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Budgetäre Umverteilung in der Demokratie: Ein empirischer Test alternativer Hypothesen

Pommerehne, Werner W.

Abstract

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Full text

Pomme ehne, We ne W. A icle Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie: Ein empi ische Tes al e na i e Hypo hesen Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Pomme ehne, We ne W. (1975) : Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie: Ein empi ische Tes al e na i e Hypo hesen, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 95, Iss. 4, pp. 327-364, h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291360 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie: Ein empi ische Tes al e na i e Hypo hesen Von We ne W. Pomme ehne* Aus den beiden g undlegenden ökonomischen Ansä zen zu E klä ung de budge ä en Um e eilung in de Demok a ie, de Theo ie de zwangsweisen und jene de eiwilligen Um e eilung, we den e schiedene Hypo hesen deduzie und au di ek e und indi ek e Weise empi isch übe p ü . I. P oblems ellung Im Anschluß an die Pionie a bei on Colin Cla k (1936, Kap. 4) haben sich e schiedene Au o en mi de E assung de inanzwi scha lichen Um e eilung be aß , also jene Ände ungen in de Einkommens- und le z lich Nu zen e eilung, die du ch Maßnahmen au de Einnahmen- und Ausgabensei e des S aa shaushal s he o ge u en we den1. Die alle meis en S udien kommen zum E gebnis, die inanzwi scha liche — ode kü ze : budge ä e — Um e eilung e lau e in gesellscha s- poli isch e wünsch e Rich ung, nämlich on ,Reich' zu »A m4, wobei die Um e eilungse ek e au de Ausgabensei e im allgemeinen seh iel s ä ke seien als jene au de Einnahmensei e des S aa shaushal s. Säm lichen Un e suchungen lieg dabei die Annahme zug unde, de We de s aa lichen Leis ungen s imme zumindes an de G enze (a he ma gin) mi den Kos en übe ein; häu ig wi d da übe hinaus un e - s ell , daß die G enzkos en de Be ei s ellung de s aa lichen Leis ungen kons an seien. Es lieg an sich nahe, den Nu znieße n ü die in a- ma ginalen Einhei en eine Konsumen en en e zuzu echnen. Doch es zeig sich seh asch, daß hie on nu sel en die Rede is . Ähnliches gil abe auch ü den dann zu e wa enden Hinweis, daß in e s e Linie die E assung de ma ginalen Um e eilung in e essie e. Ku z, um au em- pi ischem Wege übe haup zu einem E gebnis zu kommen, schein es * De Au o dank Elisabe h Lie mann-Keil, B uno S. F ey, Da id F. B ad- o d, René L. F ey, Klaus Mackscheid und Klaus D. Henke ü we olle Hinweise. 1 So in jünge e Zei Bobe (1975), Cazena e und Mo isson (1974), Dodge (1975), F anzén, Lö g en und Rosenbe g (1975), Hake (1972), Hanusch (1976), Musg a e, Case und Leonha d (1974) sowie Reynolds und Smolensky (1974). Eine Zusammens ellung de äl e en A bei en inde sich bei Windmulle und Meh an (1975, Bd. 2, Kap. 10). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 328 We ne W. Pomme ehne as unumgänglich, on diesen und ähnlichen Übe legungen zu abs a- hie en, so auch on dem P oblem des allgemeinen Gleichgewich s, das sich bei jedem de a igen Vo haben s ell 2. Das wei e e Vo gehen e - schein dahe wenig übe zeugend: (i) Welche Einkommens- und Ressou cenau eilung sich bei Absenz de inanzwi scha lichen Ak i i ä en e gäbe, wi d pe In ui ion und anhand on ad hoc En scheidungen zu bean wo en gesuch . Bei- spielsweise on de Einkommens eue wi d in einigen S udien an- genommen, sie we de allein om S eue zahle ge agen; in ande en A bei en wi d un e s ell , auch de Kapi albesi ze age einen Teil; doch es inde sich ebenso die Ansich , die S eue we de ( eilweise) au den Konsumen en abgewälz 3. (ii) Wei schwe wiegende als die P obleme au de Einnahmensei e sind jene au de Ausgabensei e des S aa shaushal s: Zwa wi d e - kann , daß es sinn oll is , neben de mone ä en T ans e ä igkei des S aa es zwischen solchen Ausgaben zu un e scheiden, die ü spezi ische s aa liche Leis ungen ge ä ig we den4, und jenen, die de Be ei s ellung ö en liche Gü e dienen. Doch das wei e e In- e esse e s eck sich, on wenigen Ausnahmen abgesehen5, wiede - um au die mone ä e T ans e ä igkei , als ob die Ausgaben ü eale Leis ungen e nachlässigba seien. Die F age, we aus dem Angebo ö en liche Gü e welchen Nu zen zieh , wi d en wede als nich bean wo ba abge an und nich sel en öllig ausgeklam- me ode abe anhand eichlich willkü liche Zuo dnungen zu ,klä en4 e such . Übe die Aussagek a de so e ziel en Resul a e b auch dahe kaum wei e disku ie zu we den6. Im olgenden e suchen wi , die F age nach de Rich ung und dem Ausmaß de budge ä en Um e eilung on ande e Sei e, nämlich om poli ischen P ozeß he anzugehen. Da au poli ische Ebene en schieden 2 Unse es Wissens wi d dieses P oblem nich e wa zu lösen, sonde n ehe zu umgehen e such : So wi d i. a. ü jede Einkommensklasse zunächs das Einkommen ( o S eue ) im gegenwä igen Gleichgewich e mi el ; danach wi d ein Äqui alen ü die ö en lichen Ausgaben be edine — und zwa au G undlage genau desselben Gleichgewich s! 3 Vgl. z. B. Gillespie (1964, S. 36 .). Symp oma isch ü die wei gehende Unsiche hei is die Vo gehens weise auch in neue en S udien wie jene on Pechman und Okne (1974, bes. S. 38 .), in de die Inzidenz des ame i- kanischen S eue sys ems un e insgesam ach e schiedenen Übe wälzungs- annahmen simulie wi d. 4 D. h. Leis ungen mi Nu zungsausschlußmöglichkei en; zu de en nähe e Cha ak e isie ung siehe Teil III. 5 Um nu die deu schsp achigen Au o en anzu üh en: Vgl. Jü gensen (1966, bes. S. 96 .), Siebe (1970), Moli o (1973), F ey (1974), Henke (1975) sowie Hake (1972, S. 83 .) und Hanusch (1976, Kap. 5 und 6). « In diesem Sinne z. B. P es (1968, bes. S. 88) und Peacock und Shannon (1968, S. 44 .). