Teu ebe g, Hans-Jü gen (Ed.)
Book
S ad wachs um, Indus ialisie ung, Soziale Wandel.
Bei äge zu E o schung de U banisie ung im 19. und 20.
Jah hunde
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 156
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Teu ebe g, Hans-Jü gen (Ed.) (1986) : S ad wachs um, Indus ialisie ung, Soziale
Wandel. Bei äge zu E o schung de U banisie ung im 19. und 20. Jah hunde , Sch i en des
Ve eins ü Socialpoli ik, No. 156, ISBN 978-3-428-46043-4, Duncke & Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4
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Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s·
und
Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 156
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
SCHRIFTEN
DES
VEREINS
F JR
SOCIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 156
S ad
wachs u
m
Indus ialisie ung, Soziale Wandel
DUNCKER
&
HUMBLOT
I
BERLIN
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
S ad wachs um
Indus ialisie ung, Soziale Wandel
Bei äge
zu
E o schung
de
U banisie ung
im 19.
und
20.
Jah hunde
Von
Pe e
Bo scheid,
B uno
F i zsche, F ied ich-Wilhelm Henning,
Die ma
Pe zina,
Gün he
Schulz,
Hans-Jü gen
Teu ebe g,
Richa d H.
Tilly
und
Clemens Wische mann
He ausgegeben
on
Hans-Jü gen
Teu ebe g
DUNCKER
&
HUMBLOT
I
BERLIN
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
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CIP-Ku z i elau nahme
de
Deu schen
Biblio hek
S&ad wachs um, Indus ialisie ung, soziale Wandel:
Bei .
zu
E o schung
d.
U banisie ung
im
19.
u.
20.
Jh.
/
on
Pe e
Bo scheid
...
H sg.
on
Hans-
Jü gen
Teu ebe g.
-
Be lin:
Duncke
und
Humblo ,
1986.
(Sch i en
des
Ve eins
ü
Socialpoli ik,
Gesell-
scha
ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en;
N. F., Bd.
156)
ISBN
3-428-06043-1
NE: Bo scheid,
Pe e
[Mi e .];
Teu ebe g,
Hans-
Jü gen
[H sg.];
Gesellscha
ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en:
Sch i en
des
Ve eins
...
Alle
Rech e,
auch
die
des
auszugsweisen
Nachd ucks,
de
o omechanischen
Wiede gabe
und
de
übe se zung,
ü
säm liche
Bei äge
o behal en.
@
1986
Duncke
&
Humblo
GmbH,
Be lin
41
Ged uck
1986
bei
Be line
Buchd ucke ei
Union
GmbH,
Be lin
61
P in ed
in
Ge many
ISBN
3-428-06043-1
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
Vo wo
Diese Sammelband en häl alle Re e a e, die i eine Si zung des Wi scha s-
his o ischen Ausschusses de Gesellscha i Wi scha s-
und
Sozialwissen-
scha en om 21.-23. Mä z
1985
in Zü ich
un e
Lei ung
on
P o esso D .
e .
pol.
Hansjö g Siegen hale o geleg wu den.
Fü
die D ucklegung sind die Abhand-
lungen wie üblich übe a bei e
und
e gänz wo den.
Die Tagung wa eine An egung des He ausgebe s olgend un e das in diesem
K eis bishe noch nich e ö e e
Rahmen hema
"U banisie ung" ges ell wo den,
um
zunächs Teile gebnisse einige inhal lich wie me hodisch eng e klamme e
g öße e Fo schungsp ojek e
zu
disku ie en, die sei einigen Jah en
im
Sonde o -
schungsbe eich
164
,;Ve gleichende geschich liche S äd e o schung" de Uni e si-
ä
Müns e be ieben we den. Zugleich wa es auch die Absich , einige ähnliche,
hema isch eng benachba e Un e suchungen on Wi scha shis o ike n in
Bonn, Köln
und
Bochum,
abe
auch in
de
Schweiz, dazu in Beziehung
zu
se zen
und
sich
übe
neue
his o ische Quellen
und
me hodische Zug i e i ih e Aus-
we ung auszu auschen.
Wie die lebha e Diskussion zeig e, bes eh ein Konsens da übe , daß U sa-
chen, Um ang
und
Ve lau des
mode nen
Ve s äd e ungsp ozesses sei
dem
19.
Jah hunde im g öße en Zusammenhang sowohl quan i a i wie quali a i e s
unbe iedigend e o sch sind. Bei Un e suchungen is zwischen in e nen
und
ex e nen Funk ionen
de
S äd e bzw.
de
inne en S ad s uk u
und
ih e
äuße en
Ve lech ung
im
Rahmen
de Gesam wi scha
und
Gesam gesellscha
zu
un e -
scheiden. Eine um assend angeleg e Analyse de U banisie ung
muß
dahe
sowohl die S ad , die als sepa ie e kleine Wel i sich gedach we den kann, als
auch ih e Beziehungen zu äuße en Umwel gleiche maßen e assen. E kenn nis-
ebenen
können
demgemäß die einzelnen S ad bewohne (de S äd e als Typus),
s äd ische soziale
G uppen
und
Schich en
ode
kommunale Ins i u ionen
und
de en Funk ionss ando e, abe auch die S äd e insgesam als his o ische Indi i-
duen
sein. Nich
minde
wich ig sind Un e suchungen
übe
die inne e Di e en-
zie ung
und
En wicklungsp ozesse
de
S äd e bezogen
au
un e schiedliche so-
zial-
und
unk ions äumliche Me kmale. Fe ne in e essie en S äd e als Elemen e
egionale
und
na ionale S äd esys eme sowie schließlich als Subsys eme
und
Inno a ionszen en eine jeweiligen Gesam gesellscha . Will
man
die En wick-
lung de
mode nen
S äd e in den le z en hunde in zig Jah en genaue e ol-
gen, dann
muß
die spezielle O ganisa ions o m des menschlichen Zusammenle-
bens wie auch ih e äumliche Ausb ei ung
und
Auswi kung in
den
g öße en
Dimensionen e olg we den. Die
mode ne
Ve s äd e ung, die sich
an
eine
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6
Vo wo
Fülle on Einzelde e minan en es machen läß , ha o ensich lich das mode ne,
sich selbs e hal ende Wi scha swachs um manche o s ini iie
und
beschleu-
nig , abe auch umgekeh sind on dahe en scheidende Impulse ü den demo-
g aphisch-sozialen Wandel ausgegangen. Die Wi scha s-
und
Sozialgeschich e
ha sich, was abe auch ü die Nachba disziplinen his o ische S ad geog aphie,
S ad soziologie, S ad ökonomie ode Raumwi scha gel en kann, bishe als ela-
i un ähig e wiesen, die gesam e Fülle des mode nen e s äd e en Daseins
s eng sys ema isie end zu du chd ingen
und
gene elle E klä ungen zu geben,
wo übe einzelne kluge Gedankenmodelle nich hinweg äuschen dü en. Ein
Haup g und ü diesen mißlichen S and de Fo schung dü e da in liegen, daß
man
in de he kömmlichen his o ischen S ad o schung ielzu iel indi iduelle
S ad besch eibung ohne abs ahie ende Ansp üche und zu wenig zei lich wie
äumlich e gleichende S ad analysen inAnbindung
an
die g öße enP ozesse de
Indus ialisie ung
und
Mode nisie ung als Fo men des sozialen Wandels be ie-
ben
ha .
Die No wendigkei eine um assend angeleg en U banisie ungs o schung läß
sich anhand bekann e Einsich en demons ie en:
In
den S äd en konzen ie e
sich ühzei ig nich
nu
das poli ische, wi scha liche
und
kul u elle Leben, son-
de n on hie aus wu de auch ganz en scheidend de jeweilige gesam wi scha -
liche und soziokul u elle S uk u wandel beein luß . Nahezu alle sozialen Inno a-
ionen im b ei e en Sinne gingen e mu lich on den S äd en aus.
De
P ozen -
sa z de do lebenden Menschen wa abe jah hunde elang seh ge ing und is
e s sei dem le z en D i el des
19.
Jah hunde s sp ungha
und
kon inuie lich
ges iegen. Heu e kann die Bundes epublik, wie die ande en e gleichba en Indu-
s ies aa en, als eine nahezu e s äd e e Indus iegesellscha angesehen we den.
Alle s äd ischen P obleme sind in Wah hei gesam gesellscha liche F agen; de
adi ionelle S ad -Land-Gegensa z, de noch zu Beginn des
20.
Jah hunde s eine
p ägende Rolle spiel e, is as gänzlich geschwunden. Wie zu Beginn de mode -
nen
U banisie ungsphase e en neue soziale Spannungen de pos indus iellen
Gesellscha wiede um zue s in den S äd en
au
und
s ellen
nun
die F age, ob wi
e neu o eine g oßen Umb uchsi ua ion s ehen, die mi den he kömmlichen
Beg i sappa a en nich
meh
hin eichend e aß we den kann
und
ü die wi die
bis je z
nu
unbe iedigende S ichwo e "Desu banisa ion", "Subu banisie ung",
"Dekonzen a ion" ode "Regionals ad " e wenden.
Au
jeden
Fall is e s je z
am
Ende des
20.
Jah hunde s, was die beiden Wel -
k iege
und
die anomalen Jah zehn e dazwischen nu allzulange e deck haben,
die Ta sache oll ins wissenscha liche Bewuß sein ge e en, welche ie g ei enden
und
manchmal ge adezu e olu ionä en s uk u ellen Umwälzungen diese lang-
anhal ende U banisie ungsp ozeß in as allen Lebensbe eichen e zeug ha . Die
Be iedigung de All agsbedü nisse wie auch Abläu e ägliche Daseins o men
haben sich im Ke n du ch den P ozeß de du chgehenden Ve s äd e ung e -
ände , was das soziale Handeln wie das Rollen e hal en ie beein luß ha .
Manche P obleme de Gegenwa hängen wah scheinlich wenige mi de imme
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Vo wo 7
wiede zi ie en "K ise de S ad " (Lewis Mum o d, Jane Jacobs, Alexande Mi -
sche lich) als ielmeh mi de imme noch nich übe all gelungenen Anpassung
an die o al u banisie e Lebensweise zusammen, ü die es in de Geschich e bis-
he
noch kein Vo bild gab. Wie imme
man
auch zu solchen Hypo hesen s ehen
mag: Wissenscha lichen Analysen übe den P ozeß de U banisie ung sei dem
19.
Jah hunde sowie seinen bishe ungeklä en Gesam olgen gebüh P io i ä .
Übe die bishe igen Fo schungen
und
ih e Me hoden is
an
diese S elle nich
zu e e ie en. Zusammenge aß kann
man
lediglich es s ellen, daß die angelsäch-
sische Fo schung im le z en Jah zehn hie un e dem Ans oß de "New U ban
His o y" einen gewal igen Vo sp ung gewonnen ha , den
man
nu
mi e s ä k en
Bemühungen au holen kann. Die so deu lich he o ge e ene Ve nachlässigung
de U banisie ungs o schung in de Bundes epublik, die in le z e Zei gleich
meh ach
und
unabhängig es ges ell wo den is , häng o ensich lich mi de as
ausweglosen Vieldeu igkei des S ad beg i es zusammen. Die Abg enzung des
Gegens andsbe eiches de U banisie ung
bzw.
Ve s äd e ung wi d dadu ch unge-
mein
e schwe .
In
de wissenscha lichen Deba e is in le z e Zei da au hinge-
wiesen, daß
z.
B.
die zahl eichen Eingemeindungen sei dem
19.
Jah hunde wie
auch
dieneue en
Gebie s e o men den adi ionellen S ad beg i noch p oble-
ma ische gemach haben als o he .
In
den Gemeindeo dnungen i uns o ein
ein adminis a i e S ad beg i en gegen, de sich keineswegs mi dem Bewuß -
sein
und
dem Sp achgeb auch de in eine S ad Lebenden deck .
De
E ah ungs-
beg i "S ad " bezieh sich häu ig nu
au
die Ke ns ad ode einen bes imm en
S ad eil. Du ch die En s ehung on Indus iedö e n ode "Schla siedlungen" ü
s ad bezogene Pendle is , was heu e auch ü kleine e
und
mi le e S äd e gil , die
übe lie e e Vo s ellung on de S ad eben alls e ände wo den. Eine ich ig
zupackende U banisie ungs o schung
muß
dahe auch den jeweiligen Cha ak e
eine S ad als deu lich un e scheidba e Siedlungs unk ion
und
T äge bes imm-
e Funk ionen beach en. Es dü en nich
nu
S äd e mi ih en Einzelbewohne n,
G uppen und Schich en sowie kommunalen Ins i u ionen
und
de S ad -Land-
Gegensa z, sonde n es müssen auch ganze Regionen
und
soga de Ein luß s äd i-
sche Elemen e
au
das ag a ische Dasein e o sch we den.
Jü gen Reulecke
ha
ge ade in eine Zusammen assung des Fo schungss andes
o geschlagen, olgende zei liche Zäsu en zu besse en Sys ema isie ung des um-
änglichen Wandlungsp ozesses zu se zen:
1.
Vo geschich e
und
e s e Ansä ze de U banisie ung bis zu Mi e des
19.
Jah hunde s
2.
De
eigen liche Du chb uch zu U banisie ung
3.
Ve s äd e ung
und
U banisie ung in de Phase de Hochindus ialisie ung
4.
Die Pos u banisie ungsphase sei dem
1.
Wel k ieg
In
diesem zei lichen Rahmen e scheinen dann olgende Un e p obleme in de
nächs en Zei als besonde s e o schenswe :
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14
Hans
J. Teu ebe g
geschlossen o Augen zu üh en
und
sich in die kon o e sen S andpunk e dama-
lige Wissenscha le e neu zu e ie en. Dabei wi d
man
nich ohne Übe a-
schung es s ellen, daß einige de damals ausge ausch en A gumen e noch as
nich s on ih e Ak uali ä eingebüß
und
die dahin e s ehenden P obleme bis
heu e keine be iedigende Lösung ge unden haben.
Was ha den "Ve einjii
So
cia/p
0 li ik " bewogen, angesich s de damaligen Fülle
on Zei - und S ei agen sich ge ade diesem P oblembe eich o angig zuzu-
wenden
und
dami ihn als besonde s lösungsbedü ig zu cha ak e isie en4? Die
An wo e gib sich aus
dem
Gang de zei genössischen sozialen Re o ndeba e:
Schon bei den e s en Anzeichen de zunehmenden Ve s äd e ung
und
Indus ia-
lisie ung
um
die Mi e des
19.
Jah hunde s ha en bekann e Pe sönlichkei en des
ö en lich-wissenscha lichen Lebens wie
Vic o
Aime
Hube ,
Julius
Fauche
und
Ka l
Knies,
dann abe auch de un e Adolph Le es Lei ung s ehende, mi Un e -
s ü zung de p eußischen Regie ung
1844
ins Leben ge u ene "Cen al e einjii
das
Wohl
de
a bei enden
Klassen"
und
de e was spä e geg ünde e
"Kong eß
deu -
sche
Volkswi he"
e s aunlich ühzei ig in den ie zige und ün zige Jah en die
Wohnungs age als einen Ke npunk de neuen
"A bei ei age"
diagnos izie , was
so o eine Fülle on p ak ischen Lösungs o schlägen wie auch e s e Bemühun-
gen
um
eine heo e ische Du chd ingung p o ozie e5• Wenngleich diese En -
schließungen, Denksch i en
und
Abhandlungen noch seh unbe iedigend blie-
ben,
so
ha en sie doch das Ve diens , eine o an nich
meh
e s ummende Woh-
nungs e o ndeba e in Deu schland zu en achen, die
nun
eine zunehmend g ö-
ße e ö en liche Resonanz and. Zugleich a en e s mals kleine
gemeinnü zige
Baugesellscha en
sowohl
au
de Basis on Ak ienun e nehmungen wie auch on
Genossenscha en du ch diese o wäh ende E ö e ung
au
den Plan6. Zahlen-
4 Als ande e Tagungs hemen wa en e ne o geschlagen wo den: Spa kassenwesen,
landwi scha liche Genossenscha en, Heimgewe be, de Ein luß de Ag a impo e
au
die
inländischen Fleisch-
und
Ge eidep eise, das Ve häl nis de B o p eise zu den Löhnen, die
Wi kung de Lohnhöhe
au
die P oduk ionskos en, Wa enp eise
und
We bewe bs ähigkei
de deu schen Indus ie
au
dem Wel ma k , e ne das Ve häl nis de Soziallas en zu den
S eue n sowie die Al e s e so gung.
5
Fü
eine aus üh liche Da s ellung diese e s en Beschä igungen mi de Wohnungs-
age in Deu schland
gl.
Hans
J.
Teu ebe g:
Eigenheim ode Mie skase ne. Ein Zielkon lik
deu sche Wohnungs e o me 1850-1914, in:
Heinz
Heinebe g
(Hg.):
Inne s äd ische P o-
zesse im
19.
und
20.
Jah hunde . Geog aphische
und
his o ische Aspek e.
(=
S äd e o -
schung Reihe A) Köln/Wien, (im E scheinen).
Vgl.
Hein ich
Bech el;
Die e s en Kämp e ü
eine Wohnungs e o m. Ein Bei ag zum Gegensa z on Theo ie
und
P axis de Wohnungs-
age, in: Jah buch ü Na ionalökonomie
und
S a is ik
122
(1924),
H.
6,
S.
813-826. -
Hans
H.
Lechne :
Wohnungs age, s äd ische G und en e
und
Bodenspekula ion. Ein heo iege-
schich liche Ab iß, in: Zei sch i ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
92
(1972).
2.
Halbb.,
S.
697-726. -
Ca l
Johannes
Fuchs:
Die Wohnungs age, in:
S.
P.
Al mann
u.
a.,
Die
En wicklung de deu schen Volkswi scha sleh e im neunzehn en Jah hunde . Gus a
Schmolle zu siebzigs en Wiede keh seines Gebu s ages,
24.
Juni
1908,
in Ve eh ung da -
geb ach , Bd. 2, Leipzig
1908,
Abschni XXXIII, S.1-24. -
Do o hea
Be ge -Thimme:
Woh-
nungs age
und
Sozials aa . Un e suchungen übe die An änge s aa liche Wohnungspoli-
ik in Deu schland (1873-1918) F ank u
a.
M.lBe n
1976.
-
Jü gen
Reulecke:
Soziale F ie-
den du ch soziale Re o m.
De
Cen al e ein ü das Wohl de a bei enden Klassen in de
F Ühindus ialisie ung, Wuppe al1983. -
Volke
Hen schel:
Die deu schen F eihändle
und
de Volkswi scha liche Kong eß 1858-1885, S u ga
1975.
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 15
mäßig noch bedeu same e wies sich de bald danach einse zende
We kswoh-
nungsbau:
Nach eine Enque e übe die eiwilligen Wohl ah sein ich ungen de
A bei gebe in P eußen 1875 ha en on 4850 e aß en Be ieben be ei s 1655
i gendeine wohnungs ü so ge ische Maßnahme ge o en.
In
de Meh zahl de
Fälle wa en ela i p eiswe e Mie wohnungen ü Belegscha sangehö ige
gescha en wo den, insgesam 8751 Häuse ü
35538
Menschen. Abe auch
ande e deu sche Bundess aa en, o allem Baye n und Sachsen, zeig en bei en -
sp echenden E hebungen ähnliche Bemühungen beim beginnenden We kswoh-
nungsbau, de sich
au
bes imm e äl e e Vo läu e sowohl
au
dem Lande wie bei
den Manu ak u en s ü zen konn e
7.
Ein gewisse Ans oß zu Wohnungs e o m ging auch on de sich e schä en-
den
Landa bei ei ageaus. Wegen de sei den ie zige Jah en s eil anwachsenden
Auswande ung, die dann spä e in eine ebenso s a ke Binnenwande ung in die
en s ehenden Indus ies äd e umschlug, begann
man
o allem zunächs in den
os elbischen Gebie en e s mals übe die geziel e Anlage mode ne Landa bei e -
wohnungen nachzudenken. Nachdem de Gu sbesi ze
und
bekann e na ional-
ökonomische Sch i s elle
Johann
Hein ich
on
]hünen
au
seinem mecklenbu gi-
schen
Gu
Tellow bei Ros ock
und
ande e Re o me mus e ha e Tagelöhne be-
hausungen gescha en ha en, schick e die p eußische Regie ung einen Fachmann
nach England,
um
die do igen E ah ungen bei de ländlichen Co age-Bauweise
zu e kunden
und
de en Baupläne sowie Kos en nähe zu s udie en8• Ein os p eu-
ßische Landa z , de aus seine P axis die Zusammenhänge zwischen Wohnen
und
Volksk ankhei en
nu
zu gu kennengele n ha e, leg e 1863 einen Plan zu
G ündung ländliche Baugenossenscha en o , die sich speziell mi de Lösung
6
Wal e
Voßbe g:
Die deu sche Baugenossenscha sbewegung, Be lin
1906.
-
Kai-De le
Sie e s:
An ange de Baugenossenscha sbewegung in No ddeu schland zu Zei des zwei-
en deu schen Kaise eiches, in:
Hans
1.
Teu ebe g
(Hg.):
Homo habi ans.
Zu
Sozialge-
schich e des ländlichen und s äd ischen Wohnens in de Neuzei
(=
S udien zu Geschich e
des All ags
Bd.
4)
Müns e
1985,
S.
339-356.
7 Paul
Mieck:
Die A bei e wohl ah sein ich ungen de indus iellen A bei gebe in den
p eußischen P o inzen Rheinland und Wes alen und ih e olkswi scha liche und soziale
Bedeu ung, Be lin
1904.
A.
Gün he -Rene
P e o :
Die Wohl ah sein ich ungen de A bei -
gebe in Deu schland
und
F ank eich, Leipzig
1905.
-
R.
Hund :
Be ga bei e -Wohnungen
im Ruh e ie , Be lin
1902.
-
A.
Hein ichsbaue :
Indus ielle Siedlung im Ruh gebie in
Ve -
gangenhei , Gegenwa
und
Zukun , Essen
1936.
-Adolj
F.
Hein ich:
Die Wohnungsno
und
die Wohnungs ü so ge p i a e A bei gebe in Deu schland im
19.
Jah hunde , Phi!.
Diss., Ma bu g
1970.
-
Gün he
Schu z:
De
Wohnungsbau indus ielle A bei gebe in
Deu schland bis
1945,
in:
Teu ebe g,
Homo habi ans
(s.
Anm.
6),
S.
373-390, -
Ge ud
Milke-
ei :
Be iebliches Wohnungswesen im Duisbu ge No den
1880--1974,
in: Ebenda,
S.
391-
420.
8
F anz
Wachenhausen:
De
Bau o bildliche Landa bei e wohnungen in Tellow du ch
Johann Hein ich on
Thünen
in den Jah en
1830--1840,
Diss. Masch. Seh ., Schwe in 1945.-
Leopold
on
O lich:
Ube einige Ve eine zu Hebung des si lichen und leiblichen Wohls des
Volkes. Mi sieben Ansich en und G und issen on Wohnungen ü A bei e
au
dem
Lande. Ein Wo de Nach olge, Leipzig
1840.
Vg!.
lohn Bume : A Social His o y o Housing
1815-1970,
London
1970,
S.
30--53.
-
De s.:
Die En wicklung englische A bei e häuse und
ih e Raumnu zung im
19.
Jah hunde , in:
Teu ebe g:
Homo habi ans
(s.
Anm.
6),
S.
227-
256.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
16
Hans J. Teu ebe g
de ländlichen Wohnungs age beschä igen soll e9. Die Landwi scha
wa ,
wie
die Be ich e übe die
"Ve sammlungen
Deu sche
Landwi e" zeigen, wegen des
damals s eigenden A bei sk ä emangels
an
diesem P oblem nich unin e essie .
Die Ins en
und
Tagelöhne konn en nämlich
au
die Daue nu du ch den Bau en -
sp echende Wohnungen
au
den g oßen
Gü e n
gehal en we den. Das g öß e
Au sehen e ziel e das Buch des s aa lichen Domäneninspek o s
Theodo
F eihe
on
de
Gol z,
de die Wohnungs age
au
dem Lande zusammen mi einem Bau-
meis e e s mals on allen Sei en
he
beleuch e e
10.
Die Ve asse , die beide auch
an eine Landwi scha lichen Akademie leh en, be ie en sich bei ih en de aillie -
en
Vo schlägen zu Scha ung on ländlichen Behausungen ausd ücklich
au
Vic-
o
A
ime
Hube s
An egungen ü eine genossenscha liche Selbs hil e, die in e s e
Linie on den Gu sbesi ze n ge agen we den soll e. Das Buch schloß mi de e n-
s en Mahnung, daß
"ohne eine g ündliche Re o m de Wohnungs e häl nisse alle Ans engungen de Ki che,
de Schule, des S aa es und de Gesellscha zu si lichen, geis igen, socialen und wi h-
scha lichen Re ung on hunde ausenden on Familien e geblich sind"ll.
De
g oße Ein luß des "Landwi scha lichen
Cen al e eins"
in Os p eußen
siche e dem Buch eine ela i wei e Ve b ei ung, doch kam es do kaum zu Um-
se zungen in de P axis. E s
1868
konn e Gol z on de G ündung eine einzigen
neuen Landa bei e kolonie be ich en, bei de seine G undsä ze be olg wu den,
doch wa selbs diesem P ojek wenig E olg beschieden
12
Gol z,
de sich spä e als
Ag a wissenscha le einen bedeu enden Namen mach e, gelang
es
o enba
nich , de ländlichen A bei e wohnungs age die ih gebüh ende Beach ung o
de Reichsg ündung zu siche n. Die wenigen sons igen Vo schläge
au
diesem
Gebie beschä ig en sich nu mi speziellen echnischen
und
hygienischen F a-
gen
und
e such en nich , die ökonomisch-sozialen U sachen zu analysie en
13
.
9
Hugo
Senj leben:
Übe einen Plan zu G ündung on Baugesellscha en
U
die He s el-
lung zweckmässige Wohnungen
U
ländliche A bei e , in: Os p eußische landwi hscha -
liehe Jah büche ,
Jg.
1863.
-
De s.:
Die Bedeu ung und de Fo sch i de Wohnungs age.
In: De A bei e eund 7
(1869),
S.
385
.
-
De s:
Die gesundhei smäßige Ein ich ung on
ländlichen A bei e wohnungen, in: De A bei e eund 3
(1865),
S.
173-186.
10
Theodo
F eihe
on
de
Gol z
und
W.
Kienei:
Ländliche A bei e wohnungen in
Vo -
schlägen und Zeichnungen zu ih e zweckmäßigen Aus Uh ung, Königsbe g-Tilsi
1865.
llEbenda,
S.
48.
12
Als de Ri e gu sbesi ze Neumann
au
seinem
Gu
Poseneck bei Ge baum die Land-
a bei e wohnungen e ich e ha e, e hiel
e om
zus ändigen Land a die Au lage, wei e e
Siedlungsplä ze einzus ellen und die Häuse wiede abzu eißen. Dies geschah
au
Be ei-
ben
de benachba en Landwi e, die Klage Uh en, die Bewohne solche neue Landa bei-
e wohnungen "wü den leich zu einem ägen, uno den lichen Lebenswandel gelangen
und auße dem
den
benachba en Besi ze n Schaden
zu Ugen."
Die Aulbebung dieses
unsinnigen Ve bo s konn e e s nach einem langen Rech ss ei e eich we den und zeig ,
au
welche Schwie igkei en in de P axis e s e
Ve such.~
zu Lösung de ländlichen Woh-
nungs age s ießen.
VgL
Theodo
F eihe
on
de
Gol z:
Ube einige Ein ich ungen zu
Ve -
besse ung de Lage de ländlichen A bei e , in:
De
A bei e eund 6
(1868),
S.
149-161,
besonde s
S.
159.
I3
VgL
F.
Schube :
Bau
und
Ein ich ung
länd.1.iche
A bei e wohnungen in gesundhei li-
che Rücksich , Bonn
1869.
-
Alb ech
Thae :
Ube ländliche A bei e wohnungen, Be lin
1872.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m
17
Zwa wu de on den wenigen Sachkenne n übe eins immend ühzei ig
e kann , daß sich die Wohnungs age nich allein
au
die G oßs äd e
und
Indu-
s iezen en besch änk e und sich ge ade in ländlichen Gegenden die k asses en
Mißs ände bei den Behausungen zeig en, doch sind solche Hinweise imme wie-
de schnell on den massenha zusammengeball en Wohnungsp oblemen Be -
lins und ande e G oßs äd e übe scha e wo den.
Das sp ungha s eigende In e esse
an
den Wohnungs e häl nissen en zünde e
sich
an
meh
spek akulä en E eignissen,
z.
B.
an
dem
Be line
Gene albebauungs-
plan on 1862.
An
den g oßen S aßendu chb üchen in Pa is sich o ien ie end
woll e de Be line Magis a in ähnliche Weise seine S ad in den sechzige Jah-
en einem
meh
g oß äumig angeleg en Nah e keh e schließen. Ohne daß die
Meh zahl de o gesehenen S aßen zunächs angeleg wu de, gab de Plan
Ve -
anlassung, die G unds ücksp eise in den zu Bebauung o gesehenen Gebie en in
die Höhe schnellen zu lassen. Eine de Folgen dieses Plans wa es, daß die dich e
Bebauung in einigen Be line Randgebie en asch zunahm, wo
nun
die bis heu e
bekann en Be line Mie skase nen en s anden. Die Planung
und
Aus üh ung die-
se meh s öckigen Massenmie shäuse mi ih en Sei en lügeln
und
Hin e hö en
bilde e eines de ums i ens en P ojek e s äd ebauliche Planung in Deu schland,
dessen Auswi kungen das Bild Be lins o allem nach außen hin p äg en
l4
. Als
Folge diese
und
ande e Diskussionen wu de die Wohnungs age sei dem zu
einem Daue hema publizis ische Be ich e s a ung und gesellscha liche
Vo -
schläge.
Von p o es an ische Sei e wu de die Wohnungs age e s mals in einem g öße-
en K eise
au
de om S u ga e Ki chen ag ini iie en Zwei en Indus iekon e-
enz
in Bonn
am
14.
und
15.
Juni 1870 au geg i en. Die on dem Bonne Na ional-
ökonomen
E win
Nasse einbe u ene Tagung s ell e den e s en Ve such deu sche
Indus ielle da , den Mißs änden de Fab ika bei nachzugehen.
In
seinem Re e-
a zu den A bei e wohnungs e häl nissen um iß de Basele Fab ikan
und
S ad a
Ca l
Sa asin seine E ah ungen mi dem Bau on We kswohnungen
und
e wies
au
die seine Meinung beispielha e
ei e
ou ie e
in Mühlhausen. Die Ve -
14
ohann
F ied ich
Geis und Klaus
Kü e s:
Das Be line Mie shaus 1740-1862, München
1980,
S.
464-524. -Ing id
Thienel:
S äd ewachs um im Indus ialisie ungsp ozess. Das Be -
line Beispiel,
Be lin-New
Yo k
1973.
-Dies.: Ve s äd e ung, s äd ische In as uk u
und
S ad planung -Be lin zwischen
1850
und
1914,
in: Die Al e S ad . Zei sch i ü S ad ge-
schich e, S ad soziologie
und
Denkmalp lege 4
(1977),
S.
55-84. -Man/ ed
Hecke :
Die Be -
line Mie skase ne, in: Ludwig
G o he
(Hg.):
Die deu sche S ad im
19.
Jah hunde . S ad -
planung
und
Bauges al ung im indus iellen Zei al e ,
München
1974,
S.
173-194 (hie
besonde s iele Abbildungen). -
We ne
Hege nann:
Das s eine ne Be lin. Geschich e de
g öß en Kase nens ad de Wel , Be lin
1930,
S.
207-233. -
Vgl.
als wich ige zei genössische
Sch i en: a nes
Hob ech :
Ube ö en liche Gesundhei sp lege
und
die Bildung eines Cen-
al-Am es ü ö en liche Gesundhei sp lege im S aa e, S e in
1868.
-Gus a Rasch: Die
dunklen Häuse on Be lin,
2.
Au l., Wi enbe g
1863.
-A.
Gessle :
Das deu sche Mie shaus,
München
1909.
-
K.
E.
O.
F i sch:
Wie kann die Baukuns wiede olks ümlich gemach we -
den? In: Deu sche Bauzei ung, Jg.1876,
S.
383
.
-
De s.:
Die Bedeu ung de Gegenwa , in:
Deu sche Bauzei ung,
Jg.
1874.
-Das Be line
Voig land.
Abd uck aus dem in Duisbu g im
Diakonissenhause e scheinenden Sonn agsbla ü inne e Mission, Duisbu g
1862.
-E ns
B uch:
Be lins bauliche Zukun
und
de Bebauungsplan, Be lin
1870.
2 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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18
Hans J. Teu ebe:·g
sammlung e kann e da au hin an, daß besonde s die Wohnungs e häl nisse
g undlegend seien ü "Familienleben, S abili ä und Pa io ismus in de A bei e -
scha "15.
De
"E angelische
sociale
Kong eß"
und de ka holische"
Ve ein
A bei e -
wohl"
üh en anschließend diese Re o mbes ebungen wei e .
Abe auch bei den A bei nehme n wu de unmi elba nach Ende des Deu sch-
F anzösischen K ieges in meh e en g oßen Ve sammlungen in Be lin e s mals ein
eigene S andpunk in de Wohnungs age deu lich. Eine on 6000 Menschen
besuch e Massen e ans al ung de
Be line
Sozialdemok a en aß e
am
24.
Sep-
embe
1871
olgende ü Regie ung und Ö en lichkei bes imm e Resolu ion:
"Die Ve sammlung e klä die Wohnungsno h
und
S eige ung de Mie hen in g oßen S äd-
en als Folge de heu igen socialen Zus ände, welche es den G undbesi ze n e möglichen,
du ch die Boden en e das a bei ende Volk auszubeu en und nich die Bedü nisse des
Vol-
kes, sonde n schwindelha e Specula ionen halbe den Wohnungsbau
zu
be eiben
...
Die
Ve sammlung e klä dahe , daß
nu
du ch den socialdemok a ischen S aa , wo alle G und
und
Boden Gemeingu is
und
den Bedü nissen des Volkes gemäß A bei e -P oduc i ge-
nossenscha en die Wohnungen he s ellen, abe nich
nu
Pallia i mi el de heu igen Woh-
nungsno h
und
den g oßa igen K ankhei en, welche sie in de Folge ha , ein Ende gemach
we den
könne"16.
Diese Au u
und
die dahin e s ehende allgemeine Un uhe e anlaß en
F ied ich
Engels,
1872
eine länge e A ikelse ie un e de Übe sch i "Zu
Woh-
nungsj age"
in dem Leipzige
O gan"
Volkss aa " zu e ö en lichen, die sowohl
gegen den kleinbü ge lichen Sozialismus wie auch gegen die Wohnungs e o m-
o s ellungen Ch is lich-Konse a i e
und
Linkslibe ale ge ich e wa
17
. Da in
wand e e sich zunächs dagegen, in de Wohnungs age eine wich ige Au gabe
de Sozialdemok a ie zu sehen.
Fü
Engels
wa die Wohnungsno
nu
ein."sekun-
dä e Übels and", nämlich eine Folge de kapi alis ischen P oduk ionsweise.
Man
müsse diese besei igen, dann wü de sich die Wohnungs age on selbs lösenl8.
Die Hausbesi ze wa en ihm insgesam nu eine ela i ha mlose "Un e a on
Kapi alis en", weil sie keine A bei sk a kau en
und
keinen Meh we p oduzie -
15
Vgl.
Ve handlungen de Bonne Kon e enz u die A bei e age im Juni
1870,
Be lin
1870.
Fü
die Fö de ung des A bei e wohnungsbaus se z en sich auch die on Un e neh-
me n
he ausgegebenen Zei sch i en
"Conco dia"
(1871
T.)
und
"A bei e wohl"
(1881
T.)
ein.
Einzelne Un e nehme be aß en sich hie in A ikeln ode in gesonde en Sch i en mi de
Fö de ung de We kswohnungen als Mi el de be ieblichen Sozialpoli ik.
Vgl.
Julius
Pos
u.
Hein ich
Alb ech :
Mus e s ä en pe sönliche Fü so ge on A bei gebe n u ih e
Geschä sangehö igen, 2 Bde., Be lin
1889-1893.
16
Zi ie nach
E ns
Engel:
Die mode ne Wohnungsno h, Leipzig
1873,
S.
29.
17
F ied ich
Engels:
Zu
Wohnungs age, in: Volkss aa N .
51
.
26.
6.1872
-N .
16
.
22.
2.
1873.
2.
du chgesehene selbs ändige Au l. Singen
o.
1.
(1887).
Neud uck in:
Ka l
Ma x-
F ied ich
Engels:
We ke (MEW)
18,
Be lin(-Os )
1973,
S.
209-287. Engels Au sä zen ging
eine eben alls de Wohnungsno gewidme e Se ie des A z es A hu Mülbe ge aus C ails-
heim in de gleichen Zei sch i im Feb ua -Mä z
1872
o aus, de sich gewisse Vo s ellun-
gen P oudhons
zu
eigen gemach ha e. Engels woll e seine alschen kleinbü ge lichen Vo -
s ellungen zu ech ücken, da sie auch bei ande en Sozialdemok a en g assie en.
18
Wö lich bei Engels: "Solange die kapi alis ische P oduk ionsweise bes eh , solange is
es eine To hei , die Wohnungs age ode i gendeine ande e die Geschicke des A bei e s
be e ende F age einzeln lösen zu wollen. Die Lösung lieg in de Abscha ung de kapi ali-
s ischen P oduk ionsweise."
Engels:
Wohnungs age,
MEW
18,
S.
59.
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 19
en. Von eine Umwandlung de Mie wohnung in eine Eigen umswohnung hiel
Engels
eben alls nich s, weil die "Heima losigkei des P ole a ie s" diesen imme
wiede zwinge,
den
A bei spla z und Wohno
zu
wechseln. Die geschei es en
Füh e
de he schenden Klassen hä en auße dem "s e s ih e Ans engungen
da au ge ich e , die Zahl de kleinen Eigen hüme
zu
e meh en,
um
sich eine
A mee gegen das P ole a ia zu e ziehen"19a. Bei eine
kommenden
sozialen Re o-
lu ion wü de im üb igen de al e Gegensa z zwischen S ad
und
Land au gehoben
und alle g oßen S äd e besei ig
19b
.
Wie ein Schlag ins Gesich alle de e , die mi s a is ischem Ma e ial das s äd-
ische Wohnungselend
zu
un e maue n ach e en, wi k e eine ande e Passage
seine Aus üh ungen:
"So iel is abe siche , daß schon je z in den g oßen S äd en hin eichend Wohngebäude
o handen sind,
um
bei a ionelle Benu zung de selben jede wi klichen ,Wohnungsno '
so o abzuhel en,ao.
Engels
se z e sich dann insbesonde s mi
dem
1869 e schienenen Buch
"Die
Wohnungszus ände
de
a bei enden
Classen
und
ih e
Re o m" on
Emil
Sax ausein-
ande , weil diese e s mals
den
Ve such gemach habe, alle o handene Li e a u
au
dem
Gebie de Wohnungs age zusammenzu assen. Die do o handenen
Appelle
an
die A bei e zu O dnung
und
Saube kei
und
an
den S aa
zum
E laß
on Wohnungsgese zen nach englischem Beispiel wu den e s ändliche weise
öllig e wo en. Nochmals e neue e
e
hie seine öllige Ablehnung de Eigen-
heim ö de ung, weil sie ü den A bei e
nu
eine Fessel bedeu e.
Fü
den mobi-
len Teil de A bei e scha könne
man
ohnehin keinen bedü nisge ech en Wohn-
aum scha en, de Eigenheime we b komme
nu
ü
den
ma e iell besse ges ell-
en
A bei e in F age. Die dami un e Ums änden e bundene P eise nied igung
bei
den
Wohnausgaben sei abe ein Schein o eil, da dies ein en sp echendes Fal-
len beim
Lohn
bewi ke. We kswohnungen de Kapi alis en seien
nu
en ie liche
Kapi alanlagen und keine philan h opischen Ta en. Die P ole a ie
müß en
wegen
ehlende Konku enz Monopolp eise
an
den
Un e nehme zahlen und iskie en
bei einem S eik Obdachlosigkei . Wede die Selbs - noch die S aa shil e and o
seinen Augen eine Gnade
21
.
Wie die
Engelsehen
Aus üh ungen, die 1887 als gesonde e B oschü e e schie-
nen, iel ach e kennba belegen, bezog sich de
Au o
as ausschließlich
au
seine
in den ie zige Jah en in Manches e gesammel en E ah ungen, die
e
dann in
. seinem be ühm en Buch
"Die
Lage
de
a bei enden
Klasse
in
England"niede geleg
19. Ebenda,
S.
23.
19b
Wö lich bei Engels: "Die Wohnungs age lösen zu wollen
und
die mode nen g oßen
S äd e e hal en wollen, is ein Wide sinn". Ebenda,
S.
41.
20
Ebenda
S.
26.
21
Wö lich bei Engels: "Daß de heu ige S aa de Wohnungs age wede abhel en kann
noch will, is sonnenkla .
De
S aa is nich s als eine o ganisie e Gesam mach de besi -
zenden Klassen, de G undbesi ze und Kapi alis en, gegenübe den ausgebeu e en Klas-
sen, den Baue n und A bei e n.
Was
die einzelnen Kapi alis en nich wollen, das will auch
de S aa nich ". Ebenda,
S.
53.
2*
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20
Hans J. Teu ebe g
ha e
22
• Die has ig e aß e Elends epo age, die schon bei den Zei genossen
wegen ih e übe iebenen Schwa zweißmale ei und o ensich lichen Fehlu eile
beg ünde e K i ik ge unden ha e, dien e ihm allein zu Beu eilung de Woh-
nungs age, nich abe eine empi ische E o schung de deu schen Zus ände
23
•
Die auch on Emil Sax ge üg e Ine ek i i ä englische Gese ze
und
E lasse im
Bau-
und
Sani ä swesen, o allem die Mängel de behö dlichen Wohnungsin-
spek ion wa en ihm Beweis genug u seine These, daß de S aa die Wohnungs-
no
ga nich e ns ha beheben wolle. E was glimp liche in Engels K i ik kamen
lediglich die Baugesellscha en
(Building
socie ies)
weg, doch hiel e sie auch u
wenig geeigne , die Wohnungs age zu lösen
24
• Le z lich blieb
Engels
die Lösung
de Wohnungs age gleichgül ig; e e spü e wenig Lus , sich mi den De ail a-
gen eine Re o m inne halb des kapi alis ischen Sys ems auseinande zuse zen,
was seine A gumen a ion nach eilich logisch wa
25
•
Bezeichnende weise wa die Meh hei de Sozialdemok a en nich be ei , die-
sem igiden S andpunk on
F ied ich
Engels
übe all zu olgen. Eine Ve sammlung
un e dem Vo si z
Hasencle e s
am
8.
Juni
1872
be on e ganz im Gegen eil die
P lich de Gemeinden u eine um assende soziale Wohnungs u so ge u ih e
Beschä ig en
und
o de e ein kommunales En eignungs ech u unbebau e
G unds ücke.
De
Vo schlag, eine en sp echende Pe i ion an den Reichs ag zu
ich en, wu de alle dings als " eac ionä " abgelehn , weil
man
om S aa keine
Almosen e lehe. Die A bei e Be lins wu den au ge o de , dem
"Allgemeinen
Deu schen
A bei e e ein
"beizu e en, "dami
au
diesem Wege die A bei e age
und
mi ih selbs e s ändlich die Wohnungs age gelös we den"26.
Ganz ande e Meinung wa dagegen ein ande e Flügel de au kommenden
A bei e bewegung, nämlich die
am
26.
Sep embe
1871
eben alls in Be lin agende
22
F ied ich
Engels:
Die Lage de a bei enden Klasse in England, Leipzig
1845.
23
Zu zei genössischen
und
heu igen K i ik des Engelschen Buches e gl.
Hans
1.
Teu e-
be g:
Zei genössische deu sche Re lexionen übe die Rolle des Fak o s A bei in den ühen
Phasen de b i ischen Indus ialisie ung (1750-1850), in:
He mann
Kellenbenz
(Hg.): Wi -
scha spoli ik
und
A bei sma k , Wien
1974,
S.
238-270. Auch Ma x ha sich bei de K i ik
de A bei e wohn e häl nisse
nu
au
die Zus ände de englischen F ühindus ialisie ung
bezogen. Ve gl.
Ka l
Ma x;
Das Kapi al, in:
Ka l
Ma x
-
F ied ich
Engels:
We ke
23,
Be lin
(-Os )
1962,
wo e die Wohn e häl nisse de s äd ischen A bei e
(S.
686-693), de Be gleu e
(S.
695--697)
und
de Landa bei e
(S.
710-721) zu "Illus a ion des allgemeinen Gese zes
de kapi alis ischen Akkumula ion" (Kap. 23,5. Abschn.) besch eib . Als Quelle dien e wie
zu o Engels die "meis e ha e A bei " des Public Heal h Repo s, de i das englische Pa -
lamen
in
den 1830e Jah en e s ell wo den
wa .
24
Engels wies da au hin, daß wegen de
hohen
Baus ellenp eise dem no malen A bei e
ein genossenscha liche Hausbau
nu
au
dem
Lande möglich sei, was abe das on ihm ab-
gelehn e Co age-Sys em o ausse z e. Le z lich sei allen diesen kleinen Baugesellscha en
die spekula i e Na u gemeinsam. Sie s änden
nu
den besse e dienenden A bei e n
o en, so daß die Masse nich da an eilnehmen könne.
25
Bü ge liche Neo-Ma xis en p legen sich imme noch zuweilen
au
Engels zu be u en:
Ve gl.
Jö n
Janssen:
Sozialismus, Sozialpoli ik
und
Wohnungsno , in:
Hans
G.
Helms
und
Jö n
Janssen
(Hg.):
Kapi alis ische S äd ebau,
2.
Au l., Neuwied-Be lin
1971,
S.
53
.
-
Theo
Raseho n
u.
a.:
Wohnen in de Demok a ie. Soziales Mie ech in de Bundes epublik,
Da ms ad -Neuwied
1976,
S.
68.
26
Zi ie nach
Engel:
Wohnungsno h
(s.
Anm.
16),
S.
35.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 21
Ve sammlung
Deu sche
Gewe k e eine
un e Lei ung on Max
Hi sch.
Sie p o e-
s ie e sowohl gegen einen E laß des Magis a es
und
Polizeip äsidiums on Be -
lin, wo in eine Wohnungsno in Ab ede ges ell wu de, als auch gegen die P okla-
ma ion de Sozialdemok a en nach Übe üh ung des G undbesi zes in Gemeinei-
gen um. S a dessen wu de on
den
Un e nehmen
eine kü ze e A bei szei mi
länge en Pausen ge o de ,
um
auch ein en e n e es Wohnen
zu
e möglichen, die
Un e s ü zung de Baugenossenscha en du ch e billig e Da lehen
und
Bescha -
ung p eisgüns ige Bauplä ze sowie die e s ä k e Ein ich ung on Kleinwohnun-
gen. Von den A bei e n e wa e e
man
o allem Ini ia i en zu G ündung on
eigenen Baugenossenscha en, die
zum
E we b on Wohneigen um üh en soll-
en. S aa
und
Gemeinden
wu den zu Re o m de Baupolizei o sch i en
und
des
Hypo hekenwesens au ge o de sowie zu Un e s ü zung de Baugenossenscha -
en
und
E b e pach ung ö en liche Lände eien sowie zu Gewäh ung on billi-
gen Hypo heka k edi en.
