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Etymologische Bemerkungen zu lit. „kãmanos“, „kamíenas“, „kumẽlė“

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Etymologische Bemerkungen zu lit. „kãmanos“, „kamíenas“, „kumẽlė“

Author: Bernd Gliwa
Year: 2003
Source: https://journals.lki.lt/actalinguisticalithuanica/article/download/1154/1234
ACTA
LINGUISTICA
LITHUANICA
XLIX
(2003),
5
-
31
E ymologische
Beme kungen
zu
li .
kamanos,
kamienas,
kumélé
BERND
GLIWA
Sa geliai
New
ma e ial
is
p o ided
o
an
e ymology
o
Li h.
kamanos
‘b idle’,
kamienas
‘s em,
bu -end
(o
a
ee,
imbe )’,
kumélé
‘ma e’,
kaman inis
‘ iding
ho se;
hop’
e c.
Special
a en ion
is
gi en
o
he
p ac ical,
e hnological
side
o
he
p oblem,
neglec ed
by
ea lie
e ymologis s.
The
seman ic
de i a ion
o
hese
wo ds
in
ela ion
o
dis inc
IE
oo s
*(s)kem-
‘p ess,
hinde ,
squeeze’,
*(s)kem-
‘bend,
cu e,
bow’,
is
discussed.
The
co espondence
o
Bal .
k-,
Ge m.
h-
and
Sl.
ch-,
p obably
om
IE
*(s)k-
is
ou lined.
Kamanos
is
seen
as
a
de e bal
de i a ion
om
Bal .
*kam-
‘domes ica e’
<
IE
*(s)kom-
‘p ess,
hinde ’
wi h
an
ini ial
meaning
*‘domes ica ion;
ool
used
o
domes ica ion’.
I is
a gued
ha
Li h.
zabo i
‘pu
a
bi
be ween
he
ho se’s
ee h,
cu b,
check’
is
ela ed
o
zAb as
‘mou h...’.
a he
han
o
zAbas
‘wig...’.
E ymologies
o
kamanos
‘b idle’
based
on
an
alleged
meaning
*‘equipped
wi h
wooden
bi s’
a e
ejec ed
due
o
p ac ical
equi emen s
and
a chaeological
da a.
Based
on
he
same
e b
Bal .
*kam-
‘domes ica e’,
kumélé
‘ma e’
could
ha e
o iginally
mean
*‘domes ica ed
ho se’.
Kamienas
‘s em,
bu -end’
could
e e
o
he
conca e
cu e
he
s em’s
su ace
shows
in
axial
di ec ion
nea
he
oo
<
IE
*(s)kem-
‘bend,
cu e,
bow’.
1.
Biiga
e gleich
li .
kKamanos
‘Zaumzeug’
mi
le .
kamanas
‘Schli en’
und
be-
g iinde
dies:
,,Seno éje
kamana
ais¢iai
adino
kas inj
medzio
kamiena
d auge
su
saknimis
[...]
Du
kamienu
su
Saknim,
a si
du
agu
(i8
Gia:
agés
a ba
ogeés
‘Schli -
en’)“
(Biiga
1959:
295).
Die
echnische
Sei e
de
Angelegenhei
is
ein ach
wie
geni-
al,
sowei
es
den
Schli en
be i ,
de
S amm
gib
eine
ge ade
Ku e
und
die
Wu zel
e gib
eine
hal ba e
K iimmung.
Geeigne e
Baume
sind
leich
zu
inden,
und
man
muss
nich ,
wie
de
Fuchs
im
Ma chen,
einen
Baum
beschwo en,
dami
e
geigne e
Fo m
annimm :
,,Pakump
kumpk,
iso
misko
medelis,
pakumpk
kumpk...
I
pakumpes.
Lapé
i
pasidi bo
ogelas.“
(Slanéiauskas
1974:
65).
Dies
nu
als
Hinweis
da au ,
dass
kump i
‘k umm
we den’
geeigne
is ,
die
Ku en o m
zu
besch eiben,
ebenso
lenké
‘Schli enku e’
(meh
Beispiele
hie zu:
Mo kiinas
1977:
101).
Biigas
wei e e
Aus iih ungen
sind
wenige
ibe zeugend:
,,Kad
seno és
kamany
ne u é a
nieko
bend a
su
SikSna
i
gelezim,
odo
posakis
‘kamanoms
eykia
Zabo y’,
y.
a kliui
j
nas us
isp aus i
Zabq
:
Zaba
‘Zaga as’...““
(Baga
1959:
295).
Es
is
siche
imme
mOglich
und
gewohnlich,
dass
au
de
Basis eines
Subs an i s
Ablei ungen
ode
Ve ben
gebilde
we den,
die
mi
dem
konk e en
Gegens and
o zunehmende
Handlungen
besch eiben.
Im
Einzel all
is
das
jedoch
imme
zu
p ii en,
besonde s
bei
seman ischen
Schwie igkei en
und
e l.
Homophonie
zu
hin e agen.
Li .
Zabas
6
|
BERND
GLIWA
‘Zweig;
S iel;
Ge e;
S auch,
Ges auch;
*Gebiss';
iibe .:
was
dii
is
9”
(LEZ,
15 .)
is
Basis
ii
z.B.
Zaba as
‘dinne
Zweig,
S éckchen;
S iel;
S auch;
Ge e;
Spli ’
(LKZ,,.
11 .),
wie
auch
ii
Zaby i
‘schlagen,
hauen’
(LKZ,,,.
18),
“Zab io i
‘mi
Zwei-
gen
belegen;
mi
Ge e
schlagen;
Zweige
ze hacken’.
F aglich
is
abe ,
ob
Zabas
‘Zweig;
S iel;
Ge e...’
auch
ii
Zabd i
‘dem
P e d
das
Gebiss
ins
Maul
schieben;
zahmen,
behe schen; einem
zahmen
Rind
einen
S ick
ode
S oh
ins
Maul
schieben;
mi
dem
Rad
wogegen
ah en;
Ne z
au spannen;
kla en’
(LKZ,.,
19 .)
und
Zabin i
‘um-
assen,
be es igen’,
'Zabuo i
‘P e d
au zaumen’,
zabdngai
‘Falle;
Gebiss
am
Zaum-
zeug;
In igen’
(LEZ,
9)
die
Basis
da s ell .
Wo e ,
in
denen
siche
das
Gebiss
bezeichne
wi d
(gg .
neben
ande en
Bedeu un-
gen),
sind
nun
abe
bes en alls
De i a e
on
Zabé i
und
nich
on
zabas
:
Zabdkliai,
Zab6klai,
zab6klis,
Zabdkles
u.a.
Cee.
19),
ebenso
Zabo iné
‘eine
A
Ziigel’
(LKZ,..
23).
Wii de
es
sich
um
eine
bes imm e
A
on
Zweigen,
e wa
zu
konk e em
Zweck
handeln,
di e
man
eine
Benennung
du ch
eine
di ek e
Bildung
ausgehend
on Zabas
e wa en.
Abgesehen
da on
lieg
mi
Zgslai
‘Gebiss;
Schnauze’
(LKZ,,,,
208)
ein
wei -
e b ei e e
Te minus
zu
Bezeichnung
des
Gebisses
o .
Diese
e gleich
sich
mi
Zandas
‘Kinnbacke,
Kie e ,
Wange’
(F aenkel
1965: 1289,
gl.
Poko ny
1994:
381 .).
Da
man
auBe dem
li .
Zab a
‘Schnauze,
Maul,
Rand
de selben;
Mund’,
zab ai
‘ds.;
We kzeug,
womi
man
e was
zusammend ick ;
Teil
des
Zaumzeugs,
wo an
die
Ziigel
be es ig
we den’,
'zab as
‘Schnauze,
Maul;
Wange,
Gesich ;
Nah ung’,
Zabuciai
‘Knebel
ii
das
on
Saumilch
zu
en w6hnende
Fe kel’
Zabakas
‘Gebiss,
Zaumzeug’,
Zabukliai
‘Gebiss’,
Zabuklai
‘ds.;
Falle’,
Zabulai
‘Mund’,
*Zab as
‘Viel a®;
au d ingliche
Pe -
son’,
*zab as
‘gie ig,
au d inglich
edend’,
zabus
‘ge aBig’,
Zab us
‘scha ziingig;
iel
edend;
schneidig’
(LKZ,,,
23 .),
Zaplé
“Zahn leisch’,
Zaplos
‘Gebiss
am
Zaumzeug’,
Zapsé i
‘gie ig
picken,
schlingen,
iibe .:
essen’
(kaum
onoma opoe isch)
(LKZ,..
162)
und
mi
Nasal:
Zamba
‘Schnauze’,
Zambai
‘Mandeln,
adeni is
colli’?
(LKZ,,
151)
inde ,
is
es
doch
seh
naheliegend,
hie
eine
semasiologisch
analoge
Bildung
zu
e mu en,
wie
sie
ii
Zqslai
‘“Gebiss;
Schnauze’
als
gesiche
gil .
Man
ha e
dann
also
nich s
mi
i gendwelchen
Zweigen
als
angeblichem
Gebiss
zu
un,
sonde n
da-
mi ,
dass
das
Gebiss
in
das
Maul
ges eck
wi d
und
sei lich
des
Mauls
mi
dem
Res
des
Zaumzeugs
sowie
dem
Ziigel
e bunden
wi d.
Dabei
is
en wede
ein
Ve b
bal .
*zab-
‘kla en,
au eiSen
(z.B.
om
Maul)’
anzunehmen,
au
dessen
G undlage
li .
Zab as
*‘Kla endes,
Au ge issenes’
eine
de e bale,
dem
Passi pa izip
nahes ehen-
de
*- o-Bildung
wa e.
Hie an
moéch e
ich
auch
zabdngai
anschlieBen,
en gegen
F aenkel
(1965:
1282 .),
de
dies
zu
zabas
s ell ?,
und
zwa
in
analoge
Bedeu ung
*Au kla endes’,
denn
egal
ob
es
sich
um
eine
Schlinge,
ein
Ne z
ode
eine
zuklap-
:
Die
Bedeu ung
**Gebi8
am
Zaumzeug’
is
ekons uie
und
en s amm
den
linguis ischen,
also
me a-
sp achlichen,
Sch i en
on
Biiga
und
Salys
und
s ell
somi
keinen
sp achlichen
Fak
im
eigen lichen
Sinne
da .
2
Siehe
auch
Poko ny
(1994:
369,
382),
dessen
F age
,,ob
gembh-
‘beiBen’
als
nasalisie e
Fo m
zu
[gep(h)-
,
gebh-
‘Kie e ,
Mund;
essen,
essen’]
geho ?“
(1994:
382)
hie
ein
bejahendes
Indiz
e hal .
Wie
man
eine
Falle
aus
Zweigen
kons uie ,
en zieh
sich
meinem
p ak ischen
Ve s andnis,
es
sei
denn,
man
ha
hie
eine
mi
Zweigen
zugedecke
Fallg ube
im
Sinne,
die
abe ehe
nach
de
G ube
ode
dem
Hinein allen
( gl.
auch
Kluge
1999:
247)
als
nach
den
Zweigen
benann
we den
wide.
Li .
kdmanos,
kamienas,
kumélé
oe:
pende
Falle
handel ,
diese
is
zunachs
ge6 ne .
Ode
man
zieh
*Zab i
‘ es
d iicken’
in
Be ach
und
ekons uie
*Zab-
‘k a ig
d iicken,
beiBen’
>
Zab as
*‘Zubei en-
des,
D iickendes’
>
‘Schnauze’,
wobei
eine
ahnliche
En wicklung
auch
zu
‘Falle’
iih-
en
kénn e.
Speziell
ii
ab as
‘Schnauze...’
sp ich
die
*- o-Bildung
abe
che
gegen
eine
solche
En wicklung.
An
diese
S elle
méch e
ich
au
zwei
p euBische
Wé e ,
sbeclis
—
ede
(E
539)
und
slango
—
gebys
(E
452),
eingehen,
ii
die
jiings
eine
neue
E ymologie,
und
zwa
als
En lehnung
aus
dem
Deu schen,
o geschlagen
wu de
(Smoczynski
2000:
198—
201).
G und
de
K i ik
an
dem
bishe
e ablie en
Ve gleich
mi
li .
Zab6klai
‘Gebiss’
( gl.
Maziulis
1997:
78)
sind
zum
einen
seman ische
E wagungen,
da,
wenn
man
den
oben
k i isie en
Gang
2abas
‘Zweig,
S ock’
>
Zabdklai
‘Gebiss’
akzep ie ,
on
hie -
he
eine
En wicklung
zu
sbeclis
‘Fede
im
Schloss’
schwe
e kla ba
bleib .
Zwei ens
wi d
die
anlau ende
Wo g uppe
sb-
(mi
d .
Lau we ),
phonologisch
en sp echend
zb-,
als
ohne
Pa allelen
im
Bal ischen
e kla
und
dahe
als
sp-
in e p e ie
( gl.
