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Terminology and language policy (towards establishing rudiments of linguopolitology)

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Terminology and language policy (towards establishing rudiments of linguopolitology)

Author: Sergiusz Griniewicz
Year: 2010
Source: https://journals.lki.lt/terminologija/article/download/426/518
Das is 6S. G iniewicz | Te minologie und Sp achpoli ik (zu de Fes legung
on... Te minologie und Sp achpoli ik (zu de Fes legung de G undlagen de
Linguopoli ologie)
Se gius G inewi sch
Eine de in e essan es en und ak uells en Rich ungen de mode nen
Sp achplanung, die zusammen die G undlage eine au s ebenden neuen
sp achlichen Fo schung bilden, be i die P obleme de Sp achpoli ik und
Ve ö en lichungen zu diesem Thema, abe kaum eine Ve ö en lichung
de Sp achwissenscha . Es gib be ei s eine be äch liche Anzahl on
be üh e minologische Aspek e de Sp achpoli ik, abgesehen da on, dass es
im Be eich de jeweiligen Te minologie iele Zweideu igkei en gib , die dadu ch
komplizie we den, dass das Gebie in gewissem Maße eine un e schiedliche
e minologische S uk u in e schiedenen Sp achen ha (Cillia und Busch
2005). In diesem A ikel we den wi uns mi den olgenden Au gaben be assen: 1)
das g undlegende konzep ionelle Sys em und das Schema dieses
Wissensgebie s es zulegen und das en sp echende e minologische Sys em
o zuschlagen; 2) eine ku ze Ein üh ung und E ö e ung de Elemen e; 3) und
die e minologischen Aspek e de Sp achpoli ik zu be ücksich igen. Wi
beabsich igen, zumindes meh e e e minologische Aspek e anzugeben, die
ü das olls ändige Bewuss sein bei de E g ei ung poli ische
En scheidungen übe die Sp ache une lässlich sind, und zu demons ie en,
dass zwa bewuss e sys emische e minologische Ak i i ä en en scheidend
ü die e olg eiche Fö de ung de Sp achen wicklung sind, de zei kein
Hinweis au einen sys emischen Ansa z bei de Sp achplanung o handen is .
Die E o schung poli ische Aspek e de Sp ache und de Sp achpoli ik ha
eine be äch liche Geschich e. Wie de Cillia und Busch behaup en (Cillia und Busch
2005) wu de de Beginn de wissenscha lichen Re lexion übe Sp achpoli ik
und -poli ik (LPP) als eigens ändiges Feld insbesonde e in den sechzige Jah en
(Ricen o 2000: 10, Lab ie 1996: 828) in Publika ionen wie haugen (1966), Kloss (1966)
ode Fishman (1968) un e nommen, und in diesen lag de Schwe punk zunächs
au dem Aspek de Sp achplanung. Ricen o (2000) un e scheide insgesam
d ei Phasen in de En wicklung de Sp achpoli ik und -planung als
Fo schungsbe eich:
Te minologija | 2010 | 17 7 in de Dekolonisie ung und S aa sbildung, die
Vo he scha des S uk u alismus in den Sozialwissenscha en und des
P agma ismus als s a egische O ien ie ung. Die zwei e Phase
konzen ie e sich - un e dem Ein luss de k i ischen Soziolinguis ik - au die
sozialen, wi scha lichen und poli ischen Auswi kungen des Sp achkon ak s.
In den neunzige Jah en wu den die sp achlichen Menschen ech e zu einem
s a egischen Ziel. pos mode ne und k i ische Theo ien o de g ündige
Sp achideologien. Übe die heu ige Si ua ion kommen ie e : "Ob sich das
Pa adigma de Ökologie de Sp achen als de wich igs e konzep ionelle
Rahmen ü die LPP-Fo schung en wickel , bleib abzuwa en" (Ricen o 2000:
22). In Os eu opa, insbesonde e in de ehemaligen Sowje union, gab es jedoch
be ei s ab den zwanzige Jah en im Zusammenhang mi de g oß angeleg en
Ausa bei ung on Na ionalsp achen eine Reihe on Ve ö en lichungen zum
Thema Sp achpoli ik. Die Sp achplanung basie e au de Übe zeugung, dass in
de planwi scha lichen sozialis ischen Gesellscha die Sp ache
e olg eich kon ollie we den kann. Spä e wu den diese heo e ischen
S udien Teil de Soziolinguis ik, obwohl dieses S udien eld heu zu age den Rahmen de Soziolinguis ik übe sch i en ha .
