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Sociolinguistic Analysis of Address Usage in General Educational Institutions in Latvia

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Sociolinguistic Analysis of Address Usage in General Educational Institutions in Latvia

Author: Anda Blūmane
Year: 2009
Source: https://journals.lki.lt/bendrinekalba/article/download/315/380
202 KALBOS
KULTŪRA | 82 Jah e al
ANDA BLŪMANE (in de anzösischen Sp ache)
Uni e si ä Liepāja, Le land
Soziolinguis ische Analyse
Ad ess e wendung in allgemeinen Bildungsein ich ungen in Le land Die Ad esse
is ü die Kommunika ion jede Pe son on g oße Bedeu ung. Es bezieh sich
au die Kommunika ion zwischen Schüle n, Leh e n und Schul e wal ung. Ih e
Kommunika ion wä e ohne e schiedene Ad ess o mula e schwie ig. Ih e
e olg eiche Wahl beein luss die wei e e Kommunika ion und das gegensei ige
Ve s ändnis. Schon die e s en Wo e, die wi ande en sagen, zeigen unse e
Eins ellung. Meis ens sind das die Wo e, mi denen wi sie ansp echen, um ih e
Au me ksamkei au sich zu ziehen, um sie dazu zu b ingen, au uns zu hö en ode
au i gendeine Weise zu handeln. Seh o bes immen die e s en Wo e die
wei e en Beziehungen de Menschen und s a en die Bewe ung des
Ansp eche s. Die e s en Wo e, die ein Leh e seinen Schüle n sag , sind on
wesen liche Bedeu ung, denn sie beein lussen die wei e e In e ak ion im
Un e ich . Die Ad esse kann nich allein in ih e sp achlichen Hinsich e o sch
we den. Es muss in Ve bindung mi Fo schungsbe eichen wie Psychologie,
E hnolinguis ik, Bildung, E hik, Soziologie und Semio ik un e such we den. Die
Disku sanalyse is auch ü die E o schung de Ad esse on g oße Bedeu ung.
Die E o schung einzelne Sä ze ode Sä ze bie e keine ganzhei liche
Pe spek i e au die Kommunika ion, die Beziehungen de Pa ne ode au die
Bedeu ung solche soziale Fak o en wie soziale Abs and und Al e bei de
Ve wendung de Ad esse. Be ei s 1958 zeig en zwei Ve ö en lichungen eine neue S u e im S udium des Disku ses. Eine on ihnen wa R. B own und
De A ikel on A. Gilman The P onouns o Powe and Solida i y, de in hohem
Maße die heo e ische G undlage ü die gegenwä ige Un e suchung leg e
(B auns, Gilmans 2003: 124 […] 147).
Die Analyse de spon anen Sp ache is ü das S udium de
Sp ache hnog aphie on en scheidende Bedeu ung. Diese A ikel basie
au eine Fo schung, die in zahl eichen Schulen in Le land du chge üh
wu de. Die Au o in is selbs Leh e in und kann di ek e und ge eil e
un o eingenommene Beobach ungen de äglichen Kommunika ion zwischen Schüle n, Leh e n und Schul e wal ung machen.
Eine de BLŪMANE. Soziolinguis ische Analyse de Ad ess e wendung in
allgemeinen Bildungsein ich ungen in Le land 203 Ziel des o liegenden A ikels
is es, die Viel al de Ad ess o men in de Schule zu un e suchen, mi
Schwe punk au den adi ionellen Ad ess o men, die on Gene a ion zu
Gene a ion wei e gegeben wu den, sowie au denen, die ü die Sp ache als
inno a i angesehen we den können. De A ikel analysie auch die Symme ie
und Asymme ie de Ad ess o men zwischen Sp achnu ze n un e schiedliche
Ebene in de Schule. Die Fo schung basie au F agebögen, die on 718 Schüle n,
125 Leh e n aus 11 Schulen und 48 Schullei e n aus 48 ande en Schulen ausge üll
wu den. Schüle und Leh e aus allen Regionen Le lands wu den be ag . Die
Meh hei de S uden en leb in S äd en (562), nu 153 leben au dem Land. Die
F agebögen de S uden en wu den nach dem Al e de Be ag en g uppie .
