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LIETUVIŲ KALBOS LEKSIKOS RAIDA LIETUVOS TSR MOKSLŲ AKADEMIJA

ZUR NEUTRALISATION DES ERSTEN GLIEDS ZUSAMMENGESETZTER SUBSTANTIVE

V. DROTVINAS

Zusammengesetzte Wörter entstehen im Litauischen gewöhnlich aus Wortverbindungen. Nur sehr selten entspricht eine Wortverbindung hinsichtlich der Form ihrer Bestandteile den Gliedern eines zusammengesetzten Wortes: Fälle, in denen die Elemente der Wortverbindung bereits fertige Glieder sind (vgl. kalte Rote-Bete-Suppe >kalte Rote-Bete-Suppe1), sind äußerst selten. Wenn die Bestandteile einer Wortverbindung zu Gliedern werden, richtet sich ihre Form nach dem strukturell-semantischen Typ des zusammengesetzten Wortes. Um die Bestandteile einer Wortverbindung in Glieder umzuwandeln und zu einem strukturell und semantisch neuen Gebilde zusammenzufügen, gibt es zwei Verfahren: 1) die Verbindung der Glieder unter Verwendung von Bindevokalen und 2) die Verbindung der Glieder ohne Bindevokale. Die Herkunft des Bindevokals wird meist aus der Herkunft des ersten Glieds ersichtlich². Das erste Glied zusammengesetzter Substantive (wie auch anderer Wortarten) umfasst nicht nur den ersten Bindestamm, sondern auch das Mittel, mit dem beide Glieder zu einem zusammengesetzten Wort verbunden werden, d. h. auch den Bindevokal³. Daher empfiehlt es sich zu klären, was geschieht, wenn die Bestandteile einer Wortverbindung zu Gliedern eines zusammengesetzten Wortes werden.

In Schulgrammatiken heißt es, der Bindevokal verbinde zwei Wörter zu einem und dank dieser Verbindung entstehe ein neues Gebilde — ein zusammengesetztes Wort. Das ist natürlich richtig. Die unmittelbar ins Auge fallende Funktion der Art der Gliedverbindung ist morpholo-

1 Durch die Zusammensetzung unverändert bleibt häufiger das zweite Glied des zusammengesetzten Substantivs, z. B.: piktžolė, vgl. žolė. Außerdem unterscheidet sich eine Wortverbindung vom zusammengesetzten Wort auch dadurch, dass Letzteres nur einen Akzent trägt.

2 Ausführlicheres zur Bildung von Komposita im Hinblick auf die sie bildenden Bestandteile und die verwendeten Fugenvokale siehe V. Urbutis, Dabartinės lietuvių kalbos sudurtinių daiktavardžių daryba, „Dabartinė lietuvių kalba“, Vilnius, 1961, S. 65—121; V. Drotvinas, XVI-XVIII a. lietuviškų raštų sudurtinių daiktavardžių daryba dėmenų atžvilgiu, „VVPI Mokslo darbai“, III, 1957, S. 203—220; V. Drotvinas, XVI-XVIII a. lietuviškų raštų sudurtinių daiktavardžių dėmenų jungimo būdai, „VVPI Mokslo darbai“, VIII, 1959, S. 59—90; V. Drotvinas, Lietuvių literatūrinės kalbos sudurtinių būdvardžių struktūriniai-semantiniai tipai (remiantis XVI-XVIII a. raštų medžiaga), „Kalbotyra“, VI, Vilnius, 1963, S. 75—97.

3 Zum ersten Mal führte A. Schleicher den Begriff des Bindevokals in der litauischen Sprachwissenschaft ein; siehe Litauische Grammatik von August Schleicher, Prag, 1856, S. 132. Das Mittel zur Verbindung der Glieder litauischer zusammengesetzter Wörter benannte als Erster auf Litauisch K. Būga im Jahr 1910 und bezeichnete es zunächst als „jungiamąja balse“. In seiner Arbeit „Apie lietuvių asmens vardus“ von 1911 verwendete K. Būga den Terminus „jungiamojo balsio“. Auch J. Jablonskis trug zur Etablierung dieses Terminus bei; siehe P. Kriaušaičio ir Rygiškių Jono Lietuvių kalbos gramatika. Etimologija, Vilnius, 1919, S. 186—187. Letzterer Terminus setzte sich durch und etablierte sich allgemein in der litauischen Sprachwissenschaft.

