Beel, Leon
Resea ch Repo
En wicklung on Dynamic Capabili ies ü die Umse zung
kommunale Digi alisie ungss a egien in Deu schland
Sch i en eihe ü Public und Nonp o i Managemen , No. 34
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kommunale Digi alisie ungss a egien in Deu schland, Sch i en eihe ü Public und Nonp o i
Managemen , No. 34, Uni e si ä s e lag Po sdam, Po sdam,
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Leon Beel
En wicklung on Dynamic Capabili ies
ü die Umse zung
kommunale Digi alisie ungss a egien
in Deu schland
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Leon Beel
En wicklung on Dynamic Capabili ies
ü die Umse zung
kommunale Digi alisie ungss a egien
in Deu schland
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III
Inhal s e zeichnis
Abbildungs- und Tabellen e zeichnis ........................................................... IV
Anlagen e zeichnis ...................................................................................... IV
1. Einlei ung .................................................................................................... 1
2. Dynamic Capabili ies in de ö en lichen Ve wal ung .................................. 3
2.1 En wicklung eine A bei sde ini ion ....................................................... 3
2.2 Bedeu ung ü die S a egieumse zung ................................................. 7
2.3 En wicklung on DCs nach Zollo und Win e (2002) ............................. 9
3. Theo e ische Rahmen ............................................................................. 11
3.1 Ein üh ung in die E olu ions heo ie ..................................................... 11
3.2 Adap i e Ansa z nach Weick (1985) .................................................. 12
3.3 Anwendung au die En wicklung on Dynamic Capabili ies ................ 14
4. Me hodisches Vo gehen ........................................................................... 17
4.1 Fallauswahl ......................................................................................... 18
4.2 Da ene hebung ................................................................................... 21
4.3 Da enauswe ung ................................................................................ 22
5. E gebnisse ............................................................................................... 23
5.1 Haup ka ego ie Ökologische Wandel ................................................. 23
5.2 Haup ka ego ie Ges al ung ................................................................. 24
5.2.1 Subka ego ie Wissensziele und Wissensiden i ika ion ................. 25
5.2.2 Subka ego ie Wissensen wicklung und Wissense we b ............... 26
5.3 Haup ka ego ie Selek ion .................................................................... 26
5.3.1 Subka ego ie Wissens eilung ....................................................... 27
5.3.2 Subka ego ie Wissensbewe ung ................................................. 27
5.4 Haup ka ego ie Re en ion ................................................................... 28
5.4.1 Subka ego ie Wissensbewah ung und Unlea ning ....................... 29
5.4.2 Subka ego ie Wissensnu zung ..................................................... 29
5.5 Haup ka ego ie Mon age egeln ........................................................... 32
5.5.1 Subka ego ie Wissensbezogene Ve hal ensweisen ..................... 32
5.5.2 Subka ego ie Me a ou inen .......................................................... 33
6. Diskussion ................................................................................................ 33
6.1 Hypo hesen ......................................................................................... 34
6.2 P ak ische Implika ionen ..................................................................... 40
7. Fazi .......................................................................................................... 43
Li e a u e zeichnis ...................................................................................... 46
Appendix ...................................................................................................... 59
IV
Abbildungs- und Tabellen e zeichnis
Abbildung 1: De P ozess de Selek ion ....................................................... 13
Abbildung 2: E klä ungsmodell ü die En wicklung on DCs ....................... 16
Abbildung 3: T eibe des ökologischen Wandels .......................................... 23
Tabelle 1: Handlungs elde und Umse zungsmaßnahmen de
Digi alisie ungss a egie on Al s ad ............................................................ 19
Tabelle 2: Übe sich de In e iewpa ne ..................................................... 21
Tabelle 3: Mon age egeln und de en Ein luss .............................................. 33
Anlagen e zeichnis
Appendix A: Exku s Wissensmanagemen ................................................... 59
Appendix B: In e iewlei aden des DIGILOG-P ojek s................................. 60
Appendix C: In e iew ansk ip e des DIGILOG-P ojek s ............................. 61
Appendix D: Lei aden zu Kodie ung ........................................................... 62
7
2.2 Bedeu ung ü die S a egieumse zung
Die s a egische Managemen o schung sieh in DCs ein wich iges Ins umen ,
um die En wicklung on O ganisa ionen e olgso ien ie zu ges al en (Teece
2023). De E olg de ö en lichen Ve wal ung häng on de A und Weise ab,
wie sie ih e poli isch de inie en Au gaben e üll (And ews e al. 2016). Einen
wich igen Bei ag zu Ve besse ung de ö en lichen Au gabene üllung soll die
En wicklung on Digi alisie ungss a egien leis en (Me gel 2019). Eine Digi a-
lisie ungss a egie bezeichne ein Mus e on Zielen, Ansä zen und Maßnah-
men, das bes imm , wie eine Ve wal ung ih e Au bau- und Ablau o ganisa ion
un e Einsa z mode ne IKT e ände , um die A und Weise de eigenen Au -
gabene ledigung zu e besse n (B yson 1995; Fische e al. 2021; Edel-
mann/Me gel 2022)
7
.
Die En wicklung on Digi alisie ungss a egien in de ö en lichen Ve wal ung
läss sich ideal ypisch in d ei au einande au bauenden Phasen besch eiben.
Im Rahmen de e s en Phase, de S a egie o mulie ung, we den aus in e nen
sowie ex e nen Beda en konk e e Ziele ü die Ve besse ung de Au gabene -
ledigung abgelei e und Ve ände ungsmaßnahmen ü die Ziele eichung de-
inie (Me gel 2019). In Phase zwei, de S a egieumse zung, gil es, die ge-
plan en Maßnahmen zu implemen ie en und somi den S a us Quo de Au ga-
bene ledigung in de Ve wal ung zu e ände n (Edelmann/Me gel 2022). Im
Rahmen on Phase d ei, de S a egiee alua ion, wi d gep ü , inwie e n die
umgese z en Ve ände ungen die anges eb en Ziele e eichen. Neben de E -
olgskon olle soll die E alua ion auch einen P ozess des o ganisa ionalen
Le nens e möglichen, de sich au eine Ve besse ung de En wicklung zukün -
ige S a egien ich e (Siegel 2019).
Die Li e a u sch eib DCs im ö en lichen Sek o einen Ein luss au die S a e-
gieumse zung zu (Magalhães San os 2023)
8
. In Anlehnung an Klein und So a
(1991) gil die Umse zung eine Digi alisie ungss a egie als e olg eich, wenn
7
Bislang ha sich in Poli ik und Fo schung keine einhei liche De ini ion ü Digi alisie ungss a-
egien e ablie en können. Schallmo e al. (2018) egen o diesem Hin e g und an, den Beg i
aus dem jeweiligen S a egie- und Digi alisie ungs e s ändnis abzulei en. Die o liegende A -
bei olg diesem Ansa z.
8
Teece (2014) be on , dass DCs im p i a en Sek o auch Ein luss au die Fo mulie ung on
S a egien nehmen. Da die S a egie o mulie ung in de Ve wal ung maßgeblich poli isch be-
s imm wi d, is ein solche E ek im ö en lichen Sek o ehe nich zu e wa en (And ews e
al. 2012; 2017).
8
die A und Weise de Au gabene ledigung wie anges eb e ände we den
kann. Vo ausse zung ü die Ve ände ung de Au gabene ledigung is de
Wandel bes ehende Rou inen. Wie in Abschni 2.1 besch ieben, s ellen Rou-
inen kollek i e Handlungsmus e da , die sich als e izien e Fo men de Au -
gabenbewäl igung bislang bewäh haben. Soll die A und Weise de Au ga-
bene ledigung e ände we den, beda es eine Anpassung diese Hand-
lungsmus e . Die Anpassung wi d de Ve wal ung du ch DCs e möglich , die
du ch den o ganisie en Einsa z on Sense-making-, Connec ing- und
Shaping-Rou inen neue Fo men de Au gabene ledigung iden i izie en, be-
we en, implemen ie en und dami neue Rou inen en wickeln ode bes ehende
Rou inen modi izie en. DCs we den somi zu einem zen alen E olgs ak o ü
die Umse zung on Digi alisie ungss a egien (Luna-Reyes e al. 2020)
9
.
Die e olg eiche Umse zung eine S a egie is eine no wendige, abe keine
hin eichende Bedingung ü die E eichung de s a egischen Ziele. Wie in Ab-
schni 2.1 besch ieben, olg au die Ve ände ung de Au gabene ledigung
nich zwangsläu ig eine Ve besse ung. So beobach en Edelmann und Me gel
(2022), dass De izi e bei de Fo mulie ung on Digi alisie ungss a egien in de
De ini ion on s a egischen Zielen und Maßnahmen münden, de en e olg ei-
che Umse zung nich die gewünsch en E ek e ealisie en kann. Vo diesem
Hin e g und wi d deu lich, dass DCs als Ins umen de S a egieumse zung
zwa einen wich igen Bei ag zum E olg on S a egien in de Ve wal ung leis-
en, diesen abe nich alleinig he bei üh en können
10
. Vo diesem Hin e g und
wi k die in de Li e a u zum p i a en Sek o e b ei e e No a ion on DCs als
„Holy G ail o s a egic managemen “ (Hel a /Pe e a 2007, 91) übe ieben.
Au bauend au den E kenn nissen zu Rolle on DCs ü die Umse zung on
Digi alisie ungss a egien wi d im olgenden Abschni die En wicklung on
DCs behandel .
9
In Anlehnung an Win e (2003) is da on auszugehen, dass die Ve wal ung eine Ve ände-
ung ih e Au gabene ledigung auch ohne den Einsa z on DCs he bei üh en kann, indem sie
die Iden i ika ion, Bewe ung und Implemen ie ung on neuen Fo men de Au gabene ledi-
gung imp o isie . Dieses Vo gehen is ü die Ve wal ung jedoch nich e s ebenswe , da es
mi einem hohen Ressou cenau wand, agen E olgschancen und eine g oßen Unsiche hei
ü die Mi a bei e e bunden is (Zollo/Win e 2002).
10
Einen ielbeach e en E klä ungsansa z ü den E olg on S a egien lie e n Miles und Snow
(1978). Die Au o en a gumen ie en, dass S a egien ih e Ziele e eichen, wenn ih Inhal und
de Modus on dessen Umse zung eng an die jeweiligen Bedingungen de Umwel und de
o ganisa ionalen S uk u angepass sind.
