S iele , Ka in
A icle
Kons anz Semina on Mone a y Theo y and Mone a y
Policy 1993
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: S iele , Ka in (1993) : Kons anz Semina on Mone a y Theo y and Mone a y
Policy 1993, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 26, Iss. 4, pp.
647-651,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.26.4.647
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Kons anz Semina
on Mone a y Theo y and Mone a y Policy 1993
Von Ka in S iele , Bonn
Vom 8. bis 11. Juni 1993 and das 24. Kons anze Semina zu Geld-
heo ie und Geldpoli ik s a . Es wu de, wie in den o angegangenen
Jah en, on Man ed J. M. Neumann (Bonn) o ganisie .
Die Schwe punk e des Semina s lagen in diesem Jah au F agen de
Zen albankpoli ik und de Auswi kungen des Eu opäischen Wäh ungs-
sys ems. Übe die Ve assung und die Kompe enzen de schechischen
Na ionalbank in o mie e de en P äsiden , Jose Toso sky. Lau
Toso sky kann man die schechische Zen albank als die unabhängigs e
Zen albank de Wel bezeichnen, da sie die Wechselku skompe enz
besi z und keine Ve p lich ung zu Un e s ü zung de Regie ungspoli-
ik un e lieg . Dem Gese z nach is die Zen albank nu zu Wah ung de
Geldwe s abili ä e p lich e . Spezielle P obleme ü die Geldpoli ik in
de Tschechischen Republik e geben sich du ch den Übe gang on de
Planwi scha zu Ma k wi scha und du ch die T ennung on de
Slo akei. Sowohl die P i a isie ung als auch die Ein üh ung eine eige-
nen Wäh ung üh en zu In la ionsschocks. Es is jedoch zu e wa en,
daß sich ü dieses Jah eine In la ions a e on 16% e eichen läß .
De zwei e Poli ik o ag wu de on F ancesco Gia azzi, S aa ssek e-
ä am i alienischen Finanzminis e ium, gehal en. Gia azzi be ich e e
übe die wi scha liche En wicklung in I alien sei dem Aus i de
Li a aus dem Eu opäischen Wäh ungssys em (EWS). Du ch die s a ke
Abwe ung e besse e sich die Konku enz ähigkei de i alienischen
Wi scha au den Expo mä k en. Diese Vo eil wi d I alien länge e
Zei e hal en bleiben, da sich die Gewe kscha en mi einem 18mona i-
gen Lohns op ein e s anden e klä en. P obleme be ei e wei e hin das
hohe Ni eau de S aa s e schuldung. Obwohl im le z en Jah ein P imä -
übe schuß on 2% des B u osozialp oduk s e ziel wu de, eich dies
nich ü den Ausgleich des Budge s. Das Haup p oblem im S aa ssek o
bes eh in de ine izien en Ve wendung de Mi el. Gia azzi plädie e
ü eine Dezen alisie ung de iskalischen S uk u en, denn nu du ch
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Budge e an wo lichkei de Regionen ließe sich die Ve schwendung
on ö en lichen Gelde n eindämmen.
Im Anschluß an die beiden Poli ik o äge wu den wissenscha liche
Fo schungsa bei en o ges ell und disku ie . Die e s en beiden Re e-
a e be aß en sich mi dem Thema „Zen albanken". In dem Au sa z
„Designing Ins i u ions o Mone a y S abili y" beschä ig en sich To -
s en Pe sson (Ins i u e o In e na ional Economic S udies) und Guido
Tabellini (Uni e si ä B escia) mi de F age, wie Zen albanken o gani-
sie sein soll en, dami eine sei s eine möglichs nied ige In la ions a e
gewähl wi d und ande e sei s Raum ü eine S abilisie ung des Ou pu s
im Falle on un o he gesehenen Schocks bleib . Im Gegensa z zu de all-
gemein üblichen Un e suchung de Zen albankgese zgebung wähl en sie
einen e ags heo e ischen Ansa z. De op imale Ve ag ü einen Zen-
albankgou e neu beinhal e eine Bes a ung, die in linea e Fo m on
de ealisie en In la ions a e abhäng . Au diese Weise läß sich das
Vo gehen in Neuseeland, wo de Zen albank explizi In la ionsziele o -
gegeben sind, heo e isch beg ünden. Auch die Ankündigung on Geld-
mengenzielen, wie sie die Deu sche Bundesbank o nimm , läß sich e -
ags heo e isch dami e klä en, daß dieses Ziel den Re e enzwe da -
s ell , an dem sich die Zen albank am Ende de Pe iode messen lassen
muß.
