Pomme ehne, We ne W.
A icle
Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie: Ein
empi ische Tes al e na i e Hypo hesen
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Pomme ehne, We ne W. (1975) : Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie:
Ein empi ische Tes al e na i e Hypo hesen, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
(ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 95, Iss. 4, pp. 327-364,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie:
Ein empi ische Tes al e na i e Hypo hesen
Von We ne W. Pomme ehne*
Aus den beiden g undlegenden ökonomischen Ansä zen zu E klä ung de
budge ä en Um e eilung in de Demok a ie, de Theo ie de zwangsweisen
und jene de eiwilligen Um e eilung, we den e schiedene Hypo hesen
deduzie und au di ek e und indi ek e Weise empi isch übe p ü .
I. P oblems ellung
Im Anschluß an die Pionie a bei on Colin Cla k (1936, Kap. 4) haben
sich e schiedene Au o en mi de E assung de inanzwi scha lichen
Um e eilung be aß , also jene Ände ungen in de Einkommens- und
le z lich Nu zen e eilung, die du ch Maßnahmen au de Einnahmen-
und Ausgabensei e des S aa shaushal s he o ge u en we den1. Die
alle meis en S udien kommen zum E gebnis, die inanzwi scha liche
— ode kü ze : budge ä e — Um e eilung e lau e in gesellscha s-
poli isch e wünsch e Rich ung, nämlich on ,Reich' zu »A m4, wobei die
Um e eilungse ek e au de Ausgabensei e im allgemeinen seh iel
s ä ke seien als jene au de Einnahmensei e des S aa shaushal s.
Säm lichen Un e suchungen lieg dabei die Annahme zug unde, de
We de s aa lichen Leis ungen s imme zumindes an de G enze (a he
ma gin) mi den Kos en übe ein; häu ig wi d da übe hinaus un e -
s ell , daß die G enzkos en de Be ei s ellung de s aa lichen Leis ungen
kons an seien. Es lieg an sich nahe, den Nu znieße n ü die in a-
ma ginalen Einhei en eine Konsumen en en e zuzu echnen. Doch es
zeig sich seh asch, daß hie on nu sel en die Rede is . Ähnliches gil
abe auch ü den dann zu e wa enden Hinweis, daß in e s e Linie die
E assung de ma ginalen Um e eilung in e essie e. Ku z, um au em-
pi ischem Wege übe haup zu einem E gebnis zu kommen, schein es
* De Au o dank Elisabe h Lie mann-Keil, B uno S. F ey, Da id F. B ad-
o d, René L. F ey, Klaus Mackscheid und Klaus D. Henke ü we olle
Hinweise.
1 So in jünge e Zei Bobe (1975), Cazena e und Mo isson (1974), Dodge
(1975), F anzén, Lö g en und Rosenbe g (1975), Hake (1972), Hanusch (1976),
Musg a e, Case und Leonha d (1974) sowie Reynolds und Smolensky (1974).
Eine Zusammens ellung de äl e en A bei en inde sich bei Windmulle und
Meh an (1975, Bd. 2, Kap. 10).
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328 We ne W. Pomme ehne
as unumgänglich, on diesen und ähnlichen Übe legungen zu abs a-
hie en, so auch on dem P oblem des allgemeinen Gleichgewich s, das
sich bei jedem de a igen Vo haben s ell 2. Das wei e e Vo gehen e -
schein dahe wenig übe zeugend:
(i) Welche Einkommens- und Ressou cenau eilung sich bei Absenz de
inanzwi scha lichen Ak i i ä en e gäbe, wi d pe In ui ion und
anhand on ad hoc En scheidungen zu bean wo en gesuch . Bei-
spielsweise on de Einkommens eue wi d in einigen S udien an-
genommen, sie we de allein om S eue zahle ge agen; in ande en
A bei en wi d un e s ell , auch de Kapi albesi ze age einen Teil;
doch es inde sich ebenso die Ansich , die S eue we de ( eilweise)
au den Konsumen en abgewälz 3.
(ii) Wei schwe wiegende als die P obleme au de Einnahmensei e
sind jene au de Ausgabensei e des S aa shaushal s: Zwa wi d e -
kann , daß es sinn oll is , neben de mone ä en T ans e ä igkei
des S aa es zwischen solchen Ausgaben zu un e scheiden, die ü
spezi ische s aa liche Leis ungen ge ä ig we den4, und jenen, die
de Be ei s ellung ö en liche Gü e dienen. Doch das wei e e In-
e esse e s eck sich, on wenigen Ausnahmen abgesehen5, wiede -
um au die mone ä e T ans e ä igkei , als ob die Ausgaben ü
eale Leis ungen e nachlässigba seien. Die F age, we aus dem
Angebo ö en liche Gü e welchen Nu zen zieh , wi d en wede
als nich bean wo ba abge an und nich sel en öllig ausgeklam-
me ode abe anhand eichlich willkü liche Zuo dnungen zu
,klä en4 e such . Übe die Aussagek a de so e ziel en Resul a e
b auch dahe kaum wei e disku ie zu we den6.
Im olgenden e suchen wi , die F age nach de Rich ung und dem
Ausmaß de budge ä en Um e eilung on ande e Sei e, nämlich om
poli ischen P ozeß he anzugehen. Da au poli ische Ebene en schieden
2 Unse es Wissens wi d dieses P oblem nich e wa zu lösen, sonde n ehe
zu umgehen e such : So wi d i. a. ü jede Einkommensklasse zunächs das
Einkommen ( o S eue ) im gegenwä igen Gleichgewich e mi el ; danach
wi d ein Äqui alen ü die ö en lichen Ausgaben be edine — und zwa
au G undlage genau desselben Gleichgewich s!
3 Vgl. z. B. Gillespie (1964, S. 36 .). Symp oma isch ü die wei gehende
Unsiche hei is die Vo gehens weise auch in neue en S udien wie jene
on Pechman und Okne (1974, bes. S. 38 .), in de die Inzidenz des ame i-
kanischen S eue sys ems un e insgesam ach e schiedenen Übe wälzungs-
annahmen simulie wi d.
4 D. h. Leis ungen mi Nu zungsausschlußmöglichkei en; zu de en nähe e
Cha ak e isie ung siehe Teil III.
5 Um nu die deu schsp achigen Au o en anzu üh en: Vgl. Jü gensen
(1966, bes. S. 96 .), Siebe (1970), Moli o (1973), F ey (1974), Henke (1975)
sowie Hake (1972, S. 83 .) und Hanusch (1976, Kap. 5 und 6).
« In diesem Sinne z. B. P es (1968, bes. S. 88) und Peacock und Shannon
(1968, S. 44 .).
