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Der Kulturkampf kehrt zurück

Abstract

59

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Der Kulturkampf kehrt zurück

Author: Loužek, Marek
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2019
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/123615/1/Marek_Louzek_59-64.pdf
De Kul u kamp keh zu ück
Ma ek loužek
Is de Kul u kamp Bes and eil de Reali ä , ode handel es sich hie bei um eine
Fik ion? Be inde die Religion in den ewigen Jagdg ünden, ode sind wi Zeugen eines
Wiede e wachens des Glaubens? Wi d im de zei igen We s ei das Ch is en um,
ode de Islam Obe hand gewinnen? Is de Kamp zwischen den Ch is en und den
Muslimen Schicksal, ode kann man ihm ausweichen?
De Beg i Kul u kamp is im Umb uch zwischen dem 19.und dem 20.Jah hun-
de als de Kon lik zwischen den Ka holiken und den P o es an en ablie , bekann
gewo den. Heu zu age bekommen die Kul u kämp e jedoch eine ande e Fo m. De
Ha a d-Poli ologe Samuel Hun ing on ha in seinem Buch „The Clash o Ci iliza i-
ons“ (2011)1 den schicksalha en Kamp zwischen den Wel zi ilisa ionen besch ieben.
Ihm zu olge spielen nach dem Fall des Eise nen Vo hangs die wich igs e Rolle nich
ideologische, poli ische ode wi scha liche Un e schiede, sonde n kul u elle.
Hun ing on analysie das e ände liche Zi ilisa ionsgleichweich . E sag o -
aus, dass die wes liche Mach in Anbe ach de wei e en Zi ilisa ionen an K a e -
lie en wi d, und nachdem de Wes en seine Ausnahmeposi ion e lo en haben wi d,
so wi d sich de Löwenan eil seine Mach au lösen, wobei sich de üb iggebliebene
Mach an eil zwischen einigen de wich igs en Zi ilisa ionen sowie de en zen alen
S aa en e eilen wi d. Beim Ve all des Wes ens handel es sich um einen langwie-
igen P ozess. De Au s ieg de wes lichen Mach ha ie Jah hunde e gedaue , ih
Ve all kann einen ebenso langen Zei aum in Ansp uch nehmen.
Nachdem die kommunis ischen Regime ielen, schien es, die Ideologie des Wes-
ens habe Obe hand gewonnen, die libe ale Demok a ie habe eine uni e selle Gül-
igkei . 2 Sowohl de Wes en als auch die USA wa en da on übe zeug , dass sich die
ande en Völke den wes lichen We en— d.h. de Demok a ie, de eien Ma k -
wi scha , de eingesch änk en Mach eine Regie ung, den Menschen ech en, dem
Indi idualismus, dem Rech des Gese zes anschließen und diese We e in ih e Ins i-
u ionen eingliede n soll en. Was de Wes en als Uni e salismus wah nimm , kann
jedoch de Res de Wel als Impe ialismus be ach en.
1 Samuel Hun ing on, The Clash o Ci iliza ions and he Remaking o Wo ld O de , New
Yo k 2011.
2 F ancis Fukuyama, The End o His o y and Las Man, London 2012.
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KULTURKAMPF
Au ähnliche A und Weise ha de Soziologe James Da ison Hun e aus Vi ginia in
seinem Buch „Kul u kamp “ (1991)3 gezeig , dass sich Ame ika kü zlich nich en -
lang poli ische , sonde n ehe kul u elle Linien spal e . De S ei um die Familie,
um Ehen zwischen Homosexuellen, die F age on Ab eibungen, die S ammzellen-
o schung, Klonen, muslimische Kop üche sowie das Rech Scha ia sind in de mo-
de nen Poli ik genauso wich ig wie de S ei um die G öße eines S aa es, wobei sich
die Religion im Zen um diese Deba en be inde .
F ühe be ach e en die Eu opäe die ame ikanischen Kul u kämp e mi Amüse-
men und Ve ach ung zugleich. Sie be ach e en sich als die a ionale en und skep-
ische en. Heu e disku ie en auch Eu opäe übe den Ausd uck des Glaubens im
ö en lichen Raum und übe das Rech on Jou nalis en, Religionsminde hei en zu
beleidigen. Wiede wi d— und o mals unheimlich ehemen — übe F agen dis-
ku ie , bei denen man lange da on ausging, sie seien be ei s bean wo e wo den.