Susanne Lohmann (S an o d Uni e si y) un e such e „Poli ical Busi-
ness Cycles in a Fede al Sys em: Wes Ge many, 1960 - 1989". Poli ische
Konjunk u zyklen en s ehen dadu ch, daß ku z o eine Wahl die egie-
ende Pa ei eine expansi e Geldpoli ik be eib , um einen wi scha -
lichen Au schwung zu e zeugen, de ih e Popula i ä e höh . Eine al e -
na i e Theo ie besag , daß konse a i e Pa eien zu eine es ik i en
Geldpoli ik endie en, wäh end linke Pa eien ein höhe es Geldmengen-
wachs um be o zugen. Es käme demnach imme nach einem Mach wechsel
zu eine Ände ung de Geldpoli ik. Bei de empi ischen Übe p ü ung
diese beiden Theo ien muß man nun be ücksich igen, daß sich de
Zen albank a de Deu schen Bundesbank aus dem Di ek o ium und
den Landeszen albankp äsiden en zusammense z . Die Mi gliede des
Di ek o iums we den on de Bundes egie ung nominie , wäh end die
Landeszen albankp äsiden en du ch die Landes egie ungen o geschla-
gen und om Bundes ag nominie we den. Da auße dem die Am szei en
de Mi gliede des Zen albank a s nich mi den Legisla u pe ioden
zusammen allen, muß eine Bundes agswahl deshalb keinen Wechsel de
Meh hei im Zen albank a bedeu en, bzw. umgekeh können sich die
Meh hei s e häl nisse im Zen albank a ände n, ohne daß bundeswei e
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Wahlen s a ge unden haben. Un e Be ücksich igung de Zusammense -
zung des Zen albank a es gelang Lohmann zu dem E gebnis, daß ein
höhe es Geldmengenwachs um o na ionalen Wahlen zu beobach en is ,
wenn die Bundes egie ung on eine en sp echenden Meh hei im Zen al-
bank a un e s ü z wi d. Fü die Abhängigkei de Geldpoli ik on de
poli ischen Rich ung de egie enden Pa ei e gib sich keine Bes ä i-
gung.
Mi de Geldnach age in de Schweiz beschä ig e sich Michel Pey-
igne (Schweize Na ionalbank) in seinem Vo ag „Swiss Mone a y
Agg ega es: Fu he In es iga ions on M1B". Die on Pey igne
gewähl e Geldmenge M1B um aß zusä zlich zu Ml noch die Spa gu ha-
ben und zeig in Bezug au S abili ä besse e Eigenscha en als die o i-
ziellen Agg ega e. Zu E klä ung de Geldnach age we den de Konsu-
men enp eisindex, das eale Sozialp oduk und de Zins au S aa sobli-
ga ionen he angezogen. Pey igne un e such im olgenden die mi de
Johansen-Me hode geschä z en Koin eg a ions ek o en. Die Res ik ion
de P eiselas izi ä au den We eins wi d akzep ie , ebenso die
Besch änkung de Einkommenselas izi ä au eins. Beide Res ik ionen
zusammen we den jedoch abgelehn . Es s ell sich he aus, daß de Kon-
sumen enp eisindex die einzige schwach exogene Va iable is , was gegen
die Anwendung des Engle-G ange -Ve ah ens sp ich . Dagegen nimm
die Pa ame e ins abili ä bei de Johansen-Me hode zu, so daß auch hie
bei de In e p e a ion de E gebnisse Vo sich gebo en is .
Kees G. Koedijk und Clemens J. M. Kool (Rijksuni e si ei Limbu g)
e e ie en „Fu u e In la ion and he In o ma ion in In e na ional Te m
S uc u e". Nach de Theo ie de in e empo alen Zinss uk u bilde
sich de lang is ige Zinssa z als Du chschni de e wa e en Ein-
Pe ioden-Zinssä ze. Un e de Annahme, daß die Realzinss uk u ü
e schiedene Fälligkei en im Zei ablau kons an bleib , spiegel die
Zinss uk u die e wa e en In la ions a en wide . Koedijk und Kool
be ach en Zinssä ze ü S aa sanleihen mi Lau zei en on ein bis ün
Jah en in sieben Lände n. Im Gegensa z zu ühe en Un e suchungen
kommen sie zu dem E gebnis, daß die Zinss uk u kaum Au schluß übe
die zukün ige In la ions a e gib . Den G und da ü sehen Koedijk und
Kool in de hohen Va iabili ä de ex-pos Realzinsen Ende de siebzige
Jah e. Wi d die Zinss uk u in den U.S.A. in de Reg ession be ück-
sich ig , e besse n sich die E gebnisse ü die eu opäischen Lände
e heblich. Man kann da aus schließen, daß die Hypo hese eine gleichen
Realzinss uk u in den U.S.A. und Eu opa besse zu i als die
Annahme eine im Zei ablau kons an en Realzinss uk u .
