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Acta Linguistica Lithuanica 2025, Bd. 93, S. 1–23 Inhaltsverzeichnis-Link / Link zum Inhaltsverzeichnis ISSN 2669-218X (online / elektronisch)

APIE JURGIO AMBROZIEJAUS PABRĖŽOS RANKRAŠČIO IŽĖGIS GEOGRAFYJE IR WALENTY SZACFAJERIO GEOGRAFIIA KRÓTKO ZEBRANA ATITIKTĮ

Zur Korrespondenz zwischen dem Manuskript von Jurgis Ambroziejus Pabrėža Ižėgis Geografyje und Walenty Szacfajers Geografija kró́tko zebrana

JŪRATĖ PAJĖDIENĖ Institut für die litauische Sprache E-Mail: [email protected] ORCID-ID: https://orcid.org/0000-0003-1542-2866 Forschungsschwerpunkte: Syntax und Semantik der litauischen Sprache, Ethnolinguistik, Geschichte der litauischen Kultur und der kirchlichen Texte.

https://doi.org/10.35321/all93-06

ZUSAMMENFASSUNG Der Artikel erörtert die Textbeziehung zwischen einem als Geografielehrbuch von Jurgis Ambroziejus Pabrėža bezeichneten, erhaltenen, 166 Seiten umfassenden Manuskript ohne Titelblatt, das mit den Worten Ižėgis Geografyje beginnt, und dem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Litauen besonders populären Lehrbuch von Walenty Szacfajer; ferner werden die allgemeine inhaltliche und strukturelle Entsprechung der samogitischen Übersetzung zum polnischen Original aufgezeigt sowie die in Pabrėžas Übersetzung festgestellten Änderungen und Ergänzungen dargestellt. SCHLÜSSELWÖRTER: Jurgis Ambroziejus Pabrėža (1771–1849), Walenty Szacfajer (Valentas Šafčajeris) (~1778–1840), Józef Zawadzki (Juozapas Zavadskis) (1781–1838), Geografielehrbuch, Übersetzung ins Samogitische.

Copyright © 2025 Jūratė Pajėdienė. Herausgegeben vom Institut für die litauische Sprache. Dies ist ein Open-Access-Artikel, der gemäß den Bedingungen der Creative-Commons-Namensnennungslizenz verbreitet wird; diese gestattet die uneingeschränkte Nutzung, Verbreitung und Vervielfältigung in jedem Medium, sofern die ursprüngliche Autorin und die Quelle genannt werden. // Herausgegeben vom Institut für die litauische Sprache. Dieser Artikel ist frei zugänglich und wird gemäß den Bedingungen der „Creative Commons“-Namensnennungslizenz verbreitet, die eine uneingeschränkte Nutzung, Verbreitung und Vervielfältigung des Inhalts in jedem Medium gestatten, sofern Autorin und Quelle angegeben werden.

Eingegangen: / Gauta: 2025-05-21. Angenommen: / Priimta: 2025-10-07.

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ABSTRACT

Der Artikel erörtert die Textbeziehung zwischen einem 166 Seiten umfassenden Manuskript, das als Geografielehrbuch von Jurgis Ambroziejus Pabrėža bezeichnet wird, kein Titelblatt besitzt und mit den Worten Ižėgis Geograpyje beginnt, und einem Lehrbuch von Walenty Szacfajer, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Litauen besonders populär war. Der Artikel zeigt die allgemeine Entsprechung des samogitischen Manuskripts zum polnischen Original sowohl hinsichtlich des Inhalts als auch der Struktur auf und stellt die in Pabrėžas Übersetzung vorkommenden Änderungen und Ergänzungen dar.

SCHLÜSSELWÖRTER: Jurgis Ambroziejus Pabrėža (1771–1849), Walenty Szacfajer (Valentas Šačfajeris) (~1778–1840), Józef Zawadzki (Juozapas Zavadškis) (1781–1838), Geografielehrbuch, Übersetzung ins Samogitische.

EINLEITUNG

Der Artikel untersucht die Entsprechung zwischen den Texten eines als Geografielehrbuch von Jurgis Ambroziejus Pabrėža bezeichneten, erhaltenen, 166 Seiten umfassenden Manuskripts ohne Titelblatt, das mit den Worten Ižėgis Geograpyje… beginnt, und Walenty Szacfajers Geografia krótkо zebrana (3. Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts). Ziel des Artikels ist es, die Entsprechung von Struktur und Inhalt der Texte des polnischen Originals und der samogitischen Übersetzung aufzuzeigen, die in der Übersetzung vorkommenden Änderungen zu erörtern sowie mögliche Anstöße für die Entstehung der samogitischen Lehrbuchfassung zu untersuchen. Die allgemeine strukturelle Entsprechung der Texte von Szacfajers Geografia krótkо zebrana und der samogitischen Übersetzung dieses Buches sowie einige Einschübe aus Pabrėžas eigenem Text wurden anhand analytischer, vergleichender und strukturanalytischer Methoden festgestellt.

Der Artikel besteht aus drei Kapiteln, in denen Folgendes untersucht wird:

1. Die Geschichte der Auffassung von der Herkunft des als Pabrėžos geografija bezeichneten Manuskripts sowie die Popularität einiger Geografiebücher, darunter zweier Fassungen von Szacfajers Lehrbuch – Geografia początkowa (1817; 1818b) und Geografia krótkо zebrana (1825; 1826; 1828;?1832) –, die möglicherweise die Entstehung dieses samogitischen Manuskripts zu Beginn des 19. Jahrhunderts angeregt haben.

2. Die allgemeine Entsprechung von Struktur und Inhalt der Texte des polnischen Originals und der samogitischen Übersetzung.

3. Die Unterschiede zwischen den Texten des polnischen Originals und der samogitischen Übersetzung: Pabrėžas Ergänzungen, Änderungen und Anmerkungen.

1. Die Geschichte der Auffassung von der Herkunft des Manuskripts Ižėgis Geograpyje

Ein Teil von Pabrėžas umfangreichem handschriftlichem Schaffen ist in jüngerer Zeit veröffentlicht worden. Es handelt sich um eine Sammlung geistlicher Texte und zwei naturwissenschaftliche Werke: In den Jahren 2009–2015 wurden

¹Mehr zu den Talenten und Tätigkeiten des samogitischen Predigers und Franziskanerpriesters Pabrėža (1771–1849) siehe Pacevičius, Raudytė 2023: 7–13. Die Schreibweise des Ordensnamens Pabrėžas schwankt heute zwischen Ambraziejaus (charakteristisch auch für die Bezeichnung von Pabrėžas Arbeiten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, siehe Kišūnienė 1972: 96) und Ambroziejus. Die letztgenannte, für Pabrėžas Autografen charakteristische Schreibweise (vgl. Kišūnienė 1972: 98, 99, 100, 102, 103) war in den Arbeiten der Forscher des 20. Jahrhunderts verbreitet (siehe ebenda: 109–111). Auf Initiative von Rita Šepetytė (2020: 7) wird auch in diesem Artikel die wiederbelebte authentische Bezeichnung Pabrėžas verwendet.

² Vgl. Tarvydas 1972: 55; Gedrimas 2003: 117; Skorupskas 2019: 9; Šepetytė 2019: 7.

³ Szacfajer (Schacfaier) (~1778–1840) – Arzt, Übersetzer, Autor polnischsprachiger Geografielehrbücher und Dichter (vgl. PSB).

⁴ Die aktuellste Beschreibung von Pabrėžas Manuskripten siehe Raudytė 2023: 130–133.

⁵ Siehe Šepetytė, Hrsg., 2020.

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alle drei Teile des Pflanzenverzeichnisses Tayslōs augumy̆ninis (I–2236, 224–7767, 777–9808) veröffentlicht, und 2019 – Jurgio Ambraziejaus Pabrėžos geografija9. In den die letztgenannte Publikation begleitenden Artikeln werden die Struktur des Manuskripts und der Wert seines Inhalts (Skorupskas 2019) sowie die formalen und sprachlichen Besonderheiten des Manuskripts (Šepetytė 2019) erörtert. Die Originalität der Herkunft des Manuskripts wird dort unterschiedlich bewertet: Ričardas Skorupskas (2019: 11–12) bezeichnet Pabrėža als Autor eines auf Samogitisch verfassten Geografielehrbuchs, während Šepetytė (2019: 53) mit der Feststellung, „[o]ffensichtlich übersetzte Pabrėža aus dem Polnischen“, auch auf frühere Aussagen zur Herkunft dieses Manuskripts zurückgreift: auf Juoza​s Tarvydas’ (1972: 57) Ansicht, Pabrėža „habe ein polnisches Geografielehrbuch zur Hand gehabt“, sowie auf die Vermutung eines weiteren Forschers, dass „[d]ies wahrscheinlich keine Übersetzung oder Bearbeitung eines einzelnen Werkes war, weil kein ähnliches polnisches Geografiewerk aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert gefunden wurde, in dem die Staaten aller Kontinente so knapp beschrieben worden wären“10. Das mögliche Datum der Abfassung des Manuskripts verbindet die Herausgeberin von Pabrėžas Texten (Šepetytė 2019: 52) mit der bereits erwähnten Feststellung desselben, fälschlich identifizierten Forschers11, dass Pabrėža die Geografie nach 1831 verfasst habe (da im Manuskript Papst Gregor XVI. erwähnt wird, der 1831 Papst wurde), sowie mit dem Hinweis, dass auch Giedrius Subačius aufgrund der Analyse der Entwicklung von Pabrėžas Orthografie zu der Annahme tendiert, das Buch sei um 1831–1834 entstanden12.

6 Siehe Kažukauskaitė, Šepetytė, Hrsg., 2009. 7 Siehe Šepetytė, Hrsg., 2014. 8 Siehe Šepetytė, Hrsg., 2015. 9 Siehe Šepetytė, Hrsg., 2019.

