190 KALBOS
KULTŪRA | 82 Jah e al
LINDA LAUZE
Uni e si ä Liepāja, Le land
FUNKTIONEN und Gebie e de
Ve wendung de le ischen Sp ache
VARIETIES: RADIO- und Fe nsehjou nalis en
S ellungnahme
Ziel des o liegenden Pape s is es, die Funk ionen und Be eiche de la einischen
Sp ach a ian e zu cha ak e isie en, die aus In e iews mi Radio- und
Fe nsehjou nalis en abgelei e we den können. Die S udie basie au
In e iews mi 24 le ischen Radio- und Fe nsehjou nalis en sowie
P og ammmode a o en. Es is Teil des P ojek s Bal ic Sociolinguis ics
(BalSoc): Linguis ic Awa eness and O ien a ion in Li auen und Le land
(P ojek lei e in D . Lo e a Vaicekauskienė), das om Ins i u ü die li auische
Sp ache de Li auischen S aa ss i ung ü Wissenscha und S udien
o geleg wu de. Die ace- o- ace-s anda disie en In e iews mi eine
Gesam länge on 883 Minu en bes anden aus 20 F agen, die sich au die olgenden
Themen konzen ie en: Sp achme kmale, Sp achp es ige, sp achliche und
kommunika i e Kompe enz de Jou nalis en, Sp achpoli ik und Sp achsi ua ion
in Le land sowie die Da en übe die Be ag en (Al e , Gebu so ,
Mu e sp ache, Bildung, Be u se ah ung) und die on ihnen mode ie en
P og amme. Die S ichp obe bes and aus 24 männlichen Ve e e n sowohl
na ionale als auch komme zielle audio isuelle Medien im Al e on 32 bis 48
Jah en. Nach langen Diskussionen und o läu igen Un e suchungen wäh end des
P ojek s wu den Ve e e diese sozialen G uppe als ypische Radio- und
Fe nsehjou nalis en und P og ammlei e einges u . Es soll e eine Au gabe
ü die Geschlech e o schung sein, zu analysie en, "wa um Radio und
Fe nsehen in den meis en wes lichen Lände n Männe in Nach ich ensendungen
und als Mode a o en on Dokumen a ilmen und ande en "e ns en"
P og ammen da s ellen" (K oløkke, Sø ensen 2006: 91). De o liegende A ikel
be ass sich mi de Meinung on Radio- und Fe nsehjou nalis en zu Funk ionen und Nu zungsbe eichen de li e a ischen Sp ache, de Umgangssp ache, des Slanges und de Subdialek e nich nu in audio isuellen Medien, sonde n auch in ande en Disku sen.
L. LAUZE. Ich bin ein A z . Funk ionen und
Nu zungsbe eiche de le ischen Sp ach a ian en: Meinung on Radio- und Fe nsehjou nalis en 191
S a i ika ion de le ischen Sp ache
In de mode nen Linguis ik gib es kein einhei liches Ve s ändnis de S a i ika ion de le ischen Sp ache. Zum Beispiel schläg In a F eimane o , die
le ischen Sp ach a ian en in S anda dsp ache und nich -s anda disie e Sp ache zu un e eilen, wobei die li e a isch-kolloquiale Sp ache Teil de
S anda dsp ache is und die nied ig-kolloquiale Sp ache eine Va ian e de nich -s anda disie en Sp ache is (F eimane 1993: 27 […] 28). Jānis
Rozenbe gs e i eine ähnliche Ansich , die in ande en Beg i en ausged ück wi d (Rozenbe gs 2004: 143 […] 145). In den obigen Ansä zen wu de das
K i e ium li e a isch […] nich -li e a isch angewende . Wenn wi diese F age aus soziolinguis ische Sich be ach en, is die Umgangssp ache eine
unabhängige Fo m de Exis enz de Sp ache auße halb des Rahmens de li e a ischen Sp ache. Es handel sich um eine e i o iale unbeg enz e
Va ian e de Na ionalsp ache, de en Haup zeichen eine spon ane gesp ochene Fo m und die In o mali ä de Sp achsi ua ion sind (Lauze 2004: 160).
