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„Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe – Onomastik im Europäischen Raum“. Ein Forschungsprojekt der Göttinger Akademie der Wissenschaften

Abstract

    The place names of the German federal states of Lower Saxony and Westphalia (part of the state of North Rhine-Westphalia) that were attested before 1600, including the names of deserted towns and villages, are critically examined on the basis of their historical evidence and linguistically examined according to their origin and interpretation etymologically, morphologically and typologically, with the volumes of the NOB (Niedersächsisches Ortsnamenbuch) to be an example. Once the work is completed, maps and summary papers will provide an evaluation of the question of origin, etymological connections and settlement history.    The results will also be relevant for Scandinavia, England, Eastern Europe (including the Baltic States) and parts of Central Europe.

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„Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe – Onomastik im Europäischen Raum“. Ein Forschungsprojekt der Göttinger Akademie der Wissenschaften

Author: Jürgen Udolph
Year: 2022
DOI: 10.35321/all87-16
Source: https://journals.lki.lt/actalinguisticalithuanica/article/download/2198/2302
326 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXVII
JÜRGEN UDOLPH
Zen um ü Namen o schung – Gö ingen
Akademie de Wissenscha en zu Gö ingen
ORCID id: o cid.o g/0000-0002-8475-7857
Wissenscha liche Fo schungs ich ungen: His o ische
Linguis ik, Gewässe namen, O snamen, Familiennamen.
DOI: doi.o g/10.35321/all87-16
ORTSNAMEN ZWISCHEN RHEIN
UND ELBE – ONOMASTIK IM
EUROPÄISCHEN RAUM. EIN
FORSCHUNGSPROJEKT DER
GÖTTINGER AKADEMIE DER
WISSENSCHAFTEN
Vie o a džiai a p Reino i Elbės – Onomas ika
Eu opos e d ėje. Ge ingeno mokslų akademijos
mokslo- i iamasis p ojek as
ANNOTATION
The place names o he Ge man ede al s a es o Lowe Saxony and Wes phalia (pa o
he s a e o No h Rhine-Wes phalia) ha we e a es ed be o e 1600, including he names o
dese ed owns and illages, a e c i ically examined on he basis o hei his o ical e idence
and linguis ically examined acco ding o hei o igin and in e p e a ion e ymologically,
mo phologically and ypologically, wi h he olumes o he NOB (Niede sächsisches
O snamenbuch) o be an example. Once he wo k is comple ed, maps and summa y
pape s will p o ide an e alua ion o he ques ion o o igin, e ymological connec ions and
se lemen his o y.
The esul s will also be ele an o Scandina ia, England, Eas e n Eu ope (including
he Bal ic S a es) and pa s o Cen al Eu ope.
KEYWORDS: place names, names o dese ed places, se lemen his o y,
Ge manic peoples, Saxons.
O snamen zwischen Rhein und Elbe – Onomas ik
im Eu opäischen Raum. Ein Fo schungsp ojek
de Gö inge Akademie de Wissenscha en
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VORGESCHICHTE
Die Vo geschich e zu dem P ojek de Gö inge Akademie de Wissenscha en,
on dem hie die Rede sein wi d, ha ih en An ang am 18.10.1990 in den
Räumen des Sp achwissenscha lichen Semina s de Uni e si ä Gö ingen
genommen. An diesem Tag and die e s e S unde des P osemina s O snamen
als Geschich squelle mi dem Zusa z Die O snamen des K eises Wol enbü el un e
de Lei ung on Jü gen Udolph s a . An ih nahmen einige S udie ende eil,
da un e auch schon Ki s in Casemi und Uwe Ohainski, die das P ojek nich
nu sei dem beglei e haben, sonde n sei diesem Tag an ohne Un e b echung
in en scheidende Weise ge ö de haben.
De Plan bes and da in, mi dem K eis Wol enbü el ein P ojek in Ang i
zu nehmen, das den O s- und Wüs ungsnamen des Landes Niede sachsen
gewidme wa . In ande en Bundeslände n Deu schlands ha en schon zum Teil
um assende Un e suchungen an den Siedlungsnamen eingese z und wa en
auch schon zu wich igen E gebnissen gekommen. Fü Niede sachsen ehl en
en sp echende S udien as ganz.