G und da ü is de Islam. 4
De Islam is aus eichend s a k und eigenmäch ig da ü , um e liche eigene Kul-
u kämp e zu en wickeln. 5 De S ei da übe , we in de Lage dazu is , die T enn-
linie zwischen eine Moschee und dem S aa zu ziehen, imi ie die Kul u k iege, die
in de ch is lichen Wel ge üh wo den sind. De Islam s ich jedoch als eine Religion
he o , welche selbs die ge ings e Un e scheidung zwischen dem Glauben und dem,
was wel lich is , nich zuläss . 6
Die wel wei e muslimische Be ölke ung is on 200 Millionen im Jah 1900 au
die heu igen 1,5 Millia den anges iegen, was einen deu lichen Ans ieg da s ell , ob-
wohl diese Religion bislang 500 Millionen wenige Anhänge ha als das Ch is en um.
Das Ch is en um is im He zen Eu opas de ch is lichen Wel schwäche gewo den,
wohingegen de Islam im gesam en a abischen Raum an K a gewonnen ha . Gemäß
einige Expe en wi d de Islam seinen Konku en en im Jah 2050 einholen und zu
g öß en Wel eligion we den.
De Islam eie bei dessen Ve b ei ung in de ch is lichen Wel g öße e E olge,
als das Ch is en um bei dessen Ve b ei ung in de islamischen Wel . Muslimische
Gemeinscha en sind in bedeu endem Maße konzen ie — in Ams e dam s ellen
sie ein Vie el de Be ölke ung da , ein Fün el in Ma seille, 15 % in Pa is, in B üssel
ode in Bi mingham und übe 10 % in London bzw. in Kopenhagen. Die Anzahl de in
G oßb i annien die Moscheen au suchenden Pe sonen nähe sich de Anzahl de in
anglikanische Ki chen gehenden Pe sonen.
3 James Da ison Hun e , Cul u e Wa s: The S uggle o De ine Ame ica, New Yo k 1991.
4 Pe e O’B ien, The Muslim ques ion in Eu ope: Poli ical Con o e sies and Public Philoso-
phies, Philadelphia 2016.
5 Thilo Sa azin, Feindliche Übe nahme. Wie de Islam den Fo sch i behinde und die
Gesellscha bed oh , München 2018.
6 Michael Albe (ed.), Kul u dialog ode Kul u kamp ? Islamische und wes liche We e im
Gesp äch, Flensbu g 2006.
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De Islam e b ei e sich gegenwä ig sich ba . So e n sich die Anzahl de Mus-
lime in den olgenden d ei Jah zehn en e d ei ach (so wie es dem wäh end de e -
gangenen d ei Jah zehn e wa ), we den im Jah 2040 25 % de Bewohne F ank eichs
Muslime sein. In einigen eu opäischen S äd en wiede um we den die Muslime eine
Meh hei da s ellen.
DER ISLAM ALS EINE ALTERNATIVE
Die Redak eu e des The Economis John Micle hwai und Ad ian Woold idge a gumen-
ie en in ih em Buch „Go keh zu ück“ (2009), dass wi inne halb de e gange-
nen Jah e ein globales Wiede beleben des Glaubens e leben.7 Wäh end im Mi elal e
die wildes en Deba en übe eligiöse Aspek e s a anden, ha die Neuzei die Reli-
gion nach und nach ausgeg enz . Heu zu age keh sie jedoch mi ungeahn e K a
zu ück.