10 Šepetytė (2019: 53) zitiert Simona Šilinskaitė (2010: 6), doch die angeführte Passage ist Robert Gedrimas zuzuschreiben (vgl. Gedrimas 2003: 120). Ursache des falschen Verweises war ein fremder Text, den Šilinskaitė in ihrer Magisterarbeit „Aspekte der Entwicklung der litauischen geografischen Terminologie in Jurgis Ambroziejus Pabrėžas Geografyje“ übernommen hatte. In dieser Magisterarbeit (siehe Šilinskaitė 2010: 5–15, 25, 26, 33, 34) findet sich nahezu vollständig abgeschrieben Gedrimas’ Artikel „Die Termini des Geografielehrbuchs von J. A. Pabrėža“ (siehe Gedrimas 2003: 117–132) – beim Abschreiben wurden lediglich die Anmerkungen zu Simonas Daukantas und Laurynas Ivinskis entfernt (diese Änderungen spiegeln sich nicht in der nach Gedrimas 2003 erstellten Bibliografie wider). Allerdings weist Šilinskaitė in der Magisterarbeit mehrmals (Šilinskaitė 2010: 4, 6, 18) darauf hin, dass sie sich auf Gedrimas’ Arbeit stützte, und führt Zitate aus den Aussagen dieses Autors (aus Gedrimas 2003: 122, 128, 131, 132) an (vgl. Šilinskaitė 2010: 11, 14, 15, 20).

11 Šepetytė zitiert Šilinskaitė (2010: 6), doch auch dieses Zitat ist Gedrimas zuzuschreiben (siehe Gedrimas 2003: 119).

12 Vgl. den Absatz aus Gedrimas’ (2003: 119) Artikel: Das Buch enthält kein Abfassungsdatum. J. Tarvydas ist der Ansicht, dass das Lehrbuch nach 1825 verfasst wurde, da darin der russische Zar Nikolaus I. erwähnt wird, der gerade in diesem Jahr seine Herrschaft antrat, und spätestens 1830, da sich Pabrėža von da an ausschließlich der Botanik widmete (Tarvydas 1972: 56). Offenbar aufgrund dieser Ansicht wird in der Bibliografie ebenfalls angegeben, dass Pabrėžas Geografija nach 1825 verfasst wurde (Kišūnienė 1972: 97). Die Datierung von Pabrėžas Geografielehrbuch lässt sich jedoch durch eine weitere wichtige Tatsache präzisieren. Im Buch wird Papst Gregor XVI. erwähnt, der 1831 Papst wurde, also deutlich später, als Zar Nikolaus I. die Herrschaft über Russland antrat: Poniawowo-ječzió ir Grygaalós XVI. Gatwa bažnicys Riimyszkoosys 63. Folglich verfasste Pabrėža es nach 1831. Dies wird auch durch die Analyse der Orthografie bestätigt. G. Subačius untersuchte die Entwicklung der Orthografie in Pabrėžas Werken und stellte fest, dass dieses Buch zu den ersten Pabrėžas Werken gehört, die mit den Konsonanten cz, sz und verdoppelten Vokalen <...> geschrieben wurden; er neigt zu der Annahme, dass das Buch um 1831–1834 entstanden ist (Subačius 1996: 42). Eine durchgängige Abschrift dieses Absatzes von Gedrimas (ohne Angabe des tatsächlichen Autors) findet sich auch in der bereits erwähnten Magisterarbeit (siehe Šilinskaitė 2010: 6).

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Nach der Veröffentlichung des samogitischen Manuskripts Ižegis Geographyje (im Folgenden – PaIG) blieb die Frage der inhaltlichen Autorschaft ungelöst, was die Suche nach einer möglichen polnischen Quelle (oder sogar mehreren Quellen) anregte. Die Publikation des Manuskripts, die eine Transkription und Faksimiles der Abbildungen enthält (siehe Šepetytė, Hrsg., 2019), sowie neue bibliografische Beschreibungen von Pabrėžas kulturellem Erbe (siehe Pacevičius, Raudytė 2023) erleichterten diese Suche.

Der Beginn von Pabrėžas Interesse an der Geografie lässt sich hypothetisch mit seiner Lehrtätigkeit an der Schule in Kretinga verbinden, wo er 1817–1821 nicht nur Latein und Religion, sondern möglicherweise auch Geografie unterrichtete (vgl. Gidžiūnas 1994: 69–70): Das samogitische Manuskript eines Geografielehrbuchs wurde als Beleg für diese pädagogische Tätigkeit herangezogen (ebenda: 71–72). Pabrėžas Aufmerksamkeit für die Geografie zeigen auch die erhaltenen Bücher seiner Bibliothek¹⁴. Im Abschnitt „Geografie“ des von Arvydas Pacevičius und Nijolė Raudytė erstellten Katalogs von Pabrėžas Bibliothek (siehe Pacevičius, Raudytė 2023: 243–259) werden Atlanten¹⁵ und Kartensammlungen (61 Stück) sowie einige polnische Bücher genannt – darunter Laurenco Echards Dyckyonarzyk Geograficzny (1782–1783), Evdokijus Zabłowskis Ieografiia państwa rossyskiego (1810), Józef Zawadzkis Geografia powszechna (1812) und Szacfajers Nowa jeografia powszechna (1824). Die Titel, Vorworte und Inhalte dieser Bücher zeugen nicht nur von der damaligen Entwicklung und Veränderung der Geografiewissenschaft, sondern auch von der Popularität der geografischen Veröffentlichungen¹⁶ und somit vom Bedarf an Kenntnissen in diesem Bereich (die sich aufgrund der politischen Realitäten¹⁷ rasch veränderten) sowie an bestimmten Büchern. Betrachtet man die wiederholten (mehr oder weniger aktualisierten) polnischsprachigen Ausgaben einiger damaliger Geografiebücher (vgl. Estreicher 1878: 426), so zeigt sich, dass Pabrėža fast alle populärsten Geografiebücher erworben hatte. In seiner Bibliothek fehlte jedoch ein besonders handliches Lehrbuch (oder ist es nicht erhalten?), das die wichtigsten Daten der physischen, politischen und wirtschaftlichen Geografie knapp und ansprechend darbot und das Pabrėža als „polnisches Büchlein“¹⁸ bezeichnet hatte. Dieses Büchlein ist die von Szacfajer bearbeitete Geografija kró́tko zebrana podług ostatnich traktatų ułożona, na nowo przejrzana i poprawiona (im Folgenden – Gkz). Alle leicht aktualisierten und (oder nur) wiederholten Ausgaben¹⁹ von Gkz zeugen von ihrer Popularität. Man kann annehmen, dass der Bibliophile Pabrėža sie trotz der häufigen Neuauflagen wahrscheinlich immer wieder nicht rechtzeitig kaufen konnte und daher, nachdem er sie ausgeliehen hatte,

¹³ Vgl. die bereits erwähnte Vermutung von Gedrimas (2003: 120), dass es sich wahrscheinlich nicht um die Übersetzung oder Bearbeitung eines einzelnen Werkes gehandelt habe.

¹⁴ Pacevičius (2023: 33) zufolge besaß Pabrėža in seiner persönlichen Bibliothek mehr Bücher, als im Katalog erfasst sind: 207 Titel, 233 Exemplare.

¹⁵ Zu den Atlanten, die Pabrėža besaß, siehe auch Gedrimas 2003: 118.

¹⁶ Beispielsweise wird im Vorwort zu Franciszek Siarczyńskis Dykyconarzyk Geograficzny angegeben, dass die polnische Fassung (mit Ergänzungen zu geografischen Objekten Polens) auf der achten Ausgabe der Übersetzung der 13. Ausgabe von Echards Wörterbuch ins Französische beruht (siehe Echard 1782: I–II).

¹⁷ Vgl. Zawadzkis Vorworte zur ersten und zweiten Ausgabe des Buches Geografia powszechna (siehe Zawadzki 1812: IV–V, I–II).

¹⁸ Vgl. Pabrėžas Anmerkung zum Original: lękyszko kningeliee padiets m. tór znocity ar mieszkáńcôw, ar męszczyn: ‘im polnischen Büchlein steht m.; soll das „Einwohner“ oder „Männer“ bedeuten?’ (PaIG 49).

¹⁹ Karol Estreicher nennt 7 Ausgaben dieses Buches (fünf mit demselben Titel – ¹ 1825, ³ 1827, die durchgesehene und korrigierte ⁴ 1828 sowie ⁵ 1832 – und zwei etwas spätere – ⁷ 1845 und ⁸ 1849 –, aktualisierte Ausgaben mit dem Zusatz im Titel – Wydanie nowe (siehe Estreicher 1878: 426). Die Ausgaben von 1827 und 1832 konnten bislang nicht gefunden werden.

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beschloss er, sie ins Samogitische abzuschreiben. Selbst beim heutigen Durchblättern von Gkz ist zu erkennen, dass das Büchlein bei den Lesern jener Zeit beliebt gewesen sein muss – darin werden die wichtigsten Kenntnisse der politischen und physischen Geografie zu allen fünf Kontinenten knapp dargestellt (die Staaten des europäischen Teils, darunter auch die in den Machtbereich des Russischen Imperiums gelangten²⁰, werden ausführlicher beschrieben²¹).

Vor der Untersuchung der Entsprechung der samogitischen Übersetzung zum polnischen Original muss geklärt werden, welche der mehreren in den 1820er Jahren erschienenen Ausgaben von Gkz (da der Text in ihnen nahezu identisch ist) als wahrscheinlichste Quelle von PaIG anzusehen ist. Wichtig ist die Feststellung, dass Pabrėžas Übersetzung nicht mit der Ausgabe von 1818 des 4. Geografia początkowa dla pożytku uczącey się młodzi podług ostatnich traktatów ułożona i powiększona. Przez W... S...²² (im Folgenden – Gp) in Verbindung zu bringen ist²³. Der Vergleich der Texte von Geografia początkowa (1817; 1818b)²⁴ und Geografija krótko zebrana (1825; 1826; 1828) zeigt, dass Gkz auf der Grundlage des Textes von Gp 1818b erstellt wurde. Die Änderungen im Text von Geografija krótko zebrana <...> nanowo przejrzana i poprawiona przez Walentego Szafcajera, dessen Titel geändert und dessen Bearbeiter mit vollem Namen (nicht mit den Initialen W... S...) genannt wird, kennzeichnen lediglich Veränderungen bei wichtigen Herrschern (beispielsweise wurde panuie teraz Alexander I (Gp 1818b: 16; Gkz 1825: 16) in panuie teraz Mikołay I (Gkz 1826; 1828: 16) geändert). Die Erwähnung Nikolaus’ I. findet sich auch in Pabrėžas Text (vgl.: poniauo nóiau Mykalójós I (PaIG 26))²⁵, doch könnten Änderungen dieser Art in der samogitischen Übersetzung auch auf Pabrėžas eigene Initiative zurückgehen. Die Suche nach der von Pabrėža verwendeten polnischen Quelle lässt sich auf die Gkz-Ausgaben eingrenzen aufgrund eines Druckfehlers, der in Gp (1817; 1818b) nicht vorkommt. Alle Ausgaben von Geografija krótko zebrana geben an, dass Russland aus 26 Gouvernements besteht (obwohl 36 aufgelistet werden), was auch Pabrėža in der samogitischen Übersetzung wiederholt²⁶, vgl.:

²⁰ Zawadzki begründet in den Vorworten zu seiner hastig veröffentlichten Geografia powszechna von 1811 und 1812, indem er die privat lernende Jugend als Adressaten nennt, den Bedarf an diesem Lehrbuch mit der Klarheit und Kürze des Textes, ungeachtet der strukturellen Unvollständigkeit des Buches – der von Russland abhängige europäische Teil ist darin nicht beschrieben (vgl. Zawadzki 1812: III–V (wiederholt in Przedmowa do edycyi pierwszey), I–II).

