Skip to document
Back
Go to original Localized version was produced by AI. It may contain inaccuracies.
Preparing document pages…

LIETUVIŲ KALBOTYROS KLAUSIMAI, XXXIV (1994)

LIETUVIŲ KALBOS TARMĖS IR JŲ TYRINĖJIMAI

Chronik des Instituts für Litauische Sprache

1993

Struktur

6 Abteilungen: Wörterbuchabteilung (Leiter: Dozent Dr. V. Vitkauskas), Grammatikabteilung (Leiter: habil. Dr. V. Ambrazas), Abteilung für Sprachkultur (Leiter: Dr. P. Kniūkšta), Terminologieabteilung (Leiter: Dr. K. Gaivenis), Namenforschung (Leiterin: Dr. V. Maciejauskienė), Abteilung für Sprachgeschichte und Dialektologie (Leiter: Dr. K. Morkūnas), 2 Gruppen: Sprachkontakte, Verlagswesen (Leiterin: A. Stanislovaitienė).

Institutsdirektor: habil. Dr. A. Vanagas

Ende 1993 waren 106 Beschäftigte am Institut tätig, darunter 31 Wissenschaftler (5 habilitierte Doktoren und 26 Doktoren).

Für die Promotionsstudiengänge im Bereich Linguistik am LKI und an der VDU wurden L. Bilkis und V. Kuprevičius zugelassen. Insgesamt studierten 4 Doktoranden im Promotionsstudiengang.

Wissenschaftliche Forschung

Aus dem Haushalt der Republik Litauen wurden folgende Forschungsthemen finanziert:

1) Untersuchung der grammatischen Struktur der litauischen Sprache (funktionale Grammatik des Litauischen; Untersuchungen zur Syntax des Litauischen; periphere Kontakte des Litauischen);

2) litauische Lexikografie (Wörterbuch der litauischen Sprache. Bd. 18, 19);

3) litauische Onomastik (Vorarbeiten zum Ortsnamenwörterbuch Litauens; theoretische Untersuchungen zur litauischen Onomastik; Sammlung neuen Namenmaterials);

4) Funktionieren und Normierung der heutigen litauischen Standardsprache (Sprachkultur; Funktionieren und Veränderungen der heutigen Sprache; Aufbau einer Informationsgrundlage für die Sprachpflege);

5) litauische Terminologie (Ausbau der litauischen Terminologie; Normierung der Wissenschaftssprache);

6) Untersuchung der litauischen Dialekte (Atlas der litauischen Sprache; Sprachatlas Europas; Untersuchung der Dialekte Ostlitauens);

7) Geschichte der litauischen Sprache (Geschichte der Erforschung der litauischen Sprache; Entwicklung der Bildung nominaler Substantive im Litauischen; sprachwissenschaftliche Arbeiten von S. Daukantas; Bibliografie der litauischen Sprachwissenschaft; Lexik der alten Schriften).

Aus Mitteln des staatlichen Fonds für Wissenschaft und Studium wurde das Auftragsprojekt Nr. 92—417/13 — „Grammatik der litauischen Sprache“ in englischer Sprache — weiterhin durchgeführt.

197

Verlagswesen

Es wurden 14 Publikationen herausgegeben (306,8 Druckbogen, 45.300 Exemplare):

Ambrazas S. Daiktavardžių darybos raida. — V.: Mokslo ir enciklopedijų l-kla, 1993. — 293, [1] p. — 1000 egz.

Baltischer onomastische Forschungen (Fragen der litauischen Sprachwissenschaft. Bd. 32) / Redaktionskollegium: V. Maciej auskienė, M. Razmukaitė, A. Vanagas (verantwortlicher Redakteur). — V.: ”Bitas”, 1993. — 250 S. — 800 Exemplare.

Wörterbuch der litauischen Gegenwartssprache: etwa 50.000 Wortnester / Herausgeberkollegium: St. Keinys (Chefredakteur), J. Klimavičius, J. Paulauskas, J. Pikčilingis, N. Sliūžienė, K. Ulvydas, V. Vitkauskas. — 3., überarb. und erw. Aufl. — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. — XXIV, 967 S. — 20.000 Exemplare.

