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Konferenz Landvermessungen. Franz Kafka und das Landleben

Abstract

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Konferenz Landvermessungen. Franz Kafka und das Landleben

Author: Li, Yunxia
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2023
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/186945/1/Yunxia_Li_123-132.pdf
Kon e enz Land e messungen. F anz Ka ka und
das Landleben
Yunxia Li– Philosophische Fakul ä de Uni e si ä zu Köln
Anlässlich des 140. Gebu s ags Ka kas and om 30. Mä z bis 1. Ap il 2023 im P age
Goe he -Ins i u die Tagung Land e messungen. F anz Ka ka und das Landleben s a .
Die d ei ägige Kon e enz wu de om Ins i u ü ge manische S udien an de Phi-
losophischen Fakul ä de Ka ls -Uni e si ä in Zusammena bei mi dem Goe he-
Ins i u und de im ansc ip -Ve lag e scheinenden Publika ions eihe „Ru ale To-
pog a ien“ ausge ich e und on de F i z Thyssen S i ung, dem DAAD und dem
Deu sch -Tschechischen Zukun s onds un e s ü z .
In Vo be ei ung au diese Kon e enz and im Win e semes e 2022/23 eine Vo -
ags eihe un e dem Ti el F emdes Land? Ka kas P o inzen an de Ka ls -Uni e si ä
P ag s a , die das Ländliche im We k Ka kas hema isie e. Im e s en Vo ag E zäh‑
lung und Ideologie. Übe legungen zu Ka kas ‚P oceß‘ und seinem „Mann om Lande“ am 25.
Ok obe 2022 e such e Ansga Mohnke n (Ams e dam), die Rezep ionsgeschich e
on Ka kas Romanen nachzuzeichnen und dabei die Ve sch änkung on E zählung
und Ideologie zu e assen, die De P ozeß, .a. in de Pa abel Vo dem Gese z, selbs
symbolisch du cha bei e . Im zwei en Vo ag Ka kas Kneipen am 8. No embe 2022
okussie e Lena B inkmann (Bonn) die mi den Wi shäuse n in Das Schloss e bun-
denen Raumbilde und Ch ono opoi und ag e nach de en Funk ionen, Äs he isie-
ungen und den kul u ellen (E zähl-)A chi en, aus denen sie sich speisen. Im d i en
Vo ag Bau en des He n. Land, A chi ek u und Religion bei Ka ka am 6. Dezembe 2022
be ass e sich Ma cel K ings (Heidelbe g) mi den a chi ek onischen O dnungen in
Ka kas Tex en. Dahin e e bi g sich nach ihm eine kons an e Re lexion au den
Zus and des Juden ums in de Mode ne. Im le z en Vo ag Al ed Kubins Bilde zum
‚Landa z ‘: g o eske Realismus und Modell all ü die Ka ka ‑Illus a ionen de Zwischen‑
k iegszei ? am 20. Dezembe 2022 zeig e Ch is ian D obe (B no) anhand on Al ed
Kubins Illus a ion zu Ka kas E zählungsband De Landa z aus dem Jah 1932, wie sich
die Fan as ik im P age Li e a en- und Küns le milieu in Bild und Tex ausd ück e
und .a. die spä e en Ka ka -Illus a ionen de Zwischenk iegszei beein luss e.
Ausgehend on diese Vo ags eihe ging die Kon e enz Land e messungen. F anz
Ka ka und das Landleben den Spu en des Ländlichen in Ka kas We k wei e nach. Es
anden insgesam 27 Vo äge und ein Podiumsgesp äch s a . Die E ö nung am
30. Mä z begann mi eine Beg üßung du ch Sonja G iegoschewski, Lei e in des
Goe he -Ins i u s P ag, die an ühe e Ve ans al ungen des Goe he -Ins i u s zum
Thema Ka ka e inne e. Da au olg e die Ein üh ung in die Tagung du ch die beiden
O ganisa o en Man ed Weinbe g und Ma c Weiland (beide P ag). Man ed Wein
-
be g e inne e an die Diskussionen übe die Bedeu ung P ags ü die In e p e a ion
on Ka kas We k un e Bezugnahme au die Ansich en on Edua d Golds ücke au
de Liblice -Kon e enz 1963 und mein e, dass die Bedeu ung P ags ü Ka kas Tex e
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noch nich angemessen ausgelo e sei. E e wies au die p ägenden ideologischen
Kon ex e jene Tagung und gab de Ho nung Ausd uck, dass die olgende Kon e enz
ih em Thema ge ech e we de. Dann üh e Ma c Weiland in das Tagungs hema ein,
nämlich in die F age nach dem Ve s ändnis ländliche S o e, Topoi und Räume bei
Ka ka, nach ih e Ausdi e enzie hei und Eigenlogik. Die gängige Vo s ellung, die
li e a ische Mode ne spiele sich o nehmlich in u banen Milieus ab, we de du ch
ak uelle Fo schung in F age ges ell . Vielmeh wü den S uk u en und Symbole
mode ne Lebens e häl nisse on Ka kas Tex en in ländlichen Räumen inszenie .