Lau Fe gusons Theo ie de Diglossie ha die li e a ische Sp ache in de Gesellscha ein höhe es Ansehen als die umgangssp achliche Sp ache.
Wenn es um Slang geh , haben le nische Sp achwissenscha le bis je z meh
Au me ksamkei au seinen Wo scha z geleg . Die bedeu ends en
Ve ö en lichungen zu diesem Thema wu den on Ojā s Bušs und Vine a
E ns sone e s ell . Ande e sind E ns sones Dok o a bei und ein Wö e buch
des le ischen Slangs (Bušs 1979; E ns sone 1998; E ns sone 1999; Bušs,
E ns sone 2006; Bušs 2006; E ns sone 2006). Einige Soziolinguis en sind sich einig,
dass Slang eine Va ian e de le ischen Sp ache sein könn e (D u ie e 1988:
198[…]199; E ns sone 1999: 8). Die o liegende Fo schung behaup e , dass Dialek e
als e i o ial beg enz e Va ian en behandel we den können, wäh end Slang als
eine sozial beg enz e Va ian e de le ischen Sp ache be ach e wi d. Um
jedoch den unabhängigen S a us des Slanges es behaup en zu können, wä e es
no wendig, ande e Ebenen des Slanges wei e zu un e suchen; nich nu Wo scha z, sonde n auch Phone ik, Mo phologie und Syn ax.
Na ionale Rund unk- und Fe nsehsendung:
Bes ehende Regeln ü die Sp ach e wendung
Wi behaup en, dass Menschen, die in den Medien a bei en, insbesonde e in
den na ionalen Medien, ausschließlich S anda dsp ache e wenden soll en. Jou nalis en, die in de
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De le ische na ionale Radio ha in seinen A bei s e ägen eine spezielle
Klausel übe die Sp ach e wendung. Einige de Einsch änkungen sind wie olg :
• Nach dem Ve ag dü en Jou nalis en keinen Slang, ulgä en ode
unhö lichen Ausd uck e wenden.
• Sie müssen e meiden, zu iele F emdwö e zu e wenden.
In e iews und Kommen a e in F emdsp achen müssen ins Le ische übe se z we den.
• Dialek e we den nu in Fällen ole ie , in denen de In e iewee eine
Sp ach a ian e e wende und de Jou nalis eine li e a ische Sp ache
e wenden muss, es sei denn, das P og amm ich e sich an ein
spezielles Publikum (z. B. Sp eche des la galischen Dialek s).
• Jou nalis en, die ü den le ischen Radio a bei en, müssen eine
hochwe ige, eiche li e a ische Sp ache e wenden, die dem Geis de
Zei und den akzep ie en No men en sp ich .
• Das S udienzen um e olg und bewe e kon inuie lich die
Sp ache on Radio epo e n, Kommen a o en und
P og ammmode a o en in Bezug au Quali ä und Kul u .
Jou nalis en, die im le ischen Fe nsehen a bei en, müssen ähnliche Regeln
be olgen. Sie müssen alle die e hischen G undsä ze alle Mi a bei e des
Jou nalismus und des le ischen Fe nsehens sowie die be u lichen S anda ds
de le ischen Fe nsehsendungen be ücksich igen. Hie sind einige Einsch änkungen:
• Die Sp ache muss kla und ein ach sein; Übe eibungen und
zweideu ige Ausd ücke müssen e mieden we den.
• P og ammmode a o en und Jou nalis en müssen sich an den S il de
li e a ischen le ischen Sp ache hal en.
• Die Ve wendung on Dialek en wi d nu zum Schu z besonde e soziale In e essen ole ie
(z. B. zu E hal ung bes imm e Dialek e).
• In Fe nsehsendungen is es nich e laub , ulgä e Ausd ücke ode
Sp ache zu e wenden, die nich den bes ehenden sozialen No men
en sp ich .
