scieee Science in your language
[de] (orig) [fr] [it] [es]

Datenanalyse und Konzepte zur Strukturierung von Krankenblättern bei der Diagnose von Bandscheibenfällen

Frank Elste

Dr. med. Datenanalyse und Konzepte zur Strukturierung von Krankenblättern zum Beispiel Diagnose von Bandscheibenfall Geboren am 28.10.1967 in Bad Nauheim Reifeprüfung am 20.05.1987 Studiengang der Fachschule Medizin von 1990 bis einschließlich WS 1995/96 Physik am 27.03.1992 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praxis in Heidelberg, Salem Krankenhaus Staatsexamen am 02.05.1996 an der Universität Heidelberg Doktorat: Orthopädie Doktorat: Prof. Dr. med. Ewerbeck Zusammenfassung Die Dokumentation von Patientendaten in Kliniken und Praxen erfolgt noch heute meist in Form einer auf Papier basierenden Krankenhausakte. Diese stellt die zentrale Quelle in der Medizin dar.

Auf der Grundlage von Symptomfrequenzen und klinischer Relevanz wurde zunächst auf der Grundlage der orthopädischen Literatur, Scores und Prüfbücher anderer Krankenhäuser festgelegt, was in einem Krankenbuch dokumentiert werden soll (Auswahl der Kernkriterien).

Die Analyse in der Orthopädie Heidelberg zeigte, daß die Erkenntnisse in den Krankenbüchern nur unvollständig dokumentiert wurden. Nur etwa 55% aller definierten Kernkriterien waren in den Krankenbüchern niedergelegt. Durch die Anwendung strengerer Maßstäbe, d. h. einer präzisen Dokumentation, die Wissenschaft und Forschung erfordern, konnten nur etwa 4% der Kernkriterien in den Krankenbüchern gefunden werden. Diese Ergebnisse verstärken die Dringlichkeit einer umfassenden Reform der Krankenbücher.

Als Verbesserungsvorschlag wurde eine Liste auf der Grundlage der definierten Kernkriterien, der Auswahl von Büchern anderer Kliniken, Scores und Literatur erstellt, wobei die Erhebungs- und Untersuchungsmöglichkeiten in Orthopädie gesammelt und strukturiert wurden. Für eine bessere Übersicht wurden die Ergebnisse der Untersuchungen in einer zusammengefassten Darstellung in Form eines Tabellen für alle Standorte zusammengestellt und in mehrere Ebenen als Zweigbaum strukturiert. Spezielle Untersuchungen und Tests wurden erläutert und mit den Listen im Anhang verknüpft. Aus dieser Liste wurde beispielsweise ein Untersuchungsbuch für die Lokalisierung der Wirbelsäulen erstellt.

Zu den wesentlichen Schwachstellen der Krankenbuchdokumentation gehörten die inhaltlichen Mängel und organisatorischen Hindernisse, die eine Patientenbuchprüfung zu einem zeitintensiven Prozess machen. Um die Qualität der Dokumentation zu verbessern und eine zeitsparende Auswahl an Informationen zu gewährleisten, ist der Einsatz eines integrierten Informationssystems in den Krankenhäusern eine wichtige Voraussetzung für die zeitgemäße Verwaltung von Patientendaten. In Anbetracht der strengen Legislativanforderungen, die die Beweislast zunehmend von der Patientenseite auf die Arztseite verschieben, und der durch die Gesundheitsreform verlagerten Druck auf die Kosten, wird der Einsatz von Computern in den Krankenhäusern noch stärker geprägt.

Die Zahl der Untersuchungsmöglichkeiten, die in den Listen angeboten werden, ist viel zu groß für den Einsatz im klinischen Alltag. Aus Gründen einer effizienten Untersuchung ist eine Reduktion auf ein ebenso notwendiges Maß erforderlich. Weitere Schritte zur Verfeinerung und Verbesserung der erstellten Listen sind die Prüfung von Untersuchungen und Tests auf Qualitätskriterien.