Es soll e e wähn we den, daß es zu zei nich einmal einen Konsens übe den
Namen de neuen Wissenscha gib . Nach Spolsky und Lambe gib es, wie
bei ielen neuen Be eichen, wei e hin Meinungs e schiedenhei en übe den
Namen dieses Be eichs, de un e schiedlich als Sp achpoli ik (Nesiah 1954;
Sibayan 1974), Sp achbehandlung (Neus upny ́ 1970), Sp achp lanzung (P age
Schule 1973), Sp ach echnik (Sibayan 1974), Sp achplanung (haugen 1959) und
Sp achmanagemen (Je nudd 2001, Spolsky und Lambe 2005) bezeichne
wi d. Aus e minologische wissenscha liche Sich is dies eine no male
Si ua ion. In de An angsphase gib es in de Regel e schiedene Namen eine
neuen Wissenscha , die e schiedene Ansä ze und mögliche Aspek e
wide spiegeln, die be ücksich ig we den müssen. Nich sdes o o z is es
be ei s möglich, die allgemeine S uk u eine neuen Wissenscha , ih e
wich igs en Ab eilungen und die Fo schungsschwe punk e au de G undlage
de o geschlagenen De ini ionen und des un e such en Ma e ials
es zulegen. Was die heo e ischen G undlagen de Sp achpoli ik be i ,
so möch en wi den Beg i Linguopoli ologie o schlagen, wobei die Exis enz
de Poli ologie als e ablie e Wissenscha und die Analogie mi de be ei s
bes ehenden Wissenscha Linguokul u ologie be ücksich ig we den. Es
gib iel Gemeinsames in den Ansä zen zum Ve s ändnis de Sp achpoli ik in
Wes - und Os eu opa. Ob die Sp achpoli ik als die gemeinsam e einba e
Auswahl on Sp achelemen en ode Sp ach a ian en und den mi diesen En scheidungen e bundenen Übe zeugungen ode Ideologien de inie wi d
Das is 8S. G iniewicz | Te minologie und Sp achpoli ik (in Rich ung de
E ich ung eine Sp achgemeinscha (ein unbes imm e Beg i , de in de
G öße on eine Familie übe einen Na ionals aa bis zu eine mul ina ionalen
G uppie ung eich ), die in Sp achp ak iken ode in o mellen poli ischen
En scheidungen wie Gese zen, Ve assungen ode Ve o dnungen (Spolsky
und Lambe 2005) ode de Konzep ion und Planung poli ische Ak i i ä en in
Bezug au Sp ache (Cillia und Busch 2005) ealisie wi d, ode die Summe
ideologische P inzipien und p ak ische Ak i i ä en bei de Lösung on
Sp achp oblemen in Gemeinscha ode S aa als Teil de na ionalen Poli ik
(Dešeřie 1990). Die Sp achpoli ik kann ex e ne sein, wenn sie sich mi
Sp achbeziehungen auße halb des Landes be ass , ode in e ne, wenn sie
sich mi Sp achbeziehungen inne halb des Landes be ass .
Es wi d behaup e , dass die Sp achideologie in den le z en Jah zehn en des
20. Jah hunde s als eigens ändiges Gebie de
sp achlich-an h opologischen S udie en s anden is , das die sp achliche
E hnog aphie mi Einblicken aus de sozialwissenscha lichen S udie de
Ideologie kombinie (Blommae 2006). Obwohl dieses Feld lau Woola d
imme noch seh im Au bau is , is sein Ein luss au die linguis ische
An h opologie, die Linguis ik, die Disku sanalyse und die Soziolinguis ik
be äch lich (Woola d, 1998). Wenn wi on Sp achideologie sp echen, meinen
wi nach unse e Meinung in de Regel eine Sp achs a egie, die au de
bes ehenden Sp achsi ua ion und de Beu eilung des Zus ands de jeweiligen Sp ache (s) basie .
