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Methods of plant name formation used in the works by Jānis Ilsters

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Methods of plant name formation used in the works by Jānis Ilsters

Author: Linda Kurmiņa
Year: 2012
Source: https://journals.lki.lt/terminologija/article/download/455/544
94 Linda Ku miņa | Me hoden de P lanzennamenbildung
| usedin hewo ksbyJānisIls e s
Me hoden de P lanzennamenbildung, die in den We ken
on Jānis Ils e s e wende we den
LINDA KURMIĆA (Bild mi de Sch i )
Die e s en Phasen de Bo anik-Te minologiebildung wu den in zahl eichen
We ken behandel (Vīksna 2002; Vimba 2001; Pie e 2008) und ih e e s en
E ungenscha en wu den am häu igs en dem Bo anike , Leh e und Dich e
Jānis Ils e s (1858-1889) zugesch ieben, de 1883 das e s e Bo anikbuch au
Le isch Bo ānika au as pašām un skolmācībai (Bo anik ü Volksschulen und
Selbs un e ich ) e ö en lich e. Dieses We k en hiel nu ziemlich wenige
wei e b ei e e P lanzennamen, beglei e on de aillie e en Besch eibungen.
Als Haup quelle ü die gegenwä ige Fo schung de Me hoden zu Bildung on
P lanzennamen am Ende des 19. Jah hunde s wu den die g öß en Sammlungen
on bo anischen Beg i en on Jānis Ils e s La iešu bo āniski nosaukumi
(le nische bo anische Namen; Ils e s I, 1884; Ils e s II, 1885) e wende . Diese
Sammlungen wu den 1884 und 1885 in Zei sch i en de Rīgas La iešu bied ības
Zinību komisija (Riga La ian Socie y Commission o Science) e ö en lich . De
o liegende A ikel disku ie die Fo ma ionsme hoden de Namen, die aus
Ils e s P lanzennamenlis en en nommen wu den, und e gleich sie auch mi
P lanzennamen, die in spä e en Te minquellen dokumen ie wu den,
einschließlich mode ne , haup sächlich Bo āniskā ā dnīca on Pauls Galenieks
(Wö e buch de Bo anik; BV 1950) und das Wö e buch on Inese Ēdelmane und
Ā ija Ozola La iešu augu nosaukumi (La ische P lanzennamen; LVAN 2003). Die
Analyse de am Ende des 19. Jah hunde s e ö en lich en P lanzennamen hil ,
die cha ak e is ischs en Fo ma ionsme hoden zu en hüllen, die in den
An angsphasen de le ischen Bo anik-Te minologie e wende wu den. Ils e s
o de e die ak i e Be eiligung de Menschen an de Sammlung on
P lanzennamen. Dies wi d du ch sein Nachwo zu de e s en Lis e de
P lanzennamen La iešu bo āniski nosaukumi bewiesen, die 1884 e ö en lich
wu de: Vēl i pulks gene u, ku iem gan iņu ispā īgas izpla īšanās dēļ la iski nosaukumi ienā ai o ā idū.
95Te minologija | 2012 | 19 A asies. Es wä e de lich, wenn die Wissenscha und
das Vo handensein zu beach en sind, dass ielleich die le ischen
Gesellscha en Zinību Komisijai die Piezū ī u ü die Talisakas-Auslei e ung,
kas bo ānikas sa aks ī ājiem līdzē u pie iņu da ba1 (Ils e s I, 1884: 81).
