VYTAUTAS STULPINAS
Dichter, Telšiai
UŽRAŠAS, UŽRAŠUI NELYGUS
In den Häusern meiner Kindheit gab es keine Fenster nach Norden. Ein staubiger, ausgefahrener Weg schimmerte weiß und bog um das große Geheimnis des Sommers – die Kapelle im Dorf Stulpinai. Der Vater sammelte winzige Glasscherben ein und trug sie, nachdem er die Erde abgefegt hatte, in der Hand unter die Kastanien, in ein breites schwarzes Fass. In den Häusern meiner Kindheit gab es keine Fenster nach Norden – das Licht der Augenblicke glitt angenehm und still dahin, als wären die Klaviere zerstreut. Die Tür des Vorraums wurde vom Rascheln alter Fliedersträucher aufgestoßen, in dem das Knirschen mumifizierter Traubenbüschel mit reichlichem Vogelgezwitscher verschmolz. Im Grimm der Traubenbüschel konnte man einen nachdenklichen Hund hecheln hören. Übrigens nicht nur ihn. In der Mittsommerhitze stürzte ein Eimer in den Brunnen, als ginge es in eine andere Welt. Übrigens nicht nur er. Der schläfrige, von Winden gereizte, vom Hurrikan abgerissene Wipfel der wilden Birne wirft noch immer einen Schatten auf die Ebenen der Erinnerung; gemeinsam mit dem sonnigen Fenster der Kapelle geht er über die Felder mit mir, ein Schatten und ein Widerschein, die ich trug und trage
Einblicke / Insights
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