²¹ Vgl. die Bewertung der Beschreibung durch Skorupskas (2019: 12): „Das Lehrbuch ist von vergleichsweise geringem Umfang, umfasst aber die gesamte Erde als Planeten. <...> [D]ie dargebotenen Fakten und Kenntnisse sind in vielen Fällen sehr knapp und oberflächlich. <...> Im Buch ist der Einfluss eines geografischen Faktors – der Entfernung – auf die Detailgenauigkeit, Ausführlichkeit und den Umfang der dargebotenen Informationen deutlich zu erkennen. So wird dem Europa gewidmeten Teil der größere Teil des Buches eingeräumt, während der Beschreibung der anderen Kontinente und der darin liegenden Länder nur 50 Seiten gewidmet sind.“

²² Estreicher nennt vier Gp-Ausgaben in Wilno – ¹˒² 1811, ³ 1817, ⁴ 1818 – mit dem Hinweis, dass ab der dritten eine aktualisierte Textfassung geboten wird (Estreicher 1878: 426). Obwohl Gp populär war, stehen die Erwähnungen des Büchleins lediglich mit der damaligen Geschichte der Pädagogik in Verbindung: In den Arbeiten polnischer Kulturhistoriker wird angegeben, dass in den Missionsschulen der litauischen Gouvernements im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts Geografie anhand von Szafcajers Geografia początkowa gelehrt wurde (vgl. Wieczorek 2011: 70).

²³ In der dritten Gp-Ausgabe (1817) gibt es zahlreiche erhaltene Druckfehler, die weder in der vierten Gp-Ausgabe noch in der leicht aktualisierten und bereits unter einem anderen Titel erschienenen Gkz wiederholt werden.

²⁴ Die erste und zweite Gp-Ausgabe (siehe Gp 1811) wurden verworfen, da sie eine ältere Fassung des Textes und der faktischen Daten bieten, die sich auch von der im Manuskript von Pabrėža gebotenen unterscheidet.

²⁵ Zum Einfluss dieser Information auf die Datierung des Manuskripts siehe Fußnote 12.

²⁶ Skorupskas (2019: 20), der den im Manuskript von Pabrėža festgehaltenen Irrtum bemerkte, Russland bestehe aus 26 Gouvernements, erklärte ihn folgendermaßen: „Offenbar hat sich der Autor geirrt, denn aufgelistet sind 36.“

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Russland gliedert sich zunächst in 36 Gubernien, die gemäß den Staatsgesetzen eingerichtet sind (Gp 1818b: 16²⁷);

Russland gliedert sich zunächst in 26 Gubernien, die gemäß den Staatsgesetzen eingerichtet sind (Gkz 1825; 1826;1828: 16);

Russland ist zunächst in 26 Gubernien eingeteilt, die gemäß den Staatsgesetzen eingerichtet sind (PaIG 27).

Dieser Druckfehler erlaubt es, eine der späteren Fassungen von Geografija krótkо zebrana als Original von Pabrėžas Übersetzung anzusehen (angesichts der erwähnten Bezeichnung Zar Nikolaus’ I. wahrscheinlich nicht die Ausgabe von 1825, sondern eine spätere – von 1826 oder 1828). Möglich ist, dass Pabrėža aus Gkz 1832 übersetzte, doch konnten bislang weder diese Ausgabe noch irgendwelche Angaben zu ihr oder der erwähnte Hinweis in Estreichers bibliografischem Verzeichnis gefunden werden (vgl. Estreicher 1878: 426). Falls Pabrėža aus Gkz 1832 übersetzte, müsste diese Gkz denselben Text wie Gkz 1826 oder Gkz 1828 enthalten, jedoch bereits unter Erwähnung Gregors XVI., der von 1831 bis 1846 Papst war. Vorerst kann Pabrėžas Übersetzung nur hypothetisch mit Gkz 1832 in Verbindung gebracht werden, obwohl dies am besten mit den bereits genannten Argumenten von Subačius (1996: 42) und Gedrimas (2003: 119, 132) zur Entstehungszeit des Manuskripts übereinstimmt.

2. Die Entsprechung von Inhalt und Struktur des polnischen Originals und der samogitischen Übersetzung

Die Entsprechung von Inhalt und Struktur des von Szacfajer bearbeiteten Lehrbuchs Geografija krótkо zebrana und seiner von Pabrėža auf Samogitisch verfassten Übersetzung wird in Tabelle 1 durch nebeneinandergestellte Textpassagen aus dem polnischen und samogitischen Text veranschaulicht. Das Buch (ebenso wie seine handschriftliche, auf Samogitisch verfasste Fassung) besteht aus sechs Teilen: einer Einleitung und fünf Kapiteln²⁸, vgl.:

WSTĘP; ROZDZIAŁ I. EUROPA; ROZDZIAŁ II. AZYA; ROZDZIAŁ III. AFRYKA; ROZDZIAŁ IV. AMERYKA; ROZDZIAŁ V. AUSTRALIA CZYLI OCEANIA (Gkz 1828: 3, 10, 60, 72, 87) →

Įžegis; Atskiris 1. Europa; Atskiris II. Azya; Atskiris III. Afryka; Atskiris IV. Ameryka; Atskiris V. Australije arba Oceanije (PaIG 1, 13, 113, 133, 162).

In den Spalten der Tabelle werden nebeneinander Zitate aus den Kapiteln beider Werke – des Buches und des Manuskripts – geboten: einige einleitende und ein abschließender Abschnitt. Eine solche Gegenüberstellung spiegelt die Gemeinsamkeit der Textstruktur (Anordnung der Abschnitte und Paragraphen) sowie die Entsprechung von Inhalt und faktischen Daten und die Wörtlichkeit der Übersetzung wider²⁹. Gkz wird nach der Ausgabe von 1828 zitiert (bei abweichenden Lesarten wird auf die Ausgabe von 1826 verwiesen und

27 Das in Krakau 1818 veröffentlichte Gp (es unterscheidet sich von der Wilnoer Gp-Ausgabe von 1818 durch eine andere Paginierung und einige Korrekturen) gibt diese Zeile ebenfalls mit dem Hinweis auf 36 Gouvernements wieder, vgl.: Rossya dzieli się: naprzód na 36 Guberniy urząd­zonych podług ustaw państwa (Gp 1818a: 13).

28 Die Struktur von Szacfajers Buch wurde indirekt – durch die Analyse des Textes von Pabrėžas Manuskript – von Tarvydas (1972: 55–56), Gedrimas (2003: 119) und Skorupskas (2019: 13–35) erörtert.

29 Aus Platzgründen wird in diesem Artikel die Sprache der eigentlichen Übersetzung kaum erörtert – es sollte lediglich die genaue (oder mit einigen Ergänzungen versehene) Übertragung des Originals durch Pabrėža gezeigt werden. Die Besonderheiten von Pabrėžas Gkz-Übersetzung (im Vergleich zu seinen anderen Übersetzungen) werden in einer weiteren Publikation behandelt.

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(die in der Ausgabe von 1826 vorhandene Schreibweise). Bei der Zitierung wird das in dem polnischen Buch dargebotene Schreibmodell wiederholt, wodurch die Kennzeichnung der in Gkz kursiv geschriebenen Wörter durch Unterstreichung im Manuskript von Pabrėža sichtbar wird. Zur Erleichterung der Lektüre werden beim Umschreiben der Zitate Ergänzungen fett hervorgehoben, beispielsweise Übersetzungsphrasen oder -wörter mit lexikalischen Dubletten oder paratextuellen Elementen (polnischen Entsprechungen), deren polnische Entsprechung Pabrėža in der Übersetzung abschreibt (vgl.: Wulkany czyli góry ogień wybuchające (Gkz 1928: 10) und Ognakalney (PaIG 15)) oder Wörter, für die nicht eine wörtliche, sondern eine der samogitischen (litauischen) Sprachtradition entsprechende Entsprechung gewählt wird (vgl.: (Gkz 1828: 90) und Salas <...> Sekmnynyns (PaIG 166)).

Die Gegenüberstellung der Textpassagen aus Gkz und PaIG zeigt Pabrėžas Bemühungen, den Text konsequenter zu strukturieren, als dies im Original der Fall ist. In der Übersetzung gibt es fast keine Abkürzungen (beispielsweise die polnischen Gkz-Abkürzungen MS., z MS. oder m. Miestas staličzynis, só miesto staličzynio ar miests (siehe PaIG 146, 112–113)); lediglich die polnische Abkürzung t. d. wird als Kürzel t. t. wiedergegeben, das dem samogitischen tyn tolaus (vgl.: Nieodzowną pomocą do naukei Geografii są karty geograficzne czyli mappy <...> karty-szczególne wystawiają jedną główną część ziemi np. Azyą, lub Europę i t. d. (Gkz 1828: 8) und Neatskyramó paszałpó pri moksla Geograpyjis ira łaksztaa geograpiczny arba mappas <...> łaksztaa įpatingyji yszstata wyina binktor ny dali žemys: kaaptau Azyjį ar Europa, yr t. t. (PaIG 11–12). Pabrėža neigte dazu, auch Zahlen in Wörtern auszuschreiben (am Anfang des Manuskripts wurden beide Varianten verwendet, vgl. beispielsweise den in Tabelle 1, im Abschnitt Įžėgis, zitierten sechsten Absatz).

