Page 1ACTA LINGUISTICA LITHUANICA
X L V (2 0 0 1), 6 3 – 9 2
Die zusammengesetzten Satzverbindungen in Mikolajus Daukšas Katechismus (1595)*
ARTŪRAS JUDŽENTIS, JŪRATĖ PAJĖDIENĖ
Institut für Litauische Sprache
Der Artikel behandelt die semantischen und syntaktischen Aspekte der Satzverknüpfung in Daukšas Katechismus von 1595 (d. h. sowohl im eigentlichen Katechismus als auch im Trumpas budas), wobei den Verknüpfungsmarkern und der Satzfolge besondere Aufmerksamkeit gilt. Die Übersetzungen wurden sorgfältig mit den Originalen verglichen. Die auffälligsten Unterschiede zum modernen Litauischen zeigten sich beim Gebrauch der Konjunktionen ir und o. Darüber hinaus ist die Verwendung zusammengesetzter Verknüpfungsmarker, bei denen zusätzliche differenzierende Marker postpositionell an die Konjunktion angefügt werden, um feinere Bedeutungsnuancen auszudrücken, für Daukšas Sprache charakteristischer als für das moderne Litauische.
0. EINLEITUNG
Ziel des Artikels ist es, die zusammengesetzten Satzverbindungen eines der bedeutenderen Denkmäler unserer alten Schriftkultur systematisch zu beschreiben. Dies ist wohl der am wenigsten von Sprachhistorikern untersuchte Bereich des grammatischen Baus der litauischen Sprache.
Daukšas Buch besteht aus zwei Werken: KATHE-//CHISMAS// ARBA MOKSLAS// KIEKWIENAM// KRIKSZCZI-//ONII PRII// WALVS.// PARASZITAS PER// D. IAKVBA LEDES-//MA Theologa Socie-//tatis IESV.// Išguldįtas iš Liežu-//wisko ing Lietu-//wišką per Kunig Mi-//kaloiu Daugfba Ká-//nonika Žemai-//cziu.// Išſpaulstas Wilnuje// Metūſe užgimimo// Wieſpaties 1595 (im Folgenden – Kathechismas) und Trumpas// Budas Pa- filiáki-//mo/ arba išpažinimo// Nūdemiu.// Drin tu kurie dažnai// w artoia tū Sakra-//mentu./ /Yſ takiſko qnt Lietū-//wiſko pėrgulditas.// W I L N I V I// Mētūſe M. D. XCV. (im Folgenden – Trumpas Budas). In diesem Artikel werden die Satzverbindungen in beiden Werken parallel untersucht und fortlaufend miteinander verglichen. Da beide Werke aus dem Polnischen übersetzt wurden (zur Herkunft des polnischen Textes vgl. Michelini 2001: 228), werden ihre Daten mit den Originalen verglichen (NAVKA// CHRZESCIAN-//ISKA.// Abo Kátechizmik// dla dźiątek.// Przez D. Jákubá Lede-//ſzmá. Theologá zebrániá// P. Jezułowego nápiá-//lny/ á teraz z Włoſkiego// ná Polſkie przeło-//żony.// W KRAKOWIE ir Krotki obyczay spo-//wiedźi: dla tych/ ktorzy// częſto vżywaią tego Sakrá-//mentu: z Włoſkiego ná// Polſkie przełożony.1)
* Straipsnyje skelbiama dalis Lietuvos valstybinio mokslo ir studijų fondo paremto projekto („Sudėtiniai Daukšos 1595 m. Katekizmo sakiniai“, registracijos Nr. 96-163/3G) rezultatų.
1Verwendet wurde eine Fotokopie aus der Sammlung von Jurgis Lebedys in der Universitätsbibliothek Vilnius (vgl. Palionis 1995: 7–8).
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Als zusammengesetzter Satz wird im Beitrag ein Satz bezeichnet, der mindestens zwei syntaktische Zentren aufweist, die durch finite oder infinite Verbformen ausgedrückt werden. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen einfachen und zusammengesetzten Sätzen sind die semantischen und syntaktischen Beziehungen zwischen den Satzgliedern, die nur für Letztere charakteristisch sind. Ihnen gilt die Hauptaufmerksamkeit dieser Arbeit. Der in unserer Sprachwissenschaft etablierten Tradition folgend wird die syntaktische Struktur zusammengesetzter Sätze als Ausdruck ihrer semantischen Struktur untersucht. Üblicherweise geht man von dem Ausdruck, der den Forschenden unmittelbar zugänglich ist, zum Inhalt über. Diese Reihenfolge wird auch im vorliegenden Beitrag eingehalten.
In der litauischen Sprachwissenschaft wurde eine recht konsequente Methodik zur Untersuchung zusammengesetzter Sätze entwickelt2. Mit gewissen Änderungen wurde sie auch auf die Beschreibung der Satzverbindungen bei Daukša angewandt. Die größte Aufmerksamkeit gilt dem wichtigsten Ausdrucksmittel der semantischen und syntaktischen Beziehungen zusammengesetzter Sätze – den Konnektoren. Als Konnektor eines zusammengesetzten Satzes werden alle Wörter bezeichnet, die die verbindende Funktion zwischen den Satzgliedern erfüllen: Konjunktionen, Relativpronomen oder Relativadverbien. Zusammen mit ihnen können weitere Konjunktionen, Pronomen, Adverbien oder Partikeln auftreten, die der semantischen Beziehung zwischen den Satzgliedern zusätzliche Nuancen verleihen oder deren Art näher bestimmen und hervorheben.
Folgende Typen semantischer Beziehungen werden unterschieden, die durch zusammengesetzte Satzverbindungen ausgedrückt werden: vergleichende, adversative, alternative, ausschließende, präzisierende, kausale, konditionale, konzessive und nachtragende. Anders als in der Grammatik der litauischen Gegenwartssprache wird auf einen gesonderten Typ additiver Beziehungen verzichtet (Ambrazas, Hrsg. 1994: 702–707). Es wird davon ausgegangen, dass es zumindest in der Sprache älterer Schriften keine hinreichende Grundlage dafür gibt, sie von den vergleichenden Beziehungen abzugrenzen (vgl. Ambrazas, Hrsg. 1994: 708–716). Der Typ der begründenden Satzverbindungen wird in der Grammatik der litauischen Gegenwartssprache hauptsächlich anhand der darin verwendeten Konnektoren abgegrenzt (vgl. Ambrazas, Hrsg. 1994: 717–719). Solche Sätze drücken kausale oder konditionale semantische Beziehungen zwischen den Satzgliedern aus und werden daher im vorliegenden Beitrag entsprechend bezeichnet. Um terminologische Unklarheiten zu vermeiden und die Art der Beziehungen zwischen den Satzgliedern besser widerzuspiegeln, wird anstelle des in der Grammatik der litauischen Gegenwartssprache verwendeten Begriffs „markierend“ (Ambrazas, Hrsg. 1994: 720) der Begriff „nachtragend“ gewählt (vgl. Ambrazas, Hrsg. 1994: 696)3. In solchen Sätzen bezeichnet ein Satzglied zusätzliche Umstände, die mit dem Inhalt des anderen Satzglieds verbunden sind, oder eine bestimmte Bewertung des Inhalts des ersten Satzglieds, z. B.:
Įjeiei ing iščia Mer-llgos švęčęusios Mótinos || tawós / o tū kaip ią išgėlei || ne išžibolomų garbėlp (Wfędelės w || żywot Pánienįkų naswiętęby || mátki twey / á tak iákos ią pod-llniolt ku niewymowney chwale) 1645
Im Beitrag wird auch ein Typ zusammengesetzter Sätze mit präzisierenden Beziehungen angesetzt. In diesen Sätzen präzisiert ein Satzglied den Inhalt des anderen, vgl.:
2 Die Grundlagen der Methodik zur Untersuchung zusammengesetzter Sätze wurden in den Artikeln von Vytautas Ambrazas (1972, 1977, 1982, 1986) dargestellt.
3 Apie pridurtinius sakinius žr. Balkevičius (1963: 331–333); Piročkinas (1964c: 99; 1964a: 109–112; 1964b: 158, 163–165); Ulvydas, red. (1976: 908).
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[Prāmintas nūg Chri-//taūs/ ir išmānōs/ mōkiti-//nis/ tai yra/ kuris apfikrik-//ftjies/ tiki ing Diewą/ ir// darō prifākimus jo. (Jeft vcjén Chryftulow kto-//ry okrźćiwfy fie/ wierzy y w-//3nawa zakon jego.) 1014
Die Datenbank des Beitrags4 umfasst 376 zusammengesetzte Satzverbindungen, die aus beiden Werken von Daukšas Katekizmas ausgewählt wurden. Die den Ausschnitten zusammengesetzter Sätze in den Beispielen vorangestellten Ziffern geben die obere Seitennummer der Ausgabe von 1995 an5; die daneben stehende kleinere hochgestellte Ziffer bezeichnet die Zeile, in der sich der Konnektor befindet. In Klammern wird das polnische Original aller Beispiele angeführt.
Die zusammengesetzten Satzverbindungen werden nach Konnektoren gegliedert untersucht. Das Material der größeren Abschnitte wird am Ende jeweils in einigen Sätzen zusammengefasst.
1. JUNGIAMIEJI ŽODŽIAI SU JUNGTUKU arba
1.1. Sätze mit oder
Mit der Konjunktion arba werden in den untersuchten Werken finite Verbformen (a) oder Nebensätze (b) verbunden, z. B.:
a) ape kąg bilo ar-//ba kam priētis bitie// artikūtai? (wovon sprechen diese Artikel, oder wem gehören sie?) 254–5
b) [gāli dūtīs káltas] iei wār-//gūfė [...] negeide pagālbos nūg Wie-//[bpatés Diewo fawo/ fu ti-//[krū/ ir stiprumi duxēimu [...] arba iei nu-//pūte fu irdimi/ ir prabin-//gufei ape tatāi apmaudā-//wo ([moję tę dąc winien] Wenn er bei seiner Arbeit [...] nicht die Hilfe des Herrn, seines Gottes, mit festem und unerschütterlichem Vertrauen erbat [...] oder wenn er in seinem Sinn abschweifte und sich übermäßig darum sorgte) 12220
Die semantischen Beziehungen zwischen den Teilsätzen sind in allen Fällen disjunktiv.
Im Original entsprechen diesen Sätzen in drei Fällen zusammengesetzte Sätze mit der Konjunktion abo (wie in den zitierten Beispielen), in zwei Fällen einfache Sätze:
padāręs ant’[fawęs žīmė]/ kryžiaus fweto/ darāu [kāi-//cziu/ arba rokawōjus [u fā-//wo fiela. (nachdem ich mich mit dem heiligen Kreuz gesegnet hatte, zähle ich mit meinem Gewissen.) 68, tūiau/ kaip’ kas atāit/ ar-//ba priāugā wáłłarum p’ if-//mintingump/ tad’ iam’ nė// ganā wieno tikeiimo (wenn jemand zu verständigem Alter kommt, dann genügt ihm der Glaube allein nicht) 726
4 In der Datenbank (und in den Beispielen dieses Artikels) wird die Schreibweise in der vereinfachten, mit Punkt versehenen Form sowie die dreifache Kennzeichnung 3, ʒ, ȝ verwendet, die in der transliterierten Fassung der wissenschaftlichen Ausgabe (Mikalojus Daukšos 1595 metų Katekizmas. Herausgegeben von Vida Jakštienė und Jonas Palionis. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla, 1995) vorliegt (wobei ȝ weggelassen wird), zugleich werden aber entsprechend dem Original die gotischen Schriftzeichen und die Kennzeichnung nasaler Vokale durch einen Überstrich wiederhergestellt: ą, ę, į, ų. Ähnliche Änderungen wurden auch an den polnischen Sätzen aus Ledesmas Katechismus vorgenommen – die gotischen Schriftzeichen und die mit Überstrich gekennzeichneten ą, ę werden wiederhergestellt, die in der wissenschaftlichen Ausgabe gewählte doppelte Kennzeichnung ʒ, ȝ bleibt jedoch erhalten (vgl. Palionis 1995: 34–36).