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 329
wi d, wem die inanzwi scha liche Ak i ä zugu e kommen soll und
wie die Finanzie ung o zunehmen sei, soll e es auch umgekeh mög-
lich sein, aus de Analyse des poli ischen P ozesses übe die Ve eilungs-
e ek e des S aa shaushal s besse e Kenn nis zu gewinnen. Diesem
Aspek wu de in den bishe igen S udien e s aunliche weise nich Rech-
nung ge agen7, ielmeh wu de s e s e such , die Um e eilung ohne
Rückg i au ein E klä ungsmodell zu e assen. Mögliche weise lie e
jedoch e s ein solches Modell nähe e Anhal spunk e, wie die Um e ei-
lung gemessen we den kann8. In Teil II be assen wi uns dahe mi den
beiden g undlegenden Ansä zen zu heo e ischen E klä ung de Um-
e eilung, de Theo ie de eiwilligen Um e eilung und jene de
zwangsweisen Um e eilung übe den poli ischen P ozeß, e ne , wie
die hie aus ablei ba en Hypo hesen im Falle de Gemeinden eines
schweize ischen Kan ons zu spezi izie en sind9. Da sich ü die zwangs-
weise Um e eilung meh e e und einande wide sp echende Hypo he-
sen au s ellen lassen, en wickeln wi in Teil III ein ein aches Modell
des poli ischen P ozesses, um übe das Ausmaß de Um e eilungs-
e ek e ö en liche Gü e , le z lich des gesam en S aa shaushal s nähe e
Aussagen zu machen — einige wenige In o ma ionen übe die G enz-
und Gesam kos en de P oduk ion (ö en liche Gü e ) und den Ve lau
de Nu zen unk ionen de p i a en Haushal e als bekann o ausge-
se z . Zu empi ischen Übe p ü ung de e schiedenen Hypo hesen
(Teil IV) gehen wi zunächs so o , daß nach den implizi en Nu zen-
unk ions e läu en ge o sch wi d, denen jeweils ganz bes imm e Um-
e eilungshypo hesen en sp echen, nämlich jene E gebnisse, welche die
e schiedenen Hypo hesen zu zwangsweisen Um e eilung bes ä i-
gen'10. Anhand eines Ve gleichs de jeweils e o de lichen Nu zen unk-
ionen schein es uns möglich, wenigs ens übe die Rich ung de budge-
ä en Um e eilung zu s ä ke undie en Aussagen zu gelangen. Da-
nach e suchen wi , die Hypo hesen zu eiwilligen Um e eilung zu
übe p ü en. Im abschließenden Teil V we den einige Modi ika ionen
und E wei e ungen o genommen.
7 Ausnahmen bilden in gewisse Hinsich F y und Win e s (1970) sowie
Uslane und Webe (1975).
« Zu ganz ähnlichen Übe legungen hinsich lich de E assung de Ve -
mögensum e eilung siehe Feche (1974, S. 98).
« De ie e e G und ü diese ( o läu ige) Einsch änkung is leich e klä -
lich, denn wie z. B. I a Sha kansky (1968, S. 4) be on : „The usion o s a e
and local go e nmen ac i i ies con uses he e o s o poli ically dis inc
uni s. The s a e-plus-local agg ega e is a i icial and no he a ena in which
policy-make s decide abou he size o hei budge s o he alloca ion o
unds." Dies gil ü die Schweiz in gleiche Weise, zumal übe die Gemeinde-
angelegenhei en iel ach noch di ek en schieden wi d, so auch in Baselland
und in dem hie be ach e en Zei aum, dem Jah 1969.
10 Die Vo gehensweise is ähnlich de in de Wachs ums heo ie angewand-
en Me hode des in e se op imal p inciple; die In en ion lieg hie jedoch
beim Ve such, e klä ende Aussagen zu gewinnen.
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330 We ne
W.
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II. Um e eilung in de Demok a ie: Theo ie und Hypo hesen
Wie schon bei Boulding (1962) angesp ochen und sei dem on Tullock
(1971), F ey (1974) und ande en Ökonomen nähe ausge üh , gib es im
wesen lichen zwei Ansä ze ü eine heo e ische E klä ung de Um e -
eilung übe den S aa shaushal :
(i) Ein e s e Ansa z geh on de Beobach ung aus, daß die A men
sei Jah hunde en on den Wohlhabende en Geld- und Sachgaben
e hal en — ein Phänomen, das lange Zei als mo alische Ve p lich-
ung angesehen wu de. Da angenommen wi d, die Um e eilung
e olge aus eien S ücken, is auch on eiwillige ode pa e o-
op imale Um e eilung die Rede11.
(ii) De zwei e Ansa z be uh dagegen au dem s engen Eigennu z-
axiom, be ücksich ig jedoch, daß eine Meh hei den ü Demok a-
ien ypischen Abs immungsmechanismus dazu ausnü zen kann, sich
zu Las en de es lichen Mi gliede de Gemeinscha Vo eile zu
e scha en. Es is dahe auch on zwangsweise Um e eilung die
Rede.
F eiwillige Um e eilung
Es sind bei auch nu lüch ige Be ach ung e schiedene Mo i e
denkba , weshalb ein a ional handelndes Indi iduum be ei sein kann,
au die g öß mögliche eigene Gü e e so gung zu e zich en und einen
Teil seine Kau k a dazu zu e wenden, um die wi scha liche Lage
eines Mi menschen zu e besse n. Al uismus is das in de Li e a u
am häu igs en ange üh e Mo i , wobei Al uismus zunächs o aus-
se z , daß in de Nu zen unk ion on Indi iduum i (u%) en wede de
Nu zen eines ode meh e e de insgesam n
—
1 Mi menschen (Uj mi
j = 1, 2, ... i
—
1, i + 1, ... n) als A gumen en hal en is
(1)
Ui
= u (qki,
u-)
,
mi qui als c- em (Je = 1, 2 ... m), on Indi iduum i konsumie em Gu ,
ode abe die Ve so gung mi einem ganz bes imm en Gu qs
(2) u{ =
Ui
(qki) qsj) ,
mi j + i.
Al uis ische Bewegg ünde we den alle dings e s dann zu Um e -
eilung Anlaß geben, wenn die Ungleichung
du /d
Uj
> 3
U
/ 3 qki bzw. duj 3 qSJ- > 3 u / 3 qsi
11 Vgl. als ,mode ne Klassike ' Hochman und Rodge s (1969).
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 331
e üll is , wobei es plausibel e schein , da übe hinaus anzunehmen,
3 uj3 Uj bzw. 3 u 3 qSi we de nu dann posi i sein, wenn m> Uj bzw.
qsi > qSj gil . Fü den Gebe wi d nämlich kaum ein An eiz bes ehen,
die Si ua ion eines gleich- ode ga besse ges ell en Mi menschen zu
e besse n.
Ande e Mo i e e geben sich da aus, daß die Einkommens e eilung
als eines ö en liches Gu be ach e wi d, denn alle Indi iduen sehen
sich ein und de selben Einkommens e eilung und dami dem gleichen
gesellscha lichen Zus and' gegenübe . Eine Ände ung dieses Zus andes
im Sinne eine Einkommensni ellie ung kann somi gleich alls allen
zugu e kommen (Thu ow, 1971). Doch selbs Egoismus kann die ie e e
U sache da ü sein, daß die A men e was on den Reiche en e hal en12.
Diese Mo i e als ,E klä ung' zuzuziehen schein dann plausibel, wenn
zwischen dem Gebe k eis und den po en iellen Emp änge n keine allzu
g oßen äumlichen und »gesellscha lichen' Dis anzen bes ehen. F aglich
e schein es abe , ob sich dami es ba e Hypo hesen zu budge ä en
Um e eilung ablei en lassen.
