In e kan onale Hochschule ü Heilpädagogik Zü ich
S udiengang Sonde pädagogik
Mas e a bei
Ou doo Educa ion und ih e Wi kung au das
Wohlbe inden on Le nenden mi und ohne
ADHS
Ein na a i es Re iew
einge eich on: E elyne Meie
Beglei ung: D . La s Moh
Da um de Abgabe: 5. Juni 2025
I
Abs ac
Ou doo Educa ion – ode Un e ich im F eien – gewinn sei einigen Jah en wel wei an Belieb hei .
Leh k ä e haben heu e die Möglichkei , sich au diesem Gebie aus- und wei e bilden zu lassen. Die
Umse zungen on Ou doo Educa ion sind so iel äl ig wie die Ziele de einzelnen Konzep e. Wie bei
jedem Un e ich skonzep e sp ich man sich auch on de Ou doo Educa ion einen Vo eil ü den
Le np ozess de Schüle *innen. Basie end au den empi ischen E kenn nissen, dass sich die Na u
posi i au die Gesundhei auswi k und sich die psychische Gesundhei on Kinde n und Jugendlichen
in den e gangenen Jah en endenziell e schlech e ha , geh die o liegende Li e a u a bei de F age
nach, ob sich Ou doo Educa ion posi i au das Wohlbe inden on Schüle *innen auswi ken kann,
insbesonde e, wenn ih Wohlbe inden du ch eine ADHS womöglich s ä ke beein äch ig is . Insgesam
zehn S udien wu den in diesem na a i en Re iew bea bei e . Die E gebnisse ielen un e schiedlich aus
und lassen da au schliessen, dass Ou doo Educa ion nich pe se einen posi i en Ein luss au das
Wohlbe inden He anwachsende und Kinde mi ADHS ha , jedoch un e güns igen Ums änden g osses
Po enzial hie ü au weis .
II
Danksagung
Die o liegende Mas e a bei is wäh end und nach eine gesundhei lich he aus o de nden Zei
en s anden. Dass sie nun ollende o lieg , wa ü mich o zwei Jah en noch schwe o s ellba . Ich
bin seh dankba , ges ä k aus diese Zei he o gegangen zu sein und diese Mas e a bei ein eichen
zu können. Ebenso dankba bin ich ü die um ang eiche Un e s ü zung on ielen Sei en, die mi dies
e möglich ha . Ich danke meine Familie ü die Un e s ü zung in de Kinde be euung, meinen Kinde n
da ü , dass sie diese A bei nich zu iel Raum einnehmen liessen und meinem Mann und meine
F eundin ü das Lek o ie en sowie den IT-Suppo . Ich bedanke mich bei all meinen medizinischen und
komplemen ä medizinischen Fachpe sonen, du ch de en Hil e ich eine hohe Lebensquali ä geniesse
und in de Lage bin, die Ausbildung zu Heilpädagogin abzuschliessen. Ich bedanke mich eben alls bei
meine Be euungspe son D . La s Moh ü die engagie e und lexible Beglei ung de Mas e a bei und
das Ve s ändnis ü meine Si ua ion. Wei e bin ich de S udiengangslei ung seh dankba , ü die
unkomplizie e und eben alls e s ändnis olle Kommunika ion und Ve länge ung meines S udiums.
Inhal s e zeichnis
1. Einlei ung ........................................................................................................................ 1
1.1 Ausgangslage und heo e ische Beg ündung de Themenwahl ....................................... 1
1.2 Heilpädagogische Rele anz .......................................................................................... 2
1.3 Fo schungs o haben .................................................................................................... 2
2. Ou doo Educa ion .......................................................................................................... 2
2.1 De Na u beg i ........................................................................................................... 2
2.2 Dimensionen on Na u e ah ungen ............................................................................. 3
2.3 Was e s eh man un e «Ou doo Educa ion»? ............................................................. 4
2.3.1 Klassische na u pädagogische Ansä ze .................................................................. 4
2.3.2 Gegenwä ige na u pädagogische Ansä ze ............................................................. 6
2.3.3 De ini ion de Ou doo Educa ion ü die o liegende A bei .................................... 7
2.4 Beispiele de in e na ionalen Umse zung on Ou doo Educa ion .................................. 8
2.5 Die Mensch-Na u -Beziehung ....................................................................................... 9
2.5.1 Biophilie-Hypo hese .............................................................................................. 9
2.5.2 Wi kung de Na u au den Menschen .................................................................... 9
2.5.3 Ein luss de Na u au die kindliche En wicklung ................................................... 10
2.5.4 Au dem Weg zu Na u en emdung? ................................................................... 11
3. Wohlbe inden ............................................................................................................... 13
3.1 Wohlbe inden – was is das? ....................................................................................... 13
3.2 Kindliches Wohlbe inden – das «Child Well-being»-Kons uk ...................................... 14
3.3 En wicklung psychische Gesundhei in de Kindhei ................................................... 15
3.3.1 Resilienz ............................................................................................................. 15
3.3.2 Bindungs heo ie .................................................................................................. 16
3.3.3 Selbs de e mina ions heo ie nach Deci und Ryan ................................................ 17
3.3.4 Ak uelle Fo schungslage zum kindlichen Wohlbe inden ........................................ 18
4. ADHS ............................................................................................................................. 20
4.1 De ini ion und Symp oma ik ....................................................................................... 20
4.2 Ka ego isie ung und Diagnos ik .................................................................................. 21
4.3 U sachen ................................................................................................................... 21
4.4 Gegenwä ige Behandlungsmöglichkei en .................................................................. 22
4.5 Auswi kungen de ADHS au das Wohlbe inden ........................................................... 23
5. Me hodik ....................................................................................................................... 24
5.1 F ages ellung ............................................................................................................. 24
5.2 Li e a u ko pus – Reche che ....................................................................................... 24
5.3 Na a i es Re iew nach Pe ic ew und Robe s ............................................................ 32
5.3.1 Besch eibung de S udien .................................................................................... 32
5.3.2 Besch eibung de E gebnisse de einzelnen S udien ............................................. 41
5.3.3 Zusammen assung de E gebnisse und Diskussion ............................................... 48
6. Bean wo ung de F ages ellung ................................................................................... 54
7. (Heil-)pädagogische Rele anz ....................................................................................... 54
8. Me hodenk i ik.............................................................................................................. 55
9. Ausblick ........................................................................................................................ 56
10. Li e a u e zeichnis ...................................................................................................... 58
11. Abkü zungs e zeichnis ................................................................................................. 65
12. Tabellen e zeichnis ...................................................................................................... 66
13. Abbildungs e zeichnis .................................................................................................. 66
14. Anhang .......................................................................................................................... 67
1
1. Einlei ung
1.1 Ausgangslage und heo e ische Beg ündung de Themenwahl
Wäh end de le z en 15 Jah e a bei e e die Au o in de o liegenden A bei als Klassenleh pe son au
de P ima s u e und anschliessend als schulische Heilpädagogin in eine Kinde ga enklasse. Die
Tä igkei an de P ima schule e o de e die Auseinande se zung mi Kinde n aus belas e en Familien-
e häl nissen und den dami e bundenen Auswi kungen au ih Wohlbe inden und den Schulall ag. Da
nu , we sich wohl ühl , auch le nen kann, sah sich die Au o in s e s mi de He aus o de ung
kon on ie , möglichs kinde - und le n eundliche Bedingungen zu scha en. Dazu gehö e un e
ande em Zei an de ischen Lu . En s anden sind diese «D aussen-Einhei en» mi den Schüle *innen
eine e s en Klasse, die zu Beginn des Schuljah es mi den Ansp üchen de S unden a el deu lich
übe o de wa en. Hie gewann die Au o in e s e E kenn nisse übe mögliche Vo züge egelmässige
Un e ich szei im F eien und sie sind die pe sönliche Ausgangslage, um de Wi kungsweise on
Ou doo Educa ion au den G und zu gehen.
Die Na u is de u sp üngliche Lebens aum des Menschen und s ell die G undlage seine Exis enz da .
Neben Nah ung, E holungs- und Lebens aum bie e die Na u e wiesene massen gesundhei liche
Vo eile ü den Menschen. Ein egelmässige Au en hal in de Na u kann p ä en i o E k ankungen
schü zen sowie das S essle el senken (A ay, 2018). Renz-Pols e und Hü he (2024) sch eiben de
Na u eine äusse s bedeu ende Rolle ü die kindliche En wicklung zu: «Na u is ü Kinde so
essenziell wie gu e E näh ung. Sie is ih anges amm e En wicklungs aum» (S. 9). Dami einhe geh
die Ve an wo ung on E ziehenden, Kinde n einen Zugang zu Na u zu e möglichen. Lau eine
Um age de Unice e b ingen Kinde im P ima schulal e du chschni lich 37 S unden p o Woche in
de Schule ode mi ih en Hausau gaben (Unice , 2012). Angesich s diese Ta sache könn e die Schule
einen Teil diese Ve an wo ung übe nehmen und dami allen Kinde n, Zei im F eien e möglichen.
Ak uell kommen diesem Bedü nis imme meh Leh k ä e und Schulen nach und de Un e ich in de
Na u e äh eine zunehmende Belieb hei ( on Au & Jucke , 2022). Diese En wicklung kann auch als
Reak ion au den Ums and gesehen we den, dass Kinde heu e wenige Zei im F eien e b ingen als
äl e e Gene a ionen (Ke sche ski, 2010).
E hebungen aus den le z en Jah en zeigen eine Tendenz, dass sich das allgemeine Wohlbe inden on
Kinde n und Jugendlichen wel wei e schlech e ha (Cosma e al., 2023; siehe nähe dazu Kapi el
3.3.4). Diese En wicklung gil es im Bildungskon ex zu beach en, da eine sei s Le ne olg und
Wohlbe inden in einem engen Zusammenhang s ehen und ande e sei s die Meh hei on psychischen
E k ankungen bei E wachsenen im Kinde - und Jugendal e au i (ebd.). Lau Cosma e al. (2023) sind
«die Schulen in den Mi elpunk de Du ch üh ung on P og ammen zu Fö de ung de psychischen
Gesundhei zu s ellen» (Auswi kungen, Abs. 5). Besonde s in ih em Wohlbe inden beein äch ig sind
Kinde und Jugendliche, die be ei s an eine psychischen S ö ung leiden. Die ADHS (Au me ksamkei s-
de izi /Hype ak i i ä ss ö ung) gehö zu den häu igs en S ö ungsbilde n unse e Zei und soll deshalb
in de o liegenden A bei besonde e Be ücksich igung inden. ADHS kann Kinde in iele lei Hinsich
einsch änken. Dies geschieh un e ande em au g und on Symp omen de Hype ak i i ä , mangelnde
Impulskon olle und De izi en in de Au me ksamkei (Gaw ilow, 2023). Diese Einsch änkungen s ehen
im Gegensa z zu den schulischen An o de ungen und wi ken sich o mals nega i au die Schullau bahn
2
de Be o enen aus. In de Schule we den sie dahe meis on schulischen Heilpädagog*innen
un e s ü z .
1.2 Heilpädagogische Rele anz
Kinde , de en Wohlbe inden s a k und länge is ig beein äch ig is , seien dies Kinde mi ode ohne
ADHS-Diagnose, sind mögliche weise in ih e Leis ungs ähigkei und in ih e Pa izipa ion einge-
sch änk . G undsä zlich ha jedes Kind Ansp uch au Un e s ü zung du ch die schulische Heilpädagogik,
wenn ein besonde e Fö de beda o lieg . Dies bedeu e , dass sowohl Kinde mi eine ADHS-
Diagnose als auch Kinde , die kein spezi isches S ö ungsbild au weisen, wohl abe ein e minde es
Wohlbe inden e leben und de en psychische Gesundhei po enziell ge äh de is , in den Au gaben-
be eich de Heilpädagogik allen. Neben de In e en ion gehö auch die P ä en ion zum Au ag
schulische Heilpädagog*innen.
1.3 Fo schungs o haben
Wenn nun die Na u ein undamen ale En wicklungs aum ü Kinde is , sie den Menschen in seine
Gesundhei zu un e s ü zen e mag und die Schule in Zusammena bei mi de Heilpädagogik die
Au gabe ha , die psychische Gesundhei zu ö de n, schein es sinn oll, de Kombina ion on Na u und
Bildung Au me ksamkei zu schenken. Au diese Zusammenhänge leg die o liegende A bei ih en
Fokus. Die d ei olgenden Kapi el 2, 3 und 4 beinhal en eine heo e ische Auseinande se zung mi den
Themen Ou doo Educa ion, Wohlbe inden und ADHS. Sie sollen Au schluss übe Beg i lichkei en,
ele an e Konzep e und ak uelle Fo schungse kenn nisse geben. Dami sind sie de Ausgangspunk ü
eine konk e o mulie e F ages ellung, die in Kapi el 5 den anschliessenden Fo schungs eil einlei e .
Wei e wi d in diesem Kapi el mi eine sys ema ischen Li e a u eche che und de en Auswe ung
e such , einen Übe blick zu be ei s o handenem Wissen zu gewinnen. Kapi el 6 b ing die E gebnisse
mi de Bean wo ung de F ages ellung au den Punk . In Kapi el 7 und 8 we den die Konsequenzen
de E kenn nisse ü die (heil-)pädagogische P axis abgelei e sowie die Me hodik k i isch e lek ie .
Den inhal lichen Abschluss de o liegenden A bei bilde Kapi el 9 mi einem Ausblick au wei e e
mögliche Fo schungs agen, die sich aus diese Li e a u a bei e geben haben. Kapi el 10 beinhal e
das Li e a u e zeichnis und Kapi el 11 und 12 das Tabellen- sowie das Abbildungs e zeichnis. In
Kapi el 14, dem Anhang, sind e gänzende Dokumen e zu inden.
2. Ou doo Educa ion
2.1 De Na u beg i
Au de Suche nach eine De ini ion des Beg i es «Na u » is im Duden olgende Aus üh ung zu inden:
«alles, was an o ganischen und ano ganischen E scheinungen ohne Zu un des Menschen exis ie ode
sich en wickel » (Duden, n.d., S ichwo «Na u »). In ielzähligen wei e en De ini ionen is de Aspek
«ohne das Einwi ken des Menschen» zen al, wobei sich das, was die Na u da s ell , on Landscha en
übe Flo a und Fauna (Kan onale Umwel - und Ene gie achs ellen, 2023) bis hin zu obgenann en
3
«o ganischen und ano ganischen E scheinungen» (Duden, n.d.) a iie . Aus diese De ini ion läss sich
ablei en, dass in ielen Gebie en «Na u » kaum meh o handen is , weil de Mensch eingewi k und
sie ges al e ha (Kan onale Umwel - und Ene gie achs ellen, 2023). Ha (2021) schläg deshalb einen
p agma ischen Na u beg i o . Denn so, wie wi Menschen die meis en Gebie e ge o m haben, so
«wi ken auch die K ä e de E olu ion übe all» (ebd., S. 12). Wenn de Beg i «Na u » in de
o liegenden A bei e wende wi d, so sind unweige lich auch Umgebungen mi eingeschlossen, die
sich eilweise wohl ohne den Ein luss des Menschen en wickel haben, jedoch on ihm – o zugsweise
in möglichs ge ingem Ausmass – ges al e wu den. Im Gegensa z zum Na u beg i s eh de jenige de
«Kul u ». Fü S o l (2018) is die geis ige Kul u das, was «ja eigen lich den Menschen ausmach » (S.
25) und die UNESCO (n.d., Abs. 1) de inie Kul u , als «alles, was Menschen in eine Gesellscha
eilen: Musik, Kuns , Li e a u , Sp ache, We e, B äuche, S ä en und zei geschich liche Dokumen e».
Dami beinhal e Kul u gegensä zlich zu Na u , die Gesam hei dessen, was om Menschen beein luss
und e scha en wu de. Ein wei e e Beg i , de an diese S elle Be ücksich igung inde , is de jenige
de «Umwel ». Dies aus dem G und, weil Umwel und Na u en wede gemeinsam ode eilweise ga
synonym e wende we den (Kan onale Umwel - und Ene gie achs ellen, 2023). A ay (2018) de inie
Umwel als den «Raum, de on einem Lebewesen ges al e wi d und de gleichzei ig dieses Lebewesen
beein luss und o m » (S. 84). Ande s als de Kul u beg i s eh de Umwel beg i dem Na u beg i
nich gegenübe , sonde n schliess ihn mi ein. Die Na u is Teil unse e Umwel . Au welche A und
Weise wi Na u e leben ode e ah en wi d im olgenden Kapi el hema isie .