Tabelle 1. Die Übersetzung von Szacfajers Geografija krótkо zebrana in Pabrėžas Manuskript Įžėgis Geograpyje: Entsprechungen zwischen polnischen und samogitischen Textpassagen

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3. Die physische [Geografie] beschreibt die Erdoberfläche und die sich auf ihr befindenden Körper.

4. Die politische [Geografie] enthält verschiedene, von Menschen festgelegte Einteilungen der Erde und beschreibt die Länder und die Zusammensetzung ihrer Regierung. Dieser Teil der Geografie wird hier unser besonderes Augenmerk sein.

5. Die Gestalt der Erde, die an den Polen etwas abgeplattet ist, ist rund und hat die Form einer Kugel. Da die Erdoberfläche aus Land und Wasser besteht, nennen wir folglich die Erde eine Land-Wasser-Kugel.

6. Die gesamte Ausdehnung der Land-Wasser-Kugel wird von Geografen auf 9,281,910 Quadratmeilen geschätzt. Davon nimmt das Wasser den größten Teil ein, denn auf das Land entfallen nur 3,096,000 Quadratmeilen, das heißt etwas mehr als ein Drittel.

S. 3–4 <…>

31. Eine unerlässliche Hilfe beim Studium der Geografija sind geografische Karten, also mappas, die uns verschiedene Teile der Erde darstellen: Ihre Bezeichnungen leiten sie von dem größeren oder kleineren Teil der Erde her, den sie abbilden. So enthalten Universalkarten zwei Erdhalbkugeln: Spezialkarten stellen einen Hauptteil der Erde dar, z. B. Azya oder Europa usw. Generalkarten umfassen ganze Staaten, z. B. Spanien oder andere. Topografische oder chorografische Karten sind Darstellungen eines Kreises oder einer Stadt. Es gibt auch Seekarten, auf denen Meere, Inseln, Felsen, Untiefen und andere für den Seefahrer notwendige Dinge bezeichnet sind. Reise- oder Postkarten, auf denen die Straßen und Poststationen in einem oder mehreren Ländern eingezeichnet sind. Auf solchen Karten, also mappas, muss man die vier Hauptrichtungen oder Weltgegenden beachten: Süden (meridies oder Sud) unten, Norden (septentrio oder Nord) oben, Osten (oriens oder Est) rechts, Westen (occidens oder Ouest) links. Falls diese Gegenden auf den Karten nicht bezeichnet wären, richte man seine Aufmerksamkeit auf die darauf befindliche Magnetnadel, also die Windrose; die Seite, zu der die Spitze der Magnetnadel zeigt, wird Norden sein: die entgegengesetzte Seite Süden, zur rechten Hand Osten und zur linken Westen.

3. Physische Beschreibung der Erdoberfläche und der auf ihr vorkommenden Körper.

4. Die politische oder staatliche Beschreibung des von den Menschen erforschten Teils der Erde, indem sie die Länder beschreibt und angibt, von wem sie regiert werden. Dieser Teil der Geografija wird für uns von besonderem Nutzen sein.

5. Die Gestalt (: Figur) der Erde, an den Polen abgeplattet und an den Seiten ringsum gewölbt. Auf ihrer Oberfläche sieht man Land und Wasser voneinander geschieden; deshalb wird die Erde Erdkugel genannt.

6. Der gesamte Umfang der Erdkugel betrug im Jahre der Erschaffung der Welt neun Millionen zweihundertachtundneunzigtausendneunhundertzehn Meilen und vierzehn Viertel. In Lydien 9,281.910. – Davon entfallen auf das Wasser, da die Erde nur etwa 3,096,000 Meilen und vier Viertel umfasst, also: etwas mehr als zwei Drittel.

S. 1–2 <…>

31. Eine unerlässliche Hilfe beim Studium der Geografija sind geografische Karten oder mappas, die uns verschiedene Teile der Erde darstellen: Ihre Namen leiten sie von den größeren oder kleineren Teilen der Erde her, die sie abbilden. So umfassen die allgemeinen Karten beide Erdhalbkugeln: // die Erde: Die Spezialkarte stellt einen einzigen Hauptteil der Erde dar, etwa Azya oder Europa usw. – Die allgemeine Karte umfasst ganze Staaten, z. B. Spanien oder ein anderes. – Eine topografische oder chorografische Karte ist die Darstellung eines Kreises oder einer Stadt. Es gibt auch eine Seekarte (: żeglarskie), auf der Meere, Inseln, Felsen, Untiefen und andere für die Kenntnis und den Bedarf des Seefahrers (: żeglarża) notwendige Dinge bezeichnet (: markiert) sind. – Reise- oder Postkarten, auf denen Wege und Poststationen in einem oder mehreren Ländern angegeben sind. – Auf solchen Karten oder Mappas muss man die vier Hauptrichtungen oder Weltgegenden beachten. Süden (Południe, meridies oder Sud) unten. – Norden (: Połnoc, Septentrio oder Nord) oben. – Osten // Osten. (: Wschod. Oriens. oder Est.) auf der rechten Seite. – Westen. (Zachod. Occidens. oder Ouest) zur linken Hand. – Wenn solche Weltgegenden auf den Karten nicht bezeichnet wären, dann richte man die Aufmerksamkeit auf die Magnetnadel oder auf die Windrose, die sich darauf befindet; zu welcher

S. 8–9

sie ausgerichtet ist: Die Seite, zu der die Spitze der Magnetnadel zeigt, wird Norden sein, die entgegengesetzte Seite Süden. Zur rechten Hand Osten, zur linken Westen. S. 11–13

KAPITEL I. EUROPA.

Abschnitt 1. Europa §. 1.

§. 1. Lage, Grenzen und Größe. Sie liegt zwischen 35–75° nördlicher Breite und 6–88° östlicher Länge. Im Westen grenzt sie an das Atlantische Meer; im Süden an das Atlantische, Mittelländische und Schwarze Meer; im Osten an den Archipel, die Dardanellenstraße, das Marmarameer, die Straße von Konstantinopel, das Schwarze Meer, die Straße von Theodosia, das Asowsche Meer, den Don, das Uralgebirge und das Werchoturische Gebirge; im Norden an das nördliche Eismeer. Ihre Fläche beträgt 155,000 Quadratmeilen.

§. 1. Lage, Grenzen und Größe. Europa liegt zwischen 35°–75° nördlicher Breite und 6°–88° östlicher Länge. Im Westen grenzt sie an das Atlantische Meer. – Im Süden an das Atlantische Meer, das Mittelmeer und das Schwarze Meer. – Im Osten an den Archipel, die Dardanellenstraße, das Marmarameer, die Straße von Konstantinopel, das Schwarze Meer, die Straße von Theodosia, das Asowsche Meer, den Don, das Ural- und Werchoturische Gebirge. – Im Norden an das nördliche Eismeer. Ihre Fläche beträgt 155,000 Meilen und vier Viertel.

§. 2. Die Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich: die Alpen zwischen Frankreich, Deutschland und Italien: die Apenninen in Italien: die Karpaten oder Tatra zwischen Polen (d. h. dem österreichischen Galizien), Ungarn und Siebenbürgen: die Wolchonschen oder Waldaihöhen, der Ural usw. Der höchste Berg Europas ist der Montblanc, 14,793 Fuß hoch. Vorgebirge: Nordkap im norwegischen Lappland, Matapan in Morea, St. Vincent in Portugal, Finisterre in Spanien. Vulkane, also feuerspeiende Berge, Etna oder Gibel in Sizilien, der Vesuv im Königreich Neapel, Hekla in Island.

§. 2. Gebirge.

Gebirge die Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich. die Alpen zwischen Frankreich, Deutschland und Italien. Ape-// die Apenninen in Italien. die Karpaten und die Tatra zwischen dem polnischen Land (das heißt dem österreichischen Galizien), Ungarn und Siebenbürgen. – die Wolchonschen oder die Waldaihöhen, der Ural und so weiter.

Der höchste Berg Europas ist Montblanc, 14,793 Fuß hoch. Vorgebirge: Nordkap im norwegischen Lappland; Matapan in Morea. St. Vincent in Portugal; – Finisterre in Spanien. Feuerspeiende Berge (: Vulkane oder Feuerberge:) Etna oder Gibel in Sizilien. – Vesuv im Königreich Neapel. – Hekla in Island.

S. 10 <...>

S. 13–15 <...>

Das asiatische Türkien umfasst folgende Länder: 1) Anatolien oder Natolien (Levant, das frühere Kleinasien), in dem Kiutachia, Residenz des Bascha, Eskiudar oder Skutari, Ismir oder Smyrna usw. liegen. Die Insel Zypern mit MS. Maassa (Famagusta). 2) Syrien, Syristan (Syrien), in dem Haleb oder Aleppo, Residenz des Bascha, Damaskus. Hierher gehört

Das asiatische Türkien umfasst folgende Länder: 1) Anatolien oder Natolien (Levant, das frühere Kleinasien), in dem Kiutachia Residenz des Bascha, Eskiudar oder Skutari, Ismir oder Smyrna usw. liegt. Die Insel Zypern mit der Hauptstadt Maassa (Famagusta). 2) Syrien, Syristan (: Syrien), in dem Haleb oder Aleppo Residenz des Bascha ist, – Damaskus. – Hierher gehört

Palästina, in dem die Stadt Jerusalem oder Solima auf vier Hügeln liegt, Gaza als Hafenstadt.

3) Mesopotamien oder Al Dzezira mit der Hauptstadt Kara Emid oder Diarbekir am Tigris.

4) Türkisches Georgien (Satabago) mit MS. Akalazike.

5) Turkmenien mit Kurdistan und Irak-Arabien, in dem Arserum oder Erzerum die Residenz des Bascha ist, Basra oder Bassora die Lagerstadt aller aus Indien und Persien nach Konstantinopel eingeführten Waren und umgekehrt.

Von den Besitzungen in Arabien und Ägypten sowie von den tributpflichtigen Ländern Tunis, Tripolis und Algier wird in Asien und Afrika die Rede sein.