Von den ehe me hodischen P oblemen einmal abgesehen13 se z ein
solche Ve such o aus, daß de poli ische P ozeß in Demok a ien oll-
kommen is , und zwa ollkommen in dem Sinne, daß nu solche Be-
schlüsse ge aß we den können, die niemanden zwangsweise schlech e
s ellen. E was ande s umsch ieben: Dami es übe haup zu eine übe
„S eue n" inanzie en Um e eilung kommen kann, muß un e allen
S immbü ge n, on denen jede einzelne ein Ve o ech besi z , Konsens
bes ehen. Dies is jedoch eine s a ke Abweichung on de Regel de ein-
achen Meh hei , die als Wesensme kmal demok a ische En schei-
dungs indung gil . Auch sind En scheidungen, au die sich mi ein achem
Meh geeinig wi d, nu un e spezi ischen Bedingungen mi jenen iden-
isch, welche un e Anwendung de Eins immigkei s egel zus ande
kommen.
Ein wei e es P oblem e gib sich, wenn de Al uismus de Reichen
da au ge ich e is , nich übe Geld- sonde n Real ans e s umzu e -
eilen14, s ell sich dann doch die F age, wie diese Leis ungen zu bewe -
en sind: Wi d in den meis en, und nich nu in den empi ischen Un e -
12 Siehe Tullock (1966) zu le z em Punk . Nähe e Aus üh ungen zu diesen
und wei e en denkba en Mo i en inden sich bei I eland (1970, bes. S. 19 .),
so daß au ih e Wiede gabe hie e zich e wi d.
13 E wa on de Schwie igkei , die e schiedenen Mo i e unabhängig on
den jeweiligen Um e eilungsmaßnahmen ,nachweisen' zu können. Bislang
schein nu eine ex pos - ode Residualbes immung möglich.
14 Und wie Tobin (1970, bes. S. 269 .) aus üh , schein es die — aus Sich
de Reichen — ,Un e e so gung' de A men mi ganz bes imm en Gü e n
und Leis ungen wie e wa Bildung, Gesundhei s o so ge u. ä. m. zu sein, die
zu al uis ischem Ve hal en Anlaß gib .
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suchungen da on ausgegangen, als We de Real ans e s seien min-
des ens die (He s ell-)Kos en anzuse zen, so wi d im allgemeinen da on
abs ahie , daß das Gu on den Gebenden und Nehmenden un e -
schiedlich eingeschä z we den kann, e ne , daß auch de Reiche aus
de Um e eilung einen Nu zen zieh — und zwa zu gleichen Zei .
Beides mach es möglich, daß — wi d au den Nu zen abges ell — zwa
alle Indi iduen on de eins immig ge o enen Um e eilungsmaß-
nahme begüns ig we den, die Ne o e eilung nach de Um e eilung
sich on jene o Um e eilung abe nich wesen lich un e scheide .
Es is soga denkba , daß sich die Ve eilung zuguns en de Reichen
e ände .
Soll es mi Siche hei möglich sein, daß die Um e eilung die A men
begüns ig , so se z dies o aus, daß die Reichen zu solchen Leis ungen
gezwungen we den können, die sie ohne Zwang eben nich un e nom-
men hä en. Dies wiede um leg es nahe, zu Be ach ung des in Demo-
k a ien gemeinhin angewand en En scheidungsmechanismus übe zu-
gehen. Gleichzei ig soll dami om S eben nach Eigennu z ausgegangen
we den.
Zwangsweise Um e eilung
De wohl bekann es e Ve such, die budge ä e Um e eilung in Demo-
k a ien zu e klä en, geh zu ück au An hony Downs (1957, Kap. 10).
Diese geh da on aus, die Regie ungspa ei sei bes eb , solch eine
Poli ik zu be eiben, daß sie wiede gewähl we de. Von den S imm-
bü ge n wi d angenommen, sie seien — in gleiche Weise wie die Poli i-
ke — le z lich Nu zenmaximie e , d. h. sie we den ü diejenige on
zwei Pa eien s immen, on de sie sich den g öße en Vo eil e sp e-
chen. Sind die indi iduellen Einkommen o S eue — wie in den mei-
s en Lände n de Fall — so e eil , daß iele ein ela i nied iges
und nu wenige ein seh hohes Einkommen e zielen, so bes eh ü die
Regie ung de ein achs e Weg, S immen zu gewinnen, da in, den Rei-
chen e was wegzunehmen und es den Ä me en zu geben. Da jede
Bü ge eine und nu eine S imme besi z , läß sich mi dem Ve lus
einige wenige S immen die Un e s ü zung du ch seh iel meh S im-
men e we ben.
Konsequen angewende müß e eine de a ige Poli ik zu ölligen
Ni ellie ung in den Sekundä einkommen (als Einkommen aus dem
Ma k p ozeß zuzüglich de budge ä en Um e eilung) üh en. Doch dies
is nich de Fall, und hie ü können e schiedene G ünde ange üh
we den: Zum einen können die A men selbs e kennen, daß eine zu
agg essi e Um e eilung Höhe und En wicklung des ( e eilba en) So-
zialp oduk s beein äch igen kann, so daß eine länge is ige Um e -
eilung in F age ges ell wi d. Es is zum ande en abe auch denkba ,
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 333
daß eine so wei gehende Um e eilung on den A men ga nich als
,ge ech 4 emp unden wi d, nich zule z , da ihnen on de Religion lange
gesag wo den is , daß allein de A me ,de E lösung eilha ig4 we de15.
Schließlich läß sich hie ü auch die no o ische Un e ep äsen a ion
de un e en Einkommensschich en in Abs immungen und bei Wahlen
he anziehen. Wie schon Downs (1957, S. 200) selbs an üh , „ his causes
a educ ion in he amoun o go e nmen in e e ence wi h he na u al
income-dis ibu ion p ocess".
Sieh man jedoch on de a igen nach äglich einge üh en E klä un-
gen16 ab und a gumen ie im Rahmen des u sp ünglichen Downs-Mo-
dells, so läß sich einwenden, in diesem we de a p io i un e s ell , daß
die S immbü ge mi den nied igen Einkommen eine Meh hei bilden,
um die es lichen Mi bü ge auszubeu en. Doch weshalb soll e sich nich
eine Meh hei de Reichen bilden, um on den A men T ans e s zu e -
hal en?
Diese Übe legung läß sich en gegenhal en, daß die ,Beu e4, die eine
Meh hei un e sich e eilen kann, um so g öße sein wi d, je wenige
die Reichen in diese Koali ion e e en sind. Koali ionen, die den Ab-
s immungsmechanismus dazu auszunü zen beabsich igen, dem Res de
Gemeinscha möglichs iel wegzunehmen, we den olglich möglichs
nu solche Mi gliede au weisen, on denen keine ein Einkommen e -
ziel , das höhe is als das Einkommen i gendeines Indi iduums auße -
halb de Koali ion. Die dominie ende Koali ion wi d somi aus den
Ä ms en bes ehen, d. h. es is — wie Downs o aussag e — eine Um e -
eilung on Reich zu A m zu e wa en.
