Un e gänge de Ve suchss a ion. Konse a i e
Zukun s omane de ‚F ühen Mode ne‘
Jö g K appmann– Palacký ‑Uni e si ä Olomouc
ABSTRACT
Down alls o he Expe imen al S a ion. Conse a i e Fu u e No els o ‘Ea ly Mo‑
de nism’
The a icle ocuses on he genesis o he Aus ian u u e no el (Zukun s oman) a ound
1900 on he basis o h ee na a i e ex s. Con a y o ypological o o he p e ‑s uc u ing
app oaches, he di e en possibili ies o ex apola ing he con empo a y s a e o know‑
ledge a e shown in indi idual ex analyses. Al hough all h ee ex s, whose au ho s
(Vinzenz Chia acci, O o on Leixne , Sigmund Wilheim) a e poli ically assigned o he
conse a i e spec um, can (also) be ead as doomsday scena ios, he p ojec ed u u es
di e om ( o ced) accep ance o dys opian wo ld des uc ion, hus laying he ounda ion
o he gen e ‑dynamic p ocesses o his gen e in he pe iod a e 1918.
KEYWORDS
Zukun s oman; Science Fic ion; Aus ian Mode nism; Vinzenz Chia acci; O o on Leix‑
ne ; Sigmund Wilheim
De Ru de deu schsp achigen Science ‑Fic ion ‑Li e a u , die bis in die 1950e Jah e
noch un e de Ga ungsbezeichnung ‚Zukun s oman‘ i mie e, ha sich inne halb
de li e a u wissenscha lichen Ge manis ik in den le z en Jah en schlaga ig e ‑
besse . Das lieg zum einen an eine s ä ke en Aus ich ung an populä kul u ellen
Phänomenen, die zum ande en wiede um dazu an eg e, li e a ische Beschä igungen
mi de Zukun nich meh als eine Phan asien im Reich de Spekula ion abzu un,
sonde n die in den Tex en na a i da gebo enen Möglichkei en und Al e na i en als
Konjek u en anzue kennen (nu äuße s exempla isch sei e wiesen au Hahnemann
2010; Leuch 2016; Voßkamp 2018; Esselbo n 2019). Doch die lange Ve nachlässigung
des Gen es Zukun s oman/Science Fic ion und seine Ve o ung in den axiologischen
Tie en des Mains eams wi noch seine Scha en: „Die meis en Zukun s omane
scheinen on ehe na ional und konse a i denkenden Au o en zu s ammen […],
die mode ne echnok a ische Vo s ellungen mi eak ionä en poli ischen und sozia‑
len Vo s ellungen e banden. Li e a u geschich lich sind sie kaum beach enswe “
(Kiesel 2017: 580).
De a igen Pauschalisie ungen soll hie du ch die Vo s ellung on d ei Zukun s‑
ex en begegne we den, die a sächlich dem konse a i en Spek um en s ammen
und au die Mode nisie ungs endenzen im ausgehenden 19. Jah hunde , dem Zei al e
de Na u wissenscha en, eagie en. Alle d ei Tex e können als Un e gangsszena ien
gelesen we den, di e ie en abe in ih e Hal ung gegenübe echnischen, wissen‑
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scha lichen ode gesellscha lichen Inno a ionen: Von Akzep anz un e meidba e
Kolla e alschäden des Mode nisie ungsp ozesses bis zum dys opischen Un e gang des
Abendlands. Sie bilden gewisse maßen das P equel zu eine Se ie on Zukun s oma‑
nen de Zwischenk iegszei , die Gegens and eines lau enden Fo schungsp ojek zu
ös e eichischen Li e a u und de Li e a u de Böhmischen Lände de Zwischen‑
k iegszei is .1 Können sich die Analysen in dem Zei aum on 1919–1939 (mi dem
Nachläu e De S e n de Ungebo enen on F anz We el 1945) au ein Ko pus on knapp
80 einschlägigen Tex en be u en, is die Un e suchungsbasis de Zukun sli e a u
o dem E s en Wel k ieg noch ech ge ing. Dazu e ass en die ös e eichischen
Au o en meis nu einen ode wenige einschlägige Tex e, wäh end die Rep äsen an‑
en de ühen Science Fic ion in Deu schland (Ku d Lasswi z, Paul Schee ba , Ca l
G une ) äuße s p oduk i wa en. T o zdem bilden die im Folgenden o ges ell en
li e a ischen Zukun s o s ellungen aus dem ös e eichischen Kul u aum den A chi‑
ex ü die dynamische Ausdi e enzie ung de Ga ung Zukun s oman, die ku z nach
dem Ende des E s en Wel k iegs und dem Un e gang de Habsbu ge Mona chie ein‑
se z e. (Oska Baum: Die Tü ins Unmögliche; Max B od: Das g oße Wagnis; Ka l Figdo :
Die He in de Wel ; Hans Flesch ‑B uningen: Bal hasa Tipho; alle 1919).