S. 59–60

KAPITEL II.

ASIEN.

§. 1. Lage, Grenzen, Größe. Asien liegt zwischen 42–208° Länge und 9–78° Breite. Im Westen grenzt es an Europa (Ural, Don), das Asowsche Meer, die Straße von Theodosia (Kaffa), das Schwarze Meer, die Straße von Konstantinopel, das Marmarameer, die Dardanellenstraße, das Mittelmeer und das Rote Meer bei Suez; im Süden an das Indische Meer und seine Buchten, im Osten an den östlichen Ozean und im Norden an das Eismeer; es umfasst 763208 Quadratmeilen.

§. 2. Gebirge. In der Mitte befindet sich der Stamm aller Gebirge, Bogdo Oola, dessen Ausläufer der Altai, der Mussart und das Sajangebirge sind, ferner das Uralgebirge, der Kaukasus, der Taurus und der Ararat.

§. 3. Meere: 1) das Eismeer mit den Buchten von Biały, Kursk, Ob und usw. 2) das östliche oder stille Meer, dessen Teile sind: der nördliche Archipel mit den Buchten von Anadyr und Kamtschatka, das Japanische Meer und die Buchten Koreas, Whanghai (Gelbes Meer), Nanking; 3) der Indische Ozean, dessen Teile sind: das Arabische und Persische Meer, die Arabische Abzweigung (das Meer

Palästina, mit der Stadt Jerusalem oder Solima auf vier Bergen. – Gaza, eine Hafenstadt.

3) Mesopotamien oder Al Dzezira mit der Hauptstadt Kara Emid oder Diarbekir am Tigris.

4) Türkisches Georgien (Sabatago) mit der Hauptstadt Akalazike.

5) Turkmenien mit Kurdistan und Irak-Arabien, in dem Arserum oder Erzerum der Sitz des Bascha ist, Basra oder Bassora eine Lagerstadt (: składowe) aller aus Indien und Persien herbeigeführten (: sprowadzonych) wertvollen Waren (: towarów) und umgekehrt von Konstantinopel. Von den Besitzungen in Arabien und Ägypten sowie den tributpflichtigen Ländern Tunis, Tripolis und Algier wird in Asien und Afrika die Rede sein.

S. 112–113

Abschnitt II. Asien. §. 1. Lage, Grenzen, Größe.

Asien (: Asia) liegt zwischen 42–208° Länge und 9–78° Breite. – Im Westen grenzt es an Europa (: Ural und Don), das Asowsche Meer, die Straße von Theodosia (: Kaffa), das Schwarze Meer, die Straße von Konstantinopel, das Marmarameer, die Dardanellenstraße, das Mittelmeer und die Landenge von Suez; im Süden an das Indische Meer und seine Buchten; im Osten an den großen östlichen Ozean; im Norden an das Eismeer; es umfasst 763,208 Quadratmeilen.

§. 2. Gebirge.

In der Mitte befindet sich der Stamm (: oder der Hauptkamm) der hohen Gebirge Bogdo Oola, dessen Ausläufer der Altai, der Mussart und das Sajangebirge sind; ferner das Uralgebirge, der Kaukasus, der Taurus und der Ararat.

§ 3. Meere.

1) Das Eismeer mit den Buchten Baltische, Kursker und Obische und so weiter. 2) Das östliche oder stille Meer (: ruhig), dessen Teile sind: der nördliche Archipel (: Archipel) mit den Buchten von Anadyr und Kamtschatka, – das Japanische Meer und die Buchten Koreas, Whanghai (Gelbes Meer), die Bucht von Nanking.

rot), das Persische, das Bengalische, der Indische Archipel, die Buchten von Tonkin und von Siam, 4) das Mittelmeer. S. 60–61 <...>

3) der Große Indische Ozean, dessen Teile sind: das Arabische und Persische Meer, die Bucht Arabische (: Rotes Meer), das Persische, das Bengalische, der Indische Archipel, die Buchten von Tonkin und Siam. 4) das Mittelmeer. S. 113–115 <...>

§. 10. Japan.

Es besteht aus vielen fruchtbaren und unfruchtbaren Inseln, Felsen und Klippen im großen Ozean, der in dieser Gegend das Japanische Meer genannt wird. Dieses ganze Land im Osten Asiens soll 8625 Quadratmeilen Fläche und 35 Millionen Einwohner haben. Alle Inseln sind voller steiler und von ewigem Schnee bedeckter Berge; allein auf Nifon gibt es fünf Vulkane. Die herrschende Religion ist der Buddhismus (sie enthält die Verehrung indischer und chinesischer Götter). Die Regierung ist unter viele kleine Fürsten aufgeteilt, unter der obersten Herrschaft von Kuba-Soma, also des Kaisers. Dairi ist das Oberhaupt des Klerus.

X. Japan. Es besteht aus vielen fruchtbaren und unfruchtbaren Inseln, Felsen und Klippen (: haków) im großen Ozean, der in dieser Gegend Japanisches Meer genannt wird. Dieses ganze Land liegt im Osten Asiens, soll 8625 Quadratmeilen Fläche und 35 Millionen Einwohner haben. Alle Inseln sind voller steiler, von ewigem Schnee bedeckter Berge; allein auf Nifon gibt es fünf Vulkane. – Die vorherrschende Religion ist der Buddhismus (sie umfasst einen Teil der indischen und chinesischen Götter). – Die Regierung ist unter viele kleine Fürsten geteilt, unter der obersten Herrschaft von Kuba-Soma oder dem Kaiser. Dairi ist das Oberhaupt des Klerus.

Die wichtigsten Inseln sind: 1. Nifon oder Nipon mit MS. Jeddo; sie zählt mehr als eine Million Einwohner, ist Residenz des Kaisers, dessen Palast einen Umfang von fünf Stunden Fahrt haben soll. 2. Kiusiu (Ximo), auf der die Handelsstadt Nangasaki mit Hafen liegt. S. 71–72

Die wichtigsten Inseln sind: 1) Nifon oder Nipon mit der Hauptstadt Jeddo; sie hat über eine Million Einwohner und ist der Wohnsitz des Kaisers, dessen Palast einen Umfang von fünf Stunden Fahrt haben soll. 2) Kiusiu (: Ximo), auf der die Handelsstadt Nangasaki mit Hafen liegt. S. 132–133

KAPITEL III. AFRIKA.

Abschnitt III. Afrika. §. 1. Lage, Grenzen, Größe.

§. 1. Lage, Grenzen, Größe. Die Halbinsel Afrika erstreckt sich von 1–99° Länge und von 34° südlicher bis 37° nördlicher Breite; sie ist mit Asien durch die Landenge von Suez verbunden, die nur 12 Meilen breit ist; an den übrigen Seiten, nämlich im Westen und Süden, wird sie vom Atlantischen und Äthiopischen Meer, im Osten vom Indischen und im Norden vom Mittelmeer umgeben; ihre Fläche beträgt 531 638 Quadratmeilen.

Die Halbinsel Afrika erstreckt sich von 1–99° Länge und von 34° südlicher bis 37° nördlicher Breite; sie ist mit Asien durch die Landenge von Suez verbunden, die nur 12 Meilen breit ist; an den übrigen Seiten, nämlich im Westen und Süden, wird sie vom Atlantischen und Äthiopischen Meer, im Osten vom Indischen und im Norden vom Mittelmeer umgeben; ihre Fläche beträgt 531.638 Quadratmeilen.

11

§. 2. Der Boden ist größtenteils sandig und wasserarm, voller ausgedehnter Wüsten. Die bedeutenderen Gebirge sind das Mondgebirge oder die abessinischen Alpen, das Atlasgebirge, die Schneeberge und viele andere.

§. 3. Meere: das Mittelmeer, das Atlantische, das Äthiopische, der Indische Ozean mit dem Mosambikkanal, das Arabische und das Rote Meer. S. 72 <...>

§. 15. Die Südküste wird von Hottentotten, einem wilden und ungestümen Volk, sowie von Europäern bewohnt. Die Hauptstadt dieses Landes ist Kap.

§. 16. Inseln. I. Inseln östlich von Afrika: 1) Admiranteninseln, 2) Mahé oder Seychellen, 3) Komoren, 4) Madagaskar(¹⁸²⁶)¹⁸²⁸, 5) Maskarenen. II. Inseln westlich von Afrika: 1) S. Helena. 2) Himmelfahrtsinsel, 5) Guineainseln, 4) Kapverdische Inseln, 5) Kanarische Inseln, 6) Madeira und Porto Santo, 7) Azoren, Terceira-Inseln und andere. S. 78–79

KAPITEL IV. AMERIKA.

§. 1. Lage, Grenzen, Größe. Sie liegt zwischen 210–344° Länge und von 56° südlicher bis 80° nördlicher Breite. Im Osten grenzt sie an den Atlantischen Ozean, im Süden an das Magellanische Meer, im Westen an den Asiatischen Ozean, im Norden an die

§. 2. Der Boden. – Der Boden ist größtenteils sandig und wasserarm, voller ausgedehnter Wüsten. – Die bedeutenderen Gebirge sind das Mondgebirge oder die abessinischen Alpen, – das Atlasgebirge, die Schneeregion (: oder die Schneegebirge), und viele andere.

§. 3. Meere. – Das Mittelmeer, der Atlantische und Äthiopische Ozean, der Indische Ozean mit dem Mosambikkanal, das Arabische und das Rote Meer. S. 133–135 <...>

XV. Die Südküste wird von Hottentotten bewohnt (: einem wilden und sehr mutigen Volk) und von Europäern. Die Hauptstadt dieses Kaplandes ist Kap. XVI. Inseln. 1) Inseln östlich von Afrika: – a) Admiralitätsinseln. – b) Mahé oder Seychellen, – c) Komoren. – d) Madagaskar, – e) Maskarenen. 2) Inseln westlich von Afrika: a) St. Helena, – b) Himmelfahrtsinsel (: Ascension), – c) Guineainseln. – d) Kapverden. – e) Kanarische Inseln. – f) Madeira und Porto Santo. – g) Azoren (: Azoren) – Terceira-Inseln und andere. S. 146

Abschnitt IV. Amerika. §. 1. Lage, Grenzen, Größe. Sie liegt zwischen 210–344° Länge und von 56° südlicher bis 80° nördlicher Breite. Ihre Grenzen liegen im Osten am Atlantischen Ozean, im Süden am Magellanischen Meer, im Westen am Asiatischen Ozean und im Norden wegen des ewigen Schnees und

12

ewigen Eises unbekannt. Ihre Fläche beträgt bis zu 753000 Quadratmeilen.

