9s aipsniai / a icles
aine ecke
wissenscha liche o schungs ich ungen: bal o-slawis ik,
bal is ik, slawis ik, his o ische Mo phologie des bal ischen und sla-
wischen, e ymologie, Ph aseologie de bal ischen und slawischen
sp achen, Lexikologie, sp ache de bal ischen und slawischen olk-
lo e, geschich e de bal is ik und slawis ik.
Zu Ph aseoLogie
in de bibeL des
johann b e ke
dėl jono b e kūno biblijos azeologijos
anMe kung
die olls ändige Übe se zung de bibel ins Li auische ende des 16. jh. on johann b e ke
beinhal e eine Vielzahl komplexe elemen e (idiome, Ph aseme). die biblischen Ph aseolo-
gismen be e end is es wich ig zwischen zwei ka ego ien zu un e scheiden: 1) elemen e, die
au biblische idiome zu ückgehen; 2) elemen e, die au bes imm e si ua ionen zu ückgehen.
ha ald bu ge besch ieb in seinem handbuch de Ph aseologie eine e izien e Me hode
idioma ische ausd ücke in al en Übe se zungen zu e uie en. un e ande em zeig e e eine a
de Äqui alenz idioma ischen geb auchs au : „ausgangssp ache: ein wo – Zielsp ache: ein
Ph asem“. so kann in Lu he s bibelübe se zung ein einzelnes wo eine p äposi ionalen Ph a-
se in b e kes Übe se zung en sp echen. e ne a iie en Ph aseologismen und e en o in
e schiedenen o men au . Zule z we den beispiele on Ph aseologismen mi sa z unk ionen,
wie z. b. g uß o meln, e wähn .
anno a ion
he i s comple e ansla ion o he bible in o Li huanian om he end o he 16 h cen-
u y by johann b e ke con ains many complexe uni s (idioms, p o e bs e c.). ega ding biblical
ph aseological uni s i is impo an o dis inguish be ween wo ca ego ies: 1) uni s, which go
schLÜsseLwö e : Ph aseologismus, Ph asem, Ph aseo ex em, Ph asem a ian e, Übe se -
zungsen lehnung (kalkie ung), Ph aseoschema a, igu a e ymologica,
ph aseologische biblizismen (biblische Ph aseologismen).
keywo ds: ph aseologism, ph aseme, ph aseological ex eme, ph aseological a ian ,
ansla ion, ph aseological scheme, igu a e ymologica, biblical ph a-
seologisms.
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aine ecke
ac a Linguis ica Li huanica LXIV–LXV
back o biblical idioms; 2) uni s, which go back o ce ain si ua ions. one o he e icien me h-
ods o in es iga e idioma ic exp essions in ancien ansla ions is desc ibed by ha ald bu ge in
his handbook o Ph aseology. among o he hings, he poin ed ou he ollowing ype o equi -
alence o idioma ic usages: “sou ce language: a wo d – a ge language: a ph ase”. in Lu he ’s
ansla ion o he bible a single wo d can co espond o a p eposi ional ph ase in he ansla ion
o b e ke. Ph aseological uni s o en occu in di e en a ian s. inally, i men ioned examples
o ph aseological uni s wi h he unc ion o sen ences like he g ee ing o mula.
einLei endes
Zu beg ündung des hemas sei olgendes ange üh : ich un e nehme den
Ve such, übe die Ph aseologie in de e s en gesam übe agung de bibel ins
Li auische du ch johann b e ke aus üh ungen zu machen, da ex e nich nu aus
„ eien sä zen“ und diese nich nu aus meh ode minde „ eien wo ügungen“
bes ehen, sonde n auch aus spezi ischen (s e eo ypen) sä zen und aus spezi ischen
wo ügungen ( es en, idioma ischen). die kombina o ik, dank de sä ze und
ex e, besch änk sich demnach nich au die Ve knüp ung elemen a e (minima-
le ) einhei en, sonde n schließ auch ganze blöcke (nich minimale) einhei en ein,
die als solche unmi elba am au bau on sä zen und ex en be eilig sind. das
gil auch ü den ex de bibel.
in diesem Zusammenhang sind eine eihe on selbs e lexionen in de bibel
on besonde em in e esse. Man denke nu an Zi ie ungen wie gemeine Rede ode
Sp ichwo in de Lu he bibel, die johann b e ke mi kalbeſis ( esp. kalbeſys) bzw.
paſaka und p ikalbeſys übe agen ha , gl.:
(1) I anis ieme pinigus, i da e, kaip buwo pamoki i. Schi ai ſ oios paſpali was kalbeſis a p
Sʒidụ [iſcheio a paſaka a p Sʒidụ] ik ſchei dienai – Vnd ſie namen das geld, nd he en
wie ſie gele e wa en. Solchs iſ eine gemeine ede wo den bey den Jden, bis au den heu-
ig ag – A illi, accep a pecunia, ece un , sicu e an doc i. E di ulga um es e bum is ud
apud Judaeos usque in hodie num diem (M XXViii 15) ode
(2) Bila iam io Apaſch alai, Schi ai a wi ai kalbi, i ne kalbi ne wieno p ikalbeſio – SP echen
ʒu jm ſeine Jnge , Sihe, nu edeſ u ey he aus, nd ſageſ kein Sp ichwo – Dicun dis-
cipuli eius: “Ecce nunc palam loque is, e p o e bium nullum dicis” (jh XVi 29). (hie
und im wei e en gebe ich die en sp echenden Zi a e aus de Vulga a nach nVbs).
es handel sich in den beispielen (1) und (2) – und wah scheinlich auch an-
de no s – wohl siche um ex s ellen mi einem übe agenen sinn. Sp ichwo
wi d hie in dem iel wei e en sinne on Gleichnis, Pa abel geb auch . eine ge-
wisse s abili ä und seman ische spezi ik e en jedoch au sie ebenso zu wie au
einhei en de Ph aseologie.