His call was also answe ed – al eady in he second lis o La iešubo āniski
Namakumi (im Jah 1885) e ö en lich de Au o nich nu E gänzungen zu
seine Sammlung, sonde n auch das ihm gesende e gesammel e Ma e ial. Dies
bedeu e , dass Ils e s in beide seine P lanzennamenlis en die on ihm
gesammel en Namen (diese sind sowohl au de e s en als auch au de zwei en
Lis e zu inden) und die on ande en Sammle n an ihn geschick en Namen
(haup sächlich au de zwei en Lis e) au genommen ha . Dieses Ma e ial
en häl haup sächlich P lanzennamen aus Vidzeme, wenige ep äsen ie sind
Ku zeme und Zemgale. Die eigenen Sammlungen des Au o s s ammen aus
S ukmaņi, Koknese, Ves iena und Dundaga. Au de ande en Sei e s ammen die
meis en Namen, die on ande en Sammle n beige agen wu den, aus Vidzeme
(Lieze e, Valmie a, Cēsis, T ikā a, Sigulda), mi eine ge inge en Ve e ung on
Ku zeme (Aizpu e, Kuldīga) und Zemgale (Dobele). Keine de beiden on Ils e s
zusammenges ell en P lanzennamenlis en en häl einen Namen aus La gale.
Das on Ils e s gesammel e Ma e ial um ass haup sächlich A ennamen,
obwohl es auch einige Ga ungsnamen gib . Im Vo wo de e s en Lis e
(Ils e s 1884: 63[…]64) weis de Au o da au hin, dass iele le ische
P lanzennamen noch nich sys ema isch angeo dne wu den […] ziemlich o
wegen de Ähnlichkei en ode Un e schiede de P lanzen mögliche weise
ungenaue Namen gegeben wu den. In einigen Fällen haben P lanzen, die zu
e schiedenen Ga ungen gehö en, den gleichen Namen und die Namen on
P lanzen de selben Ga ung sind synonym. Ils e s beme k e, dass Bo anike in Zukun e was gegen diese Namen un e nehmen müss en.
Beide Lis en sind alphabe isch geo dne . Zue s we den die la einischen
Namen o ges ell , dann ein ode meh e e ih e le ischen Äqui alen e. In
ielen Fällen we den die Kommen a e des Compile s neben dem Kop wo
hinzuge üg ode eine mögliche E klä ung des U sp ungs o geschlagen.
Am Ende wi d das deu sche Äqui alen angegeben. Zum Beispiel:
Hype icum L., asinszāles, aganukauli, k us enes (s u enes); De le z e Ti el des
Pilo s, ka šī puķe apakš K is us k us a s ā ējusi un uz iņas K is us asins pilējis.
Johannisblu , Ha heu. 2.
1 Übe se zung: Es gib imme noch iele Ga ungen, ü die le nische Namen in de einen ode ande en Region
au g und ih e wei e b ei e en Ve b ei ung zu inden sind. Dahe wä e es nü zlich, wenn diejenigen, die sie
kennen, sie in Zukun no ie en und ielleich zu zukün igen Ve wendung an die
"Wissenscha skommission" de Le ischen Gesellscha senden, was den Au zeichne n de Bo anik in ih e
A bei hel en wü de. Übe se zung: […]Hype icum L., asinszāles, aganukauli, k us enes, (s u enes); Die le z e
P lanze ha diesen Namen, weil sie neben dem K euz Ch is i wuchs und das Blu Ch is i da au op e. Johannisblu , Ha heu. Was is das?