Da übe hinaus wu den biog aphische Aspek e beleuch e , die Ka kas Ve bindun-
gen zum Land e deu lichen. Ka kas Landbilde , so Weiland, besch änken sich nich
au gängige Fo men de Roman isie ung und Idyllisie ung, sonde n hema isie en
komplexe S ad -Land -Ve häl nisse und de en Auswi kungen au Indi iduum und
Gesellscha . Schließlich könne man die Teilnehme innen und Teilnehme de Tagung
du chaus selbs als Land e messe innen und Land e messe ansehen, die das bishe
noch wei gehend un hema isie e Te ain de Ka ka -Fo schung e messen.
Da an schlossen sich die Vo äge an. Im e s en s ell e Csilla Mihály (Szeged) un e
dem Ti el Das Ländliche als Kons i uen e Ka kasche E zählkomposi ionen die szenischen
Va ia ionen zum Ve häl nis on S ad und Land anhand on ie Tex en Ka kas da .
Zunächs be ach e e sie Ka kas E zählskizze im B ie an Oska Pollak om 20.12.1902,
in dem de sogenann e „Lange“ als wide sp üchliche Figu da ges ell we de, die
sich in einem uhigen Do e k iech , sich abe gleichzei ig nach dem auschha en
S ad leben sehn . Wei e hin wu den Ka l Roßmanns Aus lug au He n Pollunde s
Landgu im Roman agmen Ame ika, die Begegnung K.smi seinem Onkel om Land
und Ti o ellis d ei Landscha sbilde im P ozess -Roman sowie die ländliche Szene im
E zähl agmen De Schlag ans Ho o e ö e . Ka kas Konzep , so Mihály, wide sp e-
che dem opischen idyllischen Bild des Ländlichen um 1900, indem das Ländliche und
S äd ische bei ihm gleiche maßen posi i e wie nega i e We e au weisen können. Ih
wide sp üchliche Cha ak e we de du ch die Ambi alenz des P o agonis en, du ch
den Kamp zwischen seinen exis enziellen G undwe en on Lebenswillen und To-
des e allenhei , sowie du ch de en abwechselnde Dominanz im ländlichen und im
g oßs äd ischen Be eich bes imm .
Im olgenden Bei ag Denke aus de P o inz, on de P o inziali ä des Denkens. Ein
Bei ag zu Ka kas Rhe o ik such e Filip Cha á (P ag) nach de seman ischen Ges e
des P osas ücks Beim Bau de Chinesischen Maue . In de Geschich e, die sich als „Be-
ich “ p äsen ie , nehme de Be ich e s a e e schiedene Pe spek i en ein. Das
P osas ück habe kein eindeu iges Haup hema, s a dessen be on e Cha á den S il:
De Wechsel zwischen nüch e nen Besch eibungen, a ionalen E klä ungen und
emo ional -spekula i en Hymnen bilde einen Rhy hmus, de das unendliche China
eine menschlich -endlichen Pe spek i e ö ne, in de die une o schliche Wah hei in-
ui i du chd ungen we den kann. Die Äs he ik des Tex es, als hy hmisch - ließendes
Spiel ge ass , lasse sich nich nu au de s ilis ischen Mak oebene des Wechsels de
Ve ex ungss a egien, sonde n auch au de Mik oebene eine dialek ischen Ve -
wendung e schiedene s ilis ische Elemen e da legen. De Be ich wu de mi dem
Gen e des Mani es s (nich Ka kas, sonde n des e zählenden Mau e s) in Ve bindung
geb ach , das das Pos ulie e du ch seine Macha gleichzei ig exempli izie . Cha á
schloss mi de Fes s ellung, dass die Zuspi zung de Äs he ik hin au eine bes imm e
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Figu ode Geschich e de P o inziali ä jeden Denkens en sp ing und dass die le z e
a ionale Einsich des wei ge eis en Landmanns da in bes ehe, dass man nich s weiß.
Wei e se z e sich S ephen Dowden (Wal ham, Massachuse s) im Vo ag „Ich
jause im G ünen“, ode : Ka ka und die A opie mi de Bedeu ung des Beg i s „A opie“ (g .
„ohne O “) bzgl. Ka kas We k auseinande . De Beg i , so Dowden, we de in den Dia-
logen on Pla on ü e was Unheimliches, Sonde ba es ode I i ie endes e wende .
Dowden be on e, dass Ka ka sein Leben nich in de gewöhnlichen O dnung de Dinge
üh en konn e, was sich auch in seine Thema isie ung des Ländlichen spiegele. E
disku ie e den Sa z „Ich jause im G ünen“ aus dem „Gesp äch mi dem Be e “ aus Be‑
sch eibung eines Kamp es sowie Ka kas B ie an Max B od übe sein E s aunen bzgl. de
„Fes igkei , mi de die Menschen das Leben zu agen wissen“. Dabei wu de deu lich,
dass Ka ka das Landleben als Ideal be ach e e, es abe gleichzei ig ü ihn une eich-
ba wa . Die Ausweglosigkei bei Ka ka bes ehe auch da in, dass wede das Ländliche
noch die G oßs ad T anszendenz ode E lösung bö en, sonde n beide ielmeh Aus-
d uck eine A opie seien. Die Figu en und ih e Geschich en blieben un olls ändig und
unau löslich, und die Suche nach einem es en O ode eine es en Iden i ä bleibe
e olglos. Die Re ung bes ehe nu da in, inmi en de A opie einen Pla z zu inden.
