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ACTA LINGUISTICA LITHUANICA

XLIV (2001), 145–166

Subjektbezogene und objektbezogene Verben der litauischen Sprache

STASĖ KRINICKAITĖ

Lietuvių kalbos institutas, Vilnius

Die beiden in diesem Beitrag unterschiedenen semantischen Verbtypen, subjektorientierte und objektorientierte Verben, spiegeln die beiden Haupttypen der Satzperspektive im Litauischen wider. Beide definieren eine Reihe semantischer Rollen, die den Hyperrollen Subjekt und Objekt untergeordnet sind. Die Hyperrolle des Subjekts umfasst die semantischen Rollen Agens, Patiens, Perzipient, Resultat, Benefizient, Inhalt, Modus, Quelle, Direktivum und Instrument. Die Hyperrolle des Objekts umfasst die semantischen Rollen Patiens, Kausator, Gegenagens, Finales, Motiv, Komitativ und Retributiv.

DAS KONZEPT SUBJEKTBEZOGENER UND OBJEKTBEZOGENER VERBEN

Einige Forscher teilen Verben nach ihrer Bedeutung in zwei größere Gruppen ein: subjektbezogene und objektbezogene Verben (Ufimceva 1980: 41, Jakaitienė 1988: 114, Krinickaitė 1997: 40–41). Als subjektbezogen gelten Verben, die Handlungen bezeichnen, die mit dem Subjekt verbunden sind und dessen Sphäre nicht überschreiten. Objektbezogene Verben bezeichnen Handlungen, die auf ein Objekt gerichtet sind, zugleich aber die Verbindung zum Subjekt bewahren. Demnach implizieren subjektbezogene Verben in Sätzen subjektbezogene Relationen und keine objektbezogenen. Objektbezogene Verben hingegen implizieren in erster Linie objektbezogene, aber auch subjektbezogene Relationen. Im Vergleich zu objektbezogenen sind subjektbezogene Relationen prototypisch (Holvoet 1991: 50–51).

Zu den unpersönlichen Verben ist anzumerken, dass einige von ihnen in unpersönlichen Sätzen verwendet werden und sich den subjektbezogenen Verben anschließen (Jam nesiseka), andere dagegen den objektbezogenen (Man skauda galvą. Sulijo šieną. Mus iššaušo kelyje). Wenn in Sätzen kein Subjekt vorhanden ist (Vakareja. Temsta), kann das Subjekt aus der gesamten Erfahrung des Sprechers erschlossen werden. Dabei könnte es sich um die Umgebung der Gesprächssituation oder das Sichtfeld des Sprechers handeln.

Aus dem Gesagten geht hervor, dass die Einteilung der Verben in subjektbezogene und objektbezogene der alten sprachwissenschaftlichen Tradition entspricht, Verben in transitive und intransitive und insbesondere in transitive und intransitive im weiteren Sinne einzuteilen.

Eine solche Klassifikation der Verben beruht auf den Begriffen des Handlungssubjekts und seines Objekts. Wenn man die allgemeinsten Bedeutungen der Verben – Handlung und Zustand (im weiteren Sinne) – unterscheidet, lassen sich Subjekt und Objekt anhand semantischer Funktionen (Rollen) definieren. Hier wird der Auffassung gefolgt, nach der bei Handlungsprädikaten das Agens, seltener das Instrument, und bei Zustandsprädikaten das Patiens, der Perzipient, der Benefizient, das Resultat oder der Inhalt als Subjekt gilt. Als Objekt gilt bei Handlungsprädikaten das Patiens, das Resultat, der Benefizient,

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Instrument, Kontentiv, Finitiv und bei Zustandsprädikaten Kontragent, Perzipient, Possessor, Kontentiv, Resultat, Aspekt.

Die semantischen Funktionen von Subjekt und Objekt sind klar von den syntaktischen Funktionen des Subjekts und des Objekts unterschieden, die von der syntaktischen Satzstruktur abhängen. Im Passivsatz Der Brief wurde vom Vater geschrieben beispielsweise erfüllt das Objekt (vom Vater) die semantische Subjektfunktion, während das Satzsubjekt (der Brief) die Objektfunktion erfüllt.

Bei der Einordnung eines Verbs als subjekt- oder objektbezogen muss auch berücksichtigt werden, wie es im konkreten Satz in wörtlicher oder übertragener Bedeutung verwendet wird. Verben sind oft polysem, und einige ihrer Bedeutungen können subjektbezogen, andere objektbezogen sein. Außerdem ist hervorzuheben, dass Verben verschiedener lexikalischer und semantischer Gruppen unterschiedliche semantische Funktionen vorsehen. Doch selbst unter Berücksichtigung der lexikalischen und semantischen Verbgruppen lassen sich nicht alle Verwendungsvarianten oder Synonymieverhältnisse erklären. Zu bedenken ist, dass das Prädikat jedes Satzes sowohl bestimmten Situationsmerkmalen entspricht als auch, dass nicht alle diese Merkmale allein durch die Bedeutung des Verbs bestimmt werden (Rosen 1996: 191–223).

Der vorliegende Beitrag stützt sich auf die unmittelbare Umgebung der Verben in Sätzen, die im Wörterbuch der Gegenwartssprache Litauens3(1993), im Wörterbuch der litauischen Sprache (I–XIX, 1956–1999) und in N. Sližienės Valenzwörterbuch der litauischen Verben (I, 1994; II(1) 1998) belegt sind. Analysiert werden außerdem Beispiele für subjekt- und objektbezogene Verben, die die Verfasserin dieses Beitrags aus publizistischen und wissenschaftlichen Texten, populärwissenschaftlichen Arbeiten, der gesprochenen Sprache, der Folklore und der schönen Literatur zusammengetragen hat. Quellen für gewöhnliche Beispiele aus der gesprochenen Sprache werden nicht angegeben.

Der Vergleich aller gefundenen Verwendungsfälle subjekt- und objektbezogener Verben zeigt, dass verschiedene lexikalische Gruppen subjekt- und objektbezogener Verben jeweils unterschiedliche semantische Funktionen aufweisen. Für verschiedene lexikalische Gruppen subjekt- und objektbezogener Verben sind auch bestimmte Merkmale der unmittelbaren Umgebung charakteristisch; bei einigen Gruppen kommen neben bestimmten typischen Aktanten auch freie Satzglieder hinzu. Es lässt sich feststellen, dass die semantischen Funktionen der Verben von ihrer lexikalischen Bedeutung (bzw. ihrer lexikalisch-semantischen Gruppe) und ihrer unmittelbaren Umgebung abhängen, in der nicht nur die Aktanten, sondern auch die freien Satzglieder eine wichtige Rolle spielen.

Wenn von einem Verb als polysemem Lexem die Rede ist und die Gesamtheit seiner Wortbedeutungen gemeint ist, unterscheidet man auch Gruppen subjekt-objektbezogener und objekt-subjektbezogener Verben. Als subjekt-objektbezogen gelten Verben, deren wörtliche Bedeutungen subjektbezogen, ihre übertragenen Bedeutungen dagegen objektbezogen sind, oder Verben, deren häufigere und geläufigere Bedeutungen subjektbezogen, die selteneren hingegen objektbezogen sind (z. B. kimti, šalti, snypšti, šviesti). Bei objekt-subjektbezogenen Verben sind die wörtlichen Bedeutungen objektbezogen und die übertragenen subjektbezogen; ebenso sind die häufigeren und geläufigeren Bedeutungen objektbezogen, die selteneren dagegen subjektbezogen (z. B. kalbėti, laikyti, laimėti). Da dasselbe Verb bei Verwendung in unterschiedlichen Bedeutungen jeweils entweder subjekt- oder objektbezogen ist, bilden subjektbezogene und objektbezogene Verben die beiden Hauptgruppen. Die Gruppen der subjekt-objektbezogenen und objekt-subjektbezogenen Verben sind nur dann relevant, wenn Verben als Lexeme klassifiziert und unter allgemeineren Aspekten der Transitivitätstheorie, Polysemie, Typologie usw. untersucht werden.

Es ist festzustellen, dass sowohl subjektbezogene als auch objektbezogene Verben als umfassendere Gruppen in sprachwissenschaftlichen Arbeiten bislang nur wenig untersucht worden sind. Auch die Bezeichnungen subjektbezogen, objektbezogen sind seltener als intransitiv, transitiv. Die eine lange Verwendungstradition aufweisenden Termi-

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ni transitiv, intransitiv werden bis heute sowohl im engeren als auch im weiteren Sinne gebraucht. Im weiteren Sinne bezeichnen transitiv objektbezogene und intransitiv subjektbezogene Verben. Da in der heutigen Sprachwissenschaft die Komplexität der Verbbedeutung berücksichtigt wird, sind in Beschreibungen verschiedener Sprachen weltweit die Bezeichnungen transitive und intransitive Phrasen (transitive, intransitive phrases), transitive und intransitive Konstruktionen (transitive, intransitive construction), transitive und intransitive Sätze (transitive, intransitive clauses), transitive und intransitive Strukturen (transitive, intransitive structures). Die Transitivität und Intransitivität eines Verbs sind wichtige semantische und teilweise auch grammatische Merkmale, die sich zudem für die Typologie eignen. Bedeutungen, die in mindestens einer der Sprachen der Welt mit morphologischen Mitteln markiert werden, gelten für jede Sprache als relevant (Majsak 2000: 10).

Die Bezeichnungen subjektbezogene und objektbezogene Verben, die mit dem semantischen Aspekt verbunden sind, werden häufiger in der russischen und litauischen Sprachwissenschaft verwendet (Ufimtseva 1980: 44; Jakaitienė 1988: 114; Krinickaitė 1997: 39–41). Bei verbalen Sätzen, in denen subjekt- und objektbezogene Verben häufig als Prädikate auftreten, sollten offenbar auch die Bezeichnungen subjektbezogene und objektbezogene Prädikate (subject-oriented predicates, object-oriented predicates) verwendet werden (vgl. Venstra 2000: 882).