5 Sie entsprächen der Seite in Daukšas Ausgabe des Jahres 1595 Katekizmo, wenn die Ausgabe eine Seitennummerierung hätte.
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ARTŪRAS JUDŽĖNTIS, JŪRATĖ PAJĖDIENĖ
Die Partikel tiekta ist im Satz 16211 stärker mit dem Verb als mit der Konjunktion verbunden, vgl.:
Wenn dieses große Wohlwollen als Wohltat angesehen werden könnte, wenn du, Herr Majestät, einmal an den armen Menschen gedacht oder dich wenigstens an uns erinnert hättest (Za wielkiebtl to dobrodzieyftwo mogło być// poczytano/ kiedyby ty Panie// maieftatu/ raz jedno o grzebny// człowieku pomyślił/ abo tylko// kiedy náni wspomniał) 16211
1.2. Sätze mit oder wiederum
In einigen Fällen mit der Konjunktion arba folgt die Partikel vėl. Auch in solchen Sätzen werden DISJUNKTIVE Beziehungen zwischen den Satzgliedern ausgedrückt. Die postpositive Partikel verleiht den Sätzen einen Anklang an vergleichende Beziehungen, vgl.:
… Diewą anflehen, damit durch die Verdienste und Werke seiner heiligen Heiligen auf Erden …; oder wiederum: die Heiligen anflehen, damit sie Diewui Tėwui … gewähren 668 [Tė Ikündies grãudžei] Dass er nicht geduldig war bei widrigen Anfällen, oder wenn er wiederum keine Geduld in Bedrängnissen hatte oder sich niederwarf ([Niechay lę tęj vkarša zá-//łolnie] Er war in widrigen Fällen nicht geduldig, oder wenn er keine Geduld in den Beschwerden hatte) 1251
Für die heutige Standardsprache ist ein solcher Gebrauch der Partikel vėl unüblich. Im letzten Beispiel steht die Partikel, wie auch im Original, an dritter Stelle im Satzglied. Der erste Satz hat kein Original.
1.3. Sätze mit entweder … oder
Mit der wiederholten Konjunktion entweder … oder werden finite Verbformen (a) oder Infinitive (b) verbunden:
a) Jeder begeht schwere Sünden, durch die er entweder die ewige Herrlichkeit verliert oder Strafe in dieser Welt verdient (eine schwere Sünde, durch die man entweder die ewige Herrlichkeit verliert oder Strafe auf dieser Welt erleidet) 9311, 12 b) Wenn dein Vater dir befehlen würde, eine Lüge zu sagen oder zu sündigen oder etwas Böses zu tun, müsstest du ihm dann gehorchen? (Und wenn dein Vater dir befehlen würde, etwas Unwahres zu sagen oder irgendeine Sünde zu begehen: müsstest du ihm gehorchen?) 8120, 21
Die Beziehungen zwischen den Satzgliedern sind DISJUNKTIV. Im zweiten der zitierten Beispiele entspricht die wiederholte Konjunktion der einfachen Konjunktion im Original.
1.4. Mit Sätzen mit Konnektoren, deren Grundlage die Konjunktion oder bildet, werden DISJUNKTIVE Beziehungen zwischen den Satzgliedern ausgedrückt. Der Gebrauch der Partikel vėl zusammen mit der Konjunktion oder ist für die heutige Standardsprache unüblich, insbesondere an dritter Stelle im Satzglied. Die Partikel verleiht den Sätzen einen Bedeutungsanklang des Vergleichs.
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1 LENTELĖ. JUNGIAMŲJŲ ŽODŽIŲ SU JUNGTUKU arba VARTOSENA DK
Verbindende Wörter K TB Insgesamt oder 3 2 5 oder wieder 1 1 2 entweder... oder 2 2 Insgesamt 6 3 9
2. JUNGIAMIEJI ŽODŽIAI SU JUNGTUKU bat
2.1. Sätze mit bat
Die Konjunktion bat verbindet sowohl im Kathechisme als auch im Trumpame Bude die Teilsätze eines komplexen Satzes meist (in drei Vierteln aller untersuchten Fälle) allein, zum Beispiel:
in jedem// Sakrament wird uns// die Gnade Gottes zuteil// wegen einer bestimmten Sache. Aber// ihr müsst sie würdig empfangen. (w každym Sákramen-//čie bywa nam dawaná tá[k]á// dla iakiey obobliwey rzeczy: ále// ie treba godnie przyjąć.) 959
Mit der Konjunktion bat werden gleichrangige finite Verbformen (a), Infinitive (b) und Nebensätze komplexer Sätze (c) verbunden:
a) M. Die lässliche Sünde, was bewirkt sie?// A. Sie verliert weder die Gnade Gottes// noch verdient sie die ewige// Verdammnis: bat macht den Menschen in der Liebe lau (M. A grzech powsedni co czyni?// V. Nie traci łaski Bożey/ ani // zafługuie piekła:// ale macht den Menschen in der Liebe lau) 939 b) Es wäre auch nicht anders möglich, zu leben und ihm Gutes zu wünschen, bat// ihm Böses zu wünschen (Boby ináczéy nie było żyćyć// mu dobrego/ ále ihm Böses zu wünschen) 7110 c) Wir müssen uns bemühen [...] damit wir nicht in lässliche Sünde// sterben, batdamit er uns Hilfe gebe und uns rette. 5714
Sätze mit dieser Konjunktion drücken meist GEGENSATZ-Bedeutungsbeziehungen aus (vgl. die zitierten Beispiele). In einigen Fällen tritt darin ein VERGLEICH deutlich hervor, zum Beispiel:
M. Und wozu ist es gut?// [unleserlich] A. Damit Gott uns bewahre// und unsere Kraft stärke// gegen das Böse, indem er uns nicht// in Versuchungen fallen lässt: batdamit er uns Hilfe gebe (M. A w boftey co?// V. Aby nam niedopuścił wpaść// w pokusy: ále damit er uns Hilfe gebe) 559
Gelegentlich drücken Sätze mit bat den Gegensatzverhältnissen ähnliche KONZESSIONSbeziehungen zwischen den Teilsätzen aus, zum Beispiel:
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[...] näher sind viele// Meere?// Mo. Nein, viele, sondern nur eines// das im Himmel ist: bāt ią nė// mit einem Namen genannt ([...] oder vielleicht nicht eine, sondern mehrere Frauen namens Maria.// V. Allerdings ist die Mutter eine// die im Himmel ist: ále ią nie ie-//mit einem Namen genannt) 6015
Die semantischen Beziehungen dieses Satzes werden von der lexikalischen Gegenüberstellung nur eine: nicht mit einem Namen. beeinflusst. Abhängig von der lexikalischen Zusammensetzung und dem grammatischen Aufbau der Satzglieder sind in einigen Sätzen mit bat deutliche semantische Beziehungen der AUSNAHME zu beobachten, z. B.:
M. Welche Arznei müssen wir einnehmen, damit wir das Gebot erfüllen können?// Mo. Es gibt nicht wenige, bat’ die wirksamsten unter den übrigen (M. Welche Arznei müssen wir gebrauchen, um das Gebot zu bewahren?// V. Es gibt nicht wenige, ále te fünf unter den übrigen.) 858
Die Art der ausgedrückten semantischen Beziehungen wird in diesem Satz durch die Gegenüberstellung nicht wenige: fünf, den Superlativ des Adjektivs mit einer Konstruktion mit der Präposition unter bestimmt. Im Original haben drei Sätze mit bat keine Entsprechung. In den übrigen Fällen entspricht dem Konnektor bat gewöhnlich das polnische ale; nur in einem Fall wurde im Original die Partikel tylko verwendet:
Gift, Wahrsagerei, Blendwerk der Hexerei: Bat dem Wort Gottes fest glauben. (Berührung, Geschmack, Augentäuschung: Nur der starke Glaube an diese Dinge hilft.) 1761
2.2. Sätze mit bat dabar
Die Partikel dabar ist in einem Satz des Trumpo Budo an den Konnektor bat angelehnt. Sie verstärkt und betont den GEGENSATZ zwischen den Inhalten der Satzglieder, vgl.:
[Die Versuchung] Dass er zwar gute Eigenschaften hatte, aber keine genaue Herrschaft über seine eigenen Begierden besaß, bat’ dabar er ließ sie nicht völlig laufen ([Man soll sagen] Dass er auch über seine Begierden keine genaue Herrschaft hatte, ale ließ er sie dennoch laufen) 1277
2.3. Sätze mit bat gandžiaus
Mit Sätzen, die dieses verbindende Wort enthalten, wird ein GEGENSATZ zwischen den Satzgliedern ausgedrückt. Das Adverb im Komparativ, das zusammen mit der Konjunktion auftritt, verändert die Bedeutungsbeziehungen zwischen den Satzgliedern nicht, sondern verstärkt sie lediglich, vgl.:
Ich will nicht den Tod des Sünders, sondern vielmehr, dass er umkehrt und lebt. (Ich will nicht den Tod des Sünders, sondern vielmehr, dass er sich bekehre und lebe.) 1382Meine Gaben: Wie sollte ich mich nicht abwenden und mich nicht entziehen, sondern vielmehrso vor dir stehen? (Meine Gebete: Was wäre denn unwürdig, unschicklich , ja wahrhaftigdir zuwider?) 18810
Dem verbindenden Wort bat gandžiaus in den beiden Sätzen entspricht das gleich gebaute ale raczej. des Originals. Im Original des letztgenannten Satzes wurde ein anderes verbindendes Wort verwendet, das die gegensätzlichen Bedeutungsbeziehungen zwischen den Satzgliedern noch stärker hervorhebt.
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2.4. Sätze mit bat labiaus
Das Adverb im Komparativ bat labiaus, das zusammen mit der Konjunktion auftritt, verstärkt ähnlich wie gandžiaus die durch die Sätze ausgedrückten GEGENSATZ-Beziehungen zwischen den Satzgliedern, vgl.:
muss schuldig sein [...] Denn er hat nicht dieselbe Verletzung der ursprünglichen Lebensordnung begangen [...] sondern vielmehr, weil er sich freiwillig in dieser Unordnung und Nachlässigkeit befand, die er von Anfang an hatte (denn er ist noch immer schuldig [...] und ist nicht in der Vollkommenheit des verbesserten Lebens) und wahrhaftigin jener Unordnung und Nachlässigkeit, die er von Anfang an hatte) 1216Herr, du stößt die Gefallenen nicht zurück, sondern vielmehrrufst sie und ziehst sie zu dir. (Herr, du verstößt die Sünder nicht, sondern wahrhaftigrufst sie und ziehst sie zu dir.) 1508
Das entsprechende Wort im Original ist in beiden Fällen dasselbe – das verbindende Wort y owszem. Zu beachten ist, dass der Konjunktion bat in diesen Fällen das polnische y entspricht.