Eine G uppe um ass e die Al e sg uppe on 10 bis 14 Jah en und die ande e on 15
bis 19 Jah en (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1. Anzahl de be ag en Schüle nach Al e
Übe p ü ung de Ad essmodelle
In de Ve gangenhei in Le land e wende
Die A de Ansp ache und die Ansp ache o men spiegeln die Zei wide , in de
wi leben, unse e na ionalen T adi ionen und Kul u , die cha ak e is ischen
Me kmale unse es E hnos. Wel sp achen zeigen un e schiedliche S a egien zu E ablie ung on hö lichem und
Al e und He kun
10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
21
22 23
3
19
49
82 89
57
100
119
50
41 1 2
Al e sjah e
Anzahl
130
204 KALBOS KULTŪRA | 82 espek olle Beziehungen. Geleh e, die Sp achen
e o schen, sind zu dem Schluss gekommen, dass Na ionen sowohl Ähnlichkei en
als auch Un e schiede in de Ve wendung on Ad ess o men haben (B aun 1988;
B auns, Gilmans 2003; E ina-T ipa 2003). Jede Na ion ha ih e eigenen
spezi ischen Ad essmodelle his o ischen U sp ungs, obwohl sie im Lau e de
Zei modi izie we den können. Eines de Me kmale eines jeden
Ad esssys ems is die Möglichkei , es on jede neuen Gene a ion zu e ben.
De ame ikanische Sp achwissenscha le E. Sapi konzen ie e sich eng au
die Ve bindungen zwischen Sp ache eine sei s und sozialen Fak o en und
Kul u ande e sei s. Die e schiedenen Lände und sind zu dem Schluss
essence o Sapi -Who hypo hesis is ha language de e mines no ms o
hinking and beha iou . E e y language moulds i s own speci ic unde -
s anding o eali y o i s speake s (Sepī s 1999: 87). Also R. B own and
A. Gilman ha e examined he use o he pe sonal p onouns hou and you in
gekommen, dass die Seman ik de P onomen und ih e s ilis ische Ve wendung
du ch die Sp ache bes imm wi d, in de sie e wende we den (B auns,
Gilmans 2003).
Es is seh plausibel, dass die Ve wendung on Ve kleine ungen (Peļuks, Lāčuks,
Saldumiņš, Mīļums, Smiekliņš, Pekucī is, Gundiņ, Jānī , Pauliņ) in de
Kommunika ion zwischen Schüle n und Leh e n sowie die Ve wendung on
Namen on Tie en, Vögeln, P lanzen und Bäumen (B iedis, Lapsa, Gliemezis,
Žubī e, Ciela a, Gulbis) als Spi znamen in de Kommunika ion on Schüle n mi
al en T adi ionen de le ischen Na ion in de Sp ach e wendung e bunden
sind. Die Spi znamen de Schüle wu den im A ikel Ein Spi zname ü jeden
Schüle ? aus üh liche analysie . (Blūmane, 2008). Da zahl eiche ande e
Na ionen schon imme au dem Gebie Le lands geleb haben, haben ih e
Kul u en auch in de Ve wendung de le ischen Sp ache und de Ad ess o men
Spu en hin e lassen. Aus diesem G und is es schwie ig, die ü den le ischen
E hnos cha ak e is ischen Ad ess e wendungsme kmale on den Anleihen
ande e E hnosen zu isolie en. De Bezugspunk könn e Folklo e sein.
Heu zu age sind le ische Folklo ema e ialien die Quelle ü die Rekons uk ion e hnische T adi ionen in de Ve wendung on Ad ess o men und ih en T adi ionen.
Die Ve ände ungen de his o ischen und poli ischen Si ua ion in Le land haben
auch die Ve wendung on Ad ess o mula en beein luss . Es gib beispielsweise
einen g oßen Un e schied in de Wahl de Ad ess o men am Ende des 19.
