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Jodeltraditionen weitergeben: Projektbericht «Jodelforum – Vernetzte Jodel-Förderung» Juli 2024 bis Juni 2025

Author: Betschart, Barbara; Camp, Marc-Antoine; Herzig, Hector; Kammermann, Andrea; Räss, Nadja; Studer, Gody; Wallimann, Emil
Publisher: Zenodo
DOI: 10.5281/zenodo.17711980
Source: https://zenodo.org/records/17711980/files/20251120_Jodelforum_Bericht.pdf
Jodel adi ionen wei e geben
P ojek be ich «Jodel o um – Ve ne z e Jodel-Fö de ung»
Juli 2024 bis Juni 2025
Ba ba a Be scha , Ma c-An oine Camp, Hec o He zig, And ea Kamme mann,
Nadja Räss, Gody S ude , Emil Wallimann
Luze n, No embe 2025
Übe sich
Zusammen assung .............................................................................................................................................................................. 1
1 Einlei ung und Vo gehen ................................................................................................................................................. 4
2 Jodel-Image in de Öffen lichkei ............................................................................................................................... 7
2.A G undsä zliche Einschä zungen ................................................................................................................................. 7
2.B «Komp omisse» ü neue Wege .................................................................................................................................. 9
2.C Ins umen alisie ungen des Jodelns und Imageschaden .............................................................................. 11
3 Bedeu ung on Li e-Au i en und Medien ......................................................................................................... 13
3.A Rolle on Li e-Konze en .............................................................................................................................................. 14
3.B Bedeu ung on Fachmedien ....................................................................................................................................... 14
3.C Umgang und Einfluss on Publikumsmedien ...................................................................................................... 14
3.D Viel al on Jodel o men in den Medien ................................................................................................................ 16
3.E P äsenz und Einfluss on Sozialen Medien au das Jodel-Image ............................................................. 17
4 Ve mi lung und Wei e gabe ........................................................................................................................................ 19
4.A Leis ungso ien ie ung ü eine hohe musikalische Quali ä de T adi ion ............................................ 19
4.B Nachwuchs ö de ung zu Siche s ellung de T adie ung ........................................................................... 22
4.C Jodeln an de Volksschule und au de Sekunda s u e II ............................................................................ 26
4.D Lebendige Fes kul u und Aus ausch de Ak i en .......................................................................................... 32
5 A chi ie ung, Digi alisie ung und Küns liche In elligenz ............................................................................... 33
5.A A chi bes ände ................................................................................................................................................................. 33
5.B Digi alisie ungs- und Zugangsbedü nisse ......................................................................................................... 33
5.C Dokumen a ion und E o schung on Pe sonen ode Anlässen (in de Region) ............................. 34
5.D Einfluss Küns le ische In elligenz (mi ih e Da ennu zung) au das Jodeln..................................... 35
6 Fazi de P ojek g uppe ................................................................................................................................................ 35
1
Zusammen assung
Die Kandida u des «Jodelns» ü die UNESCO-Lis e des imma e iellen Kul u e bes wa Anlass, eine
Bes andesau nahme übe die Pe spek i en au die Jodel adi ionen in de Schweiz o zunehmen. Die
dazu Ende 2024 und An ang 2025 ge üh en Einzelgesp äche mi 24 Fachpe sonen sowie die Bei-
äge an einem T effen on Kinde - und Jugendcho lei enden und an einem Ne zwe k effen im
Roo huus Gon en zeigen ein g osses Spek um on Innensich en au die T adi ionspflege, au die Bil-
de des Jodelns in de Öffen lichkei und in den Medien, au die Nachwuchs ö de ung sowie au Be-
dü nisse beim Zugang on A chi ma e ialien. Die nach olgend zusammenge ass en Aussagen zu ie
Be eichen können Ausgangspunk sein ü konk e e Vo schläge zu Fö de ung des Jodelns.
Jodel-Image in de Öffen lichkei
• Das Jodeln ha ein iel äl iges Image. So bes ehen in de deu sch- und anzösischsp achigen
Schweiz un e schiedliche Bilde . Häu ig genann we den die gegensä zlichen Wah nehmun-
gen des Jodelns du ch s äd ische und ländliche Be ölke ungen (die sich alle dings du ch Bin-
nenmig a ion und Mobili ä e mischen). Das Jodeln wi d nich sel en als musikalische Eigen-
a on ländlichen Lebens äumen gesehen.
• Jodeln e schein zugleich nega i als «al backen» und «zu ückgeblieben» und posi i als « a-
di ionell» und «heima e bunden». Die un e schiedlichen Wah nehmungen hängen on de je-
weiligen Pe spek i e ab, die Ou side ohne Kenn nisse de Jodelszene eine sei s und leiden-
scha lich jodelnde Inside ande e sei s haben.
• Die Jodelszene is de Bewah ung e p lich e . Es bes eh jedoch ein Spannungs e häl nis
zwischen dem Anliegen eine konse ie enden E hal ung des Jodelns als iden i ä ss i endes
B auch um eine sei s und eine musikalischen O enhei in Reak ion au gesellscha liche Ve -
ände ungen ande sei s. Dass Ve ände ungen geschehen und diese (beispielsweise zwischen
Gene a ionen) zuweilen kon o e s disku ie we den, gehö zum Jodeln und siche dessen
dynamische und länge is ige T adie ung.
• Die uch ba e Koexis enz on Übe lie e em und neuen Misch o men wi d he ausges ichen.
C osso e -P ojek e, die Nu zung on Un e hal ungs o ma en ode musikalische Expe imen e
können ü ein Publikum, das noch nich mi dem Jodelgesang in Be üh ung gekommen is , ein
Tü ö ne sein. Wich ig e schein das Be ei s ellen on In o ma ionen, um neue e Jodel o men
in de Viel al de T adi ionen eino dnen zu können. Jedoch wi d die So ge zum Ausd uck ge-
b ach , dass die Nu zung de Jodelwel en allein aus komme ziellen Übe legungen de T adi-
ion schaden kann.
• Einsei ige poli ische Ve einnahmungen des Jodelns we den as du chgehend nega i beu -
eil , da dami ein Ausschluss ande sdenkende Menschen einhe gehen kann. Jodeln gehö
nich pe se ins pa eipoli isch ech e Spek um. Dies gil auch hinsich lich jünge e Ins u-
men alisie ungen des Jodelns ü Themen, die poli isch im linken Spek um p äsen sind.
Le z lich läss sich das Jodeln als gesellscha liche Äusse ung nich on seinen Kon ex en
isolie en, poli ische Bezugnahmen we den s e ig e ände , e s ä k ode abgeschwäch . Sie
müssen dahe o en hema isie , die Unabhängigkei des Jodelns bek ä ig we den.
Ak ion 1: De o on ausse halb (du ch Poli ike :innen ode Tou is ike :innen) an die Szene he ange-
agene Ansp uch, dass das Jodeln sich in eine einzigen Fo m zeigen müsse, en sp ich nich den
sich als di e s zeigenden Ausd uckweisen und den un e schiedlichen Bedeu ungen, die die T adi ion
ü die singenden Menschen ha . Dahe is die Viel al des Jodelns zu be onen und neue, auch solche
on globalen Musiks ömungen beeinfluss e ode Selbs e s ändnisse in F age s ellende Jodel o men
als Teil de T adi ionspflege anzue kennen. Eine koo dinie e Kommunika ion un e den ins i u ionellen
T äge scha en de Jodel adi ionen bei und nach de Au nahme des Jodelns in die UNESCO-Lis e
des imma e iellen Kul u e bes soll die Viel al de Fo men und den Dialog adi ionelle und mode ne
Jodelg uppen he auss eichen.
Bedeu ung on Li e-Au i en und Medien
• Vo allem die Li e-Au i e, die auch ü die Jodelnden im Zen um s ehen, p ägen die Wah -
nehmung des Jodelns.
2
• Den Fachmedien, da un e dem EJV-Ve bandso gan «lebendig», we den als In o ma ionska-
näle g osse Bedeu ung zugesch ieben.
• De Ein luss de adi ionellen Medien – P in , Radio, Fe nsehen – au das Jodel-Image wi d
un e schiedlich bewe e . Auch die Medienp äsenz de Jodel adi ionen wi d e schieden ein-
geschä z . Einige e ach en die Medienp äsenz insgesam als zu ge ing und wünschen sich
eine g össe e, de Bedeu ung des Jodelns angemessene e Hö - und Sich ba kei . In de Be-
u eilung ande e g ei en insbesonde e die übe egionalen Haup kanäle on SRF Jodel kaum
au , wäh end die Lokalzei ungen, die p i a en Spa en adios, die SRF-Musikwelle und die
Fe nsehsendung «Po zmusig» iel Jodel und Hin e g undin o ma ionen bie en.
• Un e schiedliche Jodel o men sind ungleich in den adi ionellen Medien p äsen . Die ehlende
Viel al wi d au eine nach ageo ien ie e Themenauswahl und P og ammges al ung zu ück-
ge üh . Neue e, insbesonde e auch komme zielle (populä e und olks ümliche) Jodel o men
e hal en zu g osse Be ücksich igung. Au geg i en in den Medien mi na ionale Reichwei e
we de o allem Ausse gewöhnliches, was einige als einsei ig, ande e ü das Jodeln insge-
sam posi i bewe en.
• Die Wich igkei eine hohen P äsenz in den Sozialen Medien wi d ü das Image des Jodelns
ane kann , ebenso die Bedeu ung de Sozialen Medien ü die Bewe bung on Jodelak i i ä-
en und Anlässen. Doch die Reichwei e de Sozialen Medien und de en Ein luss au das Jodel-
Image wi d bishe als ge ing e ach e . In den Sozialen Medien bes eh Po enzial ü ein i-
sches Image des Jodelns, das insbesonde e Junge ansp echen könn e.
• Mul imediale Ve mi lungs o men und jünge e echnologische En wicklungen wie Augmen ed
und Vi ual Reali y können ü die Sensibilisie ung und die Wei e gabe on Jodel adi ionen
genu z we den. Fü jede konk e e Anwendung müssen abe Kos en und Nu zen so g äl ig
abgewogen we den.
Ak ion 2: Die Kommunika ion du ch die Sozialen Medien is zu e s ä ken und zu p o essionalisie en.
Jodeln mi seinen iel äl igen Klängen und ansp echenden Bilde n bie e ein g osses Po enzial ü Ge-
schich en, die – auch mi Wi z – aus den iel äl igen Lebenswel en de Jodelnden e zählen. Mi dem
EJV wi d das Gesp äch gesuch , dami de en Ins ag am-Kanal e s ä k genu z wi d und hochwe -
ige Ku z ideos on Influence :innen, die die mode ne Jodelszene zeigen, e b ei e we den. Ande e
ins i u ionalisie e T äge scha en können eben alls zu P äsenz des Jodelns in den Sozialen Medien
bei agen.
Ve mi lung und Wei e gabe
• Die Leis ungso ien ie ung beim Jodeln wi d kon o e s beu eil . Einige sehen da in Hü den
ü den Zugang zum Jodeln und nega i e Auswi kungen au den sozialen Zusammenhal un e
den T adi ions äge :innen. Im Fo ma de P ojek chö e wi d eine Möglichkei zu b ei e en
Teilhabe an de Jodelp axis gesehen. Au die Bedeu ung des Jodelns ü das Wohlbe inden
könn e ein s ä ke es Gewich geleg we den.
• Die Möglichkei eine Leis ungsbewe ung an Jodle es en wi d meh hei lich be ü wo e . Die
Bewe ung ö de das Le nen und siche eine hohe musikalische Quali ä . Es wi d e einzel
o geschlagen, die nachge ag e Leis ungsane kennung allein den beu eil en Jodelnden zu-
kommen zu lassen und au die Ve ö en lichung de Klassie ungen zu e zich en.
• Nachwuchswe bewe be we den meh hei lich posi i bewe e . We bewe be können die jun-
gen Teilnehmenden abe auch un e D uck se zen, e eichen dahe nich alle Talen e.
• Jodel-Le nangebo e zu Fö de ung des Nachwuchses in einem wei en Sinne können an e -
schiedenen, auch ungewöhnlichen O en s a inden und alle Gene a ionen ansp echen. Übe -
all s eh das Jodeln abe in einem We bewe b mi ande en Angebo en. Besonde s in s äd i-
schen Gebie en s ell die Nachwuchs ö de ung eine g osse He aus o de ung da .
• Fü die e olg eiche Nachwuchs ö de ung bei Kinde n und Jugendlichen sind die Musikschu-
len Schlüsselins i u ionen. An diesen könn en meh Jodelangebo e e ablie we den. Dami
einhe gehen soll e die Ausbildung on jodelnden Gesangspädagog:innen. Denn Leh pe sonen
und Cho lei e :innen mi hohe achliche Kompe enz sind heu e ü die Wei e gabe de Jo-
del adi ionen äusse s wich ig. Du ch quali izie e Leh pe sonen können Musikschulen die
P og amme de Talen ö de ung nu zen und dami besonde s in e essie e junge Jodle :innen
3
un e s ü zen. Abe auch die B ei en ö de ung kann mi eine gu en Be u sausbildung de Un-
e ich enden o ange ieben we den.
• Übe die Volksschule und de en musikalische Allgemeinbildung können iele Kinde angesp o-
chen und ihnen ein e s es Jodele lebnis e möglich we den. Fü eine g össe e P äsenz des
Jodelns an den Volksschulen sind gu e und nachahmba e Beispiele de Jodel e mi lung so-
wohl im Fach Musik als auch ü den übe achlichen Kompe enze we b sowie in de Be eu-
ung de Tagess uk u en sich ba zu machen. Auch in de Be u sbildung und im Gymnasium
gib es ein Po enzial, das Jodeln s ä ke einzub ingen. Vo ausse zung ü die Ve mi lung des
Jodelns an Schulen sind en sp echend gesangskompe en e Leh pe sonen.
• Fü die schulische Ve mi lung des Jodelns soll en Leh mi el e ügba sein. Fü die Nach-
wuchs ö de ung im schulischen, abe auch im ausse schulischen Be eich is zudem die Ve -
ügba kei on Jodelli e a u ü Kinde - und Jugendchö e zen al.
• Um dem Jodeln in de musikalischen Bildung on Kinde n und Jugendlichen, insbesonde e in
de Volksschule, einen Pla z zu geben, is de Einsa z de poli ischen En scheidungs äge :in-
nen au allen poli ischen Ebenen undamen al.
• K i isch gesehen wi d die g osse Zahl on Besuche :innen an Jodle es en, die ü de en Fi-
nanzie ung zwa wich ig is , abe Einbussen beim Aus ausch un e den Ak i en mi sich b ing .
Angesp ochen wi d auch de Fes ka enp eis (FKP), de ü Ak i e zu hoch sei. Hingewiesen
wi d au die gemeinsamen We e und den espek ollen Umgang un e Jodelnden.
Ak ion 3: Es is ein g osses Anliegen, dass möglichs iele Schulkinde das Jodeln kennenle nen. Dazu
sind al e sge ech e, an den Le nenden o ien ie e Un e ich smodelle ü den Klassen e band zu
schaffen. Au g und eines Mangels an Volksschulleh pe sonen mi Qualifika ionen im Fach Musik kön-
nen ausgebilde e Gesangspädagog:innen (mi Wei e bildung ü Klassenun e ich ) im Rahmen on
kan onalen Kul u e mi lungsangebo en ode Jodelklassen (analog zum Klassenmusizie en) das Jo-
deln in die Volksschule b ingen. Eine Zusammena bei mi den lokalen Jodelchö en und nahen Kinde -
jodelchö en is dabei o zusehen. Die E ah ungen de Jodel e mi le :innen können im Rahmen on
Wei e bildungs e ans al ungen an Pädagogischen Hochschulen wei e gegeben we den, dami sich
in e essie e Leh pe sonen ü die Jodel e mi lung in ih en Klassen qualifizie en können. Zu e bes-
se n is die Ve ügba kei on Leh mi eln und Jodelli e a u ü Kinde - und Jugendchö e.
A chi ie ung, Digi alisie ung und Küns liche In elligenz
• Mögliche weise gib es zahl eiche unbekann e P i a a chi e, die Ma e ialien ü die Ge-
schich e des Jodelns in de Schweiz en hal en.