2.5. Sätze mit bat greičiaus
In einem Satz, in dem mit der Konjunktion bat das Adverb im Komparativ greičiaus verwendet wird, werden wie auch in Sätzen mit den verbindenden Wörtern bat gandžiaus und bat labiaus ausgeprägte GEGENSÄTZLICHE Beziehungen zwischen den Satzgliedern ausgedrückt:
[Lass uns sagen:] Dass er sich nicht darum kümmerte, seine Begierden zu zügeln [...] sondern schneller ihnen folgte. ([Lass sie [sagen], dass er sich nicht darum kümmerte, seine Begierden zu zügeln [...] sondern schneller ihnen folgte und sie in allem beinahe erfüllte.) 12721–22
Die Struktur der verbindenden Wörter im Original und in der Übersetzung stimmt überein.
2.6. Sätze mit bat vienokig
Dieses verbindende Wort kommt in einem Satz aus dem Trumpo Budo vor, in dem ein GEGENSATZ zwischen den Satzinhalten mit konzessiver Nuance ausgedrückt wird, vgl.:
Du bestrafst mich für meine vielfältigen Sünden, mit denen ich deine Majestät beleidigt habe: doch immerhin gib mir die Gnade, dass ich deiner großen Barmherzigkeit gedenke (strafe mich wegen meiner vielfältigen Sünden, mit denen ich deine Majestät beleidigt habe, aber dennoch gedenke dabei deiner großen Barmherzigkeit) 14918
Das verbindende Wort der Übersetzung entspricht dem Original.
2.7. Sätze mit bat nei... nei
Mit diesem Konnektor werden in einem zusammengesetzten Satz des Trumpo Budo drei Infinitive miteinander verbunden:
welcher aƀ nufsi-//déįés/ wardú įlpėti nė efmi// wértas/ bat nei įwadinė t// nei minėt(ktore-//gom ia grześny mianować nieł// ieft godźien/ ale ani wzywać/ // ani wſpomináć) 1345–6
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Die Bedeutungsbeziehungen zwischen den Teilsätzen sind vergleichend. Die Übersetzung entspricht wörtlich dem Original.
2.8. Sätze mit Konnektoren, deren Grundlage die Konjunktion bat bildet, drücken vor allem GEGENSÄTZLICHE, seltener andere Bedeutungsbeziehungen aus. Nur selten weicht die Übersetzung vom Original ab – gewöhnlich entspricht der Konjunktion bat das polnische ale; zusammengesetzte Konnektoren werden im Original durch zusammengesetzte Konnektoren wörtlich wiedergegeben.
Ein Vergleich der entsprechenden zusammengesetzten Sätze im Kathechismo und im Trumpo Budo zeigt, dass in letzterem Werk Konnektoren unterschiedlicheren Aufbaus verwendet werden und mehr als ein Drittel davon zusammengesetzt ist. Außerdem unterscheiden sich die Konnektoren zusammengesetzter Sätze im Trumpame Bude in einigen Fällen vom Original: bat entspricht tylko; bat labiau(s) (sogar zweimal) – y ow(s)zem; bat gandžiaus – ale y ow(s)zem.
Der Gebrauch von Adverbien des Komparativs mit der Konjunktion bat hängt nicht immer vom Original ab: Die ursprüngliche Verbindung y ow(s)zem wird recht frei übersetzt. Die Adverbien verstärken und verdeutlichen die gegensätzlichen Beziehungen zwischen den Teilsätzen.
2 LENTELĖ. JUNGIAMŲJŲ ŽODŽIŲ SU JUNGTUKU bat VARTOSENA DK
Konnektoren K TB Insgesamt bat 15 10 25 bat dabar 1 1 bat gandžiaus 1 2 3 bat labiaus 2 2 bat greičiaus 1 1 bat vienokig 1 1 bat nei… nei 1 1 Insgesamt 16 18 34
3. VERBINDENDE WÖRTER MIT DER KONJUNKTION ir
3.1. Sätze mit ir
Die Konjunktion ir verbindet die Satzglieder des zusammengesetzten Satzes sowohl im Kathechisme als auch im Trumpame Bude meist einzeln, z. B.:
tënai bwietė[i]i regill wéida Diewo/ kur yra té-/|wikbęćia mūńń/ ir nùg téná|| rodźés didélne gãlibe ioll Maieltôto. (tám Swięći widzą obli-lćće Bożej gdzie ielt Oyćyzńá|| nábá| y gdzie fią|| więcej okázu-/|lie możność maieftatu jego.) 5020
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Die wechselseitigen Beziehungen der Satzglieder werden in diesen Sätzen durch das im zweiten Satzglied wiederholte (wie auch im Original) gemeinsame Objekt beider Satzglieder verstärkt, z. B.:
Pa-//dūmi ing twirtas rq-//kās tawos ƀwęcęsusios// meilės/ [...] kūną ir dufią māno [...] idānt iūs pataimintumbei // ir iūs garbēlp ir laupelfp// apgreƀt’ teiktūmbeis. (Übergebe in starke Hände/ und deiner heiligsten// Liebe [...] meinen Leib und meine Seele [...] damit du sie segnest/ und sie zu deiner Ehre und// deinem Ruhm zu wenden geruhst.) 1816
Wenn das Subjekt des zweiten Satzglieds mit dem Objekt des ersten Satzglieds übereinstimmt, wird es bei Daukša in manchen Fällen wie auch in der heutigen Sprache ausgelassen (a), in anderen jedoch wiederholt (b):
a) Tawę meldžiu ir iš-//pažįstu/padėk man ir baffiu// išganitas/ pałfįprink ma-//nė ir bufsia apgintas (Ciebie proſę y// wzywam// wf pomóż mią á będę zbawion// wkręp mią/ á będę obronion) 1361, 3
b) Akis wilfų mieleſes Wie-//fpatię/ tawimp turi [á-//wa paduxi/ ir tu dūfi jie-//mus pėna iu/ metū priva-//łomu. (O Cſyń wybytkich miły/ Pá-//nie/ w tobie mają [we vfa-//nie/ á ty im dawał żywność ich// cźalu przyſłonego.) 1828
Die Übersetzung kann in ähnlichen Fällen etwas vom Original abweichen, vgl.:
átmenu qnti dides// miętaƀirdiltes tawo/ ir toi// pati yra/ kuri man’ dūft// drąſibę/ idānt tawęłp priei-//cźę/ kokias nor’ būdamas. (pomnię ná wielkie mi-//łosiędźie twoie/ // á toć ieſt ono// ktore mi dawa śmiałość/ ábym// ku tobie// przyſtapil/ iákiemjekol-//wiek ieſt.) 14920
Üblicherweise stehen die Satzglieder der untersuchten Sätze in einer GEGENSEITIGEN BEZIEHUNG (wie in den zitierten Beispielen). Mitunter drücken Sätze mit der Konjunktion ir jedoch GEGENSÄTZLICHE (a), KAUSALE (b), KONDITIONALE (c) oder KONZESSIVE (d) Bedeutungsbeziehungen aus, vgl.:
a) pawizėk qnti manęs nul-//lidéusio žádinącźio ƀwęto// wardo tawo: ir nē weikék// anti piktūmo māno/ idānt// turētumbei vžmirſti geri-//bes tawo. (weyźry ná mie nedznego grze-//fnika wzywiącego imienia// twego: á nie ręci tak patrzyç/ ná źłość moie/ abys miat zą-//pomnieć twey dobroci.) 14012
b) Tu man tai dawēi/ ir// tawai tai malónei nē ma-//niemụs/ kokiēmụs nūpel-//nāmụs/ arba gimditoiu// many priraƀinėiu (Tyś// mi to dał/ y twoiey to łacę/ nie// moim żadnym// zaſługom ábo// rodzicow moich przyſługuie) 18519
c) Padūk man// patis ławę/ ir pakāks man’// bito. (Poday mi fam fie-//bie/ á doſyć mi ná tym.) 1562
d) Tawęłp ēidawo aklēii // tawęłp kurtinēi/ tawęłp// paralizūimi vžmūſtiēii [...] ir// newienām’ nē įžibótēis (Do ciebie prycho-//dźili ślepi do ciebie głuƀy/ do// ciebie Páraliżem zárążeni [...] á żadnemus’ lįę// niewymowit.) 1535
In Fällen, in denen mit der Konjunktion ir die Pronomen tas/ta/tai verwendet werden, bestehen zwischen den Teilsätzen des Satzgefüges ANFÜGENDE Beziehungen: Im zweiten Teilsatz werden zusätzliche Angaben zum Inhalt des ersten Teilsatzes gemacht oder dieser Inhalt wird bewertet. Solche Sätze Katechchisme
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und Trumpame Bude wurden drei gefunden – mit der pronominalen Form Femininum (a) und der Neutrumform (b), z. B.:
a) wir alle werden geboren// in der Erbsünde// die wir von unseren Eltern// von den ersten Erzeugern// ererbt haben: und diese Sünde wird mit allen// anderen durch die Taufe von// uns genommen (ję wfyłcy rodžimy w// grzechu pierworodnym/ || ktory// mamy zá dźiedźictwo z pier-//wbych rodzicow nábych: A ten// grzech ze wſzytkimi innymi/ by-//wa na krácie odpuſczony) 96₃ b) dass ich mit dir ein Geist werde// und dies durch das innere Einswerden// und die Entflammung brennender Liebe. (abych fię// stał z tobą jednym duchem/ á// to przez takkę wnętrznego źię-//dnoczenia/ y// rolfpynienie palá-//licej miłości.) 160₂₁
Im Original haben 18 zusammengesetzte Sätze mit der Konjunktion ir keine Entsprechung – Kathechisme (13) und Trumpame Bude (5). In weiteren 23 Fällen (17 in Kathechisme und 6 in Trumpame Bude) fehlt im Original die Entsprechung für eines der Verben, z. B.:
die himmlischen Säulen zittern// und beben vor deinen Augen (filary niebieſkie// drżą przed oblicznością two-//ią) 148₁₃
In zwei Fällen wurde in Kathechisme ein untergeordneter Satz des Originals durch einen nebenordnenden übersetzt:
Für einen solchen genügt es, dass er den Wunsch// und Willen hat, sie anzunehmen, und// dies tut, was zu tun gebührt (Tedy dość ná tym/ że ma// chęć y wolą przyiąć ie/ gdy to// czyni/ co ieft winien czynić.) 42₅ M. Wer hat es getan?// A. Unser Herr Jesus Christus// selbst, und er hat es uns auch// gelehrt. (M. A kto gi wcźynił?// V. Pan náſz Jezus Chryſtus// ktory go nas náuczyć raczył.) 48₇
In vier Fällen entsprechen litauischen Konjunktionalsätzen im Trumpame Bude polnische asyndetische Sätze, z. B.:
geh nicht fort von hier, Jesus, und geruhe, bei mir zu bleiben (nie ráči odchodzić// naſtądby Jezu/ ráči zemną zo-//ſtać) 169₈
In einem Fall wurde eine präpositionale Konstruktion des Originals als Teilsatz des Satzgefüges übersetzt:
ich denke über meine eigenen Sünden nach [...] und bereue sie, mit dem Vorsatz, mich zu bessern (rozmyślam grzechy// swoje [...] żałuiąc zá nie/ z vmy-//ſłem polepienia) 68₁₅
Insgesamt haben im Original 33 (36%) litauische zusammengesetzte nebenordnende Sätze mit dem verbindenden Wort ir im Kathechisme und 15 (14%) im Trumpo Budo keine Entsprechung.