Smoczynski
2000:
198).
Diese
A gumen a ion
méch e
ich
wide sp echen,
denn
es
is
nich
ge ech e ig ,
e s
sbeclis
als
Einzel all
ii
das
Vo kommen
on
sb-
anzu-
iih en,
wenn
man
ku z
da au
auch
slango
als
Sch eib ehle
aus
*sbango
o s ell
(Smoczynski
2000:
201).
Somi
gib
es
zwei
Falle
ii
sb-,
die
sich
gegensei ig
s ii -
zen.
Dass
es
keine
Pa allelen
in
ande en
bal ischen
Sp achen
gib ,
is
meines
E ach-
ens
du ch
eine
p euBische
Besonde hei
zu
e kla en,
den
Aus all
des
(unbe on en)
Vokals
de
E s silbe
wie
z.B.
im
O snamen
Pa engel
(1298)
>
spa e
P engel
(Smoczyniski
2000:
24,
43).
Was
nun
die
seman ische
En wicklung
angeh ,
so
olg
aus
obigen
Be ach ungen,
dass
mo phologisch
p .
slango
‘Gebiss’
li .
Zabdngai
‘Fal-
le’
en sp ich
und
p .
sbeclis
‘Fede
im
Schloss’:
li .
*Zabéklis
(Maziulis
1997:
78),
mi
eine
as
diame alen
Bedeu ungs e eilung.
Lass
man
li .
Zabas
“Zweig,
S ock’
beisei e
und
e gleich
semasiologisch
mi
li .
spés i
‘spannen;
Falle
s ellen’,
spqs ai,
spGslai
‘Falle’,
spe idelé
‘Fede
am
Schloss’
<
ig.
*(s)pen-d-
‘spannen,
ziehen,
spinnen’
(F aenkel
1965:
862,
865),
so
sieh
man,
dass
eine
solche
En wicklung
du chaus
iiblich
is ,
wobei
obiges
*Zab-
‘kla en,
au eiBen
(z.B.
om
Maul)’
ielleich
besse
als
‘(au )spannen’
anzuse zen
wa e.
Somi
is
de
adi ionelle
Ve gleich
mi
den
li .
En sp echungen
au ech zue hal en,
alle dings
s eng
on
Zabas
‘Zweig,
S ock’
zu
ennen.
Li .
'Zab io i
‘P e d
au zaumen’
und
Zaboé i
‘dem
P e d
das
Gebiss
ins
Maul
schie-
ben;
zahmen,
behe schen;
einem
zahmen
Rind
einen
S ick
ode
S oh
ins
Maul
schie-
ben;
mi
dem
Rad
wogegen
ah en;
Ne z
au spannen;
geh6 en
zu
de
Sippe
um
Zabus
‘ge aBig’,
'Zab as
‘Maul...’,
wah end
*Zabuio i
‘mi
Zweigen
belegen;
mi
Ge e
schla-
gen;
Zweige
ze hacken’
a sichlich
eine
Bildung
zu
Zabas
‘Zweig;
S iel;
Ge e’
is .
Hinweisen
moch e
ich
auch
da au ,
dass
die
ibe agene
Bedeu ung
Zabo i
‘zahmen,
behe schen’,
Zaboklai
‘2.Ve bo ,
Hemmnis’
nich
zwingend
au das
‘dem
P e d
ein
Gebiss
anlegen’
zu iickgehen
muss,
sonde n
ebenso
on
Zaby i
‘schlagen,
hauen’,
*zabuio i
‘mi
Ge e
schlagen’
also
on
de
Benu zung
de
Ge e
als
Hii emi el,
mi
de
Tie e
ange ieben
und
ge .
geschlagen
we den,
he kommen
kann.
Wenn
es
eine
de a ige
Ablei ung,
ausgehend
on
Zabas
‘Zweig;
S iel;
Ge e...’
geben
soll e,
dann
is
diese
so
zu
beg iinden.
|
BERND
GLIWA
2.
So
man
also
de
Idee,
dass
die
Schli enku en
aus
einem
ausgeg abenen
Baum
sam
eine
de
Haup wu zeln
ange e ig
wu den,
nachgeh ,
e sieh
man,
dass
die
K iimmung
in
de
Ku e
genau
an
de
S elle
is ,
wo
die
Wu zel
om
S amm
weggebogen
is .
Dahe
is
es
du chaus
in e essan
zu
p ii en,
ob
li .
kamienas
‘dickes
Ende
des
S ammes’
sich
nich
au
genau
diese
S elle
am
S amm
bezieh ,
denn
beginnende
Wu -
zeln
iih en
zu
eine
Ve dickung
des
S ammes,
die
diesen
do
on
de
sons
nahe ungs-
weise
kegela igen
Fo m
des
S ammes
abb ing
und
ii
eine
hohle
(konka e)
K iim-
mung
de
S ammobe lache
in
Wuchs ich ung
so g .
Konk e ,
k6nn e
es
sich
also
um
eine
Bildung
au de
G undlage
eines
Ve bs
bal .
*kam-
‘biegen’
handeln?
Die
Nahe
de
Bedeu ungen
‘biegen,
sich
d ehen’
und
‘dickes
S ammende,
S amm’
ha
Simas
Ka aliiinas
au gezeig
mi
diesen
Paa en:
Ziolis
‘dicke
Baum,
S amm,
Eisenbahn-
schwelle’:
2 il i
‘neigen,
beugen’,
kuké
‘Holzs iick,
Klo z,
S iick
om
S amm...’:
kak i
‘biegen,
he abbeugen’,
giioga,
gudgas
‘Knii el,
Keule
mi
dickem
Ende’:
gig i
‘neigen’,
la .
gudzé
‘susi ie us
sédé i’
(Ka ali inas
1987:
12-13).
Da ii ,
dass
li .
kamienas
ei-
gen lich
nich
den
ganzen
S amm,
sonde n
nu
dessen
dickes
Ende
mein e,
sp echen
auch
die
Ein age
im
handsch i lichen
Lexicon
Li huanicum
aus
dem
17.
Jh.:
kamiena
—
S amend
des
Baums
und
liemii
—
S am
eines
Baums
(D o inas
1987: 357),
auch
wenn
de
He ausgebe
im
Index
e me k :
,,kamiena,
medzio
liemuo:
kamiena*
(D o inas
1987:
509).
Da
diese
auch
sch eib
,,Kai
abejojama
del
a s a ymo
ik umo,
asomas
klaus ukas,
o
okiy
zodziy
eiksmé
aiskinama
pagal
okieciy
kalbos
zodziy
eikSme“
(D o inas
1987:
481),
kann
man
e sehen,
dass
hie
an
de
Bedeu ung
nich
gezwei el
wu de,
o eilige weise.
Wei e
kaména
‘Ende
des
S ammes;
dickes
Ende
eines
ge all en
Baumes’
(Nesselmann,
LKZ,,
175),
kamblys
‘S amm,
S iel;
dickes
Ende
des
S ammes’
(LKZ,,
174).
Ein
Rezensen
eine
iihe en
Ve sion
dieses
Au sa zes
ha e
eingewende ,
dass
le .
kamanas
‘Schli en’
zunachs
mi
le .
kamans
‘dickes
Ende
eines
Balkens’,
so-
wie
mi
ech.
kmen,
pol.
kien
usw.
zu
e gleichen
is .
Diese
adi ionellen
Sich
ig
F aenkel
auRe dem
noch
uss.
kom
‘Klumpen’
bei
(1962:
212).
Das
kann
so
nich
akzep ie
we den,
denn
e s ens
sind
die
Schli enku en
(zumeis
Plu alia
an um)
k umm
und
nich
e dick
und
zwei ens
is
das
dicke
Ende
eines
Balkens
mi
dem
dicken
Ende
des
ge all en
S ammes
iden isch,
denn
Balken
aus
dem
Sagewe k
gib
es
noch
nich
lange,
auch
ha en
die
kein
dickes
Ende
—
hie
gil
also,
was
zu
kamienas
gesag
wu de.
Wah end
e wa
kampa
‘Auswuchs
am
Holz,
Mase ...’
(KZ:
179)
noch
als
knollen é mig
angesehen
we den
kann,
is
eine
solche
Deu ung
bei
einem
S amm
ode
S engel
e was
wei
he gehol .
Da
diese
nich
klumpen o mig
sind
und
auch
nich
zusammengeball
wu den,
miiss e
man
eine
Ube agung
in
de
Bedeu ung
anneh-
men,
ielleich
beginnend
mi
Klo z
ode
S ump ,
die
abe
auch
nich
so
a g
klumpig
sind.
Mein
Gegen o schlag:
die
Bedeu ung
beginn
mi
bal .
*kam-
‘k iimmen’
und
be-
zieh
sich
au
die
S elle
eines
S ammes
ode
S iels
an
de
diese
in
die
Wu zel
ibe -
geh
ode
auch
an
de
As e
abzweigen.
Ve allgemeine ,
pa s
p o
o o,
kann
dami
de
ganze
S amm
ode
S iel
benann
we den.
Bleiben
Klo z
und
S ubben.
Einen
S ubben
e hal
man
wenn
man
den
S amm
all ,
und
zwa
an
genau
de
S elle,
die
die
konka e
K immung
au weis .
Somi
haben
Li .
kdmanos,
kamienas,
kumélé
|
9
also
beide,
S amm
und
S ump ,
Teil
an
de
K iimmung
und
das
Rech , diesen
Namen
zu
iih en.
Dass
es
spa e
zu
eine
Lexikalisie ung
und
Besch ankung
au
S amm
ode
S ump
komm ,
is
zu
e wa en
und
s eh
dem
nich
en gegen.
Was
nun den
Klo z
be i ,
so
mégen
hie
einige
p ak ische
Beme kungen
angeb ach
sein:
man
all
einen
Baum
als
Bauholz
ode
B ennholz.
Als
Bauholz
ungeeigne
sind
k umme
und
as eiche
Abschni e,
Ve zweigungen.
Ve as elungen
sind
nun
auch
schwe
zu
ze hak-
ken
und
dami
wie
auch
Wu zelballen
als
B ennholz
ungeeigne
(auBe
in
einem
o e-
nen
Lage eue
ode
zu
Pechgewinnung).
Nun
sind
abe
solche
as eichen
Abschni -
e,
ge ade
weil
sie
nich
zu
spal en
sind
und
das
Holz
hie
besonde s
dich
und
hal ba
is ,
auBe o den lich
geeigne
als
Klo z
zum
Hacken,
Fleische n
usw.
Dami
kann
auch
hie
die
K iimmung
abzweigende
As e
ode
Wu zeln
G undlage
sein
und
de
og.
Einwand
als
solche
is
hin allig,
bzw.
soga
in
olle
Ube eins immung
zu
dem
hie
Da ges ell en,
inso e n
als
alle
Te mini
zu
eine
G undlage
ig.
*kom-
‘k iimmen’
ge-
s ell
we den
kénnen.
Ganz
abgesehen
da on,
is
de
Ve gleich
on
kamienas
mi
éech.
kmen
‘Halm,
S amm’,
poln.
kien
‘Klo z,
S ump ,
S ange’ ums i en.
ESSJ
ekons uie
sl.
*kemens,
wohe
Cech.
kmen
‘S iel,
Geschlech ,
Sippe”,
<
ig.
*kn-men
mi
Su ix
-men-
(ESSJ,,,,
196)
und
e wand es
mi
Fo mans
-n-
*kena/kone
(ESSJ,,,,
196,
205),
wozu
poln.
kien
‘Klo z,
S ump ,
S ange’
ges ell
wi d
(ESSJ,,,,,
205),
welches
seine sei s
mi
li .
kdinas
‘Ko pe ’
sowohl
seman isch
‘K6 pe ’
—
‘Klo z’
als
auch
o mal
*k
‘au quellen,
an-
schwellen’
e glichen
wi d (ESSJ,,,,
205),
wozu
mégliche weise
a uss.
KuHamuca,
KolHamuca
‘sich
an
einem
O
zusammen inden’,
cunaxyca
‘schwi en,
schwa men
(insbes.
on
Bienen)’
(ESSJ,,,,,
264).
Nach
ESSJ
gehd
li .
kamienas
wohl
ehe
zu
sl.
*kome
(ESSJ,.,,,
196)
>
poln.
dial.
kom
“Klumpen,
Knauel’
u.a.
(ESSJ,,
179 .).
F aenkel
bes ei e
den
Zusammenhang
on
kiinas
mi
poln.
kien
wegen
des
li .
@
und
s ell
kien
zu
kamanos,
welches
wiede um
mi
kamuolys,
kamuo i
usw.
und
sl.
*kamy
(Gen.
*komene,
n-S amm)
uss.
kom ‘Klumpen’
(1962:
214).
Die
da ges ell e
seman ische
En wicklung
ibe zeug
in
beiden
Fallen
nich .
