Kalbos
Kul u | 83 Jah e
STEPHEN J. WALTON
I a Aasen Ins i u , Hochschule on Volda
I a Aasen und die Genes des
neuen No wegen
Sch i liche Sp ache
Lassen Sie mich zunächs den O ganisa o en diese Kon e enz danken, die mich
eingeladen haben und mi e möglich haben, an Ih en Feie lichkei en zum 150.
Gebu s ag on Jonas Jablonskis eilzunehmen. I gendwann am 30. Dezembe
we de ich mein Glas e heben und ihm iele glückliche Rückkeh wünschen. Ich
e wa e, dass nich seh iele on Ihnen on dem G ünde de neuen
no wegischen Sch i sp ache, I a Aasen, gehö haben, genauso wie, ich habe
Angs zu sagen, Jonas Jablonskis in No wegen alles ande e als ein bekann e
Name is , selbs un e his o ischen Sp achwissenscha le n. Ich schäme mich,
zugeben zu müssen, dass auch ich den Bei ag on Jablonski zu
S anda disie ung des Li auischen nich kann e, bis ich ihn o ku zem aus
o ensich lichen G ünden au such e. Ich bin siche lich nich quali izie , Ihnen
einen de aillie en Ve gleich de A bei on I a Aasen und Jonas Jablonskis zu
geben, abe es i mich selbs aus seh obe lächlichem Wissen übe den
Bei ag on Jablonski, dass es in e essan e Ähnlichkei en und Un e schiede
zwischen diesen beiden Männe n gib . In meine P äsen a ion on Aasen möch e
ich mich au einige de allgemeine en Topoi konzen ie en, die sich p äsen ie en,
wenn wi uns die A bei de be ühm en " isionä en A bei e " ansehen, die die
S anda dsp achen Eu opas im ach zehn en und neunzehn en Jah hunde
wiede beleb en ode schu en. Ich we de e suchen, Sie nich in eine langen
Lis e on We ken zu e änken, on denen Sie noch nie gehö haben, in eine Sp ache, die Sie nich sp echen, ode in den Kleinigkei en eine poli ischen Geschich e, die ü Sie keine Bedeu ung ha .
His o isches CoN Ex
Es könn e dennoch nü zlich sein, mi eine ku zen Zusammen assung des
his o ischen Kon ex es zu beginnen, in dem die Scha ung de neuen
no wegischen Sch i sp ache s a and. Wie Sie siche wissen, is die ühe
no dge manische Runensch i on S. J. Wal oN. I a Aasen und die En s ehung
de neuen no wegischen Sch i 133 wu de nach de Ch is ianisie ung du ch
das Sch eiben in de la einischen Sch i e se z , und eine blühende
sch i liche Kul u en wickel e sich in al no dische Sp ache, sowohl in
No wegen als auch in Island. Diese sch i liche T adi ion basie e sowohl in de
Ki che als auch in Zen en wel liche Mach . Nach 1319 wu de de no wegische
S aa jedoch geschwäch , und No wegen schloss eine Reihe on Ve einigungen
mi Dänema k, Schweden ode beiden ein, in denen das Zen um de wel lichen
Mach auße halb des Landes e leg wu de. De Schwa ze Tod schwäch e die
a is ok a ische G undlage de mi elal e lichen no wegischen Gesellscha
sowie das P ies e um ödlich. Da imme meh wel liche Sch i en in dänische
Sp ache gesch ieben wu den, blieb No wegisch in de ka holischen Ki che im
Geb auch, zumindes bis de le z e in No wegen gebo ene E zbischo 1510
s a b. Die Re o ma ion mi ih e Bibel in de Volkssp ache und de e höh en
Alphabe isie ung wu de in No wegen on de dänischen K one und du ch die
Dänische du chgese z . Zunehmend wu den sowohl die P ies e als auch die
säkula e Ve wal ung des S aa es aus Dänema k ek u ie , wäh end de
Handel in den Händen de hansea ischen Kau leu e lag. Wäh end on dem
sechzehn en bis zum neunzehn en Jah hunde e s eu e Übe es e de
populä en Sch i in no wegischen Dialek en zu inden sind, e li das
No wegische als sch i liche Sp ache p ak isch einen olls ändigen
Domänen e lus . No wegen is jedoch ein seh g oßes Land mi eine
schwie igen Topog aphie, ohne na ü liches Zen um und einem hohen G ad an
Isola ion. Die no wegischen Baue n sp achen wäh end de gesam en Zei
wei e hin lokale Dialek e, wäh end sie in dänische Sp ache lasen und sch ieben.