Das einmal begonnene Semina wu de in den olgenden Jah en bis 2000
kon inuie lich o gese z . Behandel wu den die O snamen de K eise
Wol enbü el, Gö ingen, Os e ode/Ha z, Gosla , No heim, Holzminden,
Hildesheim, Hameln-Py mon , Hanno e (einschließlich S ad Hanno e ),
Peine, Celle, Helms ed , Gi ho n sowie de S äd e B aunschweig und Hanno e .
Die Ve ans al ungen an de Uni e si ä Gö ingen wu den alle dings 1999–
2000 un e b ochen, weil J. Udolph einen Ru au die P o essu ü Onomas ik de
Uni e si ä Leipzig e hal en ha e und diesen nach einem Ve e ungssemes e
1999–2000 im Win e semes e angenommen ha e.
Die A bei en an den O snamen Niede sachsens wu den alle dings nich
un e b ochen. Es wa gelungen, S äd e und K eise in Niede sachsen ü diese
Un e suchungen zu in e essie en und ü inanzielle Un e s ü zung zu gewinnen.
Vo allem S ad und K eis Hanno e zeig en sich seh in e essie , dahe konn en
sei e wa 1996–1997 die Un e suchungen de O s- und Wüs ungsnamen des
Be eiches in ensi ie we den und das E gebnis de A bei en 1998 als e s e
Band eines Niede sächsischen O snamenbuches (= NOB I) e ö en lich we den.
Zwei Jah e spä e olg en die O snamen des K eises Os e ode (= NOB II).
Einige Jah e zu o wa die um ang eiche Un e suchung Namenkundliche
Un e suchungen zum Ge manenp oblem on J. Udolph (1994) e schienen, in de
eine Reihe on G undwö e n und Su ixen ge manische He kun und de en
Vo kommen in O snamen des al ge manischen Siedlungsgebie es behandel
und auch mi Hil e on Ka ie ungen nähe bes imm we den konn en. Dabei
s ell e sich he aus, dass die Lände Niede sachsen, Teile on Sachsen-Anhal ,
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Thü ingen, Hessen und Wes alen in besonde e Weise an den Ve b ei ungen
An eil haben. Es bes ä k e die Au o en des NOB da in, die A bei an den
O snamen No d- und Mi eldeu schlands o zuse zen.
In enge Ve bindung mi diesen Übe legungen s and die 2003 als Disse a ion
en s andene Un e suchung on K. Casemi zu den O snamen des Landk eises
Wol enbü el und de S ad Salzgi e (= NOB III), in de die Au o in in
dankenswe e Weise auch a chäologische und siedlungsgeschich liche
Aspek e mi den O snamen e knüp ha e. Auch ih e Magis e a bei übe
die -bü el-Namen (Casemi 1997) wa ein wich ige Bei ag zu Un e suchung
de O snamen auch Niede sachsens.
Nach seinem Ru nach Leipzig konn e J. Udolph in einem Gesp äch mi
dem P äsiden en de Gö inge Akademie diese da on übe zeugen, dass
ein O snamenbuch ü Niede sachsen eine wich ige und no wendige
Au gabe ü die Akademie wä e. Um es ku z zu machen: nach länge en
Diskussionen und Gesp ächen inne halb de Union de deu schen Akademien
de Wissenscha en wu de das P ojek , e wei e um den Be eich Sachsen-
Anhal und Wes alen in das Akademienp og amm Deu schlands g öß es
geis es- und sozialwissenscha liches Fo schungsp og amm, au genommen.
Die Be euung lag in den Händen de Gö inge Akademie de Wissenscha en,
die A bei ss elle wu de an de Uni e si ä Müns e einge ich e und 2005
begannen die Un e suchungen.