• Die Digi alisie ung on Papie a chi en mi dem Ziel, die Inhal e besse zugänglich zu machen,
wi d als wich ig, abe nich als p io i ä gesehen. We oll e scheinen A chi bes ände, die de
Jodelp axis dienen, was ü P io isie ungen bei de E schliessung und Digi alisie ung on A -
chi en zu be ücksich igen is .
• Um Jodel-A chi alien zu siche n und (übe eine Me asuche) einen zen alen Zugang zu diesen
zu e möglichen, is eine Zusammena bei e schiedene Gedäch nisins i u ionen au na iona-
le Ebene no wendig.
• Fü die audio isuelle Dokumen a ion de ak uellen Jodelp axis wi d kaum Handlungsbeda
gesehen, da diese be ei s e olg .
• Küns liche In elligenz kann bei de Bewäl igung g osse Da enmengen in A chi en un e s ü -
zen, das Thema KI is abe zunächs einmal aus Sich des Komponie ens und des U hebe -
ech s zu disku ie en.
Ak ion 4: F agen eine e s ä k o ange iebenen Digi alisie ung und besse en Zugänglichkei on
A chi alien ü die Jodelp axis sind anzugehen. Wünschenswe sind hie zu eine koo dina ionsun e -
s ü zende Be eiligung des Bundesam es ü Kul u und de Kon e enz de kan onalen Kul u beau -
ag en (KBK) sowie die achliche Un e s ü zung du ch die Schweize ische Na ionalbiblio hek und
Memo ia .

4
1 Einlei ung und Vo gehen
Jodel in de Schweiz soll in de Rep äsen a i en Lis e des imma e iellen Kul u e bes de Menschhei
eingesch ieben we den. Im F ühjah 2024 eich e das Bundesam ü Kul u ein Kandida u dossie bei
de UNESCO ein. Die Fachg uppe, die die E s ellung des Dossie s un e de Lei ung des Bundesam-
es ü Kul u e an wo e ha e, nahm sich de Au gabe an, die im Dossie genann en Massnahmen
zu konk e isie en und zu p io isie en. Dazu wu den in einem P ojek mi dem Ti el «Jodel o um – Ve -
ne z e Jodel-Fö de ung», ealisie zwischen Juli 2024 und Juni 2025, Gesp äche mi zahl eichen Pe -
sonen aus de Jodelszene und dem Bildungsbe eich ge üh . Zu P ojek g uppe mi Ba ba a Be sch-
a (Roo huus Gon en), Ma c-An oine Camp (Hochschule Luze n – Musik HSLU M / Roo huus Gon-
en), Nadja Räss (HSLU M), Gody S ude (IG Volkskul u Schweiz und Fü s en um Liech ens ein) und
Emil Wallimann (Eidgenössische Jodle e band EJV) s iessen im F ühjah Hec o He zig (Eidgenös-
sische Jodle e band EJV) und And ea Kamme mann (HSLU M). Das P ojek wu de finanzie du ch
das Bundesam ü Kul u (Fö de ung on P ojek en zu Bewah ung des imma e iellen Kul u e bes,
Gesuch N . 97213), die Hochschule Luze n – Musik (Fo schung Musikpädagogik), den Eidgenössi-
schen Jodle e band EJV und das Roo huus Gon en – Zen um ü Appenzelle und Toggenbu ge
Volksmusik. Den un e s ü zenden Ins i u ionen sei an diese S elle gedank , ebenso all den Jodle :in-
nen und Jodelin e essie en, die sich im P ojek e lau so engagie eingeb ach haben.
Zu e schiedenen Themen wu den 24 Fachpe sonen zwischen No embe 2024 und Mä z 2025 ein-
zeln be ag . Ausgewähl wu den die Gesp ächspa ne :innen so, dass eine möglichs g osse Viel al
an Pe spek i en au die Jodel adi ionen und ih e Fö de ung in de Schweiz abgebilde we den kann.
Die Gesp ächspa ne :innen bean wo e en jeweils selek i F agen aus einem Lei aden, de o gän-
gig zusammenges ell und Ihnen zuges ell wo den wa . Die Gesp äche daue en unge äh 30 bis 60
Minu en. Sie wu den au genommen und zusammen assend ansk ibie . Bis au zwei Pe sonen konn-
en alle Gesp ächspa ne :innen da au hin eine edigie e Fassung de In e iews gegengelesen und
gegebenen alls Ko ek u en einb ingen.
Mi 9 de insgesam 24 in e iew en Pe sonen wu den on Nadja Räss und Emil Wallimann Gesp äche
zu Wei e gabe de Jodel adi ion und zu Jodelp äsenz im Bildungsbe eich ge üh . Die Gesp ächs-
pa ne :innen wa en:
• Ma hjas Bie i, Lei e Ins i u ü Musikpädagogik am Depa emen Musik de HSLU / Luze n
LU
• Regina Du e -Knobel (1971), Na ional ä in / Enne moos NW
• And é O (1979), Schullei e Musikschule F eienbach, Vizedi igen Jodle klub Walds a Echo,
Einsiedeln / Einsiedeln SZ
• Jona han P elicz (1990), Kan ons a Schwyz, Sänge , Musikschullei e , Di igen / Küssnach
SZ
• Thomas Saxe (1963), Vizep äsiden Ve band Musikschulen Schweiz, Lei e Musikschule
Wo blen al-Kiesen al / Boll BE
• Ch is ian Schäli (1974), Regie ungs a Kan on Obwalden, Vo s ehe Bildungs- und Kul u de-
pa emen / Ke ns OW
• Al ed S icke (1960), Regie ungs a Kan on Appenzell Ausse hoden, Vo s ehe Depa e-
men Bildung und Kul u / S ein AR
• Ma io Thü ig (1974), Schulmusike , Cho lei e , Dozen am Depa emen Musik de HSLU / Lu-
ze n LU
• And eas Wiedme , Dozen Fachdidak ik und Fachwissenscha en FHNW, P o essu Musikpä-
dagogik im Kindesal e / Windisch AG
Mi 15 de insgesam 24 in e iew en Pe sonen haben Annalies und Gody S ude Gesp äche zu Do-
kumen a ion und A chi ie ung on Jodel sowie zu Sensibilisie ung ü die Jodel adi ion in de Öffen -
lichkei ge üh . Die Gesp ächspa ne :innen wa en:
• Ti us on A x (1957), P äsiden EJDKV / Les Gie es / Mon hey VS
• Pe e Be scha (1958), Ve ein Giigäbank, Pensionie e Leh e / Muo a hal SZ
• Louis Fedie (1995), Mi glied Ju z.ch, Redak o En lebuche Anzeige / Luze n LU
• Michi Jud (1979), Akko deonleh e , Musike / Mosnang SG
5
• S ephan Haldemann (1967), P äsiden Be nisch-Kan onale Jodle e band BKJV, Jodle , Di i-
gen , Komponis , e o mie e P a e / Signau BE
• Hec o He zig (1954), O ganisa ionsbe a ung, Zen alsek e ä EJV / Langenb uck BL
• Ba ba a Klossne (1979), alias Miss Hel e ia, Sänge in, Jodle in, En e aine in / Ney uz FR
• Manuela Lehne -Mu e (1982), Musikpädagogin, Cho lei e in / Na e s VS (online)
• G égoi e May (1992), Musike , Di igen Jodle klub Be gb ünneli Küsnach / Zü ich ZH
• Jü g Rö hlisbe ge (1970), Jodelliede -Komponis / Mühle hu nen BE (online)
• Sebi Scha (1957), Ve lagslei e Jodelliede -Ve lag / Un e äge i ZG
• Sämi S ude (1981), SRF-Redak o und Mode a o / Hi zki ch LU
• F anziska Wigge (1969), Sänge in, Jodle in, Gesangspädagogin / Bü on LU
• A le e Wisme (1999), Mode a o in und Redak o in / Rickenbach LU
• Ch is ian Wyss (1985), SRF P oduzen Volkskul u / Zü ich ZH
In die o liegende Dokumen a ion eingeflossen sind e ne Bei äge aus einem Aus ausch effen zwi-
schen Kinde - und Jugendcho lei enden, das am 8. No embe 2024 s a ge unden ha e. An diesem
T effen, dessen Inhal e in einem P o okoll es gehal en wo den sind, nahmen eil:
• Juliana Kubli
• F anziska Monney
• Nadja Räss
• Co inne U zinge
• Pe a Vogle
• Timo Waldmeie
• Emil Wallimann
Ebenso in den Be ich au genommen wu den Bei äge aus einem Ne zwe k effen im Roo huus Gon-
en om 28. Mä z 2025. An diesem Anlass gab es zwei Inpu bei äge: Da id Vi ali om Bundesam ü
Kul u (Sek ion Kul u und Gesellscha ) p äsen ie e die «UNESCO, das imma e ielle Kul u e be und
die Schweiz», Samuel F ei on de Hochschule Luze n (Depa emen Design Film Kuns DFK) «Digi-
ale Dimensionen in de Ve mi lung on Kul u e be». Roland Inauen (Landammann Appenzell Inne -
hoden) beg üss e die Teilnehmenden und lei e e ins Thema ein, Al ed S icke (Regie ungs a Ap-
penzell Ausse hoden) e abschiede e die Teilnehmenden mi Schlussgedanken und zwei Zäue li.
Ausgehend on den Inpu bei ägen und den E gebnissen aus den 24 Einzelgesp ächen disku ie en
die Teilnehmenden des Anlasses in ie G uppen die ak uelle Si ua ion de Jodel adie ung in de
Schweiz und mögliche Massnahmen zu Fö de ung des Jodelns. Mode ie und zusammenge ass ha-
ben diese G uppendiskussionen: Yannick Wey und And ea Kamme mann (e s e G uppe o O ),
Gody S ude und Flu ina Pla ne (zwei e G uppe o O ), Hec o He zig (e s e Online-G uppe) sowie
Ma c-An oine Camp und Samuel F ei (zwei e Online-G uppe). Am Anlass eilgenommen haben:
• Pe e Be scha , Ve ein Giigäbank (online)
• Ma c-An oine Camp, HSLU M / Roo huus Gon en
• Louis Fedie , Jodle , Luze n, ju z.ch (online)
• Samuel F ei, HSLU DFK
• Edi Ha mann, Klangwel Toggenbu g
• Hec o He zig, Eidgenössische Jodle e band EJV
• Denise Hin e mann, Schweize ische T achen e einigung STV
• Roland Inauen, Roo huus Gon en, Landammann Appenzell Inne hoden
• Michi Jud, Jodle klubdi igen / Au nahmes udio
• And ea Kamme mann, HSLU M
• Ba ba a Kelle , Alpines Museum de Schweiz, s . Di ek o in (online)
• Ba ba a Klossne , Miss Hel e ia «Volksmusig on he Rocks» (online)
• Albe Koch, Gon en
• V eni Koch, Gon en
• Albe Kölbene , Roo huus Gon en
• Be nade e Kolle , Roo huus Gon en
• Mi jam Ko ing, F eilich museum Ballenbe g (online)
• Pe e Künzi, Ku slei e Be nisch-Kan onale Jodle e band BKJV (online)
• An onia Manse , Jodle in, Appenzell AI
6
• G égoi e May, Musike , Jodle klub Be gb ünneli Küsnach , Zü ich ZH
• Lau a Mose , Galo i Musikwe ks a
• Da ia Occhini, Jodle in, S uden in HSLU M (online)
• Flu ina Pla ne , Jodle in, Meggen LU
• Jü g Rö hlisbe ge , Be nisch-Kan onale Jodle e band BKJV (online)
• Sebi Scha , Jodelliede -Ve lag
• A hu Schmid, Gas
• S ephan S eule, Jodelg uppe Öh li Chö li, B ülisau AI
• Al ed S icke , Regie ungs a Appenzell Ausse hoden
• Gody S ude , IG Volkskul u Schweiz, Jodelliede -Ve lag
• Ve onika S ude , Kul u en de Alpen, Uni e si ä Luze n
• Willi Valo i, Musike , Ulisbach
• Da id Vi ali, Bundesam ü Kul u
• Julien Vuilleumie , Bundesam ü Kul u (online)
• Hannes Wanne , Roo huus Gon en
• Yannick Wey, HSLU M
• F anziska Wigge , Jodle in, Bü on LU (online)
• A le e Wisme , Jodle in, SRF
De Ko pus an Aussagen wu de on Ma c-An oine Camp mi Un e s ü zung on And ea Kamme mann
und Hec o He zig hema isch geo dne und im o liegenden Tex zusammenge üh . Aussagen aus
den Einzelgesp ächen und G uppendiskussionen wu den bei diese Ve sch i lichung und den jeweili-
gen hema ischen Eino dnungen angepass . Dies wa e o de lich, da de mündliche Ausd uck eine -
sei s on den Schweize deu schen Dialek en in die S anda dsp ache übe agen we den muss e. An-
de sei s konn e de Gesp ächs e lau bei de hema ischen S uk u ie ung de Aussagen nich e hal-
en we den, Auslassungen und E gänzungen muss en ü eine gu e Ve s ändlichkei o genommen
we den. Eine e s e Ve sion, de in ie Themen geo dne en Sammlung on Aussagen, wu de ü die
besse e Lesba kei e dich e , insbesonde e Zi a e mi ähnlichen Aussagen gekü z ode zusammen-
ge ass . Schliesslich wu den die Da en anonymisie , die Gesp ächspa ne :innen mi eine zu ällig zu-
geo dne en Numme bezeichne (beispielsweise «GP11»). Denn in e s e Linie soll en die geäusse en
Posi ionen und Pe spek i en zu den Jodel adi ionen und ih e Fö de ung da ges ell we den (und
nich Po ai s on Jodle :innen das Ziel de Dokumen a ion sein). Da abe keine spezielle Schu zbe-
dü igkei de Pe sonen o lieg , wu de in Kau genommen, dass au g und de in Aussagen o ge-
nommenen Re e enzen au Tä igkei en, E eignisse und Pe sonen eine Iden ifika ion on Gesp ächs-
pa ne :innen nich gänzlich ausgeschlossen is .
De Tex is somi o nehmlich eine Sammlung on Aussagen, de en Quellen jeweils du ch eine in
Klamme n gese z e Anonymisie ungsnumme angegeben we den. Meh e e au einande olgende
Numme n beziehen sich au den Sa z da o , de sinngemäss gleiche Aussagen meh e e Pe sonen
zusammen ass . Einzelne Numme n beziehen sich au einen Beg iff, einen Sa z ode meh e e Sä ze
da o , die mi An üh ungszeichen ma kie sind und jeweils Aussagen eine einzelnen Pe son bezeich-
nen. Eingelei e , e bunden ode abgeschlossen we den die Aussagen de Gesp ächs eilnehme :in-
nen meis du ch kommen ie ende E gänzungen de Be ich sau o :innen. Fü jeden Themenbe eich
wu den zudem Kondensa e meh e e Aussagen o mulie und im Tex du ch He o hebung kenn lich
gemach . Die Gesam hei diese Sä ze bilde die Zusammen assung de Dokumen a ion, die zu Be-
ginn des Be ich s wiede gegeben is . Diese gib jedoch nich zwingend die S andpunk e de be eilig-
en Ins i u ionen wiede , sonde n s ell eine Basis ü all ällige Diskussionen da .
Im P ojek «Jodel o um» wu de da au hingea bei e , allgemeine Massnahmen, wie sie im UNESCO-
Kandida u dossie o mulie wo den wa en, zu übe p ü en, zu p io isie en und zu konk e isie en. Da-
he wu den aus den gesammel en Aussagen «Ak ionen» abgelei e . Sie sind jeweils zu Beginn eines
jeden de ie hema ischen Blöcke wiede gegeben und bilden das Resul a on Einschä zungen
du ch die Mi gliede de P ojek g uppe und nich de finanzie enden Ins i u ionen ab. Diese we den
abe dazu eingeladen, diese Dokumen a ion als G undlage ü wei e üh ende Diskussionen und ins-
besonde e ü die Umse zung on Massnahmen zu e wenden.
7
2 Jodel-Image in de Ö en lichkei
Ak ion 1: De o on ausse halb (du ch Poli ike :innen ode Tou is ike :innen) an die Szene he an-
ge agene Ansp uch, dass das Jodeln sich in eine einzigen Fo m zeigen müsse, en sp ich nich
den sich als di e s zeigenden Ausd uckweisen und den un e schiedlichen Bedeu ungen, die die
T adi ion ü die singenden Menschen ha . Dahe is die Viel al des Jodelns zu be onen und neue,
auch solche on globalen Musiks ömungen beeinfluss e ode Selbs e s ändnisse in F age s el-
lende Jodel o men als Teil de T adi ionspflege anzue kennen. Eine koo dinie e Kommunika ion
un e den ins i u ionellen T äge scha en de Jodel adi ionen bei und nach de Au nahme des
Jodelns in die UNESCO-Lis e des imma e iellen Kul u e bes soll die Viel al de Fo men und den
Dialog adi ionelle und mode ne Jodelg uppen he auss eichen.
