Schneide , Hans K. (Ed.)
Book
G undlagen de We bewe bspoli ik
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 48
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Schneide , Hans K. (Ed.) (1968) : G undlagen de We bewe bspoli ik, Sch i en
des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 48, ISBN 978-3-428-41923-4, Duncke & Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/285452
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/legalcode.de
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s·
und
Sozialwissenscha en
Neue Folge Band
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
SCHRIFTEN
DES VEREINS
FUR
SOCIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 48
G undlagen de We bewe bspoli ik
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
B E R L I N
1968
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
G undlagen de We bewe bspoli ik
Von
Clemens-Augus And eae, E ns
Heuß
E ich Hoppmann,
Hans
Mölle , Wilhelm
Webe
He ausgegeben on Hans K. Schneide
VERLAG
VON
DUNCKER
&
HUMBLOT
BERLIN
1968
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Alle
Rech e
o behal en
©
1968
Duncke
&
Humblo ,
Be lin
41
Ged uck
1968
bei
Be line
Buchd ucke ei
Union
GmbH.,
Be lin
61
P in ed
in
Ge many
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Vo wo des He ausgebe s
De
o liegende
Band
en häl
die
Re e a e,
die
au
de
Si zung
des
Wi scha spoli ischen Ausschusses
de
Gesellscha
ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
(Ve ein
ü
Socialpoli ik)
am
20.
und
21.
Ok obe
1966
in
Igls/Innsb uck
o ge agen
und
disku ie
wo den
sind.
De
Ausschuß
ha
beschlossen, die
Behandlung
on
P oblemen
de
We bewe bspoli ik
in
eine
besonde en
A bei sg uppe
"We bewe b"
o zu üh en.
Müns e ,
im
Sep embe
1967
Hans
K.
Schneide
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Inhal s e zeichnis
Zum
P oblem
eine
wi scha spoli isch
p ak ikablen
De ini ion
des
We bewe bs
Von
P o .
D .
E ich
Hoppmann,
Ma bu g
............................
9
Die
We bewe bs-
und
Wachs umsp oblema ik
des
Oligopols
Von
P o .
D .
E ns
Heuß,
Ma bu g
..................................
50
Das
P inzip
de
gegengewich igen
Ma k mach
als
Ansa zpunk
ü
die
We bewe bspoli ik
Von
P o .
D .
Clemens-Augus
And eae,
Innsb uck
..................
71
P obleme
eine
einhei lichen
We bewe bs-Poli ik
in
de
EWG
Von
P o .
D .
Hans
Mölle ,
München
................................
95
We bewe bspoli ik
und
We bewe bs ech
in
de
In eg a ion.
Das
Bei-
spiel
de
EFT
A
Von
P o .
D .
Wilhelm
Webe ,
Wien
................................
121
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
14 E ich Hoppmann
sch änken,
weil
auch
die
Auswi kungen
des
We bewe bs
nich
we -
mäßig
indi e en
sind.
We bewe bliche
Ma k p ozesse
können
deshalb
nu
in
ih e
Gesam hei ,
d. h.
mi
allen
ih en
Eigenscha en
und
Aus-
wi kungen,
Gegens and
eine
poli ischen
Bewe ung
sein.
Eine
Au -
spal ung
des
we bewe bspoli ischen
Zieles
in
Ins umen
eine sei s
und
Auswi kungen
and e sei s
is
zu
Zielbes immung
ungeeigne ,
weil
die
axiologischen
Komponen en
e nachlässig
we den.
11.
Axiologische Zielbes immungen
We bewe b
inde
eine
an h opologische
und
soziologische
Beg ün-
dung
7• Sich
um
die
We e
bewe ben
is
ein
"u sp üngliche
mensch-
liche
T ieb"B,
wie
e
beispielsweise
on
Hesiod
in
seinem
Epos
"We k
und
Tage"
-
diesen
Hinweis
e danken
wi
G.
Schmölde s
9 -
du ch
die
gu e
E is,
die
Gö in
des
iedlichen
We bewe bs,
symbolisie
und
besungen
wi d.
(E s
spä e
gib
es
die
"böse"
E is,
die
S ei gö in.)
Eine
wi scha spoli ische
G unden scheidung
ü
den
P ima
des
We -
bewe bs
is
nich s
ande es
als
die
Bejahung
de
aus
diesem
T ieb
e-
sul ie enden
menschlichen
Beziehungen
und
P ozesse.
Die
sich
imme
wiede
indende
Beme kung,
We bewe b
we de
um
seine
selbs
wil-
len
( o
i s
own
sake,
as
such,
as
goal
in
i sel )
gewünsch ,
kann
auch
in
diesem
Sinne
gemein
sein,
daß
We bewe b
nich
lediglich
wegen
sei-
ne
Eigenscha en
anges eb ,
sonde n
da übe
hinaus
wegen
seine
Ve wu zelung
in
de
menschlichen
Na u
bejah
we de.
Ob
man
abe
dem
"spi i
o
compe i ion"
die
Wü de
eines
u sp ünglichen
mensch-
lichen
T iebes
gib
ode
nich ,
e
is
eine
no wendige
Vo ausse zung
ü
We bewe bspoli ik,
und
die
jah ausendeal e
Geschich e
de
We -
bewe bspoli ik
lO
deu e
da au
hin,
daß
die
an h opologischen
und
so-
ziologischen
Beg ündungen
nich
ohne
Fundamen
sind.
Die
zahl eichen
Einzelziele
können
in
zwei
g oße
Zielkomplexe
zu-
sammenge aß
we den:
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eil-
7 Vgl. . Wiese, L.: We bewe b
(I),
Soziologische Eino dnung, in: HdSw,
Bd.
12,
S.
25
.
8 Auch im We bewe bs ech sieh
man
We bewe b so. Vgl.
e wa
W.
Fi-
ken sche : "De We bewe b is Aus luß des
in
de
Pe sönlichkei des Men-
schen wu zelnden E we bs-
und
Leis ungs iebes,
de
sich
mi
den
K ä en
ande e
Menschen messen muß, wo die e we bba en
Gü e
nu
beg enz
zu
Ve ügung s ehen. De En schluß des Gese zgebe s, den wi scha lichen
We bewe b o Besch änkungen zu schü zen, se z
...
nu
die Bejahung des
menschlichen E we bs-
und
Leis ungs iebes
...
o aus" (Ho izon ale We -
bewe bsbesch änkungen
und
Ve äge mi D i en, in: De Be iebsbe a e ,
11.
Jg./1956,
S.
796).
9 Schmölde s, G.: Geschich e
de
Volkswi scha sleh e, Reinbeck: bei
Ham-
bu g
1962,
S.
131.
10
Zu
Geschich e
de
We bewe bspoli ik gl. die abella ische Zusammen-
s ellung bei Machlup, F.: The Poli ical Economy o Monopoly, Bal imo e
(Johns Hopkins P ess)
1952,
S.
181
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
p ak ikablen
De ini ion
des
We bewe bs
15
ha igkei .
Die
hie
ge o ene
Au
eilung
in
zwei
Zielkomplexe
besag
jedoch nich ,
daß
sie
unabhängig
oneinande
sind
ode
de
eine
dem
ande en
übe geo dne
wä e.
Sie
e gib
sich
da aus,
daß
die
in
dem
Komplex
"ökonomische
Vo eilha igkei "
zusammenge aß en
Ziele
in
de
Li e a u
gelegen lich
als
die
einzigen
Ziele
de
We bewe bspoli-
ik
angesehen
we den.
Die
bei
eine
de a igen
Au assung
aus
de
Be ach ung
ausgeschlossenen
Ziele
sind
in
dem
e s en
Komplex
"We -
bewe bs eihei "
zusammenge aß .