Ab 1739 wu de die obliga o ische Kon i ma ion in de s aa lichen lu he ischen
Ki che einge üh , was zu Folge ha e, daß jede wenigs ens in de Lage sein
muss e, den Ka echismus zu lesen, und ab diesem Jah en wickel e sich eine
allgemeine udimen ä e Alphabe isie ung. Es en s and eine s äd ische,
kau männische und kle ikale Eli e, die eine Fo m des Dänischen sp ach, die allmählich no wegische phonologische Me kmale e wa b, wäh end sie die dänische Mo phologie, Lexikon und Syn ax behiel , o allem in de Beibehal ung des dänischen Zwei-Gende -Sys ems im Gegensa z zum no wegischen D ei-Gende -Sys em.
aasEN[…]s CoN Ex
Inne halb dieses allgemeinen Kon ex s gab es ein g oßes Maß an lokale
Va ia ion, sowohl in de En wicklung de Dialek sp ache als auch in de
En wicklung lokale Alphabe isie ungskul u en. I a Aasen wu de am 5. Augus
1813 in eine Baue n amilie in Ø s a in de Region Sunnmø e gebo en, die das
südlichs e Gebie de G a scha Mø e und Romsdal um ass , 320 km nö dlich on Be gen, 560 km
Kalbos Kul ū a | 134 no dwes lich on Oslo. Es is eine Region, die in einen
Küs ens ei en mi O sho e-Inseln un e eil is , wo die Fische ei die G undlage
de Wi scha bilde e, und ein gebi giges, in de Ta alpines, inne es Gebie mi
ie en Täle n, in denen die Sonne im Win e mona elang nich eind ing und wo das
Klima, obwohl mild, auße gewöhnlich euch is . Das Haup p oblem in diesem
übe wiegend landwi scha lichen Gebie bes and da in, die ex emen
Wasse mengen zu en e nen, die om Himmel ielen, on den Be ghängen
he un e s ü z en ode on schnell ließenden S ömen übe lu e wu den. Die
bes en Lösungen ü P obleme diese A wu den im ach zehn en Jah hunde in
Büche n ge unden. Es is dahe nich übe aschend, dass die lebendigs e und
dynamischs e benach eilig e Baue ngemeinscha No wegens bis zum Ende des
ach zehn en Jah hunde s in Sunnmø e zu inden wa , die landwi scha lich
selbs e so gend und au halbem Weg zwischen dem Handelszen um Be gen und
dem kul u ellen und ki chlichen Zen um T ondheim wa . Wäh end in den le z en
Jah en eindeu ige Beweise ü eine wei wei wei e b ei e e Alphabe isie ung
au ge auch sind, als es sich soga im siebzehn en Jah hunde ( gl. Fe 1995,
2003) o ges ell ha e, kann die Exis enz eine s a ken Alphabe isie ung de
Baue nkul u in Süd-Sunnmø e im spä en ach zehn en Jah hunde mi eine
Reihe iden i izie ba e Kul u un e nehme in Ve bindung geb ach we den. Eine
is ein P ies e , Hans S øm, ein ande e seine Gemeindemi gliede , die
auße gewöhnliche Figu on Si e Aa lo . Aa lo nu z e das Buchle nen, um
sich Kenn nisse und Fähigkei en in den Be eichen En wässe ung und
Anbau echniken zu e we ben, was es ihm e möglich e, zunächs seine
Heima a m so zu e besse n, dass sie ein Vo bild ü ande e Landwi e in de
Gegend wu de, und sich dann au eine de schöns en und sonnigs en Fa men de
Gegend zu e ablie en. Aa lo begann dann en scheidend ein P og amm de
Volkse leuch ung du ch Alphabe isie ung, das um die Jah hunde wende zu
Scha ung eine Ausleihbiblio hek mi 2000 Bänden, de e s en D ucke ei und ab
1810 bis 1816 de e s en Zei ung im ländlichen No wegen üh e. dann sind dies die
Eckp eile de sch i lichen Kul u , in die Aasen 1813 hineingebo en wu de. Im
Gegensa z zu Jablonskis s udie e Aasen nie o mell und wu de nie an eine
Uni e si ä ausgebilde , obwohl e die Möglichkei ha e, ein Leh e semina zu
besuchen, das ihn au den Weg zu akademischen Ins i u ionen geb ach hä e. E
wuchs als jüngs es on sieben Kinde n au eine kleinen Mie a m au . Seine
El e n wa en beide ges o ben, als e zwöl wa . E e hiel die no male lüch ige