2.2 Dimensionen on Na u e ah ungen
Di me e al. (2021) haben sich mi un e schiedlichen Beg i en, wie Menschen und Na u in Kon ak
ge a en können, auseinande gese z . Sie legen da , welche Te mini in den Konzep en de
Na u pädagogik e wende we den und weisen da au hin, dass sie nich kla oneinande abzug enzen
sind. Wei e inden die Beg i e, was ih e Bedeu ung be i , in de Li e a u un e schiedliche
Ve wendung (ebd.). So sind olgende Beg i e im na u pädagogischen Bezugs ahmen zu inden:
«Na u e ah ung, Na u e leben, Na u kon ak , Na u begegnung, Na u wah nehmung, Na u emp indung
und Na u zugang» (ebd. S. 7). Dabei is ü Di me e al. (2021) die Na u e ah ung eine de
gehal olls en Beg i e ü den Bildungskon ex . Lude (2021) nimm dabei Bezug zu John Dewey’s
Beg i de E ah ung. Demzu olge is eine Na u e ah ung meh als das schlich e E leben de Na u . Ein
E lebnis in de Na u wi d du ch i i ie ende Momen e und eine da au olgende Re lexion zu eine
E ah ung (ebd.). Um die Bedeu ung on Na u e ah ungen zu analysie en, ha Lude (2021) olgende
12 Dimensionen es gehal en:
• Äs he ische Dimension: E ah en on Schönhei de Na u
• E kundende Dimension: Beobach en und E o schen de Na u
• Ins umen elle Dimension: Ve so gen und Ve we en on Tie en und P lanzen
• Na u schu zbezogene Dimension: Schü zen on A en und Bio open
• Soziale Dimension: P legen eine besonde en Beziehung zu einem Tie
• E holungsbezogene Dimension: E holung in de Na u
• E näh ungsbezogene Dimension: E we b ode Ve zeh on umwel bewuss
p oduzie e Nah ung
4
• Mediale Dimension: Duch Medien e mi el e Na u e ah ungen
• Spi i uelle Dimension: Medi ie en und K ä e de Na u au nehmen
• Aben eue liche Dimension: He aus o de ungen an eigene Geschicklichkei in
de Na u
• Nach bezogene Dimension: D aussen in de Na u die Nach e leben
• Des uk i e Dimension: Ze s ö en ode Quälen on Leben.
(Lude, 2021, S.47 .)
Diese Dimensionen inden hie Beach ung, weil in den olgenden Kapi eln einzelne Ansä ze de Ou doo
Educa ion o ges ell we den und diese die e schiedenen Dimensionen un e schiedlich p io isie en
und die Schwe punk e in Anbe ach de besch iebenen Dimensionen deu liche zum Vo schein
kommen.
2.3 Was e s eh man un e «Ou doo Educa ion»?
Um schulisch ini iie es Le nen im F eien zu besch eiben, s eh eine ganze Viel al on Beg i en zu
Ve ügung. «Na u pädagogik», «Educa ion Ou side he Class oom» «D aussenle nen» ode , wie in de
o liegenden A bei e wende , «Ou doo Educa ion» sind nu einige Va ian en ( on Au & Jucke , 2022).
Sie implizie en alle, dass Un e ich ausse halb des Klassenzimme s p ak izie wi d, jedoch is noch
keine Aussage da übe gemach , wie, wa um, wann und mi welchem Ziel diese Un e ich s a inde .
Diese O enhei läss be ei s e mu en, dass es iele Möglichkei en gib , d aussen zu le nen. In de
Folge we den diese Möglichkei en und die dazugehö igen Beg i e e ö e , wobei da au hingewiesen
we den muss, dass die Beg i e un e schiedlich e wende we den und eine kla e Abg enzung einzelne
Ansä ze nu g ob möglich is . Es we den Eingangs die klassischen na u pädagogischen Ansä ze da ge-
s ell und anschliessend, die heu e e b ei e en Konzep e ausge üh . Das Kapi el schliess mi eine
Beg i sde ini ion ab, welche diese A bei zug unde lieg .
2.3.1 Klassische na u pädagogische Ansä ze
In den Ach zige jah en wu de in den USA de na u pädagogische Ansa z des «Flow Lea nings» populä
und e lang e wel wei e Beach ung (Nu ebaum, n.d.). Joseph Co nell, de Beg ünde , di e enzie e ie
S u en des Le nens in de Na u aus. In de e s en S u e geh es da um, die Begeis e ung und den
Spiel ieb de Kinde zu wecken und ih In e esse zu gewinnen. Die zwei e S u e ö de du ch sinnan-
egende Spiele die konzen ie e Wah nehmung, welche no wendig is , um die Na u zu e ah en. Die
d i e S u e dien dem di ek en und e ie en E leben de Na u . Hie sollen du ch den di ek en Kon ak
ein Ve s ändnis und ein Ve an wo ungsbewuss sein ü die na ü liche Umgebung gescha en we den.
Um das Teilen de eigenen E lebnisse geh es in de ie en S u e. Du ch den Aus ausch mi de G uppe
wi d das Sozialge üge ges ä k und die eigenen Eind ücke e a bei e . Fü alle S u en schläg Co nell
konk e e Spiele und Ak i i ä en o (Nu ebaum, 2011). Mi Blick au die einzelnen S u en wi d
o ensich lich, dass Co nell e schiedene Dimensionen de Na u e ah ung bedien . So we den mi den
e s en beiden S u en die äs he ische und die aben eue liche Dimension be üh und mi den S u en d ei
und ie die na u schu zbezogene und die soziale Dimension – wobei es hie um die Beziehung zu den
11
Bezugspe sonen des Kindes. Im Lau e de En wicklung we den wei e e Beziehungen geknüp ,
insbesonde e zu ande en Kinde n (Renz-Pols e & Hü he , 2024). Sich selbe in Gesellscha
Gleichal ige o ganisie en zu können, zähl ü Renz-Pols e und Hü he (2024) zu eine d i en,
wich igen Vo ausse zung ü eine gelungene En wicklung. E gebnisse aus de Wissenscha bek ä igen
die Rolle on selbs zusammengese z en Kinde g uppen, in denen o allem soziale Le np ozesse
s a inden, die on E wachsenen ini iie , nich en s ehen könn en. Sind diese Bedingungen o handen,
kann ein Kind selbs s ändig we den, soziale und emo ionale Kompe enzen en wickeln, mi schwie igen
Si ua ionen umgehen le nen und seine In e essen und Ziele e olgen. Die Na u is ein belieb e
Schaupla z ü Begegnungen mi ande en Kinde n und dami ein O , an dem F eundscha en geknüp
we den können. Die Na u bie e abe auch O e, Lieblingsplä ze, besonde e P lanzen und Tie e, zu
denen eine Beziehung ausse halb de menschlichen Wel au gebau we den kann (ebd.).
Die Na u e mag also die sozial-emo ionale sowie die kogni i e En wicklung zu be eiche n. An diese
S elle is e wähnenswe , dass ebenso die kö pe liche und gesundhei liche En wicklung p o i ie . De
Au en hal in na ü lichen Umgebungen eg an, sich zu bewegen und du ch den Kon ak mi Tie en,
P lanzen, Bak e ien und Keimen wi d das Immunsys em he ausge o de und ainie (ebd.). Eine
gesunde En wicklung is beding du ch iele e schiedene Fak o en, die Na u kann dabei einen
we ollen Bei ag leis en.
2.5.4 Au dem Weg zu Na u en emdung?
In den le z en zwei Kapi eln wu den die Vo züge de Na u he o gehoben. Dennoch zeigen S udien
und Beobach ungen, wie zum Beispiel bei Lou (B äme , 2016) ode de Schweize Namuk S udie
(Ga h, n.d.), dass Kinde imme wenige Zei im F eien e b ingen. In diesem Zusammenhang wi d on
eine zunehmenden En emdung des Menschen on de Na u gesp ochen.
Mi de Bezeichnung «na u e-de ici -diso de » e eg e Richa d Lou o 20 Jah en Au sehen (B äme ,
2016). E leg e in seinem wel wei bekann en Buch «las child in he woods» da , wie seh sich Kinde
on de Na u en emden und dis anzie en. Sein «Weck u » blieb nich unbeach e und üh e in den
USA und in de Folge auch in e na ional zu gesellscha lichen und poli ischen Ve suchen, die Na u
Kinde n wiede nähe zu b ingen (ebd.).
De «Jugend epo Na u » gib sei 1997 Einblick in das Ve häl nis Deu sche Jugendliche zu Na u ,
indem Wissen und Ansich en übe die na ü liche Umwel e hoben we den (B äme & Koll, 2017).
Wissens agen sollen klä en, inwiewei Na u e eignisse on Jugendlichen noch zu Kenn nis genommen
we den. F agen nach den Mondphasen, de Himmels ich ung, in welche die Sonne au geh ode nach
dem Mona mi den längs en Tagen wa en Teil diese E hebung. De sieb e Jugend epo Na u 2016
s ell e bei de F age nach de Himmels ich ung, in de die Sonne au geh , es , dass sich die Anzahl
ich ige An wo en beinahe halbie ha , e glichen mi den E gebnissen des Jugend epo s 2010 (ebd.).
Un e dem Beg i «Bambi-Synd om» e ass de Repo die Tendenz Jugendliche , die Na u in eine
kindlichen A zu idealisie en und sie als «heile Wel » zu be ach en. Das Bambi-Synd om is gemäss
de E hebung 2016 ela i ausgep äg , wobei Jugendliche dazu endie en, die Na u g undsä zlich als
12
Idylle und den Menschen als S ö ak o ode Ze s ö e zu beu eilen, ohne ihn als Teil diese Umgebung
zu sehen (B äme & Koll, 2017).
Gemäss den E gebnissen des Jugend epo s on 2016 is ein Ve lus an Kenn nissen übe all ägliche
Na u e eignisse zu e zeichnen (ebd.). Die «Pokémon-S udie» aus dem Jah 2002 zeig e eine ähnliche
En wicklung au (Spi ze , 2006). Hie muss en ie - bis el jäh ige Kinde jeweils zehn Bilde on
geläu igen P lanzen ode Tie en und wei e e zehn Bilde on Pokémon igu en benennen. In de
Al e spanne on ie bis ach Jah en wu den s e ig meh Tie e, P lanzen sowie Pokémon igu en e kann .
Die E gebnisse zeig en wei e , dass ab einem Al e on ach Jah en meh Pokémon igu en e kann
wu den als Tie - und P lanzena en (ebd.).
De Ou doo bekleidungshe s elle Namuk mach e in jüngs e Zei mi eine S udie au sich au me ksam,
aus de he o ging, dass sich Schweize Kinde im Du chschni , inklusi e Schulweg und Pausenzei ,
äglich lediglich 1.5 S unden d aussen au hal en (Ga h, n.d.).
Die Aus üh ungen bes ä igen einhei lich die Tendenz hin zu eine Na u en emdung. Fü Ke sche ski
(2010) sind die U sachen hie ü ielschich ig. Du ch die dich e Besiedelung ehlen genügend F ei äume
und do , wo na ü liche Flächen o handen sind, un e s ehen sie meis dem Na u - ode
Landscha sschu z. Die Technisie ung und digi ale En wicklung un e s ü zen die Abkeh on de Na u ,
indem Wege zunehmend mi dem Au o zu ückgeleg und neue Beschä igungsmöglichkei en du ch
digi ale Medien genu z we den. Die Dis anz, die sich so e ablie ha , üh dazu, dass E wachsenen
wie Kinde n die Beziehung zu ih e na ü lichen Umgebung ehl . Das mangelnde Wissen und Ve auen
schü Ängs e und Ekelge ühle und es en s eh ein Bedü nis, sich on de Na u abzug enzen und
Kinde da o zu schü zen, ans elle, einen Zugang zu ö de n (ebd.).
In e essan is in diesem Zusammenhang ein Blick au die KIM-S udie, die sich mi dem Umgang on
Kinde n und Jugendlichen mi Medien beschä ig . De Medienpädagogische Fo schungs e band
Südwes (mp s) e heb in egelmässigen Abs änden, wie Medien genu z und die F eizei en ges al e
we den (Feie abend, Ra hgeb, Khe edmand & Glöckle , 2023). Die ak uelle S udie on 2022 zeig , dass
Tä igkei en wie Fe nsehen, Hausau gaben e ledigen und sich mi F eunden e en am häu igs en
ausgeüb we den. Obwohl Kinde , lau obgenann en S udien iel Zei in Innen äumen e b ingen, sei
dies mi ode ohne Mediennu zung, geben sie in de KIM-S udie 2022 «d aussen sein» als eine de Top
5 de liebs en F eizei beschä igungen an (ebd.).
Da aus geh he o , dass die Na u und de Au en hal in de selben bei Kinde n nach wie o belieb zu
sein schein . Vielleich ein wei e es Indiz ü die Biophilie-Hypo hese und dass na u pädagogische
Angebo e ein du chaus o handenes Bedü nis bedienen.
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3. Wohlbe inden
3.1 Wohlbe inden – was is das?
Die WHO (Wel gesundhei so ganisa ion) de inie seelisches Wohlbe inden, welches sie mi
psychische Gesundhei gleichse z , als «Zus and des Wohlbe indens, in dem de Einzelne seine
Fähigkei en ausschöp en, die no malen Lebensbelas ungen bewäl igen, p oduk i und uch ba
a bei en kann und ims ande is , e was zu seine Gemeinscha beizu agen» (WHO 2001, zi ie nach
Bundesam ü S a is ik, n.d.). Ge ig und Zimba do (2008) besch eiben Wohlbe inden e was e wei e
als «op imale Gesundhei , e bunden mi de Fähigkei , olls ändig und ak i in kö pe lichen, in ellek-
uellen, emo ionalen, geis igen, sozialen und sich in de Umwel be indlichen Gesundhei sbe eichen zu
unk ionie en» (S.748). Eid (2021, S ichwo «Wohlbe inden») üg an, dass Wohlbe inden «in de
mode nen psychol. Fo schung wei gehend mi Glück gleichgese z » wi d.
In de Fo schung sind zwei Be ach ungsweisen on Wohlbe inden zu un e schieden. Dabei bezeichne
das hedonische Wohlbe inden die subjek i e Beu eilung de eigenen Zu iedenhei . Deshalb is es auch
un e dem Beg i «subjek i es Wohlbe inden» bekann (Vie nickel, 2022). Demgegenübe s eh das
eudaimonische Wohlbe inden, welches ein gelingendes Leben un e bes imm en Bedingungen ü das
Wohlbe inden o ausse z . Zu diesen Bedingungen gehö en posi i e soziale Beziehungen, eigen-
e an wo liches Handeln, Selbs wi ksamkei , die Wah nehmung eines Lebenssinns und de pe sön-
lichen En al ung (ebd.). Das eigene E leben s eh bei diesem Ansa z nich im Vo de g und sowie beim
hedonischen Wohlbe inden die Bedingungen ü ein gelingendes Leben wenige Bedeu ung haben
(Vögele, 2022). Au de G undlage diese beiden Pe spek i en gingen e schiedene Theo ien und
Konzep e zu Fö de ung des Wohlbe indens he o (Eid, 2021).
Gelegen lich wi d in de Li e a u zwischen psychischem und kö pe lichem Wohlbe inden un e schieden
(Vie nickel, 2022). Da beide Fak o en das allgemeine Wohlbe inden beein lussen, is es schwie ig, sie
ennscha oneinande abzug enzen. Wohlbe inden is als Teil de allgemeinen menschlichen Gesund-
hei zu e s ehen. Kon ä wi d die allgemeine Gesundhei jedoch auch als Elemen des Wohlbe indens
dekla ie (Vögele, 2022). In de o liegenden A bei wi d Wohlbe inden im Sinne de De ini ion de WHO
als psychische Gesundhei e s anden, wohlwissend, dass Psyche und Kö pe in enge Ve bindung
s ehen.
Diese Pe spek i e lieg auch das biopsychosoziale Modell on Gesundhei und K ankhei zug unde,
welches da on ausgeh , dass Kö pe und Geis nich ge enn oneinande be ach e we den können
und de Mensch auch imme in Bezug zu seine Umwel be ach e we den muss (Ge ig & Zimba do,
2008). Dieses Modell is ü die Heilpädagogik on g osse Bedeu ung, da seine Be ach ungsweise die
G undlage ü die ICF-CY (In e na ionale Klassi ika ion de Funk ions ähigkei , Behinde ung und
Gesundhei bei Kinde n und Jugendlichen) leg . Die ICF-CY is eine in e na ionale Klassi ika ion, welche
die Kommunika ion on Fachpe sonen de Gesundhei und Pädagogik übe die Funk ions ähigkei ,
Behinde ung und Gesundhei wel wei s anda disie und e izien e ges al en läss (Hollenwege , 2014).