9
2.3 En wicklung on DCs nach Zollo und Win e (2002)
Wäh end die Ve wal ungs o schung bislang o allem den Ein luss on DCs
au die Umse zung on s a egischem Wandel un e such , geh die Li e a u
zum p i a en Sek o auch de F age nach, wie DCs in O ganisa ionen en s e-
hen (Ka el 2022). So s ellen Au o en wie Wa ne und Wäge (2019), G øgaa d
e al. (2022) ode Cy e e al. (2021) im Rahmen empi ische Un e suchungen
es , dass DCs wede eme gen he ausgebilde noch ex e n e wo ben we den
können, sonde n ielmeh ak i du ch eine O ganisa ion zu en wickeln sind. In
Anlehnung an Eisenha d und Ma in (2000) is da übe hinaus da on auszu-
gehen, dass DCs imme wiede e neue we den müssen, um dem jeweiligen
s a egischen Ve ände ungsbeda zu e üllen.
In de Li e a u we den un e schiedliche E klä ungsansä ze ü die En wick-
lung on DCs disku ie ( ü eine Übe sich siehe Ba ales-Molina e al. 2013).
Einen de meis beach es en Ansä ze lie e n Zollo und Win e (2002). Die Au-
o en üh en die En wicklung on DCs au die En wicklung on Me a ou inen
zu ück, die sie als das E gebnis on d ei au einande au bauenden Le nme-
chanismen besch eiben:
• E ah ungsakkumula ion: Die O ganisa ionsmi gliede sammeln im
A bei sall ag E ah ungswissen da übe , wie sie neue Fo men de Au -
gabene ledigung ü geände e Au gabens ellungen iden i izie en, e a-
luie en und e ablie en können.
• Wissensa ikula ion: Die O ganisa ionsmi gliede auschen ih indi i-
duelles E ah ungswissen un e einande aus, disku ie en und kombi-
nie en es.
• Wissenskodi izie ung: Das kombinie e E ah ungswissen wi d in ei-
nem Speiche medium gesiche . Du ch das wiede hol e Ab u en und
Anwenden des Wissens we den Handlungsmus e e le n , die als Me-
a ou inen ungie en und DCs kons i uie en (siehe Abschni 2.1).
Zollo und Win e (2002) gehen da on aus, dass O ganisa ionen, welche die
besch iebenen Le nmechanismen au bauen und de en Nu zung ö de n, DCs
en wickeln und e neue n können. Diese Ansa z bie e sich au g und de O i-
en ie ung an de Ressou ce Wissen ü eine Übe agung au die ö en liche
Ve wal ung an. Ve wal ungen sind wissensin ensi e O ganisa ionen: Um ih e
iel äl igen Au gaben im Spannungs eld on S aa , Poli ik und Gesellscha zu
10
bewäl igen, sind sie da au angewiesen, unablässig neues Wissen zu gene-
ie en und einzuse zen (Wewe /Fische 2019). Wissen wi d somi zu zen a-
len Ressou ce de ö en lichen Leis ungse b ingung (Lenk e al. 2021).
De Ansa z on Zollo und Win e (2002) weis Limi a ionen au . E s ens e -
nachlässigen die Au o en, dass Me a ou inen o ganisie we den müssen, um
DCs zu kons i uie en. Ohne eine sys ema ische Bündelung und Aus ich ung
au ein gemeinsames Ziel is die zielge ich e e ou inengelei e e Ve ände ung
de Au gabene ledigung nich möglich (Piening 2013). Zwei ens weisen
Romme e al. (2010) da au hin, dass die En wicklung on DCs nich ohne den
Ein luss de jeweiligen s uk u ellen und kul u ellen Me kmale de O ganisa ion
e klä we den kann, in de die En wicklung e olg . D i ens mangel es dem
Ansa z an eine heo e ischen Fundie ung, die den Auslöse , das Handeln in
und das Zusammenspiel de Le nmechanismen e klä (Zah a e al. 2006).
Vie ens bleiben die konk e en Ve hal ensweisen de O ganisa ionsmi gliede
im Rahmen de En wicklung on DCs ehe age. Amb osini und Bowman
(2009) egen o diesem Hin e g und an, Elemen e des o ganisa ionalen Wis-
sensmanagemen s in den Ansa z zu in eg ie en (siehe Appendix A ü einen
Exku s zu Wissensmanagemen ).
Vo dem Hin e g und de au gezeig en Limi a ionen e wei e die o liegende
A bei den Ansa z on Zollo und Win e (2002) zu einem e olu ions heo e i-
schen E klä ungsmodell ü die En wicklung on DCs in de ö en lichen Ve -
wal ung. Diese Zugang bie e sich an, da Ve e e de E olu ions heo ie wie
Nelson und Win e (1982) nich allein das Ve s ändnis on Rou inen (Feldman
e al. 2016) sonde n auch das on DCs maßgeblich p ägen (Piening 2013)
11
.
Im olgenden Abschni wi d zunächs übe blicksa ig in die E olu ions heo ie
einge üh , ehe das E klä ungsmodell en wickel und au die Fo schungs age
de o liegenden A bei angewand wi d.
11
Auch Zollo und Win e (2002) g ei en in ih em Bei ag e olu ions heo e ische Ansä ze au ,
nu zen diese abe ausschließlich, um die Ve ände ung on Rou inen du ch DCs zu e klä en.
11
3. Theo e ische Rahmen
3.1 Ein üh ung in die E olu ions heo ie
E olu ions heo e ische Ansä ze besch eiben O ganisa ionen als zielo ien ie e
und beg enz e Sys eme sozialen Handelns, die ih e S uk u en, P ozesse und
S a egien unablässig an die Umwel anpassen müssen, um im di ek en Aus-
ausch Ressou cen und Legi ima ion zu e langen (Ald ich/Rue 2006). Eine
a ionale Planung und S eue ung de Umwel anpassung sei ens de O gani-
sa ion wi d du ch e schiedene o ganisa ionsin e ne wie auch -ex e ne Hü -
den e schwe . Hie zu zählen un e ande em un ollkommene In o ma ionen
übe Zweck-Mi el-Beziehungen, mik opoli ische Wide s ände de Beschä ig-
en, ech liche Hinde nisse und poli ische Vo gaben (Hannan/F eeman 1977).
Ausgehend on diesen Hü den ü eine a ionale Planung und S eue ung be-
sch eiben Au o en wie Von Hayek (1983) ode Ca oll (1984) die Anpassung
eine O ganisa ion an ih e Umwel als eme gen en Ve suchs-I ums-P ozess,
de analog zu e olu ionsbiologischen En wicklung on O ganismen du ch den
Ablau on Mechanismen de Va ia ion, Selek ion und Re en ion bes imm
wi d. Den Ausgangspunk ü diesen Ansa z bilden die Bei äge on Campbell
(1960; 1965), in de en Rahmen Pa allelen im Ve ände ungsp ozess on bio-
logischen und sozialen Sys emen iden i izie we den. Hie aus lei en Au o en
wie Weick (1969) ode Ba eson (1972) eine uni e selle Gül igkei de u -
sp ünglich on Da win (1859) o mulie en e olu ionä en Mechanismen im All-
gemeinen und de Va ia ion, Selek ion und Re en ion im Besonde en ab, wo-
bei da on ausgegangen wi d, dass die konk e e Ausges al ung de Mechanis-
men om jeweilig e ol ie enden Sys em bes imm wi d (McKel ey/Ald ich
1983).
In de O ganisa ions heo ie haben sich d ei übe geo dne e S änge e olu i-
ons heo e ische Ansä ze e ablie , die jeweils un e schiedliche Analyseebe-
nen ad essie en. Die popula ionsökologischen Ansä ze okussie en sich au
eine Meso-Ebene, indem sie G uppen on O ganisa ionen analysie en, die
ähnliche S uk u en und Zielse zungen au weisen (Woywode/Beck 2019). An-
sä ze de e olu o ischen Ökonomik un e suchen eben alls G uppen ähnliche
O ganisa ionen, besch änken sich hie bei abe nich au eine, sonde n iel-
meh au alle beobach ba en G uppen on O ganisa ionen inne halb eine
Volkswi scha . Sie se zen somi au eine Mak o-Ebene an und zielen au die
12
E klä ung gesam wi scha liche En wicklungen ab (u. a. Nelson/Win e
1982). Adap i e Ansä ze o ganisa ionale E olu ion ad essie en eine Mik o-
Ebene, indem sie un e suchen, wie sich einzelne O ganisa ionen e ände n,
um den An o de ungen ih e Umwel bes möglich ge ech zu we den (Aba e-
cola 2014). Adap i e Ansä ze eignen sich ü die im Rahmen de o liegenden
A bei angewand e Me hode de Einzel alls udie zu eine deu schen Kommune
und we den da um im Folgenden e ie .
3.2 Adap i e Ansa z nach Weick (1985)
Das elabo ie es e Konzep un e den adap i en Ansä zen lie e Weick (1985),
de die Mi gliede eine O ganisa ion in das Zen um seine A bei s ell :
„Was wi e meiden wollen, is , O ganisa ionen als eigens ändige K ä e ode
Agen en anzusehen. […] Wann imme O ganisa ionen handeln […] dann sind
es Indi iduen, die handeln“ (52 .).