Von den verbleibenden 148 Sätzen entspricht die Konjunktion ir im Original am häufigsten y (vgl. die zitierten Sätze, z. B. 50₂₀). In ganzen 44 Fällen (13 von 56 im Kathechisme und 31 von 92 im Trumpame Bude), das heißt bei 29% aller Beispiele, entspricht der Konjunktion ir im Original die Konjunktion a. Polnische Sätze mit a entsprechen nicht nur Sätzen, die GEGENSATZ-, BEDINGUNGS- und KONZESSIONSverhältnisse ausdrücken (vgl. die zuvor zitierten Sätze), sondern auch Sätzen mit REIHENDEN Beziehungen, z. B.:
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Man muss schwören, dass es sich um eine Sache handelt, die wahr und nicht falsch ist, und dass man von ihrem guten und wahren Wesen gewiss weiß (przysiega ma być o rzeczy/ prawdziwą/ ktoraby nie była// fałszywa/ á o ktoreyby pewnie// człowiek wiedział) 7812
In zwei Fällen entspricht dem Bindewort ir, das verneinte Verben verbindet, im Original das Bindewort ani (zwischen einem verneinten und einem bejahten Verb), z. B.:
M. Wie werden wir das siebte Gebot erfüllen, das nicht erlaubt zu stehlen? Mo. Indem wir weder etwas nehmen noch fremdes Gut behalten (M. Jako zachowamy śiodme?// V. Nie biorąc ani trzymając// cudzego) 864
3.2. Sätze mit ir dabar
Das Bindewort ir dabar verwendet Daukša ähnlich wie das paarige Bindewort ne tik … bet ir im heutigen Litauischen. Das Adverb dabar verleiht dem Verhältnis zwischen den Satzgliedern einen KONTRASTIVEN Beiklang, vgl.:
[es kann nämlich geschehen], dass er seinen Herrn, Gott, nicht liebte [...] so wie es seine Pflicht war: ir dabar dass er diese Liebe vielmehr maßlos auf die Geschöpfe und die Nichtigkeiten dieser Welt richtete ([može fįę dáć winien] Jž nie miłował// Púna Bogá fwego [...] iáko byt powinien: y owfem tą// miłość obracał nád miárę ku// tworzeniu y márnościam tę// świátá) 1223 in derselben Schwäche und Nachlässigkeit verharrte, die er von Anfang an hatte, ir dabar und immer wieder zu ihr zurückkehrte. (trwal// w teyže osiębłośći y niedbal-ll(twie ktore miał z przodku: ie-ll[śćę k temu y nazad się wracał.) 1219
In beiden Fällen wich der Übersetzer vom Original ab: Im ersten Satz wurde die Struktur des polnischen Bindeworts beibehalten, die syntaktischen Beziehungen zwischen den Satzteilen wurden jedoch verändert; im zweiten wurde weder die Struktur des Bindeworts noch die des gesamten Satzes beibehalten.
3.3. Sätze mit ir vėl
Die Partikel vėl verleiht dem Satz einen adversativen Beiklang – Sätze mit dem Bindewort ir vėl drücken ähnliche Bedeutungsbeziehungen zwischen den Satzteilen aus wie Sätze mit ir dabar. Die Partikel nimmt im Satzglied die zweite (a) oder dritte (b) Position ein:
a) nützlich und// geeignet, damit unser Herr durch sie// Gesundheit und zeitliche Güter der Welt gebe: und damit// damit wir zur Erkenntnis unserer Sünden// und zur Buße gelangen können. (wazą k temu/ aby nam// przez nie Pan Bog dat zdro-llwie/ y docześne dobrá: y aby-llmy przyfli ku vznaniu grze-llchow y ku pokucie są nie.) 733 b) [Das klingt traurig] Dass er nicht geduldig war// in den widrigen Fällen [...] und dass er wohl sie nicht als aus seiner Hand gegeben erkannte ([Niechay fįę tež vfk arzą já-lltołnie] Jž nie był cierpliwy// w przy-llpadkach przeciwnych [...] á iž też ich nie po-llznał być z rąk jego dáne) 1255
[Die Leute beschuldigten sie], dass sie sie weder unterwiesen noch getadelt oder zurechtgewiesen und sich nicht in jeder Hinsicht um sie gekümmert hätten, wie es nötig gewesen wäre; ir iog wel sie sich auch nicht so um sie gesorgt und gekümmert hätten, wie sie es hätten tun sollen. ([Niechay fįę [powiąda] iż ich nie nauczali/ nie karáli/ // nie opátrowali we wßytkim// iáko było// potrzebá: á iż też nie// mieli tey pieczy y staránia o// nich iáko byli powinni.) 1301
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Direkt nach der Konjunktion *ir* verwendet, syntaktisch jedoch nicht mit der Konjunktion, sondern mit anderen Wörtern (einem Adverb oder Verb) verbunden, übernimmt das Partikel *vėl* erneut keine verbindende Funktion zwischen den Teilsätzen und gehört nicht zum verbindenden Ausdruck, vgl.:
… und wir sollten uns der Qualen und des Sterbens unseres Herrn Jesus Christus noch häufiger erinnern. (die Schuld wurde uns auferlegt, damit sie zur Ehre und zum Ruhm Gottes gereiche.) 18 …, weil er nicht geschaffen hat und auch nicht wieder alle Dinge vernichten wird. (alles aus dem Nichts erschaffen und in Nichts verwandeln, alle Dinge.) 2919
Ebenso bilden die mit dem Verb syntaktisch verbundenen Partikel *vėl* und *atpenč* keine Konjunktion mit *ir*, vgl.:
O wie oft bin ich schon durch deine große Barmherzigkeit aus dem schrecklichen Schlund der verfluchten Sünde herausgerissen worden: und wieder … bin ich selbst, der Elende, so oft in den Abgrund gefallen. (O wie oft bin ich durch deine große Güte aus den Klauen des schrecklichen, schändlichen Verbrechens gerissen worden: und ebenso oft bin ich selbst, der Elende, wieder in den Abgrund gefallen.) 14415–16
3.4. Sätze mit *ir drauge*
Das Adverb *drauge* verleiht den Beziehungen zwischen den Teilsätzen eine adversative Nuance, vgl.:
M. Was ist also die Messe? V. Sie ist ein wahres Gedenken und eine Vergegenwärtigung des Lebens, des Leidens und des Sterbens unseres Herrn Jesus Christus: *ir drauge* ist ein Opfer, bei dem Christus, der Herr, geopfert wird. (M. Was ist die Messe? V. Sie ist ein wahres Gedenken und eine Vergegenwärtigung des Lebens, des Leidens und des Sterbens unseres Herrn Jesus Christus: und zugleich ist es ein Opfer, bei dem eben dieser Christus, der Herr, geopfert wird.) 9914
3.5. Sätze mit *ir labiaus*
Das Adverb *labiaus* verleiht den Beziehungen zwischen den Teilsätzen, ähnlich wie die Partikel *dabar, vėl*, einen adversativen Charakter, z. B.:
… als jene arme Frau […] sich näherte […] und sie dann sanft und freundlich ansprach (damit er sie nicht erzürne), die elende Frau […] sich näherte […] und vielmehrsie tröstete und bestärkte, indem er sprach) 1525
Im Original entspricht *ir labiaus* in beiden Fällen der Konjunktion *y owszem(es).*
3.6. Sätze mit und todrin(ag)
Mit zusammengesetzten Sätzen mit dem Verbindungswort ir todrin(ag) werden KAUSAL-Beziehungen ausgedrückt, z. B.:
Das sind nämlich die Ursache und der Kopf anderer Sünden und Verfehlungen/ und// tôdrin werden sie Hauptsünden genannt (Ktore są przyczyną y głową in-//nych grzechow/ á przeṭoź ie tęź// głownymi zowią) 9114–15
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Die Entsprechungen der untersuchten Sätze im Original sind recht vielfältig: In zwei Fällen stehen Sätze mit dem Verbindungswort a dlatego (a), in zwei weiteren Fällen a przeto (ž) (siehe den bereits zitierten Satz 9114–15), und in einem Fall dlatego (b):
a) M. Wie bewahren wir die Keuschheit?// Sch. Indem wir keine fremde// Frau und auch keine andere// Unzucht begehren: und daher die Augen abwenden und andere Verführungen meiden (M. Jako žachowamy dźie-// wigę?// V. Nie żądając cudzej żony // áni żadney inney nie wśćiwo-//śći: á deshalb ist es gut, die Augen abzuwenden und andere Fälle zu meiden) 8714 b) dass es heißt, er habe nicht, was er sich bisweilen geben könnte, unddeshalb geschieht es (daher kommt es, dass// sie nichts haben, woraus// sie ihre Schuld hätten// begleichen können, deshalb verschwenden sie also übermäßig.) 1161–2
Zu beachten ist, dass in allen Fällen außer dem letzten die Grundlage der verbindenden Wörter im Original die Konjunktion a bildet und nicht y.
3.7. Sätze mit und deshalb
Das Verbindungswort und deshalb verwendet Daukša ebenso wie ir todrin in einem Satz, der KAUSAL-Beziehungen ausdrückt; vgl.:
solchen fällt es nicht leichter, ihre eigene Natur zu ändern als einem Mohren, seine Schwärze zu ändern: Und deshalb ermahnen wir die lieben Eltern, ihre Kinder zu einer solchen Übung [...] anzuhalten (nie mniey// im trudno zwycžay fwoły// njižli Murzynowi czar-//ność [wq odmienić. A// przeto mite rodzice nápo// minamy/ aby dzieci [we]l do takowego ćwiczenia [...] wiedli) 71–2
3.8. Sätze mit und so
Die Konjunktion und bildet mit dem Adverb so in KAUSALSÄTZEN ein verbindendes Wort, z. B.:
weder an Art noch an Gesundheit, die du auf Erden hattest [...]: und so glaube ich nur, und ich gedenke dessen, indem ich jene anrufe, die du damals angerufen hast. (nicht einen Wechsel der Ordnung zu versuchen, die du auf Erden hattest [...]: und so glaube ich dass ich nun aus dem Himmel jene anzurufen wage, die du damals angerufen hast.) 1511
In Fällen, in denen durch einen Satz mit der Konjunktion und additive Beziehungen ausgedrückt werden, gehört das Adverb nicht zum verbindenden Ausdruck (siehe 3.1.).
3.9. Sätze mit und … und wieder
Mit der paarigen Konjunktion und … und wieder werden Verben verbunden, die im Katechismus als gleichrangige Prädikate auftreten:
[Die lässliche Sünde] macht den Menschen zur Anhäufung von Sünden [...] und bereitet die Gelegenheit zur Sünde, und wieder [bahnt den Weg zur Todsünde. ([Die lässliche Sünde] macht den Menschen träge [...] und verdient zeitliche Bestrafung und bereitet den Weg zur Todsünde.) 934–6
Die Bedeutungsbeziehungen zwischen den verbundenen Satzteilen sind koordinativ. Und wird im zweiten Teil der paarigen Konjunktion vermutlich aus stilistischen Gründen als Synonym für „wie“ verwendet. In derselben
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In dieser Position wird wie auch in anderen Fällen bei Daukša die Konjunktion ir verwendet (vgl. 1820 und 737, Sätze mit ir sowie Beispiele mit ir... ir). Das verbindende Wort ir... bei entspricht wiederum der paarigen Konjunktion y... y des Originals. Auch die Bedeutungsrelationen zwischen den Teilsätzen sind im Original vergleichend.
