scieee Science in your language
[en] (orig) [lt] [de] [fr] [it] [es] [pt]

The Evolution of a European Language: Standard German

Read accessible full text
Machine-translated document

This is a machine-generated translation of the original document and may contain errors, omissions, or changes in meaning. Do not rely on this translation for quotations, citations, or authoritative references. Please consult and cite the original document.

The Evolution of a European Language: Standard German

Author: Gerhard Stickel
Year: 2010
Source: https://journals.lki.lt/bendrinekalba/article/download/278/343
G. S ickel. Was is das? die
En wicklung eine eu opäischen Sp ache: S anda ddeu sch 119
GERHARD STICKEL Ins i u ü
Deu sche Sp ache die
En wicklung eine
eu opäischen Sp ache: STANDARD GERMAN
1.PReSeN GeRMAN iN eUROPE jede Sp ache ha ih e Geschich e, insbesonde e
die dominie ende So e eine Sp ache, die ih e S anda ds aus den
e schiedenen egionalen und sozialen So en de sogenann en na ü lichen
Sp ache en wickel ha . Da Sie das S anda dli uanesisch und seine Geschich e
eie n, möch e ich zu diese Ve ans al ung bei agen, indem ich ku z die
En s ehung und die gegenwä ige Si ua ion eine ande en eu opäischen
S anda dsp ache skizzie e und disku ie e, de Sp ache, mi de ich am bes en
e au bin, da sie meine Mu e sp ache is , d. h. Das is deu sch.
De zei is Deu sch die Am ssp ache in Deu schland, Ös e eich,
Liech ens ein, zwei D i eln de Schweiz und eine kleinen Region im Os en
Belgiens. Es is eine de Am ssp achen on Luxembu g und eine P o inz in
No di alien. Es wi d auch als Minde hei ssp ache in Unga n, Rumänien, Polen,
Russland und meh e en ande en eu opäischen und nich -eu opäischen
Lände n gesp ochen. Deu sch is die Mu e sp ache on e wa 100 Millionen
Menschen in Eu opa und wi d on wei e en 30 bis 40 Millionen Menschen als
F emdsp ache e wende ode gele n . Diese beeind uckenden Zahlen
müssen jedoch genaue un e such we den. Wenn ich mich au die 100
Millionen Mu e sp achle besch änke, könn e ich nich sagen, dass sie alle die
gleiche A on Deu sch sp echen. Viele on ihnen sp echen Dialek e ode
egionale So en des Deu schen. Man kann nu sagen, dass die übe wiegende
Meh hei diese Menschen […] inne halb kleine e na ionale Va ia ionen […]
die gleiche So e Deu sch e s eh , d. h. S anda ddeu sch, wie wi Hochdeu sch nennen wü den. Wie dies geschah, is eine lange Geschich e on meh als ausend Jah en.
Von de Zei des 8. Jah hunde s bis zu Zei de P äsenz en wickel en sich
ühe Fo men des Deu schen aus den Sp achen wes ge manische S ämme,
die sich wäh end de Mig a ion on Völke n o e wa 1500 Jah en in de
120 Kalbos Kul ū a | 83 in Mi eleu opa und e schmolzen allmählich zu
g öße en S ammes o ma ionen. Mi Ausnahme einige unische Insch i en
und einzelne Wö e im la einischen Kon ex sind keine Dokumen e de
ühes en Fo men des Deu schen o de zwei en Häl e des 8.
Jah hunde s e hal en geblieben. Das mi elal e liche Deu sch exis ie e in
e schiedenen S ammes- und Regional a ian en. Diese So en en wickel en
sich und e schmolzen eilweise in einem meh e e Jah hunde e daue nden
P ozess, de wäh end de He scha Ka ls des G oßen begann und meh
ode wenige bis ins 18. Jah hunde andaue e. Die wich igs e o male
En wicklung, die zu T ennung de deu schen Va ian en on den ande en
wes ge manischen Sp achen wie Englisch, F iesisch, Niede ländisch und
Niede deu sch üh e, wa die Hochdeu sche Klang e schiebung, d.h. de
allmähliche Wandel bes imm e ge manische Phoneme in phone isch
e wand e. um ein paa Beispiele zu nennen: ein ge manisches Wo wie das
al sächsische appul […]apple[…] wu de somi in Obe deu sch ap ul.
