können.
Einige Verwendungsbeispiele lassen diese notwendigen Begleitwörter als Appositionen zum Bezugswort auffassen, z. B.: Er sprach über den Schwarzen Mond Lilit, der an jenem Tag alle Skorpione, die tief in sich ihren Groll verbergen, in Ruhe ließ und in das Sternbild Schütze wechselte UR; Am 15. Dezember (7.05 Uhr) wechselt der Weiße Mond Selena gemeinsam mit der Venus in den Schützen ANTR; Der aufsteigende karmische Mondknoten Rachu ist der schnellste Weg zur Seelenentwicklung SA; Im Steinbock wird jedoch auch der absteigende karmische Knoten Ketu sein, daher sollte man es mit der Entwicklung steinbockartiger Eigenschaften nicht übertreiben ASTR; Die Mondknoten, nämlich der aufsteigende Knoten Rahu und der absteigende Knoten Ketu, sind zwei weitere abstrakte Punkte, die sich am Schnittpunkt der Sonnen- und Mondbahnen gebildet haben ZA. Doch wie die Beispiele zeigen, neigt man auch dazu, diese Appositionen großzuschreiben
13 Solche Begriffe werden beispielsweise in der Allgemeinen Litauischen Enzyklopädie verwendet, siehe Mond, Finsternisse (VLEe).
14 In einem Artikel zum Thema Astrologie heißt es, dass Ketu aus dem Sanskrit übersetzt Flagge bedeutet (Čeremisin as 2015a).
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Buchstabe, während Weißer Mond und Schwarzer Mond durchgängig mit Großbuchstaben geschrieben werden, wobei auch das zweite Wort der Bezeichnung (Mond) großgeschrieben wird, das auf den Websites auch als einwortiger Eigenname fungiert.
Der Grund für die Großschreibung lässt sich aus denselben Texten erschließen. Sie zeigen, dass die längeren Wortverbindungen als Synonyme für einwortige Bezeichnungen verwendet werden, z. B.: Im astrologischen Horoskop des litauischen Unabhängigkeitsakts bilden Sonne und Merkur einen Aspekt mit dem Schwarzen Mond (Lilith) im Skorpion ANTR; Bis zum 10. Mai setzt der absteigende karmische Mondknoten (Ketu) seine Reise durch Ihr Tierkreiszeichen fort UR; Rahu oder der aufsteigende karmische Mondknoten bringt die Richtung der Evolution zum Ausdruck, also wohin man sich wenden und was man in diesem Leben lernen sollte ASTR. Obwohl in den Texten gewöhnlich sowohl das kurze als auch das lange Glied des synonymischen Paars angeführt und weiterhin verwendet wird, können sie auch einzeln als austauschbare Varianten vorkommen, z. B.: Der Schwarze Mond oder Lilith zeigt alle schlechten Taten, die in vergangenen Leben begangen wurden, für die der Mensch nicht bestraft wurde und die tief im Unterbewusstsein liegen. Lilith spiegelt unsere dunkle Seite wider, die am stärksten den Instinkten folgt, unsere dunkle Natur, die von unserem Umfeld und verschiedenen Versuchungen beeinflusst wird ZA. Die Neigung, diese Wortverbindungen großzuschreiben, beruht also darauf, dass auch sie als Bezeichnungen für Horoskoppunkte (fiktive Planeten) gelten.
Konsequent werden jedoch nur Schwarzer Mond und Weißer Mond geschrieben. Die Schreibung der anderen Horoskop-Punkt-Paare variiert. Lediglich die Wortverbindung Mondknoten wird einheitlich geschrieben, zum Beispiel: Ein weiterer Indikator für Karma ist gleichsam die Richtung der menschlichen Evolution, also die Stellung der Mondknoten in den Tierkreiszeichen und Häusern ZA; die Schreibung der damit gebildeten spezifischen Bezeichnungen ist hingegen uneinheitlich. Mitunter werden der absteigende karmische Mondknoten und der aufsteigende karmische Mondknoten als Gattungsbezeichnungen geschrieben, doch solche Schwankungen sind selten – meist erhält die Wortverbindung den Status eines Eigennamens. Bei der Anwendung der Regeln zur Schreibung von Eigennamen besteht jedoch Unsicherheit. In einigen Fällen scheint die allgemeine Regel für Eigennamen angewendet zu werden, nach der das erste Wort großgeschrieben wird (mit Ausnahme eines Eigennamens und eines Gattungsworts), z. B.: Wenn die Finsternis am absteigenden karmischen Mondknoten stattfindet, der sich an einem Ende der Achse befindet, treten stärker von der Vergangenheit bestimmte Ereignisse hervor; findet sie am aufsteigenden karmischen Mondknoten statt, eröffnen sich Wege zu Zukunftsperspektiven. In anderen Fällen wird die Regel zur Schreibung astronomischer oder anderer Bezeichnungen angewendet, nach der jedes Wort großgeschrieben wird, z. B.: So sammelt man neue Seelenerfahrung, die über den aufsteigenden karmischen Mondknoten – Rahu – kommt SA; Im Januar bilden sich zwei Finsternisse am absteigenden karmischen Knoten Ketu ASTR. Diese Schwankungen zeigen die Unsicherheit,
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welche der beiden Regeln zur Schreibung von Eigennamen anzuwenden ist, und verdeutlichen zugleich eine Lücke in der Kodifizierung – dass die Gruppe ALP bei der Kodifizierung der Regeln zur Schreibung von Eigennamen nicht unterschieden wird. Zumindest unterscheiden sich diese Bezeichnungen offensichtlich von ANP.
Andererseits bestehen, wie die bereits erwähnten in der Astronomie verwendeten Termini Mondbahnknoten, Mondbahnpunkte zeigen, gewisse Bezüge zu ANP, und auch dies kann ein Faktor für die in der Verwendung auftretenden Schwankungen sein. Die astronomische und die astrologische Bewertung der Objekte unterscheiden sich jedoch. Aus astronomischer Sicht sind Knoten, wie das Astronomijos enciklopedinis žodynas zeigt, „[D]ie Punkte der Himmelskugel, an denen sich die Umlaufbahn eines kosmischen Körpers mit einer gewählten Ebene schneidet. Im Sonnensystem sind dies die Punkte, an denen sich die Umlaufbahn eines Planeten (ebenso die des Mondes) mit der Ekliptikebene schneidet“ (Straižys 2003). Aus astrologischer Sicht handelt es sich um Punkte einer astrologischen Zeichnung – eines Horoskops. Außerdem werden diese Punkte in astrologischen Texten häufig Planeten genannt oder ihnen gleichgestellt, z. B.: Der August ist eine Art Fortsetzung der astrologischen Tendenzen des Monats Juli, in der sich der zerstörerische Ausdruck des Mars durch die von ihm gebildeten Aspekte mit anderen Planeten wie Lilith, Chiron, Saturn, Jupiter und Pluto ANTR verschärft. Aus den Texten geht hervor, dass Selena, Rachu und andere als Horoskoppunkte bezeichnete Objekte sich ebenso wie Planeten „bewegen“, z. B.: Leider wird die Sonne im Wassermann in diesem Jahr durch den in diesem Zeichen wandernden Schwarzen Mond oder Lilith belastet, der bis zum 4. Mai im Wassermann bleiben wird ASTR. Die Neigung, diese Wortverbindungen großzuschreiben, kann also durch den Vergleich der damit bezeichneten Objekte mit Planeten begünstigt werden (sie werden auch fiktive Planeten genannt). Dafür spricht auch, dass eine weitere wichtige Horoskoppunkt-Bezeichnung gelegentlich großgeschrieben wird – Aszendent. Dieses Objekt wird gewöhnlich als Horoskoppunkt erwähnt, an manchen Stellen aber als Planet bezeichnet; gerade in solchen Fällen wird auch diese Bezeichnung großgeschrieben, z. B.: Den stärksten Einfluss auf einen Menschen haben die der Erde am nächsten stehenden Planeten – Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars sowie der Aszendent SA.