Die letztgenannten Prädikatgruppen sind offenbar die beiden größten Prädikatgruppen im Litauischen: Prädikate des HANDELNS und des ZUSTANDS (im weiteren Sinne). Eine derart allgemeine Einteilung der Prädikate genügt, um die Begriffe Subjekt und Objekt mit semantischen Funktionen in Beziehung zu setzen. Die semantischen Funktionen einzelner Handlungs- und Zustandsprädikate gehören zu den umfassenderen Gruppen subjektbezogener und objektbezogener Beziehungen (Ambrazas 1986: 27).

Mit Handlungsprädikaten wird meist die semantische Funktion des Agens verbunden, mit Zustandsprädikaten dagegen die semantischen Funktionen des Patiens, Perzipienten und Benefizienten. Das Subjekt wird als Agens von Handlungsprädikaten und als Patiens, Perzipient oder Benefizient von Zustandsprädikaten definiert (Ambrazas 1986: 27):

TABELLE 1. TYPEN SUBJEKT- UND OBJEKTBEZOGENER BEZIEHUNGEN

Semantische Beziehungen | Semantische Funktionen in Verbindung mit Handlungsprädikaten | Semantische Funktionen in Verbindung mit Zustandsprädikaten Subjektbezogen | A (Gäste kamen an. Der Regen schlug den Roggen nieder) | P (Das Glas zerbrach); PCP (Alle hörten den Lärm); B (Die Eltern besaßen Land) Objektbezogen | P (Das Mädchen zerbrach das Glas); R (Der Nachbar grub einen Graben aus); B (Ich schickte den Eltern einen Brief); I (Spiel auf der Geige) | CON (Ich kenne den Weg nicht. Es fehlt an Geld); R (Das Geld wurde zu Kohle)

Das Objekt lässt sich demnach als Patiens, Resultat, Benefizient oder Instrument von Handlungsprädikaten sowie als Kontentiv und Resultat von Zustandsprädikaten definieren. Im Vergleich zu objektbezogenen Beziehungen sind subjektbezogene Beziehungen prototypisch (vgl. Holvoet 1991: 50–51).

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SUBJEKTIVE VERBEN

Subjektive Verben mit Handlungsbedeutung setzen meist die semantische Funktion des AGENTEN voraus, z. B.:

Ihr rackert Tag und Nacht. (KONDR AŽL 50). Alle arbeiten, beeilen sich. Die Mutter arbeitet unermüdlich und sorgfältig. Die Kinder tollen im Hof herum. Die Kommission tagt.

Subjektive Verben nähern sich in ihrer Bedeutung den objektiven Verben ohne Objekt (in Fällen des sogenannten absoluten Gebrauchs), wenn sie keine konkreten physischen Handlungen (instance of action), sondern eine verallgemeinerte Tätigkeit oder eine Tätigkeitsweise (activity) bezeichnen, z. B.: das Kind spricht, die Mutter kocht, der Vater raucht. Der Grad der Agentivität ist nicht bei allen gleich; auch der Verwendungskontext spielt eine erhebliche Rolle. Sprachbenutzer beurteilen unterschiedlich, ob ein Verb eine willentliche Handlung oder einen Zustand bezeichnet. Dies lässt sich damit erklären, dass in bestimmten Kontexten der Gegensatz zwischen Subjekt und Objekt irrelevant ist und neutralisiert wird, weil Subjekt und Objekt mitunter auf referenzieller Ebene einem einzigen und nicht zwei Gegenständen entsprechen (Krinickaitė 1997: 41; Ono 1999: 16). Man kann sagen, dass dies auch eine Folge des Sprachbaus ist, denn die Diskretheit sprachlicher Einheiten und die Nichtdiskretheit des semantischen Kontinuums bedingen allmähliche Übergänge von einer Bedeutung zur anderen (Lykova 1999: 54–55).

Die Funktion des Agens ist Substantiven eigen, die sowohl Lebewesen als auch unbelebte Gegenstände und Naturkräfte bezeichnen. Es werden zwei grundlegende Arten des Agens unterschieden – Agens₁ [A₁], charakteristisch für Lebewesen, und Agens₂ [A₂], charakteristisch für unbelebte Gegenstände, Naturgewalten und andere Natur- und Gesellschaftsphänomene sowie für verschiedene Anlagen, Maschinen und Geräte, die über eine bestimmte Energie verfügen und deshalb eine Handlung ausführen oder hervorrufen können, aber keine eigene Initiative besitzen (Sližienė 1994: 19).

Das Nominativsubjekt mit Agensfunktion kann im Satz unausgedrückt bleiben und wird dann durch die Verbform selbst impliziert, z. B.:

Warum bist du traurig? Ich tappte im Dunkeln herum. Wir fuhren die ganze Nacht. Kaum war ich über die Schwelle getreten. Er lügt einem unverhohlen ins Gesicht. Wir suchten vorsichtig nach einer Unterkunft. Er starrt vor Erstaunen.

1Auch Verben, die psychische Tätigkeiten oder Verhaltensweisen bezeichnen, setzen die Funktion des Agens voraus, vgl.:

Das Kind lächelt. Die Gäste lachten fröhlich. Warum ist er so unruhig? Die Mädchen öffnen sich. Warum weinst du – weine nicht! Der Schüler phantasiert. Der junge Mann nimmt sich Freiheiten heraus und hält sich nicht an die Gesetze. Die Mutter erträgt es vorerst noch und sagt nichts. Die Schwester war gekränkt. Der Onkel scherzt. Das Mädchen hat sich gut verhalten.

Dies sind Verben, die Handlungen bezeichnen, die für den Menschen sowohl als Lebewesen als auch als Persönlichkeit charakteristisch sind. In Sätzen, in denen Verben wie lächeln, lachen, unruhig sein, traurig sein, weinen, gekränkt sein usw. als Prädikate fungieren, geben die übrigen Satzglieder häufig die Art und Weise der Handlung, ihre qualitative und quantitative Beschaffenheit, ihren Ort oder ihre Zeit an; meist sind sie jedoch keine Aktanten (d. h. Valenzpartner), sondern freie Satzglieder. In Sätzen mit Verben, die eine Tätigkeitsweise bezeichnen (werken, sich abrackern, sorgfältig arbeiten usw.), sind unter bestimmten Umständen Aktanten mit Objekt- oder Instrumentsemantik möglich. Freie Satzglieder, die räumliche und zeitliche Parameter der Handlung angeben, unterscheiden keine Handlung von einer anderen und sind in allen Verbsätzen möglich.

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Handlungen, die als charakteristisch für den Menschen als Vertreter einer Zivilisation und einer bestimmten Kultur gelten, lassen sich nach ihrem Zweck einteilen: (1) ordnende Handlungen; (2) bearbeitende (verarbeitende) Handlungen; (3) gewinnende Handlungen (herstellende): (a) materielle, (b) materiell-geistige Handlungen, (c) geistige (mentale) (Stepanov 1997: 210). Eine solche Klassifikation eignet sich eher für objektbezogene Verben, ist aber auch für subjektbezogene nicht untypisch.

Bewegungsverben, die eine semantische Agensfunktion voraussetzen, bezeichnen Handlungen, die nicht nur für Menschen und alle Lebewesen, sondern auch für unbelebte Gegenstände, verschiedene Geräte und Naturkräfte charakteristisch sind. Neben dem Agens sind weitere Aktanten möglich – Lokativ, Direktiv (Ausgangspunkt, Endpunkt, Weg). Lokativ und Direktiv helfen in Sätzen mit Bewegungsverben auch dabei, die Bedeutungen der Verben zu unterscheiden. Z. B.:

Alle kehrten zurück. Wer läuft dort? Weiter vorne watete er durchs Wasser. Wohin schleicht er mit gesenktem Kopf? Die Kinder gleiten auf dem Eis. Beschämt schleicht er hinaus. Die Schüler gingen den Weg entlang. Das Kind klettert den Berg hinauf. Wo trödeln jetzt alle herum?

In Sätzen mit Bewegungsverben (wie auch in anderen verbalen Sätzen) spielt die semantische Abstimmung der verschiedenen Satzkomponenten eine wichtige Rolle (Stepanov 1989: 16–17; Krinickaitė 1989: 167–168). In Sätzen mit Bewegungsverben treten häufig Aktanten auf, die die semantischen Funktionen von Lokativ und Direktiv erfüllen, ebenso freie Satzglieder mit verschiedenen Bewegungs- und Orientierungsbedeutungen (siehe Valiulytė 1998: 23–25).

Bienen summen um den Bienenstock. Sie fuhren von den fernen Ufern des Nemunas her (Cv). Und ich fuhr mit dem Aufzug noch drei Stockwerke hinauf. Wo stürzen diese Menschen hin? Mäuse wimmeln nur so im Stroh. Vögel fliegen nach Süden. Die Katze schleicht sich an die Spatzen heran. Der Hase saust über die Felder. Das einzige Fenster ging auf einen düsteren, verstaubten Hof hinaus (BUBN K 106). Wenn nicht – dann mach dich aus dem Haus! (BUBN K 105).

Wenn das Agens ein Mensch ist, treten bei Bewegungsverben häufiger Aktanten mit Instrumentalsemantik auf (fährt mit dem Windsurfbrett); außerdem kommen häufiger freie Satzglieder vor, die ein zweites Agens (wir fliegen mit meinem Bruder), ein Motiv (fahr an meiner Stelle), einen Zweck (wir fahren Brennholz holen) oder eine Vergütung (ich kam für zwei Litas zurück) bezeichnen.