Gegen diese Hypo hese sp ich alle dings olgendes: In de ein ach-
s en Ve sion des Do uns-Ansa zes is lediglich die Anzahl S immen
da ü ausschlaggebend, in welche Rich ung um e eil wi d. Dies bedeu-
e , daß beispielsweise jene 2
%>
S immbü ge , welche sich in de Mi e
de — nach de Einkommenshöhe geo dne en — Wähle scha be inden,
die ,en scheidenden4 S immbü ge bilden, ein Mindes quo um on 51 °/o
o ausgese z . Diese können sich wahlweise zu den Reichen ode den
A men schlagen, um sich im einen Fall zu Las en de A men, im ande en
zu Las en de Reichen besse zus eilen. Demok a isch ge aß e Beschlüsse,
so läß sich olge n, dienen dazu, die Si ua ion haup sächlich de mi le-
en Einkommensklassen zu e besse n. Diese Folge ung gil im üb igen
auch dann, wenn keine Fluk ua ion, sonde n eine es e Koali ion mi
is Vgl. Luk. XVI, 19 ., Ma k. X, 21,25, Ma h. XIX, 24 und zahl eiche wei-
e e Passagen des Neuen Tes amen s.
16 Zu wei e en E klä ungs e suchen gl. beispielsweise F ey (1974,
S. 408 .). Hie sind bewuß lediglich d ei mögliche G ünde he ausgeg i en
wo den.
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334 We ne W. Pomme ehne
z. B. den ä me en Mi bü ge n un e s ell wi d: Da die S immbü ge in
de Mi e die ma ginalen Koali ionspa ne da s ellen, nehmen sie eine
s a egische S ellung ein, d. h. sie können allein mi de D ohung, zu
bishe ausgebeu e en Minde hei übe zulau en, in e heblichem Maß
da au Ein luß nehmen, welche Teil de Beu e ihnen zuzuges ehen is 17.
Ob sich die ma ginalen Koali ionspa ne somi ehe zu den A men ode
zu den Reichen schlagen, is zwa da ü en scheidend, welche diese
zwei G uppen insgesam e lie . Die Haup begüns ig en, läß sich e -
mu en, we den jedoch die Angehö igen de mi le en Einkommens-
schich en sein.
Als Fazi läß sich es hal en: Fü ein poli isches Sys em, das du ch
Pa eienkonku enz (i. S. on Downs) gekennzeichne is ode in welchem
mi els di ek e Abs immung en schieden wi d, lassen sich s eng ge-
nommen keine Vo aussagen übe die Rich ung und das Ausmaß de
budge ä en Um e eilung machen. Die S a egie, mi ande en S imm-
bü ge n zusammenzugehen, um die es lichen Mi gliede de Gemein-
scha auszubeu en, ha e jedem Abs immungsmechanismus an. Im wei-
e en is sie unabhängig on de S ellung de Indi iduen inne halb de
Einkommenspy amide: Die S immbü ge in de Mi e s ellen nämlich
nich die einzigen po en iellen Koali ionspa ne de Reichen da . Es is
ebenso denkba , daß diese sich mi den Ä ms en zusammenschließen,
denn de E we b de e o de lichen S immen is in diese Einkommens-
schich ü sie am kos engüns igs en. Auch ü die A men kann solch
eine Koali ion on g öße em In e esse sein, können sie doch wei meh
gewinnen, als bei einem Zusammengehen mi den lediglich e was Rei-
che en zu e wa en is . In de Reali ä lassen sich de a ige klassenübe -
sp ingende Koali ionen nu ela i sel en beobach en, mögliche weise
da sie o ausse zen, die ganz A men wü den e kennen, daß wede das
In e esse de Reichen noch das de nu e was Reiche en mi ih em In-
e esse übe eins imm und daß sie dann e gleichweise besse abschnei-
den, wenn sie sich mi den Angehö igen de obe en Einkommensklassen
e bünden.
In de Li e a u inden sich dahe e schiedene und einande aus-
schließende Hypo hesen zu zwangsweisen Um e eilung:
(i) Die Downs-F ey-Hypo hese, de zu olge die Um e eilung on Reich
zu A m e lau e. Die Angehö igen de mi le en Einkommensklas-
sen wü den ü die ihnen zugu e kommenden Leis ungen im wesen -
lichen selbs au kommen18.
Vgl. hie zu auch Tullock (1971) sowie S igle (1970, S. 9).
Ähnlich auch F y und Win e s (1970, S. 518). Downs schließ die Möglich-
kei de Um e eilung on A m zu Reich nich öllig aus, a gumen ie jedoch
so, als sei ehe das Umgekeh e zu e wa en.
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 341
1/ujiYj)
(16) = * qx
bes imm , mi
•
qx als S eue au kommen zu Finanzie ung des ö en -
lichen Gu es. Wi d de Nenne no mie , so olg hie aus
(17) =
bzw.
Y? 1
(18) Y* uj(YV) '
ode auch ( ü wiede um zwei beliebige Haushal e und s)
Y? «i ä) / ,S = 1,2 »
( } Y u-(Y;) ' l *s )
d. h. die Ausgaben ü die Be ei s ellung des ö en lichen Gu es sind
den p i a en Haushal en en sp echend dem ezip oken We des G enz-
nu zens ih es e ügba en Einkommens zuzuo dnen.
Dieses Resul a e schein au den e s en Blick e s aunlich, denn zu-
nächs könn e man e mu en, daß sich die An eile an den Ausgaben ü
das ö en liche Gu zu We schä zung (in Einhei en des Haushal sein-
kommens gemessen) di ek p opo ional e hal en. Es läß sich jedoch
in ui i e deu lichen: Weisen alle Haushal e iden ische (sepa able)
Nu zen unk ionen au , so o dnen sie de einen Menge des ö en lichen
Gu es alle den gleichen G enznu zen zu, d. h. die We schä zung des
ö en lichen Gu es kann nu indi ek da ü ausschlaggebend sein, wel-
chem Haushal welche Ausgabenan eil zuzuschlagen is . En scheidend
is die Einkommensschmäle ung au g und de Mi inanzie ung des ö -
en lichen Gu es, welche ih e sei s—je nach de Höhe de G enznu zen-
elas izi ä des Einkommens — bei den Beziehe n e schiedene Ein-
kommen seh un e schiedliche Nu zeneinbußen he o u .
Zu E mi lung de gesam en Um e eilung is somi in einem e s en
Sch i das Einkommen de Haushal e nach S eue zu e mi eln. Danach
29 (16) e gib sich aus
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342 We ne
W.
Pomme ehne
sind die mone ä en T ans e s jede Einkommensklasse zuzu echnen2®.
Dami e gib sich dasjenige Einkommen, welches ü den Konsum ein
p i a e Gü e zu Ve ügung s eh . Schließlich sind die Ausgaben ü
ö en liche Gü e so au die e schiedenen Haushal e au zu eilen, daß
das P oduk aus dem G enznu zen des e ügba en Einkommens und
dem An eil des Haushal s an den Ausgaben ü ö en liche Gü e übe -
all gleich is . Aussagen übe Rich ung und Ausmaß de Ne oum e ei-
lung e geben sich nach einem Ve gleich des so e mi el en Gesam ein-
kommens mi dem Einkommen o S eue und jeglichem mone ä en
T ans e .