Ausgehend on diesem Ve s ändnis besch eib Weick (1985) die Anpassung
eine O ganisa ion an ih e Umwel als sozialen P ozess, de sich in ie Pha-
sen ollzieh . Den Ausgangspunk bilde die Annahme, dass O ganisa ions-
mi gliede einem o wäh enden S om on umwel bezogenen Wah nehmun-
gen ausgese z sind (Wol 2020). Diese Wah nehmungen sind häu ig meh -
deu ig und bedü en eine In e p e a ion. Fü wiede keh ende Wah nehmun-
gen e ügen O ganisa ionen in de Regel übe bewäh e Schema a de Sinn-
gebung, die es ih en Mi gliede n e möglichen, die Wah nehmungen ohne g o-
ßen Au wand on Ressou cen zu deu en und hie aus Reak ionen bzw. Hand-
lungen abzulei en (Sande s 2006). T e en hingegen neue ode e ände e
Umwel wah nehmungen au , sind die O ganisa ionsmi gliede da au ange-
wiesen, die Meh deu igkei du ch die En wicklung neue Schema a zu edu-
zie en. Diese e s e Phase bezeichne Weick (1985) als ökologischen Wan-
del. An den ökologischen Wandel schließ sich die zwei e Phase an, die Weick
(1985) als Ges al ung bezeichne . Im Rahmen de Ges al ung wi d de S om
umwel bezogene Wah nehmungen in Einhei en ze leg , um Wah nehmungen
zu isolie en, die nich mi den o handenen Schema a gedeu e we den kön-
nen. Anschließend „ges al e “ ein O ganisa ionsmi glied die Wah nehmungen,
indem es sie e lek ie und pe sönliche In e p e a ionen da übe en wickel ,
wie die Wah nehmungen zu deu en sind (ebd., 195). Dabei wi d die Meh deu-
igkei zunächs nich eduzie , sonde n ehe e höh (Menz 2000). Zen al ü
13
das Ve s ändnis de Ges al ungsphase is , dass sie olls ändig au indi iduel-
le Ebene s a inde . Die Einbeziehung wei e e O ganisa ionsmi gliede e -
olg in de anschließenden Phase de Selek ion. Im Rahmen de Selek ion
we den die in de Ges al ungsphase p oduzie en indi iduellen In e p e a io-
nen kollek i e handel . Dies geschieh im Rahmen sogenann e Doppelin e -
ak e, die kommunika i e Zyklen ineinande g ei ende Handlungsweisen da -
s ellen (Weick 1985). De gene ische Ablau diese Zyklen ges al e sich wie
olg :
1. Ak (O ganisa ionsmi glied I): Teilen de In e p e a ion
2. In e ak (O ganisa ionsmi glied II): Bewe ung de In e p e a ion
3. Doppel e In e ak (O ganisa ionsmi glied I): Beibehal en, Au geben o-
de Re idie en de In e p e a ion (Sande s 2006)
Im Rahmen de Selek ion we den e schiedene Doppelin e ak e mi einande
e knüp , sodass de en Sequenzie ung eine En scheidung übe die Auslese
on In e p e a ionen e möglich (Weick 1985). Die Ve knüp ung de Doppelin-
e ak e e olg en lang sogenann e Mon age egeln, die spezi ische, in de Ge-
schich e und Kul u de jeweiligen O ganisa ion e anke e En scheidungsp o-
g amme da s ellen. Diese P og amme können o mal wie auch in o mal o -
liegen und sollen eine im Sinne de O ganisa ionsziele zweckmäßige Ve knüp-
ung gewäh leis en. Das Zusammenspiel on Doppelin e ak en und Mon age-
egeln wi d du ch Abbildung 1 e deu lich .
Abbildung 1: De P ozess de Selek ion (i. A. an Sande s 2006)
Die ie e und le z e Phase bilde die Re en ion, in de en Rahmen die selek-
ie en In e p e a ionen im o ganisa ionalen Gedäch nis gespeiche we den.
14
Die Speiche ung ollzieh sich eben alls in Fo m on e knüp en Doppelin e -
ak en. Es wi d en schieden, wie die neuen Schema a gespeiche we den sol-
len. Die neuen Schema a e lauben nun eine adäqua e In e p e a ion de im
Rahmen des ökologischen Wandels au ge e enen Wah nehmungen und e -
möglichen eine en sp echende Reak ion, die eine Anpassung de O ganisa-
ion an ih e Umwel e möglich (siehe Abschni 3.1). Da übe hinaus wi d im
Rahmen de Re en ion e handel , inwie e n die neuen wickel en Schema a
be ei s o handene Schema a obsole machen. Is dies de Fall, wi d das e -
al e e Schema gelösch . Das in diesem Abschni besch iebene Konzep on
Weick (1985) wi d im Folgenden au die En wicklung on DCs angewende .
3.3 Anwendung au die En wicklung on Dynamic Capabili ies
Um das Konzep on Weick (1985) au die En wicklung on DCs ü die Um-
se zung on Digi alisie ungss a egien anzuwenden und dami den in Ab-
schni 2.3 einge üh en le no ien ie en Ansa z on Zollo und Win e (2002) zu
e wei e n, we den zunächs die besch iebenen Sinngebungsschema a als o -
ganisa ionale Rou inen ope a ionalisie . Dieses Vo gehen bie e sich an, da
Rou inen sowie die Schema a on Weick (1985) de Sinngebung dienen. Sie
ungie en als Ve ah ensanlei ungen ü die Bea bei ung on Au gaben und
eduzie en dami die Unsiche hei im Handeln de O ganisa ionsmi gliede
(siehe Abschni 2.1). Die on Weick (1985) besch iebenen Wah nehmungen,
die au die O ganisa ionsmi gliede einwi ken, we den im Folgenden als Au -
gaben in e p e ie , mi denen Ve wal ungsmi a bei e kon on ie we den und
die sie du ch Rou inen bewäl igen.
Im Sinne de o liegenden A bei wi d die Umse zung eine Digi alisie ungs-
s a egie als ökologische Wandel e s anden. Ausgehend on diesem Ve -
s ändnis we den Ve wal ungsmi a bei e im Rahmen de S a egieumse zung
mi neuen Au gabens ellungen und An o de ungen kon on ie , die eine Ve -
ände ung de e ablie en A und Weise de Au gabene ledigung e o de n.
Als Reak ion au den ökologischen Wandel e a bei en sich Ve wal ungsmi a -
bei e in de Ges al ungsphase Wissen da übe , wie eine Ve ände ung de be-
s ehenden Au gabene ledigung ealisie we den kann. Hie zu de inie en sie
zunächs Wissensziele, die es hal en, welches Wissen ü die Realisie ung
eine Ve ände ung benö ig wi d. Anschließend p ü en die Ve wal ungsmi a -
bei e , inwie e n die benö ig en Wissenss ände in de Ve wal ung o handen
15
sind. Diese Sch i wi d als Wissensiden i ika ion bezeichne . Is Wissen nich
o handen, muss es en wede ex e n e wo ben ode in e n en wickel we den.
Au bauend au de Li e a u geh die o liegende A bei da on aus, dass die
De ini ion on Wissenszielen, die Wissensiden i ika ion, de Wissense we b
und die Wissensen wicklung du ch die s uk u ellen, pe sonellen und echno-
logischen Gegebenhei en in de Ve wal ung beding we den (Kim/Lee 2006).
Diese Gegebenhei en bilden sich in den Mon age egeln ab, die die A und
Weise de Aus üh ung de genann en wissensbezogenen Ve hal ensweisen
sowie de en Ve knüp ung bes immen. Hie mi wi d deu lich, dass die o lie-
gende A bei in zwei Punk en on dem in Abschni 3.2 da geleg en U sp ungs-
modell abweich . Zum einen sieh das U sp ungsmodell in de Ges al ungs-
phase keine Mon age egeln o . Zum ande en besch änk Weick (1985) die
Funk ion de Mon age egeln au die Ve knüp ung on Doppelin e ak en (siehe
Abbildung 1). Eine E wei e ung on Weicks (1985) Modell is no wendig, um
o handene E kenn nisse zum Ein luss o ganisa ionale Gegebenhei en ü
die E klä ung de En wicklung on DCs nu zba zu machen (siehe Abschni
2.3).
An die Ges al ung schließ sich die Phase de Selek ion an, in de en Rahmen
die Ve wal ungsmi a bei e das e a bei e e Wissen mi ih en Kollegen eilen.
Das ge eil e Wissen wi d in Fo m on Doppelin e ak en du ch ande e Ve wal-
ungsmi a bei e bewe e und selek ie . Im E gebnis bleib nu das Wissen in
de Ve wal ung e hal en, welches kollek i als sinn oll ü die Realisie ung on
Ve ände ungen in de Au gabene ledigung e ach e wi d. De Ablau und die
Ve knüp ung on Wissens eilung und -bewe ung wi d du ch Mon age egeln
bes imm .
Das selek ie e Wissen wi d im Rahmen de Re en ion gespeiche und ge-
nu z . Du ch die wiede hol e Wissensnu zung e le nen Ve wal ungsmi a bei e
Me a ou inen. Hie bei handel es sich um Sense-making-, Connec ing- und
Shaping-Rou inen. Diese Rou inen we den du ch Mon age egeln in de Ve -
wal ung o ganisie
12
, sodass sie DCs kons i uie en, die de Ve wal ung die
Ände ung de Au gabene ledigung im Zuge de Umse zung de Digi alisie-
ungss a egie e möglichen (siehe Abschni 2.2).
12
An diesem Punk wi d bewuss on O ganisa ion s a on Ve knüp ung gesp ochen, um
den Bezug zu in Abschni 2.1 en wickel en A bei sde ini ion on DCs he zus ellen.
16
Abbildung 2: E klä ungsmodell ü die En wicklung on DCs, eigene Da s ellung
23
um sie in Phase ün e ie zu analysie en und wei e auszudi e enzie en.
Im E gebnis we den Subka ego ien zu den Haup ka ego ien gebilde . Das ge-
sam e In e iewma e ial wi d in Phase sechs en lang des Ka ego iensys em
kodie . In Phase sieben we den abschließend Zusammenhänge zwischen
den Ka ego ien iden i izie . De genu z e Lei aden zu Kodie ung mi den De-
ini ionen de Haup - sowie Subka ego ien und den Anke beispielen is de o -
liegenden A bei als Appendix D beige üg . Die E gebnisse de Da enauswe -
ung we den im olgenden Abschni da geleg .
5. E gebnisse
Im Folgenden wi d das in Abschni 3.3 einge üh e E klä ungsmodell zu En -
wicklung on DCs au die Umse zung de Digi alisie ungss a egie in de Kom-
mune Al s ad angewand . De Fokus lieg dabei au de Ein üh ung eines DMS
als eine Umse zungsmaßnahme, die im Sinne de A bei als ökologische
Wandel e s anden wi d. Die E gebnisse de Da enauswe ung we den en -
lang de in Appendix D au gezeig en Haup - und Subka ego ien besch ieben.
5.1 Haup ka ego ie Ökologische Wandel
De Haup ka ego ie des ökologischen Wandels sind alle In e iewsequenzen
zugeo dne , die Rückschlüsse au die T eibe de Ein üh ung des DMS e lau-
ben. Aus den Da en e geben sich insgesam sechs e schiedene T eibe , die
in Abbildung 3 zusammenge ass we den:
Abbildung 3: T eibe des ökologischen Wandels, eigene Da s ellung
6
4
3 3
2 2
0
1
2
3
4
5
6
7
Poli ische Wille
A bei se leich e ungen
Bü ge o ien ie ung
A bei gebe a ak i i ä
Co ona/Homeo ice
Raumnu zung
Anzahl an Nennungen
T eibe des ökologischen Wandels
24
Au ällig is , dass die In e iewpa ne je nach Ebene die benann en T eibe
un e schiedlich s a k gewich en. Die In e iewpa ne , die au s a egische
Ebene ope ie en, be onen meh hei lich den poli ischen Willen als Haup eibe
ü die Ein üh ung des DMS:
„Ich wü de schon sagen, dass es poli isch o ange ieben wo den is , das
Thema. Man ha das dann i gendwann […] anges oßen gehab , dass man [das
DMS] eigen lich b äuch e, weil man geme k ha , dass die Inno a ionsk a in
de S ad [Al s ad ] ielleich ein ach nich so ausgep äg is und auch das
Thema Digi alisie ung auch bundeswei ein bisschen meh in den Fokus ge ück
is “ (IP1, 67).