DAS PROJEKT
Un e de Lei ung on J. Udolph wa en zunächs Hend ik Da ids, Michael
Flöe , Claudia Ma ia Ko smeie , B igi Meineke und Ju a Sch öde an dem
P ojek ä ig. E was spä e kamen dann K. Casemi als A bei ss ellenlei e in
und dann noch U. Ohainski, Jose Dolle und zei weise auch Jens Ke s ing hinzu.
An angs wa das P ojek au 32 1/2 Jah e angeleg und um ass e die
Un e suchung de O snamen de Lände Niede sachsen (einschließlich B emen
und B eme ha en), Wes alen und Sachsen-Anhal . Au g und on in e nen
En scheidungen de Akademien wu de die Lau zei au 25 Jah e e kü z , was
uns zwang, Sachsen-Anhal au zugeben. Das haben wi seh bedaue .
Eine de aillie e Besch eibung des P ojek s, des S andes de Bea bei ung,
seine Ziele und wei e e dami zusammenhängende Aspek e müssen
wi an diese S elle nich geben. Man inde sie au eine In e ne sei e de
Gö inge Akademie de Wissenscha en un e h ps://adw-goe.de/ o schung/
o schungsp ojek e-akademienp og amm/o snamen-zwischen- hein-und-
elbe/ und un e dem Link O snamen.ne .
O snamen zwischen Rhein und Elbe – Onomas ik
im Eu opäischen Raum. Ein Fo schungsp ojek
de Gö inge Akademie de Wissenscha en
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Ku z um issen kann man als Ziel des P ojek es o mulie en: Die o
1600 bezeug en O snamen des Un e suchungsgebie s einschließlich
de Wüs ungsnamen we den au de G undlage ih e his o ischen Belege
k i isch e schlossen und sp achwissenscha lich nach He kun und Deu ung
e ymologisch, mo phologisch und ypologisch un e such , wobei die Bände des
Niede sächsischen O snamenbuches als Vo bild dienen. Nach Abschluss de
Bea bei ung we den Ka ie ungen und zusammen assende Abhandlungen eine
Auswe ung ü die F age nach de He kun , den e ymologischen Ve bindungen
und de Siedlungsgeschich e bie en.
Den ak uellen S and de A bei en geben zwei Ka en wiede , die wi hie
abd ucken:
KARTE 1: Wes älisches O snamenbuch – Bea bei ungss and Ok obe 2022
JÜRGEN UDOLPH
330 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXVII
KARTE 2: Niede sächsisches O snamenbuch – Bea bei ungss and Ok obe 2022
Dabei is sei Beginn de Un e suchungen e such wu den, eine auch ü
in e essie e Laien e s ändliche Da s ellung zu bie en. Die Diskussion um den
sogenann en „El enbein u m“, in dem sich akademische Fo schung angeblich
beweg , is nich zule z auch dadu ch en s anden, dass in wissenscha lichen
Publika ionen zum Teil eine Sp ach o m gep leg wu de (und wi d), die eine
Dis anz zu in e essie en Ö en lichkei en s anden ließ. Im Be eich de
Indoge manis ik is du ch Ein üh ung de sogenann en „La yngale“ und de en
g aphische Da s ellung, die auch in die O snamen o schung Eingang ge unden
ha , eben diese Dis anz in hohem Maße e s ä k wo den. Es is auch in
diesem Fall unse Bes eben, diese Dis anz bei de Behandlung de O snamen
abzubauen. O snamen in e essie en in hohem Maße auch die Ö en lichkei ,
dahe is es no wendig, eine e s ändliche Sp ache und Da s ellung zu wählen.
Das Teilp ojek Wes älisches O snamenbuch wi d 2022 mi Band 20
abgeschlossen sein, wäh end sich das au 28 Bände geplan e Niede sächsische
O snamenbuch noch in Bea bei ung be inde .

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im Eu opäischen Raum. Ein Fo schungsp ojek
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Eine Au lis ung alle bishe e schienenen Bände geben wi an diese S elle
nich . Da übe in o mie die In e ne sei e o snamen.ne un e den Rub iken
Niede sächsisches O snamenbuch und Wes älisches O snamenbuch, in denen
auch Übe sich ska en de en sp echenden Bea bei ungsgebie e zu inden sind.