Die Wel ansich , so wie sie sei ens wes liche Medien p äsen ie wi d, wi k aus
dem Blickwinkel adi ionelle Gesellscha en beleidigend. Hollywood ilme e we-
cken in besse en Fällen den Eind uck on Lobgesängen au die Tugend de indi idu-
ellen F eihei , im schlech e en Falle e scheinen sie als eine Feie on F euds losge is-
senem Ego. Sie bilden die Sexuali ä de F au ab und ebenso ohe Gewal , welche in
einigen adi ionell Gläubigen ie e geis liche E schü e ungen he o u en können.8
De Islam s ell ü iele ein Mus e beispiel de An i hese eines mode nen Wes-
ens da — hie a chisch, nich gleichmache isch, kommunal, nich indi idualis isch,
gläubig, nich dekaden , nich unpe sönlich, disziplinie , nich ungezügel . Es ge-
nüg , wenn man sich au den ich igen Weg begib — und die unbeg enz e Mach
Go es übe seine eigene Seele sowie übe das gesam e Leben de Gemeinscha an-
nimm . 9
Viele Menschen in de a abischen Wel ühlen sich du ch den D uck des o an-
sch ei enden Kapi alismus wei aus meh bed oh als die u sp ünglichen eu opäi-
schen Kolonisa o en und sie suchen Schu z un e den Fi ichen eligiöse Siche hei-
en aus e gangenen Zei en. T adi ionalis en sehen die Schönhei des Islams da in,
dass e ihnen nich nu Schu z o dem Ans u m des globalen Kapi alismus, sonde n
auch eine Quelle wilde K i ik on allem gewäh , was de kapi alis ische Golia h
ep äsen ie . 10
Nach den Ang i en om 11.Sep embe 2001 keh e eine g oße Menge „ausku-
ie e Sekula is en“ in die Obhu de Religion zu ück und die Anzahl on Religions-
ku sen an Uni e si ä en nahm d ama isch zu.11 Dank de Al-Kaida keh e sich das
7 John Mickle hwai — Ad ian Woold idge, God is Back: How he Global Re i al o Fai h is
Changing he Wo ld, New Yo k 2009.
8 Da id Egli, Die Sexuali ä de F au als A gumen im Kul u kamp , München 2007.
9 J.Mickle hwai — A.Woold idge, God is Back…, pp.253–257.
10 Mus apha Kamal Pasha, Islam and In e na ional Rela ions. F ac u ed Wo lds, London—
New Yo k 2017.
11 J.Mickle hwai — A.Woold idge, God is Back…, p.194.
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in ellek uelle In e esse nich nu dem Islam, sonde n de Religion allgemein zu. Das
In e esse ü Religionen, welches ühe ein Hobby des konse a i en Teiles om
kul u ellen Spek um zu sein schien, wi d heu e zum gewöhnlichen Bes and eil in-
ellek uelle Diskussionen. 12
Die Muslime nehmen ih en Glauben als eine An wo au das sch eckliche Ge-
ümmel des Lebens, au das ha e und ungehobel e Unheil wah , welches aus Ame-
ika zu ih en gelang is . Die Unsiche hei en, welche die Globalisie ung mi sich
b ing , u en in ihnen das Bedü nis he o , inne halb de Religion Schu z zu suchen.
Muslimische Einwande e sind ih e Religion e geben und s ä ken ih e kul u elle
Iden i ä . E liche islamische Gemeinscha en bemühen sich da um, ein eigenes, pa -
alleles Uni e sum an Ins i u ionen zu scha en.
EIN ZUSAMMENSTOSS IST NICHT UNAUSWEICHLICH
Die eu opäischen Säkula is en haben sich Micle hwai und Woold idge zu olge ge-
i , als sie den Tod de Religion o ausgesag haben.13 In eine g undlegenden An-
gelegenhei ha en sie jedoch Rech : die Religion kann ü die Poli ik eine Ge ah
da s ellen. Im 17.Jah hunde mach e sich die Religion um das En achen des d eißig-
jäh igen K ieges e dien . Nun schein es als könn en wi am Rande eines wei e en
solchen K ieges, in diesem Falle zwischen dem Islam und dem Ch is en um s ehen.
In Anbe ach de eno men Anzahl de on eine a sächlichen Ge ah eines g o-
ßen Zusammens oßes de Zi ilisa ionen übe zeug en Menschen schein es, als sein
ein solche Zusammens oß unausweichlich. Was jedoch den Zusammens oß des
Ch is en ums mi dem Islam be i , so is nich s unausweichlich. Übe den g öß-
en Teil des Mi elal e s hinweg wa en die muslimischen Lände ole an e als die
ch is lichen: Juden und Ch is en ging es in muslimischen Lände n gu , wohingegen
Muslime in ch is lichen Lände n e olg und massak ie wu den.
