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AKMENA, LAŠMUO UND ANDERE FLUSSNAMEN ÄHNLICHER BILDUNG
A. VANAGAS
Derzeit sind uns achtzehn Flussnamen bekannt, die hinsichtlich ihrer Bildung dem Flussnamen Akmeną ähneln, und sieben, die dem Lašmuo ähneln. Die meisten hängen auf die eine oder andere Weise mit dem konsonantischen Stamm -men- zusammen. Ihre Bildung, die Herkunft ihrer Wurzeln und ihre Semantik sind noch nicht hinreichend geklärt. Der Versuch, Probleme der Etymologie und Stratigraphie sowie komplexere Bildungen zu untersuchen, solange die litauische Hydronymik noch wenig erforscht ist, kann kaum zu genaueren Schlussfolgerungen führen. Deshalb werden diese Probleme in der vorliegenden Arbeit nicht ausführlicher behandelt; vielmehr werden mit einigen Bemerkungen die derzeit bekannten Flussnamen des Typs Akmenos und Lašmenės vorgestellt.
Akmenà ³ᵇ (in den Kretinga-, Kupiškis-, Panevėžys- und anderen Rajons, insgesamt etwa 15), Ašmenà (in der Belarussischen SSR, mündet von links in die Neris). Zu Akmen-, Ašmen- vgl. litauische Ortsnamen Akmenà, See (Vilnius), Akmėnis, See (Obeliai), lettische Ortsnamen Akmenene, Fluss, Akmenija, Fluss, und viele andere (siehe En LV 14—15), litauische Personennamen Akmėnis, Ašmenà, lettische Personennamen Akmenis, Asmens. Die litauischen Flussnamen Akmenà und Ašmenà sind mit den Gattungswörtern akmuõ, ašmuõ, Genitiv akmenis, ašmenis, in Verbindung zu bringen. Zu Akmenà || Ašmenà siehe ausführlicher Топ Зам R Кр 264.
Armenà ³ᵇ (Veliuona, mündet von rechts in die Nemunas). Ebenfalls dort Armeniūkas (mündet in die Armena). Vielleicht gehört dieselbe Wurzel auch zu Armėlis, See (Degučiai), Armušnà, Fluss (Kavarskas), und Armatà (eine Stelle im Platelių-See). Der Flussname Armenà ist mit den Gattungswörtern armenà ‚Tiefe, Abgrund, Sumpf‘ und armuõ ‚ebenso‘ in Verbindung zu bringen. Zur Endung siehe Sk ŽD 232; zur Wurzel außerdem Bg RR II 402; Sav EžV LKK III 297.
Bramenà ³ᵇ (Šilalė, mündet von links in die Akmena). Dieser Flussname steht im litauischen Namensbestand völlig isoliert da.
Deimenà || Deimė. Dieser Fluss fließt im Gebiet Kaliningrad und mündet bei Polessk (ehemals Labiau) ins Kurische Haff. Es handelt sich um den sogenannten „Arm der Pregel“. Heute begegnet man dem Flussnamen Deimenà || Deimė in der Volkssprache nur noch selten. Dass dieser Fluss Deimė genannt wird, habe ich von Einheimischen aus den Dörfern Lankupiai, Minija und Svencelė gehört.