Satzglieder, die Funktionen von Modus, Quantitativ, Lokativ und insbesondere Direktiv (Ab, Ad, VIA) ausdrücken, sind in Sätzen mit allen Bewegungsverben üblich. Z. B.:

Er kommt lange nicht zurück – ich begann mir Sorgen zu machen. Ich kehre nach Hause zurück. Wohin dringst du vor, siehst du denn nicht, dass kein Platz ist? Ich stürzte durch die Tür hinaus. Dann sprang er aufs Fahrrad und fuhr zurück (Avyž STM 353). Wir fuhren auf einem hügeligen, rotlehmigen Weg zum Haff. Er wandert durch die weite Welt. Warum stapfst du durch den Morast, du kannst doch woanders hingehen. Drei Männer und eine Frau, von Balys Adamonis begleitet, kamen langsam, plaudernd, zur verschlossenen Saaltür geschritten (BUBN K 91). Er rennt durch den Garten, läuft in den Hof [...], und keucht den Hang hinauf (BUBN NRŽ 280).

Aus dem Gebrauch von Bewegungsverben, die die Bewegung von Menschen, anderen Lebewesen und Gegenständen bezeichnen, geht hervor, dass es für den Sprecher häufig wichtig ist, nur einen bestimmten Bewegungsabschnitt oder andere Bewegungsparameter anzugeben, z. B.:

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Die Stare lassen sich auf dem Dachfirst nieder. Ziehen wir uns unter den Unterstand zurück, damit wir nicht nass werden. Scharange Varange kauerte sich unter der Bank zusammen (FLK).

Da die Bedeutung des Verbs komplex ist, gibt es in vielen Fällen keine scharfen Grenzen zwischen den lexikalischen Gruppen der Verben. Verben der Bewegung stehen Verben der Lageveränderung nahe, vgl.: sich setzen, sich hinlegen, hinaufsteigen (in den zweiten Stock), ebenso Verben, die eine Position im Raum bezeichnen (liegen, sitzen, hängen, baumeln, schaukeln), die ein Agens sowie eine Lokativ- und eine Direktivrolle voraussetzen. Z. B.:

Er stand selbst jeden Tag eine Stunde lang auf dem Kopf und versuchte, andere dazu zu bewegen, seinem Beispiel zu folgen (SIR GIR K 20). Auf meinem Nacken wirst du nicht sitzen (BUBN K 105).

Zu dieser Gruppe gehören zahlreiche reflexive Verben, die eine Veränderung der Position im Raum bezeichnen (sich hochziehen, sich festklammern, sich zusammenkrümmen u. a.). Z. B.:

Das Kind krümmte sich auf der Bank zusammen und schlief ganze Nächte lang. Wir werden uns bei der Fichte auf irgendeiner Wurzel zusammenkauern; du lehnst den Kopf an die Fichte – und schon schläfst du. Beug dich, damit du dich nicht stößt.

Verben mit subjektiver Handlungsbedeutung setzen nur selten eine INSTRUMENT-Rolle voraus. Z. B.:

Die Große bläst auf der Flöte. Irgendwo in der Ferne spielte ein Akkordeon. Ataiđi trimtai.

Die für subjektive Verben vorgesehene semantische Agensfunktion ist typisch für unbelebte Gegenstände, Naturgewalten, Erscheinungen der Natur und der Gesellschaft sowie verschiedene Anlagen, Maschinen und Geräte, die über energetische Eigenschaften verfügen und eine Handlung ausführen oder verursachen können, aber keine eigene Initiative haben, z. B.:

Das Raumschiff erreichte Jupiter im August 1988. Die Raumsonde wird sich vom Orbitalmodul lösen (SP). Die Wetterfahne dreht sich. Die Rakete ist gestartet. Der Bus fährt. Das Schiff nähert sich dem Ufer.

Wörter, die diese Funktion bezeichnen, lassen sich in Unterklassen einteilen, je nachdem, was als Agens₂ fungiert – ein unbelebter Gegenstand, eine Naturgewalt, eine Ursache oder ein Handlungsmittel; vgl.:

Wasser strömt in Bächen dahin. Ein Blitz zuckt auf. Der Wind weht. Ein Frühlingswind weht. Der Frost beißt. Nur die Stille dröhnt.

Typische Fälle sind solche, in denen das Agens ein Lebewesen ist, das unwillkürlich und ohne eigene Initiative etwas tut. Daher lässt sich von bestimmten GRADEN DER AKTIVITÄT DES AGENS sprechen, je nachdem, in welchem Ausmaß die Situation als vom Agens kontrolliert oder unkontrolliert wahrgenommen wird (Holvoet 1991: 164). Eine vom Agens nicht kontrollierte Situation wird durch reflexive Verben mit inchoativer Bedeutung bezeichnet. Z. B.:

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Er wollte einen anderen hereinlegen, und wurde selbst [A1] hereingelegt. Ich habe mich auf der Straße ganz bespritzt. Ich habe mich auf ärgerliche Weise verrechnet. Das Kind bespritzte sich mit Wasser.

Für Zustandsverben mit Subjektfunktion ist die semantische Funktion des PATIENTEN am typischsten: die Funktion des Empfängers einer Handlungseinwirkung oder des Trägers eines Zustands, die sowohl belebten als auch unbelebten Dingen sowie abstrakten Sachverhalten zukommt (Sližienė 1994: 20). Dies gilt insbesondere für die sogenannten spontan auftretenden Verben. Z. B.:

Der Kranke ringt nach Luft und bekommt den Atem nicht zurück. Der Sohn hat Fieber. Das Mädchen ist krank.

Wenn die Patientenfunktion einem Menschen zukommt, ist sie je nach Kontext bisweilen schwer von der Agenten1funktion abzugrenzen, vgl.:

Das Kind döst schon. Er zittert am ganzen Körper vor Kälte. Sie stöhnt vor Schmerz. Das Baby schreit. Das Kind beruhigte sich. Ich bin früh aufgewacht. Dem Jungen ist langweilig.

Bei unbelebten Dingen ist die Patientenfunktion deutlich ausgeprägter. Manchmal ist jedoch, etwa wenn von Pflanzen die Rede ist, auch ein gewisser Anflug von Agenshaftigkeit spürbar. Z. B.:

Das Gras begann zu wachsen. Der Roggen keimt schon. Die Esche bekommt Blätter. Die Triebe verholzen. Der Roggen wächst am Waldrand. Im Schatten gedeihen die Bäume nicht. Der Roggen bildet schon Ähren. Der Kohl gedeiht hier. Die Gräser schießen in die Höhe. Das Gras sprießt. Die Apfelbäume blühen.

Ein Anflug von Agenshaftigkeit ist auch in Fällen zu bemerken, in denen die Patientenfunktion durch Verben des wechselnden Zustands festgelegt wird, die auch Verben des dynamischen spontanen Zustands genannt werden, z. B.:

Der Turm neigt sich zur Seite. Unter den Äpfeln biegen sich sogar die Äste. Die Kletten haken sich in die Kleidung. Das Innere des Baumes ist hohl. Rauch steigt aus dem Schornstein auf. Der Wagen versank im Morast. Der Stein sinkt. Die Erde tat sich auf.

Verben des SICHTBAREN ZUSTANDS implizieren ebenfalls die semantische Funktion des PATIENTEN. Z. B.:

Hinter dem Garten erstreckten sich Felder. Ein Stein liegt mitten auf dem Weg. Ein Boot liegt im See. Kahle Äste ragen empor. Berge erheben sich in der Ferne. Die Äste des Baumes hängen nach unten. Zwischen diesen Hügeln schimmern Seen. Ganz in unserer Nähe klaffte ein tiefer Abgrund. Pilze schimmern bunt zwischen den Bäumen. Der Flachs blaut. Der Wald blaut in der Ferne.

Diese Verben stehen den spontan auftretenden Verben nahe, vgl.:

Schon ergraut dein Haar.

In den Fällen, in denen Verben Zustände von Tieren bezeichnen, nähert sich die Patientenfunktion der Agenten1funktion an. Z. B.:

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In der Hütte verbirgt sich etwas. Aus dem Dunkel huschte irgendetwas hervor. Im Bau lauert ein Fuchs.

In Sätzen mit intransitiven Verben, die einen Zustandswandel bezeichnen, ist die Patientenfunktion für Substantive typisch, die unbelebte Gegenstände oder Stoffe bezeichnen, z. B.:

Der Fluss tritt über die Ufer. Der Fluss geht zurück. Unsere Flüsse werden seichter. Durch Wärme wird Honig flüssiger. Eine ungeschmierte Maschine verschleißt stark. Schon verwittern seine Knochen unter der Erde. Zähne werden schlecht (bekommen Löcher). Die Fundamente sind da. Die Tomaten werden rot. Der Docht der Lampe verkohlt. Zucker löst sich auf. Talg wird fest. Spreu fällt herab. Die Milch ist schon sauer geworden. Ein alter Birkenpilz schrumpft. Feuchtes Mehl wird schnell ranzig. Das Eis wird von der Sonne porös. Das Quecksilber stieg in der Thermometersäule nicht mehr an (AVYŽ STM 478).

Ähnlich wird die semantische Funktion des Patienten auch Körperteilen des Menschen zugewiesen, z. B.:

Die Hände zittern. Die Hände werden runzlig. Das Gesicht wird blass. Die Augen tränen vor dem Wind. Vom Kartoffelschälen werden die Hände wund. In der heißen Sonne werden die Lippen spröde. Der Kopf wird kahl. Die Haut erschlafft.

Die semantische Funktion des Patienten wird auch bei intransitiven Verben vorausgesetzt, die meteorologische und andere Naturerscheinungen bezeichnen, z. B.:

Die Kälte lässt nach. Der Wind legt sich. Der Nebel steigt auf. Der Tau fällt. Das Wetter wird wärmer und trüber. Die Schneedecke wird dünner. Der Himmel begann heller zu werden. Die Nacht wurde immer dunkler. Allmählich begann das Licht des klaren Himmels zu erlöschen (BUBN K 94).