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 329 wi d, wem die inanzwi scha liche Ak i ä zugu e kommen soll und wie die Finanzie ung o zunehmen sei, soll e es auch umgekeh mög- lich sein, aus de Analyse des poli ischen P ozesses übe die Ve eilungs- e ek e des S aa shaushal s besse e Kenn nis zu gewinnen. Diesem Aspek wu de in den bishe igen S udien e s aunliche weise nich Rech- nung ge agen7, ielmeh wu de s e s e such , die Um e eilung ohne Rückg i au ein E klä ungsmodell zu e assen. Mögliche weise lie e jedoch e s ein solches Modell nähe e Anhal spunk e, wie die Um e ei- lung gemessen we den kann8. In Teil II be assen wi uns dahe mi den beiden g undlegenden Ansä zen zu heo e ischen E klä ung de Um- e eilung, de Theo ie de eiwilligen Um e eilung und jene de zwangsweisen Um e eilung übe den poli ischen P ozeß, e ne , wie die hie aus ablei ba en Hypo hesen im Falle de Gemeinden eines schweize ischen Kan ons zu spezi izie en sind9. Da sich ü die zwangs- weise Um e eilung meh e e und einande wide sp echende Hypo he- sen au s ellen lassen, en wickeln wi in Teil III ein ein aches Modell des poli ischen P ozesses, um übe das Ausmaß de Um e eilungs- e ek e ö en liche Gü e , le z lich des gesam en S aa shaushal s nähe e Aussagen zu machen — einige wenige In o ma ionen übe die G enz- und Gesam kos en de P oduk ion (ö en liche Gü e ) und den Ve lau de Nu zen unk ionen de p i a en Haushal e als bekann o ausge- se z . Zu empi ischen Übe p ü ung de e schiedenen Hypo hesen (Teil IV) gehen wi zunächs so o , daß nach den implizi en Nu zen- unk ions e läu en ge o sch wi d, denen jeweils ganz bes imm e Um- e eilungshypo hesen en sp echen, nämlich jene E gebnisse, welche die e schiedenen Hypo hesen zu zwangsweisen Um e eilung bes ä i- gen'10. Anhand eines Ve gleichs de jeweils e o de lichen Nu zen unk- ionen schein es uns möglich, wenigs ens übe die Rich ung de budge- ä en Um e eilung zu s ä ke undie en Aussagen zu gelangen. Da- nach e suchen wi , die Hypo hesen zu eiwilligen Um e eilung zu übe p ü en. Im abschließenden Teil V we den einige Modi ika ionen und E wei e ungen o genommen. 7 Ausnahmen bilden in gewisse Hinsich F y und Win e s (1970) sowie Uslane und Webe (1975). « Zu ganz ähnlichen Übe legungen hinsich lich de E assung de Ve - mögensum e eilung siehe Feche (1974, S. 98). « De ie e e G und ü diese ( o läu ige) Einsch änkung is leich e klä - lich, denn wie z. B. I a Sha kansky (1968, S. 4) be on : „The usion o s a e and local go e nmen ac i i ies con uses he e o s o poli ically dis inc uni s. The s a e-plus-local agg ega e is a i icial and no he a ena in which policy-make s decide abou he size o hei budge s o he alloca ion o unds." Dies gil ü die Schweiz in gleiche Weise, zumal übe die Gemeinde- angelegenhei en iel ach noch di ek en schieden wi d, so auch in Baselland und in dem hie be ach e en Zei aum, dem Jah 1969. 10 Die Vo gehensweise is ähnlich de in de Wachs ums heo ie angewand- en Me hode des in e se op imal p inciple; die In en ion lieg hie jedoch beim Ve such, e klä ende Aussagen zu gewinnen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 330 We ne W. Pomme ehne II. Um e eilung in de Demok a ie: Theo ie und Hypo hesen Wie schon bei Boulding (1962) angesp ochen und sei dem on Tullock (1971), F ey (1974) und ande en Ökonomen nähe ausge üh , gib es im wesen lichen zwei Ansä ze ü eine heo e ische E klä ung de Um e - eilung übe den S aa shaushal : (i) Ein e s e Ansa z geh on de Beobach ung aus, daß die A men sei Jah hunde en on den Wohlhabende en Geld- und Sachgaben e hal en — ein Phänomen, das lange Zei als mo alische Ve p lich- ung angesehen wu de. Da angenommen wi d, die Um e eilung e olge aus eien S ücken, is auch on eiwillige ode pa e o- op imale Um e eilung die Rede11. (ii) De zwei e Ansa z be uh dagegen au dem s engen Eigennu z- axiom, be ücksich ig jedoch, daß eine Meh hei den ü Demok a- ien ypischen Abs immungsmechanismus dazu ausnü zen kann, sich zu Las en de es lichen Mi gliede de Gemeinscha Vo eile zu e scha en. Es is dahe auch on zwangsweise Um e eilung die Rede. F eiwillige Um e eilung Es sind bei auch nu lüch ige Be ach ung e schiedene Mo i e denkba , weshalb ein a ional handelndes Indi iduum be ei sein kann, au die g öß mögliche eigene Gü e e so gung zu e zich en und einen Teil seine Kau k a dazu zu e wenden, um die wi scha liche Lage eines Mi menschen zu e besse n. Al uismus is das in de Li e a u am häu igs en ange üh e Mo i , wobei Al uismus zunächs o aus- se z , daß in de Nu zen unk ion on Indi iduum i (u%) en wede de Nu zen eines ode meh e e de insgesam n — 1 Mi menschen (Uj mi j = 1, 2, ... i — 1, i + 1, ... n) als A gumen en hal en is (1) Ui = u (qki, u-) , mi qui als c- em (Je = 1, 2 ... m), on Indi iduum i konsumie em Gu , ode abe die Ve so gung mi einem ganz bes imm en Gu qs (2) u{ = Ui (qki) qsj) , mi j + i. Al uis ische Bewegg ünde we den alle dings e s dann zu Um e - eilung Anlaß geben, wenn die Ungleichung du /d Uj > 3 U / 3 qki bzw. duj 3 qSJ- > 3 u / 3 qsi 11 Vgl. als ,mode ne Klassike ' Hochman und Rodge s (1969). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 331 e üll is , wobei es plausibel e schein , da übe hinaus anzunehmen, 3 uj3 Uj bzw. 3 u 3 qSi we de nu dann posi i sein, wenn m> Uj bzw. qsi > qSj gil . Fü den Gebe wi d nämlich kaum ein An eiz bes ehen, die Si ua ion eines gleich- ode ga besse ges ell en Mi menschen zu e besse n. Ande e Mo i e e geben sich da aus, daß die Einkommens e eilung als eines ö en liches Gu be ach e wi d, denn alle Indi iduen sehen sich ein und de selben Einkommens e eilung und dami dem gleichen gesellscha lichen Zus and' gegenübe . Eine Ände ung dieses Zus andes im Sinne eine Einkommensni ellie ung kann somi gleich alls allen zugu e kommen (Thu ow, 1971). Doch selbs Egoismus kann die ie e e U sache da ü sein, daß die A men e was on den Reiche en e hal en12. Diese Mo i e als ,E klä ung' zuzuziehen schein dann plausibel, wenn zwischen dem Gebe k eis und den po en iellen Emp änge n keine allzu g oßen äumlichen und »gesellscha lichen' Dis anzen bes ehen. F aglich e schein es abe , ob sich dami es ba e Hypo hesen zu budge ä en Um e eilung ablei en lassen. Von den ehe me hodischen P oblemen einmal abgesehen13 se z ein solche Ve such o aus, daß de poli ische P ozeß in Demok a ien oll- kommen is , und zwa ollkommen in dem Sinne, daß nu solche Be- schlüsse ge aß we den können, die niemanden zwangsweise schlech e s ellen. E was ande s umsch ieben: Dami es übe haup zu eine übe „S eue n" inanzie en Um e eilung kommen kann, muß un e allen S immbü ge n, on denen jede einzelne ein Ve o ech besi z , Konsens bes ehen. Dies is jedoch eine s a ke Abweichung on de Regel de ein- achen Meh hei , die als Wesensme kmal demok a ische En schei- dungs indung gil . Auch sind En scheidungen, au die sich mi ein achem Meh geeinig wi d, nu un e spezi ischen Bedingungen mi jenen iden- isch, welche un e Anwendung de Eins immigkei s egel zus ande kommen. Ein wei e es P oblem e gib sich, wenn de Al uismus de Reichen da au ge ich e is , nich übe Geld- sonde n Real ans e s umzu e - eilen14, s ell sich dann doch die F age, wie diese Leis ungen zu bewe - en sind: Wi d in den meis en, und nich nu in den empi ischen Un e - 12 Siehe Tullock (1966) zu le z em Punk . Nähe e Aus üh ungen zu diesen und wei e en denkba en Mo i en inden sich bei I eland (1970, bes. S. 19 .), so daß au ih e Wiede gabe hie e zich e wi d. 13 E wa on de Schwie igkei , die e schiedenen Mo i e unabhängig on den jeweiligen Um e eilungsmaßnahmen ,nachweisen' zu können. Bislang schein nu eine ex pos - ode Residualbes immung möglich. 