Neben der bereits erwähnten Kodifizierungslücke kann es weitere Faktoren geben, die dazu führen, dass jedes Wort einer Bezeichnung großgeschrieben wird. In astrologischen Texten werden häufig lateinische Entsprechungen angegeben, wie etwa in dem Satz Sein Aszendent steht auf dem königlichsten Stern – Regulus (Cor Leonis) UR. Die Bezeichnungen eines Horoskop-Punkt-Paars werden sogar generell als nicht angepasste Latinismen verwendet – Medium Coeli und Imum Coeli, z. B.: Wichtig sind auch die sogenannten Hauptaspekte (bestimmte Winkel zwischen zwei Planeten): Trigone, Sextile, Oppositionen, Quadrate, insbesondere Konjunktionen mit Planeten, dem Aszendenten und Medium Coeli (MC oder Beginn des X. Hauses) ANTR. Ein bereits früher veröffentlichter Artikel hat gezeigt, dass die astrologische Terminologie eng mit dem Lateinischen verbunden ist (Vaskelaitė 2020),
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was die Annahme nahelegt, dass die lateinische Tradition, Bezeichnungen in fortlaufenden oder nicht fortlaufenden Texten zu schreiben, die gelegentlich anzutreffende Schreibung beeinflussen könnte.
Allerdings besteht auf den Websites keine Neigung, andere Termini großzuschreiben, obwohl ein großer Teil von ihnen lateinischen Ursprungs ist (siehe Vaskelaitė 2020). Es kommen lediglich vereinzelte Fälle vor. So wird der Terminus Stellium nur in einem einzigen Text großgeschrieben: Die Verbindung von drei oder mehr Planeten wird Stellium genannt AN. Das würde lediglich bestätigen, dass man Horoskoppunkt-Bezeichnungen, die in der Astrologie auch als Planeten bewertet werden, großzuschreiben pflegt. Da jedoch in den Arbeiten zur Kodifizierung der Rechtschreibnormen für die Gruppe astrologischer Objektbezeichnungen auch das Verhältnis solcher Bezeichnungen zu astronomischen Objektbezeichnungen nicht benannt wird, ist unklar, nach welcher Regel für Eigennamen sie zu schreiben sind.
2.3. Der Tierkreis und seine Zeichen
Auf allen Websites wird weithin noch eine andere Bezeichnung verwendet, die ein bestimmtes astronomisches Gegenstück hat – Zodiakas; in den Texten findet sich auch eine astronomische Erklärung, z. B.: „Der Tierkreis ist ein etwa 16 Grad breiter Streifen der Himmelskugel, durch dessen Mitte die Ekliptik (der Weg der Sonne) verläuft und der 13 Sternbilder berührt“ (VA). Zugleich wird jedoch erklärt, dass der astronomische und der astrologische Tierkreis nicht dasselbe sind; diese Unterschiede werden mit den Unterschieden zwischen den Tierkreiskonstellationen in Verbindung gebracht. Erstens haben astronomische Sternbilder „keine streng abgegrenzten Grenzen und sind weit über den Himmel verteilt; einige nehmen mehr, andere weniger von der Himmelskugel ein“, während astrologische Sternbilder die Unterteilung der jährlichen scheinbaren Sonnenbahn in 12 gleich große Teile sind, von denen jeder 30 Grad umfasst. Zweitens werden in der Astronomie dreizehn Sternbilder des Tierkreises genannt (einschließlich des Schlangenträgers), in der Astrologie dagegen 12. Drittens werden diese Tierkreisteile in der Astrologie nicht Sternbilder genannt, sondern Zodiako ženklais. Somit stimmt auch diese zweigliedrige Bezeichnung nicht mit der astronomischen überein (vgl. Zodiako žvaigždynai).
Auch die Namen der einzelnen Tierkreiszeichen stimmen nicht überein: In der Astrologie verwendet man nicht Vėžio žvaigždynas oder Liūto žvaigždynas, sondern Vėžio ženklas, Liūto ženklas usw. Allerdings stimmt die Kurzform der Bezeichnungen überein: Vėžys, Liūtas usw. Die Bedeutungen unterscheiden sich jedoch: In der Astrologie sind auch diese „Sternbilder“ Ansammlungen symbolischer Bedeutungen. So werden die Zwillinge beispielsweise mit Information, ihrer Vermittlung, geistigen Fähigkeiten, Sprache und Schreiben sowie mit Geschwätzigkeit in Verbindung gebracht,
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Neugier, der Krebs mit Familie, Zuhause, Heimat, Geschichte, Patriotismus und Empfindsamkeit. Vgl. die astronomische Erklärung der Bezeichnung Dvyniai: „Ein Tierkreissternbild der nördlichen Himmelshalbkugel, Fläche 514 Quadratgrad. In Litauen im Winter am besten sichtbar <....>“ (Straižys 2003). Folglich hat auch die Bezeichnung Zodiakas in der Astrologie eine andere Bedeutung. Eine genaue Definition wird nicht gegeben, doch aus dem Gebrauch wird deutlich, dass es sich um eine symbolische Struktur handelt. Auf einer Website wird der Tierkreis in metaphysischem Sinne als „der große kosmische Kreis, der 12 kosmische Gesetze enthält, welche die Entwicklungsphasen jedes beliebigen Phänomens auf der Erde und im Universum, im Inneren und Äußeren – Geburt, Entwicklung und Tod, d. h. Evolution – bestimmen“ (VA) erklärt. Verwendet wird auch die zweigliedrige Bezeichnung Zodiako ratas.
In der Astrologie „reisen“ Planeten und andere Himmelskörper durch den Tierkreis; die Deutung ihrer Wechselwirkungen mit den Teilen des Tierkreises, also den Tierkreiszeichen, bildet die Grundlage vieler auf Astrologie-Websites veröffentlichter Texte. Wie sich daraus schließen lässt, aktivieren die Planeten, während sie durch das eine oder andere Tierkreiszeichen ziehen, bestimmte Lebensbereiche und bewirken mehr oder weniger wichtige Ereignisse, z. B.:
Vor 12 Jahren, im Jahr 2008, begann Jupiter, der zusammen mit Pluto in den Steinbock eingetreten war, die Wirtschafts- und Finanzkrise, d. h. die Transformation der Wirtschaft ASTR; Wenn Pluto in in vier Jahren in den Wassermann eintritt, werden wir mit beiden Beinen schon fester in einer völlig anderen Zivilisation stehen, die jetzt unter Schmerzen und Leiden entsteht UR; Wenn Jupiter durch den Krebs zieht, wird es eine sehr günstige Zeit sein, um Land oder ein Haus zu kaufen, in den eigenen Gärten und Gemüsegärten zu arbeiten, eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen AM. Diese Ereignisse sind nicht nur für die Menschheit oder Länder maßgeblich, sondern auch für den einzelnen Menschen; letzterer Einfluss hängt den Deutungen zufolge davon ab, wie die Himmelskörper bei seiner Geburt standen – von seinem Geburtshoroskop. Die westliche Astrologie misst darin der Sonne eine besondere Bedeutung bei: Je nachdem, in welchem Teil des Tierkreises die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt stand, unterscheidet man die sogenannten Widder, Stiere, Steinböcke usw. Somit werden die einwortigen Bezeichnungen der Tierkreiszeichen in astrologischen Texten in zwei Bedeutungen verwendet: Sie bezeichnen nicht nur Teile symbolischer Strukturen, sondern auch bestimmte Menschentypen, die anhand der Sonnenposition im Tierkreis zum Zeitpunkt der Geburt verallgemeinert werden. Übrigens richten sich die in Zeitschriften veröffentlichten Vorhersagen oder Beschreibungen von Charaktereigenschaften gewöhnlich gerade an diese Typen, obwohl auf mehreren Astrologie-Websites betont wird, dass die Stellung aller Planeten im Horoskop wichtig ist und man für dessen Erstellung zudem die Geburtszeit minutengenau kennen muss. Die Websites zeigen jedoch auch, dass die Astrologie nicht einheitlich ist – es gibt auch verbraucherorientierte Richtungen15.