1. SIGMUND WILHEIM: WIENER WANDELBILDER
Als Nullpunk im Koo dina ensys em sollen die Wiene Wandelbilde gese z we den,
so de Ti el eines 1912 pos um he ausgegebenen Bandes, de eine Auswahl aus den
publizis ischen Tex en des Wiene Jou nalis en Sigmund Wilheim e s mals in Buch‑
o m p äsen ie e (Wilhelm 1912). Gegliede is die An hologie in d ei Abschni e,
on denen sich die e s en beiden au Reminiszenzen an ehemalige Pe sönlichkei en
(Menschen und Leu e) und e gangene O e (S ä en und Dinge) des Wiene S ad lebens
konzen ie en. Abgeschlossen wi d de Band on neun Zukun s ‑Phan asien, die,
isolie be ach e , den Eind uck ha mlos ‑humo is ische Spiele eien ba „jedes
isionä en Pa hos“ e wecken (Inne ho e 1996: 156). Fü Roland Inne ho e , de nach
kons i u i en Me kmalen de ühen Science Fic ion Li e a u im deu schsp achigen
Raum ahnde , sind die a ia ischen Phan asien Wilheims lediglich „Sku ili ä en und
bü ok a ische Eulenspiegeleien“ (Inne ho e 1996: 156), die au dem b ei en Feld de
Rezep ion in e na ionale G ößen de Science Fic ion wie Jules Ve ne ode H.G. Wells
als ös e eichische Fa b up e on In e esse sein können. Alle dings äll ihm be ei s
die Unau ge eg hei und Kons anz de Wiene Bü ge au , die on de echnisie en
Zukun kaum e schü e wi d. Abe e s die Ve bindung mi den nich ‑u opischen
Tex en de Sammlung ö ne den Blick au das komplexe Zusammenspiel on Be‑
wah ung und Fo sch i , das dem Jou nalis en Wilheim auch die Zus immung des
no o ischen P essek i ike s Ka l K aus ein ug (K aus 1911: 47–49; K aus 1913: 11–17).
Un e de Gen ebezeichnung „Wiene Skizze“ e eu en sich om Ende des 19.
Jah hunde s bis zum E s en Wel k ieg nos algische Be ach ungen des Biede meie ‑
lichen Wien o de S ad e wei e ung g oße Belieb hei (e wa Chia acci 1893 u. 1914;
1 Diese Bei ag en s and im Rahmen des P ojek s Unknown Wo lds– O he Socie ies– New People. T ans‑
cul u al P ocesses in Aus ian Fu u e Fic ion o he In e ‑Wa ‑Pe iod, das on de G an o á Agen u a de
Tschechischen Republik (GAČR, Regis e numme 20‑029865) ge ö de wi d.
95JÖRG KRAPPMANN
Pö zl 1890 u. 1901). Un e gegangen is hie die Wel de Wiene Vo s äd e mi ih en
Eigenhei en und s illen Plä zen, die den ausschwei enden Raumkons uk ionen wie
de Rings aße und den echnischen Wei e en wicklungen im S ad e keh weichen
muss en (Haide 2013: 166–181). Nu e was d as ische , abe du chaus ep äsen a i
ü diese Fo m on Fo sch i sk i ik o mulie e Edua d Pö zl: „Das mi de sogenann‑
en „Mode ne“ beginn eine Volksk ankhei zu we den, die ih e Op e eihenweise
niede mäh “ (Pö zl 1901: 48). Es is diese Sch i hin zu eine allgemeinen K i ik an de
„Mode ne“, den Wilheim nich mi geh . Auch in seinen Tex en zei ig die a ancie ende
U bani ä unangenehme Folgen, zugleich we den abe die Vo eile ane kann . De De‑
molie ung eines e inne ungsgesä ig en Redak ionsgebäudes we den die echnischen
Möglichkei en des Neubaus gegenübe ges ell , die Au gabe des adi ions eichen
In alidenhauses zu Guns en eines neuen Heims mi e besse en hygienischen und
medizinischen Bedingungen ane kann , das mode ne Pos wesen gegen Res au a ions‑
endenzen e eidig . Wilheims Nos algie is gee de und e söhn mi de zei genös‑
sischen Reali ä . Da abe die „Ve d ei achung de Be ölke ung Wiens inne halb eine
Gene a ion“ (Csáky 2010: 133) no ged ungen zu Ve ände ungen und E wei e ungen
üh , bewah Wilheim in seinen E inne ungs ex en Gebäude, O e, Pe sonen und
Ri uale wie Bilde in einem Fo oalbum au . Die Besch i ungs ex e sind emo ional und
o la moyan , abe s e s au das Einzelbild bezogen. Au skalie ende ode in en ional
we ende Me akommen a e zwischen den Bilde n e zich e Wilheim.
In den Zukun sphan asien wi d dieses Ve ah en ein ach o gese z – Kleine Wie‑
ne Zukun sbilde lau e de Ti el de e s en Phan asie– und so en s eh de Eind uck
eines zwa nich b uch‑, abe nahezu eibungslosen Vo ansch ei ens de Zei läu e.