Der Flussname Deimenà || Deimė gelangte vergleichsweise früh in die Dokumente: Dein, Deyme — 1352 (SRP II 518), Deim — 1400, Deyme — 1450, Deheme — 1465 (Ger AO 26), Daimenà (Kl Gram 61 oder PGram 457), Deimē,-ēs, Deimenà,-õs (Kur LDW 82. Hier merkt F. Kuršaitis an, dass meist die Form verwendet wird
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Page 2Deimenà), Deimenà (Bg RR I 469; Bg Ž LXXXII), Deimenà,-õs, Deimeną (LŽTP 97. Dasselbe Sk, ŽD 233; LKRŽ). J. Gerulis (Ger AO 27) leitet den Flussnamen Deimeną von *Deiv-mena ab, vgl. dièmedis < *dièv-medis, und vergleicht *Deiv- mit pruß. deywis ‚Gott‘. Phonetisch ist der Wandel von em zu m möglich, doch lässt sich in diesem Fall nicht sicher feststellen, ob der Flussname Deimenà einst ein v enthielt oder nicht. (Siehe auch S. 229.) Uns scheint, dass K. Būga (Bg Ž LXXXII) wohl richtiger verfuhr, indem er den Flussnamen Deimenà vom lettischen Verb deju, diêt ‚tanzen, mit Sprüngen laufen‘ herleitete und ihn unter anderem mit pruß. *Deim-laukis > deutsch Deimlacken K. verglich. In seinen handschriftlichen Materialien verglich K. Būga die Wurzel Deim- des Flussnamens Deimenà außerdem folgendermaßen: gr. δ-εμχ ‚ich eile‘ < *διέω-, δέω neben διέω δινέω ‚ich drehe‘: lett. diêt. J. Endzelīns (LVV I) gibt für das lettische Wort diêt folgende Bedeutungen an: ‚hüpfen, tanzen, auch singen‘; das lettische diêt vergleicht er mit altind. diyati ‚fliegt, eilt dahin‘, altir. dian ‚schnell‘, gr. δ-νως ‚Wirbel, Strudel‘, δνέω ‚ich drehe‘. Der Flussname Deimenà könnte vielleicht mit den Ortsnamen Diemenai Dorf (Anykščiai), Diẽminas (oder Diẽmenas) Dorf (Jaskūnai, Bezirk Jūrotiškiai, BSSR), Diemė (oder Demė?) Fluss (Švenčionys) zusammenhängen. Näheres siehe Bg Ž LXXXII.
Dusmenà 3b (Daugai, mündet in die Varėnė), vgl. Dùsmenys Dorf bei der Dusmena, Dusmenėliai Dorf. Zur Endung von Dusmenõs siehe Sk ŽD 233. Die Wurzel Dus- findet sich außerdem in: Dus-à Fluss (Pumpėnai), Dus-ėlė Fluss (Alytus), Dus-ýnas See (Vyžuonos), Dus-jà See (Alytus), Dùs-ėtos Kleinstadt.
Gamenà 3b (Molėtai, mündet in die Siesartis). Zu Gam- vgl. Gãm-ė Fluss (Papilė, mündet in die Venta), Gam-antà Fluss (Žasliai, mündet in die Laukysta).
Graumenà 3b (Kvėdarna, mündet in die Šalpė). Im Jahr 1384 wird dieser Flussname in SRP (II 667) als Graumanape geschrieben. Vgl. Graumenėlė Wald (Seda), Graumùo Fluss (siehe S. 230). Zur Endung siehe Sk ŽD 233.
Juodmenà 3b (Jonava, mündet in die Varnakė). Zur Endung siehe Sk ŽD 233. Die Wurzel Juod- ist im litauischen Namengut sehr häufig, vgl. Júod-a Fluss (Panevėžys), Júod-ė Fluss (1. Alsėdžiai; 2. Debeikiai; 3. Joniškėlis), Juod-ėlė Fluss (Pūsalotas), Juod-ỹs See (Kuktiškės). Zu Juod- vgl. juód-as.
Kaimenà 3b (Musninkai, mündet in die Musia=Musė von rechts). Vgl. pruß. Caymen-ape, Kaymen-ap, Flussname von 1331 (Ger AO 33), lit. Kiẽmen-tà Fluss (Žiežmariai).
Kamenà 3b (Šalčininkai). Zu Kam- vgl. Kãm-ė Fluss (Jurbarkas, mündet in die Mituvà von rechts).
Kulmenà ³b ‖ Kuĩmė ‖ Kuĩmenas (Pagėgiai, mündet in den Vilkas ‖ die Vilkė von rechts). Zu Kul- vgl. Kul-ė Fluss (Dusetos), Kul-ėnė Bach (Skuodas), Kul-ėinis See (Merkinė), Kul-ỹs Acker (Panemunėlis), Senke (Antalieptė), Wiesenecke (Degučiai), sumpfige Wiese (Dusetos).
