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Loando II. Beiträge Olmützer Doktoranden zur deutschböhmischen und deutschmährischen Literatur. Olomouc: Palacký‑Universität, 2022

Abstract

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Loando II. Beiträge Olmützer Doktoranden zur deutschböhmischen und deutschmährischen Literatur. Olomouc: Palacký‑Universität, 2022

Author: Höhne, Steffen
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2023
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/188208/1/Steffen_Hohne_150-152.pdf
150 BRÜCKEN 30/2
Gene a ion on Thea e au o en. Hunde Jah e spä e we den die in de Zwischen‑
zei e bo enen und e gessenen Übe se zungen wiede au ge üh und es en s eh
ein Dialog zwischen zwei Kul u epochen. In de e s en Epoche, o und wäh end des
E s en Wel k ieges wu den die deu schsp achigen Tex e so o ins Deu sche übe se z ,
wäh end spä e die Ve zöge ungen de Rezep ion imme länge we den. Bei Ma ija
H inčenko bleib e was unkla , aus welchen Sp achen sie übe se z , wenn sie haup ‑
sächlich aus dem Englischen und dem Russischen übe se z ha und als Au o en Ibsen,
Sude mann und Mae e linck genann we den. Fü Pe e Al enbe g gab es in den e s en
Jah zehn en des 20. Jah hunde s ein e s ä k es In e esse, jedoch de Lieblingsau o
de uk ainischen Übe se zung wa Hugo on Ho manns hal. In e essan e weise gab
es zu diese Zei eine uk ainische exp essionis ische P osa. Wäh end in de P osa de
anzösische Roman das Vo bild wa , wa en es in de D ama ik das deu schsp achige
und das skandina ische D ama. Bei de Rezep ion de ös e eichischen Li e a u de
e s en Häl e des 20. Jah hunde s in de Uk aine kann man das agische Schicksal
de Übe se ze nich übe sehen, die zu einem g oßen Teil Op e des s alinis ischen
Te o s wu den.
Es gäbe noch eine Reihe in e essan e Bei äge zu besp echen, besonde s de übe
Es e házys Donaubuch on Edi Ki ály, doch möch e ich die Rezension nich übe ‑
ach en. Es is insgesam ein seh in e essan e und in o ma i e Band gewo den.
Ein Index de Namen wü de das A bei en mi dem Band wesen lich e leich e n, weil
man so schnelle sehen könn e, welche Sch i s elle in und welche Sch i s elle
übe se z ode nich übe se z is und zum ande en könn e man schnelle die Übe ‑
se ze inden und den einzelnen We ken zuo dnen.
Sabine Voda Eschg älle /Milan Ho ňáček (Hgg.): LoandoII.
Bei äge Olmü ze Dok o anden zu deu schböhmischen und
deu schmäh ischen Li e a u . Olomouc: Palacký ‑Uni e si ä , 2022.
252 Sei en.
S e en Höhne– Hochschule ü Musik Weima /F ied ich ‑Schille
Uni e si ä Jena
Dass die Olmü ze Ge manis ik höchs ak i is bei de li e a u wissenscha lichen Re‑
kons uk ion de mäh ischen (und auch böhmischen) Li e a u egion konn e bishe
du ch eine Vielzahl an Publika ionen eind ucks oll un e Beweis ges ell we den, on
denen hie nu de Sonde band des Jah buches b ücken N.F. 18/1–2 (2010) genann sei,
de einen um assenden Übe blick de Fo schungen zu deu schmäh ischen Li e a u
e sammel und de maßgeblich aus A bei en des Olmü ze Ins i u s bes i en wi d.