Jah hunde s, als die Ve wendung on Ti eln zwischen den sozialen Klassen wei
e b ei e wa , und denen, die in den 20e und 30e Jah en des 20. Jah hunde s
e wende wu den, als Le land ein unabhängiges Land wa . Hie sind ein paa
Beispiele ü Ad essen in B ie en aus dem Jah 1899: Viņa Augs ībai kņazam i s am he cogam N. N. (‘zu Seine Hohei G oßhe zog P inz G a / /
N. N.’); Viņas Augs ībai kņazienei / i s ienei / he cogienei (‘ o He Highness
Eine de BLŪMANE. Soziolinguis ische Analyse de Ad ess e wendung in
allgemeinen Bildungsein ich ungen in Le land 205 G oßhe zogin P inzessin
G ä in […]); G ā iem, ba oniem un on kungiem (muižniekiem) (zu G a en, Ba onen
und on Gen lemen (Landesadell Eh wü dige Adelige Ba onesse on N. N.));
men)’); Viņa Godībai g ā am (‘ o Honou able Coun ’); Augs dzimušam un
dižcil īgam ba onam N. N. kungam (‘ o Highly Bo n and Noble Ba on
M N. N.’); Augs igodājamai dižcil īgai ba onie ei on N. N. kundzei (‘ o High-
Augodāmajam ba ona on des He enhauses Ba oness on N. N. Lady o he
N. N. lielkungam / lielmā ei (‘ o Highly Honou able Ba on on N. N. Lo d
Mano […]). Am cha ak e is ischs en, weil seh o sowohl de Baue nho als
e is ic add ess o ms in he 20s and 30s o he 20 h cen u y we e kungs /
kundze (‘si /madam’). People we e also add essed by he name o hei a m
auch sein Besi ze denselben Namen ha en. Die Ad ess o men, die in den
ie zige Jah en bis zum Ende de ach zige Jah e des 20. Jah hunde s
e wende wu den (bied s ("Genosse", bied i ("Genossen"), pilsonis ("Bü ge "),
pilsoņi ("Bü ge ")), un e scheiden sich s a k on denen, die zu Beginn des 21.
Jah hunde s e wende wu den, als de Ein luss des Englischen besonde s in
de A und Weise, wie junge Menschen Ad ess o men e wenden, ausgep äg
is . In de sowje ischen Zei gab es in Le land eine Ad ess o m, die on den
Behö den e lassen wo den wa : bied i, bied e ([…]kame ad[…] […] sowohl männlich
als auch weiblich), die allein ode zusammen mi dem Vo namen, Nachnamen,
be u lichen ode Eh en i el de Pe son e wende wu de (Blinkena 1968: 4). Das
Wo kungs ([…]si […]), ebenso wie das li auische Wo ponas, wu de aus de
o iziellen Kommunika ion ausgeschlossen. Sie wu den du ch das Wo
"Com ade" in Li auisch und "Bid s" in Le isch e se z . Jüngs e
Un e suchungen haben gezeig , dass das Wo kungs au Le isch iel häu ige
ple ed by eache s and school p incipals, we can main ain ha such o ms
e wende wi d als ponas au Li auisch (K ašī e, Čepai iene, Župe ka 2003: 11).
Bei de Analyse de F agebögen we den Ad essen wie bied i, bied e, pilsonis, pilsone nich meh e wende . Ad ess o men, die in den 20e und 30e Jah en in Le land e wende wu den, wie Nachname + Kungs, Nachname
+ Kundze we den imme belieb e .
Das poli ische Sys em hin e läss also seine Spu en in de Ve wendung on
Ad ess o men. Es gib jedoch keine s engen G enzen zwischen den beiden
pe iods, hough he main endencies in add ess usage in hose pe iods can
s ill be aced. Taking in o conside a ion he abo e condi ions, we can p e-
oben genann en, die die Ad ess o mula e und ih e Modelle bes immen, die
heu zu age in de Schule e wende we den. Die Schule is ein in e essan es
Um eld ü die Fo schung, weil sie ein O is , an dem al e Sp ach adi ionen
mi Inno a ionen e schmelzen. Zu den äl e en T adi ionen in de le ischen
Sp ache gehö de iel äl ige Geb auch on Dimini i en sowohl in Bezug au ih e lexikalische Bedeu ung als auch au ih e Fo m on allen Al e sg uppen, auch on S uden en,
206 KALBOS KULTŪRA | 82 sowie die Ve wendung de be u lichen Ti el skolo āj
(Leh e ) und di ek o (Rek o ), die his o isch als Ad ess o men skolmeis a a
kungs kundze (Schullei e ode Schulleh e in) e wende wu den. De
Geb auch des P onomen Jūs ([…]Sie[…]) ha auch langlebige Sp ach adi ionen
im Le ischen. P o esso And ejs Veisbe gs on de Uni e si ä Le land is
de Ansich , dass u ("du") und jūs ("du") in unse e Sp ache we oll sind,
weil sie es uns e möglichen, Scha ie ungen de Bedeu ung auszud ücken. Wi
können unse e Emo ionen zeigen, indem wi u ode jūs e wenden, wi
können die Pe son, mi de wi kommunizie en, demü igen ode eh en. Die
Sp ache is seh sub il. Wenn diese Fo men keine Bedeu ung hä en, wü de die
Sp ache sie allen lassen (Puķe 2000: 15).