De
Gedanke,
dass
kamienas,
kamiena
‘S amm,
dickes
Ende
des
S ammes’
u sp iing-
lich
adjek i isch
wa ,
mi
de
Endung
-iena-
<
*-eina-
(Ska dzius
1996:
287 .)
und
somi
sinnige weise
Nomina
a ibu i a
da s ellen
(Amb azas
2000:
152),
wide -
sp ich
de
o ge agenen
Sich
keineswegs,
nu
is
seman isch
de
Anschluss
an
bal .
*kam-
‘k immen’,
s a
an
*kam-
‘zusammenballen’
zu
be o zugen.
Kamienas
is
also
die
S elle
am
S amm,
die
eine
K immung
au weis .
3.
Kamanos,
kamana,
kamana
benenn
‘lede nes
Zaumzeug
mi
Gebiss’
(LKZ,
167-169),
wobei
die
sepa a e
Nennung:
[a klys]
nuog
kamany
i
zqsliy
uoj
nu ims a
(LKZ,,
169),
diese
Aussage
ela i ie ,
denn
wenn
kamanos
unmiss e s andlich
das
Gebiss
einschlieBen
wii de,
e iib ig e
sich
solch
eine
Aussage?.
Die
in
Liede n
iibliche
Angabe:
i§
Silky
kasy
kamanéles
(z.B.
@
LKZ,
169)
is
wohl
ibe agen
zu
e s ehen
7
Die
Beg i e
im
amilia en
Zusammenhang
sind
sekunda e
Ube agungen
ege a i e
(Vo )bilde ,
wie
z.B.
auch
nhd.
S amm,
S ammbaum,
seine
Wu zeln
i gendwo
haben,
Sp oss,
Geschlech .
Man
sag
ja
auch
nich
*ich
ah e
mi
dem
Au o
und
ie
Rade n,
da
das
Au o
die
Rade
unbeding
ein-
schlieB .

10
|
BERND
GLIWA
und
bezieh
sich
au
Zi gas
‘Ross,
Rei p e d’,
so e n
es
symbolisch
ii
den
Jiingling
s eh
(z.B.
S uoga
1957:
307-312),
nich sdes o o z
wi d
un e
dem
Beg i
kamanos
auch
de
Ziigel
subsummie :
Kamanuzés
ankuzéléj
jojau
(Juska
1955:
I
160 .,
N .
564).
Das
Zaumzeug
ohne
Gebiss
hei
z.B.
apinas is
wie
man
de
Aussage
kKamanos
su
Zabokliais,
o
apinas is
be
Zabokliy
—
—
jis
ik
a
(LKZ,,,.
19)
en nimm ,
ode
auch
apinas is
(LKZ,
216),
apygal is
(LKZ,
205,
1063)
und
es
wi d
da au
hingewiesen,
dass
dieses
bei
einem
gu en,
hie
im
Sinne
on
gu
d essie em,
P e d
auch
die
kamanos
e se z .
Ande e sei s:
ge o
a klio
i
uz
apinas io
nenu u esi
(LKZ,
216),
wobei
ge as
a klys
hie
wohl
i
‘s a kes
P e d’
s eh .
An
diesem
Riemensys em
kann
man
ein
Gebiss
be es igen
und
an
eben
jene
S el-
le,
an
de
das
Gebiss
mi
Riemen
e bunden
we den
und
auch
de
Ziigel
g ei ,
kann
noch
je
ein
Wangens iick,
li .
Jauz ikai,
be es ig
we den
(a chadologisches
Ma e ial
nebs
Rekons uk ion
zu
Anschauung
z.B.:
Volkai é-Kulikauskiené
1999:
316-327,
Kulako
2002:
215 ),
dass
beim
Ziehen
am
Ziigel
zusa zlichen
D uck
au
die
P e de-
wange
ausiib
und
dieses
so
zu
eine
Rich ungsande ung
zwing .
Ein
solche
B echzaum
heiB
en wede
ples inés
ode
lauz inés:
pleB innes
-B echzaum
(LEX
19a,
in:
D o inas
1987:
102),
kamanos
ple ines
|
zu ay
/
di ay
-
monB uk
koni {ki
(SD,
179,
in:
Lybe is
1979:
277),
lau inés,
lauz iniai,
lauz inis,
lauz u és
‘Zaumzeug
mi
‘Wangens iicken’
S o
Zi geliai...
lauz inéliais
pazabo i
(Lied ex ,
Kl D
236,
zi .
LEZ
207),
lauz ikai
“Wangens iick
am
Gebiss’
(LKZ,,,,
207 .).
In
beiden
Fallen
is
die
E ymologie
i ial
und
deu e
au
Gewal anwendung-
lduz i
‘1.
b echen;
6.
Rich ung
ande n;
10.
s echen,
schme zen;
11.
zwingen...’
(LKZ,,,,
201 .),
plés i
‘1.
ab eiBen;
2.
mi
K a
zu
Sei e
eiBen...
’
(LKZ,
179 .).
Ve gleichsweise
unkla
is
die
En wicklung
on
li .
b izgilai,
b izgilas,
b izgilis,
b izgilos
‘Gebiss;
Zaumzeug
mi
Gebiss;
Schmuck
am
Zaumzeug;
Beschlage
am
Schli en;
Mund’
(LKZ,
1063 .),
ap .
b isgelan
‘Zaum(zeug)’,
ielleich
e wand
mi
b izduklis
‘Zaumzeug
(nu
Riemen)...
>
(LKZ,
1099)
(F aenkel
1962:
60 .,
Maziulis
1988:
157 .,
161 .
und
Li .).
Seman isch
sieh
man
en wede
eine
Ausgangsbedeu ung
in
*‘bammeln,
klappe n’
(Topo o
1975:
252 .)
gl.
b azgiliai
‘Glocken
am
Hals iemen
des
P e des’
und
das
Ge ausch
das
du ch
Kon ak
on
Zahnen
und
Gebiss
en s eh ,
ode
*‘was
abgespal en
is
und
als
Gebiss
aug ’
(Maziulis
1988:
158).
Unkla
is
ein
e l.
Zusammenhang
mi
b qzlai
‘Eisen
an
Zaum-
und
Gu zeug’,
b qzgé i
‘knacken’
u.a.
sowie
mi
b a ik as
‘S angholz;
Schwengel;
(allg.
Holzschei
zu
spez.
Zwecken)’
(LKZ,
1002 .),
das
au allig
iele
gemeinsame
Bedeu ungen
mi
b izduklis
au weis .
Nach
diese
ku zen
Ube sich
ibe
Teile
und
Benennungen
des
Zaumzeugs,
kann
man
mi
e was
Sachkenn nis
au
kamanos
zu iickkommen.
V.
Maziulis
ekons uie
os bal .
*kamana-
‘was
gewisse
Knauel,
Unebenhei en
au weis ’
<
Subs .
bal .-sl.
*kama-
‘Zusammenballen,
Knauel’
mi
Su ix
*-na
(MazZiulis
1993:
102).
Dabei
is
unkla ,
wo
denn
hie
das
knauel 6 mige
E was
zu
inden
is .
Maziulis
dazu,
ausge-
hend
on
dem
eingangs
zi ie en
Gedanken
Bigas:
,,*‘p imi y ia
ogiy
pa aza
(mazy e)
kai
kuo
p imenan is
zabas’
=
*‘medinis
zaboklis’**
(Maziulis
1993:
102).
F aenkel
schein
eben alls
das
Gebiss
als
klumpen-
ode
s engel 6 miges
Gebilde
als
Mo i a-
ion
ii
die
Benennung
anzusehen
und
e gleich
mi
le .
kamans
“dickes
Ende
eines
Balkens’,
kKamanas
‘Schli en’,
Gech.
kmen
‘Halm,
S amm’,
poln.
kien
“Klo z,
S ump ,
Li .
kamanos,
kamienas,
kumélé
i
41
S ange’,
uss.
kom
‘Klumpen’,
le .
kams ‘Klumpen,
g oBe
Masse,
Klo8’
(1962:
212).
Wie
man
den
Aus iih ungen
wei e
oben
en nehmen
kann,
is
ein
Zaumzeug
ohne
Gebiss
seh
wohl
méglich,
nich
abe
ein
Gebiss
ohne
Zaumzeug.
Mi
einige Siche -
hei
is
auch
die
echnische
En wicklung
in
diese
Reihen olge
ons a en
gegangen
und
es
is
sinn oll,
anzunehmen,
dass
es
eine
Bezeichnung
des
Zaumzeugs
ohne
Gebiss
gegeben
ha .
Ob
diese
Bezeichnung
e hal en
is ,
is
na ii lich
ibe haup
nich
siche .
Wenn
sie
e hal en
is ,
dann
kommen
kémanos
und
b izgilai
in
die
enge e
Wahl,
e l.
auch
apinas is.
Es
ging
bei
dem
Zaumzeug
zunachs
nich
um
die
konk e e
Fo m®,
sonde n
zunachs
um
eine
Funk ion,
namlich
das
P e d
zu
zahmen
und
zu
behe -
schen’.
Diese
unk ionelle
Sich
spiegel
sich
e wa
in
a klys
<
*a klja
‘P e d,
das
ei-
nen
Hakenp lug
zieh ’
da
(Ska dzius
1996:
62;
MazZiulis
1993:
103).
Das
Zaumzeug
kamanos
is
nun
das
wich igs e
Mi el,
um
das
P e d
zu
zahmen
und
zu
A bei
e -
wenden
zu
kénnen.
Fii
die
A bei ,
die
e s
nach
dem
Zahmen
einse zen
kann,
kom-
men
dann
noch
wei e e
Geschi e
hinzu,
e wa
Kumme
mi
Gu en,
um
P lug
ode
Wagen
anzuspannen.
Maiiulis’
Sich :
Subs .
kamanos
<
Adj.
kamana
*‘gewisse
Unebenhei en,
Knauel
au weisend’
<
Subs .
bal .-sl.*kama-
‘Klumpen,
Zusammenballen’
<
Ve b
bal .-sl.
*kam-
‘zusammend iicken,
ballen’
(1993:
102)
s imme
ich
beziiglich
des
Ansa zes
*kam-
‘zusammend iicken,
ballen’
zu,
sehe
jedoch
keinen
G und,
de
gegen
eine
di-
ek e
de e bale
Bildung
sp ich .
Siche
is
es
ko ek ,
dass
eine
beach liche
Zahl
on
Adjek i en
mi
dem
Su ix
-ana-
gebilde
we den,
wie
z.B.
da ganas
‘unangenehmes,
egne isches
We e ’
:
dd ga
‘ds.’
(Ska dZius
1996:
226 .
O ebski
1965:
174).
Das
e laub
abe
keinen
Ansp uch
au
AusschlieBlichkei ,
denn
daneben
gib
es
auch
ech
de e bale
Bildungen
mi
-ana:
gabana
‘ein
A m
ol
Heu
0.4.’
liékana
‘Res ’,
pali kanos
‘E n e;
Zinsen’,
pléiskana
‘Schinn
(mannl.
Han )’,
askana
‘Augenei e
’
(Ska dzius
1996:
227 .),
agana
‘Hexe’
(Gliwa
2003:
1-8),
do ana
‘Geschenk;
Geben’
(LKZ,,
616),
wie
auch
mi
-ena:
miiSenos,
musena
‘Schlagen’,
ba ena
‘Schimp en’,
do ana
“Geschenk;
Geben’
(LKZ,,
616,
Amb azas
1993:
59 .,
94 .,
).
Solche
di ek
de e balen
Bildungen
ehlen
jedoch
mi
-anas,
genauso
wie
ablau endes
-ena
ode
-sena, mi
zu-
sa zlichem
-s-,
welches
einem
(P o o-)Fu u ma ke
zu
en s ammen
schein
(MazZiulis
1988:
152 .,
Amb azas
1993:
61
und
Li .),
zu
Bildung
on
Abs ak a
wie
eisena
‘Gang-
a ;
Umzug’,
in
de
Regel
keine
Pa ne
mi
-enas
bzw.
-senas
au weis .
Ablau end,
in
de
Schwunds u e,
geh6 en
hie zu
mégliche weise
agmen a isch
o handene
Ve b-
o men
(ak i e
Halbpa izipien)
au
-ina-:
ekinas
‘eilend’,
édinas
‘ ilh end’,
de en
Bildung
aus
syn ak ischen
E wagungen
deu lich
o einzelsp achlich
sein
muss
( gl.
Gliwa
2003a).
E was
ande s
als
on
MaiZiulis
wi d
die
Angelegenhei
on
einem
Rezensen en
die-
ses
Au sa zes
da ges ell ,
wonach
es
sich
um
ein
hélze nes
Gebiss
handele,
das
dem
®
Wenn
man
den
P ozess
seine
He s ellung
be iicksich ig ,
soll e
man
au
Bedeu ungen
wie
‘binden,
kno en,
umwinden’
zu iickkommen.
a
In e essan
wa e
auch
die
F age,
wie
sich
die
Desak alisie ung
des
eins
im
eligidsen
Kul
wich igen
P e des
( gl.