Hie an kann de jüngs e schienene Band Loando II anknüp en, de A bei en Olmü ze
Dok o anden zu deu schen Li e a u aus den Böhmischen Lände n e sammel . De
k yp ische Ti el, wie die He ausgebe im Vo wo e me ken, geh au den deu sch‑
151REZENSIONEN
mäh ischen Sch i s elle Ku Loando (= Leopold Pospischil) zu ück. P äsen ie
we den Tex e on neun Au o en und Au o innen, die sich mi in de Regel wenige
bekann en, d. h. nich kanonisie en Tex en li e a u wissenscha lich auseinande ‑
se zen. Dabei we den einzelne Au o en und Au o innen in den Blick genommen, so
Anna An onia on Thale , insbesond e ih Roman Ein sel sames Ve häl nis aus dem Jah
1874, mi dem sich Claudia Me z be ass . Ein ande es Beispiel bilde Ma ké a Bu šo á,
die sich mi Jose O els Agne a. Die Hexe on Ulle sdo , 1901 in B ünn e schienen, be‑
ass , ein Ve s oman, de die Hexenp ozesse in No dmäh en in de zwei en Häl e des
17. Jah hunde s li e a isch bea bei e . Hie zu e olg zunächs eine Rekons uk ion
wich ige Topoi wie Teu elspak in de ühen Neuzei sowie Hexen o s ellungen bzw.
Hexenbilde , die die G undlage ü das Ve s ändnis des Romans on O el bilden. Neben
eine inhal lichen Zusammen assung wi d zudem eine e s e In e p e a ion o geleg .
Voj ěch Šimůnek be ass sich mi Li e a isie ungen des Deu schen K ieges on
1866. Hie zu ha e e be ei s im le z en Jah gang de b ücken. Zei sch i ü Sp ach-,
Li e a u - und Kul u wissenscha (29/1, 2022, S. 139–153) einen einschlägigen Bei ag
o geleg . Im ak uellen Band beschä ig e sich mi Robe Hohlbaum und dessen
Ös e eiche . Ein Roman aus dem Jah e 1866, e schienen 1914. Hohlbaums Tex wi d zum
Anlass genommen, ausgehend on den g undlegenden his o iog aphischen A bei en
F ied ich Hee s und Max Halle s, das Jah 1866 im Hinblick au die ös e eichische
Iden i ä sbildung in den Blick zu nehmen. Dabei geh de Ve asse e was miss e ‑
s ändlich o mulie on eine doppel en Iden i ä aus, einmal au die Habsbu ge ‑
dynas ie bezogen, einmal au den gesam en Deu schen Bund (und eben nich wie
älschlich o mulie au das längs schon un e gegangene Heilige Römische Reich
deu sche Na ion) bezogen. Vo diesem Hin e g und kann a sächlich die Niede lage
on 1866 mi dem Schei e n eine g oßdeu schen Pe spek i e un e ös e eichische
Füh ung als ein T auma be ach e we den, le z lich als eine „Des abilisie ung des
Selbs bildes“ de Habsbu ge mona chie (S. 75). An diese allgemeinen Aus üh ungen
schließ sich die Analyse des Tex es on Hohlbaum, einem G enzlanddich e mi
ölkische A ini ä , an.
Mi einem ande en G enzlanddich e , Ka l Hans S obl, be ass sich And ea Z o‑
lánko á. Thema ih e A bei is die Bisma ck ‑T ilogie S obls. Ausgangspunk is
hie de mi dem Bisma ck ‑My hos ko elie ende Na ionalismus, wobei alle dings
die Beg i lichkei eine ech unp äzise Anwendung inde . So wi d die En s ehung
on Na ionalge ühl als eine T ans o ma ion aus dem Na ionalbewuss sein e klä
(S. 92), das Konzep des My hos bleib meh als age und wi d synonym zu Religion,
Kul , Legende geb auch bzw. mi ö en liche Belieb hei , Ve eh ung, Selbs insze‑
nie ung umsch ieben. Angesich s wei e e Ungenauigkei en wie die „Ze spli e ung
on Ös e eich ‑Unga n“ (S. 99) nach dem E s en Wel k ieg, die E ike ie ung on
Bisma cks Va e als „ein ache Dö le “ (S. 109) ode die Ve wendung nich nähe e
e läu e e Ka ego ien wie His o izi ä und Li e a izi ä eines Tex es (S. 103) dü e
eine Übe a bei ung d ingend ange a en sein. Mindes ens abe soll e S obls T ilogie
in den Kon ex de T adi ion des His o ischen Romans eingebe e we den, de ge ade
in den Böhmischen Lände n sp achübe g ei end eine spezi ische Ausp ägung besaß.