Sie bezieh sich au g und de biopsychosozialen Pe spek i e au alle Teilbe eiche des Lebens, die den
Menschen in seine Funk ions ähigkei beein lussen und e möglich , die indi iduelle Si ua ion eines
Kindes ollum änglich zu e assen. Dabei bezieh sie sich explizi au die Si ua ion des Indi iduums, die
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sich im Lau e des Lebens e ände n kann. Au diese Ve ände ungen kann das ICF-CY lexibel eagie en
und s e s die ak uelle Si ua ion in e schiedenen Lebensbe eichen e assen (Hollenwege , 2014).
3.2 Kindliches Wohlbe inden – das «Child Well-being»-Kons uk
Das In e esse am Wohle gehen on Kinde n s eh im di ek en Zusammenhang mi ih e Posi ion in de
Gesellscha (Esse , 2014). Wu den sie im ömischen Reich noch als Besi z um ih es Va e s angesehen,
so sch ieben ihnen eligiöse Kul u en wie beispielsweise das Ch is en um ode de Islam be ei s ein
Rech au Leben und eine Kindhei zu. E s e Übe legungen zum Schu z und zu Fü so ge on Kinde n
wu den zu Beginn des 20. Jah hunde s anges ell (ebd.). Mi de En s ehung de Sozialpoli ik wu den
ü dieses Anliegen Ansp üche o mulie , die sich jedoch au die p imä en Bedü nisse, kö pe liche
Einsch änkungen und das physische Übe leben besch änk en. Diese An o de ungen wu den zuneh-
mend mi jenen eine gu en Lebensquali ä e gänz (Ben-A ieh, 2014). In den Sechzige jah en wu den
on de Wohl ah s o schung Indika o en ü die Lebensquali ä eines Menschen e s ell , mi de Absich ,
diese messba zu machen (Vie nickel, 2022). Un e Be ücksich igung « on Kindhei als eigens ändige
Lebensphase ha sich auch eine indika o enges ü z e E assung und Be ich e s a ung de Lebens-
quali ä und des Wohlbe indens on Kinde n (Child Indica o Mo emen ) e ablie » (ebd., S. 108).
Vie nickel (2022) bezieh sich au Alla d (1993), welche hie ü d ei Dimensionen benenn : ««Ha ing»
bezeichne die E üllung ma e ielle G undbedü nisse, «lo ing» s eh ü soziale Bedü nisse und
«being» umsch eib die Möglichkei en de Pe sönlichkei sen al ung, Po enzialen wicklung und
Selbs e wi klichung» (Alla d , 1993, zi ie nach Vie nickel, 2022, S. 108). Ben A ieh (2014) s ell e es ,
dass im Kon ex de kindlichen Lebensquali ä haup sächlich das «becoming» ans elle des «being»
be ücksich ig wu de. Die Fak o en, die das Kind au eine gu e Lebensquali ä im E wachsenenal e und
eine E we bs ä igkei o be ei e en, schienen wegweisend. Fü Ben A ieh is die gegenwä ige
Lebensquali ä de Kindhei gleiche massen zu bewe en (Vie nickel, 2022), da Kinde ein Rech da au
haben, diese Lebensphase ebenso posi i zu e leben und nich ausschliesslich au ih «We den»
ausge ich e sein zu müssen (Esse , 2014). Ben A ieh besch eib diese beiden Pe spek i en mi einem
p ägnan en Beispiel:
Economics each us ha child en a e be e o as adul s i hey g ow up in smalle
amilies in which he esou ces a e no spli among many kids. Howe e , child en
each us ha hey p e e g owing up in bigge amilies wi h mo e han one sibling.
(Ben A ieh, 2014, S.572)
Dami s ell Ben A ieh (2014) sei den Neunzige jah en d ei wesen liche Ve ände ungen im Child Well-
being-Kons uk es . Zum einen die oben e wähn e E gänzung des «being»-Aspek es und zum ande en
den Wandel des «child-sa ing»- hin zum «child well-being»- Gedanken. Die Hinwendung zu den
Ressou cen und s ä kenden Fak o en eines Indi iduums weg on den Einsch änkungen und P oblemen
s ell die d i e Ve ände ung im Konzep da (ebd.).
Diesen ko igie en Fo de ungen äg de Capabili y App oach Rechnung, indem e sie in seine
De ini ion in eg ie und dami es leg , welche Fak o en zu Messung on «well-being» bedeu sam sind.
De Capabili y App oach be ücksich ig die objek i e sowie die subjek i e Pe spek i e (Oelke s &
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Sch öd e , 2010) und okussie sich lau Heinen (2022) au die Fak o en, die das Wohlbe inden des
Einzelnen ö de n. Dies geschieh s e s un e de Be ücksich igung de indi iduellen Lebensums ände
und Vo ausse zungen (Riepl, 2024). Dami e gänz de Capabili y App oach das hedonische und das
eudaimonische Ve s ändnis on Wohlbe inden um einen wei e en Fo schungszweig (Heinen, 2022).
Be z und And esen (2014) ügen an, dass das Child Well-being-Kons uk au g und des hohen
in e disziplinä en Cha ak e s dieses Fo schungsgegens andes und de ge ingen ode quali a i unbe-
iedigenden Da en, in e na ional noch nich in gleichem Ausmass Be ücksich igung inde .
3.3 En wicklung psychische Gesundhei in de Kindhei
Dieses Kapi el s ell d ei ü das Wohlbe inden – im Sinne psychische Gesundhei – ele an e Theo ien
o . Sie alle zeigen au , was Kinde benö igen, um Wohlbe inden zu emp inden und sich psychisch
gesund en wickeln zu können (Vie nickel, 2022).
3.3.1 Resilienz
Resilienz besch eib die Fähigkei , wid ige Ums ände und schwie ige Si ua ionen zu bewäl igen und sich
gesund zu en wickeln ode «soga ges ä k aus ihnen he o zugehen» (Wicke & Meen s, 2020, S. 1).
Sie wi d auch als «psychische Wide s ands ähigkei » bezeichne , wobei dies nich die ollum ängliche
Bedeu ung on Resilienz abdeck . Sie is nämlich nich als Eigenscha eine Pe son zu e s ehen,
sonde n ielmeh als ein P ozess, de Anpassungen und Ve ände ungen beinhal e (Muckenho e e al.,
2023). Vie nickel (2022, S. 109) besch eib Resilienz als «ein dynamisches Zusammenspiel on Schu z-
und Risiko ak o en». Die Psychologie bedien sich des Beg i es sei den Fün zige jah en, wobei e in
den le z en zehn bis zwanzig Jah en übe die Wissenscha hinaus bekann und populä wu de (Wicke
& Meen s, 2020), gewann doch die ganzhei liche Be ach ung des Menschen – wie sie im biopsycho-
sozialen Modell besch ieben wu de – e meh an Bedeu ung. So inden, ähnlich de En wicklung des
Child Well-being-Kons uk es, in de Resilienz o schung neben den Risiko ak o en gleiche massen
Schu z ak o en Beach ung. Mi ih en Wechselwi kungen beschä ig sich de zei die Fo schung
(F öhlich-Gildho & Rönnau-Böse, 2022).
Die Schu z ak o en ö de n und s ä ken die Resilienz eines Menschen und haben einen posi i en
Ein luss au die En wicklung eines Kindes (F öhlich-Gildho & Rönnau-Böse, 2022). E wähnenswe is ,
dass Schu z ak o en nu Wi kung zeigen können, wenn auch a sächlich eine he aus o de nde Si ua ion
o lieg . Ande n alls wi d on « ö de lichen Bedingungen» gesp ochen. Übe dies müssen Schu z ak-
o en o handen sein, be o eine Risikosi ua ion ein i , um milde nd wi ken zu können (ebd.).
Schu z ak o en se zen sich zusammen aus pe sonalen und umwel beding en Fak o en (Wa ne , 2024).
Zu wissenscha lich bes ä ig en pe sonalen Schu z ak o en gehö en un e ande em, ein weibliches
Geschlech , kogni i es Leis ungs e mögen, ausgeglichenes Tempe amen sowie Selbs wi ksamkei
und soziale Kompe enzen (F öhlich-Gildho & Rönnau-Böse, 2022). Risikomilde nd wi ken die
umwel beding en Fak o en wie die Exis enz p osoziale We e und Rollenbilde , posi i e Ve s ä kung
des Engagemen s und de Leis ung des Kindes, anspa en e und bes ändige S uk u en, ein
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koope a i e E ziehungss il, gu e sozioökonomische Ve häl nisse sowie s abile, wohlwollende Bin-
dungen und Beziehungen sowohl in de Familie als auch im e wei e en Um eld und in de Pee -G uppe
(F öhlich-Gildho & Rönnau-Böse, 2022). De Fak o de posi i en Beziehungen ha sich als besonde s
ele an e wiesen, wo au im nächs en Kapi el noch aus üh liche eingegangen wi d. Als Risiko ak o en
we den jene Fak o en bezeichne , die sich nega i au die En wicklung und die Gesundhei eines Kindes
auswi ken, diese ga hemmen ode ge äh den können (ebd.). Auch hie wi d zwischen pe sonalen und
umwel beding en Fak o en un e schieden. Zu den pe sonalen Risiko ak o en – diese we den auch als
Vulne abili ä s- ak o en bezeichne – gehö en Gebu skomplika ionen, gene ische Fak o en, ch onische
K ankhei en, nied iges kogni i es Leis ungs e mögen, ein unausgeglichenes Tempe amen sowie eine
mangelnde Impulskon olle. Schwie ige amiliä e Ve häl nisse, ins abile Bindungen, andaue nde A mu ,
psychische E k ankungen de El e n, ein wenig ü so gliche und inkonsequen e E ziehungss il und
Ablehnung du ch die Pee -G uppe sind einige on ielen umwel beding en Risiko ak o en (ebd.). Fü
Schu z- und Risiko ak o en gil gleiche massen, dass sich die isikomilde nde beziehungsweise
isiko ö de nde Wi kung e höh , wenn meh e e de einzelnen Fak o en zusammenkommen (ebd.).
F öhlich-Gildho & Rönnau-Böse (2022, S. 31) be onen: «Schu z- und Risiko ak o en können auch nich
ein ach gegeneinande au ge echne we den, sodass sie sich am Ende gegensei ig au heben». Somi
is imme die indi iduelle Si ua ion und die subjek i e Be ach ung en scheidend, wie s a k ein Risiko-
ode Schu z ak o wi ksam is . So kann eine Pe son mi meh e en Risiko ak o en du chaus esilien sein,
weil ein einzelne Schu z ak o seh s a k wi k . Schu z- und Risiko ak o en s ehen in eine komplexen
wechselwi kenden Beziehung, was imme be ücksich ig we den muss (ebd.).
3.3.2 Bindungs heo ie
Im o angegangenen Kapi el wu de die Bedeu ung de posi i en Beziehungen be ei s he o gehoben.
Auch Renz-Pols e und Hü he (2024) sehen in siche en und e lässlichen Bindungen eine zen ale
Vo ausse zung ü eine gesunde kindliche En wicklung. Au g und dessen wi d an diese S elle nähe
da au eingegangen. John Bowlby gil als de Beg ünde de Bindungs heo ie, die da on ausgeh , dass
ein Indi iduum on Gebu an nach enge emo ionale Ve bundenhei s eb (S e en & Rudolph, 2023),
um in bed ohlichen Si ua ionen beschü z und un e s ü z zu we den (Neuhause , 2020). Dieses
Bedü nis is ein Leben lang o handen, is jedoch in de Zei de Kindhei besonde s bedeu sam, weil
eine elemen a e Abhängigkei on den Bezugspe sonen bes eh (S e en & Rudolph, 2023). Wi d
diesem S eben nach Bindung Rechnung ge agen, so en wickel ein Kind mi eine hohen Wah schein-
lichkei einen siche en Bindungss il (B isch, 2011). Dazu benö ig es ein ü so gliches und ein ühliges
Ve hal en de Bezugspe sonen. In den e s en Lebensjah en sind dies in den meis en Fällen die El e n,
welche mi dem He anwachsen du ch wei e e Bezugspe sonen – zum Beispiel in Bildungsein ich ungen
– e gänz we den. Neben dem ein ühligen Ve hal en komm auch dem Ve s ändnis ü die Ge ühlswel
des Kindes eine wich ige Rolle zu, um es in schwie igen Si ua ionen beglei en und seine Ge ühle
benennen zu können (S e en & Rudolph, 2023). Diese G undlage e möglich es, das Bedü nis nach
Explo a ion auszuleben. Fühl sich ein Kind siche , wi d es im Lau e de En wicklung zunehmend seine
Umwel e kunden (S e en & Rudolph, 2023). Diese Mo i a ion zu Explo a ion is eine Vo ausse zung
ü das Le nen und En wickeln on K ea i i ä (Bi sch, 2011). Bi sch (2011) isualisie das Ve häl nis
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zwischen den beiden Bedü nissen Explo a ion und Bindung mi dem Bild eine Wippe. Es kann in eine
Si ua ion imme nu eines de beiden Sys eme ak i ie sein. In Si ua ionen de Ge ah ode Angs wi d
das Bindungssys em ak i ie und die Mo i a ion, zu e kunden, is nich meh o handen. In Si ua ionen
de Siche hei is das Sys em «E kundung» ak i (Bi sch, 2011). Fehlen in den e s en Lebensjah en
ü so gliche Bindungse ah ungen, so können Kinde ein unsiche es Bindungs e hal en en wickeln,
welches sich, abhängig on ih en E ah ungen, in e meidendem, ambi alen em, klamme ndem ode
agg essi em Ve hal en äusse (ebd.). Diese E ah ungen beein lussen die zukün ige Bindungsquali ä ,
weil das Kind nun e ah ungsbasie e E wa ungen an neue Beziehungen ha . Dieses Mus e en wickel
sich be ei s üh und is auch un e dem Namen «inne es A bei smodell» bekann (ebd.). Obwohl in
ühen Jah en eine wich ige Basis geleg wi d (S e en & Rudolph, 2023), sch eib Bi sch (2011, S. 16):
«Das Bindungssys em bleib zei lebens o en ü neue Bindungse ah ungen und somi ü Ve än-
de ungen». Diese Ums and is im (heil-)pädagogischen Kon ex on g osse Bedeu ung, sind doch
Leh pe sonen wäh end de Schulzei e wei e e Bezugspe sonen, die ih e sei s siche e Bindungen
ö de n ode e hinde n können. Zusammen assend läss sich sagen, dass siche e Bindungen sowohl
ü das ak uelle als auch ü das zukün ige Wohlbe inden eines Kindes ele an sind.
3.3.3 Selbs de e mina ions heo ie nach Deci und Ryan
Ryan, Hu a und Deci (2008) be ach en Wohlbe inden aus eine eudaimonischen Pe spek i e. Dabei
sehen sie den hedonischen und den eudaimonischen Ansa z nich ausschliesslich als gegensä zliche
Konzep e, sonde n s ellen es , dass diese ielmeh un e schiedliche Ziele e olgen. Wäh end das
hedonische Wohlbe inden das E leben posi i e Ge ühle als E gebnis an isie , e olg de eudai-
monische Ansa z die F age, was ein gu es Leben beinhal e , und is au den P ozess ausge ich e .
Hedonischen Aspek en sch eiben Ryan e al. (2008) du chaus eine wich ige Bedeu ung zu, weil sie mi
den eudaimonischen in Ve bindung s ehen und o als Folge eines «gu en Lebens» au e en. Jedoch
üh en umgekeh nich alle Ge ühle des Ve gnügens zu einem gu en Leben, da sie beispielsweise
egois isch ode ma e ialis isch mo i ie sein können. Du ch die En wicklung de Selbs de e mina ions-
heo ie (SDT), auch als Selbs bes immungs heo ie bekann , kamen Deci und Ryan zum Schluss, dass
es d ei na ü liche psychologische G undbedü nisse gib (Vie nickel, 2022). In jedem Menschen sind die
Bedü nisse nach «Kompe enz, Au onomie und Ve bundenhei » (Hess, 2018, S.106) e anke , de en
Be iedigung ü eine gesunde En wicklung sowie das Wohlbe inden no wendig is (Vie nickel, 2022).