Al sächsisches Se ian o si en sp ich dem al hochdeu schen se zan/sezzan, al sächsisch das zu
Obe deu sche Daz.
ka olingischen Zei niede ließen. Die Ve wendung des Deu schen neben dem
La einischen wu de als Mi el de Ch is ianisie ung und de eligiösen
P axis in den ge manischen Teilen des F ankischen Reiches ge ö de .
Da en aus diese Zei sind in e s e Linie eligiöse Sch i en und zusä zlich
F agmen e magische Zaube sp üche und he oische Poesie. im 10.
Jah hunde bis wei in das 11. Jah hunde übe nahm das La einische
wiede as das ausschließliche Medium ü Religion, Rech , Le nen und
li e a ische P oduk ion. Die unk ionelle Zweisp achigkei (Diglossie) de
p es ige äch igen Sp ache La ein als Haup medium de Religion und des
Le nens und de Volkssp achen de deu schen Sp ache se z e sich
jah hunde elang o , in einigen Be eichen bis ins 18. Jah hunde . In
gewissem Sinne wa die En s ehung de deu schen S anda dsp ache ein
P ozess de allmählichen Emanzipa ion om mi elal e lichen La ein. Spu en dieses P ozesses sind un e ande em die ielen La inismen und ande en Romanismen im Lexikon ode im mode nen Deu sch.
Ab de Mi e des 11. Jah hunde s gewann das Deu sche an Boden als
Li e a u medium, das nich nu on geleh en Geis lichen, sonde n auch on
Mi gliede n des un e en Adels gescha en wu de. Sie kann en wenig ode ga
kein La ein und wu den on den T adi ionen de anzösischen und
p o enzalischen Ri e kuns und de hö ischen Liebespoesie beein luss . So
blüh en wel liche Tex e (Minnesang) und Epos (Pa zi al, Nibelungenlied usw.)
au . au dem Gebie de K iegs üh ung, de Ri e kuns und de Luxusgü e
wu den iele Wö e aus dem Al anzösischen ode dem P o enzalen en lehn ; z.B. ā en iu e < OF a en u e, banie < OF banie e, anzen < OF anz.
G. S ickel. Was is das? Die En wicklung eine eu opäischen Sp ache:
S anda ddeu sch 121 Gegen Ende des 13. Jah hunde s, als imme meh
Bü ge de wachsenden S äd e und O scha en auch gelesen und
gesch ieben wu den, nahm de Geb auch des Deu schen (neben dem
La einischen) ü Li e a u , Rech sdokumen e, pädagogische, medizinische
und eligiöse Sch i en zu. Obwohl die Me kmale de egionalen Va ian en de
sch i lichen Sp ache imme noch beme kba sind, en wickel en sich in de
Poesie e s e Tendenzen zu eine hochdeu schen S anda dsp ache. Von dem
12. bis zu Mi e des 14. Jah hunde s wuchs die deu schsp achige
Be ölke ung e heblich in Dich e und e i o iale Ausdehnung. Deu sche
Fü s en e wei e en ih e Reiche in slawische Gebie e und g ünde en in
g oße Zahl neue S äd e und Dö e , manchmal, abe nich imme au
Einladung de lokalen slawischen He sche . Ein ziemlich s abiles deu sches
Sp achgebie wu de gebilde und exis ie e meh ode wenige bis ins 20.
Jah hunde . Nach dem Fall de Hohens au en (1268) e lage e sich die
poli ische und wi scha liche Mach om deu schen Südwes en nach Os en
und Südos en mi den mäch igen Dynas ien on Meißen-Sachsen, den
Luxembu ge n in Böhmen und dann den Habsbu ge n in den ös e eichischen
Gebie en. Dies üh e auch zu einem zunehmenden Ein luss de ös lichen
sp achlichen Va ian en au die En wicklung des Deu schen, wie un e
ande em in Rech spapie en dokumen ie is . Einige Kanzleien (Kanzleien) e wende en das Volksdeu sch, obwohl die meis en on ihnen imme noch wei e sch ieben.
Mi elal e liches La ein.