Die In e iewpa ne , die au de ope a i en Ebene de Kommunal e wal ung
ak i sind, heben hingegen anges eb e A bei se leich e ungen als T eibe ü
die DMS-Ein üh ung he o (IP7; IP9; IP10). Da übe hinaus gewich en sie die
E üllung on Bü ge bedü nissen höhe als ih e Kollegen au s a egische
Ebene:
„Unse All agsgeschä hie is hal imme klassisch, wi k iegen Papie an äge,
die we den in Papie o m bea bei e , we den abgehe e , es we den Bescheide
ausgeschick . […] Es wü d hal auch ieles e ein achen, wenn das alles digi al
lau en wü de. Man k ieg digi al die An äge, kann sie digi al bea bei en, aus-
schicken. Es e ein ach , glaube ich, auch ü alle die A bei hie . Viele […] Bü -
ge agen hal auch: Wa um geh das nich digi al?“ (IP10, 248).
Die Co ona-Pandemie, die S eige ung de A bei gebe a ak i i ä und die Po-
enziale ü die Raumnu zung we den on den In e iewpa ne n au s a egi-
sche wie auch au ope a i e Ebene gleich s a k gewich e und e en in ih e
We igkei hin e den poli ischen Willen, die anges eb en A bei se leich e un-
gen und die Bü ge o ien ie ung zu ück.
5.2 Haup ka ego ie Ges al ung
Diese Haup ka ego ie sind alle In e iewsequenzen zugeo dne , die Aussa-
gen übe die indi iduelle E a bei ung on Wissenss änden zu Realisie ung
on Ve ände ungen de Au gabene ledigung im Zuge de DMS-Ein üh ung e -
möglichen. In Anlehnung an das in Abschni 3.3 en wickel e Modell is die
Haup ka ego ie in die Subka ego ien Wissensziele und Wissensiden i ika ion
sowie Wissensen wicklung und Wissense we b un e eil .
25
5.2.1 Subka ego ie Wissensziele und Wissensiden i ika ion
Diese Subka ego ie e ass , welches Wissen ü die In e iewpa ne zu Rea-
lisie ung on Ve ände ungen de Au gabene ledigung bei de Ein üh ung des
DMS ele an is und wie sie die Ve ügba kei dieses Wissens in ih e O ga-
nisa ion bzw. de en Umwel p ü en. Fü das Fallbeispiel Al s ad zeigen die
Da en, dass die Bes immung ele an e Wissenss ände o allem au s a egi-
sche Ebene s a inde und sich häu ig in Fo m on in e kommunalen Aus au-
schen ollzieh (IP1). Mi un e we den Wissensziele auch aus de Digi alisie-
ungss a egie de Kommune (IP2) ode gese zlichen Vo gaben abgelei e
(IP8).
Die In e iewpa ne au ope a i e Ebene en wickeln hingegen keine eigenen
Wissensziele ü die Ein üh ung des DMS (IP7; IP9). Au ällig is , dass die ehe
passi e Hal ung de ope a ionalen Ebene bei de DMS-Ein üh ung im Kon as
zum Agie en bei Umse zungs o haben s eh , die explizi on de ope a i en
Ebene ini iie we den:
„[Wi sind ge ade dabei, eine A bei sschu zso wa e einzu üh en]. Ja, da haben
wi uns je z e s mal e schiedene Anbie e angeguck . Geguck , was es übe -
haup ü Lösungen gib , was ü uns Sinn mach . […] Dann we den wi da s el-
len, was das ü uns ü Nu zen ha , welche P ozesse auch e schlank we den
können, e en uell, was dadu ch ü Meh we en s eh . […] Dann müssen wi
es noch in den Haushal eins ellen und dann is es hal imme ein bisschen
langwie ige , bis man dann das Geld wi klich hä e und wi es dann aussch ei-
ben können“ (IP7, 199).
Bezüglich de Wissensiden i ika ion un e scheiden sich die Vo gehensweisen
zwischen de s a egischen und de ope a i en Ebene. Die In e iewpa ne
au s a egische Ebene nu zen ü die Iden i ika ion ele an e Wissenss ände
o allem das Ins umen des in e kommunalen Aus auschs (IP1; IP6; IP8).
Hie bei spielen pe sönliche Ne zwe ke und in e pe sonelle Beziehungen eine
he aus agende Rolle (IP1). Die Wissensiden i ika ion inne halb de eigenen
Ve wal ung äll den In e iewpa ne n au s a egische Ebene schwe , da das
Wissen in ope a i en Einhei en häu ig nu implizi o lieg und somi nich ohne
wei e es iden i izie we den kann.
Auch au ope a i e Ebene wi d das Ins umen des in e kommunalen Aus au-
sches zu Wissensiden i ika ion genu z , wenn auch im ge inge en Ausmaß
26
(IP7). Die In e iewpa ne besch eiben die in e ne Wissensiden i ika ion zwi-
schen ope a i en Einhei en als selbs e s ändlich. K i isie wi d jedoch de
unzu eichende Zugang zu Wissen au s a egische Ebene:
„Wi sind hal nu seh skep isch, ob das wi klich bis dahin klappen wi d, [mi
de Ein üh ung des DMS], weil wi auch ge ade das Ge ühl haben, dass je z
auch im Rahmen des Pilo p ojek s es wiede seh s agnie , [mi de Ein üh-
ung]. Also eben weil man ak i auch nich meh so iel hö . Wi haben An ang
des Jah es mal so allgemein so ein Feedback bekommen om [CDO], wie so
de wei e e Ablau sein soll. Sei dem is hal wiede Funks ille“ (IP10, 254).
5.2.2 Subka ego ie Wissensen wicklung und Wissense we b
In diese Subka ego ie wi d e ass , inwie e n die In e iewpa ne im Zuge de
Ein üh ung des DMS neues Wissen ü die Realisie ung on Ve ände ungen
de Au gabene ledigung eigens ändig en wickeln und/ode es aus de Umwel
ih e O ganisa ion impo ie en. Die Da en e deu lichen, dass die Kommune
Al s ad o allem au den Wissense we b se z , indem sie ex e ne Be a ungs-
leis ungen und Schulungsangebo e in Ansp uch nimm (IP1; IP6). Die Fokus-
sie ung au den Wissense we b is auch ü ande e Umse zungs o haben im
Rahmen de Digi alisie ungss a egie zu beobach en (IP4; IP7; IP9). IP1 weis
jedoch da au hin, dass lang is ig auch in e ne Schulungen ü die Nu zung
des DMS angebo en we den sollen.
Die Da en legen den Schluss nahe, dass die Mi a bei e au ope a i e Ebene
e wa en, dass ihnen on de s a egischen Ebene die benö ig en Wissens-
s ände zu Realisie ung on Ve ände ungen de Au gabene ledigung im Rah-
men de DMS-Ein üh ung zu Ve ügung ges ell we den (IP7; IP10). Diese
ehe passi e Hal ung s eh im Kon as zum Agie en bei Umse zungs o ha-
ben, die explizi on de ope a i en Ebene ini iie we den (IP7).
5.3 Haup ka ego ie Selek ion
Diese Haup ka ego ie sind alle In e iewsequenzen zugeo dne , die Aussa-
gen übe die Ve handlung on Wissenss änden zu Realisie ung on Ve än-
de ungen de Au gabene ledigung im Rahmen de DMS-Ein üh ung e mögli-
chen. In Anlehnung an das in Abschni 3.3 en wickel e E klä ungsmodell se z
sich die Haup ka ego ie aus den Subka ego ien de Wissens eilung und de
Wissensbewe ung zusammen.
27
5.3.1 Subka ego ie Wissens eilung
Diese Subka ego ie e ass , inwie e n Ve wal ungsmi a bei e die indi iduellen
Wissenss ände zu Realisie ung on Ve ände ungen de Au gabene ledigung
im Rahmen de DMS-Ein üh ung mi ih en Kollegen eilen. Ausgehend on de
E kenn nis, dass Wissenss ände im Fallbeispiel ausschließlich au s a egi-
sche Ebene en wickel bzw. e wo ben we den, e gib sich die No wendigkei ,
Wissen sowohl au de s a egischen Ebene als auch zwischen s a egische
und ope a i e Ebene zu eilen.
Den In e iewda en is zu en nehmen, dass die Wissens eilung zwischen Ve -
wal ungsmi a bei e n au de s a egischen Ebene egelmäßig e olg (IP3;
IP8). Das ebenenübe g ei ende Teilen on Wissen is hingegen beg enz :
„Wi ha en mal ein, zwei Gesp äche [mi dem CDO und de S abss elle Digi a-
lisie ung]. Wo es g undsä zlich auch um unse e P ozesse ging, wie wi uns das
o s ellen, wie wi a bei en, wie wi au gebau sind, was wi übe haup ü The-
men machen. Und dann eben im Rahmen de Ve gabe [des DMS], dass wi da
mi in ol ie wu den. Und das wa es eigen lich bishe “ (IP7, 198).
Wi d Wissen im Fallbeispiel dennoch ebenenübe g ei end ge eil , e olg dies
o allem im di ek en pe sönlich-in o malen Aus ausch (IP3; IP9). Die In e -
iewpa ne on de ope a i en Ebene sehen den S a us Quo de Wissens ei-
lung im Rahmen de Ein üh ung des DMS meh hei lich als e besse ungsbe-
dü ig an (IP7; IP10).
5.3.2 Subka ego ie Wissensbewe ung
Diese Subka ego ie e ass , inwie e n die ge eil en indi iduellen Wissens-
s ände zu Realisie ung on Ve ände ungen de Au gabene ledigung im Rah-
men de DMS-Ein üh ung au P ak ikabili ä gep ü und nach E olgsaussich-
en bewe e we den. Die Da en e deu lichen, dass die Bewe ung de Wis-
senss ände beinahe ausschließlich au s a egische Ebene s a inde (IP4;
IP5; IP7). Die Einbindung de ope a i en Ebene e olg ehe spo adisch:
„Also das le z e Mal, wo ich je z wi klich ak i [in die Ein üh ung des DMS] in-
ol ie wa , is , als die Anbie e sich o ges ell haben, die Fi men, die digi ale
Ak e. Und sei dem is bei mi ein bisschen S ills and und ich habe sei dem ak i
nich s meh gehö . Es wa mal die F ages ellung, was mi al en Ak en gemach
wi d, ob die eingescann we den ode nich . Abe […] sei dem bin ich nich ak i
in ol ie wo den“ (IP10, 250).