14 Und wie Tobin (1970, bes. S. 269 .) aus üh , schein es die — aus Sich de Reichen — ,Un e e so gung' de A men mi ganz bes imm en Gü e n und Leis ungen wie e wa Bildung, Gesundhei s o so ge u. ä. m. zu sein, die zu al uis ischem Ve hal en Anlaß gib . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 332 We ne W. Pomme ehne suchungen da on ausgegangen, als We de Real ans e s seien min- des ens die (He s ell-)Kos en anzuse zen, so wi d im allgemeinen da on abs ahie , daß das Gu on den Gebenden und Nehmenden un e - schiedlich eingeschä z we den kann, e ne , daß auch de Reiche aus de Um e eilung einen Nu zen zieh — und zwa zu gleichen Zei . Beides mach es möglich, daß — wi d au den Nu zen abges ell — zwa alle Indi iduen on de eins immig ge o enen Um e eilungsmaß- nahme begüns ig we den, die Ne o e eilung nach de Um e eilung sich on jene o Um e eilung abe nich wesen lich un e scheide . Es is soga denkba , daß sich die Ve eilung zuguns en de Reichen e ände . Soll es mi Siche hei möglich sein, daß die Um e eilung die A men begüns ig , so se z dies o aus, daß die Reichen zu solchen Leis ungen gezwungen we den können, die sie ohne Zwang eben nich un e nom- men hä en. Dies wiede um leg es nahe, zu Be ach ung des in Demo- k a ien gemeinhin angewand en En scheidungsmechanismus übe zu- gehen. Gleichzei ig soll dami om S eben nach Eigennu z ausgegangen we den. Zwangsweise Um e eilung De wohl bekann es e Ve such, die budge ä e Um e eilung in Demo- k a ien zu e klä en, geh zu ück au An hony Downs (1957, Kap. 10). Diese geh da on aus, die Regie ungspa ei sei bes eb , solch eine Poli ik zu be eiben, daß sie wiede gewähl we de. Von den S imm- bü ge n wi d angenommen, sie seien — in gleiche Weise wie die Poli i- ke — le z lich Nu zenmaximie e , d. h. sie we den ü diejenige on zwei Pa eien s immen, on de sie sich den g öße en Vo eil e sp e- chen. Sind die indi iduellen Einkommen o S eue — wie in den mei- s en Lände n de Fall — so e eil , daß iele ein ela i nied iges und nu wenige ein seh hohes Einkommen e zielen, so bes eh ü die Regie ung de ein achs e Weg, S immen zu gewinnen, da in, den Rei- chen e was wegzunehmen und es den Ä me en zu geben. Da jede Bü ge eine und nu eine S imme besi z , läß sich mi dem Ve lus einige wenige S immen die Un e s ü zung du ch seh iel meh S im- men e we ben. Konsequen angewende müß e eine de a ige Poli ik zu ölligen Ni ellie ung in den Sekundä einkommen (als Einkommen aus dem Ma k p ozeß zuzüglich de budge ä en Um e eilung) üh en. Doch dies is nich de Fall, und hie ü können e schiedene G ünde ange üh we den: Zum einen können die A men selbs e kennen, daß eine zu agg essi e Um e eilung Höhe und En wicklung des ( e eilba en) So- zialp oduk s beein äch igen kann, so daß eine länge is ige Um e - eilung in F age ges ell wi d. Es is zum ande en abe auch denkba , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 333 daß eine so wei gehende Um e eilung on den A men ga nich als ,ge ech 4 emp unden wi d, nich zule z , da ihnen on de Religion lange gesag wo den is , daß allein de A me ,de E lösung eilha ig4 we de15. Schließlich läß sich hie ü auch die no o ische Un e ep äsen a ion de un e en Einkommensschich en in Abs immungen und bei Wahlen he anziehen. Wie schon Downs (1957, S. 200) selbs an üh , „ his causes a educ ion in he amoun o go e nmen in e e ence wi h he na u al income-dis ibu ion p ocess". Sieh man jedoch on de a igen nach äglich einge üh en E klä un- gen16 ab und a gumen ie im Rahmen des u sp ünglichen Downs-Mo- dells, so läß sich einwenden, in diesem we de a p io i un e s ell , daß die S immbü ge mi den nied igen Einkommen eine Meh hei bilden, um die es lichen Mi bü ge auszubeu en. Doch weshalb soll e sich nich eine Meh hei de Reichen bilden, um on den A men T ans e s zu e - hal en? Diese Übe legung läß sich en gegenhal en, daß die ,Beu e4, die eine Meh hei un e sich e eilen kann, um so g öße sein wi d, je wenige die Reichen in diese Koali ion e e en sind. Koali ionen, die den Ab- s immungsmechanismus dazu auszunü zen beabsich igen, dem Res de Gemeinscha möglichs iel wegzunehmen, we den olglich möglichs nu solche Mi gliede au weisen, on denen keine ein Einkommen e - ziel , das höhe is als das Einkommen i gendeines Indi iduums auße - halb de Koali ion. Die dominie ende Koali ion wi d somi aus den Ä ms en bes ehen, d. h. es is — wie Downs o aussag e — eine Um e - eilung on Reich zu A m zu e wa en. Gegen diese Hypo hese sp ich alle dings olgendes: In de ein ach- s en Ve sion des Do uns-Ansa zes is lediglich die Anzahl S immen da ü ausschlaggebend, in welche Rich ung um e eil wi d. Dies bedeu- e , daß beispielsweise jene 2 %> S immbü ge , welche sich in de Mi e de — nach de Einkommenshöhe geo dne en — Wähle scha be inden, die ,en scheidenden4 S immbü ge bilden, ein Mindes quo um on 51 °/o o ausgese z . Diese können sich wahlweise zu den Reichen ode den A men schlagen, um sich im einen Fall zu Las en de A men, im ande en zu Las en de Reichen besse zus eilen. Demok a isch ge aß e Beschlüsse, so läß sich olge n, dienen dazu, die Si ua ion haup sächlich de mi le- en Einkommensklassen zu e besse n. Diese Folge ung gil im üb igen auch dann, wenn keine Fluk ua ion, sonde n eine es e Koali ion mi is Vgl. Luk. XVI, 19 ., Ma k. X, 21,25, Ma h. XIX, 24 und zahl eiche wei- e e Passagen des Neuen Tes amen s. 16 Zu wei e en E klä ungs e suchen gl. beispielsweise F ey (1974, S. 408 .). Hie sind bewuß lediglich d ei mögliche G ünde he ausgeg i en wo