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DIE ROLLE SOMATISCHER PHRASEOLOGISMEN IN DER CHARAKTERREDE FÜR DIE KONSTRUKTION VON SOZIALEM STATUS UND IDENTITÄT IN DEUTSCHEN ROMANEN

Author: Bakbergenov A.E
Publisher: Zenodo
DOI: 10.5281/zenodo.17712114
Source: https://zenodo.org/records/17712114/files/36-38.pdf
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DIE ROLLE SOMATISCHER PHRASEOLOGISMEN IN DER
CHARAKTERREDE FÜR DIE KONSTRUKTION VON SOZIALEM
STATUS UND IDENTITÄT IN DEUTSCHEN ROMANEN
Bakbe geno A.E.,
Mas e s uden im 2. Jah , Ka akalpakische S aa liche Uni e si ä
DOI: h ps://doi.o g/10.5281/zenodo.17712114
Zusammen assung. Diese A ikel un e such die Rolle soma ische Redewendungen in
deu schen Romanen als Mi el zu Ges al ung de Cha ak e ede, um sowohl den sozialen S a us als
auch die pe sönliche Iden i ä wide zuspiegeln. Anhand on Beispielen on Au o en wie Thomas Mann
und Juli Zeh wi d au gezeig , wie kö pe bezogene Ausd ücke nich nu lebendige Bilde e mi eln,
sonde n auch kul u ell e anke e Bedeu ungen. Diese Redewendungen dienen als Ma ke ü
Klassenun e schiede, emo ionale Ve anlagung und zwischenmenschliche Beziehungen und
e möglichen es den Lese n, sub ile soziale und psychologische Nuancen zu e kennen. Du ch die
Analyse de kul u ellen Resonanz und na a i en Funk ion solche Redewendungen zeig die S udie,
dass sie ü eine au hen ische Cha ak e isie ung und die Da s ellung komplexe soziale Wel en in de
deu schen Li e a u on zen ale Bedeu ung sind.
Schlüsselwö e : soma ische Redewendungen, deu sche Li e a u , Cha ak e ede, soziale
S a us, Iden i ä skons uk ion, kul u elle Me aphe , li e a ische S ilis ik
Sp ache in de Li e a u is niemals neu al; sie is ein bewuss eingese z es
Mi el, mi dem Au o en Iden i ä en kons uie en, Beziehungen e mi eln und die
Komplexi ä des sozialen Lebens da s ellen. Un e den e schiedenen sp achlichen
Mi eln, die Sch i s elle n zu Ve ügung s ehen, zeichnen sich soma ische
Redewendungen – Ausd ücke, die sich au den menschlichen Kö pe beziehen – du ch
ih e Fähigkei aus, anschauliche Bilde mi kul u elle Tie e zu e binden [3]. In
deu schen Romanen be eiche n solche Redewendungen nich nu den E zähls il,
sonde n dienen auch als sub ile Ma ke ü den sozialen S a us und die pe sönliche
Iden i ä eine Figu .
Soma ische Redewendungen sind im Deu schen ie im kul u ellen Bewuss sein
e anke . Ausd ücke wie „die Nase hoch agen” ode „kal e Füße bekommen”
e mi eln wei meh als ih e wö liche Bedeu ung. Sie u en soziale Eins ellungen,
emo ionale Zus ände und pe sönliche Eigenscha en au eine Weise he o , die ü
Mu e sp achle so o e kennba is . Wenn sie ik i en Figu en in den Mund geleg
we den, ungie en diese Redewendungen als soziale Signale. Eine Figu , die
gewohnhei smäßig Ausd ücke e wende , die S olz ode Selbs bewuss sein implizie en,
signalisie ein Bewuss sein ü ih e gehobene Posi ion in de sozialen Hie a chie,
wäh end eine Figu , die Redewendungen de Niede lage ode des Zöge ns e wende ,
mi einem nied ige en S a us ode pe sönliche Unsiche hei assoziie we den kann.
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Au o en haben sei langem e kann , dass idioma ische Sp ache ein
Schlüsselelemen au hen ische Dialoge is . In Buddenb ooks beispielsweise
un e scheide Thomas Mann zwischen Figu en de Obe schich und de A bei e klasse
anhand de on ihnen e wende en Redewendungen. Pe sonen mi hohem S a us
wählen o Ausd ücke, die Wü de und Wide s ands ähigkei be onen, wie z. B. „den
Kop hochhal en“, wäh end wenige p i ilegie e Figu en Redewendungen be o zugen,
die Un e we ung ode Resigna ion sugge ie en, wie z. B. „den Kop hängen lassen“.
Diese Kon as e s ä k die Klassenun e schiede, die im Mi elpunk de sozialen Wel
des Romans s ehen, und mach die Sp ache selbs zu einem Spiegelbild de allgemeinen
gesellscha lichen O dnung [1].