28
Aus de ehe spo adischen Einbindung e geben sich In o ma ionsde izi e au
ope a i e Ebene im Hinblick au die geplan e Realisie ung de Ve ände ung
de A und Weise de Au gabene ledigung im Rahmen de DMS-Ein üh ung
(IP7; IP10). Au s a egische Ebene wi d die Bedeu ung de Einbindung de
Mi a bei e au ope a i e Ebene in die Wissensbewe ung meh hei lich ane -
kann . Eine s ä ke e Einbindung wi d jedoch aus G ünden des Ressou cen-
au wands abgelehn (IP4; IP8). Aus Sich on IP6 bes eh zudem eine g und-
legende Ve ände ungsskepsis im Pe sonalkö pe de Ve wal ung, die eine Be-
eiligung an de Wissensbewe ung e schwe . Ans elle eine um assenden
Be eiligung an de Wissensbewe ung se z die Kommune Al s ad au S ellen-
bildung, um die ope a i e Ebene bei de Nu zung des bewe e en Wissens zu
un e s ü zen (IP2; IP3). Dieses Vo gehen wi d on IP5, de als Pe sonal a s-
o si zende die In e essen de ope a i en Ebene e i , ehe zu ückhal end
bewe e :
„[Es] gib […] je z die F au [anonymisie ] und die F au [anonymisie ], die die-
sen Kon ak in die Belegscha je z auch suchen sollen, hel en sollen, e klä en
sollen und ja [ich] k a z e mich so ein bisschen am Kop , ob das geh , ob das
unk ionie , wenn ich eh lich bin. Also ich so ge mich da so ein bisschen um
die beiden, ob das nich eine Übe o de ung an de S elle wi d“ (IP5, 147).
Zusammen assend wi d deu lich, dass die Wissensbewe ung im Fallbeispiel
nich , wie in Abschni 3.3 besch ieben, die Fo m eine kollek i en Aushand-
lung annimm . Vielmeh we den au s a egische Ebene Wissenss ände ü
die Realisie ung de Ve ände ung de A und Weise de Au gabene ledigung
im Rahmen de DMS-Ein üh ung bewe e und ausgewähl . Die Mi a bei e de
ope a i en Ebene we den ehe unzu eichend einbezogen.
5.4 Haup ka ego ie Re en ion
Diese Haup ka ego ie sind alle In e iewsequenzen zugeo dne , die Aussa-
gen übe die Speiche ung sowie Nu zung de im Rahmen de DMS-Ein üh ung
selek ie en Wissenss ände zu Realisie ung on Ve ände ungen de Au ga-
bene ledigung e möglichen. In Anlehnung an das in Abschni 3.3 en wickel e
E klä ungsmodell se z sich die Haup ka ego ie aus den Subka ego ien de
Wissensbewah ung sowie Unlea ning und de Wissensnu zung zusammen.
29
5.4.1 Subka ego ie Wissensbewah ung und Unlea ning
Die Subka ego ie de Wissensbewah ung und des Unlea ning e ass , inwie-
e n die selek ie en Wissenss ände im Fallbeispiel gespeiche und in diesem
Zuge e al e e bzw. unb auchba e Wissenss ände, die be ei s gespeiche
sind, gelösch we den. Die Da en e deu lichen, dass sich bislang keine ein-
hei liche Speiche s uk u in de Kommune Al s ad e ablie ha . Die Wissens-
speiche ung e olg einhei s- ode pe sonenspezi isch:
„Unse A chi lei e , de damalige, ha e such , [die Speiche s uk u ] ü die
Be eiche anzupassen ode eben nu zba zu machen. Abe iele Be eiche nu -
zen diese Sys ema ik nich um zu speiche n. Also ich denke schon, dass da
alles, was man mi dem PC e zeug , auch gespeiche is , da bin ich soga ziem-
lich siche . Pa allel e mu e ich, dass es ausged uck wi d und abgehe e wi d,
weil wi ein ach noch so a bei en“ (IP5, 149).
Die einhei s- und pe sonenspezi ische Speiche ung on Wissenss änden e -
schwe die Wissensiden i ika ion (IP2; IP3). Auch bleib implizi es Wissen, das
nich kodi izie we den kann, häu ig im E ah ungsscha z de Wissens äge
e bo gen und geh bei Pe sonalaus i en e lo en (IP5).
Zusammen assend wi d deu lich, dass die Wissensbewah ung im Fallbeispiel
o allem pe sonengebunden e olg , wodu ch sich im Hinblick au die T ans-
pa enz on Wissenss änden sowie Pe sonalabgänge He aus o de ungen e -
geben. Die Da en geben keinen Au schluss da übe , ob die F age, wie Wissen
gespeiche we den soll, Gegens and eines Aushandlungsp ozesses is . Ein
solche P ozess wu de in Abschni 3.3 modellha angenommen. Auch e lau-
ben die Da en keine Aussage übe ein mögliches Unlea ning im Fallbeispiel.
5.4.2 Subka ego ie Wissensnu zung
Diese Subka ego ie e ass , inwie e n das wiede hol e Ab u en und Anwenden
des gespeiche en Wissens ü die Realisie ung on Ve ände ungen de Au -
gabene ledigung im Rahmen de DMS-Ein üh ung zum E le nen on Me a ou-
inen üh . Wie in Abschni 2.1 besch ieben, dienen Me a ou inen den Ve -
wal ungsmi a bei e n als Handlungsanlei ung ü die Ve ände ung e ablie e
Rou inen zu Au gabene ledigung.
30
Im Fallbeispiel wi d das E le nen on Me a ou inen ausschließlich au s a e-
gische Ebene sich ba . So be ich e IP1 on de egelmäßigen Teilnahme an
in e kommunalen Aus ausch o ma en sowie de Nu zung pe sönlich achliche
Kon ak e inne halb de Ve wal ung:
„Ich glaube, das geh ga nich ande s. Wi un gu da an, wenn wi uns noch
meh e ne zen und in den Aus ausch kommen“ (IP1, 68).
Um den Aus ausch mi e wal ungsex e nen Ak eu en zu s ä ken, is im Fall-
beispiel ein Think Tank geg ünde wo den, de die S ad gesellscha s ä ke in
die Umse zung de Digi alisie ungss a egie einbeziehen soll (IP6). Sowohl de
e wal ungsin e ne wie auch de e wal ungsex e ne Aus ausch lassen sich
als Sensing-Rou inen in e p e ie en, die, wie in Abschni 2.1 da geleg , de
En wicklung und Iden i ika ion neue Fo men de Au gabene ledigung dienen.
IP4 be ich e on de E ablie ung egelmäßige Absp achen zwischen den Mi -
a bei e n de e schiedenen Teilp ojek e inne halb de Digi alisie ungss a e-
gie:
„Wi [haben] […] le nen müssen, dass die [ o mals angedach e S uk u zu
Koo dina ion de einzelnen Teilp ojek e] leide ungüns ig is . […] Demen sp e-
chend wu de [die Koo dina ion] nochmal ganz ande s au gese z . […] Je z [ e -
en] wi uns [ egelmäßig] mi den Teilp ojek en“ (IP4, 122).
IP8 gib zudem an, dass die Ein ich ung eines G emiums geplan is , um die
Kommunika ion mi de poli ischen Ebene im Hinblick au die Umse zung de
einzelnen Maßnahmen im Rahmen de Digi alisie ungss a egie zu e s e i-
gen.
Das on IP4 genann e Fo ma des egelmäßigen Aus ausches zwischen den
Teilp ojek en zu Umse zung sowie die egelmäßige Zusammena bei im ge-
scha enen G emium lassen sich als Connec ing-Rou inen au s a egische
bzw. zwischen poli ische und s a egische Ebene au assen. Sie dienen de
E alua ion neue Fo men de Au gabene ledigung. Die Da en lassen keine
Rückschlüsse au die E ablie ung on Connec ing-Rou inen zwischen s a e-
gische und ope a i e Ebene zu.
Neben Sensing- und Connec ing- können im Fallbeispiel auch Shaping-Rou i-
nen iden i izie we den. Le z e e dienen de Implemen ie ung neue Fo men
de Au gabene ledigung in die Ve wal ungsp axis. IP8 be ich e , dass au
31
s a egische Ebene Schulungen ü die Ve wal ungsmi a bei e o be ei e
we den. Du ch die Schulungen soll den Mi a bei e n au ope a i e Ebene die
geände e A und Weise de Au gabene ledigung mi dem DMS e mi el we -
den:
„Wi haben das Thema ü uns mi au de Agenda, selbs auch wei e zubilden.
Also wenn das DMS ausge oll wi d, we den wi [unse e Kollegen] […] schulen“
(IP8, 223).
IP5 gib da übe hinaus an, dass im Fallbeispiel eine digi ale Sp echs unde ü
F agen de Mi a bei e und um die Ein üh ung des DMS einge ich e wu de.
Den Da en is zu en nehmen, dass die Ve wal ungsmi a bei e au ope a i e
Ebene de DMS-Ein üh ung und de dami e bundenen Ve ände ung de A
und Weise de Au gabene ledigung zu ückhal end gegenübe s ehen:
„[Wi müssen e s mal gucken], was das […] leis en kann, […] so ein DMS, was
das ü einen Meh we b ingen könn e im Ve gleich zu je z “ (IP7, 191).
„[Die Nach age ü die Sp echs unde zu DMS-Ein üh ung] wa je z nich so
g oß. […] Es wa en ielleich 50 Teilnehme bei de e s en Sp echs unde […]
bei übe 1000 Mi a bei e n [de Kommunal e wal ung] […] is [das] je z nich
de g oße Wu “ (IP1, 79).
„[Wi beobach en auch die Eins ellung]: lass die mal machen, glaube ich nich ,
dass die das hink iegen [mi de DMS-Ein üh ung]“ (IP5, 145).