2.A G undsä zliche Einschä zungen
Das Jodeln ha ein iel äl iges Image. Das Image des Jodelns sei in de Öffen lichkei ein «komple-
xes Gebilde» (GP04) und « ielschich ig» (GP08). Dies lieg an den un e schiedlichen Regionals ilen
(GP02), an e schiedenen Kon ex en und Um elde n, in denen das Jodeln gepfleg wi d und e kling
(GP19, GP23), an den Fo men, in denen Jodel hö ba is , also an de Spannb ei e de on Gesp ächs-
pa ne :innen un e schiedlich klassifizie en Ausd uckweisen: die Na u jodel in Ri ualen wie dem Sil-
es e chlausen, die einem kuns musikalischen Ideal e pflich e en Jodelliede on Chö en, Jodel in
jünge en popula musikalischen Ac s (Rock, Techno und Rap), die im Schlage um eld e klingenden Jo-
del, ande e s ilis isch g enzübe sch ei ende sowie expe imen elle Ausd ucksweisen. Diese Viel al de
Fo men und P ak iken wu de bei de Ausa bei ung des Kandida u dossie s «Jodel» ü die UNESCO
un e s ichen, dabei die Bedeu ung eines s e igen Dialogs un e T adi ions äge :innen, die b ei e Ve -
mi lung und Wei e gabe des Jodelns sowie eine s e ige Fö de ung de We schä zung ü das Jo-
deln –, wie sie du ch eine Au nahme in die UNESCO-Lis e e olgen kann – ane kann (GP29). Ge ö -
de we den soll e die ganze B ei e des Jodelns, also sowohl das Jodeln im Rahmen des EJV als auch
ausse halb (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en). «Du ch
Kombina ion mi ande en S ilen ode du ch s a ke ‹Wu zel o schung›, also de Nu zung al e , adi io-
nelle S ücke bleib die Viel al e hal en» (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen
Roo huus Gon en).
Un e ande em p ägen die un e schiedlichen Lebenswel en de Sp ach egionen das Image des Jo-
delns (GP04): So bes ehen in de deu sch- und anzösischsp achigen Schweiz un e schiedliche
Bilde . «In de anzösischsp achigen Schweiz is die Jodel adi ion on zugezogenen Deu sch-
schweize n en s anden. Mi le weile gib es auch Jodle klubs mi nu anzösischsp echenden Mi glie-
de n, beispielsweise in Sain e-C oix, Châ eau-d’Oex und Pully)» (GP02). En scheidend scheinen Ini ia-
i en on einzelnen Pe sonen zu sein, wie ein:e Gesp ächspa ne :in on sich be ich e : «In den zwan-
zig Jah en, in denen ich om Jodeln lebe, ha sich ieles ins Posi i e e ände . Ich konn e in de Wes -
schweiz e was bewi ken, indem ich den Leu en sag e, jede dü e kommen und mi jodeln, egal, ob
deu sch- ode anzösischsp echend. Im Jodle klub, in dem ich ak i wa , habe ich die S a u en geän-
de , dami auch nich deu schsp echende Menschen Zugang haben. Das ha einen iesigen Boom
ausgelös . Ja, wi müssen die Ve ände ung schaffen» (GP05).
Häufig genann we den die gegensä zlichen Wah nehmungen des Jodelns du ch s äd ische und
ländliche Be ölke ungen (die sich alle dings du ch Binnenmig a ion und Mobili ä e mischen).
Das Jodeln wi d nich sel en als musikalische Eigena on ländlichen Lebens äumen gesehen.
Die Ve o ung des Jodelns au dem Land gil as schon als selbs e s ändlich, zeig sich jeden alls in
de Wah nehmung: «Na ü lich is das Jodeln in ländlichen Gegenden p äsen e als in s äd ischen Ge-
bie en» (GP20). Die Zahl on Jodelnden und Jodelchö en dü e im Ve häl nis zu den jeweiligen Be öl-
ke ungen in ländlichen Gebie en ehe g össe sein als in s äd ischen Regionen mi ih en Agglome a i-
onen (GP02).
Dies p äg das Bild, das om Jodel gezeichne wi d. Jodeln e schein zugleich nega i als «al ba-
cken» und «zu ückgeblieben» und posi i als « adi ionell» und «heima e bunden». «Jodeln wi d
iele o s als akus isches Symbol ü die heile Wel und die ländliche Schweiz benu z » (GP19). Zudem
is es – unabhängig on de äumlichen Ve o ung – o «beschönigend in den Tex en», «uni o mie im
Au e en» und «saube geo dne , manchmal e was de Zei en ück » (GP12). Jodeln habe ü einige
ein Image als «al backen» (GP21, GP19), als «ki schig» (GP19), als «nich zei gemäss», als «k i isch ge-
genübe Neuem» (GP12). Dies gib zu So ge Anlass: «Im Momen empfinde ich das Jodeln in de
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3.A Rolle on Li e-Konze en
Vo allem die Li e-Au i e, die auch ü die Jodelnden im Zen um s ehen, p ägen die Wah neh-
mung des Jodelns. Au i e sind «unglaublich wich ig. Da zeigen sich die Jodle :innen au hen isch
und demons ie en, was sie können und wie sie das B auch um leben» (GP08). Man e eich mi Kon-
ze en p imä die «K eise, die wi klich in e essie sind» (GP19), sie we den «gu besuch ‹ o dine Lü ›,
den Liebhabe :innen des Jodelgesangs und de Volksmusik» (GP21), also den Communi ies, die Jod-
le :innen pflegen. «Da übe hinaus e eich man die Menschen nich , also jene Leu e, die das Jodeln
nich kennen» (GP21). Die Jodle es e ziehen hingegen iele Pe sonen an, die sons wenig Bezug zum
Jodeln haben. Die Jodle es e «sind ein seh gu es Public Rela ion Tool. Du ch sie wi d man bekann e
und als Jodle :in un e Ums änden schweizwei engagie » (GP05). Jodel-Konze e sind zudem als Teil
des ganzen Kul u lebens zu wü digen (GP04). Beu eil we den Li e-E lebnisse auch gegenübe Ton-
au nahmen: Bei Au nahmen «s ö es mich, dass einige musikalische Pa ame e (wie hy hmische P ä-
zision, Lau s ä ke ode In ona ion) s a k übe a bei e , ande e (wie Ph asie ung ode Klang a be) o al
e nachlässig we den. Es üh meines E ach ens zu seh s e ilen und s anda disie en Au nahmen,
die leide wiede um einen ‹ans ebenswe en S anda d› ü Li e-Auffüh ungen bilden. Dasselbe s elle
ich üb igens auch in de klassischen Musik es » (GP04). Hingewiesen wi d au die Wich igkei de
Bühnenp äsenz bei Konze en: «Jodeln mi Bewegung is wich ig, denn dies schaff Bühnenp äsenz.
Und du ch die Bühnenp äsenz e eich man Au me ksamkei . Wenn man weiss, wie man sich beweg
und p äsen ie , ha man Anziehungsk a . Fü mich is Jodeln meh als nu Jodeln. Jodeln is Singen,
Schauspiele n, Bühnenp äsenz, Bewegung – das alles soll en Jodelleh pe sonen mi b ingen, um Men-
schen animie en zu können. Zudem is es wich ig, dass ein:e Jodle :in auch ü die Wel offen is und
e schiedene Sp achen sp ich , dami die T adi ion anspo ie we den kann» (GP05). Im Zusam-
menhang mi de Kandida u und de Au nahme des Jodelns als UNESCO-Kul u e be könn en «noch
meh Konze e gegeben we den. Es wä e dann auch schön, wenn die Bekann gabe de Au nahme
on Jodel in die Rep äsen a i e Lis e des imma e iellen Kul u e bes du ch s a kes Läu en de Ki ch-
englocken ge eie wü de» – was selbs e s ändlich kaum möglich sein wi d, was als Aussage abe
das Bedü nis on Gesp ächspa ne :innen zum Ausd uck b ing , dass die Ane kennung des Jodelns
du ch die UNESCO in die ganze Schweiz auss ahlen soll (Zusammen assung Diskussionsg uppen
Ne zwe k effen Roo huus Gon en).
3.B Bedeu ung on Fachmedien
Den Fachmedien, da un e dem EJV-Ve bandso gan «lebendig», we den als In o ma ionskanäle
g osse Bedeu ung zugesch ieben. Allgemein sag dies ein:e Gesp ächspa ne :in (GP34), ande e
pflich en bei: «Das EJV-Ve bandso gan ‹lebendig› soll ü eine e ie e Be ich e s a ung genu z we -
den» (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en). Die Fachmedien
«schauen – im Gegensa z zu Publikumsmedien – genaue hin und bie en Quali ä » (GP23). Das Ve -
bandso gan des EJV, das «eine Mischung on Fachli e a u , We bung und Ve bandsnach ich en» sei,
ö de e die Wah nehmung des Jodelns. Alle Ak i en e hal en das He , haben dami die Möglichkei ,
sich übe Deba en zu in o mie en und sich da an zu be eiligen» (GP04). Mi de Publika ion «‹leben-
dig› is die Jodelszene so gu in o mie wie nie zu o » (GP17).
3.C Umgang und Ein luss on Publikumsmedien
De Einfluss de adi ionellen Medien – P in , Radio, Fe nsehen – au das Jodel-Image wi d un e -
schiedlich bewe e . Auch die Medienp äsenz de Jodel adi ionen wi d e schieden einge-
schä z . Einige e ach en die Medienp äsenz insgesam als zu ge ing und wünschen sich eine
g össe e, de Bedeu ung des Jodelns angemessene e Hö - und Sich ba kei . Zum einen wi d ge-
sag , dass die «Medien mi dem Jodel-B auch um ehe gleichgül ig umgehen» (GP12). «Es gib den
Un e schied zwischen öffen lich- ech lichen Medien (SRF) und p i a en Medien. SRF behandel Jo-
deln s ie mü e lich und anbiede nd, mi zei weiligen Ve suchen, ihm einen mode nen Ans ich zu ge-
ben. Man bemüh sich, jünge e K eise anzusp echen und will zeigen, dass die Szene leb . De Bedeu-
ung on Jodle es en wi d SRF nich ge ech . Dass 2024 das Jah de Volksmusik wa , wa bei SRF
zu wenig spü ba » (GP19). «Fe nsehen SRF und Radio SRF b ingen zwa meh übe das Jodeln als
ühe . Dennoch is es imme noch ein Minimum. In den Zei ungen finde unse B auch um kaum meh
Pla z. Will man e was publizie en, muss man es selbs lie e n» (GP21). Diese Si ua ion sch eib ein:e
Gesp ächspa ne :in dem zunehmenden Bedeu ungsschwund de adi ionellen Medien zu: «Die Jun-
gen lesen keine Zei ung meh , schauen kaum meh e n. Sie lieben eine Chilbi, das Lus igsein, einen

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gemü lichen Abend, e bunden mi Alkoholkonsum. Die Al en önen ih em Hobby, dem Jodeln. Hand
au s He z, is dies nich in allen Musikspa en das Gleiche? Die E ns ha igkei is ein Thema de äl e-
en Gene a ion. Fö de de EJV nu das eli ä e Jodeln?» (GP12). Ande e sehen wei e hin eine ela i
s a ke Bedeu ung de adi ionellen Medien ü das Jodel-Image. «Wi müssen uns bemühen, dass Jo-
deln meh Medienp äsenz ha . Das is seh wich ig. Es b auch meh ‹Pla o men› ü das Jodeln, in
Deu schland ode Ös e eich wi d die Jodelkul u iel meh ge ö de als bei uns» (GP05). Meh Hö -
und Sich ba kei wä e no wendig. Denn die adi ionellen Medien sind Einfluss ak o en «zu Bewah-
ung de T adi ion» (GP08), zu Gewinnung on Jodel-Hö enden (GP20) sowie als «Ve s ä ke » on
«musikalischen T ends» (GP05). Dabei wi d die Bedeu ung on « egionalen olks ümlichen P og am-
men» he ausges ichen, die «Jodel-E en s ö de n ode ga Nachbesp echen», wäh end «die P äsenz
des Jodelns in übe egionalen ode mode nen Musik o ma en ge ing» is (GP08). Hingewiesen wi d
da au , dass de Zugang zu Medienschaffenden bei de egionalen P äsenz Einfluss ha : «Die Medien
mi na ionale Reichwei e be ich en wenig om iel äl igen Schaffen in unse e Szene. Im Wallis e -
mi eln die Medien ein ande es Bild om Jodeln, weil wi auch in unse en Reihen Medienleu e haben.
Übe unse e Anlässe wi d be ich e . Als Randg uppe sind wi gu e e en in den Medien» (GP30).
«Die Viel al is zu wenig o handen. Ob man in den Medien p äsen is , häng auch da on ab, ob man
Nähe zu Medienschaffenden ha . Gegenden, aus denen die P o agonis :innen he kommen, we den
ehe meh be ücksich ig » (GP20). Meh e e Pe sonen sehen abe auch das Po enzial de adi ionel-
len Medien ü ein gu es Jodel-Image: «Die geziel e P äsenz in P in -, Radio- und TV-Medien muss o -
cie we den. Du ch die Mediena bei sollen geziel Gegensä ze übe b ück und gemeinsame We e
be on we den. Medienbe ich e sollen übe meh als nu kon o e se Themen be ich en, iel äl ige In-
hal e p äsen ie en» (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en).
In de Beu eilung ande e g ei en insbesonde e die übe egionalen Haup kanäle on SRF Jodel
kaum au , wäh end die Lokalzei ungen, die p i a en Spa en adios, die SRF-Musikwelle und die
Fe nsehsendung «Po zmusig» iel Jodel und Hin e g undin o ma ionen bie en. Die P in medien,
da un e die ü das Jodeln bedeu samen Lokalzei ungen (GP34), « e suchen, ausgewogen übe Jo-
delanlässe zu be ich en; ich habe abe auch schon Be ich e gelesen, in denen das Jodeln ehe belä-
chel wu de und die Jodle :innen – zumindes indi ek – als «ewig-ges ig» bezeichne wu den»
(GP33). Die P äsenz des Jodelns wi d als angemessen gesehen: «Es wi d ieles gu gemach . Jodeln
gehö übe all dazu» (GP04). «Das B auch um is en ogue! SRF is angewiesen au die Volksmusik.
E eulich is die g osse Medienp äsenz an Jodle es en. Ich empfinde es als posi i und hoffe, dass
es andaue » (GP17). Ge ade in den öffen lich- ech lichen Medien ha das Jodeln einen « es en Pla z»,
«wenn auch diese im Ve gleich mi ande en Medieninhal en ehe an einem kleinen O is » (GP34).
«Die Sende on SRF spielen o Jodel, besonde s au de SRF-Musikwelle. Dies is gemessen an den
Hö endenzahlen no abene de d i g öss e Radiosende de Deu schschweiz, di ek nach SRF1 und
SRF3 und o allen P i a sende n» (GP34). Neben de häufig ü die Jodel-P äsenz posi i e wähn en
Musikwelle (GP02, GP21, GP26) we den auch die P i a adios Radio E i a (GP02, GP21), Radio Tell
(GP21 ) und Radio Ro u Obe wallis (GP02) genann . Und gene ell wi d angegeben: «Das Radio spiel
Jodelmusik – je nach Sende soga seh häufig –, auch wenn behaup e wi d, dass ein:e Du ch-
schni szuhö e :in spä es ens nach 3 Minu en wegzappe...» (GP33). K i isch gesehen wi d alle dings
ge ade die Idee des Spa ensende s und de jeweiligen Konzep ion, die eine musiks ilis ische Viel al
ausschliess : «Un e s ändlich is ü mich, dass SRF die Radiohö e :innen in e schiedene Sek o en
ein eil : Au Radio SRF 1 is Volksmusik (Jodelgesang, Ländle musik, Blasmusik) e bo en und zu
Schlage wel au Radio SRF Musikwelle e bann » (GP20). Und: «Es is schade, dass au Radio SRF 1
keine Volksmusik gesende wi d» (GP26). Posi i gesehen wi d das Fe nsehangebo , das in de Regel
auch zei e se z im In e ne zugänglich is : «Volksmusiksendungen im Fe nsehen zeugen on undie -
em Hin e g undwissen, es we den quali a i gu e Fo ma ionen gezeig , und auch Einblicke in adi io-
nelle Jodelgebie e e häl man» (GP33). Jodeln finde seinen Pla z «jedoch meis ens nu in de Sen-
dung ‹Po zmusig›. Es is abe zu e wähnen: In keinem p i a en Fe nsehsende is Jodeln p äsen . Hie
gil es also, zu den öffen lich- ech lichen Medien So ge zu agen. ‹Das können die P i a en auch›,
s imm hie schlich nich » (GP34). Fü die egelmässig p oduzie e Sendung «Po zmusig» wi d denn
auch iel Lob geäusse : Es sei «eine gu e Sendung mi einem jungen, sp i zigen und belieb en Mode-
a o . He kömmliches wi d mi Neuem e knüp » (GP12). «Po zmusig» e mi le «ein posi i es Image
des Jodelns» (GP21). «Das Team gib das Bes e, um aus allen Regionen zu be ich en. B äuche we den
abgebilde und T adi ionen gezeig . Das is seh wich ig» (GP26).