Un e
dem
Eind uck de
zum
Os e qua al1872 beson-
de s wiede he o ge e enen Wohnungsno and
1872
eine wei e e Ve sammlung
de libe alen Gewe k e eine s a ,
au
de
He mann
Schulze-Deli zsch
sein Konzep
zu Abhil e de Wohnungsno o ug, in dessen Mi elpunk die Baugenossen-
scha en s anden, die sowohl als Kapi al- wie auch als Pe sonal e einigung ungie-
en soll en.
Übe blick
man
das Spek um de ö en lichen Diskussion zu Beginn de
Reichsg ündung, so zeichne en sich d ei Haup s ömungen zu Bewäl igung de
Wohnungs age ab
27
:
-Die Rich ung de ausschließlichen Selbs hil e.
-Die Ve bindung on Selbs hil e, Kommunalhil e und S aa shil e.
-Die Übe nahme des gesam en Wohnungswesen in die alleinige Kompe enz des
S aa es.
Vo
dem
Hin e g und diese e eg en ö en lichen Deba en a nach o be ei-
enden
Gesp ächen
am
8.
Juli
1872
in Halle eine au sehene egende"
Ve sammlung
zu
Besp echung
de
socialen
F age"
in Eisenach
am
6.
und
7.
Ok obe
1872
zusam-
men, aus de
nu
ein Jah spä e eben alls in Eisenach
de "
Ve ein
ü Socialpoli ik"
he o ging
28
.
27
Engel:
Wohnungsno h
(s.
Anm.
16),
S.
35.
-Ande e Wohnungs e o me woll en dage-
gen
nu
zwei S ömungen ane kennen: Die Ve e e de Selbs hil e und die S aa shil e.
Vgl.
D o
T üdinge :
Die A bei e wohnungs age und ih e Bes ebungen zu Lösung de selben,
Jena
1888,
S.
158.
28
Au
die
Vo -
und G ündungsgeschich e diese Ve einigung und ih e ande en bekann-
en Ak i i ä en b auch
an
diese S elle nich wei e eingegangen zu we den.
Vgl.
u.
a.
die
bekann en Sch i en on
Else
Con ad:
De Ve ein ü Socialpoli ik und seine Wi ksamkei
au
dem
Gebie de gewe blichen A bei e age, Jena
1906.
-
Eugen
on
Philippo ich:
Das
Vo d ingen de sozialpoli ischen Ideen in de Li e a u , in:
S.
P.
Al mann
u.
a.:
Die En wick-
lung de deu schen Volkswi scha sleh e im neunzehn en Jah hunde ,
Bd.
2,
Leipzig
1908,
Teil XXI. -
Hans
Geh ig:
Die Beg ündung des P inzips de Sozial e o m. Eine li e a u -
his o ische Un e suchung übe Manches e um und Ka hede sozialismus, Jena
1914.
-
Adolph
Wagne :
Die S ömungen in de Sozialpoli ik und de Ka hede -
und
S aa ssozialis-
mus, Be lin
1912.
-
Hans
F eihe
on
Be lepsch:
Sozialpoli ische E ah ungen und E inne-
ungen,
M.
Gladbach
1925.
Boese:
Geschich e des Ve eins ü Sozialpoli ik
(s.
Anm.
1).
-
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22
Hans
J. Teu ebe g
Kein Wunde , daß
Gus a
Schmolle
als eine de geis igen Ini ia o en diese
Ve einigung schon in seine E ö nungsansp ache
au
das Wohnungsp oblem
besonde s hinwies und
au
de G ündungs e sammlung de wei hin bekann e
Lei e des P eußischen S a is ischen Bu eaus
und
Be line S aa swissenscha li-
chen Semina s
E ns
Engel
(1821-1896)
ein Re e a übe die U sachen de mode -
nen
Wohnungsno hiel
29
•
Im
Anschluß
an
die in den sechzige Jah en e schienenen Sch i en on
Julius
Fauche
und Emil Sax
Uh e
E ns
Engel
zunächs aus, daß die Wohnungsno
nich nu als ein P oblem de A bei e age zu sehen sei; sie habe auch höhe e
Schich en de Gesellscha e g i en und sei dahe zu eine "allgemeinen" Woh-
nungs age gewo den.
Vic o
Aime
Hube
sei es zu danken, daß
man
die e wa
um
1840
au auchende mode ne indus ielle Wohnungsno zum Gegens and on
ö en lichen E ö e ungen gemach habe, weshalb e als de Va e de deu schen
Wohnungs e o m anzusehen sei. Die Bes ebungen des englischen
P inzgemahls
Albe und des anzösischen
Kaise s
Napoleon
II/. zu E ich ung on Mus e woh-
nungen
U
die "a bei enden Klassen", die
au
den Wel auss ellungen
1851
in Lon-
don und
1867
in Pa is o ge Uh wu den,30 sowie die Tä igkei des We kswoh-
nungsbau und de kleinen Baugenossenscha en nu ku z s ei end sah
Engel
seine eigen liche Au gabe zunächs da in, das Wesen de Wohnungs age zu cha-
ak e isie en.
Au
die "Deu sche Gemeindezei ung" und ih en üh igen Redak-
eu
He mann
S olp
sich s ü zend aß e
Engel
die P oblema ik wie olg zusam-
men
3l
:
Die e
Lindenlaub: Rich ungskämp e im Ve ein i Sozialpoli ik, Phi . Diss., Wiesbaden
1967.
-
Ma ie-Louise
Plessen:
Die Wi ksamkei des Ve eins i Sozialpoli ik on
1872
bis
1890,
Be lin
1975.
29
E ns
Engel:
Die mode ne Wohnungsno h, in: Zei sch i des königlich p eußischen s a-
is ischen Bu eaus, Bd.
12
(1872),
S.
379-402.
Dann
als e wei e e Sepa a d uck un e dem
Ti el: Die mode ne Wohnungsno h. Signa u , U sachen
und
Abhül e, Leipzig
1873.
Engel
ha e on
1850
bis
1860
die sächsische S a is ik au gebau
und
gelei e
und
sich in D esden
wie dann in Be lin meh ach mi Lohn-
und
Lebenss anda d agen quan i a i auseinande -
gese z ,
u.
a. auch mi Mie e
und
Einkommen. Als Ve asse des be ühm en Engelschen
Gese zes hiel
man
ihn e s ändliche weise i seh kompe en , sich auch diesem F agen-
komplex wissenscha lich zusammen assend zu äuße n.
Vg .
De s.:
De P eis de A bei ,
2.
Au l., Leipzig
1872.
30
De
aus Cobu g s ammende P inz Albe , Gemahl de englischen Königin Vic o ia,
ha e ein nach seinem Plan kons uie es A bei e wohnhaus i ie Familien
au
de e s en
Wel auss ellung
1851
in London au s ellen lassen,
um
zu demons ie en, daß
man
auch bei
ge ingem Kos enau wand eine den gesundhei lichen und wi scha lichen An o de ungen
en sp echende Wohnung e ich en könne. Dieses Mus e haus e eg e wegen de Pe son des
Ini ia o s auch in Deu schland be äch liches Au sehen.
Au
de Pa ise Wel auss ellung
1867
wu den die Wohnungs e o nbes ebungen e schiedene Lände o ges ell , die in
eine besonde en Ab eilung übe Lebens-, E ziehungs-
und
A bei s e häl nisse de a bei-
enden Klassen e einig wu den. Hie wu den e s mals auch in e na ignal die un e schied-
lichen Zielse zungen on A chi ek en, Sozialpoli ike n, Ingenieu en, A z en
und
Volkswi -
en
disku ie .
De
Publizis Julius Fauche , de diese Auss ellung besuch e
und
besch ieb,
eie e dies "als Beginn eines ganz
neuen
Zweiges geis ige Thä igkei im Schooße de eu o-
päischen Kul u wel ".
Vgl.
Julius
Fauche :
Die zehn e G uppe
au
de in e na ionalen Aus-
s ellung in Pa is, in: Vie eljah ssch i i Volkswi hscha und Kul u geschich e 5
(1867),
S.153-181, bes. S.168.
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 23
Die Wohnungsno zeig sich zunächs quan i a i in einem as unun e b oche-
nen
Mangel
an
Wohnungen übe haup , besonde s abe
an
solchen, die
den
indi i-
duellen und wi scha lichen Bedü nissen en sp echen. Sie äuße sich abe auch
quali a i da in, daß die Wohnungen o mals in äumliche , gesundhei liche
und
psychische Beziehung selbs den Minimalan o de ungen nich genügen. Die
Wohnungs age ha abe auch einen sozialen Aspek : Die Wohnungsinhabe kön-
nen
du ch die Willkü ande e aus de Behausung e ieben we den und dadu ch
in ih em E we b, wie auch in ih en amiliä en
und
nachba lichen Beziehungen
emp indlich behinde we den.
Die Ungewißhei des Ve bleibens in de Wohnung läß kein g oßes In e esse
an
eine behaglichen Ein ich ung au kommen. Die Wohnungsinhabe sind o de
Willkü eines Haushe en ode de Rohhei ih e Mi bewohne schu zlos p eisge-
geben. Beim Abschluß wie bei de Au hebung eines Mie e ages sind die Mie e
Übe o eilungen ausgese z . Die willkü liche S eige ung de Mie en on im
Lau e de Zei nich besse , sonde n imme schlech e we denden Wohnungen
ze ü en die Familie
und
de en E we bsmöglichkei en.
Da
sich wegen de o ge-
se z s eigenden Mie p eise imme wenige Haushal e eine aus eichende Woh-
nung (S ube, Kamme
und
Küche) leis en können, we den sie zu Au nahme
emde Un e mie e und Schla gänge gezwungen, was
au
die si lichen
Zus ände e hee end wi k . Das enge Zusammend ängen on Familien
und
Un-
e mie e n in "Mie hkase nen" geHih de nich
nu
die Gesundhei , sonde n auch
das iedliche Mi einande . Die Bewohne eines solchen Massenmie shauses un-
e de Zuch he scha eines
"Haushe en
"we den
au
Daue
alle wah ha eien
und
si lichen Beziehungen e lie en.
Wie diese Zusammens ellung beleg , lag de Schwe punk diese o ensich lich
nu
an
Be lin o ien ie en Analyse nich so seh
au
dem Wohnungsmangel und
den
quali a i en Mängeln eine Wohnungsauss a ung, sonde n
au
de Abhän-
gigkei des Mie e s om Hauseigen üme , was Engels in Anlehnung
an
ühe e
Hö igkei
au
dem
Lande
einen"
Wohnungi eudalis nus"
nann e. Es ging ihm mi
ande en Wo en wenige
um
die ökonomischen
und
echnischen P obleme als
ielmeh
um
die zwischenmenschlichen Beziehungen, die du ch die asche U ba-
nisie ung une meßlichen Schaden e leiden.
De
Ke n de Wohnungs age wa en
nich
nu
die s eigenden P eise u das
Gu
Wohnung, sonde n auch die neue
Unsiche hei de da in wohnenden Menschen.
An
ande e S elle leg e e noch
nähe
am
Beispiel eines Be line Mie skon ak es die Rech losigkei des Mie e s
da , die
au
de Illusion eines unk ions ähigen eien Konku enzmodells
be uhe
32
• Als sich de Ve ein u Sozialpoli ik spä e mi
dem
Wesen des libe alen
31
E ns
Engel:
Übe
die mode ne Wohnungsno h. In: Ve handlungen de Eisenache
Ve -
sammlung zu Besp echung de socialen F age am
6.
und
7.
Ok obe
1872,
Leipzig
1873,
S.
165-177.
Vgl.
He mann S olp: Die Wohnungs age und ih e p ak ische Lösung, in: Be li-
ne S äd isches Jah buch ü Volkswi hscha und S a is ik
Jg.
6
(1870).
32
Engel: Wohnungsno h (s. Anm.
16)
S.
95-102 (Kapi el "Be line Mie hs-Kon ak als
Beweiss ück des Wohnungs eudalismus und de Mie hs-Ty annei'').
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30
Hans
J.
Teu ebe g
Deu schland
au
das Wohnungsp oblem zu lenken
und
eine Diskussion übe die
zu e g ei enden gese zlichen Maßnahmen anzu egen.
In
einem glänzend du ch-
dach en länge en G undsa z e e a aß e
Miquel
nich
nu
die eingegangenen
Be unde zusammen, sonde n leg e auch die Maßnahmen eine umg ei enden
kün igen Wohnungs e o m
au
den e schiedenen Gebie en
da ,
die in einem zu
e abschiedenden
"Reichswohnungsgese z"
gip eln soll en.
In
de sechss ündigen
Deba e, die on d ei Sch i üh e n s enog aphisch es gehal en wu de und an
de sich un e ande em
Gus a
Schmolle ,
En in
Nasse,
Gus a
Schönbe gund
Ka !
Flesch
be eilig en, schäl en sich olgende meh hei lich e e ene Ansich en dazu
he aus:
Die Exis enz eine s ändigen,
meh
ode wenige g oßen Wohnungsno bei den
einkommensschwäche en g oßs äd ischen Be ölke ungsschich en, he o ge u-
en du ch den Mangel an Kleinwohnungen und ela i hohe Mie p eise sowie den
dadu ch beding en Rückg i
au
schlech e e Wohnungen
und
die da on e -
u sach en Übe üllungen
und
unhygienischen Zus ände, wu de on keinem de
Anwesenden bes i en
und
übe wiegend als ein Ve sagen de bishe igen p i a en
Wohnungswi scha wie s aa lichen Sozialpoli ik hinges ell . Die Wohnungs age
e schien als
"g öß e
Scha ensei e
de
mode nen
Zei "
und
Ke n de Sozialen F age.
Die en scheidende U sache e blick e
man
in de Ta sache, daß de Bau on
neuen Wohnungen nich de Nach age o auseile, sonde n e s du ch einen
be ei s einge e enen Mangel bewi k we de, de die Mie p eise nach oben eibe.
Eine solche ela i gleicha ige Wohnungsno wa übe all in den G oßs äd en zu
beobach en, in denen die Be ölke ungszahl sich schnelle als die o handenen
bewohn en G unds ücke e meh e. Die s eigenden G unds ücksp eise in den
Ballungs äumen ließen do die Bebauungsdich e in Fo m höhe e Geschoßzah-
len und Hin e hauswohnungen
bzw.
die Belegungsdich e und Zahl de Un e mie-
e in die Höhe schnellen.
Konsens bes and e ne da in, daß ein wei e e Ke n de Wohnungs age in de
schlech en Wohnquali ä zu suchen sei,
d.
h.
in zu nied igen, schlech belü e en
und
euch kal en Räumen, in dem Mangel
an
Abo en, Wasse anschlüssen
und
zu
ge ingen Ho äumen,
an
aus eichende Heizung und Beleuch ung, abe ebenso
seh in de ehlenden Reinlichkei
und
O dnungsliebe de Bewohne , die häu ig
an
übe hol en ländlichen Lebensweisen noch es hiel en.
Als obe s es Ziel alle Re o mmaßnahmen wu de die Belebung de Bau ä ig-
kei bezeichne , insbesonde s die s aa lich-kommunale Fö de ung gemeinnü zi-
ge Baugesellscha en
und
Baugenossenscha en. Diese allein seien in de Lage,
den wenige kapi al en ie lichen Kleinwohnungsbau zu s imulie en
49
.
Den
p i a-
49
Schmolle plädie e als einzige ü die Ein ich ung "humani ä gelei e e Ak iengesell-
scha en"
zum
Bau on Kleinwohnungen nach dem Vo bild de englischen "Bene i Build-
ing Socie ies", wobei Damen de besse en Gesellscha (Ladies pa onesses) die Mie en
e heben und ehemalige e läßliche Un e o izie e die Häuse e wal en soll en,
um
die e -
gi e e A mosphä e zwischen kleinen übe schulde en Bauspekulan en und den on ihnen
ausgebeu e en Mie e n zu e besse n. E muß e sich abe as übe eins immend on den
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m
31
en Un e nehme n wu de ein gewisses Lob zu eil, weil sie beim Bau billige
und
quali a i gu ausges a e e A bei e wohnungen, die das in es ie e Kapi al nu
mäßig e zins en, mi gu em Beispiel o angesch i en seien, doch ande e sei s
auch k i isie , weil sie ge ade in den g oßs äd ischen Ballungs äumen hie noch so
gu wie nich s ge an hä en.
Das Reich, die Bundess aa en
und
Gemeinden wu den au ge o de , du ch den
Bau on billigen Diens wohnungen
Hi
ih e Beschä ig en den Ausbau de s äd i-
schen Nah e keh smi el (die ein Wohnen an de S ad pe iphe ie e leich e en)
sowie du ch S aßenbau
und
Kanalisa ion die WohnungsHi so ge zu e s ä ken.
Einhellige K i ik and das gel ende S eue sys em, weil es die Fö de ung des
sozialen Wohnungsbaus behinde e. So wu de da au hingewiesen, daß die S a-
ßen-
und
Kanalisa ionsbei äge de Anliege in den O ss a u en p eußische
S äd e sei
1875
nach de F on länge de Gebäude
und
nich nach de G und-
s ücks läche ode dem umbau en Raum e hoben wu den, wodu ch de ged äng e
Massenmie sbau ungewoll be ö de wo den sei. Die kleinen, nied igen Wohnge-
bäude ode Hin e ho bebauung seien dahe s eue lich iel schlech e ges ell .
Auch die schema ische Fes legung de S aßenb ei en (die sich
au
die Geschoß-
zahl auswi k e)
und
die ech liche Behandlung de S ad e wei e ungen
bzw.
E schließung on
neuen
Baugebie en emp and
man
als s a k e isionsbedü ig.
Eine gene elle En las ung des Haus-
und
G undbesi zes bei de Gebäude-
s eue
und
den Kommunalabgaben, wie sie ein Vo s andsmi glied des Zen al e -
bandes de Haus-
und
G undbesi ze e eine o b ach e, and keine Zus immung,
besonde s nich bei Geheim a Thiel, dem Ve e e des Reichsam es des Inne n.
Man heg e Zwei el, daß eine solche S eue senkung die behaup e e Mie höhen e-
duk ion he bei üh en wü de.
Da übe hinaus wu den gese zliche
und
adminis a i e Maßnahmen ge o de ,
um
Mindes an o de ungen
an
Wohngebäude
und
Wohnungen in hygienisch-si -
liche Hinsich , Vo sch i en übe die Benu zung on Wohnungen es zulegen.
Eine wesen liche Maßnahme e blick e
man
schließlich auch in eine du chg ei-
enden Ände ung des bes ehenden Mie ech s, das nach Ansich des Ve eins dem
Mie e zu wenig Schu z bo .
Au
die englische Wohnungs e o me in Oc a ia Hili
sich be u end wu de eine Ände ung de Mie zahlungsweise on pos nume ando
zu p aenume ando e lang ,
um
das leidige P oblem de Mie schulden
und
P än-
dungen he abzumilde n
5o
•
In
einem spä e iel zi ie en "Mahn u
in
de Wohnungs age" mach e
1887
Gus a Schmolle das Anliegen des "Ve eins
ü
Socialpoli ik" eine g öße en
Ö en lichkei noch einmal schlagwo a ig ohne wissenscha liches Beiwe k deu -
üb igen Diskussions edne n sagen lassen, daß solche un ealis ischen Kons uk ionen kaum
Kapi algebe inden
und
die Mie en nich senken wü den.
50
Vgl.
Oc a ia
Hili:
Aus de Londoile A menp lege (Hauses
o he
London Paa ) Wies-
baden
1878.
-
Zum
P oblem des Mie e ages äuße e sich besonde s aus üh lich de
F ank u e S ad a Ka l Flesch, de on Haus aus Ju is
wa .
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32
Hans J. Teu ebe g
lieh: His o isch geschick ausholend s ell e e die allmähliche komplizie e En -
wicklung de häuslichen Ein ich ung zusammen mi de He anbildung de Fami-
lie
als ein G admesse alle Kul u en wicklung hin und mal e aus Be ich en de
Be line S ad nission zi ie end mi k ä igen S ichen ein Bild de gegenwä igen
Wohnungsno in Be lin. Es kam ihm hie wenige
au
eine di e enzie e wissen-
scha liche Analyse als ielmeh
au
"sozialpoli ische Agi a ion" an, die e als
Zweck des Ve eins bezeichne ha e.
Man
woll e ein S oß upp i die Sozial e-
o m sein
und
da au hinweisen, was im Hin e haus de wilhelminischen Gesell-
scha o sich ging.
Zum
Schluß hieß es bei ihm bezeichnende weise
51
:
"Die besi zenden Klassen müssen aus ih em Schlumme au ge ü el we den, sie müssen
endlich einsehen, daß selbs wenn sie g oße Op e b ingen, dies nu , wie es Chambe lain
unlängs
in
London nann e, eine mäßige, bescheidene Ve siche ungssumme is , mi de sie
sich schü zen gegen die Epidemien und gegen die sozialen Re olu ionen, die kommen müs-
sen, wenn wi nich au hö en, die un e en Klassen in unse en G oßs äd en du ch ih e Woh-
nungs e häl nisse zu Ba ba en, zu hie ischem Dasein he abzud ücken."
In
eine o be ei enden Ausschußsi zung des
"Ve eins
ü Socialpoli ik" im
F ühjah
1899
ha e de damals in F eibu g wi kende, e s
34
Jah e al e Na ional-
ökonom ea l
Johannes
Fuchs
den An ag
au
eine e neu e Be assung mi de Woh-
nungs age ges ell , was o z de ielen ande en ak uellen wi scha s- und sozial-
poli ischen
Themen
au
Zus immung
s ieß52.
Zu
Vo be ei ung de Gu ach en
und
Be ich e sowie de Re e a e i die Gene al e sammlung wu den ihm die
e ah enen Kollegen
Hein ich
Alb ech (Be lin) und
We ne
Somba (B eslau) zu
Sei e ges ell .
Die Kommission se z e sich gene ell
zum
Ziel, die in den le z en Jah zehn en
e eich en p i a en und gese zlichen Fo sch i e zu Ve besse ung des s äd i-
schen Wohnungswesens in Deu schland
und
Ös e eich, abe auch in den wich ig-
s en ande en Kul u na ionen zu dokumen ie en sowie die
1886
begonnene
deu sche Wohnungss a is ik o zusch eiben. Dazu wu de ein aus ih lich geglie-
de es P og amm
an
die zu gewinnenden Re e en en e sand . Es soll en diesmal
nich wie bei de e s en Enque e
1886
die Ve e e einzelne S äd e be ich en,
sonde n sich Expe en insgesam zu bes imm en Aspek en de Wohnungs age
äuße n, wo i den Usancen des Ve eins olgend nich nu Uni e si ä sp o esso-
en, sonde n auch ane kann e Ve e e de Wi scha s- und Ve wal ungsp axis
51
Gus a
Schmolle :
Ein
Mahn u
in de Wohnungs age, in: Jah buch ü Gese zgebung,
Ve wal ung und Volkswi scha ,
11,
(1887),
S.
448.
52
De
aus Nü nbe g s ammende Schmolle -Schüle Fuchs wa schon mi
26
Jah en zum
P o esso an de Uni e si ä S aßbu g e nann wo den, ehe e
1891
an die Uni e si ä F ei-
bu g
i.
B .
und
1908
dann nach Tübingen be u en wu de. E ha e sich mi eine Un e su-
chung übe
den
"Un e gang des Baue ns andes und das Au kommen de Gu she scha -
en"
(1888),
die
au
An egung on Geo g F ied ich Knapp en s anden
wa ,
du ch seine
We ke "Die Handelspoli ik Englands und seine Kolonien in
den
le z en Jah zehn en"
(1893),
"Die Epochen de deu schen Ag a geschich e"
(1898)
sowie seine ,Yolkswi scha s-
leh e"
(1901)
einen Namen als Angehö ige de jünge en Geleh engene a ion gemach .
Du ch die Beau agung mi de Vo be ei ung diese Tagung wu de e bald zu einem de
bekann es en Expe en de Wohnungswi scha in Deu schland, so daß ihm zahl eiche
Handbucha ikel spä e an e au wu den.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 33
ausgewähl wu den. Auch ho e man, die Wohnungs age insgesam und nich
nu
P obleme de un e en Einkommensschich en zu e assen.
Die Kommission wa e ne de Ansich , de Schwe punk soll e je z nich
meh
bei de Besch eibung on Wohnungszus änden, sonde n bei den woh-
nungspoli ischen F agen liegen. Die einzu o de nden Un e suchungen ha en o
allem zwei Themenkomplexe einhei lich zu behandeln:
1.
Welche s aa lichen Maßnahmen können zu Ve besse ung de gesam en Woh-
nungs e häl nisse dienen?
2.
Welche Maßnahmen können den Bau gesunde und billige Kleinwohnungen
ö de n?
Die He ausgabe de Bände wa mi auße o den lichen Schwie igkei en e bun-
den, weil einige de Re e en en eine Absage e eil en und nahezu alle Be äge un-
gleichmäßig und e spä e ein a en, so daß zue s eingesand e Be ich e noch ein-
mal e gänz we den muß en, was den D uck e heblich behinde e
53
.
De
Ene gie
on Fuchs und de Mi hil e des ös e eichischen Ökonomen
Eugen
on
Philippo-
ieh
(Wien) wa es zu danken, daß dennoch ech zei ig ie Ma e ialienbände mi
zusammen as 1400 Sei en o de Gene al e sammlung in München im Sep em-
be
1901
publizie we den konn en
54
.
De
Ve ein ü Socialpoli ik ha e dami eine
A Handbuch zu Wohnungs age im in e na ionalen Maßs ab gescha en, ü
das es auch im Ausland noch keine Pa allele gab.
Bei den Un e suchungen ging es zunächs
um
Analysen de s äd ischen G und-
en e und de Bodenbesi z e häl nisse, de Baukos en und de Wohnungss a i-
s ik.
De
Haup eil beschä ig e sich dann wie o gesehen mi den gese zlichen
und baupolizeilichen Maß egeln zu Ve besse ung de g oßs äd ischen Woh-
nungs e häl nisse, insbesonde e mi de o handenen behö dlichen Woh-
nungsinspek ion und Sanie ung ungesunde Wohngebie e, den S ad e wei e-
ungsplänen und ih e a sächlichen Du ch üh ung, den Bauo dnungen und dem
Mie ech , zule z auch mi dem Ein luß de Baukos en
au
die Mie höhe.
Zum
Ve gleich wu den die P obleme de Wohnungs age und ih e Bekämp ung in
Ös e eich (besonde s aus üh lich), de Schweiz, England, Belgien und
F ank eich, abe auch in den USA und Rußland sowie in den skandina ischen
S aa en geschilde . Ein eben alls o gesehene Be ich übe I alien muß e man-
gels eines geeigne en Bea bei e s en allen, was abe als keine Lücke emp unden
wu de, da do die Wohnungspoli ik noch so gu wie ga nich en wickel sei.
In
de nach olgenden Gene al e sammlung des Ve eins in München
am
23. Sep embe
1901
un e dem Vo si z des do ansässigen Leh s uhlinhabe sLl{jo
B en ano
behandel e ea l
Johannes
Fuchs
einlei end die Wohnungs age on allen
53
So blieb das zugesag e Re e a on We ne Somba aus, und ans elle des e k ank-
en S äd es a is ike s
M.
Nee e (B eslau) a de spä e
als
sozialdemok a ische Kommu-
nalpoli ike bekann gewo dene Hugo Lindemann (Pseudonym
C.
Hugo) aus Dege loch
bei S u ga , de dem Ve ein eine e ige Wohnungss a is ik anbo .
54
Ve ein
il Socialpoli ik (Hg.): Neue Un e suchungen übe die Wohnungs age in
Deu schland
und
im Ausland, in: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik 94-97, Leipzig
1901.
3 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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34
Hans
J.
Teu ebe g
Sei en, wäh end seine beiden Ko e e en en
Eugen
on
Philippo ich
meh
die
heo e ische
und
de Düsseldo e Landes a Max
B and s,
de
ü Adolph
Wagne
eingesp ungen
wa ,
o allem die
meh
p ak ischen Sei en des P oblems beleuch-
e en
55
.
Fuchs s ell e zunächs es , daß
man
im Gegensa z zu
1886
eine Wohnungsno
nich e s beweisen müsse, sonde n daß de en Exis enz mi Ausnahme de Haus-
und G undbesi ze e eine on niemand
meh
bes i en we de. Zugleich müsse
man
abe bekümme e kennen, daß
man
in Deu schland noch nich seh iel wei-
e gekommen sei. Die meis en Vo schläge ü eine Re o m seien Papie geblie-
ben. Wie die au ge üh en in e na ionalen Übe sich en beleg en, gab es Lände
wie Rußland, F ank eich
und
Ös e eich-Unga n, in denen die Wohnungs age
noch
so
gu wie ga nich angepack wo den sei,
und
solche, die hie eine k ä ige
Ak i i ä en al e ha en, wie England, die USA, Belgien
und
die Schweiz. Das
Deu sche Reich gehö e ebenso wie Skandina ien
zujenen
Lände n, die hie in de
Mi e s ünden.
De
F eibu ge Ökonom un e schied e ne eine "allgemeine" Wohnungs age,
bei de die Mie en in olge de s eigenden s äd ischen Bodenwe e schnelle wach-
sen wie die Einkommen
und
die sozialen Un e schich en nach
demSchwabeschen
Gese z
meh
als die obe en Einkommensklassen be üh wü den, on eine
"besonde en" Wohnungs age, die den Mangel
an
Kleinwohnungen
und
de en
quali a i e Mangelha igkei be e e. Wäh end die allgemeine Wohnungs age
eine ein s äd ische Angelegenhei sei, e s ecke sich die besonde e Wohnungs-
age auch
au
die ländlichen "a bei enden Klassen". Deu schland we de o allem
abe on dem zue s genann en gene ellen Wohnungsp oblem be o en; die
A bei e wohnungs age sei ein, wenn auch ein wich ige , Bes and eil da on.
Wenngleich
Fuchs
alle wohnungspoli ischen Elemen e noch einmal so g al ig
in ih e bishe igen Wi ksamkei beleuch e e
und
in diese Weise on seinem
Nach edne B and s aus de kommunalpoli ischen P axis eine e gänzende Un e -
s ü zung e uh , so leg e e doch den Schwe punk deu lich
au
die
meh
heo e i-
schen E ö e ungen übe die Rolle de
s äd ischen
G und en en.
Wah scheinlich
beeind uck du ch die damals schon wei schich ig gewo dene Li e a u de
Boden e o me un e Füh ungAdowh
Damaschkes
wu de die "küns liche" Boden-
spekula ion zum g oßen Teil ü den Mangel an Kleinwohnungen, das S eigen de
Mie p eise
und
den Mie skase nenbau e an wo lich gemach . Zwa könne
man
das hohe E agenhaus im S ad inne en nich en beh en,
und
P i a eigen um sowie
Bodenspekula ion seien nich allein
an
de Wohnungs age schuld, doch müsse
man
den Haup schlüssel de Wohnungsmise e doch da in suchen, daß beim Mas-
senmie bau den G undbesi ze n die Möglichkei e ö ne we de, ih e Ve schul-
dung
au
die Mie e in Fo m on
hohen
Mie en abzuwälzen.
Im
Gegensa z
zum
Lande wachse mi s eigende Ve schuldung dann de Bodenwe . Das Deu sche
55
Ve handlungen des Ve eins ü Socialpoli ik
übe
die Wohnungs age
und
Handelspoli-
ik, in: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik 98, Leipzig
1902,
S.I-118.
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m
35
Reich wu de,
au
Rudo/ph Ebe s ad s Fo schungen sich be u end, als das Land
mi
dem
höchs en Realk edi bzw. de o gesch i ens en Kapi alisie ung
on
G und
und
Boden bezeichne .
Ko e e en
Eugen
on
Philippo ich
nahm, o allem
an
Be echnungen de Wie-
ne
Spa kasse sich o ien ie end, anschließend genau die en gegengese z e Posi-
ion ein.
De
Gedanke, daß
dem
P i a eigen um
an
G und
und
Boden in
den
S äd-
en
eine Monopols eIlung
zukomme
und
dies die eigen liche U sache alle Woh-
nungs eue ung sei, wie dies auch so bedeu ende Expe en wie Ado/ph
-Wagne
und
F anz
Adickes e e en ha en, wu den
on
ihm undweg e wo en
56
. Dagegen
wu de die These ges ell , daß nich de Bodenwe den Mie zins bes imme, son-
de n ge ade umgekeh de Mie we den Bodenwe .
De
Boden e hal e nämlich
seinen We du ch die
A
de Ve bauung, was als ein Ak de Kapi al e we ung
anzusehen sei.
De
Bauun e nehme bzw. Kapi algebe wü de
on
dem
zu
zah-
lenden Baus ellenp eis wie auch
dem
zu
e wa enden Mie en-bzw. Haus e kau s-
gewinn in seinen Rendi ee wa ungen de e minie . Die Mie en wü den abe
du ch die gegebenen Einkommens e häl nisse wie du ch Lebensgewohnhei en
bes imm . Die du ch gegebene Ums ände e zwungene Be ei scha
on
Mie e n,
hohe
Mie en e en uell
zu
zahlen, bilde e s die G undlage ü eine Bodenspekula-
ion, so daß
man
sagen könne, de Bodenp eis sei eine Funk ion de Mie en
und
nich umgekeh . Es
komme
auch nich
au
eine Un e suchung an, wie sich übe -
haup
G und en en
bilde en, sonde n welche Ve ände ungen
an
einem his o isch
be ei s gebilde en Bodenwe
on
einem
bes imm en Zei punk
an
o sich gin-
gen. Wenn alles Land, wie
z.
B.
in
s äd ischen Ci ies, be ei s e bau sei
und
hie
die g öß e We s eige ung s a inde, so könne die U sache nich
au
die Bodenbe-
si ze , sonde n
nu
au
die Mie e zu ückge üh we den, die im We bewe b
um
einen
güns igen Pla z im S ad zen um die Mie en nach
oben
s eige en.
Philippo ich
sah die Rolle de Bodenspekula ion da in, daß sie nich den Boden-
p eis nach oben ieb, sonde n einen a sächlich schon o handenen Boden-
we an izipie e. Die Quelle alles s eigenden Bodenwe s lag abe
im
Zen um
de
S ad , die sich
dann
auch
au
die billigen
Außenböden
an de Pe iphe ie aus-
wi k e.
De
Redne mein e e ne , daß die Be ei s ellung on billigen Böden allein
nich genüge, es müsse auch en sp echend billig gebau we den. Die Baukos en
seien allein abe
au
die Raumeinhei be echne in
den
le z en
15
Jah en
um
38
.
H. ges iegen
und
müß en
sich en sp echend
au
die Mie höhe ausgewi k
haben. Bei
den
o gese z en s eigenden Baukos en wü den na ü lich die Al bau-
besi ze einen un e dien en Gewinn eins eichen, da sie
zu
diesem Bodenwe zu-
56
F anz
Adickes:
A .
"Zusammenlegung s äd ische G unds ücke und Zonenen eig-
nung",
in:
Handwö e buch de S aa swissenscha en
3.
Au l.,
Bd.
8,
Jena
1911.
-Adolph
Wagne :
A . "G undbesi z (Boden ech so dnung)",
in:
Handwö e buch de
S aa swissen-
scha en,
3.
Au l.,
Bd.
5,
Jena
1910.
-
De s.:
Die
Abscha ung
des
p i a en G undeigen ums,
Leipzig
1870.
-
De s.:
Wohnungsno h und s äd ische Boden agen,
Be lin
1901
(=Sociale
S ei agen
H.
11).
3"
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36
Hans J. Teu ebe g
wachs nich s bei agen können.
Au
de ande en Sei e en s ehe in
den
neu
e ich-
e en Häuse n ihnen abe eine ge äh liche Konku enz, da sie selbs bei wenige
Kom o
den
Mie zins nich in gleiche Höhe s eige n könn en.
De
ös e eichische Geleh e schloß seine Be ach ungen mi
dem
Hinweis, daß
Bodenwe s eige ungen an de Pe iphe ie
au
die Daue den Neubau nich
behinde n wü den
und
eine He abse zung des do igen Bodenwe s du ch
den
Gese zgebe keine wesen liche E leich e ung b ingen wü de, da
e
das Anwach-
sen de Bodenwe e im S ad zen um nich hinde n könne. Das Ans eigen de
Mie en im Zen um, was o allem mi de do igen Zusammenballung de
Gewe be- und Diens leis ungsbe iebe zusammenhänge, wie auch de do igen
Bodenwe e sei nich au zuhal en.
In
de nach olgenden Deba e p all en in de heo e ischen Beg ündung
de Wohnungsma ks eue ung
und
des Wohnungsmangels die konku ie enden
Ansich en de damaligen Na ionalökonomie so scha wie nie zu o au einande :
Eine sei s die
meh
sozialpoli isch engagie e Rich ung, allgemein e e en du ch
Gus a
Schmolle ,
Ado/ph
Wagne
und
Lujo B en ano
und
in de Diskussion o
allem du ch Rudo/ph
Ebe s ad ,
Ca l
Johannes
Fuchs,
Ka l
on
Mangold
und
Max
Hi sch,
ande e sei s das
meh
ma k wi scha lich o ien ie e Lage , ep äsen ie
o allem du ch
Eugen
on
Philippo ich
und And eas
Voig
als anwesenden
Haup exponen en, dann abe auch spä e du ch Adol
Webe ,
Ludwig
Pohle
und
Gus a
Seib
57.
57
Nich alle de au gezähl en Ökonomen
nahmen
an
diese Si zung des Ve eins ü
Socialpoli ik eil, doch lassen ih e e wa in diesem Zei aum e ö en lich en Monog aphien
eindeu ig solche Zuo dnung e kennen.
Vgl.
zusä zlich zu den be ei s ühe genann en
Sch i en on Schmolle
und
Wagne e ne
Lujo
B en ano:
Wohnungs-Zus ände
und
Woh-
nungs-Re o m,
München
1904.
-
De s.:
die A bei e wohnungs agen in den S äd en mi
besonde e Be ücksich igung Münchens,
München
1909.
-Rudol
Ebe s ad :
Be line
Communal e o m, in: P eußische Jah büche
Jg.
1892.
-
De s.:
S äd ische Boden agen,
Be lin
1894.
-
De s.:
Rheinische Wohn e häl nisse in ih e Bedeu ung ü das Wohnungs-
wesen in Deu schland, Jena
1903.
-
De s.:
Die Spekula ion im neuzei lichen S äd ebau,
Jena
1907.
-
De s.:
Neue S udien übe S äd ebau
und
Wohnungswesen, Jena
1912.
-
De s.:
Zu
P eisbildung de Bodenwe e, in: Be ich übe den VI. In e na ionalen Wohnungskon-
g ess in Düsseldo om 15.-16. Juni
1902
Be lin
1902,
S.
70-92. -
Ca l
Johannes
Fuchs:
Die
AbhänEigkei de Wohnungsmie en on Bodenp eis
und
Baukos en, in: Ebd.,
S.
603--{j25.-
De s.:
Ube
s äd ische Boden en e
und
Bodenspekula ion, in: A chi ü Sozialwissenscha
und
Sozialpoli ik 22/23
(1906),
S.
631--{j63
und
S.
712-747. Wiede abged uck in:
De s.:
Zu
Wohnungs age. Vo äge
und
Au sä ze, Leipzig
1904.
-
De s.:
Die Spekula ion im mode -
nen
S äd ebau, in: Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung
und
Volkswi scha
31
(1907),
S.1339-1367. -And eas
Voig :
Die Bodenbesi z e häl nisse, das Bau-
und
Wohnungswesen
in Be lin
und
seinen Vo o en, in: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik 94, Leipzig
1901,
S.149-260. -
De s.:
De
Ein luß de Baukos en
au
die Mie p eise, in: Ebenda 95, Leipzig
1901,
S.
397
.
-
De s.
und Paul
Geldne :
Kleinhaus
und
Mie skase ne. Eine Un e suchung
de In ensi ä de Bebauung om wi scha lichen
und
hygienischen S andpunk e, Be lin
1905.
-
De s.:
De
S ei
um
Kleinhaus
und
Mie skase ne, D esden
1907.
-
Eugen
on
Philip-
po ich:
Co e e a , in: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik 98, Leipzig
1902,
S.
43-56. -
Paul
Schwa z:
Die En wicklung de s äd ischen G und en e
in
Wien, in: Ebenda, Bd.94
(1901),
S.
93-148. -Adol Webe : Boden en e
und
Bodenspekula ion in de mode nen S ad ,
Leipzig
1904.
-
De s.:
De
gegenwä ige S and de Boden-
und
Wohnungs age, in: Zei -
sch i ü Poli ik3
(1910)
S.
384-396. -
De s.:
Bei äge zu F age de Bodenspekula ion
und
ih e Gewinne, in: Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung
und
Volkswi scha ,
31
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m
37
Die zue s genann en Ve e e de soziale hischen Rich ung Uhl en sich
du chweg als p inzipielle Gegne de Mie skase ne, die gleichsam als böse Ve kö -
pe ung de ganzen Wohnungs age angesehen wu de.
Zu
ih em schä s en li e a-
ischen Wide sache ha e sich de aus eine angesehenen jüdischen Familie in
F ank u
a.
M. s ammende
und
dann bei
Gus a
Schmolle in Be lin habili ie ende
junge P i a dozen Rudolph Ebe s ad en wickel . Ha en bis
zum
Beginn de
neunzige Jah e Gegne wie Be U wo e des Massenmie hausbaus noch das
Axiom akzep ie , die na u gemäß wachsenden s äd ischen Bodenp eise wie auch
die knappe we denden Bauplä ze wü den
au
die Daue eine zunehmende Bau-
e dich ung in Fo m de höhe we denden E agenhäuse e zwingen, weshalb am
Sys em des kün igen S äd ebaues le z lich nich iel zu ände n sei, so s ell e
Ebe -
s ad in eine
1892
in den
"P eußischen
Jah büche n"
zue s o ge agenen
und
dann in seinem Sammelband "S äd ische
Bode i agen"
1894
au genommenen
Abhandlung eine Reihe übe aschende Gegen hesen au :
1.
Ein G undübel de Wohnungs age sind de zu s a e Schema ismus de
Bebauungspläne
und
die ehlenden
und
ungenügenden Bauo dnungen. Sie ha -
en
in Be lin
an
manchen S ellen iel zu b ei e S aßen
und
zu g oße wie auch zu
ie e Baublöcke e zeug .
2.
Diese Uh en no wendige weise zu E ich ung de Mie skase ne.
3.
Jene wiede um wa en die Mu e de Bodenspekula ion, welche ih e sei s
die Bodenp eise nach oben ieb.
4.
Diese e zeug en schließlich hohe Mie s eige ungen, wo aus eine spezi ische
Fo m de Wohnungsno
U
die ä me en Volksschich en esul ie e
58.
Die Mie skase ne wa nach Ebe s ad kein P oduk eine his o isch no wendi-
gen En wicklung, da
man
in einigen ausländischen G oßs äd en e gleichba mi
Be lin beim lachen Ein amilienhausbau geblieben sei. Das Mie skase nensys em
eibe in Wah hei die Bodenp eise
und
dami die Mie en "küns lich" nach oben.
Dies ließe sich auch da an e kennen, daß die
hohen
E agenhäuse zue s in
den
Be line Vo o en gebau wu den, wo
an
sich genug billiges Bauland zu Ve -
Ugung s and. Wenn sie das E gebnis de behaup e en na ü lichen Bodenwe s ei-
ge ung gewesen wä en, hä en sie zue s in de S ad mi e en s ehen müssen.
(1907),
S.1833-1836. -
De s.:
Boden
und
Wohnung, Leipzig
1908.
-
De s.:
Die G oßs ad
und
ih e sozialen P obleme, Leipzig
1908
(2.
Au l.,
1918).
-
De s.:
Die Wohnungsp oduk-
ion, in: G und iß de Sozialökonomik, Bd.
6,
2.
Ab !.,
2.
neubea b. Au l., Tübingen
1923,
S.
253-293. -
Ludwig
Pohle:
Die a sächliche En wicklung de Wohnungs e häl nisse in
Deu schland in den le z en Jah zehn en, in: Be ich e übe
den
I.
Allgemeinen deu schen
Wohnungskong eß in F ank u
a.
M., Gö ingen
1905,
S.160--175. -
De s.:
De Kamp
um
die Wohnungs age, in: Zei sch i i Sozialwissenscha 8
(1905),
S.
679-700
und
S.
759-
781.
-
De s.:
Die En wicklung des Ve häl nisses zwischen Einkommen
und
Mie e, in: Zei -
sch i i Sozialwissenscha 9
(1906),
S.
22-47
und
S.
88-196 sowie 550--579. -
De s.:
Die
neue
e
En wicklung de Wohnungs age, 2 Bde., Leipzig
1910.
-
Gus a
Seib :
Kleinhaus
und
Mie skase ne, in: Jah buch i Gese zgebung, Ve wal ung
und
Volkswi scha
29
(1905),
S.
1107-1125.
58
Ebe s ad :
Spekula ion
(s.
Anm. 57),
S.
142
.
-
Voig /Geldne :
Kleinhaus und Mie ska-
se ne
(s.
Anm. 57),
S.
35.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
38
Hans
J.
Teu ebe g
Die mi
dem
Massenmie hausbau einhe gehende Bodenspekula ion wu de
on
ihm
und
diese G uppe de
"Ka hede sozialis en
"als eine quali a i neue
und
behe schende E scheinung
au
den
G unds ücks-
und
Wohnungsmä k en
bezeichne , weil sie eine küns liche Ve knappung des Angebo s
und
dami ebenso
küns liche P eiss eige ungen he o u e
59
.
Zu
de du ch die jeweilige Wohnlage beding e al e "Hauspla z en e" in olge
na ü liche Bodenwe s eige ungen habe sich eine neue unna ü liche "Kase nie-
ungs en e" gesell . Ebe s ad aß e dies mi
den
Wo en zusammen:
,,weil
E agenhäuse gebau we den dü en, we den
die
G unds ücksp eise auch in den
Außenbezi ken
so
hoch, und
weil
die
G unds ücksp eise
so
hoch gewo den sind, muß denn
auch de G und und Boden wei e hin s a k ausgenu z we den,
d.
h.
so
hoch gebau we den,
als
baupolizeilich zulässig
is '<6O.
Das Mie skase nensys em lie e e dami eue e Wohnungen als jede ande e
Bauweise, was
zu
dem
Mo o e kü z wu de: Je
höhe
de Bau, des o
höhe
die
Mie en! Begüns ig du ch die monopola ige S ellung de Bodeneigen üme
und
das gel ende Hypo heka - und K edi sys em, das eine ungedeck e
und
wei ube -
höh e Boden e schuldung in Deu schland im Gegensa z
zu
ande en Lände n
zuließ, wü den die Bodenp eise so in die
Höhe
ge ieben, daß eine spekula i e
Umklamme ung des s äd ischen Pe iphe ie inges s a mde:
De
D uck de
Bodenspekula ion wü de nämlich gene ell on
außen
nach innen
zunehmen
und
p esse die Be ölke ung dami
au
engs en Raum zusammen
61
.
In
den
Münchne Ve handlungen des
Ve eins
i1
Socialpoli ik konzen ie e
sich Ebe s ad als e s e Diskussions edne nach nochmalige allgemeine Skiz-
zie ung seine bekann en Au assung
au
zwei K i ikpunk e bei
Philippo ich:
Wenn diese in Anlehnung on
Ca l
Rodbe us behaup e ha e, de P eis eines
Bodens we de om E ag,
den
man
da aus e wi scha en könne
und
demjeweili-
gen Zins uß ü K edi e bes imm , so
müß e
man
sagen, daß dies
nu
ü ländliche
G unds ücke gel e; das
modeme
s äd ische Wohnungswesen habe dieses Gese z
gänzlich umgewo en - o z s eigendem Zins uß wü den bekann lich die Mie en
und
dami de Bodenwe e höh
62
.