Daukantas S. Großes polnisch-litauisches Wörterbuch. Bd. 1: a–m / Herausgegeben [und mit Einleitung, S. 8–54, versehen] von G. Subačius. — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. — 385 S. — 1.500 Exemplare.

Jono-Jablonskio-Konferenz: Die Kategorie des Kasus und der Gebrauch der Kasus (Konferenzprogramm und Thesen. Vilnius, 11. Oktober 1993). — V., 1993. — 20 S. — 100 Exemplare.

Sprachpflege / Herausgeberkollegium: V. Ambrazas, V. Drotvinas, K. Gaivenis, P. Kniūkšta, A. Pupkis, K. Ulvydas. Zusammengestellt und druckfertig gemacht von R. Gruodytė und R. Miliūnaitė. — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. Heft 64. — 90 S. — 2.000 Exemplare.

Sprachpflege / Herausgeberkollegium: V. Ambrazas, V. Drotvinas, K. Gaivenis, P. Kniūkšta, A. Pupkis, K. Ulvydas. Zusammengestellt von K. Gaivenis. Druckfertig gemacht von A. Noreikaitė. — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. Heft 65. — 83, [2] S. — 1.500 Exemplare.

Hinweise zur Verwaltungssprache / Verfasst von P. Kniūkšta, R. Mielkuvienė und E. Oginskienė. Verantwortlicher Redakteur: P. Kniūkšta. — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. — 238 S. — 7.000 Exemplare.

Klimas A. Der Gebrauch der Partizipien im Litauischen. — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. — 84 S. — 1.500 Exemplare.

Litauische Sprache: Forscher und Forschungen. Zum Gedenken an Jurgis Gerulis (13.08.1888 – etwa 1945) (Thesen der Konferenzbeiträge. 20.–22. Oktober 1993). — V., 1993. — 34 S. — 200 Exemplare.

Lysius H.J. Kleiner Katechismus / Nach dem Berliner Manuskript herausgegeben [und mit einem Vorwort, S. 5–6, versehen] von P. U. Dini. — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. — 284 S. — 2.000 Exemplare.

Periphere litauische Dialekte (Fragen der litauischen Sprachwissenschaft. Bd. 30) / Herausgeberkollegium: E. Grinaveckienė, L. Gr umadienė, D. Mikulėnienė, K. Morkūnas (verantwortlicher Redakteur), A. V idugiris. — V.: „Academia“, 1993. — 229 S. — 700 Exemplare.

Sabaliauskas A. Žodžiai keliauja. II pataisytas leidimas. Kaunas, 1993. — 119 p. — 4000 egz.

Sabaliauskas A. Wir, die Balten. Übersetzt von M. Baškytė-Richardson (USA). Herausgegeben von R. E. Richardson (USA). Mit einer Einleitung von W. R. Schmalstieg (USA). — V.: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993. — 151 S. — 3.000 Exemplare.

198

Publikationstätigkeit

Veröffentlicht wurden 64 wissenschaftliche Aufsätze (8 in ausländischen Publikationen) und 132 populärwissenschaftliche Artikel.

Wissenschaftliche Expeditionen

Die Abteilung für Sprachgeschichte und Dialektologie veranstaltete 3 Expeditionen: 1) 1.–10. Juli Die von Dr. G. Subačius geleitete Expedition arbeitete im Kreis Skuodas, in Šatės. Es wurde Material für das in Vorbereitung befindliche Wörterbuch des Mosėdiser Dialekts gesammelt (1,5 Tausend Wörter wurden aufgezeichnet), außerdem wurden die Fragen von 4 Fragebögen des „Programms zur Sammlung von Sprachdaten“ und die Fragen von „Apklauso 1“ beantwortet. Auf Magnetband wurden 30 Stunden Dialekttexte aufgenommen.