In de Sp achsi ua ion können die olgenden Aspek e un e schieden
we den: - Anzahl de o handenen Idiome (idiom als die Sp ache, die
einem Volk ode einem O eigen is ode ypisch is ; ein Dialek ode
eine Lokalsp ache […] De Ox o d-Beglei e de englischen Sp ache
1992); - Cha ak e de Komponen en de Sp achsi ua ion (Sp achen,
Dialek e ode Subdialek e);
- gene ische Ve wand scha on Idiomen ( e wand e, nich
e wand e); - Funk ionen bes imm e Idiome; - Cha ak e des
dominie enden Idioms […] einheimisch ode impo ie ( gl. Weins äd e
1990).
Es gib e schiedene A en on Sp achsi ua ionen. Es kann einsp achig,
zweisp achig ode meh sp achig sein; Exoglossal, die Summe
e schiedene Sp achen ode endoglossal […] die Summe de e i o ialen
und sozialen Dialek e de selben Sp ache; ausgeglichen, wenn seine
Komponen en (Sp achen, Dialek e) unk ionell gleichwe ig sind, ode ausgeglichen, wenn seine Komponen en
Te minologija | 2010 | 17 9 e eil du ch e schiedene
Kommunika ionsbe eiche und soziale G uppen
(Швейцер 1990).
Bei de Schä zung de Sp ache (Dialek , Un e sp ache) (Sp achbewe ung,
Sp achanalyse) we den die olgenden quan i a i en Me kmale
be ücksich ig : idiomische demog a ische S ä ke (die Anzahl de
Mu e sp achle im Ve häl nis zu gesam en Be ölke ung des Gebie s);
idioma ikalische Kommunika ionsmöglichkei en (die Anzahl de Funk ionen
bes imm e Idiome im Ve häl nis zu Gesam zahl solche Funk ionen); de
poli ische S a us des Idioms; die P es ige des Idioms; Ausgebilde es Idiom;
Geschwindigkei de Idiomände ung (En wicklung); sp achliche Tendenzen
( gl. Vinog ado 1990).
Die oben genann en Fak o en soll en in de Sp achs a egie be ücksich ig
we den - bewuss e ode implizi e Absich en in Bezug au eine Sp ache (ode
Sp achen) - die sich in den jeweiligen Ansä zen o men und in de Poli ik
e wi klichen. Eine solche S a egie kann ückwä sge ich e sein - au die
E hal ung des bes ehenden Zus ands eine Sp ache (E hal ung de
Sp achkul u , Beg enzung on Übe schwemmungen on K edi en usw.) ode
pe spek i isch - au die Sp achen wicklung ausge ich e sein und auch die
Fo m eines sp achlichen Na ionalismus annehmen, wenn
Minde hei ssp achen du ch die Dominanz e ablie e Na ionalsp achen ode
den sp achlichen Plu alismus bed oh und ma ginalisie we den
(Sp achsi ua ion in de Schweiz ode Belgien, wo die na ionalen Sp achen
gleiche Rech e haben). Sp achpoli ik (LP ) kann als a sächliche poli ische
Ak i i ä in Bezug au die Sp ache de inie we den und kann on
Sp achpoli ik (LPc) un e schieden we den, d. h. de Konzep ion und Planung
eine solchen Ak i i ä (Ammon 2006) ode als p ak ische Ak i i ä en im
Zusammenhang mi de Sp ache in de Gemeinscha ode dem S aa als Teil
de na ionalen Poli ik (Дешериев 1990). Die Ziele de LPT können je nach
In e essen und Mo i en s a k a iie en - z. B. die "Reinigung" de eigenen
Na ionalsp ache on ausländischen Leihungen, um sie zu einem angemessenen
Symbol de na ionalen Iden i ä zu ges al en, ode die Ve b ei ung de Sp ache inne halb des S aa es ode da übe hinaus, um die Mach e izien e auszuüben. LP muss mi bes ehenden Sp ach ech en echnen und kann zu neuen Sp ach ech en üh en (Pauls on 1997).