Zum
ande en wu de on
ihm
en schieden in
59
Wö lich
sag e
Ebe s ad :
,Yon
de Be ei s ellung und Au eilung
des
Baulandes
bis
zum
Besi z
de e igen Wohnung is
die
Ges al ung
des
S äd ebaues und de Ve keh de
Bodenwe e de Spekula ion übe agen
wo den."
Ebe s ad :
Spekula ion
(s.
Anm.
57),
S.
1.
60
Ebe s ad :
P eisbildung de Bodenwe e
(s.
Anm.
57),
S.
74
I.
-
Vgl.
Ca l
Johannes
Fuchs:
A .
Wohnungs age und Wohnungswesen.
In:
Handwö e buch de S aa swissen-
scha en,
4.
Au l.,
E g.-Bd.,
Jena
1929,
Sp.1098-1160.
-
De s.:
Boden en e und Bodenspeku-
la ion
(s.
Anm.
57),
S.
736.
61
Rudolph
Ebe s ad :
De deu sche Kapi alma k ,
Leipzig
1901,
S.
264-74. -
De s.:
Wohn-
e häl nisse
(s.
Anm.
57),
S.104-107. -
Ca l
Johannes
Fuchs:
Die Abhängigkei de
Woh-
nungsmie e on Bodenp eis, Baukos en und Bes eue ung,
in:
Soziale P axis,
11
(1902),
Sp.
1142-1143.
-Lujo B en ano b ach e in diesem Zusammenhang den danach ielzi ie en
Ve gleich,
die
mi elal e lichen Fes ungsmauem seien on den "ökonomischen Spekula-
ionsmauem" abgelös wo den.
Vgl.
B en ano:
Wohnungs-Zus ände
(1904),
S.13-14. -
Diese Vo s ellung inde sich auch heu e noch in de ma xis ischen Wohnungsli e a u
wie-
de :
Ho an
Faßbinde :
Be line A bei e ie el180o-1918, Be lin
1975,
S.4-14.
62
Sch i en
des
Ve eins
i
Socialpoli ik
98,
Leipzig
1902,
S.82.
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m
39
Ab ede ges ell , daß die Wohnungs age als eine Baukos en age hinges ell we -
den könne: Das e ige Haus sei nich das Ende, sonde n im Gegen eil de Beginn
de eigen lichen Wohnungsp oblema ik, denn e s nach seine E ich ung begän-
nen
de Häuse handel
und
die Ve suche zu o gese z e Mie s eige ung, wobei es
dann gleichgül ig we de, was das Haus u sp ünglich gekos e habe. Das mode ne
Massenmie shaus sei, was es on ühe en Wohngebäuden im Ke n un e scheide,
o allem eine
es
in
comme cio
-es we de nich gebau ,
um
selbs da in zu woh-
nen, sonde n
um
einen möglichs
hohen
Gewinn da aus zu ziehen
und
es bei
gu e Gelegenhei wiede abzus oßen. Ebe s ad
und
seine Anhänge woll en e -
s ändliche weise die Bodenspekula ion
und
das Mie skase nensys em mi allen
gese zlichen
und
adminis a i en Mi eln bekämp en
und
eine möglichs o ene
und
wei äumige Bebauung, wo nu eben möglich, du chse zen
63
• Diese S and-
punk ha e sich, wie Ebe s ad mi gewissem S olz he o hob, sei
dem
E schei-
nen
seines Buches "S äd ische Boden/ agen" in de wohnungs e o me ischen
Ö en lichkei in Deu schland s a k du chgese z .
Demgegenübe hiel en de aus Wien kommende ös e eichische Geleh e
Eugen
on
Philippo ich
und
de junge F ank u e Ökonom And eas
Voig
sowie
ih e geis igen Mi s ei e nich s on solchen "ag a isch-mi els ands e e ischen
Theo ien'<64
Ebe s ad -Fuchs'sche
P ägung
und
wiesen demgegenübe noch ein-
mal
au
die explosi a ige Be ölke ungs e meh ung
und
das ebenso asche S äd-
ewachs um hin, das die Guns lage bes imm e s äd ische G unds ücke
und
ih e
P eise in e s e Linie habe ans eigen lassen
65
. Das en scheidende Momen ih e
A gumen a ion wa die Höhe des zu e wa enden E ages, wie
z.
B.
die Mie e, de
seine sei s
den
Bodenp eis und seine obe e e eichba e G enze bes imme
66
• Zwa
s eige mi zunehmende Bebauungsin ensi ä de absolu e Bodenp eis, abe aus-
schlaggebend u die Höhe de Mie en seien auch die p opo ional zu Zunahme
de S ockwe ke abnehmenden ela i en Baukos en
67
•
63
Vgl.
auch Rudolph Ebe s ad :
De
En wu eines p eußischen Wohnungsgese zes, in:
A chi ü Sozialwissenscha
und
Sozialpoli ik, N. F.1
(1904),
S.
183-196.
64
Diese spö ische Kennzeichnung s amm bezeichnende weise on einem sozialdemo-
k a ischen Kommunalpoli ike .
Vgl.
Hugo Lindemann: Zu Li e a u übe die Wohnungs-
age, in: A chi ü Sozialwissenscha
und
Sozialpoli ik
25
(1907),
S.
721.
65
Voig /Geldne : Kleinhaus
und
Mie skase ne
(s.
Anm. 57), S.94-128.
66
Voig ha e spä e übe seinen Sa z, de Bodenp eis sei eine Funk ion de Mie en, noch
einen he igen Dispu . Als ihn B en ano in einem Au sa z
in
de Zei sch i "F eis a " (Jg.
6,
H.
44
.
29.
10.
1904)
he ig angeg i en
und
das Gegen eil
an
Münchene G unds ücken
nachzuweisen e such ha e, an wo e e Voig
mi
dem Hinweis, daß
e
gemein habe,
na ü lich ziehe de Mie e ag dem Bodenwe
nu
eine "obe e G enze". Wie sich ein Spe-
kula ionsp eis da un e bewege, sei ü die Wohnungs age ganz gleichgül ig.
Fü
sie sei
nu
de P eis des bau ei en Bodens on Bedeu ung. Es gebe keinen Bodenwe in de S ad , de
sich nich du ch den zu e wa enden Mie e ag ech e igen ließe. Na ü lich gehe gele-
gen lich ein spekula i e Bodenp eis wie
beijedem
Ma k geschehen auch einmal übe die
obe e du ch die Mie en gese z e G enze, doch könne
man
ihn dann nich ealisie en; e alle
dann wiede
un e
diese G enze zu ück. Ebenda
S.
133.
67
Ebenda
S.
139
und
S.
162-175.
Vgl.
Philippo ich: Co e e a (s. Anm.
57)
S.
48.
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46
Hans
J.
Teu ebe g
Adam Smi h als Va e de Na ionalökonomie ha e im el en Kapi el seines
Haup we kes
1776
be ei s im Zusammenhang mi de Boden en e
on
einem
Monopolp eis gesp ochen, da die Kos en des Bodenbesi ze s dazu in keinem
Ve -
häl nis s ünden; diese we de allein dadu ch bes imm , was ein Päch e
da U
zu
zahlen gewill sei. Sein Nach olge Da id
Rica do
wide leg e diese Bodenmono-
pol hese, indem e zeig e, daß de P eis, de
U
ein
au
dem Boden e ziel es P o-
duk
au
dem Ma k e ziel wi d, allein
U
die Boden en e maßgeblich sei. Sei de
Mi e de 1820e Jah e s and nach ihm es : Bei de Bebauung eines Gebie es,
wo
uch ba e Boden eichlich zu Ve ügung s eh , wi d noch keine Ren e gezahl .
Diese en s eh e s , wenn bei s eigende Be ölke ung Böden schlech e e Quali ä
ode schlech e e Lagen bebau we den müssen. Die so en s ehende G und en e
is kein ,ye diens des Bodenbesi ze s", sonde n ein ,;Ve diens de Gesellscha "
und
ih e allgemeinen En wicklung. Die klassische Na ionalökonomie ha im
wesen lichen an diese on
Rica do
o mulie en Theo ie om abnehmenden
Bodene ag es gehal en, wobei die en s ehende Boden e o mbewegung
(J.
Mill,
E.
P.
Thompson,
H.
Spence ,
J.
S .
Mill,
C.
Rodbe us,
K
A nd,
H.
Colins,
A.
Wagne ,
A.
Damaschke) mi ih en Fo de ungen nach Ve s aa lichung des Bodens
bzw.
Bes eue ung de G und en en hie an anknüp e.
In
ein ganz neues Fah wasse ge ie die G und en en heo ie du ch die begin-
nende Ve s äd e ung in de zwei en Häl e des
19.
Jah hunde s. Ha e
man
sich
zu o as nu mi de ländlichen Acke en e beschä ig , so ück e
nun
die s äd-
ische G und en e, genaue gesag die
Bauboden en e,
in den Mi elpunk . Wie
schon ühe wu de ih g undsä zliche Monopolcha ak e mi dem P i a eigen-
um
des Bodens, de Un e meh ba kei , de Unbeweglichkei
und
mangelnden
Fungibili ä beg ünde .
Im
s äd ischen Be eich spiel e na ü lich nich die Quali ä
des Bodens
und
die da aus en sp ingende Di e en ial en e, wohl abe die Lage
de G unds ücke die en scheidende Rolle. Die Bodennach age in den s äd ischen
Zen en,
wo
man
am
bes en wohnen
und
die g öß en Umsä ze ä igen kann, so
sag e man, sind die in den Boden in es ie en Mengen on Kapi al
und
A bei s-
k a sowie Spekula ionen
und
Bodenwe s eige ungen
am
höchs en, abe auch
die Konjunk u schwankungen und das dami e bundene Risiko eine Kapi alan-
lage.
Das Ve diens diese Deba en wa es, daß de Beg i des s äd ischen Boden-
monopols
nun
beg i iich e heblich di e enzie wu de.
De
S ei , ob de Aus-
d uck "Monopol"
au
eine Ve einigung on bes imm en
Gü e n
in eine Hand
besch änk we den müsse (was
beim
Bodenmonopol nich zu ä e) ode auch als
wi scha liche
und
ech liche Übe mach gedeu e we den könne
und
ob eine
solche gelegen lich olkswi scha lich auch on g oßem Nu zen sei
(z.
B.
beim
Münz-, Spi i us-, Pos -
und
Eisenbahnmonopol) wu de schnell als ela i unwich-
ig e kann .
En scheidend blieb die F age, ob die P eisbildung
au
den s äd ischen G und-
s ücksmä k en in eie Konku enz e olge, ob sie in olge eines Bodenmonopols
du ch Spekula ion "küns lich" eingeeng we de ode abe ob du ch die his o ische
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 47
En wicklung de s äd ischen Boden e häl nisse eine na ü liche Einsch änkung
des eien We bewe bs s a inde. Rudol Ebe s ad
und
And eas
Voig
haben in
s a k beach e en Monog aphien nach de Tagung
des"
Ve eins
ü Socia/poli ik"
ih e S andpunk e un e Beziehung on iele lei neuen Quellen noch einmal aus-
üh lich da geleg
und
sind o allem
au
die A gumen e ih e Gegne eingegan-
gen
75
.
De
Na ionalökonomAdol Webe , de o mals ähnlich den Kommunalp ak-
ike n eine e mi elnde S ellung zwischen beiden einnahm, se z e sich wenig spä-
e in seinem Buch"
Übe
Boden en e
und Bodenspekula ion
in
de
mode nen
S ad "
(1904)
noch.einmal zusammen assend mi de ganzen Deba e
um
die Jah hun-
de wende
und
besonde s ih en Haup exponen en k i isch abwägend auseinan-
de .
Hie aus seien einige seine wich igs en Gesich spunk e -gleichsam E gebnis
de Deba e -he o gehoben:
1.
Un e schied
zwischen
ländlichen
und
s äd ischen
G und en en
Wäh end bei de ländlichen Boden en e nach dem Gese z om abnehmenden
E ag bei gleichbleibenden P eisen die P oduk ionskos en e schieden seien,
lei e umgekeh de P o i beim Bauland sich on de Ta sache he , daß die P eise
e schieden seien, wäh end die P oduk ionskos en im wesen lichen dieselben
bleiben.
De
Un e schied wi d da in gesehen, daß das Gebäude als Mi el de
G und en e nich anspo abel is
und
Ände ungen de Ve keh s e bindungen,
Anlage on ö en lichen Ans al en
usw.
die Höhe de s äd ischen Ren en seh iel
meh
als bei den ländlichen beein lussen können. Wäh end
man
au
dem Lande
das in den Boden ges eck e Kapi al
je
nach de Konjunk u lage e ände n kann,
mach de Baug unds ücksbesi ze eine einmalige in die Zukun ge ich e e In e-
s i ion, die wede e minde noch wesen lich e meh we den kann.
Fü
das
"Haus" gib
es
dahe einen wei wenige de inie en Ma k p eis als ü Ge eide.
Dennoch bleib nach Adol
Webe
auch de s äd ische Bodengewinn wie de länd-
liche eine Di e en ial en e im Rica doschen Sinne, wo aus olge, daß die s äd-
ische G und en e nich
au
Daue
au
die P eisbildung einwi ken kann, sonde n
e s du ch das Ren enmi el,
d.
h.
die Mie en. Abe diese Einsich wi d du ch die
Reali ä s a k modi izie . Mi
Philippo ich
übe eins immend nimm e an, daß de
s äd ische G undwe eine sei s du ch die Höhe de E äge eines Gebäudes,
ande e sei s du ch den jeweilig gel enden Zins uß ü Hypo heka k edi e
bes imm we den. Abe hie in wi d nu eine Zwischenan wo gesehen
und
wei e
ge ag , wie sich die Rendi e eines Gebäudes bes immen läß
und
wie hoch die
Quo e des Einkommens is , die ein Mie e ü seine Wohnung ausgeben kann
und
will.
75
Ebe s ad : Spekula ion
(s.
Anm.
59).
-
Voig /Geldne :
Kleinhaus und
Mie skas.~ ne
(1905).
Eine aus üh liche Re e ie ung beide S andpunk e bei
Ca l
Johannes
Fuchs:
Ube
s äd ische Boden en e und Bodenspekula ion, in: A chi ü Sozialwissenscha und Sozial-
poli ik
22
(N.
F.
Bd. 4), Tübingen
1906,
S.631-747.
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48
Hans
J.
Tcu cbc g
2.
Mie e
und
G und en en
Im Gegensa z zu klassischen Na ionalökonomie, die de Meinung
wa ,
die
Mie e wü den einen ela i es s ehenden An eil ih e Einkommen
U
die Mie e
ausgeben, komm Adol Webe zu dem E gebnis, daß die Mie e nich ausschließ-
lich du ch das Einkommen de Haushal e
bzw.
"die P oduk i i ä de lokalen
A bei "
(Hein ich
Die ze!)
bes imm wi d, sonde n auch du ch
-die Lage de A bei ss ä e zu Wohnung
-du ch Scheu o einem Umzug, lokale Gewohnhei en e c.
-du ch soziale P es igeg ünde
(z.
B.
man
will sich du ch die Wohnlage on ande-
en Schich en ode G uppen abheben).
Selbs die un e en Sozialschich en bleiben bei Umzügen inne halb eine S ad im
e häl nismäßig kleinen Umk eis
und
nu zen keineswegs die Chancen des gesam-
en
Wohnungsma k es. Auch die höhe en Einkommensschich en sind hie in de
Bewegungs eihei iel ach gehemm
und
geben,
z.
B.
bei sinkendem lebenss an-
da d, ehe ande en Konsum als die eue e Wohnlage au , die als ein gesellscha li-
ches S a ussymbol gil . Webe olge da aus, daß die Quo e, die an eilig om Ge-
sam einkommen
U
Mie e ausgegeben wi d, seh iel schwankende is als die
klassische G und en en heo ie annahm.
Da
hie U imme nu de Teil des Ein-
kommens e wende wi d, de nach Be iedigung de wich ige angesehenen
Nah ungs-
und
Kleidungsbedü nisse üb ig bleib , is das Ausgabenmaximum
bald e eich , wenn die Nach age das Angebo
au
dem Wohnungsma k e eich .
3.
P obleme
de
Ci ybildung
Wie
man
um
1900
schon längs e kann e, d ängen Gewe be und besonde s
Diens leis ungsbe iebe in das S ad zen um, weil die Lage
U
diese Un e neh-
mungen on en scheidende Bedeu ung sein kann. Die G und en ens eige ung
is hie seh iel be äch liche als in den einen Wohn ie eln, de Bauwe sink
hie im Ve gleich zu den G unds ückskos en.
De
un e dien e Bodenwe zu-
wachs wi d seh iel g öße als in ande en S ad ie eln, abe auch das e ziel e Ein-
kommen p o Flächeneinhei .
Die wachsende Bau e dich ung in den S ad ke nen Uh dazu, daß do wegen
de übe p opo ional s eigenden Mie en imme wenige Leu e wohnen können.
Adolj
Webe
is mi
Philippo ich
de Meinung, daß die Haup quelle de aschen
Bodenwe s eige ungen hie im S ad zen um gesuch we den
muß
und
die
Bodenspekula ion in den Außenbezi ken nu als eine Konsequenz diese P eis-
bewegungen anzusehen is . Alle dings wa en e und iele ande e Wohnungs e o -
me
au
g und de empi ischen Un e suchungen zu de Einsich gelang , daß die
Wohnungsnach age in olge des Schwankens de Be ölke ungszunahme, de
Eheschließungen
und
de Einkommenss eige ungen zei lich wie äumlich als au-
ße o den lich schwankend anzusehen is . Abschließend s ell e AdoljWebe es 76:
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 49
"Es gib kein olkswi scha lich ele an es menschliches Bedü nis, dessen Quan i ä und
Quali ä so schwe o auszuschä zen is , wie das Wohnungsbedü nis de mode nen S ad ."
Die Hassesehe Fo mel, wonach die Zahl de lee s ehenden Wohnungen min-
des ens 3
.
H.
des Wohnungsbes andes agen müssen, e schien ihm als "eine as
unbeg ei liche sozialökonomische Ve i ung."
4.
Angebo on s äd ischem
Bauland
Webe wende sich hie en schieden gegen die damals häu ig zu hö ende
Ansich , die hohe s äd ische G und en e, die hohe Mie en bewi ke, we de du ch
eine küns liche Eindämmung des Angebo s in olge de Bodenspekula ion e -
u sach . And eas
Voig
ha e schon zu o da au hingewiesen, daß de Boden zwa
un e meh ba , abe auch da ü un e zeh ba sei.
De
Boden bedü e dahe im
Gegensa z zu ande en Gü e n keine Rep oduk ion. Die Nich e meh ba kei
des Bodens sei nich mi de Knapphei on Gü e n iden isch, wie
man
auch
am
Beispiel de Lu sehen könne.
In
Wah hei gehe es auch nu
um
die s äd ischen
Baug unds ücke, abe auch diese ließen sich
au
Kos en de ländlichen Umgebung
jede zei p inzipiell e meh en, so daß aus de physischen Un e meh ba kei des
Bodens kein Bodenmonopol abgelei e we den könne.
Im
Ke n d eh e sich alles
um
die nich beliebige Ve meh ba kei bes imm e s äd ische Guns lagen beson-
de s im S ad ke n.
Da
abe nich jede G unds ücks- und Wohnungssuchende
au
eine ganz bes imm e Lage angewiesen sei
und
solche be o zug en S ando e
du ch E agenbau zehn- bis zwanzig ach ih en Raum e g öße n könn en, müsse
selbs hie de Monopolcha ak e eingesch änk we den
77
.
Adol
Wagne
nahm
hie wiede um eine e mi elnde S ellung ein: Ein wi kli-
ches Baubodenmonopol gebe es im Gegensa z zu Ebe s ad s Ansich in de Ta
nu
do , wo ein olls ändige Ausschluß de Konku enz bes ehe. E muß e ei-
lich zugeben, daß hie eine scha e T ennlinie nich zu ziehen sei. Die F age, ob
man
on einem Monopol s äd ische G undbesi ze sp echen könne, konn e e
le z lich wede s ik bejahen wie Ebe s ad , noch s ik e neinen wie
Voig .
E
eil e nach englischem Vo bild die Baug und en e in ie Typen nach O scha en
ein:
-
De
Boden wi übe haup keine Ren e ab, weil eine Fülle on billigem Bau-
land o handen is
und
die Lage keine Rolle spiel (Beispiel Dö e mi wei aus-
einande liegenden Häuse n).
-
De
Boden gib keine Bauboden en e, weil de O e äll
und
Wohnungen
lee s ehen.
76
Ado{
Webe :
Übe Boden en e und Bodenspekula ion in de mode nen S ad , Leipzig
1904,
S.
72.
77
Voig /Geldne :
Kleinhaus und Mie skase ne
(s.
Anm.
57),
S.
173
. Ve gl. als En geg-
nung,
Ebe s ad ,
Spekula ion (s. A un. 59),
S.
21.
4 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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50
Hans
J.
Teu ebe g
-Von au s ebenden S äd en wi d eine "no male" Boden en e e ziel on Null an
de äuße s en Pe iphe ie bis zu Ve zinsung des Kapi als
um
ein Meh aches im
S ad zen um.
-
In
de Ci y schnell expandie ende S äd e en s eh zei weise eine Monopol-
en e ode auch
an
den S ellen, wo g oße Neubau ie el en s ehen. Ein Baubo-
denmonopol könne auch do sich bilden, wo
an
sich genügend Bauland o -
handen is , abe Bauun e nehme ehlen; bes imm e A en on Wohnungen zu
e ich en, obwohl die Nach age besonde s s a k da au ge ich e is .
Ob die du ch Bebauungspläne
und
Bauo dnungen e zwungenen Bau o men
einen Ein luß
au
die Monopolisie ung de Baug unds ücke haben, is schlech
belegba
und
bleib o en.
Da
ge ade in Be lin die Mie skase nen zue s
an
den
S ad ände n en s anden,
muß
nach Adol Webe diese Zusammenhang mi de
Bau o m e nein we den.
De
am S ad and meis ens seh ze spli e e G und-
besi z konn e ein einhei liches küns liches Zu ückhal en on Bauland nich
du ch üh en. Ande s wa es do , wo g oße Te aingesellscha en mi iel
Kapi aleinsa z ope ie en
und
z.
B.
g oße Gu sa eale mi einem Schlag au kau -
en.
Um
die Jah hunde wende wa dami kla , daß es du chaus auch du ch die Pla-
nung au geschlossene Baug unds ücke gab, die lange Jah e aus Spekula ionsg ün-
den zu ückgehal en wu den; doch konn en gewe bsmäßige G unds ücksspe-
kula ionen ni gendwo es ges ell we den, es handel e sich ielmeh s e s
um
bes imm e Einzel älle. Die g oße Ge ah de Bodenspekula ion wu de, And eas
Voig zus immend, da in gesehen, daß de no wendige Besi ze wechsel zu lang-
sam o sich ging
und
die Bebauung sich e zöge e. De schnelle Ausbau on
Nah e keh smi eln wu de on as allen Wohnungs e o me n als eines de wi k-
sams en Mi el angesehen, die G und en e he abzud ücken
und
die Wohnungs-
age zu en schä en. Daß die Anlage on Ve keh slinien abe umgekeh die Bo-
denwe e auch wiede nach oben ieb, wu de alle dings noch zu wenig beach e .
Wenngleich die Spekula ion mi e igem Bauland in de Regel e nein wu de,
so and sie doch nach Ansich manche Wohnungs-
und
Boden e o me ein
um
so
eiche es Be ä igungs eld in dem "bau ei en" Land
(Baue wa ungsland).
Die
Deba e
um
1900
ha abe die F age nich klä en können, was da un e eigen lich
zu e s ehen sei. Ein e s ändnis wu de da in e ziel , daß de subjek i e Ve kau s-
wunsch eines Bodeneigen üme s allein nich genüge, sonde n daß eine quan i a-
i e wie quali a i e Nach age dazu e en müsse,
um
eine solche Spekula ion in
Gang zu se zen. Wenn schon die Wohnungsnach age wegen de ielen Ein luß-
ak o en schwe abzuschä zen sei, so müsse dies noch
meh
ü die Nach age
nach bau ei em Land gel en. Dies hänge dami zusammen, daß
man
ohne eine
konk e e S ad planung nich wisse, in welche Rich ungen eine S ad sich en wik-
keIn wü de. Auch konn e eine Spekula ion ohne die speziellen Au lagen eine
Bauo dnung
und
eines Flächennu zungsplanes nich wissen, welche Gebäude-
und
Wohn ypen
bzw.
Mie en in F age kämen.
De
Beg i de
"Bau ei e
"wu de als
so ela i
und
e ände lich angesehen, daß e als ein ökonomische Be echnungs-
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungs ni el eine Wohnungs e o n
51
ak o ausgeschlossen wu de. Aus de Schwie igkei , den Zei punk eine Bau ei e
o he zubes immen, e gaben sich alle nach olgenden P obleme eine kün igen
Be echnung des E ags
und
Ve kau swe es sowie de dami wiede um zusam-
menhängenden Beleihung
und
Bes eue ung. Viele Re o me a en ü eine
No ellie ung des Hypo hekenbankgese zes ein,
um
die Beleihung on unbebau-
em
Boden kün ig
zu
e bie en.
Die S ad e wal ungen wu den in diesem Zusammenhang k i isie , weil sie
bei de Scha ung on Bauland iel zöge liche als die p i a e Bauspekula ion o -
gingen
und
so das Wohn aumangebo behinde en. Dies wu de im üb igen als
Haup a gumen gegen eine Übe üh ung des Bodens in Gemeindeeigen um e -
wende .
In e essan e weise s ell e
man
auch Ve gleiche zwischen eine Boden-
und
Bö senspekula ion an, wobei ypische Un e schiede es ges ell wu den.
Im
Gegensa z zu We papie en
und
P oduk en is de .Boden nich anspo abel, so
daß bei einem Übe angebo nich
an
ande e Plä ze ausgewichen we den kann.
Auße dem lieg e o en
und
allen bekann -dä, so-daß besse e In o ma ionen wie
an
den Bö sen hie wenig zum T agen kommen. Adol Webe be echne e aus
eine Gegenübe s ellung on eihändigen Ve käu en
und
Zwangs e s eige un-
gen on Häuse n, daß die Ve lus e alle Te aingesellscha en zusammenge ech-
ne
höhe wa en als ih e Gesam gewinne. Als
G und
ü die ielen Subhas a io-
nen
wu de angegeben, daß den G unds ücks-, Häuse -
und
Wohnungsmä k en
ein e läßliches Ba ome e ü Angebo
und
Nach age ehle, übe das die Bö -
sen sons e üg en.
ea l
Ballod kam spä e alle dings zu de gegen eiligen
Ansich , die Te aingesellscha en hä en einen angemessenen no malen Gewinn
e ziel .
Ein wesen liche S ei punk bei de Wohnungs e o mdeba e ha e schließlich
die Rolle de Baukos en gespiel . Als Einwand gegen die Ve e e de Ma k wi -
scha wu de gel end gemach , daß die Baukos en keineswegs im gleichen Tempo
wie de Mie enspiegel ges iegen seien. Du ch
den
echnisch e besse en Haus-
bau (z.
B.
E se zung des Fachwe kbaus du ch den Massi bau) seien sie ela i in
den
le z en
30
Jah en soga gesunken.
And eas
Voig wies
demgegenübe da au hin, die Wohnansp üche seien in die-
sem Zei aum gewal ig ges iegen, insbesonde e
au
sani ä em Gebie , so daß die
Baukos en auch inhal lich mi einande e glichen we den müß en. Auch seine
Gegne gaben zu, daß im Ve gleich zu Gene a ion da o in Deu schland schöne ,
gesünde , bequeme
und
daue ha e gebau we de, was alle dings nich ü alle
Gebäudeka ego ien gel e. Adol
Webe
mach e hie den wich igen Hinweis, daß
man
übe haup nich die nominalen absolu en, sonde n nu ela i e Baukos en
his o isch e gleichen könne. Voig alsche Be echnungen o we end mein e
e ,·
man
könne auch im e s e en Fall keine S eige ung in diese Zei es s ellen. Selbs
wenn die ela i en Baukos en ges iegen wä en, wü de dies
nu
die Haus endi e im
enge en Sinne, nich die eigen liche G und en e be e en. Wenn ein Zusammen-
4'
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52
Hans
J.
Teu ebe g
hang zwischen Baukos en und G und en e bes ünde, dann müß e le z e e allen,
weil das S eigen de ela i en Baukos en die Nach age nach besse en Häuse n
ehe he abse zen wü de.
Webe
woll e sich gegen die Übe schä zung des Ein lus-
ses de Baua ,
d.
h.
de Ausnu zungsmöglichkei des Baubodens
au
die G und-
en e wenden, wenngleich e du chaus sah, daß de Eigen üme eines g oßen E a-
genhauses eine g öße e Boden en e e ziel e als de Besi ze eines Kleinhauses.
Als E gebnis de ganzen Deba e s ell e Ado{ Webe es , seine so g äl ig e glei-
chenden Analysen on Angebo
und
Nach age e geben, daß de heo e ische
Sa z "die s äd ische G und en e is hoch, weil die Mie e hoch is und nich umge-
keh ", on wenigen Ausnahmen als ich ig anzusehen is . Das Angebo sei mi
ande en Wo en egelmäßig nich in de Lage, einen en scheidenden Ein luß
au
die G und en e auszuüben, auch hie sei die Nach age le z lich die den olkswi -
scha lichen P ozeß bewegende K a e8.
Die wissenscha liche Kon o e se übe die Rolle de s äd ischen G und en e
ü die Wohnungs age, bei de noch iele ande e Aspek e disku ie wu den
(z.
B.
un e dien e We zuwachs
und
seine mögliche Sonde bes eue ung, Gewinne
und Ve lus e de g oßen Baugesellscha en, Rolle de Kommunen bei Bodenleihe
und
Bodenkau , Dezen alisie ung de s äd ischen Indus iebe iebe
usw.)
is
auch in den olgenden Jah en bis zum
1.
Wel k ieg nich abgeebb 19•
Gus a
Schmolle
ha die mangelnde Annähe ung de S andpunk e in seinem
"G und iß de allgemeinen Volkswi scha sleh e" spä e dami e klä , daß die
Ve schiedenhei des U eils de einzelnen Na ionalökonomen in diesen F agen
dami e klä we den könne, daß sie on e schiedenen lokalen Beobach ungen
ausgegangen wä en
8o
. Es ehl e mi ande en Wo en an eine um assenden e läß-
lichen S a is ik des Wohnungswesens sowie de Bewegungen an den G und-
s ücksmä k en. Nach
sein <m
Eind uck gab es in de Phase de aschen Ve s äd e-
ung S äd e
und
Gegenden mi s agnie ende ode nu mäßige G und en ens ei-
ge ung ohne g oße Spekula ion, wo de bei Boden e käu en e ziel e Meh we
allein mi den ges iegenen S aßen-
und
Hausbaukos en zusammenhing. Dane-
ben
konn en abe Kommunen beobach e we den, wo ein s a kes Miß e häl nis
on Angebo
und
Nach age eine s a ke Monopol en enbildung
und
küns liche
P eis eibe eien e u sach e. Als his o isch a bei ende Ökonom s ell e e dazu
es , daß es so e was abe wohl imme gegeben habe, "die O ganisa ion des G und-
s ücksma k es, de Baugeschä e, die pe sönliche Quali ä de be eilig en Pe so-
78
Webe ,
Boden en e
(s.
Anm.
76),
S.
124.
79
Neben de schon ühe genann en Li e a u gl.
HugoJolles:
Die allgemeine Monopol-
en e on s äd ischem G undbesi z,
in:
Zei sch i ü
die
gesam e S aa swissenscha
Jg.
62
(1906)
H.
3.
S.
433-451, -
W.
Gmünd:
Boden age und Bodenpoli ik in ih e Bedeu ung
ü
das
Wohnungswesen und
die
Hygiene de S äd e, Be lin
1911.
J.
S übben,
Die Bedeu ung de
Bauo dnungen und Bebauungspläne
ü
das
Wohnungswesen, Gö ingen
1902.
-
Ka l
Bal-
Iod:
Die Te aingesellscha en,
in:
Jah buch
ü
Gese zgebung, Ve wal ung und
Volkswi -
scha
32
(1908),
S.941-956.
80
Gus a
Schmolle :
G und iß de allgemeinen Volkswi scha sleh e,
Bd.
2,
München!
Leipzig
1919,
S.
513.
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 53
nen
kann ganz e schiedene Zus ände
und
P eise e zeugen".
E
blieb bei seine
Meinung, die auch on den meis en Wohnungs e o me n wei e ge eil wu de,
daß S äd e mi kleinen Ein amilienhäuse n
nu
mäßige Bodenwe s eige ungen
und
ge inge Bodenspekula ion zeig en im Gegensa z zu solchen mi g oßen
Mie skase nen. Hie wü den nu hohe Umsa zs eue n
bzw.
Wegs eue ung des un-
e dien en We zuwachses
au
die Monopolg und en e die Spekula ion
und
das
küns liche Zu ückhal en on bau ei em Gelände e schwe en. I gendeine gese z-
mäßige Regelmäßigkei e moch e abe auch e nich in
dem
ganzen Ma k ge-
schehen zu e kennen. And eas
Voig
zus immend mein e
e ,
ge ade die Unbe e-
chenba kei sei hie die Signa u . Es liege wohl im Wesen alle G oßs äd e, daß sie
zu eine gewissen monopola igen G und en enbildung neigen
und
zu eine
Ve -
schlech e ung de S ellung de Mie e üh en, die als de schwäche e Teil om
S aa e geschä z we den müß en. Wäh end die Haus- und G undbesi ze übe
es e O ganisa ionen e üg en, ehle es noch an ebenso schlagk ä igen Mie e -
e einen. Von eine Ve s aa lichung des Bodens hiel Schmolle wenig, weil de en
Auswi kung bei wei em übe schä z wü de. Ohne die "P ämie de s eigenden
G und en e" wä e die asche Ausdehnung
und
de Umbau de S äd e nich mög-
lich gewesen.
Die his o ische Bewe ung de Ak i i ä en des
"Ve eins
ü Socia/poli ik" is
ückschau end nich ein ach: Die hie deba ie ende, ela i bun e Scha on
Volkswi scha le n, Minis e ialbeam en, Ve wal ungsju is en, Seelso ge n, Ve -
bandssyndici, Indus iellen, Baumeis e n
und
Publizis en ha e keine Ba aillone
on Anhänge n hin e sich, und diese ließen sich o übe haup keine bes imm-
en
wi scha s- und gesellscha spoli ischen Rich ung eindeu ig zuo dnen. Die
F on en wa en in dem Meinungss ei dahe nich imme genau zu ma kie en.
Siche is nu , daß die Wohnungs e o m allein om sozial engagie en Bildungs-
bü ge um o wä s ge ieben wu de. Die on de Wohnungsno be o enen
Be ölke ungsmassen in den asch anwachsenden S äd en eagie en, sieh
man
on einigen wenigen Mie e ebellionen bei Zwangsexmi ie ungen und de poli-
zeilichen Räumung eine ohne Genehmigung e ich e en Ba ackensiedlung ü
Obdachlose in Be lin wäh end de sechzige Jah e einmal ab, im ganzen Zei aum
übe haup nich und blieben auch li e a isch s umm. Die zei genössischen Schil-
de ungen de Wohn e häl nisse
und
die übe lie e en Haushal s echnungen las-
sen ehe eine manchmal e sch eckende Gleichgül igkei gegenübe de Wohnum-
gebung e kennen. Die Ausgaben ü Nah ungsmi el, Alkohol
und
Tabak angie -
en übe all bei den A bei e amilien wei o den Wohnungsausgaben.
Die au kommende sozialis ische A bei e bewegung
ha
im Gegensa z zu ih en
kleine en ch is lichen
und
libe alen Flügeln zunächs aus dogma isch-ideologi-
schen G ünden de Wohnungs age bis
1890
li e a isch nu wenig Beach ung
geschenk . So beschä ig e sich in dem
1883
on
Ka !
Kau sky geg ünde en Pa ei-
o gan "Neue Zei "
nu
de en Mi beg ünde
Hein ich
B aun
1886
einmal mi de
Wohnungs age -sein ku ze A ikel behandel e bezeichnende weise die e s e
Gene al e sammlung des
"Ve eins
ü Socia/poli ik" in F ank u
a.
M.8l.
Sein
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54
Hans
J. Teu ebe g
Inhal is unin e essan , da e
nu
die bekann en Ansich en on
F ied ich
Engels
wiede hol e. Auch die nach olgenden Sch i en de Sozialdemok a en MaxSchip-
pel,
Paul
Göh e
und Adol
B aun
olg en diese Linie bloß anklagende Elendsbe-
sch eibungen
82
. In e essan e weise wa en alle d ei aus dem Bü ge lage übe ge-
lau ene In ellek uelle, die sich spä e dem gemäßig en Re isionismus und de
be on en Ak i ie ung on Sozialpoli ik und Gewe kscha sbewegung zuwand-
en
83
. E s un e diesen Ans ößen und nach Beginn eine eigenen sozialdemok a-
ischen Kommunalpoli ik, gewann nach de lah hunde wende die Wohnungs-
age e s mals einen Pla z in de Diskussion de Sozialdemok a ie, wobei
Hugo
Lindemann,
Paul
Hi sch,
Louis
Cohn,
Paul
Kamp meye ,
Richa d
Calwe ,
Ludwig
Sinzheime
und Albe Südekum als Haup exponen en hie sich quali izie en. Sie
b ach en Resolu ionen
au
den Pa ei agen und En schließungen zum p eußi-
schen Wohnungsgese zen wu ein und be ä ig en sich in den Gemeindepa la-
men en sowie de sich en al enden Ga ens ad bewegung.
Eine heo e ische Auseinande se zung mi
F ied ich
Engels
und
Ka l
Ma xens
Ve elendungs heo ie wu de nich ge üh , sonde n man e such e, die Woh-
nungs age nu p ak isch zu übe winden. Hie un e schied
man
sich in den
Lösungs e suchen so gu wie ga nich on den meis en bü ge lichen Re o mbe-
s ebungen. Gemessen
an
de iesigen Fülle bü ge liche Li e a u zu Woh-
nungs age blieb de Bei ag insgesam meh als mage 84. Einen Sch i zu
Lösung de Wohnungs age sah
man
beein luß du ch den englischen
Munizipal-
sozialismus in de S ä kung des sozialis ischen Ein lusses in den Kommunen und
Land agen. Die Wohnungs age wu de dami o allem als eine Mach age au -
ge aß , wobei das p eußische D eiklassenwahl ech und die Vo he scha de
81
Hein ich
B aun:
Zu
Wohnungsno h de a bei enden Klassen, in:
Neue
Zei 4
(1886),
S.
311-319
und
S.
338-347.
82
Max
Schippei:
Das mode ne Elend
und
die mode ne Übe be ölke ung, S u ga
1888.
-Paul
Göh e:
D ei Mona e als Fab ika bei e
und
Handwe ksbu sche, Leipzig
1891.
-Ado/j
B aun:
Be line Wohnungs e häl nisse. Denksch i de Be line A bei e -Sani ä skommis-
sion, Be lin
1893.
83
Max Schippel (1859-1928) a bei e e nach einem olks-
und
s aa swissenscha lichen
S udium als Jou nalis bei e schiedenen sozialdemok a ischen Blä e n.
Ab
1893
wand e
e
sich dem Be ns einsehen Re isionismus zu.
De
aus Sachsen s ammende p o es an ische
Theologe Paul Göh e ha e als 26jäh ige Kandida de Theologie in eine Fab ik aushil s-
weise gea bei e
und
a
dann
dem "E angelisch-Socialen Kong ess" und spä e mi e heb-
lichem P opagandaau wand de Sozialdemok a ie bei. Göh e woll e mi seinen Schilde un-
gen übe die Chemni ze A bei e e häl nisse das Bü ge um bewuß schocken. Die we -
olls e Sch i
zu
Wohnungs age s amm on Adol B aun, einem B ude des ande en So-
zialdemok a en Hein ich B aun. Bei de Un e suchung übe die Be line Gesundhei szu-
s ände ging Adol B aun, de Geschich e
und
Na ionalökonomie s udie
und
dann bei e -
schiedenen Zei ungen gea bei e ha e, auch
au
die U sachen de Wohnungs age ein,
Hi
die
e
die G und en enspekula ion e an wo lich mach e. Seine Sch i is in e essan
wegen ih e de aillie en Besch eibungen de sani ä en Ve häl nisse in den Wohnungen.
84
Wi klich bedeu same Sch i en sind Louis
Cohn:
Die Wohnungs age
und
die Sozialde-
mok a ie. Ein Kapi el sozialdemok a ische Gemeindepoli ik,
München
1900.
-
Hugo
Lin-
demann:
Die deu sche S äd e e wal ung -Ih e Au gaben
au
dem Gebie e de Volkshy-
giene, des S äd ebaus
und
des Wohnungswesens,
2.
Au l., S u ga
1906.
-
Paul
Hi sch
(Hg.):
Sozialdemok a ische Gemeindepoli ik, Be lin
1906.
-
Hugo
Sinzheime :
Die A bei e -
wohnungs age, S u ga
1902.
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U sachen de "Wohnungs age" und S eue ungsmi el eine Wohnungs e o m 55
Hausbesi ze in den S ad e o dne en e sammlungen die haup sächlichen
Feindbilde wa en; ihnen wu de das Haup e schulden
an
den je zigen Zus än-
den zugesch ieben. Als Ausnahme e such e
Hugo
Lindemann, de Wohnungss a-
is ike des"
Ve eins ü
Socia/poli ik': auch die manzpoli ischen Aspek e zu disku-
ie en; die meis en on de damaligen Na ionalökonomie angeschni enen P o-
blemk eise blieben bei de Sozialdemok a ie une ö e . Eigene E hebungen,
z.
B.
übe das ü die A bei e scha ge adezu zen ale Un e mie e -
und
Schla -
gänge wesen, wu den nich e ans al e
85
. Ebenso i i ie end e schein es ück-
blickend, daß nich da übe nachgedach wu de, wie in dem anges eb en soziali-
s ischen Zukun s s aa die Wohnungs age eigen lich gelös we den soll e. Die
wenigen Andeu ungen übe solida ische Wohngemeinscha en ugen ehe üh-
sozialis isch-u opische Züge ode wa en
nu
Anleihen bei de bü ge lichen Eigen-
heimideologie. Die
F eien
Gewe kscha en
beschä ig en sich o
dem
1.
Wel k ieg
nu
mi den Wohn e häl nissen on Handwe ksgesellen
und
dem We kswoh-
nungsbau, wozu einige Enque en e ans al e und Resolu ionen e aß wu -
den
86
.
Seh iel
meh
Wi kung zeig en die Deba en des
"Ve eins
ü Socia/poli ik"
beim
"Deu schen
Ve ein
ü ö en liche
Gesundhei sp lege".
Als Fo se zung de
"Hygienischen Sec ion" des "Kong esses deu sche Na u o sche
und
Ä z e"
und
einzelne p o inzielle
und
ö liche Ve eine wa e im Sep embe
1873
on dem
Be line S ad bau a ames
Hob ech ,
dem
Münchene P o esso
und
Liebig-
Schüle Max Pe enko e sowie ande en bekann en Bü ge meis e n
und
Medizi-
ne n in F ank u
am
Main ins Leben ge u en wu den
und
ha e sich so o auch
mi Bebauungsplänen
und
Bauo dnungen im Hinblick
au
Lu , Lich
und
hygie-
nisch einwand eie Räume sowie sani ä en Auss a ungen beschä ig .
In
zahl ei-
chen Gene al e sammlungen zwischen
1876
und
1914
a en Kommunalpoli ike ,
A chi ek en, Ä z e
und
Ingenieu e mi de aillie en Vo schlägen
au
den
Plan, die
sich nach de lah hunde wende zu einem Re o mp og amm
und
Fo de ungska-
alog e dich e en
86a
• Dabei wu de sich iel ach
au
die Un e suchungen
und
Gu -
ach en
des"
Ve eins
ü Socia/poli ik" be u en. Dies wa wenig e wunde lich, da
die Ve asse hie wie do als Re e en en au a en. Es wu de nich nu eine
,,gesundhei sgemäße Bescha enhei
und
gesundhei sgemäße Benu zung de o -
handenen Wohnungen" ge o de , sonde n auch die No wendigkei be on , kleine
Wohnungen in aus eichende Menge zu bauen, da sons nich e hinde we den
könne, daß gesundhei swid ige Räume zu Wohnzwecken genu z ode gesund-
hei smäßige Wohnungen gesundhei swid ig übe üll wü den
87
.
85
Eine Ausnahme bilde e: Albe Südekum: G oßs äd isches Wohnungselend, Be lin
1908.
86
Richa d Calwe : Das Kos -
und
Logiswesen im Handwe k. E gebnisse eine on de
Kommission
zu
Besei igung des Kos - und Logiswesens im Handwe k e ans al e en E he-
bung, Be lin
1908.
Vgl.
zu diesem Komplex Adelheid on Saldem: Sozialdemok a ische
Kommunalpoli ik in Wilhelminische Zei , in: Ka l Heinz Naßmache (Hg.): Kommunalpo-
li ik und Sozialdemok a ie, Bonn-Bad Godesbe g
1977,
S.
18-62.
860
Vgl.
Vie eljah essch i ü ö en liche Gesundhei sp lege
Jg.
1876
.
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62
Richa d H. Tilly
Die Zei genossen wa en mi dem Funk ionie en diese Mä k e jeden alls
kei-
neswegs zu ieden. Ih e K i ik ich e e sich on allem gegen
die
Un e e so gung
de Minde bemi el en mi p eiswe em Wohn aum
("Kleinwohnungsj age")
sowie
gegen
die
e mein lich da ü e an wo liche Ve knappung und Ve eue-
ung
des
s äd ischen Bodens du ch P i a spekula ion
("Bodenmonopol heo ie"5).
Ungeach e ih e he igen Opposi ion blieb abe
die
s äd ische Wohnungs e so -
gung
bis
1914
im wesen lichen dem Ma k übe lassen, eils wegen de poli ischen
Mach de e ablie en ökonomischen In e essen, eils wegen de im Lau e de Zei
deu lich we denden Ve besse ungen de s äd ischen Wohn e häl nisse selbs ,
schließlich abe auch wegen de Unsiche hei in diesem Be eich beding du ch
die
Un o he sehba kei konjunk u elle Schwankungen,
die
jede Planung mi nich
une heblichen Risiken beha e e. Das Fazi :
T o z
de
s a egischen
Rolle
des
s äd i-
schen
Be ölke ungswachs ums
auj
de
einen
Sei e und
ungeach e
wich ige
s aa liche
und kommunale
In e en ionssch i e
auj
de
ande en
Sei e läß
sich
die
s äd ische
Wohnungs e so gung
bis
1914
wei gehend
als
eine
Reak ion
on
P i a in es o en
auj
Ma k signale
da s ellen.
Dahe schein
es
angeb ach , in den Gewinn-
bzw.
Rendi-
ee wa ungen on In es o en am Immobilienma k einen Schlüssel zu E klä-
ung de s äd ischen Wohnungsbauin es i ion zu suchen. Deshalb beschä ig
sich de e s e
Teil
des
Au sa zes mi de Kons uk ion eines Modells de Rendi-
ee wa ungen on In es o en am Immobilienma k und insbesonde e mi denen
on Hausbesi ze n. In dem da au olgenden
Teil
we den dann
die
hie gewonne-
nen E gebnisse zu E klä ung de Wohnungsbauin es i ionen he angezogen.
I.
Rendi ee wa ungen on Hausbesi zem
1.