1.
We bewe bs eihei
We bewe bs eihei
läß
sich
un e
e schiedenen
Aspek en
be ach-
en.
Zunächs
is
sie
F eihei
zu
We bewe b
un e
den
Konku en en.
Sie
besag :
F eihei
zu
Ini ia i e,
F eihei
zum
Vo s oß
in
echnisches,
o ganisa o isches
und
ökonomisches
Neuland,
abe
auch
F eihei
zu
Nach olge
und
zu
Imi a ion.
Sind
solche
} ~ eihei en
au
eine
Ma k -
sei e
gegeben, so
kann
sich
au g und
des
"spi i
o
compe i ion"
ein
we bewe bliche
P ozeß
un e
den
Konku en en
diese
Ma k sei e
en al en.
Die
genann en
F eihei en
sind
also
eine
Vo ausse zung.
Die-
se
we bewe bliche
P ozeß
e scha
abe
de
Ma k gegensei e
zu-
gleich
die
F eihei ,
aus
meh e en
Al e na i en
auswählen
zu
können,
die
ungüns igen
Möglichkei en
abzulehnen
und
sich
ü
die
güns igen
zu
en scheiden.
So
is
die
F eihei
des
We bewe bs
un e
Konku en-
en
e ne
die
Vo ausse zung
da ü ,
daß
die
ande e
Ma k sei e
Wahl-
eihei
genieß .
F eihei
des
We bewe bs
um aß
abe
beides,
die
F eihei
de
Kon-
ku en en
zum
Vo s oß
und
zu
Imi a ion
eine sei s
und
die
Auswahl-
eihei
de
Ma k pa ne
au
de
Ma k gegensei e
and e sei s.
Ein
we bewe bliche
Ma k p ozeß
lieg
o ,
wenn
diese
F eihei en
au
beiden
Ma k sei en
gegeben
sind.
Sie
sind,
da
sie
sich
wechselsei ig
bedingen,
sowohl
Vo ausse zungen
als
Konsequenz
dieses
P ozesses.
In
we bewe blichen
Ma k p ozessen
we den
diese
F eihei en
gewisse -
maßen
konk e isie .
We bewe b
is
also
ein
Ma k p ozeß,
in
dem
sich
We bewe bs eihei
"mani es ie ",
weil
in
ihm
bes imm e
wi scha -
liche
F eihei en
zum
Ausd uck
kommen.
Diese
Eigenscha
des
we -
bewe blichen
Ma k p ozesses
is
es,
die
Gegens and
de
We se zung
is .
We bewe bs eihei
is
jedoch
nich
absolu
zu
e s ehen.
We be-
we b
übe läß
es
zwa
jedem
We bewe be ,
seine
Fähigkei en
und
Mi el
ü
seine
eigenen,
ei
gewähl en
Zwecke
einzuse zen.
Da
abe
de
F eihei sbe eich
eines
Ma k eilnehme s
in
den
F eihei sbe eichen
seine
We bewe be
und
Ma k pa ne
eine
G enze
inde ,
kann
We -
bewe bs eihei
nu
in
einem
ela i en
Sinne
e s anden
we den.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
16
E ich
Hoppmann
Auße dem
gib
es
zahl eiche
Dimensionen
de
We bewe bs eihei .
Deshalb
is
sie
ü
den
einzelnen
Ma k eilnehme
e was,
das
e
in
quali a i
un e schiedliche
Zusammense zung
und
in
e schiedenem
Ausmaß
genießen
kann.
Ein
Ma k p ozeß,
in
dem
sich
"We bewe bs-
eihei
mani es ie ",
is
also
gegeben,
wenn
allen
Ma k eilnehme n
ein
"hin eichendes
Ausmaß"
diese
ela i en
We bewe bs eihei
zu
Ve ügung
s eh .
Inso e n
läß
sich sagen,
das
Ziel
de
We bewe bs-
poli ik
sind
Ma k p ozesse,
die
aus
de
We bewe bs eihei
de
Ma k -
eilnehme
he auswachsen
und
in
denen
ih e
F eihei en
zugleich
e -
hal en
bleiben.
Dieses
Ziel
läß
sich
auch
mi
Hil e
de
Ka ego ie
Ma k mach
be-
sch eiben.
Is
de
F eihei sbe eich
eines
Ma k eilnehme s
im
Ve häl -
nis
zu
den
F eihei sbe eichen
de
ande en
Ma k eilnehme
g oß,
so
kann
man
on
Ma k mach
sp echen.
Im
Be eich
de
We bewe bspoli-
ik
p leg
man
jedoch
Ma k mach
e s
dann
als
P oblem
anzue ken-
nen,
wenn
de
F eihei sbe eich
des
be e enden
Ma k eilnehme s
im
Ve häl nis
zu
dem
ande e
Ma k eilnehme
"un e häl nismäßig
g oß"
(undue)
is .
Unangemessene
Ma k mach
is
iden isch
mi
einem
"nich
hin eichenden
Ausmaß"
on
We bewe bs eihei
bei
den
ande en
Ma k eilnehme n.
In
diese
Be ach ungsweise
läß
sich
auch
sagen:
Das
Ziel
de
We bewe bspoli ik
sind
Ma k p ozesse,
die
du ch
das
Fehlen
on
unangemessene
Ma k mach
gekennzeichne
sind.
In
die-
sem
Sinne
kann
ü
unse e
Zwecke
ü
We bewe bs eihei
al e na i
auch
de
Beg i
de
Ma k mach
e wende
we den
ll
.
(Gib
es
Be-
eiche,
in
denen
unangemessene
Ma k mach
nich
besei ig
we den
kann,
so
is
in
diesen
We bewe b
"nich
möglich".
Au
sie
kann
die
Zielse zung
We bewe bs eihei
nich
angewende
we den,
ü
sie
muß
im
Rahmen
de
gesam en
wi scha spoli ischen
Konzep ion
eine
ande e
Lösung
ge unden
we den
12
.)
Au
die
als
hin eichende
We bewe bs eihei
bzw.
Fehlen
on
unan-
gemessene
Ma k mach
gekennzeichne e
Eigenscha
we bewe bliche
Ma k p ozesse
beziehen
sich
die
We se zungen.
Das
sei
noch
e was
nähe
beleuch e .
Wenn
We bewe bs eihei
ealisie
is ,
bleib
es
jedem
Ma k eilnehme
übe lassen,
seine
Fähigkei en
und
Mi el
ü
seine
eigenen,
ei
gewähl en
Zwecke
einzuse zen.
Die
we bewe blichen
Ma k p ozesse
sind
P ozesse
de
Koo dinie ung
de
Ma k eilnehme ,
sie
bilden
eine
"spon ane
O dnung",
die
keine
Übe eins immung
hin-
11 Vgl.
e wa
C.
Kaysen
und
D.
F.
Tu ne :
"Compe i ion
as
an
end
in
i sel
d aws
i s
jus i ica ion
om
he
desi abili y
o
limi ing
business
powe "
(a.a.O., S. 14). H. Gie sch
aß
die
Ko espondenz
diese
beiden
Beg i e
soga
noch
wei e ,
indem
e
"ma e iale
F eihei "
und
"ökonomische
Mach "
als
al e na i
e wendba
ansieh
(Allgemeine
Wi scha spoli ik,
I.
Band,
G und-
lagen,
Wiesbaden
1960, S.
73
.).
12
Es
en s eh
hie
das
P oblem
de
Ausnahmebe eiche
( gl.
oben
Anm.
3)
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem eine p ak ikJablen De ini ion
des
We bewe bs 17
sich lich
de
konk e en
Resul a e,
die
e eich
we den
sollen,
e o de .