§. 2. Die Gebirge in diesem Teil der Welt sind die höchsten; unter ihnen sind besonders die Kordilleren hervorzuheben, eine ungeheure Kette, die sich durch Süd- und Nordamerika zieht, unter denen der Chimborasso der höchste der ganzen Erde ist.

§. 3. (1825; 1826 Inseln) (1828 Meere): Skandinavische Inseln oder nördlicher Ozean, dessen Teil das Eskimomeer mit den Buchten Eskimobucht, Hudson-, James- und Baffinbucht ist: der westliche Äthiopische Ozean mit dem Brasilianischen und Magellanischen Meer, der Atlantische Ozean oder das Südmeer mit der Bucht von Panama und dem Meer von Kalifornien.

S. 79 <...>

19) La Marguarita gehört zu Spanien. 20) Curaçao gehört zu den Niederlanden. C. Die Bahamas, also die Lukayischen Inseln, stehen unter englischer Herrschaft: Es handelt sich um einen Archipel aus etwa 200, nach anderen Angaben 700 Inseln; die bedeutenderen sind: Providence, Abaco, St. Salvador oder Cai-Island, das erste von Christoph Kolumbus entdeckte Land. S. 87

Die Grenzen des Eises sind unbekannt. – Ihre Fläche beträgt 753,000 Quadratmeilen.

§ 2. Gebirge.

Die Gebirge dieses Teils der Welt sind die höchsten; unter den bedeutenderen sind die Kordilleren, eine ungeheure (oder unermessliche) Kette, die sich durch Süd- und Nordamerika zieht, unter denen Chimborasso der höchste Berg der Erde ist.

§ 3. Inseln und Meere. Skandinavische Inseln oder der nördliche Ozean, dessen Teil das Meer Eskimomeer, Hudson, James und Baffin ist: der Atlantische Ozean, der westliche Äthiopische Ozean mit dem Brasilianischen und Magellanischen Meer, der Asiatische Ozean oder das Südmeer mit der Bucht von Panama und dem Meer von Kalifornien. S. 146–148 <...>

19) La Marguarita gehört zu Spanien. 20) Curaçao gehört zu den Niederlanden. C. Die Bahamas oder die Inseln Lukayischen, die unter englischer Herrschaft stehen: Es handelt sich um einen Archipel aus 200, nach anderen Angaben aus 700 Inseln; unter ihnen sind die bedeutenderen: Providence, Abaco, St. Salvador oder Cai-Island, das erste Land, das von Christoph Kolumbus entdeckt wurde. S. 162

KAPITEL V. AUSTRALIEN ODER OZEANIEN. Es umfasst alle Inseln des stillen Meeres, die im südlichen Teil der Erde liegen, von den östlichen Grenzen der ostindischen Inseln bis zur Westküste Amerikas.

Die folgenden Teile sind zu unterscheiden: 1. Neuholland: An ihrer Ostküste gründeten die Engländer eine Kolonie für Verbrecher und nannten sie Neusüdwales. Hier liegt die Stadt Sidney

Abschnitt V. Australien oder Ozeanien. Sie umfasst alle Inseln des stillen Meeres, die im südlichen Teil der Erde liegen, von den östlichen ostindischen Inseln bis zur westlichen Küste Amerikas. Die Teile sind folgende: 1. Neuholland: An ihrer Ostküste gründeten die Engländer eine Kolonie von Verbrechern (: Zbrodniarży) und nannten sie Neusüdwales.

mit einem ausgezeichneten Hafen. Die Insel Norfolk, sehr fruchtbar, gehört ebenfalls hierher.

2. Neuguinea ist nach Neuholland die größte Insel im Südlichen Ozean; ihre wilden Einwohner bilden drei unabhängige Völker, nämlich Papuas, Haraforen und Oranbadschu.

3. Neubritannien ist von verdächtigen und verräterischen Paypus bewohnt, die sich mit ordentlichem Anbau und schönen Plantagen von Pisang, Yams und Zuckerrohr beschäftigen; in der Nähe liegen die Inseln Prinz York, Sandwich, Portland, Mulgrave und andere.

S. 87–88

<...>

16. Osterinseln und Pfingstinseln haben harten und steinigen Boden; die Bewohner der Osterinseln sind von kleiner Statur und haben lange Ohren.

17. Die Sandwichinseln haben ausgezeichneten Boden; die Einwohner (deren Zahl bis zu 400 000 beträgt) sind von schöner Gestalt und dunkler Hautfarbe, beschäftigen sich mit Ackerbau, Fischerei und Schiffbau und leben nach europäischer Sitte. Der höchste Häuptling dieser Inseln, Tamaoono, nahm europäische Sitten, die englische Sprache und Gebräuche an, sodass der größere Teil der Einwohner Englisch spricht. Menschenopfer sind hier üblich; bei Bittopfern reißen sie sich die Vorderzähne aus. Die größte dieser Inseln, Owaihi, wurde 1794 von den Engländern besetzt, ohne jedoch die frühere Regierung und Religion anzutasten, die bis heute fortbestehen.

ENDE.

S. 90

die Stadt Sidney mit einem sehr schönen Hafen. Die Insel Norfolk ist sehr fruchtbar; auch sie gehört hierher.

2. Neuguinea, die größte Insel von Neu-Holland, erstreckt sich in südöstlicher Richtung; ihre Bewohner sind in drei unabhängige Völker geteilt, nämlich Papuas, Haraforas und Orangbadschus.

3. Neubritannien ist von eifersüchtigen und betrügerischen Paypus bewohnt, die sich mit ordentlichem Ackerbau und schönen Plantagen von Pisang, Yams und Zuckerrohr beschäftigen; in der Nähe liegen die Inseln Prinz York, Sandwich, Portland, Mulgrave und andere.

S. 162–163

<...>

16. Osterinseln und Pfingstinseln haben harten und steinigen Boden; die Bewohner der Osterinseln sind kleinwüchsig und haben lange Ohren.

17. Die Sandwichinseln haben sehr fruchtbaren Boden; ihre Einwohner (: deren Zahl etwa 400,000 beträgt) sind von schöner Gestalt und dunkler Hautfarbe, beschäftigen sich mit Ackerbau, Fischerei und Schiffbau und leben nach europäischer Sitte. Ihr oberster Häuptling, Tamaoono, nahm europäische Sitten, die englische Sprache und Gebräuche an, sodass der größere Teil der Einwohner Englisch spricht. Menschenopfer sind hier üblich; sie reißen sich bei flehenden Opfern die Vorderzähne aus. Die größte dieser Inseln, Owaihi, wurde 1794 von den Engländern besetzt, ohne die alte Regierung und Religion zu beeinträchtigen, die bis heute fortbestehen.

Ende.

S. 166

3. Abweichungen des Manuskripts von Pabrėža vom Original: Irrtümer, Änderungen, Ergänzungen

Beim Vergleich des Gkz-Textes von Szafcajer mit der von Pabrėža niedergeschriebenen Übersetzung finden sich Abweichungen vom Original dreierlei Art: Fehler, Korrekturen und Ergänzungen.

Die Irrtümer sind nicht zahlreich und von verschiedener Art: Gelegentlich irrt sich Pabrėža beim Abschreiben geografischer Objektnamen – er lässt Wörter mit wiederkehrender Wurzel aus (siehe Beispiel 1), macht beim Korrigieren wiederkehrender geografischer Objektnamen Fehler (Beispiel 2) oder wiederholt anstelle des erforderlichen Wortes oder der erforderlichen Ziffer die danebenstehende Aufzeichnung oder einen Teil davon (Beispiele 3 und 4), vgl.:

14

(1) Auf den Indischen Ozean, zu dem gehören: der Mosambik-Kanal, das Arabische und das Persische Meer mit den Buchten des Arabischen und des Persischen, des Bengalischen, des Siamesischen, des Tonkinischen sowie mit dem Indischen Archipel (Gkz 1828: 7). → I Dydjuri Indyjskyni, pri kório prigół: Kanals ar Griowis mozambickynis, jura arabyny, yr perskyný só atakomis bengalskyný, syamskyný, tunskyný, yr indyškyný saljuró (PalG 8).

(2) a) Smolensk am Dnepr, b) Drohobuz, ebenfalls am Dnepr⟧ (Gkz 1828: 17). → a) Smolensk ąt Dniepró. b.) Drohobuz teepat ąt Dniestró (PalG 28).

(3) Königreich der Niederlande. Es grenzt im Norden und Westen an die Nordsee, im Süden an Frankreich, im Osten an Deutschland. <...> Religion. Die verschiedenen Konfessionen genießen eine einheitliche staatliche Fürsorge, doch im Norden ist die reformierte und im Süden die katholische Konfession die Religion der größeren Einwohnerzahl (Gkz 38). → Karaliste Niderlandyny. Rōbežyjesi i šiaury yr waakarus só ju(r)o šiaurynę, i pytus só Francyjy, i riitus só Wookitees. <...> Wiera. Wayry yspazynynmaa wyriokios datyrdyniee rieda apieklas, bet i šiaury parmaynitoosys (: reformowaney³⁰) o i riitus katalkyzksoosys, ira wieros dydesnioji dalys giwentojų (PalG 71).

(4) IV. Das Großherzogtum Finnland oder Finnland mit 4608 Quadratmeilen wurde durch den Vertrag von Friedrichshamn im Jahre 1809 von Schweden abgetreten und gliedert sich in 8 Gouvernements (Gkz 1828: 21–22). → IV. Dyde Kōnygayksziste. Finskyny arba Finlandyja tórėti 4809. miles ketẇyrtaynynes rooty Frydrychshamy 1809. metusy pastópita par Szwecyjy, dalyjes i 8. gubernnyjes (PalG 39).