2) 7.–15. Juli Studierende der Pädagogischen Universität Vilnius (Leiterin: Dozentin Dr. D. Mikulėnienė) arbeiteten in Leipalingis (Kreis Lazdijai). Sie beantworteten die Fragen des lexikologischen Abschnitts des II. Programms des „Europäischen Sprachatlasses“, die Fragebögen des „Programms zur Sammlung von Sprachdaten“, die Fragen des „Programms zur Untersuchung der litauischen Dialekte und ihrer Wechselwirkungen“ sowie die Fragen von „Apklauso 1“ und nahmen Dialekttexte mit einer Gesamtdauer von 30 Stunden auf.

3) 8.–16. Juli Eine von Dr. L. Grumadienė geleitete Gruppe von Studierenden im zweiten Studienjahr der Pädagogischen Universität Vilnius arbeitete in Mielagėnai (Kreis Ignalina). Neben den üblichen Expeditionstätigkeiten (Wörtersammeln, Ausfüllen von Fragebögen usw.) wurde auch ein phonetisches Experiment durchgeführt; aus den Archiven der Kirche von Mielagėnai wurden Materialien zur Verwaltung abgeschrieben; außerdem wurden Daten über die Tätigkeit des Vereins „Rytas“ gesammelt.

Dr. K. Morkūnas leitete die 50 Studierenden der Pädagogischen Universität Vilnius an und unterstützte sie bei der Erhebung von Sprachdaten ihrer heimischen Dialekte. Die Mitarbeiter der Wörterbuchabteilung sammelten Sprachdaten an ihren Heimatorten: V. Vitkauskas in der Umgebung von Kuršėnai, Raudėnai, Tryškiai und Naujoji Akmenė; A. Rimševičienė in Kaltanėnai; O. Kažukauskaitė in Teneniai; A. Rubinas in Švedriškė, Kazitiškis und Salakas; A. Kaluinienė in Šiluva. R. Vitkauskas und V. Kuprevičius arbeiteten im Kreis Kaišiadorys. Insgesamt wurden 4000 Wörter gesammelt und Dialekttexte mit einer Gesamtdauer von 20 Stunden aufgenommen.

Konferenzen und internationale wissenschaftliche Beziehungen

5.–6. Februar Auf der internationalen Konferenz „Vergleichende belarussische, russische und polnische Sprachwissenschaft“, die in Witebsk stattfand, hielten D. Mikulėnienė („Vergleich der phonologischen Vokalsysteme des Litauischen, Belarussischen und Polnischen im litauisch-belarussischen Grenzgebiet“) und L. Grumadienė („Anthroponymie des heutigen baltisch-slawischen Grenzgebiets“) Vorträge.

15. März–1. September A. Romančiuk absolvierte ein Praktikum am Lehrstuhl für Baltische Sprachen der Universität Warschau. Sie beschäftigte sich mit der Thematik des Sprachkontakts in der polnischen Sprachwissenschaft und ergänzte die Monografie „Eigennamen im litauischen Grenzdialekt“ um litauistische onomastische Materialien aus den Archiven Warschaus.

21.–24. Mai Auf der in Minsk abgehaltenen internationalen Konferenz „Die Balten und die Ethnogenese der Belarussen“ hielten A. Vanagas („Baltische Orts-

199

„Das Verbreitungsgebiet der Namen und das Problem der slawischen Urheimat“), D. Mikulėnienė („Der Einfluss der Konsonanten *t, *d auf das phonologische System der litauischen und weißrussischen Dialekte im litauisch-weißrussischen Grenzgebiet“), A. Vidugiris („Über einige konvergente Erscheinungen der Zweisprachigkeit im litauisch-weißrussischen Grenzgebiet“).

Am 3.–4. Juni hielten K. Gaivenis („Bewertung physikalischer Fachbegriffe“), A. Kaulakienė („Die Sprache der Abstracts im Sammelband »Litauische Physik«“), A. Auksoriūtė und St. Keinys („Internationalität der Begriffe der Laserphysik“) Vorträge auf der XXIX. Republikanischen Physikerkonferenz der Litauischen Physikalischen Gesellschaft und der Physikalischen Fakultät der Universität Vilnius zum Thema „Physikunterricht und -studium“.