96 Linda Ku miņa | Me hoden de P lanzennamenbildung
| usedin hewo ksbyJānisIls e s
Wie Anna Vulāne sch eib , be inde sich die Sp ache in einem kon inuie lichen
En wicklungsp ozess, mi besonde s ak i en Ve ände ungen au
lexikalische Ebene. Mi neuen Objek en und Beg i en, die als E gebnis de
sozioökonomischen En wicklung gescha en und einge üh we den,
en s eh auch die No wendigkei , diesen mögliche weise genaue en Namen
zu geben. Eine de Möglichkei en, diesem Bedü nis ge ech zu we den,
bes eh da in, neue Wö e und Namen zu scha en. Obwohl sich die
In ensi ä de Ve wendung eine ode ande e Me hoden ode Mi el, die
P oduk i i ä und Ak i i ä des abgelei e en Typs im Lau e de Zei ände
und soga neue Me hoden und Mi el einge üh we den, we den die in dem
Wo en hal enen In o ma ionen beibehal en (Vulāne 2008: 88). Die mi de
Flo a e bundenen Beispiele können au Folgendes hindeu en: 1) O des
Wachs ums (pu ene, zemenes); 2) Ähnlichkei in de E scheinung (ķepaiņi,
lācenes); 3) Zei de Blü e ode Rei ung (jāņogas, mā iņpuķes). Bei de
Analyse de en sp echenden P lanzennamen wu de de Schluss gezogen,
dass bei ih e En s ehung e schiedene Me hoden de Wo bildung
e wende wu den: Wo ablei ung ode -anse zung, beispielsweise kazenāji3
(Rubus caesius), nak enes (Solanum nig um), ozī es (Bellis pe ennis);
He s ellung on Ve bindungen, z. B. Gaiļug iķes (Con ol ulus); […] E s ellung
on Wo g uppennamen, z. B. dzel enās kumeles (An hemis inc o ia), eca
ī a bā zdiņa (Thymus se pyllum); Scha ung on Namen mi Bindes ich, z.
B. Buku- ī ols (Salix iminalis), Laumas-slo a (Apasagus o icinalis). Wei e im
A ikel wi d jede einzelne Me hode de oben genann en Me hoden aus üh liche e ö e .
1. Ablei ung ode Anbindung
In dem on Ils e s gesammel en Ma e ial gib es iele solche P lanzennamen, die als Folge on Wo de i a ion
ode -a ixa ion en s anden sind, nämlich ein A ix - ein P ä ix, Su ix ode abgelei e es Ende - dem
Wo wu zel ode -s amm nach den in de Sp ache o handenen Wo bildungsmodellen hinzuge üg wi d. Dies
is eine de p oduk i s en Wo bildungsme hoden in de le ischen Sp ache als solche und auch in Bezug au
die P lanzennamenbildung (VPSV 2007: 57; MLLVG I, 1959: 81; Kalme, Smil niece 2001: 42). Bei de Ablei ung eines
neuen Wo es wi d in de Regel ein einziges A ix e wende , beispielsweise pā -cel- → ne-pā -cel- ,
pā -cel-šan-a, pā -cēl-āj-s. Abe es gib auch iele Wö e mi zwei ode meh A ixen, und die Reihen olge
de Hinzu ügung diese is schwe zu bes immen, beispielsweise das Adjek i ie-zilg-an-s ([…]bluish[…]) 3 Hie
und wei e olg die T ansk ip ion de Beispiele den No men de mode nen le ischen Sp ache.
97Te minologija | 2012 | 19
kann en wede aus dem Wo ie-zilg-s mi dem Su ix -an- ode aus dem Wo
zilg-an-s mi dem P ä ix ie- abgelei e sein. Einige Wö e we den imme noch
mi zwei A ixen gleichzei ig […] mi einem P ä ix und einem Su ix abgelei e ,
beispielsweise pā -pu -o- ; mi einem P ä ix und eine abgelei e en Endung,
z. B. aiz-skap-e; mi zwei Su ixen, z. B. ā s -niec-isk-s. Dies wi d du ch die
Ta sache bes ä ig , dass diese Wö e kein en sp echendes mo i ie endes
Wo mi einem einzigen A ix haben (pā pu s, pu o ; aizskapis, skape, usw.) (Kalme, Smil niece)
2001: 42–43).
Das zu o Gesag e kann auch au die Ablei ungen on P lanzennamen
e wiesen we den, beispielsweise čūsk-en-āj-i (O chis macula a),
zi dz-en-āj-s (Rubus u icosus).