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Die üb igen Re e a e beschä ig en sich mi de Funk ionsweise des
Eu opäischen Wäh ungssys ems. Be nha d He z (Uni e si ä Tübingen)
s ell e die F age „Mone a y (A)Symme y in Eu ope: Does he EMS
ma e ?" Bei einem Sys em es e Wechselku se bleib nu einem Land
die Möglichkei e hal en, eine unabhängige Geldpoli ik zu be eiben.
Alle ande en Teilnehme müssen ih e Geldpoli ik dem Wechselku sziel
un e o dnen. Das EWS e such du ch eine gleichmäßige Ve eilung de
In e en ions e p lich ungen dieses P oblem symme isch zu lösen. He z
geh de Behaup ung nach, daß ak isch Deu schland als Zen um des
EWS ungie und die ande en Lände ih e Geldpoli ik nach de deu -
schen aus ich en. Au bauend au dem Mundell-Fleming-Modell ü zwei
Lände de inie e Asymme ie olgende maßen: Das P eisni eau in
Deu schland wi d nu on de deu schen Geldpoli ik, dem inländischen
Sozialp oduk und dem Zins im Res de Wel bes imm . In den ande en
eu opäischen Lände n hingegen is die eigene Geldpoli ik wi kungslos.
He z komm zu dem E gebnis, daß nich nu die EWS-Lände , sonde n
auch ein G oß eil de EFTA-Lände ih en Wechselku s zu DM s abili-
sie en. Alle dings konn en I alien, Spanien und Po ugal sich ih e geld-
poli ische Unabhängigkei zum Teil du ch Kapi al e keh skon ollen
bewah en.
Eben alls mi dem EWS beschä ig e sich das Re e a on Pa ick Min-
o d (Uili e si y o Li e pool) „The Poli ical Economy o he Exchange
Ra e Mechanism". Min o d e such e die übe du chschni lich hohen
Sub en ionen im e a bei enden Sek o in den Lände n zu e klä en, die
in den le z en Jah en im EWS eale Au we ungen ih es Wechselku ses
e leb en. Die Regie ung eines solchen Landes sieh sich zwei Zielen
gegenübe : die In la ions a e soll nied ig gehal en we den und gleichzei-
ig sollen wenig E izienz e lus e du ch Sub en ionie ung en s ehen. Die
P oduzen en handelba e Gü e be ü wo en eine Abwe ung, dami sie
au den Auslandsmä k en konku enz ähig sind. Es bes eh Unsiche hei
da übe , ob sie ih e In e essen du chse zen können. Die Möglichkei
eine Abwe ung bewi k , daß im Mi el eine posi i e In la ions a e
e wa e wi d. Die Gewe kscha en o de n deshalb höhe e Löhne, was
zu höhe en P eisen im Sek o de nich handelba en Gü e üh . Die
P oduzen en handelba e Gü e können ih e P eise nich e höhen, da de
P eis du ch den Wel ma k o gegeben wi d. Zu E leich e ung ih e
wi scha lichen Lage e langen sie dahe Sub en ionen. Die Regie ung
muß zwischen Abwe ung, e bunden mi höhe e In la ion ode Sub en-
ionie ung des p oduzie enden Sek o s wählen.
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Axel Webe (Uni e si ä Siegen und CEPR) beschä ig e sich mi dem
Zusammenhang zwischen Außenhandels olumen und Wechselku s ola i-
li ä . In seinem Vo ag „Exchange Ra es, Ta ge Zones and In e na io-
nal T ade: The Impo ance o he Policy Making F amewo k" geh e
dabei au die P obleme ein, die bei einem Sys em on inne halb
bes imm e Bandb ei en lexiblen Wechselku sen en s ehen. Wäh end
die Theo ie einen nega i en Zusammenhang zwischen Handels olumen
und Wechselku s isiko o he sag , wu de bei empi ischen S udien kein
solch eindeu ige Zusammenhang ge unden. Webe zeig , daß bei Exi-
s enz on Wechselku sbandb ei en p inzipiell alle möglichen Reak ionen
denkba sind: De Handel kann posi i , nega i ode ga nich au die
Wechselku s ola ili ä eagie en. Dieses E gebnis komm dadu ch
zus ande, daß bei einem glaubwü digen Wechselku ssys em de Ku s bei
E eichen de obe en Bandb ei e sich nu noch in eine Rich ung ände n
kann. Die Vola ili ä is am Rande des Bandes eingesch änk , wo aus
olg , daß das Wechselku s isiko on de Posi ion des Wechselku ses im
Band abhäng . Fü die empi ische Übe p ü ung spal e Webe den Wechsel-
ku s in den Pa i ä sku s und die Abweichung on de Bandmi e au . Fü
kleine o ene Volkswi scha en wie die Niede lande, Belgien und Däne-
ma k beein luß die Posi ion des Wechselku ses im Band das Handels o-
lumen, wäh end ü I alien und F ank eich kein de a ige Zusammen-
hang es ges ell we den konn e.
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