Am 11. Oktober hielten auf der vom Referat für Sprachpflege und dem Lehrstuhl für Litauische Sprache der Universität Vilnius veranstalteten Jonas-Jablonskis-Konferenz „Die Kategorie des Kasus und der Kasusgebrauch“ folgende Personen Vorträge: L. Grumadienė („Der Kasusgebrauch im Dialekt von Punskas“), P. Kniūkšta („Besondere Fremdwortformen“), R. Miliūnaitė („Bewertung von Varianten des Kasusgebrauchs“), A. Valackienė („Primäre und sekundäre Kasusfunktionen“), E. Valiulitytė („Die Bedeutung des Verhältnisses in den Konstruktionen pro Gal und per Gal“).

Am 20.–22. Oktober hielten auf der vom Referat für Sprachgeschichte und Dialektologie veranstalteten internationalen Konferenz „Die litauische Sprache: Forschende und Forschung“, die dem Gedenken an Jurgis Gerulis (1888 08 13 — etwa 1945) gewidmet war, folgende Personen Vorträge: S. Ambrazas („Zur Verbreitung und Entwicklung baltischer Diminutive mit den Determinativa *-k-, *-l-“), V. Ambrazas („Der baltische Infinitiv aus der Perspektive der syntaktischen Rekonstruktion“), I. Andriukaitienė („Der Begriff der Farbe und ihre Bezeichnungen im Litauischen“), N. Čepienė („Die Konsonanten s und š, s und z, s und c, š und ž, z und ž in Entlehnungen aus dem Deutschen“), K. Garšva („Der Dialekt von Žiliai“), L. Grumadienė („Die Entstehung der Übergangsdialekte“), J. Karaciejus („J. Gerulis’ »Senieji skaitymai«: Prinzipien der Zusammenstellung und Bedeutung für die Litauistik“), A. Kaulakienė („Aus der Geschichte der litauischen physikalischen Terminologie“), P. Kniūkšta („Nichtdiphthongische Vokalverbindungen“), V. Maciejauskienė („Zur Bewertung litauischer Familiennamen mit den Suffixen -avičius, -evičius“), D. Mikulėnienė („Zur Vermischung der Akzentparadigmen der südlichen Aukštaiten und der östlichen Aukštaiten von Vilnius“), K. Morkūnas („Vergleichende Morphologie (Verb) der Katechismen von M. Daukša (1595) und einem anonymen Verfasser (1605)“), M. Norkaitienė („Die Vermittlung eines Neologismus“), V. Pranskūnaitė („Bezeichnungen für den Storch in den litauischen Dialekten (nach den Daten von A. Salys’ »Apklauso 1«)“), M. Razmukaitė („Einige Bemerkungen zur suffixalen Wortbildung und suffixalen Oikonymie in Preußisch-Litauen“), A. Sabaliauskas („Einige Kleinigkeiten zur Biografie von Jurgis Gerulis“), D. Sabaliauskaitė („Straßennamen in der litauischen Sprache“), B. Stundžia („Preußische Philologie im handschriftlichen Nachlass von K. O. Falk“), G. Subačius („Der Entwurf einer allgemeinen Schriftsprache der Niederlitauer von Jurgis Ambraziejus Pabrėža“), K. Ulvydas („Die Aktualität der Sprachpflege in verschiedenen Etappen des Lebens des litauischen Volkes“), A. Vanagas („Der Dorfname Stabaunỹčius“), A. Vidugiris („Zur Zugehörigkeit und Herkunft des Dialekts von Zietela“).

Am 5. November hielten auf der vom Lehrstuhl für Baltische Philologie der Universität Vilnius veranstalteten internationalen Kazimieras-Būga-Konferenz zu Fragen der Etymologie und Onomastik folgende Personen Vorträge: L. Bilkis („Helonyme in K. Būgas Kartei »Nomina propria«“), J. Karaciejus („Etymologien alter litauischer Sozialbegriffe in den Schriften K. Būgas“), S. Karaliūnas („Zu Litauens Namen

200

und den Ursprüngen seiner Staatlichkeit — eine neue Interpretation“), V. Maciejauskienė („Einige Etymologien litauischer Familiennamen“), A. Vanagas („Der Name der Stadt Dėltuva“).