In Sätzen mit Verben der Lauterzeugung ist die Patientenfunktion der Agentenfunktion recht ähnlich. Z. B.:

Die Stimme hallt im Wald wider. Die Blätter rascheln. Die Glöckchen klingeln. Die Waffen klirren. Vom Schießen klirren sogar die Fenster. Der Wald rauscht. Das Eis knirschte. Im Schrank klappern Geschirrteile. Äpfel poltern beim Herunterfallen. Wenn der Wind weht, rauscht der Wald.

Wenn es im Sprechprozess wichtig ist, den Agenten vom Patienten zu unterscheiden, sind diese beiden semantischen Funktionen hinreichend klar bestimmt. Es gibt Fälle, in denen Situationen diesbezüglich als synkretisch interpretiert werden und die semantischen Funktionen von Agent und Patient aus einem größeren Kontext erschlossen werden. Bei Bedarf kann der Sprechende zusätzliche Ausdrucksmittel einsetzen, die dabei helfen, den Agenten vom Patienten abzugrenzen.

Die semantische Funktion des Patienten ist auch für Substantive typisch, die Abstraktes bezeichnen, z. B.:

Der Zustand verschlechtert sich. Das Wesentliche wird klar. Die Stimmungen ändern sich ständig. Seine Gesundheit schwindet. Das Sehvermögen lässt nach. Und Marius’ Appetit wuchs proportional zur Zahl der Tage, an denen er Hunger gelitten hatte (AVYŽ STM 483).

In Sätzen mit Existenzverben ist die semantische Funktion des Patienten offensichtlich (als Existenzverben gelten auch Verben, die ein Entstehen bezeichnen; vgl. Valeika 1998: 63). Z. B.:

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Es lebten drei Brüder. Es gab eine Schmiede, die einstürzte. Absolut schützendes Wasser gibt es in der Natur überhaupt nicht. Am Abend tauchten Mücken auf. In der Speisekammer wimmelte es von Mäusen.

Die semantische Funktion des PERZIPIENTEN – des Erlebenden eines psychischen Zustands – wird von Verben der Wahrnehmung impliziert. Z. B.:

Die Mutter wurde traurig. Der Erzähler ist beunruhigt. Der Hund sträubte sein Fell. Das Mädchen war verwirrt. Der Vater spitzte die Ohren. Das Kind wurde traurig. Sie war wirklich bekümmert. Das Pferd scheut. Die Kätzchen können schon sehen.

Die Funktion des Perzipienten kann in Sätzen nicht nur durch den Nominativ, sondern auch durch den Dativ ausgedrückt werden, z. B.:

Ich kann nicht sehen. Er mag Krimis. Uns schmeckt der Speck nicht. Wie kommt es dir vor?

Subjektive Verben mit Zustandsbedeutung implizieren auch die semantische Funktion des BENEFIZIENTEN – des Adressaten bzw. Empfängers der Handlung –, die in Sätzen meist im Dativ realisiert wird. Z. B.:

Er hat Glück. Den Kindern geht es gut. Wie geht es dir? Mit der Arbeit kommt er nicht voran.

Die semantische Funktion des RESULTATS wird von subjektiven Verben vergleichsweise selten vorgesehen. Sie lässt sich nur in Sätzen mit Verben finden, die einen Zustandswechsel ausdrücken, z. B.:

Es entstand Lärm. Es brach ein Krieg aus. Ein Gespräch kam in Gang. Die Erdkruste schichtete sich. Bei der Verbrennung von Gas entsteht Kohlenmonoxid. Es brach Verwirrung aus. Pilze sprießen.

Im Allgemeinen wird die semantische Funktion des Resultats häufiger von objektiven Verben vorgesehen. Nur Verben mit der Bedeutung eines Zustandswechsels setzen außerdem die semantische Funktion des KONTENTIVS voraus, die ebenfalls recht selten ist, z. B.:

Ein Lied erklingt. Es kam zu einem Missverständnis. Es geschah ein Unglück.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei subjektiven Verben als Prädikaten die Hyperfunktion des Subjekts die semantischen Funktionen des Agens₁, des Agens₂, des Patienten, des Perzipienten, des Resultats, des Benefizienten, des Kontentivs und des Instruments umfasst. Jede dieser Funktionen wird von Verben bestimmter, mehr oder weniger klar abgegrenzter lexikalisch-semantischer Gruppen vorgesehen.

OBJEKTVERBEN

Die Gruppen der Subjekt- und Objektverben sind nicht gleichwertig und zueinander nicht symmetrisch. Subjektbeziehungen sind häufiger prädikativ. Doch auch der Ausdruck von Objektbeziehungen ist wichtig und in jeder Sprache spezifisch. Die bekanntesten linguistischen Universalien sind syntaktische Subjekte und transitive Sätze oder, genauer gesagt, ihre konzeptuellen und funktionalen Entsprechungen oder Archetypen (Beck 2000: 277). Die gesamte Vielfalt dieser

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Ausdrucksmittel lässt sich innerhalb einer Sprache und sprachübergreifend zunächst nur auf semantischer Grundlage systematisieren. Die Semantik einiger Objektverben ist bereits teilweise untersucht worden. Wie bereits erwähnt, wurde außerdem festgestellt, dass Handlungspredikate gewöhnlich mit ihnen verbundene semantische Funktionen des Patiens (Mergaitė sudaužė stiklinę), des Resultats (Kaimynas iškasė griovį), des Benefizienten (Išsiunčiau laišką tėvams) und des Instruments (Pagriežk smuiku) aufweisen (Ambrazas 1986: 27).

Mit Zustandspredikaten verbundene semantische Funktionen sind der Kontentiv (Aš nežinau kelio. Trūksta pinigų) und das Resultat (Pinigai pavirto anglimis) (ebenda).

Aus Beispielen für den Gebrauch von Objektverben geht hervor, dass auch die vorhersehbaren semantischen Funktionen variieren, die die Hyperfunktion des Subjekts bilden. Semantische Funktionen, die die Grundlage sowohl für die Hyperfunktion des Subjekts als auch für die des Objekts bilden, werden von Objektverben unterschiedlicher lexikalisch-semantischer Gruppen impliziert.

Den größten Anteil der Objektverben bilden Verben mit Handlungsbedeutung. Diese Verben setzen die semantische Funktion des AGENTEN voraus und implizieren zusätzlich die semantische Funktion des PATIENS. Z. B.:

Seniau, kad kūlė, mindė rugius su arkliais (ŠTS). Vyrai šienauja pievas. Minkštink tešlą, bus neskanūs kukulaičiai (SKR). Kas pėdus nešioja, tas lobsta. Tave žalią džiovino [apie apynį] (LKŽu 1024). Vaikai ištepė kambario sienas.

Die semantische Funktion des Patiens ist charakteristisch für Substantive, die Dinge bezeichnen, die entweder (1) bereits vor der Handlung existieren oder (2) während der Handlung geschaffen werden. Im letzteren Fall ist die semantische Funktion des Patiens oft schwer von der semantischen Funktion des Resultats abzugrenzen. In Arbeiten zur Linguistik, die Transitivitätsprobleme untersuchen, wird die erste Bedeutung (das Handlungsobjekt verändert sich infolge der Handlung) als effektiv bezeichnet, die zweite (das Handlungsobjekt ist das Ergebnis der Handlung) als ineffektiv (Stepanov 1975: 169). Vgl.:

Berniukas skaldo malkas. Darbininkai ruošia pašarus. Duobes sodinukams sodinti iškasiau rudenį. Jis pasidirbo valtį.

Das Merkmal der Effektivität und Ineffektivität hilft, die semantische Funktion des Resultats von der semantischen Funktion des Patiens zu unterscheiden, die beispielsweise in den folgenden Sätzen vorliegt:

Aurelija gniaužė nosinę, šnipščiojo (BUBN K 110). Užsimėčiau lietpal­tį. Apsivilko Adelaida Didžiulienė juodąją suknelę ir išėjo iš savo siauro kambario (RIMK). Antanina avėsi batelius (SLUCK R IV 473).

In Sätzen realisiert, nimmt die semantische Funktion des Patiens verschiedene Nuancen an. Zunächst sollten jedoch die grundlegenden Merkmale dieser semantischen Funktion unterschieden werden. Für die Satzanalyse sind außerdem die komponentielle Struktur der Bedeutung des Prädikats selbst sowie die referenziellen Eigenschaften der Aktanten wichtig (Ambrazas 1986: 28).

Die Vielfalt der Handlungsbeziehungen zu Subjekt und Objekt lässt sich auch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausprägung dieser Beziehungen systematisieren, vgl.:

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Der Stahl des Automaten kühlte deine Hände (BUBN NRŽ 188). Dort beginnt es zu blitzen, und nach (=po) einiger Zeit erschüttert ein Knall die Erde – schwere Bomben explodieren, die Kämpfer beschießen den auf deutscher Seite gelegenen Bahnhof (SP). Remas bewegt sich auf den Schienen entlang der Wand und verlegt keramische (=keramines) Fliesen [über einen Roboter] (SP). Eines Tages wird ein Blitz in die Platane einschlagen; sie wird direkt auf das Haus stürzen und es zerstören.

Am deutlichsten manifestiert sich die Relation, wenn eine Energiequelle angegeben wird, deren Energie kontrolliert und gesteuert wird und die ein Objekt beeinflusst, das außerhalb der Sphäre des Subjekts liegt. Die Relation kann jedoch auch schwer erkennbar sein, wenn unklar ist, ob überhaupt eine Kraft- oder Energiequelle vorhanden ist. Eine Relation mittleren Grades bedeutet, dass die Energie unkontrolliert ist oder kein außerhalb liegendes Objekt beeinflusst (Voorst 1996: 227–245).