Mi de Bedeu ung desselben Sa zes im Kon ex de Besch eibung eines Kamp es
be ass e sich I ina Wu sdo (Müns e ) im Vo ag „Ich jause im G ünen.“ Zu Nich ‑
‑Selbs e s ändlichkei on S ad ‑ wie Landleben bei Ka ka. Sie be on e, dass de Sa z eine
g undsä zliche Ve unsiche ung he o u e, die sich au scheinba e Selbs e s änd-
lichkei en beziehe, und wies au die lexikalischen und syn ak ischen Besonde hei en
des Sa zes hin sowie die Lokalisie ung de Äuße ung im Ga en, de das Gleichgewich
zwischen S ad und Land symbolisie e, hie abe labil und p ekä sei. Wu sdo
un e such e die un e schiedlichen Bewe ungen diese Episode du ch die Figu en in
Besch eibung eines Kamp es, iden i izie e ein Ve ah en de Ve schiebung als kenn-
zeichnend ü dieses P osawe k und be on e, dass de Sa z „Ich jause im G ünen.“ und
seine Ve wendung im E zähl agmen exempla isch ü Ka kas Umgang mi Gegen-
sä zen und seine poe ische He angehensweise an den Gegensa z S ad und Land seien.
In Augenhöhe mi dem kleinen Tie . Übe einige Mäuse und Ra en de Ka kaschen E ‑
zählwel wa de Ti el des Bei ags, in dem E a Haude (Leipzig) dem Ums and nach-
gegangen is , dass es eine Pa allele gib zwischen de Schilde ung eine Ra enplage in
de ussischen Einöde in Ka kas E zählung E inne ung an die Kaldabahn und de Da -
s ellung de Mäuseplage in Ka kas „Mäuseb ie en“ on 1917 aus Zü au. Haude e wies
da au , dass sowohl Ka ka als auch de P o agonis des Kaldabahn -F agmen s an eine
Lungen ube kulose e k ank seien. Sie zeig e, dass sich Ka kas eigene K ankhei s-
geschich e anhand on Mäusen e zählen lasse. Haudes Schlüsse übe die Dicho omie
on Innen und Außen leg en da , wa um die Maus in Ka kas Auseinande se zung mi
de K ankhei eine so zen ale Rolle spiel . Schließlich in e p e ie e sie „den länd-
lichen Raum“, wie e im Kaldabahn -F agmen besch ieben wi d und wie Ka ka selbs
ihn in Zü au e ah en ha , als ausgedehn es G enzland zwischen Na u und Kul u ,
in dem Mensch und Tie au einande e en können.
De olgende Bei ag De Land e messe und de E da bei e : E d ‑Pe spek i en nach
dem E s en Wel k ieg on Jan -Ma in Zolli sch (Be lin) e o e e Ka kas We k im Kon-
ex seine Zei . Zolli sch konzen ie e sich au die Figu des Land e messe s aus
dem Schloß -Roman und se z e sie in Beziehung zu ande en damaligen E dmo i en und
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-pe spek i en. Anhand zweie Episoden aus Ka kas Leben im Jah e 1920 e such e e ,
die Bedeu ung des Land e messe -Topos nach dem E s en Wel k ieg au zuzeigen und
wei e e biog aphische Hin e g ünde Ka kas zu beleuch en, die ü die E hellung des
Land e messe -Mo i s on In e esse sein können. Ka kas Au en hal in Me an und
seine Begegnung mi Ludwig O , de als Ingenieu mi de Land e messung zu un
ha e, wu den ebenso besp ochen wie ein F agmen aus Ka kas „Kon olu 1920“ mi
Pa allelen zum Mo i de „Ungebe enen Ankun “ im Schloß -Roman. Ka kas Ku zau -
en hal e in Gmünd disku ie e Zolli sch im Zusammenhang mi den G enz e schie-
bungen in Mi eleu opa. Anschließend wu de anhand on Beispielen de jüdischen
Selbs hil eo ganisa ion ORT und de Wiene Jüdischen Zei ung gezeig , dass sowohl
die Figu des Land e messe s als auch die des E da bei e s in jüdischen Disku sen,
.a. im Zionismus, e anke sein können.