Die G undlage ü einen abgelei e en P lanzennamen kann ein Subs an i
(z. B. Blusenes (Polygonum pe sica ia), Ziepene (Sapona ia o icinalis)), ein
Adjek i (z. B. skābenes (Rumex), zilenes (Vaccinium uliginosum)) sowie ein
Ve b (z. B. noa nes (Pimpinella)) sein. Diese P lanzennamen können in
meh e e G uppen un e eil we den:
[…] P lanzennamen, die mi dem Su ix […] abgelei e sind. In dem analysie en
Ma e ial wu den die olgenden Su ixe ü die Ablei ung on P lanzennamen
ge unden: -āj-, -el-, -en-, -iņ-, - ī -; […] P lanzennamen, die mi einem
abgelei e en Ende abgelei e wu den. P lanzennamen, die mi dem Su ix
-ājMLLVG abgelei e we den, e wähnen, dass das Su ix -āj- ( espek i das
ul ima -ājs) e wende wi d, um P lanzennamen aus den Subs an i s ämmen
abzulei en, wäh end es heu e sel en bei de Bildung on Namen e wende
wi d (MLLVG I, 1959: 90). Anhand de on Ils e s gesammel en P lanzennamen
kann man zu dem Schluss kommen, dass dieses Su ix bei de Bildung on
P lanzennamen ziemlich häu ig e wende wu de. MLLVG e wähn meh e e
Bedeu ungen, die zu Bildung on P lanzennamen mi dem Su ix -āj-
gescha en wu den: a) aus den Namen de Bee en we den mi dem Su ix -āj-
Wö e gebilde , die en wede eine einzelne P lanze ode […] häu ige […] eine
G uppe solche P lanzen bezeichnen; b) aus e schiedenen P lanzennamen
we den Wö e abgelei e , die eine g öße e ode kleine e G uppe diese
P lanzen ode einen O bezeichnen, an dem diese P lanzen in Hülle und Fülle
zu inden sind (MLLVG I, 1959: 92). Die Lis en de La iešu bo āniski nosaukumi
en hal en nu solche P lanzennamen, die de e s en G uppe gehö en, nämlich
diejenigen, die en wede eine einzelne P lanze ode eine G uppe solche
P lanzen bezeichnen. Da übe hinaus weis de Au o da au hin, dass die
le z en -ājs, -āji häu ig bei de Bildung on Namen ü Büsche (einschließlich de ü Lila) e wende we den: a enāji (Rubus idaeus), b uklenājs (Vaccinium i isea idaea),
98 Linda Ku miņa | Me hoden de P lanzennamenbildung dundu nāji (Geum
| usedin hewo ksbyJānisIls e s
i ale), dze enājs (Vaccinium oxycoccus), ē kšķogāji (Ribes g osula ia),
i benājs (Vibu num opulus), kazenāji (Rubus caesius), sp adzenājs (F aga ia
collina), zemenājs (F aga ia esca). P lanzennamen, die mi dem Su ix -el
abgelei e we den Die Wö e , die mi dem Su ix -el abgelei e we den,
können al e Ablei ungen sein, und heu e is dieses Su ix nu bei de Bildung
de Ve kleine ungen p oduk i (MLLVG I, 1959: 93, 94). Auch in den Lis en de
P lanzennamen on Ils e s gib es wenige Wö e mi diesem Su ix,
wäh end die ge undenen ehe nich die Ve kleine ungsbedeu ung haben,
beispielsweise spīdeles (Bellis pe ennis). P lanzennamen, die mi dem Su ix
-en abgelei e sind Wie im MLLVG angegeben, wu de das Su ix -en-
( espek i das ul ima -ene) e wende , um eine g oße G uppe on
P lanzennamen, Bee en- und Pilznamen zu bilden, und dies is ein ech
p oduk i es Su ix (MLLVG I, 1959: 95). In dem on Ils e s gesammel en
Ma e ial sind die olgenden Beispiele zu inden: Ci ene (Alisma), Elksnene
(Aga icus subdulcis), Kaulenes (Rubus saxa ilis), Lipene (Lychnis diu na),
Nak enes (Solanum nig um), P ecenes (As e salici olius), Rasenes
(D ose a), īsene (B iza media), ilnene (Aga icus subdulcis), is enes
(Empe um nig um), zīdenes (Cen au ea). P lanzennamen, die mi dem
Su ix -iņ abgelei e we den, we den übliche weise mi dem Su ix -iņ
abgelei e , um Ve kleine ungs o men abzulei en, mi de Bedeu ung sowohl
eines ech en Ve kleine ungs als auch eine emo ionalen subjek i en
Auswe ung. Die Ve kleine ungsbedeu ung wi d jedoch neu alisie , wenn
Subs an i mi den Ul imas -iņš, -iņa den Beg i ss a us e eichen (MLLVG I,
1959: 112113, 117), wie beispielsweise bei den olgenden P lanzennamen:
ace uniņi (E ige on), liniņi (Maja ia ulga is), plaks i (Alec olophus), žaga iņi
(an hemum bi olium).