15 „In Westeuropa entstehen immer mehr neue Richtungen, die Astrologie mit Psychologie verbinden. Die astrologischen Richtungen Russlands neigen stärker zur Prognostik. Aus den USA und Kanada kommen zahlreiche Richtungen, die unmittelbar angewandt werden
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Mit Großbuchstaben werden sowohl die in der einen als auch in der anderen Bedeutung verwendeten Bezeichnungen der Tierkreiszeichen geschrieben, z. B.: Wenn im Schützen Jupiter unterwegs ist, wird er allen, aber natürlich am großzügigsten den Schützen SA. Vgl. ferner: Wenn Mars durch die Jungfrau zieht, wird die Förderung eines gesunden Lebensstils aktiviert AM, und alle Berufe, die scharfen Verstand und Genauigkeit erfordern, passen sehr gut zur Jungfrau ZA. Dass einige von ihnen Tiernamen sind (Widder, Stier, Skorpion usw.), andere hingegen sonstige Namen (Zwillinge, Jungfrau, Wassermann, Schütze, Waage16), hat keinen Einfluss; vgl.: Die zwölf Tierkreiszeichen (Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische) wurden von den babylonischen Priestern im Jahr 700 v. Chr. geschaffen ZA; am 22. August wechselt die Sonne vom Löwen in die Jungfrau ASTR. Mit Großbuchstaben geschrieben ist auch die in zwei Websites erwähnte litauische Bezeichnung der Venus Aušrinė17 (VA, ASTR). Zwar könnte man einigen Texten entnehmen, dass man den durch die Position der Sonne im Tierkreis bestimmten Typ eher mit einem Einwortbegriff bezeichnet, den Teil der symbolischen Struktur dagegen mit einem längeren Ausdruck, vgl.: Oft lässt sich allein am Blick erkennen, dass dieser Mensch im Zeichen des Skorpions geboren ist, und Mit einem Skorpion ist es schwer ZA. Manchmal versucht man, den Charaktertyp durch die Verwendung des Wortes Menschen zu unterscheiden (z. B.: Jungfrau-Menschen sind intelligent ZA) oder auf andere Weise, z. B.: Die im Zeichen der Fische Geborenen zeichnen sich durch eine besondere Intuition aus ZA. Häufig wird dieser Unterschied jedoch nicht gemacht – auch die Abschnitte des Tierkreises werden mit einem Einwortbegriff bezeichnet, z. B.: Während Jupiter durch das Zeichen Waage zog, gab es viele Möglichkeiten, Partnerschaften und gesellschaftliche Beziehungen nach außen zu entwickeln, während im Skorpion – der innere Gehalt und die Werte der Beziehungen bereits mehr Bedeutung haben werden ANTR.
Entsprechend wird auch die Wortverbindung Zodiako ženklas. in zwei Bedeutungen verwendet. So bezeichnet sie im Satz Der Übergang eines gewöhnlich langsamer wandernden Planeten von einem Tierkreiszeichen in ein anderes dauert etwa ein Jahr, manchmal auch länger ANTR den Teil des Tierkreises; in den Sätzen Man kann nicht behaupten, dass ein Mensch rachsüchtig sei, wenn sein Tierkreiszeichen Skorpion ist ZA einen verallgemeinerten Typ. Einige Fälle scheinen allerdings darauf hinzuweisen, dass die Wortverbindung in der letztgenannten Bedeutung kleingeschrieben wird, z. B.: Der tief intuitive und empfindsame Krebs kann eines der kompliziertesten Sternzeichen
für den Verbraucher“ (ANTR); „In der heutigen Welt (und wohl auch schon früher) lassen sich drei astrologische Richtungen unterscheiden: eine fatalistische, eine verbraucherorientierte und eine evolutionär-spirituelle“ (ANTR).
16Die Einteilung des Tierkreises in 12 Sternbilder wird mit Babylon in Verbindung gebracht, ihre Benennung nach Tiernamen mit den Griechen (ASTR). K. Gaivenis schreibt, dass die Namen der Sternbilder im Litauischen (wie auch im Russischen und Englischen) übersetzt sind und einige von ihnen eine semantische Veränderung erfahren haben. So wurde das litauische Vandenis mit einem im Wasser lebenden männlichen Wesen gleichgesetzt; zuvor war Vandenius in der Bedeutung „Wasserträger oder Wasserschöpfer“ gebräuchlich (Gaivenis 1990: 51).
17 Weitere litauische Sternbildnamen (z. B. Šienpjovys, Sietynas, Įkštandis; eine frühere Bezeichnung für den Skorpion war Parplys Kirminėlis) werden bei K. Gaivenis (1990) erwähnt.
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Zeichen ZA. Dies wäre gewissermaßen ein Merkmal zur Unterscheidung zweier Bedeutungen, doch die Schwankungen, die auch die Schreibweise des Wortes Zodiak umfassen, lassen sich meist nicht durch eine Bedeutungsunterscheidung erklären, z. B.: Stellen Sie sich vor, Gott hätte 12 Tierkreiszeichen geschaffen und jedem von ihnen seine Gabe gegeben. Und was ist also Gottes Botschaft an jedes der Tierkreiszeichen? ZA; Jeder kennt zumindest einige traditionelle Eigenschaften aller Tierkreiszeichen Eigenschaften und Das Tierkreiszeichen dieses Menschen Tierkreiszeichen ist Wassermann ZA.
In einigen Texten ist eine deutlichere Tendenz zu erkennen, die in beiden Bedeutungen verwendete Bezeichnung kleingeschrieben wiederzugeben; dies ist jedoch eher das Ergebnis einer Vereinheitlichung der Schreibung, z. B.: Diese astrologische Zeichnung besteht, wie erwähnt, aus 12 Tierkreiszeichen, in denen die Planeten und verschiedene andere astrologische Elemente angeordnet sind. Auf diese Weise erhält jedes Tierkreiszeichen eine bestimmte Qualität und ein Energiepotenzial, je nachdem, wie viele Planeten und andere wichtige Punkte sich wo befinden VA. Selbst Zodiakas, Tierkreis wird in einem solchen Kontext kleingeschrieben, z. B.: Alle diese Himmelskörper durchlaufen auf ihrer Bewegung denselben Weg, der in der Astrologie als Tierkreis bezeichnet wird. Die Konjunktion dieser beiden Tierkreis-Giganten beeinflusst und prägt den Hintergrund des ganzen Jahres stark VA. In der Astrologie ist das Tierkreiszeichen als verallgemeinerter Typ jedoch untrennbar mit dem Tierkreiszeichen als Teil des Tierkreises verbunden; genauer gesagt ist es die Manifestation der einen oder anderen Tierkreisenergie auf der menschlichen Ebene. Somit gibt es auch Vereinheitlichungen in die andere Richtung, z. B.: Der Zyklus des Jupiter, in dem dieser Planet den gesamten Tierkreis durchläuft, dauert 12 Jahre ANTR oder Krebs – das erste Wasserzeichen im Tierkreis VA.
Wie deutlich wird, schwankt man auch in diesem Fall bei der Schreibung einer Bezeichnung, die nur teilweise mit der astronomischen übereinstimmt (vgl. Zodiak-Konstellationen und Tierkreiszeichen). Bei der Schreibung des zugehörigen Wortes gibt es keine Unklarheiten, obwohl nicht klar ist, ob seine Kleinschreibung durch die in der kodifizierten Norm vorgesehene Ausnahme für ein zugehöriges Wort oder durch die Anwendung der Regel bedingt ist, nach der nur das erste Wort einer Bezeichnung großgeschrieben wird. Dies lässt sich auch anhand der auf keiner Website aufgezählten ANP-Bezeichnungen nicht feststellen, die ebenfalls zweigliedrig sind: Sternbild Perseus, Sternbild Bärenhüter, Sternbild Leier, Sternbild Schwan, Sternbild Adler, Sommerdreieck, Kuipergürtel, Oortsche Wolke, Polarstern ASTR. Wie jedoch zu sehen ist, entstehen Unklarheiten bei der Schreibung des ersten Wortes der Bezeichnung Tierkreiszeichen; sie können sowohl mit der unscharfen Grenze zwischen Gattungs- und Eigennamen als auch mit einer Kodifizierungslücke zusammenhängen – damit, dass ALP nicht als Gruppe von Eigennamen unterschieden wird und ihr Verhältnis zu ANP nicht benannt ist. Auch in KB werden Zodiakas, Tierkreiszeichen ausschließlich als ANP behandelt, obwohl die angeführten Beispiele gerade ALP und nicht ANP enthalten (Nach dem Tierkreis ist er Widder und Mein Zeichen ist Steinbock). Hier übrigens,
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wird darauf hingewiesen, dass Zodiakas, wenn es in der Bedeutung des menschlichen Charakters oder Schicksals gebraucht wird, als Gattungswort kleingeschrieben wird, z. B.: Was ist dein Tierkreiszeichen? (KB). Eine solche Ausnahme kann sich jedoch an der allgemeinen Sprachverwendung orientieren, während die Tests auf Astrologie-Websites die enge Verbindung zwischen dem Tierkreiszeichen als Charaktertyp und dem Tierkreiszeichen als Teil des Tierkreises deutlich machen; deshalb ist es dort schwierig, die in zwei Bedeutungen verwendete Bezeichnung hinsichtlich der Schreibung zu unterscheiden. Dennoch ist es möglich, dass man auch auf Astrologie-Websites versucht, dieser für die allgemeine Sprachverwendung vorgesehenen Empfehlung zu folgen, was eine der Ursachen für die dort auftretenden Schwankungen sein könnte.