Michaela Sm ž ‑Ciesla o á be ach e die Deu sch -Tschechische F age des Jah es 1918
aus de Sich des P age Tagbla s. Ausgangspunk is hie alle dings ein eleologisches,
die ealen En wicklungen höchs ens beding abbildendes Na a i on eine sich
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mi dem E s en Wel k ieg e s ä kenden, unausweichlichen Kon lik si ua ion mi
dem E gebnis, „dass ein iedliches Zusammenleben de zwei Na ionen kaum meh
möglich wa .“ (S. 118) He ausgea bei e we den dann zen ale Themenkomplexe de
Be ich e s a ung wie die Rolle des Selbs bes immungs ech s, die Delegi imie ung de
Habsbu ge mona chie, die F age eine öde alen Ges al ung (Bundess aa s. S aa‑
enbund), die G ündung de Tschechoslowakei und wei e e. Was alle dings zu ku z
komm , is die poli isch ‑gesellscha liche Eino dnung des P age Tagbla s. Fe ne
ehl ein me hodische Zugang, was die Analyse de Tex e angeh (disku sanaly isch,
inhal sanaly isch e c.).
Nachdem Radek Flekal eine e s e Skizze seine Beschä igung mi dem K iminal‑
au o Weine ‑Wil on im e s en He de Schni s elle Ge manis ik in de Sek ion Dok o‑
anden o um o legen konn e, inde man hie eine e ie ende Auseinande se zung
o allem mi dem Komplex des Exo ischen im We k Weine ‑Wil ons.
Mi dem in Olmü z gebo enen F anz Spunda be ass sich Vendula To es, die li e‑
a ische Mo i e in Gio giones Liebeslied– Roman eines Küns le lebens un e such , eine
Hommage an den i alienischen Male aus de Renaissance.
Abschließend be ass sich Alena Papouško á mi den schechischen Übe se zungen
des Mannes ohne Eigenscha en. Ausgehend on dem Au sa z Ma io Wand uszkas Mu-
sils Sp ache als He aus o de ung aus dem Jah 1988, in dem die These eine besonde en
Wide se zlichkei bzw. Unübe se zba kei des Romans e e en wi d, soll hie eine
Übe p ü ung o genommen we den. Dabei geh es de Ve asse um die s ilis ischen
Aspek e de Übe se zung sowie auch um den S il des Übe se ze s selbs , eine du ch‑
aus iel e sp echende A bei .
Insgesam e häl man einen gu en Übe blick übe die A bei des akademischen
Nachwuchses de Olmü ze Ge manis ik, die die En wicklung des Faches, wenn die
Disse a ionen abgeschlossen sind, siche o anb ingen we den.
Jana Čeňko á: Jes lipak í e, kdo je ly ik? Opoezii p o dě i amladé
č enáře [Wiss ih denn, we ein Ly ike is ? Übe Ly ik ü Kinde und
junge Lese ]. P aha: Ka olinum, 2022. 172 Sei en und 34 Abbildungen.
Dagma Š e mo á– Pädagogische Fakul ä , Ka ls ‑Uni e si ä P ag
Die on einem Au o enkollek i o geleg e Monog a ie Jes lipak í e, kdo je ly ik? Opoe-
zii p o dě i amladé č enáře. [Wiss ih denn, we ein Ly ike is ? Übe Ly ik ü Kinde
und junge Lese ], he ausgegeben on Jana Čeňko á is , s ell o allem das Scha en
on ep äsen a i en schechischen zei genössischen Au o en o , de en Schwe punk
Gedich e einschließlich expe imen elle Ly ik und inno a i e gen eübe sch ei ende
Kuns we ke ü Kinde und Jugendliche bilden. In diese Hinsich zeichne die Mono‑
g a ie die En wicklung de on ausgewähl en Ve lagshäuse n da gebo enen ly ischen
P oduk ion nach, wobei das Haup augenme k Neue scheinungen au dem Gebie on