Als Auslöse ü diese Zu ückhal ung sieh IP5 o allem die unzu eichende
Einbindung de ope a i en Ebene in die DMS-Ein üh ung:
„Es gib ja [bei de DMS-Ein üh ung] In o ma ionsde izi e, auch Ängs e, wo ich
die Leu e abholen muss. […] [Die] Leu e sagen: Ich kann mi das ga nich o -
s ellen, mi ehlen da die Kompe enzen, so zu a bei en und ich kann mich ga
nich meh an meinen Ak en es hal en. […] So ein ich iges […] Ve s ändnis,
wie ühlen sich Menschen, die dami a bei en müssen? Das ha da [au de
s a egischen Ebene] glaube ich noch keine . […] Mi nehmen heiß [ak uell]: ja,
ja, wi machen dann Wo kshops und ganz olle, wich ige Fo ma e und wi un
dann was in den Sha ePoin unse es In ane s und dann we den die schon i -
gendwann einsehen, dass das was ganz Tolles is . Abe ich glaube, übe [eine
besse e Mi nahme] hä e man da e eichen können, dass das auch aus de
Belegscha mi ge agen wi d, also dass die i gendwann an den Punk kommen
zu sagen: o al supe “ (IP5, 146).
32
Die In e iewpa ne IP1 und IP6 be ich en on Wide s änden und Ve weige-
ungshal ungen sei ens on Mi a bei e n au ope a i e Ebene in ande en Teil-
p ojek en bei de Umse zung de Digi alisie ungss a egie. Diese können den
o liegenden Da en zu DMS-Ein üh ung nich en nommen we den. Es is an-
zume ken, dass die Da ene hebung zu einem Zei punk e olg is , als die Mi -
a bei e au ope a i e Ebene noch keinen Zug i au das DMS ha en.
5.5 Haup ka ego ie Mon age egeln
Diese Haup ka ego ie sind alle In e iewsequenzen zugeo dne , die Aussa-
gen übe die o ganisa ionalen Gegebenhei en im Fallbeispiel e lauben, welche
die A und Weise de Aus üh ung und Ve knüp ung on wissensbezogenen
Ve hal ensweisen sowie die O ganisa ionen on Me a ou inen bedingen. Die
Haup ka ego ie um ass die Subka ego ien wissensbezogene Ve hal enswei-
sen und Me a ou inen.
5.5.1 Subka ego ie Wissensbezogene Ve hal ensweisen
Die Subka ego ie e ass , welche Mon age egeln die A und Weise de Aus-
üh ung und Ve knüp ung on wissensbezogenen Ve hal ensweisen im Rah-
men de En wicklung on DCs bedingen. Fü das Fallbeispiel können sieben
Mon age egeln iden i izie we den. Die In e iewda en e lauben Rück-
schlüsse da au , welche diese Mon age egeln einen ö de lichen bzw. hinde -
lichen Ein luss au die Aus üh ung wissensbezogene Ve hal ensweisen ha-
ben. Aussagen zu Ve knüp ung de wissensbezogenen Ve hal ensweisen
können den Da en nich en nommen we den.
Mon age egeln
Ein luss au
A des Ein lusses
Hohe G ad an Spezialisie-
ung in de Au bau- und
Ablau o ganisa ion
Wissensiden i ika ion,
Wissensspeiche ung
und Wissensnu zung
Hinde lich
Ra ional-planungso ien ie -
e Ansa z de
S a egieumse zung
Wissensnu zung
Hinde lich
Hohe G ad an Selbs be-
s immung de Mi a bei e
bei de
Au gabene ledigung
Wissensziele, Wis-
sens eilung
Fö de lich
39
Wissens eilung und Wissensnu zung begüns ig . Die Ve ügba kei mone ä e
Ressou cen beein luss wiede um den Wissense we b, indem ex e ne Schu-
lungen ode Be a ungsleis ungen inanzie we den können (Bumille e al.
2015). Ausgehend on diesen E kenn nissen lassen sich olgende Hypo he-
sen o mulie en:
H7: Die En wicklung on DCs ü die Umse zung on Digi alisie ungs-
s a egien in de deu schen Kommunal e wal ung wi d du ch die Un e -
s ü zung sei ens de Füh ungsk ä e ge ö de .
H8: Die En wicklung on DCs ü die Umse zung on Digi alisie ungs-
s a egien in de deu schen Kommunal e wal ung wi d du ch eine adä-
qua e Auss a ung de Ve wal ungsmi a bei e mi Ressou cen ge ö de .
Ein wei e e pe sonelle Ein luss ak o s ell die im Fallbeispiel p ak izie e Feh-
le kul u da , die on den In e iewpa ne n meh hei lich als nega i besch ie-
ben wi d und die eigens ändige En wicklung on Wissen behinde :
„Zum Thema Fehle kul u muss ich auch sagen, ich habe je z nich das Ge ühl
gehab , […] ich da mi je z einen Fehle e lauben. […] Ich habe das Ge ühl,
die Idee [, die ich en wickel habe,] muss je z auch klappen. Wenn das nich
passie , wä e ich so abges a da ü “ (IP1, 179).
Auch in de Li e a u wi d da on ausgegangen, dass eine nega i e Fehle kul-
u die Wissensen wicklung in de Ve wal ung behinde . So weisen e wa Ha -
eis e al. (2006) da au hin, dass bü ok a isch gep äg e O ganisa ionen wie
Ve wal ungen dem P inzip de Regelgebundenhei olgen und demnach ih
Handeln s e s eng an Gese z en, Vo sch i en und Weisungen aus ich en.
Jede Abweichung kann zu Legi ima ions e lus en üh en und soll da um e -
mieden we den. T e en Fehle als eine Fo m on Abweichungen au , muss de
Ve u sache mi Sank ionen echnen (Seidens icke 2019). Dies mo i ie zum
Ve schleie n on Fehle n. Au bauend au Zhao und Oli e a (2006) läss sich
de indi iduelle Umgang mi Fehle n als a ionale Kos en-Nu zen-Analyse kon-
zep ualisie en, bei de je nach Abwägung en schieden wi d, ob Fehle o en-
geleg ode besse e heimlich we den. Die Null-Fehle -Tole anz in de Ve -
wal ung s ell einen s a ken An eiz zu Ve heimlichung on Fehle n da (Sei-
dens icke 2019). Das üh dazu, dass die Ve wal ung nich aus ih en Fehle n
le nen und aus dem Le np ozess neues Wissen gene ie en kann
(Collm/Schedle 2008). Zusammen assend wi d deu lich, dass die nega i e
40
Fehle kul u die En wicklung on DCs behinde , indem sie die Wissensen -
wicklung in de Ve wal ung hemm .
H9: Die En wicklung on DCs ü die Umse zung on Digi alisie ungs-
s a egien in de deu schen Kommunal e wal ung wi d du ch eine nega-
i e Fehle kul u behinde .
Fü die He lei ung on Hypo hese 10 we den echnologische Ein luss ak o en
e ö e .
Dem Fallbeispiel is lediglich ein echnologische Ein luss ak o zu en nehmen.
Die In e iewpa ne geben an, dass ein zen ales Speiche medium dazu bei-
agen wü de, die Iden i ika ion und Siche ung on bes ehendem Wissen zu
un e s ü zen. Ein solches Speiche medium is im Fallbeispiel nich o handen
(siehe Abschni 5.5.1). In de Li e a u wi d auch da on ausgegangen, dass
ein zen ales Speiche medium die Wissens eilung begüns ig , indem das Wis-
sen kodi izie und somi ielen Ve wal ungsmi a bei e n gleichzei ig zugäng-
lich gemach we den kann (Hansen e al. 1999). Das Speiche medium muss
an den Bedü nissen de Anwende ausge ich e sein. Nu so wi d eine egel-
mäßige Nu zung gewäh leis e (Kim/Lee 2006). Zusammen assend kann kon-
s a ie we den, dass de Einsa z eines anwendungs eundlichen zen alen
Speiche mediums die En wicklung on DCs ö de , indem die Wissensiden i-
ika ion, Wissens eilung und Wissenssiche ung begüns ig we den.
H10: Die En wicklung on DCs ü die Umse zung on Digi alisie ungs-
s a egien in de deu schen Kommunal e wal ung wi d du ch den Einsa z
eines anwendungs eundlichen zen alen Speiche mediums ge ö de .
Aus den in diesem Abschni o mulie en Hypo hesen we den im Folgenden
p ak ische Implika ionen ü eine Fö de ung de En wicklung on DCs in de
Kommunal e wal ung abgelei e .
6.2 P ak ische Implika ionen
Die o liegende A bei e olg das Ziel, neben de Bean wo ung de Fo -
schungs age e s e p ak ische Implika ionen ü die En wicklung on DCs in
de deu schen Kommunal e wal ung zu o mulie en. Hie zu dienen die im o-
angegangenen Abschni o mulie en Hypo hesen zu den Ein luss ak o en.
41
Aus Hypo hese 4 geh he o , dass ein hohe G ad an Spezialisie ung in de
Au bauo ganisa ion de Ve wal ung die Wissensiden i ika ion, Wissens eilung
und Wissensspeiche ung im Rahmen de En wicklung on DCs behinde . Um
den Nach eilen aus dem hohen G ad an Spezialisie ung en gegenzuwi ken,
bie e sich die Ein üh ung on Job Ro a ion an. Job Ro a ion bezeichne den
pe iodischen A bei spla zwechsel du ch O ganisa ionsmi gliede au gleiche
Hie a chieebene (Campion e al. 1994). Die Ro a ion on Ve wal ungsmi a -
bei e n zwischen e schiedenen O ganisa ionseinhei en bie e den Vo eil,
dass den Mi a bei e n lokale Wissenssilos ande e Einhei en zugänglich we -
den. Wissen wi d somi ge eil und übe Einhei sg enzen anspa en gemach
(San os e al. 2017). Es is da on auszugehen, dass Job Ro a ion die Wissen-
siden i ika ion, die Wissens eilung und die Wissensspeiche ung ö de und
somi die En wicklung on DCs un e s ü z .
Aus Hypo hese 5 geh he o , dass ein a ional-planungso ien ie e Ansa z
zu S a egieumse zung die En wicklung on DCs behinde , da e Ve wal-
ungsmi a bei e nu unzu eichend einbinde und somi Wide s ände ö de .
Um die Mi a bei e s ä ke zu be eiligen und Wide s ände zu minimie en, is
ein pa izipa i e e Ansa z e o de lich. Eine Al e na i e s ell de logisch-ink e-
men elle Umse zungsansa z da . De Ansa z e binde Elemen e de a iona-
len und ink emen ellen S a egieumse zung, indem sich die Implemen ie ung
en lang eines p äzisen Plans ollzieh , de nich allein einzelne Au gaben und
Ziele, sonde n auch de en egelmäßige Abs immung mi den e schiedenen
In e essensg uppen inne halb und auße halb de Ve wal ung es leg
(And ews e al. 2017). In Anlehnung an Hickson e al. (2003) is da on auszu-
gehen, dass du ch einen logisch-ink emen ellen Ansa z die Akzep anz de Mi -
a bei e gegenübe de S a egieumse zung siche ges ell we den kann, ohne
Vo eile eines a ional-planungso ien ie en Vo gehens, wie den hohen G ad
an Kon olle bei de Umse zung, au zugeben. Zusammen assend is da on
auszugehen, dass ein logisch-ink emen elle Ansa z bei de Umse zung on
Digi alisie ungss a egien die En wicklung on DCs ö de , indem die Ve wal-
ungsmi a bei e plan oll eingebunden und somi Wide s ände e mieden we -
den.