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3.D Viel al on Jodel o men in den Medien
Un e schiedliche Jodel o men sind ungleich in den adi ionellen Medien p äsen . Einzig ein:e Ge-
sp ächspa ne :in komm aus eine übe geo dne en Pe spek i e au die e schiedenen P ofile on
Spa en adios und P og ammen zu eine posi i en Gesam beu eilung hinsich lich de P äsenz on
di e sen Jodel o men: «Die Viel al wi d meine Meinung nach au jeden Fall hö ba gemach , je nach
Sendege äss mal meh diese ode ande e Jodel o m. Ich finde es gu , dass es die e schiedenen
Sendege ässe gib , bin ich doch ein:e Ve ech e :in da on, dass man Äp el nich mi Bi nen e glei-
chen soll. Obschon mich selbs na ü lich das adi ionelle Jodeln ansp ich » (GP33). Ansons en we -
den Einsei igkei en bei de P äsenz un e schiedliche Jodel o men wah genommen, wobei dies on
un e schiedlichen E wa ungen abhängen mag: «Die Viel al des adi ionellen Jodels wi d wenige
gezeig » (GP30). «Sel ene e, adi ionelle e ode expe imen elle Jodel o men (beispielsweise ‹Na-
u jodel›, ‹Zäue li› ode ‹Sil es e chlausen›) kommen sel ene in den Mains eam-Medien o . Es gib
abe Fes i als und Fachsendungen – e wa ‹Po zmusig› –, die sich ü eine g össe e Viel al einse zen»
(GP08). Ge ade bekann e T adi ionen scheinen auch in ande en Sendungen au geg iffen zu we den.
Diesbezüglich nimm ein:e Gesp ächspa ne :in auch einen his o ischen Ve gleich o : «Quali ä bei
Wysel Gy wa auch gu – zudem iel äl ige . Wenn e was ou is isch is , wie de ‹Al e Sil es e ›, finde
dies soga in de Tagesschau on Fe nsehen SRF Pla z. Das Jodeln allgemein is wenige p äsen , je-
doch heu e imme hin meh als in ühe en Zei en» (GP21).
Die ehlende Viel al wi d au eine nach ageo ien ie e Themenauswahl und P og ammges al-
ung zu ückge üh . Die P og ammges al ung sei «ehe populis isch» (GP20), so dass « ace en ei-
ches Jodeln» gegenübe « adi ionellen und eingängige Liede n» wenige zu hö en sei (GP27). «Das
Publikum lieb Oh wü me . Medien schauen nu au Einschal quo en. Die Volksmusik ha zu wenig
Pla z im TV. Die Öffnung wie bei den Schwinge n ehl uns» (GP27). Die Medien «be echnen P ozen-
an eile und spielen, was ge ag is . Je nachdem gib es dann meh ode wenige Volksmusik» (GP12).
Hingewiesen wi d dabei abe auch au die Hin e g undin o ma ionen, die übe die Medien anspo -
ie we den: «Die Einschal quo en spielen eine g osse Rolle. Lau Un e suchungen soll en Musiks ü-
cke im Fe nsehen nich zu lange sein, sons zappen die Zuhö enden weg. Bei In e iews und Einspie-
le n hingegen bleiben sie dabei. Dies dien wiede de Jodelszene, weil so die Zuschaue :innen ehe
an eine Sendung d anbleiben und schlussendlich meh Jodel konsumie en» (GP26). Ve ie e Einbli-
cke in die Jodelszene und ih e Selbs e s ändnisse bleiben abe o auch aus, da nach eine Ansich
die «Massenmedien das Jodeln zwa als au hen isch und u wüchsig wah nehmen, abe häufig obe -
flächlich be ich en» (GP23).
Neue e, insbesonde e auch komme zielle (populä e und olks ümliche) Jodel o men e hal en zu
g osse Be ücksich igung. «Inno a i es is meh in den Medien als T adi ionelles» (GP05). «De Fokus
lieg s a k au neuen Fo men und neuen In e p e a ionen. Dies au Kos en de e , die das klassische
Jodeln ge ne hä en» (GP19). «Die Massenmedien gehen obe flächlich mi de Jodel adi ion um und
lassen sich om Komme ziellen eiben» (GP23). «Die komme ziellen Au i e, zum Beispiel on Gölä
und einem Jodle klub, in e essie en die Medien meh als die adi ionellen Au i e» (GP21). Bekann e
Namen aus Popula musik und Schlage we den be o zug : «C osso e -Ve bindungen sind in den Me-
dien meh e e en: mi Bligg, Gölä und ande en Rocks a s ode mi olks ümlichem Schlage . Die
Viel al des adi ionellen Jodels wi d wenige gezeig » (GP30). «Sobald Jodel im olks ümlichen
Schlage ode de Popmusik geb auch wi d, is e ehe übe ep äsen ie , da es massen augliche
is » (GP08). Die Auswahl des Repe oi es in den Medien häng auch dami zusammen, «dass die heile
Wel – wie im adi ionellen Jodellied – nich übe all ge ag is . Und wenn, dann such man ehe den
un e bindlichen olks ümlichen Schlage » (GP12). So sei de « olks ümliche Schlage in den Medien
meh e e en als das adi ionelle Jodeln» (GP26). «O bleib das Jodeln au die olks ümliche
Schiene besch änk , ohne neue Face en zu zeigen, mi wenigen Ausnahmen» (GP08). Dami e bun-
den is auch die Be o zugung ausländische Jodel adi ionen: «Leide gib es in de Schweiz imme
noch zu iel ausländische Jodel – aus Baye n und dem Ti ol» (GP02). Ein:e Gesp ächspa ne :in
schä z das Volks ümliche jedoch nich nu nega i ein: «De olks ümliche Schlage schade uns
nich . T adi ionen müssen sich wandeln im Sinne on ‹die Asche wei e agen…›. Die Wei e en wick-
lung unse es B auch ums is eine wich ige Au gabe. Expe imen elles hil uns. Solches finde bei-
spielsweise in de Blasmusikszene übe haup nich s a » (GP17).
Au geg iffen in den Medien mi na ionale Reichwei e we de o allem Ausse gewöhnliches, was
einige als einsei ig, ande e ü das Jodeln insgesam posi i bewe en. «Regional ha die Volksmu-
sik einen g ossen S ellenwe , de en P äsenz is abe o einsei ig und nich objek i . Na ional wi d
17
höchs ens übe G ossanlässe ode Ausse gewöhnliches wie Echo om Eie s ock be ich e » (GP19).
Dies gil insbesonde e ü die P in medien. Do «finde das Jodeln meis ens nu im Zusammenhang
mi g ossen Fes en seinen Pla z ode wenn Fo ma ionen mi einem ausse gewöhnlichen P ojek au
sich au me ksam machen ode besonde s e olg eich sind. Die g ossen Medienhäuse g ei en o mals
nu spezielle E eignisse au , was das Jodeln na ü lich nich in seine ganzen B ei e abbilde » (GP34).
Es is insbesonde e P o oka i es, welches die Medien au g ei en: «Ge ne we den mode ne Fo men
ode Bilde , die p o ozie en au genommen» (GP04). «P o oka i es finde schweizwei meh Pla z,
e wa de Schwulen-Jodelcho ‹Männe eu› ode das ‹Echo om Eie s ock›» (GP30). Obwohl Volks-
kul u im T end liege, sind nich die e b ei e en Jodel-Fo men in den Medien p äsen : «Die Medien
sind seh manipula i . Was sie e kau en, wi d geglaub . Leide sind die Menschen zunehmend ‹sen-
sa ionsgeil›. B auch um jedoch is meh und meh ‹in›» (GP27). Doch gib es auch S immen, die diesen
Fokus au das Ausse gewöhnliche nich ein ach nega i beu eilen, da dami un e Ums änden auch
au die hohe Quali ä des Jodelns au me ksam gemach we den kann: «Zu s a k in den Medien p ä-
sen sein kann das Jodeln nie. Sei es Wiesenbe g, sei es das Echo om Eie s ock, sei es de al e Sil-
es e : Schlussendlich is es imme gu , wenn Jodeln p äsen is . Ich s ö e mich deshalb p ak isch nie
an Be ich en ode Bei ägen, die das Jodeln abbilden – so e n nich Ta sachen e ze we den. Na-
ü lich gib es dann E eignisse, die eine Lawine auslösen: De e s e Schwulen-Jodle klub ode eben
das ‹Echo om Eie s ock› sind ein ge undenes F essen ü die Medien, und die A ikel ga an ie en
iele Klicks. Deshalb sp ingen dann alle au diese Themen au . Abe wenn beispielsweise dann de
e s e Schwulen-Jodle klub nich nu du ch das Schwulsein au sich au me ksam mach , sonde n auch
du ch gu e Musikali ä , dann schaden diese Be ich e siche lich nich , und sie lösen bes en alls eine
Diskussion aus» (GP34). Die Au me ksamkei , die mi de Be ich e s a ung übe Ausse gewöhnliches
e bunden is , sieh auch ein:e wei e e: Gesp ächspa ne :in posi i : «Die allgemeinen Medien eagie-
en insbesonde e au Ex a agan es. Das kann abe auch wiede eine B ücken unk ion zu den ande-
en Be eichen de T adi ion haben. Das b auchen wi » (GP17). Fü die Jodelszene sei es wich ig, au
die Medien zuzugehen und die Medienkonsumen :innen zu be ücksich igen: «Wi inszenie en uns zu
wenig. Bei uns gehen die Medien am ehes en nu au P o oka ionen ein. Den Medien soll e kla sein,
dass Jodeln eine Kuns is und die Jodels imme de klassischen S imme gleichges ell we den soll e»
(GP05). Ausse gewöhnlich is jeden alls, wenn eine T adi ion aus de Schweize Be ölke ung in die
Rep äsen a i e Lis e des imma e iellen Kul u e bes de UNESCO komm ; dahe wi d mi einem Au-
genzwinke n o geschlagen, dass «alle SRF-Sendungen ü 15 Minu en un e b ochen we den und
übe all ein ku ze Be ich übe das Jodeln olg » (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k-
effen Roo huus Gon en).
3.E P äsenz und Ein luss on Sozialen Medien au das Jodel-Image
Den Sozialen Medien wi d on meh e en Gesp ächspa ne :innen Bedeu ung zugesch ieben: «In den
Sozialen Medien ummeln sich auch iele Ak i e, welche Au nahmen on ih en Konze en ode Jodle -
es Au i en ins Ne z s ellen (Facebook, Ins ag am, you ube) – diese e hal en iel Au me ksamkei ,
auch on Leu en, die eigen lich nich ‹Jodel-Fans› sind. Ich denke, solche Au nahmen sind dem Image
siche ehe ö de lich» (GP33). «Ich glaube, ein Jodelun e ich muss ein ach in die Lebens eali ä hin-
einpassen. In den neuen Medien könn e das Jodeln s ä ke e e en sein. Es b auch wah scheinlich
auch eine En wicklung de Ins i u ionen und Ve eine, sons wi d das Jodeln nich meh wah genom-
men» (GP22). Angesp ochen we den o allem junge Menschen, denn diese «o ien ie en sich übe
Facebook und ande e soziale Medien» (GP12). «Die sozialen Medien haben einen g ossen Einfluss
und dies zunehmend. Das is de Zei geis . Hie können die Jungen e eich we den. Man kann au
dem Handy nachschauen, wo was s a finde und kleine Filmli dazu konsumie en» (GP21). Nich nu
ü die Jungen, ü die ih e Pos s eine A Tagebuch sein können, sonde n ü die ganze Jodelgemein-
scha seien die Sozialen Medien heu e unabdingba : «Ohne die sozialen Medien geh ga nich s
meh . Auch Li e-Konze e we den dami bewo ben. Soziale Medien sind ein gu es We be-Tool»
(GP30). Die Wich igkei eine hohen P äsenz in den Sozialen Medien wi d ü das Image des Jo-
delns ane kann , ebenso die Bedeu ung de Sozialen Medien ü die Bewe bung on Jodelak i i-
ä en und Anlässen. Doch die Reichwei e de Sozialen Medien und de en Einfluss au das Jodel-
Image wi d bishe als ge ing e ach e . «Jede kann heu e au den Sozialen Medien, zum Beispiel au
YouTube, e was au schal en, was ich gu finde. Manchmal is die musikalische Quali ä gu , manchmal
auch schlech . Ich denke nich , dass dies einen zu g ossen Einfluss au das Jodel-Image ha » (GP20).
«Meine Meinung nach sind die Sozialen Medien nich dominan bei de Beeinflussung des Jodel-
Image» (GP02). Die Sozialen Medien sind insbesonde e mi Bezug zu ande en
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Kommunika ionssi ua ionen zu bewe en: «T adi ionelle Medien sind nach wie o seh wich ig. Die
Sozialen Medien sind im Be eich Jodeln/Volksmusik nich dominan . Das Li e-E lebnis kann man
du ch nich s e se zen» (GP19). Die Sozialen Medien können ü die Ve b ei ung übe die adi ionellen
Medien wich ig sein: «Dann, wenn e was in den Sozialen Medien au g osse Resonanz s öss , wi d
dies o mals auch on ande en Medien au geg iffen» (GP34). Be effend die Reichwei e haben die So-
zialen Medien zwa das Po enzial eine globalen Reichwei e: Sie gewinnen im Ve gleich zu den adi i-
onellen Medien «s a k an Einfluss. YouTube, TikTok ode Ins ag am bie en Pla o men, au denen Jo-
del-Videos ein wel wei es Publikum e eichen können» (GP08). Doch ak isch is diese Reichwei e in
de Regel besch änk : «Beme kenswe is , wie o in den Sozialen Medien – besonde s au Face-
book – Li eau nahmen on Konze en he umgeis e n. Nebenbei sei beme k : Das sind o mals Au -
nahmen, die man eigen lich nich e öffen lichen soll e. Diese Au nahmen e eichen abe dem Algo-
i hmus geschulde imme die gleiche G uppe an Nu ze :innen. Eine g osse B ei enwi kung haben
diese Au nahmen sel en. Es gab jedoch auch schon solche ‹spon anen Au nahmen›, die eine g osse
Reichwei e e eich haben. Beispiel: Als au de Kaffeeschnaps-Wande ung in Flühli LU ein paa Jod-
le einen Balle mann-Hi sangen.» (GP34).