De
We bewe b
is
somi
ein
olkswi scha liche
Koo dinie ungsp o-
zeß,
in
dem
sich
We bewe bs eihei
"mani es ie ".
Die
im
Zielkom-
plex
We bewe bs eihei
en hal ene
We se zung
uß
demnach
au
de
Übe zeugung,
daß
die
Ma k eilnehme ,
indem
sie
am
Ma k
eilneh-
men,
keinen
übe geo dne en
Zweck,
sonde n
lediglich
ih e
eigenen,
ei
gese z en
Zwecke
e olgen.
Die
aus
Realisie ung
und
E hal ung
on
We bewe bs eihei
en s ehende
Koo dinie ung
de
Ma k eilneh-
me
is
hie
das
ökonomische
Äqui alen
eine
eihei lichen
ode
no-
mok a ischen,
d. h.
allein
om
Rech
behe sch en
Gesellscha so dnung,
die
das
menschliche
Leben
nich
aus
einem
wie
imme
gea e en
Zweck
e klä
13•
Die
Zielse zung
We bewe bs eihei
bedeu e
also,
daß
man
We bewe b
als
gesam wi scha liches
O dnungs-
und
Koo dinie ungs-
p inzip
wünsch .
2.
Öko
n 0 m i s c h e
Vo
eil
h a i g k e i
Du ch
den
We bewe b
we den
die
We bewe be
gezwungen,
ih e
Leis ung
zu
s eige n,
um
zum
Zuge
zu
kommen.
Deshalb
sang
Hesiod
on
de
gu en
E is:
"
...
denn
sie
e mun e
soga
die
lässigen
Männe
zu
A bei
...
so
ei e
Nachba
mi
Nachba
um
den
besse en
E ag:
Die
E is
is
S e blichen
nü zlich
14
."
We
Besse es
leis e ,
e ziel
o
seinen
Mi bewe be n
i gend
einen
Vo eil.
Man
kann
den
We bewe b
im
Be eich
de
Wi scha
also
gewisse maßen
als
Ins umen
ansehen,
um
ökonomisch
o eilha e
Wi kungen
zu
e eichen.
Die
ökonomische
Vo eilha igkei
und
de
Ins umen cha ak e
sind
jedoch
meh deu ig,
sie
sind
noch
nähe
zu
bes immen.
a)
Wechselsei ige
indi iduelle
Vo eile
Wenn
ein
daue nde
An eiz
zu
Leis ungss eige ung
beispielsweise
un e
den
Anbie e n
wi ksam
is
und
die
Leis ungs ähigs en
zum
Zuge
kommen,
dann
is
das
ü
jeden
einzelnen
Nach age
ökonomisch
o -
eilha
15•
Das
gleiche
gil ,
mu a is
mu andis,
ü
jeden
Anbie e
im
13
Vgl. dazu
.
Hayek,
F. A.: Indi idualismus
und
wi scha liche O dnung,
E lenbach-Zü ich
1952,
S. 9 -
48;
de selbe:
A en
de
O dnung, in: ORDO,
Band XIV/1963,
S.
3-20;
de selbe: G undsä ze eine libe alen Gesellscha s-
o dnung, in: ORDO, Band XVIII/1967,
S.
11-33.
14 Zi ie bei Schmölde s, G.: a.a.O.,
S.
131.
15 Diese These basie
au
meh e en Annahmen. E s ens e g öße n die
Tauschpa ne
un e
Vo ausse zung gegebene Gü e mengen du ch
den
Tausch ih e indi iduellen Nu zen. Zwei ens e möglich Tausch, da
e
auch
eine Bedingung
ü
die olkswi scha liche A bei s eilung is , eine Ve g öße-
ung
de
jedem Tauschpa ne
zu
Ve ügung s ehenden Gü e menge. (In
de
Diskussion
wu de
da au
hingewiesen, daß diese beiden P ämissen axioma i-
2
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
18 E ich Hoppmann
Hinblick
au
die
Nach agesei e.
Jede
Ma k eilnehme
e ziel
also
einen
ökonomischen
Vo eil,
wenn
man
sich
au
de
Ma k gegensei e
um
seine
Guns
bewi b .
So
e geben
sich
ü
jeden
Ma k eilnehme
"indi iduelle
ökonomische
We bewe bs o eile"
aus
dem
We bewe b
de
ande en
Ma k sei e.
In
diesem
Sinne
ha
ü
jeden
Ma k eilneh-
me
de
we bewe bliche
P ozeß
au
de
ande en
Ma k sei e
einen
in-
s umen alen
Cha ak e .
Es
en sp ich
de
ökonomischen
Ve nun ,
wenn
die
Ma k eilnehme
den
We bewe b
au
de
Ma k gegensei e
zu
ih em
Vo eil
ausnu zen.
Jedoch
we den
bei
We bewe b
die
"indi iduellen
ökonomischen
We bewe bs o eile"
du ch
den
We bewe b
au
de
eigenen
Ma k -
sei e
beg enz .
Es
en s eh
deshalb
das
P oblem
de
ela i en
Ve ei-
lung
de
indi iduellen
We bewe bs o eile.
Dieses
P oblem
wi d
du ch
den
we bewe blichen
P ozeß
gelös .
De jenige,
de
Besse es
leis e ,
kann
seine
Vo eile
gegenübe
seinen
Konku en en
e höhen.
Die
du ch
den
We bewe b
belohn e
besse e
Leis ung
e höh
abe
zugleich
die
in-
di iduellen
ökonomischen
We bewe bs o eile
de
Ma k pa ne
au
de
Gegensei e.
Alle dings
kann
ein
Ma k eilnehme
seinen
indi iduel-
len
ökonomischen
Vo eil
un e
Ums änden
auch
dadu ch
e g öße n,
daß
e
sich
dem
We bewe b
meh
ode
wenige
wei gehend
en zieh .
Wenn
alle
Ma k eilnehme
aus
dem
We bewe b
einen
ökonomischen
Vo eil
ziehen
sollen,
da
deshalb
niemand
die
Möglichkei
haben,
dem
we bewe blichen
P ozeß
auszuweichen.
Un e
diese
Vo ausse -
zung
belohn
de
We bewe b
besse e
Leis ungen
und
e höh
zugleich
die
indi iduellen
ökonomischen
We bewe bs o eile
de
Ma k pa ne
au
de
Gegensei e.
Inso e n
is
de
We bewe b
ü
die
Ma k eilneh-
me
auch
insgesam
ökonomisch
o eilha ,
denn
alle
haben
die
Chance,
sowohl
du ch
besse e
Leis ungen
ih e
eigenen
Vo eile
zu
e höhen
als
auch
an
den
Leis ungs e besse ungen
de
Ma k gegensei e
zu
pa izi-
pie en.
In
diesem
Sinne
und
nu
inso e n
könn e
man
on
eine
"ge-
sam wi scha lichen"
ökonomischen
Vo eilha igkei
sp echen.
Sie
be-
sag ,
daß
ezip oke
indi iduelle
ökonomische
Vo eile
en s ehen.
Man
könn e
mi
gewissen
Bedenken
auch
sagen,
We bewe b
sei
ü
alle
schen
Cha ak e
haben und
e e ba
seien.) Die indi iduellen We bewe bs-
o eile be uhen jedoch d i ens
da übe
hinaus
au
dem zu Leis ungs e bes-
se ungen üh enden We bewe b
au
de
Ma k gegensei e. Diese Aussage
"De We bewe b
un e
Konku en en
üh
zu Leis ungs e besse ungen" is
ein posi i e Sa z.
E
kann
deshalb
nu
als Aussage on hohem Wah schein-
lichkei sg ad au ge aß we den. Es mag möglich sein, daß We bewe b die
Leis ungen einmal e schlech e .