Lomenà 3a (Kaišiadorys, mündet in die Neris). Šow. geogr. verzeichnet diesen Namen als Łomiana (III 594 u. a., siehe Bg RR I 454), SRP als Lamen (II 692); K. Būga (RR I 454) vergleicht Lamenà ir Lam- mit Lamėstas See, Lomõkai Dorf, lett. Lamiņi, pruß. Lamen See, Lamgarbe oder Lan-garbe. Heute sprechen die Einheimischen den Namen dieses Flusses mit o im Stamm: Lomenà; dort gibt es auch die Wiese Lomenà, Pa-lómenis, Kleinstadt und Dorf. Zu Lom- vgl. Lomà Wiese (Butrimonys), das Appellativ lomuo ‚Tal‘. (Vgl. Ger AO 81.)
Rudmenà 4 (Pažaislis, mündet in den Nemunas von rechts). Zur Endung siehe Sk ŽD 233. Die Wurzel Rud- findet sich außerdem in: Rùd-ė Fluss (1. Garliava; 2. Simnas), Rudėlė Fluss (Alytus), Rùd-upė Fluss (Panoteriai). Die Wurzel Rud- dieser Flussnamen ist wohl mit rùd-as zu verbinden.
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Page 3Šemenà 3a (Aukšt. Panemunė, mündet von rechts in den Nemunas), vgl. sėmenà ‚kleines Brachfeld‘, sėmuõ ‚Leinsamen‘.
Šeimenà 3b (Vilkaviškis, mündet von rechts in die Širvinta). Die traditionelle Etymologie dieses Flussnamens lautet wie folgt: Šeimenà < *Šeiv-mena (Ger AO 251; Sk ŽD 233). Die Rückführung von Šeimenà auf *Šeiv-mena (ebenso wie von Deimenà — auf *Deiv-mena, siehe S. 227) ist sehr verlockend, denn wir kennen szeimedis = szievmedis (Lesk Bild 418; Ger AO 180), diẽmedis < *dievmedis (Ger AO 27). Somit beruht die Herleitung von Šeimenà aus *Šeiv-mena und von Deimenà — aus *Deiv-mena auf der Ähnlichkeit mit der Entstehung der Appellativa šeimedis aus šeivmedis und von diẽmedis aus *dieumedis. Die Gattungswörter diẽmedis und šeimedis lassen sich ohne Weiteres aus *dieumedis und šeivmedis ableiten, weil die lebendige Sprache auch dievãmedis (Plungė) und šeivãmedis (DLKŽ) kennt; die Rückführung der Flussnamen Šeimenà und Deimenà auf *Šeiv-mena und *Deiv-mena stützt sich jedoch nicht auf die Wortbildung dieser Hydronyme selbst, sondern lediglich auf die Analogie mit einem Paar zusammengesetzter Gattungswörter. Wir haben gesehen, dass K. Būga im Flussnamen Deimenà gar nicht nach einer Wurzel *Deiv- sucht (siehe S. 228). Uns scheint, dass es auch im Flussnamen Šeimenà keinen Grund gibt, ein unbekanntes *Šeiv- anzunehmen; vielmehr sollte man den Flussnamen Šeimenà, wie in solchen Fällen üblich, mit anderen Ortsnamen derselben Wurzel vergleichen, die im litauischen Namenbestand vorkommen: Šiemė (oder Šeimė), Fluss (Batakiai, mündet von rechts in die Tríšiūkštė), Šeimatis, Dorf (Bezirk Utena), Šiemetis, See (Vievis), Šiemetiūkas (oder Šiemedūkas), See, ebendort. Vgl. Szemen, See, 1520 (Ger AO 180).