Puh el
2001:
293;
Gimbu iené
1996:
263)
denn
mi
de
Domes izie ung
e ag .
Ge ade
dahe
mach e
sich
auch
ein
neue
Name
gegeniibe
dem
e e b en
as a-
‘P e d’
e o de lich.
12
|
BERND
GLIWA
P e d
ins
Maul
geschoben
we de,
denn
hie
geh
es
nich
meh
p ima
um
die
Fo m,
sonde n
das
Ma e ial,
also
eine
Ablei ung
zu
einem
nich
bezeug en
bal .
*kama-
‘S amm,
S iel’
>
kamanos
*‘was
hdélze n
is ’
>
**Zaumzeug
mi
einem
hdlze nen
Gebiss’.
Zunachs
deu e
die
wei aus
ibe wiegende
Ve wendung
als
Plu ale
an um
nich
au
die
Benennung
nach
einem
einzelnen*
S iick
Holz,
dass
dem
P e d
als
Gebiss
ins
Maul
geschoben
wo den
wa e.
Da iibe hinaus
is
es
eine
d as ische
Behaup ung,
dass
das
Gebiss
aus
Holz
gewesen
sei.
Zaumzeug,
das
on
A chéologen
ge unden
wu de,
weis
en wede
me allene
Gebisse
au
(z.B.
Volkai é-Kulikauskiené
1999:
316-
327,
Kulako
2002:
215 .)
ode
solche
aus
Ho n
ode
Knochen
(Funds iicke
um
4500
.
Ch .,
Gimbu iene
1996:
259;
1.
J .
.
Ch .
Luch anas
1992:
70),
on
e hnog aphi-
schen
Be unden
ganz
zu
schweigen.
Aus
de
a cheologischen
Li e a u
is
mi
kein
Hinweis
au
hélze ne
Munds iicke
bekann .
Das
beweis
alle dings
wenig,
da
de
Ein-
wand,
dass
Holz
e mu lich
nich
e hal en
wa e,
hie
be ech ig
is .
Wei e hin
da ie
man
die
iihes en
au
li auischem
Gebie
ge undenen
P e deg abe ,
die
Haup quelle
ii
Funde
on
Zaumzeug,
e s
um
das
2.-4.
Jh.
AD
(Volkauskai é-Kulikauskiené
1999:
310,
Va nas
1998:
291-294).
Also
gehen
wi
die
F age
on
de
p ak ischen
Sei e
he
an:
kann
es
hélze ne
Gebisse
gegeben
haben?
Is
es
méglich,
solche
anzu e -
igen
und
zu
e wenden?
Mi
diese
F age
wende
man
sich
zweckmaBige weise
an
p ak isch
denkende
P e dehal e .
Seh
skep isch
wi d
e wogen
ob
Eiche
dazu
e -
wende
we den
konn e,
jedoch
gleich
be on :
,,a klys
gi
s eika os
u i“
(S.
Sigi a icius
2002,
pe s.
Mi eilung).
Die
mégliche
Dicke
eines
solchen
Holzes
wa e
beg enz
da-
du ch,
dass
das
P e d
ja
noch
a men
muss,
die
Zunge
nich
s illgeleg
we den
und
das
Maul
nich
o ens ehen
soll e.
Zum
F essen
k6nn e
man
e l.
das
Munds iick
abneh-
men,
was
ohnehin
on
einigen
P e dehal e n
auch
mi
dem
eise nen
zweiglied igen
(Bewegungs eihei
ii
die
Zunge!)
Munds iick
ge an
wi d,
insbesonde s
iihe ,
als
P e de ausgelas e e
und
wich ige
wa en
als
heu e.
In
ex emen
Si ua ionen
kénn e
man
also
ypische
einmal-benu zen-und-wegwe en
Gebisse
aus
Holz
e wenden.
Die
Ve mu ung
on
Sigi a icius,
dass
man
be ei s
Me all
kann e
und
e wende e,
als
man
P e de
au zaum e
(2002,
pe s.
Mi .),
deck
sich
du chaus
mi
dem
was
geleh e
Lin-
guis en
(Me all
um
4000
.
Ch .
bei
den
Indoge manen,
Eule
2002:
47 .)
und
A -
chaologen
( o behal lich
de
Unsiche hei
de
Zuo dnung
on
Funden
zu
Sp ach-
g uppe)
dazu
sagen
und
en zieh
de
Diskussion
as
jede
G undlage.
Denn,
wenn
man
e gleichsweise
hal ba e
Munds iicke
aus
Me all
an e igen
konn e,
wa en
e l.
Holzs iicken
in
diese
Funk ion
nu
minde we ige
E sa z
und
konn en
kaum
die
Namensgebung
mo i ie en.
Auch
Knochen
sind
wei aus
besse
geeigne ,
und
die
s an-
den
mi
Siche hei
zu
Ve iigung
—
J.
Seskauskas
ges eh
Knochen
abe
auch
nu
eine
Hal ba kei
on
wenigen
Wochen
zu
und
e inne
sich,
dass
e
als
junge
Land-
wi
(bis
1950)
schon
seh
diinne,
abgenu z e
Munds iicke
e wende e
(2003,
pe s.
Mi .),
was
die
beg enz e
Lebensdaue
soga
on
eise nen
Munds iicken
zeig .
Wenn
man
die
Funk ion
des
Zaumzeugs
be on
und
den
Ansa z
bal .
*kam-
‘zu-
sammend iicken,
ballen’
mi
eine
mégliche weise
de e balen
Bildung
in
E wagung
#
Das
Schni zen
on
Holzke engliede n
is
zwa
méglich,
abe
ex em
au wandig
und
on
seh
ge inge
Hal ba kei .
Li .
kamanos,
kamienas,
kumélé
|
3
zieh ,
kann
man
in
Hinblick
au
hie he
gehd iges’
kKaman iné i
‘aus agen,
e hé en;
mi
F agen
belas igen’
(LKZ,,
170)
kKamuo i
‘miihen,
qualen;
dienen...’
(LKZ,:
191;
so
auch
F aenkel
1962:
214)
eine
ibe agene
Bedeu ung
e sehen,
die
dem
P ozess
des
Zahmens,
Behe schen
des
Tie es
nahes eh ,
auch
wenn
die
konk e e
Bedeu-
ung
‘zahmen,
domes izie en’
<
*‘ans
Haus
gewohnen’
(Eule
2002:
46;
Poko ny
1994:
198-200)
ehl .
Jedoch
sind
li auische
Beg i e,
die
das
Zahmen
benennen
abwei-
chend
mo i ie ,
eine sei s
li .
(p i-)jaukin i
‘(e was,
jmdn.)
angewohnen’,
jauké i,
jauk i
‘(sich)
an
e was
gewOhnen’:
ja kas
“K6de ’
(LKZ,,
300 .),
(p i-)junkin i,
jlinky i,
junk i
**(an)gewohnen’:
junklas
‘Kode ’
(LKZ,,,
385 .)
<
*‘du ch
Kéde ,
F essen
ange-
wohnen’,
ande e sei s
e e ie en
sie
auch
den
ande en
Teil
des
Rezep es
,,Zucke b o
und
Pei sche“,
namlich
s admdy i
‘ és en,
linde n;
zahmen,
zu iickhal en,
un e we -
en;
e bie en;
ze s é en...’”
(LKZ,.,,
S56 .)
:
em i
‘niede schme e n,
s oBen,
e -
bannen...’
(F aenkel
1965:
1117);
wa dy i
‘be uhigen,
behe schen,
hemmen’
(LKZ,,,,,
217)
:
é i
‘ assen,
e g ei en;
umzaunen...’
(F aenkel
1965:
1152 .).
Dahe
e schein
es
méglich,
die
gewal same
Zahmung
bzw,
Behe schung,
und
genau
dazu
bend ige
man
ja
das
Zaumzeug
( gl.
lauz i,
ples i!),
du ch
bal .
*kam-
‘zusammend iicken,
bal-
len’,
welches
K a anwendung,
insbesonde e
D iicken,
einschlieB
<
ig.
*kem-
‘zu-
sammend iicken,
p essen,
hinde n’
(Poko ny
1994:
555 .;
Rix
e
al.
2001:
329),
zu
benennen.
Zu
Wo bildung:
p ima e
bal ische
Bildungen
mi
-ana
scheinen
o wiegend
Abs ak a
(Nomina
ac ionis)
zu
bezeichnen,
on
wo
aus
Bedeu ungsiibe gang
zu
Kon-
k e a
(Nomina
ac i)
do ana
‘Schenken’
>
‘Geschenk’
neben
do is
‘Geben;
Ra ion;
Auss eue ’,
do as,
do ilas
“Geschenk,
Mi gi ’
(LKZ,,
615 .)
ode
zu
Nomen
Ins .
e olg e.
Diese
Sich
e i
ii
-ena
auch
Amb azas:
kasena
‘das
G aben’
>
‘We k-
zeug
zum
Ge aBe
schni zen’,
mé ena
‘Hieb’
>
‘Pei sche,
Ge e;
Schlinge’.
(Amb azas
1993:
194).
Daneben
inde
man
auch
p ima e
Konk e a
wie
liékana
‘Res ’
<
*‘was
zu iickgelassen
wu de’:
lik i
‘zu iicklassen’
,
aSkana
‘Augenei e ’
<
*‘was
he aus-
gep ess
wu de’
:
ék i
‘sp i zen,
ausp essen’.
Die
Sich ,
wonach
kamanos
zunachs
ein
Abs ak um
*‘das
Zahmen’
gewesen
wa e
mi
anschlieBendem
Bedeu ungsiibe gang
au
*‘was
man zum
Zahmen
bend ig ,
Zaum-
zeug’
is
dahe
seman isch
plausibel
und
mo phologisch
kein
Einzel all".
Ein
Abs eche
in
die
Ph aseologie
und
s abile
Suje s
de
Folklo e
gib
zusa zliche
Hinweise
au
kamanos.
Eine
Reihe
on
Ma chen
kenn
den
Hinweis
pa duodamas
a zila,
nepa duok
su
kamanom
(LKZ,:
169).
Es
geh
dabei
um
einen
Zaube leh ling,
de ,
um
Geld
zu
e dienen,
sich
in
einen
Hengs
e wandel ,
denn
sein
Va e
e kau-
en
soll.
Dabei
muss
e
ohne
Zaumzeug
e kau
we den,
denn
nu
so
e
kann
e
sich
zu ick e wandeln
und
liich en
(ode
umgekeh :
liich en
und
sich
zu iick e wandeln)
°
Rixe al.
ekons uie en
*kem-
‘p essen,
d iicken’
und
*kemh,-
‘miide
we den,
sich
abmi hen’
(Rix
e
al.
2001:
329,
350),
wozu
mi
Ken um e lex
auch
kKamuo i
geho en
kénn e?
Die
Bedeu ung
‘ és en,
linde n’
is
wohl
iibe agen
zu
e s ehen,
beein luss
du ch
amin i
‘be iihigen,
Schme z
linde n’
ku
amas,
en
amas
(LKZ,,,,
555)
Diese
Deu ung
lass
sich
z.
B.
auch
ech
elegan
ii
agana
anbie en
*‘Au e s ehen;
E scheinung,
Gesich ’
>
‘Was
au e s anden
is ,
was
sich
zeig ’
>
‘Gespens ’,
das
ha e
ich
bishe
nich
beach e
(zu
E ymologie
on
agana:
Gliwa
2003:
1-8).
20
|
BERND
GLIWA
Wasse ,
sonde n
ehe
au
Wiesen
zu
inden.
Es
is
siche
ko ek
Helonyme
wie
z.B.
Kemsinai é
(Tiimpel)
<
Kemsiné
(Weide)
(Bilkis
1999:
57),
Kemsélis
(Timpel)
<
kémsas
‘Mooshiigel*
(Bilkis
1999:
65)
so
abzulei en,
i
lieBendes
Gewasse
is
diese
Sich
aglich,
zumal,
wenn
es
sich
um
p ima e
Namen
handel
wie
z.B.
Kame,
die
kaum
au
benachba e
Weiden
zu iickzu iih en
sind
wie
z.
B.
Kemsinai e
(Tum-
pel).
Ich
méch e
dahe
au
mégliche weise
hie zu
ablau ende
Kumé
(F),
Kumpeé
(S),
Kimpé,
Kumpalé
(F)
u.a.
(Vanagas
1981:
171)
e weisen,
die
Vanagas
zu
li .
kiwmp i
‘biegen,
k umm
we den’,
le .
ki
‘bucklig,
k umm
we den’
s ell
(1981:
171).
De
seman ische
Bezug
au
die
Maande
de
Fliisse
e schein
be aus
hau ig”’,
wie
z.B.