Ausbildung on pe ipa e ischen Leh e n, die Kinde im ländlichen No wegen
e hiel en, insgesam e wa zehn Tage Un e ich p o Jah , abe e wu de on
eine Schwes e gele n , zu lesen und begeis e zu lesen. Im Al e on ach zehn
Jah en wu de e selbs zwei Jah e lang Wande leh e und e leb e aus e s e
Hand die Schwie igkei en, die Kinde ha en, nich nu zu lesen und zu sch eiben,
sonde n auch in eine F emdsp ache zu le nen. I a Aasen und die En s ehung de
neuen no wegischen Sch i sp ache 135 Dänisch. Im Al e on zwanzig Jah en
e b ach e Aasen zwei Jah e mi Un e ich im Haus des ländlichen Dekanen au
de nahe gelegenen Insel He øy, wo on ihm e wa e wu de, aus eichende
Kenn nisse zu e we ben, um spä e das Semina besuchen zu können. E a es
nich , abe e e b ach e sieben Jah e als Tu o de Kinde eines
A meekape ans, wei e nö dlich, abe imme noch in de selben Region. Als
Jugendliche benu z e Aasen die Biblio hek au de Aa lo s-Fa m in Ekse , und in
den Häuse n des Dekana s und des Kapi äns be anden sich gu ausges a e e
Sammlungen on Büche n sowie Zei ungen und Zei sch i en aus de Haup s ad
und aus dem Ausland. Im Jah nach de Gebu on Aasen wu de die s aa liche
Zus ändigkei No wegens wiede he ges ell und ih e Unabhängigkei on de
Ve sammlung de P ominen en in Eids oll p oklamie , on denen eine Si e
Aa lo wa . Obwohl das Land so o in eine Union mi Schweden iel, die bis 1905
daue e, a es dies als eine wiede gebo ene poli ische Einhei mi einem eigenen
Pa lamen und eine eigenen ela i demok a ischen Ve assung, die au den
P inzipien de anzösischen und ame ikanischen Re olu ionen basie e. In den
1830e Jah en ha en die unmi elba en P obleme nach de Unabhängigkei des
Bank o es und de Ein ich ung eine unk ionie enden S aa s e wal ung neuen
Bedenken ge olg , die on de deu schen und dänischen Roman ik inspi ie
wa en: Was wa en die Besonde hei en de no wegischen Na ion und insbesonde e
de no wegischen Na ionalsp ache? Gab es a sächlich eine no wegische Landessp ache?
In de Sp ach age gab es keine Einigung, wede un e Poli ike n noch un e
Geleh en. De g oße Jacob G imm s ell e sich soga noch 1840 o , dass
no wegische Baue n eine e o m e Va ian e des Schwedischen sp echen
wü den, nachdem das, was e "die K a de Sp ache" nann e, nach Island
abge eis wa . diese Ansich wa auch in de no wegischen he schenden
Klasse e b ei e ; Eine be ühm e Legi ima ion ü die Fo se zung de
Sp achunion mi Dänema k un e de neuen poli ischen Union mi Schweden ging
on de o ganis ischen Da s ellung de no wegischen Sp ache als einem
s e benden Obs baum aus, de die T ansplan a ion aus neuem dänischem
Bes and benö ig e, um am Leben zu bleiben. Diese Ansich wu de om
p oduk i en Dich e Hen ik We geland wide sp ochen, de a gumen ie e, dass
sich die no wegische Landscha und die no wegische Geschich e so on de
dänischen un e scheiden, dass eine na ionale no wegische Sch i sp ache
um ang eiche lexikalische Anleihen aus den Baue ndialek en en hal en soll e, die
so iel om al en No dischen e hal en haben soll en. Eine d i e Ansich
en s and auch ku z nach de Ve ö en lichung eine Sammlung al e Balladen in
einem de konse a i e en Be gdialek e; eine neue sch i liche Sp ache soll e
aus einem diese Dialek e en s ehen. No wegisch soll e, wie de Au o diese Ansich es ausd ück e, on do beginnen, wo es o ün hunde Jah en au gehö ha e. Ku z gesag , du ch
Kalbos
Kul ū a | 136
Die be ühm e no wegische Sp ache F age wa en s anden, eine F age, die in
dem Maße, in dem wi noch zwei sch i liche Fo men des No wegischen haben,
so a ha e s ubbo nly e used o coalesce, is s ill wi h us.