Die Vo s ellung, de Islam sei mi de mode nen Wel un e einba , is alsch.14
Die meis en Muslime leben in demok a ischen Lände n— sei es Malaysia, Indien
Indonesien ode die Tü kei.15 Die islamische Wel se z sich jedoch mi de Mode ne
langsame auseinande , weshalb sie wei hin e de wes lichen Wel lieg . De Islam
ha iel spä e als das Ch is en um begonnen, an de epochalen Religionsdiskussion
eilzunehmen— beispielsweise an de Diskussion übe das Ve häl nis zwischen dem
Glauben und de wel lichen Mach . Die Ta sache, dass de Islam in so iele Religions-
k iege e wickel is , schein also kein Zu all zu sein.
De Islam ha ein g öße es P oblem mi de Konzep ion, welche den D eh- und
Angelpunk de wes lichen Mode ne da s ell , als das Ch is en um— mi de Kon-
12 Flo ian Schau e , Eu opas Gö e dämme ung: on de Re-Sak alisie ung poli ische Kul-
u , Ma bu g 2007.
13 John Mickle hwai — Ad ian Woold idge, God is Back…, p.9.
14 Ibid., p.282.
15 Raine He mann, Islam und Demok a ie: O en ü jedes poli ische Sys em, F ank u e
Allgemeine Zei ung 28/4/2016.
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zep ion des indi iduellen Gewissens. De Islam be on die „gleichwe ig E geben-
hei “ alle Gläubigen Allah gegenübe , wohingegen im Ch is en um— zumindes
im mode nen Zei al e — die „gleichwe ige F eihei “ de Gläubigen gegenübe dem
ch is lichen Go be on wi d. 16
De Soziologe Max Webe ha au gezeig , dass de U sp ung des P o es an ismus
mi dessen Be onung au dem indi iduellen Gewissen de En al ung des poli ischen
Plu alismus gehol en ha und le z en Endes auch dem Wi scha swachs um in Wes -
und No deu opa. In den meis en Lände n de mode nen Wel ging es dabei um die
Ein üh ung de eien Wahl eine Religion, die o de Ein üh ung de Demok a ie
e olg e.17
Den Lackmus es des Plu alismus s ell die Kon e sion da — de Übe gang zum
zu Glauben, die F eihei , sich dem Glauben anzuschließen, ode diesen zu e lassen.
Muslime sind jedoch du ch die Kon e sion beun uhig , ode sind gene ell dagegen.
E liche Muslime sind soga de Ansich , dass das Ve lassen des Glaubens— wenn
man also zum Ab ünnigen wi d— mindes ens eine Todsünde ode ga ein Ve b e-
chen da s ell , welches bes a we den soll e.
Zumindes ein Teil des Radikalismus ha seinen U sp ung im Islam. Hisbollah
be ach e sich selbs als „Go esa mee“. Selbs mo da en ä e geben o E klä ungen
ab, sie handel en au de Basis ih e eligiösen Übe zeugung. Usama bin Ladin ha
den K ieg im Namen des Islam begonnen. Muslimische Fana ike be eilig en sich an
den Bombenanschlägen in London, Mad id und Pa is.18
WIEDERBELEBEN DES GLAUBENS
Es is nich möglich, die heu igen in e na ionalen Beziehungen gemäß Mickle hwai
und Woold idge zu bewe en, so e n wi die Glaubensangelegenhei en nich in Be-
ach ziehen. 19 Die Te o anschläge om 11.Sep embe 2001 s ellen einen Bes and-
eil de Glaubensk ieges da . Die En üh e haben sich au die Schlach mi els kom-
plizie e Religions i uale o be ei e und lie en mi den Wo en „Allah is g oß!“ in
den Tod, wobei sie ih en Ak als Glaubensak be ach e en. Sei he haben sich mus-
limische Fana ike in Namen de Religion am Begehen de schlimms en gewal sa-
men S a a en be eilig , mi sam de Bombenang i e in London, Mad id und Pa is.