Wäh end des 16. Jah hunde s mach e die En wicklung des Deu schen zu eine
S anda dsp ache beme kenswe e Fo sch i e. Zwei Fak o en wa en on
Bedeu ung: die Ve wendung eine besonde en Mischung aus Zen al- und
Obe deu sch du ch die kaise liche Kanzlei in P ag, spä e Wien, die die Sp ache
ande e Kanzleien beein luss e, und Ma in Lu he s Wahl de O izielsp ache
de Meißen-Sächsischen Kanzlei, eine Os -Zen al-So e des Deu schen, ü
seine Übe se zungen de Bibel und seine e o ma o ischen Sch i en. Die
Ve wendung de D uckmaschine mi beweglichen Me allsch i en, die on
Johannes Gens leisch, bekann als Gu enbe g, in de Mi e des 15.
Jah hunde s e unden wu de, und de Au s ieg on D uckhäuse n in
meh e en S äd en um die An ang des 16. Jah hunde s hal en, die Re o ma ion
in ganz Mi eleu opa zu e b ei en. Sp achlich be a dies die
nö dlich-deu schen Gebie e, in denen das Nied igdeu sch die S anda dsp ache
de Religion und de Ve wal ung wa . Bis dahin wa das Niede deu sch auch die
lingua anca de mäch igen Hanse, de Hanse, zwischen Nowgo od im Os en
und Be gen und London im Wes en. Je z p edig en und be e en
p o es an ische Pas o en in de lu he ischen Va ian e des Deu schen. De Niede gang de Hanse ö de e diese Ve ände ung de gesch iebenen Sp ache on
122 Kalbos Kul ū a | 83 nied ig bis hochdeu sch. Im deu schsp achigen Süden gab es
auch Tendenzen zu S anda disie ung de Sch i sp ache. T o z diese
Tendenzen blieben die egionalen und lokalen Va ian en de gesp ochenen Sp ache
im Geb auch, und sie sind meh ode wenige bis heu e im Geb auch. Lu he s
Sch i en und die eligiösen und ech lichen Tex e on Au o en aus e schiedenen
Regionen be eiche en das Lexikon de S anda d a ian en des Deu schen mi
Wö e n wie geis eich geis eich, kleingläubig o li le ai h, Mach wo wo d o
command und ielen ande en. Es e schienen Leihübe se zungen on la einischen
Ausd ücken wie Eigenname (<nomen p op ium), Gegensa z (<opposi io),
Mu e sp ache (<lingua ma e na). Die Anleihen aus dem La einischen, G iechischen
( ia La ein), F anzösisch und I alienisch se z en sich o : Kapi el, Minis e ,
Akademie, Dekan, P o esso , Manie , Bankie , B u o, ne o usw. Bis zu Mi e
des 17. Jah hunde s wa eine S anda d o m des gesch iebenen Deu schen mi
einigen egionalen Va ian en in den zen alen, nö dlichen und einigen Teilen de
süddeu schen Regionen ziemlich gu e ablie , obwohl es ü iele "höhe e"
Gebie e keine Ane kennung als Medium ha e. Neben dem La ein, das noch imme
die Sp ache de Bildung und - in den ka holischen Regionen - de Ki che wa , wu de
das F anzösisch des Ho es on Louis XIV auch in deu schen Lände n zu Sp ache
des Ansehens, insbesonde e un e de a is ok a ischen Eli e. Dies wu de on den
Sp achgesellscha en k i isie und abgelehn , die an meh e en O en
en s anden. Die äl es e und ein luss eichs e, die F uch b ingende Gesellscha ,
wu de 1617 in Weima nach dem Vo bild de lo en inischen Accademia della C usca
(sei 1582) geg ünde und e sammel e iele de p ominen en Sch i s elle und
G amma ike de Zei mi dem Ziel, die deu sche Sp ache zu bewah en und zu
ö de n, die als ein ideales und eines Li e a u medium ohne F emdwö e und
Dialek -Ausd ücke konzipie wu de. Das 18. Jah hunde b ach e schließlich einen
Abend aus den egionalen Un e schieden des S anda ds und die E ablie ung de