den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 334 We ne W. Pomme ehne z. B. den ä me en Mi bü ge n un e s ell wi d: Da die S immbü ge in de Mi e die ma ginalen Koali ionspa ne da s ellen, nehmen sie eine s a egische S ellung ein, d. h. sie können allein mi de D ohung, zu bishe ausgebeu e en Minde hei übe zulau en, in e heblichem Maß da au Ein luß nehmen, welche Teil de Beu e ihnen zuzuges ehen is 17. Ob sich die ma ginalen Koali ionspa ne somi ehe zu den A men ode zu den Reichen schlagen, is zwa da ü en scheidend, welche diese zwei G uppen insgesam e lie . Die Haup begüns ig en, läß sich e - mu en, we den jedoch die Angehö igen de mi le en Einkommens- schich en sein. Als Fazi läß sich es hal en: Fü ein poli isches Sys em, das du ch Pa eienkonku enz (i. S. on Downs) gekennzeichne is ode in welchem mi els di ek e Abs immung en schieden wi d, lassen sich s eng ge- nommen keine Vo aussagen übe die Rich ung und das Ausmaß de budge ä en Um e eilung machen. Die S a egie, mi ande en S imm- bü ge n zusammenzugehen, um die es lichen Mi gliede de Gemein- scha auszubeu en, ha e jedem Abs immungsmechanismus an. Im wei- e en is sie unabhängig on de S ellung de Indi iduen inne halb de Einkommenspy amide: Die S immbü ge in de Mi e s ellen nämlich nich die einzigen po en iellen Koali ionspa ne de Reichen da . Es is ebenso denkba , daß diese sich mi den Ä ms en zusammenschließen, denn de E we b de e o de lichen S immen is in diese Einkommens- schich ü sie am kos engüns igs en. Auch ü die A men kann solch eine Koali ion on g öße em In e esse sein, können sie doch wei meh gewinnen, als bei einem Zusammengehen mi den lediglich e was Rei- che en zu e wa en is . In de Reali ä lassen sich de a ige klassenübe - sp ingende Koali ionen nu ela i sel en beobach en, mögliche weise da sie o ausse zen, die ganz A men wü den e kennen, daß wede das In e esse de Reichen noch das de nu e was Reiche en mi ih em In- e esse übe eins imm und daß sie dann e gleichweise besse abschnei- den, wenn sie sich mi den Angehö igen de obe en Einkommensklassen e bünden. In de Li e a u inden sich dahe e schiedene und einande aus- schließende Hypo hesen zu zwangsweisen Um e eilung: (i) Die Downs-F ey-Hypo hese, de zu olge die Um e eilung on Reich zu A m e lau e. Die Angehö igen de mi le en Einkommensklas- sen wü den ü die ihnen zugu e kommenden Leis ungen im wesen - lichen selbs au kommen18. Vgl. hie zu auch Tullock (1971) sowie S igle (1970, S. 9). Ähnlich auch F y und Win e s (1970, S. 518). Downs schließ die Möglich- kei de Um e eilung on A m zu Reich nich öllig aus, a gumen ie jedoch so, als sei ehe das Umgekeh e zu e wa en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 341 1/ujiYj) (16) = * qx bes imm , mi • qx als S eue au kommen zu Finanzie ung des ö en - lichen Gu es. Wi d de Nenne no mie , so olg hie aus (17) = bzw. Y? 1 (18) Y* uj(YV) ' ode auch ( ü wiede um zwei beliebige Haushal e und s) Y? «i ä) / ,S = 1,2 » ( } Y u-(Y;) ' l *s ) d. h. die Ausgaben ü die Be ei s ellung des ö en lichen Gu es sind den p i a en Haushal en en sp echend dem ezip oken We des G enz- nu zens ih es e ügba en Einkommens zuzuo dnen. Dieses Resul a e schein au den e s en Blick e s aunlich, denn zu- nächs könn e man e mu en, daß sich die An eile an den Ausgaben ü das ö en liche Gu zu We schä zung (in Einhei en des Haushal sein- kommens gemessen) di ek p opo ional e hal en. Es läß sich jedoch in ui i e deu lichen: Weisen alle Haushal e iden ische (sepa able) Nu zen unk ionen au , so o dnen sie de einen Menge des ö en lichen Gu es alle den gleichen G enznu zen zu, d. h. die We schä zung des ö en lichen Gu es kann nu indi ek da ü ausschlaggebend sein, wel- chem Haushal welche Ausgabenan eil zuzuschlagen is . En scheidend is die Einkommensschmäle ung au g und de Mi inanzie ung des ö - en lichen Gu es, welche ih e sei s—je nach de Höhe de G enznu zen- elas izi ä des Einkommens — bei den Beziehe n e schiedene Ein- kommen seh un e schiedliche Nu zeneinbußen he o u . Zu E mi lung de gesam en Um e eilung is somi in einem e s en Sch i das Einkommen de Haushal e nach S eue zu e mi eln. Danach 29 (16) e gib sich aus OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 342 We ne W. Pomme ehne sind die mone ä en T ans e s jede Einkommensklasse zuzu echnen2®. Dami e gib sich dasjenige Einkommen, welches ü den Konsum ein p i a e Gü e zu Ve ügung s eh . Schließlich sind die Ausgaben ü ö en liche Gü e so au die e schiedenen Haushal e au zu eilen, daß das P oduk aus dem G enznu zen des e ügba en Einkommens und dem An eil des Haushal s an den Ausgaben ü ö en liche Gü e übe - all gleich is . Aussagen übe Rich ung und Ausmaß de Ne oum e ei- lung e geben sich nach einem Ve gleich des so e mi el en Gesam ein- kommens mi dem Einkommen o S eue und jeglichem mone ä en T ans e . Eine Schwie igkei e gib sich alle dings da aus, daß im poli ischen P ozeß nich nu übe die Be ei s ellung eine ö en liche Gü e , son- de n auch solche Leis ungen en schieden wi d, die wei gehend dem Ausschlußp inzip un e liegen und nu zum Teil ex e ne E ek e (im Konsum) au weisen. Lassen sich diese spezi ischen Gemeindeleis ungen un e kons an en S ückkos en (p5) e s ellen, is e ne das Ausmaß an ex e nen E ek en bekann , so is on den S ückkos en nu jene Teil dem e ügba en Einkommen des i- en Haushal s zuzu echnen, in wel- chem das jeweilige Gu ihm allein zugu e komm (Yj), d. h. es gil (20) Yl=ß ps und ü die Gesam hei de Haushal e (21) Y s=2ß ps. l Hie bei handel es sich im Falle on 2 ßi = 1 um ein ein p i a es i Gu , das — aus welchem G und auch imme — ö en lich be ei ges ell n wi d. Liegen ex e ne E ek e o , so gil 1 > 2 ßi > 0> wobei de nich dem e ügba en Einkommen zu echenba e Ausgabenan eil 2 (1 — ßi) • Ps den Ausgaben ü ö en liche Gü e zuzu echnen is 30. 29 Wobei angenommen wi d, de »Du chschni shaushal 4 jede Einkom- mensklasse sei in jede (hie ele an en) Hinsich » ep äsen a i 4. 30 Un e s ell is , die S eue n bzw. Gebüh en zu Finanzie ung des spezi i- schen Gu es seien so es geleg , daß = Y J e üll is . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 343 Anwendung des Modells Sieh man on de Da ene mi lung, ih e Au be ei ung und einigen wei e en, ehe me hodischen P oblemen einmal ab31, so s ell sich beim Ve such, die Hypo hesen zu zwangsweisen Um e eilung zu übe p ü en, zunächs die F age nach de Inzidenz de di e sen Gemeindeeinnahmen sowie de spezi ischen Gemeindeleis ungen. Zu Einnahmeninzidenz is es zuhal en, daß schon aus G ünden de Ve gleichba kei mi ande en Un e suchungen die üblichen (S anda d-) Annahmen gese z we den, wie sie de nachs ehenden Au s ellung en - nommen we den können32. Gemeindes eue n und sons ige Gemeindeeinnahmen Indi iduelle Einkommens eue Kö pe scha ss eue Ve mögenss eue E bscha s- und Schenkungss eue G unds eue und Objek s eue Sons iges (Gebüh en, sons ige Gemeinde- einnahmen) Inzidenzannahmen Keine Übe wälzung 50 % nach Konsum- ausgaben 50 % keine Übe - wälzung 2/s keine Übe - wälzung V3 nach Ein- kommen d o. 50 % keine Übe - wälzung 50 % nach Konsum- ausgaben Zuo dnung nach (je- weils p o ep äsen- a i em Haushal und Einkommensklasse) Einkommens eue - bescheid Gesam konsum Kapi aleinkommen Gesam e mögen (übe 20 000 sF ) Fak o einkommen (übe 10 000 sF ) d o. Gebäudewe Ausgaben ü Mie e, Heizung ( Inansp uchnahme de < en sp echenden Ge- [ meindeleis ungen Konsumgewohnhei en nach Einkommens- klassen, Haushal s- g öße us .*) •) Z. B. wi d die Feue weh s eue zu 75 •/• nach de Anzahl de Haushal e umgeleg ; die es lichen 25% we den als nich -übe wälzba angesehen und nach dem Gebäude- we umgeleg . Genaue e Annahmen übe die e schiedenen Inzidenzannahmen ü die G uppe ,Sons iges* sind gleich alls au An age e häl lich. 31 Au einige F agen wi d ga nich eingegangen, so z. B. au jene nach de Be echnungsweise de Geld- und Fak o einkommen. Sie auch nu zu s ei en, wü de zwa die Sei enzahl, kaum abe die Subs anz de o liegenden A bei s eige n. Eine de aillie e Zusammens ellung de einzelnen Sch i e is au An age (beim Au o ) e häl lich. 32 Vgl. z. B. Musg a e und Musg a e (1973, S. 367 .), Gillespie (1965), Tax Founda ion (1967, S. 9 .) sowie Rech enwald (1966, S, U2 ). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 344 We ne W. Pomme ehne Als Zuo dnungsschlüssel ü die spezi ischen s aa lichen Leis ungen, denen — de Klassiiika ion on B ownlee (1960) und de Tax Founda- ion S udie (1967) zu olge — neben den mone ä en T ans e s die Aus- gaben ü Leis ungen im Be eich de Bildung (P imä -, Sekundä -, Real- und Fo bildungsschule), die Maßnahmen de Ve - und En so gung (Ab- wasse , Müll us .), die Sub en ionen an Land- und Fo s wi scha , Ge- we be und Handel und die Ki che sowie die Zinszahlungen zuge echne we den, dienen e schiedene Angaben übe die G öße und Zusammen- se zung de Haushal e und ih e Konsumgewohnhei en ( gl. nachs e- hende Au s ellung)33. Spezi ische Gemeindeleis ungen Inzidenzannahmen Zuo dnung nach (je- weils p o ep äsen- a i em Haushal und Einkommensklasse) Mone ä e Haushal s- ans e s Bildungswesen Ve - und En so gung < Sub en ionen an di . Wi scha szweige Sub en ionen an die Ki che Zinszahlungen Keine Übe wälzung 50 % nach Schüle zahl 50 % Au wendungen ü Bildung 50 % nach Anzahl de Haushal e 50 % nach Konsum 50 % keine Übe - wälzung 50 % nach Konsum nach Haushal en Keine Übe wälzung Zahlung l . Einkom- mens eue e klä ung Anzahl Jugendliche im schulp lich igen Al e Ausgaben ü Bildung Zahl de Haushal e Gesam konsum- ausgaben Begüns ig e Haushal e Nah ungsmi el- konsum Anzahl de Haushal e Geldkapi al e mögen 33 in diesem Zusammenhang danken wi den He en D . H. T abe und R. Schweize (beide BIGA, Bundesam ü Indus ie, Gewe be und A bei , Be n) und D . H. Bä (Eidgen. S a . Am , Be n) ü zahl eiche Hinweise und die Zu e ügungs ellung e gänzende Da en zu o iziellen Haushal s ech- nung des Jah es 1969. Selbs edend wu den die ü die Gesam schweiz e mi - el en Konsumgewohnhei en s anda disie und mi de Bese zung de — ins- gesam neun — Einkommensklassen gewich e (zu Rele anz diese Ko ek- u gl. Booms und Halldo son, 1973). Um übe die Ve b auchsgewohnhei en auch de Selbs ändigen nähe e In o ma ionen zu e hal en — die BIGA-E - hebung e aß lediglich das Konsum e hal en on A bei e n und Anges ell- en —, wu den e ne die E gebnisse eine S udie übe das Konsum e hal en in Basel-S ad und Teilen des Kan ons Baselland zugezogen (un e ö en - lich e Mi eilung de P ognos A. G., Basel, ü de en Übe mi lung wi hie unse en Dank aussp echen). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 345 Im wei e en wi d un e s ell , einige un e den spezi ischen Leis ungen (insbesonde e im Bildungswesen) wü den ex e ne E ek e au weisen, d. h. ein Teil de hie ü au gewende en Gemeindeausgaben wi d den Ausgaben ü ö en liche Gü e zuge echne 34. Die E gebnisse nach Du ch üh ung de bishe besch iebenen Rechen- sch i e sind in Tabelle 1 au ge üh . Diese gib die du chschni lichen Fak o einkommen in den neun Einkommensklassen wiede , die absolu e S eue belas ung au Gemeindeebene und die Einkommensäqui alen e ü die spezi ischen Leis ungen (inklusi e den ein mone ä en T ans- e s). Die le z e Zeile en häl die e ügba en Einkommen, die ih e sei s den Ausgangspunk bilden ü die Zuo dnung de ( es lichen) Gemeinde- ausgaben ü ö en liche Gü e 35. Fü die Zu eilung de Ausgaben ü ö en liche Gü e wi d da on ausgegangen, die Nu zen unk ion de p i a en Haushal e sei s e ig, und ü die de Ein achhei halbe posi i o mulie e G enznu zenelas izi- ä gel e (22) u' (Y ) >0 Die hie aus abgelei e e G enznu zen unk ion lau e (23) u' (Y») = a • Y ® (a > 0) wo aus sich du ch In eg a ion, je nach G öße de (kons an en) G enz- nu zenelas izi ä , olgende Nu zen unk ionen e geben: (24a) (24b) (24c) (24d) u (Y ) = a • Y° a 1 - s a - log Y1 a 1- £ + B ü £ • «l-e Y -+- B ü 1 > £ > 0 + B ü e = 1 Y l B + B ü £ > 1 34 Es handel sich im einzelnen um olgende An eile: Mone ä e T ans e s 0,1; Ve - und En so gung 0,1; Schulwesen 0,7; Zinsendiens 0,0; Sub en ionen an e schiedene Wi scha szweige und die Ki che 0,3. Die Gewich e sind de Tax Founda ion S udie (1967) en nommen und sind zugegeben a bi ä . Um den (nich seh g oßen) Ein luß de Gewich ung au zuzeigen, we den an spä- e e S elle (Teil V) ande e Gewich e einge üh . 35 Neben den oben ange üh en An eilen an den Ausgaben ü spezi ische Gü e zählen hie zu die Ausgaben ü die allgemeine Ve wal ung, das all- gemeine Gesundhei swesen, Kul u /Spo und E holung, Inne e Siche hei , das Ve keh swesen sowie das Feue weh wesen und die Landes e eidigung. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 346 We ne W. Pomme ehne o Eh Od CO Od CO CT5 05 - §•3 H E CO J o O Od 00 IO in - c- 00 CM Od 00 > 1-1 co <N - CSI 8 Od Od O Od CO CO 00 co 05 CSI CO Ti« 00 m CSI co co LO 00 O Od O Od O OS Od CSI CSI CO O - CSI O O) o Oì O Od IO 00 CSI CSI o IO co co > co CSI <N CSI o O Od © Od O Od H ^ CSI CSI I 00 CO <N O H S 00 CSI CO CSI O Oì S od Gì - O H CSI Od IO O co co o CSI > CSI IO o - ío o Od O o o Od co co 1-1 H I - 00 co 1—( co IO 1—1 IO 3 o O Oì O Od O Od Od CSI iH I o 00 IO CSI IO iH <u O ^ o & ° ¡D Od <N os - esi § co - 00 CSI - esi cd ¿s co Cd « s cd N í < » í •3 u U Pi ISssS Su -Ö í í S O Xi S Sä P í V 3 .5 bß cd O w a í 0) 3 • •SS a-sj S OÙ ß C0ÜÚ cd .S S WW en O O) u -< P< cd I4 ö i o g í g £ s OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 347 De Un e schied zwischen Funk ion (24b) und (24d) bes eh da in, daß in (24b) u bei einem e ügba en Einkommen on Null den We B ein- nimm , d. h. die Nu zen unk ion is nach oben unbeg enz , nach un en jedoch beg enz . In (24d) gil das Umgekeh e: Es wi d angenommen, die Nu zen unk ion e lau e asymp o isch gegen ein Nu zenmaximum ü = B. Die nach Di e en ia ion on Gleichung (24a) bis (24d) ü den G enz- nu zen des e ügba en Einkommens e echne en We e36 we den in Gleichung (19) eingese z . Welche We e ü a und B gewähl we den, is dabei ohne Belang, denn nu das Ve häl nis de G enznu zen (de e schiedenen Einkommen) wi d im olgenden benö ig . IV. Zwangsweise s. eiwillige Um e eilung: E gebnisse de Empi ie Es sind zunächs zwei F agen, die nähe in e essie en sollen. Einmal die F age, welche Annahmen übe den Ve lau de G enznu zen unk- ionen e o de lich sind, um die e schiedenen Hypo hesen zu zwangs- weisen Um e eilung ,empi isch bes ä ig ' zu e hal en. Gleichzei ig soll danach ge o sch we den, ob sich aus dem Ve gleich de jeweils benö ig- en Annahmen wenigs ens übe die Rich ung de budge ä en Um e - eilung s ä ke undie e Aussagen gewinnen lassen. Sodann soll übe p ü we den, welche E klä ungsk a dem Ansa z de eiwilligen Um e eilung zugesp ochen we den kann. Konk e : In- wiewei läß sich eine Um e eilung zuguns en de Ä ms en z. B. au al uismusinduzie e Beschlüsse zu ück üh en? Daß Al uismus ge ade au Gemeindeebene on g öße e Bedeu ung sei, wi d insbesonde e in de angelsächsischen Li e a u he o gehoben (Tiebou und Hous on, 1962, S. 416; Hochman und Rodge s, 1973), und zwa nich sel en mi dem Hinweis, als nähe es Un e suchungs eld wü den sich die Gemein- den solche Lände wie de Schweiz besonde s eignen. 36 Hie bei wi d ü s ein We ebe eich on Null bis (einschließlich) Zwei zug unde geleg . Die einzelnen Rechenschni e e olgen in Abs änden on 0,1. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 348 We ne W. Pomme ehne Cd co Ci îl © § I* O) SS« « g S V 'O ¡I il « - M 22 i •a § -a I si •«•s a.s i <u Sä »S «g « Ë ¿i > « M S3 « « i <M â« s « "S Ig « £ S* 5 «î •S » «S a ^ A » I 8 » ? CA Uc i i 'S A S ^ O 0) S e O Ci O Od O Od CO CO 00 CO o o> O CT5 O O) Od CM CM CO O 05 S od Od in co CM CSI o Od O Od O Od 1-H TÍH CM CM I g 05 Od O Od l> O 1-1 CM O Od O Od O Od CO CD H i—I I O Od O Od o Od Od CM ì <=> ¡5 05 i £ Ö Ö w 'S u s a o CO —! 03 £ £ ® S .8 Od • . . CM in m • . . TP . . CO 1-1 in • • • Od m m CM 00 Od Od > CM 00 c-o in CO -CM co CO CO i-i CM I I I CD C-CM 00 00 O I I I CM I IO H TF CO CM CM I I CO o m co CM m I I I I in co I o co Osi CM O CO 00 Od CM CM in m CM m m oo CO o CM m od C0 00 1-1 CO TP CM m in in oo CM co Tí« CM co I I £ 2 in in o CM I I m oo > CM I CM CD C<1 Od CM © o o m o co o o CM 0) N Ö 0 •s 0> H 01 Î o 3 •o CO a <L> S Q 03 c C o .O 2 m il) I 1 » I i < > Sä « öS OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge a e Um e eilung in de Demok a ie 349 Wie ein Blick in Tabelle 2 e deu lich , e geben sich ü die e schie- denen Rich ungen und das Ausmaß de zwangsweisen Um e eilung olgende Bedingungen37: (i) Um die Downs-F ey Hypo hese (de Um e eilung on Reich zu A m) bes ä ig zu e hal en, is ein kons an e ode nu leich ab- nehmende G enznu zen e o de lich, wobei die G enznu zenelas i- zi ä bei einem We on unge äh 0,5 ih en ,k i ischen' We e - eich . (ii) Geh e nämlich übe 0,5 hinaus, so geh die Bes ä igung diese Hy- po hese in die Bes ä igung de S igle -Tullock Hypo hese übe , d. h. die Angehö igen de mi le en Einkommensklasse s ellen die Haup - begüns ig en da . (iii) Soll die Hypo hese de Neuen Linken (de Um e eilung on A m und Mi e zu Reich) bes ä ig we den, so is schließlich ein e on übe 1,5 e o de lich. Fü ausgewähl e We e on e (s = 0,1, 2) sind diese Fälle in Figu 2 ü das Ausmaß de ela i en Um e eilung ( ela i zum Einkommen o S eue und T ans e ) e deu lich . Konsis en mi obigen Aus üh ungen zum poli ischen P ozeß sind die E gebnisse bei einem e zwischen Null und unge äh 1,5, denn die be- güns ig en Haushal e bilden a sächlich auch die Meh hei un e den s immbe ech ig en Gemeindegliede n38, wäh end bei einem E g öße 1,5 de K eis de Begüns ig en — mi zunehmendem e imme s ä ke — in die Minde hei ge ä . Soll die Hypo hese de ,Um e eilung nach oben' bes ä ig we den, so implizie dies m. a. W., eine seh kleine Minde - hei (bei einem e on 2 lediglich 11 °/o) könne sich zu Las en eine b ei en Meh hei besse s ellen. 37 Tabelle 2 gib die agg egie en iVe oum e eilungse ek e de Gemein- de inanzhaushal e wiede . Um die B u oum e eilungse ek e au g und de Be ei s ellung ö en liche Gü e zu e mi eln, is die S eue las hinzuzu- ügen und de Gegenwe de spezi ischen Gemeindeleis ungen abzuziehen. Die wei e e Be ach ung o ien ie sich haup sächlich an de absolu en und nu am Rande an de ela i en Um e eilung ( ela i zum Einkommen aus dem Ma k geschehen), da le z e e leich einen alschen Eind uck e mi eln kann: Es is beispielsweise möglich, daß die Ä ms en au g und ih es nied i- gen Einkommens — ela i gesehen — am s ä ks en gewinnen, die Spanne zu den Einkommen z. B. de mi le en Einkommensklasse — absolu be ach- e — gleichwohl g öße wi d. 38 Z. B. we den bei einem s on Null und 74 % de baselbie e Haushal e zu Las en de es lichen 26 % besse ges ell . In zahl eichen bishe du chge- üh en Un e suchungen is dies nich de Fall. So bilden den Resul a en on Ca e (1955, S. 68 .) zu olge die begüns ig en Haushal e lediglich eine knappe Meh hei . Gillespies E gebnisse (1965, S. 162) se zen soga o aus, daß sich die und 70 % eichs en on den 30 % ä ms en S immbü ge n ausbeu en lassen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 350 We ne W. Pomme ehne Ein solches E gebnis, so könn e man o b ingen, is in de Reali ä nich öllig auszuschließen. F aglich wi d diese Hypo hese abe auch inso e n, als ih e Bes ä igung seh hohe We e on e e o de , We e, die au empi ischem Wege bislang nich e mi el wu den: Die Resul a e alle uns bekann en Ve suche, die G enznu zenelas izi ä (des p i a en Einkommens) zu schä zen, gelangen zu einem e im Be eich on 0,5 bis 1,589. 