In
einem solchen Fall könn e sich ein Di-
lemma zwischen ökonomische Vo eilha igkei
und
We bewe bs eihei
e -
geben. So is es auch zu e s ehen, wenn
E.
S.
Mason im Hinblick
au
das
P oblem
de
conse a ion sag :
"I
...
is
an
elemen o ai h
in
he
p oposi-
ion
ha
main aining compe i ion subs an ially imp o es
he
e iciency o
esou ce use" (P e ace o Kaysen,
C.
und
D.
F. Tu ne : a.a.O.,
S.
XX).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
pmk iklablen
De ini ion
des
We bewe bs
19
ein
nü zliches
Ins umen
ode
e
we de
um
seine
ökonomischen
Wi -
kungen
willen
on
uns
allen
gewünsch
16
•
Es
geh
hie
also
um
die
ökonomischen
E gebnisse
des
Ma k p ozes-
ses
(economic
ma ke
pe o mance).
We bewe b
wi d
als
ein
ü
alle
Ma k eilnehme
nü zliches
Ins umen
angesehen,
um
besse e
ökono-
mische
E gebnisse
zu
e zielen.
We bewe b
soll
die
Leis ung
s eige n,
die
Kos en
senken,
die
P oduk ion
in
Rich ung
au
die
Wünsche
de
Nach age
lenken,
echnische
Fo sch i e
bewi ken,
e
soll
un e dien e
Gewinne
e hinde n,
besse e
Leis ungen
belohnen
und
ande es.
Es
geh
um
die
Ve wi klichung
ökonomische
We e.
Welche
ökonomischen
E gebnisse
diesen
We se zungen
genügen,
is
jedoch
dem
Ma k p ozeß
nich
o gegeben,
denn
die
indi iduellen
Ziele
we den
e s
in
ihm
und
du ch
ihn
in
ih e
ela i en
Bedeu ung
gewich e .
Die
Vo eilha igkei
is
eine
solche
om
S andpunk
de
einzelnen
Ma k eilnehme .
Sie
be-
zieh
sich
nich
au
eine
ü
alle
Ma k eilnehme
gemeinsame
We -
hie a chie.
Die
Ma k eilnehme
genießen
wechselsei ig
ökonomische
Vo eile
jeweils
om
S andpunk
ih e
eigenen
Zwecke.
We bewe b
is
also ökonomisch
o eilha ,
e
se z
abe
keine
einhei liche
ü
alle
Ma k eilnehme
e bindliche
sogenann e
ökonomische
Ziel unk ion
o aus.
Ohne
eine
einhei liche
Rango dnung
de
Zwecke
kann
es
abe
auch
kein
Maß
ü
die
G öße
des
Gesam e gebnisses
geben.
Die
Vo -
eilha igkei
is
hie
keine
im
Sinne
bes imm e
ökonomische
Ma k -
esul a e,
sonde n
sie
besag ,
daß
We bewe b
o eilha
is ,
weil
e
ü
alle
Ma k eilnehme
die
genann en
Vo eile
bie e .
b)
Obe indi iduelle
Vo eile
Wenn
es
heiß ,
de
We bewe b
we de
wegen
seine
gesam wi -
scha lichen
Funk ionen
ode
aus
gesam wi scha lichen
In e essen
gewünsch ,
ha
ökonomische
Vo eilha igkei
jedoch
in
de
Regel
einen
ande en
Inhal .
Es
liegen
ande sa ige
We p ämissen
zug unde.
Beispielsweise
besag
de
so
ha mlos
e scheinende
Te minus
"Funk-
ion"
zunächs
lediglich,
daß
de
We bewe b
i gend
e was
"leis e ".
Abe
es
wi d
dem
Te minus
Funk ion
zugleich
ein
eleologische
Sinn
beigegeben,
wobei
die
Volkswi scha
als
an h opomo phis isches
Gebilde,
als
eine
übe pe sönliche
Einhei
angesehen
wi d.
Und
es
wi d
da on
ausgegangen,
daß
diese
als
eine
A
Einzelwi scha
ode
als
Wi scha ssubjek
au ge aß e
Volkswi scha
eigene
Zwecke
und
Ziele
se z ,
zu
de en
Ve wi klichung
de
We bewe b
als
Ins umen
16
Nu
in
diesem
Sinne
kann
J.
M. Cla k
e s anden
we den,
wenn
e
ü
das
4.
Kapi el
seines
"Compe i ion
as
aDynamie
P ocess"
(The
B ookings
Ins i u ion,
Washing on
1961, S. 63),
in
dem
e
die
Ziele
de
We bewe bspoli-
ik
besch eib ,
olgende
übe sch i
wähl :
"Wha
do
we
wan
compe i ion
o
do
o
us?"
2*
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
20
E ich Hoppmann
eingese z
we den
soll.
De
We bewe b
nimm
dann
Funk ionen
ü
eine
de a ige
als
übe pe sönliches
Wesen
e s andene
Volkswi scha
wah ,
und
da in
sieh
man
seine
poli ische
Rech e igung.
Bei
eine
solchen
Deu ung
wi d
de
We bewe b
als
Funk ionsmechanismus
e -
s anden,
e
dien
ökonomischen
Zwecken
eine
übe pe sönlichen
We-
senhei .
Ökonomische
Vo eilha igkei
wi d
hie
om
S andpunk
eine
übe pe sönlichen
sogenann en
olkswi scha lichen
Ziel unk ion
he
e s anden.
Jede
Neu o mulie ung
diese
Ziel unk ion
kann
dem
We -
bewe bsbeg i
einen
neuen
Inhal
geben
17
•
Die
gleichen
We se zungen
liegen
in
de
Regel
auch
de
Au assung
zug unde,
We bewe b
sei
eine
sogenann e
Ins i u ion
de
Volkswi scha
ode
e
sei
ein
sogenann es
wi scha spoli isches
Ins umen .
111.
Das
P oblem de Zielkompa ibili ä
Das
P oblem
de
Zielkompa ibili ä
s ell
sich
nu
inne halb
de
axiologischen
Zielbes immung.
De
heo e ischen
We bewe bspoli ik
sind
die
beiden
Ziel
komplexe
o gegeben.
Sie
ha
zu
analysie en,
wel-
che
Ges al ung
de
Ma k p ozesse
die
e schiedenen
Ziele
zu
e wi k-
lichen
in
de
Lage
is .
Dabei
is
die
Kompa ibili ä s age
zweimal
zu
behandeln,
weil
es
zwei
e schiedene
Beg i sinhal e
de
ökonomischen
Vo eilha igkei
gib .
1.
We bewe bs eihei
und
indi iduelle
Vo eile
De
aus
We bewe bs eihei
esul ie ende
ma k wi scha liche
Ko-
o dinie ungsp ozeß
lie e
den
Ma k eilnehme n
ezip ok
indi iduelle
ökonomische
Vo eile.
Scha ung
neue
Gü e ,
neue
P oduk ions e -
ah en,
neue
o ganisa o isch-ökonomische
Ein ich ungen,
neue
Mä k e
usw.
se z
F eihei
zu
Ini ia i e
und
zum
Vo s oß
o aus.
Aus
17
Ein
Ve e e
diese Au assung o mulie es wie olg : "Als le z e
Be-
zugsg öße
ü
eine Gewich ung
de
We bewe bs unk ionen
un e einande
komm
nu
de
wi scha liche
Wohls and
de
Gesam be ölke ung des
be-
e enden
Wi scha sgebie es
in
Be ach .
Da
die Au s ellung eine
exak en
Wohl ah s unk ion bishe
imme
geschei e is ,
läß
sich dabei
de
Beg i
,Wohls and'
nu
un e
Hinweis
au
den allgemeinen Sp achgeb auch
in e p e-
ie en.