Am 15.–16. Dezember hielten auf der an der Pädagogischen Universität Vilnius abgehaltenen Konferenz „Die litauische Sprache: Studium und Unterricht“ L. Grumadienė („Der Unterricht des Übersetzens ins Litauische aus der Perspektive der Sprachpflege“), P. Kniūkšta („Zusammenhänge zwischen dem Sprachpflegekurs und der allgemeinen Sprachbildung“), D. Mikulėnienė („Akzentuierungsvarianten aus der Perspektive von Norm und System“) und A. Vanagas („Die Sprachwissenschaft in Litauen“) Vorträge.

Gäste des Instituts

Am 4. Februar besuchte die Mitarbeiterin der kanadischen Botschaft, Caroline Guimond. A. Vanagas machte den Gast mit der Arbeit des LKI vertraut und gab einen Überblick über wissenschaftliche Publikationen zur Normierung der litauischen Sprache.

Am 24. Februar empfingen A. Vanagas, V. Ambrazas und A. Sabaliauskas den festangestellten Korrespondenten der Tageszeitung ”The Wall Street Journal” Barry Newman. Der Journalist interessierte sich für die litauische Sprache, ihre Erforschungsgeschichte und ihren gegenwärtigen Gebrauch.

Am 27. Februar besuchte Barry Newman zusammen mit A. Sabaliauskas und K. Morkūnas im Kreis Varėna, im Dorf Čižiūnai, die Vertreterin des dzūkischen Dialekts Zosė Baliukevičienė (geb. 1897). Seine Eindrücke aus Litauen beschrieb der Journalist in dem Artikel ”Lithuanian Linguists Are Resisting New Attacks on the Native Tongue” (mehr dazu: ”The Wall Street Journal”, 1993 04 12).

Am 30. März und am 6. April hielt der Leiter des Lehrstuhls für Sprachwissenschaft der Universität Potenza, Prof. Dr. Guido Michelini für die Mitarbeiter und Doktoranden des Instituts auf Litauisch zwei Vorträge: über die Phänomenologie der Übersetzung von Simonas Vaišnoras’ ”Margarita theologica” und über die Besonderheiten der Wortstellung in Jonas Bretkūnas’ ”Postilė”.

Am 6. April besuchten die deutschen Wissenschaftler Prof. B. Schlerath und Dr. E. Bukevičiūtė. Die Gäste machten sich mit den Prinzipien der Erstellung des Dialektarchivs und dem Dialektforschungsprogramm vertraut.

Am 6. Mai interessierte sich der schwedische Linguist Lars-Gunnar Larsson für die neuesten wissenschaftlichen Arbeiten litauischer Linguisten und für Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit. Da der Gast nicht nur das LKI, sondern auch Litauen zum ersten Mal besuchte, wurde für ihn ein Besichtigungsausflug durch Vilnius und Trakai organisiert.

Am 30. Juli besuchte Prof. Ikuo Murata aus Japan das Institut.

Am 20. September trafen sich namhafte russische Linguisten G. Klimov und Dž. Edelman. mit den Mitarbeitern des Referats für Sprachgeschichte und Dialektologie.

Vom 20. bis 22. September interessierte sich der italienische Wissenschaftler Pietro U. Dini für die Erforschung der alten litauischen Schriftdenkmäler.

Vom 20. bis 22. Oktober nahmen an der wissenschaftlichen Konferenz zum Gedenken an J. Gerulis auch die Baltisten Anatolij Nepokupnas (Ukraine) und Raineris Eckertas (Deutschland) teil und hielten Vorträge.

Beschlüsse der Regierung der Republik Litauen und des Litauischen Wissenschaftsrats

Am 17. März wurde dem Institut und der Vytautas-Magnus-Universität für fünf Ja-

201

hre das Recht verliehen, den wissenschaftlichen Grad eines habilitierten Doktors auf dem Gebiet der Linguistik (baltischen Linguistik) zu verleihen (Regierungsbeschluss Nr. 176).

Am 13. Mai nostrifizierten der Litauische Wissenschaftsrat und die von ihm eingesetzte Nostrifizierungskommission die wissenschaftlichen Grade und akademischen Titel aller Wissenschaftler des Instituts und erkannten sie gemäß dem durch Beschluss Nr. 549 der Regierung der Republik Litauen vom 15. Juli 1992 festgelegten Verfahren an.