Geb auch de P onomen Tu und JŪS
In de le ischen Sp ache
Als Neue ung in de le ischen Sp ache könn en wi die Auswei ung de
Ve wendung des P onomen u in Si ua ionen e wähnen, in denen o einigen
Jah zehn en die espek olle und eh e bie ige Ad ess o m Jūs e wende
wu de. Jünge e Sp achnu ze sp echen ih e Leh e ode Klassenleh e mi
dem P onomen u an. Schwankungen zwischen de Ve wendung on u und jūs
only a school. Some imes in a magazine o newspape , ele ision and a-
gib es auch bei E wachsenen, und nich dio In e iews gib es Abweichungen
(Lauze 2003: 344; E ns sone 2005: 27). So he e a e si ua ions when people
on de akzep ie en Ad ess o m Jūs, die sich seh wenig ode ga nich
kennen, wählen, die Fo m u gegensei ig zu e wenden. Sie beobach en nich das
chy which ha e been s ic ly obse ed up o now. Simila obse a ions can
Al e und den sozialen S a us, die in Bezug au die Kommunika ion im
Schulum eld zwischen Leh e n und Schullei e n, manchmal auch zwischen
Schüle n und Leh e n he ges ell we den. Was könn en die G ünde ü dieses
Phänomen in Le land sein? Eine de G ünde is de Ein luss ande e Kul u en,
weil es Na ionen gib , die eines de P onomen allen gelassen haben, wie zum
Beispiel im Englischen das Singula p onomen hou, das o lange Zei e lo en
gegangen is und nu im a chaischen S il e wende wi d. Ein wei e e G und
könn e die Welle de Demok a isie ung de Gesellscha sein, die um 1990 in Le land begann.
Alle Sp achnu ze in Le land ühlen sich on Zei zu Zei unsiche übe die
Wahl zwischen u und jūs, insbesonde e wenn die Kommunika ion in einem
in o mal se ing and bo h he add esse and he add essee a e no as close

Eine de BLŪMANE. Soziolinguis ische Analyse de Ad ess e wendung in
allgemeinen Bildungsein ich ungen in Le land 207 zu Ve wendung de Ad ess o m
Tu. Hö lichkei , gu e eundscha liche Beziehungen, Mach , Solida i ä - das sind
die K i e ien, die die Wahl de P onomen u ode jūs bes immen. Wi können mi de
Meinung des Linguis en A. Veisbe gs ein e s anden sein, dass es im Zwei els all
siche e is , die Ad ess o m Jūs zu e wenden. Im Le ischen ha das P onomen
Jūs al e Geb auchs adi ionen, die au meh e e Jah hunde e zu ückgehen. Das
P onomen Jūs is in de Sp ache on g oßem We , da diese Fo m de Ansp ache
es uns e möglich , Respek auszud ücken, uns on de ande en Pe son zu
dis anzie en, übe zugehen au die Ve wendung on u, das im Le ischen eine No e
gegensei ige In imi ä und F eundscha ha . De le z e Aspek is in den
Sp achen, in denen diese Fo m ehl , unmöglich. Die Ve wendung des P onomen u
kann als ein Kommunika ionsmi el angesehen we den, das eingesch änk e
Möglichkei en ha , soziale Nuancen und Un e schiede auszud ücken.