• In auße gewöhnlichen Si ua ionen sind unangemessene Ausd ücke
(nich s anda dmäßig, unhö lich) akzep abel, wenn sie dazu bei agen,
quali a i hochwe ige e In o ma ionen zu lie e n, und wenn die
Ve meidung solche Ausd ücke die Quali ä des P og amms beein äch igen könn e.
L. LAUZE. Ich bin ein A z . Funk ionen und
Nu zungsbe eiche de le ischen Sp ach a ian en: Meinung on Radio- und Fe nsehjou nalis en 193
Sp ach unk ionen
In den In e iews übe le nische Sp ach a ian en äuße en Jou nalis en und
P og ammmode a o en ih e Ansich en übe meh e e wich ige
Sp ach unk ionen, nämlich kommunika i e, e e en ielle, pha ische, emo ionale,
appella i e und äs he ische Funk ionen.
Kommunika i e Funk ion
Bei de Aus üh ung de kommunika i en Sp ach unk ion du ch audio isuelle
Medien dominie die S anda dsp ache. Wi können meh e e Schluss olge ungen
übe die Si ua ion ande e Sp ach a ian en in de Massenkommunika ion ziehen,
wie sie in den An wo en au die olgenden F agen da ges ell sind: Glauben Sie,
dass es e laub is , umgangssp achliche Sp ache im Radio und im Fe nsehen zu
e wenden? Wie is Ih e Hal ung gegenübe Elemen e des Slanges? Wie sehen Sie
es, wenn Sie Elemen e eines lokalen Dialek es ode Soziolek es e wenden? In
welchen Si ua ionen sind sie anwendba ? Die meis en Be ag en gaben an, in den
audio isuellen Medien umgangssp achliche Sp ache und Slang zu e wenden,
se z en abe gleichzei ig un e schiedliche G enzen in Bezug au das
P og amm hema, die A und das Publikum. Diese Sp ach a ian en könn en in
Un e hal ungsp og ammen übe das ägliche Leben ü ein g oßes Publikum, in
P og ammen zu speziellen Themen wie populä e Musik, Spo , Compu e n und
P og ammen ü Jugendliche akzep abel sein, abe nich in
Nach ich ensendungen und ande en e ns ha en P og ammen. In einigen
In e iews wi d de Geb auch nich -s anda disie e Sp ache au bes imm e
Elemen e eduzie . Es wi d be on , dass in diesen Fällen de sp achliche
Geschmack und de Ins ink de Jou nalis en inne halb de G enzen des
Ans ands bleiben soll en. Wenn es um Elemen e geh , die aus ande en
Sp ach a ian en en nommen wu den, könn en sie inne halb de De ini ion des
in o ma i en S ils on Jānis Rozenbe gs behandel we den: "De in o ma i e S il
is eine de S ile de s anda disie en gesch iebenen Sp ache, de
gegebenen alls Elemen e de umgangssp achlichen Sp ache und soga (um
bes imm e E ek e zu e zielen) Elemen e de nich -s anda disie en Sp ache
e wende " (Rozenbe gs 2004: 94). Die in Radio- und Fe nsehsendungen
e wende e Jou nalese exis ie in mündliche Fo m; Es ha jedoch auch
Me kmale sowohl de gesp ochenen als auch de gesch iebenen Sp ache.
Eine sei s e wenden Jou nalis en wäh end ih e Sendungen o ab gesch iebene Tex e. Au de ande en Sei e können sie spon an sp echen, wäh end sie das P og amm mode ie en ode ein ach au eine Redensi ua ion eagie en. Die G enze zwischen o be ei e e ö en liche Rede und spon ane Rede könn e ziemlich age sein, abe es is die spon ane Rede, die
KALBOS KULTŪRA | 82 beschä ig sich mi eine s ä ke en Möglichkei , Elemen e
nich -s anda disie e Sp ache zu e wenden. Es geh auch um
Selbs behe schung. Nach den Da en des In e iews denken die Mode a o en
wäh end ih e eigenen Sendungen wenige da übe nach, wie sie sp echen; sie
konzen ie en sich meh au den Inhal eines Gesp ächs. In de jüngs en
sp achwissenscha lichen Li e a u haben meh e e Au o en au eine Tendenz
de Sp ach e wendung hingewiesen, die als K euzung on S ilen, Ve schmelzung
on S ilen ode T anspa enz on S ilen bezeichne wi d (siehe Rozenbe gs 2006:
114; Nī iņa 2004: 32; E ns sone 2009: 36[…]37). Die Fo schungse gebnisse haben
gezeig , dass es keine ausgep äg en Un e schiede in den sp achlichen
Eins ellungen de Jou nalis en gegenübe Umgangssp ache und Slang gib .