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gische, konstruktive: die Bestandteile einer Wortverbindung, die zu Gliedern werden, zu einem zusammengesetzten Wort zu verbinden. Doch erschöpft sich die Verwendung des Bindevokals (wie auch der unmittelbaren Verbindung von Gliedern) an der Wortgrenze keineswegs in dieser direkten Funktion. Damit die Glieder des künftigen Gebildes verbunden werden können, müssen diese Glieder zunächst überhaupt vorhanden sein. Genauer gesagt entsteht das erste Glied dann, wenn das erste Element der Wortverbindung dank der Zusammensetzung (in diesem Fall mithilfe des Bindevokals) eine Form annimmt, die es bis dahin im Litauischen nicht hatte. Das heißt, der Bindevokal verbindet zu einem Gebilde nicht Wörter in den Formen, in denen sie in der dem zusammengesetzten Wort zugrunde liegenden Wortverbindung vorkommen, sondern Wörter in solchen Formen, die nur als Elemente einer Wortzusammensetzung bekannt sind. So werden die Formen arkli-, dango-, pigy-, žvaka- nicht als Kasusformen der entsprechenden Wörter aufgefasst, sondern lediglich als erste Glieder der zusammengesetzten Substantive arkli-gonė, dango-raižis, pigy-metis, žvaka-galis. Daraus lässt sich schließen, dass der Bindevokal an der Wortgrenze im Litauischen noch eine weitere wichtige Funktion erfüllt, nämlich die Funktion der Neutralisierung oder Isolierung der grammatischen Bedeutung des ersten Glieds. Hierzu ist anzumerken, dass die Neutralisierungsfunktion auch zusammengesetzte Wörter ohne Bindevokal betrifft. Bei der unmittelbaren Verbindung der Glieder erhält auch das erste Glied (einschließlich der Fälle mit konsonantischem Stamm) eine grammatisch neutralisierte Form, ebenso wie Glieder, die mit Bindevokalen verbunden werden.

Der Grad der grammatischen Neutralisierung des ersten Glieds zusammengesetzter Substantive ist unterschiedlich. Er wird durch die Verschiedenartigkeit der Bindevokale oder allgemein durch die unterschiedliche Beschaffenheit des ersten Glieds bestimmt. Zu unterscheiden sind Fälle vollständiger und teilweiser grammatischer Neutralisierung des ersten Glieds.

Eine vollständige grammatische Neutralisierung des ersten Glieds weisen solche zusammengesetzten Substantive auf, deren Bindevokal analogisch entstanden ist, d. h. nicht von der Beschaffenheit des ersten Glieds abhängt, wie die Beispiele arkligonė, dangoraižis, pigymetis, žvakagalis zeigen. Vollständig grammatisch neutralisiert sind ebenfalls Substantive mit konsonantischem Stamm, die als erstes Glied zusammengesetzter Substantive auftreten: kein Kasus dieser Deklination wird als erstes Kompositionsglied verwendet, und auch der neu entstandene Bindevokal bildet keine Kasusform, vgl. šun(ia)galvis. Schließlich ist auch das erste Glied zusammengesetzter Substantive ohne Bindevokal vollständig neutralisiert, denn Formen wie darb- im Wort darbdavys werden im Litauischen nicht selbständig, isoliert verwendet.

Nur teilweise ist das erste Glied bei stammbildenden zusammengesetzten Substantiven neutralisiert. So wird beispielsweise das erste Glied darba- des Substantivs darbadienis im Litauischen praktisch nicht verwendet; diese Form ist jedoch ein Indikator für die Flexionsparadigmenform des gesamten Wortes darbas. Übrigens werden teilweise grammatisch neutralisierte erste Glieder zusammengesetzter Substantive sehr häufig verwendet, denn stammbildende zusammengesetzte Substantive gibt es im heutigen Litauischen wesentlich mehr als solche mit Kasusbildung.

Wie verhält es sich mit der grammatischen Neutralisierung des ersten Glieds in Fällen, in denen es sich um eine Kasusform eines Nomens handelt? In durch Kasusbildung entstandenen zusammengesetzten Substantiven ist das erste Glied morphologisch leicht zu erkennen; zugleich lässt sich auch die dem zusammengesetzten Substantiv als Wortbildungsgrundlage zugrunde liegende Wortverbindung ohne Weiteres rekonstruieren (abgesehen von einigen semantisch komplexeren Ausnahmen), vgl. darbotvarkė „Arbeitsordnung, Ordnung der Arbeit“, darbovietė „Arbeitsplatz“, kojūgalis „Fußende“, rytomiegis „Morgenschlaf“, vargovaikis „Armer, Mensch in Not“. Solche Beschaffenheit-

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Der Bindevokal erfüllt als organischer struktureller Bestandteil des als erstem Glied auftretenden Wortes natürlich keinerlei Neutralisierungsfunktion. Wenn also der Bindevokal aus heutiger sprachlicher Sicht mit der Kasusendung übereinstimmt, haben wir keinen Grund, von einer grammatischen Neutralisierung des Erstglieds eines solchen Kompositums zu sprechen.