die wi wissen, dass Aasen die Sp achdeba e in den 1830e Jah en aus seinem
Aussich spunk in seine ungewöhnlichen und gu in o mie en Baue n
sch i lichen Kul u eng e olg e, und e leg e seinen e s en Bei ag dazu 1835
im Al e on zweiundzwanzig Jah en in die Fede . Was nö ig wa , sch ieb e , wa
eine neue sch i liche Sp ache, die die demok a ischen Ideale de neuen
Ve assung nach de Unabhängigkei wide spiegel e und in dem Sinne wi klich
no wegisch wa , dass jede Einwohne des Landes ein In e esse da an haben
könn e; dass die Ve assung, die in No wegen als no wegisch gesch ieben
Dänisch bezeichne wi d, Dänisch nich zu No wegisch mach . Da übe hinaus
konn e die Au gabe, die neue na ionale No m zu kons uie en, nich on
wohlmeinenden Mi gliede n de dänischen he schenden Klasse e üll we den.
Diese Au gabe muss au einen allen, de , wie e es ausd ück e, in eine
Baue nhü e au gewachsen is . Aasens ku ze und analy isch b illan e Tex ,
de wie gesag 1835 gesch ieben wu de, wu de e s 1909, d eizehn Jah e nach
Aasens Tod im Jah 1896, e ö en lich . Es wu de ein ach beisei e geleg , abe
es zi kulie e in de lesend-sch eibenden Baue ngemeinscha , in de Aasen
au wuchs. Es en häl auch den Plan ü das, was wi heu e als Sp ach e i alisie ung bezeichnen wü den, den Aasen den Res seines Lebens dami e b ach e.
A bei on aasEN
E is k ank und müde on sieben Jah en Kinde un e ich , und we kann ihm
das o we en? An ang de 1840e Jah e e such e Aasen e zwei el , einen
Weg zu inden, um zu gehen, sich selbs zu e besse n und sich en wede als
Bo anike ode als Sp achbeleb e zu e ablie en. Mi Hil e des Bischo s on
Be gen, de Aasen an den Di ek o de No wegischen Akademie de
Wissenscha en in T ondheim e wies, e hiel Aasen einen Zuschuss zum
S udium de Dialek e des wes lichen Teils No wegens. Da noch niemand o
Aasen die no wegischen Dialek e wi klich un e such ha e, wa das, was sie
als e bo gene lexikalische und mo phologische Schä ze aus de
Ve gangenhei en hiel en und in welchem Ve häl nis sie zueinande s anden,
noch, wenn nich ganz unbekann , dann zumindes Gegens and on
Ve mu ungen und Ve mu ungen. Im Sep embe 1842 mach e sich Aasen au
seinen langen Ma sch, seinen isionä en Weg en lang de Au obahnen und
Nebens aßen des ländlichen No wegen. Seine A bei shypo hese - ich pa aph asie e ihn je z - wa , dass die Dialek e No wegens Epiphenomene eines zug unde liegenden Diasys ems wa en. die Idee on
S. J. Wal oN. Ich bin ein Mi glied des Ausschusses. I a Aasen und die En s ehung
de neuen no wegischen Sch i sp ache 137 Aasen ha e übe haup nu seh
he unde lying uni y o he dialec s o No way was no aasen’s; in ac ,
wenige o iginale Ideen, sein E olg lag da in, die Ideen ande e Leu e b illan
anzuwenden. Seine Absich wa es, aus den Dialek en genügend Beweise zu
sammeln, um eine s anda disie e Fo m de no wegischen Sp ache zu scha en,
die das zug unde liegende Diasys em mani es ie en wü de und dami an und ü
sich eine wi klich demok a ische sch i liche Sp ache da s ell , die die Meh hei
de ein achen Menschen leich zu benu zen inden wü de. Die Agenda de
Akademie, ihm seinen e s en Zuschuss zu geben, wa ande s. Sie wa en da an
in e essie , Übe es e eine Sp ache au zudecken, on de sie sich o s ell en,
dass sie schnell auss e ben wü de; Die Fan asie, dass die populä en Fo men des
No wegischen au dem le z en Punk sind, wi d on konse a i en
Sp achp opagandis en bis heu e e olg . Aasen mach e sich dann da an, den
Zuschuss, den e e hiel , ü sein eigenes ande es und eh geizige es Ziel zu
nu zen. Zwischen 1842 und 1847 eis e Aasen e was meh als 4000 km,
haup sächlich zu Fuß, um empi isches linguis isches Ma e ial zu sammeln.