Titmenà (Bezirk Jieznas, Gemeinde Plaskūnai, entspringt in den Wäldern von Šnipeliai und mündet in die Virkė). Heute sprechen die Einheimischen den Namen dieses Flusses als Cicmenà (Cicmenõs, Cìcmeną) || Cýcmena (Cýcmenos, Cýcmeną) aus. Dort, wo dieser Bach fließt, verläuft die Grenze des Dzūkischen, der sogenannte vorgelagerte Dzūkische Dialektbereich. Man kann annehmen, dass es hier früher durchgehend Dzūken gab. In diesen Gegenden sagt man heute cicnagas und titnagas, ebenso dzienà und dienà. Wie bekannt, sprechen Dzūken das Wort titnagas als cicnagas aus; das bedeutet, dass titnagas aus *titinagas verkürzt ist, im Dzūkischen > *cicinagas > cicnagas. Andernfalls würde das zweite t nicht zu c werden. Genau dasselbe muss auch mit dem Flussnamen Titmenà geschehen sein: Das heutige Cicmenà kann nur aus *Titimenà > *Cicimena > Cicmenà entstanden sein. Vgl. Titnas > Cìtnas, See (Rudnia). Die Wurzel Tit-, Tyt- kommt im litauischen Namenbestand auch häufiger vor: Tit-upis, Fluss (Paežerėliai, mündet in den Nemunas), Tit-valka, Fluss (Kėdainiai), Tit-kalnis, Hügel (Užventis), Tit-žmbalė, Dorf (Kupiškis), Týt-lankės, Flur (Krakės), Týt-uva, Fluss (Bg RR I 46), Týt-uvėnai, Marktflecken (siehe auch Bg RR I 530).
Žeimenà 3b (Pabradė, mündet von rechts in die Neris), vgl. Žeimenys, See (Švenčionėliai). Zu Žeim- vgl. Žeim-ėlis, Marktflecken, Žeim-iai, Dorf (Bezirk Lazdijai), žiema ‚Winter‘. Zu žiema siehe ausführlicher Труб СлЭ ВСЯ 29.
Der Flussname Lakmenia (Šimonys, mündet in die Pelyša) unterscheidet sich von den übrigen Hydronymen dieser Gruppe dadurch, dass er einen anderen Stamm hat. Er ist mit lakmenà || lakmenà ‚schlammiger, tiefer Tümpel‘, Lakmenė, Wald (Juodupė), Lekmėnė, Fluss (Kaltinėnai), Lekmėnės, Flur (Kaltinėnai), lekmėnė ‚Abgrund, offene Stelle, Vertiefung, schlammige Pfütze‘ zu verbinden.
Außer den oben genannten Flussnamen, von denen viele mit Appellativa mit konsonantischem Stamm auf -men- zusammenhängen (Akmenà — akmuõ, Armenà — armuõ, Ašmenà — ašmuõ, Lomenà — lomuõ, Šemenà — sėmuõ, vgl. Akmenas, See — almuõ ‚Eiter‘, siehe Bg Ž 62; Sav EžV LKK III 294, Dėmenas, See — dėmuõ) oder mit anderen Hydronymen mit konsonantischem Stamm auf -men- (Graumenà, Fluss — Graumuo, Fluss, vgl. Linkmenas = Lėnk-menas Bg RR II 281, See — Linkmuõ, See, Šelmenas, See — Šelmuõ, Fluss), gibt es einige Flussnamen, deren Nominativ Singular einen konsonantischen Stamm auf -men- aufweist:
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Page 4Graumuo (Ž. Naumiestis, ein Nebenarm mündet in die Tenėnai, der andere in die Šustis). Zu Graum- vgl. Graumeną (siehe S. 228), Pa-griam-ėlė, Fluss (Obeliai). Der Flussname Graumuo lässt sich vielleicht mit dem Gattungswort graumuo vergleichen: ‚Tiefe des Waldes, dichtes Dickicht‘ (Stulgiai, Bezirk Skaudvilė), ‚tiefe, dunkle sumpfige Stelle‘ (Šiauliai).
Jiešmuo (Krinčinas, mündet von rechts in die Miša), vgl. Jiešmenėlis, Fluss (Krinčinas, mündet von rechts in den Jiešmenys), ebendort Pa-jiešmėnai, zwei Dörfer und ein Einzelhof. Jiešm- < *Iešm- lässt sich vielleicht mit lit. jiešmas = ‚Spieß‘, lett. iesmenis, iesms, altpreuß. aismis verbinden.