Zu Ph aseologie in de bibel des johann b e ke
11s aipsniai / a icles
an ielen s ellen we den in de sp ache de bibel, die eind inglich und an-
schaulich is , bilde benu z . bildha igkei , emo ionali ä und exp essi i ä abe
sind u eigene elde de Ph aseologie.
in de nachk iegszei ha sich die Ph aseologie zu eine eigens ändigen lingui-
s ischen disziplin en wickel , de en o schungse gebnisse jedoch in de sp achlichen
analyse und auch z. b. in de lexikog aphischen P axis noch ungenügend genu z
we den. das gil im besonde en hinsich lich äl e e ex e. es is auch kein Zu all,
dass sich die ph aseologische o schung nach den umwälzenden e eignissen in
den jah en 1989/1990 besonde s sak alen ex en wiede s ä ke zugewand ha .
so and 1996 im polnischen opole eine e s e kon e enz zum hema „Ph aseolo-
gie und eligion“ s a , de en Ma e ialien 1997 e schienen sind1. im Lau e des
ganzen le z en dezenniums kamen zahl eiche bei äge übe die Ph aseologie in
de bibel, übe biblizismen im Ph asembes and e schiedene sp achen u. dgl.
he aus, wenngleich gesag we den muss, dass diese hema ik auch die o sche in
den da o liegenden Zei äumen beschä ig ha .
diese a bei en haben imme deu liche we den lassen, dass die Ph aseologie
de einzelsp achen in bedeu endem Maße on de heiligen sch i beein luß
wo den is , wobei es hie zu einem in e essan en Zusammenwi ken on in e na-
ionalem und na ionalem in de en wicklung de Ph aseologie de einzelnen na-
ionalsp achen gekommen is .
schließlich is nach eine länge en Phase de ausa bei ung de synch onischen
Ph aseologie o schung diese du ch die diach onische (his o ische) Ph aseologie o -
schung zu komple ie en. au diesem gebie is schon einiges e eich wo den,
denken wi nu an die a bei en zu his o ischen Ph aseologie des deu schen on
ha ald bu ge ode an die Vo be ei ungen ü his o isch-e ymologische besch ei-
bungen de Ph asemik einzelne slawische sp achen du ch Vale ij Mokienko und
seine g uppe (Бирих, Мокиенко, Степанова 1998). die his o ische Ph aseologie
des bal ischen s eck noch in den an ängen. ich habe mich mi eine Monog a-
phie (ecke 1991) und eine eihe on a ikeln zu his o ischen Ph aseologie
des Li auischen, Le ischen und al p eußischen an diese jungen o schungs ich-
ung be eilig . in diesem kon ex nimm die un e suchung de Ph aseologie de
e s en Übe se zung de gesam bibel du ch johann b e ke ins Li auische eine
besonde e s ellung ein.
be o ich unmi elba zu bea bei ung des hemas übe gehe, is es e o delich
ku z einiges zu dem on mi e wende en Ph aseologie-beg i zu sagen, de in
eine Monog aphie aus üh liche da geleg is (ecke , gün he 1992). ich benu ze
als obe beg i Ph aseologismus (-men) ü sp achliche einhei en, die sich du ch
11 F azeologia a eligia . P oblemy azeologii eu opejskiej 2, pod ed. and zeja M. Lewickiego i wojciecha
chlebdy. wa szawa: ene geia, 1997.
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ac a Linguis ica Li huanica LXIV–LXV
olgende Me kmale auszeichnen: 1) du ch eine spezi ische seman ik, 2) du ch hy-
pe wo cha ak e (d. h. Ph aseologismen sind o mal gesehen g öße als wo o -
men) und 3) du ch ih e besonde e unk ion. was le z e e be i , so gliede n sie
sich in: 1) sa zgliedwe ige Ph aseologismen = Ph aseme und 2) sa zwe ige Ph a-
seologismen = Ph aseo ex eme.
Ph aseme zeichnen sich du ch e schiedene g ade on idioma izi ä aus, d. h.
ih e bedeu ung kann nich (ode zumindes nich ganz) aus de bedeu ung ih e
komponen en abgelei e we den. ih e gesam bedeu ung s eh neben de wo wö -
lichen bedeu ung, wobei le z e e nich ealisie wi d. en scheidend ü ih en
geb auch is die du ch Übe agung en s andene ph aseologische bedeu ung. die
Ph aseme we den im sa z mi wo o men e knüp und ungie en als sa zgliede .
hie au be uh ih e ein eilung in Ph asemklassen (in eine gewissen analogie zu
den wo a en). Ph aseme bauen zusammen mi wo o men und eien wo ü-
gungen sä ze au .
Ph aseo ex eme sind olls ändige aussagen. sie sind mi sä zen e knüp ba
(in zusammengese z en sä zen) und bauen mi den sä zen ex e au . hie he
zählen z. b. sp ichwö e (Pa ömien), apho ismen, g uß o meln e c. sie bezeich-
nen a bes ände und si ua ionen. ih e seman ik is im Ve gleich zu de de Ph a-
seme zweischich ig; denn sie bes eh aus: 1) de wö lichen bedeu ung (dahe
ih e Übe se zba kei in ande e sp achen) und 2) aus dem e allgemeine nden sinn,
de en scheidend is ü ih en geb auch.
die seman ik zemen ie in gewisse weise die Ph aseologismen - sie e langen
dadu ch einen hohen g ad an s abili ä . einzelne komponen en können ausgelas-
sen ode du ch ande e subs i uie we den, d. h. es komm zu Va ianz on Ph a-
semen und Ph aseo ex emen. auch das un e scheide sie deu lich on eien wo -
ügungen und „ eien sä zen“. bildlichkei , exp essi i ä , emo ionali ä und in-
ensi i ä spielen ü den be eich de Ph aseologie eine he o agende olle.