E
wi d
in
diesem Zusammenhang so zu e s ehen sein,
daß
e
die
wich igs en wi scha spoli ischen Ziele, die zwischen den g oßen poli ischen
Pa eien
pa lamen a ische
Indus ies aa en
unums i en
sind,
um aß "
(Kan zenbach,
E.: Die Funk ions ähigkei des We bewe bs, Gö ingen
1966,
S.
130/1).
Es sei es gehal en, daß
de
E sa z eine
"exak en
Wohl ah s unk-
ion" du ch
den
Wohl ah sbeg i des "allgemeinen Sp achgeb auchs" den
Fo malismus des wohl ah sökonomischen Ansa zes noch nich beheb . Die
au
einem solchen Ansa z ußenden we bewe bspoli ischen Ra schläge sind
eine
Ökonomismus, ode besse Pseudo-Ökonomismus,
und
keine Poli ische
Ökonomie ( gl.
Albe ,
H.: Poli ische Ökonomie
und
a ionale Poli ik,
in:
Theo e ische
und
ins i u ionelle G undlagen
de
Wi scha spoli ik, a.a.O.,
S.59-87).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
pmk ikablen
De ini ion
des
We bewe bs
21
diese
F eihei
olg ,
daß
konse a i e
und
immobile
Konku en en
be-
d oh
und
gezwungen
we den,
sich
nach olgend
anzupassen.
Fe ne
se z
die
Ausb ei ung
des
ökonomischen
Fo sch i s
die
F eihei
zu
Nach olge,
zu
Imi a ion
o aus.
So e n
ein
"spi i
o
compe i ion"
be-
s eh ,
ha
We bewe bs eihei
indi iduelle
ökonomische
We bewe bs-
o eile
zu
Folge.
Eine
gemeinsame
We hie a chie
zu
Beu eilung
de
indi iduellen
Vo eile
gib
es
nich .
Es
läß
sich
nu
sagen,
daß
We bewe b
ü
alle
o eilha
is .
We bewe bs eihei
is
also
Vo ausse zung
ü
eine
so
e s andene
ökonomische
Vo eilha igkei .
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eilha igkei
sind
zwei
Aspek e
desselben
we be-
we blichen
P ozesses,
sie
sind
zwei
Sei en
de selben
Medaille.
Deshalb
kann
es
keine
Al e na i e,
keinen
Kon lik
und
kein
P oblem
de
Vo -
angigkei
zwischen
beiden
Zielen
geben.
Es
is
einsei ig
und
i e üh-
end,
wenn
man
glaub ,
einen
diese
Aspek e
ganz
ode
eilweise
e -
nachlässigen
zu
können.
(Die
Au assungen
on
de
P ädominanz
eines
diese
beiden
Aspek e
e klä en
sich
mögliche weise
aus
einem
isolie -
en
Nebeneinande
de
ech swissenscha lichen
und
wi scha swissen-
scha lichen Disziplinen,
das
leide
wei
e b ei e
is .
Es
en sp ich
je-
doch
bei
diesem
P oblem
nich
den
sachlichen
Gegebenhei en,
eine
solche
G enze
zwischen
ihnen
zu
ziehen.)
Auch
wenn
man
We bewe bspoli ik
dami
beg ünde ,
daß
man
ledig-
lich
den
u sp ünglichen
menschlichen
T ieb,
symbolisie
du ch
die
gö liche
"gu e
E is",
auch
im
Be eich
de
Wi scha
bejahe,
so
ge-
schieh
das
eben alls
aus
G ünden
de
ökonomischen
Ve nun .
Die
sich
in
we bewe blichen
Ma k p ozessen
ollziehende
Koo dinie ung
en -
sp ich
nich
nu
diesem
u sp ünglichen
menschlichen
S eben,
sonde n
die
Ma k eilnehme
e zielen
ezip ok
du ch
eine
de a ige
Ges al ung
de
Ma k p ozesse
auch
ökonomische Vo eile.
De
We bewe b
is
-
im
Gegensa z
zu
dem
du ch
die
Gö in
"böse
E is"
symbolisie en
Kamp
und
S ei
-
geeigne ,
den
Menschen
bei
ih e
wi scha lichen
Tä igkei
zu
hel en.
Die
Menschen
können
du ch
Be eiligung
am
We -
bewe b
ih
Ve häl nis
zu
Wel
de
knappen
Gü e
e besse n.
E hal-
ung
des
wi scha lichen
We bewe bs
is
ökonomisch
e nün ig.
In-
so e n
sind
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eilha igkei
nich
zwei
unabhängige
We se zungen,
sonde n
ein
einhei liche
We -
komplex.
Die
wi scha spoli ische
Zielse zung,
we bewe bliche
Ma k -
p ozesse
zu
ealisie en,
um aß
beides
zugleich,
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eilha igkei ,
in
dem
Sinne,
daß
sie
ezip ok
in-
di iduelle
Vo eile
lie e n.
Das
P oblem
de
Zielkompa ibili ä
auch
nich
au .
Denn
es
handel
sich
um
zwei
Aspek e
eine
We -Gesam -
hei
und
nich
um
e schiedene
Ziele.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
22
E ich Hoppmann
Es
inden sich jedoch
in
de
Li e a u
imme
wiede
Hinweise
au
Beispiele,
in
denen
die
Zielse zungen
We bewe bs eihei
und
ökono-
mische
Vo eilha igkei
angeblich
in
Kon lik
ge a en.
Es
handel
sich
um
Fälle
wie
e wa
wei eichende
economies o scale,
die
in
dem
be-
e enden
Wi scha szweig
eine
Monopols eIlung unausweichlich
ma-
chen,
ode
um
ba ie s
o exi ,
die
e wa
in
de
Landwi scha
ode
im
Einzelhandel
die
Ve d ängung
subma ginale
Un e nehmen
e hinde n,
ode
um
die
Fälle
de
sogenann en
Lei ungsmonopole
und
ande e.
Im
Fall
de
economies o scale
und
de
Lei ungsmonopole
könne
man
die
ökonomischen
Vo eile
nu
e zielen,
wenn
man
Ma k nach
akzep ie .
Im
Fall
de
ba ie s
o
exi
üh e
de
We bewe b
zu
Übe se zung
des
be e enden
Wi scha szweiges
mi
unwi scha lich
a bei enden
Be-
ieben
.
Da aus
ha
man
ge olge , es
könne
gelegen lich
zu
einem
Di-
lemma
zwischen
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eilha ig-
kei
kommen.
Dieses
Dilemma
is
jedoch
nu
scheinba .
In
den
genann-
en
Beispielen
handel
es sich
um
Fälle,
in
denen
ü
einige
Ma k eil-
nehme
die
We bewe bs eihei
zuguns en
ande e
unangemessen
ein-
gesch änk
is . Economies o scale
und
Lei ungsmonopole
e scha en
"übe mäßige"
Ma k nach .
Ba ie s
o
exi
besch änken
die
F eihei
de
Pionie un e nehme
"unangemessen".
So e n
diese
Fak o en
nich
au
ein
angemessenes
Maß
eduzie
we den
können,
handel
es sich
um
Wi scha sbe eiche,
in
denen
We bewe b
"nich
möglich" is .
Es
handel
sich also
nich
um
ein
Dilemma
zwischen
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eilha igkei ,
sonde n
um
Fälle
nich
möglichen
We bewe bs.
In
de a igen
Ma k p ozessen
ehlen
neben
de
We -
bewe bs eihei
auch
die
ezip oken
indi iduellen
ökonomischen
Vo -
eile.
2.