Tex uell gewäh leis e wi d diese ‚Ha monie‘ sowohl in den E inne ungsskizzen wie
in den Zukun sbilde n du ch die Ausblendung soziopoli ische P oblem elde , die
den Rahmen lokale Disku se übe sch ei en. So inde u.a. die „hyb ide Poly onie de
S ad “ (Csáky 2010: 203), de en asan e be ölke ungs echnische Au s ieg sich zu
wei en Teilen aus Zuwande e n aus den slawischen Regionen ode Unga n speis e,
in den Tex en Wilheims keinen Ausd uck. Gezeichne wi d ein homogenes u banes
Milieu, das so um 1900 nich de Reali ä en sp ach. Diesem Kons uk is zwa eine
Ma ginalisie ung on Minde hei en anzulas en, abe du ch den bewuss en Ve zich
wi d auch de Ge ah ka ikie ende Ve zeichnungen kul u elle Eigenhei en en ‑
gegengewi k , die in de Wiene Skizze du chaus zum ‚humo is ischen‘ Repe oi e
gehö en. Da die e zähl e (klein‑)bü ge liche Wel wede on sozialen Ve we ungen
noch on übe egionalen poli ischen P ozessen angie wi d, und auch de echni‑
sche Fo sch i keine Bed ohung im Sinne eine konse a i en Kul u k i ik da s ell
(Wengen o h 2015: 288–290), e eich Wilheim ein Bild des Menschen, das on Kons‑
anz, abe auch S abili ä gep äg is . Aus de Gegenwa spe spek i e des ühen 20.
Jah hunde s he aus kons a ie en die jou nalis ischen und ik i en E zählins anzen,
dass das Ve hal en de Menschen in Ve gangenhei (Vo ün zig Jah en) und Zukun
(Wien im Jah e 1950) un e ände geblieben is und bleiben wi d.
De besonde e Zug in den e ospek i en Zukun sphan asien wi d noch deu liche
im Ve gleich mi den G undkonzep en u opischen Sch eibens: Pe ek ion und Pe ek‑
ionie ung (Voßkamp 2018: 135–147). Die Kons anz de Ve häl nisse in den E inne ungs‑
und Zukun s ex en Wilheims schließ eine sei s jede Tendenz zu Ve ollkommnung
aus, die sei de Au klä ung das u opische Denken bes imm e und zu En s ehungs‑
96 BRÜCKEN 29/1
zei de Tex e ge ade in de exp essionis ischen Suche nach dem Neuen Menschen
besonde s hoch im Ku s s and. Ande e sei s e hinde die K i ik an den eben auch
kons an en menschlichen Schwächen (u.a. Sozialneid, Egoismus, Bes echlichkei
ode übe iebene O dnungszwang) die jeweils besch iebene Gesellscha s o ma‑
ion als S adium de Vollkommenhei au zu assen. Obwohl neben den ange üh en
Cha ak e is ika auch die enge Bindung de Tex e an das Wiene Lokalkolo i au eine
Raumu opie deu en wü de, g ünde Wilheims Wel bild nich au de S a ik de (end‑
gül igen) Pe ek ion wie die ühen pa adigma ischen Tex e de Ga ung (U opia; Insel
Felsenbu g). Das sugge ie be ei s de Ti el du ch den Ve weis au die Bühnen echnik
des Wandelbildes, das d ama u gisch ein Übe glei en de Figu en in ande e Zei en
und Räume e möglich e.2 Diese kon inuie liche und deswegen san e Übe gang on
de Biede meie zei in die Mode ne de Jah hunde wende, dessen Fo sch ei en auch
ü die wei e e Zukun p ognos izie wi d, is unk ional gegen au kommende Zu‑
kun sängs e ge ich e . Zukun sangs wa ein Beglei phänomen des ideengeschich lich
iden i izie ba en Höhepunk es de Zukun so ien ie ung am Ende des 19. Jah hunde s,
wu de abe noch nich als eigens ändiges K ankhei sbild ane kann .3 Meis üh en
ih e Symp ome zu Diagnose eine Neu as henie, die au g und ih e Unbes imm hei
und Di usi ä zu K ankhei de Mode ne we den konn e (Be geng uen/Mülle ‑Wille/
P oss 2010). Wäh end die Neu as henie als „Ne enkuns “ u.a. on Sei en He mann
Bah s und de Wiene Mode ne als Ausd uck eines besonde s sensiblen Wel zugangs
des Küns le s noch be ü wo e wu de (Bah 1987: 186–189), en wickel e die medizi‑
nische Psychologie zei gleich be ei s Ve ah en zu ih e Behandlung. In Bezug au
Wilheims kon inuie liches Fo sch i skonzep is hie o allem Sigmund F euds
Lei gedanke bedeu sam, die Angs neu ose als kla e um issenen Sonde all aus dem
b ei en Spek um zei genössische Neu as henien zu lösen (F eud 1895: 50–66). Neben
sachbezogenen und sozialen Ängs en ka ego isie F eud auch eine neu o ische Angs ,
bei de „die ängs liche E wa ung und die pessimis ische Zukun so ien ie ung als
Me kmale in den Vo de g und“ ge ück sind (Kaise 2020: 95). T o z diese zei lich
p og essi en Komponen e binde F eud abe die neu o ische Angs an ein auma‑
isches E lebnis in de Ve gangenhei . Die Angs o m bleib so he apeu isch assba ,
abe F eud un e schläg mi diese Kons uk ion auch das be äch liche Quan um on
angs bese z en Zukun s o s ellungen, da de en „ ei lo ie end[e]“ Inhal e sich dem
Zug i des behandelnden Neu ologen en ziehen (F eud 1895: 65).