Lau Ammon egulie das in e ne LP die Sp ache inne halb de Poli ik,
wäh end das ex e ne LP da übe hinaus ziel . Fü den S aa is das E s e Teil
1 0 S. G iniewicz | Te minologie und Sp achpoli ik (zu de E ablie ung... de
Innenpoli ik, le z e e de Außenpoli ik. In e ne LPT kann au die
Sp achs uk u (Sp achko puspoli ik, LcP ) ode den Sp achs a us und
- unk ion (Sp achs a uspoli ik, LSP ) ge ich e sein. Typische Ziele on LcP
sind die G aphisie ung (Ein üh ung ode Regulie ung on Sch i und
Rech sch eibung); S anda disie ung, einschließlich Kodi izie ung (Auswahl und
Kodi izie ung on No men ü Rech sch eibung, Aussp ache, Wo scha z,
G amma ik und S il ode Tex e); "Reinigung" (Besei igung ausländische
Da lehen); und Mode nisie ung (En wicklung mode ne Te minologie). Typische
Ziele on LSP sind die Ve b ei ung de No m eine S anda d a ian e und, im
Fall meh sp achige Gemeinscha en, die Zuweisung on Sp achen an
bes imm e Regionen (McRae 1975) ode Domänen und Funk ionen -
beispielsweise o iziell (Lai in 1992), pädagogisch (Medium ode
Un e ich s ach au e schiedenen Bildungss u en; Lo Bianco 1987), eligiös
(Landau und Kellne -Heinkele 2001), die Medien ode das Mili ä (Age 1996,
Schi man 1996). Poli iken zu Fö de ung, E hal ung ode Wiede belebung on
Sp achen können LcP um assen, wie z. B. die Kons uk ion ode
Rekons uk ion on Vokabeln, sowie LSP , wie z. B. die Fö de ung de Ve wendung in de Familie ode die Ins i u ionalisie ung in de Schule ( Riagáin 1997).
Nach de Akkumula ion on Namen ü dieses Konzep in den le z en 40
Jah en - wie Sp achbehandlung (Neus upny 1970), Sp achp lanzung (P age
Schule 1973), Sp ach echnik (Sibayan 1974), Sp achplanung (haugen 1959) und
Sp achmanagemen (Je nudd 2001) - is es ein seh wich iges Konzep , das ein
b ei es Spek um on Ak i i ä en implizie . Wie in ielen ähnlichen Fällen
könn en diese Synonyme ehe in Übe eins immung mi ih e üblichen
Bedeu ung als Bezeichnungen ü bes imm e Aspek e de Sp achpoli ik
e wende we den. Unse e Meinung nach soll en zunächs zwei allgemeine
Aspek e de Sp achpoli ik un e schieden we den: die Sp achbehandlung
(ode Sp achansa z) und das Sp achmanagemen .
Es gib zwei A en on Sp achansä zen - en wede Sp achp lanzung ode
Behinde ung de Sp achen wicklung. Im Fall de Sp achp lanzung (P lanzung
[…] Ve besse ung ode En wicklung du ch so g äl ige Au me ksamkei ,
Ausbildung ode S udium […] Longman-Wö e buch de englischen Sp ache
und Kul u ) kann die Scha ung on güns igen Bedingungen ü die
En wicklung de Sp ache e schiedene Fo men annehmen […] ein ach die
Fö de ung de Sp ache du ch die Ve besse ung ih es Zus ands, die
E höhung ih es Ansehens (in de Te minologie on M. Inoue […] We schä zung
eine bes imm en Sp ache […] Inoue 2006), die Wei e en wicklung ih es
Wo scha zes, die Ve ein achung ih e Rech sch eibung und G amma ik, die Ein üh ung on Vo eilen ü ih e Ve wendung (P e e enzen in de Kommunika ion, die Ve ügba kei on Li e a u usw.).

Te minologie | 2010 | 17 1 1 Ein üh ung on We bekampagnen, s aa lichen
Maßnahmen, wie z. B. die S anda disie ung eines gewähl en Idioms. Die
Sp achs anda disie ung e leih eine bes imm en Sp ach a ian e P i ilegien,
Au o i ä und Legi imi ä und scha somi eine Hie a chie, in de
"nich -s anda disie e" Va ian en, unabhängig da on, ob sie als Akzen e,
Dialek e ode ande e Sp achen cha ak e isie we den, ma ginalisie we den.