Daher lässt sich sagen, dass die deutlichsten objektbezogenen Verben diejenigen sind, die auch die semantische Funktion des KAUSATORS voraussetzen. Z. B.:

Sie verschwendest dir und anderen kostbare Zeit und hemmst den wissenschaftlichen Fortschritt für diejenigen, die sich bilden und andere bilden wollen (ANDR T 11). Der Friedhof von Glendale wird keineswegs erwähnt, um dich zu rühren (SIR GIR K 162).

Die Relation der Handlung zum Objekt manifestiert sich deutlich in Sätzen mit Verben, die die semantische Funktion des RESULTATS vorsehen. Dabei handelt es sich vor allem um Verben der Handlungsbedeutung, die zugleich die semantische Funktion des Agens oder des Kausators implizieren. Das Agens ist hier meist der Initiator der Handlung, der sie bewusst ausführt. Dies gilt vor allem für sogenannte materielle Handlungen, z. B.:

Sie schöpfte grünen Wein und goss das Lilienblümchen (FLK). Da schimpfte der Onkel auch, du wirst, hör mal, Regen herbeipfeifen, zu Mikas (DOVYD NK 37).

Wenn das Agens ein Mensch ist, kommen in solchen Sätzen nicht selten auch Aktanten mit der bezeichneten Instrumentfunktion vor.

Die semantische Funktion des Resultats ist meist charakteristisch für Substantive, die Materialien, Instrumente, verschiedene Attribute, Ziele, Endprodukte oder Zustände bezeichnen. Z. B.:

Mit Spreu lässt sich kein Brot kneten. Die Not macht auch Feiglinge zu Helden. Gesundheit häuft Reichtümer an. Richte dem Wort einen Platz ein wie einem Gast ein Bett. Was die Leute reden, reden sie aus. Im Sommer boten dichte Baumgestrüppe dem Vogel Schutz.

Je nach Verb und seiner Bedeutung ist auch die semantische Funktion des Resultats nicht völlig gleichförmig – das Resultat kann direkt oder indirekt sein. Häufig kennzeichnen Verben der Handlungsbedeutung, die zugleich die semantische Funktion des Kausators implizieren, eine indirekte Wirkung, vgl.:

Der Wind wirbelte den Staub auf und warf die Zeitungen herunter.

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STASĖ KRINICKAITĖ

Die semantische Funktion des Resultats wird sowohl durch resultative als auch durch kausative und verschaffende Verben impliziert. Verschaffende Verben setzen jedoch die semantischen Funktionen des Kausators und des indirekten Resultats voraus. Z. B.:

Der Vater ließ sich einen Anzug nähen. Nachdem Algirdas Šaknys einst aus schwarzem, selbstgesponnenem, noch von Tante gewebtem Wollstoff eine Uniform hatte nähen lassen und ein richtiger Gymnasiast geworden war, machte er sich ernsthaft an die Arbeit (MIKEL LL 546). Ich führte fünf junge Brüder herbei und brachte sie auf sechs braunen Pferdchen (FLK). Nachdem er die Schule der thomistischen Philosophie durchlaufen hatte, führte er den Existenzialismus in Litauen ein (JUŠK).

Die semantische Funktion des Resultats wird häufig auch von Verben mit Handlungsbedeutung vorausgesetzt, die intellektuelle (mentale) Handlungen bezeichnen. Z. B.:

Die Schauspielerin schuf eine Rolle von großer innerer Kraft. Sie zog Bilanz über dreiunddreißig Jahre. Grotus schuf als Erster weltweit eine Theorie der Elektrolyse (SP).

Die semantische Funktion des Resultats wird ziemlich häufig lediglich von Verben mit Handlungsbedeutung vorausgesetzt und nicht ausgedrückt, sondern nur in die Bedeutung des Verbs selbst inkorporiert, z. B.:

Ich pflügte das Feldchen und sang schön (FLK). Der Vater zieht Furchen. Er errichtet Häuser und deckt sie ein.

Andererseits lässt sich dies nur über einzelne Sätze sagen. Die implizierte Funktion kann im folgenden Text realisiert werden.

Die Gruppen von Verben, die bestimmte semantische Funktionen voraussetzen, sind jedoch nicht ausschließlich Wortbildungsgruppen, sondern lexikalisch-semantische Gruppen. Auch kausative Verben gelten als lexikalisch-semantische Gruppe, die sowohl primäre als auch abgeleitete Verben umfasst. In der semantischen Struktur von Sätzen, in denen kausative Verben als Prädikate auftreten, werden folgende semantische Komponenten unterschieden: (1) der verursachende Agens, (2) der Prozess, (3) die betroffene Person oder Sache, (4) der resultierende Zustand (oder das Attribut) beziehungsweise der Endprozess (Valeika 1998: 22). Neben der semantischen Funktion des Agens, die allen objektiven Verben eigen ist, implizieren kausative Verben die semantischen Funktionen des Patienten und des Resultats. Im Vergleich zu allen objektiven Verben ist die von kausativen Verben implizierte Agensfunktion charakteristisch für Substantive, die den Initiator einer Handlung bezeichnen, seltener für Substantive, die die Ausführenden einer Handlung, Instrumente oder Körperteile bezeichnen. Die semantische Patientenfunktion ist eher für Substantive charakteristisch, die Stoffe, Zweck, Zustand, Endprodukt oder Körperteile bezeichnen.

Ein kleiner Teil der objektiven Verben setzt die semantische Funktion des KAUSATIVS voraus. Z. B.:

Es schmerzt vor Schmerz. Ihre Augen strahlten vor Freude / Freude aus. Beschuldige zuerst dich selbst. Die Widmung unter dem Foto zeigte die Zuneigung zu Luiza (SIR GIR K 173).

Der Kausativ wird in Sätzen nicht nur durch den Akkusativ, sondern auch durch den Instrumental sowie durch den Genitiv mit der Präposition „dėl“ realisiert, z. B.:

Man beschuldigte ihn der Misswirtschaft / wegen der Misswirtschaft.

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Seit jeher nahm man an, dass der von Verben, die eine Reaktion bezeichnen, regierte Akkusativ oder Genitiv einen Grund ausdrückt. Bezieht man diese Verben jedoch in eine umfassendere Gruppe von Zustandsverben ein, ist diese Bedeutung nicht offensichtlich. Vgl.:

Denk nur – er hat sich vor einem Wolf gefürchtet (MIKUL). Wenn Spinas krank ist und ich ihn pflegen will, fürchte ich mich vielleicht um ihn und nicht um mein eigenes Schicksal! (MART MD 77). Sie strahlte einen gewissen Zauber aus.

In diesen Sätzen neigen heutige Forscher dazu, bereits eine kontentive semantische Funktion zu erkennen. Die semantische Funktion des KONTENTIVS wird durch Verben des Sprechens klar angezeigt, z. B.:

Mit keinem Wort erwähnte er dieses Ereignis (KONDR AŽL 105). Über solche Leute pflegte Ferdinand zu schwadronieren, der die Glücklichen um ihren Ruhm und ihre Honorare beneidete (SLUCK R IV 466). Sag doch wenigstens ein kurzes Wörtchen.

Das Kontentiv wird nicht nur durch den Akkusativ, sondern auch durch den Akkusativ mit Präpositionen, den Nominativ, den Genitiv und verschiedenste textuelle Ausdrucksmittel realisiert. Z. B.:

„Magd oder Königin?“ – so fragten die Schöpfer eines litauischen Dokumentarfilms einst offen, wenn sie über Mathematik sprachen (SP). Über ein Orchester aus den verschiedensten universellen Klängen sprach der französische Dichter Paul Valéry (SP). Er erzählte alles ganz aufrichtig (AVYŽ STM 497). Doch wem es vergönnt war, in den Hochgebirgen das Drama von Siegen und Niederlagen zu erleben, dem erschließt dieses Buch seinen von Bedeutungs- und Sinneswendungen durchzogenen Inhalt (SP). Nur wenn man fest auf dem Boden steht, kann man in die tiefsten Schichten der Wirklichkeit eindringen und durch die sichtbare Wirklichkeit hindurch die unsichtbare erblicken (IR 36). Und wenn du zu ihrem Hof kommst, schau nicht nach allen Seiten, sondern sag zuerst guten Morgen (BALČ).

Die semantische Funktion des Kontentivs ist bei Verben des Sprechens klarer bestimmt als bei anderen Verben mit Handlungsbedeutung. Dies ist auf eine in vielen Sprachen der Welt beobachtbare Tendenz zurückzuführen, das Handlungsobjekt mit seinem Inhalt gleichzusetzen, vgl.: Ich trank zwei Gläser. Verben des Sprechens signalisieren und interpretieren bereits durch ihre lexikalische Bedeutung eine mit Inhalt verbundene Tätigkeit; deshalb kann man sie als die besten Repräsentanten der semantischen Funktion des Kontentivs betrachten. Z. B.:

Im Bus unterhalten sich die Leute vergnügt über Winterfröste und Eisfischen (BUBN NRŽ 283). Ich spreche von der Vergangenheit, ich spreche von der Zukunft, ich spreche, wovon niemand sprechen oder was niemand wiederholen wird – so sprach die alte Eiche (DOV NK 35). Was für einen Unsinn sie redete (BUBN NRŽ 185). Über kleinere Unglücksfälle aus der Zeit des Buchschmuggels schreibe ich nicht (JOV). Und wenn diese dorischen Säulen einstürzen [...], werden sie sogar mit ihrem Staub von der Unsterblichkeit der menschlichen Existenz zeugen (SIR GIR K 261).