In den Sozialen Medien bes eh Po enzial ü ein isches Image des Jodelns, das insbesonde e
Junge ansp echen könn e. «In den Sozialen Medien könn en wi mi sp i zigen Videos au uns au -
me ksam machen. Wi demons ie en sons Jodeln ielleich e was zu s u : D ei S ophen lang das e-
hen und singen is nich meh zei gemäss. Wi müss en uns in e essan e e kau en, auch in den Sozi-
alen Medien» (GP27). Dazu könn en auch «bekann e Musike :innen ode Influence :innen als Jodel-
Bo scha e :innen ungie en» (GP08). Es is meh Ak i i ä no wendig: «Die Teilnehmenden aus de
Volksmusik-B anche sind – nich nu in den Sozialen Medien – de zei ma ginal. Es muss uns bewuss
we den: Wi machen iel meh als nu den Heima gesang pflegen! Die Volkskul u e dien einen hö-
he en S ellenwe , muss sich da um abe auch bemühen. Ich plädie e ü ein Jodle es de Begeg-
nung au eidgenössische S u e. Dieses soll e bindend, mobilisie end und ohne Sachzwänge B ü-
ckenbaue ü die Gesellscha de Zukun sein. Influence innen wie die Monney-Schwes e n, A le e
Wisme ode Madleina Küng agen posi i e Bo scha en hinaus und haben g ossen Einfluss. Man
muss die We e des EJV mi gu en Bo scha en e binden. In diese Rich ung müssen wi a bei en»
(GP23). «Die Sozialen Medien haben heu zu age g ossen Einfluss, sie gehö en dazu und soll en ge-
nu z we den. Jodeln dü e noch meh e e en sein, das wü de dem Image hel en. Spannende Bei-
äge ehlen, hie is noch Po enzial o handen. Wich ig is , dass man au hen isch bleib . Au meine
Bei äge in den Sozialen Medien e hal e ich iele Rückmeldungen. Ich bin ge ne dabei, hie meh zu
bewi ken. Zum Beispiel als Influence :in ode ehe Con en C ea o » (GP26). Neben «Soziale-Medien-
Kampagnen» mi «mode nen P äsen a ionen on Jodeln au TikTok, Ins ag am & Co.» könn en auch
«hochwe ige TV-, Kino ode Online-Dokus übe die Viel al des Jodelns» zu S ä kung des Jodel-
Images bei agen (GP08). Alle dings soll die e schieden lich angesp ochene Quali ä de p äsen ie -
en Auffüh ungen gegenübe den p o essionell p oduzie en Inhal en de adi ionellen Medien nich
zu s a k ab allen, zudem die A de Jodel-Da s ellung in den Sozialen Medien nich ein ach aus S e e-
o ypen bes ehen: «Junge Jodle :innen nu zen Soziale Medien, um mode ne und adi ionelle Fo men
zu p äsen ie en. Leide wi d ge ade in den Sozialen Medien e meh mi Klischees gespiel » (GP08).
In den Gesp ächen hema isie wu den auch digi ale Ve mi lungs o men, die junge Zielg uppen an-
sp echen ode – im Zusammenhang on Tou ismus und O e ou ismus – al e na i e Zugänge zu eine
Jodel e ans al ung e möglichen. Mul imediale Ve mi lungs o men und jünge e echnologische
En wicklungen wie Augmen ed und Vi ual Reali y können ü die Sensibilisie ung und die Wei e -
gabe on Jodel adi ionen genu z we den. Fü jede konk e e Anwendung müssen abe Kos en
und Nu zen so g äl ig abgewogen we den. Am Ne zwe k effen im Roo huus Gon en wu den e -
schiedene digi ale Dimensionen in de Ve mi lung on Kul u e be, de en Chancen und G enzen disku-
ie . So können imme si e Technologien das Hö en on Jodelklängen posi i beeinflussen. Sie kön-
nen das E leben eine Jodelp axis du ch In o ma ionen an eiche n und – da s ando unabhängig ein-
se zba – die E inne ung an das E leben un e s ü zen. Besuche :innen eine Ve ans al ung können bei
Beda sowohl zei lich (im Ablau ) als auch äumlich (au einem Fes gelände ode eine ou is ischen
Reise) gelenk we den (GP16). Beispiele ü imme si e Technologien sind Audio Walks (beispielsweise
übe eine Handy-App abspielba e Jodelklänge au einem ou is ischen Themenweg), Augmen ed Rea-
li y (beispielsweise ein digi al einblendba e und dami zei unabhängig e scheinende Jodle mi In o -
ma ionen an einem Jodle es ) ode Vi ual-Reali y-Konze e (beispielsweise ein mi VR-B ille e kund-
ba es Jodle es ode ein Au i on Robe Fellmann als Holog amm in einem Konze ). Be on wi d,
dass Digi ali ä nich Selbs zweck sein soll e und dass das «analoge» E lebnis nich in den
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Hin e g und ged äng we den soll e. De Au wand ü die – un e Ums änden echnologisch he aus-
o de nde – En wicklung und den Suppo sowie die Akzep anz beim Zielpublikum müssen be ück-
sich ig we den. Allen alls soll en ein ache e mul imediale Anwendungen ode keine digi alen Anwen-
dungen zum Einsa z kommen (GP16). Auch du ch die Bundes e wal ung könn en P ojek e mi imme -
si en Technologien anges ossen we den, wozu es abe in e ne Absp achen b äuch e: «Es is so, dass
wi eben sieben Silos [Depa emen e] haben in Be n. Und das Bundesam ü Kul u weiss e mu lich
nich , dass mi dem Schweize A meespiel und mi Alpho n 360-G ad-Au nahmen gemach wo den
sind. Die Bundes e wal ung ha selbs Knowhow, um solche Sachen zu p oduzie en und insbesonde e
zu be eiben und zu publizie en. Nu muss man da die S ellen mi einande e ne zen» (GP23).
4 Ve mi lung und Wei e gabe
Ak ion 3: Es is ein g osses Anliegen, dass möglichs iele Schulkinde das Jodeln kennenle nen.
Dazu sind al e sge ech e, an den Le nenden o ien ie e Un e ich smodelle ü den Klassen e -
band zu schaffen. Au g und eines Mangels an Volksschulleh pe sonen mi Qualifika ionen im
Fach Musik können ausgebilde e Gesangspädagog:innen (mi Wei e bildung ü Klassenun e -
ich ) im Rahmen on kan onalen Kul u e mi lungsangebo en ode Jodelklassen (analog zum
Klassenmusizie en) das Jodeln in die Volksschule b ingen. Eine Zusammena bei mi den lokalen
Jodelchö en und nahen Kinde jodelchö en is dabei o zusehen. Die E ah ungen de Jodel e -
mi le :innen können im Rahmen on Wei e bildungs e ans al ungen an Pädagogischen Hoch-
schulen wei e gegeben we den, dami sich in e essie e Leh pe sonen ü die Jodel e mi lung in
ih en Klassen qualifizie en können. Zu e besse n is die Ve ügba kei on Leh mi eln und Jo-
delli e a u ü Kinde - und Jugendchö e.
4.A Leis ungso ien ie ung ü eine hohe musikalische Quali ä de T adi ion
Die Leis ungso ien ie ung beim Jodeln wi d kon o e s beu eil . Einige sehen da in Hü den ü
den Zugang zum Jodeln und nega i e Auswi kungen au den sozialen Zusammenhal un e den
T adi ions äge :innen. Im Fo ma de P ojek chö e wi d eine Möglichkei zu b ei e en Teilhabe
an de Jodelp axis gesehen. Ein:e Gesp ächspa ne :in plädie ü eine eie Jodelszene, die sich
nich an de Leis ungso ien ie ung und en sp echenden Bewe ungsk i e ien o ien ie : «Wenn es nu
noch ein Leis ungsdenken is , wi d es ge äh lich. Man will sich jedoch bewe en lassen, um sich au
die Schul e n klop en zu können. Die Bewe ung kann man deshalb nich weglassen. Da müss e man
neue Wege finden, dami auch ande e au e en können. Hie müss e es Wei e en wicklungen geben.
Nebs dem Jodle e band soll e es eine Szene geben, die sing und juuz , ganz nach Lus und Laune.
Fü gewisse Leu e is de Jodle e band ein Tabu. De EJV muss au passen, dass ihm die Leu e nich
da onlau en, wie de Ki che!» (GP12). Ande e beg üssen mi un e schiedlichen Beg ündungen die
Leis ungso ien ie ung zwa , äusse n zugleich abe Vo behal e. So soll die übe geo dne e Leiden-
scha ü die T adi ion nich du ch Leis ungsd uck eingesch änk we den: «Leis ung soll sein, da
abe die F eude an de T adi ion nich hinde n» (GP02). Ebenso is es wich ig, die kul u elle Teilhabe
im Blick zu behal en: «Wi soll en den indi iduellen und dami un e schiedlichen Bedü nissen meh
Rechnung agen, meh Leu en den Zugang zu Teilnahme e möglichen. Ich sehe hie ein g osses Po-
enzial» (GP23). Dies gil auch ü die Ve eine, da das Cho wesen du ch gesellscha liche Ve ände un-
gen flexible Pa izipa ionsmodelle anbie en muss: «Die Schwelle ü Au e ende soll e gene ell kleine
sein. Ve pflich ungen beim Mi machen in einem Cho sind heu e wenige a ak i , deshalb is das P o-
jek cho -Modell e meh zu emp ehlen. Im Ve einsleben muss man auch umdenken und offene sein
ü Komp omisse. Ich denke, dass die Be eiligungen mi de Zei wiede zunehmen we den» (GP26).
«Fü die heu ige Zei is p ojek o ien ie es Schaffen a ak i e als lang is ige Bindungen. Weil junge
Leu e ielleich au solche Jodelak i i ä en meh ansp echen als au das Jodeln in Ve bänden, sind
P ojek chö e noch meh zu ö de n» (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen
Roo huus Gon en). Diesbezüglich kann e wähn we den, dass sei 2022 beim Bundesam ü Kul u
eine P ojek ö de ung im Be eich des imma e iellen Kul u e bes bes eh , die neue En wicklungen wie
P ojek chö e un e s ü z (GP29). Un e s ichen wi d, dass ielen Cho sänge :innen g undsä zlich sozi-
ale Beziehungen seh wich ig sind: «Bei mi e hal en die Ku s eilnehmenden S immbildung, A em ech-
nik und so wei e . Ich ach e au Quali ä , abe die Sänge :innen wollen auch ein E lebnis im klangli-
chen wie auch im gesellscha lichen, sozialen Be eich haben. Mi dem Angebo ‹Jodel-Plausch› habe
ich eine Nische ge unden, die ge äll ; die Teilnehmenden kommen ge ne und schä zen das mona liche
T effen, wollen sich abe nich zu meh e pflich en. Man is e ein , ohne in einem Ve ein Mi glied zu

20
sein. Das ‹Ve einsleben› e ände sich» (GP27). Doch soziale Beziehungen und musikalische Quali ä
bedingen sich ge ade ü eine:n Gesp ächs eilnehme :in: «Nu den Plausch haben, eich nich . Jodeln
soll un e hal en, abe nich au Kos en de Musikali ä . Es is ein schmale G a zwischen gu sein und
den Plausch haben. Als Beispiel nenne ich den Jugendcho ju z.ch. Da wi d eine sei s gejodel , ande-
e sei s Klassik gebo en. Da is de küns le ische Ansp uch ein ande e . Eine hohe musikalische Qua-
li ä kann beim Jodeln abe nu dann e eich we den, wenn un e den Aus üh enden auch das Zwi-
schenmenschliche s imm » (GP19).
Au die Bedeu ung des Jodelns ü das Wohlbefinden könn e ein s ä ke es Gewich geleg we -
den. Ein:e Gesp ächspa ne :in sp ich das Wohlbefinden de Sänge :innen di ek an: «Sie spü en und
beach en die Schwingungen, die eine posi i e Auswi kung auch au die psychische Gesundhei haben.
De Gesundhei seffek wi d meh und meh en deck » (GP23). «Ich sehe mein Ziel da in, Menschen
eine F eude zu machen und ihnen das Jodeln mi Bewegung, mi Ausd uck, mi de Seele zu geben.
Das is unse e Au gabe als Jodle :innen. Jodeln u uns gu , de ganzen Seele, am ganzen Kö pe »
(GP05). «Was mich am meis en aszinie an diese Au nahme des Jodelns in die UNESCO-Lis e is
das Po enzial, dass wi übe den Ke n de eigen lichen Au gabe, die wi im EJV haben – die E hal ung
und de Pflege des B auch ums – hinausgehen können. Wi können e meh – ge ade in de heu igen
Zei , in de man on S ess, Belas ung und men ale Gesundhei sp ich – die Bedeu ung des Singens
und des sozialen Aspek s au zeigen. Denn wi a bei en beim Jodeln mi unse em Kö pe , mi unse e
S imme, mi A mung, mi Spannung-En spannung, Schwingungen. Ich glaube, da is ein Po enzial o -
handen, ge ade wenn man an die Volksschule und de en äche übe g ei enden Un e ich denk und
nich nu an den Musikschulun e ich und die Musikalische G undschule. In de Volksschule könn en
wi iel meh bewi ken» (GP23). Gep ü we den könn e auch, Jodeln im Rahmen de Logopädie in de
Volksschule einzuse zen (GP11). Schliesslich kann die gesundhei liche Dimension des Jodelns mi de
Einsch eibung in die UNESCO-Lis e auch wei e auss ahlen: «Ich konn e Leu e mo i ie en, so dass
sie F eude an de Jodel adi ion bekommen haben. Und ich bin mi siche , dass wi mi de UNESCO
noch einen wei e en Sch i machen we den, um dies wel wei zu machen, und dass das Jodeln die
S imme unse e Wel is . Die S imme om Gesundwe den unse e manchmal seh k anken Wel »
(GP05).
Die Möglichkei eine Leis ungsbewe ung an Jodle es en wi d meh hei lich be ü wo e . «De
Mensch muss zielo ien ie sein. Ziele gehö en zu unse e Gesellscha . Gewisse K eise möch en eine
öllige Loslösung om Bewe ungssys em an Jodle es en. Dieses e möglich abe eine S ando be-
s immung und hil de Wei e en wicklung» (GP17). «Als Ve einsmi glied möch e ich mich messen las-
sen und wissen, wo wi als Ve ein s ehen. So wie es heu e gehandhab wi d, finde ich es gu . Schliess-
lich is de Li e-Vo ag o de Ju y auch imme eine Momen au nahme» (GP20). «Das Leben is
Spannung und En spannung. Man kann als Ve ein selbe en scheiden, wie iel man in es ie en will. De
Au i o de Ju y is Spannung, danach olg die En spannung. Meine Chö e wü den kaum an ei-
nem Fes eilnehmen, wenn sie sich nich im We bewe b de Ju y s ellen könn en» (GP30). «Ich habe
nich s gegen die Klassie ung, finde sie soga anspo nend. Ich habe abe Ve s ändnis, dass es En äu-
schungen gib . Beno ung finde ich gu und dies soll e nich abgeschaff we den» (GP26). Es bes eh
eine Nach age nach Bewe ung. «F eie Vo äge ode Au i e ohne Bewe ung ziehen bei den Ak i-
en aus E ah ung nich » (GP20). Wiede um ein:e Gesp ächspa ne :in sieh in de F age de Bewe -
ungen wenig Rele anz, da es ja eigen lich die Möglichkei gib , sich nich bewe en zu lassen: «Ich
glaube, diese Diskussion um die Leis ungso ien ie ung wi d übe bewe e . Ich finde es nich schlech ,
wenn es die Möglichkei on We bewe ben ode Klassie ungen gib . We ge ne möch e, kann sich an
einem Jodle es bewe en lassen. We das nich möch e, muss es nich un. Schlech ü die Sache
sind jene, die ein Ve dik de Ju y nich e s ehen ode akzep ie en wollen» (GP34). Ähnlich o mulie
es ein:e ande e: Gesp ächspa ne :in: «We bewe be sind eine gu e Sache. Es zeig , dass es nich nu
um Geselligkei geh , sonde n dass man auch einen Ansp uch an Quali ä ha . Es gib abe auch
Chö e, die sich nich bewe en lassen wollen, e en uell aus G ünden de Übe al e ung. O wi d die
Beno ung auch zu wenig ode ga nich e s anden. Da müss e man da au hina bei en, dass dies
besse wi d» (GP19). Ein:e Gesp ächspa ne :in äusse : «sich sein und wenige ‹pingelig›» (GP26).
K i iken an den Beu eilungen de Ju y sind abe e s ens o dem Hin e g und en äusch e Jodle :in-
nen angesich s eine schlech en Bewe ung ih e Au i e zu sehen, zwei ens mi Blick au die iesige
A bei bei de Fo mulie ung on Bewe ungen, die Ju o :innen zu leis en haben. Diese A bei dü e
zunehmen, wenn Regeln offene we den und den Ve gleich bei den Bewe ungen noch schwie ige
machen. Eine möglichs b ei abges ü z e Beu eilung du ch Pa izipa ion des Publikums wü de das
P oblem nich lösen, da die Beu eilungsk i e ien he e ogen sein wü den, e mu lich nich -
21
musikalische Aspek e gegenübe musikalischen eine s a ke Gewich ung e hiel en. Nu eine nach K i-
e ien okussie e Rückmeldung du ch Fachpe sonen e schein ü die wei he um gewünsch e
S ando bes immung sänge ische Leis ung ziel üh end. Es wi d jedoch ange eg , bes imm e Öffnun-
gen zu disku ie en: «De Ve band müss e eagie en. Man könn e sich meh öffnen, zum Beispiel dass
mi e schiedenen Ins umen en beglei e we den da » (GP30).