Lock‑ und Sehnsuch s u e aus Ka kas Tagebuch. ‚Ve lockung im Do ‘ s ell e Falk S eh-
low (Be lin) o , indem e au Gegenläu igkei als Geschehensmo i in Ka kas Tage-
buchein ag „Ve lockung im Do “ om 21. Juni 1914 hinwies. In diesem du chläu
das Ich ach S a ionen des Miss auens und de F emde im Do , sein Gang münde
jedoch in de O enba ung on Gebo genhei , Ve auen und Wohlwollen. Nach
S ehlow wi d hie ein Vexie - und In e e enzgeschehen in Gang gese z , bei dem
das Do eine exo is ische Pe spek i e des Ichs in eine Weise a izie , dass Exklusion
in Inklusion umschläg , F emde in Ve au hei . De Vo ag um ass e ie Haup -
hemen: die S a ionen des Miss auens, einen Wechsel de Weg ich ung des Ichs,
Fluch gedanken aus dem Do und das Ankommen des F emden hin e eine o enen
Tü . Dabei wu de be on , dass sich das gesam e Geschehen in de E zählung als ein
A ak ion -Repulsion -Mus e e s ehen lasse.
De selbe Tagebuchein ag wu de im olgenden Vo ag „Thea alisch das Ganze“–
zu Inszenie ung u ale Räume in F anz Ka kas Tagebuchau zeichnungen on Bea e
Somme eld (Poznań) disku ie . Anhand dieses Ein ags und de Tagebuchskizzen
aus de Zü aue Zei un e such e Somme eld, wie Ka ka in seinen Au zeichnungen
ländliche Räume e kunde und sich imme wiede in hea alen Räumen inde , in
denen sich ein eies Imp o isa ionsspiel de Einbindungsk a en al e . Thea a-
li ä , so Somme eld, du chd inge alle sozialen In e ak ions äume und we de on
Ka ka sowohl als Wah nehmungsweise als auch als Da s ellungsmodus genu z . De
inszena o ische Cha ak e des Tagebuchs e s ä ke den Zwischens a us on Fik ion
und Reali ä . Wenn eale Topog a ien sich in hea ale Räume e wandeln, dann sei
dies ein imagina i e Ak , de sich gegen land e messe ische Bemühungen s elle,
indem e den ländlichen Raum ins Vi uelle hebe und kul u elle Bedeu ungen neu
zu Aushandlung s elle.
Im Abend o ag des e s en Tages Das Volk de Me aphe n: Ka kas Tie wel konzen-
ie e sich Reine S ach au zahl eiche Tie e zählungen Ka kas, die bishe wenige
Au me ksamkei e hal en haben als Tex e, die um die Themen Schuld/S a e/Demü-
igung k eisen. S ach e wies da au , dass Ka ka in seinen le z en Lebensjah en das
Tie mo i imme wei e ausbau e und ihm e schiedene hema ische Funk ionen
zuwies. Dabei ließ Ka ka das Tie als Ich -E zähle au e en, en koppel e die Tie -
igu en allmählich on de Wel de Menschen und übe ließ soga das Nachdenken
übe die Be ech igung de küns le ischen Exis enz den Re lexionen on Tie en. Das
Übe sch ei en de Mensch -Tie -G enze und die zunehmende Au onomie de Tie -
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igu en, so S ach, seien in de mode nen Li e a u beispiellos. Beide Aspek e seien
sowohl o iginell als auch äs he isch ansp echend, was auch dazu bei age, s e eo ype
Vo s ellungen des „Ka kaesken“ zu ela i ie en.
Das P og amm des zwei en Tages begann mi einem S ei zug in eine T ans‑
o mie e (u bane) Landscha : Ein paa li e a u geog a ische No izen zu F anz Ka kas
‚Besch eibung eines Kamp es‘ on Ba ba a Pia i (Basel). Sie s ell e ih Buch Vie wald‑
s ä e see & Go ha d: Wie Du diese Landscha noch nie gesehen has o , das Landscha
und Kul u geschich e e binde . Anschließend wu den die Re e enzen zwischen Geo-
und Tex aum disku ie . Lau Pia i s ehe eine Skala zu Ve ügung, die s a ke und
schwache Re e enzen zwischen beiden au zeig . Als d ei G undka ego ien wu den
„impo ie e“, „ ans o mie e“ und „ ingie e“ Schauplä ze einge üh . De Ansa z de
Fik ionsgeog a ie gewäh e die Möglichkei , unsich ba e li e a ische Ebenen sich ba
zu machen. In Bezug au die Besch eibung eines Kamp es e wies sie au die Re lexion
de P age Topog a ie im Tex und die Ve bindung zwischen Li e a u und de ealen
Wel . Fü sie is diese E zählung ielleich de Tex Ka kas, de sich am p oduk i s en
li e a u geog aphisch ode -ka og aphisch lesen läss , auch wenn sich die mi le en
Passagen jede Ve o ung en zögen.