42
Die Hypo hesen 6, 7 und 8 besch eiben, dass ein hohe G ad an Selbs be-
s immung de Ve wal ungsmi a bei e , Un e s ü zungsleis ungen sei ens de
Füh ungsk ä e und eine adäqua e Ressou cenauss a ung die En wicklung
on DCs ö de n. Um diese Fak o en in de Ve wal ungsp axis zu ealisie en,
bie e sich de Einsa z on Ziel e einba ungen an. Diese we den zwischen
einzelnen Ve wal ungsmi a bei e n bzw. Teams und ih en Füh ungsk ä en
geschlossen, um sich übe quan i a i e und quali a i e Handlungse gebnisse
zu e s ändigen (Schedle /P oelle 2011). In Ziel e einba ungen wi d ein an-
ges eb es E gebnis es gehal en, nich abe die A und Weise, wie das E -
gebnis e ziel wi d (Möl gen/Pippke 2009). Ve wal ungsmi a bei e können so-
mi selbs bes imm den Weg zu E gebnise zielung es legen. Zudem e lauben
Ziel e einba ungen Ve handlungen übe Ressou cen und Un e s ü zungsleis-
ungen sei ens de Füh ungsk ä e. Zusammen assend is es zuhal en, dass
Ziel e einba ungen das Po enzial bie en, einen hohen G ad an Selbs bes im-
mung on Ve wal ungsmi a bei e n zu e möglichen sowie eine adäqua e Aus-
s a ung de Mi a bei e mi Ressou cen und Un e s ü zungsleis ungen sei ens
de Füh ungsk ä e zu siche n.
Die Hypo hese 9 besag , dass eine nega i e Fehle kul u die En wicklung on
DCs behinde . Vo diesem Hin e g und gil es ü die Ve wal ungsp axis, den
Umgang mi eigenen Fehle n s ä ke le no ien ie zu ges al en. Van Dyck e
al. (2005) beobach en, dass O ganisa ionen nu dann aus ih en Fehle n le nen
können, wenn sie sich au die Reduk ion nega i e Fehle olgen und nich au
die Fehle e meidung konzen ie en. De Fokus au die Fehle e meidung
üh in de Regel zum Ve schleie n on Fehle n und dami zu Behinde ung
on Le ne ek en. Um eine le no ien ie e Fehle kul u in de Ve wal ung zu
e ablie en, sind o allem die Füh ungsk ä e ge o de . Cusin und Goujon-
Belghi (2019) s ellen es , dass ein o enes Kommunizie en eigene Fehle
du ch die Füh ungsk ä e auch de en Mi a bei e e mu ig , Fehle o enzulegen
und aus ihnen zu le nen. Zweckmäßig e scheinen Schulungen de Füh ungs-
k ä e in de Ve wal ung, um ein Ve s ändnis ü die Bedeu ung des Fehle le -
nens zu scha en und sie zu be ähigen, mi ih en Mi a bei e n gemeinsam eine
le no ien ie e Fehle kul u zu ges al en.
Wie in Hypo hese 10 besch ieben, ö de ein zen ales Speiche medium die
En wicklung on DCs, indem die Wissensiden i ika ion, Wissens eilung und
43
Wissenssiche ung begüns ig wi d. In olge des demog a ischen Wandels ge-
winn die Wissenssiche ung imme s ä ke an Bedeu ung. In einem Speiche -
medium können nu die Wissenss ände gesiche we den, die auch kodi izie -
ba sind. Implizi es Wissen hingegen muss du ch ande e Maßnahmen gesi-
che we den. Denkba sind un e ande em eine s ä ke e S uk u ie ung on
O boa ding-P ozessen, die Ein üh ung on Alumni-P og ammen, Modelle de
Al e s eilzei ode auch die empo ä e Doppelbese zung on S ellen (Beel
2022). Die benann en Maßnahmen we den eilweise be ei s au Bundes- und
Landesebene ealisie (u. a. BMI 2019). Au Ebene de Kommunen sind sie
hingegen nu im Einzel all es zus ellen (Bumille e al. 2015; S embe /Göbel
2013). Es is da on auszugehen, dass die Implemen ie ung de benann en
Maßnahmen die En wicklung on DCs au kommunale Ebene ö de , indem
Wissen um assende gesiche wi d.
7. Fazi
„Alle wollen Digi alisie ung. Abe jede will es, wenn es e olg eich wa , ge-
wesen sein. […] Da geh es dann ein ach nu da um, we kann sich dann die
Lo bee en e n en“ (IP8, 224).
„Unse e Ve wal ung schei e an Ressou cen […]. Also wenn ich je z meine
Quo e bilden soll e, wü de ich behaup en, dass mindes ens 50 bis 60 % un-
se e Kolleginnen und Kollegen sagen, wi haben zu iel A bei au dem
Tisch“ (IP5, 158).
„Vom Land und om Bund [muss es] meh einhei liche Lösungen [geben]
[…], on denen wi dann hal pa izipie en [können] und nich alles selbe
en wickeln müssen“ (IP1, 75).
Mi Blick au die in den Zi a en genann en Hü den bei de Umse zung on Di-
gi alisie ungss a egien gewinnen E olgs ak o en wei e an Bedeu ung. Einen
E olgs ak o s ellen DCs da , die es de Ve wal ung e möglichen, die A und
Weise ih e Au gabene ledigung zielge ich e zu e ände n und somi den an-
ges eb en s a egischen Wandel zu implemen ie en (siehe Abschni 2.2). In
de o liegenden A bei wu de un e such , inwie e n die deu sche Kommunal-
e wal ung DCs ü die Umse zung on Digi alisie ungss a egien en wickel .
Um diese Fo schungs age zu bean wo en, wu de ein adap i es e olu ions-
heo e isches E klä ungsmodell ü die En wicklung on DCs konzipie und
au das Fallbeispiel de DMS-Ein üh ung in de Kommune Al s ad angewand .
44
Aus de Anwendung konn en Hypo hesen hinsich lich de Fo schungs age
abgelei e we den. Zusammen assend lassen sich olgende E kenn nisse o -
mulie en:
1. Die deu sche Kommunal e wal ung en wickel im Rahmen eines o ga-
nisa ionalen Le np ozesses DCs ü die Umse zung on Digi alisie-
ungss a egien (siehe H1).
2. Ein adap i e e olu ions heo e ische Ansa z eigne sich zu Besch ei-
bung und E klä ung des Le np ozesses, de zu En wicklung on DCs
üh (siehe H2),
3. Die En wicklung on DCs wi d p imä du ch e wal ungsex e ne Fak o-
en ausgelös (siehe H3).
4. S uk u elle, pe sonelle und echnologische Fak o en inne halb de Ve -
wal ung ö de n ode behinde n die En wicklung on DCs (siehe H4-
H10).
Au bauend au diesen E kenn nissen konn en e s e p ak ische Implika ionen
ü die Ve wal ungsp axis o mulie we den, die de En wicklung on DCs ü
die Umse zung on Digi alisie ungss a egien ö de lich sind (siehe Abschni
6.2).
Die o liegende A bei weiß Limi a ionen au , aus denen sich wei e e Fo -
schungsbeda e gib . Du ch das Fo ma de Einzel alls udie konn en Ein luss-
ak o en ü die En wicklung on DCs ausschließlich au eine Mik o- und
Meso-Ebene iden i izie we den. Zu po enziellen Ein luss ak o en de Mak o-
Ebene, wie z. B. de o he schenden Ve wal ungskul u ode dem Au bau de
kommunalen Ve wal ungsebene, lassen sich aus dem Fallbeispiel keine Aus-
sagen ablei en. Dies wi d als p oblema isch e ach e , da in Anlehnung an Jilke
e al. (2019) da on auszugehen is , dass sozialwissenscha liche Phänomene
nu du ch eine Ve knüp ung alle d ei Analyseebenen um assend besch ieben
we den können. Um E kenn nisse zu Ein luss ak o en au de Mak o-Ebene
zu gewinnen, bie en sich e gleichende Un e suchungen anhand on Fallbei-
spielen aus e schiedenen Lände kon ex en an (Kuhlmann/Heube ge 2023).
Eine wei e e Limi a ion de o liegenden A bei e gib sich aus dem en wickel-
en E klä ungsmodell. So e wei e Weick (1995; 2000) in spä e en Bei ägen
sein U sp ungsmodell, indem e in de Ges al ungsphase e schiedene P o-
zesse de Sinngebung un e scheide . Diese Di e enzie ung äg maßgeblich
45
zu neuen E kenn nissen bzw. einem besse en Ve s ändnis on Phänomenen
de s a egischen Managemen o schung bei (u. a. Weise e al. 2020; Kühle
e al. 2023), wi d im Rahmen de o liegenden A bei abe nich be ücksich ig .
Die G ünde hie ü liegen in den zu Ve ügung s ehenden Da en, die keine
Aussagen übe die ausdi e enzie en P ozesse de Sinngebung e lauben. Zu-
kün ige Fo schung soll e diese P ozesse bei de En wicklung on DCs s ä ke
in den Blick nehmen. Eine wei e e Limi a ion e gib sich aus de beg i lichen
Unschä e de Mon age egeln im E klä ungsmodell. De Beg i Mon age e-
geln wi d aus dem U sp ungsmodell übe nommen und inhal lich um den Ein-
luss o ganisa ionale Gegebenhei en e wei e (siehe Abschni 3.3). Vo die-
sem Hin e g und s ell sich die F age, inwie e n ein neue Beg i hä e einge-
üh we den sollen. Hil eich wä e eine k i ische Auseinande se zung mi dem
Beg i de Mon age egeln sei ens zukün ige Fo schung. Eine wei e e Limi-
a ion de o liegenden A bei bes eh da in, dass aus den Da en des Fallbei-
spiels keine Rückschlüsse au die Wi kung on DCs bei de Umse zung on
Digi alisie ungss a egien gezogen we den können. Die in de Li e a u ange-
nommenen ö de lichen E ek e on DCs au die S a egieumse zung können
nich nachgewiesen we den. Es is denkba , dass dies au den Zei punk de
Da ene hebung zu ückzu üh en is . Die Da en wu den o de Implemen ie-
ung des DMS e hoben, sodass keine Aussagen übe Ve ände ungen de Au -
gabene ledigung im Fallbeispiel ge o en we den können. Kün ige Fo schung
soll e in E wägung ziehen, Da en in un e schiedlichen Phasen de S a egie-
umse zung zu e heben.