Auch Wilheims zukun so ien ie e Bewäl igungss a egie is eng an die Ve gan‑
genhei gekoppel . Eine auma ische Au ladung wi d abe dadu ch un e bunden,
dass e die du ch den Fo sch i e u sach en Ve lus e als E inne ungen au speiche
und dadu ch in ein Modell on Kons anz und S abili ä in eg ie . Die s uk u elle
Akzep anz pe manen en Wandels wi d zu p ä en i en Maßnahme gegen Zukun s‑
ängs e. Dass ein so unau ge eg e Umgang mi den Fo sch i smechanismen de
Mode ne nich die Regel wa , soll nun anhand on d ei Zukun s ex en ös e eichi‑
sche Au o en illus ie we den, die sich un e dem Signum „Un e gangsszena ien“
e allgemeine n lassen.
2 Eine kommen ie e Au lis ung konk e e Inszenie ungen on Wandelbilde n in de Thea e geschich e
gib K anich (1929: 178 .).
3 Zu den Phasen des his o ischen Zukun s e s ändnisses siehe Hölsche (2016).
97JÖRG KRAPPMANN
2. MENSCHENGEMACHT?– UNTERGANGSSZENARIEN VON
CHIAVACCI UND LEIXNER
Mi He mann B och, de S ad wie S aa gen Jah hunde wende „imme ie e ins Un‑
e olu ionä e, ins Hedonis ische, ins Skep isch ‑F eundliche, F eundlich ‑Skep ische“
(B och 1986: 152) abd i en sah, können die (Bild‑)Tex e on Wilheim auch als A e‑
ak e eine museal gewo denen Mode ne gelesen we den. Doch als „ öhliche Apo‑
kalypse“ wu de diese Dynamik auch on denjenigen Zei genossen nich gesehen, die
wie Vinzenz Chia acci (1847–1916) in seinen euille onis ischen Wiene Gen ebilde n
das Museum e ich en hal en.4 Konk e e Auslöse ü den Wel un e gang in Chia ac‑
chis gleichnamige E zählung is ein Kome , de die E de aus ih e Umlau bahn zieh .
Abe die Menschhei be inde sich be ei s o dessen E scheinen am Abg und. Ein
allgemeines We üs en de S aa en s eue au einen Wel k ieg zu, de bishe nu aus
Fu ch o den innenpoli ischen Un uhen– eine Folge de du ch den mili ä ischen
Au wand e u sach en S eue las – noch nich eskalie e. Die d ohende Na u ka as‑
ophe e deck nun die gesellscha lichen wie (außen‑)poli ischen P obleme und
üh eine „Menschhei ohne Zukun “ zu eine sozial eligiösen Wel b üde scha
(Chia acci 1897: 22). „Es gab keinen Un e schied de S ände meh “ (Chia acci 1897: 55),
esümie Chia accis E zähle die Si ua ion und p ä o mulie dami pa adoxe weise
die Balkon ede WilhelmsII. zu allgemeinen Mobilmachung am 1. Augus 1914. Die
au keimende Ho nung de „langsamen, schubha en Apokalypse“ (Inne ho e 1996:
381) du ch echnische, landwi scha liche und ökonomische Gemeinscha sp ojek e
begegnen zu können, wi d jäh du ch die Kollision des Kome en mi dem Mond ze s ö ,
dessen au die E de s ü zende T ümme einen Tsunami im Indischen Ozean auslösen.
„Vo diese Sin lu “, die wel wei E dbeben und Vulkanausb üche e u sach , „gab es
keine Fluch , keine Re ung“ (Chia acci 1897: 66).