Ebenso bedeu sam is das E leben diese d ei Aspek e ü die En wicklung on Mo i a ion (ebd.). Die
Selbs de e mina ions heo ie un e scheide zwischen in insische und ex insische Mo i a ion. In in-
sische Mo i a ion e s eh sich als «S eben nach eine Tä igkei au g und des ih innewohnenden
In e esses und de F eude an ih » (Ryan e al., 2008, S. 146). Ex insische Mo i a ion zeichne sich
dadu ch aus, dass eine Tä igkei ausgeüb wi d, weil sie on aussen ge o de ode belohn wi d und
um in de Folge eine « on de Handlung sepa ie ba e Konsequenz zu e langen» (Deci & Ryan, 1993,
S. 225). F ühe wu den die beiden Fo men de Mo i a ion einande gegenübe ges ell , wobei in insisch
mo i ie e Handlungen selbs bes imm wa en und ex insisch mo i ie e Handlungen nich . Au g und
wei e e Fo schung wu de diese Sich weise wide leg und es ges ell , dass auch ex insisch mo i ie e
Tä igkei en als selbs bes imm e leb we den können (ebd.). Du ch das Bedü nis, sich mi seinem
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sozialen Um eld e bunden zu ühlen, we den on aussen geleb e We e und Ve hal ensweisen in das
Selbs konzep in eg ie und das da aus esul ie ende Handeln als selbs bes imm e leb (Deci & Ryan,
1993). Im pädagogischen Kon ex is das Wissen um die on Deci und Ryan pos ulie en G undbe-
dü nisse zen al. Wi d ihnen Rechnung ge agen, so wi k sich dies posi i au die Mo i a ion und die
Be ei scha zu le nen aus (Vie nickel, 2022).
3.3.4 Ak uelle Fo schungslage zum kindlichen Wohlbe inden
Um die Fo schungse gebnisse in Bezug au das kindliche Wohlbe inden ü die Poli ik nu zba zu
machen, s eben die Fo sche an, aussagek ä ige Indika o en zu inden, die in e na ional e gleichba
sind (Vie nickel, 2022). Die in Kapi el 3.2 besch iebene Abkeh on eine nega i en Sich weise be uhend
au Fak o en de Ge äh dung hin zu Fak o en, die sich schü zend auswi ken, die E wei e ung de
physischen G undbedü nisse zu Wohlbe inden, die Ane kennung eines Zus ands des Wohlbe indens
in de Gegenwa sowie de Zukun und schliesslich die Rele anz des subjek i en Wohlbe indens
p ägen die ak uelle Fo schung (ebd.).
Eine bekann e S udie, die das kindliche Wohlbe inden in e na ional e o sch , is die «Heal h Beha iou
in School-aged Child en»-S udie (HBSC) de WHO (Cosma e al., 2023). Ein Be ich diese S udie
be ass sich mi de psychischen Gesundhei und dem Wohlbe inden on Kinde n im Al e on 11, 13
und 15 Jah en. Dabei sind die Me kmale «selbs eingeschä z e Gesundhei », «Lebenszu iedenhei »,
«Psychisches Wohlbe inden», «Selbs wi ksamkei », «gesundhei liche Beschwe den» und «Einsam-
kei » on In e esse (Cosma e al., 2023). Aus dem Be ich geh he o , dass es um die psychische
Gesundhei on Kinde n und Jugendlichen schlech e bes ell is , e glichen mi äl e en Gene a ionen
(ebd.). Die HBSC-S udie kann ih e Da en übe ach Jah e hinweg e gleichen und den Ve lau de
Ve ände ungen hinsich lich des kindlichen Wohlbe indens dokumen ie en. De Be ich on 2021/2022
«zeig einen Rückgang de Lebenszu iedenhei und de ausgezeichne en selbs eingeschä z en
Gesundhei on 2017/2018 bis 2021/2022 und einen Ans ieg de meh achen Gesundhei sbeschwe den
zwischen 2013/2014 und 2021/2022» (ebd. S. 19). Beispielsweise gaben 33% de Jugendlichen an,
häu ige als einmal p o Woche Ne osi ä zu e spü en und 29% leiden gemäss eigenen Aussagen an
Schla p oblemen. Au ällig is in de ak uellen Un e suchung de Geschlech e un e schied. Mädchen
weisen nach eigenen Angaben eine schlech e e psychische Gesundhei au als Jungen. Sie leiden ö e
un e gesundhei lichen Beschwe den und ühlen sich häu ige einsam als Jungen. Diese Gap e -
g össe sich mi zunehmendem Al e , wobei die 15jäh igen Mädchen die schlech es en E gebnisse
o weisen. Die Tendenz diese En wicklungen is in as allen Lände n zu beobach en (Cosma e al.,
2023), wobei hie die Schweiz besonde s au äll . Sie gehö zu den sieben Lände n, die hinsich lich de
Lebenszu iedenhei den g öss en Geschlech e un e schied au weisen. Allgemein geh aus de E he-
bung he o , dass Kinde und Jugendliche aus wohlhabenden Familien übe eine besse e psychische
Gesundhei e ügen und sich s ä ke als selbs wi ksam wah nehmen als Gleichal ige aus inanziell
schwachen Familien (ebd.). Balsige und Delg ande Jo dan (2025) haben in ih em Be ich zu E hebung
2022 es ges ell , dass die Schweiz im in e na ionalen Ve gleich eine ehe gu e Posi ion häl . Die
Resul a e in Hinsich au S ess im schulischen Kon ex , Mobbing in de Schule und subjek i wah ge-
nommene Un e s ü zung du ch F eunde und Familie sind e glichen mi ande en Lände n gu . Eine
19
Ve schlech e ung im Ranking is «in Bezug au wiede keh ende ode ch onische kö pe liche und psy-
choa ek i e Symp ome» (Balsige e al., 2025, S. 9) zu e zeichnen, was jedoch auch dem Ums and
geschulde sein kann, dass neue Lände ins Ranking au genommen wu den.
Eine wei e e in e na ionale S udie, die sich mi dem Wohlbe inden on Kinde n und Jugendlichen be-
schä ig is die Child en’s Wo ld S udie. Sie be ag e Schüle *innen im Al e on 8, 10 und 12 Jah en
aus 35 Lände n nach ih em subjek i emp undenen Wohlbe inden (Rees, Sa ahl, Lee & Casas, 2020).
Sie un e such e die Lebensbe eiche Schule, Nachba scha , Wohlbe inden, Familienleben, F eizei ge-
s al ung, F eundscha en, sozioökonomische S a us und eigene Rech e. In e essan e weise zeig e die
E hebung des allgemeinen Wohlbe indens, dass sich die sozioökonomische Posi ion des Landes nich
au das Wohlbe inden auswi k e, da das Ranking on wi scha lich ehe schwachen Lände n (z.B.
Albanien, Rumänien und K oa ien) ange üh wi d. Wie bei de HBSC-S udie zeig en die E gebnisse
eben alls ein schwindendes Wohlbe inden mi s eigendem Al e (ebd.). Au g und de un e schiedlichen
Me kmale, die e hoben wu den, sind die S udien nu beding e gleichba . So wu de in de Child en’s
Wo ld S udie eilweise me kmalsbezogen ein Geschlech e un e schied es ges ell ode nich . Die
Mädchen e spü en beispielsweise ö e T aue im Ve gleich zu den Jungen, e leb en hingegen eine
s ä ke e Un e s ü zung aus dem Pee -Um eld. Hoch bewe e wu den meh hei lich die Familien, die
ma e iellen Habseligkei en, das Zuhause de Kinde sowie ih e Gesundhei und Siche hei . Beinahe in
allen Lände n beu eil en die Kinde ih e Mi schüle *innen nega i . Wei e wu de das Ge ühl «gehö zu
we den» schlech bewe e (ebd.).
Da Co id-19 in den Jah en 2020 und 2021 e heblichen Ein luss au das Wohlbe inden und die
Gesundhei de Menschen genommen ha , wu de nach de Pandemie e such , de en Auswi kungen
au das Wohlbe inden on Kinde n und Jugendlichen zu e heben (Sa ahl, Lee & Casas, 2022). Da aus
is eine Co id-19-E gänzung zu Child en’s Wo ld S udie en s anden. Ih is zu en nehmen, dass das
allgemeine Wohlbe inden de Kinde un e de Pandemie geli en ha insbesonde e ih e Beziehungen
zu Familie und F eunden. So haben nega i e Ge ühle wie T aue und S ess höhe e We e und Ge ühle
wie Glück und Ene gie nied ige e We e als o de Pandemie e ziel . Ein eindeu ige Zusammenhang
de wi scha lichen Lage eines Landes und dem Wohlbe inden de Kinde wäh end de Pandemie
konn e nich ge unden we den. Alle dings is den Da en zu en nehmen, «dass Kinde aus Lände n mi
nied igem und mi le em Einkommen un e häl nis-mässig s a k be o en sind (Sa ahl e al., S. 72).
Sa ahl e al. (2022) me ken an, dass es neben einhei lichen Tendenzen g osse Un e schiede zwischen
den Lände n gib und die Auswi kungen de Pandemie s a k on de indi iduellen Si ua ion und de
poli ischen Regelung de Co id-Massnahmen abhängen. Deshalb sei de En wicklung inne halb eines
Landes g össe e Beach ung zu schenken als jene zwischen den Lände n. Diese He angehensweise
emp ehlen Sa ahl e al. (2022) auch ü die o angegangenen S udien ohne den Einbezug de
Pandemie.
Zusammenge ass is den ak uellen E hebungen zu en nehmen, dass das Wohlbe inden on He an-
wachsenden wel wei übe das le z e Jah zehn hinweggesehen, abgenommen ha . Wei e nimm es
mi dem Übe gang on de Kindhei ins Jugendal e ab. Die Au o en de HBSC-S udie be onen die iel-
äl igen He aus o de ungen unse e Zei ü Jugendliche wie beispielsweise de Klimawandel, die
Pandemie und die poli ische Unbes ändigkei (Cosma e al. 2023). Aus diesem G und is es no wendig,
20
die Si ua ion de jungen Gene a ion zu e s ehen und zu e assen, um Wege zu inden, wie die
Gesundhei on Kinde n und Jugendlichen ge ö de we den kann (Cosma e al., 2023).
4. ADHS
Die ADHS is in wei en Teilen de Be ölke ung bekann und un e lieg ielen Vo u eilen. Auch in de
Fo schung wi d dieses S ö ungsbild kon o e s disku ie (B own, 2018). Folgend sollen die Symp o-
ma ik, die U sachen und die Behandlungsmöglichkei en de ADHS ausge üh we den. Abschliessend
e läu e dieses Kapi el, welche Bedeu ung die ADHS ü das Wohlbe inden de Be o enen ha .
4.1 De ini ion und Symp oma ik
Die Abkü zung «ADHS» bedeu e Au me ksamkei sde izi -/Hype ak i i ä ss ö ung und gil als eine de
häu igs en S ö ungen bei Kinde n und Jugendlichen. Die ADHS is ein in e na ional au e endes
S ö ungsbild (Gaw ilow, 2022), wobei in de Schweiz unge äh 5% de Kinde und Jugendlichen
be o en sind (elpos, n.d.). Die ADHS is un e Jungen s ä ke e b ei e als un e Mädchen (Gaw ilow,
2022). In de Fachli e a u wi d zu Besch eibung de ADHS o Bezug au Hein ich Ho mann’s
Geschich e om «Zappelphilipp» genommen (Gaw ilow, 2022; Neuhaus, 2023; Bonney, 2015). Da sie
eine allgemeine Bekann hei geniess , e anschaulich sie die P oblema ik de ADHS ü die b ei e
Be ölke ung. Da übe hinaus wi d auch e sich lich, dass die ADHS keine neue E scheinung is . Von
Kinde n, die impulsi sind und sich schlech egulie en und konzen ie en können, wu de be ei s im 19.
Jah hunde be ich e (Gaw ilow, 2022). B own (2018) beme k , dass in de ADHS ühe eine
Ve hal enss ö ung gesehen wu de, wäh end sie heu zu age zunehmend «als eine En wicklungs-
p oblema ik im Sinne au ällige Exeku i unk ionen» (S.13) gesehen wi d. «Exeku i unk ionen» is ein
Übe beg i ü kogni i e Funk ionen, die es uns e möglichen, unse Ve hal en zu s eue n (Schneide &
Lindenbe ge , 2018). Dazu gehö en die Handlungsplanung, die Fähigkei , sich neuen Gegebenhei en
anzupassen, das Inhibie en ode Hemmen unangepass en Ve hal ens und die dami e bundene
Impulskon olle (Schneide & Lindenbe ge , 2018). Die exeku i en Funk ionen en wickeln sich s e ig im
Lau e de e s en 20 Lebensjah e (B own, 2018).
Das E scheinungsbild de ADHS se z sich aus den d ei haup sächlichen Symp omen Hype ak i i ä ,
Impulsi i ä und Unau me ksamkei zusammen (Gaw ilow, 2022). Sie we den als sogenann e
«Ke nsymp ome» bezeichne . Wie beim e wähn en «Zappelphilipp» is mo o ische Un uhe – also die
Hype ak i i ä – ein o ensich liches Symp om de ADHS. In alle Regel i die Hype ak i i ä zusammen
mi eine e höh en Impulsi i ä au . Es äll dami ielen Kinde n mi ADHS schwe , ih e Impulse zu
kon ollie en und dami beispielsweise Bedü nisse au zuschieben. Die Unau me ksamkei is hingegen
nich mi den beiden ande en Symp omen e bunden und kann auch unabhängig on ihnen au e en.
Unau me ksamkei zeig sich da in, dass die be o enen Kinde e gesslich und leich ablenkba sind,
wodu ch ihnen häu ig Flüch igkei s ehle un e lau en (ebd.). Im Sinne eine um assenden Be ach ungs-
weise de ADHS, die nich ausschliesslich de izi o ien ie is , s ell Gaw ilow (2022) es , dass Kinde
mi ADHS un e ande em o k ea i , ha moniebedü ig, bewegungs eudig, humo oll und ge ech ig-
27
Tabelle 1: Suche gebnisse zu Ou doo Educa ion und Wohlbe inden
Suchbeg i
zu Themen-
be eich 1
Suchbeg i
zu Themen-
be eich 2
Anzahl
T e e
Anzahl
Wiede -
holungen
Inhal lich
nich
ele an
Fü MA
ele an
(ohne
Wiede -
holungen)
D aussen-
schule /
d aussen-
un e ich en
/ d aussen
le nen
«AND»
emo ionales
Wohl-
be inden
0
0
0
0
seelische
Gesundhei
0
0
0
0
psychische
Gesundhei
0
0
0
0
emo ionale
Gesundhei
0
0
0
0
men ale
Gesundhei
0
0
0
0
emo ional
well-being
0
0
0
0
emo ional
heal h
0
0
0
0
men al heal h
0
0
0
0
ou doo
educa ion
«AND»
emo ionales
Wohl-
be inden
0
0
0
0
seelische
Gesundhei
0
0
0
0
psychische
Gesundhei
5
0
4
1
emo ionale
Gesundhei
1
1
1
0
men ale
Gesundhei
0
0
0
0
emo ional
well-being
55
0
37
18
emo ional
heal h *
69
9
35
25
men al heal h
*
96
54
40
2
28
ou doo
lea ning
«AND»
emo ionales
Wohl-
be inden
0
0
0
0
seelische
Gesundhei
0
0
0
0
psychische
Gesundhei
0
0
0
0
emo ionale
Gesundhei
0
0
0
0
men ale
Gesundhei
0
0
0
0
emo ional
well-being
28
26
2
0
emo ional
heal h
80
54
17
9
men al heal h
54
46
8
0
ou doo
eaching
«AND»
emo ionales
Wohl-
be inden
0
0
0
0
seelische
Gesundhei
0
0
0
0
psychische
Gesundhei
0
0
0
0
emo ionale
Gesundhei
0
0
0
0
men ale
Gesundhei
0
0
0
0
emo ional
well-being
17
15
2
0
emo ional
heal h
33
30
3
0
men al heal h
31
19
10
2
To al
469
253
159
57
29
Tabelle 2: Suche gebnisse zu Ou doo Educa ion und ADHS
Suchbeg i
zu Themen-
be eich 1
Suchbeg i
zu Themen-
be eich 2
Anzahl
T e e
Anzahl
Wiede -
holungen
Inhal lich
nich
ele an
Fü MA
ele an
(ohne
Wiede -
holungen)
D aussen-
schule
«AND»
ADHS
0
0
0
0
ADHD
0
0
0
0
d aussen-
un e ich en
«AND»
ADHS
0
0
0
0
ADHD
0
0
0
0
d aussen
le nen
«AND»
ADHS
0
0
0
0
ADHD
0
0
0
0
Na u -
e ah ung
«AND»
ADHS
1
0
0
1
ADHD
1
1
0
0
ou doo
educa ion
«AND»
ADHS
0
0
0
0
ADHD
6
1
4
1
ou doo
lea ning
«AND»
ADHS
0
0
0
0
ADHD
4
4
0
0
ou doo
eaching
«AND»
ADHS
0
0
0
0
ADHD
1
1
0
0
ou doo
expe ience
«AND»
ADHS
0
0
0
0
ADHD
8
2
5
1
To al
21
9
9
3
30
Zusä zlich zu Suche übe EBSCOhos wu de nach geeigne en S udien im Li e a u e zeichnis de
S i ung Sil i a gesuch . Sil i a is ein Kompe enzzen um ü Ou doo Educa ion in de Schweiz und
bie e Wei e bildungen und Fachwissen in diesem Be eich an (Sil i a, 2024). Die Reche che im
Li e a u e zeichnis on Sil i a üh e zu einem wei e en inhal lich ele an en T e e und einem be ei s
gesich e en A ikel. Es s ehen nach de Reche che somi 62 inhal lich ele an e A ikel zu Ve ügung
(siehe auch Kap. 14, Anhang), wobei sich d ei da on au ADHS beziehen und die üb igen au das
Wohlbe inden. Fü diese E gebnisse wu den wei e e Ein- und Ausschlussk i e ien es geleg , welche
de Tabelle 3 zu en nehmen sind. Au g und de ge ingen Anzahl an Bei ägen zu ADHS-Thema ik
wu den hie ü in Tabelle 4 sepa a e K i e ien ü den Ein- beziehungsweise Ausschluss de inie .