Vo s ellung
des
heo e ischen Modells
Kenn nisse übe
die
Rendi ee wa ungen ande e Ma k eilnehme ,
z.
B.
de
G unds ücksgesellscha en ode Bauun e nehme , sind siche lich zum Ve s änd-
nis
des
Funk ionie ens eines Immobilienma k es
wich ig,
abe le z en Endes hän-
gen
die
Rendi ee wa ungen auch diese Ak eu e on den E wa ungen de Haus-
besi ze
bzw.
po en iellen Hausbesi ze
ab
6•
Es
is
also
be ech ig , sich zunächs
mi E wa ungen de zule z genann en G uppen auseinande zuse zen.
4
De
Beg i de "Long Swings" (Lange Zyklen) bilde e den Ausgangspunk de
o.
a.
A bei on Tilly und Wellen eu he , do is auch die dazugehö ige Li e a u angegeben.
5
De
Ve asse geh an ande e S elle
au
diese K i ik ein. Rudol Ebe s ad is ielleich
de bekann es e Ve e e de "Bodenmonopol heo ie";
gl.
Rudo/j
Ebe s ad : Handbuch
des Wohnungswesens und de Wohnungs age,
4.
e w.
Au lage, Jena
1920
( ü eine Samm-
lung seine I üme ). Eine lau ende K i ik
dies~!
K i ik is in de die "Ma k wi scha " e -
eidigenden Wochenzei sch i "De Deu sche Okonomis "
(1883-1913)
zu lesen.
Zu
diese
P oblema ik e gleiche auch die o.
a.
Bei äge on Teu ebe g und Wischennann in diesem
Band.
6 Diese Sa z sp ich die heo e isch ang ei ba e, abe empi isch bes ä ig e Annahme aus,
daß Kau lus und Wohnungsbauin es i ion nich on den Baukos en nega i beein luß
wu den. Alle dings ha de Hypo hekenzinssa z eine solche dämp ende Rolle gespiel .
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses
63
De
G undgedanke is ech ein ach: Die Gewinne wa ungen on Kapi alan-
lege n im Immobilien na k
bauen
au
Gewinn- bzw. Rendi eindika o en de
jüngs en Ve gangenhei au . Was is
abe
in
diesem Ma k die ele an e Rendi e?
Wohl beg ünde schein eine De ini ion de P o i a e bzw.
de
Rendi e eines ypi-
schen Hausbesi ze s
zu
sein, in
de
die Ne omie e äge eine Pe iode plus Di e-
enz zwischen Hausp eis
am
An ang
und
Hausp eis
am
Ende
de Pe iode
au
den
An angsp eis bezogen we den. Ma hema isch e kü z ausged ück e gib das ol-
gende Fo mel:
(1)
R = [M +
(H o-HLI)]/HLI
Legende:
R.
= Rendi e in Pe iode ,
M
= Ne o nie e äge in Pe iode ,
H
o
= Hausp eis am Ende de Pe iode ,
H
LI
= Hausp eis zu Beginn de Pe iode
,
= Pe iode zwischen den Zei punk en o und LI
In
de
sich asch indus ialisie enden
und
u banisie enden deu schen Volkswi -
scha des
19.
Jah hunde s
ha
ein Kapi alanlege on
dem
Kau
eines Hauses e -
mu lich nich
nu
posi i e Mie e äge p o Pe iode, sonde n auch einen We zu-
wachs seine Anlage insgesam e wa e . Leide läß sich diese Ve mu ung abe
nich exak übe p ü en. Selbs Angaben
übe
Mie e äge -die im
19.
Jah hunde
übe
die S eue e aß we den
können
- ließen
nu
spä lich aus
den
his o ischen
Quellen, wäh end ep äsen a i e, gu e gleichba e Angaben
übe
Häuse p eise
so
gu
wie ga nich exis ie en?
Fü
p eußische sowie ü einige ande e deu sche
S äd e
können
zwa Angaben aus
den
Feue e siche ungskassen
zu
Schä zung
de
He s ellungskos en on
Gebäuden
he angezogen we den,
abe
dami wi d
übe
den
Bodenp eis, de
in
G oßs äd en wie Be lin gegen
Ende
des
19.
Jah hun-
de s bis
zu
70
.H.
des Ma k p eises bebau e G unds ücke ausmachen konn e8-
noch nich s ausgesag .
Dahe
s ellen die Feue e siche ungsda en, obwohl
an
und
ü sich nü zlich
und
auch ele an ü die hie ausgewähl e F ages ellung, keine
Lösung unse es P oblems da .
Unse
Ansa z
bau
dahe
au
de
adi ionellen De ini ion des Kapi alwe es
eine Anlage als Quo ien des da aus
zu
e wa enden Einkommens oms eine
Pe iode
und
des ele an en Zinssa zes au .
Au
Häuse p eise bezogen heiß das:
P. Mie einkommen
eIS = Hypo hekenzinssa z
Fü
diese Fo mel sp ich de en Ein achhei
und
die dami zusammenhängende
Ta sache, daß im
19.
Jah hunde Beobach e des s äd ischen Immobilien na k es
da on häu ig Geb auch
mach en
9. Theo e isch wi d
und
wü de dieses Vo gehen
7 Die Be onung gehö
au
das Wo " e gleichba e", denn an Angaben zu Häuse p eisen
ehl e es eigen lich nich .
S Hie zu Angaben bei And eas Voig : Die Bedeu ung de Baukos en ü die Wohnungs-
p eise, in: Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
44,
Leipzig
1901;
siehe auch in de Tabel1e 4
wei e un en (bes. Spal e 8 u.
9).
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64
Richa d H. Tilly
du ch
das
A gumen ges ü z , daß eine sei s de Kapi alwe eine Immobilienan-
lage on de en e wa e en Ne oe ägen abhäng (und nich umgekeh ,
wie
Ve -
e e de "Bodenmonopol heo ie" behaup e en) und ande e sei s, daß de Zins-
sa z sowohl einen Einkommens- ode Ve mögens e ek ha ,
als
auch einen P eis-
e ek au
die
Nach age nach Geld und ande en Anlagen
lO
•
Es
is jeden alls
siche ,
daß bei a ionalen Kapi alanlege n
die
e wa e en Mie einkün e und Zinskos en
eine Anlage wich ige
als
K i e ien ü ih e Kau en scheidungen sein müß en
als
e l. o handene In o ma ionen übe Häuse p eise allein; empi isch wa en
sie
zudem leich e e we ba (weil leich e e gleichba ).
Alle dings wi
die
Anwendung dieses Ansa zes Ope a ionalisie ungsp o-
bleme au ,
die
le z lich nich ganz zu bewäl igen sind. D ei diese P obleme
e -
dienen besonde e E wähnung:
E s ens ich e sich unse In e esse au
das
Ne omie einkommen,
so
daß Mi el
und
Wege
zu Schä zung de lau enden Kos en,
wie
z.
B.
Absch eibungen,
Ins andhal ungskos en und S eue n ge unden we den müssen. Im Folgenden
wi d un e s ell , daß de am Ende des
19.
Jhs. häu ig zi ie e Sa z on
1%
des
Kapi-
alwe es (bzw.l,5% des eue e siche en Gebäudewe es) übe den ganzen Zei -
aum on
1870
bis
1913
gal
ll
.
Zwei ens muß übe den zu e wendenden Zinssa z en schieden we den.
Sowei
die
Da en e lauben, soll e man wah scheinlich eines gewogenen Du ch-
schni de Zinssä ze ü
1.
und
2.
Hypo heken nehmen, da diese zusammen schä -
zungsweise
75
bis
80%
de Finanzie ungslas in diesem Ma k en sp achen
12
. Man
kann dann ü
die
e bleibende Res summe -
im
No mal all
die
Eigenbe eiligung-
en wede diesen gewogenen Sa z ode den Sa z i gendeine ande en
als
Oppo u-
ni ä skos enindika o in F age kommenden Anlagemöglichkei auswählen.
Es
wi d
behaup e , daß Be line Hausbesi ze in de Regel eine noch ge inge e
Eigenbe eiligung au wiesen,
was
die
Rele anz de Hypo hekenzinsen e höhen
könn e.
Es
is in e essan , in diesem Zusammenhang es zus ellen, daß Ve käu e
am Be line Immobilienma k zu An ang des
20.
Jhs.
(1900
-
1913)
o enba on
eine ge inge en Zinsbelas ung und dami on einem ge inge en Oppo uni ä s-
9
Auch
Emmy
Reich:
De
Wohnungsma k in Be lin on 1840-1910,
München
und
Leipzig
1912,
bes.
S.
32-33.
10
Wie
z.
B.
Ebe s ad :
Wohnungswesen (s. Anm. 5), bes.
S.
155
.
11
Hie zu
Voig :
Baukos en (s. Anm. 7),
S.
345;
V.
Ca aus:
Zu
Geschich e
und
Theo ie de
G unds ückk isen
in
deu schen G oßs äd en
mi
besonde e Be ücksich igung on G oß-
Be lin, Jena
1917,
S.
180-181
und
195.
(Ich bin Hans
1.
Teu ebe g ü
den
Hinweis
au
dieses
Buch seh dankba .)
In
Immobilienanzeigen de damaligen Tageszei ungen wi d on einem
Sa z
on
15-25 % de B u o nie e äge gesp ochen (z.
B.
in de [Be line ] ,, ossisehe Zei-
ung" Jg.1909
und
1910).
Im
Deu schen Baukalende s iegen die geschä z en Unkos en bei
Ren abili ä sbe echnungen on ca.
13
au 23 % de B u o nie e äge.
1896
bis 1912-13 (ode
on
1,3
au
2,4 % de un e s ell en kons an en Häuse p eise).
Fü
unse e Be echnung is
abe die Kons an hal ung wich ige als die Höhe.
12
Vgl.
hie zuK
E.
Mößne :
Das deu sche Bodenk edi sys em, in: Deu sche Bodenk edi ,
Hg. on
W.
Kal e am:
Bd.l,
Be lin
1934,
S.
31;
Ca aus (s.
Anm.ll),
S.170; Reich (s. Anm. 8),
S.32 T.
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses 65
kos ensa z ausgegangen sind, indem sie bei Angabe eines "Übe schusses" o en-
sich lich
nu
den
1.
Hypo hekenzins uß zug unde geleg haben. Ande e sei s lieg
de aus diesen P eis-
und
Mie angaben implizie e Kapi alisie ungssa z soga
höhe
(bei 6-7%) 13. Unse Vo gehen kann ielleich als Komp o niß zwischen die-
sen zwei Ex emen ausgeleg we den. Schließlich müssen dann übe die in e ne
Ve zinsung de E äge Übe legungen anges ell we den. Bei eine einpe iodigen
Be ach ung wi d de Ein achhei halbe un e s ell , daß die E äge
am
Schluß de
Pe iode an allen
und
dahe nich in e n e zins we den müssenl4.
D i ens häng die Plausibili ä unse es Ansa zes on den mi ihm e bundenen
Annahmen ab. Wi müssen nämlich un e s ellen, daß Immobilienkäu e und - e -
käu e mi einande
au
de Basis e wa e e
und
oneinande unabhängig de e -
minie e Mie einkommen und Zinssä ze e handeln
und
-leg
man
Mie en
und
Zinsen de lau enden Pe iode zug unde -sich
Mie -
und
Zinssa z e ände ungen
so o
in
e ände e
Häuse p eise wa ungen
du chschlagen können. Ein solches
Ve ah en is nich ohne Risiken,
z.
B.
können Mie en zei weise on Hypo heken-
zinsen abhängen ode umgekeh , ode Mie -
und
Zins e ände ungen können
sich e s übe meh e e Pe ioden
au
die P eisbildung auswi ken
15.
Ku z gesag , de
hie o geschlagene Ansa z is mi einigen Unsiche hei en beha e .
Fü
ihn
sp ich
nu
die Ta sache, daß ohne Inkau nahme solche Unsiche hei en allge-
meine Aussagen übe das Funk ionie en des s äd ischen Immobilienma k es in
Deu schland im Be ach ungszei aum bei de je zigen Quellenlage sons einen
en scheidenden Punk e nachlässigen wü den.
2.
Empi ische Au üllung des Modells
Die olgenden Aus lih ungen bauen
au
einem ela i schmalen Zahlenma e-
ial au . Zunächs soll
au
G und eine Um echnung
und
Bea bei ung de in W
Ho mann
u.
a.
en hal enen wohnungswi scha lichen
Da en
Aussagen übe
Rendi ee wa ungen alle nich landwi scha lichen Wohnhausbesi ze de deu -
schen Volkswi scha gemach we den. Anschließend wi d dann in modi izie e
Fo m
und
au
de aillie e e Basis dieselbe E wa ung li die Hausbesi ze de
13
Angaben in "Be line Tageszei ung" und ,,Yossische Zei ung"
(s.
Anm.lO);
gl.
auch
Reich:
Wohnungsma k ,
(s.
Anm.
8),
S.
32.
14
Bei eine meh -pe iodigen Be ach ung müß e na ü lich u jede Pe iode eine Ve zin-
sung de E äge be echne we den, und s enggenommen bei einem Ve gleich zu ande en
Anlagen mi e l. ande en Liquidie ungs is en müß en auch die E äge (einschließlich de
Kapi alzuwächse)
au
ih en Gegenwa swe he abdiskon ie we den nach de Fo mel:
GW
= E
((1-
(1
+
z n)/Z)
mi E = e wa e e Ne oe äge p o Pe iode
Z=Zinssa z
n = Zahl de Pe ioden zwischen Kau und Ve kau
Bei einem Ve gleich zwischen Anlagen mi iden ischen F is igkei en wi d es abe
nu
au
die
Wahl de Zinssä ze ankommen.
15
Hie zu
Mössne :
Bodenk edi sys em
(s.
An.~.
11)
und
Ca aus:
G unds ücksk isen
(s.
Anm.ll),
S.
180
u.
204;
sowie de "Deu sche Okonomis "
(s.
Anm.
5),
Jg.
1886,
S.393.
5 Sch i en d. Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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66
Richa d H. Tilly
wich igen G oßs äd e Be lin und Hambu g ekons uie
und
in e p e ie we -
den.
a)
Ho manns
Da en
Sei
1965
bie en sich die Langzei s a is iken in Wal he G. Ho manns We k als
po en ielle G undlage ü wich ige wi scha shis o ische Aussagen
an
16.
Un-
glückliche weise sind ge ade die wohnungswi scha lichen
Da en
dieses Buches
seh p oblema isch. Die uns in e essie ende Reihe übe In es i ionen in nich -
landwi scha lichen Wohnungen wi d nämlich nich
nu
als Residual eine Schä -
zung de Gesam bauin es i ion gewonnen, sonde n die mi Hil e de Bauin es i-
ionsda en kons uie e Mie ausgabemeihe bleib eben alls öllig undu chsich ig
und
kaum nach ollziehba . Dennoch besi zen die Ho mannsehen wohnungs-
wi scha lichen Schä zungen -sowohl des in nich landwi scha lichen Wohnun-
gen i l es ie en Kapi als als auch de p i a en Ve b auchsausgaben ü das Woh-
nen
-einen ech
hohen
Plausibili ä sg ad. Deshalb können wi hie nich
au
sie
e zich en.
Ho mann selbs
und
seine Mi a bei e schä zen eine jäh liche
Kapi al endi e
on
3.
59%jü nich landwi scha liche
Wohnungsin es i ionen
im
Zei aum
1850
bis
1913
17
• Diese Schä zung be ücksich ig abe wede
den
Kapi alwe zuwachs, noch
die Bedeu ung de Eigenheimbesi ze , die noch
1913
nach denselben Au o en as
50%
meh
ik i es Mie einkommen ealisie en als die e mie enden Kapi alanle-
ge bezogen; auße dem un e s ellen sie ei le kons an bleibende Rendi e.
Dahe
gehen wi hie besse on den gesam wi scha lichen Angaben
zum
jäh lichen
Wohnungs e b auch aus. Diese Reihe s ell jäh liche Mie ausgaben -einschließ-
lich de " lk i en" Selbs belas ung on Eigen üme n -da l8. Sie wi d mi
dem
be ei s e wähn en Hypo hekenzinssa z kapi alisie ; on diese Reihe wi d dann
de We de landwi scha lichen Wohnungen abgezogen. Was bleib , is dann das
gedankliche Äqui alen eine Zei eihe übe
den
We nich landwi scha liche
Häuse und G unds ücke zwischen
1870
und
1913.
Um
aus ih
nun
eine Rendi e
zu
be echnen, sind zusä zliche
Da en
und
ei lige Manipula ionen no wendig, die am
bes en mi Hil e un ens ehende Fo mel (2) e läu e we den können:
~ ~
ABK
R
o
=
(M -(M
·
K,
+
K,o
-(K,-1 + 1
+«
K,-1
.
(1-BK,)
o
(2)
(K,o
-1
-K,-I»»)/K.-l
16
Wal he
G.
Ho mann
un e
Mi a bei
on
F.
G umbach
und
H.
Hesse:
Das Wachs um de
deu schen Wi scha sei de Mi e des
19.
Jah hunde s, Be lin/Heidelbe g/New Yo k
1965.
Vgl.
hie zu auch den Bei ag on
Wol am
Fische :
Wal he G. Ho mann
als
Wi -
scha shis o ike in: Die Bedingungen des Wi scha swachs ums in Ve gangenhei und
Zukun , he ausgegeben on E ich Helms äd e , Tübingen
1984,
S.
17-30.
17
Ho mann
u.
a.:Wachs um
(s.
Anm.16), S.502.
18
Ebenda,
S.
592-93 (m Mie p eisen wicklung), S.659--668 (m den Ve b auch
bzw.
Mie ausgaben). Unnach ollziehba bleiben die Mie p eis eihe (592-3), die e wende en
Zinssä ze
(S.
593)
und eine allgemeine Endko ek u (667--68).
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses 67
Legende:
R.
o = Rendi ee wa ungen eines Hausbesi ze s am Ende de Pe iode ,
M,
= Ne omie einkommen eines Hausbesi ze s de Pe iode
,
I,
= Ne oin es i ion in Wohngebäuden in Pe iode ,
~o
= Kapi alwe des Wohngebäudebes andes plus G unds ücke am Ende de Pe iode ,
~_I
= D o. am An ang de Pe iode ,
BK
= Baukos enindex, Ll
BK,
dessen Ve ände ung in Pe iode ,
,
10
und
LI
= Pe iodenbezeichnung; lau ende Pe iode, Zei punk am Ende und am An ang
de Pe iode.
En sp echend den be ei s
oben
gemach en Aus üh ungen häng die Rendi ee -
wa ung eines Hausbesi ze s on
den
Ne o nie einnahmen
und
dem Kapi al-
we zuwachs des Hauses (und G unds ücken) eine Pe iode ab. Wi
un
so, als ob
alle Häuse in einem Jah
zum
Ma k we e wo ben we den,
um
im da au olgen-
den Jah zum Ma k we e kau
bzw.
bewe e zu we den. Zwischen den zwei
Zei punk en we den Mie einkommen
und
Kapi algewinn e dien .
D ei Aspek e dieses Schä z e ah ens sind besonde s zu beach en: E s ens un-
e s ellen wi eine Anlagedaue on einem Jah , was siche lich his o isch un ich-
ig, abe dennoch e e ba is , da G undbesi ze , die sich nach dem Oppo uni-
ä skos enp inzip ich en, auch dann die zwischenzei liehe Rendi e be echnen,
wenn sie nich e kau en
19.
Zwei ens
muß
de geschä z e Kapi alwe zuwachs de
Häuse übe eine Pe iode
um
die wäh end de Pe iode
au
den Ma k kommenden
neuen Häuse ko igie we den, da diese na ü lich nich als E ag de Kapi alan-
lage
zum
o ausgehenden Zei punk angesehen ode e buch we den dü en.
Eine doppel e Ko ek u is e o de lich: Einmal
um
den We de neuen Gebäude
(zu Anscha ungsp eisen) selbs (hie :
IJ
und
zum ande en
um
die mi Neubau en
e bundene Bodenwe s eige ung, hie :
I,
Ll
BK
(~_I·(O-B~)
(~o
-I'-~_I»)
D i ens abe
muß
de abzuziehende We de Neuin es i ion wiede um um
die Baukos ens eige ung be einig we den, da diese nich allein den neuen
Gebäudewe en en sp echen, sonde n auch den Ma k p eis schon bes ehende
Häuse beein lussen
2o
. (Dahe de in Klamme s ehende Ausd uck
O_Ll
BK».
B~_I
Schließlich wi d auch de Mie zuwachs on eine Pe iode
au
die ande e
z.
T.
au
den in de lau enden Pe iode eben e s ell en Wohn aum zu ückzu üh en sein.
Da ü is auch zu ko igie en
I,
«M,-(M,·
~»)
o
19
P oblema isch, abe imme hin e e ba , is die Annahme, daß E wa ungen au g und
de Da en eines Jah es gebilde we den. Dadu ch wi d "Le nen aus de Geschich e" einge-
sch änk . Eine ein ache Al e na i lösung gib es jedoch,
so
wei ich sehe, nich .
20
Wi gehen da on aus, daß Baukos ens eige ungen Baup eiss eige ungen sind und
somi übe den "T ansmissions iemen" de Rela i p eise den Al häuse n zugu e kommen.
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68
Richa d H.
Tilly
Alle dings kann die Fo mel nich die Mängel de zug undegeleg en Ho mann-
schen
Da en
besei igen, die
an
diese S elle e wähn we den müssen:
1.
Ho manns Mie einkommenschä zung lei e sich aus seine Gebäudekapi-
al eihe ab, e wende jedoch
au
nich nach ollziehba e Weise einjäh liche
Schwankungen glä endes Ve ah en, das sich in unse e Rendi e eihe
wide spiegel .
2.
Zudem
en häl die Reihe keine Ko ek u u lee s ehende bzw. un e käu -
liche Häuse .
Dahe
kann sie die mu maßlich geheg en E wa ungen kaum wiede geben
und
muß
ko igie we den. Dies geschieh hie mi els
a) eine En glä ung de Mie ausgaben eihe
und
b) du ch
Da en
übe
den
We
on
zwangs e s eige en Häuse n in p eußi-
schen S äd en bzw. im Besi z de deu schen Hypo hekenbanken 1870-1913
21
. Das
E gebnis s eh in Spal e 1 de Tabelle
1.
Die Tabelle 1 en häl sowohl die
eben
besch iebenen Da eninpu s als auch die da aus geschä z e Rendi e. Nominal
e gib
sich
hienni
eine
Du chschni s endi e
on
7,1%,
p eisbe einig
ein
Sa z
on
6,4%.
Im
Ve gleich
zu
den
en sp echenden Hypo hekenzinssä zen on 4,9%
und
4,2%
s ell e sich de Hausbesi z in diese Pe iode als du chaus a ak i e Kapi alanlage
da . Wenn diese Schä zung einige maßen zu e end wä e, könn e
man
da aus ein
Bild posi i e Rendi ee wa ungen bei In es o en ablei en, welche die gewal igen
Wohnungsbauin es i ionen
im
Kaise eich e klä en könn e. Die Plausibili ä de
Schä zung wi d ges ü z du ch die ih zu
G unde
geleg e Rela ion zwischen
dem
Kapi alwe on Wohnhäuse n
und
dem
Gesam we on
Häuse n
plus G und-
s ücken: Sie äll
in
diesem Zei aum
on
70
au
ca.
64%,
en sp ich dami de Vo -
s ellung eines ela i
zunehmenden
Bodenwe es. Eine olls ändige e Rekon-
s uk ion de Reihe wi d u nich sinn oll gehal en. Die A bei en on Ho mann
hie zu we den -abgesehen on den
genann en
Ko ek u en -als P oduk eines
Kenne s de damaligen wi scha lichen Ve häl nisse akzep ie . Tu
man
das, so
lieg es nahe, die so kons uie e Reihe wi scha shis o isch bzw. konjunk u his o-
isch
nun
zu
in e p e ie en.
Die ziemliche Kon u losigkei
de
Reihe e schwe jedoch ein de a iges Un e -
angen. Es äll bei de Reihe jedoch au , daß
gegen
Ende
de
Be ach ungspe iode
die
geschä z en
Rendi ee wa ungen
me klich
sinken.
Man
könn e da aus die In e -
p e a ion ablei en, die ela i
hohen
Rendi ee wa ungen de 1870e
und
1880e
Jah e -le z lich ge agen on
den
sinkenden Zinssä zen
und
on
de asan en
U banisie ung dieses Zei aumes -
hä en
die s äd ischen Bauin es i ionen s a k
s imulie , was sich
dann
nachd ücklich insbesonde s sei e wa
1895
nega i
au
diese Rendi ee wa ungen ausgewi k hä e. Es is nich abwegig,
in
den gewal i-
gen
Wohnungsbauin es i ionen des Deu schen Reiches auch ein Kapazi ä s-
wachs um
zu
e blicken, das
übe
das Wachs um
de
Nach age noch hinausges ie-
21
Vgl.
hie zu den Anhang A.
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses
69
gen is . Da ü sp echen nich nu die eben e wähn en
Rendi e~ wa ungen
on
Kapi alanlege n, sonde n auch die (auch au g und on Ho manns Da en)
geschä z e
ela i e
Ve billigung
des
Gu es
"Wohnen"
in diese Pe iode
22
.
Au
die
Beziehungen zwischen Rendi ee wa ungen und Wohnungsbauin es i ion kom-
men
wi noch spä e zu ück.
b)
Be line
Da en
Wi wenden uns
nun
de En wicklung de S ad Be lin zu. Nich nu wegen
Funk ion und G öße, sonde n auch wegen de hohen Be ölke ungs- und
Bebauungsdich e sowie ela i hohe Mie en im Be ach ungszei aum s ell Be -
lin ein ü deu sche S äd e wohl wenig ep äsen a i es Fallbeispiel
da .
Doch da
de Vo eil de Ve ligba kei ele an e wohnungswi scha liche Da en übe
einen langen Zei aum ü Be lin nich ge ing eingeschä z we den. Le z lich
bes imm sie die Wahl diese S ad als Un e suchungsobjek . Daß Be lin an sich
g oße Bedeu ung und in gewisse Weise "Modellcha ak d' ha e, auße dem eine
ü deu sche G oßs äd e im Zei aum nich un ypische Wi scha ss uk u
besaß23,
mag eine zusä zliche S ü ze ü ih e Ve wendung hie abgeben.
Zu
Bes immung de
Rendi ee wa ungen
Be line
Immobilienbesi ze
zwischen
1870
und
1913
soll mangels de aillie e G undbuch o schungen de skizzie e
Weg, mi Hil e kühne Hypo hesen und agg egie e Da en zu Aussagen zu gelan-
gen, hie
nun
einmal ausp obie we den. Folgende
au
Be lin bezogene Da en
lassen sich gewinnen:
1.
Zahl de o handenen Gelasse
1870-1913
24
.
2.
Mie we alle Gelasse
1870-1913.
3.
Lee s ehende Gelasse als P ozen zahl alle Gelasse.
4.
Zinssä ze ü
1.
und
2.
Hypo heken.
5.
Feue e siche ungswe alle Gelasse,
1870-1913.
6.
Kau p eis p o G unds ück
bzw.
Quad a me e ü bebau e G unds ücke
(1870
bis
1913)
und ü unbebau e G unds ücke
(1882-1913).
7.
Baukos enindex
1870-1913
25
.
22
Vgl.
Rudi
ReUig:
S uk u e schiebungen de p i a en Konsumnach age
1850
bis
1913,
in: Vie eljah essch i i Sozial- und Wi scha sgeschich e, Bd.
71
(1984),
S.342-356.
Diese Ve mu ung wide sp ich keineswegs de Behaup ung eines zu de selben Zei in
G oßs äd en o handenen Kleinwohnungsmangels. Hie zu
gl.
Wo{ gang
K abbe:
Die
An ange des "sozialen Wohnungsbaus" o dem E s en Wel k ieg, in: Vie eljah ssch i i
Sozial- und Wi scha sgeschich e
71
(1984).
23
Rol Dumke (Müns e ) kann i
45
p eußische G oßs äd e
um
die Jah hunde wende
und un e Be ücksich igung on
12
gängigen sozioökonomischen Indika o en (wie
z.
B.
An eil de in de Indus ie beschä ig en E we bs ä igen, An eil de höchs en Einkommen
an den Gesam einkommen, e c.) zeigen, daß Be lin un e diesen S äd en eine mi le e Posi-
ion einnimm . Eine Ve ö en lichung Dumkes hie übe is zu e wa en.
24
Diese Va iable und die olgenden Indika o en (bis
au
den Baukos enindex) sind aus
Reich:
Wohnungsma k (s. Anm.
8),
Ca aus:
G unds ücksk isen
(s.
Anm.ll)
und/ode
aus
dem S a is ischen Jah buch de S ad Be lin
1876
.
en nommen wo den.
25
Siehe
S.
72.
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Tabelle
1: Da en zu Rendi eschä zung deu sche Wohnhausbesi ze 1870-1913
(1) (3)
Mie ausgaben (2) Wachs ums a e (4)
Jah
(Mil!. Ma k) Zinssa z de
Baukos en
N omina1 endi e
1870 898 0.060 0.067 0.162
1871
959 0.062 0.088 0.091
1872
1006 0.060 0.080 0.138
1873
1024 0.057 0.074 0.086
1874
1133
0.056 0 0.129
1875 1264 0.057
-0.050
0.097
1876 1266 0.058
-0.094
0.004
1877 1337 0.056
-0.069
0.112
1878
1369
0.054
-0.062
0.099
1879
1360 0.055
-0.066
0.008
1880 1466 0.052
-0.042
0.184
1881
1395
0.052
-0.015
-0.015
1882 1397 0.049
+0.030
0.095
1883
1439 0.048 0 0.086
1884 1530 0.048 0.029 0.095
1885 1610 0.047 0.042 0.103
1886
1528
0.046 0.027 0.013
1887 1608 0.044 0.039 0.128
1888
1673
0.044 0.025 0.066
1889 1754 0.043 0.012 0.089
(5)
Rea1 endi e
0.134
0.046
0.065
0.032
0.124
0.151
0.012
0.134
0.124
0.048
0.140
0
0.089
0.112
0.105
0.126
0.020
0.123
0.045
0.058
-...l
o
:;:c
g:
~
0-
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2
-<
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(1) (3)
Mie ausgaben
(2)
Wachs ums a e
Jah
(MiI!.
Ma k) Zinssa z de Baukos en
1890
1923
0.044
-0.012
1891
2095
0.044
-0.037
1892
2151
0.044
-0.051
1893
2077
0.044
-0.027
1894
2243
0.042
-0.014
1895
2178
0.041
0.014
1896
2227
0.041
0.056
1897
2380
0.040
0.039
1898
2511
0.042
0.051
1899
2765
0.043
0.036
1900
3033
0.047 0.023
1901
3128
0.049
-0.011
1902
3086
0.046
-0.011
1903
3176
0.043
0
1904
3376
0.044
0.011
1905
3524
0.045
0.022
1906
3755
0.043
0.022
1907
4049
0.051
0.022
1908
4307
0.052
-0.011
1909
4265
0.048
+0.011
1910
4523
0.048
0.011
1911
4613
0.048
0.021
1912
4931
0.052
0.010
1913
5112
0.052
0.010
(4)
(5)
Nominal endi e Real endi e
0.098
0.072
0.104
0.111
0.053 0.047
-0.012
0.047
0.144
0.157
0.047
0.043
0.033
0.017
0.122
0.098
0.017 0.012
0.108
0.070
0.036
0.003
0.011
0.032
0.067
0.066
0.116 0.112
0.066
0.061
0.053
0.021
0.025
-0.025
0.034 0.028
0.077
0.092
0.092 0.069
0.081
0.045
0.048
0.051
0.035
0.010
0.071
0.065
~
5
§
c q
'"
c "
1>'
~
~.
'"
g.
o'
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§
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78
Richa d H. Tilly
o enba en; sie sind zum Ve s ändnis de In es i ionsen scheidungen wah -
scheinlich soga wich ige als de lang is ige Du chschni . Jeden alls schein es
einen posi i en Zusammenhang
zwischen
Rendi e und In es i ion im Zei aum gege-
ben
zu haben
( gl.
Abbildungen 4-5).
3.
Es gab be äch liche inne s äd ische
Di e enzen
hinsich lich
Rendi ee wa un-
gen
in Be lin in diese Pe iode. Auch hin e diesem Ve gleich s and die Vo s el-
lung, daß ü Rendi ee wa ungen in Be lin nich allein de Du chschni , sonde n
auch Ex emwe e in besonde s wachs ums äch igen ode besonde s iskan en
S ad eilen ele an sein könn en. Doch
all
hie ehe das gemeinsame Konjunk-
u mus e
au
( gl.
Tabelle
4).
In e essan e weise ze allen die S ad eile mi ela i gu en Rendi en in zwei
Ka ego ien: Eine sei s sind das die Geschä sgegenden im S ad zen um mi
zunehmend gewe blich-komme zielle Konzen a ion und
hohem
Bodenwe zu-
wachs, abe un e du chschni lichen Bauin es i ionen, ande e sei s gehö en
hie zu die Indus ie-
und
A bei e wohn ie el (wie
z.
B.
Moabi
und
Wedding) mi
ela i ge ingen Gedoch wachsenden) Bodenwe en
und
übe du chschni liche
In es i ions ä igkei . Diese Di e enz is in Tabelle 4 zu sehen
( gl.
Sp.
1
und
8).
Zu
Bedenken is , daß ein Zinsge älle
zuguns en
des
Zen um wah scheinlich bes anden
ha ; alls es im Lau e de Zei abgebau wu de, so eduzie sich de geschä z e
Rendi e o sp ungl
31
. Dies zeig noch einmal die ökonomische K a de S äd ezen-
en
und
deu e
au
die Unbes imm hei des Ve häl nisses zwischen Bauin es i-
ion, Bodenwe zuwachs
und
Rendi ee wa ung hin. Alle dings
muß
schließlich
in diesem Zusammenhang
au
die hie e wende e De ini ion de S ad Be lin
hingewiesen we den, denn sie klamme unk ionell mi de S ad zusammenhän-
gende Außengebie e (wie
z.
B.
Cha lo enbu g, Rixdo
und
Schöne be g) aus.
4.
Un e den De e minan en de Rendi ee wa ungen spielen na ü lich om
Ansa z
he
Zinssa z
und
Mie e ag die en scheidenden Rollen, zumindes unmi -
elba .
Faß
man
die hie p oblema isie en Beziehungen abe s ochas isch au , so
e gib sich olgendes Resul a (mi els linea e Reg ession) ü die Pe iode on
1870
bis
1913:
(5)
Legende:
~
=
0,1989
-,0003 In -1,5313 Z -,0016 T +,0008
M/G
-l -l -l
(-1,9475) (-1,2791) (-2,9778)(3,3273)
+
,0572
BK
-l
(0,6949)
R2 =
0,43
D-W=
1,90
R = Rendi ee wa ungen p o Jah , In = In es i ion, Z = Zinssa z, T = Time
(Zei ),
M/G
= Mie e p o Gelaß und
Bk
= Baukos enindex
(T-We e
in Klammem)
31
Hie zu
Reich:
Wohnungsma k
(s.
Anm.
8),
S.38-39.
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Tabelle
4: Kapi algewinn
und
We angaben on Be line G unds ücken nach S ad eilen 1880-1913
(1) (2)
(3)
(4) I (5) (6) (7)
Gebäude- Mie - Kapi algewinn
S ad eila) we b) we )
1880
188O
1880-85") 1891-95 1895-1900 1902-03 1908-13
I.
Be lin, Al -Köln, e c.
195
425 ,019 (.078) ,028
-,005
,063 .024
II. F ied ichs ad
191
425 .028 (.082) ,026
-,012
,068 ,016
III. F d .-
u.
Schöneb.
Vs .
349 507 .028 (,074) ,015
-,014
,076 ,015
I . F d .-
u.
Tempelh.
Vs .
,009
-,009
,070
-,002
:
Luisens . jens.
d.
K. 144 606 .021 (,070) ,009
-,009
,077 ,002
VI. Luisens . diess.
d.
K.
232 ,Oll
-,015
,072 ,001
VII. S alaue Vie el
168
268 .024 (,073) ,012
-,019
,067
-,006
VIII. Königs-Vie el 94
138
.019 (,064) ,013
-,001
,036
-,001
IX.
Spandaue Vie el
108
191
.019 (.066) ,013
-,012
,059 ,012
X.
Rosen ale
V s .
139 314 .023 (.068) ,006
-,003
,071
-,004
XI. O anienbu ge Vo s .
III
,006
-,008
,075
-,004
XII. F d .-Wilhs ., Moabi
103
109 .088 (,137) ,018 ,002 ,130
-,024
XIII. Wedding 70
59
.023 (,069) ,023
-,008
,098
-,009
__
a)
Die Gebie sau eilung de s äd ischen Feue kasse wu de hie übe nommen
b) In Millionen Ma k. Mie we = kapi alisie e Mie e ag
c) Nach Fo mel
(2)
be echne (ohne Mie e), p o Jah
d) Rendi e nach Fo mel
(2)
be echne .
(8)
Gebäude-
we
1913
390
396
450
457
326
396
657
276
186
577
259
566
451
(9)
Mie we
1913
916
1112
846
699
482
758
873
643
359
788
388
661
632
~
5
§
OCI
'"
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0
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
80
Richa d H. Tilly
In
allen bishe igen Fo mulie ungen bleib seh iel
Va ianz
une klä ;
in allen
Fo mulie ungen bleib die Mie e s a is isch signi ikan
und
de gewich igs e Fak-
o , Zins
und
Baukos en spielen eine ge inge Rolle. Beme kenswe is de hohe
E klä ungswe de In es i ion des Vo jah es: Daß sie nega i
au
die Rendi ee -
wa ungen einwi k , is jedoch e s ändlich
und
en sp ich de Logik unse es
Modells. Dabei is zu beach en, daß de eingebau e Risiko ak o lee s ehende
Gelasse
au
die Mie e einwi k . Anzume ken is e ne , daß die Baukos en hie
wohl zweischneidig wi ken können -
zum
einen posi i
au
be ei s e s ell e Häu-
se ,
zum ande en abe nega i
au
Rendi ee wa ungen eine Kapi alanlage in
Neubau en. Da au is zu ückzukommen. Übe haup sind die Baukos en wich ig,
weil sie u.
U.
Quali ä s e besse ungen e be gen können:
De
Haup un e schied
zwischen einem billigen
und
einem eue en Haus lieg
ja
in den ange allenen
A bei skos en. Deshalb is
es
in e essan es zus ellen, daß nach de hie o -
genommenen Neube echnung de Be line Baukos en die Inpu p eise s ä ke
s eigen im Zei aum
1870
bis
1913
als die Baukos en insgesam . Hie is eine P o-
duk i i ä ss eige ung on e wa
27%
ode
0,6%
p o Jah zu kons a ie en
(118%-91%
=
27%/43).
Diese P oduk i i ä s o sch i wi d alle dings an einem no mie en Gebäude-
yp gemessen (im "Deu schen
Baukalende '~
und
schließ somi Quali ä s e bes-
se ungen aus. Fazi :
De
en ende e
Index kann
als
Baup eisindex
e s anden
we -
den
32
•
5.
Schließlich is e neu
au
eine Einsch änkung des hie e wende en Da en-
sa zes au me ksam zu machen: E um aß als Un e suchungsobjek Gebäude
bzw.
Gelasse insgesam und nich
nu
Wohnhäuse .
Es
is
denkba ,
daß
die
Rendi e
on
Wohnhausbesi ze n
ge inge
gelegen
ha
als
die
de
G undbesi ze
insgesam .
Diese Möglichkei kann im Rahmen des o liegenden Ansa zes nich ausge-
schlossen we den. Ih Gewich wi d e was en k ä e du ch das übe wiegende
Gewich des Wohnungsbaus bei de Gesam bau ä igkei (besonde s, wenn
man
die gewe blich
und
wohnmäßig genu z en Gelasse als Einhei be ach e ), du ch
die Wah scheinlichkei (anhand de in as äd ischen En wicklung gemessen), daß
Wohngebäude dieselbe Rendi ekonjunk u ha en wie gewe blich mi genu z e
Gelasse
und
die dami zusammenhängende Ta sache, daß beide Gebäudea en
meis ens in demselben Besi z e einig wa en.
c) Da enjü
Hambu g
Als Ve gleich zu den
au
Be lin bezogenen E gebnissen können aus de G oß-
s ad Hambu g ähnliche
Da en
he angezogen we den. Wie Be lin wa auch Ham-
bu g in diese Pe iode (1870-1913) du ch einige Besonde hei en gekennzeichne ,
die ih e Rep äsen a i i ä als Fallbeispiel minde n,
z.
B.
ih e poli ische Ve assung,
32
Die sinkende A bei szei im Be line Baugewe be bedeu e abe , daß die Jah esp oduk-
i i ä 1870-1913, noch s ä ke zugenommen ha , denn die im Tex zi ie en A bei slöhne
sind S undenlöhne.
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses
81
ih ela i hohes
Einkommen
p o Kop
und
ih e Ha en unk ion
33
. Jedoch besi z
die F eie
und
Hanses ad auch wich ige Züge de Gemeinsamkei
mi
Be lin
und
mi ande en deu schen G oßs äd en im Be ach ungszei aum (z.
B.
Indus iali-
sie ung, Wachs um du ch Be ölke ungswande ung,
und
-nich zule z ü unse-
en
Zusammenhang -eine "soziale F age"
mi
eine ausgesp ochenen wohnungs-
wi scha lichen Komponen e).
Abe
o allem bie e uns Hambu g wie Be lin
eine güns ige Quellenlage an: Wesen liche Elemen e des Immobilienma k es las-
sen sich hie e assen:
34
1.
Zahl de Gelasse
1870-1913
2.
Ab
1890
bis
1913
Zahl de Wohnungen
3.
Zahl
de
lee s ehenden Gelasse
1870-1913
4.
Mie p eis p o Gelaß (p o Jah )
1870-1913
5.
Feue e siche ungswe alle Gelasse
1870-1913
6.
Baukos enindex
1870-1913
7.
Zinssa z
1870-1913.
Aus diesen
Elemen en
können wi eine Schä zung de in Hambu g
on
Haus-
besi ze n ealisie en bzw. e wa e en Rendi e
übe
die Pe iode on
1870
bis
1913
kons uie en. Dies geschieh wie im Be line
und
im
mak oökonomischen Fall
mi
Hil e e ein achende
Annahmen,
wie die
Annahme
eine Anlagedaue on
einem Jah , die Ve wendba kei des Hypo hekenzinssa zes als Kapi alisie ungs-
ak o e c.
Fü
die S ad Hambu g bes eh
abe
ü die Pe iode
1890
bis
1913
de
zusä zliche Vo eil, daß zwischen Wohnungen
und
gewe blich genu z en Gebäu-
den
un e schieden we den kann, was uns wiede um den Vo eil e scha , hie
auch einen Al e na i weg
zu
Schä zung de Rendi e sinn oll auszup obie en.
Tabelle 5 p äsen ie Da eninpu s
und
E gebnisse, die
mi
den Be line
Da en
e gleichba sind. Das Haup e gebnis is eine
wesen lich
nied ige e
Rendi e
als
in
Be lin:
5,7 %
p o
Jah
s a
7,0
%.
Vo de g ündig schein dies einem ge inge en
Bodenwe zuwachs in Rela ion
zum
Gebäudewe zuwachs zuzusch eiben sein.
Die s ä ke e Bodenwe s eige ung in Be lin läß sich ih e sei s
au
eine höhe e,
siche lich
z.
T.
du ch asche e
Zunahme
de Be ölke ung beding e Mie p eiss ei-
33
Fü
Hambu gs Wohn e häl nisse
gl.
die ausgezeichne e A bei on
C.
Wische mann:
Wohnen in Hambu g o
dem
e s en Wel k ieg, Müns e
1983.
In e essan sind auch die
zei genössischen S udien on
A.
Schieiß:
Die
G ünde
de Mie s eige ung de Wohnungen
in Hambu g im le z en halben Jah hunde . Diss. Uni . E langen
1906,
und
on
dem
engli-
schen
Boa d
0/
T ade:
Cos
o
Li ing in
Ge man
Towns, His Majes y's S a iona y O ice,
London
1908.
Vgl.
auch
J. J.
Lee:
Aspec s
o
U baniza ion and Economic De elopmen in
Ge many 1815-1914, in:
P.
Ab ams und
E.
A.
W ighley
(Hg.):
Towns in Socie ies. Essays in
Economic His o y and His o ical Sociology, Camb idge
1978.
34
Die Indika o en 1 bis 5 sind
z.
T.
dem s a is ischen Handbuch ü den Hambu gischen
S aa ,
Jg.
1880
.,
en nommen
wo den;
z.
T.
aus
Wische mann:
Wohnen
(s.
Anm.
28).
De
Baukos enindex wu de
au
g und on Angaben beiR.
Kuczynski
und
dem Deu schen Bauka-
lende en sp echend
dem
Vo gehen ü Be lin
(s.
Anm. 22).!Je echne .
De
Zinssa z wu de
au g und de Angaben bei Hech
und
in dem Deu schen Okonomis
übe
den e ek i en
Hypo hekenzins de Hambu ge Hypo hekenbank, 1870-1913, e gänz du ch
Da en
ü die
2.
Hypo hek ü Be lin bei
Ca aus
(s.
Anm.
10).
Vgl.
F.
Hech :
Die deu schen Hypo heken-
banken, Bd.
1:
Die S a is ik de deu schen Hypo hekenbanken, Leipzig
1903.
6 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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82
Richa d
H.
Tilly
Tabelle
5:
Rendi eschä zung
ü
Hambu g
1870-1913
Ko igie e Zins- Gebäude- Baukos en- Index de Rendi en
Jah e
Mie we a)
sa z
b)
we <)
index")
Quali ä ")
11)
Hg)
1870
1
2
71
100
3
783
,056
415
82
99
4
816
,059
450
109
99
,064
,370
5
897
,059
520
110
99
,052 ,122
6
939
,060
593
100
98
-,022 -,026
7
924
,064
657
69
98
-,051 -,321
8
941
,064
706
68
98
-,019
,013
9
985
,062
737
66
98
,072 ,039
1880
1161
,054
769
65
98
,196 ,195
1
1193
,053
799
65
98
,052 ,047
2
1252
,052
833
65
98
,070 ,078
3
1310
,051
865
65
98
,070 ,099
4
1387
,050
873
65
98
,105
,111
5
1519
,048
895
65
99
,128 ,087
6
1691
,044
911
65
100
,149 ,146
7
1857
,042
950
66
103
,114
,128
8
2058
,041
999
75
108
,122
,210
9
2234
,041
1070
78
113
,087
,049
1890
2364
,041
1162
80
119
,051
,001
1
2461
,041
1255
77
120
,036
-,014
2
2534
,041
1366
77
122
,019 ,007
3
2450
,042
1454
72
123
,030
-,098
4
2504
,042
1513
71
125
,038 ,007
5
2578
,041
1550
70
128
,055
,014
6
2732
,040
1596
69
129
,068 ,063
7
2788
,040
1636
69
130
,057
,046
8
3009
,038
1683
72
132
,100
,143
9
2878
,041
1725
75
132
-,019
,011
1900
2913
,042
1772
76
134
,038
,024
1
2825
,045
1816
78
135
-,002
,017
2
3126
,042
1875
81
136
,127
,168
3
3040
,045
1958
81
137
-,012
-,029
4
3043
,047
2063
88
139
,012 ,064
5
3425
,044
2160
91
141
,135
,142
6
3371
,047
2293
92
143
-,012 -,020
7
3669
,046
2409
92
145
,093 ,083
8
3333
,046
2518
92
147
,062 ,047
9
4009
,046
2637
97
149
,058 ,093
1910
4265
,046
2795
91
151
,063
,045
11
4449
,046
2961
93
-
,047
,023
12
4532
,048
3104
98
-
,034
-
13
-
,048
-
100
---
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses 83
Anlage
zu
Tabelle
5
a) Mie we p o Gelaß x Zahl de Gelasse ko igie
um
die Di e enz zwischen jäh liche
lee s ehende Gelaßquo e und Pe iodendu chschni (4,5%). Da en aus Schleiß
(1872
bis
1904)
und Wische mann (1905-13).
b) Zinssa z, 1872-1899 = ([P andb ie endi e de Hambu ge Hypo hekenbank X
2]
+ Be -
line Zinssa z
Hi
1.