We
b
ewe
b s e i h e i
und
übe indi iduelle
ökonomische
Vo eile
Ande s
s ell
sich
die
F age
de
Zielkompa ibili ä ,
wenn
man
We -
bewe b
als
Ins umen
ü
übe pe sönliche
ökonomische Zwecke
an-
sieh .
Eine
de a
in e p e ie e
ökonomische
Vo eilha igkei
eine -
sei s
und
We bewe bs eihei
and e sei s
sind
zwei
e schiedene
Ziel-
komplexe.
Zwischen
diesen
Zielen
bes eh
nich
no wendige weise
Ha -
monie.
We bewe b
wi d
hie
als
selbs ändige
Gegens and,
als
poli ische
Ins i u ion
ode
als
poli isches
Ins umen
angesehen. Als solche
s eh
e
ganz
ode
eilweise
auße halb
de
konk e en
Beziehungen
de
We -
bewe be
zueinande
ode
übe
ihnen
und
wi d
on
diesen
beg i lich
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
p ,ak ikablen
De mi ion
des
We bewe bs
23
abge enn
18•
Gib
man
dem
We bewe b
einen
de a igen
Inhal ,
so
kons uie
man
ein
ideales
Scheingebilde:
Die
We bewe be
we den
dann
als
Funk ions äge
gedeu e ;
indem
sie
We bewe b
eiben,
e -
üllen
sie
einen
übe pe sönlichen
Zweck.
Somi
wi d
de
We bewe b
als
abs ak e
Gegens and,
als
ideales, inales,
"objek i es",
o males
ode
sons
abs ak es
Ve nun -
ode
Willensgebilde,
als
appa a i es
Zweckge üge
ode
als
s aa liche
ode
sons ige
ö en liche
Ein ich ung
gedeu e .
Da
de
in
eine
solchen Weise eleologisch
in e p e ie e
und
ins i u ionell
objek i ie e
We bewe b
i eal
und
lee
is ,
können
die
da an
geknüp en
Zwecke,
Inhal e
und
no ma i en
Folge ungen
meh
ode
wenige
willkü lich
abgeände
ode
ausge ausch
we den.
Sobald
man
ihn
on
den
konk e en
Beziehungen
de
We bewe be
zueinande
abgelös
ha ,
gib
es
da in
kaum
noch G enzen.
De
Zielse zung
We bewe bs eihei
wide sp ich
es,
die
We be-
we be
als
in
ein
appa a i es
Zweckge üge
eingeo dne e
Lebewesen
an-
zusehen.
Mi
de
We se zung
We bewe bs eihei
wi d
es
abgelehn ,
die
We bewe be
als
Funk ions äge
zu
behandeln.
Die
We bewe be
dienen,
indem
sie
We bewe b
eiben,
ezip ok
lediglich
ih en
eigenen,
ei
gewähl en
Zielen
und
Zwecken,
nich
jedoch
e üllen
sie solche
abs ak e ,
übe pe sönliche
A .
Es
is
denkunmöglich,
sich
au
den
S andpunk
zu
s ellen,
die
We bewe be
e üllen,
indem
sie
We be-
we b
eiben,
einen
übe pe sönlichen
ökonomischen
Zweck
und
zugleich
zu be onen,
die
We bewe be
dienen
lediglich
ih en
eigenen,
ei
ge-
wähl en
Zwecken.
Deu e
man
We bewe b
als
Ins umen
ü
übe pe sönliche
ökono-
mische Zwecke, so
wide sp echen
sich
die
den
beiden
Zielkomplexen
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eilha igkei
zug unde
lie-
genden
We se zungen.
Man
muß
sich en scheiden, ob
man
We be-
we bs eihei
ode
i gend
wie
de inie e
übe pe sönliche
ökonomische
Vo eile
wünsch .
En scheide
man
sich
ü
le z e e,
so
lehn
man
es
p inzipiell
ab,
We bewe b
als
olkswi scha lichen
Koo dinie ungs-
p ozeß
zu
wünschen.
Un e
We bewe b
e s eh
man
dann
lediglich
eine
psychologische Technik,
die
in
den
Diens
bes imm e
ökonomi-
sche Ziele
ges ell
wi d.
Deshalb
kann
ein
solche
We bewe b
dann
als
"sozialis ische
We bewe b"
den
Zwecken
eines
kommunis ischen
18
Diese
Deu ung
is
man
sich
seh
wohl
bewuß .
Vgl.
e wa
W.
Benisch,
de
den
Hinweis
on
R.
Lukes,
o
Besch änkungen
könn en
beg i lich
nu
Pe sonen
geschü z
we den,
mi
olgendem
Hinweis
abweh :
"Auch
wi -
scha liche
Vo gänge
wie
de
Ablau
des
Ma k mechanismus
sind
beg i lich
eine
Besch änkung
ähig.
Wenn
solche
Vo gänge
auch
le z en
Endes
au
eine
Vielzahl
on
pe sönlichen
Beschlüssen
be uhen,
komm
de
Einzelen -
scheidung
hie
nu
die
Bedeu ung
eines
anonymen
Elemen s
im
olkswi -
scha lichen
P ozeß
zu"
(Ka ell ech
und
Schu z
de
indi iduellen
F eihei ,
in:
Wi scha
und
We bewe b,
Jg.
11/1961, S. 766).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
30
E ich
Hoppmann
de
Möglichkei en
bie e
und
Chancen
e ö ne .
E
is
ein
Such-,
Le n-
und
In o ma ionsp ozeß.
Das
Po en ial
läß
sich
nich
de inie en, es sol-
len
lediglich
Chancen
und
Möglichkei en
o engehal en
we den.
Wegen
de
"O enhei
des geschich lichen P ozesses"36
is
es
nich
möglich,
jene
Ma k p ozesse,
in
denen
sich
We bewe bs eihei
und
ökonomische
Vo eilha igkei
mani es ie en,
posi i
in
ih en
Zusammenhängen
und
E gebnissen
im
einzelnen
p ak ikabel
zu besch eiben.
Es
is
also
selbs
das
neu
es e
und
mode ns e
Modell
we bewe bliche
Ma k p ozesse
zu
De ini ion des
als
wi scha spoli ische
No m
ge-
wünsch en
We bewe bs
nich
hin eichend.
Es
sei
denn,
wi
wü den
auch
säm liche
zukün igen
Modelle
de
We bewe bs heo ie,
die
un-
se e
Einsich en
in
das
Wi ken
we bewe bliche
P ozesse
wah schein-
lich
wei e
e ie en
we den,
kennen.
Dazu
müß en
wi
abe
übe
ein
Modell
alle
möglichen
we bewe bs-
und
p eis heo e ischen
Modelle
e ügen.
Das
wü de
jedoch
genaue
Kenn nis
o ausse zen, welche
A
on
We bewe bsp ozessen
und
ökonomischen
Vo eilen
noch
en s ehen
we den.
"Wenn
wi
nämlich
...
den
We bewe b
als
eine
A
En -
deckungs e ah en
zu
Nu zung
on
zunächs
unbekann en
Ums änden
be ach en,
so olg
da aus,
daß
wi
die
Leis ungen
des
We bewe bs
zwa
an
kons uie en
hypo he ischen
Modellen
demons ie en,
abe
die
Theo ie
g undsä zlich
nie
an
jenen
Fällen
nachp ü en
können,
an
denen
sie
p ak isch
allein
in e essan
is .
Denn
um
es zus ellen, ob
de
We -
bewe b
in
de
Wi klichkei
zu
eine
solchen
Nu zung
on
Kenn nissen
üh ,
die
ohne
ihn
nich
genu z
wü den,
müß e
zumindes
de
die
Theo ie
nachp ü ende
Wissenscha le dieses Wissen schon besi zen,
und
dann
b auch en
wi
den
We bewe b
nich
meh ,
um
es
zu
nu -
zen
37
." Die
Ma k -,
P eis-
und
We bewe bs heo ie
kann
uns
also
kein
Modell
lie e n,
das
die
No m
de
We bewe bspoli ik
p ak ikabel
be-
sch eib .