Du ch das Wiede beleben des Glaubens ha sich Mickle hwai und Woold idge
zu olge die Zahl de jenigen, die be ei sind, wegen des Glaubens zu ö en und zu
s e ben, mul iplizie .20 Das 20.Jah hunde ha jedoch gezeig , dass die Menschhei ,
selbs wenn sie Go nich mi ins Spiel zieh , G ünde ü eine Genozide ode B u a-
li ä inde . Die g öß en Massenmo de de e gangenen Jah zehn e— in Kambod-
scha, im Kongo ode in Ruanda— wa en übe wiegend säkula en Cha ak e s. Viele
16 Be na d Lewis, Islam and he Wes , New Yo k— Ox o d 1993.
17 Max Webe , Die p o es an ische E hik und de „Geis “ des Kapi alismus, S u ga 2017.
18 J.Mickle hwai — A., God is Back, p.285.
19 Ibid., p.299.
20 Ibid., p.309.
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Religionsk iege wü den s a inden, auch wenn de Mensch Go nich hineinziehen
wü de.
Mi elal e liche und neuzei liche Glaubensk iege bedeu e en eben alls Blu e -
gießen, dank dem Wes älischen F ieden ha jedoch Eu opa das schlimms e hin e
sich.21 De d eißigjäh ige K ieg, welche dem F ieden o ausging, e u sach e eine
unglaubliche Ve wüs ung, Ka holiken und P o es an en me zel en sich egel ech zu
Millionen niede . De F ieden leg e den G unds ein ü ein mode nes S aa ensys em
dadu ch, indem e es jedem He schenden e möglich e selbs zu bes immen, wie au
seinem Te i o ium Go geeh wi d.
Viele eligiös ausge ich e e Menschen im Wes en be ach en die Religion nich
als den Feind des Kapi alismus, sonde n ehe als dessen no wendiges Gegengewich .
De Kapi alismus is o ensich lich die e olg eichs e Maschine zu He s ellung on
Reich um, welche de Mensch je e unden ha . E kann sich jedoch auch selbs des -
uk i benehmen— zu einem abgeschmack en Konsumismus üh en, adi ionelle
We e ze se zen, e is de pe sönlichen En hal samkei nich zugeneig . Die Religion
b ing eine A und Weise, wie man sich de F üch e des Kapi alismus e euen und
o dessen Übel schü zen kann.22
Die Religion is du ch die Mode ne bei wei em nich au s Abs ellgleich gescho-
ben wo den, sonde n sie gedeih ungeahn gu , denn sie bie e Lösungen ü e liche
P obleme de mode nen Wel . In de Umgebung des We bewe bs is de Glauben zu
einem nü zlichen (wenn auch selbs e s ändlich nich zum unabdingba en) A ibu
e olg eiche Pe sonen gewo den. Die Religion is auch ü die un e en Schich en de
gesellscha lichen O dnung nü zlich, weil sie denjenigen Un e s ü zung und T os
spende , die sich un e den Bedingungen des globalen Kapi alismus e lo en ode
nich e anke ühlen.
De Glauben wi k wie ein Zu luch so o einem S u m. Die Religion bie e
Schu z— is in de Lage dazu, den Menschen dann Sinn zu geben, wenn ihnen ih
Leben zwecklos e schein , und e möglich es ihnen, in eine Gesellscha zu leben,
wenn sie die Gesellscha e missen. Die Religion is ieles meh als nu eine sich
au den Glauben s ü zende Soziala bei . Sie s ell eine um assende P oblemlösung
sowohl p ak ische als auch psychologische A da .
De de zei ige Zusammens oß au na ionale sowie in e na ionale Ebene ha
kul u ellen U sp ung. Zu den Haup u sachen de je zigen Religionsk iege gehö ein
ha e Kamp zwischen dem Ch is en um und dem Islam da um, neue Schä chen zu
inden. Die Religion kann nü zlich sein, denn sie s ü z die gesellscha liche S abili-
ä . Sie kann jedoch auch ü K iege missb auch we den, die schon lange e gessen
schienen.
21 Heinz-Die e Heimann, Von de Re o ma ion bis zum Kul u kamp , Pade bo n 2019.
22 J.Mickle hwai — A.Woold idge, God is Back…, p.251.
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