Allerdings werden neben den bereits besprochenen ein- und zweigliedrigen Bezeichnungen der Tierkreiszeichen auf den Websites auch dreigliedrige Bezeichnungen häufig verwendet, z. B.: Ab dem 16. wechselt Merkur in das Tierkreiszeichen Fische und lenkt das Denken in Richtung Intuition ASTR; Dieser Planet herrscht über die Tierkreiszeichen Zwillinge und Jungfrau ASTR. Der darin enthaltene Wortverband Tierkreiszeichen wird kleingeschrieben. Ein Fall wie Tierkreiszeichen Schütze kam nur einmal vor (im selben Text steht weiter unten Tierkreiszeichen Waage ZA). Die vorherrschende Tendenz bei der Schreibung dreigliedriger Bezeichnungen lässt jedoch nicht erkennen, ob hier die Regel angewandt wird, nach der das erste Wort einer Bezeichnung großgeschrieben wird, oder ob so geschrieben wird, weil der Wortverband Tierkreiszeichen mit dem Gattungswort der Bezeichnung gleichgesetzt wird.
3. SCHREIBUNG ANDERER BEZEICHNUNGEN
Die besprochenen ALP sind Objektbezeichnungen. Auch wenn sie sich in ihrer Bedeutung und in manchen Fällen auch in ihrer Ausdrucksform von astronomischen Objektbezeichnungen unterscheiden, bestehen gewisse Verbindungen zu Letzteren; daher könnte man bei ihrer Schreibung gewissermaßen der in normativen Werken formulierten Regel zur Schreibung astronomischer Objektbezeichnungen folgen. Auf Astrologie-Websites werden jedoch nicht nur Objektbezeichnungen verwendet.
3.1. Astrologische Ereignisse
Bei der Abgrenzung der Gruppe astronomischer Objektbezeichnungen im LKRS werden tatsächlich nur Objekte genannt, etwa Großer Wagen, Milchstraße, Polarstern, Andromedanebel (LKRS 1992: 62). Ereignisse oder Erscheinungen werden hier nicht angeführt, doch gibt es in der Astronomie nicht nur Objekte
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… von Bezeichnungen. So wird auf einer Astrologie-Website die Bezeichnung Perseidenschauer verwendet – die Bezeichnung eines astronomischen Phänomens. Natürlich sind viele Bezeichnungen astronomischer Phänomene Gattungsnamen, zum Beispiel Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche. Auch die Bezeichnungen astrologischer Phänomene umfassen Gattungsnamen, zum Beispiel Transit oder Ingress, und auf den Websites werden sie kleingeschrieben. Andere werden großgeschrieben, etwa Sonnenfinsternis, Mondfinsternis, Konjunktion von Pluto und Saturn, Mars-Neptun-Konjunktion; das erste Wort dieser Bezeichnungen ist jedoch ein Eigenname, der auf den Websites auch als eigenständige Bezeichnung verwendet wird. Daher ist unklar, ob die gesamte zusammengesetzte Bezeichnung als Eigenname oder als Gattungsname gebraucht wird.
Dennoch ist das erste Wort in den Bezeichnungen mancher Erscheinungen ein Gattungsname, wird aber großgeschrieben; daher neigt man dazu, die Bezeichnung als Eigennamen zu betrachten. So werden die Bezeichnungen von vier jährlich wiederkehrenden Erscheinungen – zwei Tagundnachtgleichen und zwei Sonnenwenden (Solstitien) – großgeschrieben, z. B.: Am Ende des 20. März, kurz vor Mitternacht, um 23:58 Uhr, wird die Sonne in das Tierkreiszeichen Widder eintreten und es beginnt Frühlings-Tagundnachtgleiche ASTR; Wie sollte man die Herbst-Tagundnachtgleiche? ASTR; Das Wintersonnenwende ist der Zeitpunkt, an dem der Punkt der größten Dunkelheit erreicht wird ASTR; Die diesjährige Sommersonnenwende findet am 21. statt ASTR. Auf anderen, aber auch auf denselben Websites werden diese Bezeichnungen kleingeschrieben, z. B.: 20. März (5.50 Uhr) wird die Sonne in das Zeichen Widder eintreten – es beginnt Frühlings-Tagundnachtgleiche ANTR; Das Kūčios-Abendessen ist sozusagen die Wintersonnenwende Kulmination AM; Von diesem Zeitpunkt an wird der Tag länger, das Licht nimmt bis zur Sommersonnenwende ASTR.
Diese Phänomene werden auf Astrologie-Websites gewöhnlich als Ereignisse bezeichnet; aus ihrer Erörterung wird deutlich, dass sie aus astrologischer Sicht äußerst wichtige Ereignisse sind. So beginnt mit der Frühlingstagundnachtgleiche das astrologische Jahr. Zugleich zeigen die Erläuterungen auf den Websites ihren Zusammenhang mit Festen, z. B.: Dies ist eine besondere Zeit – einer der vier wichtigsten Wendepunkte des Jahres, an denen sich die Feste aller Religionen und Traditionen orientieren ASTR. Es wird darauf hingewiesen, dass die Perser zur Frühlingstagundnachtgleiche das Neujahrsfest feiern (ASTR). Die Sommersonnenwende wird als zeitgleich mit Rasos bezeichnet, das später mit dem Johannisfest gleichgesetzt wurde. Die Wintersonnenwende wird mit Kūčios in Verbindung gebracht; eine Website gibt an, dass sie in Litauen seit alters her als Fest des Neunhörnigen Hirsches bekannt war (AM). In einem solchen Kontext werden die Bezeichnungen dieser astrologischen Ereignisse großgeschrieben, z. B.: Die westliche Welt verbindet das Neujahr mit einem anderen wichtigen Wendepunkt des Jahres – der Wintersonnenwende (dem Moment, in dem sich die Entwicklung vom Punkt der größten Dunkelheit hin zu ihrer Zunahme wendet) ASTR. Diese wichtigen Ereignisse werden jedoch nicht nur mit Festen in Verbindung gebracht, sondern auch selbst als Feste bezeichnet, etwa die Frühlingstagundnachtgleiche als astrologisches Neujahr ASTR. Somit haben diese Bezeichnungen in der Astrologie eine andere Bedeutung als …
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… in der Astronomie, und das spiegelt sich in anderen Schreibgewohnheiten wider – die Bezeichnung wird großgeschrieben. Allerdings sind auch diese Bezeichnungen zweigliedrig; daher wäre es schwierig festzustellen, nach welcher der beiden Regeln zur Schreibung von Eigennamen sie geschrieben werden: nach der Regel, jedes Wort großzuschreiben, die für verwandte Wörter eine Ausnahme vorsieht, oder nach der Regel zur Schreibung von Festen, historischen Zeitabschnitten und verschiedenen anderen Bezeichnungen, die nur die Großschreibung des ersten Wortes vorsieht.