Eine solche sp achliche Hie a chie is o hegemonial in dem Sinne, dass sie on
den Sp eche n ein ach als selbs e s ändlich angesehen wi d. Selbs in eine
Gesellscha , in de ein mul ikul u elles, mul ie hnisches und meh sp achiges
Ideal o iziell ge eie und be ü wo e wi d, wi d die S anda disie ung de
Sp ache s illschweigend angenommen und so na u alisie , dass sie mi
mo alische Übe legenhei , Klassenmobili ä und "Kul u " in Ve bindung
geb ach wi d (Inoue 2006). In einigen Fällen kann die Sp achp lanzung die Fo m
eine Sp achbelebung (Re i alisie ung, Wiede e langung) annehmen. Es kann auch
die g obe Fo m de Sp ach e hängung annehmen, die dem allgemein ane kann en
Beg i de Sp ach ech e wide sp ich , abe dennoch in einigen eu opäischen
Lände n imme noch p ak izie wi d. Das behinde n (hinde n, behinde n,
e eiben, e eiben, e d ängen, un e d ücken) eine Sp ache kann auch
e schiedene Fo men annehmen, on de Sp ach e zöge ung du ch o izielle
und ino izielle Mi el, de di ek en Sp achblockade (die En wicklung de
Sp ache behinde n, Sp achnihilismus) bis zu Sp ach e nich ung (Ve d ängung,
Ve eibung, En lassung, Ve eibung, Sp achgenocide). Im Fall des
Sp achmanagemen s (Managemen […] die Kuns ode P axis, die Angelegenhei en
zu kon ollie en […] Longman-Wö e buch de englischen Sp ache und Kul u )
können dies als Maßnahmen be ach e we den, die on o mellen Behö den wie
Regie ungen ode ande en Agen u en ode Pe sonen, die glauben, dass sie
Au o i ä haben, wie El e n, Leh e ode Akademien, ge o en we den, um die
Sp achwahl on denen zu e ände n, die sie un e ih e Kon olle haben (Spolsky
2004). Das Sp achmanagemen bes eh aus d ei Komponen en: die En wicklung
explizi e Sp achpläne und -poli iken, die wi als eigen liche Sp achplanung
bezeichnen (Planung […] die E s ellung on Plänen zu Ges al ung on e was;
Longman-Wö e buch de englischen Sp ache und Kul u ), ih e Umse zung (du ch
Regeln ode Gese ze ode Ressou cenzu eilung), die wi als Sp ach egulie ung
bezeichnen, und die Bewe ung on E gebnissen und Auswi kungen ( gl. Rubin und
Je nudd 1979: 2 […]3). Wenn wi on e schiedenen Handlungen sp echen, die das
Sp achmanagemen da s ellen, soll en wi aus meh e en G ünden zunächs die
e minologischen Ak i i ä en be ücksich igen. E s ens bes eh die
Sp achen wicklung in e s e Linie aus dem Vokabula wachs um, da die lexikalische Ebene des Sp achsys ems an ällige ü Ve ände ungen is als ande e Ebenen. Wie wi be ei s in eine Reihe on Fällen he o gehoben haben,
1 S. G iniewicz | Te minologie und Sp achpoli ik (zu de E ablie ung on...
Publika ionen (G iniewicz 2006, G ine -G inewi sch 2008), das Wachs um des
wissenscha lichen und echnischen Vokabula s is iel schnelle als das des
all äglichen Sp ach okabula s, so dass de zei die Anzahl de Beg i e in einigen
Wissenscha en (z. B. Chemie ode Biologie) die Anzahl de geb äuchlichen
Wö e übe s eig . Die neues en In o ma ionen zwingen uns, einige unse e
ühe en Da en zu ak ualisie en, die in (G iniewicz 2006) o ges ell wu den.
Lau Wikipedia kann die mode ne biologische Te minologie je z soga bis zu 100
Millionen Namen ü A en on Lebewesen e eichen, und wah scheinlich bilden
heu zu age spezielle lexikalische Einhei en nich 90%, sonde n ehe meh als 99%
de neuen Wö e in mode nen Sp achen. Diese Tendenz wü de bes ehen
bleiben, weil das spezielle Vokabula nich nu be ei s den g öß en Teil jede
o gesch i enen Na ionalsp ache ausmach , sonde n auch die dynamischs e
Sp achschich is . Zwei ens e schienen in le z e Zei eindeu ige poli ische
G ünde, de Regulie ung des speziellen Wo scha zes meh Au me ksamkei zu
schenken. Gegenwä ig be ass sich die Te minologie mi de Globalisie ung de
Indus ie, de Wi scha , de Kul u und soga des All ags, die zu Bildung
neue Bedingungen ü das Dasein und die In e ak ion de Na ionalsp achen
üh . Eine da on is die Ve inge ung de Anzahl de ak i e wende en
Sp achen. Nach den Be echnungen de uNO we den im Lau e des gegenwä igen
Jah hunde s e wa 2500 de de zei unk ionie enden 3000 Sp achen aus de
ak i en Nu zung e schwinden. De Di ek o des Resea ch o Li ing Tongues
Ins i u e o Endange ed Languages am Swa hmo e College (Pennsyl ania) D .