Ve wendung de deu schen Sp ache in allen unk ionalen Be eichen. Die
E mahnungen des ielsei igen Geleh en Go ied Wilhelm Leibniz (1646-1716) zu
Ve wendung des Deu schen in Wissenscha und Poli ik, die p o oka i e
Ve wendung des Deu schen ans elle des La eins du ch den
Uni e si ä sp o esso Ch is ian Thomas (1655-1728) und die e minologische
A bei des Philosophen Ch is ian Wol (1679-1754) ebne en den Weg ü Deu sch als
Medium ü Bildung, Philosophie, Wissenscha und ö en liche Ve wal ung. Mi
de Ve wendung de p es ige äch igen Sp achen La ein und F anzösisch
konn en bis zum Ende des 18. Jah hunde s Philosophen wie Kan und He de ,
Sch i s elle wie Lessing, Goe he und Schille und iele ande e Au o en ih e
eigene sp achliche K ea i i ä au de G undlage eine e ablie en
G. S ickel. Was is das? die E olu ion eine eu opäischen Sp ache:
S anda ddeu sch 123 Ve bünde e in de "hohen Gesellscha " und de
Wissenscha . Insgesam begann die Emanzipa ion des Deu schen om
mi elal e lichen La ein spä e und daue e länge als die En s ehung on
Spanisch, I alienisch und F anzösisch als dominie ende Sp achen in ih en
jeweiligen Lände n und Regionen. Abgesehen on de Emanzipa ion und
S anda disie ung diese Sp achen wu de die En wicklung des
S anda ddeu schen nich du ch königliche ode s aa liche Dek e e
un e s ü z ode soga gezwungen, sonde n du ch einen zunehmenden
kul u ellen Konsens un e Geleh en und gebilde en Bü ge n. Es is
cha ak e is isch, dass La ein […] neben Deu sch […] bis zum Ende dieses
Reiches 1806 eine de beiden o iziellen Sp achen des Heiligen Römischen Reiches de deu schen Na ion blieb.
S anda dsp ache en wickeln und somi Modelle ü die Sp ach e wendung de
gebilde en Klassen we den. Bis zum Ende des 18. Jah hunde s mach en diese
Klassen jedoch in allen deu schsp achigen Regionen nich meh als höchs ens 20%
de Be ölke ung aus. Das passi e Ve s ändnis de S anda dsp ache e besse e
sich im Lau e des 19. Jah hunde s mi de Ein üh ung de allgemeinen
Schulp lich in den e schiedenen deu schsp achigen S aa en, und olglich s ieg
die Alphabe isie ung de Meh hei de Be ölke ung. Die S anda dsp ache wu de
auch du ch Wö e büche und G amma iken, die im Lau e des 19. Jah hunde s
e schienen, s abilisie und ges ä k . Als eine (g oss e ein ach e) Illus a ion
de o malen Ve ände ungen des Deu schen sei dem 9. Jah hunde sind hie
meh e e ku ze Auszüge aus e schiedenen deu schen Übe se zungen ode
Adap ionen de Bibel (Lk.
- La einisch (Vulga a):
Fac um es au em diebus illis exii edic um a Cæsa e Augus o u desc ibe e u
uni e sus o bis. (In jenen Tagen ging ein Dek e on Kaise Augus us aus, dass die
ganze Wel egis ie we den soll e. Aus: die neue übe a bei e e S anda d e sion)
- Al hochdeu sch (Ta ian, c. 830):
Uua d hô gi ân in hên agun amquam gibo on đemo aluual en keisu e haz
gib ie ie i u di al diese umbiuue . - Mi elhochdeu sch (Ma hias on Beheim,
1343): Abi geschên is in den Tagen ein gebo gînc ûz on dem keise e Augus ô, daz
besc iben wo de de ummec eiz allesamen . 1 Beispiele aus schi ch: 1969, 24 .

124 Kalbos
Kul u | 83 Jah e
- ühmode nes Deu sch (Ma in Lu he , 1522):
ES begab sich abe zu de zey das eyn gepo on dem keyse Augus o aus gieng das
alle well gesche z wu de.
- Mode nes Deu sch (um 1900):
Es begab sich abe zu de Zei , daß ein Gebo on dem Kaise Augus us ausging,
daß alle Wel geschä z wü de.