Eine Schwie igkei e gib sich alle dings da aus, daß im poli ischen
P ozeß nich nu übe die Be ei s ellung eine ö en liche Gü e , son-
de n auch solche Leis ungen en schieden wi d, die wei gehend dem
Ausschlußp inzip un e liegen und nu zum Teil ex e ne E ek e (im
Konsum) au weisen. Lassen sich diese spezi ischen Gemeindeleis ungen
un e kons an en S ückkos en (p5) e s ellen, is e ne das Ausmaß an
ex e nen E ek en bekann , so is on den S ückkos en nu jene Teil
dem e ügba en Einkommen des i- en Haushal s zuzu echnen, in wel-
chem das jeweilige Gu ihm allein zugu e komm (Yj), d. h. es gil
(20) Yl=ß ps
und ü die Gesam hei de Haushal e
(21) Y s=2ß ps.
l
Hie bei handel es sich im Falle on 2 ßi = 1 um ein ein p i a es
i
Gu , das — aus welchem G und auch imme — ö en lich be ei ges ell
n
wi d. Liegen ex e ne E ek e o , so gil 1 > 2 ßi >
0>
wobei de nich
dem e ügba en Einkommen zu echenba e Ausgabenan eil 2 (1
—
ßi)
•
Ps
den Ausgaben ü ö en liche Gü e zuzu echnen is 30.
29 Wobei angenommen wi d, de »Du chschni shaushal 4 jede Einkom-
mensklasse sei in jede (hie ele an en) Hinsich » ep äsen a i 4.
30 Un e s ell is , die S eue n bzw. Gebüh en zu Finanzie ung des spezi i-
schen Gu es seien so es geleg , daß =
Y J
e üll is .
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 343
Anwendung des Modells
Sieh man on de Da ene mi lung, ih e Au be ei ung und einigen
wei e en, ehe me hodischen P oblemen einmal ab31, so s ell sich beim
Ve such, die Hypo hesen zu zwangsweisen Um e eilung zu übe p ü en,
zunächs die F age nach de Inzidenz de di e sen Gemeindeeinnahmen
sowie de spezi ischen Gemeindeleis ungen.
Zu Einnahmeninzidenz is es zuhal en, daß schon aus G ünden de
Ve gleichba kei mi ande en Un e suchungen die üblichen (S anda d-)
Annahmen gese z we den, wie sie de nachs ehenden Au s ellung en -
nommen we den können32.
Gemeindes eue n
und sons ige
Gemeindeeinnahmen
Indi iduelle
Einkommens eue
Kö pe scha ss eue
Ve mögenss eue
E bscha s- und
Schenkungss eue
G unds eue
und Objek s eue
Sons iges (Gebüh en,
sons ige Gemeinde-
einnahmen)
Inzidenzannahmen
Keine Übe wälzung
50 % nach Konsum-
ausgaben
50 % keine Übe -
wälzung
2/s keine Übe -
wälzung
V3 nach Ein-
kommen
d o.
50 % keine Übe -
wälzung
50 % nach Konsum-
ausgaben
Zuo dnung nach (je-
weils p o ep äsen-
a i em Haushal und
Einkommensklasse)
Einkommens eue -
bescheid
Gesam konsum
Kapi aleinkommen
Gesam e mögen
(übe 20 000 sF )
Fak o einkommen
(übe
10
000 sF )
d o.
Gebäudewe
Ausgaben ü Mie e,
Heizung
( Inansp uchnahme de
< en sp echenden Ge-
[ meindeleis ungen
Konsumgewohnhei en
nach Einkommens-
klassen, Haushal s-
g öße us .*)
•) Z. B. wi d die Feue weh s eue zu
75
•/• nach de Anzahl de Haushal e umgeleg ;
die es lichen 25% we den als nich -übe wälzba angesehen und nach dem Gebäude-
we umgeleg . Genaue e Annahmen übe die e schiedenen Inzidenzannahmen ü die
G uppe ,Sons iges* sind gleich alls au An age e häl lich.
31 Au einige F agen wi d ga nich eingegangen, so z. B. au jene nach de
Be echnungsweise de Geld- und Fak o einkommen. Sie auch nu zu s ei en,
wü de zwa die Sei enzahl, kaum abe die Subs anz de o liegenden A bei
s eige n. Eine de aillie e Zusammens ellung de einzelnen Sch i e is au
An age (beim Au o ) e häl lich.
32 Vgl. z. B. Musg a e und Musg a e (1973, S. 367 .), Gillespie (1965), Tax
Founda ion (1967, S.
9
.) sowie Rech enwald (1966, S, U2 ).
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344 We ne
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Pomme ehne
Als Zuo dnungsschlüssel ü die spezi ischen s aa lichen Leis ungen,
denen — de Klassiiika ion on B ownlee (1960) und de Tax Founda-
ion S udie (1967) zu olge — neben den mone ä en T ans e s die Aus-
gaben ü Leis ungen im Be eich de Bildung (P imä -, Sekundä -, Real-
und Fo bildungsschule), die Maßnahmen de Ve - und En so gung (Ab-
wasse , Müll us .), die Sub en ionen an Land- und Fo s wi scha , Ge-
we be und Handel und die Ki che sowie die Zinszahlungen zuge echne
we den, dienen e schiedene Angaben übe die G öße und Zusammen-
se zung de Haushal e und ih e Konsumgewohnhei en ( gl. nachs e-
hende Au s ellung)33.
Spezi ische
Gemeindeleis ungen Inzidenzannahmen
Zuo dnung nach (je-
weils p o ep äsen-
a i em Haushal und
Einkommensklasse)
Mone ä e Haushal s-
ans e s
Bildungswesen
Ve - und En so gung
<
Sub en ionen an di .
Wi scha szweige
Sub en ionen
an die Ki che
Zinszahlungen
Keine Übe wälzung
50
%
nach Schüle zahl
50
%
Au wendungen
ü Bildung
50
%
nach Anzahl de
Haushal e
50
%
nach Konsum
50
%
keine Übe -
wälzung
50 %
nach Konsum
nach Haushal en
Keine Übe wälzung
Zahlung l . Einkom-
mens eue e klä ung
Anzahl Jugendliche
im schulp lich igen
Al e
Ausgaben ü Bildung
Zahl de Haushal e
Gesam konsum-
ausgaben
Begüns ig e
Haushal e
Nah ungsmi el-
konsum
Anzahl de Haushal e
Geldkapi al e mögen
33 in diesem Zusammenhang danken wi den He en D . H. T abe und
R. Schweize (beide BIGA, Bundesam ü Indus ie, Gewe be und A bei ,
Be n) und D . H. Bä (Eidgen. S a . Am , Be n) ü zahl eiche Hinweise und
die Zu e ügungs ellung e gänzende Da en zu o iziellen Haushal s ech-
nung des Jah es 1969. Selbs edend wu den die ü die Gesam schweiz e mi -
el en Konsumgewohnhei en s anda disie und mi de Bese zung de
—
ins-
gesam neun — Einkommensklassen gewich e (zu Rele anz diese Ko ek-
u gl. Booms und Halldo son, 1973). Um übe die Ve b auchsgewohnhei en
auch de Selbs ändigen nähe e In o ma ionen zu e hal en — die BIGA-E -
hebung e aß lediglich das Konsum e hal en on A bei e n und Anges ell-
en —, wu den e ne die E gebnisse eine S udie übe das Konsum e hal en
in Basel-S ad und Teilen des Kan ons Baselland zugezogen (un e ö en -
lich e Mi eilung de P ognos A. G., Basel, ü de en Übe mi lung wi hie
unse en Dank aussp echen).
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 345
Im wei e en wi d un e s ell , einige un e den spezi ischen Leis ungen
(insbesonde e im Bildungswesen) wü den ex e ne E ek e au weisen,
d. h. ein Teil de hie ü au gewende en Gemeindeausgaben wi d den
Ausgaben ü ö en liche Gü e zuge echne 34.