Hypo heken / Be line Zinssa z
Hi
2.
Hypo heken)
/3;
Zinssa z
Hi
1900-12 = ([E ek i e Zins de Hambu ge Hypo hekenbank x
2]
+ Be line Zinssa z
Hi
1.
Hypo heken/
Be line Zinssa z
Hi
2.
Hypo heken)
/3.
Be line Zinssa z aus Ca aus.
c) Feue e siche ungswe
Hi
Hambu g, S ad , Vo s ad und Vo o e.
d) Eigene Be echnung aus Kuczynski und Da en im Deu schen Baukalende , 1873-1913.
e) Index
(1
x
[1-%
Hin e haus Wohnungen]) +
(1
x
[1-%
Kelle wohnungen]) +
(1
x %
Wohnungen mi Küche) +
(1
x % Wohnungen mi heizba en Zimme n) x
(1
x Raumzahl
p o Wohnungen / Raumzahl p o Wohnungen x 100)+
(1
x % Wohnungen mi Bad) +
100.
Zwischenjah e wu den in e polie . Die Da en sind aus Wische mann. .
)
Rendi e nach de Fo mel
(2)
be echne .
g) Rendi e =
[([M
(1-
l.
1..)
(1-
l. IQ jIQ -l)] +
~o
-
(~-l
(1
+ l. IQ. IQ -1)
(1-
l.
B~/B~-d)J/
~-l
Legende:
M
= Mie p eis p o Gelaß in Pe iode
1..
= An eil lee s ehende Gelasse an al en Gelassen
IQ = Index de Quali ä
de
du chschni lichen Gelasse
K = Kapi alwe p o Gelaß (Mie we /Zins)
BK = Index de Baukos en
= Pe iode,
10
= Pe iodenende,
-l
= o he ige Pe iode
ge ung (p o Gelaß) im Zei aum zu ück ih en
35
•
An
de Zins uß- und Bau-
kos enen wicklung wi d de Un e schied wah scheinlich nich gelegen haben.
Zu
de es ges ell en Di e enz können alle dings un e schiedliche S ad g enzen
beige agen haben, da in den Hambu ge Da en on An ang
an
die Außenbezi ke
mi e aß we den.
Fü
ach Jah e, nämlich zwischen
1874
und
1889,
sind
Ve -
gleiche zwischen "Inne e S ad
und
Vo s ad " eine sei s und Hambu g insgesam
ande e sei s möglich: Sie zeigen eine Rela ion on
1,1
:
1,0
zuguns en de "Inne en
S ad
und
Vo s ad ", ih e Anwendung wü de die Rendi e ü Hambu g
au
einen
Sa z on
6,27
% anheben (im Ve gleich zu
7,1
% ü Be lin).
Konjunk u elle
Gemeinsamkei en
zwischen Hambu g
und
Be lin sind bei
Anwendung eines g oben Maßs abes e kennba (Ve gl. hie zu die Abb. 1 und
2).
Fü
Hambu g läß sich ein Boom de ühen 1870e Jah e wie in Be lin zwa e -
mu en, abe nich gu e assen; de Rückgang de spä en 1870e Jah e
und
die
E holung in den spä en 1880e Jah en da ü
um
so deu liche .
35
Se z man
den
Ve gleich alle dings
1875
an, so is de Un e schied
im
Zuwachs de
Mie e p o Gelaß bis
1910
ge ing. Abe hie s ell sich die F age, ob nich die Quali ä s e bes-
se ungen in Be lin p o Gelaß insgesam doch schwäche wa en als in Hambu g
1875
bis
1913.
Aus dem englischen Be ich (zi ie in Anm.
28)
geh he o , daß Hambu ge wesen lich
wenige
(1906)
Hi
quali a i e gleichba e Wohnungen
an
Mie e zahlen muß en als Be line
(in: "Cos
o
Li ing",
S.
XIV). Aus einem Ve gleich de Da en bei Reich
(s.
Anm.8),
Tabelle IV und
Schleiß,
Mie s eige ung
(s.
An n. 28), Tabelle XIX, geh die ela i e
Ve -
schlech e ung in Be lin bis
1895
he o .
6'
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84 Richa d H. Tilly
Fü
die zwei e Häl e de Be ach ungspe iode is e ne eine
hohe
Übe eins im-
mung
zwischen
den
Wendepunk en
Hambu gs ( o)
und
Be lins
( -1)
bei einem Un-
e schied on einem Jah
zu
beobach en. Wie auch bei
den
In es i ionsda en
könn e
man
behaup en, daß es sich hie wohl
um
Va ian en de selben
Ga ung-
in
diesem Fall Rendi ee wa ungen
on
Hausbesi ze n -handeln muß.
Fü
Hambu g is es
auße dem
möglich, mi Hil e on Angaben
übe
Auss a -
ung (ode Quali ä ) de Wohnung, Baukos en und
Mie we
p o
Wohnung
eine
Al e na i schä zung
zu
e suchen. Sie
bau
au
die ums ehende Fo mel (6) au :
(6)
~
= (((M
(1
-
~))
(1
-A IQ,IIQ -J)) +
k
-
(k -I
(1
+ A IQ/IQ _l)
(1-
A
BKlB~_I)))/k _1
Legende:
~
= Rendi e eines Hausbesi ze s in Pe iode
M
= Ne omie e ag p o Gelaß in Pe iode
~
= Di e enz zwischen An eil lee s ehende Gelasse an allen Gelassen in
Pe iode und lang is ige No m
(=
4,8%)
IQ = Index de Quali ä eines Wohnhauses
K = Kapi alwe eines du chschni lichen Gelasses
BK
= Index de Baukos en
,
"
und
LI
= Bezeichnung ü lau ende Pe iode, An ang und Ende de lau en-
den Pe iode.
Danach
wi k
sich
eine
Quali ä s e besse ung
au
schon
bes ehende
Anlagen
dämp end,
au
die
Baukos ens eige ung
abe
e s ä kend
aus.
Me hodisch unsaube
schein die Anwendung diese
au
Wohnquali ä ausge ich e en Rendi e o mel
au
alle Gelasse zu sein.
Dahe
wi d ü die Pe iode 1890-1913 allein die Rendi e
de Wohngebäude bzw. de Wohnhausbesi ze geschä z . Sie ha einen Mi elwe
on
3,8%
mi
eine S anda dabweichung
on
6%
(p o Jah ). In e essan e weise
sind diese We e iden isch
mi
den
ü alle Gelasse imselben Zei aum be echne-
en
G ößen. Das bes ä ig
den
hie besch i enen me hodischen Weg.
Da en
und
Schä zungse gebnisse s ehen in Tabelle
5.
Es is in e essan ,
wenn
ielleich auch
nu
Zu all, daß die geschä z e Rendi e
as iden isch is
mi
den
au
g und on Gesam mie we en
und
Gebäudein es i-
ionsda en gewonnenen E gebnissen. E wähnenswe is auch
de
ge inge e
Ans ieg de Hambu ge Baukos en,
de
e was zu
den
ge inge en Rendi ee wa -
ungen beige agen
haben
kann. Auch ü Hambu g läß sich ein
an
no malen
Gebäuden
zu
beobach ende P oduk i i ä sans ieg (gemessen
an
de Di e enz
zwischen de Zuwachs a e
de
Löhne -
2,5
% -
und
Baukos enindex -
1,1
% -
1871-1913 =
1,4
% p o Jah ) es s ellen.
Dennoch
s iegen die Baukos en s ä ke als
die Wohnungsquali ä
im
Zei aum, somi ugen diese posi i
zu
den
Rendi ee -
wa ungen de Al hausbesi ze bei.
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses 85
11.
Wohnungsbauin es i ionen
De
Haup g und unse es In e esses
an
diese Rendi een wicklung lieg
nun
in
de Ve mu ung, die s äd ische Wohnungsbauin es i ion müß e un e den damals
ela i libe alen Ma k bedingungen on solchen Rendi ee wa ungen,
d.
h.
on
Gewinne wa ungen, abhängig gewesen sein. Die Rendi eschä zung gil also als
Vo s u e de In es i ionsanalyse. Obwohl wi einen posi i en Zusammenhang
zwischen unse em Indika o de Rendi ee wa ungen
und
Bauin es i ion e -
mu e
haben, wi d
man
keineswegs da on ausgehen, daß In es i ionen allein
du ch jene Va iable zu e klä en wä en. Da ü is
und
wa de s äd ische Immobi-
lienma k zu komplex und unse Indika o de Rendi ee wa ungen zu g ob.
Es is dabei zu bedenken, daß Kapi alanlege sel en mi den Bauun e nehme n
-
d.
h. mi den unmi elba en En scheidungs äge n de s äd ischen Bauin es i-
ion -iden isch wa en
und
es Übe se zungsschwie igkei en hinsich lich de
E wa ungsindika o en geben konn e. Man
muß
e ne sehen, daß unse e Indika-
o en zwa die unmi elba e Ve gangenhei anzeigen können, abe nich unbe-
ding die nächs e Zukun , die
ja
on mi elba wi kenden Fak o en, wie Be ölke-
ungswande ung ode Einkommen, s a k abhängen konn en
36
. Deshalb o ien ie-
en wi uns
an
dem eingesch änk en Ziel, dem Ökonomen
z.
Z . den modischen
Namen "G ange Causali y" geben. Bei de empi ischen Spezi ka ion eines
"Modells" zu E klä ung de Bauin es i ion haben wi dahe die Rendi eschä -
zung ü Deu schland insgesam
au
g und de e wähn en Ho mannschen Da en
und
ü Be lin mi zusä zlichen Indika o en
bzw.
möglichen E klä ungs a iablen
e gänz . Sie sind dann zusammen sch i weise mi els de Me hode de mul iplen
linea en Reg ession übe p ü wo den. Die E gebnisse lassen sich wie olg zu-
sammen assen:
1.
Zunächs allgemein: Wie iele ökonomische G ößen, so sind auch In es i-
ions eihen mi sich selbs übe die Zei hochko elie . Übliche weise wi d de
Ve such, den Ein luß i gendeine Va iablen, wie
z.
B.
Rendi ee wa ungen, zu
iden i zie en, du ch das Vo handensein on Au oko ela ion e schwe .
Um
den
Ein luß ande e E klä ungs a iablen
au
die In es i ion zu iden i zie en,
muß
diese Au oko ela ion du ch T ans o mie ung de Va iablen ode Neuspezi zie-
ung des E klä ungsmodells (z.
B.
Hinzu ügung neue
bzw.
Aus ausch un e al en
E klä ungs a iablen) ausgeschal e we den.
In
unse em Fall wu de die Bauin e-
s i ion selbs , e zöge
um
ein Jah , zu den E klä ungs a iablen hinzugenom-
men. Sie ha in beiden gep ü en Fällen (Deu schland insgesam
und
Be lin) eine
hohe E klä ungsk a , ih Vo handensein im Modell eliminie auch die Au oko -
ela ion, alle dings
au
Kos en de Kausali ä se klä ung
im
he kömmlichen Sinne,
36
Wü de man un e "Rendi ee wa ungen" nich nu die unmi elba e quan i a i e Reak-
ion on Hausbesi ze n
au
Schlüsselg öße, wie Zins ode Mie einkommen (en sp echend
unse e Fo mel
[2]),
sonde n auch die In e p e a ion de gesam wi scha lichen "G oßwe -
e lage" einschließlich geplan en ode anged oh en poli ischen Ve ände ungen e s ehen,
so
wä e dami eine olls ändige E klä ung de In es i ions ä igkei zu bewe ks elligen -
könn e man einen solchen Indika o wi klich kons uie en.
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86
Richa d H. Tilly
weil
ja
In es i ion du ch sich selbs
au
diese Weise "e klä " wi d, nich du ch un-
abhängig on ih bes imm e Fak o en. Was ü die noch mi wi kenden Va iablen
bleib , is wohl die Rolle als T äge de "ink emen ellen Kausali ä ", die
o.
a.
"G an-
ge
Causali y"37.
2.
In
diesem Sinne sind die E gebnisse ü Deu schland (au de G undlage
on Ho manns Da en)
und
ü Be lin zu e s ehen. Mi den Ho mannschen
Da en sind die bes en E gebnisse mi olgende Modellspezi ika ion e eich wo -
den:
RI
o
=
(RI -1>
B"K -2'
T,
~-I>
~-l)
Legende:
RI
= Realin es i ion, BK = Baukos enindex, T = Zei , RZ = Realzins uß
und
RR
= Real endi e (hie zu auch Tabelle
6,
Sp. III). T s ell einen T endindika o da ,
de die posi i e Wi kung de lang is igen Einkommens-
und
Be ölke ungsen -
wicklung
au
In es i ion e assen soll.
He o zuheben is die s a is ische Bedeu ungslosigkei de Va iable Rendi ee -
wa ungen. Wi d sie he ausgelassen, so wi d die Gü e de Schä zung (an
R2
und
Du bin-Wa son-S a is ik gemessen) kaum beein luß
( gl.
Sp.lV). Dies gib mögli-
che weise einen Hinweis
au
P obleme de Ho mannschen
Da en
ab. Auch mi
eine Ko ek u ü lee s ehende Häuse , die konjunk u geschich iich
~e ech
zu
sein schein , ha die au g und de Ho mannschen
Da en
kons uie e Rendi e-
eihe kein kla es empo ales Mus e .
Dagegen
is
die
Va iable
Zins
du chweg
signi i-
kan ;
sie
is ja
die
einzige
signi ikan e
Va iable.
Es is na ü lich denkba , daß das ge-
sam wi scha liche En wicklungsbild ü Rendi ee wa ungen de Hausbesi ze
wesen lich s ä ke on Eigenheimbesi ze n gep äg
und
dami zusammenhän-
gend s ä ke on Gewinne wa ungen isolie blieb als das de g oßs äd ischen
Hausbesi ze . In olgedessen könn e die s äd ische Wohnungsbauin es i ion ins-
gesam auch s ä ke om Zins uß abhänig gewesen sein als in den g öße en S äd-
en
-wo mögliche weise Zinskos en nu als ma ginale Fak o -zwa wich ig,
abe eben on ande en Gewinn ak o en übe scha e -au ge e en sind.
In
eine zwei en Spezi ika ion des Modells wu den Nominalg ößen eingese z :
Nl"
o =
(Nl" -I>
B"K -2'
T,
NZ -1>
N~-l)
.
Legende:
N = Nominal
und
allen ande en Va iablen wie bei de e s en Spezi ika ion
Bei de Analyse de Nominalwe e e gib sich inso e n eine Ve schiebung de
E gebnisse, als die Au oko ela ion
nun
au auch , e mu lich beding du ch die
37
Gemein
is ein Bei ag des ame ikanischen Ökonome ike s
C.
W
1.
G ange :
In es i-
ga ing Causal Rela ions by Econome ic Models and C oss-Spec al Me hods, in Econome-
ica,
37
(1969).
Fü
eine deu schsp achige Anwendung
gl.
G.
Ki chgässne
und
J.
Wol e s:
De
Zusammenhang zwischen de Zins en wicklung in den Ve einig en S aa en, de Bun-
des epublik Deu schland
und
de Schweiz, Bei ag zu Jah es agung de Gesellscha ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en in T a emünde, Sep embe
1984.
Von diesem un e -
ö en lich en Bei ag s amm die Bezeichnung "ink emen elle Kausali ä ".
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses
87
Beziehungen zwischen Baukos en
und
In es i ion. Die Va iable Baukos en
schein hie einen signi ikan en Bei ag zu Klä ung de In es i ion
zu
leis en, abe
abgesehen on de be ei s e wähn en Au oko ela ion is das Vo zeichen posi i ,
eine Ta sache, die sich heo e isch schlech beg ünden läß , zumal es sich bei
dem
Baukos enindex
um
Ni eauun e schiede
und
In es i ion handel e. Beme kens-
we is wiede einmal die Signi kanz de Va iable Zins (obwohl auch mi Au o-
ko ela ion belas e ). Se z
man
nun
ans elle de Indexwe e die Baukos enzu-
wächse (p o Jah ) in de Reg essionsgleichung ein, so e gib sich (mi T-We en in
Klamme n) ein ande es Resul a (s. hie zu auch Tabelle
6,
Spal e
11).
Tabelle
6:
Reg essionsanalyse de Wohnungsbauin es i ion in Deu schland 1870-1913
(T-S a is ik in Klammem)
Va iablen
Absolu es Glied
Nominalin es i ion
Lag
Realin es i ion
Lag
Nominal endi e
Lag
Real endi e
Lag
Nominalzins
Lag
Realzins
Lag
Time
Baukos enindex
Lag
Wachs ums a en
de Baukos en
Lag
R2
D-W
Nominalin es i ionen
I
11
1073,535
259,058
0,170
(1,005)
0,990
(11,180)
1 1
13892,604(-2,193)
3068,608(-3,581)
1 1
Realin es i ionen
III IV
22,053
22,190
0,792
(6,231)
1
212,745
(0,479)
1
0,789
(6,279)
1
-3844,478(-4,061) -3599,336(-4,568)
1 1
20,821
(3,584)
26,128
(4,635)
2
-3,860 (-0,985)
3,324
(0,684)
3,337
(0,694)
0,939
1,082
15,086
(1,865)
2
0,945
2,294
4,096
(1,257)
4,190
(1,362)
2 2
0,941
2,044
0,942
2,036
Au
dem
lin p ozen igen Ni eau is die Va iable "Baukos en" s a is isch signi-
kan ; bei diese Fo mulie ung kann In es i ion
z.
T.
als Reak ion
au
die E wa -
ung wei e e Baukos ens eige ungen in e p e ie we den.
Au
diese Weise ließe
sich also die Hypo hese de Bedeu ung de Rendi ee wa ungen ge ade noch hal-
en. Jedoch
muß
auch hie die Bedeu ung de Va iable Zins be on we den. Fazi :
Im
Sinne
de
"G ange -Kausali ä "
bleib
de
Zinssa z
als
augliche
Va iable
zu
E klä ung
de
Wohnungsbauin es i ion
üb ig;
die
Rendi ee wa ungen
im
Sinne
unse-
e
Fo mel
2 sind
als
E klä ungs ak o
ausgeschieden.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
15
10
5
-2
/
(
,
I
,
' . ,
J
• I
,/
/
--
.
. /
.
1870
Hambu g
- - - - Be lin
1880
- . - . - Da en nach Wal he G. Ho mann
1900
AM.
2: Reale Rendi en de Hausbesi ze in Be lin, Hambu g und
im
Deu schen Reich,
1870--1913
(Glei ende D eijah esdu chschni swe e)
1,0
.,.
:; l
(=i'
[
~
;1
-<
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
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Wohnungsbauin es i ionen
wäh end
des U banisie ungsp ozesses
95
.R.
Ma k
4,6
4,4
4,2
4,0
3,8
3,6
3,4
2600
2200
1800
1400
1000
600
200
,
,
°
I;
~
I
i i
,.
. i I ,
.
1:/
:
'i
~
,,'
,
,
,.....
......
:
I '
0-'.'.,.,
"
I
I J
,
.1'
, ,
I
, I
l.l
1870
74
7.8
82
86
90 94
98
1902
06
10
14
Abb.
3: Obliga ions endi e
und
jäh liche Wohnungsbauin es i ionen 1870-1913
Die
e s e Spal e
au
de
linken Sei e
bedeu e
Obliga ions endi e
und
P andb ie e zinsung
in
.
H., die zwei e Spal e die
Höhe
de
Wohnungsbauin es i ionen in Ma k.
Quellen
des
zug undeliegenden
Zahlenma e ials:
1 En wicklung
de
du chschni lichen Obliga ions endi e
im
Deu schen
Reich 1870-1913
(ges ichel e Linie):
S.
Home ,
A His o y
o In e es
Ra es,
New
B unswick 1963,
S.
260
.,
Tab. 32, Spal e
"Compu ed
A e age
o
Bond
Yields, %"
und
u
die We e ab
1901
S.
461,
Tab. 66, Spal e "High
G ade
Bond
Yields".
2 Ve zinsung
de
am
Jah esende
umlau enden
P andb ie e
de
deu schen
Hypo hekenban-
ken
(gepunk e e Linie):
V.
Ca haus,
Zu
Geschich e
und
Theo ie
de
G unds ücksk isen
in
deu schen
G oßs äd en
mi
besonde e
Be ücksich igung
on
G oß-Be lin,
Jena
1917,
S.
221
.,
Tab. III.
3 In es i ionen
in
nich landwi scha liche
Wohnungen
im
Deu schen
Reich 1870-1913,
in
P eisen on
1913
(du chgezogene Linie):
W.
G.
Ho mann,
Das
Wachs um
de
deu schen
Wi scha sei
de
Mi e des
19.
Jah hunde s,
Be lin/Heidelbe g/New
Yo k 1965,
S.
257 ., Tab.
41,
Spal e
3.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
.0.,1n-1
Ro"-
es i io
endi e
2,0
0,2
1,8
0,18
1'61°,16
1,4
0,14
1,2
0,12
1,0
0,1
0,8
0,08
0,6
0,06
0,4
0,04
0,2
0,02
"'.1
8~0
,02
1' '
J
V
"
/.
'
I
,
..,
I
I"'
"
~
I
~
"
I
/
I
I
I
Abb. 4: Realin es i ionen mi Real endi e in Be lin 1870-1913
0
0
~
ö'
1 [
.,../
Realin es i
ion
~
;]
eal end
i
e
-<
Jah
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In es i-
+
Nominal-
&
ion
endi e
g;
(in
Mio.
"
"
c.
~
Cii
i'
,...,
Vl
0
D.
a
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200
0,2
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I ,
180
0,18
I ,
I
160
0,16
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I
0,14
140
I
120
0,12
I , ,
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100
0,1
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1
I 1
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1 /
I"
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I
80
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0,08
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1""
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60 +
0,06
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1
I
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'/
1 I
~
20
0,02
~
'I
'(
,
.'"
. •
Jah
1870
72
74 76
-0,02
78,
'0
I
I
11
82 84 86
88
90
92
94
96
98
1900
02
04
Ob
08
10 12 1:;
-0,04
-0,06
"
-0,08
i
0,1
Abb. 5: Nominale Rendi e de Hausbesi ze
und
Nominalin es i ion in Häuse in Be lin,
1870-1913
~
5
~
::s
(!CI
'"
0-
I>'
E.
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98
Richa d H. Tilly
Anhang
A
Schä zung de Mie einkommen deu sche Wohnhausbesi ze on Da en in
Wal he G.
Ho !-
mann,
Das Wachs um de deu schen Wi scha sei de Mi e des
19.
Jah hunde s. Be linl
Heidelbe g/New Yo k
1965;
Tab.
171-172
( gl.
Anm.
17).
Die Schä zung be uh
au
olgenden Sch i en:
1 Landwi scha liche Wohnungen we den on de Mie ausgabe eihe (Tabelle
172)
en -
sp echend den Kapi als ockda en aus Tabellen
30
und
40
abgezogen: Annahme:
50
% des
landwi scha lichen Gebäudebes andes dien e als Wohn aum.
2 Die
so
modi izie e Reihe wu de du ch eine geglä e e Reihe de Obliga ionen endi e,
1870-1913
(glei ende Siebenjah esdu chschni e de Reihe bei
S.
Home ) di idie und
dieses E gebnis wiede um mi de selben jäh lichen (ungeglä e en) Obliga ionen endi e
mul iplizie .
3 Die so modi izie e Reihe wu de mi einem kons uie en Index de lee s ehenden
Wohnhäuse mul iplizie . Diese Index is olgende maßen kons uie wo den:
(a)
1870-82: T endabweichungen de jäh lichen Zuwächse des Ne o inanzie ungsbei-
ages de Hypo hekenbanken en sp echend den Angaben bei Ho Tmann,
u.
a.,
Tab.
205
(Gewich =
1)
(b) 1883-1913: T endabweichungen des jäh lichen We s de no leidenden Hypo heken
als P ozen alle Hypo heken endi en de deu schen Hypo hekenbanken en -
sp echend Angaben in: De Deu sche Okonomis ,
1883-1913
(Gewich =l)
(c)
1889-1913:
T endabweichungen des jäh lichen We s de Löschungen s äd ische
Hypo heken in olge Zwangs e s eige ungen, P eußen (Gewich =
1)
(d)
Fü
den Zei aum
1889-1913
we den die Indexwe e on (b) und
(c)
addie und di i-
die du ch 2
(e) De Index:
1870
.976
1
1.028
2
1.050
3
1.023
4
1.048
1875
1.062
6
.976
7
1.007
8
.970
9
.947
1880
1.021
1
.972
2
.950
3
.950
4
.984
1885
1.016
6
.955
7
.975
8
.990
9
1.007
1890
1.020
1
1.045
2
1.025
3
1.070
4
1.005
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Wohnungsbauin es i ionen wäh end des U banisie ungsp ozesses 99
Fo se zung
Index:
1895
.994
6
.979
7
1.006
8
1.010
9
1.018
1900
1.036
1
1.033
2
1.015
3
1.000
4
1.007
1905
1.008
6
1.010
7
1.007
8
1.008
9
.990
1910
.991
11
.972
12
.963
1913
.958
Quellen:
Ho mann: Wachs um
(s.
Anm.
16);
Sidney
Ho ne:
A His o y o In e es Ra es,
New
B unswick
1963;
P eußisches
S a is isches Landesam (l g.): S a is isches Jah buch u den
p eußischen S aa , 1-13 (Be lin 1908-15); Deu sche Okonomis (Be lin),
1883-1913.
7'
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Wohnungsma k ,
Wohnungs e so gung
und
Wohnmobili ä
in
deu schen
G oßs äd en
1870-1913*
Von
Clemens
Wische mann,
Müns e /Wes .
I.
Im
A gumen a ionsge Uge de deu schen Wohnungs e o me des
19.
Jah hun-
de s
nahm
die Hypo hese eine anhal enden Ve elendung de Wohn e häl nisse
un e
dem
Ein luß on Indus ialisie ung
und
Ve s äd e ung einen es en Pla z
ein.
In
diesem Punk e gab es keine Gegensä ze zwischen Sozialdemok a en
und
Sozial e o me n im "
Ve ein
ü Sodalpoli ik": Beide Sei en glaub en
au
die Ve -
elendungs hese schon aus agi a o ischen
G ünden
nich e zich en
zu
können.
Die Mo i e
U
die Fu ch de Re o me o eine op imis ischen Einschä zung de
En wicklung de deu schen Wohn e häl nisse ha niemand ge inge e als
Gus a
Schmolle
be ei s o
den
e s en
Enque en
des"
Ve eins
ü Socialpoli ik" übe die
"Wohnungsno
de
ä me en
Klassen
in
deu schen
G oßs äd en" 1 im Vo wo
zu
de
A bei eines seine Schüle o en ausgesp ochen.
E
U ch e, so
Schmolle
1878,
die
"op imis ische Fä bung einzelne S ellen", de
"an
sich unzwei elha ich ige
Hinweis
au
die no hwendige S eige ung de wi hscha lichen Gesam p oduk-
ion" könne mögliche weise nich "als ein
e
e , sonde n als ein
au
au " e s an-
den
und
"dami als eine Abweisung alle socialen Re o mbes ebungen au ge aß
we den"2. Zwei Jah zehn e spä e sch ieb de in de Behandlung de Wohnungs-
age du ch seine Pa ei Uh ende Sozialdemok a
Hugo
Lindemann, daß es
jedem
Wohnungs e o me
au
die Fes s ellung eine Ve schä ung des Ve häl nisses zwi-
schen Einkommen
und
Mie e
ankommen
müsse,
denn
wenn die p i a e Un e -
nehmung das Wohnbedü nis de un e s en Einkommensklassen
nu
gegen E he-
bung eines wachsenden Teils des Einkommens als Mie e
zu
be iedigen e möge,
so olge om S andpunk e de Allgemeinhei , daß die Bauwi scha ih e Au gabe
* Diese Au sa z
be uh
au
E gebnissen des Fo schungsp ojek s ,,wohnungsno
und
So-
ziale F age im
19.
Jah hunde " des Sonde o schungsbe eichs
164
,; e gleichende
geschich liche S äd e o schung" de Uni e si ä Müns e .
1
Vgl.
Die Wohnungsno h de ä me en Klassen in deu schen G oßs äd en
und
Vo schläge
zu de en Abhül e. Gu ach en und Be ich e, h sg. om Ve ein ü Socialpoli ik, 2 Bde.,
leip-
zig
1886
(Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, Bd. 30,
31).
2 Vo wo zu Richa d Michaelis: Die Gliede ung de Gesellscha nach
dem
Wohls ande,
au
G und
de neue en
am lichen deu schen Einkommens-
und
Wohnungss a is ik, Leipzig
1878,
S.VII (S aa s-
und
socialwissenscha liche Fo schungen,
1.
Bd.,
5.
H).
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102 Clemens Wischennann
nich e üll habe
und
daß dahe die ö en lichen Kö pe scha en, in e s e Linie
die Gemeinden, einzug ei en hä en3•
Rückblickend
haben
sozialpoli isch mo i ie e P ämissen wie diejenigen
Schmolle s
und
Lindemanns ü lange Zei
den
Blickwinkel de Beu eilung de
Wohnungs e häl nisse des
19.
Jah hunde s o gegeben
und
au
eine Pe spek i e
es geleg , die schon damals eine Scheinkon o e se zwischen sozial engagie en
Re o me n und einigen wenigen empi isch a bei enden Wi scha s-
und
Sozial-
wissenscha le n
wa .
Le z e e s anden abe in de zei genössischen Deba e
au
e lo enem Pos en (was sich
am
Beispiel zahl eiche Wohnungs e o mkong esse
zeigen ließe4
),
wäh end die Thesen einige Sozialpoli ike
und
Sozial e o me das
ö en liche Feld behe sch en.
In
ih e T adi ion is die Geschich e des Wohnens
im Zeichen de U banisie ung du ch die anhal end unk i ische Rezep ion zei ge-
nössische Re o mli e a u bis heu e eine Geschich e oll on p opagandis ischen
Halbwah hei en
und
wenig s a is isch gesiche em Wissen ge blie ben. Das beginn
be ei s mi
dem
ü die S ando bes immung des Be ach e s wich igen Blick zu-
ück
au
die o indus iellen Wohn e häl nisse, de
nu
zu
o
au
einige wenige,
imme wiede au geleg e Klischees e eng is , die e mein lich die Ausgangslage
des s äd ischen Wohnungswesens in Deu schland o Ein i in die U banisie-
ung cha ak e isie en sollen.
In
imme
neuen
Va ia ionen we den auch heu e noch die angeblich "male i-
schen" Lebens e häl nisse in de o indus iellen "al en" S ad besch ieben. Wie
so iele de heu igen Eins ellungen zu S ad
haben
auch solche Ansich en ih e
Wu zeln in de im spä en
19.
Jah hunde wei e b ei e en G oßs adi eindscha
5.
Diese en wickel e als Gegenpol zu ungelieb en, häßlichen
und
anonymen G oß-
s ad
jene
Jah e eine Ve klä ung de o indus iellen Zei , wie sie in Kuns
und
Li e a u aus de Wiede en deckung de "Biede meie zei " bekann is . Die Idylli-
sie ung de o indus iellen Wohnungszus ände wa ein T ugbild,
dem
nich
wenige de deu schen Wohnungs e o me au gesessen sind. Geschön e, nos al-
gische Rückblicke e s ellen noch heu e o
den
Blick
au
die ealen Daseins e -
häl nisse in de o indus iellen S ad ,
au
die iel ehe die mi elal e liche Allego-
ie on de "F au Wel " paß , on de die Dich ung be ich e , daß sie on o ne
be ach e die eiz olls e de F auen sei, on ückwä s be ach e abe sich olle
Schwächen
und
g eulichen Gewü ms zeige.
In
manchen deu schen S äd en konn e
man
noch bis wei ins
20.
Jah hunde
hinein angesich s e hal ene Res e o indus ielle Mie sbehausungen eine Vo -
3
Vgl.
Hugo
Lindemann: Die deu sche S äd e e waI ung -Ih e Au gaben
au
den
Gebie~
en
de
Volkshygiene, des S äd ebaus und des Wohnungswesens, S u ga
1901,
2.
Au l.,
S u ga
1906.
Vgl.
auch die Reak ion Lindemanns
au
die Thesen Ludwig Pohles
au
dem
1.
Allgemeinen Deu schen Wohnungskong eß on
1904:
Hugo
Lindemann:
Zu
Li e a u
übe
die Wohnungs age, in: A chi ü Sozialwissenscha und Sozialpoli ik
25
(1907),
S.
714-761, bes. S.715-718.
4
Vgl.
insbesonde e den Be ich übe
den
1.
Allgemeinen Deu schen Wohnungskong eß
in F ank u
a.
M., 16.-19. Ok obe
1904,
Gö ingen
1905.
5
Vgl.
Klaus
Be gmann:
Ag a oman ik und G oßs ad eindscha , Meisenheim
1970.
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohn nobili ä 103
s ellung da on gewinnen, un e welchen unzu eichenden Wohn e häl nissen sich
das Leben de s äd ischen Un e schich en o
dem
19.
Jah hunde abgespiel
haben
muß. Das bekann es e Beispiel bilden wohl die "Gänge ie el" iele no d-
deu sche S äd e, wo sich
au
denkba knapps em Raum die engen, as lu -
und
lich losen ,;Wohnbuden"
und
,;Wohnsäle" aneinande eih en. Neue e Un e su-
chungen
zum
s äd ischen Kleinwohnungsbau sei de ühen Neuzei lassen es als
gesiche e scheinen, daß die Einzimme -Wohnung mi eine G und läche on
20
bis
25
qm
u eine ganze Familie zumindes in
den
g öße en Handelss äd en die
No malwohnung de sozialen Un e schich en gewesen is 6•
In
de Li e a u zu
Wohnungs age des
19.
Jah hunde s dominie e dagegen ein ganz ande es Bild
de Ve gangenhei , das de Außensei e de deu schen Re o mdeba e nach de
Jah hunde wende,
Ludwig
Pohle,
einmal e was bissig so skizzie e: "Hie auch
die Vo s ellung on einem e lo engegangenen Zei al e des Wohnungswesens
...
au .
Man
schein ohne sie in de poli ischen Agi a ion ga nich auskommen zu
können. So o sie auch wide leg wi d,
imme
e heb sie on
neuem
ih Haup
gleich de Schlange in de He kulessage. Das goldene Zei al e des Wohnungswe-
sens
...
ha es niemals gegeben. Wenigs ens weiß die Wissenscha on seine Exi-
s enz nich s"?
Das e mein lich e lo ene
"goldene
Zei al e
des
Wohnungswesens"kling eben-
alls in eine zwei en, lange e b ei e en Vo s ellung an: de so o beschwo enen
Idylle om gesunden, na ü lichen Wohnen
au
dem
Lande. Dabei wu de übe se-
hen, daß nach allen bishe igen E kenn nissen (insbesonde e aus de englischen
Fo schungB) die Wohnbedingungen
au
dem
Lande sowohl in de o indus iellen
Zei wie dann auch in de U banisie ungsphase keines alls besse wa en als in de
Enge de S äd e. Roman Sandg ube s kü zlich geäuße e Übe zeugung, "die Vo -
s ellung on eine Landbe ölke ung, die ein Leben in lu igen
und
behaglichen
Landhäuse n gegen euch e
und
ins e e Kelle in Indus ies äd en e ausch e,
en sp ich
meh
ag a oman ischem Wunschdenken als a sächlichen Gegeben-
hei en"
9,
e schein zu e end. Siche lich e iel ach en sich manche sozialen
ode auch hygienischen P obleme in
den
G oßs äd en,
und
ande e wie F agen de
sozialen Einbindung a en
neu
hinzu.
Doch
u die Land-S ad -Wande e dü en
die Wohnungs e häl nisse in de S ad , so beeng
und
schlech sie o allem
zu
Be-
ginn de U banisie ung auch wa en,
imme
noch besse gewesen sein, als das, was
die meis en om Lande
he
gewohn wa en
10.
6
Vgl.
Pe e
Hans
Rope lz:
Kleinbü ge liche Wohnungsbau om
14.
bis
17.
Jah hunde in
Den schland
und
im benachba en Ausland, Diss. Aachen
1976.
7
Ludwig
Pohle:
Die En wicklung des Ve häl nisses zwischen Einkommen
und
Mie e, in:
Zei sch i u Socialwissenscha ,
IX.
Jg.
(1906),
S.
22-47
und
88-106, hie
S.
95.
8
Vgl.
z.
B.
Enid
Gauldie:
C uel Habi a ions: A His o y o Wo king-Class Housing
1780
bis
1918,
London
1974.
9
Vgl.
Roman
Sandg ube :
Gesindes uben, Klei'1p.äuse
und
A bei e kasemen. Ländliche
Wohn e häl nisse im
18.
und
19.
Jah hunde in Os e eich, in: Wohnen im Wandel, h sg.
on Lu z
Nie hamme ,
Wuppe al1979, S.107-131, hie
107;
gl.
auch
de s.:
Ländliche Wohn-
e häl nisse sei de ühen Neuzei , in: Bei äge zu his o ischen Sozialkunde 9
(1979),
S.45-51.
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110
"H,
Hambu g
4
0
5
-1
-2
-3
-4
-5
-6
"H,
10
Be lin
Q
8
6 ,
4 ,
'.
2
0
/05
-1
-2
-3
-4
-5
-6
-7
-8
-9
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I
-',
,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
, ,
, I
' ,
,I
"
"
"
11
•
I
Clemens Wische mann
,
I
, I
, '
.'
,'I
,
"
I,
I ,
lee s ehenae
Gelasse
---
jäh liche
Ve ände ung
de
Mie höhe(Gelasse,- - -
--
jäh liche
Ve ände ung
-
de
M;el
höhe
,
Wohnungen,
15
Die
0,-
Achse de Ku e de lee s ehenden Gelasse
en sp ich dem langjäh igen Mi el
I/on
4.6
Y.
H.
des
Lee bes andes
-
--
L_s _
Gelasse
JäMiche
Ve ände ung de
Mie höhe
In
.H.
:'
, '
, "
1915
DIe 0 - Achse de Ku e de 'ee s ehEmden Gelasse
-oonlsp '1ch
dem
~anQ;ahngen
MI el
I Ion 3,4
.
H.
jes
lee bes al"ldes
, ,
, ,
::
"
"
"
l
Abb.
3: Mie enbewegung und Wohnungsma k in Be lin und Hambu g
1861-1913
( .H.)
Quelle:
Zusammenges ell und be echne nach den Angaben
zu
Abb. 1 und Be ich übe
die
Gemeinde-Ve wal ung de S ad Be lin in den Jah en
1861-1876,
I.
He , Be lin
1879,
S.
59;
...
in den Jah en
1877-1881,
l.
Teil,
Be lin
1883,
S.
103;
...
in den Jah en
1882-1888,
l.
Teil,
Be lin
1889,
S.
133;
...
in den Jah en
1889-1895,
1.
Teil,
Be lin
1898,
S.
216;
Ve wal-
ungsbe ich des Magis a s
zu
Be lin
i
das
E a jah
1895/96,
Be lin
o.
J.,
1895/96
.; S a i-
s ik
des
Hambu gischen S aa s,
H.
XlI, Hambu g
1882,
S.
38,
H.
x ,
Hambu g
1890,
S.
31,
H.
XVI,
Hambu g
1894,
S.
61,
H.
XIX,
Hambu g
1900,
S.
120,
H.
XXI,
Hambu g
1903,
S.
181,
H.
XXIX,
Hambu g
1919,
S.
60;
S a is isches Handbuch
i
den Hambu gischen S aa ,
2.
Aus-
gabe, Hambu g
1880,
S.
72
.,
D i e Ausgabe, Hambu g
1885,
S.
82
.,
4.
Ausgabe, Hambu g
1891,
S.
93
und Ausgabe
1920,
Hambu g
1921,
S.
137
.
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung
und
Wohnmobili ä 111
de Wohnungsma k im le z en Jah zehn o dem E s en Wel k ieg o z lebha -
e Bau ä igkei
und
einem endenziellen Rückgang de Zuwande ung diese Mie -
s eige ungen au nahm. Dies kann
nu
mi dem iel ach es ges ell en allgemeinen
Ans ieg des Lebenss anda ds in Ve bindung geb ach we den.
T o z eine zahlenmäßig eno men Wohnungsp oduk ion in de zwei en Häl e
des
19.
Jah hunde s blieb die g oßs äd ische Kleinwohnungs age bis zum E s en
Wel k ieg imme on aku e Bedeu ung. Bei
jedem
Rückschlag de Wohnungs-
konjunk u ück e sie wiede ins ö en liche Bewuß sein. Wenn Obdachlosig-
kei se scheinungen d oh en ode die p i a e Bauwi scha in den Übe angebo s-
phasen wiede einmal un e eine Ke e on Bauskandalen
und
Konku sen li ,
wu de imme e neu die F age disku ie , wa um die p i a e Wohnungswi scha
nich in de Lage sei, eine s e ige Ve so gung insbesonde e
au
dem sozialpoli isch
besonde s k i ischen Gebie de Kleinwohnungen zu siche n.
En gegen e b ei e en Anschauungen
muß
manjedoch zunächs einmal gene-
ell es s ellen, daß es om Angebo he keinen lang is igen
und
o allem kon i-
nuie lichen Kleinwohnungsmangel gegeben ha .
De
Indika o Lee wohnungen
is inso e n nich meh deu ig, als in Zei en nennenswe e Lee wohnungsbe-
s ände auch ein e hebliches Kleinwohnungsangebo be ei s and. Eine wei e e
Au schlüsselung de lee s ehenden Wohnungen nach Mie p eisklassen e möch-
e zu zeigen, daß es zu Zei en mi le e bis hohe Lee zi e n nu ela i ge inge
Abweichungen zwischen den einzelnen Klassen on
1-2
.
H. gegeben ha
21
. Bei
jedem
Rückgang de Wohnungsp oduk ion kam esjedoch bei den Kleinwohnun-
gen zu einem übe p opo ional ie en Abs u z des Neuzugangs bis hinein in die
zahlenmäßige Bedeu ungslosigkei , wäh end de Bau on g öße en Wohnungen
ge inge en Schwankungen un e wo en
wa .
Die Zei des beschleunig en S äd e-
wachs ums
und
des Übe gangs zum "mode nen" Massenmie shaus is in den mei-
s en g öße en deu schen S äd en in die spä en 1860e
und
ühen 1870e Jah e zu
da ie en. Es wa gleichzei ig de Beginn des Au baus eine mode nen Baupolizei-
gese zgebung
und
speziell ih e bau echnischen
und
wohnungshygienischen Vo -
sch i en.
De
in den S äd en d ingend benö ig e Massenwohnungsbau s and also
neben de ein quan i a i en Bewäl igung de Wohnungsnach age o dem
zusä zlichen P oblem, neue
z.
T.
gese zlich es geleg e, imme wei e s eigende
quali a i e S anda ds im Wohnungsneubau zu e üllen. Es gelang zwa , o allem
die hygienisch o ien ie en Bau o sch i en ela i asch du chzuse zen, alle -
dings in den K isenjah en nu
au
Kos en eine aus eichenden
und
unk ions ähi-
gen Kleinwohnungsp oduk ion. Die Bauwi scha ging dann übe wiegend
zum
Bau mi le e
und
g oße Wohnungen übe , da hie die Au lagen leich e zu e ül-
len wa en und ein en able Wohnungsbau möglich blieb. Es a hinzu, daß bei
einem ollen Ma k die Ve wal ung on Kleinwohnungen besonde e Schwie ig-
21
Vgl.
Wische mann,
Wohnen in Hambu g
(s.
Anm.
14),
S.166
.
Die eigen lichen Disk e-
panzen de Lee wohnungszi e n lagen in ih e Ve eilung im inne s äd ischen Raum,
gl.
ebd.
S.
386
.
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112
Kleinwohnungen
15000 _.
_.-
F ank u
10000
......
Hambu g
5000
4000
3000
2000
1000
500
100
Clemens Wische mann
",'",
~······
....
····i
.....................
i
I
/"',
,
1880
82 84 86 88'
1890
92
94 96
98
1900
02
04 06 08
1910
12
1914
Abb. 4: Kleinwohnungsp oduk ion (Wohnungen bis d ei Zimme )
in F ank u
und
Hambu g 1880-1913 (absolu )
Quelle:
Zusammenges ell
und
be echne nach Jah esbe ich e de Ve wal ungsbehö den
de eien
und
Hanses ad Hambu g ü das Jah
1908,
Baupolizeibehö de,
S.
75,
(1909)
ebd.,
S.
68,
(1910)
ebd.,
S.
67
.,
(1911)
ebd.,
S.
70
.,
(1912)
ebd.,
S.
67; Bei äge zu S a is ik de S ad
F ank u
am
Main,
11.
He
(1919),
S.
179
1
Kleinwohnungen
100
.H.
90
80
70
60
50
40
30
20
10
.
" -
.
.i
--
Be lin
- - - -
F ank u
.'
.....
.......
Hambu g
1880
82 84 86 88
90
92
94
96
98
1900
02 04
06 08
10
12
1914
Abb. 5: Kleinwohnungsp oduk ion (Wohnungen bis d ei Zimme ) in Be lin, F ank u
und
Hambu g 1880-1913 (in
.
H. de gesam en Wohnungsp oduk ion)
Quelle:
Vgl.
Angaben zu Abb. 4
und
Sieg ied Asche : Die Wohnungsmie hen in Be lin
1880-1910, Be lin
1918,
S.
121
(Wohnungen mi
0-2
heizba en Zimme n)
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohn nobili ä 113
kei en be ei e e, die in e s e Linie aus dem hohen Risiko on Mie aus ällen als
Folge de damaligen "Pos nume ando"-Mie zahlungen
22
esul ie e.
Nachdem die Wohnungsk ise
um
1900
in manchen S äd en noch einmal as
zum
Zusammenb uch de Kleinwohnungsp oduk ion ge üh ha e, se z e dann
im le z en Jah zehn o dem E s en Wel k ieg ein s a k e höh e Kleinwohnungs-
bau ein.
E
zeh e zum einen on dem allgemeinen konjunk u ellen Wiede au -
schwung de Bauwi scha nach de Jah hunde wende. Mi dem Umschwung
de Konjunk u wa wie schon in ühe en Pe ioden eine Umo ien ie ung in den
gebau en Wohnungs ypen e bunden. Je s ä ke sich die Belebung de Woh-
nungsbau ä igkei auswi k e, in des o g öße em Maß ging die Wohnungswi -
scha auch wiede zum zu o abgelehn en
Ba.u
on Kleinwohnungen übe .
In
dem
am
Hambu ge Beispiel besonde s gu zu dokumen ie enden Zei aum sei
1896
kam es dabei zu eine olls ändigen Umkeh ung de gebau en Wohnungs-
g ößen zwischen K ise und Hochkonjunk u
( gl.
Abb.
6).
Da übe hinaus abe
se z e die Wohnungsk ise on
1900
zum
e s en Mal kommunale Un e s ü zung ü
den Kleinwohnungsbau in nennenswe em Um ang in
Fo m
di ek e Sub en io-
nen
ei.