Andererseits werden bei der Erörterung dieser astrologischen Ereignisse auf den Websites häufig auch astronomische Erklärungen dazu gegeben, und zugleich werden sie in ihren allgemeinsten Bedeutungen beschrieben, zum Beispiel die Herbsttagundnachtgleiche als Ende der warmen Jahreszeit. Dies begünstigt die für astronomische oder allgemeinsprachliche Texte typische Kleinschreibung dieser Bezeichnungen, z. B.: Im Jahreskreis gibt es vier grundlegende Zeitpunkte, die für alle Menschen und alle Lebewesen der Erde von Bedeutung sind: die sommer- und wintersonnenwende sowie die Frühjahrs- und herbsttagundnachtgleichen ASTR. Einige Fälle lassen darauf schließen, dass sich gerade diese Schreibweise durchsetzt, selbst wenn ein bestimmtes Ereignis als Fest bezeichnet wird, z. B.: Die Ekliptik schneidet den Himmelsäquator an zwei Punkten: am frühlingstagundnachtgleichen (20.–21. März) und am herbsttagundnachtgleichen (22.–23. September) – dann sind Tag und Nacht gleich lang. Das Fest der Herbsttagundnachtgleiche fest markiert das Ende der warmen Jahreszeit. Es ist auch ein Fest der Achtung und Dankbarkeit fest, bei dem die Menschen seit alters her den Göttern für die Ernte dankten, die ihnen helfen würde, die kalte Jahreszeit zu überstehen. Mit der herbsttagundnachtgleiche beginnt die Zeit der Ilgės, und von diesem Moment an nähern wir uns dem Totengedenktag und den Mysterien des Skorpions ANTR. Andererseits wird sogar ein einzelnes Wort großgeschrieben, wenn es als Festbezeichnung verstanden wird, wie etwa im Satz Wie begeht man die Tagundnachtgleiche und das Neujahr der Sonne? ASTR, obwohl man einwortige Bezeichnungen sonst eher kleinschreibt, z. B.: Das Solstitium ist einer der vier wichtigsten astrologischen Zeitpunkte des Jahres (zwei solstitien und zwei tagundnachtgleichen) ASTR. Das Schreibbeispiel Wie feiert man am besten Johannis, auch Rasos genannt, oder einfach die Sommersonnenwende? ASTR kam nur einmal vor.
Mėnulio fazių pavadinimai astrologijos tekstuose taip pat parašomi didžiąja, pvz.: Ši Jaunatis paskatins per ateinantį Mėnulio mėnesį susikoncentruoti į darbą, savo tikslų siekimą, sustiprins atsakomybę už šeimos stabilumą ir paskatins pasirūpinti tėvais AM; Viskas įvyks tuoj po Saulės užtemimo, Jaunaties metu VA. Mėnulio fazės astrologijos tekstuose kaip šventės neminimos, tačiau iš aiškinimų matyti, kad tai irgi svarbūs astrologiniu požiūriu įvykiai, ypač jaunatis ir pilnatis. Kaip rodytų kad ir sakinys Taigi, retrogradinis Merkurijus ir Jaunatis – tai impulsas keisti savo mąstymą, požiūrį, supratimą, naujai atrasti tai, kas sena ir patikrinta, laisvintis iš priklausomybių bei viso to, kas trukdo evoliucijai VA, jaunatis vertinama kaip mintims ir
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Gefühlen besondere Kraft verleiht; der Vollmond wird mit der Verwirklichung von Gedanken in Verbindung gebracht. Andererseits werden Neumonde und Vollmonde in denselben Texten auch als astronomische Phänomene erklärt, weshalb in manchen Fällen die Kleinschreibung überwiegt, z. B.: Eine Sonnenfinsternis fällt immer mit einem Neumond zusammen. Alle wissen, dass man bei Neumond Zukunftspläne schmieden und träumen sollte SA. Zweigliedrige Verbindungen werden mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben, z. B.: Bald, am Morgen des 9. Oktober, wird Neumond ein neuer Zyklus beginnen ASTR; Neumond der Venus steht mit einer Neubewertung der Werte und ihrer Neuordnung in Verbindung ANTR. Es kommen aber auch Schreibweisen wie Die Konjunktion mit der Sonne wird Neumond der Venus genannt VA; An diesem Sonntagabend um 19:30 Uhr litauischer Zeit beginnt Neumond im Sternzeichen Skorpion AM. Diese Beispiele können, ebenso wie die bei der Erörterung der Schreibweise der Bezeichnungen von Horoskoppunkten sichtbar gewordenen Fälle Absteigender karmischer Mondknoten und ähnliche, das Ergebnis der Anwendung der ANP-Schreibregel sein. Allerdings sieht diese Regel eine Ausnahme für das Gattungswort vor; wie bereits bei der Erörterung der kodifizierten Norm deutlich wurde, wird diese Ausnahme jedoch durch die in der kodifizierten Norm vorgesehene Möglichkeit einer stilistischen Schreibweise aufgehoben oder unklar.
3.2. Elemente und Grundprinzipien
Schwankungen bei der Zuordnung einer Bezeichnung zu den Eigennamen oder Gattungsnamen treten auch bei Bezeichnungen auf, die keinerlei astronomische Entsprechungen haben und bei der Kodifizierung der Schreibnorm für Eigennamen weder als Bezeichnungen astronomischer Objekte noch unter den anderen Gruppen von Eigennamen erwähnt werden. Ihre Ursprünge wären in der Philosophie zu suchen, genauer in der von Aristoteles entwickelten Theorie, wonach die gesamte irdische Schöpfung aus vier Elementen besteht: Feuer, Erde, Luft und Wasser (ANTR)18. Eine solche Theorie spiegelt sich auch in der Astrologie wider; dort werden Bezeichnungen sowohl mit dem Wort Element als auch mit dem Wort Element gebildet.
Es handelt sich jedoch nicht um Bezeichnungen von Naturerscheinungen. Hier werden die Tierkreiszeichen nach den vier Elementen eingeteilt, und diese Einteilung lässt sowohl einwortige als auch zweiteilige Bezeichnungen erwarten: Erde, Feuer, Luft, Wasser und Erdzeichen (Element), Luftzeichen (Element) usw. Es kommen auch längere Varianten vor, etwa Feuerelement-Zeichen. Sowohl die Schreibweise einwortiger als auch mehrgliedriger Bezeichnungen schwankt, und die Schwankungen zeigen, dass Zweifel daran bestehen, ob die Bezeichnung
18 „Einer der einflussreichsten Denker der westlichen Philosophie, der antike griechische Philosoph Aristoteles (384–322 v. Chr.), der den Einfluss des Himmels auf die irdischen Angelegenheiten erforschte, vertrat auf Grundlage des Wissens alter spiritueller Traditionen die Auffassung, dass die gesamte irdische Schöpfung aus vier Elementen besteht: Feuer, Erde, Luft und Wasser“ (ANTR).
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als Eigennamen betrachten. So heißt es auf einer Website: Also, wenn Lilith in den Stier wechselt, wird für 9 Monate die Erdenergie VA, auf einer anderen: Wenn Sie auf den Boden spucken, Müll wegwerfen, verschmutzen oder die Erdelemente; die Luftelemente werden durch Fluchen, Rauchen und sonstiges Qualmen, Lügen sowie leeres Geschwätz verunreinigt ASTR. Auf einer heißt es Zwillinge – ein Luftzeichen, daher ist diesem Element die Eigenschaft der Leichtigkeit eigen ASTR, auf einer anderen – Der Stier ist ein Erdzeichen (wie auch Jungfrau und Steinbock) ZA. Auch innerhalb der Texte derselben Website gibt es Schwankungen, vgl.: Der Schütze – ein Zeichen des Feuerelements und Also sollte man in dieser Zeit Hilfe suchen bei den Erdzeichen VA. Unterschiedlich geschrieben wird sogar im selben Text: Beginnen wir mit den Elementen. Es gibt Feuer (Widder, Löwe, Schütze), Erde (Stier, Jungfrau, Steinbock), Luft (Zwillinge, Waage, Wassermann) und Wasser (Krebs, Skorpion, Fische). Außerdem ist es besonders wichtig zu betonen, dass selbst wenn das Sternzeichen Ihres Kindes Widder ist, dies nicht bedeutet, dass es dem Feuerelement am stärksten zugeordnet ist. ZA. Schließlich gibt es auch innerhalb eines Satzes Uneinheitlichkeiten Also Für die Luftzeichen wird der mentale Bereich das Hauptthema sein, des Feuers – der Wille, des Wassers – die Gefühle, der Erde – der physische Körper ASTR, wobei Letzteres wohl auf Unachtsamkeit zurückzuführen ist.