Tabelle 3: Ein- und Ausschlussk i e ien ü S udien zu Ou doo Educa ion und Wohlbe inden
Einschlussk i e ien
Ausschlussk i e ien
Die Popula ion besch änk sich au Kinde im
P ima schulal e zwischen 6 und 13 Jah en.
Die E ek e wu den im Kon ex eine ö en lichen
Schule un e such . The apeu ische Se ings sind
ausgeschlossen.
Die Popula ion is he e ogen in Bezug au die
Geschlech e de Kinde .
Seh kleine Popula ionen (n<10)
Es handel sich um einen Fo schungsbe ich
(keine Re iews).
S udien mi In e en ionen, die ausse halb de
Schulzei ode in den Fe ien s a inden.
De E ek on «d aussen sein» in Bezug au das
Wohlbe inden wi d un e such .
Tabelle 4: Ein- und Ausschlussk i e ien ü S udien zu Ou doo Educa ion und ADHS
Einschlussk i e ien
Ausschlussk i e ien
Die Popula ion besch änk sich au Kinde im
Al e zwischen 6 und 18 Jah en.
Die Popula ion is he e ogen in Bezug au die
Geschlech e de Kinde .
Seh kleine Popula ionen (n<10)
Es handel sich um einen Fo schungsbe ich
(keine Re iews).
De E ek on «d aussen sein» in Bezug au das
Wohlbe inden on Kinde n mi ADHS und/ode
die ADHS-Symp oma ik wi d un e such .
31
Die Selek ion au g und de Ein- und Ausschlussk i e ien üh e zu zehn ü die Mas e a bei
e wendba en A ikeln. Ein A ikel aus den ele an en E gebnissen on Ou doo Educa ion und ADHS,
de die An o de ung eine S udie nich e üll e, e wies jedoch au zwei S udien, welche ü die
F ages ellung ele an e E gebnisse lie e n. Somi wu den diese zwei S udien ans elle des Re iew-
A ikels in den Li e a u ko pus au genommen. Ebenso wu de de ele an e A ikel aus dem Sil i a-
Ve zeichnis im Zusammenhang mi Ou doo Educa ion und Wohlbe inden du ch einen, welche die
einzelne S udie konk e und de aillie e besch eib , e se z .
Die Li e a u ü die o liegende A bei se z sich wie olg zusammen:
Tabelle 5: Fü die Mas e a bei e wende e S udien
Ti el
Au o en
Publika ionsjah
Associa ion o Educa ion Ou side he
Class oom and Pupils’ Psychosocial
Well-Being: Resul s F om a School
Yea Implemen a ion
Bølling, Mads; Niclasen, Janni;
Ben sen, Pe e ; Nielsen, Glen
2019
Swings and oundabou s? Pupils’
expe iences o social and academic
well-being in educa ion ou side he
class oom
Jø ing, Anne Holm; Bølling,
Mads; Nielsen, Glen;
S e enson, Ma P;
Ben sen, Pe e
2020
E ec s o an ou doo educa ion
in e en ion on he men al heal h o
schoolchild en
Gus a sson, Pe E;
Szczepanski, Ande s; Nelson,
Nina; Gus a sson, Pe A.
2011
Psychological bene i s o a
biodi e si y- ocussed ou doo lea ning
p og am o p ima y school child en
Ha ey, Deb ah J.; Mon gome y,
Louise N.; Ha ey, Hannah; Hall,
Felix; Gange, Alan C.; Wa ling,
Dawn
2020
Fo es school o wellbeing: an
en i onmen in which young people
“can ake wha hey need”
Tiplady, Lucy S.E.; Men e ,
Ha ie
2021
Choice ma e s: Pupil’s s ess
egula ion, b ain de elopmen and
b ain unc ion in an ou doo educa ion
p ojec .
De weile , Ul ich; Ge chen,
Ma in; Mall, Ch is oph; Pe ikles,
Simon; Ki sch, Pe e
2022
Choose You Own Ad en u e:
P omo ing Social and Emo ional
De elopmen T ough Ou doo
Lea ning
Molyneux, Tonje M.; Zeni,
Megan; Obe le, E a
2022
32
Could Exposu e o E e yday G een
Spaces Help T ea ADHD? E idence
om Child en’s Play Se ings
Fabe Taylo , And ea; Kuo,
F ances E.
2011
Na u e walks e sus medica ion: a p e-
egis e ed andomized-con olled iall
in child en wi h A en ion
De ici /Hype ac i i y Diso de
S e enson, Ma P.; McEwan,
Jo dan; Ben sen, Pe e ;
Schilhab, The esa; Glue, Paul;
T ani, Paul; Wheele , Ben;
Healey, Dione
2021
Child en wi h ADHD d aw-and- ell
abou wha makes hei li e eally good
Ba ield, Pa icia A.; D iessnack,
Ma ha
2018
5.3 Na a i es Re iew nach Pe ic ew und Robe s
Dieses Kapi el dien de Besch eibung und anschliessenden Auswe ung de ausgewähl en S udien in
Anlehnung an die na a i e Syn hese nach Pe ic ew und Robe s (2006). Sie schlagen ein Vo gehen
in d ei Sch i en o , welches in den Kapi eln 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 umgese z wi d.
5.3.1 Besch eibung de S udien
In diesem e s en Sch i we den die zehn S udien en lang ih e wich igs en und ü den Lese als ele an
e ach e en Me kmale – Pe ic ew und Robe s (2006) besch eiben diese als sogenann e «logical
ca ego ies» (S.170) – in eine kleinen Tabelle o ges ell . Die anschliessende Besch eibung e gänz die
on Pe ic ew und Robe s (2006) o geschlagene abella ische Da s ellung und um ass alle ele an en
In o ma ionen zu Umse zung de S udie und de dazugehö igen In e en ion. Um sp achliche
Miss e s ändnisse auszuschliessen, wu de sowohl mi den englischen als auch mi den übe se z en
Tex en gea bei e . Fü die deu sche Übe se zung de Tex e wu de die So wa e «DeepL» eingese z .
Bølling e al. (2019)
O iginal i el
Associa ion o Educa ion Ou side he Class oom and Pupils’ Psychosocial Well-
Being: Resul s F om a School Yea Implemen a ion
Deu sche Ti el
Zusammenhang zwischen Bildung ausse halb des Klassenzimme s und dem
psychosozialen Wohlbe inden de Schüle : E gebnisse eine Schuljah es-
implemen ie ung
Me hode
Die S udie nu z ein quasi-expe imen elles Fo schungsdesign und is somi nich
andomisie . Die E hebung e olg e du ch den SDQ-F agebogen.
S ichp obe
631 Kinde zwischen 9 und 13 Jah en (3. bis 6. Klasse) nahmen an de S udie eil.
33
Besch eibung
Das um ang eiche dänische TEACHOUT-Fo schungsp ojek mi 834 P obanden se z e sich zum Ziel,
den Ein luss on Ou doo Educa ion au die physische Ak i i ä , die sozialen Beziehungen, das Le nen,
die Mo i a ion und das Wohlbe inden on Kinde n zu e o schen (Nielsen e al., 2016). Die hie
besch iebene S udie on Bølling e al. is Teil dieses P ojek s. 18 ö en liche Schulen nahmen an de
S udie eil und s ell en mindes ens eine Klasse, in de Ou doo Educa ion p ak izie wu de, sowie eine
Klasse, die keine Ou doo Educa ion du ch üh e, ü die S udie zu Ve ügung. Leh pe sonen on 28
Klassen üh en wäh end eines Schuljah es mindes ens ün Lek ionen wöchen lich Un e ich im F eien
du ch. Diese ün Lek ionen wa en au ein bis zwei Si zungen e eil . Die Leh pe sonen besuch en o
de E hebung ein Semina , welches die Umse zung de «Educa ion Ou side he Class oom», wie
Ou doo Educa ion in dänischen Fo schungsbe ich en übliche weise genann wi d, ö de n soll e. 20
wei e e Klassen dien en als Kon ollg uppe und üh en keinen Un e ich im F eien du ch. Die
Schüle *innen beide G uppen wiesen ähnliche soziodemog aphische Vo ausse zungen au . In de
Ou doo -G uppe wa bei den Mädchen ein höhe es Mass an emo ionalen P oblemen es zus ellen. Mi
Hil e eines Online-Ins umen s soll en die Leh pe sonen ih e Ou doo -Einhei en es hal en und möglichs
egelmässig da übe be ich en. Die Da en de Schüle *innen wu den am An ang und am Ende des
Schuljah es e hoben. Das Fo schungs eam nu z e hie ü mi dem «S eng hs and Di icul ies
Ques ionnai e» (SDQ)-F agebogen ein häu ig e wende es Ins umen , welches das psychosoziale
Wohlbe inden on Kinde n und Jugendlichen e ass . Diesen F agebogen gib es in un e schiedlichen
Va ian en, wobei in de S udie de Selbs einschä zungsbogen ü Kinde zu Anwendung kam. Die
Kinde schä z en so ih e S ä ken und Schwie igkei en hinsich lich emo ionale Symp ome, Ve hal ens-
p oblemen, Au me ksamkei , Beziehungsp oblemen mi Pee s und p osozialem Ve hal en ein. Um
he auszu inden, ob de sozioökonomische S a us ode das Geschlech Ein luss au den Zusammen-
hang zwischen Ou doo Educa ion und Wohlbe inden nimm , üll en die El e n einen en sp echenden
F agebogen zu ih e be u lichen Si ua ion aus.
Jø ing e al. (2020)
O iginal i el
Swings and oundabou s? Pupils’ expe iences o social and academic well-being
in educa ion ou side he class oom
Deu sche Ti el
Schaukeln und Ka usselle? E ah ungen on Schüle n bezüglich ih es sozialen
und akademischen Wohlbe indens in de Bildung ausse halb des
Klassenzimme s.
Me hode
Es handel sich um eine quali a i e Falls udie. Die Da en wu den au Basis eines
he meneu ischen Ansa zes du ch eilnehmende Beobach ungen und
halbs uk u ie e In e iews e hoben.
S ichp obe
Fün Jungen und ün Mädchen eine sechs en Klasse (11-12 Jah e al ) bilde en
die S ichp obe. Sie wu den en sp echend ih e Leis ungs ähigkei in die
leis ungss ä ke e ode leis ungsschwäche e Fün e g uppe einge eil . Die
Teilnahme wa eiwillig.
34
Besch eibung
Die S udie on Jø ing e al. wu de an eine dänischen G undschule du chge üh und bilde e, wie die
o angegangene S udie on Bølling e al., einen Teil de dänischen TEACHOUT-S udie. Die
Leh pe sonen de Klasse besuch en o de In e en ion einen Ku s zu «Educa ion ou side he
class oom» und e klä en sich be ei , mi den Schüle *innen wäh end ün Lek ionen p o Woche
Ou doo -Un e ich du chzu üh en. Die Wahl de Fäche und des Un e ich so es wu de den Leh -
pe sonen übe lassen. Zu e wähnen is , dass die Leh pe sonen de Klasse de Ou doo -Educa ion
wohlgesonnen wa en und wäh end de S udie äglich Ou doo -Lek ionen du ch üh en. Alle
Schüle *innen de Klasse absol ie en s anda disie e Tes s in den Be eichen Ma hema ik und
Lese ähigkei , um das indi iduelle akademische Leis ungs e mögen zu e heben. Au diese Basis
wu den die beiden S ichp obeng uppen – eine leis ungss a ke und eine leis ungsschwache G uppe –
gebilde . Zu Beginn de Da ene hebung wu de ein halbs uk u ie es In e iew mi de Klassenleh -
pe son ge üh , um In o ma ionen zu Umse zung und O ganisa ion de Un e ich seinhei en zu e hal en.
Dieses In e iew wu de nich in die Analyse einbezogen. In einem wei e en Sch i wu den zwei
eilnehmende Beobach ungen wäh end eine Ou doo -Lek ion und ie wäh end de Pause ode des
gewöhnlichen Un e ich s im Klassenzimme du chge üh . Im Fokus de Beobach ungen lagen das
Ve hal en und die In e ak ionen de Schüle *innen. Die Fo sche in no ie e die Beobach ungen und
ansk ibie e diese anschliessend. Mi den Schüle *innen de S ichp obe wu den halbs uk u ie e
In e iews ge üh und audi i au gezeichne . Die Analyse e olg e im Hinblick au die E mi lung on
didak ischen Fak o en, die das soziale und akademische Wohlbe inden beein lussen.
Gus a sson e al. (2011)
O iginal i el
E ec s o an ou doo educa ion in e en ion on he men al heal h o schoolchild en
Deu sche Ti el
Auswi kung eine In e en ion zu Bildung im F eien au die psychische
Gesundhei on Schulkinde n
Me hode
Es wu de ein quasi-expe imen elles S udiendesign e wende . Die Da en wu den
mi els des SDQ-F agebogens ü El e n e hoben.
S ichp obe
417 Kinde (6 bis 13 Jah e al ) nahmen an de S udie eil.
Besch eibung
Die S udie on Gus a sson e al. wu de an zwei schwedischen G undschulen du chge üh , wobei in
eine Schule die In e en ion du chge üh wu de und die ande e als Kon ollschule dien e. Vo de
In e en ion wu den die eilnehmenden Leh k ä e nach einem e lebnispädagogischen Ansa z übe 15
Tage ausgebilde . Ihnen wu den insbesonde e Übungen o ges ell , mi denen die im Leh plan
o gesehenen Fäche , e mi el we den können. Die Leh pe sonen de In e en ionsschule zeig en
sich mo i ie , Ou doo -Educa ion in ih en Klassen umzuse zen. Die Schüle *innen wu den wäh end de
In e en ion mindes ens eine S unde äglich im F eien un e ich e , wäh end die Schüle *innen de
Re e enzschule den adi ionellen Un e ich besuch en. Fü den Un e ich in de In e en ionsschule
35
s ell e die Na u die Ma e ialen – beispielsweise Äs e, S eine und Blä e – ü die Ve anschaulichung
des Le ninhal es be ei . Die Übungen im F eien e o de en on den Kinde n ein höhe es Mass an
Bewegung, als dies im Un e ich im Klassenzimme de Fall wä e. Thema isch behandel en die beiden
Schulen dieselben Inhal e. Die El e n gaben ih e demog aphischen Da en an und üll en im Rahmen
de Da ene hebung den SDQ-F agebogen ü El e n aus. Man e ho e sich dadu ch eine un o einge-
nommene Hal ung im Gegensa z zu den an de In e en ion be eilig en Leh pe sonen. Die Da en-
e hebung e olg e zu zwei Messzei punk en o und nach de In e en ion in einem Abs and on zwöl
Mona en. Zum e s en Messzei punk lagen 334 und zum zwei en Messzei punk 278 ausge üll e
F agebögen zu Auswe ung o . Mi els eines gemisch en Un e suchungsdesigns wu den neben de
Auswi kung de In e en ion au die psychische Gesundhei auch die Un e schiede de Wi kung au die
Geschlech e männlich und weiblich un e such .
Ha ey e al. (2020)
O iginal i el
Psychological bene i s o a biodi e si y- ocussed ou doo lea ning p og am o
p ima y school child en
Deu sche Ti el
Psychologische Vo eile eines au die biologische Viel al ausge ich e en
Le np og amms im F eien ü G undschulkinde
Me hode
Bei diese Längsschni s udie kamen 3 e schiedene Um agebögen zum Einsa z.
S ichp obe
Schüle *innen zwischen 8 und 11 Jah en nahmen an de Un e suchung eil. 274
Kinde e hiel en Un e ich im F eien und 42 Kinde bilde en die Kon ollg uppe.