Die semantische Funktion des Kontentivs wird auch von anderen Verben mit Handlungsbedeutung impliziert, wenngleich einzuräumen ist, dass sich die Bedeutung des Kontentivs gewöhnlich nur schwer von den Bedeutungen des Patiens, des Resultats, des Finitivs und des Aspekts abgrenzen lässt. Z. B.:

Du trippeltest und pustetest Bälle warmen Dufts (BUBN NRŽ 188). Diesen Wind „bläst“ nicht die Sonne selbst, sondern ihre Korona – eine silbrige Plasmasphäre (SP). Ich fahre aus Skauduva fort, sagte sie leise,

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atmete einfach diese Worte seufzend (BUBN K 262). Wohl kann Stille, nicht Worte, die Bedrohung am besten zum Ausdruck bringen (SIR GIR K 206). Sie lachen oder keuchen und bringen dabei heuchlerisches Mitgefühl und Mitleid zum Ausdruck (RADZ PV II 433). Da sich die Frage nach der von Tacitus erwähnten Göttin nicht endgültig entscheiden lässt, möchte man einige Überlegungen äußern (SP). Ach, wie meisterhaft beherrschte mein erster Lehrer all das! (SP). Die Studenten scherzten und trieben Späße (SIR GIR K 126). Während er sich Jupiter nähert (=im Sinkflug), wird die Raumsonde Daten über die chemische Zusammensetzung seiner Atmosphäre übermitteln (=übertragen) (SP).

Die semantische Funktion des Kontentivs wird auch durch Verben der Wahrnehmung vorgesehen, obwohl sie in den Sätzen schwerer von den Funktionen des Finitivs und des Kausativs abzugrenzen ist, z. B.:

Ich betrachtete die an der Wand aufgehängten Fotografien (SIR GIR K 173). Ich hörte der Geschichte zu, die sich vor nicht allzu langer Zeit abgespielt hatte (SIR GIR K 180). Man möchte seinen Augen nicht trauen, wenn man eine entsprechende italienische Variante sieht (SP). Ich beobachtete die vorbeiziehenden Landschaftsbilder Norddeutschlands (SIR GIR K 116). Woher soll man wissen, wann einen einen berühmten Bekannten welche Laune überkommt, deshalb muss man ihn in allen möglichen Situationen erproben (ANDR T 88).

Hier besteht ein Unterschied zwischen den Verbpaaren schauen – sehen, zuhören – hören, denn die ersteren bezeichnen willentliche, die letzteren unwillkürliche Handlungen, vgl.:

Kein Wunder, dass die Arbeiter dich schief ansehen, als wärst du fremd (JOS UD 21). Sie schauen, aber sehen nichts. Das höre ich zum ersten Mal. Hör einmal, was der alte Mann sagt.

Verben, die willentliche Handlungen bezeichnen, implizieren die semantische Funktion des Kontentivs, die sich schwerer vom Finitiv abgrenzen lässt. Verben hingegen, die unwillkürliche Handlungen bezeichnen, setzen eine semantische Funktion des Kontentivs mit einem gewissen kausativen Beiklang voraus. Z. B.:

Ich brach mir / mir brach der Arm. Er brach sich / ihm brach der Nacken. Mit lauten, ungeduldigen Schritten klackerten die Absätze davon.

Der Satz Das Kind verstauchte sich das Bein gilt im Allgemeinen als typisches Beispiel für eine realisierte semantische Funktion des Kontentivs (Sližienė 1994: 22). Der kausative Beiklang ist in Sätzen mit Wahrnehmungsverben deutlicher greifbar, z. B.:

Rūta roch den sanften Duft der Blätter und hörte, wie die spröden Stängel bei Berührung raschelnd schwankten (BALT R Š 297). Er schaffte es, mir einen Kuss auf die Hand zu geben, und auf ihr spürte ich noch immer die Berührung trockener Lippen (MART MD 79). Ich sah Schnee, viel Schnee. Der Alte ging in den Wald, um Holz zu holen, und entdeckte ein Nest im Baum (ŠŽ 26). Du siehst ihn um dich herum ausgebreitet wie ein dunkles Kopftuch einer Bäuerin. Am Abend zog ein Orkan auf, und wir beide hörten die Glocken läuten (SIR GIR K 25).

In semantischen Untersuchungen wurde schon lange festgestellt, dass der von Wahrnehmungsverben vorausgesetzte Kontentiv tatsächlich die Ursache einer Handlung ist, das heißt die Ursache, die eine Reaktion des Wahrnehmenden auslöst. Gegenwärtige Forscher neigen dazu, in solchen Sätzen die semantische Funktion des Kontentivs zu erkennen—

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die Funktion, offenbar aufgrund der Analogie zu der besonders stark angewachsenen Gruppe von Verben, die unterschiedliche intellektuelle Tätigkeiten bezeichnen.

In Sätzen mit Verben, die unterschiedliche intellektuelle Tätigkeiten bezeichnen, setzen die Verben die semantische Funktion des Kontentyvs voraus, vgl.:

Aš, eidamas čionai, daug ką pergalvojau (Jos UD 307). Ir pagaliau nebegali prisiminti ne tik jų išvaizdos, bet ir pavardės (SIR GIR K 206). Okeaniniame laivyne nespręsi mokslinių problemų (SIR GIR K 46). Fizikai sėkmingai sprendžia lazerių fizikos ir technologijos problemas. Biologų interesai platūs, gal tyrinėja gyvybę amžino pašalo sluoksniuose (SIR GIR K 328). Atsakyk į klausimą: kuo tu siūlai abejoti? (BUBN K 179). Jau nesistebėjom žydinčiais medžiais (SIR GIR K 227). Aš tada nesvaigau tais dalykais. O kaip tomis valandomis joms pavydėjo namų, kuriuose kažkas laukia... (SP).

In den Sätzen wird der Kontentyv durch den Akkusativ, den Instrumental oder den Genitiv mit der Präposition wegen realisiert. Üblich sind Fälle mit tautologischem Akkusativ und Instrumental, die in der beschriebenen Situation keinem Referenten entsprechen und bei denen die Verbbedeutung für sich genommen ein globales Bild der Handlung vermittelt (Sližienė 1994: 34). Z. B.:

Menschen, Vögel, Sonne und Käfer gehen ihrer Arbeit nach (ANDRIUS T 25). Er machte ein paar schnelle Schritte und schwankte dann (BUBN K 186). Wir weinten diese Klagen (LKŽXVIII 756).

Solche Wortverbindungen werden auch verwendet, um bestimmte Merkmale von Handlungen und Prozessen zu beschreiben, z. B.:

Das Theater lebte wieder sein gewohntes Leben (SP). Wenn ein Mensch ein einfaches, keineswegs heldenhaftes Leben lebt (IR 505). Dieser Kampf und diese Wahrheit, nach denen wir leben (IR 126). Das Gewissen dieses Menschen plagt ihn nicht wegen des Lebens, das seine Kinder führen (SP).

Tautologische Wortverbindungen mit Akkusativ und Instrumental haben häufig expressive und stilistische Konnotationen. Z. B.:

Fast alle schwiegen, und fast jeder brütete vor sich hin (MIKEL PK 247). Wie habe ich gelebt und was für Mühsal habe ich erduldet (MAC). Ich hielt ein Nickerchen (FLK). Ich habe alle Liedchen ausgesungen (FLK).

Viele Verben mit Handlungsbedeutung setzen die semantische Funktion des INSTRUMENTS voraus, z. B.:

Ich bearbeite das Beet mit einer Schaufel. Wieder läuten sie die Glocken.

Dies sind Fälle der sogenannten schwachen Rektion, gehören jedoch zur Sphäre der Objektbeziehungen. Auch Verben, die Handlungen bezeichnen, welche mit Körperteilen ausgeführt werden und Gesten ähneln, die bestimmte Zustände signalisieren, setzen die semantische Funktion des Instruments voraus (mit dem Kopf nicken / den Kopf neigen; mit den Händen winken / die Hände schwenken; mit den Beinen strampeln / die Beine bewegen usw.). Vgl.:

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Und wieder verstummte er; er hörte nur zu und nickte manchmal sogar widerwillig mit dem Kopf. Wahrscheinlich nickte jemand anderes seinen Kopf (MIKEL LL 385). Dann ruckte er plötzlich mit dem Kopf und schob das schwere Tintenfass aus Marmor beiseite (MIKEL PK 193). Die Futterkuh schnaubt zufrieden, seufzt tief und bewegt den Schwanz wie ein fauler Hund, dann schüttelt sie den Kopf (MIKEL LL 394). „Warum schwenkst du den Kopf so wie eine Stute, Großmütterchen?“ fragte er [das Kind] eines Tages, unfähig, sich zurückzuhalten (MIKEL PK 191).

Die Variabilität von Akkusativ und Instrumental ermöglicht es, die semantischen Nuancen der Zielgerichtetheit einer Handlung (Akkusativ) und ihrer Unwillkürlichkeit (Instrumental) auszudrücken. Wenn die semantische Funktion des Instruments typisch für Substantive ist, die Körperteile des Menschen bezeichnen, kann diese Funktion sowohl als Patient (wenn sie durch den Akkusativ realisiert wird) als auch als Instrument (wenn sie durch den Instrumental realisiert wird) beschrieben werden (vgl. Sližienė 1994: 396–397):

„Wie der Wind ein Blatt vom Baum gerissen“, nickte Vizgirdienė mit dem Kopf (RADZ PV, 76). Jede wollte ihm über die Haare streichen, und die, die sich abwandten, tuschelten irgendetwas und nickten dabei mit den Köpfen (BUBN NRŽ 266).

Verben der Handlung und des Zustands, die Wunsch, Streben, Suchen usw. bezeichnen, setzen häufig die semantische Funktion des FINITIVS voraus, z. B.:

In diesem Labyrinth aus Köpfen suchte ich ein Haus (SIR GIR K 93). Sie griff nach einem Kompottglas (BUBN K 115). Später sehnte ich mich nach dieser Musik (SIR GIR K 211). Du spürst, dass die denkende junge Generation sich in der Literatur nach einer komplexen, ungeschönten Wahrheit sehnt, die sie aktiviert und erzieht (IR 491).