Ma c Weiland sp ach übe Die (Un)Ve ügba kei des Ru alen. Zu Ka kas ‚Hochzei s‑
o be ei ungen au dem Lande‘ und da übe , dass in diese Geschich e nich nu die
Wah nehmungen und Imagina ionen des P o agonis en Edua d Raban e kunde
we den, sonde n auch die zei genössischen Mobili ä s o men: das Gehen, die Bahn-
ah und die Ku sch ah . Weiland p äsen ie e d ei Thesen, indem e (1) einen
eigenen äs he ischen We des Tex es und die inhal liche Adäqua hei des Abb uchs
de Geschich e bei Rabans Ankun au dem Land es s ell e, (2) die in as uk u elle
E schließung des Ru alen als P ojek eine expansi en U bani ä p äsen ie e und
(3) den P o agonis en als dem P ojek sowohl eingebunden als auch wide s ändig
gegenübe s ehend da s ell e, dessen Rückzug jedoch nich zu eine idealisie en
Landlebensal e na i e üh e, sonde n zu Ausdi e enzie ung de Ländlichkei s-
bilde . Lau Weiland e lek ie e de en He e ogeni ä ih e disku si e Ve mi el hei
und pe spek i ische Abhängigkei . Le z lich we de das gene ell e ügba gemach e
Land als un e ügba e wiesen. Dahe b eche de Tex ge ade an de S elle de e s en
di ek en Kon on a ion mi dem Landleben ab.
Da au olgend wies F anz F omholze (Augsbu g) im Bei ag „aus dem Do he ‑
o gehol “. Die s umme Gegenwa des ländlichen Raums in ‚De Do schulleh e ‘ da au
hin, dass Ka kas F agmen zwa biog a isch au eine Geschich e on Jose Pollak e -
weise, in de ein Maulwu im Schü zeng aben des E s en Wel k ieges au auch . In
den bishe igen Lek ü en we de au dieses E eignis jedoch kaum Bezug genommen.
S a dessen wü den hie .a. Gegenübe s ellungen zwischen S ad und Land hema-
isie . F omholze zeig e, dass das F agmen die Kon as e zwischen dem isolie en
Kau mann, de um Ane kennung kämp , und dem Do schulleh e , de sich als
Teil eine pa ia chalischen Gemeinscha e s eh , be one und sich zudem du ch
Wiede holungen und zi kulä e S uk u en auszeichne. In de Geschich e we de de
Kau mann imme meh zum Schüle des Do schulleh e s und e anschauliche seine
Leh e de Wiede holung als Imi a ion des Leh meis e s. Das s äd ische Leben zeichne
sich du ch eine Schuld gegenübe de dö lichen Exis enz aus, da es de en Wunde
nich wah nehme. De Riesenmaulwu , de als Nomade und disku si e „Ve schiebe “

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e s anden wi d, we de olglich wede om Kau mann noch om Do schulleh e
gesehen, da beide zu S a ik und Wiede holung neigen.
Die Beha ungs endenzen de Meinungssys eme in Ka kas ‚De Do schulleh e ‘ hema-
isie e Johannes Bungens ab (Da ms ad ), indem e un e schiedliche Pe spek i en,
Mo i e und Denks ile des Kau manns und des Do schulleh e s als meh deu ig und
i onisch geb ochen au zeig e. Lau Bungens ab we de diese Geschich e du ch die
E zählpe spek i e des Kau manns me kwü dig. Diese sei wenige da an in e es-
sie , das E scheinen des g oßen Maulwu s zu beweisen, als dem Do schulleh e
Ane kennung zu e scha en. Doch auch wenn de Kau mann und de Leh e on
außen be ach e ein Denkkollek i bilde en, deu e ih in e ne Dissens au un e -
schiedliche Denks ile hin, ielleich weil die Sache des Do schulleh e s de Riesen-
maulwu is , wäh end die Sache des Kau manns de Do schulleh e is . Bungens ab
schlug o , den Kau mann als einen E zähle zu e s ehen, dessen Pe sonen- und
Si ua ionseinschä zung unzu e lässig is . Zudem wu de de Tag aum des Do schul-
leh e s als i onische Replik eines klugen Mannes in e p e ie , als Spaß mi ode als
gesich swah ende Op ion ü einen Kau mann, de sich in de Rolle des Imp esa ios
sieh , also jeden alls als Ausd uck eine Mischung on Absich en, die nich mi dem
Gesag en iden isch sind.
Danach beschä ig e sich Š ěpán Zby o ský (P ag) im Vo ag Das Heilige und
das Ländliche. Zu Ka kas E zähl agmen übe die Synagoge on Thamühl mi Ka kas
Synagogen ie -F agmen . In englischsp achigen Publika ionen we de das Tie o als
To em eine a chaischen Go hei ode als nega i es Komplemen um de Synagoge und
Figu des jüdischen Gedäch nisses jensei s de halachischen T adi ion in e p e ie .
In de deu schsp achigen Fo schung we de be on , dass de Tex das Ve häl nis de
Wes juden zu F ömmigkei hema isie e. Zby o ský schlug jedoch eine ande e Lesa
o , die den Fokus au das Funk ionie en des li e a ischen Tex es leg . Dabei se z e e
sich mi e schiedenen Kon ex en on Ka kas Land -Au assungen, seinen Landau -
en hal en 1922 und seinen Re lexionen übe das Juden um in diese Zei auseinande .