Lašmuo 3b (Pakruojis, mündet von rechts in die Mūša). Vgl. Lašmuo, Dorf (Rozalimas). Die Wurzel Laš- kommt auch in anderen Ortsnamen häufiger vor: Laš-upis (Skuodas), Laš-ūbala, Dorf (Šeta), Laš-apėžis, Flur, Einzelhof (Rokiškis), Laš-ėnė, Flur (Pilviškiai), Laš-nės, Dorf (Panemunis). Der Flussname Lašmuo ist mit dem Gattungswort lašmuo zu verbinden: ‚eine Stelle im Fluss, die im Winter nicht zufriert; der Ort, an dem ein Fluss entspringt; Quelle‘ (Ignalina); ‚die Stelle, an der ein Fluss in einen See mündet‘ (Kaltanėnai, Linkmenys); im Winter kann man die Stelle, wo der Fluss seinen Zufluss in den See hat, nicht über den kleinen See passieren (Švenčionys); lašmena ‚Eisloch, Stelle mit Strömung, nicht zufrierende Stelle im See‘; lett. lasmenis ‚nicht zufrierende Stelle im Fluss‘.
Odmuo 3b (Vainutas, mündet von rechts in die Jūra). Weitere Hydronyme dieser Wurzel scheint es im litauischen Namenbestand nicht zu geben. Vgl. Odmenžis, Dorf und Einzelhof, das Gattungswort odmenis (Geit LSt 99; Lesk Bild 417) ‚Flussmündung‘, odmenia ‚Flussmündung‘ (ŽK).
Šelmuo 3b (Ž. Naumiestis, mündet von rechts in die Šustis). Vgl. Šelmenėtas, See (Žagariškės, ehemaliger Kreis Suwałki), Šelmen-ta = Šelmen-tkà, Fluss (Liubavas, mündet in die Šešupė), šelmuo ‚Kamm‘, russ. гребень. Zu šelmuo siehe Bg RR II 553; Wl VW II 503; Lesk Bild 418.
Viešmuo 3b (Joniškėlis, trocknet im Sommer aus). K. Būga (Bg RR I 335) vergleicht den Flussnamen Viešmuo mit Vieš-inta, Fluss (Subačius, mündet in die Lėvuo), Vieš-eta, Fluss (Tirkšliai), und Vieš-tovė, Fluss (Kulai). Zu Vieš- vgl. ferner Vieš-à, Fluss (Utena), Vieš-iu (Pažaislis), Vieš-ys, See (Utena). Zur Etymologie der Wurzel Vieš- siehe Bg RR I 335.
Vaidmuo 3b (Mažeikiai, mündet von rechts in die Ašva). Zu Vaid- vgl. Vaid-aĩ, Dorf (Joniškėlis), Gebüsch (Baisogala), Wald (Lygumai), Vaid-balė, Flur (Svėdasai), Vaid-ė, Flur (Leliūnai), Vaid-ėnis, Fluss (Seda).
Abkürzungen
apyl. — Umgebung.
ar. — Acker, Feld.
b. — Sumpf.
Bg RR — K. Būga, Rinktiniai raštai, I, Vilnius, 1958; II, Vilnius, 1959.
buv. — ehemalig.
DLKŽ — Wörterbuch der gegenwärtigen litauischen Sprache, Vilnius, 1954.
dš. — rechtsseitig.
dv. — (ehemaliges) Gut.
En LV — Akademikis J. Endzelīns, Latvijas PSR vietvārdi, I daļa, 1. sējums, Rīga, 1956.
ež. — See.
Fr LEW — Litauisches etymologisches Wörterbuch von Prof. Dr. Ernst Fraenkel, Heidelberg-Göttingen (ab 1955).