In einigen Texten wird außerdem erwähnt, dass die Tierkreiszeichen in weibliche und männliche eingeteilt werden können; dabei werden die Bezeichnungen für das männliche und das weibliche Prinzip verwendet. Ihre Schreibweise schwankt besonders stark. Dennoch lässt sich aus der relativ seltenen Verwendung dieser Bezeichnungen schließen, dass die auf der VLKK-Beratungsbank ausgesprochene Empfehlung, sie kleinzuschreiben – in und jang –, der Schreibpraxis auf den Websites nicht entspricht. Dort wird eher zur Großschreibung tendiert: In diesem Fall tendiert er dazu, sich stärker durch das Prinzip In, den weiblichen Aspekt der Göttlichkeit auszudrücken ANTR; Das Element Jan ASTR. Die Ursache für die Abweichung zwischen der Empfehlung und dem tatsächlichen Sprachgebrauch könnte, wie auch bei der Schreibweise von Bezeichnungen wie Tierkreis, Tierkreiszeichen, darin liegen, dass die Empfehlung für den allgemeinen Sprachgebrauch gilt, während es hier um den Sprachgebrauch auf Astrologie-Websites geht. Übrigens ist die Schreibweise dieser Bezeichnungen auch in anderer Hinsicht nicht gefestigt, vgl.: Dennoch wird das Gleichgewicht zwischen In und Jan bestehen bleiben, denn Merkur und Venus treten fast gleichzeitig in den Widder ein ASTR; Dieser Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche ist dazu da, innezuhalten und dieses Gleichgewicht zu bewahren, die Erinnerung an diese vollkommene Ausgewogenheit, jene Harmonie von IN–JAN ASTR.
3.3. Astrologische Zyklen und andere Zeiträume
LKRS zählt zu den Bezeichnungen, die nur mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werden, die Namen historischer Ereignisse; dieser Gruppe werden auch Epochenbezeichnungen zugeordnet, etwa Aufklärungszeitalter,
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Renesansas ar Atgimimo epocha (LKRS 1992: 69). Tiesa, čia pat nurodoma išimtis: tokie epochų pavadinimai kaip akmens amžius, antika, viduramžiai rašytini mažąja. Išimtis nepaaiškinama, taigi nėra aišku, kokiu pagrindu ji daroma – taip numatoma tikrinio žodžio virtimo bendriniu galimybė ar skirtis tarp pavadinimų rašymo bendrosios vartosenos ir specialiuosiuose tekstuose?
Wie dem auch sei, es gibt nicht nur historische Epochen. So werden auf Astrologie-Websites astrologische Epochen erwähnt: Fische-Epoche (Ära), Wassermann-Epoche (Ära). Da das erste Wort solcher Bezeichnungen der Name eines Tierkreiszeichens ist, schreibt man es groß, zum Beispiel: Man kann sagen, dass dies ein weiterer wichtiger Schritt des Wassermannzeitalters zur Festigung ANTR ist. In der Astrologie beruht die Periodisierung aber grundsätzlich auf Zyklen. Zeiträume, in denen die Planeten den Tierkreis durchlaufen, werden Zyklen genannt, zum Beispiel: der Jupiterzyklus, der Uranuszyklus, der Saturnzyklus, der Plutozyklus sowie der Sonnenzyklus und der Mondzyklus. Da das erste Wort dieser Bezeichnungen der Name eines Planeten ist, werden sie ebenfalls großgeschrieben, zum Beispiel: Also werden wir am Ende des Saturnzykluseinzeln und gemeinsam eine Zeit der Abrechnung erleben ANTR; Wie bereits erwähnt, der Jupiterzyklus dauert 12 Jahre ANTR. In Arbeiten, die Rechtschreibnormen festlegen, werden Zyklusbezeichnungen, geschweige denn astrologische Zyklusbezeichnungen, nicht angeführt. Auf Websites gibt es jedoch keine Schwankungen in ihrer Schreibweise, da auch diese Bezeichnungen zweigliedrig sind und die Schreibung des zweiten Bestandteils gleichermaßen der Regel entspricht, die eine Ausnahme für Gattungswörter vorsieht, wie auch der Regel, nach der nur das erste Wort einer Bezeichnung großgeschrieben wird.
Astrologie-Websites weisen jedoch auch Bezeichnungen kürzerer Zeiträume auf, etwa von Monaten oder Tagen: Sonnenmonat, Mondmonat, Sonnentag, Mondtag. In der LKRS werden Bezeichnungen kürzerer Zeiträume nicht bei der Gruppe der Bezeichnungen historischer Ereignisse und Epochen erwähnt; bei der Gruppe der Festtagsbezeichnungen finden sich jedoch auch Bezeichnungen von Festtagen, zum Beispiel Tag aller Handwerke (LKRS 1992: 69). Wie sich bei der Erörterung der kodifizierten Norm gezeigt hat, ergeben sich bei der Schreibung solcher Bezeichnungen Widersprüche, d. h. die Empfehlung nennt Festtags- und Feiertagsbezeichnungen, bei denen jedes Wort außer der Gattungsbezeichnung großgeschrieben wird. In astrologischen Texten verwendete Tagesbezeichnungen sind jedoch keine Festtagsbezeichnungen: Sonnen- und Mondtage werden danach unterschieden, welcher Kalender – der Sonnen- oder der Mondkalender – gilt. Dennoch gibt es bei der Schreibung der Bezeichnungen Sonnentag, Mondtag sowie der Monatsbezeichnungen Sonnenmonat, Mondmonat keine Schwankungen, da sie zweigliedrig sind. Wie die Schreibung zweigliedriger Bezeichnungen gezeigt hat, etwa der Bezeichnungen für Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden
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oder die Schreibung der Bezeichnung Tierkreiszeichen, entstehen Unklarheiten nur hinsichtlich der Zuordnung der Bezeichnung zu den Gattungs- oder Eigennamen.
Neben den genannten Tagesbezeichnungen werden auf Websites auch weitere wie Laternenfest, Hekates Tag, Hydras Tag und andere verwendet – es handelt sich um Tagesbezeichnungen, die auf einem Symbol beruhen. Daneben finden sich zweigliedrige Jahresbezeichnungen nach der avestischen Tradition oder dem chinesischen Kalender, z. B.: Jahr der Schlange, Jahr des Schweins. Weder die einen noch die anderen werden bei der Erörterung der Schreibung von Eigennamen berücksichtigt, aber auch bei diesen zweigliedrigen Bezeichnungen gibt es keine Schreibschwankungen, z. B.: Der 15. Tag des neuen Jahres wird Laternenfest genannt, an dem alle Papierlaternen anzünden ASTR; Leider ist es der Vorabend einer Sonnenfinsternis und Hydras Tag ASTR; Nach der avestischen Tradition ist dieses Jahr das Jahr des Rehs ASTR; Daher im Jahr des Schweins empfiehlt es sich, Sport zu treiben und sich gesund und ausgewogen zu ernähren, damit wir unsere ausgezeichnete Gesundheit bewahren können AM.
Die für die Analyse ausgewählten Websites stehen jedoch im Wesentlichen für die westliche Astrologie; daher werden solche ALP dort seltener verwendet. Die dort vorkommenden längeren Bezeichnungen der Jahre nach dem chinesischen Kalender zeigen jedoch, dass ihre Schreibung dieselben Unklarheiten aufwirft wie die Schreibung mehrgliedriger Bezeichnungen für Horoskoppunkte, d. h. es schwankt zwischen den beiden Schreibweisen von Eigennamen, vgl.: Im Grunde machen sich ab dem 19. die Tendenzen des neuen Jahres (Jahr des Weißen Metall-Büffels) bemerkbar, denn Jupiter tritt in den Wassermann ein ASTR und Jahr des Metallenen Weißen Büffels – es ist eine Zeit der Reformen, Umbrüche, des Fortschritts, neuer Technologien und der Turbulenzen UR; Was bedeutet das Jahr der Weißen Metallratte? ASTR und 2017 – Jahr des Roten Feuer-Hahns – beginnt am 28. Januar UR, Ein Familienunternehmen zu gründen im Jahr des Feuer-Hahns ist für Sie günstig UR; ebenso Paare können viele Versuchungen und Prüfungen erleben, denn der Hahn wird sie dazu anregen, Freiheit und Romantik zu suchen UR. Das verdeutlicht ebenfalls eine Lücke in der Kodifizierung: Die Gruppe der ALP wird bei der Festlegung der Schreibweise von Eigennamen nicht gesondert behandelt, und ihr Verhältnis zu ANP bleibt unbenannt.