Vo angig we de ich mich im wei e en mi de Ph asemik be assen und nu am
schluß auch ganz knapp au die Ph aseo ex emik (und hie o allem au einige
sp ichwö e ) eingehen.
einige besonde hei en bei de
e o schung de Ph aseoLogie
de bibeL
1. es is g undsä zlich zwischen zwei ka ego ien on biblischen Ph aseologismen
zu un e scheiden: 1) Ph aseologismen, die di ek au sp achliche einhei en in de
bibel zu ückgehen (Vladimi gak nenn sie biblische Ph aseologismen mi Zi-
Zu Ph aseologie in de bibel des johann b e ke
13s aipsniai / a icles
a cha ak e (Гак 1996: 10)) und 2) Ph aseologismen, die keine di ek e Quelle in
o m eine sp achlichen einhei au weisen, sonde n eine bes imm e si ua ion
(begebenhei ) aus de heiligen sch i wide spiegeln (nach gak – si ua i e bibli-
sche Ph aseologismen).
es olgen zue s zwei beispiele (ein Ph asem und ein Ph aseo ex em) ü die
e s genann e ka ego ie:
(3) we kſmas i g ieſʒumas dan ụ – heulen nd ʒeenklappen (Lk Xiii 28). diesem Ph asem
en sp ich im mode nen Li auischen dan g iežmas ‘aimana imas’ (Lk Ž 60) und im
heu igen deu schen Heulen und Zähneklappe n ‘allgemeine angs und Ve zwei lung’
(Mdi 212);
(4) kạ aſchiau, a ai aſchiau – was ich geſch ieben hab, das hab ich geſch ieben (jh XiX 22).
Vgl. la . quod sc ipsi, sc ipsi. das Ph aseo ex em ha den sinn: „was ge an is , is
ge an und kann nich meh e ände we den“. es handel sich um den apho ismus,
de angeblich au den aussp uch on Pon ius Pila us zu ückgeh , als e sich weige e
die au sch i , die übe dem haup e ch is i am k euze angeb ach we den soll e, zu
ände n. Zu zwei en ka ego ie, den sogen. si ua i en biblischen Ph aseologismen, zähl
z. b. das olgende beispiel:
(5) mode nes li . a pi kmo ožỹs – on einem Menschen, au den man die schuld ande e
abläd (LkŽ Viii 1029): d . Sündenbock : uss. козëл отпущения. Man gl. olgende
ex s elle aus 3 Mose XVi 22:
(6) Jog ſchi aipo Awins wiſsus iụ nuſſideghimus an sawens ing Puſchcʒe nu neſch u, i epaliek
ghị puſ ineie – Das also de Bock alle j e miſſe ha au jm in eine wildnis age, nd laſſe
jn in die wuſ e .
Mi de le z genann en ka ego ie on Ph aseologismen, die e s sekundä au
de g undlage biblische si ua ionen (kon ex e) gebilde wu den und nich mi
sp achlichen einhei en im ex de bibel in Zusammenhang s ehen, we de ich
mich im wei e en nich be assen.
2. bei de beu eilung biblische Ph aseologismen, die au sp achliche einhei-
en im ex de heiligen sch i zu ückgehen, auch als eine wesen liche schwie-
igkei im Ve häl nis e wa zu un e suchung de Ph aseologie de gegenwa ssp a-
chen das P oblem au , dass wi übe keine sp achliche kompe enz hinsich lich
ühe e sp achepochen e ügen und auch den idioma izi ä sg ad bes imm e
wendungen nich p äzise e mi eln können. aus diesem g unde bleib ieles hy-
po he isch. es is dahe m. e. bei his o ischen un e suchungen zu Ph aseologie
on einem seh b ei en Ph aseologiebeg i auszugehen, de nich nu Ph aseme
und Ph aseo ex eme beinhal e , sonde n auch p äph aseologische wendungen mi
ge inge idioma izi ä (e wa solche, die nu bes imm e in ensi ä sg ade signalisie en)
und soga nu es e (s abile, s e eo ype) wendungen einbezieh .
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aine ecke
ac a Linguis ica Li huanica LXIV–LXV
in diesem sinne möch e ich ku z au zwei ypen de a ige wendungen ein-
gehen:
a) au solche, denen ein bes imm es g amma isches schema ( on manchen
o sche n auch Ph aseoschema genann ) zug unde lieg , wie z. b. die ypisch li-
auischen wendungen, die aus dem in ini i ii (būdinỹs) + eine ini en o m des
Ve bs bes ehen, wobei beide o men dieselbe wu zel au weisen. Von ih e bedeu-
ung he b ingen sie eine Ve s ä kung, in ensi ie ung de in de Ve balwu zel en -
hal enen seman ik zum ausd uck und soll en dahe nich nu als ein g amma ische
ka ego ie au ge ass we den. Man gl. wendungen des yps gužė e gužės in:
(7) iog S owe ( pe) wa lemis guſʒe e guſʒes (k ebſʒdes) – das de ſ om ſol on F ſchen wim-
meln (2 Mose Viii 3)2;
die wendung deng e apdenge in:
(8) Bei Aa onas isch ieſe ſawa Rankạ and Wandenụ Ægyp o, i iſcheija wa les, iog Ægyp ụ
Sʒemẹ deng e apdenge [apdeng a ſ oioſi] – Vnd Aa on ecke ſein hand be die Wasse in
Egyp en, nd kamen F ſche e au , das Egyp enland bedeck wa d (2 Moses Viii 6).
b) in de b e ke’schen bibelübe se zung läss sich eine g öße e anzahl on
wendungen des yps de igu a e ymologica ausmachen. dies sind noch keine
ausgebilde en Ph aseme, abe im olgenden beispiel schein be ei s eine gewisse
seman ische spezialisie ung o zuliegen, die die igu a zumindes in die nähe
eines Ph asems ück , gl.:
(9) Be kaip ạ Regeghimạ egeio, oiaus dumoiom ei i ing Macedoniạ... – Als e abe das
Geſich e gesehen ha e, da ach en wi also bald ʒu eiſen in Macedonian... – U au em
isum idi , s a im quaesi imus p o icisci in Macedoniam (apg XVi 10);
(10) Tikėjose egėjimą egįs (Vilen as, epis olos i e angelios 156 – nach LkŽ Xi 360). Man
gl. noch heu iges d . Gesich e haben ‘Zukün iges o aussehen’ (ww 268) und la .
isa ide e ‘ aumgesich e sehen’.