Ab de Mi e des 19. Jah hunde s e leb e das Deu sche wie ande e
eu opäische Sp achen eine g oße Auswei ung seines Lexikons als Folge de
indus iellen Re olu ion, de En wicklung imme meh spezialisie e
Wissenscha en und Technologien und de e meh en Kon ak e zu ande en
Sp achen du ch Handel, K iege, neue Medien und in jünge e Zei du ch den
Tou ismus. Sei de Mi e des 20. Jah hunde s ha sich die lexikalische
Leihung aus dem Englischen, die ühe begann, e heblich e höh .
Symp oma isch is de Aus ausch al e anzösische Leihwö e du ch
Anglicismen; z. B. Appa emen nach Apa men , Bankie nach Banke , Mannequin nach Model.
die o hog aphischen No men de e schiedenen deu schsp achigen Regionen
kon e gie en bis zum Ende des 19. Jah hunde s wei gehend. Nach ühe en
e geblichen Ve suchen wu de au de 2. Rech sch eibkon e enz (1901) in
Be lin endgül ig eine S anda do hog aphie es geleg , die in den olgenden
Jah en o iziell in den Schulen und de ö en lichen Ve wal ung alle
deu schsp achigen S aa en und Regionen einge üh wu de. Ände ungen
diese No m wu den imme wiede o geschlagen und disku ie . Schließlich
wu de 1996 on den Behö den de eilnehmenden Lände und Regionen eine
übe a bei e e No m e einba , die […] nach einigen leich en Übe a bei ungen
[…] o iziell angenommen und 2006 in den Schulen einge üh wu de.
Au Wunsch de Schauspiele de ielen Thea e im deu schsp achigen Gebie
gab es auch Ve suche gegen Ende des 19. Jah hunde s, die Aussp ache des
gesp ochenen Deu sch zu s anda disie en. 1892 p äsen ie e Theodo Siebs
seine "Deu sche Bühnenaussp ache" (deu sche Aussp ache ü die Bühne).
Seine No m, die haup sächlich au de no ddeu schen A ikula ion de
S anda dsp ache basie e, e lang e jedoch auße halb de Thea e keine
übe egionale Akzep anz, obwohl die Siebs-No m in mäßige Fo m imme noch
einen gewissen Ein luss au die Aussp ache on Radio- und Fe nsehsp eche n
in Deu schland ha . in Ös e eich und de Schweiz un e scheiden sich die
o höpischen No men ü den ö en lichen Geb auch de S anda dsp ache
ge ing ügig on denen de deu schen.
G. S ickel. Was is das? die
En wicklung eine eu opäischen Sp ache: S anda ddeu sch 125
Das deu schsp achige Gebie in Eu opa e lang e seine g öß e Ausdehnung nach
de Kolonisie ung du ch deu schsp achige Siedle und Mig an en im 13. und 14.
Jah hunde . T o z poli ische , mili ä ische und wi scha liche
En wicklungen blieb dieses Gebie bis zum Zwei en Wel k ieg meh ode wenige
kons an . Nach diesem K ieg, de 1939 om Nazi-Regie en "D i es Reich"
ausgelös wu de, wu de das Gebie Deu schlands im Os en e heblich eduzie .
Die deu schsp achige Be ölke ung de e lo enen Regionen wu de gezwungen,
nach Wes en in die e bleibenden Teile Deu schlands und Ös e eichs zu ziehen.