Vingis
(F)
:
ingis
‘Bogen,
Winden’
(Vanagas
1981: 385),
Kulé
(F)
:
kulys
“Buch ,
Land-
zunge,
Windung,
Bogen;
Winkel,
Rand,
S iick’,
(Vanagas
1981:
170),
Ringé
(F)
:
ingé
‘Bogen’
(Vanagas
1981:
278),
Lainginas
(F)
:
lung io i
‘schaukeln,
winden...’
(Vanagas
1981:
171)
u.a.
( gl.
auch
Vanagas
1988:
8).
Dass
es
sich bei
Kaman inis
nun
um
einen
See
handel ,
lss
sich
ielleich
e kla en
als
Resul a
eine
Ube agung
des
en sp e-
chenden
Namens
on
Zu-
ode
Ab luss
au
den
See;
Da en
die
eine
solche
Sich
in
dem
konk e en
Fall
un e s ii z en
liegen
mi
jedoch
nich
o .
Namen
wie
Kumélupis
(Vanagas
1981:
171)
kénn en
sich
du chaus
au
S u en
be-
zichen,
miissen
sie
abe
nich .
Eine sei s
wa
au
die
Bedeu ungs iel al
on
kumeélé
und
kumelys
e wiesen
wu den,
de
eilweise
ein
*kum-
‘d ehen,
k iimmen’
zug unde
zu
liegen
schein ,
ande e sei s
ha
man
cine
de
Wo bildung
nach
exak e
En sp e-
chung
in
Vi ig-el-upis
(F)
(Vanagas
1981:
385).
Auch
hie
wa e
also
ein
Bezug
au
die
Miiande
des
Flusses
als
Benennungsmo i a ion
denkba
mi
einem
e s
sekunda en
Anschluss
an
kumélé.
Mi
einem
- -hal igen
Su ix”
konn en
zu
diese
Wu zel
auch
Kama ia,
Kama é
(F),
Kama a
(F)
u.a.
(Vanagas
1981:
144)
geho en,
womi
die
we-
nig
i ibe zeugende
Anlehnung
an
das
Lehnwo
kama a
‘Kamme ...’
hin allig
wa e.
Dass
Kama kos
upélis
(F)
au
Kamd ka
(Wiese)
zu iickgeh
(Vanagas
1981:
145)
is
denkba ,
mindes ens
genauso
wah scheinlich
is
de
umgekeh e
Gang:
ein
Apella i um
ii
Wiese
Ja kas
nann e
u sp iinglich
die
Wiese,
die
sich
in
eine
Flussbiegung
be inde
(F aenkel
1962:
339),
is
also
u sp iinglich
nach
dem
sich
25
25
LKZ,
und
da au
e weisend
auch
Bilkis
(1999:
65),
geben
i
kémsas
‘samanomis
a
Zolé
apZéles
kelmas
a
Zemés
kaubu élis,
kesas’
(LKZ,,
563)
an,
und
gehen
dami
am
Ke n
de
Sache
o bei.
Die
Hiigel o m
esul ie
nimlich
nich
aus
einem
un e liegenden
E dhiigel
ode
S ubben,
sonde n
aus
de
A
des
Mooses
(Zweige
ode
S auche
sind
ollkommen
aus eichend
als
Skele )
ode
de
G asa
(hie
kann
on
eine
Un e lage
iibe haup
keine
Rede
sein)
zu
wachsen
(sel ene
Ausnahmen
sind
méglich,
die
wii de
man
abe
in
de
Regel
auch
kelmas
‘S ubben’,
kaubu ys
“Huckel,
Hau en’,
kups as
*‘Hau en’:
kaup i
‘anhau en’
bezeichen).
Die
Moose,
um
die
es
sich
handel
sind
wesen lich
kiminai
“To moose,
Sphagnum
spp.’
und
dahe
is
die
E ymologie
auch
mi
diesen
zu
e kniip en:
die
Mooshiigel
sind
namlich
ausgesp ochen
weich
und
geben
nach,
lassen
sich
zusammenp essen,
geh6 en
also
zu
kims i
‘s op en’,
e l.
auch
als
Isolie ma e ial
im
Bau
und
Ve wendung
in
Kop kissen
e c.
Weich,
im
Ve gleich
zu
einem
E dhigel,
sind
auch
die
G asbiischel
(als
Hinde nis
bei
de
Mahd
‘ e s op en’
sie
ielleich
die
Sense
—
eben alls
eine
zu
p ii ende
Mo i a ion).
Dahe
is
die
E ymologie
on
F aenkel
(1962:
239)
,,wohl
zu
de
[un e ]
kemé as
‘un o mige ,
g oBe
Gegens and,
ungeschlach e
Pe son’
[...]
zusammenges ell en
Familie“
nu
au
die
Fo m
o ien ie
und
dahe
zu iickzuwei-
sen,
wenngleich
wei lau ige
e ymologische
Ve wand scha
bes eh .
In
dem
melio ie en
Li auen
abe
aus
de
Anschauung
o
nich
meh
nachzu ollziehen.
7
Gleichbedeu ende
Bildungen
mi
- -
bzw.
-l-
Su ix
liegen
e wa
o
in
kémelis
‘Schwie igkei ,
Unannehm-
lichkei ’,
kéme is
‘ds.,
was
e hedde
is ,
un o miges
Ding’
(LKZ,,
557).

Li .
kdmanos,
kamienas,
kumélé
|
21
schlangelnden
Fluss
benann .
Neben
en sp echenden
Flussnamen
Lanka
(F),
Lankenas
(F)
ha
man
auch
Lankupé
(F)
(Vanagas
1981:
180),
wohl
um
eine
Un e -
scheidung
on
de
eins
nach
dem
Fluss
benann en
Wiese
zu
bekommen.
Ebenso
k6nn-
e
Kama kos
upélis
(F)
neben
Kamd ka
(Wiese)
en s anden
sein.
Wenn
man
au
das
Lehnwo
kama a
als
Namensgebe
e zich e ,
kann
man
p oblemlos
Kama a
als
al e e,
o iginale
Fo m
annehmen
und
muss
diese
nich
als
eine
,,spa e
kiins liche
Va-
ian e“
(Vanagas
1981:
145)
ansehen.
In
diesem
Zusammenhang
moch e
ich
noch
au
ein
Ra sel
e weisen:
Ku
u
begi,
kambanka?
—
Kas
au
da bo,
p askus ine?
(LKZ,,
173) das
Fluss
und
gemah e
Wiese
kodie ,
wie
auch
die
Va ian en:
Ku
u
bégi,
kumpu inge?
—
Kas
au
da bo,
ki pSe!;
Ku
u
bégi
pa ekole...;
Kinka
inga,
ku
u
bégi...;
K ei a angi,
ku
u
bégi...
(Ko sakas
1968:
461).
Es
lieg
au de
Hand,
dass
auBe
pa ekole
:
eké i
‘ licBen...’
jeweils
Bezug
au
die
Flussbiegungen
genomen
wi d.
Wegen
Kinka
inga
sei
noch
e wisen
au
kinkai
‘bewegliche
Ve bindungen;
Gelenk’,
kinka
‘Bein;
Tii angel;
Wade;
Knie; Schenkel...’
(LKZ,,
813).
De
Su ix
-anka
gil
als
sla isch
und
e schein
z.B.
in
Liaukidnka
(Ge-
hé ),
Mazu dnka
(Do ),
Sabaliadnka
(Geh6 )
(Razmukai e
1998:
164,
197).
7.
Ein
wei e es
Kaman inis
inde
man
wiede um
in
einem
Ra sel:
Vy inis
kaman inis,
auks yn
lékdamas,
kiausius
deda
ode :
Susuk inis
pakunk inis
lipa
auks yn
kiausiniy
deé i
(LEZ:
170,
Ko sakas
1968:
491 .).
Hie
gil
es
den
Hop en
(Humulus
lupulus
L.),
zu
e a en,
und
zwa
den
weiblichen,
dessen
zap ena ige
F uch s ande
hie
mi
Eie n
e glichen
we den.
Wah end
die
ibliche
Benennung
apynys,
ap ynis
und
ge-
ing iigig
abweichende
Va ian en
kla
au
das
Sich-Winden
als
Schlingp lanze
e wei-
sen,
s ehen
ii
kaman inis
nach
dem
bishe
Gesag en
zwei
MOglichkei en
zu
Aus-
wahl.
Eine sei s
kann
man
den
Ve gleich
mi
Flussnamen
an e en
kam-an -inis
*was
sich
winde ,
schlingel ’,
was
semasiologisch
eine
En sp echung
zu
apynys
wa e.
Ande-
e sei s
is
auch
de
Gang,
wie
e
bei
Kaman inis
‘Rei p e d’
o geschlagen
wu de,
méglich,
hie
jedoch
nich
mi
de
ibe agenen
Bedeu ung
‘zahmen’,
sonde n
in
de
u sp iingliche en
*kam-
‘zusammenballen’,
wozu
kamas
‘Klumpen,
Knauel’,
mi
ei-
ne
Bedeu ung
kam-an -inis
*‘was
mi
Zap en
e sehen
is ;
was
zap enbilden
is ’
ge-
hd .
Diese
zwei e
Va ian e
inde
eine
Pa allele
in d.
Hop en
“Humulus
lupulus
L.’,
das
u sp iinglich
nu
die
Zap en,
als
wesen lichen
Rohs o
ii
Medikamen e
und
E nah ung,
nann e
(Ma zell
2000:
II
904).
De
bo anische
Name
humulus
wi d
als
Lehnwo
aus
eine
ge manischen
Sp ache
angesehen
(Ma zell
2000:
I
902-903),
die
P lanze
schein
de
An ike
nich
bekann
gewesen
zu
sein.
Im
Sch i um
e schei-
nen
Ve weise
au
den
Hop en
in
Mi eleu opa
im
8.
Jh.,
dann
abe
gleich
in
Bezug
au
humlona iae
‘Hop enga en’
(Ma zell
2000:
II
902).
Hehn
e wahn
die
Ve wendung
im
G o8 i s en um
Li auen
im
15.
Jh.:
zu
Hochzei
des
G oB ii s en
Alexande
wi d
dessen
B au ,
die
ussische
P inzessin
Elena,
mi
Hop en
ibe schi e
(Hehn
1963:
485).
Aus
diese
Sich
wa e
man
geneig ,
den
Aus ih ungen
on
ESSJ
zuzus immen,
wonach
de
Hop en
on
Os en
he
nach
Eu opa
kam
und
dahe
du chaus
on
einem
Wande wo
bezeichne
we den
kénn e
(aus iih lich
en wickel
in
ESSJ,,,,
141-145).
Pollenanalysen
zeigen
indessen,
dass
im
zemai ischen
Hochland,
am
See
Bi Zzulis
in
eine
lange en
Zei spanne
(mind.
1500
Jah e)
um
ca.
7000
.
Ch .,
Hop en
hie
eich-
lich
wuchs;
ku zzei ig
we den
in
diesem
wa me en
Klimaabschni
soga
Buchen
22
|
BERND
GLIWA
nachgewiesen
(Guoby é,
S ancikai é
1998:
125,
Fig.
4).
In
signi ikan em
MaBe
e -
schein
de
Hop en
wiede
(gemaB
Pollenanalyse)
in
den
e s en
Jh.
AD
(Guoby e,
S anéikai é
1998:
124,
Fig.
3).
Da aus
da
nun
abe
nich
geschlossen
we den,
dass
de
Hop en
in
de
Zwischenzei
ga
nich
o handen
wa .
Siche
is
jedoch,
dass
sich
die
a spezi ische
Vege a ionsg enze
e schob,
mégliche weise
zwischenzei lich
bis
siidlich
des
heu igen
Li auens.
Angesich s
des
o maligen
ausgedehn e en
Siedlungs-
aumes
de
Bal en
(sobald
man
in
dem
be ach e en
Zei aum
on
Bal en
eden
kann),
kann
de
Hop en
in
diesem
abe
mi
hohe
Siche hei
als
o handen
angesehen
we -
den.
Simkinai é
be ich e ,
dass
Hop en es e
in
Ausg abungen
s einzei liche
Sied-
lungen
ge unden
we den
(2001: 110)*.
Auch
die
i uelle
Ve wendung
des
Hop ens
ode
ga
de
Ve gleich
mi
Soma
ode
Haoma
(ESSJ,,,,,
144)
lass
sich
angesich s
pha makologische
Da en
nich
au ech
e hal en.
Hop en
wi k
be uhigend,
als
Schla mi el.
Zudem
is
eine
anaph odisische
Wi kung
bekann
—
genau
aus
diesem
G und
wu de
de
Hop en
zunachs
in
Ménchs-
klés e n
dem
Bie
zugese z :
wide
die
eu lischen
Geliis e.
Das
Reinhei sgebo
im
16.