We bewe bliche
Ma k p ozesse
können
lediglich allgemein,
und
zwa
nu
mi
Hil e
de
We bewe bs eihei
gekennzeichne
we -
den
38
•
Deshalb
s ell
sich die
F age,
wie
die
We bewe bs eihei
p ak i-
kabel
de inie
we den
kann.
3e
MüHe -A mack,
A.:
En wicklungsgese ze
des
Kapi alismus,
Be lin
1932,
S. 134. Vgl.
auch
Wa in,
Ch.:
Ökonomische
En wicklungsgese ze,
in:
Bei äge
zu
O dnung
on
Wi scha
und
Gesellscha ,
Wi scha spoli ische
Ch onik,
h sg.
om
Ins i u
ü
Wi scha spoli ik
an
de
Uni e si ä
zu
Köln,
1966,
S.
67
.
37
.
Hayek,
F.
A.:
Rech so dnung
und
Handelso dnung,
in:
Zu
Einhei
de
Rech s-
und
S aa swissenscha en,
Ka ls uhe
1967, S. 203/4.
38
W.
Webe
schläg
o ,
We bewe b
zu
de inie en
als
"Chance,
sich
gegen-
sei ig
im
Wi scha se olg
zu
beein lussen,
indem
man
du ch
Inaussich s el-
len
möglichs
güns ige
Geschä sbedingungen
nach
Geschä s e bindung
mi
D i en
ach e "
(We bewe bs ech liche
P obleme
de
Eu opäischen
In eg a-
ion,
Wien
1964, S. 13).
Diese
Ansa zpunk
schein
mi
dem
hie
Vo ge age-
nen
wei gehend
übe einzus immen.
Alle dings
is
die
"Chance"
bzw.
We -
bewe bs eihei
eine
Vo ausse zung
ü
We bewe b
und
nich
mi
ihm
iden-
isch.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem eine pmk ik;a bIen De ini ion
des
We bewe bs 31
11.
Besch änkungen de We bewe bs eihei
als
Ansa zpunk ü we bewe bspoli ische Maßnahmen
We bewe bs eihei
is
ela i e
F eihei
im
Rahmen
de
Ma k p o-
zesse.
Jedoch
geh
es
in
de
We bewe bspoli ik
nich
um
F eihei
im
Sinne
eine
P inzipiene klä ung,
sonde n
um
die
F age
des
konk e en
F eihei sspiel aumes:
wie iel,
ü
wen,
ü
was?
Um
diese
Spiel äume
no ma i
zu
de inie en,
müß e
man
sagen,
wo,
wie
und
in
welchem
Ausmaß
jedem
We bewe bs eihei
zus eh .
Von
ju is ische
Sei e
wi d
da au
hingewiesen,
daß
ü
die
Ve ei-
lung
de
F eihei sbe eiche
nu
de
Gleichhei sg undsa z
in
Be ach
kommen
könne.
We bewe bs eihei
sei
demnach
"gleichhei sgebun-
dene
wi scha liche
F eihei "39.
In
de
Ta
bie e
das
Gleichhei sp inzip
einen
p inzipiellen
O ien ie ungspunk ,
doch
hil
es
bei
de
p ak i-
kablen
Ausges al ung
des
Beg i s
We bewe bs eihei
nich
iel
wei-
e .
Denn
We bewe bs eihei
kann
nich
s a isch
gesehen
we den.
Du ch
die
aus
de
F eihei
esul ie enden
Ma k p ozesse
we den
die
ela i en
F eihei sbe eiche
imme
wiede
e ände .
In
welche
Weise
sich
die
F eihei sbe eiche
im
his o ischen
Ma k p ozeß
e schieben,
is
Aus luß
eben
diese
F eihei
und
ungewiß.
"Gleichhei sgebundene
wi -
scha liche
F eihei "
läß
sich
deshalb
nich
p ak ikabel
de inie en.
Es
is
also
nich
möglich,
posi i
im
einzelnen
zu
besch eiben,
welche
ela i en
F eihei sspiel äume
zu
E hal ung
des
gewünsch en
we be-
we blichen
Koo dinie ungsp ozesses
no wendig
sind.
De
Be eich,
in-
ne halb
dessen
sich
die
ela i en
F eihei sbe eiche
e schieben
können,
ohne
in
Kon lik
mi
de
we bewe bspoli ischen
Zielse zung
zu
kom-
men,
is
ela i
g oß.
Zu
No ma i ie ung
de
We bewe bs eihei
bleib
deshalb
nu
die
Möglichkei
eine
indi ek en
De ini ion,
indem
man
p äzisie ,
wann
die
We bewe bs eihei
übe
Gebüh
besch änk
is , d. h.
wann
ungebüh liche
Ma k nach
(undue
ma ke
powe )
o -
handen
is
40•
Hie ü
gil
es
K i e ien
zu
inden.
Bishe
haben
sich
o enba
olgende
Anknüp ungspunk e
als
b auchba
e wiesen.
1.
Die
e schiedenen
U sachen
de
F eihei sbesch änkung
In
de
Poli ischen
Ökonomie
p leg e
man
zwischen
"na ü lichen"
und
"küns lichen"
Monopolen
zu
un e scheiden
41•
Da
Monopol
und
We be-
3D
Vgl.
Biedenkop ,
K.
H.: F eihei liche O dnung du ch Ka ell e bo . Vom
Sinn eines Gese zes gegen We bewe bsbesch änkungen, in: Ak uelle
G und-
sa z agen des Ka ell ech s, Heidelbe g 1957,
S.
30
.
40
Vgl.
Edwa ds,
C.
D.: a.a.O.,
S.
1
.
41
Vgl.
Machlup,
F.: A ikel "Monopol", in: HdSw, Bd.
7,
S.
432.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
32
E ich Hoppmann
we b
hie
als
Ko ela i beg i e
geb auch
we den
42,
läß
sich
diese
Un e scheidung
auch
ü
die
Einsch änkung
de
We bewe bs eihei
e wenden.
Es
sollen
demnach
zwei
Typen
un e schieden
we den:
na-
ü liche
und
küns liche
Einsch änkungen
de
We bewe bs eihei .
(F.
Machlup
ha
diese
beiden
Typen
olge ich ig
auch
au
das
P oblem
des
Pleiopols
angewende
43•
Nach
ihm
lieg
ollkommenes
Pleiopol
o ,
wenn
keine
küns lichen
bzw.
willkü lichen
Zu i ssch anken
o han-
den
sind.)
Die
Un e scheidung
in
na ü liche
und
küns liche
(willkü liche)
Ein-
sch änkungen
bezieh
sich
au
die
U sachen
de
Besch änkung.
Sie
an -
wo e
au
die
F age,
wie
F eihei seinsch änkungen
du ch
wi scha s-
poli ische
Maßnahmen
beein luß
we den
können.
Küns liche
(willkü -
liche)
Einsch änkungen
sind
du ch
s aa liche
ode
un e nehme ische
P ak iken
e u sach .
Die
G enze
zwischen
küns lichen
und
na ü lichen
Einsch änkungen
läß
sich jedoch
nu
ziehen
om
S andpunk
des
Ein-
eilungsk i e iums.
Willkü liche
Einsch änkungen
be uhen
au
solchen
s aa lichen
ode
un e nehme ischen
P ak iken,
die
e en uell
ückgängig
gemach
ode
e hinde
we den
können.
So
sag
beispielsweise
F.