3.10. Sätze mit ir… ir
Mit Sätzen mit der wiederholten Konjunktion ir… ir werden vergleichende Relationen ausgedrückt. Mit dieser Konjunktion werden gleichartige finite Verben (a), Infinitive (b) und Nebensätze (c) verbunden, z. B.:
a) vžmuša/ ir nu-llmarina dūfį/ ir daro tái// iog átima lveikátą/ ir gi-llwátą ios (žábija dubęl y čynil šell ona tráći šywot lwoy)9212, 13
b) pridė-llra lėrget’ akis/ ir wągfti// kitų priepūtų/ drin’ aplau-llgoiimo birdės: ir tėkėt’ mat-ll dúmp (dobrze ieft ltrzędsll ocju/ y wiarować fię innychll przypadkow/ dla vstrzęsienia// lercá: y viékać fię do modli-lltwy)8715, 17
c) Wir müssen uns bemühen, die Werke Christi, des Herrn, des Erlösers, nachzuahmen, von dem ihr auch den Namen habt und der euch eine so große Gnade zu erweisen geruht hat.156
Im letztgenannten Fall steht der erste Teil der Konjunktion nach einer Präpositionalphrase mit Relativpronomen (wie auch im Original).
Von sieben Sätzen mit der Konjunktion ir… ir haben zwei kein Original:
M. Kodrin wadini// świętą// Mo. [...] jog wel amžinái// weli// ir waldžioię/ ir tái-llło Dwałlia świętaia. 40,
bitie wilfi Diewoll atližada// ir prilłoia wętnópl// ir vž Wießpaty fau ápłūri. 777, 8
In zwei Fällen entspricht ir… ir der paarigen Konjunktion y… y (156 und 8715, 17; siehe oben). In zwei weiteren Fällen ist die Konjunktion im Original einfach y, z. B.:
dawéi idąnt// nufsidėiueis nalrais ma-llnais palitėčtie tawė/ ir pri-llimczie/ ir walgiczie. (dozwoliłeś abych// ię ciebie grzębnymi mymi vfty// dotykał/ przyimował w ię yll pożywał.) 17111, 12
In einem Fall entspricht ir… ir dem a… y des Originals:
Dūna mūłłu wilfu dienų// dūd’ mumus fią dieną.// Jr attáid’ mūmus mūł-llu kaltės [...] Jr nė wėd’ mūłłu ing pa-llgindima. (Chleb nás powsedni dayll nam dźisia.// A odpuść nam naše winy [...] Y nie wodź nas na poku-llfęnie.) 465, 9
3.11. Nach der Untersuchung zusammengesetzter Sätze mit Konnektoren, deren Grundlage die Konjunktion ir bildet, ist auf folgende Besonderheiten hinzuweisen:
Mit der Konjunktion ir übersetzte Daukša nicht nur die Konjunktion des Originals y, sondern recht häufig auch a, die in Sätzen verwendet wird, welche vergleichende, adversative, kausale und konditionale Beziehungen ausdrücken. Diese Übersetzung spiegelt vermutlich die damaligen Unterschiede im Gebrauch verbindender Konjunktionen im Litauischen und Polnischen wider.
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Mit Sätzen mit dem einfachen Konnektor ir drückt Daukša, wie auch in der heutigen Sprache, gewöhnlich vergleichende Beziehungen zwischen den Satzgliedern aus; adversative, konzessive, kausale, konditionale oder nachtragende Beziehungen werden damit weitaus seltener ausgedrückt.
Mit zusammengesetzten Konnektoren war der Übersetzer bestrebt, die Struktur der Konnektoren des Originals und die semantischen Beziehungen zwischen den Satzgliedern genauer wiederzugeben: Kausale Beziehungen werden durch Sätze mit den Konnektoren ir todin(ag), ir dėl to (Einzelfall), ir teip (Einzelfall) ausgedrückt; adversative Beziehungen werden mit den Konnektoren ir dabar, ir labiaus (Einzelfall), ir drauge, ir vėl ausgedrückt. Die Vielfalt der zusammengesetzten Konnektoren in Daukšas Übersetzungen zeugt davon, dass ihr Gebrauch noch nicht gefestigt war. Obwohl zusammengesetzte Konnektoren relativ selten verwendet werden (elfmal seltener als das einfache ir) und vom Original abhängen, spiegeln sie dennoch die Tendenz wider, Bedeutungsnuancen von Beziehungen mit spezialisierten Konjunktionen auszudrücken.
Der Gebrauch von Konnektoren mit der Konjunktion ir unterscheidet sich in Katechisme und Trumpame Bude nur geringfügig.
TABELLE 3. GEBRAUCH VON KONNEKTOREN MIT DER KONJUNKTION ir IM DK
Konnektoren | K | TB | Insgesamt
ir | 91 | 108 | 193
ir dabar | 2 | 2
ir vėl | 1 | 2 | 3
ir drauge | 1 | 1
ir labiaus | 2 | 2
ir tod rin(ag) | 2 | 3 | 5
ir dėl to | 1 | 1
ir teip | 1 | 1
ir… bei vėl | 1 | 1
und… und | 6 | 1 | 7
Insgesamt | 113 | 119 | 232
4. VERKNÜPFENDE WÖRTER MIT DER KONJUNKTION nei
4.1. Sätze mit nei
Die Konjunktion nei wird gewöhnlich nach einem negativen und vor einem positiven Teilsatz eines zusammengesetzten Satzes verwendet, z. B.:
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deine Ermahnung und Eingebung zum Guten habe ich oft weder befolgt noch nachgeahmt. (deiner Ermahnung und Eingebung zum Guten habe ich oft nicht gehorcht noch sie befolgt.)1878
Nur in einem Fall verbindet es zwei negative Verbformen:
Wie werden wir das Gebot erfüllen, das zu stehlen verbietet? [...] weder dem Besitz eines anderen Schaden zufügen noch ihn in irgendeiner Weise betrügen oder einem anderen Schaden zufügen. (Wie werden wir das siebte Gebot halten? [...] weder jemandem an seinen Sachen Schaden zufügen noch aus irgendeinem Grund jemanden dazu verleiten, einem anderen Schaden zuzufügen.)8610
Sätze mit dem verknüpfenden Wort nei drücken in allen Fällen nebenordnende Beziehungen zwischen den Teilsätzen aus, vgl.:
[Auch wenn du dich bitter beklagst], falls er sie [...] nicht erkannte, dass sie aus seiner Hand zu seinem Besten gegeben waren, noch ihm dafür dankte. ([Lass ihn sich auch bitter beklagen], wenn er [...] nicht erkannte, dass sie aus seiner Hand zu seinem Besten gegeben waren, noch ihm dafür dankte.)1257
Im Original entspricht dem verknüpfenden Wort nei in acht Fällen die einfache Konjunktion ani (zum Beispiel im zitierten 1878 Satz), die nach negativen und vor positiven Teilsätzen verwendet wird. In zwei Fällen (in den zuvor zitierten Sätzen 8610 und 8514) wurde im Original die wiederholte Konjunktion ani... ani: verwendet.
M. Welche Arznei müssen wir anwenden, um dieses Gebot zu halten? [...] weder unanständige Bücher lesen noch unanständige Worte sprechen oder Lieder singen. (M. Welche Arznei sollen wir anwenden, um dieses Gebot zu halten? [...] keine unanständigen Bücher lesen, keine unanständigen Worte sprechen noch unanständige Lieder singen.)8514
8610 Im Satz steht der erste Teil der Konjunktion ani… ani bei einem positiven, der zweite bei einem negativen Verb, während im Satz 8514 beide Teile mit positiven Teilsätzen verwendet werden. Einem litauischen Satz mit nei entspricht im Original ein Satz ohne Konjunktion:
Wie werden wir das Gebot erfüllen, das verbietet, zu töten? [...] weder den Nächsten verleumden noch Unwahrheit sprechen. (Wie werden wir das fünfte Gebot halten? [...] den Nächsten nicht verleumden und keine Unwahrheit sprechen.)875
4.2. Sätze mit nei vēl
Sätze mit dem verbindenden Wort nei vēl drücken gewöhnlich ein vergleichendes Verhältnis zwischen den Satzgliedern aus, z. B.:
M. Wie werden wir das zehnte Gebot erfüllen? Mo. Indem wir weder nach Besitz noch nach irgendeiner Sache des Nächsten verlangen und uns weder auf ungebührliche Weise verhalten noch sein Gut beneiden. (M. Jako zachowamy dźię-// śiąte?// V. Nie żądájąć maiętności// áni żadney rzeczy bliźniego/ nie// ſłubnym obycźáiem: áni mu zay-//rzą dobrá iego.)883
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In einigen Fällen hängen die ausgeprägten entgegenstellenden Beziehungen zwischen den Satzteilen von deren lexikalischer Zusammensetzung ab, vgl.:
Gott als Gott hat niemals dem Tod nachgegeben noch gelitten. 3420 M. Was sollen die guten Eltern für ihre Söhne tun? Mo. Sie sollen sie großziehen und lehren, die Furcht Gottes zu achten, sie zum Lernen anhalten und sie weder vernachlässigen noch verwöhnen (M. Coż maįą cžyníč dobry oy-//cowie ȝ łyny fwemi?// V. Maįą, ie včyȝy/ yʃpráwo-//wáč: ani nábyti karȝą/ áni ná-//ȝbyt rołpłebéłąic) 836
Die postpositionale Partikel vėl verstärkt lediglich die Beziehungen zwischen den gleichordnenden oder entgegenstellenden Satzteilen, ändert aber nicht deren Charakter. Das Bindewort weder … noch korreliert mit der Negation im ersten Satzteil und entspricht der in Daukšas zusammengesetzten Sätzen nicht verwendeten wiederholten Konjunktion weder … noch (vgl. im Original ani … ani). Ein litauischer Satz mit diesem Bindewort hat kein Gegenstück im Original (3420). Die übrigen litauischen Sätze entsprechen Originalsätzen mit der einfachen Konjunktion ani (883), der wiederholten Konjunktion ani … ani (836) und – nur in einem Fall – einem Satz mit ani teȝ:
nė prieiol// top Sakramentop/lu tokiu// prisigatavimu/ nei wel// padarė tokio pafirgebenimo// pérninkėiime sietos fa-//wós/ kaip būwo/ kátas. (nie przybedł do// tego Sákramentu ȝ taką przy-//prawą/ áni teȝ včynit takiey// pilność w rozbierániu fumne-//nia fwoiego/ jako był powinien.) 1203
4.3. Die Untersuchung zusammengesetzter Sätze mit Konnektoren, deren Grundlage die Konjunktion nei bildet, verdeutlicht die verstärkende Funktion der Partikel vėl sowie bestimmte Unterschiede zwischen den untersuchten Werken: Die entsprechenden Sätze im Katechismo übersetzte Daukša freier – die wiederholten Konjunktionen des Originals werden durch einfache ersetzt; die litauische postpositive Partikel hat im Original keine Entsprechung.