Besch eibung
Umse zungso de S udie wa en el Schulen in England. Um den Schüle *innen die Biodi e si ä in de
nahen Schulhausumgebung nähe zu b ingen, wu de ein P og amm e a bei e , welches alle Schulen
iden isch umse z en. Es beinhal e e eine sei s Ak i i ä en bezüglich de A en iel al und ande e sei s
soll en neue Habi a e einge ich e we den. De Un e ich wu de on Fachexpe en sowie S uden en
ode Dok o anden de Biologie gelei e , wobei die Leh pe sonen s e s anwesend wa en und die Kinde
in übe achlichen Angelegenhei en un e s ü z en. Übe das Schuljah anden 21 Ve ans al ungen s a .
Um den E ek de Ak i i ä en ausse halb des Klassenzimme s zu übe p ü en, üll en die Schüle *innen
zu Beginn und am Ende des P og amms F agebögen aus. Dazu wu de de KIDSCREEN-27 e wende .
Mi dem KIDSCREEN-27 lassen sich die Ge ühle des Kindes aus de Vo woche des
E hebungszei punk es sowie ün Be eiche des Wohlbe indens e assen. Übe dies wu de mi dem
«Connec ion o Na u e Index» – eben alls ein F agebogen – die Na u e bundenhei e hoben. Als d i e
Messung üll en die eilnehmenden Kinde o und nach dem Un e ich im F eien eine S immungs-
um age aus. Die e s en zwei F agebögen wu den auch on eine Kon ollg uppe ausge üll . Abhängig
da on, ob die Schulen übe ein WLAN e üg en ode nich , wu den die F agebögen elek onisch ode
au Papie ausge üll .
36
Tiplady & Men e (2021)
O iginal i el
Fo es school o wellbeing: an en i onmen in which young people “can ake wha
hey need”
Deu sche Ti el
Waldschule ü das Wohlbe inden: eine Umgebung, in de junge Menschen «sich
nehmen können, was sie b auchen»
Me hode
Es kamen gemisch e Me hoden zum Einsa z, da un e die Beobach ung,
In e iews, Re lexionen und Gesp äche.
De Kop oduk ionsansa z und die Theo y-o -change-Me hode bilde en die Basis
des Fo schungsp ozesses.
S ichp obe
5 Schüle *innen eines «zusä zlichen G undschulzen ums» ü Kinde mi
Schwie igkei en in den Be eichen Emo ion und Ve hal en
11 Schüle *innen eine Sonde schule ü Kinde mi schwe en Angs zus änden
4 El e n eile sowie Fo es School-Expe *innen und Leh k ä e
Besch eibung
In diese S udie, welche im Rahmen des B eeze-P ojek es du chge üh wu de, wu de die Auswi kung
des Fo es School (FS)-Ansa zes au das emo ionale Wohlbe inden de Schüle *innen un e such . Das
Fo es School-Konzep wu de an englischen Schulen en wickel . Umgese z wi d es in eine na ü lichen
Umgebung, angelei e on eine da ü ausgebilde en ex e nen Leh k a mi dem Ziel, die ganzhei liche
En wicklung de Schüle *innen zu ö de n. Im B eeze-P ojek a bei e en die FS-Leh k a und die
Leh pe sonen de Schule zusammen. Duch geziel e Ak i i ä en und He aus o de ungen im Ga en,
Wald ode dem sepa a einge ich e en FS-Be eich soll en Selbs e auen und Wohlbe inden ges ä k
we den. Die In e en ion and übe ein ganzes Schuljah einmal wöchen lich s a . Um die
Zusammena bei zwischen Schule und FS-Expe en zu un e s ü zen und gewinnb ingend ü beide
Sei en zu ges al en, wu de de Kop oduk ionsansa z gewähl . Diese e möglich , dass übe einen
egelmässigen Aus ausch, Pe spek i en, Fachwissen und Fähigkei en alle Be eilig en ein liessen und
ebenso on ihnen genu z we den können. Wei e kam die «Theo y-o -change»- Me hode ü den
Fo schungsp ozess zum Einsa z. Sie eigne sich ü die Bewe ung mul idimensionale P ojek e und ü
die E o schung de U sachen, welche zu den Auswi kungen de In e en ion üh en. So s ell en das
Fo schungs eam und die Ak eu e de Schule Annahmen übe die Wi kung des B eeze-P ojek es au .
Eine diese E wa ungen – au die ande en wi d in de o liegenden A bei nich eingegangen – wa die
Auswi kung au das Wohlbe inden. Die S udie schloss alle Be eilig en in den Fo schungsp ozess ein.
Die Schüle *innen du en sich wahlweise du ch In e iews, an Gesp ächen wäh end de In e en ion,
Re lexionen übe Fo os ode mi einem Tagebuchein ag be eiligen. Mi dem FS-Expe en und den
Leh k ä en wu den egelmässig halbs uk u ie e In e iews ge üh . Gegen Ende de S udie wu den
mi ie El e n In e iews ge üh . Alle 14 Tage e gänz e ein Fo sche die Da en du ch eine eilnehmende
Beobach ung mi Feldno izen.
43
Bølling e al. (2019)
Bei de Auswe ung de S udie on Bølling e al. wu de es ges ell , dass lediglich 13 Klassen de
Ou doo Educa ion-G uppe die ge o de en ün S unden Un e ich im F eien absol ie en. Das
Fo schungs eam se z e ü die Auswe ung einen G enzwe on zwei S unden als Minimum, um die
Klasse als «Ou doo -Klasse» in die Auswe ung au zunehmen. Diesen G enzwe e eich en alle
Klassen, die sich zum Un e ich im F eien e p lich e en. Ebenso e eich en einige de Kon ollklassen
meh Un e ich ss unden im F eien als de G enzwe on zwei S unden o gab. Sie wu den da au hin
de Ou doo -G uppe zuge eil . Schlussendlich gehö en 511 Kinde und Jugendliche de Ou doo -
Ve suchsg uppe und 120 de Ve gleichsg uppe an. Bølling e al. haben he ausge unden, dass egel-
mässige Un e ich im F eien zu signi ikan , also zu übe zu ällig, meh p osozialem Ve hal en üh .
Hingegen konn e kein Zusammenhang zwischen Ou doo Educa ion und de Milde ung emo ionale
P obleme, Unau me ksamkei und Hype ak i i ä sowie P oblemen mi de Pee g uppe es ges ell
we den. Bei Kinde n mi einem nied igen sozioökonomischen S a us (SES) ha e die Ou doo Educa ion
einen signi ikan milde nden E ek au Hype ak i i ä ssymp ome, Unau me ksamkei und P obleme mi
de Pee g uppe. Eine Nachanalyse zeig e eben alls, dass die Ve inge ung de Hype ak i i ä und
Unau me ksamkei bei Schüle *innen mi nied igem SES g össe – beinahe signi ikan – wa als bei
jenen mi einem hohen SES. Aus de Nachanalyse ging wei e he o , dass sich die P obleme mi
Gleichal igen bei Kinde n mi einem nied igen SES s ä ke e besse en im Ve gleich zu ih en
Mi schüle *innen mi einem hohen SES. Eine Signi ikanz konn e hie nich es ges ell we den. Bølling
e al. haben da übe hinaus he ausge unden, dass sich iele einzelne Un e ich seinhei en im F eien
nega i au die Ve ände ung on Hype ak i i ä , Unau me ksamkei und p osozialem Ve hal en aus-
wi ken. Sie s ell en im Gegenzug dazu es , dass sich eine ge inge e Anzahl an länge en Einhei en
posi i auswi k e.
Jø ing e al. (2020)
Den In e iews mi den Schüle *innen konn en Jø ing e al. en nehmen, dass insbesonde e
leis ungsschwäche e Schüle *innen den Ums and schä z en, Fähigkei en zu zeigen, die im adi ionellen
Indoo -Un e ich keine Bedeu ung inden. Leis ungss ä ke e Kinde be on en die F eihei und
Selbs e an wo ung im Ou doo -Se ing, die sie mo i ie en, selbs s ändig, nach Lösungen zu suchen,
wobei ande e Kinde es hiel en, dass die Leh pe son wenige gu e eichba is , um Hil e zu leis en.
Aus den Beobach ungen und In e iews ging he o , dass sich akademisch schwäche e Schüle *innen
s ä ke on de Umgebung ablenken liessen, wobei sich dies bei den Jungen ausgep äg e zeig e als
bei den Mädchen. Anzume ken is hie , dass die en sp echende Beobach ung zu diesem E gebnis
wäh end eine Si zung in eine dich bebau en Umgebung du chge üh wu de. Nich ele an wa en die
Un e schiede des Leis ungs e mögens hinsich lich des E lebens on Abwechslung. Die Ou doo -
Sequenzen wu den allgemein als abwechslungs eich und mi meh Spass als im Schulzimme e -
bunden. Un e schiedlich wu de de Einsa z on We bewe ben im Zusammenhang mi kö pe liche
Ak i i ä , in de S udie mi S a elläu en umgese z , bewe e . Wäh end sich einige Kinde du ch den
We bewe b mo i ie ühl en, e leb en ande e diesen als ausg enzend, wenn de We bewe b mi
44
akademischen Au gaben kombinie wu de. Ande e ühl en sich on den Jubel u en und dem lau s a ken
Anspo nen de Mi schüle *innen ges ö . Die In e iews liessen schluss olge n, dass sich Ou doo
Educa ion posi i au die Gemeinscha de Klasse auswi k . Das Fo schungs eam s ell e jedoch es ,
dass die A und Weise, wie G uppen zusammengese z we den, en scheidend is . Eine sei s können
soziale Mus e in de Klasse nu dann neu geo dne we den, wenn die Leh k ä e G uppena bei en so
s uk u ie en, dass neue Kon ak e möglich sind. Ande e sei s zeigen die Da en, dass sich das soziale
Wohlbe inden de Schüle *innen e besse e, wenn Kinde mi ih en be ei s e au en Kolleg*innen
zusammen sein du en. Dies geschieh un e ande em bei de eien G uppenwahl, die jedoch das
Wohlbe inden on wenige gu in eg ie en Schüle *innen beein äch igen kann, weil die soziale
Ausg enzung e sich lich wi d. Diesbezüglich wu de kein Un e schied hinsich lich des Geschlech s ode
des Leis ungs e mögens es ges ell . Eine deu liche posi i e Wi kung de Ou doo Educa ion au das
soziale und schulische Wohlbe inden konn e die S udie nich belegen.
Gus a sson e al. (2011)
Gus a sson e al. anden in ih e S udie he aus, dass sich die Ou doo -In e en ion nich signi ikan au
die allgemeine psychische Gesundhei de Schüle *innen auswi k e. Es zeig e sich jedoch ein
geschlech sspezi ische , eilweise signi ikan e Un e schied. Demnach e besse e sich das Wohlbe-
inden de Jungen in höhe em Mass als das de Mädchen. Bezüglich de SDQ-Un e ka ego ien
«emo ionale Symp ome», «Ve hal en», und «Hype ak i i ä » konn e ein signi ikan e Un e schied es -
ges ell we den. Die E ek e ü «P obleme mi Gleichal igen» und «p osoziales Ve hal en» wa en bei
den Jungen nich signi ikan besse als bei den Mädchen. Ande s als bei de Re e enzschule wa bei
den Jungen de In e en ionsschule eine Reduk ion on psychischen P oblemen zu e assen. Bei den
Mädchen wa kein Rückgang zu e zeichnen. Gus a sson e al. me k en an, dass sich die In e en ions-
schule in eine wenige bebau en Umgebung be and als die Schule de Kon ollg uppe, die sich in de
S ad be and. Mögliche weise ha e dies einen Ein luss au die ge ingen E ek e de In e en ion.
Ha ey e al. (2020)
Mi ih e S udie konn en Ha ey e al. zeigen, dass die Kinde , die das Biodi e si ä sp og amm
besuch en, ein signi ikan höhe es Wohlbe inden au wiesen als die Kinde de Kon ollg uppe. Eine
Um age bezüglich de S immung wu de nu on den Kinde n de In e en ionsg uppe ausge üll . Diese
e gab signi ikan besse e We e übe die Daue de In e en ion. Wei e konn e gezeig we den, dass
sich die S immung sowohl du ch die einzelne In e en ionssi zung e besse e als auch übe die
Gesam daue des P og amms. Im Allgemeinen wa den Angaben de Kinde zu Beginn de E hebung
ein hohes Mass an Na u e bundenhei zu en nehmen. Um mögliche E ek e au dieses Me kmal zu
p ü en, un e such en Ha ey e al. die Ve ände ung bei den Kinde n, die an angs einen nied igen We
o wiesen. Dabei s ell en sie es , dass sich die Ve bundenhei zu Na u bei Kinde n, die ih e
Ve bundenhei an angs ge ing einschä z en, signi ikan e besse e. Ebenso e besse e sich das
Wohlbe inden diese Kinde s ä ke als bei jenen Kinde n, die sich on Beginn an s a k mi de Na u
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e bunden ühl en. Ha ey e al. nahmen dabei Bezug zu Biophilie-Hypo hese und be on en den
posi i en E ek de Na u umgebung ü das Wohlbe inden.
Tiplady & Men e (2021)
Aus de S udie on Tiplady und Men e geh he o , dass die Schüle *innen die Fo es School-Einhei en
mi F eude besuch en. Sie beg üss en die Sequenzen aus e schiedenen G ünden. Dazu gehö en die
Abwechslung om gewöhnlichen Un e ich sall ag, de Spass, die kö pe liche Ak i i ä , in de Na u zu
sein, ein Ge ühl de F eihei und das Zusammensein mi ande en. Ein Schüle e wähn e, dass die
In e en ion ü ihn schwie ig sei, da e mi den ielen Möglichkei en und de en Auswahl übe o de sei.
Das Fo schungs eam me k e an, dass es diesem Schüle gelang, sich im Lau e de Zei imme besse
in die G uppe zu in eg ie en. Aussagen on El e n und Leh k ä en is zu en nehmen, dass die Ou doo -
Sequenzen mo i ie end wi k en und wenige Ve weige ungs e hal en es zus ellen wa . Ein Ansp uch
des P ojek es wa es, die Schüle *innen im Knüp en ode P legen on sozialen Kon ak en zu un e -
s ü zen. Diesbezüglich wu de es ges ell , dass imme wenige Un e s ü zung sei ens de E wachsenen
nö ig wa , um kon lik ei mi den Mi schüle *innen zu in e agie en. Eben alls wu de beobach e , dass
die Be ei scha , Beziehungen zu den be eilig en E wachsenen zu knüp en, g össe wu de. Obwohl sich
he aus o de nde Ve hal ensweisen eduzie en, eagie en einige Schüle *innen aus Übe o de ung mi
agg essi em Ve hal en ode Rückzug. Da die Kinde und Jugendlichen de beiden Schulen einen
besonde en Fö de beda ha en, wu de die Selbs wah nehmung als ele an es Me kmal ü diese
E hebung be ach e . Obschon es ü die Teilnehmenden schwie ig wa , da übe zu e lek ie en,
äusse en sich einige übe ih en gewonnenen Mu , zu kle e n ode Feue zu machen. Den Leh k ä en
und El e n iel au , dass die Risikobe ei scha und das Selbs e auen ges ä k wu den. Die Leh -
pe sonen äusse en, dass die e s en Waldbesuche he aus o de nd wa en, jedoch die schwie igen und
kon lik geladenen Si ua ionen übe die Zei abnahmen. Die S udie konn e keinen signi ikan en E ek de
In e en ion au das Wohlbe inden de Kinde zeigen. Alle dings konn en im Rahmen de heo y-o -
change Fo sch i e in einzelnen om Fo schungs eam als ele an de inie en Be eichen nachgewiesen
we den. Den dokumen ie en Ve besse ungen bezüglich des Ve hal ens in Beziehungen können
meh e e U sachen zug unde liegen. Die Un e s ü zung in diesem Be eich is om FS-Ansa z explizi
o gesehen. Zudem wa en mi Leh k ä en und ausgebilde en FS-Expe en iele Be euungspe sonen
im Einsa z, die zu e lässig Un e s ü zung bie en konn en. Tiplady und Men e kamen zum Schluss, dass
ih en um ang eichen Da en zu en nehmen is , dass obwohl kein signi ikan e E ek au das Wohl-
be inden es zus ellen wa , iele Kinde in un e schiedliche Weise on de In e en ion p o i ie en und
sich da on «nehmen, was sie b auchen» (ebd., S.111).