Die E gebnisse nach Du ch üh ung de bishe besch iebenen Rechen-
sch i e sind in Tabelle 1 au ge üh . Diese gib die du chschni lichen
Fak o einkommen in den neun Einkommensklassen wiede , die absolu e
S eue belas ung au Gemeindeebene und die Einkommensäqui alen e
ü die spezi ischen Leis ungen (inklusi e den ein mone ä en T ans-
e s). Die le z e Zeile en häl die e ügba en Einkommen, die ih e sei s
den Ausgangspunk bilden ü die Zuo dnung de ( es lichen) Gemeinde-
ausgaben ü ö en liche Gü e 35.
Fü die Zu eilung de Ausgaben ü ö en liche Gü e wi d da on
ausgegangen, die Nu zen unk ion de p i a en Haushal e sei s e ig, und
ü die de Ein achhei halbe posi i o mulie e G enznu zenelas izi-
ä gel e
(22) u' (Y ) >0
Die hie aus abgelei e e G enznu zen unk ion lau e
(23) u' (Y») = a
•
Y
®
(a > 0)
wo aus sich du ch In eg a ion, je nach G öße de (kons an en) G enz-
nu zenelas izi ä , olgende Nu zen unk ionen e geben:
(24a)
(24b)
(24c)
(24d)
u (Y ) =
a
•
Y°
a
1 - s
a
-
log Y1
a
1- £
+ B ü £
•
«l-e
Y
-+-
B ü 1 >
£
> 0
+ B ü e = 1
Y l B + B ü £ > 1
34 Es handel sich im einzelnen um olgende An eile: Mone ä e T ans e s
0,1; Ve - und En so gung 0,1; Schulwesen 0,7; Zinsendiens 0,0; Sub en ionen
an e schiedene Wi scha szweige und die Ki che 0,3. Die Gewich e sind de
Tax Founda ion S udie (1967) en nommen und sind zugegeben a bi ä . Um
den (nich seh g oßen) Ein luß de Gewich ung au zuzeigen, we den an spä-
e e S elle (Teil V) ande e Gewich e einge üh .
35 Neben den oben ange üh en An eilen an den Ausgaben ü spezi ische
Gü e zählen hie zu die Ausgaben ü die allgemeine Ve wal ung, das all-
gemeine Gesundhei swesen, Kul u /Spo und E holung, Inne e Siche hei ,
das Ve keh swesen sowie das Feue weh wesen und die Landes e eidigung.
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346
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Budge ä e Um e eilung
in
de Demok a ie 347
De Un e schied zwischen Funk ion (24b) und (24d) bes eh da in, daß
in (24b) u bei einem e ügba en Einkommen on Null den We B ein-
nimm , d. h. die Nu zen unk ion is nach oben unbeg enz , nach un en
jedoch beg enz . In (24d) gil das Umgekeh e: Es wi d angenommen,
die Nu zen unk ion e lau e asymp o isch gegen ein Nu zenmaximum
ü = B.
Die nach Di e en ia ion on Gleichung (24a) bis (24d) ü den G enz-
nu zen des e ügba en Einkommens e echne en We e36 we den in
Gleichung (19) eingese z . Welche We e ü a und B gewähl we den,
is dabei ohne Belang, denn nu das Ve häl nis de G enznu zen (de
e schiedenen Einkommen) wi d im olgenden benö ig .
IV. Zwangsweise s. eiwillige Um e eilung:
E gebnisse de Empi ie
Es sind zunächs zwei F agen, die nähe in e essie en sollen. Einmal
die F age, welche Annahmen übe den Ve lau de G enznu zen unk-
ionen e o de lich sind, um die e schiedenen Hypo hesen zu zwangs-
weisen Um e eilung ,empi isch bes ä ig ' zu e hal en. Gleichzei ig soll
danach ge o sch we den, ob sich aus dem Ve gleich de jeweils benö ig-
en Annahmen wenigs ens übe die Rich ung de budge ä en Um e -
eilung s ä ke undie e Aussagen gewinnen lassen.
Sodann soll übe p ü we den, welche E klä ungsk a dem Ansa z
de eiwilligen Um e eilung zugesp ochen we den kann. Konk e : In-
wiewei läß sich eine Um e eilung zuguns en de Ä ms en z. B. au
al uismusinduzie e Beschlüsse zu ück üh en? Daß Al uismus ge ade
au Gemeindeebene on g öße e Bedeu ung sei, wi d insbesonde e in
de angelsächsischen Li e a u he o gehoben (Tiebou und Hous on,
1962, S. 416; Hochman und Rodge s, 1973), und zwa nich sel en mi
dem Hinweis, als nähe es Un e suchungs eld wü den sich die Gemein-
den solche Lände wie de Schweiz besonde s eignen.
36 Hie bei wi d ü s ein We ebe eich on Null bis (einschließlich) Zwei
zug unde geleg . Die einzelnen Rechenschni e e olgen in Abs änden on 0,1.
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348 We ne W. Pomme ehne
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Budge a e Um e eilung in de Demok a ie 349
Wie ein Blick in Tabelle 2 e deu lich , e geben sich ü die e schie-
denen Rich ungen und das Ausmaß de zwangsweisen Um e eilung
olgende Bedingungen37:
(i) Um die Downs-F ey Hypo hese (de Um e eilung on Reich zu
A m) bes ä ig zu e hal en, is ein kons an e ode nu leich ab-
nehmende G enznu zen e o de lich, wobei die G enznu zenelas i-
zi ä bei einem We on unge äh 0,5 ih en ,k i ischen' We e -
eich .
(ii) Geh e nämlich übe 0,5 hinaus, so geh die Bes ä igung diese Hy-
po hese in die Bes ä igung de S igle -Tullock Hypo hese übe , d. h.
die Angehö igen de mi le en Einkommensklasse s ellen die Haup -
begüns ig en da .
(iii) Soll die Hypo hese de Neuen Linken (de Um e eilung on A m
und Mi e zu Reich) bes ä ig we den, so is schließlich ein e on
übe 1,5 e o de lich.
Fü ausgewähl e We e on e (s = 0,1, 2) sind diese Fälle in Figu 2
ü das Ausmaß de ela i en Um e eilung ( ela i zum Einkommen
o S eue und T ans e ) e deu lich .
Konsis en mi obigen Aus üh ungen zum poli ischen P ozeß sind die
E gebnisse bei einem e zwischen Null und unge äh 1,5, denn die be-
güns ig en Haushal e bilden a sächlich auch die Meh hei un e den
s immbe ech ig en Gemeindegliede n38, wäh end bei einem E g öße 1,5
de K eis de Begüns ig en — mi zunehmendem e imme s ä ke —
in die Minde hei ge ä . Soll die Hypo hese de ,Um e eilung nach oben'
bes ä ig we den, so implizie dies m. a. W., eine seh kleine Minde -
hei (bei einem e on 2 lediglich
11
°/o) könne sich zu Las en eine b ei en
Meh hei besse s ellen.
37 Tabelle 2 gib die agg egie en iVe oum e eilungse ek e de Gemein-
de inanzhaushal e wiede . Um die B u oum e eilungse ek e au g und de
Be ei s ellung ö en liche Gü e zu e mi eln, is die S eue las hinzuzu-
ügen und de Gegenwe de spezi ischen Gemeindeleis ungen abzuziehen.