3. die e o ma ion sah es als eine ih e haup au gaben an, das wo go es
den Menschen nahezub ingen und zwa in den sp achen, die sie e s anden und
benu z en. Ma in Lu he s bibelübe agung ins ühneuhochdeu sche wa be-
kann lich on g oße bedeu ung ü die Ve b ei ung de p o es an ischen Leh e in
no d-, os - und südos eu opa und die dami einse zende e s malige Übe agung
de heiligen sch i in die e schiedenen sp achen diese egion. in diesen kon-
ex is die ens ehung des al en bal ischen sch i ums im 16. jah hunde einzu-
2 siehe aine ecke (1987: 20), wo zu de wendung aus de bibelübe se zung des b e ke noch. li .
k ebždė e k ebžda – on einem gewimmel on wilden en (LkŽ Vi 487) und uss. kimšja kiši – on
einem g oßen gewimmel, ges ell wi d.
Zu Ph aseologie in de bibel des johann b e ke
15s aipsniai / a icles
o dnen und schließlich auch die g oß a on johann b e ke, die e s e Übe se zung
de gesam bibel in eine bal ische sp ache, nämlich ins Li auische, im le z en
d i el des 16. jah hunde s. als Vo lage dien e ihm in e s e Linie die Lu he sche
Übe agung, eile ha e abe auch aus dem La einischen übe se z . die un e -
suchung on Ph aseologismen in einem solchen ex ha mi eine eihe on
eigenhei en zu echnen:
a) Zualle e s is na ü lich ein besonde s enges Ve häl nis zu den Vo lagen kenn-
zeichnend. dem heiligen ex is s eng zu olgen und eizügigkei en sind nich
ohne wei e es e laub . gleichzei ig soll jedoch die Übe agung den hö e und
Lese e eichen und e s ändlich sein. in diesem spannungs eld e en besonde e
P obleme au , wenn in de Übe agung Ph aseme de ausgangssp ache (d. h. de
unmi elba en Vo lage) in de Zielsp ache wiede zugeben sind. das heu ige li .
Ph asem (sà o) k ỹžių nèš i ‘labai a g i’ ( Ž 353) ha be ei s in de b e ke-bibel
einen Vo läu e und eine Va ian e dazu, die sich eng an die Vo lage bei Lu he
anschließen:
(11) i iei kas ne neſchaie k iſʒaus sawa i ei paſkui manes : ne gal bu i mana Apaſch alas – Vnd
we nich ſein C euꜩ eg , nd mi nach olge , de kan nich mein Jnge ſein – E , qui
non baiula c ucem suam e eni pos me, non po es esse meus discipulus (Lk XiV 27);
(12) Ku ſai mane no ſek i, e uſsigina pa s sawe i eim K iſʒụ an sawẹs – We mi wil nach-
olgen, de e leugne ſich ſelbs, nd neme sein C euꜩ au ſich, nd olge mi nach (Mk
Viii 34). Vgl. d . sein K euz agen; sein K euz au sich nehmen ‘seine Leiden geduldig
e agen’ (Mdi 271), das eben alls im La einischen o gep äg is , wobei siche in den
ällen, in denen die ede da on is , dass jesus sein k euz äg , noch die p äph aseo-
logische wendung o lieg .
in eine eihe wei e e älle liegen, eng an de Vo lage, sich anschließende
Übe agungen on Ve balph asemen o , wie z. b. buną laiký i ‘schweigen’, eigen l.
‘den Mund hal en’ und láuž i š dį ‘j-n du ch kumme ( as ) ö en’, eigen l. ‘das
he z b echen’:
(13) Bei ſchi ai eſ i pawa guſioio Nůdeia, iog Pik enibe sawa Bu na u es laiki i – Vnd iſ des
A men ho nung, das die boshei wi d j en mund mſſen ʒuhal en – e e i egeno spes,
iniqui as au em con ahe os suum (hiob V 16);
(14) Ka da o , we kdomi, i lauſʒdami mano ſchi di? – Was mache j , das j weine , nd b eche
mi mein He ꜩ? – Tunc espondi Paulus: „Quid aci is len es e a ligen es co meum?“
(apg XXi 13).
das Ph asem buną laiký i is nich cha ak e is isch ü die li auische s anda d-
sp ache, es komm nach ausweis des Ž 114 in den wes lichen und no dwes lichen
Munda en, sowie bei k is ijonas donelai is, Philip uhig, johannes b odowski
16
aine ecke
ac a Linguis ica Li huanica LXIV–LXV
und ie a simonai y ė o . Üb igens ha die Quand bibel hie einen seh ähnlichen
ausd uck (sawo bu ną užlaiky i), de eben alls un e wah scheinlich deu schem
ein luss zus ande gekommen is , gl.:
(14a) I y a wa g=dieno nuſſi ikkėjimas, kad pik enybe u ės sawo bu na ulaiky i.
was das Ph asem láuž i š dį be i , so konn e ich es aus spä e en Quellen
nich e mi eln. im Li auischen akademiewö e buch (LkŽ XiV 884) sind nu
Ph aseme mi p ä igie en Ve ben und ande en bedeu ungen es gehal en, sodass
ich e mu e, dass b e ke hie in beiden ällen Äqui alen e zu d . den Mund hal en
bzw. das He z b echen an üh , die sich eng an die Lu he sche Vo lage anlehnen.