Im F agmen wü den F agen de Zugehö igkei zu einem heiligen Kollek i und de
Heiligkei als Zus and des Einzelnen e lek ie . Themen wie Mimik y, (Un-)Sich -
ba kei und .a. Angs spielen eben alls eine Rolle, und sie wü den in de Vision de
Tie synagoge au e schiedene Weise au gezeig und hin e ag , ku zum, in den ü
Ka kas Nich -Gleichnisse bezeichnenden Kap iolen du chges ichen und e spiel .
De Bei ag „Gespann e Lage“. Land und Religion in Ka kas ‚Bilde on de Ve eidigung
eines Ho es‘ on Ma cel K ings be on e, dass Ka kas Li e a u his o isch kon ex uali-
sie sei und die jüdische T adi ion, .a. ih e eligiösen Themen, e lek ie e. Hinweise
au die eligiöse Symbolik im F agmen Bilde on de Ve eidigung eines Ho es b ingen
K ings zu olge den Ho mi dem heiligen bzw. Königsbezi k des al en Is ael in Ve -
bindung. Die Ve eidigung des Ho es, so K ings, symbolisie e den Glaubens- und
We ekamp gegen säkula es Denken und He e odoxie. Die „gespann e Lage“ im Tex
hänge wenige mi äuße en Ums änden zusammen als mi dem Gegensa z on F eihei
und Beg enzung esp. Himmel und E de. Ka ka be one die Bedeu ung de absolu en
Ge ech igkei und o de e eine T ennung om I dischen, um ein „Bü ge des Himmels“
zu we den. K ings s ell e jedoch es , dass selbs die gläubigen Figu en nich be ei
seien, ih Leben au zugeben, um absolu e Ge ech igkei zu e eichen. Ka ka e kenne
wohl, dass die T adi ion und de Glaube nich ohne Wei e es au ech e hal en we den
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können, abe die Ve agung des Ge ich s möge no wendig sein, um das Übe leben de
jüdischen Kul u zu gewäh leis en.
Im da au olgenden Vo ag Do geschich en im ‚Schloß‘‑Roman analysie e Claudia
Lieb and (Köln) zunächs die Ve bindung zwischen Do und Schloss. Sie nann e die
Da s ellung des Do es eine quasi -e hnog aphische Kons ella ion. Schloss und Do
wü den eine sei s als adikale Gegensä ze und ande e sei s als un e schiedslos ge-
kennzeichne . Ein wei e e Aspek des Vo ags wa Ka kas Umsch i de No ellen-
adi ion. Lieb and e glich das Roman agmen mi Boccaccios Decame one, dem
G ündungswe k de eu opäischen No ellis ik, und be on e, dass in Ka kas Schloss-
bzw. Do wel sexuelle G enzübe sch ei ung das Fundamen des gesellscha lichen
O dnungssys ems ma kie e. Dahe we de Amalias Ve weige ung gegenübe So inis
sexuelle Fo de ung als Skandal be ach e , wäh end bei Boccaccio die sexuelle Übe -
sch ei ung das cen e scandaleux ma kie e. Schließlich e wies Lieb and da au , dass
Ka kas Geschich en übe Do und Schloss einen Blick au U szenen de Gesellscha s-
kons i u ion e möglichen, wäh end sie gleichzei ig i onisch hin e ag wü den.
Ch is oph Saue (Be lin) ging im Bei ag F anz Ka kas ‚Das Schloß‘ als e hnologische
Do geschich e eben alls au Ka kas Schloß -Roman ein, de als eine e hnologische Do -
geschich e in e p e ie we den könne. De Kon as zwischen T adi ion und Mode ne
sei auch im Do - und Schloss -Kosmos o handen, und K. könne man als Land e mes-
se de Mode ne be ach en. Anschließend ging Saue au den wi ksamen Modus de
Fü sp ache ein, da K. als emde Fü sp eche den iels immigen Disku s des Do es
e ozie e. K. e messe nich die Topog a ie des Do es, sonde n seine „Bedeu ungsgeo-
g aphie“. Im Schloß -Roman, so Saue , olge K. einem en opischen P ozess, de den
gesam en Do -/Schloss -Kosmos e ass und sich in de do allgegenwä igen Käl e
sowie in den Zus änden on E schöp ung, Müdigkei und K ankhei wide spiegel .
Da au olgend un e such e Ma cus Twellmann (Hambu g) im Vo ag „K., als F em‑
de “ die Bedeu ung on Ka kas Schloß -Roman heu e, und be on e, dass die Haup igu
des Romans ein Einwande e sei. E e glich K.sSi ua ion mi dem on Geo g Simmel
in de Mig a ionssoziologie da ges ell en Typus des F emden. Twellmann a gumen-
ie e, dass Ka ka und Simmel ähnliche Themen behandel en, insbesonde e die Idee
des F emden als daue ha en Bewohne eines O es. E ging noch au die gängigen
heologischen und seinsgeschich lichen Lesa en des Schloß -Romans ein und ag e,
ob sie heu e noch sinn oll sein können. De Schloß -Roman sei ein Mig a ions oman.
Twellmann ück e ihn in einen soziologischen Kon ex und mein e, dass Ka kas Tex
ielleich au g und seine allego ischen S uk u heu e, im Zei al e de Mig a ion,
on Bedeu ung sein könn e.