Au die Übe nahme gewisse Mo i e on Jules Ve ne und Ku d Lasswi z in de
E zählung wu de be ei s hingewiesen (Inne ho e 1996: 380 .), abe meh als diesen
Au o en de ühen Science ‑Fic ion ‑Li e a u geh es Chia acci um die Ve mi lung
na u wissenscha lichen Wissens und eine monis ischen Wel anschauung. In eine
ö en lichen Rede äg e wa ein Wissenscha le die zei genössischen Theo ien übe
die En s ehung de As e oiden, die Be echnung de Plane enbahnen nach Laplace
ode En e nungsbe echnungen anhand Ve ände ungen im S e nbild And omeda
o . Zu besse en Ve s ändlichkei bei den inne ‑ wie auße ex uellen Rezipien en is
de Vo ag mi An h opomo phisie ungen du chse z (Plane en = „Sonnenkinde “;
Kome = „Himmels agabund“), wie sie zei gleich auch Wilhelm Bölsches populä ‑
wissenscha lichen Sch i en zum E olg üh en.5 Die S ä ke eine konsequen en
4 De li e a u wissenscha lich kaum e ass e Chia acci gehö e zu Zei de Wiene Mode ne 1890–1914
zu den bes immenden Ak eu en des ös e eichischen Li e a u be iebs. Nach zahl eichen Bänden mi
Wiene Skizzen g ünde e e 1896 die illus ie e Wochenzei ung Wiene Bilde und e and bis heu e
ikonische Figu en des Wiene Jou nalismus wie den He n Adabei. Zudem inszenie e und be eu e e
We kausgaben on Johann Nes o , Ludwig Anzeng ube und Ka l Schönhe . E s spä und deswegen
nahezu wi kungslos e ass e e mi Aus de s illen Zei (1914) den Wiene Roman, de zu o meh ach
on ihm einge o de wu de (u.a. Bu ge 1890).
5 Diese sp achliche Va ian e se z e Bölsche e einzel be ei s in de En wicklungsgeschich e de Na u
(1894–1896) ein, s ilp ägend wi d sie jedoch e s in Das Liebesleben in de Na u , dessen e s e Band 1898,
also ku z nach Chia accis E zählung e ö en lich wu de.
98 BRÜCKEN 29/1
Umse zung na u wissenscha liche E kenn nisse zeig sich, als sich die E de au
ih e neuen S e nenbahn dem Ma s nähe , denn die Ma iane haben ih Gesell‑
scha ssys em be ei s en lang eine engen Ve sch änkung on Mak o‑ und Mik o‑
kosmos ausge ich e :
Du bis in allem, und alles is in di . Dein kleines Ich is nu ein T op en, de on de
Welle des Lebens ü ku ze Augenblicke empo geschleude wi d aus dem ewigen
Mee e des Seins. Nich länge daue diese T ennung, als de T op en b auch , um
wiede in den Ozean zu ückzu allen. So sind die Ma sbewohne mi ih em Go e
eins, und so sind sie mi ih en Nächs en eins. Ih E hos, ih Si engese z bau sich
au diese es en G undlage au : alles Lebende is ein einziges Wesen, und alle E ‑
scheinungen sind Teile dieses Wesens (Chia acci 1897: 79).
Die Ineinsse zung on Go und Na u in de ma ianischen Wel anschauung is oll‑
s ändig. Wäh end ein gemäßig e Pan heismus ein me aphysisches Wi ken Go es
auße halb des bekann en Uni e sums zumindes nich ausschließ , sind hie Go ,
Na u und dami auch alles menschliche Leben iden isch. Die gesellscha lichen, epis‑
emologischen und mo alischen E ungenscha en sind ausschließlich an die (Na u ‑)
Wissenscha en gebunden, denen somi die Be iedigung eligiöse und/ode psychi‑
sche Bedü nisse zukomm . Die Ma sgesellscha wi d zum geleb en Mus e beispiel
eines psychophysischen Monismus s ilisie , de sich on Gus a Theodo Fechne
he lei e und zu En s ehungszei des Tex es o allem on E ns Haeckel, Bölsche
und in s ä ke e Be onung de na u wissenscha lichen Komponen e on Wilhelm
Os wald e e en wu de (Fick 1993).6 De Ma s e kö pe e dadu ch das „Ideal, dem
alle E denbewohne in heiße Sehnsuch zuges eb “ (Chia acci 1897: 75). Dass die
Ma iane den Idealzus and e eichen konn en, lieg o allem an ih e Hinwendung
zu Technik und Wissenscha und de en unk ionalen Einsa z au soziopoli ische
Ebene. Diesen Weg e säum zu haben, belas e die Menschhei sgeschich e, is abe
nich kausal ü den Un e gang de Wel . U sache da ü is die Begegnung mi dem
Me eo , gleichsam die Kon ingenz des Uni e sums. Das bedeu e im Umkeh schluss,
dass ein Ausbleiben dieses E eignisses, die Chance au eine O ien ie ung an den– nun
bekann en– T ans o ma ionsp ozessen des Ma s e möglichen wü de. Da die apoka‑
lyp ische Vision sich am Ende de E zählung als „Fiebe pa oxysmus“ (Chia acchi 1897:
92) des Be ich e s a e s he auss ell , is die Gelegenhei in de Lesegegenwa nun
eal gegeben. Die ik ionale Bed ohung is ein didak ische T ick zu Du chse zung
eines Ve hal ens gemäß na u wissenscha lich ‑monis ischen P inzipien.