K. Da id Ha ison sag o aus, dass bis 2050 90% de Sp achen de Wel
ausges o ben sein we den. Ande e Be echnungen e wähnen 6.800 Sp achen
ode zwischen 6.000 und 7.000 Sp achen, on denen 90% e schwinden we den,
und das E gebnis is unge äh dasselbe (G enoble 2006, Go e 2006). Diese
Aussagen klingen agisch, abe die Quelle solche Aussagen kann ehe
e minologische Unwissenhei ode Schlampigkei sein, wenn nich nu Dialek e,
sonde n manchmal auch Subdialek e (Ein-Do -Dialek e, Gowo y […] die kleins en
e i o ialen Sp ach a ian en, Mi el de äglichen Kommunika ion de
Bewohne eines, sel en ein paa Dö e […] Kasa kin 1990, Pšenično a 1997)
älschliche weise in die Sp achenlis en au genommen we den (alle Quellen
behaup en, dass es schwie ig is , eine genaue Zahl de in de Wel exis ie enden
Sp achen zu geben, weil de Un e schied zwischen eine Sp ache und einem Dialek nich imme kla is ).
In Dages an we den beispielsweise einige de Sp achen wie Chamalinskij,
Bag alinskij, Bo lihskij, godobe ihskij, bezh inskij, h a shinskij,
gunzibskij, ginuhskij, a chinskij, buduhskij, hinalugskij, on wenige als
Te minologie | 2010 | 17 1 3
5000 Menschen jeweils und haben keine sch i liche Fo m. Sie sind ku z
da o , den S a us unabhängige Sp achen zu e lie en. Es bedeu e nich ,
dass sie e schwinden wü den - ielmeh wü den sie zu Rech als Dialek e
de nächs gelegenen, b ei e en Sp achen angesehen we den. Nach den
neues en Ve ö en lichungen we den einige on ihnen be ei s als Dialek e
angesehen. In de Ta müssen wi uns also ehe dami be assen, den Fehle
zu ko igie en, Sp achen älschliche weise als Dialek e zu bezeichnen.
In mode nen Bedingungen de Globalisie ung des Wel aums und de Bildung
neue S aa en in einigen Gebie en Asiens und A ikas können wi
zen ipe ale Tendenzen sehen, die ü die Pe iode de Bildung neue S aa en
in Eu opa in de Neuzei cha ak e is isch sind, wenn lokale Dialek e zu Sei e
e en und de zen ale Dialek als G undlage ü eine na ionale
S aa ssp ache dien . Das P inzip "eine Sp ache, eine Na ion" gil nich meh ,
wenn iele Na ionen die gleiche Sp ache sp echen. Es kann e schiedene
U sachen ü das Ve schwinden on Minde hei ensp achen geben - die
na ü lichs e is die p äzise e Fes legung des S a us einige
Minde hei ensp achen, die in Wi klichkei Dialek e sind; Es kann auch
poli ische G ünde geben, beispielsweise die Aus u ung de molda ischen Sp ache zu einem Dialek de umänischen Sp ache.