Wir erkennen leicht, dass der Bindevokal in dem Kompositum arkliaganvs,-ė (und arkliagonis,-ė) -ia-, als Stammvokal des ia-stufigen Substantivstamms, ausschließlich zum Erstglied gehört. Die Erstglieder von Komposita wie arklaganas, arklagonė weisen jedoch nicht mehr die für ia-stämmige Substantive charakteristischen Stammvokale auf. Da keiner der Kasus des Substantivs arklys die Form arkla-, arkli- aufweist, gehört der Bindevokal in Substantiven dieses Typs nicht organisch, aufgrund der Herkunft des Erstglieds, sondern nur formal, nach dem Muster andersartiger Bildungen, die im Erstglied den einen oder anderen Vokal haben, zum Erstglied. Der im Erstglied enthaltene Bindevokal ist also gewöhnlich zweierlei Art: flexivisch, wenn er stamm- oder kasusbedingt ist, und derivativ, wenn er analogisch nach dem Vorbild anderer Stammvokale entsteht4.

Die grammatische Neutralisierungsfunktion des Bindevokals im Erstglied darf jedoch nicht überschätzt werden. Solange nämlich beide Glieder eines Kompositums ihre ursprüngliche strukturelle Gestalt bewahren, oder anders gesagt, solange sie noch nicht etymologisch undurchsichtig geworden sind, wird die grammatische Bedeutung der Glieder durch die Art der Wortverbindung selbst bestimmt (genauer gesagt: durch eine ganze Reihe von Faktoren, unter deren Einfluss eine Wortgruppe zu einem Kompositum wird), nicht durch ein einzelnes Verbindungselement – den Bindevokal. Betrachten wir beispielsweise zwei Formen eines Kompositums: die ältere sielavartas PS I 106 (die übrigens auch heute noch im ostoberlitauischen Dialekt verwendet wird) und die heutige sielvartas. Sowohl das Glied siela als auch siel- sind morphologisch erstarrt, das heißt gleichermaßen isoliert und neutralisiert. Wir haben es hier also mit einem Fall zu tun, in dem das Erstglied neutralisiert ist, obwohl es keinen formalen, morphämischen Ausdruck besitzt. Wie bereits erwähnt, ist entscheidend, dass seine vorkommende Form nicht mit der tatsächlich in der Sprache verwendeten Wortform übereinstimmt.

Somit sind im Litauischen grammatisch neutralisierte Erstglieder auch ohne Bindevokal möglich. Die grammatische Neutralisierungsfunktion des Erstglieds wird also von einem Bindevokal unterschiedlicher Herkunft erfüllt; fällt dieser jedoch häufig weg, übernimmt auch die Wort- (Stamm-)Verbindung im Litauischen diese Funktion. Noch stärker neutralisiert wird das erste Glied von Komposita in den Fällen, in denen nicht nur der Bindevokal, sondern zugleich mit ihm auch die ganze Silbe des Erstglieds wegfällt, vgl. kirvakotis > kirvkotis > kirkotis. Solche Fälle gehören jedoch zur etymologischen Undurchsichtigkeit von Komposita und bilden ein eigenes Thema; daher werden wir sie hier nicht behandeln.

Nachdem wir die Funktionen des Bindevokals in litauischen Komposita betrachtet haben, sehen wir, dass sie nicht gleichartig sind. Sie hängen voneinander ab und bedingen einander. Welche dieser Funktionen ist an der Wortgrenze von größerer Bedeutung? Zweifellos ist die grammatische Neutralisierungsfunktion des Erstglieds wichtiger. Das ist verständlich: Eine Verbindung der Glieder ist unmöglich, solange die grammatische Neutralisierung des Erstglieds ihre Aufgabe nicht erfüllt hat, das heißt, solange das erste Element der Wortgruppe durch die Neutralisierung nicht zum Erstglied eines Kompositums geworden ist. Daher lässt sich sagen, dass die Neutralisierungsfunktion primär ist und dass tatsächlich erst nach ihrem Eintreten auch die zweite Funktion – die Verbindung der Glieder

4Den Bindevokal derivativer Herkunft -o- weist beispielsweise auch ein Kompositum wie rankogalis auf, in dem -o- ein Überrest des Suffixes -o- ist (vgl. rankovgalis).

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– erfolgen kann. Die Verbindung der Glieder findet also erst nach der Neutralisierung statt und ist ohne grammatische Neutralisierung unmöglich. Eine Ausnahme bilden die Erstglieder von Komposita mit Kasusbildung: Sie werden von der grammatischen Neutralisierung nicht erfasst, dennoch findet eine Verbindung der Glieder statt. Werden die Glieder eines Kompositums unmittelbar miteinander verbunden, bleibt die grammatische Neutralisierungsfunktion des Erstglieds erhalten. Dadurch ist auch die Funktion der Gliederverbindung möglich. Hier verschmilzt also die Neutralisierungsfunktion, die grammatisch unausgedrückt bleibt, gewissermaßen mit der Funktion der Gliederverbindung.