D i ens a en E leich e ungen ode ande s ausged ück Rücknahmen baupoli-
zeiliche Vo sch i en ü den Kleinwohnupgsbau hinzu, die kommunalpoli isch
auße o den lich ums i en wa en, da sie als sozialpoli ische Rücksch i in e p e-
ie we den konn en
23
• De Kleinwohnungsbau konn e sich
nun
au
einem
Ni eau on
ca.
70-80
.H.
de gesam en Wohnungsp oduk ion s abilisie en, was
wesen lich zu En spannung des Wohnungsma k es o dem E s en Wel k ieg
beige agen ha .
An
de Ve s e igung de Kleinwohnungsp oduk ion des spä en
19.
Jah hun-
de s haben gemeinnü zige, genossenscha liche
und
philan h opische Bes e-
bungen mi gewi k , die in Deu schland sei
de
Mi e des
19.
Jah hunde s en -
s anden sind, abe e s sei
den
1890e Jah en einen nennenswe en Um ang
e eich haben, weil sei
1889
eine neue Finanzie ungsquelle ih e cha ak e is ische
Kapi alschwäche ausglich. Sei dem In alidi ä s-
und
Al e s e siche ungsgese z
dieses Jah es wa den Ve siche ungsans al en ges a e , bis zu einem Vie el, spä-
e bis zu Häl e ih e Gelde in e s en Hypo heken
au
Kleinwohnungen anzule-
gen. Diese Da lehen wu den un e
den
am
Kapi alma k üblichen Sä zen e zins
und
in de Regel auße
an
Kommunen nu
an
gemeinnü zige Bau äge e ge-
ben
24
• So g oß indes die indi iduellen ode genossenscha lichen Leis ungen man-
22
Vgl.
hie zu aus üh lich Abschni
V.
2)
Vgl.
dazu auch
Wol gang
R.
K abbe:
Die An ange des "sozialen Wohnungsbaus" o
dem E s en Wel k ieg. Kommunalpoli ische Bemühungen um eine Lösung des Woh-
nungsp oblems, in: VSWG 7l
(1984),
S.
30-58;
Wal e
S ei z: Kommunale Wohnungspol ik
im Kaise eich am Beispiel de S ad F ank u am Main, in:
Hans
1.
Teu ebe g
(Hg.):
U bani-
sie ung im
19.
und
20.
Jah hunde ,
Köln-Wien
1983,
S.
393-428;
de s.
un e Mi wi kung on
Wol gang
R.
K abbe:
Kommunale Wohnungspoli ik deu sche G oßs äd e
187l-1914,
in:
Hans
1.
Teu ebe g
(Hg.):
Homo habi ans. Zu Sozialgeschich e des ländlichen und s äd i-
schen Wohnens in de Neuzei , Müns e
1985,
S.
421-446;
Wische mann,
Wohnen in Ham-
bu g
(1983),
S.
117
.
8 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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114
Wohnungen
(absolu )
15000
10000
500
1896
1900
Clemens Wische mann
,
I
A
i
I
Wohnungen
ges.
---
4
und
meh
Zimme
---------
3
Zimme
----.----
1-2
Zimme
...... .
1905
1910
Abb.
6:
Bau ä igkei nach Wohnungsg ößen in Hambu g 1896-1912.
Quelle:
Jah esbe ich e de Ve wal ungsbehö den de eien
und
Hanses ad Hambu g, Ab .
Baupolizeibehö de, Jg.
1896
.
che O ganisa ionen auch gewesen sein mögen, bis
zum
E s en Wel k ieg blieb die
gemeinnü zige
und
genossenscha liche Bau ä igkei u
den
gesam en Woh-
nungsneubau wie auch die allgemeine Wohnungskonjunk u noch ohne g öße e
Bedeu ung.
In
Hambu g e eich e die Quo e des genossenscha lichen
und
24
Vgl.
Alwin
Bosse:
Die Fö de ung des A bei e wohnungswesens du ch die Landes e si-
che ungsans al en, Jena
1907.
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohnmobili ä
115
gemeinnü zigen Wohnungsbaus
am
gesam en Wohnungszugang in den Jah en
1895
bis
1912
e wa 3-3,5
.
H.
25.
In
F ank u , de S ad zahl eiche Wohnungs e-
onn e einigungen
und
Re onnansä ze, e eich e diese An eil on
1880
bis
1913
als Ausnahme
9,5
.
H.
(1900
bis
1913
soga
13,2
.
H.)26.
Das Gesam olumen des
"sozialen" Wohnungsbaus mach e hie e wa das Zwei ache eine mi le en Jah es-
p oduk ion des F ank u e Wohnungsbaus aus. F ank u wa jedoch wie gesag
ein posi i es Ex em.
In
de Regel lagen die Zahlen wei da un e . Diese Tä igkei
de genossenscha lichen
und
gemeinnü zigen Bau äge wa jedoch inso e n
symp oma isch ü die Lage de Kleinwohnungs e so gung, als ih Wohnungsbau
sich bei Vo zügen in de Wohnquali ä
und
o allem eine de Zei wei o aus-
g ei enden Wohnsiche hei in G öße
und
Mie p eis kaum om " eien" Woh-
nungsbau un e schied. Bei Beach ung wi scha liche Rahmenbedingungen wa
man
auch hie nich in de Lage, akzep ablen
neuen
Wohn aum ü seh nied ige
Einkommen be ei zus ellen. T o z eine zumindes phasenweise hohen
und
zah-
lenmäßig aus eichenden Kleinwohnungsp oduk ion lag das P eisni eau des Woh-
nungsneubaus übe de Nach age ähigkei zumindes on Teilen de g oßs äd i-
schen Be ölke ung. Nich nu Phasen quan i a i en Wohn aummangels, sonde n
auch Zei en hohe Kleinwohnungsbes ände gingen dahe die längs e Zei einhe
mi
dem
Wei e he schen pa ielle Wohnungsno . Die Folge wa dann ein Aus-
weichen in Un e ennie ungsp ak iken
und
in die Übe üllung des Wohn aums.
Die Leis ungen des gemeinnü zigen
und
genossenscha lichen Wohnungsbaus
sind in diesem Zusammenhang abe siche lich höhe einzus u en, als dies ih blo-
ßes Bau olumen ausd ück .
Zu
E eichung soziale Ziele üh e im Kleinwoh-
nungsbau kaum ein Weg an den gemeinnü zigen O ganisa ionen o bei, die sich
zugleich ü die Kommunen als die wi scha lichs e
Fonn
eigenen inanziellen
Engagemen s e wiesen, wenigs ens solange de S aa noch nich in die unmi el-
ba e eigene Ve an wo ung ü die Kleinwohnungs e so gung einge e en
wa .
E s in de Weima e Republik soll e die Ve bindung on s aa liche Wohnungspo-
li ik
und
gemeinnü zige Wohnungsbau ä igkei p ägend ü das Wohnungswesen
we den.
III.
Eine Beu eilung de Leis ungen
und
De izi e de libe alen Wohnungswi -
scha des
19.
Jah hunde s
muß
de F age nach dem Ausmaß de quan i a i en
Be iedigung de Wohnungsnach age un e den Bedingungen eines
hohen
und
zudem s a ken Schwankungen un e wo enen Be ölke ungswachs ums einen
o angigen S ellenwe ein äumen. Einen e s en Eind uck des Ve so gungsni-
eaus mi Wohnungen enni el die Belegungsdich e. Sie weis eine allende Zahl
on Pe sonen p o Wohnung bis zum E s en Wel k ieg nach. Diese Zi e n könn e
man
jedoch sowohl als Ausd uck eine sich besse nden Wohnungs e so gung als
25Vgl.
Wische mann,
Wohnen in Hambu g
(s.
Anm.
14),
S.
180.
26
Vgl.
Hen ie e
K ame :
Die An änge des sozialen Wohnungsbaus in F ank u
am
Main
1860-1914, in: A chi ü F ank u s Geschich e
und
Kuns , H.56
(1978),
S.123-190.
8'
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116
BeNohne /
bew.
Wohnung
3.5
1860
'.
1865
1870
Clemens Wische mann
--Be 1in
- - - -
München
,
0-
_.
_.
_.
F ank u
......
"_ u
....
-.
--
-:
..
-:-:.-. .....;
.:...::::..:..:
'
.....•
"
,"
......
-
.:...:
..
...:.
..
_
..
':"":
--
_
...........
.
. -
........
. . "
..
>
....
:-
-
---_
..............
-------0--
..... '
...
",.
1875 1880
1885
18Ij5
lQ05
11110
Abb.
7:
Ve so gungsni eau mi Wohnungen in deu schen G oßs äd en.
1861-1910
(Bewohne /bewohn e Wohnungen)
Quelle: Zusammenges ell und be echne nach Bei äge zu S a is ik de S ad F ank u
am Main, H.
2,
F ank u 1874 .; S a is ik des Hambu gischen S aa s, H.
I,
Hambu g
1867
.;
Mi heilungen des S a is ischen Bu eaus de S ad München, Bd.
2,
München
1877
.;
Ve ö en lichungen de Resul a e de Be line Be ölke ungs-, Gewe be- und Woh-
nungsau nah nen sei
1861,
Be lin
1863
.
un e wechselnden Ti eln.
auch de Ve kleine ung de Familien
und
Haushal e in e p e ie en. Die augen äl-
ligs e Abnahme ollzog sich in Be lin, das
1910
den nied igs en S and de un e -
such en G oßs äd e au wies. Es wä e jedoch ein a ale I um, hie aus Rück-
schlüsse
au
die Wohndich e
zu
ziehen, da bei diesem Indika o jegliche Be ück-
sich igung de Wohnungsg öße un e bleib . Bei Einbeziehung de Wohnungsg ö-
ßen, also de Be echnung de heu e so bezeichne en "in e nen Wohndich e"
e kenn
man
so o , daß Be lin
eben
nich die S ad mi de bes en, sonde n ganz
im Gegen eil die S ad mi de bei wei em ungüns igs en quan i a i en Woh-
nungs e so gung
un e
den
deu schen G oßs äd en
wa .
Hambu g
nahm
eine
mi le e S ellung ein, wäh end München be ei s eine deu liche
und
F ank u
s ell e e end ü zahl eiche wes -
und
süddeu sche S äd e im ganzen U banisie-
ungszei aum eine e heblich besse e in e ne Wohnungs e so gung als Be lin
au wies. Wäh end sich die Hambu ge Ve häl nisse im spä en
19.
Jah hunde
nachhal ig e besse en
und
die in e ne Dich e ku z o
dem
E s en Wel k ieg in
e wa das Ni eau de ande en G oßs äd e e eich e, blieb Be lin ein wei e hin e
de üb igen En wicklung im Wohnungswesen zu ückbleibende Sonde all. Die
du chschni liche in e ne Wohndich e de S ad blieb wei e hin
au
einem de a
hohen
Ni eau, wie es in ande en G oßs äd en kaum in
den
alle schlech es en
Wohnqua ie en e eich wu de
27
•
27
Bei Be line Da en aus de Zei o dem E s en Wel k ieg is alle dings zu beach en, daß
es sich imme
nu
um
den
zum o iziellen Be line S ad gebie zählenden Ke n des Be line
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohnmobili ä 117
De
bis
zum
E s en Wel k ieg ange o ene S and de in e nen Wohndich e
wi d besse o s ellba , wenn
man
ihn in Ve gleich zu Wohnsi ua ion in de Bun-
des epublik nach
dem
Zwei en Wel k ieg se z .
Im
Jah e
1950
lag die in e ne
Dich e nachk iegsbeding bei
1,59
Pe sonen p o Wohn aum (ohne Küchen); on
1,37
Pe sonen im Jah e
1956
sank die Dich e dann bis
1968
au
0,96
und
1972
au
0,93
un e
den heu e gel enden Minimals anda d on mindes ens einem Raum
p o Pe son
28
. Es wi d deu lich, daß -mi de g oßen Ausnahme Be lins -die Ve -
so gung mi Wohn aum gegen Ende de U banisie ungszei in
den
G oßs äd en
im allgemeinen ein Ni eau e eich ha e, das im Du chschni de Bundes epublik
Deu schland e s in den 1960e Jah en allgemein e eich
und
in
den
1970e Jah en
un e sch i en wo den is .
Tabelle
1:
In e ne Wohndich e in deu schen G oßs lid en in de zwei en Häl e des
19.
Jah -
hunde s (Pe sonen p o Wohn aum, ohne Küchen)
Jah Be lin München F ank u Hambu g
1875
1,90
-- -
1890
1,91
1,15 1,04 1,39
1900
1,88
1,21
-
1,28
1910
1,83
--
1,17
Quelle:
Vgl.
Angaben zu Abb. 7
Das Gesam bild de in e nen Ve so gung mi Wohn aum bleib o
dem
E s en
Wel k ieg nich zule z aus kaum
zu
üllenden Da enlücken uneinhei lich. Noch
schwie ige wi d es, e such
man
die Ve so gung im Wohnbe eich
an
de Wohn-
läche
zu
messen.
Fü
die Jah e
um
die Jah hunde wende läß sich anhand eine
auße gewöhnlich güns en Quellenlage ü Hambu g
und
München eine du ch-
schni liche Ve so gung de S ad be ölke ung mi Wohn läche on
10
bis
15
qm
p o Kop schä zen
29
•
Heu e
(1980)
geh
man
in
den
G oßs äd en de Bundes epu-
blik on eine Wohn läche on
25-30
qm
p o Kop aus. Obwohl auße halb Be lins
nach e wa
1890
En spannungs endenzen anzunehmen sind, besse e sich die in-
e ne Wohndich e in bezug
au
die du chschni liche Ve so gung mi Wohn läche
nu
langsam.
Agglome a ions aumes handel , dessen Gebie sei den 1860e Jah en as un e ände
blieb, wäh end die auße halb wachsenden Vo o e
(z.
B.
Cha lo enbu g, Schönebe g, Rix-
do e c.) selbs ändige Kommunen bilde en.
28
Vgl.
Wo{ gang
Gla ze :
Ziele, S anda ds
und
soziale Indika o en de Wohnungs e so -
gung, in:
Wo{ gang
Zapj(Hg.): Lebensbedingungen in de Bundes epublik, F ank u /New
Yo k
1978,
S.
575- J76,
hie
S.
628.
29
Vgl.
Clemens
Wische mann:
Wohnen
und
soziale Lage in de U banisie ung. Die Wohn-
e häl nisse hambu gische Un e - und Mi elschich en
um
die Jah hunde wende, in:
U banisie ung im
19.
und
20.
Jah hunde , h sg. on
Hans
J.
Teu ebe g,
Köln/Wien
1983,
S.
309-337, bes.
318
.;
de s.:
"Familienge ech es Wohnen": Ansp uch und Wi klichkei in
Deu schland o
dem
E s en Wel k ieg, in: Homo habi ans. Zu Sozialgeschich e des ländli-
chen und s äd ischen Wohnens in de Neuzei , h sg. on
Hans
J.
Teu ebe g,
Müns e
1985,
S.169-198, bes.
177
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
118
Clemens Wische mann
De
en scheidende Du chb uch in de Wohnungs e so gung de U banisie-
ungszei gelang noch wenige im Be eich de Wohn läche als de Auss a ungs-
s anda ds. Die Ve besse ung de Wohn e häl nisse wa in de Sich de Re o me
des
19.
Jah hunde s nie nu eine Wohn aum age gewesen, sonde n imme auch
(zei weise un e dem D uck schwe e Epidemien in e s e Linie) eine F age de
S ad -
und
Wohnungshygiene. Im Zusammenhang mi dem Au bau mode ne
zen ale Wasse e so gungsans al en und eine sys ema ischen Kanaiisa ion
30
wu den die angesich s des massie en S äd ewachs ums zwingend no wendigen
E olge bei de Ve besse ung de Wohnbedingungen e ziel . Fließendes Wasse in
de Wohnung und das Wasse klose schu en den Beginn eine eigen lichen Kö -
pe - und Wohnungshygiene im heu igen Sinn.
Die in den Baupolizeigese zen ela i üh e olg e gese zliche Fes s ellung
hygienische Mindes s anda ds und dami ih e Du chse zung im Wohnungsneu-
bau können aus gesundhei liche Sich kaum übe schä z we den. Gegen Ende
des
19.
Jah hunde s nähe e man sich
au
dem Gebie des Wasse anschlusses
eine nahezu olls ändigen Ve so gung; die Auss a ung jede Wohnung mi
einem nu on eine Pa ei zu nu zenden Wasse klose um aß e e wa die Häl e
des Wohnungsbes ands mi noch wei en Lücken im Al bau de S äd e, wäh end
sich ein Bad e s im Wohnungsneubau
U
die obe e Mi elschich als übliche
Wohnkom o du chzuse zen begann. Be ücksich ig man da übe hinaus wei e e
Aspek e wie die zunehmende Heizba kei alle Räume, die Auss a ung mi
Küchen e c., so zeigen die wich igs en quali a i en Indika o en de Wohnungs e -
so gung lang is ig eine nachhal ige Ve besse ung de Wohns anda ds an. S a k
e ein ach könn e man die Lage de g oßs äd ischen Wohnungs e so gung
gegen Ende des
19.
Jah hunde s
au
die These b ingen, daß die zen ale P oble-
ma ik sich imme meh om P oblem ih e ein quan i a i en Be iedigung weg
au
das wei e bes ehende Ausmaß de sozialen Dispa i ä en hin beweg e.
Gesam s äd ische Indika o en e möglichen in den sel ens en Fällen Au schlüs-
se
übe soziale Ungleichhei en.
Im
Gesam ahmen wohnungshis o ische Fo -
schung müssen dahe noch wei e e me hodische Ansä ze zu E gänzung und
E wei e ung unse e E gebnisse e olg we den. Zu nennen wä en schich en-
und g uppenspezi ische Un e suchungen ode sozial äumlich angeleg e, e glei-
chende S ad ie elanalysen. In diesem Rahmen kann
au
den sozialen Be und
nich im einzelnen eingegangen we den
3l
• Es soll dahe hie nu die F age gep ü
we den, ob die beobach e e lang is ige Ve besse ung de Ve so gungs s anda ds
auch
au
die Wohnsi ua ion ex em un e e so g e s äd ische Schich en du ch-
schlug.
In
as allen deu schen S äd en schloß
man
sich zu s a is ischen E assung de
gesundhei s-
und
sozialpoli isch schlimms en Mißs ände im Wohnungswesen
30
Vgl.
lohn
on
Simson: Kanalisa ion
und
S äd ehygiene im
19.
Jah hunde , Düsseldo
1983.
31
Vgl.
dazu
Wische mann,
"Familienge ech es Wohnen"
(S.
Anm. 29),
de s.
Wohnen
und
soziale Lage
(s.
Anm. 29),
de s.,
Wohnen in Hambu g
(s.
Anm.
14),
S.
251
.
und
266
.
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohnmobi1i ä 119
.H.
100
90
80
70
60
50
40
---Be lin
30 - - - -
München
_._.
_.-
F ank~u
20
10
1861
64 67
71
75
80 85 90
95
1900
05
1910
Abb. 8: Wohnungen mi eigenem Wasse anschluß in Be lin, München
a)
und F ank u
a.
M.
1871-1905 (in
.
H.)
a)
München bewohn e G unds ücke.
Quelle:
Vgl.
Angaben zu Abb.
7.
.H.
55
50
45
40
35
30
25
10
5
1880
Bad
Wasse klose s
Gas
zum
Kochen
Gas
zu
Beleuch ung
1885
1890
Elek .
lich
Zen alheizung
. _ . _ . _ . - .
- II~~""""'"
1895
1900 1905
1910
.H.
55
45
40
25
20
15
10
5
Abb.9: Wandel de Wohnungsauss a ung in Be lin on
1880--1910
(in
.
H., nu Wohnun-
gen ohne Gewe be äume)
Quelle:
Nach
Sieg ied
Asche : Die Wohnungsmie hen in Be lin on
1880--1910,
Be lin
1918,
S.109.
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126 Clemens Wische mann
g oßen Meh hei de Be ölke ung dü e nach den bishe igen E kenn nissen geu -
eil we den,
daß
die
S eige ung
de
Einkommen
diejenige
des
Wohnbe eichs
wei
übe o en
habe.
Fü
die deu sche wohnungspoli ische
und
wohnungs e o me-
ische Diskussion
haben
diese E gebnisse alle dings wegen des
1.
Wel k ieges
keine Bedeu ung
meh
gewinnen können.
Tabelle
2:
Die Schwabesehe Regel" des Ve häl nisses on Einkommen und Mie e, O iginal-
da en de ühes en E hebung in Be lin
1867
Zahl de in jede
Einkommensklasse
beobach e en Fälle
1861
1137
1070
1232
1024
702
475
456
232
422
288
271
210
128
94
36
43
40
Wenn de Du chschni sbe ag
des den S eue s u en en sp echenden
Einkommens be äg
Tale
1100
1300
1500
1800
2200
2600
3000
3400
3800
4400
5400
6600
8400
10800
14000
18000
26000
übe 32000
so nehmen die
Ausgaben ü Mie e
da on in Ansp uch
P ozen
27,55
24,63
23,92
21,46
20,49
19,63
17,15
17,48
15,04
16,43
14,33
12,65
11,64
9,09
8,73
7,57
7,32
8,57
Quelle:
He mann
Schwabe:
Das Ve häl nis on Mie he und Einkommen in Be lin, in: Be -
lin und seine En wickelung. Gemeindekalende und S äd isches Jah buch 2
(1868),
S.
264
bis
267,
hie
S.
266.
.
"Die G oßs ad
mi
ih em ewigen Wechsel
und
locke en Ge üge
de
Gesell-
scha
nimm
auch de Wohnung
den
s abilen Cha ak e , de ih
un e
no malen
Ve häl nissen eigen ümlich is ; sie gewöhn
den
Menschen allgemach
an
das Um-
ziehen,
an
jene
sch eckliche Qua alswande ung, bei de sich das
Hab
und
Gu
on du chschni lich
20
000 Be line Familien
au
dem
Möbelwagen he um eib ,
mi
allen
jenen
Sch ecknissen on e schab en
und
beschädig en Wand lächen,
die
man
e läß
und
die
man
o mde , on abges oßenen Möbel üßen, schadha -
en
Haushal sgegens änden, on agelange chao ische Wi hscha , gegen
welche ein wande nde Zigeune haushal ein Mus e on O dnung
und
Behag-
lichkei genann we den kann"
42.
Diese Aussp uch des Be line S a is ike s
He -
42
He mann
Schwabe:
Das Nomaden hum in de Be line Be ölke ung, in: Be line s äd i-
sches Jah buch ü Volkswi hscha und S a is ik 1
(1874),
S.
29-37, hie
S.
32.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohnmobili ä 127
mann Schwabeaus seinem be ühm en Au sa z on
1874
s eh am An ang des so o
wiede hol en Bildes eines neuen Nomaden u ns de s äd ischen Be ölke ung, de
die mode ne G oßs ad zu einem "s eine nen Zel " gewo den sei. Das asche
Be ölke ungswachs um de S äd e und ein hohes A bei spla z isiko, de Wechsel
des Wohno es und des A bei spla zes sowie ehlende soziale Siche ungen e o -
de en eine hohe Mobili ä als Resul a eine ins abilen Lebenslage. Schä e noch
als in den übliche weise in den Blick genommenen Zi e n egionale Wande-
ungss öme and die neue s äd ische Gesellscha ih en Ausd uck in de quan i a-
i um ang eichs en Fo m äumliche Mobili ä , dem inne s äd ischen Woh-
nungswechsel.
De
Wande ungsgewinn
(d.
h.
die Di e enz zwischen Zuwande ung und
Abwande ung) läß nu einen B uch eil alle Mobili ä se scheinungen e kennen.
De
a sächliche Mobili ä sg ad de G oßs äd e wi d auch im Wande ungs olu-
men
(also de Summe de Zu- und Abwande ungen) nu un ollkommen sich ba .
Denn
die inne ö liche Mobili ä ,
d.
h. die inne s äd ischen Umzüge, e eich en
zahlenmäßig in e wa das gleiche Ausmaß wie de gesam e Wande ungsumschlag,
ja sie übe a en zei weilig dessen Höhe
43
• Die Höhe de Umzugsbewegungen
wu de p imä on den konjunk u ellen Bewegungen des Wohnungsma k es
ges eue . Schwabe e kann e in Be lin be ei s zu Beginn de 1870e Jah e, daß es
die Bewegungen des Wohnungsangebo es wa en, die in e s e Linie die lang i-
s ige Wohnmobili ä beein luß en. Die saisonalen Umzugsbewegungen wu den
hingegen on gewohnhei smäßigen
bzw.
imme
meh
gese zlich Ixie en Kündi-
gungs- und Mie zahlungs is en ges eue . Vo
1900
gal en in den deu schen G oß-
s äd en allgemein ü he scha liche Wohnungen halbjäh liche F is en, wäh end
ü mi le e Wohnungen ( on e wa
3-5
Zimme n) und u sp ünglich auch ü
kleine e Wohnungen ie eljäh liche F is en üblich wa en. Mona liche Kündi-
gungs- und Mie zahlungs is en wa en zunächs nu in de Un e e mie ung
(möblie e Zimme ) e b ei e . E s nach de Ein üh ung des BGB se z en sich
die sog. "Mona swohnungen" in zunehmendem Maße im Kleinwohnungswesen
de deu schen G oßs äd e du ch.
Angesich s de Schwäche de ühen Mie e o ganisa ionen
44
behe sch en die
Ve einigungen de Haus- und G undeigen üme
45
mi on ihnen au ges ell en
Ve ags o mula en den Mie wohnungsma k . In ihnen wu den in wei em Um-
ang die gese zlich möglichen Rech e de Mie e besch änk . In Hambu g wu den
beispielsweise in
den
le z en zwei Jah zehn en o dem E s en Wel k ieg bei
ans eigende Tendenz schä zungsweise
80-90
.
H.
alle Ve mie ungen
au
de
43
Vgl.
Die e
Langewiesche:
Wande ungsbewegungen in de Hochindus ialisie ungspe-
iode: egionale, in e s äd ische
und
inne s äd ische Mobili ä in Deu schland 1880-1914,
in: VSWG,
64
(1977),
S.
1-40.
44
Vgl.
P.
G.
Mülle :
Die deu schen Mie e e eine, Diss. Leipzig, S olp
i.
Po no
1908;
1.
He -
mann:
Geschich e de deu schen Mie e bewegung, D esden
1925.
45
Vgl.
Ku
Baschwi z:
Die O ganisa ion de s äd ischen Haus-
und
G undbesi ze in
Deu schland, S u ga
und
Be lin
1909;
Al ed
Ba on:
De
Haus-
und
G undbesi ze in
P eußens S äd en eins
und
je z , Jena
1911.
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128 Clemens Wische mann
G undlage
de
Mus e e äge des G undeigen üme -Ve eins abgeschlossen
46
.
Ande s als
heu e
wa en bis
zum
E s en Wel k ieg in Deu schland zei lich be i-
s e e, ku z is ige Mie e äge die allgemeine Regel. (Nu bei he scha lichen
Wohnungen wu den zuweilen meh jäh ige Mie e äge abgeschlossen.) Eben-
alls im Gegensa z
zu
heu e zahl e
man
die Mie e nich
am
An ang u
den
olgen-
den
Mie zei aum
("p aenume ando
"),
sonde n in de Regel nach Ablau des Mie -
zei aums
("pos nume ando").
Diese wenig beach e e Ta sache e klä die Häu ig-
kei
de
zei genössischen Klagen
on
Ve mie e n
und
Hauswi en übe sons
je
1000
de
mi II.
Jah esbe ölke ung
4 o ---~----------------------------- 420
400
350
300
250
"
: "
:'
,,'
,
,
".
, A
,
:
'/.
V V
I
...
,
...
J
I',
~
"
"
.'
I,
'
, '
.....
,'
, I
,,,
.....
,'
I
.....
wo'
.~..,..~,
•..
-.-
Be lin
.....
Hambu g
- -
--
S äd e
übe
50000
Einwohne
'--
1888
90 92 94 96 98
1900
02 04 06 08
10
1912
400
350
300
25C
Abb.
13:
Umzüge in deu schen G oßs äd en
1888
bis
1912
(in
.
Tds.)
Quelle:
Zusammenges ell
und
be echne nach
Clemens
Wische mann;
Wohnen in Ham-
bu g o dem E s en Wel k ieg, Müns e
1983,
S.
226;
Die e
Langewiesche:
Mobili ä in
deu schen Mi el- und G oßs äd en, in: A bei e im Indus ialisie ungsp ozeß, h sg. on
We ne
Conze
und
Ul ich
Engelha d ,
S u ga
1979,
S.
77;
S a is isches Jah buch de S ad
Be lin,
Jg.
30
(1907),
S.
82,
Jg.
32
(1913),
S.
4.
kaum glaubha e Mie e lus summen,
denn
aus de Pos nume ando-Zahlung
esul ie e das e höh e Risiko bei de Ve mie ung
an
e mögenslose kleine Mie e ,
die
kaum
e was besaßen, was einen Gegenwe da s ell e. E s sei
de
Ein üh ung
des Bü ge lichen Gese zbuches
1900
wu de als E sa z u
den
Ve lus des Kahl-
p ändungs ech s die Vo auszahlung de Mie e allgemein üblich. Die Zahlung de
Mie e "p aenume ando" eduzie e das Mie e lus isiko des Ve mie e s e heb-
lich, sie b ach e
abe
u
den
kleinen Mie e eine neue Belas ung, da
e
nun
o ab
eine g öße e
Summe
u Wohnzwecke anspa en
muß e
47
•
46Vgl.
Wische mann,
Wohnen in Hambu g
(s.
Anm.
14),
S.
222.
47
Vgl.
F i z
S ie -Somlo:
Unse Mie ech s e häl nis und seine Re o m, Gö ingen
1902
(Die Wohnungs age und das Reich, H. 4).
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohnmobili ä 129
2O .H.
::::::.::<
------------
::::
....
----
----------
----
Bel in
1O .H.
übe
10
2O .H.
1O .H.
2O .H.
1O .H.
.
.........
".
":'::
..
:::
---: .
..
---
.........
---
.............
_-
bis
1
1-2
2-5
5-10
übe
10
2O .H.
-
~
......... - - - - - - - -
---
F ank u
..........
.
.......
.
..........
.
.........
.
....
.
.....
.
.......
.
..........
.
....
..
10
.H.
_:
.... - - - ...
..........
.
..
.
- -
-.
:::::.::::
-
--
:.
bis
1
1-2
2-5
5-10
übe
10
Abb.
14:
Bezugsdaue de Wohnungen in deu schen G oßs äd en
1885
Quelle:
Nach S a is isches Jah buch deu sche S äd e,
1.
Jg.
(1890),
S.
78.
9 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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130
Clemens Wische mann
Am höchs en
wa
die
Wohnungs luk ua ion inne halb
des
e s en Jah es nach
Bezug de Wohnung.
Bei
den
1885
e s mals in meh e en deu schen S äd en in
e -
gleichba e Fo m du chge ih en E hebungen de Wohndaue zeig e sich, daß
zwischen einem Vie el und einem D i el alle Wohnungen on ih en Mie e n
wenige
als
ein Jah bewohn wu den. Dennoch
wa
das
sei Schwabes Schilde un-
gen aus dem g ünde zei lichen Be lin
so
ge n gezeichne e
Bild
eine ie eljäh -
lich
umhe i enden s äd ischen Gesellscha auch
i
wei e
Teile
de Un e schich-
en i e ih end.
Die e
Langewiesches
noch kü zlich im Anschluß an
Schwabe
und
dessen Schilde ung des Ex em alls Be lin in den ex emen ühen
1870e
Jah en
au ges ell e These, o allem
die
Mie e on Kleinwohnungen hä en ein "noma-
Jah e
---1895
10
------.--
1910
8
6
4
2
Quelle:
Zusammenges ell und be echne nach S a is ik des Hambu gischen S aa s,
H.
XIX, Hambu g
1900,
S.
146
und H. XXIX, Hambu g
1919,
S.
68.
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohn nobili ä 131
denha es" Dasein ge üh
48
,
muß
mi Blick
au
die Gesam en wicklung in de
zwei en Häl e des
19.
Jah hunde s modi izie we den. Ähnlich den Ve häl nis-
sen in Hambu g läß sich in den on uns un e such en G oßs äd en ü das spä e
19.
Jah hunde im Du chschni eine
Wohndaue on
und
ie
Jah en
annehmen;
auch im Kleinwohnungsbe eich
ha
die du chschni liche Wohndaue zwischen
d ei
und
ie Jah en gelegen. Diese Zahlen sp echen insgesam i eine höhe e
Wohns abili ä de g oßs äd ischen Be ölke ung als
man
bishe angenommen
ha . Vo allem nach de Jah hunde wende zeig en auch im Kleinwohnungsbe-
eich die Wohnmobili ä szi e n Anzeichen eine S abilisie ung
und
Be uhigung.
Na ü lich e decken solche Du chschni szi e n die g oße S euung im einzel-
nen. Damals wie heu e wi d
man
es s ellen, daß mi au s eigende soziale
Schich die du chschni liche Wohndaue
höhe
und die Wohnmobili ä ge inge
wu de. Heu e wi d die Anpassung de Wohnungsg öße
an
die jeweilige Ve ände-
ung de Familieng öße im Lau e des Lebenszyklus als de wich igs e Umzugs-
g und angesehen.
Im
spä en
19.
Jah hunde is als E gebnis on Schich ungsana-
lysen da on auszugehen, daß e s in de obe en Mi elschich die Wohnung nich
meh
an
dem
zu Ve igung s ehenden Einkommen ausge ich e we den muß e,
sonde n daß Wohnungsg öße
und
Ausgaben ü die Wohnung sich
am
Wohnbe-
dü nis
und
an
de G öße de Familie o ien ie en konn en. Die übe p opo ional
on den Un e schich en ge agenen Umzugsbewegungen wa en Ausd uck man-
gelha e Wohnbedingungen, de en Ve besse ung e s eb wu de, mangelnde
Rech ssiche hei , die keinen länge is igen Kündigungsschu z kann e und g oß-
s äd ische A bei s e häl nisse, die om Zwang zu äumlichen Nähe on Woh-
nung
und
A bei spla z gep äg wu den
49
.
VI.
De
s eigende Lebenss anda d o allem in den le z en zwei Jah zehn en o
dem E s en Wel k ieg e u sach e im Wohnbe eich o angig einen Abbau unzu-
eichende Wohnungs e so gung im Zusammenhang mi eine Ve kleine ung
de Haushal ungsgemeinscha en bei gleichzei igem Ans ieg on Wohnkom o
und
Wohnungsauss a ung. E ih e in seine Gesam hei abe noch nich zu
eine de a igen Höhe bewe ung des Gu es Wohnung im Einkommensbudge ,
daß eine E höhung de Mie ausgaben übe den Einkommenszuwachs hinaus
zuguns en on
meh
Quan i ä
und
Quali ä e olg wä e, wie dies im
20.
Jah hun-
de zumindes pa iell de Fall
wa .
Dies
ha
in de Bundes epublik eilweise dazu
ge üh , daß das
"Schwabesehe
Gese z"
im Längsschni
au
den Kop ges ell wu de
und
man
in den neues en Un e suchungen de 1960e
und
1970e Jah e es s ell e:
48
Die e
Langewiesche:
Poli ische O ien ie ung
und
soziales Ve hal en, in: Wohnen im
Wandel, h sg. on Lu z Nie hamme , Wuppe al1979,
S.
171-187, hie
S.
172.
49
Vgl.
Clemens
Wische mann:
Wohnqua ie und Lebens e häl nisse in de U banisie-
ung, in:
A no
He zig,
Die e
Langewiesche,
A nold Sywo ek
(Hg.):
A bei e in Hambu g. Un-
e schich en, A bei e
und
A bei e bewegung sei dem ausgehenden
18.
Jah hunde , Ham-
bu g
1983,
S.
339-358, bes.
352
.
9"
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132 Clemens Wische mann
"Je
höhe
das
Einkommen,
des o
höhe
dessen
ela i e
Mie belas ung"
50.
Dies se z e
einen
Wandel in
de
S uk u des Haushal ungsbudge s o aus,
in
e s e Linie ein
Sinken des o angigen An eils ü die E näh ung, de o
dem
E s en Wel k ieg
zwa schon einse z e, sich abe e s spä e oll auswi k e.
De
du ch
den
Einkom-
menszuwachs en s ehende zusä zliche Spiel aum
im
Haushal ungsbudge
schein in e s e Linie nich
on
de Wohnung selbs , sonde n on sekundä en
Wohnungsme kmalen wie de Wohnungsein ich ung, on de besse en Be iedi-
gung ande e Bedü nisse wie
de
Kleidung
und
on
neu
en s ehenden, zusä zlich
hinzu e enden Ausgaben wie den Ve keh skos en au genommen wo den zu
sein.
Hin e Fo sch i en in de quan i a i en
und
quali a i -ma e iellen Wohnungs-
e so gung blieb die wohnungs ech liche Ve anke ung eines Meh s
an
Wohnsi-
che hei deu lich zu ück. Die Rech ss ellung des Mie e s blieb auch nach de Ein-
üh ung des Bü ge lichen Gese zbuches im Jah e
1900,
das u.
a.
mi
de Besei i-
gung des e haß en Kahlp andungs ech s
den
Mie schuldne im Besi z lebens-
no wendige Dinge schü z e, schwach. Die
Hä en
de
am
Eigen um o ien ie en
ömischen Rech s adi ion wu den zwa eingesch änk
und
abgemilde , doch
ak isch he sch e auch noch nach
dem
Ink a e en des BGB in Deu schland in
de Beziehung zwischen Ve mie e
und
Mie e eine as unbesch änk e Ve ags-
eihei .
Denn
as alle Vo sch i en des BGB wa en
nu
disposi i e A ,
d.
h. sie
a en
nu
in K a , alls die e agsschließenden Pa eien nich s Abweichendes
e einba ha en. Begüns ig du ch die
zunehmende
Benu zung
on
Mie e -
ags o mula en wa en on gese zlichen Regelungen abweichende Ve einba un-
gen
in
de P axis angesich s de Schwäche
de
ühen Mie e o ganisa ionen wohl
die Regel. T o z de o enkundigen .8enach eiligung des Mie e s wa das Mie -
ech auch nach Ink a e en des Bü ge lichen Gese zbuches
on
de Fik ion
behe sch , daß hie Ve äge zwischen zwei gleichbe ech ig en
und
gleich angi-
gen
Pa ne n ausgehandel
und
abgeschlossen wü den. Es lag na ü lich nahe, daß
man
bei de Un e suchung
de
Rech sungleichhei
im
Mie ech
au
die deu lichen
Pa allelen
zum
libe alen A bei s e ag s ieß.
Wäh end
die P obleme des mode -
nen
A bei s e ages jedoch eines
de
Haup hemen
de Sozialpoli ik des Kaise -
eichs bilde en
und
schon o
dem
E s en Wel k ieg
zu
gese zlichen Schu z o -
sch i en ü die A bei nehme üh en, blieb die Diskussion
um
das libe ale
Mie ech e s aunliche weise seh lange ein ausgesp ochene Nebenschaupla z
de deu schen Wohnungs e o mbes ebungen
und
e hiel seine wesen lichen
Impulse on
den
g oßen Tagungen
des"
Ve eins
ü Socialpoli ik" zu Wohnungs-
age
1872,
1886
und
1901.
Hie
kons a ie e man, wie beim A bei s e ag handele
es sich da um, eine "du ch die wi scha liche Ungleichhei d ohende Rech sun-
gleichhei im Wege ö en lich
ech 1i~he
Besch änkung de Ve ags eihei zu
e hü en, ode , wenn sie einge e en is , auszugleichen"
5~
Ko ek i e gese zliche
50
Gla ze
(s.
Anm.
28),
S.
644.
51
Vgl.
(Ka )
Flesch
und
Zi ndo je :
Das Mie ech in Deu schland, in: Sch i en des
Ve -
eins ü Socialpoli ik, Bd.
95,
München/Leipzig
1901,
S.
275-319, hie
S.
283.
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Wohnungsma k , Wohnungs e so gung und Wohnmobili ä
133
A
ode als Resul a de O ganisa ion on Mie e in e essen wu den abe bis
zum
E s en Wel k ieg im Mie ech noch kaum wi ksam.
Au
kommunale Ebene,
dem
Haup ak ions eld de Wohnungspoli ik bis zu Weima e Republik, konn en
sich Mie in e essen au g und eines
den
Haus-
und
G undbesi z p i ilegie enden
Wahl ech s kaum a ikulie en, geschweige
denn
poli ischen Ein luß gewinnen.
Eine posi i e Vo ei e olle ha im Be eich de Wohnsiche hei abe siche lich de
gemeinnü zige und genossenscha liche Wohnungsbau gespiel .
Die En spannung im Kleinwohnungsbe eich o allem sei de Jah hunde -
wende wu de gep äg on
dem
Zusammenwi ken meh e e Fak o en: Die länge -
is ige Belebung de Bau ä igkei wu de ges ü z du ch
meh
ode minde di ek e
kommunale Fö de ungen, e leich e du ch die Rücks u ung baupolizeiliche
Vo sch i en
und
abgesiche du ch die Minde ung des Mie aus all isikos als
Folge de Ein üh ung on P aenume ando-Mie zahlungen. Obwohl in de Folge
die lang is ige Ve besse ung de Wohnungs e so gung auch die Un e schich en
e eich ha und o allem de P ozen sa z ex em un e e so g e G uppen klei-
ne
wu de, behiel diese bis
zum
E s en Wel k ieg eine G ößeno dnung,
zu
de en
Bewäl igung wi scha liche Konzep e ehl en
und
poli ische Ini ia i en noch
kaum ealisie wu den. So is im Wohnungswesen o z alle kommunalpoli i-
schen Ansä ze bis ins spä e
19.
Jah hunde hinein die p i a e Wohl ä igkei de
Haup äge de Wohnungs ü so ge geblieben. Le z lich ha es in
Deu schland-
wie im üb igen auch in England
52
-im
19.
Jah hunde keine be iedigende
Lösung de Wohnungsp obleme ü die un e s en Be ölke ungsschich en o z
alle p i a en
und
ö en lichen Wohnungs e o mansä ze in beiden Lände n gege-
ben. Sowohl Leis ungs ahigkei wie auch soziale Unzulänglichkei des Wohnungs-
wesens des
19.
Jah hunde s wa en in wei en Teilen Folgen eine hochlibe alen
Wohnungswi scha . Hie wä e allen alls du ch eine s a ke s aa lich-kommunale
In e en ionsbe ei scha Wandel
zu
scha en gewesen, wozu eine Reihe on
G undlagen o allem im Be eich de
Kommunen
be ei s o
dem
E s en Wel -
k ieg gescha en wu den. E s in de Weima e Republik g i de S aa
übe
die
E ich ung on Rahmenbedingungen hinaus dann auch a säChlich in die P oduk-
ion
und
Ve eilung des Wohnungswesens s eue nd ein.
52
Vgl.
zu En wicklung de englischen Wohnungs e häl nisse zule z die seh gegensä z-
lichen Ansä ze on lohn
Bu ne :
Die En wicklung englische A bei e häuse und ih e
Raumnu zung im
19.
Jah hunde , in:
Homo
habi ans.
Zu
Sozialgeschich e des ländlichen
und
s äd ischen Wohnens in de Neuzei , h sg. on
Hans
l.
Teu ebe g,
Müns e
1985,
S.
227-
256
und Richa d
G.
Rodge :
Die K ise des b i ischen Wohnungswesens
183G--1920,
in: ebd.,
S.301-331.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
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Kon inui ä en
und
B üche
in
de
Wohnungspoli ik
on
de
Weima e
Zei bis
zu
Bundes epublik*
Von Gün he
Schulz,
Bonn
Die zei his o ische Fo schung is gegenwä ig dabei, die U sachen, Rahmenbe-
dingungen
und
Kons ella ionen de poli ischen, wi scha lichen
und
gesellscha -
lichen Ve häl nisse in de Kons i u ionsphase de Bundes epublik
neu
und
iel-
ach genaue zu bes immen. Dabei komm es in ielen Fällen zu Re ision äl e e
E gebnisse. Posi ionen wie die eine "S unde Null", eines ölligen Neubeginns
ode eine olls ändigen Res au a ion we den dabei nich
meh
e e en!. Viel-
meh
zeigen sich
am
Beginn de Bundes epublik
au
ielen Felde n on Poli ik,
Rech , Wi scha
und
Gesellscha ehe modi lzie e Kon inui ä slinien als unda-
men ale B üche2•
In
de Kons i u ions-
und
F ühphase de Bundes epublik knüp e
man
in ielen
Fällen bewuß
an
Ve häl nisse de Weima e Republik an. Dies gal o nehmlich
ü die Konzep ion
und
echnisch-o ganisa o ische Ausges al ung de obe s en
Bundeso gane, bei denen
man
sich
an
die Konzep ion de en sp echenden
Reichso gane anlehn e
3.
Auch
au
zahl eichen Rech sgebie en, e wa
dem
O d-
* Die Da s ellung konzen ie sich hie
au
die Zei bis zu F ühphase de Bundes epu-
blik. Eine auch nu annähe nd um assende Geschich e de Wohnungspoli ik sei dem
E s en Wel k ieg is hie nich möglich
und
nich in endie . Da ü sei e wiesen
au
die
We ke on Blumen o h
und
Pe gande
(s.
Anm.
9)
sowie au
Die e
Hä ing:
Zu Geschich e
und
Wi kung s aa liche In e en ionen im Wohnungs sek o . Gesellscha liche und sozial-
poli ische Aspek e de Wohnungspoli ik in Deu schland, Hambu g
1974
(mi um ang ei-
chem Li e a u eil). Hinweise
au
das Reichsgese zbla (RGBl.) und das Bundesgese zbla
(BGBl.) beziehen sich jeweils
au
de en Teil I.
1 Siehe
Klaus-Jö g
Ruhl
(Hg.):
Neubeginn und Res au a ion. Dokumen e zu
Vo -
geschich e de Bundes epublik Deu schland 1945-1949, München
1982;
Ebe ha d
Schmid :
Die e hinde e Neuo dnung 1945-1952. Zu Auseinande se zung
um
die Demok a isie-
ung de Wi scha in den wes lichen Besa zungszonen und in de Bundes epublik
Deu schland,
8.
Au l., F ank u /M.-Köln
1981.
Siehe die Auseinande se zung mi Abels-
hause bei Raine
Klump:
Wi scha sgeschich e de Bundes epublik Deu schland. Zu K i-
ik neue e wi scha shis o ische In e p e a ionen aus o dnungspoli ische Sich
(=
Bei-
äge zu Wi scha s-
und
Sozialgeschich e 29), S u ga
1985.
2 So auch
Jü gen
Kocka:
1945:
Neubeginn ode Res au a ion? In:
Ca ola
S e n/Hein ich
Augus Winkle
(Hg.):
Wendepunk e deu sche Geschich e 1848-1945, F ank u /Main
1979,
S.141-168.
Fü
die Wi scha sgeschich e siehe Knu
Bo cha d :
Die Bundes epublik
Deu schland in den säkula en T ends de wi scha lichen En wicklung,
in:
De s.:
Wachs um, K isen, Handlungsspiel äume de Wi scha spoli ik. S udien zu Wi scha s-
geschich e des
19.
und
20.
Jah hunde s
(=
K i ische S udien zu Geschich swissenscha
50),
Gö ingen
1982,
S.125-150.
3 Siehe im einzelnen
Udo
Wengs :
S aa sau bau
und
Regie ungsp axis 1948-1953. Zu
Geschich e de Ve assungso gane de Bundes epublik Deu schland (=Bei äge zu
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142
Gün he Schulz
3.