P lanzennamen, die mi dem Su ix -ī abgelei e we den. Das Su ix -ī is is ein
ech es Ve kleine ungs-Su ix, jedoch wie im Fall des Su ix -iņ, we den Wö e ,
die mi diesem Su ix gebilde we den, wenn sie die Me kmale eines Beg i s
e we ben, die Bedeu ung sowohl de Zuneigung als auch des
Ve kleine ungswo es e lie en (MLLVG I, 1959: 130[…]131). In dem on Ils e s
gesammel en Ma e ial schein das Su ix -ī - häu ig bei de
P lanzennamenbildung e wende zu we den, beispielsweise im Plu al Ancīši,
Dadzīši (Ag imonia eupa o ia), Bā enī e (Viola iclo ), Cepu ī es (Campanula), kumelī es (Ma ica ia chamomilla), ku pī es (Aconi um lycoc-

99Te minologija | 2012 | 19 (Bidens),
onum), pulks enī es(Campanula), ozī es(Bellis pe ennis), plu al sunīši
T epī e (Po en illa anse ina).
P lanzennamen, die mi eine abgelei e en Endung abgelei e we den Eine
abgelei e e Endung wi d haup sächlich zu Bildung on Subs an i en, Ve ben
und Ad e bien e wende . Bei de Wo bildung we den die olgenden
abgelei e en Endungen e wende : -a, -e, -is, -s, - , -ies, -i, -u (Vulāne 2008: 101).
Zwei on ihnen, nämlich -e un -is (Meh zahl -i) wu den bei de Bildung de
en nommenen P lanzennamen e wende . Die olgenden Beispiele können aus
de Sammlung on P lanzennamen au ge üh we den: Ziemele
(wah scheinlich on ziemelis […]no h[…]) (Ch ysan hemum leucan hemum)
( gl. ME IV, 1929[…]1932: 742), izbuļi (Anemone) ( gl. Ka ulis II, 1992: 542).
P lanzennamen können auch du ch ein P ä ix und ein abgelei e es Ende
abgelei e we den, z. B. egl-e → pa-egl-is (Junipe us communis), ode ein
zusammengese z e Name kann e s ell we den, dem das abgelei e e Ende
hinzuge üg wi d, z. B. sausa se de […] ockene Ke n […] saus- + se d-is (Lonice a xos eylum), ū as () lapa […] co ne (ge o m ) → lau […] lap + e (Aquilegia ulga is).
2. Bildung on Ve bindungen
In dem on Ils e s gesammel en Ma e ial on P lanzennamen sind
zusammengese z e Namen ziemlich häu ig.