Wäh end in den Skizzen Wilheims die Zukun du ch die S a ik de an h opo‑
logischen Kons an en abgeb ems wi d, plädie Chia acchi ü eine en schiedene
Beschleunigung und Dynamisie ung des Fo sch i sp ojek es de Mode ne. Das ha
auch Auswi kungen au das Suje . Die S ad Wien, ehe noch nenn‑ denn e kennba ,
is bei Chia acci lediglich ein akul a i e Handlungso des Wel un e gangs. Das
globale Ausmaß de Ka as ophe wide s eb klein eilige en Di e enzie ungen. Das
6 Obwohl Haeckels Die Wel ä hsel. Gemein e s ändliche S udien übe Monis ische Philosophie e s 1899 e ‑
schienen, ha e e Vo s u en dazu be ei s in seine zahl eichen Vo äge ein ließen lassen. Übe einen
cha isma ischen Au i in Wien 1878 be ich e We ne Michle (2001: 38 .).
99JÖRG KRAPPMANN
Lokalkolo i , dass die s e s eisenden P o agonis en in Wilheims Zukun sphan a‑
sien zwischen Kobenzl und Hameau, on G inzing bis Rodaun umgib , ehl bei dem
nich wenige o sgebundenen Be ich e s a e in Chia accis E zählung. Wilheims
Zukun s ex e sind E ek e eine Ga ungsdynamik de Wiene Skizze, de Chia acci
als la moyan ‑nos algische und dadu ch e olg eiche e Beobach e Al ‑Wiene
Vo s ad lebens diese Inno a ion anscheinend nich zu au e.
Auch O o on Leixne (1847–1907) wa wie Chia acchi ein angesehene Ak eu
im Li e a u be ieb des ausgehenden 19. Jah hunde s.7 Als e 1887 die sa i ische
E zählung 2086 ode Das Wel al e de Gleichhei o leg e, wa e be ei s ie Jah e lang
Redak eu de ein luss eichen Deu schen Roman ‑Zei ung und ha e zwei meh bändi‑
ge Li e a u geschich en zu deu schen (Leixne 1879–1882) und zu eu opäischen
Li e a u (Leixne 1880–1882) e ass , sowie mi Unse Jah hunde (1880–1882) eine
um assende kul u geschich liche Zei diagnose. Die Geschich e de deu schen Li e a u
e leb e meh e e Au lagen, in denen– ande s als in de gleich angigen Geschich e de
deu schen Li e a u on Wilhelm Sche e , die mi dem Tod Goe hes ende – auch die
ak uellen zei genössischen Li e a u s ömungen behandel wu den.8 De Blick des
Li e a u k i ike s au die kul u ellen und gesellscha lichen Tendenzen des jungen
deu schen Na ionals aa s p äg auch Leixne s Vo s ellungen de Zukun am Ende
des 21. Jah hunde s.
P äpa ie du ch die on Jean Wicke sheime (1832–1896) Ende de 1870e Jah e
an de Cha i é en wickel e Konse ie ungslösung e wach de Ich ‑E zähle , de
mi Leixne zu iden i izie en is , im Jah e 2086 jus zu dem Zei punk , an dem de
le z e, inzwischen hunde jäh ige Ly ike als ge äh liches Subjek dem Schnell od
übe an wo e wi d. Das Un e s ändnis, das diesem dich enden Relik sowie seinen
li e a ischen Vo bilde n in de Zukun en gegenschläg , gib Leixne die Gelegenhei
zu Ve ballho nung de Au o engene a ion, de e nach an ängliche Fö de ung auch
in seinen jou nalis ischen Tex en zunehmend k i isch gegenübe s and: „Bleib adi,
Lindline (…), Sche hagen“ (Leixne 1887: 14). T o zdem deu e diese Umgang mi Li e‑
a u be ei s au den Wandel de gesellscha lichen Fo ma ion hin, die sich konsequen
einem ma e ialis isch ‑na u wissenscha lichen Wel bild un e geo dne ha . Nach
de G ündung „des Menschhei ss aa s im Jah e 2000“ (Leixne 1887: 31) wu den alle
B ücken in die Ve gangenhei ze schlagen: His o ische Zeugnisse a chi ek onische
ode ex uelle A sind e nich e , ideelle Rückg i e we den du ch medizinische
Maßnahmen bekämp . Diese üh en be ei s zu Ve ände ungen de Kö pe s uk u .
Wäh end das He z (als Si z une wünsch e Emo ionali ä ) um ein D i el e kleine
we den konn e, wu den du ch chi u gische Eing i e und medikamen öse Behand‑
lung (Ce eb in) de Kop um ang e wei e , was eine s ä ke e Ausdehnung des Gehi ns
bewi k und ausgleich .
9
Im Zuge de um änglichen Au oma isie ung des A bei s‑
7 Leixne wu de au Schloß Saa in Mäh en gebo en, wo sein Va e als Ve wal e de Gü e des F eihe en
on Die ichs ein ä ig wa . E s udie e ge manische Philologie zunächs in G az, spä e in München.