Die wei e e Be ach ung o ien ie sich haup sächlich an de absolu en und
nu am Rande an de ela i en Um e eilung ( ela i zum Einkommen aus
dem Ma k geschehen), da le z e e leich einen alschen Eind uck e mi eln
kann: Es is beispielsweise möglich, daß die Ä ms en au g und ih es nied i-
gen Einkommens — ela i gesehen — am s ä ks en gewinnen, die Spanne
zu den Einkommen z. B. de mi le en Einkommensklasse — absolu be ach-
e — gleichwohl g öße wi d.
38 Z. B. we den bei einem s on Null und 74 % de baselbie e Haushal e
zu Las en de es lichen 26 % besse ges ell . In zahl eichen bishe du chge-
üh en Un e suchungen is dies nich de Fall. So bilden den Resul a en on
Ca e (1955, S. 68 .) zu olge die begüns ig en Haushal e lediglich eine
knappe Meh hei . Gillespies E gebnisse (1965, S. 162) se zen soga o aus, daß
sich die und 70 % eichs en on den 30 % ä ms en S immbü ge n ausbeu en
lassen.
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Ein solches E gebnis, so könn e man o b ingen, is in de Reali ä
nich öllig auszuschließen. F aglich wi d diese Hypo hese abe auch
inso e n, als ih e Bes ä igung seh hohe We e on e e o de , We e,
die au empi ischem Wege bislang nich e mi el wu den: Die Resul a e
alle uns bekann en Ve suche, die G enznu zenelas izi ä (des p i a en
Einkommens) zu schä zen, gelangen zu einem e im Be eich on 0,5
bis 1,589.
39 Wobei die g oße Meh hei on Un e suchungen zu einem 1 < s < 1,5
komm . Um nu au einige Schä z e suche hinzuweisen, gl. Me a (1969);
Fellne (1967); Sa o (1972); Powell, Hoa und Wilson (1968) und mi zahl eichen
wei e üh enden Hinweisen Simon (1974). Es b auch kaum nähe ausge üh
zu we den, daß jede diese Schä zungen p oblema isch is . Dahe wi d hie
auch nich mi Resul a en einzelne S udien »a gumen ie 4, sonde n anhand
des mu maßlichen Be eichs ü s, de sich aus den e schiedenen Un e -
suchungen (bei seh un e schiedliche Vo gehensweise) he ausgebilde ha .
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 357
klä we den kann, wie sich umgekeh die Um e eilung übe ö en -
liche Gü e nich allein mi dem Ansa z de eiwilligen Um e eilung
plausibel beg ünden läß .
V. Modi ika ionen und E wei e ungen
Die bishe ige Analyse kann in e schiedene Hinsich e wei e und
modi izie we den:
(i) Es kann sukzessi e de kan onale Finanzhaushal und de egionale
An eil des Bundeshaushal s einbezogen we den, um beispielsweise
obige Hypo hese zu übe p ü en, daß eine s ä ke e Um e eilung
zuguns en de un e en Einkommensschich en au g und de nied i-
gen Wande ungskos en e s au Bundesebene e olgen we de.
(ii) Es lassen sich den gleichen Da en jene Inzidenzannahmen zug unde
legen, die in den bishe igen Un e suchungen häu ig e wende wu -
den. Dami e geben sich nähe e Hinweise, welche Nu zen unk ions-
e läu e in den adi ionellen Inzidenzs udien implizi e wende
wu den; dies wiede um e möglich eine Einschä zung de bishe
e ziel en Resul a e50.
(iii) Es kann beispielsweise abe auch un e such we den, in welche
Weise sich Ausmaß und Rich ung de budge ä en Um e eilung
ände n, angenommen, es we de zwischen den Ausgaben ü ö en -
liche Gü e und jenen ü spezi ische Leis ungen subs i uie . Dies
e möglich eine Übe p ü ung de häu ig o geb ach en Ansich (so
z. B. Moli o 1973), daß eine Um e eilung übe ö en liche Gü e
wenige wi ksam sei als eine Um e eilung übe spezi ische Lei-
s ungen.
Wie sich bei Einbezug zunächs des kan onalen Finanzhaushal s
zeig e51, schein die un e (i) angesp ochene Hypo hese nich bes ä ig
zu we den, denn die Si ua ion de sechs un e s en Einkommensklassen
wi d be ei s s a k e besse . Alle dings zeig e sich wiede , daß die
Angehö igen de mi le en Einkommensschich en hie on am s ä ks en
p o i ie en und zwa mi g öße e Wah scheinlichkei als zu o , denn
ü die beiden „k i ischen" We e on
E
e geben sich nunmeh 0,3 und
1,8. Dieses Bild ände sich wiede , wenn zusä zlich de egionalen In-
50 Denn eine di ek e Übe p ü ung anhand eines Ve gleichs unse e E geb-
nisse mi denjenigen de Un e suchung ü einzelne ame ikanische S aa en —
z.B. B ownlee (1960) ü Minneso a, Eapen und Eapen (1973) ü Connec i-
cu — is aus e schiedenen, g oß eils be ei s aus me hodischen G ünden
nich möglich.
51 Au eine aus üh liche Da s ellung de einzelnen Resul a e wi d aus
Raumg ünden e zich e ; eine de aillie e Wiede gabe (anhand e schiedene
Tabellen) kann au An age beim Au o bezogen we den.
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zidenz des Bundeshaushal s Rechnung ge agen wi d52. Die beiden un-
e s en Einkommensklassen we den wei e hin besse ges ell , wäh end
sich die Lage de mi le en und obe en Einkommensschich en e -
schlech e . Dieses E gebnis kann au e schiedene Weise ,e klä 4 we -
den: Zunächs dami , daß de Kan on Baselland wei meh an Bundes-
s eue n au b ing , als ihm an Ausgaben ü Leis ungen des Bundes zu-
ließ . Zu pe sonellen i m. a. W. die egionale Um e eilung hinzu.
Die Angehö igen de beiden un e s en Einkommensklassen we den
hie on jedoch nich nu ausgenommen, sonde n wei e besse ges ell ,
und dies sp ich zuguns en obige Hypo hese53.
Zu Klä ung de zwei en F age (ii) gehen wi — un e un e ände -
en Annahmen hinsich lich de Inzidenz de ö en lichen Einnahmen —
on eine Reihe in den bishe igen Um e eilungss udien häu ig e wen-
de en Annahmen übe die Inzidenz de ö en lichen Ausgaben aus: Von
den spezi ischen Leis ungen wi d angenommen, sie e u sach en keine
ex e nen E ek e im Konsum. Die Zuo dnung de Ausgaben ü ö en -
liche Gü e (jeweils p o ep äsen a i em Haushal und Einkommens-
klasse) e olg (a) nach de Anzahl de p i a en Haushal e, (b) nach de
Pe sonenzahl, (c) nach den Konsumausgaben (Gesam konsum p o Haus-
hal ), (d) nach dem e ügba en Haushal seinkommen und (e) nach dem
Fak o einkommen de Haushal e54.
Wie aus den en sp echenden Be echnungen he o geh , e weisen sich
die den adi ionellen Um e eilungss udien zug unde liegenden Inzi-
denzannahmen nich ge ade als plausibel, denn die E gebnisse alle hie
du chge echne e Va ian en implizie en seh nied ige We e ü die
G enznu zenelas izi ä . Es schein , als ob in den bishe igen Un e su-
chungen ela i ,um e eilungs eundliche' Zu eilungsannahmen gese z
wu den55.