Am 4. November wurden dem Institut die Räume im ersten und dritten Stock des Verwaltungsgebäudes (541,77 m2) sowie des Wirtschaftsgebäudes (57,92 m2) des staatlichen Verlags „Mintis“ (Z. Sierakausko 15) übertragen (Regierungsverfügung Nr. 748p).

Beschlüsse des Institutsrats

Am 12. Januar — dem Projekt für ein Häufigkeitswörterbuch der Gegenwartssprache Litauisch wurde zugestimmt; L. Grumadienė wurde zur Leiterin der Wörterbuch-Arbeitsgruppe ernannt; bestätigt wurden: die Kommission für die wissenschaftliche Qualifikationsprüfung 1993 (A. Sabaliauskas (Vorsitzender), I. Andriukaitienė (Sekretärin), K. Gaivenis, A. Kaulakienė, P. Kniūkšta, V. Maciejauskienė, D. Mikulėnienė, R. Miliūnaitė, G. Naktinienė, N. Sližienė, K. Vosylienė), das Redaktionskollegium der Zeitschrift „Kalbos kultūra“ (V. Ambrazas, K. Gaivenis, P. Kniūkšta (verantwortlicher Redakteur), V. Maciejauskienė, R. Miliūnaitė, G. Naktinienė, A. Pupkis, K. Ulvydas); das Redaktionskollegium der Reihe „Terminologijos vagos“ (K. Gaivenis, A. Kaulakienė, St. Keinys (verantwortlicher Redakteur), J. Klimavičius, R. Miliūnaitė).

Am 25. Februar — zwei Publikationen zur Drucklegung freigegeben („Kalbos kultūra“. Heft 65; „Kanceliarinės kalbos patarimai“); dem Vorschlag der Wörterbuchabteilung, „Ergänzungen und Berichtigungen zum Wörterbuch der litauischen Sprache“ (geplant sind 4 Bände) zu erarbeiten, wurde zugestimmt.

Am 31. März — im Auswahlverfahren wurden ernannt: Dr. V. Maciejauskienė zur Leiterin der Abteilung für Onomastik, Dr. G. Subačius zum wissenschaftlichen Obermitarbeiter der Abteilung für Sprachgeschichte und Dialektologie, D. Vainauskienė zur Assistentin der Abteilung für Sprachkultur.

Am 27. Mai — drei Publikationen zur Drucklegung freigegeben (Wörterbuch der litauischen Sprache. Bd. 17; A. Sabaliauskas. Woher kommen sie?; Fragen der litauischen Linguistik. Bd. 33: Grammatik und Lexikologie); neue Vergütungssätze für das gesammelte lexikologische, dialektologische und onomastische Material wurden festgelegt.

Am 22. September — „Kalbos kultūra“. Heft 66 zur Drucklegung freigegeben; beschlossen, für den Wissenschaftspreis der Republik Litauen die Publikation „Wörterbuch litauischer Familiennamen“ vorzuschlagen. — V.: Mokslas, 1985, Bd. 1, A–K, 1152p.; 1989, Bd. 2, L–Ž, 1335 S.; die Probleme der Sprachdatenerhebung im Jahr 1993 wurden erörtert.

Am 23. November — beschlossen, die wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Rita Miliūnaitė, wissenschaftlicher Obermitarbeiterin der Abteilung für Sprachkultur, für den Wettbewerb um die Arbeiten junger Wissenschaftler einzureichen.

Am 16. Dezember — als Kandidat für die korrespondierenden Mitglieder der Litauischen Akademie der Wissenschaften wurde der Leiter der Grammatikabteilung, habil. Dr. Vytautas Ambrazas, nominiert; die Publikation „Terminologijos vagos“ (verantwortlicher Redakteur St. Keinys) wurde zur Drucklegung freigegeben.

Daten und Personen

Am 9. Januar wurde der leitende wissenschaftliche Mitarbeiter der Wörterbuchabteilung, Dr. Jonas Paulauskas, 70 Jahre alt.