TABELLE 4. GEBRAUCH DER KONNEKTOREN MIT DER KONJUNKTION nei IM DK
Konnektoren K TB Insgesamt nei 5 6 11 nei vėl 3 1 4 Insgesamt 8 7 15
5. JUNGIAMIEJI ŽODŽIAI SU JUNGTUKU o
5.1. Sätze mit o Zusammengesetzte Sätze mit der alleinstehenden Konjunktion o drücken am häufigsten GRETINAMIEJI Beziehungen zwischen den Satzgliedern aus, z. B.:
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mitek// Wiéßpaty Diewą qnt’ wil-//ło/ o ąrtimg kaip̂ paty fa-//wę (mihy Paną// Boga náde wßytko/ á bliźnie-//go iáko fam siebie) 8811
Die Verwendung von Sätzen mit der Konjunktion o zum Ausdruck von Gleichordnungsbeziehungen in den untersuchten Werken stimmt nicht mit dem heutigen Sprachgebrauch überein: Daukša verwendet sie auch in Fällen, in denen heute üblicherweise Sätze mit der Konjunktion ir stehen (vgl. Ambrazas, Hrsg. 1994: 568, 702), z. B.:
Wende mich zurück//, Herr [der Zorn], und zürne nicht// länger gegen mich. (Kehre zu mir zurück,// Herr, und zürne [mir] nicht.) 138.11 Bemüht euch [ihr [...] damit ihr// aus der Zahl der Guten// und seiner Erwählten seid// und damit ihr nicht geratet// in die ewigen Qualen// der Hölle. (Bemüht euch, ihr [Jünglinge [...], damit ihr zu der Zahl// jener Guten und seiner Erwählten gehört// und damit ihr nicht in die Höllenqualen// geratet.) 448 Seelen, die in der Gnade Gottes sterben / und nicht genug getan haben// für ihre Sünden, gemäß dem Willen (Seelen, die in// Gottes Gnade sterben und nicht genug// für ihre Sünden getan haben, gemäß ihrem// Willen) 439
Die Verwendung von Sätzen mit der Konjunktion o lässt sich nicht allein durch den Einfluss des Polnischen erklären, denn nicht alle haben eine Vorlage. Zum Beispiel hat dieser Satz Daukšas keine Vorlage:
iißlái futwére ir// padáre žémę/ ir wiłła kita// kas yrą ant žémes [...] o ne tiektaí futwére// ir padáre/ bet dábar qntł// to prikúpia/ apwéizdi/ rú-//pinas [...] tú wiłła 318
Seltener werden mit Sätzen mit der Konjunktion o GEGENSÄTZLICHE Beziehungen zwischen den Satzgliedern ausgedrückt, z. B.:
aß tawip̂ giwenú/ o fa-//wíp mirßtu: tawip̂ paté-//kú/ o fawî prafókftu (ia w tobie żywię// a w tobie vmieram: w tobie// trwam/ á w tobie przemijam) 1691, 3
GEGENSÄTZLICHE Beziehungen hängen, wie das zitierte Beispiel zeigt, von der lexikalischen Zusammensetzung der Satzglieder ab – von den darin verwendeten Antonymen: ich lebe: ich sterbe, ich gelange: ich gehe zugrunde. Vgl. außerdem:
Sunís Diewo daguia/ nė// túri mótinos: o žémė te-//wo. (Syn Božy ná niebie nie-//ma máłki: á ná ziemi nie ma// Oyca.) 3313
Gelegentlich kennzeichnen Sätze mit der Konjunktion o KAUSAL- (a) oder KONDITIONALbeziehungen (b), z. B.:
a) du klüger [süße Labsal der Seele [...] Wer dich würdig empfängt, wird Teilhaber und Erbe der ewigen Herrlichkeit sein. (ty ieft// [łodkie pośilenie dufę moiey// [...]: á ktoryby cię godnie po-//żywał/ vcželtnikiem y dźiedźi-//cem// będźie wiecznej chwały.) 15622 b) Kommt zu mir,12die ihr ermattet und beladen seid, so werde ich euch Ruhe geben. (Podź-//ćie do mnie wßyscy wy/ ktorzy-//ście tę wypracowáli/ y vciąženi // ieftėście/ á ia wam dam ochło-//dę.) 150
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Von allen untersuchten Sätzen Daukšas mit der Konjunktion o haben nur zwei kein Original. In allen Fällen, in denen ein Original vorliegt, entsprechen den Sätzen mit o polnische Sätze mit der Konjunktion a.
Unmittelbar auf die Konjunktion o kann das Adverb teip(o) folgen, das mit dem gesamten ersten Satzglied oder dessen Prädikatsgruppe korreliert. Solche Sätze kennzeichnen NACHGETRAGENE Beziehungen zwischen Satzgliedern. In diesen Sätzen behält das Adverb seine allgemeine Bedeutung als Modalbestimmung bei und bildet mit der Konjunktion keine eigenständige syntaktische Einheit, vgl.:
nūdemės nu-//mazgótų/ ir ištrauktų išg// rąkų priešininkų mūſų [...] o// teip išgelbėtų/ ir atpirtkų// mūs krauiu fáwų ɓwęcźeu-//ſiu (naſ// ociyścili// z grzechow náſych/)// wyrwat nas z rąk nieprzyia-//ćieł náſych [...] á ták odkupit nas fwo-//ią kwią nadrożſzą) 34₃
dū-//ſtis mūmus malóne Diewo// [u wilſomis gamtomis/ o// teip támpamē lunumus/ ir/ téwainieis ámžinos giwá-//tos. (by-//wa nam dána táłká ӡe wßytki-//mi cnotámi: á ták ſławamy ſię// łynmi y dźiedźicámi wiecźnego// żywotá.) 96₇
Im Original wurde in all diesen Fällen die Konjunktion a verwendet, auf die das Adverb tak folgt. In der heutigen Standardsprache entsprechen solchen Sätzen Sätze mit der Konjunktion ir, auf die das Adverb taip oder die synonyme Verbindung auf diese Weise folgt; in der Grammatik der heutigen litauischen Sprache werden ähnliche Sätze als PAŽYMIMAISIAI (kennzeichnende) betrachtet (vgl. Ambrazas, red. 1994: 720).
In Fällen, in denen das Adverb seine lexikalische Bedeutung teilweise eingebüßt hat, bildet es mit der Konjunktion eine eigenständige syntaktische Einheit – das Konnektiv o teip(o) (siehe unten).
In einigen Fällen verwendete Daukša nach der Konjunktion das Pronomen tai, das mit der Prädikatsgruppe des ersten Satzglieds korreliert. Auch mit solchen Sätzen werden NACHGETRAGENE Beziehungen zwischen Satzgliedern ausgedrückt:
Yra Jėſus Chriſtus gel-//betóies mūſų/ [u dūbia/ ir [u// kūnu/ ir [u dèiwiltę [...] o tai// teip po paweikſtù dūnos/ // kaip ir wino (Jezuſ Chryſtus zbáwićiel// naſ// z dubaſ y z ciałem/ y z Bo-//ſtwem [...]: a to tak pod obłobą chlebá/ iá-//ko y winá) 98₁₃
Jneiei ing iſćia Mer-//gos ɓwęcźęſios Mótinos// tawós/ o tū kaip ią iškėłai// nē išžbłomofń garbēfį (Wſbełēs w// żywot Pánieńki naświętey// mátki twe y) á tak iákos ią pod-//niołſku niewymownęy chwalę) 164₅.
Die Originale der zitierten Beispiele unterscheiden sich: Im ersten steht, wie auch in der Übersetzung, ein Pronomen im Neutrum, im zweiten hingegen ein Adverb.
In einigen weiteren Fällen dient das nach der Konjunktion verwendete Pronomen als Attribut zu verbalen Substantiven, die finite Formen des ersten Satzglieds wiederholen, z. B.:
O láimi lábai tai yra// širdis/ ir pałáiminta dūbia// kuri tawę Wießpati Diewą// fawq/ nupėłno priimt o ta-//mė priemimę/ dwałiſką linx-//miƀę būt papildita (O ɓcźeśliwy vmyſł/ y błogo-//ſławiona dubaſ/ ktora ciebie// Páná Bogá fwego záſługuie// nabożnie przyiąć/ á w tym przy-//jęciu/ duchownymwěłelem być// nápěłniona?) 157₁₃
Auch mit solchen Sätzen werden NACHGETRAGENE Beziehungen ausgedrückt. Die Struktur der Sätze im Original und in der Übersetzung stimmt überein.
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5.2. Sätze mit der Partikel wieder
In drei Sätzen des Trumpo Budo steht an dritter Stelle im zweiten Teilsatz die Partikel wieder, die zusammen mit der Konjunktion eine verbindende Funktion zwischen den Teilsätzen übernimmt und die durch die Sätze ausgedrückten adversativen Beziehungen verstärkt, zum Beispiel:
tókie iš mātones Die-//wo tokiolñ nūdėmelñ/ prasiradimo (kurės// pāļākem’) nė impul-//dinėja. O tu vel kitų// nė pažīta (tācy sā tālka// Bojų w takie grzechy do-//puśczenia (kto relmy po-//wiedžieli) nie wpadaią.// A tych zaś drugich nie// znajq) 11515
Ein solcher Gebrauch der Partikel wieder ist für die heutige Standardsprache untypisch. In all diesen Fällen richtet sich wieder nach dem Original: Dort steht an dritter Stelle im zweiten Teilsatz die Partikel zaś.
5.3. Sätze mit und mehr
Im Kathechisme findet sich ein zusammengesetzter Satz mit dem verbindenden Wort o daugiau. Damit werden nebengeordnete Beziehungen ausgedrückt:
M. Ką įſmanáí per// tūs žodžius// Tikiu// ing Diewą Tewą. // Mo. Jſſmanáu// iog tikėda-//mi turime ij mibėti. O dau-//geus iog wilſs kitūs dái-//ktus faugodami ir io ƀwe-//tiálius prīlakimus ir bewe-//lliti numirt neg ij pajėſt ku-//rime dáikte. 2722–281
Das verbindende Wort wird in diesem Satz als eigenständige syntaktische Einheit verwendet. Die Komparativform des Adverbs ist erstarrt. Das Adverb verändert nicht die Art der Bedeutungsbeziehungen im Satz, sondern verstärkt lediglich die syntaktische Funktion der Konjunktion. Aufbau und Funktion des verbindenden Wortes ähneln denen der verbindenden Wörter bat gandžiaus, ir labiaus. Im Original steht dieser Satz nicht.
5.4. Sätze mit o, insbesondere
In zwei Sätzen des Kathechismo folgt unmittelbar auf die Konjunktion o das Adverb ypačiai. Beide Sätze drücken eine Ausnahme aus, z. B.:
M. Und was sollen wir tun// um dieses Zeichen zu machen?// [...] wenn wir uns in irgendeiner Not befinden// oder Gefahr/ besonders aber wenn wir uns erheben// und niederknien (M. A kiedýž mamy vžywać zná-//mienia krzyża świętego?// [...] gdy lie náydúemy w ia-//kiey potřebie: á ofobliwie w-//ftáiąc y kładąc łię) 187 M. Was versteht man unter// dem Glauben?// Mo. Alles, was die Kirche// glaubt und bekennt [...] die römische Kirche: und// besonders, was im Glaubensbekenntnis der Apostel// eingeschlossen ist. (M. Což rozumieſz przez wiarę?// V. Wſbytko co trzyma á wierzył [...] kościół Rzymſki: á ofo-//bliwie/ to co ſię w Kredzie zá-//myka.) 2216
In beiden Fällen entspricht die Übersetzung dem Original: Das Adverb ypač ist mit a übersetzt, das mit der Konjunktion osobliwie einhergeht.