die la einische Vo lage weich mi dem Ve b a lige e ‘gewal sam we en; schme -
e n; zu boden schlagen, e le zen; das gemü niede schlagen; das he z schwe
machen’ o mal deu lich ab. in de Quand -bibel haben wi einen ausd uck des
yps ‘das he z schwe machen’, gl.:
(14b) Be Powil’s a ſake: ką dá o e jús, we kdami, i mano ßi d ſunkindami?
b e ke e s eh in de egel die Ph aseme in de Lu he -Vo lage ech gu und
gib sie en sp echend ich ig, wenn auch nich sel en in enge anlehnung an Lu-
he wiede . im olgenden üh e ich einen de wenigen missglück en Übe agungs-
älle an:
(15) Anis wiſʒạ ſawạ No ạ iſchpilde an manes – Sie haben j en mu mi einande an mi gek-
le – Ape ue un supe me o a sua (hiob XVi 10). jonas Palionis ha nich zu ällig die
ziemlich un e s ändliche Übe se zung dieses P ädika i ph asems du ch b e ke in b
14 dann in seinem kommen a dazu be ich ig in:
(16) Jie isą sa o apmaudą išgiežė an manęs, gl. li . apmaudą giež i an ko, kam ‘ä ge n;
seinen Ä ge auslassen an j-m’. das heu ige d . sein Mü chen an j-m kühlen ha die
bedeu ung ‘seine übe mü ige (schlech e) Laune, (seinen Ä ge ) an j-m auslassen’. bei
Lu he komm noch das nich diminuie e Mu o , abe e geb auch auch schon
mü lein, gl. Ls iii 664 (dazu siehe aus üh liche : ecke 2004).
b) es is dami zu echnen, dass die wendung in de Vo lage, d. h. bei Lu he ,
sich om heu igen deu schen un e scheide und demen sp echend das Übe se -
zungsäqui a alen bei b e ke einzuschä zen is . Leh eich in diese hinsich sind
die olgenden beispiele:
(17) ...wadinamas Hiobas, as buwa p aſ as i ge as [ eiſus] Diewobiạns i pik a wengịs – de
hies Hiob, De ſelb wa ſchlech nd ech , Go ch ig, nd meide das bſe – ...nomine
Job, e e a i ille simplex e ec us ac imens Deum e ecedens a malo (hiob i 1);
(18) E ne daboieisi mana Ta no Hiobo? Neſa ne a iem ligaus Sʒemeie, p aſ as i ge as / eiſus/,
Diewo bijans i pik a wengịs – Has u nich ach gehab au meinen knech Hiob? Denn es
Zu Ph aseologie in de bibel des johann b e ke
17s aipsniai / a icles
iſ ſein Gleiche nich im Lande, ſchlech nd ech , Go ch ig... – Numquid conside as i
se um meum Iob, quod non si ei similis in e a, homo simplex e ec us ac imens Deum
e ecedens a malo (hiob i 8).
die eim- ode Paa o mel schlech und ech is schon im Mi elhochdeu schen
bekann und Lu he e wende sie meh mals in de bibelübe se zung auße den
oben zi ie en s ellen noch 2 sam XV 3 und im Psalm XXV 21. Zu le z genann-
en s elle gl.:
(18a) P aſ ibe i eiſibe [ ai] eiſſaugoia mane, neſa esch awẹs laukiu – Schlech nd ech das
beh e e mich, Denn ich ha e dein ( e 84–85)3 .
die ühneuhochdeu sche wendung schlech nd ech ha e die bedeu ung
‘ein ach (=schlich ) und ich ig’, gl. Ls iii 853. e s nach Lu he e ände e
sich die bedeu ung imme meh zum nega i en, gl. heu iges schlech und ech
‘mi Mühe, in un ollkommene weise’; meh schlech als ech ‘so gu es möglich
is , abe un ollkommen’ (Mdi 415). b e ke übe äg schlech (=schlich ) übe -
zeugend mi hil e des wohl aus dem slawischen en lehn en p as as, das auch die
bedeu ung ‘ein ach’ (neben dem schon meh nega i en ‘a m, ge ing’) haben konn-
e, gl. ska džius (1931: 176). ü die zwei e komponen e de Paa o m se z e
ge as bzw. eisus, das u. a. auch die bedeu ung ‘ edlich, ech scha en’ ha . in de
Quand -bibel s eh ü diese Zwillings o m in beiden ex s ellen wie nas i eisus,
wobei wie nas wiede um ein slawismus is , de die bedeu ung ‘ eu, gläubig, ed-
lich’ ha e, gl. ska džius (1931: 236).
c) die enge beziehung des Übe se ze s zu Vo lage wi schließlich die age
nach de en lehnung, im alle de Ph aseologie o allem de Übe se zungsen -
lehnung (kalkie ung) au , die jedoch häu ig nich leich zu en scheiden is . Man
kann mögliche weise annehmen, dass in den obigen ällen wie z. b. buną laiký i,
š dį láuž i sowie ü eine eihe wei e e beispiele de a ige kalkie ungen o liegen.
eindeu ig lassen sich pa ielle ode hyb ide Übe se zungsen lehnungen bes immen,
die dadu ch gekennzeichne sind, dass eine komponen e di ek aus de ausgangs-
sp ache übe nommen (en lehn ) wi d, wäh end die ande e komponen e (ode
ande e komponen en) übe se z we den, gl.:
(19) PONas uſʒu ius Baiụ muſch [ka iaus] – De HERR wi d u euch ſ ei en . . . – Dominus
pugnabi p o obis (2 Mose XiV 14). ü s ei en se z b e ke baju muš i, wobei dieses
au ein os slawisches *bojь bi i ‘schlach schlagen’ zu ückzu üh en is . Li . muš i is die
Übe se zung on os sl. bi i, wäh end bojь (poln. boj, weiß uss., uss. boj) als bajus,
bojus ‘s ei , schlach ’ di ek ins Li auische en lehn wu de und zwa nach ausweis
3 dieses we k is mi e s ku z o e igs ellung des o liegenden a ikels zugänglich ge-
wo den.