202

20. Januar Die Abteilung für Sprachgeschichte und Dialektologie lud die Kolleginnen und Kollegen zu einer erweiterten Sitzung ein, die dem Jubiläum von Boris Larin (1893 01 17 — 1964 03 26) gewidmet war. K. Morkūnas und A. Vidugiris gaben einen Überblick über die mit der Litauistik verbundenen Arbeiten des Wissenschaftlers. A. Sabaliauskas, A. Valackienė, E. Grinaveckienė und K. Pakalka teilten ihre Erinnerungen.

8. Februar Die wissenschaftliche Obermitarbeiterin der Wörterbuchabteilung, Klementina Birutė Vosylienė, wurde 55 Jahre alt.

18. Februar In der Abteilung für Sprachgeschichte und Dialektologie wurde des 120. Geburtstags des berühmten lettischen Sprachwissenschaftlers Jānis Endzelīns (1873 02 22 — 1961 07 01) gedacht. K. Morkūnas erörterte Endzelīns’ Verdienste um die Baltistik und Litauistik. A. Sabaliauskas gab einen ausführlichen Überblick über den Lebensweg des Wissenschaftlers und seine Beziehungen zu Litauen. K. Ulvydas, E. Grinaveckienė und A. Vidugiris erzählten von ihren herzlichen Erinnerungen.

An der Veranstaltung nahm auch der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Lettlands in Litauen, A. Sarkanis, teil und hielt eine Ansprache. Zu sehen war eine Ausstellung mit Werken und Fotografien von J. Endzelīns.

19. April wurde das 40-jährige Dienstjubiläum von Dr. habil. Algirdas Sabaliauskas am Institut begangen (er hatte am 1953 04 16 als Redakteur im Bereich für die heutige literarische Sprache und Wörterbücher seine Arbeit aufgenommen).

Am 25. Juni wurde die leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Grammatik, Dr. Elena Valiulytė, 60 Jahre alt.

Am 30. Juni gedachten die Mitarbeiter der Abteilung für Sprachgeschichte und Dialektologie ihrer ehemaligen Kollegin Tamara Meiksinaitė-Buchienė (1923 07 08 — 1970 02 07). Über die Persönlichkeit und die Arbeiten der Wissenschaftlerin sprachen K.Morkūnas, Z.Zinkevičius, J.Palionis, V.Ambrazas, A.Vanagas, E.Grinaveckienė und K.Ulvydas in herzlichen Worten. Anwesend war T.Buchienės Schwester I.Meiksinaitė.

Am 1. September jährte es sich zum 40. Mal, dass habil. Dr. Vytautas Ambrazas am Institut tätig ist.

Am 24. September wurde der Leiter der Abteilung für Sprachkultur, Dr. Pranas Kniūkšta, 60 Jahre alt.

Am 23. November wurde auf Vorschlag des Rates der Tautos namai und des Rates für den Schutz der ethnischen Kultur der staatliche Jonas-Basanavičius-Preis 1993 Dr. Aloyzas Vidugiris für seine landeskundlichen Arbeiten verliehen.

14. Dezember Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Abteilung für Terminologie Jonas Klimavičius verteidigte seine Dissertation in den Geisteswissenschaften (Sprachwissenschaft) mit dem Titel „Das System der Meliorationsterminologie“ (offizielle Opponenten: habil. Dr. A. Sabaliauskas, Dr. Z. Babickienė).

21. Dezember Die leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Grammatik, Dr. Nijolė Sližienė verteidigte ihre Habilitationsschrift in den Geisteswissenschaften (Sprachwissenschaft) mit dem Titel „Die Valenz litauischer Verben“ (Habilitationskomitee: habil. Dr. V. Ambrazas, Prof. habil. Dr. J. Palionis, Prof. habil. Dr. A. Rosinas, habil. Dr. A. Sabaliauskas, habil. Dr. A. Valackienė, habil. Dr. A. Vanagas, Prof. habil. Dr. Z. Zinkevičius.).

25. Dezember Der leitende wissenschaftliche Mitarbeiter der Abteilung für Sprachgeschichte und Dialektologie, Dr. Aloyzui Vidugiriui wurde 65 Jahre alt.

Irena Andriukaitienė

203

Document details