Die ö en liche Wohn aumbewi schaj ungschließlich wu de sei
1923
sch i -
weise gelocke und, wie du ch No e o dnung o gesehen, a sächlich zum
1.
Ap il
1933
be ende . Die Na ionalsozialis en nahmen sie alle dings d ei Jah e
spä e wiede au 31.
Die zwangswi scha lichen Maßnahmen wa en
nu
ein Ku ie en
an
Symp o-
men
des Wohnungsmangels. Abhil e konn e nu de Bau neue Wohnungen
scha Ten.
Doch dazu wa die
Fö de ung
des
Wohnungsbaus
du ch den S aa e o de lich.
Das g oße Wohnungsde izi , die Baukos ens eige ungen und de mi o sch ei-
ende In la ion zunehmende Mangel an Realk edi wi k en s a k mie p eis ei-
bend
32
. Indem de S aa die Al baumie en ixie e und hohe Neubaumie en so-
zialpoli isch une wünsch und iel ach auch sozial un agba wa en, en s and das
Dilemma de "un en ie lichen Kos en", das sei he die ö Ten liche Wohnungsbau-
ö de ung bes imm : Die Mie e eich nu aus,
um
einen Teil de Baukos en zu
e zinsen.
Den
ande en, "un en ie lichen" Teil de Baukos en deck e, dami übe -
haup wei e hin Neubau en e ich e wu den, in i gendeine Fo m de S aa
33
.
Dies konn e nu in de Fo m de Kapi alsub en ion geschehen, nich mi Hil e de
Zinssub en ion; denn
an
lang is igem (Hypo heka -)K edi he sch e
Mangel-
nich nu wäh end de In la ion bis zu Wäh ungssanie ung
1923,
sonde n auch
(aus je un e schiedlichen G ünden und in un e schiedliche In ensi ä ) in den
"goldenen Zwanzige n", in de Wel wi scha sk ise und nach de Wäh ungs e-
o m
1948
34
. Die Ein ih ung de Kapi alsub en ion in de Fo m eine objek be-
zogenen,
am
Gedanken de sozial agba en Mie e ausge ich e en Wohnungsbau-
ö de ung wa die Gebu ss unde des mi ö Ten lichen Mi eln sub en ionie en
sozialen Wohnungsbaus"35.
30
De
s ä ks e, alle dings singulä e Eing i wa die Reduzie ung de gese zlichen Mie e
um
10
au
und
125
% de F iedens nie e du ch die ie e No e o dnung (wie Anm.
67).
Vgl.
Hol g a e
(s.
Anm.
12)
S.
86-89,
95;
Pe gande
(s.
Anm.
9)
S.
97
.
31
Das ,,wohnungsmangelgese z"
i.
d.
F.
om 26.7.1923, RGBI.
S.
754-758 (die Fassung
om
11.
5.
1920,
RGBI.
S.
949-953, en häl diese Bes immungen noch nich ) ges a e e bei
du ch Ausbau ode Teilung gewonnenem Wohn aum
dem
Ve mie e , sich aus de Lis e de
Wohnungssuchenden bei de Gemeinde selbs einen Mie e auszusuchen und nahm u.
a.
Neubau en, die keine Zuschüsse aus Mi eln zu Wiede he s ellung k iegsze s ö e
Gebie e e hal en ha en, on de Wohn aumbewi scha ung aus;
§§
4,
12.
Die ie e
No e o dnung
nahm
eu e Wohnungen, Wohnungen de gemeinnü zigen Un e nehmen
und We kswohnungen on de ö en lichen Bewi scha ung aus
und
bes imm e den
1.4.
1933
als Te min, zu
dem
das Wohnungsmangelgese z auße K a e en soll e
(s.
Anm.
25),
hie Kap. I , A .
I,
IV,
VIII,
S.
708
.
Vgl.
Hol g a e
(s.
Anm.
12)
S.
79
.,
89,
96
.;
Hi sie e
(s.
Anm.
9)
S.
126-137.
32
Wie Anm.
20.
33
Vgl.
Pe gande
S.
80
.;
Blumen o h
S.
168
.,
252
.
(beide
s.
Anm.
9).
34
Wäh end o dem E s en Wel k ieg
I.
Hypo heken bis zu Höhe on e wa
60
% des Bau-
und
Bodenwe s gewäh wu den, lag diese G enze in den e s en Jah en nach de In la ion
bei nu 30, spä e
40
%;
Julius
B ech :
Bei äge zu F age de
11.
Hypo hek
(=
Fo schungs-
s elle ü Siedlungs- und Wohnungswesen an de Uni e si ä Müns e
i.W.,
Ma e ialien-
Sammlung
16),
Müns e
1935,
S.15
.,
19.
Vgl.
Hi sie e (s. Anm.
9)
S.
347-357,
412.
Siehe im
olgenden un en, Tex bei Anm.
44.
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Kon inui ä en und B üche in de Wohnungspoli ik
143
Bei de Fo m de
Finanzie ung
wu de an angs, zwischen
1919
und
1923,
noch
expe imen ie : Beihil en, o nehmlich in de Fo m on e lo enen Zuschüssen
aus allgemeinen S eue mi eln, wu den bald mangels aus eichende Haushal s-
mi el wiede au gegeben; o übe gehend wu den eine Wohnungsbauabgabe on
den Mie e n de billigen Al bauwohnungen e hoben
und
Mi el de p oduk i en
E we bslosen i so ge eingese z . Dies wu de on de Hype in la ion übe oll .
De
bü ok a ische Gang de E hebung, Bewilligung
und
Ve wendung de Gelde
konn e mi de galoppie enden Gelden we ung nich Sch i hal en.
Im
üb igen
wa es wäh end de Hype in la ion kaum möglich, Realk edi e zu e hal en
36
•
Zum
Mo o des Wohnungsbaus zwischen
1924
und
1931
wu de schließlich die als
"Hauszinss eue " bekann e Gebäudeen schuldungss eue
au
die Hypo heken,
die bei de Wäh ungs e o m mi
25
% umges ell wo den wa en. Es handel e sich
um
eine "Gelden we ungsausgleichss eue
au
die bebau en G unds ücke".
Neubau en un e lagen ih nich 3?
D ei Kennzeichen de
Hauszinss eue ä a
seien hie ange üh :
1.
Die S eue e scha e de ö en lichen Wohnungsbau O de ung dank hohe
E äge -zwischen
1925
und
1931
du chschni lich
1,52
M d. Reichsma k p o
Jah 38 -ein b ei es Fundamen . Abe dieses Fundamen wa nich siche . Die
S eue wa on An ang
an
auch ü den allgemeinen Finanzbeda de Lände
und
Gemeinden bes imm . Nu knapp die Häl e des Au kommens -
1925
bis
1931
du chschni lich
46
% - dien e de Wohnungsbau O de ung, de Res dem allge-
meinen Finanzbeda . Diese e schlang 1930/31, in de Finanzno de Wel wi -
scha sk ise, auch die ande e Häl e. Sei
1932
wa die Hauszinss eue ü die Woh-
nungsbau O de ung p ak isch bedeu ungslos. Sie wu de meh ach modi izie
und
iel schließlich
1942
39
. Die Rück lüsse de einmal gewäh en Hauszinss eue -
da lehen hingegen blieben Wohnungsbauzwecken o behal en
und
wu den nach
1945
on de Minis e ialbü ok a ie in ein A gumen ü zen als aa liche Woh-
nungsbaupoli ik gewende
4o
•
35
Pe gande
(s.
Anm.
9)
S.
82.
36
Eine Zusammens ellung de Maßnahmen des Reichs zu Fö de ung de Neubau ä ig-
kei unmi elba nach dem Ende des E s en Wel k iegs gib die Denksch i
1922
(s.
Anm.12)
S.
3401-3430. Siehe im üb igen Hi sieje S.139-152;
P elle S.
287
.;
Pe gande
S.
80-83; Blumen o h
S.
182-188, 253-262 (alle
s.
Anm. 9);
G e en.
Die Finanzie ung des
Wohnungsneubaus, in:
Gu
(s.
Anm.
9)
S.
98-118, hie
S.
100
.
37
Hi sieje (s. Anm.
9)
S.
368
(Zi a )
-404.
B ech (s. Anm. 34)
S.
52
.
P elle (s.
Anm.
9)
S.
333
.
Zu
Hauszinss eue
und
üb igen ö en lichen Fö de ung zwischen den Wel k iegen
siehe
den
seh in o ma i en Au sa z on Wil (s. Anm.
9).
38
Die Zahlen
im
einzelnen bei
Fey
S.
12
und Wi
S.
401
(beide
s.
Anm.
9).
39
P ozen sa z be echne nach Wil
S.
401.
Pe gande
S.
85-91; Lubowski
S.
17
(alle
s.
Anm.9);
G e en
(s.
Anm.
36)
S.
102.
40
Die Zweckbindung de Rück lüsse e olg e du ch das Gese z om
22.
3.
1930
zu Ände-
ung des Gese zes
übe
den Gelden we ungsausgleich bei bebau en G unds ücken om
1.6.1926, RGBI.
S.
91
("Lex Lipinski''). Dazu Hans-Gün he
Pe gande:
Die s aa lichen und
gemeindlichen Hauszinss eue hypo heken und ih e kün ige Ve wendung
im
Wohnungs-
bau. In: A bei sbla ü die B i ische Zone,
2,
1948,
S.197-199. Die Zweckbindung wu de in
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144 Gün he Schulz
2.
Da
die Weima e Ve assung
dem
Reich nu die Rahmenkompe enz ü das
Wohnungswesen gab, wa en die E hebung
und
Ve eilung de Gebäudeen schul-
dungss eue mi el un e Rahmen o gabe des Reichs Sache de Lände und Kom-
munen
41
• Diese se z en die S eue , die als Mie s eue in de Fo m eines Zuschlags
zu F iedensmie e e hoben wu de, un e schiedlich es . Da aus esul ie en län-
de weise un e schiedlich hohe Mie p eiss eige ungen; das wa sozialpoli isch be-
denklich und bo Anlaß, dem Reich die Kompe enz zu Fes se zung de Min-
des höhe ü die gese zliche Mie e zu geben. Dies geschah
1925
und
üh e im
ol-
genden Jah zu einhei lichen Mie anpassungen in Deu schland
42
• Die Bun schek-
kigkei de Landesbes immungen s ä k e aus sozialpoli isch-p ak ischen G ün-
den Fo de ungen nach
meh
Reichskompe enz.
3.
Die S eue e äge gaben dem S aa ein sozialpoli isches Lenkungsins u-
men
on g öß e Bedeu ung in die Hand.
De
p i a e Wohnungsbau wa bei de
he schenden Kapi alknapphei ohne ö en liche Zuschüsse p ak isch nich mög-
lich
und
angesich s de zwangswi scha lichen Bindungen auch nich a ak i .
Die Hauszinss eue mi el wu den als zwei s ellige Hypo heken mi 1 bis 3 % Zins
und
1 % Tilgung e geben; hingegen kos e en e s s ellige Hypo heken
am
Kapi al-
ma k in de zwei en Häl e de 20e Jah e ne o zwischen
8,5
und
10,5
%43. Die
S uk u de Wohnungsbau inanzie ung wies einen ge ingen Eigenkapi alan eil,
nied ige e s s ellige Beleihungsg enzen
und
hohe ö en liche nach angige Mi el
au .
De
Typus de Finanzie ung in den e s en ün Jah en nach de Wäh ungssa-
nie ung ha e olgende Fo m:
10
% Eigenmi el
maximal
30-40
% I. Hypo hek
mindes ens
50-60
% Hauszinss eue hypo hek.
Sei Ende de zwanzige Jah e wu den die Hauszinss eue mi el inso e n
ges eck , als ü den Be eich zwischen de Beleihungsg enze in Höhe on
40
% ü
die I. Hypo hek und die G enze on
60
% de Baukos en I-b-Hypo heken einge-
üh wu den: Hypo heken des Kapi alma k s, ü die die Kommunen selbs -
schuldne isch bü g en
und
bei denen
nu
noch die höhe en Zinsau wendungen
(zei lich be is e ) aus Hauszinss eue mi eln sub en ionie wu den. Dami wa
P eußen
1934/35
nich eingehal en; so
B ech
(s.
Anm.
34)
S.
103;
ähnlich
Blumen o h
(s.
Anm.
9)
S.
257.
41
Nach de Reichs e assung on
1871
hingegen ha e das Reich beim Wohnungswesen
ga keine Kompe enz besessen (A .
4).
Zahlen ü die Ve eilung des Au kommens und die
Ve wendung de Mi el nach Lände n und Kommunen bei Wi
(s.
Anm.
9)
S.
401.
42
Gese z übe Ände ungen des Finanzausgleichs zwischen Reich, Lände n
und
Gemein-
den
om
lQ.
8.1925,
RGBI.
S.
254-260, hie §
11,
Abs.
4,
S.
257.
Vgl.
P elle (s.
Anm.
9)
S.
333.
Siehe die Ube sich übe die gese zliche Mie e nach Lände n
1924-1927
bei Gu (s. Anm.
9)
S.34.
43
Fey
S.
12;
P elle
S.
384
.;
Pe gande
S.
88
(alle
s.
Anm.
9).
Zu
Höhe, Ve zinsung, Tilgung
e c. de Hauszinss eue hypo heken siehe
Hi sie e
(s.
Anm.
9)
S.
391-402. Zu Höhe des
Hypo hekenzinses ebda.
S.
409;
G e en
(s.
Anm.
36)
S.
99;
Knu
Bo cha d :
Realk edi - und
P andb ie ma k im Wandel on
100
Jah en. In:
100
Jah e Rheinische Hypo hekenbank,
F ank u am Main
1971,
S.
105-196,
hie
S.
134.
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Kon inui ä en
und
B üche in de Wohnungspoli ik 145
das P inzip de Zinssub en ion in die Wohnungsbau ö de ung einge üh .
De
Typus de Finanzie ung ha e
nun
die Fo m:
10
% Eigen ni el
maximal
40
% I. Hypo hek
20
% I-b-Hypo hek
mindes ens
30
% Hauszinss eue hypo hek
44
•
Neubau en, die ohne Inansp uchnahme ö en liche Mi el e ich e wo den
wa en, un e lagen zwa wede dem Mie e schu z noch de Mie p eisbindung
noch (sei
1923)
de ö en lichen Bewi scha ung
45
• Doch ohne ö en liche Fö de-
ung hä en die Neubaumie en bei mindes ens 300% de en sp echenden
Vo -
k iegsmie en gelegen.
De
Einsa z ö en liche Mi el d ück e die Neubaumie en
au 150 bis
170
% de en sp echenden F iedensmie en he ab, doch das wa imme
noch nich das Ni eau de Al baumie en, die zu diese Zei (1927)
120
% de F ie-
densmie en ausmach en
46
•
Die Lände benu z en die Gebäudeen schuldungss eue zu Du chse zung
ih e wohnungspoli ischen Ziele: De We kswohnungsbau wu de on de Fö de-
ung ausgeschlossen
47
• Haup äge wu den die gemeinnü zigen BaugeseIIscha -
en. Diese konn en dadu ch ih en An eil an de Neubau ä igkei im Reich insge-
sam on
28
%
(1927)
au
40
%
(1931)
s eige n; in den G oßs äd en wa
e
noch wei
höhe .
De
Bau on Mie shäuse n lag
nun
as ausschließlich bei den Gemeinnü -
zigen
48
•
44
Die Wohnungsbau inanzie ung o
dem
E s en Wel k ieg ha e e wa olgende Fo m:
60--65 % I. Hypo hek (zu 4
%)
du ch Realk edi ins i u ode ö en liche ode p i a e Kö -
pe scha ;
20-30%
11.
Hypo hek (zu 4,75%) on Spa kassen, Ve siche ungsans al en e c.
10-15 % p i a e Res inanzie ung.
Hi sie e
S.
350
.
Vgl.
ebenda
S.
359, 402;
Fey
S.
13;
Blumen a h
S.
258
.
(alle
s.
Anm. 9);
Hein ich
Jaschinski/Magda
Klein:
A . Finanzie ung des Wohnungsbaues. In: HwbS WS
(s.
Anm.
17)
S.
607-626, hie
610
.
45
Vom Mie e schu z ausgenommen wa en auch die Wohnungen des Fiskus und de
gemeinnü zigen Baugesellscha en; siehe e wa RMG
(1922)
§
16.
Vgl.
Hi sie e
S.
115
.;
P elle
S.
287
.;
Pe gande
S.
99
(alle
s.
Anm. 9).
46
Denksch i
1922
(s.
Anm.
12)
S.
13;
Hi sie e
(s.
Anm.
9)
S.
84,
100, 124,
356
.
Die
Ve -
o dnung übe Fes se zung eine Mindes höhe de gese zlichen Mie e om
11.
3.1927, RGBI.
S.72, leg e die gese zliche Mie e ab
1.
4.
1927
au
mindes ens
110
%,
ab
1.
10.
1927
au
min-
des ens
120
% de F iedens nie e es .
47
Au g und de E wägung, daß allgemeine Fö de ungsmi el nich ü Angehö ige eines
einzelnen Un e nehmens eingese z we den soll en. Hingegen wa de im Ve bund on
meh e en We ken ge ö de e Wohnungsbau
un e
Einschal ung gemeinnü zige
Bau e eine mi Hauszinss eue mi eln ö de ungswü dig.
Vgl.
Hi sie e
(s.
Anm.
9)
S.
389
.,
536.
Ral
Spö hase:
Wohnungs-Un e nehmungen im Wandel de Zei , Hambu g
1947,
S.101.
48
Fey
S.
18
.
Zahlen ü P eußen 1920-1928 bei
Hi sie e
S.
500
.;
gl.
ebenda,
S.
83
.
(beide
s.
Anm.
9).
Zu
den
Gemeinnü zigen insgesam siehe
Heinzgea g
S öcke :
Die En -
wicklungsphasen in de gemeinnü zigen Wohnungswi scha
un e
dem Ein luß de Un e -
nehmungs o men
(=
Sch i en des Ins i u s ü Wohnungs ech
und
Wohnungswi scha
an
de Uni e si ä
zu
Köln 45), Bonn
1976,
S.261
e
passim.
10
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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146 Gün he Schulz
Die Lände e such en, mi Hil e de Mi el aus de Gebäudeen schuldungs-
s eue auch wohnungs e o me ische Vo s ellungen du chzuse zen
49
, doch dies
gelang
nu
unzu eichend. Die Wohnungsbau ö de ung wa nich mi genügend
D uck zu billige Bauaus üh ung e bunden. Die Wohnungen wa en " iel ach zu
g oß
und
zu
au wendig gebau ", als daß A bei e die Mie en hä en bezahlen kön-
nen,
und
kamen so ehe de zahlungsk ä igen Nach age zugu e
50.
Die Hauszins-
s eue wu de als poli isch he ig ums i ene Um e eilung om Al hausbes and
au Wohnungsbaugesellscha en
zum
"Sinnbild gemeinwi scha liche Füh ung
des Wohnungsbaues". Das wa ü das Ende de Hauszinss eue ä a -neben de
s aa lichen Finanzno -o enba mi e an wo lich
51
•
Fe ne bilde e die s aa liche Wohnungspoli ik in de Weima e Zei ein b ei
ge äche es Sys em on Ins umen en s aa liche Fö de ung (und In e en ion)
aus. So engagie e sich de S aa unmi elba bei
Wohnungs ü so gegesellscha en:
In
P eußen en s anden -auch dies Kon inui ä om Kaise eich zu Weima e
Republik -
au
de G undlage des p eußischen Wohnungsgese zes om
28.
Mä z
1918
(A .
8)
bis
1925
d eizehn p o inzielle Wohnungs ü so gegesellscha en, o
un e de Bezeichnung
"Heims ä e",
als Ins umen e de s aa lichen Wohnungs e-
o mpoli ik. Es wa en gemeinnü zige Gesellscha en, p i a wi scha lich, doch
un e manzielle Be eiligung des S aa es. Sie soll en die echnische En wicklung
des Wohnungsbaus ö de n, die Bescha ung on Baugelände, -s o en und -kapi-
alien e mi eln
und
e leich e n sowie sich ih e sei s
an
ö lichen gemeinnü zi-
gen Baugesellscha en be eiligen, also de Baube euung
und
Bescha ung on
Zwischenk edi en dienen. Haup ziel wa dabei, gu e, doch p eiswe e Kleinwoh-
nungen
zu
scha en
und
dami ein De izi des ein p i a wi scha lichen Woh-
nungsbaus
zu
übe winden
52
.
Fe ne g ünde e das Land P eußen gemeinsam mi
den
genann en Heims ä -
en
1922
die
"P eußische
Landesp andb ie ans al " und be eilig e sich
an
ih .
Mi
dem
Ziel, e s - und nachs ellige Realk edi e o nehmlich ü
den
Kleinwohnungs-
bau
zu
bescha en, wa sie ein s aa liches Ins umen zu gemeinnü zigen Beein-
lussung des Realk edi geschä s. Sie dehn e,
1951
in
"Deu sche
P andb ie ans al "
umbenann , ih e Tä igkei auch
au
ande e deu sche Lände aus. Ähnliche Ins i-
u e, o nehmlich zu Bescha ung nachs ellige G undk edi e, g ünde en ande e
Lände : Die Wü embe gische Landesk edi ans al en s and
1924,
die Lippische
Wohnungsk edi ans al
1930,
die Hambu ge Baubank
1933,
die Badische Landes-
k edi ans al
1934
53
• Vo nehmlich zu E leich e ung de Zwischen inanzie ung
49
Vgl.
Hi sie e
S.
481
.,
532-544, insbes.
538;
P elle
S.
385,
488
(beide
s.
Anm.
9).
50
Joachim
Fische -Dieskau:
Ein üh ung in die Wohnungs- und Siedlungspoli ik. G undla-
gen und Haup p obleme, Be lin/Leipzig
1938,
S.
81
(Zi a ).
Vgl.
Fey
S.
19,21
;
Blumen o h
S.
261
.
(beide
s.
Anm.
9).
51
Zi a bei
P elle
(s.
Anm.
9)
S.
493.
52
Hi sie e (s. Anm.
9)
S.
523-531.
Spö hase(s. Anm.
47)
S.
89,91,94
.,
124
Zu
De ini-
ion de Reichsheims ä e siehe Anm.
60.
53
Siehe im einzelnen Lubowski, insbes.
S.
8-12,19
.,
30,
51;
Hi sie e S.
413-416;
Pelg'ande
86
.
(alle
s.
Anm.
9).
Fü
die Ein ich ung ö en lich- ech liche Ins i u e zu Ve gabe
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Kon inui ä en
und
B üche in
de
Wohnungspoli ik 147
schließlich g ünde e das Reich gemeinsam mi
dem
Reichs e band de p o inziel-
len Wohnungs ü so gegesellscha en
1923
die
"Deu sche
Wohns ä en-Bank AG"
(sei
1926:
"Deu sche
Bau-
und Bodenbank AG'). Die Bank übe nahm spä e auch
die Wei e lei ung ö en liche Wohnungsbau ö de ungsmi el
an
einkommens-
schwache Be ölke ungsk eise
und
die Ve wal ung de Da lehen sowie die Be eu-
ung on Reichsbü gscha en ü zwei e Hypo heken
54
•
Zu
Be ei s ellung on
s aa lichen Zwischenk edi en ü die landwi scha liche Siedlung, zu Bescha -
ung de Mi el
und
zu Ve einhei lichung ih es Einsa zes dien e schließlich die
Deu sche
Landessiedlungsbank, eine gemeinnü zige G ündung des Reichs
und
P eußens aus
dem
Jah e
1930.
Es wa de Sache nach jedoch kein neues Ins u-
men , sonde n lediglich eine daue ha e ins i u ionelle
Fo m
ü die Be eiligung
des Reichs
an
Au gaben, die zu o P eußen wah genommen ha e
55.
Die
Deu sche P andb ie ans al wie die Deu sche Bau-
und
Bodenbank
AG
und
die
Deu sche Siedlungsbank se z en ih e A bei sowohl in de NS-Zei als auch in de
Bundes epublik o .
Die Wohnungsp oduk ion (Neubau en) de Weima e Epoche s ieg sei
K iegsende
an
bis
zum
Höhepunk
1922
mi
124
273
Neubau en; das wa alle dings
nu
e wa die Häl e de Vo k iegsp oduk ion.
In
de Hype in la ion sank sie
um
ein Vie el, s ieg anschließend daue nd
an
und
e eich e und übe sch i
1927
e s -
mals das Vo k iegs olumen.
De
Höhepunk
de
Weima e
Wohnungsbau ä igkei
lag
im
Jah
1929
(315703).
Von do sank sie in de Wel wi scha sk ise asch bis
au
131160
(1932)56.
Ö en liche
Hände
wa en in
den
einzelnen Jah en zwischen
1920
und
1931
an
de Finanzie ung on
71
%
(1921)
bis
99
%
(1923)
alle Wohnungs-
(Neu-
und
Um-)bau en be eilig . Die ö en lichen Mi el deck en dabei
46
%
(1928)
bis
71
%
(1925)
de Baukos en5
?
Einzelne Fö de ungsins umen e de Weima e Republik können hie
nu
genann we den: de Land-
und
Be ga bei e wohnungsbau
58
und
die Wohnungs-
ü so ge ü S aa sbediens e e, K iegsbeschädig e, -hin e bliebene
und
Obdach-
lose
59
, die Reichsbü gscha en, Reichsheims ä en
60
, Kleinsiedlungen; e ne die
11.
Hypo heken
in
den
Lände n
sei
1919
siehe
B ech
(s.
Anm.
34)
S.
69-73;
Blumen o h
(s.
Anm.
9)
S.
171.
54
Hi sie e
S.
425-430;
Pe gande
S.
86
.; Blumen o h
S.
171
1T.,
176-l8l,
316-320 (alle
s.
Anm.9).
55
Heue /Scheele
(s.
Anm.16)
S.l1, 42
.
Blumen o h
(s.
Anm.
9)
S.I71
.
Zu
Fö de ung
de
ländlichen Siedlung allgemein siehe
Wilhelm
F ied ich
Boyens:
Die
Geschich e
de
ländli-
chen
Siedlung. 2 Bde.,
Be linlBonn
1959; insbes.
übe
die deu sche Siedlungsbank Bd. I,
S.437-440.
56
Siehe die beige üg e Tabelle, Spal e C.
57
Wi
(s.
Anm.
9)
S.
403.
58
Zum
Be ga bei e wohnungsbau
de
T euhands ellen
mi
Hil e
on
Kohlep eiszuschlä-
gen
ab
1920
gl. Spö hase (s.
Anm.
47)
S.
97-102;
Pe gande
S.
83-85;
P elle
S.
494
.
(beide
s.
Anm.
9);
Gün he
Schulz:
De
Wohnungsbau
indus ielle A bei gebe
in
Deu schland bis
1945,
in:
Hans
Jü gen
Teu ebe g
(Hg.):
Homo
habi ans.
Zu
Sozialgeschich e des ländlichen
und
s äd ischen
Wohnens
in
de
Neuzei ,
Müns e
1985,
S.
373-389.
59
Siehe dazu Blumen o h
(s.
Anm.
9)
S.
232-246.
10'
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148
Gün he
Schulz
Bauspa kassen, die nach de Wäh ungs e o m on
1923
in g oße Zahl en s an-
den, asch au blüh en
und
nach einigen Mißs änden sei
1931
du ch das Reichsau -
sich sam ü P i a e siche ungen beau sich ig sowie
1938
neu
geo dne wu den
(K edi gewäh ung
nu
im nachs elligen
Raum)61.
Insgesam gelang es de s aa lichen Wohnungsbau ö de ung, die Bau ä igkei
e heblich
zu
s eige n. Das wa inso e n ein e gleichsweise e olg eiches E geb-
nis
62
de Weima e Wohnungspoli ik, als de Mie index bis
1927
un e dem
Vo -
k iegsni eau
und
bis zu Wel wi scha sk ise deu lich un e
den
lebenshal ungs-
kos en blieb, so daß es wenig a ak i wa , Kapi al im Mie wohnungsbau anzule-
gen. Auch e schwe e die genann e auße o den liche Höhe de Hypo hekenzin-
sen
am
Ende de 20e Jah e die Kapi albescha ung. Dennoch wu den un e die-
sen Bedingungen in nennenswe em Um ang Wohnungen gebau , und Kleinwoh-
nungen (mi einem bis d ei Wohn äumen einschließlich Küche) ha en da an sei
1929
s a k wachsenden
An eil-
das Maximum lag bei
53,7
% alle Wohnungsneu-
bau en
1931
63
. Dies wa übe wiegend
den
ö en lichen
Händen
zu
e danken, die
du ch die Bescha ung
und
die güns igen Kondi ionen ih e K edi e ein T eib-
hausklima schu en, in
dem
de Wohnungsbau übe haup
nu
gedeihen konn e.
Dennoch gelang es nich , die Un e e so gung übe haup
und
insbesonde e
den
Mangel
an
Kleinwohnungen
zu
beheben.
De
Fehlbes and
an
Wohnungen
s ieg on e wa 700000
(1925)
bis
au
und eine Million
(1932)64.
Die ö en liche Fo -
cie ung des Kleinwohnungsbaus ich e e sich zwa gegen ein s uk u elles De i-
zi des p i a en endi ein e essie en Wohnungsbaus, doch mi übe mäßige
Besch änkung: Wohnungen mi
32
bis
45
qm, ü Kinde eiche mi maximal
60
qm, wu den de Familieng öße de A bei e , ü die sie gebau wu den, nich
ge ech
65
•
Die Wel wi scha sk ise wa ü die Wohnungspoli ik ein Desas e . Nich nu ,
weil die Neubau ä igkei
au
G und
des Aus alls
an
Fö de ungsmi eln absack e,
sonde n auch, weil
au
G und
de e hee enden A bei slosigkei die zahlungs ä-
hige Mie nach age einb ach.
So
kam es
zu
de pa adoxen Si ua ion, daß o z des
60
"Heims ä e" is ein meh deu ige Beg i , weil
e
ü die Wohnungs ü so gegesell-
scha en wie auch ü die Reichsheims ä en e wende wu de. Die Reichsheims ä e um-
aß e Wohn-
und
Wi scha sheims ä en: Wohnhaus
bzw.
landwi scha liches Anwesen
mi
Landzulage, das du ch Vo kau s-
und
Heim alls ech des Ausgebe s (Reich, Lände ,
Gemeinde[- e bände);
mi
Genehmigung de obe s en Landesbehö den
auch
ande e
ö en liche Ve bände
und
gemeinnü zige
Un e nehmen)
o Spekula ion geschü z wa ,
S empel-
und
Gebüh en eihei genoß
und
nich de Zwangs olls eckung wegen eine pe -
sönlichen Schuld un e lag. Siehe das Reichsheims ä engese z
om
10.
5.
1920,
RGBI.
S.962-970. Siehe dazu auch
Pe gande
(s.
Anm.
9)
S.
75-78,93
.
Siehe auch oben,
Anm.
52.
61
Vgl.
P elle
S.
489
.,
Blumen o h
S.
194-201 (beide
s.
Anm.
9).
62
Vgl.
auch Wi (s. Anm. 9)
S.
406.
63
Fey
S.
16
.;
gl.
P elle
S.
489 (beide
s.
Anm.
9).
64
Vgl.
Denksch i
1922
(s.
Anm.
12)
S.
48,
51;
Fey
S.
20,
51;
Blumen o h
S.
161;
Lubowski
S.
17
.
Fü
1932
Hi sie e
(mi Diskussion on E gebnissen
de
Reichswohnungszählung)
S.
89
.
(alle
s.
Anm.
9).
65
Vgl.
Hi sie e
S.
537
.,
546 .;
P elle
S.
484
.,
493
(beide
s.
Anm.
9).
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Kon inui ä en
und
B üche in de Wohnungspoli ik 149
g oßen Wohnungsmangels Ende 1932150 000 Wohnungen lee s anden
66
• Die B ü-
ningsche De la ionspoli ik se z e dagegen das Mi el eine sei s de Zins eduk ion
u P andb ie e und ande e es e zinsliche We papie e, ande e sei s das de
Mie zins eduk ion ein: Reduzie ung de
Höhe
de F iedensmie e
um
10
%67.
De
Baukos enindex
(1913
=
100)
iel on
178
(1929)
übe
156
(1931)
au
126
(1933).
Sowohl die Löhne als auch die Baus o p eise
und
die Kos en im Baunebenge-
we be b achen ein
68
•
De
Rückgang wa eine singulä e, exzep ionelle E scheinung
sei
dem
E s en Wel k ieg,
und
auch die Mie eduk ion sowie de , in diesem Um-
ang, a mu s beding e Nach ageeinb uch wa en auße gewöhnlich. Das Fiasko de
Wel wi scha sk ise wa zwei ellos ein g a ie ende Einschni in de Woh-
nungspoli ik, wei s ä ke als es die Regie ungswechsel zu o
und
spä e wa en.
Abe es wa nich eigen lich ein B uch de Wohnungspoli ik, sonde n du ch
und
du ch eine Ausnahmesi ua ion, eine Phase ex eme No , in de en dünne Lu
o übe gehend eine e keh e Wel bes and.
*
De
Na ionalsozialismus en wickel e "keine g undlegend neuen" wohnungspo-
li ischen Ideen,
und
e
besaß kein geschlossenes Wohnungsbaukonzep .
E
übe -
nahm
die o handenen Ins umen e, modi izie e sie
und
s ell e sie in
den
Diens
seine amilien-, boden-
und
assepoli ischen sowie,
meh
noch, üs ungswi -
scha lichen Ziele. Das P og amm de NSDAP on
1920
-ehe ak isches Ins u-
men
denn
poli isches Bekenn nis -g i boden e o me ische Fo de ungen
au
(unen gel liche "En eignung on Boden u gemeinnü zige Zwecke, Abscha ung
des Bodenzinses
und
Ve hinde ung
jede
Bodenspekula ion"; Punk
17),
münz e
sie an isemi isch um, o mulie e abe keine wohnungspoli ischen G undsä ze
69
•
Es lieg nahe, das wohnungspoli ische Lei bild des Na ionalsozialismus im
Kon ex seine Boden-
und
Be ölke ungspoli ik zu sehen: die g oße, u die
Bedü nisse eine meh köp igen Familie aus eichende Wohnung mi Landzulage,
die die Familie wenigs ens du ch pa ielle Selbs e so gung
bzw.
landwi scha -
lichen Nebene we b mi
dem
Boden e binden soll e. Ta sächlich anden sich im
66
Fey
S.
22, 38; Lubowski
S.
17
.
Vgl.
Blumen o h
S.
244 (alle
s.
Anm.
9).
67
Vie e No e o dnung om
8.
12.
1931,
E s e Teil, Kap. III, § 1
bzw.
Zwei e Teil, Kap. II,
§ 1 (s. Anm. 25), hie
S.
702
bzw.
707.
Vgl.
Lubowski
(s.
Anm.
9)
S.
18
.
68
Siehe Spal e F in
de
beige üg en Tabelle;
Fey
(s. Anm.
9)
S.
23,
65.
69
Das P og amm is
u.
a.
abged uck bei
Wo( gang
T eue:
Deu sche Pa eip og amme sei
1861
(=
Quellensammlung
zu
Kul u geschich e 3), Gö ingen e c.
4.
Au l.
1968,
S.
156-159,
hie
158.
Siehe dazu
E ha d
Fo nd an:
Die S ad -
und
Indus ieg ündungen Wol sbu g
und
Salzgi e . En scheidungsp ozesse im na ionalsozialis ischen He scha ssys em (Campus
Fo schung 402), F ank u /M.-New Yo k
1984,
S.
65,68,71,84;
Boelcke
(s. Anm.
4)
S.
30
.;
Pe gande
(s. Anm.
9)
S.101-104.
Zu
an isemi isch-ins umen alen Funk ion de Ablehnung
des Bodenzinses
gl.
Wol am
Fische :
Deu sche Wi scha spoli ik 1918-1945, Opladen,
3.
Au l.
1968,
S.
52-55; Ludo( He bs :
De
To ale K ieg
und
die O dnung de Wi scha . Die
K iegswi scha im Spannungs eld on Poli ik, Ideologie
und
P opaganda 1939-1945
(=
S udien zu Zei geschich e
21),
S u ga
1982,
S.
68.
Einen Übe blick
übe
den
ühen NS-Wohnungsbau gib
F anz
Seld e:
Sozialpoli ik im D i -
en
Reich 1933-1938, München-Be lin
1939,
S.
143-212; e ne
Fey
(s. Anm.
9).
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150 Gün he Schulz
Na ionalsozialismus ag a oman ische
und
g oßs ad eindliche Siedlungs o s el-
lungen; die G oßs ad eindlichkei s ü z e sich u.
a.
au
die Be ü ch ung, daß die
Enge de g oßs äd ischen Mie skase nen Kinde a mu he o b inge
und
daß die
Anonymi ä
und
Bindungslosigkei
in
de
G oßs ad soziale
Un uhe
begüns igen
und
soziale Kon olle e schwe en wü den
?o.
De
an angs de d eißig
e
Jah e üh ende NS-Wi scha sideologe
und
Sied-
lungs heo e ike
Go i ied
Fede ,
bis
1934
Reichssiedlungskommissa , woll e " au-
send en zückende kleine S äd chen"
bauen
mi
Namen
wie "Hi le bu g, Gö in-
gen, F ickhausen"
und
"Fede eld"71. Die on
ihm
p opagie e, maximal 20000
Einwohne um assende Kleins ad soll e sowohl die Nach eile g oßs äd ischen
Lebens (als die
e
Kinde a mu , mangelnde Seßha igkei sowie Un allge ah en
nann e) als auch die Nach eile des Do es (die
e
in
zi ilisa o ischen De izi en, eh-
lende Zen ali ä
und
A bei sma k enge sah) e meiden
und
die Vo züge
on
G oßs ad
und
Do e binden. Die Kleins ad soll e u.
a.
adminis a i e
und
kul-
u elle Zen ali ä
und
pa ielle Eigenbeda sdeckung sowie das "He anwachsen
eine e bgesunden Nachkommenscha " siche n
72
• Doch
Fede
wu de schon
1934
poli isch en mach e ; seine p og amma ischen Vo s ellungen on
1934
übe
die
"neuen
Land-
und
Kleins äd e" wu den ebensowenig wie seine oluminöse S u-
die
"Die
neue
S ad " jemals
zum
o iziellen, e bindlichen Mani es
de
NS-Woh-
nungspoli ik. Die le z genann e S udie, on
Fede
1939,
als P o esso
an
de Tech-
nischen Hochschule Be lin, mi
dem
Un e i el
"Ve such
de
Beg ündung
eine
neuen
S ad planungskuns aus
de
sozialen
S uk u
de
Be ölke ung"
publizie ,
s ell e s ad plane ische G undsä ze ü
den
Neubau
on S äd en mi e wa
20
000
Einwohne n au ;
Fede
woll e die o ali ä e P äsenz on Pa ei
und
S aa
mi
den
aums uk u ellen P inzipien de Ke nbildung
und
Du chg ünung
und
den
E o -
de nissen de gewe blichen S ando wahl, Ve keh s-, Ve so gungs-
und
F eizei -
leis ungen
und
nich zule z des Lu schu zes e binden.
In
Fede s
Konzep de
"O ganischen Siedlung" schlug sich die na ionalsozialis ische Gemeinscha sideo-
logie niede
und
spiegel en sich Res e be u ss ändische Vo s ellungen?3.
70
Vgl.
Fo nd an
(s. Anm.
69)
S.
63-65,
71,
81;
Ch is ian
Schneide :
S ad g ündung im D i -
en Reich. Wol sbu g und Salzgi e . Ideologie, Resso poli ik, Rep äsen a ion, München
1979,
S.
113;
Michael
Wol sohn:
Indus ie und Handwe k im Kon lik mi s aa liche Wi -
scha spoli ik? S udien zu Poli ik de A bei sbescha ung in Deu schland
1930-1934
(=
Sch i en zu Wi scha s- und Sozialgeschich e
30),
Be lin
1977,
S.
130.
71
Joachim
Fische -Dieskau:
Zum P oblem de e wal ungsmäßigen Ve anke ung on
Wohnungswesen, S äd ebau und Raumo dnung in den minis e iellen Ins anzen des Reichs
und
de Bundes epublik Deu schland -Rückblick
und
Ausblick. In:
Vic o -Emanuel
P eus-
ke
(Hg.):
Fes sch i ü He mann Wande sleb zu Vollendung des
75.
Lebensjah es, Bonn
1970,
S.
113-143,
hie
S.
126
.
(Zi a ).
Vgl.
Schneide
(s.
Anm.
70)
S.
92.
72
Go / ied
Fede
/
F i z
Rechenbe g:
Die neue S ad . Ve such de Beg ündung eine neuen
S ad planungskuns aus de sozialen S uk u de Be ölke ung, Be lin
1939,
S.
24-27 (Zi a
S.26).
73
Vgl.
ebenda,
S.
22
e
passim. Dazu auch Seld e
(s.
Anm.
69)
S.
150-156.
Zu
Fede siehe
auch
Fo nd an
(s.
Anm.
69)
S.
57-63,
80;
Schneide
(s.
Anm.
70)
S.
74
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
Kon inui ä en
und
B üche in
de
Wohnungspoli ik
151
Daß de Na ionalsozialismus an angs
dem
Bau on Ein amilienhäuse n, o -
nehmlich einkommensschwache (A bei e -)Familien,
den
Vo zug gab, wa nich
Aus luß
Fede sche
P og amma ik, sonde n eine Fo üh ung en sp echende P o-
jek e de Weima e Regie ungen
bzw.
esul ie e aus beschä igungspoli ischen
Übe legungen. Die Ein amilienhaus ö de ung en sp ach ebenso wohnungs-und
boden e o me ischen Fo de ungen wie de P axis eine Reihe ande e S aa en
zu selben Zei
74.
Doch neben g oßs ad eindlichen S ömungen wie denen
Fede s
gab es im
Na ionalsozialismus on An ang
an
auch P ojek e zu Indus ie ö de ung
und
zum
g oßs äd ischen Ausbau. Diese a en na u gemäß wäh end de e s ä k en
Au üs ung ab
1936
und
de dami e bundenen Fo de ung de indus iellen En -
wicklung s a k in
den
Vo de g und. Doch wa en Ag a oman ik
und
Massenwoh-
nungsbau, G oßs ad eindlichkei
und
G oßs ad e wei e ung nich die S ich-
wo e ü zei lich au einande olgende Phasen. Diese Konzep e wa en on
An ang
an
da, ungleichzei ig
und
konku ie end
75
. Es gab keine geschlossene NS-
Wohnungspoli ik
und
-p og amma ik, sonde n
nu
einzelne Plane , he e ogene
Planungen
und
indi iduelle Ini ia i en
76.
In
de p ak ischen Wohnungspoli ik knüp e de Na ionalsozialismus
an
die
Ve häl nisse in de Wel wi scha sk ise
an
und
ges al e e sie in cha ak e is ische
Weise um: G undsä zlich p i a wi scha lich
77, doch, insbesonde e sei
dem
Zwei en Vie jah esplan on
1936,
mi e s ä k en Eing i en zuguns en de s aa li-
chen Wi scha s-
und
Rüs ungspoli ik.
In
de Wohnungsbes andspoli ik ma kie e das Jah
1936
eine Wende: Die
Wohnungszwangswi scha wa bis
1933
au gelocke
und
sei dem nich
meh
e ände wo den. Mi Beginn des
Zwei en
Viedah esplans
wu de die Zwangswi -
scha wiede ausgebau :
1.
Beim
Mie e schu z
wu den sei
1936
die Au locke ungen de Ä a B üning
ückgängig gemach .
E
wu de bis
1943
meh ach e s ä k
und
au as
alle Mie -
e häl nisse ausgedehn
78.
Eine in e essan e Neue ung wa de "Deu sche Einhei smie e ag" on
1934.
E
wu de
au
An egung des Reichsjus izminis e iums om Zen al e band de
deu schen Haus-
und
G undbesi ze
und
deIll Bund deu sche Mie e e eine aus-
gea bei e .
E
wa un e bindlich, doch on ak ische Wi kung. Da übe hinaus
74
Vgl.
Schneide
(s. Anm.
70)
S.
23
.
75
Vgl.
ebenda,
S.
113;
Fo nd an
(s. Anm.
69)
S.
65,
71,
81.
76
Vgl.
Fo nd an
(s. Anm.
69)
S.
80
.
77
Vgl.
Boelcke
(s. Anm.
4)
S.
30
.
Das gal auch ü die NS-Nachk iegsplanungen on
1944.
Vgl.
He bs
(s.
Anm.
69)
S.
337
.
78
Eine
Ausnahme
wa die Ve o dnung
übe
Ände ungen des Mie e schu z ech s om
7.11.1944 (RGBI.
S.
319),
die du ch Locke ung des Mie e schu zes ü k iegsbeding e mie-
e e Räume
zum
Abschluß solche Mie e äge an eizen woll e. Siehe im einzelnen
Hol -
g a e
(s. Anm.
12)
S.
90-94;
Pe gande
(s.
Anm.
9)
S.
123
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
254
Die ma Pe zina
5.
Die gesam wi scha liche Wi kung kommunale Finanzpoli ik wa
p ozy-
klisch.
Ähnlich
wie
de Abbau de ö en lichen Ausgaben beim Reich und den
Einzels aa en bewi k e die Ve inge ung de kommunalen Ausgaben einen
e s ä k en inne en K isend uck, ohne daß es eilich angesich s de gegebenen
Finanz e eilung hie zu eine plausible Al e na i e gegeben hä e.
6.
Die Ve mu ung e schein ge ech e ig , daß die poli ische O ien ie ung on
Magis a und S ad e o dne en e sammlung in Bochum keine bedeu same
Rolle ü die Ges al ung de Finanzpoli ik gespiel ha . Die Aushöh/ung kommu-
na/poli ische Zus ändigkei en sei
1930
deg adie e die s äd ischen En schei-
dungs äge und Ve wal ungen zu nachgeo dne en Ins anzen on Reich und
Einzels aa en. Bedeu same wä e e mu lich die F age, ob es angesich s des
zen alisie enden K isend ucks bedeu same Un e schiede im Ve häl nis de
einzelnen Lände zu den Kommunen gegeben ha . Spä es ens sei
1933
wa
alle dings auch diese F age unwich ig gewo den.
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Ve diens ,
Einkommen
und
Ve mögen
äl e e
s äd ische
A bei e
wäh end
de
Indus ialisie ung
Von
Pe e
Bo scheid,
Müns e lWes .
Die U banisie ung des ausgehenden
19.
Jah hunde s kann, übe spi z o mu-
lie , als ein We k de Jugend angesehen we den. Die wich igs en T äge des api-
den
und
jah zehn elang anhal enden Be ölke ungswachs ums wa enjunge Men-
schen. Die neue indus ielle Gesellscha , die zunächs as olls ändig mi den
Bewohne n de S äd e iden isch
wa ,
e wuchs o allem aus de pe manen en
Zuwande ung jünge e A bei sk ä e. Das Bild de schnell expandie enden Indu-
s ies äd e ku z o
und
nach de Jah hunde wende
muß
on au allend ielen
jungen Menschen gep äg gewesen sein. Die Al en blieben hie noch
meh
als
au
dem
Do
eine kleine Minde hei , eine s a is isch as zu e nachlässigende Rand-
g uppe, zudem on ökonomisch ge inge e Bedeu ung.