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aine ecke
ac a Linguis ica Li huanica LXIV–LXV
(51b) aß jus ißweſſu... émę...ku pien’s bey meddus ſklyſ a (2 Mose iii 17);
(51c) Jis ne ma ys ſ owês, ney páuppes, meddumi i ſwieſ u ékancʒes (hiob XX 17);
kazys g igas behandel in seine Monog aphie Литовские пословицы (1987:
77–95) das li auische sp ichwo Ku mūsų nė a, e šiai midų ge ia (wö lich: ‘wo
wi nich sind, inken die kälbe honig ank’; sinn: ‘wo wi nich sind, is es seh
gu ’) und seine ielzähligen Va ian en. dabei s ei e die biblischen wendungen
des yps „Milch und honig“ und e binde das li . sp ichwo Ku mūsų nė a, en
i upės pienu plaukia dami . e un e s eich alle dings, dass le z e es i onisch ge-
b auch wi d, was au die biblischen wendungen keineswegs zu i , alle dings is
de ein luss de biblischen wendung augenscheinlich. Von besonde em in e esse
jedoch is , dass g igas un e Ve weis au meinen e s en au sa z zu his o ischen
Ph aseologie des bal ischen und slawischen (siehe ecke 1968: 79–81) ü diese
sp achen eine al e wendung „honig & bie inken“ o ausse z , de gegenübe
das oben e wähn e li auische sp ichwo spezielle und jünge is . nach meine
Meinung exis ie neben de biblischen (al es amen lichen und mögliche weise mi
de heb äischen olklo e adi ion in Zusammenhang s ehenden) wendung „Milch
und honig“ bzw. „honig und wein“ eine da on öllig sepa a zu be ach ende
wendung „honig & bie “ (os bal . medus & alus; u sl. medъ & olъ) im bal ischen
und slawischen, die au die Ve knüp ung (und opposi ion) de bezeichnungen ü
das al e be auschende süßge änk und bi e ge änk zu ückgehen. es liegen hie
on ih em inhal gesehen ziemlich ähnliche wendungen o , die jedoch ganz e -
schiedenen adi ionen und dami zusammenhängenden kul u en en sp ingen.
4. bei de e mi lung on Ph asemen sind meh e e belege aus einem sp ach-
denkmal bzw. meh e e belege aus e schiedenen sp achdenkmäle n de selben
epoche hil eich. ein beispiel da ü is de s ehende Ve gleich (ode das kompa-
a i ph asem) „a is weiß wie de schnee“:
(52) I io Weidas buwa kaip Sʒiebai, i io Rubas bal as kaip Sniegas – Vnd ſeine geſ al wa wie
de bliꜩ, nd ſein Kleid weis als de ſchnee – E a au em aspec us eius sicu ulgu , e e-
s imen um eius candidum sicu nix (M XXViii 3).
aus de Pos ille des b e ke on 1599 (ii 399) is nach klemen ina Vosyly ė
(LkPŽ 250) olgende beleg (in be ei s de heu igen no m angeglichene sch ei-
bung) bekann :
(53) I ūbas jo bal as kaip sniegai .
in de bibelübe se zung on samuel bogusla chylinski lau e dieselbe s elle:
(54) Rūbai jo bal i kaipo sniegas (nach LkŽ Xiii 250 eben alls mi angeglichene sch ei-
bung).
Zu Ph aseologie in de bibel des johann b e ke
25s aipsniai / a icles
Zu einigen sP ichwö e n
und Zwei g uss o MeLn
in diesem le z en abschni will ich einige wenige aus üh ungen zu Ph aseo-
ex emik machen und zwa zu einem wich igen be eich da aus, zu den Pa ömien
ode sp ichwö e n.
1. Ve weilen wi zue s bei dem deu schen sp ichwo We ande n eine G ube g äb ,
äll selbs hinein, als dessen Quelle im „sp ichwö e lexikon“ on ho s und anne-
lies beye (1987: 232) die sp üche salomos bezeichne we den. do heiß es:
(55) Kaſsạsis důbẹ, ịpuls. I kas aicʒoij (?) [ans elle on ausges ichenem i a] akmeni, an
o puls (a eis) – We eine G uben mach , de wi d d ein allen, Vnd we einen ſ ein walꜩe ,
au den wi d e komen – Qui odi o eam, incide in eam; e , qui ol i lapidem, e e -
e u ad eum (sp sal XXVi 27) und
(56) O kaſạnſis důbẹ, pa s ịpuls. I a dan ị wo ạ, ki mis (ſʒal is, ingels) ịkạs – Abe we eine
G uben mach , de wi d ſelbs d ein allen, Vnd we den ʒaun ʒu eiſſe , den wi d eine
Schlange ſ echen (P ed X 8). beide belegs ellen en hal en jeweils noch ein synonymisches
sp ichwo . Man kann wah scheinlich den sinn des uns in e essie enden bildlichen
sp ichwo es wie olgend wiede geben: ‘ein ungemach e leide de selbs , de es einem
ande en zu ügen möch e’.
es exis ie ein Zusammenhang zwischen Ph aseo ex emen und Ph asemen, de
o allem da in bes eh , dass nich wenige Ph aseme aus eilen (segmen en) on
Ph aseo ex emen bes ehen, d. h. eine de wege de Ph asembildung is die Ve -
selbs s ändigung on eilen on Ph aseo ex emen. Man gl. dazu:
(57) Jus uſʒpůla Sÿ a ạ, i kaſsa A imoiui iuſụ Důbẹ – (1545) I alle be einen a men
Waisen, nd g ab ewe n Nehes en g uben – Supe pupillum i ui is e sub e e e ni imini
amicum es um (hiob Vi 27). wah scheinlich g ei auch hie b e ke au die Lu he -
ausgabe on 1545 zu ück; denn die ausgabe on 1524 weis einen e was ande en
wo lau au : yh alle be eynen a men wayſen, nd o e ewe n nehiſ en aus .