39 Wobei die g oße Meh hei on Un e suchungen zu einem 1 < s < 1,5 komm . Um nu au einige Schä z e suche hinzuweisen, gl. Me a (1969); Fellne (1967); Sa o (1972); Powell, Hoa und Wilson (1968) und mi zahl eichen wei e üh enden Hinweisen Simon (1974). Es b auch kaum nähe ausge üh zu we den, daß jede diese Schä zungen p oblema isch is . Dahe wi d hie auch nich mi Resul a en einzelne S udien »a gumen ie 4, sonde n anhand des mu maßlichen Be eichs ü s, de sich aus den e schiedenen Un e - suchungen (bei seh un e schiedliche Vo gehensweise) he ausgebilde ha . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 357 klä we den kann, wie sich umgekeh die Um e eilung übe ö en - liche Gü e nich allein mi dem Ansa z de eiwilligen Um e eilung plausibel beg ünden läß . V. Modi ika ionen und E wei e ungen Die bishe ige Analyse kann in e schiedene Hinsich e wei e und modi izie we den: (i) Es kann sukzessi e de kan onale Finanzhaushal und de egionale An eil des Bundeshaushal s einbezogen we den, um beispielsweise obige Hypo hese zu übe p ü en, daß eine s ä ke e Um e eilung zuguns en de un e en Einkommensschich en au g und de nied i- gen Wande ungskos en e s au Bundesebene e olgen we de. (ii) Es lassen sich den gleichen Da en jene Inzidenzannahmen zug unde legen, die in den bishe igen Un e suchungen häu ig e wende wu - den. Dami e geben sich nähe e Hinweise, welche Nu zen unk ions- e läu e in den adi ionellen Inzidenzs udien implizi e wende wu den; dies wiede um e möglich eine Einschä zung de bishe e ziel en Resul a e50. (iii) Es kann beispielsweise abe auch un e such we den, in welche Weise sich Ausmaß und Rich ung de budge ä en Um e eilung ände n, angenommen, es we de zwischen den Ausgaben ü ö en - liche Gü e und jenen ü spezi ische Leis ungen subs i uie . Dies e möglich eine Übe p ü ung de häu ig o geb ach en Ansich (so z. B. Moli o 1973), daß eine Um e eilung übe ö en liche Gü e wenige wi ksam sei als eine Um e eilung übe spezi ische Lei- s ungen. Wie sich bei Einbezug zunächs des kan onalen Finanzhaushal s zeig e51, schein die un e (i) angesp ochene Hypo hese nich bes ä ig zu we den, denn die Si ua ion de sechs un e s en Einkommensklassen wi d be ei s s a k e besse . Alle dings zeig e sich wiede , daß die Angehö igen de mi le en Einkommensschich en hie on am s ä ks en p o i ie en und zwa mi g öße e Wah scheinlichkei als zu o , denn ü die beiden „k i ischen" We e on E e geben sich nunmeh 0,3 und 1,8. Dieses Bild ände sich wiede , wenn zusä zlich de egionalen In- 50 Denn eine di ek e Übe p ü ung anhand eines Ve gleichs unse e E geb- nisse mi denjenigen de Un e suchung ü einzelne ame ikanische S aa en — z.B. B ownlee (1960) ü Minneso a, Eapen und Eapen (1973) ü Connec i- cu — is aus e schiedenen, g oß eils be ei s aus me hodischen G ünden nich möglich. 51 Au eine aus üh liche Da s ellung de einzelnen Resul a e wi d aus Raumg ünden e zich e ; eine de aillie e Wiede gabe (anhand e schiedene Tabellen) kann au An age beim Au o bezogen we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 358 We ne W. Pomme ehne zidenz des Bundeshaushal s Rechnung ge agen wi d52. Die beiden un- e s en Einkommensklassen we den wei e hin besse ges ell , wäh end sich die Lage de mi le en und obe en Einkommensschich en e - schlech e . Dieses E gebnis kann au e schiedene Weise ,e klä 4 we - den: Zunächs dami , daß de Kan on Baselland wei meh an Bundes- s eue n au b ing , als ihm an Ausgaben ü Leis ungen des Bundes zu- ließ . Zu pe sonellen i m. a. W. die egionale Um e eilung hinzu. Die Angehö igen de beiden un e s en Einkommensklassen we den hie on jedoch nich nu ausgenommen, sonde n wei e besse ges ell , und dies sp ich zuguns en obige Hypo hese53. Zu Klä ung de zwei en F age (ii) gehen wi — un e un e ände - en Annahmen hinsich lich de Inzidenz de ö en lichen Einnahmen — on eine Reihe in den bishe igen Um e eilungss udien häu ig e wen- de en Annahmen übe die Inzidenz de ö en lichen Ausgaben aus: Von den spezi ischen Leis ungen wi d angenommen, sie e u sach en keine ex e nen E ek e im Konsum. Die Zuo dnung de Ausgaben ü ö en - liche Gü e (jeweils p o ep äsen a i em Haushal und Einkommens- klasse) e olg (a) nach de Anzahl de p i a en Haushal e, (b) nach de Pe sonenzahl, (c) nach den Konsumausgaben (Gesam konsum p o Haus- hal ), (d) nach dem e ügba en Haushal seinkommen und (e) nach dem Fak o einkommen de Haushal e54. Wie aus den en sp echenden Be echnungen he o geh , e weisen sich die den adi ionellen Um e eilungss udien zug unde liegenden Inzi- denzannahmen nich ge ade als plausibel, denn die E gebnisse alle hie du chge echne e Va ian en implizie en seh nied ige We e ü die G enznu zenelas izi ä . Es schein , als ob in den bishe igen Un e su- chungen ela i ,um e eilungs eundliche' Zu eilungsannahmen gese z wu den55. Diese Folge ung läß sich alle dings en gegenhal en, die on uns e - mi el en E gebnisse wü den in en scheidende Weise dadu ch beein- luß , nach welchen K i e ien den spezi ischen s aa lichen Leis ungen 52 Fü die Zuo dnung de kan onalen und Bundess eue n sowie de spezi- ischen Leis ungen beide Ebenen wi d on den g undsä zlich gleichen Inzi- denzannahmen ausgegangen wie bishe . Die au den e schiedenen öde a- i en Ebenen un e schiedlichen S eue eig enzen sind selbs edend be ück- sich ig wo den. 53 Vgl. auch Oa es (1968) mi ganz ähnliche A gumen a ion ü die Ve - einig en S aa en und Dodge (1975) ü Kanada. 54 Zum Nachweis, daß es sich bei den hie e wende en Zuo dnungsschlüs- seln und ih e Kombina ion um die übliche weise e wende en Inzidenz- annahmen handel , gl. Musg a e und Musg a e (1973, S. 372 .) und ähn- liche A bei en, insbesonde e die Zusammens ellung de Inzidenzannahmen in e schiedenen äl e en A bei en in de Tax Founda ion S udie (1967, Anhang D) sowie bei Eisne (1956, S. 51 .). 