Zusammengese z e Wö e sind Namen, die du ch die Ve einigung on
mindes ens zwei unabhängigen Wö e n ode de en S ämmen gebilde we den
und in de Sp ache als eine einzige lexikalische Einhei unk ionie en. Die
Ve einigung on Wö e n in Ve bindungen au die gleiche Weise wie die Ablei ung
on Wö e n is eine de p oduk i s en Me hoden de Neuwo bildung in de
mode nen le ischen Sp ache (VPSV 2007: 338; MLLVG I, 1959: 84; Kalme, Smil niece
2001: 47). Wie Vilma Kalme beme k e, können e schiedene Teile de Sp ache zu
e s en Komponen e eine Ve bindung we den: Subs an i en, Adjek i e, Zahlen,
P onomen, Ve ben, Ad e bien (Kalme, Smil niece 2001: 47[…]48). In
zusammengese z en P lanzennamen is de e s e Teil in den meis en Fällen ein
Subs an i , z. B. mi oņupuķe […] leiche Blume […] (Lina ia ulga is), meža ozī e […]
holz ose […] (Ge anium) ode ein Adjek i , z. B. bal ēde iņi […] weiße Bauche […]
(Po en illa anse ina), mazpu enī e […] kleine Sump ma gold […] (Ranunculus
ica ia). Dies sind die beiden p oduk i s en A en de Zusammense zung on
P lanzennamen. Obwohl sel ene die on Ils e s zusammenges ell en Lis en on
P lanzennamen auch Ve bindungen mi eine Zi e als e s en Teil en hal en,
beispielsweise sep iņs a ī e […]se en ays[…] (T ien alis eu opaea), ienlapa
[…]one lea […] (Pa nassia palus is). Die als Ve bindungen gebilde en Namen können in zwei Komponen en und d ei Komponen en zusammengese z e Namen un e eil we den.
100 Linda Ku miņa | Me hoden de P lanzennamenbildung Die beiden
| usedin hewo ksbyJānisIls e s
Bes and eile können wei e in zwei Un e g uppen un e eil we den:
[…] Ve bindungen, de en e s e Teil ein Subs an i im Geni i ohne Endung
is , und die meis en Ve bindungsnamen in dem on Ils e s
zusammenges ell en Ma e ial gehö en zu diesem Typ, beispielsweise
dzelzzāle […]eiseng as[…] (Echium ulga e), kaķas e […]ka zenschwanz[…]
(Ama an us secalinus), lāčauzas […]bä enha e […] (B omus secalinus),
pu eglī e […]bog[…]s i […] (Pedicula is), consolndeguns […]c ow[…]s nose[…]
(Delphinium ā ida), elnābols […]de il[…]s apple[…] (Da u a s amonium); Die
Lis en on Ils e s en hal en e gleichsweise häu ig auch Ve bindungen,
de en e s e Teil Subs an i en im Geni i mi de Endung sind, z. B.
ceļaāboliņš […] oad[…]s clo e […] (Melilo us ou ne ), dzipa uka kls
[…]wo s ed sallow[…] (Salise acu i olia), meduspuķe […]honigblume[…] (Galium
e um), meža oz […]wood[…]s ose[…] (Ge anium), mi ož Linse […]s blume[…]
(Lina ia ulga is), a žuk […] ājas[…], ā nuk […]c ogs […] (Coma um
palus e).
Im Ve gleich zu mode nen Beg i squellen, insbesonde e de […]Bo anische
Wo sch i on Galenieks und dem Wö e buch on Ēdelmane und Ozola
La iešu augu alodas nosaukumi, wu de beobach e , dass solche
Ve bindungen en wede das Ende de e s en Komponen e e lo en haben
ode Wo g uppennamen gewo den sind: la . Alchemilla ulga is […] la.