Jh.
mach e
dies
zum
Gese z,
womi
sich
Hop en
als
Bie wii ze
du chse ze
¢
und
e wa
das
Bilsenk au
aus
dem
Bie
e bann e
(Ra sch
1998:
269-271).
Ma zell
sieh
ge m.
*humilo
wegen
ae.
hymele
als
E bwo
an.
Auch
wi d
da au
e wiesen,
dass
neben
dem
Hop en
auch
die
Acke winde
‘Vol ulus
spp.’
und
Zaun-
iibe
‘B yonia
spp.’
mi
ae.
hymele
bezeichne
we den.
E
olge
dahe ,
dass
sl.
*chomele
en leh
sei
(Ma zell
2000:
II
903).
Seebold
beme k
lakonisch,
dass
die
En lehnungs-
ich ung
ums i en
is
(Kluge
1999:
382 .).
Wenn
man
be iicksich ig ,
dass
Acke winde
und
Zaun iibe
eben alls
Schlingp lan-
zen
sind,
dann
lieg
es
nahe,
dahin e
ein
diesbeziigliches
Konzep
zu
e mu en,
was
bei
eine
En lehnung
kaum
ein e en
wii de.
Ge m.
*hum-
<
ig.
*km- kann
seine -
sei s
als
Schwunds u e
zu
ig
*kem-
angesehen
we den.
Die
F age
nach
En sp echun-
gen
mi
bal .
k-,
sl.
ch-,
ge m.
h-
wi d
iibliche weise
du ch
En lehnungen
e kla
(z.B.
Biga
1959:
216).
Ande s
sieh
ESSJ
die
Angelegenhei ,
wenn
i
die
sl.
En sp e-
chungen
ein
s-mobile
angenommen
wi d,
so
is
hie
ch-
egula
zu
e wa en
(ESSJ,,,,;:
70
e
passim).
Mi
dem
Ansa z,
dass
bal .
k-,
sl.
ch-,
ge m.
h-
(in
manchen
Fallen)
du ch
U e wandscha
beg iinde
we den
kénnen,
is
es
dann
on
Bedeu ung,
dass
auch
sl.
-em-
Resul a
eine
Schwunds u e
ig.
*--
sein
kann.
Diese
S u e
wii de
im
Li auischen
au
kwm-
ode
kim-
hinweisen.
Li .
kaman inis
is
nun
abe
Fo se zung
de
o-S u e,
kénn e
also
héchs ens
eine
pa allele
Bildung
sein”.
Solange
ein
Konzep
e ymologisch
noch
anspa en
is ,
kann
die
Lexikalisie ung
du chaus
au
de
G undlage
e schiedene
Ablau s u en
e olgen
und
muss
nich
zwingend
au
eine
En lehnung
deu en
z.B.
kamané
‘Hummel,
Bombus
spp.’
<
ig.
*kom-
:
d.
Hummel,
éech.
émel
‘Hummel’
<
ig.
km-
(wenngleich
die
Vielzahl
on
E ymologien
28
Es
handel
sich
hie bei
um
einen
popula wissenscha lichen
Au sa z
ohne
Quellen,
da
die
Au o in
abe
bekann e maBen
o
die
Auswe ung
on
P lanzen es en
in
a chaologischen
Ausg abungen
ibe nahm,
sche
ich
keinen
G und,
diese
Aussage
in
F age
zu
s ellen.
2
Rele an
ii
die
wei e e
Un e suchung
soll e
d.
dial.
(Siebenbii gen)
Hamé
“Humulus’
sein,
welches
nach
Ma zell
aus
um.
hemei,
hamei
‘ds.’
s amm
(Ma zell
2000:
11
906).
Es
handel
sich
jedoch
kaum
um
ein
omanisches
E bwo ,
auch
eine
En lehnung
aus
dem
SI.
e schein
wenig
wah scheinlich.
Li .
kamanos,
kamienas,
kumélé
|
23
sich
dahingehend
in e p e ie en
lieBe,
das
hie
keine
Ve wand scha
bes eh ,
gl.
ESSJ,,
145
und
Li —
was
ich
jedoch
bezwei ele).
Ein
wei e es
Bsp.
aus
dem
gleichen
Sachgebie :
die
Fliege
hei&
im
Li auschen
musé
(Schwunds u e
*-u-),
wah end
in
Slawinen
hie ii
die
o-S u e
(*-ou-)
zu
Anwendung
komm :
poln.
mucha.
Ja,
selbs
inne halb
de
Dialek e
eine
Sp ache
kénnen
zu
Bezeichnung
iden ische
Sach e -
hal e
ande e
Ablau s u e
he angezogen
we den:
li .
kaukas
‘Kobold,
Hausgeis ’
:
kukas
‘ds.’,
ebenso
ap .
cawx
‘Teu el’,
cucumb as
“Teu els u ’
(Maziulis
1993:
148 .,
295 .;
wei e e
Bsp.
gl.
Kazlauskas
1968:
109).
E was
ande s
ausged iick :
es
kann
zunachs
meh e e
konku ie ende
Bezeichnungen,
e wa
Dialek a ian en,
ii
ahnliche
ode
den
namlichen
Sach e hal
geben,
de en
wei e e
En wicklung
du chaus
diame al
ons a en
gehen
kann.
Ein
besonde s
k asses
Bsp.
hie ii
sind
die
ape s.
und
ai.
Bezeichnungen
ii
Gé e
und
Damonen:
ai.
de d-
‘Go ;
Konig...’,
dsu a-
‘Damon’
abe
auch
‘lebendig,
gé lich’
:
ape s.
daé a-
‘Damonen’,
ahu a-
‘Go ’
( gl.
Puh el
2001:
99;
Mylius
2001:
58).
Dami
is
die
Zugeh6 igkei
on
kKaman inis
du chaus
zu
beg iinden.
Ande e sei s
gib
es
mégliche weise
die
en sp echende
Schwunds u e,
namlich
im
ph aseologischen
kumelés
Slapimas
‘abgekoch es
Malz
ode
wa mes
Bie
mi
Honig
und
Milch’
(Simkinai é
2001:
29).
Da
Bie
nunmeh
iibliche weise
gehop
is ,
wa e
es
denkba ,
dass
die
Benennung
om
Hop en
komm .
Und
kumelé
pass
zu
ge m
*huwmilo
und
sl.
*chomels
nich
nu
in
de
Ablau s u e,
sonde n
auch
im
Su ix.
Wie
Simkiinai é
an
ande e
S elle
gezeig
ha ,
sind
Namen
die
au
Slapimas
‘U in,
Feuch igkei ’
ode
S idas
‘Ko ’
lau en,
iibe agen
zu
e s ehen,
wobei
Ahnlichkei ,
wie
e wa
pelésiidziai
‘wo l.:
Mauseko ’
=
‘Mu e ko n,
Secale
co nu um’,
des
Benann en,
hie
de
Skle o ien,
mi
Mauseko
a sachlich
bes eh
(2001:
72).
Obwohl
im
Fall
Awmelés
Slapimas
die
Be-
nennung
wegen
gewisse
Ahnlichkei
zu
beg iinden
wa e,
bleib
als
Mo i a ion
o -
angig
die
Ve wendung
eines
a chaischen
Wo es,
wie
es
im
Ra sel
du chaus
o -
komm
—
und
die
Rezep u
is
ein
Ra sel,
Be u sgeheimnis
eben.
8.
Eine
wei e e
Fall,
in
dem
sl.
ch-
eine
En sp echung
in
bal .
k-
inde ,
lieg
o
in
uss.
xomax
‘Hams e ,
C ice us
c ice us’,
éech.
chomik
‘ds.’
u.a.,
die
als
Riickbildung
aus
ekons uie em
*chomés o s
‘Hams e ’
(+
neues
Su ix
)
angesehen
we den
(ESSJ,,,,,
67).
Fi
a uss.
xomncmops,
xomncmaps
wi d
die
ibe lie e e
Bezeichnung
‘ein
Insek ’
als
ehle ha
angesehen,
man
nimm
hie
eben alls
den
Hams e
als
ei-
gen lichen
Bedeu ungsinhal
an
(ESSJ,,,,
67).
Die
deu sche
En sp echung
Hams e
<
ahd.
hamus o
is
als
En lehnung
aus
dem
SI.
anzusehen
(<
uss.-ksl.
chomés o e
‘ds.’
Kluge
1999:
353),
hingegen
is
das
Ve hal nis
de
sl.
W6 e
mi
den
bal ischen,
eine sei s
li .
*kamas
‘g oBe
Ra e’,
kamuklis
‘ds.’
(LKZ,,
172 .),
la .
kamis
‘Ham-
s e ,
C ice us
c ice us’
(Biiga
1958:
581),
ande e sei s
li .
s a as
‘ein
Tie ,
Ci ellus
ode
Spe mophilopsis*”
(LKZ,.,
668),
abweichend:
‘ds.;
Hams e ’
(F aenkel
1965:
896)
ums i en.
F aenkel
zu
kamas
:
,,die
bal .
Bez.
lassen
sich
mi
den
sla .
héch-
s ens
in
de
Weise
e einigen,
dass
sie,
wie
Buga
beme k ,
unabhangig
au
eine
em-
de
Quelle
zu iickgehen.*
(1965:
213).
ESSJ:
,,He
copcem
CHO,
CylleCcTBOBasIO
JIM
cioxHoe
mT.
*kamas a as
<
mpacn.
chomés o s
un
kamas
ui
s a as
c
camo o
Hayasia
30
Wohl
das
ein a bige
Ziesel
‘Spe mophilus
ci ellus’.
24
|
BERND
GLIWA
ObLIM
3aMMcTBOBaHbI
Nopo3Hb“
(ESSJ,,,,,
67).
So e n
es
den
Hams e
be i ,
is
de
Hinweis
au
dessen
Backen aschen
(ESSJ,,,,,
68)
zum
T anspo
de
Vo a e
ins
La-
ge
duBe s
angeb ach ,
de
Hams e
is
da ii
be iich ig ,
sich
die
Taschen
oll
zu
s op en
und
g oBe
Vo i e
anzulegen.
Das
S op en
wi d
im
li .
e lich
mi
Aums i
‘s op en;
gie ig
essen;
einlegen;
sich
e sammeln’
(LKZ,,
805)
wiede gegeben,
ab-
lau end
hie zu
kams is
‘Ko ken,
S op en’,
kamslys
‘we
iel
iB ’
<
*‘sich
olls op ’
kamséklis
‘ds.’,
kamasuo i
‘mi
g oBem
Appe i
essen,
schlingen,
s op en’
(LKZ,
172 .),
2kimS inis
‘Nimme sa ,
Viel aB’
*!
(LKZ,
805).
De
Ve gleich
mi
sl.
*skomi i
‘zusammend iicken,
p essen’
(ESSJ,,,,,
68)
is
dahe
unbeding
ge ech e ig .
Li .
kamuklis
be e end
is
da au
hinzuweisen,
dass
es
sich
bei
-uk/is
um
einen
ypischen
Su ix
zu
Bildung
de e ba i e
Subs an i e
zu
Bezeichnung
on
We kzeugen
(Nom.
ins .)
bzw.
Aus ih enden
(Nom.
agen is)
handel
(Amb azas
1993:
156,
178),
wo-
hingegen
denominale
Ve wendung
zwa
gelegen lich
o komm ,
z.B.
EZe i klis
‘ein
Tiimpel’
(Bilkis
1998:
83),
dann
abe
wohl
au
einem
doppel en
Diminu i
be uh
<
*EZe -iuk-elis.
Das
als
Deminu i
angegebene
miegi klis
‘Schla e ’
(Amb azas
2000:
110)
en s amm
de
o.
g.
Ka ego ie
(Nom.
agen is),
wah end
ba zdi klis,
ba zdiiiiklis
‘Acke schach elhalm,
Equise um
a ense
L.’
(Amb azas
2000:
184)
m.
E.
als
K eu-
zung
aus
ba zda
‘Ba ’
und
asiiiklis,
asiukai
‘Schach elhalm’
(zu
K euzung
gl.
KabaSinskai é
1998:
63 .)
anzusehen
sind
(ode
als
abgeschli enes
Komposi um
*ba zdaasiuklis),
gl.
kaukaba zdis
‘wé l.
Kaukenba ’
=
‘Schach elhalm’
(LKZ,
419).
Mi
einige
Wah scheinichkei
kann
somi
kamu klis
als
**S op e ’
e s anden
we den,
en wede
in
Bezug
au
das
ollges op e
Vo a slage
ode
die
Backen aschen,
dann
na ii lich
nu
als
o iginal
bal ische
Bildung
zu
einem
Ve b
*kam-
‘s op en’.
Dass
li .
kamas,
dial.
kims
‘Ra e’
und
insbesonde e
le .
kamis
‘Hams e ’
keine
En lehnugen
aus
dem
uss.
sind,
beg iinde
Biiga
(1958:
581 .)
mi
de
Va ia ion
de
Vokalquan i a ,
die
En sp echungen
in
li .