55 Inwiewei diese Aussage ü die gesam e Schweiz zu i , konn e (u. a. mangels s a is ische Un e lagen) nich e mi el we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 359 ex e ne E ek e zugeo dne we den. Diese Zu echnung is wei gehend a bi ä . Bei eine ande en Zu echnung könn en sich dahe — auch bei unse e Vo gehens weise — solche E gebnisse eins ellen, die jenen bei Ve wendung adi ionelle Inzidenzannahmen ehe en sp echen. Um diesem Einwand Rechnung zu agen, zugleich um zu e deu - lichen, wie sich das Ausmaß de Um e eilung bei eine Subs i u ion zwischen beiden Ausgabena en e ände (iii), wi d im olgenden da on ausgegangen, die spezi ischen Leis ungen besäßen keine ex e nen E ek e, d. h. jene An eil an den Ausgaben ü spezi ische Leis ungen, de bis- lang den Ausgaben ü eine ö en liche Gü e zuge echne wu de, be- age Null. De obige Einwand, dies zeig e de Ve gleich de e schiedenen Be- echnungen, schein sich nich au ech e hal en zu lassen: Sollen die E gebnisse bei adi ionellen Vo gehensweisen s ä ke plausibel we - den, so se z dies o aus, daß sich die Si ua ion de un e en Einkom- mensklasse übe den gesam en Be eich on e s a k e besse . Dies wa nich de Fall. Die Ne oum e eilungse ek e zuguns en de Ä m- s en bleiben en wede gleich ode nehmen soga ab. Dieses Resul a sp ich in e heblichem Maße zuguns en de These, daß eine Um e eilung übe spezi ische Leis ungen (inklusi e T ans e s) jene übe ö en liche Gü e o zuziehen is 56. Es sp ich wei e hin ü die Ve mu ung, daß die budge ä e Um e eilung zwa in de Tendenz on Reich und A m e läu , daß jedoch nich e wa die Ä ms en, son- de n, wie on S igle und Tullock o ausgesag , die Angehö igen de mi le en Einkommensklassen die Haup gewinne da s ellen. Es is schwie ig zu sagen, inwiewei sich unse e Resul a e bei besse e In o ma ion und de me hodischen Ve eine ung des da geleg en An- sa zes57, bei Locke ung einzelne Annahmen58 sowie bei Be ücksich i- 56 Denn um die Ä ms en besse zu s ellen, is un e den gegenwä igen Be- dingungen in Baselland ehe das Angebo an spezi ischen Leis ungen als das an ö en lichen Gü e n auszuwei en. 57 Hie zu zählen eine s ä ke adäqua e Behandlung de s aa lichen In e- s i ionen, eine heo e isch undie e Abg enzung de spezi ischen Leis ungen on den ö en lichen Gü e n, abe beispielsweise auch besse e Kenn nis übe die S eue inzidenz und die Inzidenz on Sub en ionen und Sozial ans e s. Diese und ähnliche P obleme sind au empi ische Ebene noch wei gehend ungelös . E s e heo e ische Abhandlungen inden sich bei F ey (1974), Henke (1975) und Peacock (1974). 58 So z. B. de Annahme iden ische Nu zen unk ionen. Fü die eigen liche Be echnungsme hode e gib sich hie mi keine Ände ung. Alle dings i an die S elle des — hie inexis en en — F ee-Ride P oblems das ,Fo ced-Ride ' P oblem: Füh en beispielsweise die Ausgaben ü Landes e eidigung bei einzelnen Indi iduen be ei s zu nega i em G enznu zen und sind die be o - enen Pe sonen hie ü zu kompensie en, so wi d es ü diese lohnend, die Nu zeneinbuße möglichs zu übe eiben. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 360 We ne W. Pomme ehne gung de Haushal e alle Kan one und des Bundes59 au ech e hal en lassen. Eine Um e eilung zu Mi e hin e schein abe auch dann nich ausgeschlossen. Jünge e Un e suchungen ü die Ve einig en S aa en (Goldbe g, Pilg im und Flanagan 1974; Mai al 1973), die eine ganz ähn- liche öde a i e S uk u au weisen wie die Schweiz, kommen jeden- alls zu E gebnissen, die unse en wei gehend en sp echen. Zusammen assung Die A bei soll einen Bei ag zu Theo ie und Messung de budge ä en Um e eilung in de Demok a ie leis en. Die Um e eilung wi d als E gebnis zum einen al uis ische u. ä. Mo i e, zum ande en poli ische En scheidungen in e p e ie . Ausgehend on einem ein achen Modell de di ek en Demo- k a ie — welche ü die Schweize Gemeinden ypisch is — wi d da geleg , wie die zwangsweise Um e eilung (übe den Abs immungsp ozeß) gemessen we den kann. Die empi ischen E gebnisse sind übe aschend, denn nich e wa die Ä ms en, wie bishe e mi el , sonde n die Angehö igen de mi le en Einkommensklassen we den am s ä ks en besse ges ell . Wei e e empi ische Tes s zeigen, daß al uis ische Mo i e, die häu ig als eibende Elemen e eine eiwilligen Um e eilung angesehen we den, e gleichsweise unbedeu end sind. Summa y This pape demons a es how he dis ibu ional impac o he supply o public goods can be quan i ied. Fi s , some hypo heses a e de eloped based on he heo y o olun a y edis ibu ion as well as coe ced edis ibu ion ( ia majo i y ule). Then, a simple model o di ec democ acy ( ypical o Swiss communi ies) is discussed. By his app oach, he dis ibu ional impac o public goods can be measu ed. Con a y o he p e ailing opinions, he bulk o he edis ibu ion does no low om he ich o he poo bu a he o he middle income class. Fu he empi ical es s show a mino impo ance o al uism o explaining budge a y edis ibu ion. Li e a u Aa on, H. J. und M. C. McGui e (1970), Public Goods and Income Dis ibu- ion, Econome ica 38 (1970), S. 907 - 920 Ba an, P. A. und P. M. Sweezy (1966), Monopoly Capi al, New Yo k 1966 Black, D. (1958), The Theo y o Commi ees and Elec ions, Camb idge (Mass.), 1958 Bobe, B. (1975), Budge de l'E ai e Rédis ibu ion des Re enus, Re ue Econo- mique 26 (1975), S. 1 - 35 Booms, B. H. und J. R. Halldo son (1973), The Poli ics o Redis ibu ion: A Re o mula ion, Ame ican Poli ical Science Re iew 67 (1973), S. 924 - 933 59 Wobei mindes ens ü die En scheidungen au Bundesebene ein Modell zug unde zu legen is , das den g oß eils au bü ok a ischem Weg ge aß en Beschlüssen Rechnung äg . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.4.327 | Gene a ed on 2023-04-04 11:51:41 Budge ä e Um e eilung in de Demok a ie 361 Bo che ding, T. E. und R. T. Deacon (1972), The Demand o he Se ices o Non-Fede al Go e nmen s, Ame ican Economic Re iew 62 (1972), S. 891 bis 901 Boulding, K. E. (1962), No es on a Theo y o Philan h opy, in: F. G. Dickin- son (H sg.), Philan h opy and Public Policy, New Yo k 1962, S. 57 - 72 B ennan, G. (1975), "Pa e o-Op imal Redis ibu ion": A Pe spec i e, Finanz- a chi 33 (1975), S. 237 - 271 B ownlee, O. M. 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