Wäh end de ühes en Zei en wickel e e äuße s e ek i e
Sammelme hoden, die, obwohl sie as jede Regel de spä e en
soziolinguis ischen Fo schung sowohl in Bezug au die Rep äsen a i i ä de
In o man en als auch in Bezug au die E langung on In o ma ionen du ch di ek e
F agen usw. b achen, Aasen dennoch in die Lage e se z en, sein um ang eiches
empi isches Ma e ial zu sys ema isie en. In meine Biog aphie on Aasen nenne
ich es Aasens "kumula i e Me hode" (Wal on 1996: 335-342). Um es ganz ku z zu
sagen, bes and seine Technik da in, zunächs die G enzen eines Dialek gebie s
es zulegen. E wü de dann eine sys ema ische Sammlung on lexikalischem und
mo phologischem Ma e ial au de nied igs en möglichen Ebene e s ellen, de
des "bygd" ode e wei e en Do es. Wenn e in eine neue Gemeinde übe ging,
wiede hol e e den P ozess, und wenn e bedeu ende Isoglossen übe que e und
sich in eine Region be and, die einen deu lich ande en Dialek ha e als de , den
e ge ade e lassen ha e, schu e ein egionales Wö e buch und eine
G amma ik ü das o he ige Gebie . Das E gebnis wa eine py amidale S uk u
mi Do -Sammlungen an de Un e sei e, zwei ode d ei Ebenen da übe und de
na ionalen Ebene an de Spi ze. Genauso wie die Do sammlungen au
Gebie sebene sys ema isie wu den, wu den die Gebie ssammlungen au
egionale Ebene sys ema isie , die egionale Ebene au na ionale Ebene. Eine
Folge on Aasens A bei sme hode wa , dass e sein P ojek in e s aunlich
ku ze Zei abschließen konn e. Denken Sie da an, dass e 1842 on G und au
begann, abe 1847 ha e e das Manusk ip seine G amma ik de no wegischen Volkssp ache e igges ell , und es wu de im Jah danach e ö en lich . Denken Sie auch da an, dass e die meis e Zei un e wegs wa . Das is eine auße gewöhnliche Leis ung.
138 Kalbos
Kul u | 83
Eine zwei e Konsequenz de kumula i en Me hode wa , dass das zug unde
liegende Diasys em sich in allen e schiedenen Epiphenomenen mani es ie e,
wo aus olg e, dass, sobald die e s en Epiphenomen sys ema isie wo den
wa en, auch das Diasys em s anda dmäßig o handen wa . Mi ande en
Wo en, das Ma e ial, das Aasen zue s sammel e, spiel e au g und seines
Pla zes im P ozess de Sammlung und Sys ema isie ung eine g undlegende
Rolle bei de E scheinung seine le z endlichen No m. Dies wu de anschließend
endlos als eine i a ionale ode ideologische Vo liebe ü a chaische
wes no wegische Dialek e miss e s anden, abe das is nich de Fall. Es wa
jedoch de Fall, dass Aasen die sch i lichen Fo men des al en No dischen
e wende e, um in Fällen on Schwie igkei en zu en scheiden, wie eine
diasys ema ische Fo m ekons uie we den soll e, wo eine solche Fo m in
keinem lebenden Dialek exis ie e (und wenn jemand sich da um kümme ,
mich um ein Beispiel zu agen, we de ich Ihnen eines geben). Im Gegensa z zu
Jablonskis wuchs Aasen in einem ein achen Baue nhaus au und ha e nie eine
o male akademische Ausbildung. Im Gegensa z zu Jablonskis wu de e auch
nie e bann . Ta sächlich übe que e e nie einmal die G enzen No wegens,
nich einmal nach Schweden. E e li nie Rep ession, wu de abe mi
g oßzügige s aa liche Finanzie ung on de Akademie und dann om
Pa lamen belohn , die e s mi seinem Tod ende e. Auch im Gegensa z zu
Jablonskis ha e e keine o he ige A bei , die ihn lei e e, es gab keinen
no wegischen Juška, de den Weg zeig e. Und wiede um, im Gegensa z zu Jablonskis, schu Aasen nich nu die neue sch i liche Sp ache, sonde n wa auch ih e s e wich ige Au o , sowohl on Poesie, D ama als auch on essayis ische P osa. Nu de Roman en ging ihm.