/aSas
;
le .
lase,
lase
“T op en’,
li .
élés
:
le .
eli,
éli
‘Seelen
de
Ve s o benen’
u.
a.
inde .
Auch
e weis
e
da au ,
dass
auch
uss.
xomax
nich
nu
den
Hams e ,
sonde n
auch
die
Ra e
bezeichne
(1958:
581),
sowie
apoln.
chomyk
den
‘Maulwu ’
(ESSJ,,,,,
66).
Bezeichnungen
on
Ra e
und
Hams e
scheinen
also
leich
ibe agba
zu
sein;
da ii
sp ich
auch
das
Syn-
onym
Ziu kénas
‘Hams e ’
neu
auch
‘S eppenmu mel ie ,
Ma mo a
bobac’
gebilde
au
de
G undlage
zii ké
‘Ra e,
we lose
unnii ze
Mensch,
Maus,
Holzpan o el’
(LKZ,,,.
810 .).
Li .
s d as
wi d
eine sei s
mi
s i i
‘e s a en’
e glichen
(F aenkel
1965:
896
und
Li .),
was
ii
den
Hams e :
,,Begegne
de
Feldhams e
einem
Feind
au
dem
Boden,
dann
ich e
e
sich
au
und
blah
die
Backen aschen
au .
Beglei e
wi d
das
ganze
on
wii endem
Knu en
und
Fauchen.*
(www.das- ie lexikon.de/eigen liche-wuehle .h m)
wie
auch
ii
den
Siebenschla e
(auch
S eppenmu mel ie ,
li .
S ilpikas,
Ma mo a
bobac)
plausibel
e schein ,
da
diese
am
Bau
wachen
und
sich
dazu
au
den
Hin e bei-
nen
au ich en,
bei
Ge ah
du chd ingend
p ei en
und
dann
in
den
Bau
ab auchen
31
Wie
U bu is
anhand
on
li .
gomi s
‘ e langend,
geneig ’
und
le .
gama
*Viel aB’
gezeig
ha ,
is
eine
solche
En wicklung
au de
G undlage
ig.
*gem-
‘d iicken,
p essen;
anhau en...’
du chaus
gelau ig,
so
dass
dem
gie igen
Essen
(li .
kamuio i,
kamu ky i)
( gl.
U bu is
1981:
62-68)
auch
noch
kama os
‘Geilhei ’
zu
Sei e
ges ell
weden
kann.
Li .
kdmanos,
kamienas,
kumélé
|
25
( gl.
z.B.
www.da win.museum. u/expos/ZooGeo/8_07.h m).
Ande e sci s
méch e
ich
au
s a in i
‘schwe
ziehen,
ze en,
agen;
einschneiden,
schwe
las en;
e s a en’,
s a ys
‘we
angespann
zieh ’
(LKZ,,,,,
668 .),
s e in i
‘angespann
ziehen’
(LKZ,.,,,
754),
s i én i
‘langsam,
ungeschick
s olzie ien;
schwe
agen;
zi e n
( o
Kal e);
zappeln;
e en-
den;
oben;
schluchzen’,
s i lio i
‘schwe
heben
ode
agen;
s ei en’,
s i nin i
‘schwe
heben,
agen’,
s io i
‘ds.,
ie end
zi e n’,
s i n is
‘k a ig,
es ;
s a ’;
s y io i
‘schwe
agen,
sich
abmihen,
he umqualen;
aumeln’
zz.
817-830).
Es
is
nich
ganz
kla ,
ob
es
sich
hie
um
imme
um
e wand e
Bezeichnungen
handel ,
ode
ob
die
einzelnen
Lemma a
in
Homophone
au zuspal en
wa en.
Ohne
das
im
De ail
e é e n
zu
wollen*
olge
ich
de
Sich
on
F aenkel,
de
alle
diese
Beg i e
(so e n
on
ihm
e wahn )
gemeinsam
behandel
und
zu
d.
s a
e c.
s ell
(1965:
896;
Poko ny
1994:
1022),
wohin
nach
Biiga
(1959:
259)
auch
noch
s o as
‘dick’
gehO
—
eine
seh
iel-
schich ige,
ausdi e enzie e
Sippe.
Hie
is
jedoch
besonde s
in e essan
s a in i
‘schwe
ziehen,
ze en,
agen...’,
das
man
wegen
meh
ode
wenige
gleichbedeu en-
de
Fo men
s i lio i,
s y iio i,
s e in i,
nich
als
singula e
Bildung
zu
einem,
als
Lehn-
wo
e dach ig en,
s d as,
nach
dem
Mus e
Hams e
>
hams e n
‘ iel
zusammen a-
gen,
ho en’
ansehen
kann.
Wenn
man
somi
U e wandscha
annimm ,
konn e
man
s a as
als
*‘we
ode
was
schwe
ag ,
schlepp ’
ansehen,
eine
e ende
Bezeichnung
ii
den
Hams e .
Somi
wa e
das
zusammengese z e
sl.
chomés o é
als
<
*‘was
oll-
ges op
schwe
schlepp ’
zu
e s ehen.
P oblema isch
bleib
dabei
die
unsiche e
Zu-
o dnung
de
Namen
zu
dem
Hams e
eine sei s,
sowie
ande e sei s,
die
F age,
ob
denn
de
Hams e
bzw.
die
ande en
benann en
Tie e
in
de
aglichen
Pe iode
ibe -
haup
im
Siedlungs aum
de
Bal en
und
Sla en
leb e.
Dazu
sind
mi
leide
keine
konk e en
Da en
bekann ,
dahe
einige
Ube legungen.
Als
S eppennage ie
dii e
de
Hams e
in
waldigen
Gegenden
au
Acke land
als
Kul u s eppe
angewiesen
sein.
Da
sich
spa es ens
mi
den
Indoge manen
de
Acke bau
ausb ei e e,
kann
diese
Be-
dingung
zumindes
nich
als
Hinde nis
gewe e
we den.
Die
Exis enz
wei e e
Na-
men
Ziu kénas,
Salcias,
balésas
‘Hams e ’
kann
als
Indiz
ii
eine
lange e
Bekann -
scha
gewe e
we den.
Ande e sei s
ehlen
de
Siebenschla e
und
das
Ziesel
in
Li auen,
so
dass
man
den
Hams e
als
u sp iingliche
Bedeu ung
annehmen
kann,
so-
wohl
ii
s d as
als
auch
ii
kami klis
—
so e n
man
nich
doch
au
En lehnung
bes eh .
9.
Li .
'kamas
‘ein ache
Ke l;
Leibeigene ;
Baue n élpel’,
das
wegen
kéme as,
kemé as
‘unschénes,
g obschlich iges
Ding;
Schwie igkei ;
T o el,
ungeschick e
Mensch’
(LKZ,,
556),
Kaméga
‘ungeschick e ,
ze lump e
Mensch’
(LKZ,
175),
kémas
‘unkla es
Zeug,
Scheuche’,
keméklis
‘we
ungeschick
a bei e ;
we
kaum
ode
unbe-
hol en
ede ’
keméklis
‘unnii zes
hinde liches
Zeug;
Scheuche’,
kemésius
‘unbehol e-
ne
Mensch’
(LKZ,,
554 .)
u.a.
ahnliche
Bedeu ung,
kaum
eine
En lehnung
aus
poln.
cham,
us.
xam
‘ds.’**,
wie
LKZ,
(172)
mein ,
is .
Mi .
sl.
*ch-
hie zu
uss.
xomax
Ein
Bsp.:
zu
s a is
‘Wind
mi
RegenbGen’,
s a i io i
‘ egnen
mi
béigem
Wind”
(LKZ,,
669)
sei
ein
Hinweis
au
nich
iden isches,
abe
dennoch
naheliegendes
d.
s ei e
B ise
‘s a ke
Wind’
angeb ach .
Das Ve hil nis
zum
biblischen
Ham
(heb .
HM
bzw.
okalisie
HAM,
Sep uagin a
Xap,
poln.
Cham,
dagegen
abe
Chus,
heb .
KWS
,
Sep .
Xo g,
poln.
Chus)
is
unkla .
Dabei
s ell
sich
de
biblische
Tex
(Genesis
9 .)
abe
ehe
als
e hnische
und
eligiése,
denn
als
soziale
Klassi izie ung
da ;
hie aus
sei
dem
18.
Jh.
die
Sp achka ego ien
semi isch
und
hami isch
(KG ne
1990:
13).
Die
In e p e a ion
des
poln.
Klein-

26
|
BERND
GLIWA
‘Ge iimpel,
un o miges
Zeug’
(Ka dely é
1985:
IV
533),
éech.
chomeéek
‘al e
Mensch’
<
*‘bucklige
Mensch’,
Chomek
‘Pe sonenname’,
chumdak
‘une sa liche
Mensch’
(ESSJ,,,,
66),
mi
ande em
Su ix
éech.
chomo
‘Mill,
Ge iimpel’
(ESSJ,,,,,
68),
so-
wie
e l.
d.
Hampelmann
,,zunachs
in
de
Bedeu ung
‘Ein al spinsel’
unkla e
He -
kun ,
wohl
Lau geba de“
(Kluge
1999:
353).
Auch
le .
kKamana
‘k umme
F au’
(Miihlenbach
1927:
148)
sei
an
diese
S elle
nochmal
e wahn .
Wei e hin
is
zu
zeigen,
dass
ungeschick e,
un a ige
Pe sonen
ode
spe ige
Gegen-
s ande
mi
Bezeichnungen
e sehen
we den,
die
semasiologisch
au
‘k umm’
zu iick-
gehen.
Das
kann
man
an
diesen
li .
Bsp.
e sehen:
Ke épla
‘ e zweig e
Baum
als
D ei uss;
Sa el
am
Geschi ;
unschénes,
ausladen-
des
Ding;
ausladenes
Gewichs
(bes.
S auch,
Baum);
ungeschick e
Mensch’,
ké é
‘S ubben;
G assode;
Schich
au
einem
zugewachsenen
Tampel,
schwammige
Moo -
boden;
Teil
des
Spinn ades;
kleine ,
langsame
Mensch...’,
ke éi a
‘k ummbeinige ,
humpelnde
Mensch’
(LKZ,,
600F .),
ke é i
‘wachsen,
wuche n,
e zweigen;
s a k
we -
den’
und
an onymisch
‘kiimme lich
wachsen,
ege ie en’
(LKZ,,
605),
gl.
le .
ce ba
‘Locke,
Mensch
mi
e wiihl em
Haa ’,
uss.
kopenb
‘Wu zel’
(F aenkel
1962:
241)*,
die
ande en
Ablau s u en
sind
nu
in
Spu en
e hal en:
kd ka
‘(beim
Vieh)
Knie;
Schen-
kel;
Schenkelknochen’
(LKZ,,
289),
ki mud
‘Biegung’,
ki ilis
‘Haken
zum
Um iih-
en;
ein
We kzeug
zum
Spannen
des
Gewebes
am
Webs uhl’,
ki las
‘K iicke’,
ki kinis
‘Weichen,
Leis engegend’,
ki kSnimas
‘ds.,
Achsel’
(LKZ,,
838 .)
u.a.
Ke é za
‘kleine ,
k umme
Baum
mi
ineinande
e wo enen
Zweigen;
schie es
Ding;
k ummbeinige ,
ungeschick e ,
unbehol ene
Mensch;
T o el;
kleine ,
k um-
me
Mensch...’,
ké alas
‘Schale,
Hille;
Sp eu;
unbehol ene
Mensch’,
ke eisa
“T o -
el’,
ke eli io i
‘zu
Sei e
abweichen;
sich
walzen,
ollen;
zusammen inden;
he um ei-
ben’,
ke élsés
‘Beine
(ab allig)’
(LKZ,,
671 .),
wohl
zu
ig.
*keu-
‘biegen’
(Poko ny
1994:
588).
K ei as
‘k umm;
que ,
umgebogen;
uneben;
un ech ;
p imi i ,
schlech ’
k ei is
‘was
k umm
is
(Baum
ode
Mensch);
nich
e siche ’,
k ei ys
‘k ummbeinige
Mensch;
Bucklige ;
Linkshande ’,
k ei iiklis
‘we
k umm
geh
(Be unkene)’ (LKZ,,
508 .).
Lingius
‘g oBe ,
gebeug e
Mensch’,
linginé i
‘sich
biicken,
nicken;
ohne
A bei
he -
umlau en’,
/ingynas
‘mo as ige
Boden,
Sump ’,
lingé
‘Bogen’,
ling i
‘biegen’
und
ling i
‘sich
lieben’
(LKZ,,,,
526 .)
,
gl.
semasiologisch
d.
jemandem
geneig
sein,
Neigung
:
neigen:
nicken.