Übe den sozialen S a us hinaus sind soma ische Redewendungen ein
wi kungs olles Mi el zu Iden i ä skons uk ion. Sie o enba en psychologische
Tendenzen, emo ionale P io i ä en und kul u elle Zugehö igkei en. In Juli Zehs
Un e leu en e mi el eine Figu , die häu ig Redewendungen mi „Hände“ e wende –
wie e was in de Hand haben –, ein Ge ühl on Handlungs ähigkei und Kon olle und
p äg so die Wah nehmung de Lese , dass sie kompe en und ein luss eich is [5]. Im
Gegensa z dazu e mi el eine ande e Figu du ch die wiede hol e Ve wendung on
Hals-Idiomen wie jemandem die Kehle zuschnü en („jemanden e wü gen“) ein ehe
kon on a i es, soga agg essi es Bild. Du ch solche Mus e e weben Au o en
sp achliche Gewohnhei en in die Cha ak e isie ung ih e Figu en und lassen Idiome zu
wiede keh enden Mo i en we den, die die hema ischen Anliegen des Romans
wide spiegeln.
Die kul u ellen Implika ionen soma ische Redewendungen dü en nich
übe sehen we den. Da Redewendungen au gemeinsamem Wissen und kul u ellen
Me aphe n be uhen, häng ih e olg eiche Einsa z in de Li e a u om gegensei igen
Ve s ändnis zwischen Au o , Figu und Lese ab. Ausd ücke wie „die S i n bie en“
e mi eln nich nu Tap e kei , sonde n g ei en auch au his o isch e anke e We e in
deu schsp achigen Gesellscha en zu ück und e s ä ken so das Ge ühl kul u elle
Kon inui ä . Au zwischenmenschliche Ebene wi d die Wahl de Redewendungen zu
einem Zeichen de G uppenzugehö igkei . Wenn zwei Figu en ein ähnliches Repe oi e
an Redewendungen haben, signalisie en sie Solida i ä und gegensei ige Ane kennung;
wenn sich ih e Redewendungen un e scheiden, wi d die Dis anz zwischen ihnen – sei
sie soziale , ideologische ode emo ionale Na u – deu liche .
Le z endlich sind soma ische Redewendungen in deu schen Romanen meh als
nu s ilis ische Ve zie ungen. Sie sind olle na a i e Möglichkei en und können mi
wenigen Wo en die soziale Posi ion, die emo ionalen Neigungen und die kul u elle
Ve anke ung eine Figu o enba en. Sie ungie en als Mik osignale, die, wenn sie sich
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im Lau e eines Tex es ansammeln, ein kohä en es Bild eine ik i en Pe sönlichkei und
ih es Pla zes in de sozialen O dnung de Geschich e e geben. Du ch ih en so g äl igen
Einsa z können Au o en die Sp ache als Spiegel des Lebens nu zen, de die Feinhei en
menschliche In e ak ion und die anhal ende K a kul u ell e wu zel e Ausd ucks o men
wide spiegel .
Fazi : Soma ische Redewendungen in deu schen Romanen sind wei meh als nu
deko a i e sp achliche Mi el; sie sind wi kungs olle We kzeuge, um die soziale
Posi ionie ung zu e mi eln und Iden i ä inne halb ik ionale Wel en zu kons uie en.
Du ch ih e kul u ell esonan en Bilde e leihen diese Ausd ücke de Sp ache de Figu en
Tie e und e möglichen es den Au o en, Klassenun e schiede, pe sönliche Ve anlagungen
und Beziehungsdynamiken mi beme kenswe e Ökonomie zu o enba en. Die konsequen e
Ve wendung bes imm e Redewendungen kann sp achliche Mus e bilden, die die We e,
emo ionalen Tendenzen und die S ellung eines Cha ak e s in de sozialen Hie a chie
wide spiegeln, wäh end Kon as e in de Wahl de Redewendungen Spannungen,
Ungleichhei en ode Solida i ä zwischen den Cha ak e en o enba en können. Da
Redewendungen au gemeinsamem kul u ellem Wissen be uhen, übe b ücken sie die Klu
zwischen ik ionalem Dialog und ealem Sp achgeb auch und machen die
Cha ak e da s ellungen glaubwü dige und sozial undie e . Le z endlich un e s eich de
s a egische Einsa z soma ische Redewendungen das komplexe Zusammenspiel on
Sp ache, Kul u und Iden i ä und zeig , dass selbs die kleins en sp achlichen De ails die
Wah nehmung und die Beziehung de Lese zu eine li e a ischen Figu beein lussen
können.
Re e enzen:
1. Bu ge , H. (2015). Ph aseologie: eine Ein üh ung am Beispiel des Deu schen. E ich Schmid Ve lag.
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4. Moon, R. (1998). Fes e Ausd ücke und Idiome im Englischen: Ein ko pusbasie e Ansa z. Ox o d
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5. Zeh, J. (2016). Un e leu en: Roman. Luch e hand Li e a u e lag.