Die Bewe ung ö de das Le nen und siche eine hohe musikalische Quali ä . Be on wi d die
Quali ä des Jodelgesangs: «Wi müssen das Jodeln mi Eh lichkei und Ach samkei pflegen, wobei
wi au eine gu e Quali ä ach en sollen. Dazu gehö auch eine gu e Bildung» (GP27). Dies kann du ch
eine Bewe ung im Sinne eines Anspo ns un e s ü z we den. «Jodle es e mi Klassie ung zu besu-
chen, is bes e Fö de ung des Jodelns. Hie muss man au Ab u eine Höchs leis ung e b ingen. Das
is bes e Schulung. Man muss sich minu iös o be ei en und im ich igen Momen ablie e n. Ausbil-
dung is seh wich ig. Ich habe seh ieles gele n beim Jodle e band. Da wi d mi hohe P o essiona-
li ä ausgebilde . Sich beu eilen zu lassen, p äg . Das soll de Ve band wei e hin ö de n» (GP05).
«Ich pe sönlich bin ein:e Ve ech e :in de Bewe ung und Klassie ung an Jodle es en, zumindes
wenn sie ep äsen a i is (das heiss : nich 70% in de Klasse 1) und die Fes eilnehmenden aus ih en
Be ich en e was le nen wollen. Dami dien das Ganze zu Quali ä ss eige ung und schade dem
Image des Jodelns nich » (GP33). «Wi müssen die Quali ä bei unse em B auch um e hal en du ch
die Bewe ung an den Jodle es en. Am Jodle es will man die bes mögliche Leis ung b ingen – bei-
spielsweise ein Jah esziel e eichen. Man will sich bewe en lassen. Das is auch bei de Ländle musik
und de Blasmusik so. Ve eine, die s immlich wenige gu sind, möch en die Klassie ung ehe abscha -
en» (GP21). Le z lich is die hohe Quali ä auch ü die Zuhö enden ein Gewinn: «Ich finde es gu ,
dass es die Bewe ung gib . Gäbe es keine Bewe ung, wä e de Reiz zum Mi machen und das Bes e
zu geben, wenige g oss. Dann be ei e man sich wenige se iös da au o . Ich wü de die Bewe ung
nich abschaffen. Wi als Gesellscha können jedoch schlech mi Bewe ungen umgehen – wi emp-
finden o , was schlech is , als schlimm, was ü mich ganz zu ennen is ! Beim We bewe b gib es
nich nu Gewinne , es b auch abe Leuch ü me! Meine E ah ung is , dass leis ungso ien ie e An-
lässe ü die Zuhö enden einen besonde en Reiz haben, da sie ein quali a i hohes E lebnis e sp e-
chen» (GP04).
Es wi d e einzel o geschlagen, die nachge ag e Leis ungsane kennung allein den beu eil en
Jodelnden zukommen zu lassen und au die Ve öffen lichung de Klassie ungen zu e zich en.
Bewe ungen an Jodle es en sieh ein:e Gesp ächspa ne :in k i isch: «Au das Image des Jodelns
ha die Klassie ung nich g osse Auswi kungen, au den sozialen Zusammenhal jedoch schon. Diese
wi d s a k s apazie . E liche Teilnehmende in e essie , wie sie im Ve gleich zu ande en Ve einen und
Jodle :innen in ih e Region abschneiden. Die Miss auenskul u wi d ge ö de mi de Bedeu ung de
Klasse 1 ode 2 bis 4. Ich bin Skep ike :in des Ganzen» (GP23). Um den Ve gleich zu e meiden, wi d
o geschlagen, «e en uell die Klassie ungslis e nich meh zu e öffen lichen» (GP21). Jeden alls sei
es gu , «dass die Klassie ungslis e an Jodle es en e s am Sonn ag e schein , so kann man nach dem
Au i am Sams ag noch unbeschwe eie n» (GP04).
Nachwuchswe bewe be we den meh hei lich posi i bewe e . «Die bes ehenden Nachwuchs-
we bewe be e ach e ich als seh wi ksam» (GP11). Sie leis en einen Bei ag zu Nachwuchs ö de ung:
«Die Nachwuchswe bewe be finde ich seh gu . Kinde jodelchö e und Jungju ze sind unse Acke -
boden» (GP20). Sie un e s ü zen die jungen Sänge :innen: «We bewe be b ingen den Nachwuchs
wei e » (GP05). «Fü den Nachwuchs is de We bewe b eine wich ige E ah ung. Auch die E ah-
ung, dass man nich imme au dem e s en Pla z sein kann» (GP30). «Auch die Nachwuchs-We be-
we be finde ich gu (auch aus eigene E ah ung). Man kann sich au eine Bühne p äsen ie en»
(GP26). Die Nachwuchswe bewe be zeigen auch ein hohes Ni eau: «Die Nachwuchs-We bewe be
finde ich eine gu e Sache. Die Jungen bie en o schon hohe Quali ä » (GP21).
We bewe be können die jungen Teilnehmenden abe auch un e D uck se zen, e eichen dahe
nich alle Talen e. De Leis ungsd uck kann ü einige g oss sein: «Fü den Nachwuchs kann de
We bewe b ein An eiz sein, ande e sei s e u sach e auch S ess» (GP23). Ve mu lich aus diesem
G und sp echen die Nachwuchswe bewe be nich alle an: «Jugendliche, die am Folklo enachwuchs
mi machen, sind imme begeis e om Anlass. Jene, denen das nich en sp ich , melden sich ga
nich e s an» (GP34). Diejenigen, die sich dem Leis ungsd uck des Fo ma s nich gewachsen sehen,
können sich soga ausgeschlossen ühlen. Dem kann du ch diffe enzie e Leis ungsbewe ungen und
mi Bezug zum übe geo dne en T adie ungsanliegen en gegengewi k we den: «De We bewe b is
ein Anspo n. Gu e Leis ungen we den ausgezeichne ! Die Ansp üche und das Ni eau we den höhe ,
22
auch du ch die Ausbildungen an de Hochschule. Eine sei s spo n dies an, ande e sei s sch eck es
ab. Ich denke, dass die Jungen zwa leis ungsbezogen sind, jedoch o auch un e de leis ungso ien-
ie en Gesellscha leiden und s a k in de Be u sausbildung ge o de we den. Jodeln in e essie
die Jungen, besonde s do , wo das Jodeln p äsen is und gepfleg wi d. Es wä e wünschenswe ,
wenn sie den Bezug zum B auch um (wie es beispielsweise beim Schwingspo de Fall is ) noch
meh kennen und schä zen wü den» (GP27). Ein:e Gesp ächspa ne :in schläg eine o ma i e ans a
eine summa i en Beu eilung bei Nachwuchswe bewe ben o : «We bewe be im Nachwuchsbe-
eich finde ich auch spannend, auch wenn sie bes imm da und do zu En äuschungen üh en. De
‹Jöööh›-Effek is hal nich zwingend ein Me kmal on Quali ä . Den Nachwuchs wü de ich an einem
Jodle es nich klassie en, denn se z man den ‹no malen Masss ab› an, gäbe es iele En äuschun-
gen. Ich wü de auch am geplan en Eidgenössischen Jugend-Jodel es (2026 in G indelwald) die Vo -
äge nich klassie en, sonde n nu mi einem Be ich bewe en, ielleich soga ‹nu › mi einem münd-
lichen im Anschluss an den Vo ag» (GP33). Hingewiesen wi d auch au die Einengung du ch We be-
we bs egeln: «We bewe be können die Quali ä ö de n, abe auch D uck e zeugen. Sie mo i ie en
den Nachwuchs, können abe den küns le ischen Ausd uck einengen, wenn zu seh au Pe ek ion
s a au Emo ion und Indi iduali ä gese z wi d. Zudem b auch es ai e We bewe bs egeln – und zu
iele Regeln engen in de Regel ein» (GP08).
4.B Nachwuchs ö de ung zu Siche s ellung de T adie ung
Die Nachwuchs ö de ung is ein g osses Anliegen, das on Gesp ächs eilnehmenden auch ohne ex-
plizi e Nach age au geg iffen wu de. Hin e g und bilde eine sinkende Zahl on Ak i en im EJV. Indi-
ka o is die Tendenz abnehmende Jodel o äge an Eidgenössischen Fes en, die jedoch du ch eine
e olgs e sp echende Bemühung zu Einbindung des Nachwuchses ela i ie wi d:
Abbildung: Jodel o äge an Eidgenössischen Jodle es en 1999–2023 (Zahlen on Benedik Felde
zu Ve ügung ges ell )
Jodel-Le nangebo e zu Fö de ung des Nachwuchses in einem wei en Sinne können an e schie-
denen, auch ungewöhnlichen O en s a finden und alle Gene a ionen ansp echen. Angebo e
müss en nich allein au die Zielg uppe de Jungen ausge ich e , könn en in Fo m on «offenen Jodel-
Wo kshops ü alle Al e sg uppen» konzipie sein (GP08). Ein Ve mi lungsangebo kann du ch sein
Fo ma e olg eich sein: «Zei lich beg enz e P ojek e e leich e n den Zugang und mo i ie en zu Mi -
wi kung. Wo kshops und ku ze Ein üh ungsku se (Schnuppe angebo e) senken die Eins iegshü de ü
In e essie e» (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en). Auch de
1999 2002 2005 2008 2011 2014 2017 2023
Jodel o ma ion F auen eld F ibou g Aa au Luze n In e laken Da os B ig Zug
JEF - Jodle innen Einzel 207 176 143 156 113 88 103 73
JEM - Jodle Einzel 61 70 59 49 40 30 26 20
JD - Jodel-Due 257 222 181 184 152 142 147 117
JT - Jodel-Te ze 33 46 40 33 29 25 34 32
JQ - Jodel-Qua e 616 24 20 22 20 19 21
JG - Jodel-G uppen 454 501 466 494 483 360 439 352
JNG - Jodel-Nachwuchsg uppen 15 17 24 13 21
JNE - Jodel-Nachwuchs-Einzel 3 1 6 3
To al Jodel o äge 1018 1031 913 951 859 690 787 639
23
O spiel eine Rolle: «Wenn man einen Jodel hö , sind alle so o be üh – de emo ionale T ans e
unk ionie imme . Wenige gehen abe geziel an einen Anlass. Dahe finde ich es wich ig, Pla o men
und O e zu gene ie en, die so bis anhin nich e ablie wa en und nich ein Jodel effen sind. Es sollen
O e sein, die mi eine ande en Selbs e s ändlichkei bes ehen, übe egional auss ahlen und einen
Bezug zum Kul u e be haben, beispielsweise das F eilich museum Ballenbe g» (GP10). Man kann «an
une wa e en O en ode Anlässen mi dem Jodeln übe aschen (beispielsweise S assenmusik in
S äd en o ganisie en ode in Konze en on ande en S il ich ungen (beispielsweise in einem klassi-
schen Konze ) mi dem Jodeln ein Fens e ges al en» (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne z-
we k effen Roo huus Gon en). Um Au me ksamkei zu schaffen, «kann gejodel we den, wo es einem
ge ade belieb » (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en).
Übe all s eh das Jodeln abe in einem We bewe b mi ande en Angebo en. Besonde s in s äd i-
schen Gebie en s ell die Nachwuchs ö de ung eine g osse He aus o de ung da . Die Nachwuchs-
ö de ung wi d on den Gesp ächs eilnehmenden diffe enzie analysie . «G undsä zlich: Au dem
Land is Nachwuchs o handen; abe in den S äd en sieh es schlech aus. Dahe s ell sich die F age:
Wie kann man in u banen Gebie en das Jodeln e meh ö de n und insbesonde e bekann machen,
dass es ans eckend wi k ?» (GP19). «Ve schiedene Musik ich ungen haben zu kämp en, nich nu das
Jodeln, zum Beispiel auch die adi ionelle Ope e en-Szene. Es muss uns bewuss sein, dass heu e
ein ande e Zei geis he sch . Wi we den übe flu e on Angebo en und die Jungen leben in eine
ande en Wel » (GP27). Insbesonde e de Übe gang om Jugendcho in den Ve einscho de E wach-
senen schein nich zu unk ionie en. «O gib es keine Zwischens u e ode , wenn es sie gib , ehl de
Anschluss. Auch müssen die E wachsenenchö e da ü sensibilisie we den, dass Junge nich di ek
aus dem Kinde cho in den Jodle klub wechseln können. Dies mach nu schon aus G ünden de
s immlichen En wicklung keinen Sinn» (GP32). Vo allem bes eh die «P oblema ik da in, dass man ab
zi ka 25 Jah en mi de Ausbildung ode mi de Familienplanung bese z is und Hobbies in den Hin-
e g und ücken», weshalb in Basel ein P ojek speziell ü 25- bis 40-jäh ige lancie wo den is
(GP13); ein solches P ojek schein de u banen Reali ä Rechnung zu agen, wo «man sich ehe in
G uppie ungen seine Al e sklasse beweg und nich in al e sdu chmisch en G uppen un e wegs is .
Au dem Land is es ehe üblich, dass Jung und Al im gleichen Ve ein sind» (GP03). Als wei e e Mas-
snahme wi d genann , «Ve bindungen zu schaffen und so Regionen, in denen die ‹Jodelbe ölke ung›
übe al e is , mi Regionen zu kombinie en, in denen das Jodeln in de Be ölke ung noch nich seh
angekommen is . So we den bislang noch nich seh ‹jodelak i e› Regionen hoffen lich ak i e » (Zu-
sammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en). Jeden alls is «das Jodeln
meh in die S ad zu b ingen und so de Land-S ad -G aben auszugleichen» (Zusammen assung Dis-
kussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en). Le z lich soll e eine e olg eiche Nachwuchs ö -
de ung jedoch au lokale Ebene anse zen: «Das P oblem is die Mul i-Op ionsgesellscha . Ein Do
leb nu mi einem gesunden Ve einsleben. Die Ve eine müssen un e s ü z we den. Die Nachwuchs-
p obleme muss jede Jodle e ein dann abe selbe lösen, diese Au gabe kann nich delegie we den.
Je besse die sozialen Ne ze unk ionie en, des wenige Massnahmen sind nö ig» (GP17). Solche Un-
e s ü zung de lokalen Ve eine könn en die Un e e bände des EJV leis en: «Die Un e e bände
müss en e meh zusammena bei en und übe legen, was man gemeinsam gegen den ehlenden
Nachwuchs machen könn e. Im Wallis beispielsweise ehlen die Ku sangebo e. Allgemein ehlen auch
Di igen :innen ode Männe jodels immen. Vielleich is es de Zei geis , dass man nich meh so
g osse Ve pflich ungen au sich nehmen will. Das He zblu ehl . Fü junge Leu e müss en besse e Zu-
gänge geschaffen we den» (GP30). Ge ag sind un e ande em neue Modelle, um lokal Nachwuchs-
sänge :innen gewinnen zu können. «Wie wä e ein Aus ausch mi eine G uppe junge Menschen, on
denen einige das Jodeln kennen und p ak izie en, wäh end ande e dami wenig e au sind. Wie
nehmen sie den Jodelgesang wah ? Wo finden sie en sp echende In o ma ionen? Welche Massnah-
men könn en e g iffen we den, um das Jodeln in e essan e zu machen? Könn e eine G uppe junge
Menschen, welche im sozialen Be eich ode in de We bung ä ig sind, de Au ag e eil we den,
Ideen zu sammeln, um das Jodeln de Öffen lichkei schmackha e zu machen?» (GP27). «Junge
Menschen sind mi dem Jodeln abzuholen und ihnen zu zeigen, dass es cool is » (Zusammen assung
Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en). «Junge Menschen können mi dem Jodeln
gepack we den, in dem man ihnen zeig , wie iel äl ig das Jodeln in seinen Klang a ben und P ak iken
is » (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en).