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5.5. Sätze mit o teip(o)
Im Kathechisme ir Trumpame Bude finden sich einige Sätze, in denen das auf die Konjunktion o folgende Adverb teip(o) eine eigenständige syntaktische Einheit bildet – ein Konnektor. Das Adverb hat in diesen Sätzen seine modale Bedeutung verloren und wird zusammen mit der Konjunktion zur Bezeichnung von KAUSALEN Beziehungen verwendet, vgl.:
M. Was ist die Messe?// Mo. Es ist ein Gedächtnis [...] und zugleich ein Opfer,// bei dem Christus, der Herr, geopfert wird [...] O// teip muss man der Messe// mit großer Andacht// und Ehrfurcht beiwohnen. (M. A coź ieft Mβa? // V. Jeft pāmįtka [...] y źárażem ieft ofiá-//rá/ w ktorey ofiárują tegoj// Chryftufá Pána [...] á tāk trzęba przy niey// być z wielką pilnośćią/ y wćći-//wośćią.) 9917 Du musst nun auch mit ganzer Seele// und all deinen Kräften [...] o teip// kannst du gegen die Ordnung sündigen (Ma tęj// ieβcje y duchá ze wβytkimi śiłámi fwo-// // imi [...] á tāk moje grzęβyć/ przećiw po-// rządkowi) 12611
Das alleinstehende Adverb teip hat in den untersuchten Werken Daukšas keine kausale Bedeutung. Die Konnektoren *o todrin oder *o dėl to, die dem formalen Ausdruck der polnischen Konnektoren a dlatego, a przetoż am genauesten entsprächen, verwendet Daukša nicht. Der Konnektor o teip wird in den zitierten Beispielen als Synonym für ir teip, und todrin, und dėl to verwendet. Der entsprechende polnische Konnektor a tak, den Daukša mit o teip übersetzt, ist in diesen Fällen ebenfalls synonym zu den Konnektoren a dlatego, a przetoż. Dies lässt vermuten, dass der Gebrauch des Konnektors o teip in Daukšas Übersetzung unmittelbar vom Original abhängt.
5.6. Zusammenfassend lassen sich aus der Übersicht über die Sätze mit Konnektoren, deren Grundlage die Konjunktion o bildet, folgende Schlussfolgerungen ziehen:
In diesen Sätzen werden vor allem vergleichende Beziehungen zwischen den Satzgliedern ausgedrückt. Darüber hinaus können sie adversative, ausschließende, kausale, konditionale und ergänzende Beziehungen kennzeichnen;
Die Konjunktion o entspricht in den untersuchten Werken Daukšas stets der Konjunktion des Originals a. Ihr ziemlich häufiger Gebrauch anstelle der Konjunktion und, der für die heutige Standardsprache untypisch ist, lässt sich nicht allein durch den Einfluss des Originals erklären;
Die mit der Konjunktion verwendeten postpositiven Partikeln verstärken und präzisieren die Bedeutungsbeziehungen zwischen den Satzgliedern des zusammengesetzten Satzes; in allen Fällen haben sie Entsprechungen im Original;
Das spezialisierte Konnektiv o daugi aus, das ähnlich wie bat gandžius, und labiaus verwendet wird, könnte für die damalige Umgangssprache charakteristisch sein;
o teip wird als Synonym der Konnektoren ir teip, ir todrin, ir dėl to verwendet und hängt unmittelbar vom Original ab.
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5 LENTELĖ. JUNGIAMIEJI ŽODŽIAI SU JUNGTUKU o DK
Konnektoren
K
TB
Insgesamt
o
19
34
53
und wieder
3
3
und mehr
1
1
und besonders
2
2
und so (o)
1
1
2
Insgesamt
23
38
61
6. VERBINDENDES WORT jedoch
Die Konjunktion jedoch verwendete Daukša nur in einem einzigen zusammengesetzten Satz des Kurzen Būdas. Damit werden Zustände bezeichnende Partizipien verbunden:
rąką išgāni-//toio mano/ būdamas teip// tūlus kartas palietas/ || ilgą taczeu/ liūmtas/ an-//tru kartu mirštu. (reka žbāwi-//cielā mego bedaę tak wiele rā-//zow dotkniony/ chorobą przed//ię zdjęty drugi raz umieram.) 1438
Die Beziehungen zwischen den Satzgliedern sind GEGENSÄTZLICH. Das Bindewort steht an zweiter Stelle im Satzglied. Im Original entspricht ihm die Konstruktion przed się.
TABELLE 6. GEBRAUCH DES VERBINDENDEN WORTES jedoch IM DK
Verbindendes Wort
K
TB
Insgesamt
jedoch
1
1
7. DAS VERBINDENDE WORT tad(a(g))
Tad(a) wird von Daukša nicht am Anfang des zweiten Satzglieds wie andere verbindende Wörter verwendet, sondern an zweiter (a) oder dritter (b) Stelle, die für Partikeln und nicht für Konjunktionen typisch ist. Dennoch gilt es als verbindendes Wort, da es eine verbindende Funktion zwischen den Satzgliedern erfüllt, vgl.:
a) Zu dir kamen die Blinden || zu dir die Tauben/ zu dir// die vom Schlag Getroffenen/ zu dir die// vom Teufel Besessenen/ und// keiner war ohne Makel. Zu dir// also komme auch ich, elend// und erschöpft, heran (Do ciebie przycho-//dźili ślepi/ do ciebie głuchy/ do// ciebie Paraliżem zarażeni/ do// ciebie opętani/ a żadnemus łie// niewomowit. Do ciebie tedyy// ia grzebny a nędzny przystępu-//ię) 153 1537
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Du kannst mehr vergeben// als ich jemals zurückzahlen// kann. Verstoße mich also nicht,// lieber Herr, aus deiner Gnade// (więcey// ty mozęfó odpúścić/ niżli fę ią// moge dopúścić. Nie odrzu-//cayże mię tedy miły Panie od// talki twey) 13712
In Sätzen mit dieser Konjunktion werden meist KAUSALe Bedeutungsbeziehungen ausgedrückt (wie im letzten Beispiel). In einigen Fällen werden ausgeprägte Beziehungen zwischen BEHAUPTUNG und SCHLUSSFOLGERUNG als deren Variante betrachtet, vgl.:
alle Sünden// mögen beliebig sein,// die begangen werden/ sie// geschehen auf eine// von jenen zwei Weisen [...] Zwischen jenen// also zwei Weisen der Sün-//den ist eine in der Tat// (wßytkie grzechy// ktorekolwiek bywáia// po-//pethione) dźieia fę ieany-//obyčáiem ź tych dwu [...] Miedsyll tym also nach zwei Weisen ge-// [von beiden Sünden ist eine in der Tat zu begehen) 11413
Mit Sätzen mit tad(a) können auch BEDINGUNGS-Beziehungen bezeichnet werden, z. B.:
Augfężeuliei Sera-//phinai [...] darós ma-//žėuleis drugėleis po akim// tawo. Wie doch dann jedoch die Füße der Jungfrau ich zu dir zu kommen wage (wenn ich die Seraphim [...] erblicke, wie Schmetterlinge bei deiner Gegenwart. Wie sollte ich also als armseliges und nichtiges Geschöpf wagen, zu dir zu treten) 14819
In den Fällen, in denen Sätze die allgemeinsten NACHBAR- oder ZEIT-Beziehungen ausdrücken, erfüllt tad(a) die Funktion einer Partikel und nicht die einer Konjunktion, z. B.:
Er kann alle Sünden und Nachlässigkeiten hinzufügen, die aus dem Stand oder Amt hervorgehen [...] Nachdem er also ein solches Bekenntnis abgelegt hat, möge er es beenden (przydać mo-//że wßytkie grzechy y niedbal-//stwa/ ktore pochodzą z fłanu// abo z wrzędu [...] Dokonawßy tedy tey tákiey játło-//by ná fę/ niechayże zákonczy) 13111
Die längere Form der Konjunktion tada ist nur in einem Satz verwendet worden:
ich wollte mein Herz entblößen / im Sakrament des Bräutigams gegenüber der Braut / und es mir so zeigen. Deshalb dann will ich es dir zeigen (du willst die Tiefe meines Herzens in diesem Sakrament offenbaren, die Liebe des Bräutigams zur Braut, und mir dies zeigen: gib mir doch dann, Herr, ein Herz für dich) 1686–7
Mit der angefügten postpositiven Partikel kommt diese Konjunktion nur einmal vor; sie steht an erster Stelle des Satzglieds:
M. Ist der Vater Gott?// Mo. Ja.// M. Ist auch der Sohn Gott?// Mo. Ja.// M. Ist der Heilige Geist Gott?// Mo. Ja.// M. Also gibt es drei Götter? (M. Óćiec ielßże Bogiem?// V. Jefł.// M. A Syn ielßże Bogiem?// V. Jefł.// M. A Duch ś. ieft Bogiem?// V. Jefł.// M. A więc fą trżey Bogowie?) 268
Dieser Satz drückt Bedeutungsbeziehungen zwischen BEHAUPTUNG und SCHLUSSFOLGERUNG aus.
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Im Original entspricht dem Konnektor tad(a) in allen Fällen tedy, wie auch in der Übersetzung, wo er an zweiter oder dritter Stelle des Satzglieds steht. Der Form tadag entspricht im polnischen Text der zusammengesetzte Konnektor a więc.
TABELLE 7. VERWENDUNG DES KONNEKTORS tad(a(g)) IN DK
Konnektor | K | TB | Insgesamt
tad(a(g)) | 3 | 7 | 10
8. KONNEKTOR tai yra
Sätze mit dem Konnektor tai yra drücken in beiden Fällen PRÄZISIERENDE Beziehungen zwischen den Satzgliedern aus.
[Von Christus und dem Glauben] ein Schüler, das heißt einer, der an Gott glaubt und seine Gebote befolgt. (Jełt vcźén Chryłufow kto-// ry okrçiwby fię/ wierzy y wy-// znawa zakon iego.) 1014 [kann schuldig werden] 3 der Erkenntnis des Herzens [weil er nicht begreift, dass die kleinen Dinge, die Gottes Gebot verletzen, das heißt, dass er sie nicht mit solcher inneren Aufrichtigkeit allein für Gott tut, wie er verpflichtet wäre] ([moźe fię dáć winien] Z fnáźnośći vmyfłu fwego/ // iź iey nie przeftrzegał w prá-//wach/ ktore naleźały ku huźbie// Páńfkiey) to ieft/ iź ich nieczy-//nit ź taką cźytośćią wnętrzną// dla famego Boga/ iáko był// powinien) 1236
Im Original hat der Konnektor im ersten Fall kein Äquivalent; im zweiten Fall entspricht ihm to jest.
TABELLE 8. VERWENDUNG DES KONNEKTORS tai yra IN DK
Konnektor | K | TB | Insgesamt
tai yra | 1 | 1 | 2
9. VERBINDENDES WORT teip jog
In zwei Fällen werden die Teilsätze des zusammengesetzten Satzes in den untersuchten Werken durch das verbindende Wort teip jog verknüpft. Diese Sätze markieren eine Beziehung zwischen AUSSAGE und FOLGERUNG, die in diesem Artikel als eine Variante der URSACHEN-Beziehungen betrachtet wird:
Der Sohn Gottes, Mensch geworden im Schoß der Jungfrau Maria, hat uns am Kreuz erlöst, damit er uns von der Linken zur Rechten führe: so
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87
aus dem heiligen Kreuz, gleichsam die ganze Welt als Zeugnis.) 1718 Als du in das Leben der Jungfrau, deiner heiligsten Mutter, eingingst, und sie so zu unaussprechlicher Herrlichkeit erhobst, so gabst du ihr unaussprechliche Gnade zu ihrer Erhöhung.1646–7
Im letztgenannten Fall konnte das Original die Wahl des verbindenden Wortes in der Übersetzung nicht bestimmen. Im heutigen Standarddeutsch ist *so, dass* unüblich – gelegentlich wird in ähnlicher Bedeutung ein verbindendes Wort ähnlicher Struktur verwendet: taip kad.