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Page 5Geit LSt — Litauische studien. Auswahl aus den ältesten denkmälern, dialectische beispiele, lexikalische un sprachwissenschaftliche beiträge von Dr. Leopold Geitler, Prag, 1875.
Ger AO — Die altpreußischen Ortsnamen gesammelt und sprachlich behandelt von Dr. Georg Gerullis, Berlin und Leipzig, 1922.
gr. — griechisch.
it. — mündet ein.
k. — Dorf.
Kl Gram — M. Danielis Kleinii, Gramatica Litvanica, 1653.
kln. — Berg.
kr. — links.
Kur LDW — Litauisch-deutsches Wörterbuch von Fridrich Kurschat, Halle, 1883.
KV — Lettisches Konversationslexikon, I—XXI, Riga, 1927—1940.
Lesk Bild — Die Bildung der Nomina im litauischen von August Leskien, Leipzig, 1891.
liet. — litauisch.
LKK — Fragen der litauischen Sprachwissenschaft, Vilnius (seit 1957).
LKRŽ — Rechtschreibwörterbuch der litauischen Sprache, Vilnius, 1948.
LKŽ — Wörterbuch der litauischen Sprache, I—V, Vilnius, 1941—1959.
lot. — lateinisch.
LVV — K. Mūlenbacha Latviešu valodas vārdnīca. Rediģējis, papildinājis, turpinājis J. Endzelīns, I—IV, Rīgā, 1923—1932.
LŽTP — Der Dialekt der litauischen Fischer in Preußen. Aufgezeichnet von J. Gerulis und Chr. Stang'as, Kaunas, 1933.
mš. — Wald.
mstl. — Städtchen.
PGram — Erste litauische Grammatik, Vilnius, 1957.
pv. — Wiese.
r. — Moor.
RKr — Rakštų krājums veltījums akadēmikim profesoram Dr. Jānim Endzeliņam viņa 85 dzīves un 65 darba gadu atcerei, Rīgā, 1959.
rus. — russisch.
Sav EŽV — B. Savukynas, Ežerų vardai. — „Lietuvių kalbotyros klausimai“, III, Vilnius, 1960.
sen. — alt.
SkŽD — Pr. Skardžius, Lietuvių kalbos žodžių daryba, Vilnius, 1941.
si. — slawisch.
Słow geogr — Słownik geograficzny królestwa polskiego, I—XIV, Warszawa, 1880—1895.
SRP — Scriptores rerum Prussicarum, Leipzig, I—V, 1861—1874.
t. p. — dieselbe Bedeutung.
Топ Зам — В. Н. Топоров, Две заметки из области балтийской топонимики. — „Rakstu krājums veltījums akadēmikim profesoram Dr. Jānim Endzeliņam viņa 85 dzīves un 65 darba gadu atcerei“, Rīgā, 1959.
Труб СлЭ — О. Н. Трубачёв, Славянские этимологии, 1—7 — «Вопросы славянского языкознания», выпуск 2, Москва, 1957.
WI VW — Alois Walde, Vergleichendes Wörterbuch der indogermanischen Sprachen, herausgegeben und bearbeitet von Julius Pokorny, Berlin und Leipzig, 1927—1932.
ВСЯ — Вопросы славянского языкознания, выпуск 2, Москва, 1957.
ŽK — Zettelkatalog des Wörterbuchs der litauischen Sprache des Instituts für litauische Sprache und Literatur der Akademie der Wissenschaften der Litauischen SSR.
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Page 6FLUSSNAMEN DES TYPS AKMENA UND LAŠMUO
А. П. ВАНАГАС
Zusammenfassung
Der Artikel bietet einen kurzen Überblick über Flussnamen, von denen die meisten mit einer konsonantischen Basis auf -men- verbunden sind. Es wird ein struktureller Zusammenhang zwischen Hydronymen des Typs Akmenā, Lomenā, Graumenā und Appellativa oder anderen Hydronymen des Typs akmuõ, lomuõ, Graumuõ festgestellt, vgl. Ašmenā — ašmuõ, Armenā — armuõ, Graumenā—Graumuõ, Linkmenas — Linkmuõ.
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