In D ohende E üllung. Zu En /O ung on Ambi alenz im ‚Schloß‘ hema isie e
Thomas Schneide (Cluj -Napoca) anhand eines e blü enden Ve gleichs on Ka kas
Schloß -Roman mi Jules Ve nes Roman Das Ka pa enschloss die analogen symbolischen
Kons ella ionen beide Tex e und die en sp echenden a chaischen P ak iken de
Tabuisie ung de beiden Schlösse in de A eines Numinosums. De aillie ging e
den Analogien zwischen den beiden Tex en nach, z.B. de zwischen dem „Zinnen and
eine Maue “ in Das Ka pa enschloss und „Maue zinnen“ in Ka kas Schloß -Roman.
Die Ins anz des Schlosses bei Ka ka, so Schneide , sei nich meh in de Lage, sozial
des uk i e Ambi alenzen zu egulie en, sonde n löse sich selbs in eine In la ion
on Ambi alenzen au .
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Anschließend disku ie e Joseph Vogl (Be lin) in seinem Bei ag Schloß ‑Landscha
die Me kmale de Schlosswel : Schwellen aum, T ugbild und Inde e mina ion. De
Schlossbe g und das Schloss, so Vogl, wü den als unbes imm und e schwommen
da ges ell . K.sFo sch ei en üh e zu keinem a sächlichen Fo sch i , sonde n zu
einem endlosen Umhe i en. Die G enzen zwischen Do und Schloss seien undu ch-
sich ig, die Exis enz des Schlosses selbs aglich. Die Schloss -Behö de ope ie e im
Unge äh en und zu ällig, En scheidungen e ehlen ih en Zweck; was a sächlich
geschehe, hin e lasse eine diskon inuie liche und unkla e Spu . Vogl wies da au
hin, dass de Roman selbs im Übe gang, ohne An ang und Ende ope ie e. Ka kas
„Fü s enzimme “-F agmen lasse sich als Pa a ex ode Rahmenhandlung des Schloß-
Romans ansehen. Insgesam , so Vogl, e ö ne Ka kas Ve ah en im Schloß -Roman einen
endlosen Schwellen aum, de zu eine p og essi en En -Schöp ung und Au lösung
es e Wel lagen üh e.
Den zwei en Abend o ag de Tagung beso g e Ja osla Rudiš, de un e dem Ti el
Au de Suche nach dem Schloß. Ein Making ‑o de Ka ka Band die Musikp oduk ion seine
Band p äsen ie e. Rudiš s ell e die Bandmi gliede , ih e gemeinsamen Au nahmeo e
und ih e Ka ka -Inspi a ionen o – haup sächlich die ländlichen. De Fokus lag au
den on de Band p oduzie en Alben, insbesonde e Das Schloss und De P ozess. Rudiš
e wähn e, dass iele Musik ideos de Band au G aphic No els basie en, be on e
auch die zweisp achige A bei de Band und e klä e schließlich die Mo i a ion de
Bandmi gliede , Ka kas We k als G undlage ih e Musik zu nehmen: Sie s elle eine
Reak ion au die wei gehend na ionalis ische E ziehung de Bandmi gliede und den
da aus olgenden ge ingen Zugang zu deu schsp achigen Kul u da . Mi ih e Musik
woll en sie die Vielsp achigkei und In e kul u ali ä Tschechiens ep äsen ie en.
Beim anschließenden Podiumsgesp äch Ka ka und das Land– damals und heu e? mi
dem Mode a o Michael Půček und den Gäs en Ja osla Rudiš, Monika Schmi z -Emans
und Reine S ach wu den e schiedene Themen im Zusammenhang mi Ka kas We k
und seine Beziehung zum Land disku ie . Das Gesp äch d eh e sich z.B. um den Zu-
sammenhang zwischen den Landscha en, die Ka ka gesehen, und den Bilde n, die e
in seinen Tex en en wickel ha . S ach e wähn e Ka kas Begabung, bes imm e Bilde
seine Umgebung o og a isch zu speiche n und spä e in seinen Tex en zu e wenden.
Es wu de be on , dass Ka ka e schiedene Lande ah ungen gemach ha , sowohl als
Somme ische als auch im ealen Do leben (Zü au). S ach hob he o , dass Ka ka
imme wiede das S ad -Land -P oblem mi Themen wie dem Ve häl nis zwischen
Indi iduum und Gemeinscha , dem Va e p oblem und dem Juden um e binde.
Schmi z -Emans e gänz e, dass sie das Land ehe aus de Pe spek i e de F emdhei
wah nehme, und dass Ka kas Tex e, die au dem Land spielen, Indika o en ü ein
ausgesp ochen geb ochenes Ve häl nis seien. In Bezug au die G aphic No el zum
Schloß -Roman besp achen Schmi z -Emans und Rudiš die du chaus düs e e, nich
idyllisch e klä ende Äs he ik de Landscha sbilde Ka kas.