(Ils e s I, 1884: 65) (LVAN
Alchemilla ulga is […] La. Alchemilla ulga is […] La. Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] La. Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is […] Alchemilla ulga is K oķulapas → K oķu lapas
2003: 312) La . An enna ia
dioica […] la. An enna ia
(Ils e s I, 1884: 66) (BV
dioica […] la. An enna ia dioica […] la. An enna ia dioica […] la. An enna ia dioica […] la. Kaķēdiņas → Kaķpēdiņas
1950: 29) La . Be be is
ulga is […] la. Be be is
(Ils e s I, 1884: 67) (LVAN
ulga is […] la. Be be is ulga is […] la. Be be is ulga is […] la. Be be is ulga is […] la. Be be is ulga is […] La. Be be is ulga is […] La. Be be is ulga is […] La. Be be is ulga is […] Aluspucke → Aluspucke
2003: 41) La . Con alla ia
majalis […] la. Con alla ia
(Ils e s I, 1884:
Ils e s II, 70) im La .
majalis […] la. Con alla ia majalis […] La. Con alla ia majalis […] La. Con alla ia majalis […] La. Con alla ia majalis […] La. Con alla ia majalis […] La. Con alla ia majalis […] zīdalapas → zīdlapas
67; (LVAN 2003: 159)) Die Kommission ha es ges ell , dass die Beihil e im Rahmen de Beihil e ü die He s ellung on Lebensmi eln und de Ve ma k ung on Lebensmi eln und de Ve ma k ung on Lebensmi eln und de Ve ma k ung on Lebensmi eln und de Ve ma k ung on Lebensmi eln und de Ve ma k ung on Lebensmi eln und de Ve ma k ung on Lebensmi eln gewäh leis e is .
Epilobium […] la.
(Ils e s I, 1884: 70) (LVAN
Kazu ozes → Kaz ozes
2003: 148) La . Men ha
c ispa […] la. (Men ha
(Ils e s I, 1884: 74) (LVAN 2003: 219) La . O chis […] la. Dzegužupuķes →
c ispa […] la.) K umē a → K ūzmē a
dzegužpuķes Namen on Ils e s nu zwei solche P lanzennamen wu den
ge unden: ceļmallapas (Plan ago) und cau du uzāles (Da u a s amonium).
(Ils e s I, 1884:
Eine wei e e p oduk i e Me hode zu Bildung on P lanzennamen is die
74) (BV 1950: 19)
101Te minologie | 2012 | 19
The h ee componen compounds a e a e; in he collec ion o plan
E s ellung on Wo g uppen. Meis ens bes ehen solche G uppen aus zwei
ode d ei Komponen en. Es gib auch ie Wo g uppen. Ein solches Beispiel
wi d on Ēdelmane […] dižā bal ā ūdens lēpe ([…]g and whi e wa e
spa e dock[…]) (Ēdelmane 1978: 101) angegeben, abe solche Beispiele sind nich
zahl eich. Au den on Ils e s zusammenges ell en Lis en de P lanzennamen
gib es keine. Die in den Lis en de La iešu bo āniski nosaukumi
dokumen ie en Wo g uppenp lanzennamen können in zweikomponen ige und
d eikomponen ige Namen un e eil we den.