Fü die e olg eiche Nachwuchs ö de ung bei Kinde n und Jugendlichen sind die Musikschulen
Schlüsselins i u ionen. An diesen könn en meh Jodelangebo e e ablie we den. Dami einhe ge-
hen soll e die Ausbildung on jodelnden Gesangspädagog:innen. Im Aus ausch wi d dies
30
Jodle :innen ohne Volksschulqualifizie ung. Ob diese «an eine Schule Musikun e ich e eilen könn-
en, kann ich nich ein ach so bean wo en. Das häng on den Qualifika ionen de Pe sonen ab und
wi d on de zus ändigen Behö de gep ü und en schieden. Ak uell haben wi einen ex emen Leh -
pe sonenmangel. Deshalb un e ich en momen an auch Leh pe sonen ohne abgeschlossene Ausbil-
dung als Que eins eige :innen. Mi den en sp echenden Qualifika ionen könn e es also schon sein,
dass da eine Möglichkei bes eh » (GP15). G undsä zlich sollen die e schiedenen Be eiche und Ins i-
u ionen (Pädagogische Hochschulen, Volksschule, Jodelszene und die Schweize Kinde - und Ju-
gendcho ö de ung) besse e bunden sein (GP28, GP13).
Fü die schulische Ve mi lung des Jodelns soll en Leh mi el e ügba sein. «Man müss e die
Schweize Volks- und Jodelliede wiede mi eine Selbs e s ändlichkei in die Schule b ingen. Da ü
muss es in die Leh mi el ein. In den ak uellen Sek-Liede büche n ha es zwa iele Volksliede aus
alle Wel und de Schweiz, abe es is momen an kein Jodellied d in. Es ehl an niede schwelligem
Un e ich sma e ial und Jodelli e a u , welches auch ü Nich -Jodelnde ‹jodelba › wä e» (GP31). Dies
wi d on ande en Gesp ächspa ne :innen bek ä ig : Volksschuleh pe sonen sind Jodel-Leh mi el
und «p annen e ige Un e ich smodule» ü «Nich musike :innen» zu Ve ügung zu s ellen (GP13).
«Es b äuch e e iges Ma e ial und meh ägige Wei e bildungs-Inpu s ü p o essionelle Leh pe so-
nen, die In e esse haben, sich im Jodelbe eich wei e zubilden. Wenn wi als Musikschule bei de Mu-
sik e mi lung eine Zusammena bei mi de Volksschule eingehen, ich en sich unse e Musikleh pe -
sonen o nach den bes ehenden Leh mi eln und nehmen da in en hal ene Themen au . Wenn es in
diesen Leh mi eln also An eile on jodle ischen ode olksmusikalischen Elemen en ha , könn en wi
als Musikschule das in die Musik e mi lung an den Volksschulen au nehmen» (GP22). «Nich alle S u-
die enden b ingen im musikalischen Be eich einen g ossen E ah ungs ucksack mi . We selbs sel en
gesungen ha ode keinen Kon ak zu Volksmusikszene ha e, wi d sich nich zu auen, selbs eine
Lek ion zum Jodeln au die Beine zu s ellen. Leh pe sonen sind au Leh mi el angewiesen, die mi
den Schüle innen und Schüle n ohne iel Au wand geb auchs e ig umse zba sind. Die Leh mi el –
sie s ellen den konk e isie en Leh plan 21 da – müss en also so au gebau sein, dass man sich inne -
halb on zi ka zehn Minu en einlesen kann. Sie müss en gu es Ma e ial und Au gaben en hal en, ü
Leh pe sonen und Kinde mo i ie end und ansp echend wi ken, schnell übe schauba und niede -
schwellig umse zba sein» (GP24). «Wenn das Jodeln in den Schulun e ich einfliessen soll, dann
b auch es gu au be ei e es Ma e ial ü die e schiedenen S u en und auch Ku sangebo e ü Wei-
e bildungen on Leh pe sonen. Wich ig is hie , dass es ein gu es Konzep gib und alle Ku se espek-
i e P ojek wochen nach einem gleichen Ras e ablau en. Dies muss on pädagogisch ausgebilde en
Pe sonen e s ell we den» (GP28), also eine Zusammena bei mi eine Hochschule und einem Leh -
mi el e lag geschaffen we den (GP15). Bek ä ig wi d die Zusammena bei mi den Pädagogischen
Hochschulen: Sie «soll geziel gesuch , au gebau und gepfleg we den» (Zusammen assung Diskus-
sionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en). Zugleich we den die Bedü nisse de Zielg uppe
eines Leh mi els angesp ochen. Wich ig is auch, die Lebenswel de Le nenden zu be ücksich igen:
«Wenn man Un e ich sma e ial [hie : ü die Sekunda s u e II] be ei s ellen wü de, müss e es ku z
und knackig dahe kommen. Op imale weise en häl es Ve linkungen zu mode nen S ücken ode an-
gesag en Küns le :innen, die Jodelaspek e in ih e Liede au genommen haben. Es b auch ein Ando-
cken an die E lebniswel de Jugendlichen. Funk ionie en könn en auch meh s immige Kanons, bei
denen un e schiedliche Jodelelemen e übe einande geschich e we den. Sinn oll wä en gu e, ansp e-
chende S ücke mi Akko dsymbolen und Au nahmen, die man übe einen QR-Code ab u en kann»
(GP09). Fe ne is die Finanzie ung on Leh mi eln ein Thema: Es wä e denkba , dass übe Leh mo-
dule an de Musikhochschule S udie ende mi Dozie enden Leh mi el en wickeln, abe dies is eigen -
lich nich Au gabe de Musikhochschulausbildung (GP31). «G undsä zlich haben Schulen ein ach ei-
nen gene ellen Be ag ü Leh mi el. Da on wi d kein P ozen sa z speziell ü die Volksmusik definie .
Es wä e ehe ealis isch, dass man eine P ojek woche zum Thema plan und da ü dann das e o de -
liche Budge einse z . Die Be ei scha , Budge zu sp echen, wä e e mu lich auch da, wenn eine
Leh pe son ge ne gu e Volksmusikleh mi el anschaffen wü de. Es is sinn oll, wenn man konk e e
P ojek e ha . Das is onsei en de Poli ik assba e . Man möch e ja on allen Sei en Resul a e sehen»
(GP01). Ve bunden we den könn e das mi Jodelku sen in Wei e bildungsp og ammen (GP15). «Im Be-
eich de Wei e bildung könn e man Ku se ü s Jodeln im Klassenzimme anbie en. En wede , dass
jodelnde Menschen do die Didak ik ode Me hodik e le nen können, ode dass Leh pe sonen, die
ge ne jodeln wü den, mi einem solchen CAS eine hin eichende sänge ische Basis e mi el bekom-
men, um es im Un e ich umse zen zu können» (GP31). «Es muss in den Aus- und Wei e bildungsge-
ässen Zugang zu Modulen geben, on denen man als aussens ehende Pe son auch e äh . Ich

31
glaube, dass musike hnologische Themen an de Hochschule noch nich so g oss Pla z finden. Ein
b ei e e Ansa z in diesem Zusammenhang wä e ielleich auch hil eich» (GP22). «De Jodelgesang
hä e wenig Be ech igung, Teil des Leh plans ode Leh mi el zu sein, wenn e in de Gesellscha
ode dem kul u ellen Um eld nich lebendig wä e. Das is in de Schweiz egional un e schiedlich. Die
Kan one definie en und wählen ih e Leh mi el selbs und haben auch die Ausbildung an den Fach-
hochschulen im G iff. Die Volksschulleh s offe sind seh b ei ge äche und es bleib wenig Zei ü
die einzelnen Themen. Das Jodeln müss e da e zahnen und einfliessen können und Teil des geleb en
Liedgu s we den. Im Kan on Schwyz he sch e lange Leh mi el eigabe in de Musik, was bedeu e ,
dass jede Schule wählen konn e, mi welchem Leh mi el man a bei en woll e. Momen an wä e de po-
li ische Boden eigen lich da, abe man muss wah scheinlich die ich igen Kanäle, beispielsweise die
E ziehungsdi ek o enkon e enz Zen alschweiz, nu zen, um P ojek e anzus ossen. Ich glaube, im End-
effek is es eine bildungspoli ische Geschich e» (GP22). E wähn wi d schliesslich ein Beispiel ü ein
Leh mi el, das zwa nich allein ü den Geb auch in de Schule konzipie wo den is , do abe häufig
e wende wi d: das «Appenzelle Liede buch», das die beiden Appenzelle Kan one he ausgegeben
haben, und in das Jodel einbezogen wu de (GP11).
Fü die Nachwuchs ö de ung im schulischen, abe auch im ausse schulischen Be eich is zudem
die Ve ügba kei on Jodelli e a u ü Kinde - und Jugendchö e zen al. «Es b äuch e Un e -
ich sma e ial und S ücke, die in de Umse zung ein ach wä en, dami Menschen, die au eine seh
ie en Basis Kon ak mi dem Jodeln ha en, sich dami auseinande se zen können. Es geh da um,
dieses Ma e ial und das Handwe k so mi zugeben, dass die S udie enden das i gendwie in ih en spä-
e en Un e ich b ingen können. Ansons en wi d das nu on Leh pe sonen umgese z , die be ei s
o dem S udium ih e Wu zeln im Jodeln ha en» (GP31). Fü Ve besse ungen bei de Ve ügba kei
on Jodelli e a u könn e de «No enklub» (h ps://www.jodle e band.ch/de/ e band/no enklub) ge-
nu z we den, den de EJV geschaffen ha : «Jodelliede we den au eine Pla o m zum Download als
XLM und PDF zu Ve ügung ges ell . Hie könn e man auch Kinde - und Jugendli e a u au schal en»
(GP18). Viel e sp echend wä e es, angesich s de besch änk en Ve ügba kei on Un e ich sma e-
ial und Kinde - und Jugendno en au de Websei e des Jodelliede -Ve lags (www.jodelliede e lag.ch)
eine Spa e ü Kinde - und Jugendcho li e a u zu e gänzen. [Im Anschluss an diese An egung wu -
den geziel ü Kinde - und Jugendchö e au be ei e e Jodelkomposi ionen zu Ve ügung ges ell .
Diese Sammlung soll kün ig wachsen.]
Um dem Jodeln in de musikalischen Bildung on Kinde n und Jugendlichen, insbesonde e in de
Volksschule, einen Pla z zu geben, is de Einsa z de poli ischen En scheidungs äge :innen au
allen poli ischen Ebenen undamen al. Mi de Absich eine angemessenen Fö de ung des Jodelns
und seine schulischen Ve mi lung wi d die F age au gewo en «ob sich das BAK nich auch die land-
läufige Meinung zunu ze mach , dass die Volkskul u allgemein und das Jodeln im speziellen Selbs -
läu e sind und im Ve gleich e wa zu Film ö de ung knapp bemessene Fö de mi el e hal en kann»
(GP33). «Fü Pa lamen a ie au Bundesebene – da un e solche de Pa lamen a ischen G uppe
‹Volksmusik & Volkskul u › – könn e übe Mi ag ode am Abend ein Jodelc ashku s angebo en we -
den» (GP07). Nach den be ag en Bildungspoli ike :innen s eh das Jodeln in de Gesellscha zwa
«au gesundem Boden» und «is nich om Auss e ben bed oh », doch «die Volksschule soll e nich
e gessen gehen» (GP07). Von Sei en de Kan one könn e das Jodeln s ä ke ge ö de we den, wo-
ü es gu e Beispiele gib . So sag ein:e Gesp ächspa ne :in: «Ich nu ze jeweils die Möglichkei , wäh-
end de alljäh lichen Ve sammlung de zi ka 700 bis 800 Leh pe sonen in unse em Kan on, das ge-
meinsame Singen o anzu eiben. Viele Leh pe sonen haben zu wenig Mu , um im Un e ich zu sin-
gen und zu jodeln. Wich ig is mi deshalb, dass die öffen liche Hand, also die poli ische Behö de, au -
o de , mo i ie und den Boden ebne dami den Kinde n ein lus olle Umgang mi de S imme e -
möglich wi d» (GP11). Dabei «da man auch wenige bescheiden sein und ü Jodelp ojek e meh
Geld e langen» (GP11). «Man müss e es schaffen, das Jodeln mi de Iden i ä on allen zu e knüp-
en. Und zum Schluss schein mi olgende Aussage en scheidend: Man muss ein ach un! Ein Zäue li
am Tu n es , in de Ki che, nach dem Fussballspiel ode die Ve bindung zwischen Volksmusik, Rock,
Pop, Klassik und Jazz ein ach o ganisie en und zum Klingen b ingen» (GP11). Di ek angesp ochen
wi d die No wendigkei eine geziel en Lobbya bei : «Um au de gesellscha spoli ischen Ebene im
Bildungsbe eich p äsen e zu sein, sind Ve ne zung und Lobbya bei wich ig. Im Kan on Schwyz is
das Jodeln eine seh lebendige T adi ion, die geschä z und g undsä zlich on allen poli ischen Pa -
eien un e s ü z wi d. Konk e e poli ische Vo s össe hä en also e mu lich gu e Chancen. Es
b äuch e lediglich ein kla o mulie es Anliegen, welches on eine Ansp uchsg uppe ini iie wi d»
(GP01). «Man müss e e en uell au na ionale Ebene bei de EDK o s ellig we den und die So ge
32
äusse n, dass die Pflege de Volkskul u zu ku z komm »; die wel wei e Ane kennung de UNESCO ü
unse Kul u e be bie e dazu eine gu e G undlage (GP11). «Ein wei e e spannende Gedanke wä e,
die ins umen ale und okale Volksmusik nähe zusammenzub ingen und zu e knüp en. Das ge-
schieh ak uell zu wenig, was ielleich un e ande em an den ge enn en Ve bänden lieg » (GP22).
4.D Lebendige Fes kul u und Aus ausch de Ak i en
Meh e e Gesp ächs eilnehme :innen kamen au die Jodle es e zu sp echen, die ü die T adi ionsbe-
wah ung und das Image des Jodelns als undamen al gel en, als Pla o m ü EJV-Mi gliede abe ü
einige Be ag en Ve ände ungen e o de n. K i isch gesehen wi d die g osse Zahl on Besuche :in-
nen an Jodle es en, die ü de en Finanzie ung zwa wich ig is , abe Einbussen beim Aus ausch
un e den Ak i en mi sich b ing . «Die Eidgenössischen Fes e sind wich ig ü das Image und den
na ionalen Aus ausch, ü uns Ak i e abe o zu g oss. Das Ve häl nis zwischen Ak i en und Fes be-
suche :innen s imm in den le z en Jah en ü mich nich meh . Du ch zu iele Besuchende e lie es
an A ak i i ä – man iff wenige Jodle :innen in de g ossen Masse. Au jeden Fall ände ich es
nich sinnlos, sich die F age de Zugänglichkei de E en s ü Mi gliede und Nich -Mi gliede zu s el-
len. Dazu gäbe es die Möglichkei , die Teilnahme an Jodle es en ohne Bewe ung im Sinne on Be-
gegnungskonze en zu ö de n, neben de Teilnahme mi Bewe ung, also als adi ionelle We be-
we bs-Konze e. Au jeden Fall b auch es eine gesunde Füh ung, wie sie de EJV wah nimm »
(GP04). Die Teilnahme on Ak i en zu ö de n, lieg einem ande en Vo schlag zug unde: «Fo ma ionen
de Klasse 3 de Un e e bands es e sind auch an den EJV-Fes en zuzulassen». Die de zei ige An o -
de ung, dass eine Fo ma ion mindes ens die Bewe ung de Klasse 2 an einem Un e e bands es e -
eichen muss, um sich ü die Teilnahme am Eidgenössischen Jodle es zu qualifizie en, is allenzu-
lassen (GP02). «Fü einige is es zu s eng, sich se iös au ein Fes o zube ei en, was o an de
Übe al e ung in einzelnen Klubs lieg . Deshalb sieh man on eine Fes -Teilnahme ab. Dabei sein und
es en wollen abe imme meh Leu e. Es wi d schwie ig sein, dieses Miss e häl nis zu e besse n»
(GP20). De Aus ausch un e Jodle :innen, die g osse Wi kung on Fes en und de en Po enzial ü die
P äsenz de Jodelkul u in de Gesellscha wi d un e s ichen: «Das Jodeln könn e noch meh mi
Fes en ge ö de we den» (Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon-
en).