Die Unstimmigkeit der samogitischen Aufzeichnung ocean atlantycki beim Übersetzen der Formulierung aus der Ausgabe von 1828 und den früheren Ausgaben von Gkz ist doppelt zu bewerten: als Hinweis darauf, dass dieser Fehler in der Gkz-Ausgabe von 1832 nicht vorhanden war, oder als Zeichen für Pabrėžas Aufmerksamkeit gegenüber den sachlichen Informationen des zu übersetzenden Textes (siehe die Hervorhebungen und Kommentare zu Beispiel 5):

(5) Ozean atlantycki, der westliche äthiopische Ozean mit dem brasilianischen und magellanischen Meer, der Ozean atlantycki³¹, also das Südmeer mit der Bucht von Panama und dem Kalifornischen Meer (Gkz 1828: 79). →

³⁰ Im Manuskript Pabrėžas ist bei der Schreibung von reformowaney eine Korrektur sichtbar (ey anstelle von a?).

³¹ Dieser Fehler wurde im späteren, erheblich überarbeiteten Gkz (1845: 107) korrigiert: Ozean Spokojny. Es ist möglich, dass dieser Fehler bereits in der Ausgabe von 1832 nicht mehr vorhanden war (in diesem Fall wäre dies ein weiteres Indiz dafür, dass Pabrėža Gkz von 1832 benutzte).

15

der größte atlantische, der größte westliche Äthiopiens <...>, der größte asiatische32 oder das südliche Meer, das durch den Panamakanal und das Kalifornische Meer geteilt wird (PaIG 146–148).

Die Korrekturen in der Übersetzung sind zweierlei Art. In einigen Fällen schreibt Pabrėža Anmerkungen nieder, die sich aus dem Verständnis des Textes ergeben (siehe Beispiel 6), oder er erwägt, welches Mitglied des aufzuschreibenden lexikalischen Dubletts geeigneter wäre (Beispiele 7–8), vgl.:

(6) Königreich Portugal. Es grenzt im Norden und Osten an Spanien, im Süden und Westen an den Atlantischen Ozean und hat eine Ausdehnung von 1656 Quadratmeilen sowie 3.683.000 Einwohner. Die bedeutenderen Flüsse sind: Minho, Duero, Tajo, Guadiana (Gkz 26). → Karaliiste Portógalskyny. Róbežyjes i šziaury yr saulietekei so Hiszpanyjij, i pyitus yr wakarus só juró atlantyckyny: yr tór abladoos 1656 miiles ket wyrtaynynes: o swietingóma 3,683,000 giwentojų (ar wiryszku: nes lękyszkoo kningeliee padiets m. tór znoczity ar mieszkánców, ar meszcz yzn.?) Ópis way skesniosys: Minho, Duero, Tag, Gwadiana (PaIG 49).

(7) V. Das Herzogtum Lucca hat 23 Quadratmeilen und 120000 Einwohner und gehört der Herzogin Maria Ludovika, der Königin von Etrurien (Gkz 33). → V. Kónygaykszt i ste Łukieskyn y: tór miilu ketwyrtaynyniu 23. yr 120,000. giwentojų, priig ół prii Kónygayksztienys Maryjos Ludwikas apsynaszliejósys (: ar geriaus apnaaszlintos) karalienys Hetrurijos, Miests staliččyynis Lucca qt ópy Serchio (PaIG 62).

(8) andere Städte sind Kozienice, Solec an der Weichsel mit einem alten Schloss (Gkz 24). → kyti miestaa ira Kozienice, Solec, qt Wisłó só Raktó (: ar geriaus pyly) sendyinyny (PaIG 44–45).

Die Einfügungen des Autors anderer Art enthalten Anmerkungen enzyklopädischer (informativer) Natur und zeigen zugleich, was Pabrėža zu jener Zeit zusätzlich klärte und an den Rändern notierte, damit später weder bei ihm selbst noch vielleicht bei künftigen Lesern (oder Zuhörern, falls die samogitische Abschrift für Geografiestunden angefertigt worden wäre) Zweifel aufkämen.

In der Übersetzung gibt es vier, mit den Buchstaben (a), (c: c:), (d), (e)33 gekennzeichnete Einfügungen, die am Rand die Begriffe Amt, Pfund Sterling, Diözese, Schakal erläutern (siehe PaIG 89, 101, 103, 123) – diese informativen Anmerkungen34 haben keine Entsprechung im polnischen Text. Sie zeigen Pabrėžas Sorgfalt und die vergleichsweise geringe Zahl der ihm unklaren Dinge (vgl. die in Tabelle 2 angeführten Abschnitte von Pabrėžas Ergänzungen).

32 Pabrėža verstand dies vermutlich ebenfalls als wschodni Ocean czyli spok ony (vgl. Gkz 1828: 7, 19), den er am Anfang des Manuskripts außerdem als großen Sonnenlaufenden oder östlichen beziehungsweise ruhigen Großen bezeichnet hatte, vgl.: dydiji sauletekyn i (ar) rytini) Dydjuri arba romóujį; ónt Dydjurió rytinió (PaIG 9, 34).

33 Die Reihenfolge dieser Anmerkungen ist in PaIG konsequent – Anmerkungen mit dem Buchstaben b gibt es in Pabrėžas Manuskript nicht.

34 Darauf, dass Pabrėža eine gesonderte Anmerkung zu den Schakalen gibt, hat auch Skorupskas (2019: 29) hingewiesen.

16

Tabelle 2. Zusätzliche Einfügungen Pabrėžas in der samogitischen Übersetzung von Geografija krótko zebrana (Gegenüberstellung einiger Textabschnitte aus Gkz und PaIG)

Gkz 1828

PaIG

Hier gehört auch 1) <...>

Dazu gehören auch 1) <...>

3) Die bisherigen Großherzogtümer und Ämter: Alzenau, Amorbach, Miltenberg i Henbach. 4) Die bisherigen fuldaischen Ämter: Brückenau, Hammelburg, Weihers, 5) Ein Teil des ehemaligen französischen Departements Mont-tonnere und des Niederrheins, MS. Zweibrücken.

S. 47

3) Die aus dem Großherzogtum stammenden Ämter: Alzenau, Amorbach, Miltenberg und Henbach. 4) Die ehemaligen fuldaischen Ämter: (a): Brückenau, Hammelburg, Weihers. 5) Ein Teil des ehemaligen französischen Departements Mont-tonnere und des Niederrheins, die Hauptstadt Zweibrücken. (a) Amts (: Amt), ist ein kleiner Bezirk, der von unserem Vaterland abgefallen ist und einige Gemeinden umfasst.

S. 88–89

Hier liegt auch die Insel Anglesea, auf der sich eine reiche Kupfermine befindet, die jährlich 3000000 Pfund Sterling einbringt. S. 53

Čže prigōl sala Anglesea, qt kõry naudinga kaasiba waary atneszti̇ par meta 300,000 swaru szterlingu (: c:) (: c:) Swars Szterlingu liigynas ščėžyms rōblems sydabrynems. S. 101

Einteilung. I. Königreich Dänemark, mit Ausnahme der Herzogtümer, ist in Diözesen eingeteilt, und zwar: <...>. S. 55

Dalmibe. I. Königreich Dänemark, ausgenommen die Herzogtümer, ist in Diözesen eingeteilt, (d) wie folgt: <...>. (: d:) Eine Diözese bedeutet dasselbe wie eine Provinz. S. 103

§. 4. Arabien. <...>

IV. Arabien. <...>

Die Erzeugnisse dieses Landes sind: die besten Pferde, Wildesel, Kamele, Büffel, Schafe, Löwen, Tiger, Schakale usw., Reis, Manna, Zucker,

Ihre besten Tiere sind: – in den Wäldern: Elche, Kamele, Büffel, Schafe, Luchse, Tiger, Schakale, (e) und so weiter. Reis, Manna, Zuckerrohr, Wein,

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Wein, Baumwolle, Kaffee, Myrrhe, Aloe, Weihrauch, Salz, Eisen, Blei und verschiedene Steine. S. 65–66

Baumwolle, Kaffee, Myrrhe, Alisós (: Aloe) gekocht, Rauchsalz, Eisen, Blei und verschiedene Steine. (e) Der Schakal ist ein wolfähnliches Tier, von den Naturforschern nach Linnaeus Canis aureus genannt, mit rotem, fuchsähnlichem Fell; er lebt tagsüber in Wäldern oder zwischen Bergen, richtet aber nachts großen Schaden an. S. 121, 122–123

Der Textvergleich legte außerdem zwei kurze Einfügungen offen, die mit Pabrėžas samogitischen und staatsbürgerlichen Einstellungen zusammenhängen.

Die Sprachen Europas werden in Gkz unter Hervorhebung von 11 Hauptsprachengruppen beschrieben. In die 9. Sprachengruppe fallen die lettische und die litauische Sprache, vgl. §. 10. Die Hauptsprachen zählt man elf: <…> 9) Lettisch und Litauisch <…> (Gkz 1828: 12). Pabrėža vertauscht die lettische und litauische Sprache, und fügt vor ihnen zusätzlich ein, dass unter diesen Lyžówių auch Žemaytinis „die samogitische Sprache“⟧ zu finden sei, vgl.: §. 10. Lyžiōwee. Lyžówių binktoryniu rokų wyinōulyka. <…> 9.) Žemaytinis, Lyitówynis, yr Łatwyszkasis. <…> (PalG 19–20) (das vollständige Zitat ist in Tabelle 3 wiedergegeben).

Russland, in der Übersetzung Ciesorėje Rosyiskyny genannt, ergänzt Pabrėža das Verzeichnis der Orden um zwei beliebte Ehrenzeichen des Königreichs Polen, die in Gkz und PalG in einem späteren Kapitel des Buches genannt werden Królestwo Polskie → Karaliste Łękyszkoi – dies sind die Orden des Weißen Adlers und des heiligen Stanislaus, die auch Auszeichnungen der Republik beider Nationen gewesen waren (vgl. die in Tabelle 3 angeführten Zitate aus Gkz 1828: 16, 24 und PalG 27, 44).