1874 ging e als Jou nalis nach Be lin und gal do als wich ige Fö de e de ös e eichischen Li e a u .
8 Ab de ach en Au lage wu de das P ojek nach dem Tode on Leixne on E ns F iedlände wei e ‑
ge üh und um das Kapi el „O o on Leixne und das Sch i um au si lich ‑ eligiöse G undlage in
den ach zige Jah en“ (Leixne 1910: 887–904) e wei e .
9 Die E zählung is dami ein ühe Beleg ü die Kon as ie ung on „Denken des Geis es“ und „Denken
des He zens“, die Leixne in seinen spä e en Apho ismensammlungen (Aus meinem Ze elkas en 1896;
De Weg zum Selbs 1906) modellha ausbauen wi d. Zum Gesam komplex diese Denk o m F iede‑
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p ozesses e inge sich auch sukzessi die kö pe liche Muskelk a . G undp inzip
des globalen Menschhei ss aa es is eine Fo m on Gleichhei , die au allen Ebenen
mi s aa liche Gewal du chgese z wi d:
De Einzelne is we los– e gil e was nu in de Gesam hei Alle . Einzelne, welche
selbs denken wollen, sind K ebsgeschwü e am Kö pe de Menschhei . Mi allen
übe eins immen, is Geis es eihei . Alle Kinde so zu bilden, daß sie als Vollbü ge
übe alles gleich denken, is das Ziel de Menschhei s ‑S aa s ‑E ziehung (Leixne
1887: 23).
Diesem Ziel dien auch die Ein üh ung eine wel wei en Einhei ssp ache („3580 Wö ‑
e “. Leixne 1887: 16), ein a chi ek onische und s äd ebauliche Funk ionalismus und
schließlich ein assenhygienisch mo i ie es Zeugungsp og amm: „Das S eben is
du ch geo dne e Mischung de S ämme die Einhei smenschhei zu e zeugen“ (Leixne
1887: 55), wobei de S aa in Fo p lanzungshäuse n die geo dne e gene ische Va ia ion
de Gesam popula ion übe wach . Die da aus he o gehenden Kinde we den nach
eine „ce eb omik oskopischen Un e suchung“ au s aa liche Fö de schulen e eil ,
die „allzu Schwächlichen“ abe im „I ma ‑T ollianum du ch Elek izi ä schme zlos
zu Tode be ö de “ (Leixne 1887: 9 .).10
De als Sa i e im Un e i el angekündig e Tex weis on Beginn an auch dys opi‑
sche Züge au , die sich im Lau e de E zählung e s ä ken. Einzig die hygienischen
Lebens‑ und o allem A bei sbedingungen e leb de homodiege ische E zähle als
a sächliche Ve besse ungen, en sp echen sie doch wei gehend den Fo de ungen
Leixne s zu Behebung de sozialen F age. Im Gesam komplex des Zukun ss aa es
ep äsen ie en sie abe auch die allgemeine S e ili ä des Lebens, de eduzie en
sozialen Kon ak e und des ökologischen Kahlschlags, de die Na u nu noch als mu‑
seales Relik bewah . Diese S e ili ä wi d auch in de Geschlech e age anges eb .
Nachdem be ei s die soziopoli ische Gleichs ellung umgese z wu de– ak uell s eh
eine Wel o si zende an de Spi ze de s aa lichen Hie a chie –, soll in einem wei e en
Sch i du ch küns liche Zeugungen das Endziel eine geschlech sneu alen humanen
Lebens o m e eich we den. Die sozialpoli ische Dynamik de zwei Jah hunde e
zwischen 1887 und 2086 wi d on Leixne nich explizi besch ieben. Anhand k i i‑
sche Kommen a e wi d abe e sich lich, dass es sich dabei um eine s eng linea e
En wicklung au Basis on ins i u ionellen Ano dnungen und Vo sch i en handeln
mann Spicke : He zdenken. Zu einem kons i u i en Lei mo i in de deu schen Apho is ik des 20.
Jah hunde s (Spicke 2003).
10 Bei de Benennung des Tö ungsins i u s nach I ma on T oll ‑Bo os yáni (1847–1912), de neben Rosa
May ede publizis isch ak i s en S ei e in ü F auen ech e in Ös e eich ‑Unga n zu Ende des 19. Jah ‑
hunde s, schein es sich um einen pe sönlichen (und eichlich geschmacklosen) Ang i zu handeln.
Leixne selbs a u.a. in sozialk i ischen Essays, die spä e gesammel e schienen (Leixne 1891), ü
Re o men im Be eich F auenbildung ein, die jedoch o z sozialpoli ische Fo de ungen le z lich au
die pädagogische Ausbildung zu eine eligiös gep äg en Gesinnungse hik abziel en. Seine zahl eichen
wei e en Publika ionen zu F auen age und seine disku sbes immende S ellung im Kul u be ieb
mach en ihn zwa „zu einem de , in den K eisen de F auen ech le innen, bes gehaß en Männe “
(S o ck 1897: 68). Leixne e zich e abe in diesen eils auch polemischen Ve ö en lichungen s e s
au die An üh ung konk e e Namen. Zu den eligiös ‑philosophischen G undlagen on Leixne auch
K appmann (2015: 103–124).