De d i e Tag begann mi Sebas ian Böhme s (Halle) Vo ag Ka kas Ingenieu e,
in dem zunächs anhand des Schloß -Romans de Land e messe K. als Ingenieu be-
ach e wu de, also als Wissenscha le -Technike , de gemäß des zei genössischen
Ve s ändnisses nach Kla hei , Ve lässlichkei und Fehle eihei s ebe. Das Pa a-
doxe sei, dass Ingenieu e in ih e Kla hei allen Nich -Ingenieu en un e s ändlich
blieben. Böhme konzen ie e sich dann au d ei wei e e Tex e: De Ve schollene,
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Ein Besuch im Be gwe k und Die s äd ische Wel . Lau Böhme möch e Ka l Roßmann
in De Ve schollene Ingenieu we den, um seine Iden i ä neu zu e inden. In Ein Be‑
such im Be gwe k wü den Ingenieu e als geheimnis olle Figu en da ges ell , de en
Tä igkei undu chschauba bleibe. In Die s äd ische Wel we de F anz als Ingenieu
p äsen ie , de ü Oska zum Ra gebe we de, da Ingenieu e ü eine kla e Sich au
die Wel s ünden. Ob Oska den Ra a sächlich bekomm , bleibe o en. Schließlich
a gumen ie e Böhme , dass Ka kas Ingenieu s igu en das Rä selha e seine P osa
au e schiedene Weise duplizie en.
Im Bei ag „Man sieh au dem Land manche lei“. Ländlichkei als sphä ische I a iona‑
li ä in Ka kas P osas ücken e klä e La s Amann (Be lin/S u ga ), dass das Ländliche
in einigen P osas ücken Ka kas eine eigene poe ische Ra ionali ä besi ze, die nich
länge nach ollziehba sei. Im Gegensa z zu S ad , die als a ional und bes imm
be ach e wi d, we de das Land als unbes imm und sphä isch i a ional da ges ell .
Lau Amann we de das Land in Ka kas P osa zum poe ischen Schaupla z, au dem die
poe ische Bes imm hei aus de Unbes imm hei des Landes he aus en s ehe.
Danach hema isie e We ne Nell (Halle) die ‚Land ‑Gespens e ‘. Social Haun ing und
das Ve schwinden de E ah ung au dem Land in einigen E zählungen Ka kas und s ell e
es , dass die Gespens e , die ü Unbes imm hei , Übe gänge und das E schü e n on
O dnungsmus e n s ünden, .a. im ländlichen Kon ex als Gegenwel zu mode nen
u banen Gesellscha gesehen wü den, und dass olglich auch das Ländliche selbs
als Gespens be ach e we den könne. Ka ka nu ze den S ad -Land -Un e schied in
seinem We k, um äumliche Ve o ung und Di e enzse zung geschilde e E ah un-
gen zu e möglichen. Die Skizzen Gemeinscha und De Aus lug ins Gebi ge wu den als
Beispiele be ach e . Nell e wies au Ka kas nega i e Da s ellung des Ländlichen, das
mi Gewal und Eigensinn assoziie we de. Das Land, so Nell, we de als e d äng es
Kons i u i menschliche E ah ungen und Selbs beobach ungen auch noch un e den
Bedingungen o gesch i ens e Mode ne da ges ell . Die „Landgespens e “ wiesen
au die Ungeheue lichkei eines au Planung des Unbes immba en ausgehenden
Deu ungsansp uchs de Mode ne hin. Doch sie wü den o lau e Planungen am
in endie en O des Geschehens nich ankommen, sonde n müss en wie Gespens e
ih e Bahn olgen, auch wenn diese sie in die I e üh e.
Im Vo ag Zei maß und Raum e häl nisse. Pa adoxe Ve messungen im ‚Landa z ‘‑Zyk‑
lus ging Luca C escenzi (T ien ) au die Landa z -Sammlung ein. Einlei end besch ieb
e den Wandel de Zei emp indung im 18. und 19. Jah hunde , als die na u basie e
Zei echnung du ch echnische Zei messung abgelös wu de. Dadu ch en s and eine
Klu zwischen dem na ü lich o ien ie en Landleben und dem echnisch o ganisie -
en S ad leben, die in den E zählungen de Landa z -Sammlung deu lich da ges ell
we de. Die S ad , so C escenzi, we de du ch ö en liche Gebäude cha ak e isie ,
wäh end das Land als o ene Raum gezeig we de, de zei lich une messlich zu sein
scheine. Auße dem sei das Landleben s ä ke on de Na u und den Tie k ä en ab-
hängig als das S ad leben. In den Land -E zählungen scheine jede Rangun e schied
zwischen Tie und Mensch zu e schwinden, wäh end in den S ad -E zählungen
die E olu ion als no wendig be ach e we de. C escenzi a gumen ie e, dass in den
E zählungen de Landa z -Sammlung die Landbewohne als hyb ide Tie -Mensch-
Wesen e schienen. Mi ih e hyb iden Na u habe auch die Zei da s ellung in diese
Sammlung zu un. Als Beispiele wu den d ei E zählungen ange üh , in de en Zen -