Tabelle 3. Einfügungen in der Übersetzung von Geografij̨a krótkо zebrana, die Pabrėžas samogitische und staatsbürgerliche Einstellungen zeigen

Gkz 1828 (1826)

PalG

§. 10. Es gibt elf Hauptsprachen: 1) Baskisch, 2) Szкоckoirycki (keltogallisch), 3) Cymbryyski, 4) Finnisch, 5) Griechisch, 6) Lateinisch, aus dem hervorgegangen sind: Italienisch, Spanisch, Französisch und andere; 7) Arnautisch oder Albanisch, 8) Germanisch in Deutschland mit den Dialekten Englisch, Dänisch, Schwedisch, Niederländisch usw.; 9) Lettisch und Litauisch, 10) Slawisch, das über-

§. 10. Lyžiōwee. Die Sprachen der verschiedenen Völker. 1.) Biskayskynis. – 2.) Szкоckoirycky-nis (keltogallisch). – 3.) Cymnbryiskynis. – 4.) Finskynis. – 5.) Grekynis. – 6.) Łotinyšz-kasis, aus dem hervorgegangen sind: wałakyszkasis, hiszpanskynis, prącuzynis und andere. – 7.) Arnau-ckynis arba Albanskynis. – 8.) Germanskynis In Deutschland mit den Dialekten Englisch, Dänisch, Schwedisch, Niederländisch usw.

der am weitesten verbreitete unter allen: seine wichtigsten Dialekte sind: Russisch, Polnisch, Tschechisch usw. 11) Turko-tatarisch in der Türkei, auf der Krim usw., außerdem Jüdisch und Zigeunerisch. S. 12

, Schwedisch, und Niederländisch usw. – 9.) Žemaytýnis, Litauisch und Lettisch. – 10. Slawisch, die am weitesten verbreitete Sprache: seine wichtigsten Dialekte sind: Russisch, Polnisch, Tschechisch usw. – 11.) Tõrkýška-tatarynis in der Türkei, auf der Krim usw. – außerdem Židyszka­sis und Cygonysz-kasis. S. 19–20

Russisches Kaiserreich. <…> Staatswappen. Ein schwarzer Doppeladler mit zwei Kronen auf goldenem Feld. Orden. Des heiligen Andreas, der heiligen Katharina, des heiligen Wladimir, des heiligen Alexander Newski, der heiligen Anna und des heiligen Georg. S. 14–16

Ciesoryje Roſysky­ny. <…> Žimie ponistys. Erelis jóudasis dwýgalwis sõ duym karunym łauky auksa. Žėkłaa. (: Ordery). Szwęta Ęndrijaus, Szw. Kotrinys, Szw. Władimira, Szw. Alexedras newskyny, Szw. Onos, yr Szwęta Jórgy, Szw. Stanisłowa, Erely baltoj, yr t. t. S. 23–27

§. 2. Königreich Polen. <…> Wappen des Königreichs: ein weißer Adler auf rotem Feld, auf der Brust des Adlers ein schwarzer Doppeladler. Orden. Der des Weißen Adlers, der des heiligen Stanislaus, in vier Klassen eingeteilt, sowie das Militärkreuz für Kriegsverdienste, das in drei Klassen eingeteilt ist. S. 22–24

Königreich Polen. <…> Wappen des Königreichs (: Herb.): ein weißer Adler auf rotem Feld, auf der Krone des Adlers ein schwarzer Doppeladler. Orden. Der des Weißen Adlers – der heilige Stanislaus in vier Klassen eingeteilt –, ferner das Militärkreuz für Kriegsverdienste (: oder Verdienste), das in drei Klassen eingeteilt ist. S. 40–44

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Das erhaltene, ohne Titelblatt überlieferte Manuskript Pabrėžas von 166 Seiten, das mit den Worten Įžegis Geograpyje beginnt, bietet eine samogitische Übersetzung des in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Vilnius in der Druckerei Zawadzki mehrfach veröffentlichten Geographielehrbuchs von Szafčajer. Der systematische Vergleich des Textes des samogitischen Manuskripts

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mit den Texten verschiedener Fassungen des Lehrbuchs von Szacfajer – Geografia początkowa (1817; 1818b) und Geografija krátko zebrana (1825; 1826; 1828) – zeigt, dass die spätere Fassung, veröffentlicht unter dem Titel Geografija krótkо zebrana, die Quelle für Pabrėžas Übersetzung war. Höchstwahrscheinlich schrieb Pabrėža in seinem Manuskript Ižgėis Geograpyje den Text der Ausgabe von 1828 oder der in bibliografischen Verzeichnissen erwähnten, bislang jedoch nicht aufgefundenen Ausgabe von 1832, die vermutlich einige Änderungen enthalten haben könnte, auf Samogitisch nieder: Geografija krótkо zebrana. Einige Abweichungen in Pabrėžas Übersetzung von der Ausgabe Gkz von 1828 lassen vermuten, dass in der Ausgabe von 1832 einige historische Daten (beispielsweise die Bezeichnung Gregors XVI., der 1831 Papst wurde) oder geografische Angaben anders verzeichnet gewesen sein könnten (beispielsweise die korrigierte Erwähnung von ocean atlantycki anstelle von ocean Spokojny, ein Fehler, den Pabrėža dydžiuuriu Azyjenniniu arba dydžiuoju saulietekyni (ar) rytiniu nennt).

Der Vergleich von PaIG mit dem Text von Geografija krótkо zebrana bestätigt die Auffassung früherer Forscher – Subačius (1996: 42) und Gedrimas (2003: 119, 132) –, dass Pabrėžas Manuskript Ižgėis Geograpyje zu Beginn des vierten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts entstand.

Die Übersetzung ist ziemlich wörtlich, da Pabrėža eine neue Terminologie entwickeln musste und der enzyklopädische Charakter des Textes von Geografija krótkо zebrana beim Übersetzen Genauigkeit erforderte. Pabrėža war aufmerksam, irrte selten, korrigierte Ungenauigkeiten und verbesserte die Darbietung des Textes. Der Vergleich der Übersetzung mit dem Original zeigt einige Einfügungen aus Pabrėžas eigenem Text. Sie sind dreierlei Art: informative Anmerkungen zu einigen Wörtern (Amt, Diözese, Pfund Sterling, Schakal) sowie die Bekundung einer anders verstandenen nationalen – samogitischen – Identität (bei der Übersetzung der Liste der europäischen Sprachen wird zusätzlich die samogitische Sprache eingetragen) und einer staatsbürgerlichen Identität (die Liste der Auszeichnungen des Ciesoryjes Rofsvyskynys „Russischen Kaiserreichs“ wird um zwei damalige Auszeichnungen des Königreichs Polen ergänzt – die Orden des Weißen Adlers und des heiligen Stanislaus, die Ehrenzeichen der Republik beider Nationen gewesen waren).

Die festgestellte Verbindung des Manuskripts Ižgėis Geograpyje mit der Übersetzungsquelle Geografija krótkо zebrana liefert neue Erkenntnisse über die Tendenzen der samogitischen und litauischen Pädagogik in den 1830er und 1840er Jahren des 19. Jahrhunderts und eröffnet neue Möglichkeiten für die Untersuchung von Pabrėžas Lexik, Orthografie und Terminologie jener Zeit.

ŠALTINIAI

Gkz 1825: [Szacfajer Walenty, par.] Geografija krótkо zebrana podług ostatnich traktatów ułożona [Geography Briefly Collected and Arranged According to the Latest Treatises], nanowo przejrzana i poprawiona przez W. Szafcajera, Wilno: Józef Zawadzki własnym nakładem.

Gkz 1826: [Szacfajer Walenty, par.] Geografija krótkо zebrana podług ostatnich traktatų ułożona [Geography Briefly Collected and Arranged According to the Latest Treatises], nanowo przejržana i poprawiona przez W. Szafcajera, Wilno: Józef Zawadzki własnym nakładem. Prieiga internete: https://polona.pl/item-view/50689e75-d0b5-4592-b80f-f61dfe6960aa.

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Gkz 1828: [Szacðajer Walenty, par.] Geografia krótko zebrana podług ostatnich traktatów ułożona [Geography Briefly Collected and Arranged According to the Latest Treatises], nanowo przejrzana i poprawiona przez W. Szacfajera, Wilno: Józef Zawadzki własnym nakładem. Prieiga internete: https://polona.pl/item-view/0acbdd8e-11a4-4839-9ee8-39041e14228d.

Gkz 1845: [Szacfajer Walenty, par.] Walentego Szacfajera Geografia krótko zebrana [Walentу Szacfajer’s Geography Briefly Collected], wydanie nowe, podług ostatnich traktatów ułożone, przejrzane i poprawione, Wilno: Nakładem i drukiem Józefa Zawadzkiego. Prieiga internete: https://rcin.org.pl/dlibra/publication/89874/edition/69163.

Gp 1811: S[zacfajer] W[alenty] ²1811, {Geografia początkowa dla pożytku uczącey się młodzi podług ostatnich traktatów ułożona i powiększona [Introductory Geography for the Benefit of Young Learners, Arranged and Expanded According to the Latest Treatises], przez W... S..., wyd. 2., Wilno 1811 Zawadzki}. Prieiga internete: https://polona.pl/preview/feca5d42-9ba1-4bb6-a1b8-497af3130465.

Gp 1817: S[zacfajer] W[alenty] (3)1817: Geografia początkowa dla pożytku uczącey się młodzi, podług ostatnich traktatów ułożona [Introductory Geography for the Benefit of Young Learners, Arranged and Expanded According to the Latest Treatises], wydanie trzecie, znacznie przerobione i poprawione, przez W... S... w Wilnie nakładem. i drukiem J. Zawadzkiego. w Wilnie i Warszawie. w Xięgarniach tegoż.

Gp 1818a: S[zacfajer] W[alenty] ³1818: Geografia początkowa dla pożytku uczącey się młodzi, podług ostatnich traktatów ułożona [Introductory Geography for the Benefit of Young Learners, Arranged and Expanded According to the Latest Treatises], wydanie trzecie, znacznie przerobione i poprawione przez W... S... w Krakowie, w drukarni akademickiey 1818.

Gp 1818b: S[zacfajer] W[alenty] ⁴1818: Geografia początkowa dla pożytku uczącey się młodzi, podług ostatnich traktatów ułożona [Introductory Geography for the Benefit of Young Learners, Arranged and Expanded According to the Latest Treaties], wydanie czwarte nanowo przejrzane i poprawione przez W... S..., w Wilnie nakładem i drukiem Józ. Zawadzkiego, w Wilnie i Warszawie. w Xięgarniach tegoż 1818. Prieiga internete: https://polona.pl/item-view/3c74fd18-fdc3-4be7-a679-12c5783ea184.

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