Die na ionalen Va ian en des S anda ddeu schen sind du ch Un e schiede in
kleinen Teilen des Lexikons gekennzeichne , insbesonde e in de ech lichen und
adminis a i en Te minologie und in Ausd ücken, die sich au Lebensmi el
beziehen. Es gib auch einige Un e schiede in de Mo phophonemik und de
Aussp ache. Die na ionalen Va ian en un e scheiden sich auch in de Ve wendung
egionale Va ian en gegenübe de Ve wendung de S anda dsp ache. Im
No den Deu schlands we den im All ag nu wenige ode ga keine Dialek e
e wende , sonde n ehe s anda disie e ode nahezu s anda disie e
pan egionale Va ian en. Im Süden und in Teilen Mi el- und Os deu schlands
we den häu ig egionale So en e wende , die jedoch mi de Fo mali ä de
Si ua ionen e bunden sind. Dialek e we den o zugsweise in in o mellen
Si ua ionen e wende , S anda d- ode as S anda d a ian en in o mellen
Si ua ionen. im Allgemeinen gehen die cha ak e is ischen egionalen So en
zu ück und we den du ch pan egionale So en e se z . Die Ve wendung
egionale Sp ach o men zeichne sich imme noch du ch ein nied iges soziales
P es ige aus, wenn de Sp eche sich nich an die Sp achsi ua ion anpass
( o mal-in o mal, e n-nahe usw.). Die ös e eichische Sp achsi ua ion is
eine sei s du ch dialek ale Va ian en gekennzeichne , die mi einzelnen Regionen
(Bundesland) e bunden sind, und ande e sei s du ch die zunehmende Ve wendung
eine Koiné-Va ian e, die sich on de Wiene Region übe die ös lichen und
zen alen Teile des Landes ausb ei e . Cha ak e is isch ü den Geb auch de
Va ian en in Ös e eich is de Wechsel zwischen egionalen, pan egionalen und
S anda d a ian en inne halb ku ze Disku ssequenzen, abhängig on Fak o en
wie de Beziehung zwischen Sp eche und Zuhö e und dem S a us de
Sp achsi ua ion als o mal ode nich - o mal. die Ve wendung on
nich -s anda disie en Va ian en in all äglichen Sp achsi ua ionen is in allen
sozialen G uppen no mal und nich sozial ma kie . Es gib jedoch einen
Un e schied zwischen s äd ischen und nich s äd ischen So en, wobei die nich
s äd ischen So en als wenige angesehen gel en. Die Sp achsi ua ion in de Schweiz un e scheide sich imme noch on de de beiden ande en Lände , da es eine Diglossie zwischen den Va ian en des Schweize ischen gib .
Kalbos Kul ū a | 83 126 dü sch (schweize isch-deu sch), d.h. die egionalen
(kan onalen) Va ian en des alemannischen Deu sch und de schweize ischen
S anda d o m des Deu schen. Keine soziale G uppe e wende die
S anda dsp ache als No m ü all ägliche Gesp äche. Schweize Deu sche
sp echen Dialek und sch eiben in S anda dsp ache - eine Si ua ion, die in de
Soziolinguis ik als mediale Diglossie bezeichne wi d. Es gib keine In e sp ache
zwischen den medialen So en. De mündliche Geb auch de S anda dsp ache
inde sich nu im o malen Un e ich an Schulen und Uni e si ä en, in
ak o ien ie en Radio- und Fe nsehsendungen, im Pa lamen und in o mellen
Reden. Im Allgemeinen gib es kein soziales P es ige ode S igma isie ung bei de
Ve wendung eine de Va ian en de Schweize ischen Volkssp ache, die eine
g oße Anzahl on meis gegensei ig e s ändlichen egionalen Va ian en
um ass . Abgesehen on de Ve wendung on Dialek en und pan egionalen
Va ian en sind die Un e schiede zwischen den na ionalen Va ian en des
S anda ddeu sches, insbesonde e in seine sch i lichen Ve wendung, nich so
ausgep äg wie beispielsweise die Un e schiede zwischen den
S anda d a ian en des Englischen in G oßb i annien, Aus alien und den
Ve einig en S aa en on Ame ika.
4. LANGUAGE LEGISLATION AND LANGUAGE INSTITUTIONS In Deu schland ha die
deu sche Sp ache keinen e assungsmäßigen S a us wie beispielsweise
F anzösisch in F ank eich, Spanisch in Spanien ode Li auisch in Li auen. Das
heiß , es gib keine Regelung in de deu schen Ve assung wie "Deu sch is
(ode wi d) die S aa ssp ache Deu schlands". Nu besonde e Gese ze
sch eiben Deu sch als Am ssp ache de Ge ich sba kei und de ö en lichen
Ve wal ung o . De S a us des Deu schen als "na ionale" ode "o izielle"
Sp ache ode als eine on meh e en Am ssp achen is jedoch ausd ücklich in
den Ve assungsgese zen Ös e eichs, Liech ens eins, de Schweiz und
Belgiens es geleg . In keinem de deu schsp achigen Lände gib es o izielle
Ins i u ionen mi um ang eiche no ma i e Kompe enz ü die
S anda dsp ache wie beispielsweise die Académie ançaise ü F anzösisch
ode die Academia española ü Spanisch. Die de ac o Kodi izie ung des
S anda ddeu schen lieg in den Händen on Ve lagshäuse n wie Duden e lag,
Be elsmann und ande en ü Deu schland und dem Ös e eichischen
Bundes e lag ü Ös e eich, de das Wö e buch "Ös e eichisches
Wö e buch" e ö en lich . Die Schweiz e üg nich übe ein eigenes
deu sches Wö e buch, sonde n e wende die in Deu schland e ö en lich en Wö e büche .