3. STILISTISCHER GEBRAUCH VON GROSSBUCHSTABEN
Neben den besprochenen Eigennamen oder Bezeichnungen, die zur Schreibung als Eigennamen tendieren und allen für die Analyse ausgewählten Websites gemeinsam sind, werden dort auch viele einzelne Wörter großgeschrieben. Diese Schreibung zeigt, dass die in der kodifizierten Norm vorgesehene Möglichkeit, Großbuchstaben aus stilistischen Gründen zu verwenden, genutzt wird: Wörter werden großgeschrieben, wenn den von ihnen bezeichneten Begriffen besondere Bedeutung oder Ehrerbietung zukommt, z. B.: Solche Menschen haben die heilige Astrologie und alle
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sakralen Lehren entweiht, weil sie, da sie deren Tiefe und Wesennicht zu erfassen vermochten, sie allesamt auf primitive Wahrsagerei reduziert und aus dem Kontext gerissene Einzelheiten zum Wesentlichen erhoben haben ANTR; Die Rückkehrperiode der Selena ist eine Gelegenheit, sowohl für das Volkals auch für den Menschen aufzusteigen ANTR; Dieser größte Planet des Sonnensystems wird auch der Lehrerdes Tierkreises genannt – eine Autorität, die unser Weltbild prägt und zu höheren Wahrheiteninspiriert und den Glaubenund die Ideale lehrt VA; Jupiter ist in der spirituellen Astrologie mit Glauben, Erkenntnis, Wissen, Weisheit, spiritueller Führung und Schicksaloder Bestimmung verbunden ANTR.
Eine solche Schreibung ist für Astrologie-Websites besonders charakteristisch und trägt vermutlich dazu bei, dass auch die Wörter Sonne, Mond und Erde hier ausschließlich großgeschrieben werden. Wie in Abschnitt 2.1 bereits erörtert, ist der wichtigste Faktor für die Großschreibung der Wörter Sonne und Mond der Status dieser Himmelskörper, der dem anderer Planeten entspricht; zugleich zeigen Astrologie-Websites, dass es sich um die wichtigsten astrologischen Planeten handelt. Der Faktor für die Großschreibung ist daher vermutlich auch die Ehrerbietung. Sie bewirkt offenbar, dass diese Bezeichnungen auch dann großgeschrieben werden, wenn sie nicht astrologisch oder astronomisch, sondern beispielsweise als Bezeichnungen von Naturerscheinungen verwendet werden, z. B.: Im Laufe der Geschichte der menschlichen Zivilisation war die Sonne in vielen Kulturen, wie zahlreiche andere Naturerscheinungen, Gegenstand der Verehrung ZA; Wie schön, dass auch Litauen in letzter Zeit reichlich Sonne bekommt – eine Gelegenheit, Energie und Inspiration zu schöpfen. <...> Das Rasos-Fest wird seit alters her dann gefeiert, wenn die Sonne bis zum höchsten Punkt des Himmelsgewölbes hinaufsteigt und die Welt mit einem Strom der größten Lichtkräfte umhüllt AM. Es wäre auch schwierig, die Bedeutungen auf Astrologie-Websites voneinander abzugrenzen, denn der Sprachgebrauch zeigt, dass zwischen ihnen Zusammenhänge bestehen.
Auf Astrologie-Websites wird auch die von der kodifizierten Norm vorgesehene Ausnahme nicht angewandt, das Wort Erde kleinzuschreiben, wenn es nicht die Bezeichnung eines astronomischen Himmelskörpers ist. Als die Astrologie entstand, diente die Erde als Bezugspunkt, von dem aus die Bewegung der Planeten beobachtet wurde, und lange Zeit glaubte man, nicht sie drehe sich um die Sonne, sondern umgekehrt; man vertrat also ein geozentrisches Weltbild19. Natürlich wird die Erde in heutigen astrologischen Texten sowohl als Planet als auch als Planet des Sonnensystems erwähnt. Zumindest auf den für die Analyse ausgewählten Websites werden diesem Objekt keine besonderen symbolischen Bedeutungen zugeschrieben; die Großschreibung des Wortes wird daher vermutlich ebenfalls durch Ehrerbietung begünstigt. Selbst wenn es in den Bedeutungen „Welt“, „von Menschen bewohnte Welt im Gegensatz zur himmlischen“ oder in anderen Bedeutungen verwendet wird, schreibt man es groß, z. B.: In diesem Fall kann es
19Begründer des heliozentrischen Weltbildes ist Nikolaus Kopernikus. Seine Ideen sind in dem Werk Über die Kreisbewegungen der Himmelssphären dargelegt, 1543 (siehe VLEe).
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kollektive Entfremdungskrankheiten hervorzuheben – den Verlust der Verbindung zur Erde (Natur), die wir mit VA20 zu zerstören im Begriff sind; im Wirkungsbereich der Finsternisse scheint der Himmel alles zu erhellen, damit die bis zu diesem Zeitpunkt gesammelten vielfältigen Erfahrungen wahrgenommen und bewertet werden und darauf aufbauend Leitlinien für die weitere Entwicklung im Leben des Menschen und der Erde festgelegt werden ANTR.
Kaip minėta aptariant kodifikuotąją normą, LKRS kaip mažąja raide rašytinas minimas ir žodis visata. Tiesa, iš VLKK Konsultacijų banko būtų galima spręsti, kad taip rašytinas tik bendrojoje vartosenoje kosmoso ar žmonijos reikšme vartojamas žodis, o astronomijos tekstuose įprasta jį rašyti didžiąja. Didžiąja rašoma ir astrologijos svetainėse, pvz.: Astrologija – tai savęs, o per save – kitų, visos Visatos ir Dievo pažinimo kelias ANTR. Taip, beje, čia parašomas ir žodis galaktika, pvz.: Saulė – mūsų Galaktikos centras ZA. Vis dėlto nei visata, nei galaktika svetainėse kaip astrologiniai objektai neaptariami, taigi pasitaiko ir tokio rašymo kaip daugiausiai visoje visatoje malonių suteikianti žvaigždė UR ar Rasos šventė – tai gamtos ir visatos priminimas mums, kad žmogaus gyvenimas rieda kaip Saulės ratas AM, kuris rodytų šių žodžių laikymą bendriniais arba norminamųjų teikinių paisymą.
Stilistiniams sumetimais, kaip numatyta LKRS, didžiąja raide gali būti rašomas ne tik žodis, bet ir žodžių junginys. Svetainėse irgi gausu žodžių junginių rašymo didžiąja raide pavyzdžių. Bet rašoma skirtingai. Vieni žodžių junginiai, kaip numatyta LKRS, – didžiąja rašant kiekvieną žodį, pvz.: Jupiteris – tai Mokytojas, Dievas, arba tiesiog Aukštesnioji Sąmonė, galinti vesti ir padedanti rasti ryšį su savo aukštesniąja, dieviškąja esme; Tai gyvenimo dėsnių, gimimo ir mirties, vieno iš kosminių principų – Visuotinės Tvarkos, arba Tiesos, – pažinimo metas ASTR; Vadinasi, antrasis įstatymas – tai Kosminė Tvarka ir Tiesa ANTR; Baltasis Mėnulis, arba Selena, rodo kelią į Šviesą, Tiesą, taip pat ir Aukščiausiosios Harmonijos link ZA; Klasikinėje astrologijoje Venera ir Jupiteris dar vadinami Mažąja ir Didžiąja Laime VA; kiti – tik pirma didžiąja, pvz.: Plutonas – tai senasis Požeminės karalystės valdovas, visų mirusiųjų dievas (graik. Hadas) UR; Šiuo laiku reikėtų nepamiršti dažniau pakelti akis į Dangų, medituoti į plačias erdves, pajusti ir suvokti gyvenimo ir Dieviškosios kūrybos stebuklą VA; Astrologijoje pramintas Didžiąja laime, jis yra didžiausia Saulės sistemos planeta SA. Bet iš kodifikuotosios normos aptarimo aiškėjo, kad joje susidaro su stilistiniu rašymu susijusių
20 Die Beispiele im Wörterbuch der litauischen Sprache würden darauf hindeuten, dass das in diesen Bedeutungen verwendete Wort als Gattungswort geschrieben wird (http://www.lkz.lt/?zodis=%C5%BEem%C4%97&id=32024850000).
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Unklarheiten können sich in Schwankungen des Gebrauchs widerspiegeln und dabei auch einen Anstoß oder Faktor für Schwankungen bei der Schreibung von ALP darstellen.
ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
In Werken, die Regeln zur Schreibung von Eigennamen behandeln, werden Bezeichnungen wie ALP nicht erwähnt; die auf astrologischen Webseiten beruhende Analyse der Schreibweise bringt jedoch eine ganze Gruppe von Bezeichnungen ans Licht, die in astrologischen Texten als Eigennamen geschrieben werden oder dazu tendieren.