Die publizie en Bände sind zunächs im Buchhandel e häl lich, abe d ei
Jah e nach ih em E scheinen (Ablau de Spe is ) sind sie au es doc ae –
Dokumen ense e de Akademie de Wissenscha en zu Gö ingen e ügba ,
wo auch eine Suchmaske den Fund on gewünsch en O snamen e leich e
(h ps:// ep.adw-goe.de/).
GRUNDLAGEN, ZIELE UND ERSTE
ERGEBNISSE DES PROJEKTES
1. Die Rele anz de O snamen o schung lieg nich nu in de F age nach
de Bedeu ung eines einzelnen Namens. Zwa is die Undu chsich igkei
de geog aphischen Namen imme wiede Auslöse ü die F age: „Was
bedeu e diese Name eigen lich?“, abe da aus allein e geben sich nu
b uchs ückha e Einsich en in die Sp ach- ode Siedlungsgeschich e.
Wei e eichende E kenn nisse e schließen sich e s dann, wenn ein g öße es
Gebie namenkundlich un e such is . E s dann geling es, die u sp üngliche
Bedeu ung eines einzelnen Namens in ih en G undzügen zu e assen. Deshalb
s eb eine zusammen assende Auswe ung onomas ische Fo schung auch
imme wiede und mi Rech nach eine ka og aphischen E assung des
gesammel en Ma e ials und de e schiedenen Ebenen, mi denen die Namen
e zahn sind.
2. Eine Un e suchung des O snamenscha zes de Lände Wes alen,
Niede sachsen, B emen und auch Sachsen-Anhal is ü die Vo - und
F ühgeschich e Eu opas deshalb on besonde e Bedeu ung, weil bis zum Beginn
dieses P ojek es eine g a ie ende Fo schungslücke bes and und ge ade dieses
bishe nich un e such e Te i o ium nich nu mi den benachba en deu schen
Lände n wie dem Rheinland, Schleswig-Hols ein, Mecklenbu g-Vo pomme n,
B andenbu g, Sachsen, Thü ingen und Hessen in engs em Kon ak s eh ,
sonde n weil es nach Un e suchungen de le z en Jah e in au allende Weise
mi wei en Be eichen de Ge mania, e ne mi dem wes sla ischen Sp achgebie
und in seinen äl es en Spu en mi dem Bal ikum und einem al sla ischen
Siedlungsgebie in Südpolen und de Uk aine e bunden is .
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3. Im Einzelnen lassen sich nach den bishe e schienenen Bänden und
ande en jünge en Un e suchungen olgende Ve bindungslinien ziehen, de en
Bedeu ung im einzelnen noch genaue zu un e suchen is :
a) on Niede sachsen und Wes alen aus nach England, wobei Belgien,
die Niede lande und Flande n B ücken bilden (e s e Ka ie ungs e such:
Udolph 1994: 775 [Ka e 55]). Dass es zwischen dem O snamenbes and No d-
und Wes deu schlands und dem Englands enge Ve bindungen gib , die al sein
müssen, is schon seh üh u.a. on H. Jellinghaus (1898, 1902) e kann wo den,
auch E. Sch öde (1933: 22) ha e bei dem G undwo -ho s au G und eine bei
ihm ange e ig en Un e suchung en sp echend geäuße : es sei ein „Siedlungswo ,
das einzig und allein den Sachsen eigen is , das sie allein mi nach England nahmen
und das auch in wei abgelegene Gegend e schein “ (zu wei e en Au a bei ung
on -ho s s. Udolph 1994: 776–796, gl. auch Ka e 3). Das gil abe auch ü
ande e Appella i a. So heiß es bei Hessmann 1985: 199: „Al englische Elemen e
inden, insowei sie nich aus dem B i ischen ode Skandina ischen übe nommen
wu den, as imme ih e En sp echung im Be eich des Al sächsischen“ (d.h. o
allem in Niede sachsen). Wi konn en das o wenigen Jah en mi Hil e eine
e was wei e ge ass en Au lis ung on Appella i en (Udolph 2006) s ü zen. Zu o
ha e e in meh e en Bei ägen einzelne Appella i a ausgewähl und anhand de
da on abgelei e en O snamen die Wande ungen wes ge manische S ämme
nach England nachzuzeichnen e such (Udolph 1994: 765–830; 1995). Da aus
s amm die olgende Ka e 3, die ge manisch ho s , z.B. in mi elhochdeu sch
hu s , auch hü s e, al hochdeu sch hu s , al sächsisch hu s ‘Gebüsch, Ges üpp’,
mi elniede deu sch, mi elniede ländisch hu s , ho s , niede ländisch ho s ,
auch al englisch hy s , englisch hu s zumeis ‘Buschwald, Gebüsch, Gehölz,
Ges äuch, Ges üpp, Niede holz’, ‘bewachsene kleine E höhung in Sump und
Moo ’ u.ä. en hal en.