Elemen e de Umgangssp ache wu den e was höhe bewe e , abe insgesam
s ell en die Be ag en die Umgangssp ache und den Slang nich nebeneinande ,
mi Ausnahme de ulgä en Ausd ücke, die zum Slang gehö en. Wi können ein
S e eo ypge ühl übe die A bei on Kollegen im gegne ischen Lage e wähnen.
Ein Ve e e eines komme ziellen Mediums L1 (42, männlich, a bei e an eine
populä en Sendung) be on , dass Jou nalis en, die ü das na ionale Radio und das
na ionale Fe nsehen a bei en, die den S aa e e en, eine ko ek e
li e a ische Sp ache sp echen soll en. Im Gegenzug weis ein Ve e e eines
ö en lichen Mediums N (44, männlich, a bei e an einem P og amm ü ein
akademisches Publikum) da au hin, dass "ein P i a medium ei sein kann, e was
zu sagen, das ich in einem ö en lichen Medium nich sagen kann". Besonde es
Augenme k wi d au die Anzahl de Elemen e geleg , die aus de Umgangssp ache
und dem Slang en nommen wu den. Sie soll en nich übe ieben e wende
we den. Ein Radiomode a o G (38, männlich, a bei e ü einen komme ziellen
Radiosende , a bei e an einem populä en P og amm) ha es ges ell , dass
"manchmal die Dich e de Umgangssp ache im ö en lichen Raum zu hoch is und man sich du ch ein schöne es Sp echen au ällig machen kann".
In Bezug au den Pla z de Sp ache de Massenmedien im Sys em de
unk ionalen Un e ypen und S ile gib Ilze Lokmane zu, dass sich die No m de
jou nalis ischen S ilis ik in den le z en Jah zehn en in Rich ung
umgangssp achliche Sp ache beweg ha (Lokmane 2009: 8). In meh e en
In e iews haben Radio- und Fe nsehjou nalis en die Idee geäuße , dass Slang
nich das einzige Kommunika ionsmi el in de Gesellscha we den soll e.
Bei de Analyse on Sp ach a ian en, die eine kommunika i e Funk ion e üllen, soll e
es ges ell we den, dass de Geb auch on Subdialek en in audio isuellen Medien eben alls
beg enz is . Es soll e nu in besonde en Fällen e laub sein, beispielsweise in
Sonde p og ammen ode in egionalen Nach ich en. Ein Ausnahme all, wenn eine Well1 Um die
P i a sphä e de Be ag en zu wah en, wi d jede Pe son mi einem G oßbuchs aben
bezeichne , de keine seine Ini ialen en sp ich .