Au de ande en Sei e wa Aasens wich igs es We k sein Wö e buch, genauso
wie Jablonskis. Die e s e, besch eibende Ausgabe e schien 1850 ohne
ekons uie e Fo men, wäh end eine zwei e, no ma i e Ausgabe in Ra en on
1873 bis 1871 e schien. Zu diese Zei ha e Aasen be ei s eine no ma i e
G amma ik, Übe se zungen, das e s e S ück in Neu-No wegisch, eine Sammlung
on Sp üchen und eine Bes selle -Sammlung on Ve sen e ö en lich und wa
au dem Weg, einen Thesau us, eine ku ze Enzyklopädie ü ländliche Jugend und
ein dänisch-no wegisches Wö e buch zu p oduzie en. Genauso wie Jonas
Jablonskis die U sache da ü e a , was ich on Zigmas Zinke ičius le n e -
die seh nü zliche Geschich e de li auischen Sp ache heiß "žmonių kalba" -
e such e Aasen, eine wi klich populä e Sp ache zu scha en, o z de
Ta sache, dass spä e e Sp ach e o me gu e G ünde gesehen haben, einige
on Aasens meh e ymologisie enden Rekons uk ionen zu e we en. Wie
Jablonskis und alle ih e e i alisie enden Kollegen benu z e Aasen seine eigenen
li e a ischen We ke, um Neologismen zu scha en. Die S ä ke de dänischen
sch i lichen T adi ion in No wegen, das Eind ingen iele no wegische
Dialek e du ch sch i liches Dänisch und die wei e b ei e e und polemische
Res. J. Wal oN. Ich bin ein A z . I a Aasen und de Genesis o he New No wegian
W i en Language139 un e s ü z en das, was als komisch his o ische Fo men
wah genommen wu de, und üh en Aasen alle in die Rich ung eines häu ig und
ich ig sogenann en mode a en Pu ismus. Das neue No wegisch on aasen ha
nich s mi dem pu is ischen lexikalischen Ex emismus des isländischen zu un.
NoWaDays
Ich in e p e ie e diese Kon e enz als Beweis ü ein anhal endes In e esse in
Li auen an dem We k on Jablonskis, abe ich ü ch e, ich weiß nich s da übe ,
wie e heu e in diesem Land angesehen wi d; Ich bin mi siche , dass ich iel
da übe le nen we de, wäh end ich hie bin. Was Aasen be i , so kann ich
Ihnen sagen, dass nach seinem Tod das In e esse an ihm zu ückging und iele
Jah e lang wenig wissenscha liches In e esse an seinem We k bes and. Seine
gesammel en […] abe ausge äum en […] B ie e und Tagebüche wu den in den
spä en ün zige Jah en e ö en lich . Sel same weise wu den nu zwei
Dok o a bei en übe Aasen gesch ieben, beide an de Uni e si ä Camb idge,
und eine d i e is an de Uni e si ä Edinbu gh im Gange, abe bishe keine in
No wegen. Ende de 1990e -Jah e wu de jedoch ein e neu es publizis isches
In e esse an Aasen sich ba mi dem Aasen-Jah 1996 (als nich wenige als
d ei Biog aphien e schienen), de G ündung des Aasen-Ins i u s im Jah 1995,
das im Jah 2002 mi dem Un e ich en on Mas e -P og ammen begann, und
de E ö nung des na ionalen Zen ums ü die neue no wegische sch i liche Kul u am Gebu so on Aasen im Jah 2000 (www.aasen une .no).