Mit der grammatischen Neutralisierungsfunktion des Erstglieds eng verbunden ist auch die Frage der Asemantizität des Bindevokals. Über die Funktionen des Bindevokals herrscht unter Linguisten keine einheitliche Auffassung. Ein Teil der Linguisten ignoriert mehr oder weniger die vom Bindevokal ausgeübte grammatische Neutralisierungsfunktion des Erstglieds und schreibt ihm lediglich die dienende Funktion zu, zwei Glieder miteinander zu verbinden. Diese Linguisten vertreten die Ansicht, dass der Bindevokal im Wort keinerlei Semantik besitzt, und schlagen vor, ihn als „asemantisches Morphem“ zu betrachten. Wie verhält es sich also mit der Semantizität des Bindevokals in litauischen Komposita? Seine Semantizität hängt von seiner Herkunft ab. Ist der Bindevokal eine Kasusendung, haben wir keinen Grund, von seiner Asemantizität zu sprechen. Einen Bindevokal solcher Herkunft als asemantisches Morphem zu betrachten, hieße auch, die Kasusendungen für asemantisch zu halten, obwohl sie die Beziehungen zwischen Wörtern im Satz ausdrücken. Wie wir jedoch gesehen haben, ist die Herkunft der Bindevokale in litauischen Komposita nicht einheitlich. Daher sind alle durch Analogie entstandenen Bindevokale selbstverständlich asemantisch, obwohl auch sie sowohl die grammatische Neutralisierung des Erstglieds als auch die Verbindung der Glieder leisten. Die Asemantizität des Bindevokals ist unbestreitbar auch in Fällen, in denen seine Veränderung oder sein Wegfall die Bedeutung des Wortes in keiner Weise beeinflusst. Die Asemantizität des Bindevokals ist somit ein recht ausgeprägtes Merkmal der litauischen Wortverbindung5.

Abschließend können wir folgende kurze Schlussfolgerungen ziehen:

1) Der Bindevokal ist eines der morphologisch-strukturellen (nicht phonetischen) Merkmale der Verbindung litauischer Substantive (und allgemein von Wörtern), das die Beschaffenheit des Erstglieds von Komposita und die Besonderheiten der Verbindung beider Glieder zu einer Bildung kennzeichnet;

2) Der Bindevokal (oder sein aus bestimmten Gründen bedingtes Fehlen, das heißt die unmittelbare Verbindung der Glieder) erfüllt an der Wortgrenze zwei Funktionen: a) die grammatische Neutralisierung des Erstglieds und b) die Verbindung der Glieder zu einer Bildung; und

3) Die Semantizität des Bindevokals wird durch seine Herkunft bestimmt; ob er als struktureller Bestandteil des Erstglieds eines Kompositums erforderlich ist, hängt sowohl von seiner Herkunft als auch von den phonetischen Gesetzmäßigkeiten ab, die auf das gesamte Kompositum einwirken.

5 In anderen Sprachen, zum Beispiel im Deutschen, verändert der Wegfall des Verbindungselements (gewöhnlich eines Konsonanten) die Bedeutung des Kompositums; im Russischen hingegen können Bindevokale überhaupt weder wechseln noch variieren oder wegfallen, wie es im Litauischen der Fall ist. Im Russischen gibt es nur sehr wenige Komposita ohne Bindevokal, vgl. дурачок, поклонка, ночлег.

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ZUR FRAGE DER NEUTRALISIERUNG DES ERSTEN BESTANDTEILS ZUSAMMENGESETZTER SUBSTANTIVE

В. ДРОТВИНАС

Резюме

Der Artikel behandelt die Tatsache, dass sich die Form der ersten Komponente zusammengesetzter Substantive im Litauischen häufig von der Form des ersten Glieds der Wortverbindung unterscheidet, aus der das Kompositum gebildet wurde. Die Art der Zusammensetzung charakterisiert auch die Natur der ersten Komponente. Daher erfüllt die Zusammensetzung insgesamt ebenso wie insbesondere die Bildung von Komposita mithilfe eines Fugenvokals nicht nur die „dienstliche“ Funktion, die Komponenten zu einem Wort zu verbinden, sondern auch die Funktion der grammatischen Neutralisierung der ersten Komponente. Von ihrer grammatischen Natur hängt auch die Semantizität des Fugenvokals ab, der gewöhnlich ein asemantisches Morphem ist (außer in Fällen, in denen eine Kasusendung als Fugenvokal dient). Die Asemantizität des Fugenvokals wird nicht nur durch seine Natur bestätigt, sondern auch durch eine solche Besonderheit litauischer Komposita, dass der Fugenvokal ganz ausgelassen oder durch einen anderen ersetzt werden kann, ohne dass dies die Semantik des Kompositums in irgendeiner Weise beeinflusst.

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