L. LAUZE. Ich bin ein A z . Funk ionen und Nu zungsbe eiche de le ischen
Sp ach a ian en: Meinung on Radio- und Fe nsehjou nalis en 195 bekann e
Musike , de ein belieb es P og amm mode ie und den le ischen Dialek in
einem komme ziellen Radiosende sp ich , e häl eine posi i e Bewe ung. Zwei
Be ag e haben eine zusä zliche Funk ion eines Un e dialek s e wähn . Wenn
es wäh end eines P og amms gehö wi d, könn e es den Pa io ismus de
Zuhö e und Zuschaue ö de n. Die olgende Idee, die on einem Ve e e
eines komme ziellen Mediums G (38, männlich, a bei e an einem populä en
P og amm) geäuße wu de, is disku ie enswe . E sag : "Angesich s de
he igen Konku enz in den Massenmedien könn e ein P og ammmode a o
au ällig sein, wenn e einen Un e dialek sp ich , abe um e olg eich zu sein,
muss e eine Pe sönlichkei sein". Um In o ma ionen zu lie e n, soll e die
Sp ache de Massenmedien e s ändlich sein, abe in diese Hinsich haben
Subdialek e (wie Slang) kommunika i e Ba ie en gescha en. Es gib zwei
diame al en gegengese z e Ansich en übe Jou nalis en. Ein Radiomode a o
G (38, männlich, a bei e ü einen komme ziellen Radiosende , in einem
populä en P og amm) is de Ansich , dass die im le ischen Jou nalismus
akzep ie e Vo s ellung, dass li e a ische Sp ache gu es Jou nalismus is ,
inakzep abel is . Ein ande e Jou nalis C (34, männlich, a bei e ü einen na ionalen Radiosende , an einem populä en P og amm) häl die Ve wendung on nich s anda disie en Sp ach a ian en in den Massenmedien nich ü no wendig.
Re e enz unk ion
Die e e en ielle Funk ion de Sp ache bezieh sich haup sächlich au den Kon ex
im wei es en Sinne […] mi Bezugnahme au Einhei en, E eignisse, Zus ände usw.[…]
(Ma häus 1997: 313) Die Bibel sag : In de Disku sanalyse wi d diese Ebene de
Sp ach e wendung als sp achliche Rep äsen a ion bezeichne (siehe
Tho nbo ow 2004: 58). Zwei ypische Schluss olge ungen on Jou nalis en und
P og ammmode a o en spiegeln die Re e enz unk ion de Umgangssp ache und
des Slangs sowie de Subdialek e wide . E s ens is es no wendig, die oben
e wähn en Sp ach a ian en im Radio und im Fe nsehen zu e wenden, um eine
Pe sönlichkei ode eine Sp achsi ua ion besse zu cha ak e isie en. Es hil , die
Glaubwü digkei de gegebenen In o ma ionen zu gewäh leis en. Zum Beispiel
schläg ein Radiomode a o J (33, männlich, a bei e ü einen na ionalen
Radiosende und en wickel ein populä es P og amm) o , sich eine Si ua ion
o zus ellen, in de ein Baue in schlammigen S ie eln bei seinem T ak o s eh und
in eine hochen wickel en akademischen Sp ache übe seine E wa ungen an eine
E n e sp ich . E üg hinzu, dass e in diesem Fall wie ein Schauspiele aussehen
wü de. Zwei ens is es seh wich ig, kla e In o ma ionen zu geben, denn in
populä en P og ammen zu bes imm en Themen wie Spo , Musik, Au os und Ve keh we den wei e b ei e e umgangssp achliche ode slangische Wö e o iziell akzep ie en Beg i en be o zug , die on Sp achwissenscha le n genehmig we den.
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KULTŪRA | 82 Jah e al
Be u ungs unk ion
Bei de Ausübung de Appella i unk ion in audio isuellen Medien ziel die
Sp ach e wendung au Zuhö e und Zuschaue ab, um sie zu beein lussen. Die
In e iewda en haben gezeig , dass Jou nalis en sich de Mach de
Massenmedien bewuss sind. In diesem Sinne be ass sich die appella i e
Funk ion auch mi no ma i en und e minologischen Aspek en de Sp ache.
Meh e e Be ag e weisen da au hin, dass die neuen Beg i e, die im Radio und
im Fe nsehen e wende we den, in de Gesellscha leich e akzep ie
we den. Es is bekann , dass die Sp ache de Massenmedien die Quali ä de
Sp ache in de Gesellscha beein lussen kann. Dahe is es auch die
Ve an wo ung de Jou nalis en ü die Sp ache, die sie e wenden. Wi
können uns mi einem Radiomode a o G (38, männlich, a bei e ü einen
komme ziellen Radiosende , in einem populä en P og amm) einigen, de sag : "In
einem komme ziellen Medium soll en wi li e a ische Sp ache e wenden, weil Kinde zuhö en. Ich übe que e die S aße nich , wenn das o e Lich an is , wenn Kinde in de Nähe sind.