Bei den A bei en an den O snamen Wes alens und Niede sachsens is uns
ein wei e es Phänomen begegne , das mi England zu un ha , bishe abe nie
beme k wu de: sie en hal en zum Teil Appella i a, die es nu im al englischen
bzw. englischen Wo scha z gib . Die Konsequenz da aus is e heblich: es
bedeu e nämlich, dass das zug undeliegende Wo , das nu noch im Englischen
bewah is , ühe auch in den ge manischen Munda en No ddeu schlands
lebendig gewesen is .
Hie nu ein Beispiel: Im Englischen is sei al englische Zei gu bezeug :
g i (e), g ā , g o e ‘Hain, Gehölz’, e wand mi sla . g ab ъ, g abъ ‘Hainbuche’
und ande en Wö e n. Dami sind e schiedene englische O snamen gebilde ,
wie z.B. G a on ode G o ehu s . Man inde dieses Wo nun auch in deu schen
O snamen wie G as up, K . Lippe, G a ho s , K . Helms ed , G asdo , Region
Hanno e und ielleich auch in G e en, K . S ein u (dazu zule z WOB 13: 123 .).
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KARTE 3: ho s /hu s in O snamen
Von hie aus wi d auch neues Lich au al e und angeblich schon en schiedene
F age, on wo aus die wes ge manischen Besiedle Englands gekommen
sind, gewo en. Fas allgemein wi d angenommen, dass diese aus Schleswig-
Hols ein und Dänema k gekommen sind, Bedas be ühm e Sä ze wi ken bis
heu e nach: „Ad ene un au em de ibus Ge maniae populis o io ibus, id
es Saxonibus, Anglis, Ju is“ [Sachsen, Angeln, Jü en“]. Un e suchungen, die
diese Behaup ung mi Hil e de O snamen Schleswig-Hols eins bes ä igen
woll en (z.B. Lau 1964), e b ach en alle dings keine E gebnisse. Da aus is
geschlossen wo den, dass die Namen o schung ü diese F ages ellung nich
konsul ie we den kann. E s e Anzeichen deu en abe da au hin, dass diese
Au assungen ü Niede sachsen o enba nich zu e en. Nach Abschluss de
Un e suchung wi d man mi Siche hei eine An wo au diese F age e hal en:
O snamen sind ü Wande ungsbewegungen die siche s en Zeugen, das zeig
sich bei Übe agungen in den deu schen Os en, on Eu opa nach Übe see, on
den ussischen S ammlanden nach Sibi ien und ande swo.
Ähnliches gil ü die Heima und He kun de Sachsen. Diese F agen
wu den bishe as nu aus a chäologische und his o ische Sich behandel .