Diese Folge ung läß sich alle dings en gegenhal en, die on uns e -
mi el en E gebnisse wü den in en scheidende Weise dadu ch beein-
luß , nach welchen K i e ien den spezi ischen s aa lichen Leis ungen
52 Fü die Zuo dnung de kan onalen und Bundess eue n sowie de spezi-
ischen Leis ungen beide Ebenen wi d on den g undsä zlich gleichen Inzi-
denzannahmen ausgegangen wie bishe . Die au den e schiedenen öde a-
i en Ebenen un e schiedlichen S eue eig enzen sind selbs edend be ück-
sich ig wo den.
53 Vgl. auch Oa es (1968) mi ganz ähnliche A gumen a ion ü die Ve -
einig en S aa en und Dodge (1975) ü Kanada.
54 Zum Nachweis, daß es sich bei den hie e wende en Zuo dnungsschlüs-
seln und ih e Kombina ion um die übliche weise e wende en Inzidenz-
annahmen handel , gl. Musg a e und Musg a e (1973, S. 372 .) und ähn-
liche A bei en, insbesonde e die Zusammens ellung de Inzidenzannahmen in
e schiedenen äl e en A bei en in de Tax Founda ion S udie (1967, Anhang
D) sowie bei Eisne (1956, S. 51 .).
55 Inwiewei diese Aussage ü die gesam e Schweiz zu i , konn e (u. a.
mangels s a is ische Un e lagen) nich e mi el we den.
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Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 359
ex e ne E ek e zugeo dne we den. Diese Zu echnung is wei gehend
a bi ä . Bei eine ande en Zu echnung könn en sich dahe — auch bei
unse e Vo gehens weise — solche E gebnisse eins ellen, die jenen bei
Ve wendung adi ionelle Inzidenzannahmen ehe en sp echen.
Um diesem Einwand Rechnung zu agen, zugleich um zu e deu -
lichen, wie sich das Ausmaß de Um e eilung bei eine Subs i u ion
zwischen beiden Ausgabena en e ände (iii), wi d im olgenden da on
ausgegangen, die spezi ischen Leis ungen besäßen keine ex e nen E ek e,
d. h. jene An eil an den Ausgaben ü spezi ische Leis ungen, de bis-
lang den Ausgaben ü eine ö en liche Gü e zuge echne wu de, be-
age Null.
De obige Einwand, dies zeig e de Ve gleich de e schiedenen Be-
echnungen, schein sich nich au ech e hal en zu lassen: Sollen die
E gebnisse bei adi ionellen Vo gehensweisen s ä ke plausibel we -
den, so se z dies o aus, daß sich die Si ua ion de un e en Einkom-
mensklasse übe den gesam en Be eich on e s a k e besse . Dies
wa nich de Fall. Die Ne oum e eilungse ek e zuguns en de Ä m-
s en bleiben en wede gleich ode nehmen soga ab.
Dieses Resul a sp ich in e heblichem Maße zuguns en de These, daß
eine Um e eilung übe spezi ische Leis ungen (inklusi e T ans e s)
jene übe ö en liche Gü e o zuziehen is 56. Es sp ich wei e hin ü
die Ve mu ung, daß die budge ä e Um e eilung zwa in de Tendenz
on Reich und A m e läu , daß jedoch nich e wa die Ä ms en, son-
de n, wie on S igle und Tullock o ausgesag , die Angehö igen de
mi le en Einkommensklassen die Haup gewinne da s ellen.
Es is schwie ig zu sagen, inwiewei sich unse e Resul a e bei besse e
In o ma ion und de me hodischen Ve eine ung des da geleg en An-
sa zes57, bei Locke ung einzelne Annahmen58 sowie bei Be ücksich i-
56 Denn um die Ä ms en besse zu s ellen, is un e den gegenwä igen Be-
dingungen in Baselland ehe das Angebo an spezi ischen Leis ungen als das
an ö en lichen Gü e n auszuwei en.
57 Hie zu zählen eine s ä ke adäqua e Behandlung de s aa lichen In e-
s i ionen, eine heo e isch undie e Abg enzung de spezi ischen Leis ungen
on den ö en lichen Gü e n, abe beispielsweise auch besse e Kenn nis übe
die S eue inzidenz und die Inzidenz on Sub en ionen und Sozial ans e s.
Diese und ähnliche P obleme sind au empi ische Ebene noch wei gehend
ungelös . E s e heo e ische Abhandlungen inden sich bei F ey (1974), Henke
(1975) und Peacock (1974).
58 So z. B. de Annahme iden ische Nu zen unk ionen. Fü die eigen liche
Be echnungsme hode e gib sich hie mi keine Ände ung. Alle dings i an
die S elle des — hie inexis en en — F ee-Ride P oblems das ,Fo ced-Ride '
P oblem: Füh en beispielsweise die Ausgaben ü Landes e eidigung bei
einzelnen Indi iduen be ei s zu nega i em G enznu zen und sind die be o -
enen Pe sonen hie ü zu kompensie en, so wi d es ü diese lohnend, die
Nu zeneinbuße möglichs zu übe eiben.
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gung de Haushal e alle Kan one und des Bundes59 au ech e hal en
lassen. Eine Um e eilung zu Mi e hin e schein abe auch dann nich
ausgeschlossen. Jünge e Un e suchungen ü die Ve einig en S aa en
(Goldbe g, Pilg im und Flanagan 1974; Mai al 1973), die eine ganz ähn-
liche öde a i e S uk u au weisen wie die Schweiz, kommen jeden-
alls zu E gebnissen, die unse en wei gehend en sp echen.
Zusammen assung
Die A bei soll einen Bei ag zu Theo ie und Messung de budge ä en
Um e eilung in de Demok a ie leis en. Die Um e eilung wi d als E gebnis
zum einen al uis ische u. ä. Mo i e, zum ande en poli ische En scheidungen
in e p e ie . Ausgehend on einem ein achen Modell de di ek en Demo-
k a ie — welche ü die Schweize Gemeinden ypisch is — wi d da geleg ,
wie die zwangsweise Um e eilung (übe den Abs immungsp ozeß) gemessen
we den kann. Die empi ischen E gebnisse sind übe aschend, denn nich e wa
die Ä ms en, wie bishe e mi el , sonde n die Angehö igen de mi le en
Einkommensklassen we den am s ä ks en besse ges ell . Wei e e empi ische
Tes s zeigen, daß al uis ische Mo i e, die häu ig als eibende Elemen e eine
eiwilligen Um e eilung angesehen we den, e gleichsweise unbedeu end
sind.
Summa y
This pape demons a es how he dis ibu ional impac o he supply o
public goods can be quan i ied. Fi s , some hypo heses a e de eloped based on
he heo y o olun a y edis ibu ion as well as coe ced edis ibu ion ( ia
majo i y ule). Then, a simple model o di ec democ acy ( ypical o Swiss
communi ies) is discussed. By his app oach, he dis ibu ional impac o
public goods can be measu ed. Con a y o he p e ailing opinions, he bulk
o he edis ibu ion does no low om he ich o he poo bu a he o he
middle income class. Fu he empi ical es s show a mino impo ance o
al uism o explaining budge a y edis ibu ion.
Li e a u
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zug unde zu legen is , das den g oß eils au bü ok a ischem Weg ge aß en
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