Ein Teil davon (Merkurijus, Venera, Jupiteris, Saulė, Mėnulis, Chironas usw.; Avinas, Dvyniai, Skorpionas, Žuvys usw.) scheint mit den Bezeichnungen astronomischer Objekte – Planeten, Asteroiden, Sternbildern des Tierkreises oder anderen Himmelskörpern – übereinzustimmen; sie unterscheiden sich von den Bezeichnungen astronomischer Objekte jedoch durch Bedeutungsunterschiede: In der Astrologie handelt es sich um bestimmte Ansammlungen symbolischer Bedeutungen, die eher mit mythologischen Wesen als mit astronomischen Objekten verbunden sind. Auch stimmt die Ausdrucksform nur teilweise überein (vgl. Mėnulio orbitos mazgai und Mėnulio mazgai). Obwohl die Bezeichnung Zodiakas sowohl in der Astrologie als auch in der Astronomie verwendet wird, unterscheiden sich die Bezeichnungen seiner Bestandteile (Zodiako ženklas und Zodiako žvaigždynas; Avino zodiako ženklas, Avino ženklas und Avino žvaigždynas). In astrologischen Texten werden auch Eigennamen verwendet, die ausschließlich der Astrologie eigen sind (Rachu, Ketu, Lilit, Selena, Juodasis Mėnulis, Baltasis Mėnulis, Medium Coeli, Imum Coeli).
Einige Bezeichnungen haben nicht nur astronomische, sondern auch Entsprechungen im allgemeinen Sprachgebrauch, werden in astrologischen Texten jedoch mit anderen Bedeutungen verwendet. Aus astrologischen Texten gehen astronomische Erscheinungen – Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden – eher als Feste oder wichtige astrologische Ereignisse hervor; dieser Bedeutungsunterschied spiegelt sich in den Schreibweisen wider (geschrieben wird Pavasario lygiadienis, Vasaros saulėgrįža usw.). Auch die Mondphasen erhalten in astrologischen Texten eine andere Bedeutung – die Bedeutungsunterschiede spiegeln sich ebenfalls in den Schreibgewohnheiten wider (Pilnatis, Jaunatis). Die Entsprechungen einiger in der Astrologie verwendeter Bezeichnungen, nämlich der Elemente (Ugnis ar ugnis, Ugnies ženklas ar ugnies ženklas usw.), sind eher philosophischer als astronomischer Art.
Die meisten einwortigen ALP-Bezeichnungen weisen keine Schwankungen auf, und ihre Schreibweise ist gefestigt (Jupiteris, Venera, Dvyniai, Žuvys, Selena usw.). Gemäß der kodifizierten Norm für die Schreibung von Eigennamen, die zwei Schreibweisen für Eigennamen vorsieht, ist in beiden Fällen die Schreibung des ersten Wortes
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Großschreibung, daher wird die Einheitlichkeit der Schreibweise der einwortigen ALP wahrscheinlich durch diesen Umstand bestimmt. Auch die Schreibweise eines Teils der zweiwortigen astrologischen Bezeichnungen ist einheitlich (Mėnulio mazgai, Mėnulio diena, Saulės mėnuo, Hidros diena, Gyvatės metai usw.; Juodasis Mėnulis, Baltasis Mėnulis), doch dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass das erste Wort solcher Bezeichnungen ein Eigenname ist, der in denselben Texten nur mit Großbuchstaben geschrieben wird, während das zweite Wort nach beiden Regeln für die Schreibung von Eigennamen – von denen eine eine Ausnahme für das Gattungswort vorsieht und die andere nur die Großschreibung des ersten Wortes – gleichermaßen zu schreiben ist. Die Schreibweise ein- und zweiwortiger Bezeichnungen offenbart lediglich Unklarheiten im Zusammenhang mit der Grenze zwischen Eigen- und Gattungsnamen (Jaunatis und jaunatis, Pavasario lygiadienis und pavasario lygiadienis usw.; Ugnies ženklas und ugnies ženklas usw.).
Die Schreibweise mehrwortiger Bezeichnungen schwankt jedoch erheblich (Besileidžiantis karminis Mėnulio mazgas, Karminis besileidžiantis Mėnulio mazgas, Besileidžiantis Karminis Mėnulio mazgas; Metalinio Baltojo Buliaus metai, Baltosios metalinės žiurkės metai), und diese Schwankungen machen Unklarheiten oder Mängel in der Kodifizierung der Eigennamen sichtbar. Am stärksten schwankt die Schreibweise zwischen den beiden Hauptformen, die die kodifizierte Norm für Eigennamen vorsieht: der Großschreibung des ersten Wortes und der Großschreibung jedes Wortes. Ein Faktor für diese Schwankung könnte die enge Verbindung der Astrologie mit der lateinischen Sprache sein; zugleich werden die ALP jedoch nicht als eigene Gruppe unter den anderen Eigennamen unterschieden, und ihr Verhältnis zu den ANP wird nicht benannt, sodass die Schreibnorm für ALP nicht kodifiziert ist. Kodifiziert ist nur die Schreibnorm für ANP; da ALP und ANP jedoch nur teilweise übereinstimmen, entstehen im Sprachgebrauch Unklarheiten darüber, nach welcher Regel sie zu schreiben sind. Die Schwankungen können auch durch Unklarheiten im Zusammenhang mit der von der kodifizierten Norm vorgesehenen Möglichkeit einer stilistischen Schreibweise begünstigt werden.
Indem sie den Mangel an einer Kodifizierung der Schreibnorm für ALP sowie die Unklarheiten im Zusammenhang mit dem stilistisch motivierten Gebrauch des Großbuchstabens widerspiegeln, zeigen die Schreibweisen von ALP auch Mängel in der Kodifizierung der Schreibnormen für einige andere Eigennamen. Insgesamt machen sie Unklarheiten sichtbar, die sowohl mit der Schreibnorm für bestimmte Eigennamen als auch mit der Schreibnorm für eine bestimmte Gruppe von Eigennamen (ANP) sowie mit den Kriterien und Normen der Eigennamenschreibung zusammenhängen. Die Universalität der hier aufgezeigten Gebrauchstendenzen ließe sich besser beurteilen, wenn man die Schreibweise der ALP in Druckpublikationen untersuchte; dies bleibt jedoch einer künftigen Untersuchung vorbehalten.
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ŠALTINIAI
AM – www.astrologijosmokykla.lt
ANTR – www.antropoteosofineastrologija.lt
ASTR – www.astrodaiva.lt
SA – www.sadhanacentras.lt
UR – www.uranija.lt
VA – www.vidineastrologija.lt
ZA – www.zachh.lt
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Gauta 2021 12 10
Priimta 2021 12 30
WRITING ASTROLOGY NAMES IN ASTROLOGY SITES
Summary
The spelling norms of the Lithuanian provide for capitalization as a character of a proper name, distinguishing it from the common name. However, capitalization is only the most general rule that can be easily applied to one-word names. In the case of composed names, there are two ways to write the name: some are written in capital letters the first word, in others there are capitalized every word. This boundary is drawn according to the object to be named: the capitalization of the names of certain objects (e.g. institutions, documents, holidays) is expected to be the first word of the name, and the capitalization of the names of other objects (e.g. astronomical, geographical, mythological) is expected to be each word of the name. However, a group of astrological names is not distinguished and such names are not mentioned among the allocated groups of proper names, so the norm of their writing remains uncoded. Writing astrology names on astrology websites reveals that the well-established and problematic
Writing astrology names on astrology websites reveals that the well-established is writing of only of astrological names composed of one word. When writing composed names, it fluctuates, and those fluctuations reveal that attempts are being made to apply the rule of capitalization of the name, and the rule providing for the writing of the name in all capital letters. These fluctuations reflect the lack of a codified norm – the exclusion of a group of astrological names and the non-mention of names that denote astrological objects among other proper names. This reflects the need of codification of the norm of writing astrological
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names. However, reflecting the lack of such a norm, the tendencies of writing astrological names together highlight the uncertainties and gaps in the norms of writing proper names, which encourages the codification of the norms of writing proper names clearly or adjusted.
KEYWORDS: spelling, capital letter, proper names, astrological names.
RAMUNĖ VASKELAITĖ
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