Ahnliches
inde
man
im
Deu schen
e wa
k ummes
ode
linkes
Ding
s.
ge ade,
ech ,
ich ig,
auch
links,
linkisch
‘ungeschick ’,
schwed.
linka
‘hinken’
(Kluge
1999: 521),
Gelenk,
e glichen
mi
li .
le ik i
‘biegen’
als
Va ian e
g/k
(Kluge
1999: 310),
besse
is
wohl
gleich
de
Hinweis
au
ling i
‘ds.’
u.a.
(s.0.).
adels,
wonach
de
Plebs
on
Ham
abs amm ,
lieg
dann
ehe
in
eine
Anpassung
de
Bibelin e p e aion
an
o handene
Te mini,
als
an
de
Scha ung
eines
Beg i s
au g und
diese
Bibels elle.
Mein
Dank
gil
P o .
A.
Hol oe
de
mich
au
den
méglichen
Ein luss
diese
Bibels elle
beziiglich eine
En lehnung
au me ksam
gemach
ha
und
mi
eundliche weise
die
Namensno ie ungen
in
de
heb aischen,
g iechischen
und
polni-
schen
Bibel
iibe mi el e.
34
De
e wogene
Anschluss
an
*(s)ke -
‘schneiden’
(F aenkel
1965: 241)
kann
nich
ibe zeugen,
gl.
die
obigen
E é e ungen
zu
kamienas.
Li .
kamanos,
kamienas,
kuméleé
|
27
10.
SYNTHESE
Dami
lieg
eine
Reihe
on
En sp echungen
o ,
die
jeweils
mi
li .
k-,
ge m.
h-,
sl.
ch-
/
k-
anlau en.
De
naheliegends e
Weg,
diese
un e
einen
Hu
zu
b ingen
is
die
Annahme
on
s-mobile
in
den
sla ischen
Fallen,
aus
ig.
*(s)k-
>
sl.
ch us é i,
le .
sk aus é
‘knis e n,
knacken’
ii
das
SI.
ibe
eine
Zwischens u e
*ks ous -
und
sl.
ch upa i
<
ks oup-:
li .
sk upsniis,
sk iipsi,
sk upsé i
‘knacken,
knis e n’,
sk aiibis
‘Angs ,
E sch ecken’
(Biiga
1958: 443).
Diesen
Gang
bezwei el
Mel’nicuk,
de
auBe
eingen
wenigen
Ausnahmen
den
Gang
ig.
*sk-
>
sl.
*ch-
als
,,Heq0Ka3aHa
M
MO
4HMCTO
TeOpeTHYeCKMM
COOOpaxkeHHAM
HeBeposTHO“
ansieh
(Mel’nicuk
1968:
215-6).
Dahe
solle
li .
skuja
‘Tannenzap en;
Nadel
om
Nadelbaum;
Kie e nzweig...’
(=
sl.
ch oj-)
als
al e
Bildung
mi
Me a hese
on
anlau endem
*ks-
>
sk-
o
bal .
*ks-
>
5-
angese-
hen
we den
(Mel’nicuk
1968:
215-6).
Ande e sei s
is
die
p ima e
Exis enz
on
*ks-
nich
imme
o ensich lich
und
de
obliga o ische
Zwischensch i
*sk-
>*ks-
>
sl.
ch-
wi k
eichlich
kiins lich.
Dahe
is
die
p agma ische
Hal ung
on
ESSJ
(z.B.
ESSJ,,,,,
22
u.a.)
ig
*(s)k
>
sl.
ch-
plausibel,
wobei
es
jedem
ei
s eh ,
eine
en sp e-
chend
Bildung
wie
sie
im
Paa
skuja
“Tannenzap en...’
:
sl.
*ch oja
>
€ech.
ch oja
‘Kie e ...’
u.a.
(ESSJ,,,,
125.)
o lieg ,
anzunehmen,
mi
all
den
Implika ionen
ibe
Al e
und
Me a hese.
Fi
den
Hop en
liegen
also
o
li .
Kaman ai,
unsiche
is
kumélé,
sl.
*chemele
>
us.
xmeab
:
ge m.
*humilo-
>
dan.
humlekop,
la .
humulus
(Ma zell
2000:
II
906).
Wegen
ae.
hymele
‘Hop en’
und
‘Acke winde,
Zaun iibe’
is
on
eine
G undlage
ig.
*(s)kem-
‘winden,
biegen’
auszugehen.
Fi
das
Kumme
li .
kaman ai
‘Kumme ’,
poln.
choma o
/
obso b.
chomo
“ds.’,
d.
Hamen
‘Kumme ’,
wobei
da au
hinzuweisen
is ,
dass
Bezeichnungen
ii
das
Ne z
mi
d.
Hamen
‘Ne z’,
slo en.
homd
‘Ne z’
(ESSJ,,,,
69),
mi
ande em
Ablau
e l.
kumelys:
‘9.
Miindung
des
Schleppne zes;
10.
Schwimmk6 pe
am
Ne z’
ebenso
hie he gehé en,
was,
wie
ESSJ
schon o mulie e
ein
hin eichendes
A gumen
gegen
eine
En lehnung
is
und
den
Ve gleich
mi
li .
kamanos
ech e ig
(ESSJ,,,,,
70),
eine
allgemeine e
Bedeu ung
au de
G undlage
ig.
*(s)kem-
“hemmen;
zahmen’
o -
ausgese z
( gl.
Poko ny
1994:
555).
Le .
kamis ‘Hams e ’
und
uss.
xomak
‘ds.’
sind,
o behal lich
de
Unsiche hei
de
his o ischen
Ve b ei ung
des
Nage s,
als
u e wand
anzusehen,
und
zwa
au
eine
Basis
ig
*(s)kem-
‘d iicken,
p essen’
in
de
speziellen
Bedeu ung
‘s op en’,
wie
sie
in
li .
AimS i
o lieg ,
also
eigen lich
*‘de
sich die
Backen
olls op ’.
Li .
'kamas
‘ein ache
Ke l;
Leibeigene ;
Baue n élpel’,
kKaméga
‘ungeschick e ,
ze lump e
Mensch’,
kemésius
‘unbehol ene
Mensch’,
poln.
cham,
us.xam
‘ds.’,
ech.
chomeéek
‘al e
Mensch’
(mi
Buckel?),
d.
Hampelmann
wi d
als
u e wand e
Sippe
zu
Basis
*(s)kem-
‘k iimmen,
biegen’
angesehen.
Zu
den
li .
Flussnamen
Kamainé,
Kamé,
Kamoja,
Kama is,
Kamona
(Vanagas
1981:
144),
Kumé,
Kiimpé,
Kumpdlé
(Vanagas
1981:
171),
gl.
li .
kump i
‘biegen,
k umm
we den’,
le .
Auim
‘bucklig,
k umm
we den’,
ebenso
Kumélupis
(Vanagas
1981:
171),
Kama ia,
Kama é,
Kama a
(Vanagas
1981:
144)
und
den
Ra selwo en
kambanka,
kumpu ingé
‘Fluss’
s elle
ich
die
uk .
Flussnamen
Xomépa,
Xomop,
Xomyp,
(ESSJ
Vill
28
|
BERND
GLIWA
69).
Wei e
zu
eine
G undlage
*(s)kom-
‘biegen’
slo ak.
dial.
chomola
‘Hals’
(ESSJ,,,,,
68),
gl.
semasiologisch
li .
kaklas
‘Hals’
(F aenkel
1962:
205 .)
und
kumelys
‘13.
Wi belsaule’,
aéech.
chomol
‘Gip el,
Wip el’
:
li .
kauku é
‘Hiigel,
Gip el’
<
ig
*kou-k-
‘biegen,
wolben’
( gl.
Poko ny
1994: 589),
apoln.
chomla
‘K anz
au
dem
Kop ,
de
die
Haa e
hil ’,
uk .
x6.112,
xomieka
‘Kop bedeckung
de
F auen’
(ESSJ,,,
68 .).
Eine
wei e e
Méglichkei ,
wie
sl.
ch-
in
den
Kon ex
in eg ie
we den
kann,
be-
s eh
ielleich
in
dem
Ansa z
sl.
ch
<
*kh,,
den
Ko land
(1988:
303)
ohne
Li e a-
u
an iih .
Zu
dem
Beispiel
hie ii ,
uss.
xanamo
‘e g ei en,
packen’
(Ko land
1988:
303),
kons a ie
ESSJ
ohne
E wahnung
eine
la yngalhal igen
E ymologie
,,OCHOBaHO,
B
KOHEYUHOM
CuyeTe,
Ha
3BykKonoupaxaHun*
und
e gleich
mi
analogen
sl.
*capa i,
*gaba i
(ESSJ,,,,,
19).
In
den
obigen
Fallen
ha
die
Sich
ch-
<
kh,-
einen
wesen lichen
Nach eil,
de
La yngal
kann
nich
akul a i
e scheinen
und
sl.
Duble -
en
mi
anlau endem
k-
bzw.
ch-
soll en
nich
e scheinen”.
Dami
sind
ech
deu lich
zwei
ge enn e,
jedoch
(mindes ens
in
einem
spa en
S a-
dium)
homophone
Wu zeln,
auszumachen:
*(s)kem-
‘biegen,
k immen,
winden’*
und
*(s)kem-
‘d iicken,
p essen,
hinde n’””
wo aus
auch
‘zahmen,
un e d iicken’
und
“qua-
len’:
kamui y i
‘ a gin i,
kamuo i’,
kamuo i
‘ a gin i,
kankin i;
sunkiai
di b i,
e gau i...’,
eine sci s,
sowie
ki ni i
‘s op en’,
ande e sei s.
Dabei
kann
nich
auBe
Ach
gelassen
we den,
dass
de
Gleichklang
zu
Bedeu ungsin e e enzen
und
Kon amina ionen
iih-
en
kann,
so
e wa
is
die
Bedeu ung
‘zahmen’
auch
aus
‘k immen,
geneig
machen’
zu
en wickeln:
z.B.
li .
palankus
‘ho ig,
lexibel,
geneig ’
(LKZ,,:
239)
im
Kon ex
Ka ais
ne
sunku
pa iké i,
kad
laumé
—
ai
suasmenin a
pi myksciam
Zmogui
pa ojinga
i
g asi
gam os,
isy
pi ma,
andens,
s ichija,
ku iq
jis
s engiasi
pazabo i,
palenk i
sa o
labui
(Vélius
1979:
9)
und
noch
die
Redewendung
jemanden
un e s
Joch
beugen
‘jemanden
zahmen,
behe schen,
e zichen’.
LITERATUR*
AMBRAZAS,
S.
1993:
Daik a a dziy
da ybos
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Mokslo
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BUGA,
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1959:
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11,
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Vals ybiné
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i
mokslinés
li e a u os
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Dini,
PU.
2000:
Bal y
kalbos.
Lyginamoji
is o ija,
Vilnius:
Mokslo
i
enciklopedijy
leidybos
ins i u as.
35.
Ein
Ansa z
mi
Me a hese
ig.
*kVHm-(>k-)
>
sl.
*kHVm-
(>ch-)
wo
H
wie
|,
in
uss.
2o206a,
poln. glowa
:
li .
gal a
‘Kop ’,
uss.
eopod
‘S ad ’,
poln.
g od
‘Bu g’:
li .
ga das
‘Gehege’
behandel
wi d,
wii de
o mal
geniigen.
Fii
cine
solche
La yngalme a hese
ehl
jedoch
jede
E idenz.
%
—
Hie zu
li .
kwnpis,
ne.
ham
‘kumpis’,
nhd.
Hamchen
—
ka ka
(D o inas
1987:
206),
le .
Awmps
‘k umm’,
ai.
kma a i
‘is
gebogen,
k umm’
<
ig.
*kam-(?),
*km- ‘gebogen,
k umm
sein’
(F aenkel
1962:
309),
li .
kémos
‘Schenkel’
(LKZ,:
561),
kimb a
“Bein
(abwe end.)...’
(LKZ,:
800).
Hie zu
a m.
kamel
‘d i cken,
w ingen’,
an.
hemja
‘zigeln,
hemmen’,
nd.
hamme
‘umzaun es
Feld’
(Poko ny
1994:
555).
3
He zlich
danken méch e
ich
D .
A.
Judzen is
ii
Un e s ii zung
bei
de
Bescha ung
on
Li e a u .
Li .
kamanos,
kamienas,
kuméleé
|
29
D o inas,
V.,
ed.
1987:
Lexicon
Li huanicum.
Rank as inis
XVI
a.
okieciy-lie u iy
kalby
Zodynas,
Vilnius:
Mokslas.
ESSJ
—
Imumoaoeu eckui
caogaps
caaeanckux
23bikoe,
4,
8,
10,
13,
pea.
O.
H.
TpyGaues,
Mocxsa:
Hayka,
1977,
1981,
1983,
1987.
EuLe ,
W.,
2002:
Indoge manische
Hi en
und
K iege
—ein
My hos
ode
Beginn
cu opaische
Kul u ?
Res
Bal ica
8,
35-65.
FRAENKEL,
E.
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