Angesp ochen wi d auch de Fes ka enp eis
(FKP), de ü Ak i e zu hoch sei. «De EJV
müss e die Teilnahme ü die Ak i en a ak i e
machen. Zum Beispiel den FKP senken. F ühe
wa im FKP eine Mahlzei ode Jodle geld,
manchmal auch das Bille ü den öffen lichen
Ve keh en hal en; ebenso gab es ein Fes anden-
ken und ande es. Manche Fes e schliessen finan-
ziell de a gu ab, dass man den FKP au 0.00
F anken senken könn e. Das OK eines Fes s is
schliesslich au die Ak i en angewiesen» (GP12).
«Auch de FKP is ein Thema und wi d in ielen
Chö en disku ie . Das Ve häl nis on P eis und
Leis ung s imm gegenübe ühe nich meh . Ich
weiss zwa nich , ob eine diesbezügliche Mass-
nahme e was b ingen wü de» (GP21).
Hingewiesen wi d au die gemeinsamen We e
und den espek ollen Umgang un e Jodeln-
den. Dies wi d in de Diskussion un e den Ge-
sp ächspa ne :innen un e s ichen: «G undlage
is eine espek olle Kommunika ion. Un e -
schiedliche Meinungen inne halb de Szene sol-
len nich gegeneinande ausgespiel we den»
(Zusammen assung Diskussionsg uppen Ne z-
we k effen Roo huus Gon en). E wähn wi d
diesbezüglich de Jodle es -Kodex.
Abbildung aus: lebendig 03 om Mä z 2025, Sei e 48
h ps://www.jodle e band.ch/de/ e band/lebendig)
33
5 A chi ie ung, Digi alisie ung und Küns liche In elligenz
Ak ion 4: F agen eine e s ä k o ange iebenen Digi alisie ung und besse en Zugänglichkei
on A chi alien ü die Jodelp axis sind anzugehen. Wünschenswe sind hie zu eine koo dina-
ionsun e s ü zende Be eiligung des Bundesam es ü Kul u und de Kon e enz de kan onalen
Kul u beau ag en (KBK) sowie die achliche Un e s ü zung du ch die Schweize ische Na ional-
biblio hek und Memo ia .
5.A A chi bes ände
Von nu ie Ins i u ionen wu den in den In e iews A chi bes ände und Sammlungen genann : Ve ein
Giigäbank, Jodelliede -Ve lag und Eidgenössische Jodle di igen en- und Komponis en-Ve einigung
(EJDKV). Mögliche weise gib es zahl eiche unbekann e P i a a chi e, die Ma e ialien ü die Ge-
schich e des Jodelns in de Schweiz en hal en.
Sammlung Um ang (Anzahl/Lau me e /Bundeso dne e c. an Pa i u en, Ton äge , Bil-
de , Filme, Dokumen e e c.), Ka alogisie ung, Digi alisie ung, Publika ionen
Ve ein Giigäbank:
Sammlungen aus dem
Muo a al
He publika ionen de Liede on Cäcilia Schmidig und on Melk oni Heinze
sowie das Muo a hale und Illgaue Liede büechli (siehe Ka alog au
www.giigaebank.ch),
Jodelliede e lag 443 Komponis :innen, 736 Tex dich e :innen, 270 Ve lage (da on 8 im Eigen-
e lag / 31 im Kopie ech ); die Pa i u en sind digi alisie und um assen au -
geschlüssel
- nach S immenzahl: 685 Einzel / Solo, 1334 Due , 428 Te ze , 271
Qua e , 2 Quin e , 1 Sex e ,
- nach Regis e : 3439 Männe cho , 423 F auencho , 608 Gemisch e
Cho , 60 Kinde cho , 21 Jugendcho , 1047 Na u jodel, 238 Jodle -
messe.
Da on sind 6309 Komposi ionen mi Jodel, 325 Komposi ionen ohne Jodel,
146 Komposi ionen mi gesch iebenen Ins umen albeglei ungen, 3286 de
oben au ge üh en Komposi ionen e schienen im Eigen e lag.
Sei Ein üh ung des Webshops mi seinen Auswe ungsmöglichkei en haben
die Bes ellungen kon inuie lich zugenommen, so 2024: 850 Ve sände (mi
4052 e schiedenen Pa i u en), 2023: 789 Ve sände, 2022: 633 Ve sände.
EJDKV Die EJDKV ha seh um ang eiche Angaben übe Komponis :innen und Tex -
dich e :innen. Digi al zugänglich sind au www.ejdk .ch Po ä o os, Biog a-
phien und Auflis ungen on We ken. Die Angaben s ammen aus ehemaligen
Zei sch i en de EJDKV und des AKV (Au o en, Komponis en und Ve lege )
sowie ühe en Jodle zei ungen. Die EJDKV wi d an diese einmaligen
Sammlung wei e a bei en, e en uell mi Da en des EJV-A chi s.
EJV De EJV e üg übe gu o ganisie e, abe kaum digi alisie e A chi be-
s ände. Be eu wi d das A chi on Pe e Baumann.
Roo huus Gon en Übe 3'500 Na u jodel-Teile (meh als 1500 Na u jodel), Liede und P i a a -
chi e on bekann en Jodelkomponis en wie Döl Me le , F ed Kau mann
und wei e en; iele Audios, die zu ückgehen bis ins Jah 1904.
Die No en sind au www. olksmusik.ch online e ügba .
5.B Digi alisie ungs- und Zugangsbedü nisse
Die Digi alisie ung on Papie a chi en mi dem Ziel, die Inhal e besse zugänglich zu machen,
wi d als wich ig, abe nich als p io i ä gesehen. «Beim EJV bes eh ein Bedü nis, das
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um ang eiche A chi zu digi alisie en, was jedoch nich ohne Un e s ü zung möglich sein wi d» (GP17).
Fü wei e e Sammlungen on Museen, Jodle klubs, Ve lagen e c. wu den in den In e iews Bedü -
nisse nach eine Digi alisie ung on Bes änden mi dem Ziel eine Langzei siche ung und eine e ein-
ach en Zugänglichkei nich explizi genann . Das Thema A chi ie ung wu de abe on ie Ge-
sp ächspa ne :innen als seh wich ig ü die zukun so ien ie e Bewah ung de Jodel adi ionen be-
we e (GP02, GP17, GP04, GP23). Zudem wu de im Aus ausch es gehal en: «Um den Zugang zum
adi ionellen Liedgu siche zus ellen müssen bes ehende Sammlungen digi al e ass , e ne z und
au offenen Pla o men niede schwellig zugänglich gemach we den. Dazu is eine koo dinie e Zu-
sammena bei zwischen allen ak i en Ins i u ionen und Pe sonen im Be eich Jodelgesang (beispiels-
weise EJV, Hochschulen, Musikschulen, P i a ini ia i en) anzus eben» (Zusammen assung Diskussi-
onsg uppen Ne zwe k effen Roo huus Gon en).
We oll e scheinen A chi bes ände, die de Jodelp axis dienen, was ü P io isie ungen bei de
E schliessung und Digi alisie ung on A chi en zu be ücksich igen is . «Alle dings is es so, dass
nu die wenigs en sich au Repe oi esuche machen. Es wä e demen sp echend sinn oll, p oak i
gu e Li e a u zu den Leu en zu b ingen. Auch zei genössische Komponis :innen soll en ih e Liede in
ein A chi geben» (GP04). «Da aus könn en auch Auswahlsammlungen ü bes imm e Fo ma ionen
(nach Regis e ) en s ehen» (GP04). «We heu e Li e a u ü einen Cho such , nu z un e schiedliche
Quellen, da un e Ve lage, Tonau nahmen, Jodel e ans al ungen und - es e sowie YouTube» (GP02).
Angesich s de Da enmenge, die im In e ne o handen is , e weisen sich Suchen als au wendig.
Dahe wi d de Wunsch nach eine «zen alen Da enbank» geäusse (GP04). Mi www.ejdk .ch ode
www. olksmusik.ch (hie mi den bedeu samen Jodelbes änden aus dem Roo huus Gon en und dem
Haus de Volksmusik) bes ehen be ei s Da enbanken. Alle dings exis ie keine Pla o m, die eine Me-
asuche zusammen mi ande en bedeu enden Sammlungen wie denjenigen des EJV, on SRF ode
on lokalen und egionalen Jodel adi ionen e laub . «Das Po enzial ü die Zusammena bei on Ak-
eu :innen soll e ausgeschöp we den» (GP17, GP23). Um Jodel-A chi alien zu siche n und (übe
eine Me asuche) einen zen alen Zugang zu diesen zu e möglichen, is eine Zusammena bei e -
schiedene Gedäch nisins i u ionen au na ionale Ebene no wendig. Dadu ch könn en ü alle Be-
eilig en Vo eile en s ehen, auch finanzielle hinsich lich Kos en. «De heu e e b ei e e Zugang übe
PDF-Da eien zu No enma e ial und übe Audioda eien zu Au nahmen könn e dami gewäh leis e
sein» (GP04). Ge ade hinsich lich des Wandels bei de Ve b ei ung on Au nahmen on ak uellen Jo-
del adi ionen bes eh ein Bedü nis eine zen alen Pla o m: «CDs we den heu e wenige p oduzie .
Hie finde ein g osse Wechsel s a . Es wä e schön, wenn es eine Zusammen üh ung de Au nah-
men nu noch au Spo i y ode YouTube gäbe. Ein digi ales A chi wä e d ingend nö ig.» (GP21). Alle -
dings sind «bei diesem Zugang auch u hebe ech liche Aspek e zu klä en» (GP21), «musikp ak ische
Aspek e – wie die Angabe des Schwie igkei sg ads beim No enma e ial – zu be ücksich igen» (GP04)
und die «Risiken bei eine Nu zung komme zielle Pla o manbie e (wie Spo i y ode YouTube)» zu
disku ie en.
5.C Dokumen a ion und E o schung on Pe sonen ode Anlässen (in de Region)
Fü die audio isuelle Dokumen a ion de ak uellen Jodelp axis wi d kaum Handlungsbeda gese-
hen, da diese be ei s e olg . «Wi d schon genug gemach !» (GP02). Zudem gab es keine An wo en
au die F age nach Bedü nissen eine e ie en Auseinande se zung mi (bes imm en) schlumme n-
den A chi bes änden ( e gangene beispielha e Nu zung du ch Kul u schaffende und Analyse du ch
Wissenscha le :innen). Einzig das Muo a al be effend wu de ange üh , dass die egionale T adi ion
be ei s seh gu dokumen ie is (was auch ü das Alps eingebie zu effen dü e mi Blick au die
A chi bes ände des Roo huus Gon en): «Die Gesänge, o wiegend das Juuzen, des Muo a als sind
schon in den 1930e -Jah en on A ed Leonz Gassmann und Wol gang Sicha d e ass und eilweise
wissenscha lich besch ieben wo den. Fo schungs esul a e wu den on Hugo Zemp 1979 du ch eine
LP und 1985 / 2015 du ch Filme dokumen ie » (GP12). Dabei wi d da au hingewiesen, dass Doku-
men a ionen keine hin eichende Bedingung ü die Bewah ung da s ellen: «T o zdem is die adi io-
nelle A des Falschsingens ausges o ben» (GP12). Es b auche imme wiede Inno a ionen. Hingewie-
sen wi d abe au die Thema isie ung de Viel al de Volksmusik in Dokumen a ionen, so beispiels-
weise im Dokumen a film «Was, du jodlisch?» on Lau a Mose , in dem sechs Menschen aus de
G oss egion Zü ich ih e un e schiedlichen Sich weisen au Schweize Volksmusik da s ellen. Genann
we den kann in diesem Zusammenhang die «SRF DOK – Typisch Volksmusik? – Eine T adi ion im
Wandel de Zei ?» on 2023 (h ps://www.s .ch/play/ /dok/ ideo/ ypisch- olksmusik---eine-
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adi ion-im-wandel-de -zei ?u n=u n:s : ideo:a ca6bbd-66dc-4 aa-a6e -74a2dc013ea ). Zu nennen
wä e auch die Pla o m h ps:// olksmusik.mx3.ch/gen e/jodel.
5.D Ein luss Küns le ische In elligenz (mi ih e Da ennu zung) au das Jodeln
Küns liche In elligenz kann bei de Bewäl igung g osse Da enmengen in A chi en un e s ü zen,
das Thema KI is abe zunächs einmal aus Sich des Komponie ens und des U hebe ech s zu
disku ie en. Hie wi d es, wie in ande en Musikbe eichen, den u hebe ech lichen S a us on KI-We -
ken und die F age de (nach heu ige Gese zgebung no wendigen) Ve gü ung bei de Nu zung on
u hebe ech lich geschü z en Da en ü KI-gene ie e ode KI-un e s ü ze Komposi ionen zu klä en
geben. Diese F agen e weisen e ne au g undlegende P inzipien, die dem U hebe ech zug unde
liegen, und dami au ein bishe kaum in F age ges ell es musikalisches Selbs e s ändnis, nämlich au
die Idee eine on einem Menschen (in Zusammena bei mi ande en Menschen) ollb ach en schöp-
e ischen Ak . Mi de KI könn e bei Musik wie dem Jodellied, das sich inne halb ela i enge egelba-
sie e Vo gaben beweg (Fo m, Ha monik), eine au oma isie e P oduk ion übe handnehmen. Da A -
chi bes ände (beispielsweise das Robe -Fellmann-A chi ) heo e isch Da en lie e n könn en, um Mo-
delle Küns liche In elligenz zu ainie en, wu de eine gene elle F age zu diesem ak uell (zumindes
ausse halb des Volksmusikbe eichs) in ensi disku ie en Thema ges ell . Diesbezüglich wu den je-
doch kaum Aussagen gemach , zum einen Ablehnung (GP02) gezeig , zum ande en KI «als Chance»
gesehen (GP17). Denkba is , dass mi KI die Bedeu ung des Li e-Au i s in Ve bindung mi ande en
T adi ionselemen en (wie Au i s o ma und T ach ) und sozialen Aspek en (gemeinsames Singe leb-
nis, Geselligkei ) an Bedeu ung gewinn .
6 Fazi de P ojek g uppe
Jodeln is meh als ein musikalische Ausd uck – es is ein e bindendes Elemen in de Gesellscha .
Eine inklusi e Jodelkul u bie e Menschen – unabhängig on Al e , Geschlech ode He kun – Zuge-
hö igkei zu eine T adi ion, ö de den in e gene a ionellen Dialog und schaff Heima . G undlage da-
ü is die Neugie und de Respek gegenübe dem Übe lie e en und dessen Wei e en wicklungen.
Dass die Bewah ung des E bes und die Offenhei ü neua ige Jodel o men zugleich in einem Span-
nungs e häl nis zueinande s ehen, wi d in diesem Be ich un e ande em deu lich. Die dokumen ie -
en und nach ie Themen geo dne en Aussagen s ecken ein b ei es Spek um an Pe spek i en und
Posi ionen au die Jodelkul u ab. Doch ge ade die un e schiedlichen Meinungen und Einschä zungen,
die imme wiede zu Deba en üh en, g ünden le z lich au eine e bindenden Leidenscha ü die
Jodelkul u . Die un e schiedlichen Sich weisen lassen sich denn als Abbild de iel äl igen und leben-
digen Jodelkul u in de Schweiz lesen. Fü die Diskussion übe die Bewah ung und Ve ände ungen
de Jodelkul u gil ebenso wie ü die Nachwuchs ö de ung: Jede S imme zähl !
Es is de Be eich eben diese Nachwuchs ö de ung, in dem die P ojek g uppe die wich igs en Fö -
de anliegen ü die Jodel adi ionen iden ifizie . Diese Anliegen um assen konk e e Massnahmen.
Zum einen soll die Jodelkul u in den Sozialen Medien p äsen e we den, zum ande en die In eg a ion
des Jodelns in die musikalische Volksschulbildung ge ö de we den. Le z e es kann un e s ü z we -
den, indem meh Jodelli e a u ü Kinde - und Jugendchö e e ügba gemach wi d, was be ei s an-
gegangen wo den is . Fe ne sind Leh mi el zu Ve mi lung de Jodel adi ionen – insbesonde e ü
die Volksschule – zu en wickeln.
Wei e e Sch i e in diese Rich ung anzugehen, bilde en den Inhal eines Folgep ojek s, das im F üh-
somme 2025 beim Bundesam ü Kul u einge eich und bewillig wo den is . Dieses P ojek be ass
sich auch mi den Vo be ei ungen des Anlasses, an dem die wah scheinliche Au nahme des Jodelns
in die Rep äsen a i e Lis e des imma e iellen Kul u e bes de Menschhei im Dezembe 2025 ge eie
we den soll.
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