De weile e al. (2022)
Die S udie on De weile e al. woll e den E ek on Ou doo Educa ion anhand de dami e bundenen
Au onomie wäh end des Un e ich s und de ges eige en kö pe lichen Ak i i ä au die biologische
S ess eak ion un e suchen. Dies geschah du ch die Messung des Co isolspiegels und eine Magne -
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esonanz omog aphie (MRT), welche die Rei ung beziehungsweise die Volumen e ände ung in den
Hi n egionen Hippocampus, Amygdala und an e io e cingulä e Co ex gemessen wu de. Alle d ei
Regionen sind Teile des limbischen Sys ems und an de Ve a bei ung on Emo ionen be eilig . Dabei
konn en sie he aus inden, dass die leich e kö pe liche Ak i i ä im Rahmen de Ou doo Educa ion sich
posi i au das S essle el de Schüle *innen auswi k e. Ande s als bei de Kon ollg uppe konn e bei
den Schüle *innen de In e en ionsg uppe im Ve lau des Tages eine Abnahme des Co isols
es ges ell we den. Ebenso zeig en sie un e S essbedingungen eine ge inge e Ak i ie ung de
Amygdala und dami eine besse e Regulie ung de S ess eak ion. In de Kon ollg uppe e hiel sich
dies umgekeh . Die Volumen e ände ung ode Rei ung des Gehi ns kann jedoch haup sächlich dem
Al e zugesch ieben we den. De weile e al. sahen hie einen Al e se ek , wobei die äl e en Kinde
eine ausgep äg e e Rei ung des Gehi ns o wiesen. Hinsich lich de e leb en Au onomie in de Ou doo
Educa ion ha e die g össe e Wahl eihei wäh end des Un e ich s einen posi i en Ein luss au die
Rei ung des an e io e cingulä en Co ex.
Molyneux e al. (2022)
Aus de S udie on Molyneux e al. geh he o , dass die be ag en G undschulleh pe sonen iel äl ige
Vo eile in de Umse zung on Ou doo Educa ion sehen. Allem o an sahen die Leh k ä e in Ou doo
Educa ion eine he o agende Möglichkei , Kinde in ih e sozial-emo ionalen En wicklung zu ö de n.
Sie könn en in diese Zei au hen isch sein, sich als selbs wi ksam e ah en und neue In e essen
en decken. Des Wei e en wü den sie F eihei en e leben, die ihnen im All ag nich zus ehen und sich
du ch das gewonnene Selbs e auen e meh an neue Dinge he anwagen. Teilweise en s ünden
iskan e Si ua ionen, was die Schüle *innen in ih em Selbs managemen un e s ü ze. Sie üb en sich im
Umgang mi S ess, wü den eigene G enzen e kennen und le nen, En scheidungen zu e en und die
Ve an wo ung hie ü zu übe nehmen. Ou doo Educa ion hel e da übe hinaus, ande e Pe spek i en
kennenzule nen, die Bedü nisse ande e zu be ücksich igen und ein ü so gliches Ve hal en zu en -
wickeln. Diese Rücksich nahme wü de sich au ih e Umwel auswei en, sobald sie ih en Ou doo -Pla z
egelmässig besuch en und eine Ve bindung zu diesem O au bau en. Dadu ch en s ünde die
E kenn nis, selbs ein Teil de Na u zu sein. Übe dies iel den Leh pe sonen au , dass iele Si ua ionen
d aussen Koope a ion e o de n und so die Zusammena bei sowie Kon lik lösung un e den Schüle *-
innen ö de e. Dies wi ke sich posi i au die Inklusion aus. Auch hie «e wies sich die Au onomie und
Handlungs ähigkei , die de OL-Kon ex bie e , als Ka alysa o ü die Einübung on Fähigkei en, die den
Schüle n hel en, ih e allgemeine Beziehungskompe enz au zubauen» (ebd., S. 13). Die Leh pe sonen
gaben an, iele posi i e Ge ühle bei den Kinde n wah zunehmen und Ou doo Educa ion als Vo eil ü
das emo ionale Wohlbe inden zu sehen. Übe dies un e s ü z e de Kon ex posi i e Beziehungen
zwischen Leh pe sonen und Schüle *innen. Neben den um ang eichen Vo eilen ü die sozial-
emo ionale En wicklung bewe e en die Leh k ä e auch die Auswi kungen au die kö pe liche und
kogni i e En wicklung posi i . Molyneux e al. beme k en, dass die Leh pe sonen die Vo züge de
Ou doo Educa ion de uns uk u ie en A und Weise dieses Un e ich skon ex es zusch ieben. Wei e
hob das Fo schungs eam he o , dass aus ielen Aussagen, Vo züge aus e schiedenen En wicklungs-
be eichen zu en nehmen wa en.
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Fabe Taylo & Kuo (2011)
Au g und de Be agung de El e n konn en Fabe Taylo und Kuo he aus inden, dass eine Umgebung
im F eien ü knapp 60% de Kinde ih e ypische Spielumgebung da s ell . 30% spiel en übe wiegend
in Innen äumen und ü 9% de Kinde gaben die El e n eine «ande e Umgebung» als häu igs en
Spielo an. Die konk e en Spielo e wu den mi de Ausp ägung de Symp ome e glichen. Da aus ging
he o , dass Kinde , die in Gebäuden ode bebau en Umgebungen d aussen spiel en, signi ikan
schwe e e Symp ome o wiesen als Kinde , welche in na ü lichen Umgebungen spiel en. Bei den
na ü lichen Umgebungen wu de zwischen Umgebungen mi «Bäumen und G as» und «o enem G as»
un e schieden. Beide na ü lichen Umgebungen gingen mi milde en Symp omen einhe wie die
Spielo e «Innen äume» ode «bebau es Aussengelände». Ein e s aunliches E gebnis zeig e sich im
Ve gleich diese beiden bebau en Spielo e. Kinde , die d innen spiel en, ha en keine signi ikan
schwe e en Symp ome als Kinde , welche au dem bebau en Aussengelände spiel en. Aus dem
Ve gleich de beiden na ü lichen Umgebungen wa hingegen zu en nehmen, dass Kinde , die in o enem
G as spiel en, signi ikan milde e Symp ome zeig en als Kinde , die in eine Umgebung mi Bäumen und
G as spiel en. Wei e woll en Fabe Taylo und Kuo wissen, ob die Hype ak i i ä einen Ein luss au die
Wahl des Spielo es ha und ob es Spielo e gib , die ü Kinde mi beziehungsweise ohne Hype ak i i ä
besse geeigne sind. Hinsich lich de Wahl de Spielumgebung konn e kein signi ikan e Un e schied
es ges ell we den. Alle dings konn e ein Un e schied de Auswi kung de einzelnen Spielumgebung
au die Symp ome es ges ell we den. Das Se ing «o enes G as» wa ü Kinde mi Hype ak i i ä mi
den mildes en Symp omen e bunden, wäh end sich «o enes G as» und «Bäume und G as» bei den
Kinde n ohne Hype ak i i ä gleiche massen milde nd auswi k en. Das Fo schungs eam me k e an,
dass die e wähn en Zusammenhänge signi ikan bleiben, auch wenn die Fak o en Geschlech und
Familieneinkommen kon ollie we den. Die Un e schiede de Ausp ägung de Symp ome sind also
nich au diese Fak o en zu ückzu üh en. Abschliessend is zu e wähnen, dass Kinde mi ADHS
e meh na ü liche Spielumgebungen au such en als Kinde ohne ADHS.
Ba ield & D iessnack (2018)
Aus den gezeichne en Geschich en und den dazugehö igen E klä ungen de Kinde konn en Ba ield
und D iessnack d ei ü die Kinde ele an e Themen he ausa bei en. Dazu gehö en «Ak i i ä , Na u
und Ve bundenhei » (ebd., S. 3). Bei eine Meh hei de Kinde konn e ein Bezug zu allen d ei Themen
es ges ell we den. In de p ak ischen Da s ellung wu den diese o e misch . Beinahe alle Kinde
zeichne en sich bei i gendeine A on Tä igkei . Nu d ei Kinde s ell en sich allein bei eine Ak i i ä
da , alle ande en zeig en sich bei den Tä igkei en in Gesellscha . 85% de Kinde bezogen die Na u
implizi ode explizi in ih e Zeichnungen und E zählungen mi ein. So wa en sie zum Beispiel am
Schwimmen im See, am Spielen d aussen und es wa en P lanzen ode Tie e zu sehen. Dabei wa kaum
ein Un e schied hinsich lich des Wohngebie es de Kinde es zus ellen. Tendenziell zeig en die Kinde
aus ländlichen Umgebungen meh Na u bezug als jene aus s äd ischen Wohngebie en. Lediglich d ei
Kinde bezogen die Na u nich in ih e Geschich en mi ein. Übe die Häl e de Kinde s ell e Si ua ionen
da , in denen sie mi Familienangehö igen, F eunden ode e wei e en Bekann en zu sehen wa en.
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Dami wu den sowohl posi i e als auch nega i e Ge ühle e bunden, wenn es sich beispielsweise um
Kon lik e ode um Abschied nehmen handel e. Ba ield und D iessnack äum en ein, dass Kinde , die
alleine spiel en, dies auch ehe in geschlossenen Räumen a en und Ak i i ä en in Gesellscha ande e
an egen könn en, sich d aussen au zuhal en. Sie e läu e en wei e , dass es möglich wä e, «dass Kinde
mi ADHS in insisch Ums ände und O e e kennen, die ih en S ess eduzie en und ih Wohlbe inden
s eige n» (ebd., S. 5).
S e enson e al. (2021)
Die S udie on S e enson e al. un e such e die Auswi kung de na ü lichen beziehungsweise bebau en
Umgebung au die kogni i e Leis ungs ähigkei de P obanden. Hie zu konn en sie keinen signi ikan en
Zusammenhang inden. Pa allel dazu wu de die Wi kung de Medikamen e un e such . Dabei anden
sie he aus, dass die Medikamen e die Reak ionsgeschwindigkei und die Genauigkei signi ikan
e besse en. Ebenso zeig en Schüle *innen un e Medika ion eine signi ikan besse e S abili ä ih e
Leis ung. De E ek des Medikamen s au die exeku i e Au me ksamkei wa nich signi ikan .
Fes zus ellen wa ausse dem, dass die Medika ion in Kombina ion mi eine Exposi ion in eine bebau-
en Umgebung zu eine besse en Genauigkei üh e, als die Medika ion kombinie mi eine na ü lichen
Umgebung. Dies en sp ach nich den E wa ungen des Fo schungs eams. S e enson e al. sag en
o aus, dass die un e schiedlichen Wi kungsweisen on Medikamen und Na u – hie wu de da on
ausgegangen, dass die Na u die Au me ksamkei wiede he zus ellen e mag – in Kombina ion zum
bes en E gebnis üh en. Die E gebnisse diese S udie wide legen dami o angegangene S udien, wie
zum Beispiel jene on Fabe Taylo und Kuo aus dem Jah 2009, welche de na ü lichen Umgebung
eine ähnlich g osse Wi kung bes ä ig en wie jene on Medikamen en.
5.3.3 Zusammen assung de E gebnisse und Diskussion
Dieses Kapi el bilde den on Pe ic ew und Robe s (2006) o geschlagenen d i en Sch i de
Auswe ung, die sogenann e «C oss-s udy syn hesis» (S.178). An diese S elle we den die E gebnisse
zusammenge ass , einande gegenübe ges ell und disku ie . Die Tabelle 6 aus dem o angegangenen
Kapi el wu de um die E gebnisse de einzelnen S udien e wei e und soll einlei end einen Übe blick
bie en.
49
Tabelle 7: Übe sich de S udien mi E gebnissen
S udie
Jah
In e en ion
Popula ion
S udiendesign
E gebnisse
Bølling e
al.
2019
Ou doo Educa ion zweimal
wöchen lich
Schüle *innen in
Dänema k
Nich - andomisie e S udie,
SDQ-F agebogen ü Kinde
Signi ikan posi i e E ek e ü p osoziales
Ve hal en, bei Kinde n mi nied igem SES posi i e
E ek e bezüglich Unau me ksamkei , Hype ak i i ä
und P oblemen mi Pee s, keine allg. Signi ikanz
Jø ing e
al.
2020
Ou doo Educa ion 5
Lek ionen wöchen lich
Schüle *innen in
Dänema k
S udie mi gemisch en
Me hoden (Beobach ungen
und In e iews mi Kinde n)
Keine deu liche Wi kung de Ou doo Educa ion au
das soziale und schulische Wohlbe inden.
Schüle *innen e leb en meh Spass, Abwechslung
und F eihei en.
Gus a sson
e al.
2011
Min. 1 Lek ion äglich
e lebnispädagogische
Un e ich im F eien
Schüle *innen in
Schweden
SDQ-F agebogen ü El e n
Keine signi ikan e Wi kung au die allgemeine
psychische Gesundhei . Jungen p o i ie en in
Teilbe eichen signi ikan meh als Mädchen
Ha ey e
al.
2020
Umwel un e ich on
ex e ne Fachpe son (21
Ve ans al ungen/Schuljah )
Schüle *innen in
England
Längsschni s udie mi
F agebögen (KIDSCREEN-
27, Na u e bundenhei s-
und S immungsum age)
Signi ikan e Ve besse ung des Wohlbe indens und
de S immung. Fö de ung de Na u e bundenhei ,
wenn diese nu ge ing ausgep äg is .
Tiplady &
Men e
2021
Einmal wöchen lich Ou doo
Educa ion mi ex e ne
Fachleh pe son
Schüle *innen in
England
S udie mi gemisch en
Me hoden (In e iews und
Beobach ungen)
Keine signi ikan en E ek e. Von Teilnehmenden
beobach e e Ve besse ungen in indi iduellen
Teilbe eichen.
De weile
e al.
2022
Ou doo Educa ion einmal
wöchen lich
Schüle *innen in
Deu schland
S udie mi gemisch en
Me hoden (Tes und MRT)
Besse e S ess egulie ung und nied ige
Co isolwe bei Ou doo Educa ion.
Molyneux
e al.
2022
indi iduelle
Un e ich se ah ung in
Ou doo Educa ion in de
bishe igen Be u slau bahn
G undschul-
leh pe sonen in
Kanada
Fokusg uppen-In e iew mi
Leh pe sonen
Gemäss Leh pe sonen ö de Ou doo Educa ion
insbesonde e die sozial-emo ionale En wicklung
sowie die kö pe liche Gesundhei und kogni i e
En wicklung.
Fabe
Taylo &
Kuo
2011
E ah ungsbe ich e
El e n und
E ziehungsbe ech-
ig e on Kinde n
mi ADHS
Visuell un e s ü z e
Be agung de El e n
Zusammenhang zwischen milde en Symp omen
und Au en hal in g üne Umgebung. Milde nde
Wi kung on o enen G ün lächen au
Hype ak i i ä .
Ba ield &
D iessnack
2018
«d aw-and- ell» In e en ion
Kinde mi ADHS in
den USA
Be agung de Kinde nach
d aw-and- ell-Ansa z
In Si ua ionen des Wohlbe indens nimm die g osse
Meh hei de Kinde Bezug zu Na u .
S e enson
e al.
2021
Spazie gang in bebau e
ode na ü liche Umgebung
mi ode ohne Medikamen e
Kinde mi ADHS in
Neuseeland
C osso e -Design mi
Tes ins umen en
Keine signi ikan e Ve besse ung de kogni i en
Leis ung du ch Au en hal in de Na u .
50
So wie sich die Popula ionen, E hebungsins umen e und S udiendesigns un e scheiden, so mannig-
al ig sind die E gebnisse de bea bei e en zehn S udien. Um die Zusammen assung e was zu
s uk u ie en, we den als e s es die E gebnisse zum Wohlbe inden zusammenge ass und disku ie . Im
zwei en Teil gil die Au me ksamkei den Auswi kungen de Ou doo Educa ion au das Wohlbe inden
und die allgemeine Symp oma ik on Schüle *innen mi ADHS.
Auswi kungen de Ou doo Educa ion au das Wohlbe inden on Schüle *innen
Die Auswi kungen on Ou doo Educa ion au das Wohlbe inden de Schüle *innen zeigen sich in
e schiedenen Teilbe eichen de sozial-emo ionalen En wicklung, welche ü das Wohlbe inden ele an
sind. In Kapi el 3.3 wu den diese nähe ausge üh . Auch F agebogenins umen e wie de SDQ und de
Kidsc een-27, wie sie bei Bølling e al. (2019) und Gus a sson e al. (2011) beziehungsweise bei Tiplady
und Men e (2021) zum Einsa z kamen, o ien ie en sich an solchen Teilbe eichen wie e wa Bezie-
hungen, Umgang mi Gleichal igen, seelische Ve assung, Ve hal en und Au me ksamkei . Das is an
diese S elle deshalb on Bedeu ung, weil sich Ou doo Educa ion nich au alle Teilbe eiche gleiche -
massen auswi k . Au das allgemeine, diese Teilbe eiche übe g ei ende Wohlbe inden, wu de in den
meis en S udien keine signi ikan ö de nde Wi kung es ges ell . Eine Ausnahme bilde hie die S udie
on Ha ey e al. (2020), de en Da en ein signi ikan höhe es Wohlbe inden au g und de Ou doo -
In e en ion bes ä igen. Molyneux e al. (2022) schliessen aus den Aussagen de Leh pe sonen au eine
posi i e Wi kung de Ou doo Educa ion au das Wohlbe inden. Au die möglichen U sachen diese
E gebnisse wi d spä e eingegangen.