Da aus olg , daß die übe lebenden Sp achen ih en Funk ionsbe eich und ih
Gebie auße halb ih e He kun slände e wei e n we den (es könn e als
me kwü dige Ta sache e wähn we den, daß gegenwä ig sowohl die B i en
als auch die Russen na ionale Minde hei en un e den Mu e sp achle n de
jeweiligen Sp achen bilden). Mi dem Beginn de in e na ionalen Anwendung
einige de bes ehenden Sp achen s oßen wi au das P oblem ih e
e ek i en Ve wendung. Und hie s ell sich die F age de na ionalen
Sp achpoli ik. Um Emp ehlungen ü eine solche Poli ik auszua bei en, soll e
zunächs die gegenwä ige Sp achsi ua ion analysie we den. Gegenwä ig
können wi sehen, daß einige de poli ischen En scheidungen übe die Sp ache
nu momen ane poli ische G ünde haben, bei denen die na ü lichen Tendenzen
de Sp achen wicklung öllig unbekann sind. Dahe wi d es no wendig, solide
unpa eiische Emp ehlungen au de G undlage de Analyse na ü liche
En wicklungsp ozesse und insbesonde e de in e na ionalen Wechselwi kung
on Sp achen auszua bei en. Diese Emp ehlungen soll en aus meh e en
G ünden in e s e Linie die Te minologie be e en.
E s ens kann das spezielle Vokabula im Gegensa z zum gewöhnlichen
All ags okabula , das ela i s abil is und nich an ällig ü Ve ände ungen
is , egulie we den. Die Te minologie is imme das E gebnis eine Ve einba ung übe die Ve wendung on
1 S. G iniewicz | Te minologie und Sp achpoli ik (zu de Fes legung... bes imm e
Bezeichnungen on Konzep en on Spezialis en des jeweiligen Wissensbe eichs.
Dahe is das spezielle Vokabula wah scheinlich de einzige Teil de Sp ache,
de bewuss manipulie und kon ollie we den kann. In ielen Sp achen is es
möglich, Regeln zu en wickeln, um neue spezielle lexikalische Einhei en zu p ägen
und bes ehende zu egulie en. Es gib G ünde zu glauben, dass die zahl eichs e
Schich des speziellen Wo bes ands, die aus den sogenann en Nomen bes eh ,
e olg eich nach o ab es geleg en Regeln egulie und en wickel we den
könn e.
Zwei ens soll e e wähn we den, daß einige sp achliche P obleme,
insbesonde e de seman ischen Na u , im Be eich de Te minologie, die mi de
genauen Na u de Beg i e e bunden is , iel kla e be ach e we den
könn en. D i ens kann die Kon olle des speziellen Vokabula es den
Fo sch i de Wissenscha und Technologie e heblich ö de n. De E olg
de zei genössischen Fo schung übe die Gese ze des Denkens (besonde s des
k ea i en) und de Simula ion on Denkp ozessen, de Un e suchung de
En wicklung de menschlichen Zi ilisa ion und de S imulie ung des
wissenscha lichen und echnologischen Fo sch i s häng wei gehend on de Lösung eine Reihe on e minologischen P oblemen ab.
Schließlich geben die neues en an h opolinguis ischen Da en Anlass zu de
Annahme, daß es zwischen de G öße des na ionalen Wo scha zes und dem
Ni eau de na ionalen Men ali ä gewisse Übe eins immungen geben kann.
Dahe soll en e minologische Aspek e bei den En scheidungen übe die
Sp achs a egie no wendige weise be ücksich ig we den (wenn sie nich
en scheidend sind). eine bewuss e Sp achpoli ik und in e s e Linie das
Sp achmanagemen soll en sich in e s e Linie mi de Wei e en wicklung des speziellen Wo scha zes be assen.
Die Sp achplanung, insbesonde e die lang is ige Planung, soll e au eine
sys emischen Gesam analyse des bes ehenden e minologischen Zus ands
und eine genauen Un e suchung de bes ehenden T ends und Tendenzen (ein
Beispiel ü die Au deckung on Tendenzen de Te minologieen wicklung wi d
in G ine 1993 o ges ell ) basie en, P ognosen ü die Sp achen wicklung
und die Fes legung on Rich ungen und Fo men de Regulie ung des speziellen
Wo scha zes. Die p ak ische e minologische A bei als en scheidende
Teil de Sp achpoli ik soll e einen sys emischen Ansa z o ausse zen, de
au eine undie en Kenn nis de wich igs en Me kmale on Te minologien
basie . Die E ah ung de e minologischen A bei in de ehemaligen
Sowje union zeig e, daß dies ein ziemlich schwie iges Ziel is . Wie in (G ine
1994) e wähn wu de, wu de de besonde e Cha ak e de sowje ischen
e minologischen Ak i i ä en und de jeweiligen Theo ie s a k on de u sp ünglichen Übe zeugung beein luss , dass die allgemeine Sp achen wicklung gu geo dne und