Neue e Un e suchungen zeigen, dass de angebliche Ein ag Saxones bei
P olemaeus, de im allgemeinen au Schleswig-Hols ein bezogen wi d,
wah scheinlich ein Lese ehle is (Sp inge 2002; 2004: 27–29). Dami b ich ein
wich ige S ein aus de bishe igen Theo ie he aus, Sachsen seien u sp ünglich
aus Schleswig-Hols ein gekommen. Die F age is öllig o en. Bedenk man,
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dass die e s en siche en Hinweise au Sachsen aus onomas ische Sich die
englischen G a scha en Essex, Middlesex, Sussex, Wessex usw. sind, komm
auch hie den O snamen eine wich ige Zeugniswe zu: Läss sich anhand de
Namen e gleiche zwischen englischen und kon inen alge manischen Namen
e was zu He kun de Besiedle Englands sagen?
b) Du ch die Bea bei ung de O snamen Niede sachsens und Wes alens
sind auch Ve bindungen zum Wo - und Namenscha z on Schleswig-Hols ein,
Dänema k und Skandina ien he ausgea bei e wo den. Dazu zählen O s- und
Wüs ungsnamen, denen Appella i a wie haugaz ‘Hügel, G abhügel’, *hlaiwaz
‘(G ab)hügel’, klin ‘Anhöhe, Be g’, malm- (auch in go . malma ‘Sand’), wedel
‘seich e S elle im Wasse , Fu ’ u.a.m. zug unde liegen. E liche diese Appella i a
ha J. Udolph (1994: 830–918) behandel . Aus diese Sammlung hie nu eine
Ka ie ung (Ka e 4):
KARTE 4: wedel in O snamen
c) Das Au a bei en de O snamen des Un e suchungsgebie s ha auch
Übe eins immungen sowohl im Wo scha z wie im O snamenbes and mi den
bal ischen und sla ischen Siedlungsgebie en bzw. dem en sp echenden Wo -
und Namenbes and e b ach . Sie bes ä igen schon üh geäuße e Ve mu ungen
on W. P. Schmid, wonach im Bal ischen ein Zen um de Al eu opäischen
O snamen zwischen Rhein und Elbe – Onomas ik
im Eu opäischen Raum. Ein Fo schungsp ojek
de Gö inge Akademie de Wissenscha en
Įž algos / Insigh s 341
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342 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXVII
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WOB – Wes älisches O snamenbuch, h sg. on K. Casemi , J. Udolph, Bd. 1 , Biele eld:
Ve lag ü Regionalgeschich e, 2009 .
WOB 13 ‒ Ko smeie Claudia Ma ia 2009: Die O snamen des Landk eises und de S ad
Hanno e , Biele eld: Ve lag ü Regionalgeschich e.
Vie o a džiai a p Reino i Elbės – Onomas ika
Eu opos e d ėje. Ge ingeno mokslų akademijos
mokslo- i iamasis p ojek as
SANTRAUKA
Remian is is o iniais duomenimis, s aipsnyje k i iškai analizuojami Vokie ijos
Žemu inės Saksonijos i Ves alijos žemių (Šiau ės Reino-Ves alijos žemės dalies) ie o-
a džiai, paliudy i iki 1600 me ų, įskai an apleis ų mies ų i kaimų a dus. Ty ime aip pa
a lik a šių ie o a džių ling is inė analizė a siž elgian į jų kilmę i e imologinę, mo olo-
ginę i ipologinę in e p e aciją, naudojan kaip pa yzdį Žemu inės Saksonijos ie o a džių
knygą. A likus y imą, žemėlapiuose i y imo apibend inimuose į e inamas kilmės klau-
simas, e imologinės sąsajos i ie o ių apgy endinimo is o ija.
Ty imo ezul a ai bus naudingi Skandina ijos, Anglijos, Ry ų Eu opos (įskai an Bal ijos
šalis) i am ik ų Cen inės Eu opos egionų y imams.
Į eik a 2022 m. ugpjūčio 21 d.
JÜRGEN UDOLPH
Zen um ü Namen o schung – Gö ingen / Rosdo ,
S einb ei e 9, D-37124 Rosdo bei Gö ingen
Akademie de Wissenscha en zu Gö ingen
A bei ss elle O snamen zwischen Rhein
und Elbe – Onomas ik im eu opäischen Raum
Robe -Koch-S . 29, D-48149 Müns e
[email p o ec ed]