2. auch sp ichwö e weisen häu ig Va ian en au , gl.:
(58) Ne wienas be nas ne gal dwiem ponam ſluſʒi i – Kein Hausknech kan ʒweien He n die-
nen – Nemo se us po es duobus dominis se i e (Lk XVi 13) und
(59) Newienas negal dwiem Ponam ſluſʒi i – NIemand kan ʒweien He n dienen (M Vi 24).
das eben zi ie e sp ichwo weis du ch den weg all des be nas be ei s eine s ä ke e
Ve allgemeine ung au .
3. obwohl die olgenden beispiele sich z. . e heblich oneinande un e schei-
den, sind sie doch wohl als Va ian en eines Ph aseo ex ems (hie sp ichwo es)
au zu assen:
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aine ecke
ac a Linguis ica Li huanica LXIV–LXV
(60) Be Jeſus biloio iemus. Ne a P a akas be cʒeſ ies, ik ai Tiewiſchkioia i namie p ieg ſa-
wu iụ – Jheſus abe ſp ach ʒu jnen, Ein P ophe gil ni gend wenige , denn im Va e land,
nd daheim bey den ſeinen – E diceba eis Jesus: “Non es p ophe a sine hono e nisi in
pa ia sua e in cogno ione sua e in domo sua” (Mk Vi 4).
(61) P a akas nieku ne u maſʒeſnios ga bes, ne Tiewiſchkioia sawa, i sawa Namůsụ – (1546)
Ein P ophe gil ni gend wenige , denn in ſeinem Va e land nd in ſeinem Hause (M Xiii
57). auch hie un e scheide sich die Lu he ausgabe on 1522: Eyn p ophe gill ny gend
wenige denn da heym nd bey den ſeynen .
(62) Ne wienas p a akas (wiens p a aks) p ijim as i a ewiſchkiej ſawa – Kein P ophe iſ ange-
nem in ſeinem Va e lande (Lk iV 24).
(63) Nesa ghis pa s Jeſus liudija, Jog P a akas ſawo iewiſchkeie ga bes ne u – Denn e ſelbe
Jhesus ʒeuge e, das ein P ophe da heim nich s gil (jh iV 44).
es e s eh sich, dass in b e kes bibelübe se zung iel meh sp ichwö e o -
kommen und hie nu exempla isch au einige eingegangen we den konn e. Übe -
haup läss sich es s ellen, dass de sp ichwo scha z de mode nen eu opäischen
sp achen in bedeu endem Maße on den Pa ömien, die schon in de bibel o -
kommen, gep äg wo den is .
de Volls ändigkei halbe üh e ich ganz am schluss noch zwei Ph aseo ex e-
me mi appella i ische unk ion (hie : g uß o meln) an:
(64) Giwenk ſu Diewu [ſweikas]! – Gehab dich wol! (apg XXiii 30). hie is es no wendig
einen g öße en kon ex he anzuziehen: es handel sich um einen b ie , den de
obe haup mann an klausius Lysias sch ieb, de in diesem 23. kapi el zi ie wi d und
an dessen ende die e wähn e g uß o mel s eh . de al e na i ange üg e g uß (S ei-
kas!) läss keinen Zwei el da an, dass es sich bei Giwenk su Diewu! (wö lich: ‘Leb’ mi
go !’) um eine g uß o mel handel . in e kü z e o m i diese g uß o mel noch
in olgendem beispiel au :
(65) su diewu (!) – Gehab euch wol! – ...abs ine e ab idolo hy is e sanguine e su oca is e
o nica ione; a quibus cus odien es os bene age is. Vale e (apg XV 29). einen e wei e -
en kon ex üh e ich nach de Lu he -ausgabe on 1546 an: Das j euch en hal e om
Gꜩenop e nd om Blu , nd om E ſ ick em, nd on Hu e ey, on welchen, so j euch
en hal e , hu j ech , Gehab euch wol .
na ü lich ließen sich auch ü diesen yp on Ph aseo ex emen wei e e bei-
spiele an üh en.
aus dem da geleg en geh he o , dass in de gesam übe se zung de bibel
du ch johann b e ke ins al li auische de ganze eich um und die g oße Viel al
ph aseologische einhei en, die in de heiligen sch i en hal en sind, ih en nie-
de schlag ge unden haben. das be i die e schiedenen ka ego ien ph aseolo-
Zu Ph aseologie in de bibel des johann b e ke
27s aipsniai / a icles
gische einhei en, ange angen on Minimalph asemen des yps ali . po akim, übe
die e schiedenen Ph asemklassen (wie subs an i ph aseme, Ve balph aseme, P ä-
dika i ph aseme, ad e bialph aseme e c.) bis zu besonde en ypen wie Paa o -
meln, s ehenden Ve gleichen, Ph aseoschema a, igu ae e ymologicae und schließ-
lich e schiedenen ypen on Ph aseo ex emen (sp ichwö e , g uß o meln).
einen bedeu enden aum in de un e suchung nehmen die aus üh ungen übe
die wiede gabe de bei M. Lu he o kommenden idioma ischen wendungen und
ih e Übe agungen du ch b e ke ein, die, abgesehen on einigen wenigen aus-
nahmen, als gelungen bezeichne we den können. die P oblema ik de kalkie ung
wi d de aillie e ö e . besonde e beach ung anden die P obleme de ph aseo-
logischen Va ian en sowie die e schiedenen s u en de idioma izi ä de be ach-
e en wendungen.