In
de Phase de beginnenden Hochindus ialisie ung
und
Ve s äd e ung wa
de al e Mensch da um auch kein Thema, das die ö en liche Diskussion sonde -
lich e eg e. Zwa ha e de
"Cen al e einjü
das
Wohl
de
a bei enden
Klassen" in
P eußen angesich s de schwindenden Bedeu ung de adi ionellen pa ia chali-
schen Fü so ge
au
dem Land
und
de handwe klichen Zun kassen be ei s
1849
die E ich ung eine allgemeinen s aa lichen Al e s e so gungsans al e ns lich
e wogen
1,
und
bald danach ha e es in den ün zige
und
sechzige Jah en im Zuge
de Knappscha sgese zgebung
und
de Neu egelung des gesam en Hil skassen-
wesens sowie un e dem Ans oß de en sp echenden Re o men
Napoleons
III.
in
F ank eich wei e e Diskussionen übe neue Fo men de Al e s e so gung gege-
ben, doch wu de alles dies, so auch die Bemühungen des eikonse a i en saa -
ländischen G oßindus iellen
Ca l
Fe dinand
F eihe"
on
S umm-Halbe g
um
Au -
bau eines um assenden Zwangskassensys ems, noch un e dem Blickwinkel de
al en A nen i so ge gesehen. Ein g oße P oblemd uck wa noch nich o han-
den. Zahl
und
An eil de al en Menschen wa en
au
G und de ge ingen du ch-
schni lichen Lebense wa ung e glichen mi heu e seh ge ing
und
de Sinn de
Familienhil e zudem noch e heblich ausgep äg e . Lediglich 4,6 P ozen de
Be ölke ung des Deu schen Reiches wa en im Jah
187165
Jah e
und
äl e gegen-
übe
14,9
P ozen im Jah e
1982.
Noch eindeu ige be and sich in denjungen Indu-
s ies äd en die Al e sg uppe de übe 65jäh igen in de Minde hei ; ih An eil
1
Vgl.
Jü gen
Reulecke:
Zu
En deckung des Al e s als eines sozialen P oblems in de
e s en Häl e des
19.
Jah hunde s, in: Ge on ologie und Sozialgeschich e, hg.
.
Ch is oph
Con ad
und
Hans-Joachim on Kond a owi z, Be lin
1983,
S.
417
.
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256
Pe e Bo scheid
schwank e hie zwischen einem
und
zwei P ozen 2.
Au
noch
einen
ge inge en
An eil
kamen
au
G und
de bekann en sozialen"
Ungleichhei
o
dem
Tod"
die
äl e en A bei e .
Dies is die eigen liche U sache, weshalb die
neue
Al e sp oblema ik im
19.
Jah hunde
nu
e einzel kla e kann wu de, obwohl bei s eigende Lebens-
e wa ung
und
asche Aus o mung de indus iellen Gesellscha sei Ende des
Jah hunde s die Zahl
de
al en A bei e , die ohne ge egel es
Einkommen
und
ohne
Schu z du ch die Familie wa en, in
den
S äd en sp ungha anwuchs
und
ih e soziale Absiche ung nich
meh
mi
den
Mi eln de ag a ischen Gesellscha
noch mi de Solida i ä des Handwe ks
zu
gewäh leis en
wa .
Ein bloße Ausbau
de al en A men i so ge e bo sich angesich s de wachsenden sozIalen
und
poli-
ischen Emanzipa ion de A bei e scha . Wenn im le z en Vie el des
19.
Jah -
hunde s die P obleme de Al e s e so gung de A bei e e ö e wu den,
e olg e die Diskussion diese F age nie isolie , sonde n wa eingebe e in die
b ei e P oblema ik de gesam en ,.A bei e age" mi ih en sozialen
und
poli i-
schen Komponen en,
ode
es s anden o dnungspoli ische Übe legungen im Vo -
de g und, wie bei Adol
Wagne ,
de
in
seine au sehene egenden Sch i
"De
S aa
und
das
Ve siche ungswesen"
aus
dem
Jah e
1881
u eine Ve s aa lichung des
Ve siche ungswesens plädie e
und
dami u eine O ganisa ion de lebens e si-
che ung du ch
den
S aa . Die Al e s age
an
sich gal noch
imme
als zwei angig.
Da au
ha e
neben
ande en
be ei s Max
Hi sch,
de
G ünde
de
Deu schen
Gewe k e eine,
im
Jah e
1874
hingewiesen, als
e
be on e: "Gewiß is es höchs
wünschenswe , daß de junge
Mann
und
das junge Weib, die heu e in eine Spin-
ne ei ode
in
eine Glashü e ein e en, die Siche hei e langen, nach zwanzig, d ei-
ßig ode ie zig Jah en, alls sie a bei sun ahig we den, nich
No
leiden.
Abe
es
is noch unendlich wünschenswe e
und
wich ige , daß diese
jungen
Leu e nich
wäh end
de zwanzig, d eißig ode ie zig Jah e ih e A bei s ahigkei
No
leiden,
nich du ch ungenügenden Lohn, übe mäßige A bei szei , schlech e
und
mangel-
ha e Nah ung, ungesunde Wohnung u.
s.
w.
einem
elenden Leben, einem ühen
Siech um
und
Tode e allen"3. Ähnlich a gumen ie e
1879
Lujo
B en ano,
als
e
die ein he o ische F age s ell e, was
dem
A bei e wohl eine Al e s e siche ung
ode
-kasse nü ze,
wenn
e
in
Zei en
on
K ankhei
ode
A bei slosigkei seine
Bei äge nich en ich en könne
und
seine Ansp üche e lö e4• Noch Ende de
ach zige Jah e e klä e Bisma cks langjäh ige Be a e
Theodo
Lohmann, nich
die ma e iellen Mißs ände -u.
a.
im
Al e -seien das zen ale Übel de Fab ika -
bei , sonde n de mangelnde A bei e schu z
und
die Lücken des A bei s ech s
5.
2
Vgl.
die Al e ss a is ik on Ruh gebie ss äd en bei
Heinz
Rei :
Soziale Lage
und
E ah-
ungen des al e nden Fab ika bei e s in de Schwe indus ie des wes lichen Ruh gebie s
wäh end de Hochindus ialisie ung, in: A chi ü Sozialgeschich e
22
(1982),
S.
6
.
3 Zi . nach den Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
9,
Leipzig
1875,
S.
79.
4
Lujo
B en ano:
Die A bei e e siche ung gemäß de heu igen Wi scha so dnung,
Leipzig
1879,
S.
192.
5
Hans
Ro h els:
Theodo Lohmann
und
die Kamp jah e de s aa lichen Sozialpoli ik, Be -
lin
1927,
S.75.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
Ve diens , Einkommen und Ve mögen äl e e s äd ische A bei e
257
Noch s ä ke i das Sekundä e de Al e sp oblema ik bei Bisma ck selbs zum
Vo schein, den zwa auch eligiös-e hische
und
humani ä e Impulse
zum
Au bau
de Sozial e siche ung beweg en, de abe ähnlich wie Napoleon III. ho e, du ch
"die Züch ung eine zahl eichen Schich kleine S aa s en ne "6 de en Loyali ä
e kau en
und
sie gegenübe de "Lockp ei e" de Sozialis en immunisie en zu
können. Das poli ische Kalkül übe deck e hie g öß en eils die E kenn nis de
Al e sp oblema ik. Zwa sah man, daß sich mi zunehmende U banisie ung
imme g öße e A bei e massen in den S äd en zusammenball en, daß abe auch
eine zunehmende Zahl diese A bei e in de S ad auch ih en Lebensabend e -
b ingen wü de, sah noch kaum jemand.
Man
wa sich siche , sie wü den
au
das
Land mi seinen ge inge en Lebenshal ungskos en zu ückkeh en
und
se z e die
Ren en en sp echend nied ig an.
Als im Jah e
1885
eine um assende A mens a is ik i das gesam e Deu sche
Reich e s ell wu de, konn e de sachkundige In e p e aus diesen Zahlen be ei s
unschwe he auslesen, daß die Al e sp oblema ik in den Indus ies äd en zwa
noch imme kein o d ingliches P oblem da s ell e, abe e muß e auch e kennen,
daß sie asch wachsend
an
Bedeu ung gewann. Wäh end in einem Ag a s aa wie
Baye n
nu
2,8
P ozen de Einwohne on de ö Ten lichenA men i so ge un e -
s ü z wu den, wa en es in indus iellen Zen en wie Be lin
und
Hambu g be ei s
6,6
bzw.
9,7
P ozen 7bei übe p opo ionalem Ans ieg de un e s ü z en Pe sonen
in diesen
und
ande en Indus ies äd en. Diese Un e s ü zungsemp ange se z en
sich e ah ungsgemäß in de Meh zahl aus al en
und
alleins ehenden Pe sonen
zusammen.
Als e s e eagie e de " Ve ein ii SOda/poli ik"
au
diese Zeichen
und
e wog im
Jah e
1886,
die Al e s age gesonde
zum
Gegens and eine ausgedehn en empi-
ischen Enque e und eine Gene al e sammlung zu machen. Es daue e dann
abe doch bis zu Jah hunde wende, bis de Ve ein die al en Menschen als Teil
de ,,A bei e age" endgül ig en deck e und in seinen Un e suchungen übe Aus-
lese
und
Anpassung de A bei e scha in de mode nen G oßindus ie e such e,
Lich in die in meh ache Hinsich dunklen Jah e des al en A bei e s zu b ingen.
Übe age Aussagen zum Lebenss anda d
und
zu Lage diese Menschen is
man
damals jedoch nu sel en hinausgekommen.
Au bauend
au
diesen e s en Pionie un e suchungen des Ve eins ii Soda/-
poli ik ha
man
e s wiede in den e gangenen Jah en mi Hil e des lebenszykli-
schen Ansa zes e such , die ma e ielle Lage de indus iellen A bei e scha des
19.
Jah hunde s auch quan i a i genaue zu bes immen. Die dabei en wickel en
sogenann en "Lebens e diens ku en" sehen as du chgängig eine seh ausge-
p äg e Al e sa mu , die e wa mi dem
40.
Lebensjah eingese z haben soll
undje
6
Klaus
Saul:
Hunde Jah e Sozial e siche ung in Deu schland, in: Zei sch i ü die ge-
sam e Ve siche ungswissenscha
1980,
H.2/3, S.183.
7
Vgl.
Ge ha d
A.
Ri e :
S aa , A bei e scha und A bei e bewegung in Deu schland, Be -
lin, Bonn
1980,
S.
54
.
17
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
156
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258
Pe e Bo scheid
nach Be u seh schnell d ama ische Fo men
annahm
(Abb.l
u.
2jB.
Es sind jedoch
e hebliche Zwei el
an
de Aussagek a diese e s en Be echnungen angeb ach ,
weil nämlich
nu
Du chschni slöhne einzelne Be u sg uppen zug unde geleg
wu den. Sie we den dabei iel ach in e p e ie , als handele es sich hie bei
um
Ge-
sam einkommen.
Zudem
we den mi diesen Be echnungen
nu
die in äl e en Jah-
en noch wei e beschä ig en A bei e e aß , nich jedoch die aus i gendeinem
G und
aus de Indus ie Ausgeschiedenen.
Jah eslohn
In
Mk.
600
SOO
300
200
100
Al e :
Schmiede
/,,_._._.
- - - - -
'
D ehe
.
.'
...................
,
............
.
/</-"~
Schl~s~e~
- - - - - -
-"~.-
- -
-"',
,.1.-;;';'
'. "
i"
'.
.
J.
' , "
I"
".
,
.,~'
, ,
j;'
, "
/'/
Fab ika bei e
.',
".
, ,
'.
Jah eslohn
in
Mk.
600
SOO
400
300
200
100
".
' .
"
....
,
'.
,
'.
14
20
30
3S
40
4S
so
SS
60
Jah e
Abb. 1: "Lebens e diens ku en" on A bei e n de Maschinen ab ik Eßlingen o
1870
Tages e diens
in
P g
600
Schlosse
,-,,-
...
Tages e diens
in
P g.
,.,
...
",=---.
--'--.--.::..::
....
.
~
..
---.
Ub ige
Gele n e
'-""'~
_
~","
'
600
400
~:.,--
'-
.?~'~~"
_--------.,.--------'-l, ...--l-
400
An- u. Ungele n e
200
200
SI/60 60 u.
meh
Abb.
2:
Rela i e Ve diens aussich en on A bei e n eine süddeu schen Lokomo i en-
ab ik
1891
8 Nach
Heilwig
Schome us:
Die A bei e de Maschinen ab ik Esslingen, S u ga
1977,
S.
149;
He mannSchäje :
Die Indus iea bei e , in: Sozialgeschich liche P obleme in de Zei
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Ve diens , Einkommen
und
Ve mögen äl e e s äd ische A bei e
259
Da an anknüp end will de anschließende Bei ag olgende zen ale F agen be-
an wo en: Wa das Al e
um
die Jah hunde wende in den S äd en wi klich schon
zu
eine neuen "Sozialen F age" gewo den? Gingen die iel ach es ges ell en
Lohn-
und
Einkommenss eige ungen de Hochindus ialisie ung
am
äl e en
A bei e spu los o bei?
Und
wei e : Wu den die al en Menschen on de Indu-
s ie nach Übe sch ei en eine bes imm en Jah esschwelle wi klich ücksich slos
abges oßen,
um
anschließend in den S äd en als No leidende dahinzu ege ie en?
Es soll e such we den, du ch einen Ve gleich mi de o -
und
ühindus iellen
Zei
und
übe eine Gegenübe s ellung mi
den
Selbs ändigen die bishe igen Aus-
sagen ela i ie end zu übe p ü en
und
anband neue Quellen zu e anschauli-
chen.
Al ed
Webe
ha als eine de e s en Sozialwissenscha le das
40.
Lebensjah als
den "en scheidenden Knick" im Be u sschicksal de Indus iea bei e e kann ,
weil iele ku ze Zei spä e "zu den Taglöhne a bei en,
zum
Packen, Keh en, Fah-
en
und
ähnlichen Dingen" ab sanken, ande e in einen neuen Be u übe wechsel-
en, sich mi Handlange a bei en übe Wasse hiel en ode au s Land zu ückkeh -
en
9• E aß e die Un e schiede zwischen Selbs ändigen
und
Lohna bei e n in
den
Wo en zusammen:
"De
Un e nehme is mi übe
40
Jah en e s
au
seine
Kli-
max, de Beam e ück e s dann in die höchs en Pos en ein, die
man
ihm geben
will,
und
auch de al e Handwe ke konn e, wenn de on
40
Jah en an ielleich
wenige
meh
in de We ks a a , sich on da
an
um
so
meh
in de Zun
und
Ähnlichem be ä igen.
De
heu ige P ole a ie ande s! Dann, wenn e
au
de
Höhe seine geis igen K ä e s eh , dann b ich sein Be u sdasein plö zlich o ihm
zusammen, dann sieh e einen Abg und, in den e hinabs ü z , ode wenn es bes-
se s eh , eine schie e Ebene, die ihn ho nungslos schließlich doch da hinab-
üh "lO.
Eine diese Un e suchungen des
Ve eins
ii Socialpoli ik schließ
Do a
Lande mi de Fes s ellung, "daß die Be line Maschinenindus ie ih e gele n en
und
ungele n en A bei e im allgemeinen in einem Al e au geb auch ha , in dem
de Mann de bü ge lichen Be u e sich meis noch in de Fülle de K a be inde ,
und
ge ade das Bes e
und
Rei s e he o b ingen kann"ll.
In
de Regel muß e de A bei e in de Ta ab dem
40.
Lebensjah spü ba e
Lohneinbußen hinnehmen. E konn e seine ühe en Akko dleis ungen nich
meh
hal en ode wu de on de We kslei ung in eine nied ige e Lohng uppe ein-
ges u .
In
seine Un e suchung übe die A bei e scha eine Be line Kabel ab ik
zeig Bienkowski, daß die Leis ungs ähigkei de D ah ziehe
und
Schmelze nach
de Hochindus ialisie ung (1870-1914), hg. on
Hans
Pohl,
Pade bo n
1979,
S.186-202;
De s.:
A bei s e diens im Lebenszyklus, in: A chi i Sozialgeschich e
21
(1981),
S.
245
bis
255.
9 Al ed
Webe :
Das Be u sschicksal de Indus iea bei e , in: A chi i Sozialwissen-
scha
und
Sozialpoli ik
34
(1911),
S.384.
10
Ebenda, S.388.
11
Do a
Lande: A bei s-
und
Lohn e häl nisse in de Be line Maschinenindus ie zum
Beginn des
20.
Jah hunde s, in: Sch i en des Ve eins i Socialpoli ik
134,
Leipzig
1910,
S.400.
17"
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
260
Pe e Bo scheid
dem
38.
bzw.
42.
Lebensjah s eil ab iel
12
(Abb.
3),
und
auch
Gün he
Schulz zeich-
ne
ü die D ah ziehe bei FeI en & Guilleaume as deckungsgleiche Leis ungs-
ku en, de en Spi zen zwischen
dem
32.
und
38.
Lebensjah lagen
13.
[00
80
70
.H.
.--
,
,.
/Spinne
u.
i Webe
20
30
....
,
',~
-
--,
,D ah ziehe
,
,
,
,
50
,
,
,
,
,
,
Jah e
Abb.
3: Akko dleis ungen
on
Me all-
und
Tex ila bei e n
nach
Lebensal e
1908
90
80
70
Diese Einbußen ielenje nach Be u
meh
ode minde hoch aus
und
se z en
zu
e schiedenen Zei punk en ein.
Hohe
kö pe liche An o de ungen
und
scha e
Akko dsys eme ließen die A bei e asche
an
das Ende ih e Leis ungs ähigkei
gelangen als wenige ans engende A bei en
14,
und
Spezialis en mi meh jäh ige
Be u se ah ung konn en sich länge hal en als schnell angele n e A bei sk ä e.
Die Un e suchung übe die A bei e de Wiene Siemens-Schucke -We ke kam
un e ande em
zu
dem
Schluß, daß Hil sa bei e zwa
au
einen ühen Ans ieg
ih es Lohnni eaus ho en konn en, im Ve gleich
zu
den
quali izie en A bei e n
abe auch ein ühes Absinken
hinnehmen
muß en, da es bei ihnen
"meh
au
die
kö pe liche K a
...
als
au
die du ch lange Übung e wo bene Geschicklichkei "
ankam
15.
Bienkowski and in eine Be line Kabel ab ik he aus, daß
,je
höhe
gei-
12
Von
Bienkowski:
Un e suchungen
übe
A bei seignung
und
Leis ungs ähigkei
de
A bei e scha
eine
Kabel ab ik, in: Auslese
und
Anpassung
de
A bei e scha
in
de
Elek-
oindus ie, Buchd ucke ei,
Feinmechanik
und
Maschinenindus ie, in: Sch i en des Ve -
eins ü Socialpoli ik 134, Leipzig
1910,
S.
24
.
-
Webe :
Be u sschicksal (s.
Anm.
9),
S.
385 1
13
Gün he
Schu z:
Die
A bei e
und
Anges ell en bei Fel en & Guilleaume,
Wiesbaden
1979,
S.224.
14
Vgl.
Ma ie
Be nays:
Be u swahl
und
Be u sschicksal des
modemen
Indus iea bei e s,
in: A chi ü Sozialwissenscha
und
Sozialpoli ik 35
(1912),
S.13l.
15
Julius
Deu sch:
Auslese
und
Anpassung
de
A bei e
in
den
ös e eichischen Siemens-
Schucke -We ken
in
Wien, Leipzig
1910.
Zi . nach
Schä e :
Indus iea bei e (s.
Anm.
8),
S.189.
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Ve diens , Einkommen und Ve mögen äl e e s äd ische A bei e 261
s ige Ansp üche an die A bei e ges ell we den,
je
meh
das Resul a de A bei
on
dem
Maß de e lang en E ah ung abhäng , des o wei e wi d sich das Ve -
diens maximum mi s eigendem Lebensal e e schieben"16. So s iegen im
Gegensa z zu den Löhnen die Gehäl e de Meis e bei FeI en & Guilleaume zu
Beginn des
20.
Jah hunde s auch nach dem
40.
Lebensjah wei e
an
und
die übe
60jäh igen b ach en ein höhe es Gehal mi nach Hause als ih e
um
zehn Jah e
jünge en Kollegen
17.
Ein G oß eil de Facha bei e
und
e s ech de angele n en A bei e wu de als
Folge ih es Leis ungs e lus es nach dem
40.
Lebensjah en lassen, ande e muß en
mi wenige ans engenden, abe auch schlech e en lohn en A bei en Vo lieb
nehmen. Das Schicksal de e s en G uppe e anlaß e
1913
einen Gewe kscha e
zu dem nega i en Resümee: "Indus ie
und
Handel
nehmen
ü sich die Al e s-
klassen in A sp uch, in denen de A bei e die g öß e Leis ungs ähigkei besi z .
Wie in de P oduk ion die e b auch en S o e au gehäu
und
als Ab all o ge-
wo en we den, so me z
man
auch das A bei e ma e ial aus, sobald sein
Nu zwe k gesunken is .
Fü
den
Res seine Tage
muß
dann de A bei e sein
Leben kümme lich mi Almosen ode de A menp lege ode mi eine dü igen
Un e s ü zung aus de A bei e e siche ung is en. Wäh end in den höhe en
Gesellscha sklassen mi dem
30.
Jah e s de soziale Au s ieg beginn , sink de
A bei e
um
diese Lebenszei be ei s in seine Scha ensk a ,
um
mi dem
40.
Jah in de Regel als e b auch aus angie zu
we den"18.
Wie iele A bei e
au
diesen Weg gezwungen wu den, e mag
man
heu e auch nich meh annähe-
ungsweise zu sagen.
Heiß das abe nun, daß die Masse de al e nden Fab ika bei e als ein
Hee on
Be le n die S äd e be ölke e? En gegen diese pessimis ischen Annahme
mach e
Do a
Lande un e den Be line Maschinena bei e n ganz ande e Beobach-
ungen. Sie sch eib übe die, welche aus Al e sg ünden aus de Indus ie aus-
schieden: "Diejenigen, die ims ande wa en, ein kleines Kapi el zu ückzulegen,
machen sich in spä e em Al e selbs ändig,
d.
h.
sie ich en eine kleine We ks a
ü Repa a u en, o e bunden mi dem Ve kau on We kzeugen
usw.
ein, ode
ein ande es kleines Geschä , bei dem die F au mi hel en kann. A de e, die noch
k ä ig genug sind, e suchen eine Haus e wal e s eIle zu e langen, in de sie ih e
echnischen Kenn nisse e we en können. Diejenigenjedoch, die wede ökono-
misch noch kö pe lich dazu be ähig sind, sich in diese Weise wei e zu hel en,
wande n schließlich als gewöhnliche A bei e on Be ieb
zu
Be ieb, hal en bei
de s a k e b ei e en Übe zei a bei ni gends lange aus, ohne zu e k anken,
und
gehen dann als Gelegenhei sa bei e asch ih em Ende en gegen. Alle dings bie-
e ihnen in ielen Fällen die eigene Familie ode auch Ve wand e einen Hal . So
e wa e den al e nden A bei e , meis schon om
50.
Lebensjah an, ein unsäglich
16
Bienkowski: Un e suchungen
(s.
Anm.12), S.30.
17
Vgl.
Schu z:
Die A bei e
(s.
Anm.13),
S.
310.
18
Robe
Schmid : Ve b auch e A bei sk ä e, in: Sozialis ische Mona she e
1913,
11,
S.910 .
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262 Pe e Bo scheid
übes Dasein"19. Ähnlich hol sich de aus de Schuhindus ie ausgeschiedene
"gele n e Schuhmache
...
dann seinen e lassenen
Hamme
und
Knie iemen,
und
e
näh sich schlech
und
ech als Flickschus e " ode ho , daß ihn seine
Söhne nich e hunge n lassen
2o
•
Übe die G uppe de e , die wei e in de Fab ik blieben, sag e
1911
Hein ich
He kne :
Is es
dem
Fab ika bei e "im
40.
Jah e noch nich gelungen empo zus ei-
gen, so is ein allmähliches He absinken schwe
zu
e meiden.
Ha
ein A bei e
länge e Zei in einem
Un e nehmen
gea bei e , da
e
wohl da au echnen, einen
noch ela i
gu
bezahl en Ruhepos en als Po ie , Nach wäch e ode ähnliches
zu
e hal en. Abe die Zahl diese S ellen is iel
zu
besch änk ,
um
die g oße Meh -
zahl o de ungüns igen Wendung im Be u sschicksal zu
behü en'<21.
Im
Be gbau
gal en die S ellen als Zimme - ode auch als Repa a u haue als Au angposi ion
Hi
äl e e Haue , die in noch höhe em Al e als Badewä e , Pu ze , To - ode
Nach wäch e ende en
22
• Wie
Heinz
Rei Hi das Ruh gebie nachgewiesen ha ,
hiel en die Un e nehme sich zwa
an
das P inzip, möglichs keinen
übe
40-
bis
50jäh igen A bei e
meh
einzus ellen, en ließen abe wann imme möglich auch
keinen de äl e en A bei e
und
bemüh en
sich, diese bis
zu
ih em Tod
bzw.
bis
zum
Ein i de In alidi ä wei e zu beschä igen. Möglich wu den diese Bemü-
hungen o allem in de Schwe indus ie du ch hohe In alidi ä s a en
bzw.
du ch
einen ela i ühzei igen Tod
23
sowie in olge de länge -
und
mi el is ig seh
s a ken Expansion de We ke. Bei schlech e Au agslage a zue s die Jünge en
und
die e s ku ze Zei Einges ell en die Kündigung. Alle dings muß e diese ela-
i e Kündigungsschu z de äl e en A bei e mi s ik em Wohl e hal en
und
ha -
e Selbs disziplin bezahl we den. Die Meh zahl de
Un e nehmen
e such e,
eine S ammbelegscha
zu
bilden, in de auch die äl e en A bei e ih en Pla z ha -
en.
Wo
dieses Ziel konsequen e olg wo den is ,
nahm
auch de An eil de äl e-
en A bei e lang is ig zu.
Im
Ca lswe k de Fi ma Fel en & Guilleaume wa en
wäh end de Au bauphase im Jah e
1878,
ie Jah e nach de G ündung,
nu
10
P ozen alle Beschä ig en äl e als
40
Jah e
und
2 P ozen äl e als
50.
Bis
zum
Jah e
1912
ha en sich ih e An eile
au
30
bzw.
12
P ozen k ä ig e höh , da o z
hohe
Fluk ua ions a en eine s e ig g öße we dende G uppe kon inuie lich
beschä ig blieb
24
. Jedoch blieb dies ehe die Ausnahme.
In
de asch expandie-
enden Be line G oßindus ie wa en
zu
Beginn dieses Jah hunde s
17,9
P ozen
de männlichen A bei e scha äl e als
40
und
5,8
P ozen äl e als
50
Jah e2
5,
wogegen in de E u e Bekleidungsindus ie, die wei wenige schnell wuchs und
19
Lande: A bei s-
und
Lohn e häl nisse
(s.
Anm.
11),
S.
400
.
20
Richa d
Wa e o h
/
F ied ich
Sy up:
Auslese
und
Anpassung
de
A bei e scha
in
de
Schuhindus ie
und
einem
obe schlesischen Walzwe ke,
München
und
Leipzig
1915,
S.
120.
21
Zi . nach
Schä e :
Indus iea bei e (s.
Anm.
8), S.203.
22
Vgl.
Rei :
Soziale Lage (s. Anm. 2), S.35.
23
Ebenda, S.17.
24
Schulz:
Die
A bei e
(s.
Anm.
13),
S.
227
u. 330
..
25
Lande: A bei s-
und
Lohn e häl nisse (s. Anm.
11),
S.402.
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Ve diens , Einkommen
und
Ve mögen äl e e s äd ische A bei e
263
mi jünge en A bei sk ä en au ge üll wu de, die en sp echenden P ozen sä ze
23,0
bzw.
10,9
be ugen
26
.
Al e spy amiden on Belegscha en e decken in de Regel die
oben
besch ie-
benen
inne be ieblichen Abs iegsp ozesse, sie zeigen abe gleichwohl, daß die
äl e en A bei e in allen Indus iezweigen, wenn auch in un e schiedlichem Aus-
maße, un e ep äsen ie wa en.
Nu
e einzel lassen sich solche "Siebungs o -
gänge", dieses "Eingesogenwe den de jugendlichen K ä igen in die hochbezahl-
en
S ellen"
und
das "He un e allen de Ve b auch en in die schlech en A bei s-
ese oi e", wie Al ed
Webe
sich ausd ück e
27
, in Zahlen assen.
In
de on Ma ie
Be nays un e such en Gladbache Spinne ei
und
Webe ei en ielen
au
die A bei-
e klassen de
40-
bis 60jäh igen und
22
P ozen de A bei sk ä e, wäh end diese
Al e sg uppen in de gesam en a bei s ähigen Be ölke ung des Reiches
26
P o-
zen s ell en. Selbs in de Tex ilindus ie, in de die äl e en Jah gänge du chweg
ein e gleichsweise hohes Kon ingen inneha en, wa en die Äl e en imme noch
deu lich un e ep äsen ie . Au schluß eiche sindjedoch zwei wei e e Zahlen:
In
diese Al e sklasse wa en die
am
bes en bezahl en
und
on de Leis ung
he
am
höchs en s ehenden S ellen de Webe
und
Spinne
nu
zu
15
bzw.
19
P ozen
bese z , wäh end die minde quali izie en Be u e de Tagelöhne , Packe , Wäch-
e
usw.
mi
35
P ozen wei übe
dem
Du chschni lagen
28
. Die
mi
diese Dequa-
li izie ung e bundenen nied ige en Einkommen
muß en
zum
Teil du ch länge e
A bei szei en au ge angen we den. Das Hinabglei en de äl e en A bei e on
den
Facha bei e s ellen
zu
Hil sa bei en läß sich eben alls aus de Al e ss uk u
de o ganisie en A bei e im Jah e
1907
ablesen (Abb.
4)29.
Da aus
nu
ein Bei-
spiel: Wäh end on
den
gele n en Kup e schmieden
15
P ozen äl e als
40
Jah e
wa en, wa en es
un e
den
Hil sa bei e n de Kup e schmiede
32
P ozen .
Die bishe o liegenden sog. "Lebens e diens ku en" e mögen zwa den
al e sbeding en Rückgang on Akko dleis ungen und die dami e bundenen
Lohnminde ungen zu messen, die wesen lich häu ige o kommende Dequali i-
ka ion übe gehen sie jedoch. Heiß das nun, daß es
den
al en A bei e n noch
schlech e ging, als diese Be echnungen glauben machen? Vieles sp ich dagegen,
da diese Ku en übe dies noch zwei wei e e Fehle en hal en, die g a ie end sind.
Zum
einen
ha
He mann
Schä e be ei s da au hingewiesen, daß ein A bei e , de
in
den
siebzige
und
ach zige Jah en des
19.
Jah hunde s in seine Höchs e -
diens phase s and,
au
g und des länge is igen Ans iegs de Reallöhne gegen
Ende seine Be u s ä igkei qbe einen höhe en Lohn e üg e als in seinem
30.
ode
35.
Lebensjah , o ausgese z na ü lich, daß e nich en lassen wo den wa
30
•
26
Wa e o hlSy up:
Auslese
(s.
Anm. 20), S.29.
27
Webe :
Be u sschicksal
(s.
Anm. 9),
S.
387
.
28
Ebenda.
29
Abb. nach den Tabellen bei
Johannes
Feig:
Al e
und
Familiens and de o ganisie en
A bei e , in: Fes sch i ü
Lujo
B en ano
zum siebzigs en Gebu s ag, München
und
leip-
zig
1916,
S.154-187.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
270 Pe e Bo scheid
o , ih e engen Ve bindung zu Landwi scha sowie ih em b ei en Spek um
an
handwe klichen Be u en bo sie
den
äl e en A bei e n die iel äl igs en Beschä i-
gungsmöglichkei en,
und
diese Chancen wu den auch
genu z
6•
Be echnungen de ma e iellen Lage einzelne Sozialg uppen ü die e schie-
denen Al e ss u en sind
au
zweie lei A möglich: einmal als zei liche Que -
schni ,
zum
ande en du ch eine Koho enanalyse.
Im
e s en Fall wi d un e such ,
in welche Ve mögenslage sich die einzelnen Al e sg uppen
zu
einem ganz
bes imm en Zei punk be anden; im zwei en Fall wi d die Ve mögensen wick-
lung eine G uppe, de en Mi gliede im selben Zei aum gebo en wu den, wäh-
end ih es wei e en Lebens wei e e olg . Beide Un e suchungsansä ze we den
im olgenden angewand .
Rela i unp oblema isch is es, Que schni e ü einzelne Zei äume
zu
e s el-
len. Sie zeigen, wie die Zei genossen die Un e schiede in de ma e iellen Lage de
einzelnen Lebensal e emp anden. Aus diese Sich (Abb.
8)47
üh e ü die Nü -
inge A bei e scha de Lebensweg ab
dem
25.
bis
30.
Lebensjah s e ig be gab:
Einem ela i en Hoch
zu
Beginn de Ehe olg e wäh end de
"AuJzuch phase"
de
Kinde bis ins Al e ein s e ige Rückgang de Ve mögen. Dies gil o allem ü die
o -
und
Ühindus ielle Zei . Die Ve meh ung de Zahl de indus iellen A bei s-
plä ze, de Eisenbahnbau sei Mi e de ün zige Jah e
und
de allgemeine
Ans ieg de Löhne schlug sich in allen Lebensphasen wäh end de zwei en Jah -
hunde häl e in eine E höhung des Ve mögensni eaus niede
und
üh e zu
einem Rückgang
bzw.
eine deu lichen Ve zöge ung de Al e s e a mung. Mi
den
iel äl igen Ve diens möglichkei en de un e hei a e en Kinde besse en
sich nach den e s en
15
bis
20
Ehejah en die ma e iellen Ve häl nisse de El e n
ganz me klich. Gegenübe de Zei des Paupe ismus konn e ein Teil de A bei e -
scha
zudem
sei
dem
le z en Vie el des Jah hunde s kleine Ve mögen
an
die
nach olgende Gene a ion wei e e e ben, die in de Regel in diese Mi e diens -
phase de Kinde an ielen. Na ü lich e be gen sich hin e solchen Du chschni s-
we en die un e schiedlichs en Schicksale. Neben
den
ielen, denen es im Al e
spü ba besse ging als ih en Vo ah en, leb e ein kleine Teil imme noch in äuße -
s e A mu , o allem wenn K ankhei , Geb echlichkei
und
ein langes Leben zu-
sammenkamen, die Kinde ges o ben wa en ode -wie in ielen Tes amen en als
neues Sch eckensgespens beschwo en -in Ame ika ih Auskommen such en
48
•
46
Zu
Nü ingen
und
zu Auswe ung de In en u en
und
Teilungen
gl.
Pe e
Bo scheid:
Lebenss anda d
und
Familie, in: A chi ü Sozialgeschich e
22
(1982),
S.
229
.
De s.,
Geld
und Liebe, in:
Pe e
Bo scheid
und
Hans
1.
Teu ebe g,
Ehe, Liebe, Tod.
Zum
Wandel de Fami-
lie, de Geschlech s-
und
Gene a ionsbeziehungen in de Neuzei
(=S udien
zu
Geschich e des All ags
1),
Müns e
1983,
S.
121
.
47
Be echnung
au
de G undlage alle Nü inge In en u en
und
Teilungen (S ad a chi
Nü ingen) im Rahmen des Fo schungsp ojek s des Ve asse s
am
Sonde o schungs-
be eich
164
de Wes älischen Wilhelms-Uni e si ä .
N =
409
(1820/55),
339
(1856173),
406
(1874/90),
519
(1891/1914)
= insgesam
1673
Ve -
mögense hebungen on A bei e n mi Al e sangaben im Zei aum
1820
bis
1914.
48
Vgl.
Pe e
Bo scheid,
Al em
zwischen Wohls and
und
A mu :
Zu
ma e iellen Lage al e
Menschen wäh end des
18.
und
19.
Jah hunde s im deu schen Südwes en, in:
Ch is oph
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
Ve diens , Einkommen und Ve mögen äl e e s äd ische A bei e 271
Zei aum
Gulden
400 -
....
--
.....
-
..
--
..
- -.
-.
- . ---
..
--
....
-
..
-- - - --- - - -- - - - - - - - - - - - - - -- - - . - -
--
200
1820-18
55
1000
800
600
400
200
1874-
18
9°
600·
--------------------------------------------
400 .
200 -
18
1-1914
Al e
20-24 25-29 30-34 35-39 40--44
45-49
50--54 55-59 60--64 65-69 70
-74
Abb.8: Du chschni s e mögen de Nü inge A bei e nach Al e
1820155-1891/1914
Ein Ve gleich mi den selbs ändigen Handwe ke n e deu lich die Einziga ig-
kei de ma e iellen Lage de A bei e scha .
Zum
einen e üg en die Handwe -
ke gegenübe den Unselbs ändigen übe ein p ägnan höhe es Ve mögen, das
sich in de e s en Jah hunde häl e
au
einem e wa d eimal so
hohen
Ni eau
beweg e
und
bis
zum
E s en Wel k ieg
au
unge äh das Sechs ache ans ieg (Abb.
9)49.
En scheidende sind hie jedoch die Ve läu e de Ve mögensque schni e,
de en T end sich binnen
90
Jah en ollkommen umkeh e. Wäh end zu Beginn
des Beobach ungszei aums die äl e en Handwe ke ähnlich den A bei e n ein
ge inge es Ve mögen besaßen als die jünge en, ände e sich dies
um
die Jah hun-
de wende. Die gewachsenen Absa zchancen des Handwe ks wäh end de Hoch-
indus ialisie ung spiegeln sich in diese Wende wide . Die g öße en Be iebe e -
moch en mi Hil e on Leh lingen
und
Gesellen auch im Al e des Meis e s mi
Con ad
und
Hans-Joachim
on
Kond a owi z
(Hg), Ge on ologie und Sozialgeschich e, Be -
lin
1983,
S.
250
.
49
Wie Anm.
47.
N =
1016
(1820/55),
488
(1856173),
482
(1874/90),
448
(1891/1914)
= insge-
sam
2434
Ve mögense hebungen on selbs ändigen Handwe ke n.
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272 Pe e Bo scheid
Zei aum Gulden
1000
5
00
.
1820-1855
Al e
2000
- -
_____
- - _ -
_______
- - - _ -
--
--
- - - - - - - - - - - - - - - -
1500 . - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
-=-
- - - - - - - -
_
-
1000
.
~~n~~
---n---
---n---n
35
00
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
--
3000
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
--:::.
- - - - -
2500 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
- =-=
-
~
- - - -
2000
---------
----
- -
-----
15
00
_-=-'-_
-
--
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
-
-
1000
.
---n--· -
---
--I
-
--
--
-
3000
- - - - - - - - - - - - - - - - - -
-~
- - - - - - - - - - -...::.:- - -
--
- - - - - -
25
00
-----
=-=-
- -
~-
- - -
--
2000
-----
--
-------
1500
--
-
--
1000
-n--
-1
-
- - - - - -
--
---
- -
---
- - - -
--
-
20-24
25-29
30-34 35-39
40-44 45-49
50-54 55-59 60-64
65-
69 70-74
Abb.9: Du chschni s e mögen de selbs ändigen Nü inge Handwe ke
nach Al e 1820/55-1891/1914
E olg wei e zua bei en. Wäh end in den wi scha lich schlech en Jah en de o -
und
Ühindus iellen Zei die Meh zahl de Meis e be iebe mi de Ausbezah-
lung des Hei a sgu es
an
die Kinde einen iskan en manziellen Balanceak oll-
zog
und
o
am
Rande des inanziellen Ruins s and, konn en die meis en Hand-
we ksmeis e des ausgehenden Jah hunde s ih en Kinde n ein aus eichendes
S a kapi al ausbezahlen
und
o mals nach zehn ode ün zehn Jah en
dem
noch
eine zwei e Ra e nachschieben, ohne dabei ein g öße es manzielles Wagnis ein-
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Ve diens , Einkommen und Vennögen äl e e s äd ische A bei e 273
zugehen.
Zudem
e b en sie selbs in de Regel gleichzei ig on ih en El e n. Das
s e ige
Au
und
Ab im Ve mögen de Handwe ke
je
nach Al e ss u e läß sich
zum
Teil da aus e klä en.
Schwie ige als die E s ellung solche Que schni e is
au
G und
de o liegen-
den
Quelle die Be echnung de Ve mögensen wicklung on Gebu enkoho en.
Zwa gab es im
19.
und
20.
Jah hunde in Nü ingen un e s a is ischen Gesich s-
punk en s e s genügend äl e e A bei e ode Handwe ke , die e wa im selben Jah -
ün gebo en wa en, doch wu de ih Ve mögen nich egelmäßig in kü ze en
Abs änden, sonde n lediglich
zum
Zei punk ih e Hei a , beim Tod ih e F au
und
bei ih em eigenen Tod om s äd ischen No a ia au genommen.
Da
zudem
ü die Al e sg uppen de D eißig-bis Fün zigjäh igen
au
G und
ih e e gleichs-
weise ge ingen S e be-
und
Hei a shäu igkei nu wenige In en a e an allen,
muß
die Gebu enkoho e einen ech langen Zei aum abdecken, dami alle Al e s-
g uppen genügend dich beleg sind. Dies üh jedoch dazu, daß sich die konjunk-
u elle Komponen e s ö end
au
die Du chschni swe e de einzelnen Al e s-
g uppen auswi k , in denen e schieden lich Ve mögensau nahmen aus konjunk-
u ellen Hoch-
und
Nied igphasen zusammengewo en sind, wogegen
man
bei
den Que schni sbe ach ungen die Zei schni e nach dem Konjunk u e lau
aus ich en kann. Die olgenden Be echnungen sind un e diesen Einsch änkun-
gen zu we en (Abb.
10
U.
11)50.
E hebungs- 1830/
zei aum 1849
Ve mögen'
in
Gulden
18
50/
1869 1860/
18
79
1880/
1899
1890/
1909
- - - - - - - - - - - - - - - Gebu szei aum
1800 -
I8I9
800 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
--
-
--
---
600
Al e
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
-::--
- - - - - -
- -
- - - - -
-Gebu szei aum -
_ -
---
--
- - - - - - - -
1820 -1839
--------
--n--
25/9 30/4 35/9 40/4 45/9 50/4
55/960/4
65/9 70/4
(geome . Mi eil
Abb_IO_'
Vennögensen wicklung zweie Gebu enkoho en unselbs ändige Nü inge
A bei e
im
19.
Jah hunde
18
Teu ebe g
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274
E hebungs- 1830/
zei aum 1849
Ve mögen
in
Gulden
1500
1000
500
Pe e Bo scheid
18
50/
1869 1860/
18
79
1880/
18
99
1890/
1909
- _ - -
__
-Gebu szei aum
- - - - 1800 -1819
Al e 25/9 30/4 35/9 40/4 45/9 50/4 55/9 60/4 65/9 70/4
35
00
3000
2500
2000
15
00
1000
500
-Gebu szei aum
-
-
-
-
(geome . Mi el)
Abb.ll:
Ve mögensen wicklung zweie Gebu enkoho en selbs ändige Nü inge Hand-
we ke im
19.
Jah hunde
Gleichwohl lassen sich da aus zusä zliche E kenn nisse ablei en.
Zum
einen
wi d deu lich, daß
au
G und
des allgemeinen Ans iegs des Lebenss anda ds nach
1855
5
1,
o allem
au
G und
des Ans iegs de Reallöhne, de äl e e A bei e
um
die
Jah hunde wende im Du chschni übe ein höhe es Ve mögen e üg e als
zu
Beginn seine Ehe, daß
e
nach de ,,Au zuch phase" de Kinde mi de en Hil e
seine l ühe en Ve mögenss and wiede e eichen
und
gegen Ende des Jah hun-
de s soga übe e en konn e. Die selbs ändigen Handwe ke konn en eben alls,
alle dings
au
wei aus höhe em Ni eau, nach Beendigung de ü alle k i ischen
Phase, wäh end de die noch kleinen Kinde
zu
e so gen wa en, ih Ve mögen
s eige n, obwohl sie ab dem
50.
Lebensjah die je z e wachsenen Söhne
und
Töch e mi Hei a sgu e so gen muß en. Die beiden G aphiken e deu lichen
zudem
einen zwei en Aspek : Die Jünge en wa en on de
Höhe
ih e Ve mögen
he
as wäh end des gesam en
19.
Jah hunde s
den
Äl e en
zum
Teil seh deu -
lich übe legen. Sowohl un e
den
A bei e n wie e s ech un e
den
Handwe ke n
wa ,
um
nu
ein Beispiel he auszug ei en, 1850/69 de 30jäh ige inanziell besse
ges ell als de 50jäh ige. Hie in schlug sich die höhe e Wendigkei de jünge en
50
Wie Anm.
47.
A bei e : N =
287
(18~1819),
336
(1820-1839). Handwe ke : N =
570
(1800-1819),
402
(1820-1839).
51
Vgl.
zu Konjunk u en wicklung in Wü embe g:
Pe e
Bo scheid.
Ve mögensen -
wicklung und Ve mögens e eilung im G oß aum S u ga wäh end des
19.
Jah hunde s,
in: Zen ale S äd e
und
ih Umland in Mi eleu opa wäh end de Indus ialisie ung, hg. on
Monika
Gle le
u.
a., S . Ka ha inen
1985,
S.
272
.
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Ve diens , Einkommen und Ve mögen äl e e s äd ische A bei e
275
Jah gänge, ih e ge inge Zu ückhal ung
und
Ängs lichkei gegenübe den neuen
indus iellen Bedingungen, ih schnelle es Reagie en
au
Ma k chancen
und
ih e
g öße e Ve au hei mi den neuen wi scha lichen Ve häl nissen, in die sie
schon on Kindhei
an
hineingewachsen wa en, niede . U banisie ung
und
Indu-
s ialisie ung sind nich nu ein We k de Jugend, diese p o i ie e auch in e s e
Linie on den
neuen
wi scha lichen
und
gesellscha lichen Bedingungen.
Hin e allen diesen Du chschni swe en e be gen sich öllig un e schiedliche
Einzelschicksale. Ein Blick
au
die Ve mögens e eilung des äl e en Teils de
A bei e scha e mi el ein Bild da on (Abb.12)52. Sei de Mi e des
19.
Jah hun-
de s e ände en sich die beiden un e en Ve mögensg uppen, de en Mi gliede
e a m wa en ode ha an de A mu sg enze leb en, an eilsmäßig nu seh
ge ing ügig.
De
Ans ieg de Du chschni s e mögen e gab sich aus de Ve g öße-
ung de obe s en Ve mögensklasse.
Ne o e mögen
in
Gulden
übe 1000
5°1 -1000
25
1 -500
°5
1 -
25°
un e
5°
. 55,1 .
!
?,}
;);~;
l1li
8,4
1II
•
11
,7 •
18
56-73
. 62,3 ' .
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64,5 .
~~,4
9,9
::::
...
~,,~,;:::
:
:
~,
.
}
.-
6,9
111
5,8
JII
•
12,0.
12,9
-'
18
74-90
18
91-1914
in
.H.
AM. 12: Ve mögens e eilung de übe 40jäh igen A bei e
in
Nü ingen
1856-1914
In
zunehmendem Maße p o i ie e auch de äl e e Fab ika bei e om Ans ieg
des Lebenss anda ds, on
den
höhe en Löhnen, on de zunehmenden Zahl de
indus iellen A bei splä ze
und
de en posi i en Wi kungen
au
die üb ige Wi -
scha , on de Auswei ung des kommunalen Diens leis ungssek o s in olge de
neuen In as uk u in es i ionen sowie on den s a k e besse en Ve diens mög-
lichkei en de nach olgenden Gene a ion, die nach dem Mus e de o indus iel-
len Zei die Äl e en in de Regel ma e iell un e s ü z e. Zwa wa de al e nde
52
Wie Anm.
47.
N =
1670
(1856173),
1780
(1874/90),
1932
(1891/1914).
IS·
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46043-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:46
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