101JÖRG KRAPPMANN
muss e, nich um gesam gesellscha liche bzw. anskul u elle Aushandlungsp ozesse.
Die Akzep anz de He scha s o m in de Be ölke ung wi d du ch ein um ängliches
Kon oll‑ und E ziehungssys em übe wach , das e en uell on de S aa s äson ab‑
weichende indi iduelle Ansich en im Keim e s ick .
Wäh end in Wilheims Wandelbilde n und in Chia acchis Zukun s oman dem Voll‑
zug de gesellscha lichen T ans o ma ionen b ei e Raum gegeben wi d, p äsen ie
Leixne eine Zukun , die nahezu ih en (pe ek en) Endzus and e eich ha . Dadu ch
wi d das ü Zei u opien sei dem pa adigma ischen Tex on Me cie kons i u i e
Me kmal de Unabgeschlossenhei kaum meh bedien (Siebenp ei e 2020: 71–74).11
Typologisch gesehen is Leixne s E zählung ehe eine Reak ion a an la le e au
die im Zuge on Edwa d Bellamys Looking Backwa d, 2000–1887 (Bellamy 1888; e s e
Übe se zung ins Deu sche 1890) einse zenden Welle on Fo sch i su opien, die die
Zukun sli e a u bis 1900 dominie e. Die ühes e bishe nachgewiesene Publika‑
ion inne halb dieses Gen es s amm on dem ös e eichischen Medizine Fe dinand
Ame sin. Das Land de F eihei . Ein Zukun sbild in schlich e E zähl o m e schien 1874
pa allel in Buch o m und als Fo se zungs oman in de G aze Zei ung. Leixne , de
auch nach seinem Wegzug on de G aze Uni e si ä wei e hin amiliä e Kon ak e
in die S ad un e hiel , konn e de kaum ezipie e Tex also bekann sein. Eine de
wenigen Rezensionen e ass e zudem de deu sche Na ionalökonom Hans on Scheel,
de in den 1870e Jah en du ch eine Theo ie de sozialen F age (Scheel 1871; Scheel
1873) aus olkswi scha liche Sich he o ge e en wa , die auch die sozialk i ischen
Sch i en Leixne s g undie e. Von Scheel beg ei Ame sins Zukun sbild als „ e ‑
nün ige U opie“ (Scheel 1875: 155), da e seine sozialis ische Ideal o s ellung mi den
ealen Bedingungen abgleich , du ch die sie ge äh de wi d und die sie auch selbs
ge äh den kann. Demen sp echend wa Das Land de F eihei u sp ünglich als insula e
Raumu opie nach dem Modell U opia on Thomas Mo us geplan . Aus G ünden de
Plausibili ä wu de „das d i e, in die Zukun p ojizie ende Buch“ den e s en beiden
Büche n „ein ach angehäng “ (A eld ‑Schmid 1991: 123).
Die sozialis ischen U opien, wie sie on Ame sin und Bellamy imaginie we den,
kon as ie Leixne mi einem Endzei szena io, indem e die ma e ialis ischen,
egali ä en und an i eligiösen Ideologeme seine Zei in die Zukun konjizie . Du ch
die Rückbindung an zei genössische Disku se e such e die na a i e Fik ion in
einem Be eich zwischen Spekula ion und Kalkula ion zu e o en und posi ionie
sich dami au Sei e de Konse a i en im Wilhelminischen Kaise eich, die dem
Ans u m de Na u wissenscha en mi eine Rückbesinnung au die adi ionellen
We e in allen Gebie en des Schönen begegnen woll en. So jeden alls o mulie es de
Un e i el de 1887, im E scheinungsjah on Leixne s Zukun s ision, on Fe dinand
A ena ius geg ünde en Zei sch i De Kuns wa .12 Ganz in diesem Sinne g undie
eine konsequen e Aus ich ung an den Na u wissenscha en auch die soziopoli i‑
schen En gleisungen und die Emo ionslosigkei in de Zukun se zählung Leixne s.
11 Dem Zei esenden, de de Gesellscha des Jah es 2440 einen pe ek en Endzus and un e s ell , wi d
bei Me cie apodik isch wide sp ochen: „Es is uns noch meh zu hun üb ig, als wi be ei s ge han
haben: wi sind noch kaum zu Häl e au de Lei e .“ (Me cie 1772: 220)
12 Im Sinne eines Kuns wa s g ünde e Leixne selbs 1904den Volksbund zu Bekämp ung des Schmu zes in
Wo und Bild, de sich spä e auch gegen die Spekula ion in und mi Zukun s omanen ich en soll e
(Jäge 1988: 174–178).