Re e enzen a a s e n I. 1848: De No ske Folkesp ogs
G amma ik, Ch a. a s e n I. 1850: O dbog übe dem
no wegischen Folkesp og, Ch a. a s e n I. 1864: No sk
G amma ik, Ch a. a s e n I. 1873: No sk O dbog, Ch a.
F e J. 1995: Lesande bønde . Li e æ kul u i no ske allmugesam unn ø 1840,
oslo: uni e si e s o lage . Die Uni e si ä Oslo is eine de wich igs en Hochschulen in No wegen.
F e J. 2003: Sk i ande bønde . Sk i kul u au No d-Ves lande 16001850,
Oslo: De No ske samlage .
Zinke ičius Z. 1998: Die Geschich e de li auischen Sp ache, Vilnius:
Mokslo i enciklopedijų leidybos ins i u as. Wa l o n s. J. 1996: I a
Aasens k opp, oslo: De No ske samlage .
Gau a 2010 11 17 Jah e
140 Kalbos
Kul u | 83 Jah e
IV aasENas I a asJos NauIos
No VEGų ašy INės Kalbos KIlMė (no wegisch)
San auka
No egas I a as aasenas (osen, 1813[…]1896) wa aus diese Kul u eikėjų,
ku ie xVIII[…]xIx a. Eu opoje domėjosi als iečių a mėmis i jų pag indu siūlė
naujas ku i a gai in i au ines kalbas.
I. aaseno in elek inę b andą lėmė ai, kad jis augo nuošalioje kaimo bend uomenėje,
ku i jau nuo xVIII a. pabaigos puoselėjo i in in ensy ią li e a ū inę eiklą, o gana šios
daugės bend uomenės na ių p iklausė ilgesnes negu šim o me ų aš ingumo
adicijas u inčioms šeimoms. aigi jau anks y asis mokymas s ip ino jo
įsi ikinimą, kad no egų als iečių a mės ė a pa i šius, po ku iuo slypi bend a
sis ema, . y. nekodi ikuo a au inė kalba. Iš p adžių I. aasenas siekė su ienodin i
y aujančią aš o kul ū ą, be ėliau jis sumaniai p i aikė sa o ikslams pag indinių
au inio oman izmo skelbėjų idėjas, gy a usias xIx a. idu yje. sa o galu inį siekį
naujos i isuo inai p iim inos ašy inės kalbos sukū imą jis de ino su uome inių
kul ū os eikėjų no ais a gai in i senąją als iečių kalbą. Jo sumanymas sulaukė i
inansinės, i mo alinės pa amos, ad naujųjų laikų Eu opoje I. aasenas apo ienu
pi mųjų als ybės išlaikomų in elek uų.
Viešumoje I. aasenas p isiėmė als iečio-in elek ualo aidmenį, o ai, no s i skamba
pa adoksaliai, leido jam daly au i pla esnėse kul u s e ose. apsk i ai, I. aaseno
nuopelnai siejami ne ik su p ak inės i ašy inės kalbos no mos kū imu jis y a
pi masis li e a ū inę i es e inę e ę u inčių a kalba suku ų eks ų au o ius.
Didžiausio pasisekimo sulaukė Poesie und Liede , no s jam neblogai sekėsi Sch i
und Esė.
Daugelį me ų I. aaseno a bei i nuopelnai bu o nepag įs ai pami š i, i ik pas a aisiais
me ais susidomėjimas jo eikla ge okai išaugo. 1996: Nuoųjų, paskelb ų I a o aaseno
me ais, pa eng os ben ys išsamios kalbininko biog a ijos. ėjus da ke e iems me ams
jo gim inėje a ida y as muziejus, o susidomėjimas I a o aaseno eikla i oliau nemažėja.
Joi da ba daba y a poli ikos i kalbos iloso ijos objek as, o a ėjan 2013-iesiems, kai bus
minima I a o aaseno 200 Jah e gimimo sukak is, dėmesys, ikė ina, ik s ip ės. Die
Publika ion is Jono Jablonskio Kon e enz (2010) Au o iaus skai y as p anešimas.
Ro is o . Pas aba. Was is das?
s EPHEN J. Wal oN
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