Auch bei Verben der Bewegung und der intellektuellen Tätigkeit wird die semantische Funktion des Finitivs vorausgesetzt, z. B.:

Selbst Fuchs und Marder halten sich von den Nerzen fern (SP). Oder ist dein Gewissen nicht ganz rein, dass du den Paten meidest? (MIKEL LL 378). Anfangs sträubte ich mich gegen diese Pflichten (IR 54). Wann werde ich endlich diese zufällig kennengelernten Menschen los? (SIR GIR K 329). Solche Werke finden größere Resonanz (IR 257).

Die semantische Funktion des Finitivs wird in Sätzen meist durch den Genitiv, seltener durch den Akkusativ oder den Instrumental realisiert. In solchen Sätzen ist auch der Genitiv des Ziels mit einem Infinitiv üblich, z. B.:

Du schwanktest noch und sprangst ans andere Ufer, um Feuersteine zu sammeln (KUNČ MMP 95). Das Mädchen vergisst alles und drängt den Großvater, sich den Zug schneller anzusehen (BUBN NRŽ 283).

Verben der Handlung können auch die semantische Funktion des KONTRAGENTEN voraussetzen, z. B.:

Gruppe I tritt gegen Gruppe II an. Die Jungen rangen mit den Dieben.

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In den Sätzen entspricht dem Kontragens am häufigsten der Instrumental mit der Präposition su, der Akkusativ mit der Präposition prieš oder der Dativ.

Man kann auch die semantische Funktion des KOMPOSITIVS unterscheiden, die durch Verben des Herstellens vorgegeben wird, welche aus etwas gewinnbare Handlungen bezeichnen, z. B.: (su)daryti, (su)laužti, (su)megzti, (su)nerti, (su)pinti, (su)sintetinti (iš ko?). Z. B.:

Ich habe einen Teppich aus Baumwoll- und Seidenfäden gewebt. Sie flechtet einen Korb aus Weidenruten (DLKŽ 557). Ich habe Handschuhe aus Resten gehäkelt. Aus Rapsöl und Spiritus synthetisierte man Ethanol.

Diese semantische Funktion lässt sich jedoch auch einer wesentlich weiter gefassten Quellfunktion zuordnen, vgl.: Sie erhielten einen Kredit von der Bank; erbat vom Onkel ein Pferd; übermittle ihm unsere Grüße; von seinem Gehalt wird die Einkommensteuer abgezogen (Sl žienė 1994: 22).

Verben geistiger Tätigkeit setzen die semantische Funktion des KOMPARATIVS voraus. Andere Forschende bezeichnen diese Funktion auch als semantische Funktion des Aspekts (Jakaitienė 1988: 63). Es handelt sich um die Funktion des Vergleichsmaßstabs bzw. des Vergleichsbezugs. Z. B.:

Ihre Mundart unterscheidet sich von unserer Mundart. Denn er trennt Spreu vom Weizen. Die Tochter ähnelte ihrer Mutter. Der Geschenkehaufen verwandelte sich in eine Pyramide (SP). Der Trompeter M. Andare ähnelt einem Nationalhelden (SP). An Körpergröße übertraf er seine Mutter. Die weitere Unklarheit würde ihre Kräfte übersteigen (MIKEL LL 176).

In den Sätzen wird der Komparativ durch den Dativ, den Akkusativ, den Genitiv mit der Präposition nuo sowie den Instrumental mit der Präposition su realisiert.

Manche Verben mit Handlungsbedeutung setzen die semantische Funktion des BENEFIZIENTEN voraus. Der Benefizient wird meist durch den Dativ ausgedrückt, z. B.:

Man hat mir einen Kugelschreiber geschenkt. Er wird mich begleiten.

Wenn die semantische Funktion des Benefizienten durch Verben mit Zustandsbedeutung impliziert wird, wird der Benefizient meist durch den Akkusativ oder den partitiven Genitiv, gelegentlich auch durch den Dativ realisiert. In diesen Fällen ist die von den Verben vorausgesetzte semantische Funktion schwieriger zu definieren; andere Forschende bezeichnen sie auch als eigenständige semantische Funktion des Possessors (Jakaitienė 1988: 63). Z. B.:

Dort hatten wir Plätze (SIR GIR K 44). Wir haben ein Haus. Ich habe keine Zeit. Es mangelt uns an prägnanteren Verallgemeinerungen (IR 289). Ich werde alle Fragen beantworten, wenn mein Wissen ausreicht. Das Manuskript wird für die weitere Forschung nützlich sein.

Verben mit Handlungs- und Zustandsbedeutung setzen auch die semantische Funktion des PERZIPIENTEN voraus. Vgl.:

Erschrecke das Pferd nicht, sonst wirst du es nachher nicht einfangen. Die lange Reise machte ihnen keine Angst. Der Kummer schnürte ihm die Kehle zu (SP).

Der Perzipient wird gewöhnlich durch den Akkusativ realisiert. Verben, die die semantische Funktion des Perzipienten implizieren, sind gewöhnlich kausativ, z. B.: reizen, erschrecken, ärgern, Angst machen,

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betrüben, verwirren, aufhetzen, fluchen, schmähen, reizen, irreführen, ausbilden, traurig machen, lehren, verspotten, erzürnen, beruhigen, verletzen, berauschen, verderben, scheuchen, treiben, fächeln, zum Weinen bringen, erniedrigen, zum Schreien bringen usw. Z. B.:

Diese Worte rührten sie. Ein solches Misstrauen macht ihn wütend. Den unvorbereiteten Leser verwirren zunächst nur die abrupten Übergänge, die Sprünge von einem Thema zum anderen (SP).

Bewegungsverben, seltener Verben mit Handlungsbedeutung, setzen die semantische Funktion des DIREKTIVS voraus. Z. B.:

Sie durchquerten den stürmischen Nordatlantik (SIR Gir K 153). Er folgte ihr dichtauf von Zimmer zu Zimmer, bis er alle Räume durchquert hatte (AVYŽ STM 500). Der Sammler von Volksschöpfungen durchstreifte alle Winkel. Er stand stets als Erster auf und ging, sich räuspernd, [...] um das ganze Gehöft herum (MIKEL LL 185). Ich habe einen beträchtlichen Teil unseres interessanten Jahrhunderts durchlebt (IR 141).

In Sätzen wird der Direktiv meist durch den Genitiv mit den Präpositionen iš, nuo (Ausgangspunkt); durch Adverbien und den Genitiv mit den Präpositionen ant, iki, ligi, prie, už sowie den Akkusativ mit den Präpositionen į, pas und den Instrumental mit der Präposition po (Endpunkt); durch den Instrumental und den Akkusativ mit den Präpositionen per, pro, apie, aplink, po (Weg) realisiert.

Verben mit Handlungsbedeutung, seltener Zustandsverben, setzen auch die semantische Funktion des QUANTITATIVS voraus. Z. B.:

Wir zahlten zehn Litas. Ich gab hundert Litas aus. Der Preis wurde um zwanzig Prozent herabgesetzt.

In Sätzen entspricht dem Quantitativ meist der Akkusativ sowie der Akkusativ mit Präposition. Einige Handlungsverben implizieren die semantische Funktion des MODUS, die bisweilen auch Qualitativ genannt wird (Jakaitienė 1988: 63). Z. B.:

Das Haus wurde gelb gestrichen. Die Studentin beschrieb den Ablauf des Experiments ausführlich. Die Arbeitsergebnisse wurden positiv bewertet. Den Herannahenden gestaltete er stilvoll.

Der Modus wird in Sätzen meist durch Adverbien realisiert. Erwähnenswert ist außerdem die KOMITATIV-Funktion, die von Verben mit reziproker Handlungsbedeutung impliziert wird, z. B.:

Er brachte Vater und Mutter gegeneinander auf. Sie stellten einander gegenüber. Er teilte das Land zwischen dem Bruder und der Schwester auf. Er verteilte den Besitz unter allen Kindern und Enkelkindern neu.

In Sätzen entspricht dieser Funktion meist eine Konstruktion mit der Präposition su und dem Instrumental oder eine Konstruktion mit der Präposition prieš und dem Akkusativ. Verben der Bedeutungsbereiche Entlohnung, Kauf und Verhandlung setzen die semantische Funktion des RETRIBUTIVS voraus, vgl.:

Für den Einkauf zahlten wir bar. Ich kaufte Ziegel für zweitausend. Ich arbeitete die Schuld ab.

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In den Sätzen wird diese Funktion durch den Instrumental, die Präposition *už* mit dem Akkusativ sowie die Präposition *iš* mit dem Genitiv realisiert.

Auch die semantische Funktion des ONOMATIVS sollte unterschieden werden, obwohl in der litauischen Sprachwissenschaft bislang nicht über sie gesprochen wurde. Vgl.:

Wäre [Palangos Juzė] unter uns – wie würde er diese Kleidungsstücke nennen? Mäntel, Halbmäntel, Jacken? (SP).