TABELLE 9. VERWENDUNG DES VERBINDENDEN WORTES teip jog IM DK
Verbindendes Wort
K
TB
Insgesamt
so dass
1
1
2
10. KONNEKTOR todrin(ag)
Mit durch diese Konjunktion verbundenen Satzgliedern werden kausale Bedeutungsbeziehungen ausgedrückt, z. B.:
unter denen// viele von ihnen kaum mit Sünden befleckt sind// dennoch gibt es stets// Unvollkommenheit/ und irgendeinen Fehltritt [...] Deshalb sollen diejenigen, die nach Vollkommenheit streben, sie nicht einfach so leichtfertig aufgeben. (unter denen// viele kaum von Sünden befreit sein werden// dennoch gibt es stets// Unvollkommenheit/ und irgendeinen Fehltritt [...] Deshalb dürfen diejenigen, die zur Vollkommenheit streben, sie nicht einfach so aufgeben) 1175
Das unmittelbar auf die Konjunktion folgende Partikel ir bezieht sich nicht auf die Konjunktion, sondern auf das darauf folgende Pronomen und gehört daher nicht zum Konnektor, vgl.:
Der Apfel war von Natur aus schön. Deshalb werden auch wir, wenn wir ohne Sünde sind, ebenso schön bleiben (denn schön war er von Natur aus.// Deshalb werden auch wir// wenn wir ohne Sünde sein werden/ dann ebenfalls schön bleiben) 5718
Die Konjunktion wird gewöhnlich mit einem angefügten postpositionalen Partikel verwendet und ist nur in einem Satz ohne dieses belegt:
gib mir// zur Speise deinen Leib, lebendig// [...] Deshalb bete ich, dass du mir zur Speise gegeben werdest (gib mir als Nahrung// deinen lebendigen Leib/ [...] Deshalb|| bitte ich, dass du mir so gegeben werdest) 17116
Im Original haben diese Sätze zwei Arten von Entsprechungen: mit den Konjunktionen dlatego oder przeto(ż) (siehe die zitierten Beispiele). In einigen Fällen werden im Original die zusammengesetzten Konnektoren a przetoż (a) und a dlatego (b) verwendet:
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a) Denn wir sind Brüder und Söhne eines so gütigen Vaters, darum sprechen wir miteinander, und lieben einander wie Brüder und Söhne eines so gütigen Vaters. (Wir sollen uns alle wie Brüder lieben; darum sollen wir einander lieben wie Brüder und Söhne eines so gütigen Vaters.) 5010
b) So viel, wie wir nicht sehen, müssen wir erraten. Darum braucht man sich nicht zu wundern, dass manche frommen Personen keine Sünden finden, für die sie sich schuldig erklären müssten (was wir nicht sehen, können wir nur schwer erkennen). Und deshalb darf man sich nicht wundern, dass manche frommen Personen keine Sünden finden, für die sie sich schuldig erklären müssten. 1155–6
Diese Fälle zeigen die Synonymie von Übersetzungssätzen mit den verbindenden Wörtern und todrin, und deshalb sowie von Sätzen mit dem einzelnen todrin.
TABELLE 10. VERWENDUNG DES VERBINDENDEN WORTES todrin(ag) IN DK
Verbindendes Wort K TB Insgesamt todrin(ag) 2 5 7
11. VERBINDENDES WORT vienok(ig)
In Sätzen mit dieser Konjunktion werden im Kurzen Bude GEGENSÄTZLICHE Beziehungen ausgedrückt, z. B.:
Deine Wunden sind mit Thamós-//lium nicht verbundenDoch ich bekenne Gott // und bekenne nicht (3 Ich sehe deine Dinge hier nicht-// Ich bekenne, dass du Gott bist zu bekennen.) 17617
In diesem und den übrigen Sätzen tritt zwischen den Teilsätzen auch eine deutliche konzessive Bedeutungsnuance hervor, vgl.:
viele von euch werden als Schuldige angesehen werden: dennoch Unzulänglichkeit und Vergehen jeglicher Art (viele von ihnen werden kaum von Sünden ganz frei sein; dennoch muss man zugeben, dass es Unvollkommenheit und allerlei Verfehlungen gibt.) 1171
In Sätzen dieses Typs steht die Konjunktion an erster Stelle (wie in den zitierten Beispielen) oder an zweiter Stelle des Teilsatzes:
Am Kreuz hast du dich so sehr erniedrigt, Herr Gott: Und du bist zugleich wahrer Mensch und Gott. Beides dennoch glaube ich fest: Ich bete, wenn der Räuber in Todesangst stirbt. (Am Kreuz hast du dich so sehr erniedrigt, Herr Gott, und du bist zugleich wahrer Mensch und Gott. Beides bekenne ich fest: Ich bete zu dir, während der Räuber am Kreuz stirbt.) 17611
Im letztgenannten Fall weicht die Übersetzung in gewissem Maße stärker vom Original ab: Daukša hat den konjunktionslosen Satz mit einem Satz mit der Konjunktion vienok. In diesem Fall stimmen die semantischen Beziehungen zwischen den Teilsätzen in Übersetzung und Original nicht überein: Im polnischen Text sind sie koordinierend.
Im Satz 117 entspricht der Konjunktion mit dem hinzugefügten Partikel vienokig das zusammengesetzte verbindende Wort wszakże jednak.
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Die Konjunktion vienok wird auch als Bestandteil der zusammengesetzten Konjunktion bat vienok verwendet (siehe Abschnitt 2.6). In einigen Fällen ist sie Bestandteil der paarigen Konjunktionen norint... vienok und norint... bat vienok. Das Wörtchen vienok kann auch die Funktion einer Partikel übernehmen, z. B.:
Und wer sonst noch (du denkst an mich// bewegst dich/ liebenswürdiger Gott? (Und was wirst du stets mit mir sein,// gnädiger Jesus?) 143₁₄
Das Verhältnis zwischen Sätzen mit vienok(ig) und den synonymen Sätzen mit bat oder tačiau ist nicht eindeutig. Die Wahl der einen oder anderen Konjunktion könnte durch unterschiedliche verbindende Wörter im Original bestimmt worden sein.
TABELLE 11. VERWENDUNG DES VERBINDENDEN WORTES vienok(ig) IM DK
Verbindendes Wort K TB Insgesamt vienok(ig) 3 3
12. SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die zusammengesetzten Satzverbindungen in den untersuchten Werken Daukšas (siehe Tabelle 12) entsprechen in ihren Grundzügen den Satzverbindungen der heutigen Standardsprache. Die Beziehung zwischen den durch sie ausgedrückten Bedeutungsrelationen und den verbindenden Wörtern des Satzes ist in Tabelle 13 dargestellt.
Zu den auffälligeren Unterschieden zwischen dem Ausdruck von Satzverbindungsrelationen in Daukšas Werken und in der heutigen Standardsprache zählen:
1. Sätze mit der Konjunktion ir drücken, ebenso wie in der heutigen Standardsprache, gewöhnlich die allgemeinsten VERGLEICHENDEN Relationen zwischen den Satzgliedern aus, bisweilen auch GEGENSÄTZLICHE und andere. Im Original entsprechen ihnen nicht nur Sätze mit der Konjunktion y, sondern auch Sätze mit a. Letztere machen sogar 30 Prozent aller Fälle aus, in denen litauische Beispiele im Original konjunktionale Entsprechungen haben.
In Sätzen mit der Konjunktion o überwiegen VERGLEICHENDE und, etwas seltener, GEGENSÄTZLICHE Bedeutungsrelationen zwischen den Satzgliedern. Diese Relationen sind auch für Sätze Daukšas und der heutigen Sprache mit der Konjunktion ir kennzeichnend. Im Original entsprechen den Sätzen mit o Sätze mit der Konjunktion a.
Der Vergleich der Übersetzung mit dem Original zeigt Unterschiede zwischen den zusammengesetzten Sätzen des damaligen Polnischen und Litauischen, die VERGLEICHENDE Relationen zwischen den Satzgliedern ausdrücken: Für polnische Sätze mit der Konjunktion a war der Ausdruck dieser Relationen wesentlich charakteristischer (vgl. Klemensiewicz e. a., 1955: 450, 471, 507) als für entsprechende litauische Sätze mit der Konjunktion o.
2. Für die Sprache der untersuchten Werke Daukšas ist der Ausdruck von Bedeutungsrelationen oder deren Nuancen durch nachgestellte, an die Konjunktionen angefügte Wörtchen charakteristischer als für den heutigen Standardsprachgebrauch (vgl. Piročkinas 1964c: 81, 85, 98). So werden beispielsweise durch Sätze mit den verbindenden Wörtern ir dabar, ir vėl, ir labiau VERGLEICHENDE oder GEGENSÄTZLICHE Relationen ausgedrückt. KAUSALRELATIONEN werden durch Sätze mit den verbindenden Wörtern ir tod(r)in, ir taip ausgedrückt; KONZESSIVRELATIONEN durch ir vėl atpenč; NACHTRÄGLICHE Relationen durch ir tai. Festgestellt wurden Bedeutungs-
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Zur Bestimmung der Art der Beziehungen zwischen den Satzgliedern hilft der Vergleich der Übersetzung mit dem Original – die postpositiven Partikeln der Übersetzung haben darin gewöhnlich genaue Entsprechungen. Dennoch ist der Gebrauch der Postpositionen nicht immer durch das Original bedingt: Das deutet darauf hin, dass er auch für die damalige gesprochene litauische Sprache charakteristisch war.
3. In Daukšas Übersetzungen ist eine größere Polyfunktionalität der Funktionswörter erkennbar als heute. Oft kann dasselbe Wörtchen sowohl als Adverb oder Partikel auftreten, als Teil eines zusammengesetzten oder paarigen Konnektors fungieren als auch allein die Rolle eines verbindenden Wortes übernehmen.
4. In den untersuchten Werken stehen postpositive Partikeln vergleichsweise häufig nicht an zweiter, sondern an dritter oder sogar vierter Stelle im Satzglied (vgl. Hermann 1926). Ihr Gebrauch hängt gewöhnlich vom Original ab, jedoch nicht in allen Fällen; daher lässt er sich kaum allein durch den Einfluss des Polnischen erklären.
Die zusammengesetzten Satzverbindungen im Kathechismo und Trumpo Budo unterscheiden sich teilweise hinsichtlich des Inventars der verbindenden Wörter: jedoch und vienok(ig) werden nur im letztgenannten Werk verwendet.
TABELLE 12. VERBINDENDE WÖRTER IN DEN ZUSAMMENGESETZTEN SÄTZEN VON M. DAUKŠAS KATHECHISMO UND TRUMPO BUDO
Verbindende Wörter K TB Insgesamt Mit arba 6 3 9 Mit bat 16 18 34 Mit ir 113 119 232 Mit nei 8 7 15 Mit o 23 38 61 tčiau 1 1 tad(a(g)) 3 7 10 tai yra 1 1 2 teip jog 1 1 2 todrin(ag) 2 5 7 vienok(ig) 3 3 Insgesamt 173 203 376
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TABELLE 13. DURCH ZUSAMMENGESETZTE SATZVERBINDUNGEN AUSGEDRÜCKTE SEMANTISCHE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN SATZGLIEDERN IN M. DAUKŠAS KATHECHISME UND TRUMPAME BŪDE
Semantische Beziehungen
Verbindende Wörter
Aneinanderreihende
Gegensatz ausdrückende
Trennende
Ausnahme ausdrückende
Präzisierende
Kausale
Konditionale
Konzessive
Nachträge
Mit oder
++
Mit aber
+
++
+
Mit und
++
+
+
+
+
Mit noch
++
+
Mit sondern
++
+
+
+
jedoch
++
daher
++
+
das heißt
++
so dass
++
deshalb
++
dennoch
++
+
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Artūras Judžentis Lietuvių kalbos institutas Antakalnio g. 6, 2055 Vilnius, Lietuva [email protected]
Jūratė Pajėdienė Lietuvių kalbos institutas Antakalnio g. 6, 2055 Vilnius, Lietuva [email protected]