Pha ische Funk ion
In de pha ischen Funk ion, die den Kon ak zwischen dem Sp eche und dem
Ad essa en wäh end de Kommunika ion gewäh leis e , können alle
Sp ach a ian en e wende we den, abe Jou nalis en und
P og ammmode a o en haben de Umgangssp ache und dem Slang besonde e
Au me ksamkei gewidme . Eine in o melle Sp achsi ua ion e möglich es, die
En e nung zwischen den Gesp ächspa ne n, nämlich zwischen dem
In e iewe und dem Publikum, zu e inge n. Ein Fe nsehp og ammlei e A (41,
männlich, ü ein na ionales Fe nsehen a bei e , ein populä es P og amm
en wickel ) weis da au hin, dass ein Jou nalis o dem In e iew den
no wendigen Kon ak mi de eingeladenen Pe son he s ellen kann. Ein ande e
P og ammlei e T (36, männlich, a bei e ü einen komme ziellen Radiosende ,
an einem P og amm ü ein akademisches Publikum) be on , dass e es nich
mag, au in o melle und eundliche Weise angesp ochen zu we den. Es spiegel
die sp achliche Eins ellung eines bedeu enden Teils de Gesellscha wide ;
Menschen inden es inakzep abel, wenn sie on F emden mi dem in o mellen
P onomen de le ischen Sp ache u angesp ochen we den (siehe die
E gebnisse de soziolinguis ischen Un e suchung Lauze 2002). Bei de
Beu eilung de Ve wendung on Slang, de pha ische und ande e
Sp ach unk ionen e üll , soll en Jou nalis en und P og ammlei e die olgende soziolinguis ische Schluss olge ung be ücksich igen: "Die Ve wendung on Wö e n wie " uck" und "shi " in den ö en lichen Medien is zu einem Zeichen de Be eiung ode zu einem Zeichen de Rebellion gewo den, je nachdem, wie man es be ach e " (Spolsky 2003: 36).
L. LAUZE. Ich bin ein A z . Funk ionen und
Nu zungsbe eiche de le ischen Sp ach a ian en: Meinung on Radio- und Fe nsehjou nalis en 197
Emo ionale Funk ion
Die meis en P og amme können kaum ohne den Ausd uck de emo ionalen
Funk ion de Sp ache auskommen. Dennoch soll en wi zwei e schiedene
Funk ionen des Fe nsehens un e scheiden, die on einem Fe nsehsende U (39,
männlich, ü ein komme zielles Fe nsehen a bei e , in einem P og amm ü ein
akademisches Publikum): Die Nach ich en soll en als In o ma ion gegeben
we den, ohne eine pe sönliche Hal ung zu zeigen, abe in einem ande en
P og amm Slang und ein ache Wo e, die die Hal ung des Jou nalis en
ausd ücken, wä en akzep abel. Die Analyse de In e iews ha gezeig , dass alle Sp ach a ian en die emo ionale Funk ion e üllen können.
Äs he ische Funk ion
Bei de Bean wo ung de olgenden F agen Was hal en Sie ü eine "gu e
Sp ache"? Welche Sp ache wü den Sie als gu bezeichnen? Was zeichne eine gu e
Sp ache aus? Welche Sp ache schein di a ak i e zu sein? und die oben
genann en F agen übe die sp achliche Eins ellung de Be ag en zu
Umgangssp ache, Slang und Subdialek en, haben Jou nalis en und P og ammlei e
auch ih e Au me ksamkei au die äs he ische Funk ion de Sp ache
konzen ie . De äs he ische Aspek de Sp ache be i seinen Reich um, de
sich in Epi he en und Synonymen mani es ie , in einigen Fällen auch seine
Klang ähigkei . Aus dem Kon ex de In e iews e gib sich, dass die oben
genann en Me kmale adi ionell als cha ak e is isch ü die li e a ische Sp ache
behandel we den. Meh e e Be ag e haben e wähn , dass die Ve wendung on
Un e dialek en die Jou nalese a ben ohe und a ak i e mach . Ein
Fe nsehp og ammlei e N (44, männlich, a bei e ü das na ionale Fe nsehen, in
einem P og amm ü akademische Zuhö e ) e gleich die Sp ache ungebilde e
Menschen, die olle beleidigende Wo e und Ja gon-Ausd ücke is , mi
eigen ümliche Musik. Insgesam sind sich die be ag en Ve e e de
audio isuellen Medien de äs he ischen Funk ion alle Sp ach a ian en meh ode wenige bewuss .