Ad essmodelle
Un e den Jugendlichen sind e schiedene Spi znamen und phone ische
Modi ika ionen on Vo namen ode Nachnamen seh belieb , wie Siņča, Sindžs,
Eļuka, An ucī e, Lindočka, San očka, A čiks, Ā čijs, Zaņuks, Megucis, Ilžuks,
Renčs, Giņčs, Janka, Janķels, Valčs, Kal els, Dančiks, sowie e agliche Fo men
on Pe sonennamen, zum Beispiel Rēne ( on dem Namen Rudā e), Sola ( on
Sol eiga), Mona ( on Renī e). Da de F agebogen sch i lich ausge üll we den
soll e, bes ä ig e e einen äuße s g oßen Ein luss des Englischen au die
Sch eibweise und Aussp ache diese Namen, beispielsweise Pingy, Snoopy,
W-man, Hen ix, Džonis, Džas ons. Die am häu igs en in den schulen in Le land
e wende en Fo men sind nominale und p onominale Ad ess o men: ein Name,
ein Spi zname, ein assozia i e Spi zname (eine phone ische Modi ika ion eines
Namens ode eines Nachnamens), eine e agliche Fo m eines Namens ode
eines Nachnamens, die Ve wendung eines Nachnamens allein (was bei 15- bis
19-Jäh igen seh belieb is ), die Ve wendung eines Namens und eines
Va e namens, eine Ve kleine ungs o m eines Namens ode eines Nachnamens,
eine Ad essin e sion (mei (‘Toch e ), ein Spi zname (‘Sohn), kombinie e
Ad ess o men: eine In e ak ion + eine Ad esse, ein Kollege, ein Kollege, ein
Leh e + ein Di ek o und ande e ähnliche Fo men. Manchmal weis die
Ve b o m die gewähl e Ad esse an, zum Beispiel lūdzu, pasakie ! (Können Sie
mi das bi e sagen?)
208 KALBOS
KULTŪRA | 82
Es we den auch D i e-Pe sonen-Fo men e wende . Wenn eine Pe son sich de
Nähe de gegensei igen Beziehungen nich siche is , wi d de Zuhö e mi de
d i en Pe son Singula o m angesp ochen (Lauze 2004: 28). De Au o des
o liegenden A ikels ha solche Ad ess o men in de Kommunika ion zwischen
Leh e n wäh end de Pausen ode wenn de Dozen das Publikum beg üß ,
beobach e . Ko ela ions egeln in de Schule we den sowohl au e ikale als
auch au ho izon ale Ebene umgese z . Die e ikale Rela i i ä wi d in de
Wi kung de Mach p inzipien sich ba , die ho izon ale in koope a i en
Bindungen. Die e ikale Dimension wi d zwischen einem Schüle und einem
Leh e , einem Schüle und dem Schullei e , einem Leh e und dem Schullei e
ealisie , die ho izon ale Dimension zwischen Schüle n ode Leh e n. Das
e ikale Ad essmodell wi d haup sächlich in de o malen Kommunika ion und
das ho izon ale in de in o mellen Kommunika ion e wende . Die Un e schiede
in den Ad ess o men we den haup sächlich au ho izon ale Ebene
es ges ell . Die Ad ess o men zwischen einem Leh e und dem Schullei e sind
g öß en eils asymme isch. Die Leh e wenden sich an den Schullei e in Fo men
wie Sie, Di ek o (Schullei e ), Sie + Nachname. Die Schullei e sp echen die
Leh e jedoch mi ih em Vo namen an und sagen zu ihnen "du", was au
Hie a chie und soziale Dis anz hinweis (siehe Abbildungen 2, 3 und 4). Abbildung 2.
Add ess o ms
46
35
67
23
4
15
0
10
20
30
40
50
60
70
80
1
Anzahl
TU
JŪS
Vo name
SKOLOTĀJ ( eache )
Fi s name, su name
Diminu i e o m de i ed
om pe sonal name
Eine de BLŪMANE. Soziolinguis ische Analyse de Ad ess e wendung in
allgemeinen Bildungsein ich ungen in Le land 209 Ansp ache o men des
Schullei e s mi äl e en Leh e n Ad ess o men, die on Leh e n mi dem
Schullei e e wende we den, 10-14-jäh ige Schüle sp echen ih e
Klassenkame aden haup sächlich mi ih em Vo namen, Spi znamen und mi
de zwei en Pe son Singula p onomen u an. 85% de Jugendlichen in diese
Al e sg uppe e wenden den Vo namen. Die wäh end de Schulzei
e wende en Ad ess o mula e übe leben in de gegensei igen Kommunika ion
ü imme . Wenn sich Klassenkame aden und F eunde nach langen Jah en
e en, e wenden sie in de in o mellen Kommunika ion die al en Ad ess o mula e.