einige de genann en P obleme (so das Ve häl nis on ühneuhochdeu sch u
‘ o ’ und al li . po akim sowie die Äqui alen e ü ühneuhochdeu sches seinen
Mu /Mü lein/ an j-m (ab)kühlen in de b e ke-bibel sowie in wei e en al li auischen
denkmäle n und im mode nen Li auischen) wu den in meinem au sa z Ph ase
and Idiom in B e ke’s Old Li huanian Bible wei e un e such und besch ieben.
esümie end möch e ich nu eines es hal en: de ideal all wä e, wenn es ge-
länge, ü jedes einzelne Ph asem und Ph aseo ex em aus de bibel eine knappe
monog aphische besch eibung zu e s ellen un e be ücksich igung de ausgangs-
sp ache (Lu he -bibel, abe auch de en Vo lagen in la einische , g iechische und
heb äische sp ache) und de Zielsp ache (al li auisch des le z en d i els des 16.
jh). dies wä e eine in jede hinsich be iedigende g undlage ü die diach onische
Ph aseologie o schung des Li auischen.
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P ., nach dem d uck aus dem jah e 1625 nebs de Übe se zung des Psal e s in die deu sche
sp ache on Ma in Lu he nach de ausgabe aus dem jah e 1545, un e Mi a bei on
iedemann kluge, mi eine einlei ung e sehen und h sg. on ied ich scholz, biblia
sla ica, h sg. on hans o he und ied ich scholz, un e Mi a bei on ch is ian hannick
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die QueLLen
i. aus dem al en es amen habe ich ü meine un e suchung nu eile he angezogen,
nämlich jene, die in de edi ion on j. Palionis und j. Žukauskai ė Jonas B e kūnas. Rink-
iniai aš ai (abgekü z : b, ), Vilnius 1983: 33–312 en hal en sind. auch de kommen-
a eil dazu (s. 332–359) wu de be ücksich ig .
ii. das neue es amen de b e ke’schen bibelübe se zung konn e ich anhand des noch
nich e ö en lich en edi ionsbandes 7 (abgekü z : ange ed) du cha bei en. ich möch e
an diese s elle ü das eundliche en gegenkommen, mi eine Zei diesen band zu übe -
lassen, P o . d . jochen d. ange he zlich danken.
es handel sich um die edi ion: Na ias Tes amen as Ing Lie uwischka Lieszuwi pe aschi as
pe Jana B e kuna Labguwos plebona 1580. Das Neue Tes amen in die li auische Sp ache
übe se z on Johann B e ke, Pas o zu Labiau 1580. edi ion de handsch i , bd. 7 und 8,
30
aine ecke
ac a Linguis ica Li huanica LXIV–LXV
Labiau i. P . 1580. bd. 7: e angelien und apos elgeschich e. bea bei e on jochen d. an-
ge. e dinand schöningh Pade bo n-München–wien–Zü ich sowie um das beihe zu bd.
7: anme kungen und e läu e ungen (s. 520–544) bea bei e on jochen d. ange.
iii. ü die Lu he ’sche Vo lage we e e ich olgendes we k aus: D. Ma in Lu he s We ke .
K i ische Gesam ausgabe. Die Deu sche Bibel 1522–1546. bd. 1 – weima , 1906; bd. 2 –
weima , 1909; bd. 6 – weima , 1929; bd. 8 – weima , 1954; bd. 10, 1. häl e – weima ,
1956; bd. 10, 2. häl e – weima , 1957; bd. 11, 2. häl e – weima , 1960.
iV. die Quand -bibel zi ie e ich nach: Biblia Tai es i Wissas Szwen as Raß as Seno i Nau-
jo Tes amen o, ka alauczuje, 1736.
[beme kung des au o s: de o liegende bei ag s ell den Vo ag da , den ich am
27.09.2002 au de in e na ionalen agung „400 jah e Li auische bibel: Philologische
und heologische aspek e de b e ke- o schung“ gehal en habe. die e wähn e kon e enz
wu de om 26. bis 29. sep embe 2002 an de e ns -Mo i z-a nd -uni e si ä g ei swald
on P o . d . jochen d. ange e ans al e . da bis zum gegenwä igen Zei punk
(08.04.2011) die Ma e ialien diese kon e enz nich e schienen sind, sehe ich mich
e anlass , au diesem wege die Publizie ung meine a bei zu ealisie en. – R. E.] .
dėl jono b e kūno biblijos azeologijos
san auka
s aipsnio ikslas – ap a i jono b e kūno biblijos e imo azeologizmus. Šiame e ime
daug kompleksinių elemen ų, idiomų i azemų. s aipsnyje ski iamos d i ka ego ijos: elemen-
ai, besi emian ys biblinėmis idiomomis, i elemen ai, ku ie emiasi am ik omis si uacijomis.
s aipsnyje pa eikiama daug pa yzdžių, pa odančių, jog b e kūno e ime p ielinksninė kons-
ukcija gali a i ik i Liu e io biblijos ieną žodį. iš s aipsnyje pa eikiamos medžiagos ma y i,
kaip azeologizmai į ai uoja i kaip y a eiškiami. s aipsnyje minimi i azeologizmai, a lie-
kan ys sakinio unkciją kaip pasis eikinimo omulės, p z.: Liu e io biblijoje pa ašy a: Gehab
dich wol! : sen. lie. Giwenk su Die u! (s eikas) : lo .: Vale e! (apg XV 29). bū ų s a bu pa eng-
i umpą kiek ienos biblijos azemos aiškos abiejose – iek šal inio, iek e imo – kalbose
ap ašymą, ap a ian a ian us i jų speci inius seman inius b uožus.
Į eik a 2011 m. balandžio 8 d.
aine ecke
Mu zane Ring 16, D-12681 Be lin, Deu schland
[email p o ec ed]