G. S ickel. Was is das? die En wicklung eine eu opäischen Sp ache:
S anda ddeu sch 127 In Deu schland eilen sich meh e e Ins i u ionen
Funk ionen au , die mi denen eine Sp achakademie e gleichba sind. Das
Ins i u ü Deu sche Sp ache (Ins i u ü die deu sche Sp ache) in Mannheim
is das g öß e Fo schungszen um ü die deu sche Sp ache und konzen ie
sich au die empi ische Besch eibung des mode nen Deu schen und seine
jüngs en Geschich e. Die E gebnisse sind un e ande em eine um ang eiche
G amma ik des zei genössischen Deu schen, spezielle Wö e büche und eine
Vielzahl on Monog aphien und Handbüche n übe e schiedene Aspek e des
Deu schen2. Das Ins i u is auch ü die g oßen Sp achko po en bekann , die
in den le z en 40 Jah en gesammel wu den. Die Deu sche Akademie ü
Sp ache und Dich ung in Da ms ad e sammel enommie e Sch i s elle ,
Dich e , Li e a u k i ike und (einige) Linguis en aus den e schiedenen
deu schsp achigen Lände n mi dem Ziel, die deu sche Sp ache und Li e a u
zu ö de n und zu kul i ie en, indem sie Kon e enzen zu li e a ischen und
sp achlichen Themen o ganisie und Auszeichnungen an he aus agende
Sch i s elle e gib . Das Goe he-Ins i u beschä ig sich in e s e Linie mi
de Ve b ei ung und Fö de ung des Deu schen in nich deu schsp achigen
Lände n. Es gib meh e e ande e, übe wiegend p i a e O ganisa ionen, die sich
um die gegenwä ige Ve wendung und En wicklung des S anda ddeu schen
kümme n. Die bei wei em g öß e, die Ve ein Deu sche Sp ache (Ve ein deu sche
Sp ache) mi e wa 30.000 Mi gliede n, kämp lebha gegen die Ve wendung on
Anglicismen. Die Gesellscha ü deu sche Sp ache (die Gesellscha ü die
deu sche Sp ache) kümme sich eben alls um den Geb auch des
zei genössischen S anda ddeu sches, abe au eine e ns ha e en und
sp achlich beg ünde en G undlage. Die g öße en s aa lich ge ö de en
Sp achins i u ionen a bei en sei 2003 im Deu sche Sp ach a (Deu sche
Sp ach a ) zusammen, einem losen Ve ein mi dem Ziel, das Sp achbewuss sein
de deu schen Be ölke ung zu e besse n. In Ös e eich lieg die
Sp achkodi izie ung in den Händen de Wö e buchab eilung des
Ös e eichischen Bundes e lages, die das Ös e eichisches Wö e buch
(ös e eichisches Wö e buch) e ö en lich . Es gib zwei kleine
Fo schungseinhei en ü das S udium des ös e eichischen Deu schen, die
e s e an de Ös e eichischen Akademie ü Wissenscha und Technologie, die
zwei e an de Uni e si ä G az. Le z e es beschä ig sich haup sächlich mi de Zusammens ellung spezielle Wö e büche und Co pus.
Bis heu e e üg die Schweiz nich übe eine kodi izie ende Ins i u ion.
Eine egula o ische Funk ion wi d on de Schweize ische
e ziehungsdi ek o enkon e enz eDk 2 ausgeüb . Einzelne Ve zeichnisse de Ve ö en lichungen inden Sie un e www.ids-mannheim.de.