SPHEREN DER GEBRAuch de le ischen Sp ache VARIETIES Die Sp ache kann in
gu de inie en Be eichen de Geb auch in de Gesellscha unk ionie en. Um
die Sp achsi ua ion in einem S aa zu analysie en, is eine de wich igen
Fak o en die Ve wendung de li e a ischen Sp ache in den wich igs en Be eichen des gesellscha lichen Lebens. Mi ande en Wo en, die Re e enz is
198 KALBOS KULTŪRA | 82 gemach zu soziolinguis ischen Funk ionen de
Sp ache. Ina ie e behaup e , dass es keine einhei liche und allgemein
ane kann e Klassi izie ung soziolinguis ische Domänen in de Theo ie de
Sp achpoli ik gib (D u ie e 2007: 138). In de le ischen Soziolinguis ik is
die olgende Un e eilung in 13 Domänen wei gehend akzep ie :
• S aa s- und Regie ungsins i u ionen (Pa lamen e, Minis e ä e,
Minis e ien).
• S ei k ä e, Bundespolizei.
• Selbs e wal ungen, s äd ische Polizei.
• Ve keh und Kommunika ion.
• Indus ie und Landwi scha .
• Gesundhei s e so gung, soziale Siche hei .
• Handel, soziale Diens leis ungen.
• Hochschulbildung, Wissenscha .
• Massenmedien.
• G und- und Sekunda bildung.
• Kul u (Li e a u , Thea e usw.).
• All agsleben, in o melle Kon ak e.
• Familie (D u ie e 2000: 10 […] 11).
In den An wo en au die F age Gib es Be eiche des Lebens und de
Gesellscha , in denen eine beispielha e S anda dsp ache e wende we den
soll e? die Eins ellungen de Be ag en gegenübe den Be eichen de
li e a ischen Sp ach e wendung können iden i izie we den. Sie we den au
zwei A en bezeichne . E s ens e wähnen Jou nalis en und Mode a o en
bes imm e soziolinguis ische Be eiche und zwei ens sp echen sie übe
Ve e e diese Be eiche. Die meis en Be ag en be onen, dass die
li e a ische Sp ache die Sp ach a ian e is , die im ö en lichen Raum
e wende we den soll. In ielen Fällen we den, um die An wo p äzise zu
ges al en, die Be eiche de li e a ischen Sp ach e wendung e wähn , wie in
den olgenden: s aa liche und s aa liche Ins i u ionen; Hochschulbildung,
Wissenscha ; Massenmedien; G und- und Sekunda bildung; de Kul u . Fü
Poli ike , Abgeo dne e, Wissenscha le , Leh k ä e, Jou nalis en, Lei e on
Radio- und Fe nsehsendungen usw. wu den höhe e An o de ungen an die
Ve wendung li e a ische Sp ache es geleg . Ein Ve e e des ö en lichen
Radios F (48, männlich, a bei e an eine populä en Sendung) sag also: "Diese
Leu e, einschließlich Poli ike und e schiedene S a s, sind ö en liche Pe sönlichkei en". Meh e e Be ag e s ellen den ö en lichen Raum und das P i a leben nebeneinande , wenn sie übe die Be eiche des Geb auchs nich -s anda disie e Sp ache sp echen, zu denen das All ag, in o melle Kon ak e und die Familie gehö en.