Bei Teenage n im Al e on 15 bis 19 Jah en sind die dominie enden
Ad ess o men de Vo name, de Spi zname (66% de Fälle) und das P onomen
u de zwei en Pe son im Singula . Seh o e wenden die Schüle
Ve kleine ungs o men, die on ih en pe sönlichen Namen abgelei e sind.
71
52
6
29 23
13 613
0
20
40
60
80
1
Add ess o ms
Anzahl
JŪS
Vo name
Fi s name, su name
SKOLOTĀJ ( eache )
SKOLOTĀJ ( eache ) +
Ad ess o men, die om Schullei e e wende we den, mi Vo namen junge Leh e
SKOLOTĀJ ( eache ) +
Nachna-
Diminu i e o m de i ed
om pe sonal name
TU
55
41
56
22
32
0
10
20
30
40
50
60
1
Add ess o ms
Anzahl
JŪS
Vo name
DIREKTOR (Haup beam e )
TU
Fi s name, su name
SKOLOTĀJ ( eache )
210 KALBOS
KULTŪRA | 82 Jah e al
Fü die Kommunika ion zwischen einem Schüle und einem Leh e wi d in den
meis en Fällen das asymme ische Ad essmodell e wende . Das o he schende
Wo , mi dem sich Schüle im Al e on 10 bis 14 Jah en an ih e Leh e wenden, is
skolo āj ("Leh e ") (37%), die Ad esse "Sie" wi d nich so o e wende (25%)
(siehe Abbildung 5). Abbildung 5. Fo men de Ansp ache an Leh e in de Schule De
Leh e sp ich einen 10 bis 14-Jäh igen mi u und seinem Vo namen an.
Symme ische Ad ess o men zwischen einem Leh e und einem Schüle
e scheinen eben alls. Ein Schüle wende sich an einen Leh e in den olgenden
Fo men: skolo āj (leh e ) + Vo name, Vo name, u. Wenn de Leh e und de
Schüle symme ische Ad ess o men e wenden, könn e sich ein un e d ück e
Kon lik in de einen ode ande en Fo m mani es ie en. Wenn solche
Ad ess o men e wende we den, is es de Leh e , de psychisches Unbehagen
emp inden kann, wenn de Vo schlag, gegensei ig symme ische Ad ess o men zu
wählen, nich on ihm ode ih s amm . Die Wahl wechselsei ig symme ische
Ad ess o men zwischen Leh e n, einem Leh e und dem Schullei e is in de
Regel nich de G und ü Kon lik e zwischen Kommunika ionspa ne n. Abe die
Ve wendung gegensei ig symme ische Fo men zwischen einem Schüle und
einem Leh e kann zu Kon lik en in de Kommunika ion üh en. Sie we den im
gegensei igen Ein e nehmen übe die Ad ess o mula e gelös . Bei symme ischen
Ansp achen zwischen Leh e n gib es keinen Abs and; ode wenn es eine gib , is
sie e bo gen, "schweigende" En e nung. Wenn asymme ische Ad ess o men
e wende we den, is die En e nung o ensich lich. Die Mach asymme ie kann nich nu du ch das P onomen "du" ausged ück we den, sonde n auch du ch den Ti el, die Plu al o m eines Ve bs ode ande e Mi el.
SKOLOTĀJ ( eache )
37%
SKOLOTĀJ ( eache ) +
me Nachname
12%
SKOLOTĀJ ( eache ) +
Vo name
17%
TU
3%
Vo name
4%
Lieblingsname
2%
JŪS
25%
SKOLOTĀJ ( eache ) +
Nachname
SKOLOTĀJ ( eache ) +
Vo name
SKOLOTĀJ ( eache )
JŪS
TU
Vo name
Lieblingsname