Um die Po enziale de Digi alisie ung in de deu schen Kommunal e wal ung
um assend zu ealisie en, müssen Digi alisie ungss a egien o mulie und
umgese z we den. Einen Bei ag zum Umse zungse olg kann die geziel e
En wicklung on DCs leis en. Hie zu bie e die o liegende A bei ein heo e i-
sches Modell und e s e p ak ische Handlungsemp ehlungen. Das Modell soll
de Fo schung als Diskussionsg undlage und Ans oß dienen, um die Umse -
zung on digi alem Wandel und die Rolle, die DCs hie bei einnehmen, s ä ke
in den Blick zu nehmen. Die Handlungsemp ehlungen gil es in de Ve wal-
ungsp axis zu e p oben und zu e gänzen. Die E o de nisse bei de Umse -
zung on Digi alisie ungss a egien bedü en gemeinsame Ans engungen
on Fo schung und Ve wal ung.
46
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Appendix
Appendix A: Exku s Wissensmanagemen
Wissensmanagemen bezeichne die Gesam hei alle Ve hal ensweisen, „die
eine sys ema ische und nachhal ige E schließung, Ve b ei ung, Nu zung und
Bewah ung des Wissens eine O ganisa ion gewäh leis en sollen“ (Wewe /Fi-
sche 2019, 654). In Anlehnung an P obs e al. (2012) sowie Kluge und
G onau (2018) lassen sich modellha neun diese wissensbezogenen Ve hal-
ensweisen in O ganisa ionen un e scheiden:
• Wissensziele = De ini ion on benö ig en Wissenss änden
• Wissensiden i ika ion = Suche nach benö ig en Wissenss änden inne -
halb und auße halb de O ganisa ion
• Wissense we b = „Impo “ de benö ig en Wissenss ände aus de Um-
wel de O ganisa ion
• Wissensen wicklung = Eigens ändige Gene ie ung on benö ig en Wis-
senss änden inne halb de O ganisa ion
• Wissens eilung = Wei e gabe on Wissenss änden an O ganisa ions-
mi gliede
• Wissensbewe ung = P ü ung on Wissenss änden hinsich lich ih e
Rele anz ü die o ganisa ionale Au gabene ledigung
• Wissensspeiche ung = Siche ung des ele an en Wissens im o ganisa-
ionalen Gedäch nis
• Wissensnu zung = Anwendung on Wissenss änden ü die Au ga-
bene ledigung
• Unlea ning = Löschen on e al e en ode alschen Wissenss änden
aus dem o ganisa ionalen Gedäch nis
Die Ab olge de benann en Ve hal ensweisen a iie in de o ganisa ionalen
P axis (P obs e al. 2012). Die ü die En wicklung on DCs angenommene
Ab olge de Ve hal ensweisen wi d in Abschni 3.3 da geleg . In Anlehnung
an Kim und Lee (2006) is da on auszugehen, dass die A und Weise de
Aus üh ung de wissensbezogenen Ve hal ensweisen du ch die s uk u ellen,
pe sonellen und echnologischen Gegebenhei en in eine O ganisa ion be-
s imm wi d. Wie diese Ein luss im Zuge de En wicklung on DCs wi k , wi d
eben alls in Abschni 3.3 besch ieben.
60
Appendix B: In e iewlei aden des DIGILOG-P ojek s – au An-
age e häl lich
61
Appendix C: In e iew ansk ip e des DIGILOG-P ojek s – aus
G ünden des Da enschu zes en e n
62
Appendix D: Lei aden zu Kodie ung
Haup ka ego ie
De ini ion Haup ka ego ie
Subka ego ie
De ini ion Subka ego ie
Anke beispiel
Ökologische
Wandel
Umse zung eine Digi alisie-
ungss a egie, in de en Rah-
men Ve wal ungsmi a bei e
mi neuen Au gabens ellungen
und An o de ungen kon on ie
we den, die eine Ve ände ung
de e ablie en A und Weise
de Au gabene ledigung e o -
de n (siehe Abschni 3.3).
Keine Subka e-
go ie iden i izie
/
„Ich wü de schon sagen,
dass es poli isch o ange ie-
ben wo den is , das Thema“
(IP1, 67).
63
Haup ka ego ie
De ini ion Haup ka ego ie
Subka ego ie
De ini ion Subka ego ie
Anke beispiel
Ges al ung
Ve wal ungsmi a bei e e a -
bei en sich au indi iduelle
Ebene Wissen da übe , wie
Ve ände ungen de bes ehen-
den Au gabene ledigung eali-
sie we den können (siehe Ab-
schni 3.3).
Wissensziele und
Wissensiden i i-
ka ion
Ve wal ungsmi a bei e p ü-
en, welches Wissen ü die
Realisie ung on Ve ände-
ungen de Au gabene ledi-
gung benö ig wi d und wo
dieses Wissen inne halb und
auße halb de O ganisa ion
o lieg .
„Vom S äd e- und Gemeinde-
bund, glaube ich, gab es
auch so ein T e en de
CDOs und da habe ich eilge-
nommen, um in den Aus-
ausch zu kommen und dann
e äh man na ü lich schon
mal, was eib denn die an-
de en Kolleginnen und Kolle-
gen um“ (IP1, 68).
Wissensen wick-
lung und Wis-
sense we b
Ve wal ungsmi a bei e en wi-
ckeln benö ig e Wissens-
s ände ü die Realisie ung
on Ve ände ungen de Au -
gabene ledigung eigens än-
dig ode „impo ie en“ sie aus
de Umwel .
„Bei de Aussch eibung ü
das DMS-Sys em, da haben
wi uns Be a ung gehol , um
das nich alsch zu machen.
[…] Dazu ehl mi auch die
Expe ise […] an de S elle“
(IP1, 81).
64
Haup ka ego ie
De ini ion Haup ka ego ie
Subka ego ie
De ini ion Subka ego ie
Anke beispiel
Selek ion
Ve wal ungsmi a bei e e -
handeln Wissenss ände zu
Realisie ung on Ve ände un-
gen de Au gabene ledigung
und wählen die p ak ikabels en
sowie e olg e sp echends en
aus (siehe Abschni 3.3).
Wissens eilung
Ve wal ungsmi a bei e ge-
ben indi iduelle Wissens-
s ände zu Realisie ung on
Ve ände ungen de Au ga-
bene ledigung an ih e Kolle-
gen wei e .
„Also ich gehe bes imm
zweimal die Woche mi Kolle-
ginnen ode Kollegen essen,
zu denen ich sons so wenig
Übe schneidung hä e. Und
das is schon as ein Diens -
essen sozusagen“ (IP8, 214).
Wissensbewe -
ung
Ve wal ungsmi a bei e p ü-
en und bewe en ge eil e in-
di iduelle Wissenss ände zu
Realisie ung on Ve ände-
ungen de Au gabene ledi-
gung nach P ak ikabili ä und
E olgsaussich en.
„[Wi e en uns] in P äsenz,
we en alle Baus ellen zu-
sammen und auschen Lö-
sungen aus“ (IP8, 217).
Band 19
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Band 20
Ansel, Simon: Die Di usion on Inno a ionen in deu schen Kommunen :
eine Un e suchung zu Komponen en des E-Go e nmen / Simon Ansel –
IV, 67 S.
2015 | URN u n:nbn:de:kob :517-opus4-80370
Band 21
Schinck, Kai Philipp: E olgs ak o Quali ä smanagemen ? Die e ek i e
Implemen ie ung on Quali ä smanagemen sys emen in ö en lichen
O ganisa ionen / Kai Philipp Schinck – 54 S.
2017 | URN u n:nbn:de:kob :517-opus4-400520
Band 22
Ma ien eld , Jus ine: Quali ä smanagemen in Nonp o i -O ganisa ionen :
eine mik opoli ische Analyse am Beispiel des Landes e bandes de
A bei e wohl ah Be lin / Jus ine Ma ien eld – I, 30 S.
2018 | URN u n:nbn:de:kob :517-opus4-408877
Band 23
Bi k, Dolo es: Mik o inanzins i u ionen und ih e soziale Pe o mance – eine
Li e a u diskussion : welchen Ein luss ha die O ganisa ions o m on
Mik o inanzins i u ionen au ih e soziale Pe o mance? / Dolo es Michaele
Bi k – III, 44 S.
2018 | URN u n:nbn:de:kob :517-opus4-410856
Band 24
Hol z, Johannes Niklas: Ci il se an s’ commi men o change – a ac o o
success ega ding he e o m o public budge ing and accoun ing in he
S a e o B andenbu g? / Johannes Niklas Hol z – IV, 79.
2018 | URN u n:nbn:de:kob :517-opus4-420792
Band 25
Zukun sszena ien ü die digi ale Ve wal ung : E gebnisse eines
s uden ischen Be a ungsp ojek s / Ca oline Fische , Isabella P oelle
(H sg.). – 139 S.
2019 | URN u n:nbn:de:kob :517-opus-435593
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Pa k, Jieun: The Public-P i a e Pa ne ships’ impac on T anspa ency and
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Beel, Leon: Teilen on Wissen im O boa ding in de ö en lichen
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Band 30
König, Alexande : Change-P ozesse in de ö en lichen Ve wal ung - De
Ein luss on di ek en Vo gese z en au die Eins ellung on Mi a bei enden :
eine Li e a u analyse hinsich lich des Ein lusses des Suppo s du ch di ek e
Vo gese z e au die Eins ellung on Mi a bei enden / Alexande König. – IV,
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Band 31
Nguyen, Huyen E elyn: Agili ä und Füh ungsk ä e-Mi a bei e -Beziehung
in de ö en lichen Ve wal ung / Huyen E elyn Nguyen – VII, 64
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Band 32
Kabaali, Daphne: Die Rolle on S ee -Le el Bu eauc a s bei de
E b ingung on ö en lichen Leis ungen – eine empi ische Un e suchung /
Daphne Kabaali – ii, 29
2022 | DOI 10.25932/publishup-56355
Band 33
Un e sehe , Lina: De Nu zen e kü z e A bei szei mi
Einkommensausgleich ü den ö en lichen A bei gebe / Lina Un e sehe –
V, 30, XV
2024 | DOI 10.25932/publishup-63934
Band 34
Beel, Leon: En wicklung on Dynamic Capabili ies ü die Umse zung
kommunale Digi alisie ungss a egien in Deu schland / Leon Beel – IV, 67
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