Lau Ēdelmane is un e den P lanzennamen die p oduk i s e A on zwei
Komponen en-Wo g uppennamen diejenige, die ein Subs an i im Geni i als
un e geo dne es Mi glied en häl (Ēdelmane 1978: 100). Auch das on Ils e s
zusammenges ell e Ma e ial mi P lanzennamen en häl eine be äch liche
Anzahl solche P lanzennamen. Es wu den olgende Mus e on
Wo g uppennamen beobach e :
ein Subs an i im Singula -Meh ache-Geni i + unabhängige Komponen e:
dzeguzes sie a as […]cuckoo[…]s pu ees[…] (Pinguicula ulga is),
mīles ības k ūms […]lo e bush[…] (My ica gale), zaķu skābenes […]ha e[…]s
so els[…] (Osealis ace osella);
ein Adjek i mi de endgül igen Endung im Singula meh zahl +
unabhängige Komponen e: dzel enās kumeles […] die gelbe Kamille […]
(An hemis ic o ia), mīks ās nā es […] die weichen B ennnesseln […]
(Lamium), pelēkais zi nis […] die g aue E bsen […] (Pisum a ense); […] ein
Adjek i mi unbes imm e Endung + unabhängige Komponen e: ska ainas
auzas […]panicled oa s[…] (A ena sa i a); passi e S imme Gegenwa szei
deklinie ba es Pa izip + unabhängige Komponen e: g emojama zāle
uminie endes G as (Menyan hes i olia a), emjama zāle e b echendes
G as (Mo chella). D ei Wo g uppen sind sel ene . Es wu den die
olgenden Mus e on Namen aus d ei Wo g uppen beobach e : ein
Adjek i mi dem endgül igen Ende im Singula + Subs an i im Geni i im
Singula + unabhängige Komponen e: bal ā Jāņa zāle das weiße
102 Linda Ku miņa | Me hoden de P lanzennamenbildung
| usedin hewo ksbyJānisIls e s
Jānis G as (Galium mollugo), dzel enā Jāņa zāle das gelbe Jānis G as
(Galium e um);
[…] zwei Subs an i en im Geni i + unabhängige Komponen e: Poļu
ķēniņa puķe […]Polnische Königslücke[…] (Campanula glome a a); […] ein
Adjek i mi unbes imm e Endung + ein Subs an i im Singula geni i
+ unabhängige Komponen e: eca ī a bā zdiņa […] al e Mann[…]s
Ba […] (Thymus se pyllum);
° ein Zahlzeichen + ein Subs an i im Plu algeni i + unabhängige
Komponen e: de iņu ī u spēks […]s ä ke on neun Männe n[…]
(Ve odscum hapsus), sep iņu ī u spēks […]s ä ke on sieben Männe n[…] (Phy euma spica um).
4. Bildung on un e gesch iebenen Namen
In e gleichsweise zahl eichen Fällen e wende Ils e s in den Lis en de La iešu
bo āniski nosaukumi Namen, de en Komponen en du ch einen Bindes ich e ein
sind, nämlich […] die sogenann en Bindes ichnamen. Valen īna Skujiņa weis in
ih em Buch La iešu e minoloģijas izs ādes p incipi (Die P inzipien de
En wicklung de le ischen Te minologie) da au hin, dass […]17.[…]19. gs. La iešu
a o os de ise, esp. sa ienojuma zīme (=), lie o a, lai pa ādī u ā du ai ā da
daļu ciešo jēdzienisko sais ījumu4 (Skujiņa 2002: 115116), zum Beispiel in G.
Mancelius' Wö e buch Le us (Rīga, 1638) wu den die olgenden p lanzennamen
mi Bindes ich au genommen: Bisscha=k ehssliņi, Musslap= ceļpa, Lahc=auzchi,
die alle heu zu age du ch die en sp echenden Ve bindungen e se z we den,
sowie Zi cha es=zeedi, Zi zdena=sacknis, die je z du ch eine Wo g uppe
bezeichne we den. Nach den Schluss olge ungen, zu denen Skujiņa in ih e
Te minologie o schung gelang ha , we den in de mode nen le ischen
Sp ach e minologie im Ve gleich zu En wicklung de le ischen Te minologie in
ühe en Jah hunde en kaum Bindeg uppen e wende . In den meis en Fällen on
P lanzennamen, die on Ils e s in Fo m on Bindes ellen au ge üh sind, z. B.
buku- ī ols (Salix iminalis), laukanaglene (Dian hus a ena ius), laumas-slo a
(Aspa agus o icinalis), slo iņuciesa (Calamag os is epigeios), zaķa-s aipekņi
(Lycopodium anno inum) e meiden die mode nen Quellen die Ve wendung des
Bindes ells und e wenden en wede Ve bindungen ode Wo g uppen.
Übe se zung: in Dokumen quellen des 17. bis 19. Jah hunde s de Bindes ich, esp. Das
Ve bindungssymbol (=) wu de e wende , um die enge Beg i sbeziehung on Wö e n ode Wo eilen zu zeigen.