Au allend is , dass das p osoziale Ve hal en du ch den Un e ich im F eien gemäss meh e en S udien
posi i beein luss wu de. Dies hal en Jø ing e al. (2020), Tiplady und Men e (2021) und Molyneux e
al. (2022) es und Bølling e al. (2019) konn en hie ü ga signi ikan e E ek e o weisen. Tiplady und
Men e (2021) sowie Molyneux e al. (2022) be onen, dass sich die In e en ion posi i au Beziehungen
auswi k e, sowohl in Bezug au die Mi schüle *innen als auch in Bezug au die Leh k ä e und
Be euungspe sonen. Im Falle de S ichp obe on Tiplady und Men e (2021), die Ve hal ensau -
älligkei en o wies, wu de ein Rückgang on opposi ionellem Ve hal en beobach e . Bølling e al. (2019)
s ell en es , dass P oband*innen mi einem nied igen SES on Ou doo Educa ion hinsich lich ih e
P obleme mi Mi schüle *innen p o i ie en. Die posi i e Wi kung au das Knüp en on Beziehungen
schein au iele, jedoch nich alle Kinde zuzu e en und is abhängig da on, wie gu in eg ie sie
be ei s sind und wie de Un e ich s uk u ie und o ganisie is (Jø ing e al., 2020).
Ein Fak o , de in den meis en S udien e sich lich wu de, wa die on den Schüle *innen e leb e F eihei
im Ou doo -Se ing. Eine sei s gab sie kogni i leis ungsschwachen Kinde n die Möglichkei , bishe
i ele an e Fähigkei en zu en decken und zu zeigen und ande e sei s ühl en sich leis ungss a ke Kinde
mo i ie , selbs s ändig zu a bei en und Ve an wo ung zu übe nehmen (Jø ing e al., 2020). Auch bei
Tiplady und Men e (2021) wu de das E leben on F eihei on den Schüle *innen he o gehoben. In
de S udie on Molyneux e al. (2022) be on en die in e iew en Leh pe sonen, dass sie die Vo züge
de Ou doo Educa ion au die sozial-emo ionale En wicklung de Kinde o wiegend dem uns uk-
u ie en Se ing und de dami zusammenhängenden Au onomie zusch eiben. De weile e al. (2022)
51
konn en zeigen, dass die F eihei en wäh end des Ou doo -Un e ich s ga die Rei ung bes imm e
A eale im Gehi n ö de n. E wähnenswe is hie jedoch auch die He aus- beziehungsweise Übe -
o de ung, die iele F eihei en ü einige Kinde mi b ingen. Speziell ü Kinde mi besonde em
Fö de beda im Be eich de sozial-emo ionalen En wicklung s ell en Tiplady und Men e (2021)
e einzel Schwie igkei en es . Sie üg en jedoch an, dass auch diese Kinde mi en sp echende
Un e s ü zung im Ou doo -Se ing Fo sch i e mach en.
Die En wicklung on Mu und Selbs wi ksamkei wu de in zwei S udien e wähn . In de S udie on
Tiplady und Men e (2021) iel dies sowohl den Leh pe sonen und El e n als auch den Schüle *innen
selbs au . Das Ou doo -Se ing eg Kinde an, Dinge auszup obie en, eilweise iskan e Si ua ionen zu
managen und dadu ch an Selbs e auen zu gewinnen (Molyneux e al., 2022).
Eine in e essan e En deckung mach en De weile e al. (2022), indem sie zeigen konn en, dass Kinde ,
die an eine Ou doo -In e en ion eilnahmen, einen nied ige en Co isolwe au wiesen als Kinde , die
gewöhnlichen Un e ich besuch en. Dami wi k e sich die Ou doo Educa ion posi i au den S ess de
Le nenden aus. Bei Molyneux e al. (2022) e wähn en die Leh pe sonen, dass die Schüle *innen im
Ou doo -Se ing den Umgang mi S ess le nen wü den.
Wu den die Schüle *innen zu den Ou doo -Lek ionen be ag , wie bei Jø ing e al. (2020) und Tiplady
und Men e (2021), so gab eine Meh hei on ihnen an, diese Sequenzen als Abwechslung om Un e -
ich zu e leben und dabei Spass und F eude zu emp inden.
Die S udie on Gus a sson (2011) konn e als einzige einen Geschlech e un e schied au zeigen. Ihnen
zu olge p o i ie e die psychische Gesundhei on Jungen meh als die on Mädchen. So milde n sich
Symp ome wie beispielsweise Hype ak i i ä bei Jungen signi ikan . Bølling e al (2019) konn en den
E ek bezüglich Hype ak i i ä bei Kinde n mi einem nied igen SES nachweisen.
Ha ey e al. (2020) und Molyneux e al. (2022) sch ieben in ih en E gebnissen on de En wicklung
eine s ä ke en Na u e bundenhei , insbesonde e, wenn Schüle *innen sich da o nu wenig mi de
Na u e bunden ühl en. Dies is ü das Wohlbe inden womöglich indi ek ele an , weil Kinde sich
dadu ch zukün ig meh in de Na u au hal en könn en.
Den S udien on Jø ing e al. (2020) und Tiplady und Men e (2021) is zu en nehmen, dass Kinde und
Jugendliche in un e schiedlichen Teilbe eichen de En wicklung on Ou doo Educa ion p o i ie en,
gemäss Tiplady und Men e (2021) wohl in eine A und Weise, wie sie es zu dem Zei punk ge ade
bedü en.
Wa um un e scheiden sich die E gebnisse nun abe de a ? Und weshalb sind kaum signi ikan e E geb-
nisse o handen, wenn aus den In e iews o wiegend posi i e Rückmeldungen zu Beziehung
zwischen Ou doo Edcua ion und Wohlbe inden he o gehen? Bean wo e we den können diese
F agen nich abschliessend. Es können lediglich einzelne Ums ände de Un e suchungen im Hinblick
au die E gebnisse disku ie und Ve mu ungen anges ell we den.
Ein Fak o , in dem sich die S udien übe wiegend oneinande un e schieden, wa die A und Weise de
E hebung des Kons uk es «Wohlbe inden». So kamen bei einigen S udien In e iews und bei ande en
Tes agebögen zum Einsa z. Teilweise wu den auch Beobach ungen du chge üh und manche S udien
52
kombinie en diese E hebungsins umen e. Mi den e schiedenen Ins umen en wu den auch
un e schiedliche F agen ges ell . Wenn ein Kind einen F agebogen wie den SDQ und den KIDSCREEN-
27 aus üll , beu eil es F agen zu Teilbe eichen, die ü sein Wohlbe inden ele an sind. Dami wi d die
gesam e Lebenssi ua ion mi einbezogen und ko ek e weise nich speziell Bezug zu In e en ion
genommen. Wi d ein Kind ge ag , wie es sich wäh end ode nach eine Ou doo -Sequenz ühl , geh
es nich um das allgemeine Wohlbe inden, sonde n ielmeh um sein E leben und seine Emo ionen im
Zusammenhang mi de In e en ion. Dies könn e eine E klä ung da ü sein, dass sich die meis en zum
Ou doo -Un e ich be ag en Kinde posi i äusse en. Da on kann jedoch auch abgelei e we den,
dass Ou doo Educa ion zumindes wäh end de Du ch üh ung posi i e E ek e in Bezug au das
subjek i e Wohlbe inden e eich .
Neben den un e schiedlichen Me hoden de E hebung wu den auch e schiedene Pe spek i en
he angezogen. Au allend wa , dass die Leh pe sonen sich übe wiegend posi i zu Ou doo Educa ion
äusse en. G und hie ü könn e sein, dass die Leh pe sonen dem Un e ich im F eien be ei s o de
In e en ion wohlgesonnen wa en und sich deshalb be ei e klä en, an de E hebung eilzunehmen.
Jø ing e al. (2020) e wähn en dies soga explizi in de S udienbesch eibung. In de S udie on
Molyneux e al. (2022) wu den haup sächlich Leh pe sonen be ag , die E ah ung in de Ou doo
Edcua ion o weisen konn en. Die E gebnisse diese In e iews könn en womöglich ande s aus allen,
bei Leh k ä en, die eine neu ale ode ga nega i e Eins ellung gegenübe de Ou doo Educa ion
haben.
Eine wei e e U sache ü die ungleichen E gebnisse könn e die jeweilige Ausgangslage gewesen sein.
So hiel en Gus a sson e al. (2011) es , dass sich ih e In e en ionsschule be ei s in ländliche
Umgebung be and und die E ek e womöglich s ä ke ausge allen wä en, wenn die Umgebung
s äd ische Na u gewesen wä e. Ebenso a iie en die Ausgangslagen de P oband*innen on Kinde n,
die be ei s Ou doo -Un e ich besuch en bis hin zu Kinde n, die diesen e s kennenle n en und bei
denen dadu ch gegebenen alls s ä ke e Ve ände ungen in ih em Wohlbe inden es zus ellen wä en.
E wähnenswe is an diese S elle, dass sich die E gebnisse de S udie on Tiplady und Men e (2021)
mi eine S ichp obe on Kinde n eine Sonde schule nich wesen lich on beispielsweise den
E gebnissen on Gus a sson e al. (2011) ode Bølling e al (2019) un e scheiden. Es we den posi i e
E ek e es ges ell , jedoch keine Signi ikanz. Zu Ausgangslage gehö auch die Be euungssi ua ion.
So wa en bei Ha ey e al. (2020) und Tiplady und Men e (2021) die Leh pe sonen und zusä zliche
Fachpe sonen ü den Ou doo -Un e ich anwesend.
Beach e we den muss übe dies, dass sich die Konzep e, welche in den In e en ionen zum Einsa z
kamen, un e scheiden. So nahmen die Schüle *innen bei Ha ey e al. (2020) an einem
Biodi e si ä sp og amm, also eine Fo m on Umwel bildung, eil. Gus a sson e al. (2011) se z en einen
e lebnispädagogischen Ansa z ein und in den S udien on Bølling e al (2019), Jø ing e al. (2020) und
De weile e al. (2022) wu den allgemeine Le nziele des Leh plans im Ou doo -Se ing umgese z .
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2004/ i el hema/ea h-educa ion-p o essionell-zu -nachhal igkei -e ziehen
65
11. Abkü zungs e zeichnis
ADHS
Au me ksamkei sde izi -/Hype ak i i ä ss ö ung
ADHD
A en ion De ici Hype ac i i y Diso de
BNE
Bildung ü nachhal ige En wicklung
EOTC
Educa ion Ou side he Class oom
KIM-S udie
Kindhei , In e ne , Medien
mp s
Medienpädagogische Fo schungs e band Südwes
WHO
Wo ld Heal h O ganiza ion
ICF-CY
In e na ional Classi ica ion o Func ioning, Disabili y and Heal h o
Child en and You h
SDT
Selbs de e mina ions heo ie / Sel -De e mina ion Theo y
HBSC-S udie
Heal h Beha iou in School-aged Child en
ICD
In e na ional S a is ical Classi ica ion o Diseases and Rela ed
Heal h P oblems
DSM
Diagnos ic and S a is ical Manual o Men al Diso de s
SDQ
S eng hs and Di icul ies Ques ionnai e
MPH
Me hylphenida
FS
Fo es School
MRT
Magne esonanz omog aphie
MIST
Mon eal Imaging S ess Task
ANT
A en ion Ne wo k Task
PRS-C II
Pe cei ed Res o a ion Scale
SES
Socioeconomic s a us
OL
Ou doo Lea ning
66
12. Tabellen e zeichnis
Tabelle 1:
Suche gebnisse zu Ou doo Educa ion und
Wohlbe inden
S. 27-28
Tabelle 2:
Suche gebnisse zu Ou doo Educa ion und ADHS
S. 29
Tabelle 3:
Ein- und Ausschlussk i e ien ü S udien zu Ou doo
Educa ion und Wohlbe inden
S. 30
Tabelle 4:
Ein- und Ausschlussk i e ien ü S udien zu Ou doo
Educa ion und ADHS
S. 30
Tabelle 5:
Fü die Mas e a bei e wende e S udien
S. 31-32
Tabelle 6:
Übe sich de S udien
S. 42
Tabelle 7:
Übe sich de S udien mi E gebnissen
S. 49
13. Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1:
Ti elbild, Quelle: Fo o p i a
Abbildung 2:
Das In e p e a ionsd eieck, Quelle: Ludwig, T. (2008).
Die E olgsk i e ien de Na u in e p e a ion. Al ed
Toep e Akademie ü Na u schu z. NNA-Be ich e,
21(1), 19.
67
14. Anhang
*Schlagwo suche
Suchbeg i
zu Themen-
be eich 1
Suchbeg i zu
Themen-
be eich 2
Da enbank
Anzahl
T e e
Anzahl
Wiede -
holungen
Inhal lich
nich
ele an
Fü MA
ele an
Ou doo
educa ion
Emo ional
heal h
E ic
«ou doo
educa ion»
SU
65
9
32
24
PsyncIn o
«emo ional
heal h» SU
4
0
3
1
Psyndex
«emo ional
heal h» SU
0
0
0
0
Ou doo
educa ion
Men al heal h
E ic
«ou doo
educa ion»
SU
«men al
heal h» SU
41
40
1
0
PsyncIn o
«men al
heal h» SU
52
12
39
1
Psyndex
«men al
heal h» SU
3
3
0
0
68
Rele an e T e e de Li e a u suche au EBSCOhos
Fü Mas e a bei e wende e S udien
Ti el
Au o *innen
Ve ö en lichung/Da enbank
Men al heal h bene i s o ou doo
ad en u es: Resul s om wo pilo
s udies
Mu z Michael
Mülle Johannes
2016 / Psyndex
E ec s o an Ou doo Educa ion
P og amme on C ea i e Thinking
an Well-Being in Adolescen Boys
McAnally Helena Ma ga e
Robe son Lindsay Anne
Hancox Robe John
2018 / E ic
How lea ning Ga dens Fos e
Well-Being and De elopmen
h ough he P omo ion o
Pu pose ul Play in Ea ly
Childhood an Beyond
Pope Elizabe h
Ma s on Sallie A.
Thompson Moses
…
2023 / E ic
P omo ing Adolescen Heal h and
Well-Being h ough Ou doo You h
P og ams: Resul s om a
Mul isi e Aus alian S udy
Rose Lau en
Williams Ian R.
Olsson C aig A.
…
2018 E ic
Explo ing an Un amilia Te i o y:
A S udy on Ou doo Educa ion in
Lebanon
Dabaja Ziad
2023 E ic
The Ha e and he To oise Go o
Fo es School: Taking he Scenic
Rou e o Academic A ainmen ia
Emo ional Wellbeing Ou doo s
McC ee Mel
Cu ing Roge
She win Dean
2018 E ic
When I Ma e s Mos : A T auma-
In o med, Ou doo Lea ning
P og amme o Suppo Child en’s
Wellbeing du ing COVID-19 and
beyond
Mulholland Michaela
O’Toole Ca iona
2021 E ic
Fo es School o Wellbeing: An
En i onmen in Which Young
People Can “Take Wha They
Need”
Tiplady Lucy S. E.
Men e Ha ie
2021 E ic
Why is Ou doo Lea ning Good
o Ou Child en’ s Men al Heal h?
Robson Suzanne
2023 E ic
Woodland in P ac ical Skills
The apeu ic Educa ion
Ma a Paula
Gibons Kenne h
Ma a Fe nando
2016 E ic
Psychological Bene i s o
A ending Fo es School o
P eschool Child en: A Sys ema ic
Re iew
Sella En ico
Bolognesi Monica
Be gamini Emma
2023 E ic
Does a Nu u ing App oach Tha
Uses an Ou doo Play
En i onmen Build Resilience in
Child en om a Challenging
Backg ound?
McA dle Ka en
Ha ison Te i
Ha ison Daniel
2013 E ic
P omo ing Child en’s Men al,
Emo ional and Social Heal h
h ough Con ac wi h Na u e: A
Model
Malle Cecily Jane
2009 E ic
Re iewing Two Decades o
Resea ch on he Fo es School
Impac on Child en: The Sequel
Dabaja Ziad F.
2022 E ic
Well-Being and Ou doo
Pedagogies in P ima y Schooling.
The Nexus o Well-Being and
Sa e y
Humbe s one Ba ba a
S an Ina
2009 E ic