Diese semantische Funktion wird von Verben intellektueller Tätigkeit benennen, nennen sowie von Verben des Zustandswechsels werden, ersetzen [ein Gegenstand wird benannt], vertreten vorausgesetzt. In den Sätzen wird der Onomativ meist durch den Instrumental, seltener durch den Nominativ, den Akkusativ oder Adverbien ausgedrückt. Bislang wurde die semantische Funktion des Onomativs als Teil der umfassenderen semantischen Funktion des Kontentyvs verstanden, z. B.: Diesen Baum nennt man eine Eiche (vgl. Šlizienė 1994: 22). Semantische Funktionen mit größerem Umfang spiegeln die möglichen Grenzen der Verallgemeinerung sprachlicher Fakten wider; engere und konkretere semantische Funktionen hingegen, die von kleineren und stärker zusammengehörigen Verbgruppen vorausgesetzt werden, stehen der sprachlichen Alltagswirklichkeit näher, sind leichter verständlich und voneinander abzugrenzen. Z. B.:

Im Dorf nannten die Frauen ihn schon von klein auf ein armes Würstchen (BUBN NRŽ 266). Die Leute nennen ihn einen Weisen. Dovydas wurde in Amerika David genannt. Die Bewohner des Grenzgebiets nennen die Žemaiten, die von der anderen Seite kommen, „Freunde“ (I. SIMON). Sie benannten diese Reliktpflanzen. Solange man etwas nicht ausdrücklich benennt, hört es nicht (DLKŽ 264).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei objektiven Verben in prädikativer Funktion die Hyperfunktion des Objekts die semantischen Funktionen des Patienten, des Resultats, des Kontentyvs, des Benefizienten, des Perzipienten, des Kontragents, des Instruments, des Kausativs, des Finitivs, des Komparativs, des Direktivs, des Modus und der Quelle (Kompositivs) umfasst, die von Verben bestimmter lexikalisch-semantischer Gruppen vorausgesetzt werden.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

1. Die Hyperfunktion des Subjekts umfasst die semantischen Funktionen des Agens₁, des Agens₂ und des Instruments, wenn handlungsbezogene subjektive Verben als Prädikate fungieren. Wenn Verben statischer Zustände als Prädikate fungieren, umfasst die Hyperfunktion des Subjekts die semantischen Funktionen des Patienten und des Perzipienten; wenn Verben veränderlicher Zustände als Prädikate fungieren, umfasst sie die Funktionen des Patienten, des Resultats und des Kontentyvs. Zur Sphäre der Hyperfunktion des Subjekts gehört außerdem die semantische Funktion des Benefizienten, die von subjektiven Zustandsverben vorausgesetzt wird.

2. Die Hyperfunktion des Objekts umfasst, wenn objektive Verben als Prädikate fungieren, die semantischen Funktionen des Patienten, des Resultats, des Kontentyvs, des Kontragents, des Benefizienten, des Instruments, des Finitivs, des Komparativs, des Direktivs, der Quelle (Kompositivs), des Modus, des Motivs und des Komitativs. Fungieren objektive Zustandsverben als Prädikate, werden Perzipient und Kausativ in die Reichweite der Hyperfunktion des Objekts einbezogen; fungieren Verben veränderlicher Zustände als Prädikate, sind es die semantischen Funktionen des Kontentyvs und des Resultats.

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3. In der Gruppe der subjektiven Verben weisen Zustandsprädikate mehr semantische Funktionen auf, während es in der Gruppe der objektiven Verben Handlungsprädikate sind. Sowohl subjektive als auch objektive Verben setzen die semantischen Funktionen Agens, Patiens, Perzipient, Resultat, Kontentiv, Benefizient, Quelle (Kompositiv), Instrument, Modus, Motiv, Komitativ und Kontragens voraus. Darüber hinaus können nur objektive Verben die semantischen Funktionen Kausator und Finitiv voraussetzen. Es gibt keine semantischen Funktionen, die nur subjektive Verben implizieren könnten, nicht aber objektive. Offenbar werden objektive Verben deshalb wesentlich häufiger in subjektiver Bedeutung verwendet als subjektive in objektiver.

4. Unterschiedliche semantische Funktionen setzen Verben aus unterschiedlichen lexikalisch-semantischen Gruppen voraus, sowohl subjektive als auch objektive. Je enger die lexikalisch-semantische Gruppe ist, die Verben bilden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dieselben semantischen Funktionen implizieren. Die engsten lexikalisch-semantischen Gruppen bilden Synonyme; auch sie setzen am häufigsten dieselben semantischen Funktionen voraus.

5. Das Inventar sowohl der lexikalisch-semantischen Gruppen als auch der semantischen Funktionen ist nicht strikt festgelegt und endgültig. Sowohl lexikalisch-semantische Gruppen als auch semantische Funktionen können enger oder weiter gefasst werden, je nachdem, welcher Aspekt dem Forschenden wichtiger erscheint. Es ist wichtig, auch einzelne Verben daraufhin zu untersuchen, welche semantischen Funktionen sie voraussetzen – insbesondere, weil die Bedeutung jedes Verbs Komponenten enthält, die nur mit dem Prozess zusammenhängen, den das Verb bezeichnet.

SCHEMA 1. SEMANTISCHE FUNKTIONEN SUBJEKTIVER UND OBJEKTIVER VERBEN

SUBJEKTINIAI IR OBJEKTINIAI VEIKSMAŽODŽIAI

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6. Die Untersuchung, welche semantischen Funktionen bestimmte lexikalisch-semantische Gruppen und einzelne Verben voraussetzen, kann genauer bestimmen helfen, was in der Sprache unausgesprochen bleibt und was die Präsupposition eines Satzes ausmacht. Eine solche Perspektive würde nicht nur die Erkenntnis der Sprache vertiefen, sondern auch die Voraussetzungen für die am stärksten formalisierte – computergestützte – Sprachbeschreibung schaffen.

ABKÜRZUNGEN

ANDR T – Pulgis Andriušis, Tipelis, Vilnius: Vyturys, 1991.

AVYŽ STM – Jonas Avyžius, Sodybų tuštėjimo metas, Vilnius: Vaga, 1973.

BALČ – Juozas Balčikonis.

BALTR ŠG – Aleksas Baltrūnas, Šviesos gimimas, Vilnius: Vaga, 1985.

BUBN K – Vytautas Bubnys, Kvietimas, Vilnius: Vaga, 1983.

BUBN NRŽ – Vytautas Bubnys, Nesėtų rugių žydėjimas, Vilnius: Vaga, 1984.

DLKŽ – Wörterbuch der litauischen Gegenwartssprache, hrsg. von S. Keinys, Vilnius: Verlag für Wissenschaft und Enzyklopädien, 1993.

DOVYD NK – Liudas Dovydėnas, Naktys Karališkiuose, Vilnius: Vyturys, 1992.

FLK – Folklore.

GRAN – Romualdas Granauskas.

IR – Interviu su rašytojais, Vilnius: Vaga, 1980.

JOS UD – Jokūbas Josadė, Užupio drama, Vilnius: Vaga, 1981.

JOV – Jovaras.

JUŠK – Jonas Juškaitis.

KAT ŽŽ – Viktoras Katilius, Židiniai ir žmonės, Vilnius: Vaga, 1997.

KONDR AŽL – Saulius Tomas Kondrotas, Und bewölkt blicken sie durchs Fenster, 1, 2, Vilnius: Vaga, 1985.

KUNČ MMP – Jurgis Kunčinas, Minnesänger in Maxmänteln, Vilnius: Verlag des Litauischen Schriftstellerverbands, 1996.

LKŽ – Wörterbuch der litauischen Sprache.

MAC – Vincas Maciūnas.

MART MD – Vytautas Martinkus, Medžioklė draustinyje, Vilnius: Vaga, 1983.

MIKEL LL – Jonas Mikelinskas, Kur lygiūs laukai, Vilnius: Vaga, 1987.

MIKEL PK – Jonas Mikelinskas, Die letzte Karte, Vilnius: Verlag des Litauischen Schriftstellerverbands, 1993.

MIKUL – Ema Mikulėnaitė.

MYK PUT – Vincas Mykolaitis-Putinas.

PP – Sprichwörter und Redensarten, Vilnius: Staatlicher Verlag für schöngeistige Literatur, 1958.

RADZ PV₁, ₂ – Bronius Radzevičius, Vorabendstraßen, 1, 2, Vilnius: Vaga, 1985.

RAŠČ – Pranas Raščius.

RIMK – Vytautas Rimkevičius.

SIMON – Ieva Simonaitytė.

SIR GIR K – Vytautas Sirijos Gira, Kanarėlės, Vilnius: Vaga, 1983.

SLUCK R – Mykolas Sluckis, Schriften, 4, Vilnius: Vaga, 1989.

SP – Presse.

STAN – Simonas Stanevičius.

ŠŽ – Stebuklingas žodis. Lietuvių liaudies pasakos, Kaunas: Šviesa, 1985.

ŠNEK – Umgangssprache.

ŽIL – Vytautė Žilinskaitė.

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STASE KRINICKAITĖ

Weitere Abkürzungen wie im Wörterbuch der litauischen Sprache.

LITERATŪRA

AMBRAZAS, V. 1986: Lietuvių kalbos sakinio sintaksinės ir semantinės struktūros vienetai. Lietuvių kalbotyros klausimai 25, 4–44.

AMBRAZAS, V., red. 1997: Lithuanian Grammar, Vilnius: Baltos lankos.

BECK, D. 2000: Semantic agents, syntactic subjects and discourse topics: how to locate Lushootseed sentences in space and time. Studies in Language 24(2), 277–317.

HOLVOET, A. 1991: Transitivity and clause structure in Polish. A study in case marking, Warszawa: Slawistyczny Ośrodek Wydawniczy.

JAKAITIENĖ, E. 1988: Leksinė semantika, Vilnius: Mokslas.

KRINICKAITĖ, S. 1989: Lietuvių kalbos pirminiai veiksmažodžiai tranzityvumo atžvilgiu (bendraties homoformos). Lietuvių kalbotyros klausimai 28, 167–178.

KRINICKAITĖ, S. 1997: Lietuvių kalbos veiksmažodžių tranzityvumas leksiniu ir semantiniu požiūriu. Lituanistica 4(32), 39–45.

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ROSEN, S. Th. 1996: Events and verb classification. Linguistics 34(2), 191–233.

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STEPANOV, JU. S. 1997: Константы. Словарь русской культуры. Опыт исследования, Москва: Школа “Языки русской культуры”.

UFIMCEVA, A. A. 1980: Семантика слова. Аспекты семантических исследований. Москва: Наука, 5–80.

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Stasė Krinickaitė Lietuvių kalbos institutas Antakalnio g. 6, 2055 Vilnius, Lietuva [email protected]. lt

Gauta 2001 05 25

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