Machlup:
"Ein
Monopol soll
als
küns lich
gel en,
wenn
man
sich
s aa -
liche
ode
p i a e
Ak ionen
denken
kann,
du ch
die
eine
bes ehende
wi ksame
Sch anke
gegen
den
We bewe b
besei ig
we den
könn e
44
."
Die
De ini ion
de
G enze
implizie
deshalb
auch
ein
We u eil.
Im
Hinblick
au
diese
e schiedenen
U sachen
de
Einsch änkungen
is
es
in
de
heo e ischen
We bewe bspoli ik
üblich,
die
we bewe bs-
poli ischen
Maßnahmen
in
G uppen
zusammenzu assen,
so
daß
sich
e -
schiedene
"Sek o en"
de We bewe bspoli ik
e geben:
E s ens
muß
man
sich
we bewe bspoli isch
mi
denjenigen
P oblemen
be assen,
die
du ch
na ü liche
Einsch änkungen
de
We bewe bs eihei
en s ehen.
Sind
sie
g a ie end
und
e möglichen
in
bes imm en
Be eichen
eine
nich
ole ie ba e
Ma k nach ,
dann
is
We bewe b
"nich
möglich".
Hie
handel
es
sich
um
Ausnahmebe eiche,
die
eine
"Ausnahme ege-
lung"
zu
un e s ellen
sind
45•
Zwei ens
muß
man
sich
küns lichen
(will-
kü lichen)
Einsch änkungen
de
We bewe bs eihei
widmen.
Sowei
sie
au
Un e nehme p ak iken
zu ückzu üh en
sind,
aß
man
die
zu
ih e
Besei igung
bes imm en
Maßnahmen
im
Sek o
"An imonopol-
poli ik"
zusammen.
Man
sp ich
auch
on
An i us poli ik,
An ika ell-
42 Vgl. Röpke, W.: A ikel "We bewe b (II), Ideengeschich e
und
o dnungs-
poli ische S ellung", in: HdSw, Bd.
12,
S.31.
43 Vgl. Ma.chlup, F.: A ikel "We bewe b (III), Wi scha s heo e is·che Be-
ach ung", in: HdSw, Bd.
12,
S.
42:
"Eine e nün ige Beg i sbes immung
un e scheide zwischen na ü lichen
und
willkü lichen Hinde nissen
und
an-
e kenn
nu
die le z e en als Einsch änkung des eien Zu i s
neue
Be-
we be ."
44
Machlup,
F.: A ikel "Monopol", a.a.O.,
S.
432.
45 Siehe oben, Anm.
3.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
p ak ikablen
De ini ion
des
We bewe bs 33
poli ik
ode
on
Maßnahmen
gegen
es ie i e
ade
p ae iees.
So e n
küns liche
Einsch änkungen
de
We bewe bs eihei
du ch
den
S aa
e u sach
we den,
bes eh We bewe bspoli ik
in
de
Un e lassung
die-
se
küns lich
Ma k nach
e scha enden
s aa lichen
Besch änkungen.
Auch
bei
sons igen
küns lichen
Hemmnissen
sind
om
S andpunk
de
we bewe bspoli ischen
Zielse zungen
Maßnahmen
indizie ,
die
man
zusammen assend
als
den
Sek o
eine
"We bewe bs ö de ungspoli ik"
bezeichnen
kannMI.
Die
olgenden
Übe legungen
sind
o wiegend
au
den
Sek o
An i-
monopolpoli ik
zugeschni en.
Sie
gel en
zwa
g undsä zlich
auch
ü
die
We bewe bs ö de ungspoli ik,
ü
die
Ges al ung
de
Ausnahme-
be eiche
und
die
Un e lassung
s aa liche
We bewe bsbesch änkungen.
Bei
eine
wei e gehenden
Diskussion
de
zule z
genann en
Sek o en
wä en
jedoch
zusä zliche
P obleme
zu
be ücksich igen.
2.
Die
z w e i G
un
d
yp
end
e
F
eih
ei
sei
ns
eh
än
k u
ng
en
Man
p leg
eine
doppel e
F eihei
zu
un e scheiden,
eine
äuße e
und
eine
inne e:
"Die
e s e e
bedeu e
das
F eisein
on
äuße em
Zwang.
F ei
in
diesem
Sinne
bin
ich,
wenn
ich
an
de
Aus üh ung
meine
En -
schlüsse
du ch
nich s
gehinde
we de.
Diese
F eihei
is
somi
eine
48 Diese Un e scheidungen sind
in
de
heo e ischen We bewe bspoli ik
be-
ei s üblich, lediglich die Te minologie is nich einhellig. K. Schille
bei-
spielsweise un e scheide
in
"ak i e"
und
" eak i e"
We bewe bspoli ik (A -
ikel "Wi scha spoli ik",
in:
HdSw, Bd.
12,
S.
215).
Man sp ich auch
on
"posi i en"
und
"nega i en" we bewe bspoli ischen Maßnahmen.
De
Wis-
senscha liche Bei a
beim
Bundeswi scha sminis e ium
e läu e
die
We -
bewe bspoli ik wie olg : "Au gabe diese
Poli ik
und
de
Gese zgebung
is
dahe , den We bewe b zu
ö de n
und
gegen Besch änkungen
und
Ve äl-
schungen
zu
siche n." Diese beiden Be eiche
de
We bewe bspoli ik
we den
wie olg de inie : "E s ens,
um
de
pe sönlichen
F eihei
einen möglichs
g oßen
Spiel aum
zu gewäh en, soll e
de
We bewe b
übe all
da
du chge-
se z we den, wo es die
A
de
gesellscha lichen Au gaben
übe haup
zu-
läß . Zwei ens:
Um
zu
e meiden, daß die Chancen
und
Risiken, die
mi
de
F eihei
und
dem
We bewe b
e bunden
sind,
zu
Begüns igung
ode
Be-
nach eiligung einzelne
G uppen
üh en,
muß
de
We bewe b
in
allen
Wi -
scha sbe eichen gegen die
Ge ah
geschü z we den, Ve mach ungs endenzen
zu e liegen" (Gu ach en des Wissenscha lichen
Bei a s
beim
BWM om
23.
6.
1962,
I, Zi . 2
und
Zi .
4).
In
de
Diskussion meines Re e a s
wu de
da au
hingewiesen, daß
We -
bewe bs eihei lediglich
einen
Spiel aum
de
möglichen Ak ionen es lege,
die Anwendung
de
F eihei
abe
nich
e zwungen
we de.
Da an
anschlie-
ßend
wu de
die
F age
ges ell , ob We bewe bspoli ik nich auch
au
eine
s ä ke e
Anwendung
de
F eihei
hina bei en
soll e. Diese
F age
is
jedoch
nich zu e end ges ell .
F eihei
zu We bewe b
um aß
auch die F eihei ,
we bewe bliche
Handlungen
zu un e lassen. Wi scha spoli isch
ausgeüb e
Zwang, We bewe bs eihei
in
bes imm e
Weise zu nu zen,
wide sp ich
de
we bewe bspoli ischen Zielse zung ( gl.
Woll,
A.:
De
We bewe b
im
Einzel-
handel,
Be lin
1964,
S.
40
.).
3
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoll ik
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
34 E ich Hoppmann
F eihei
des
HandeIns.
Wesen lich
da on
e schieden
is
die
inne e
F eihei .
Sie
be i
nich
die
Aus üh ung
meines
Willens
en schlusses,
sonde n
sein
Zus andekommen.
Sie
is
nich
F eihei
des
(äuße en)
HandeIns,
sonde n
des
(inne en)
Wollens.
Sie
bes eh
da in,
daß
de
Mensch
in
seinem
Wollen
nich
bes imm
wi d,
sonde n
sich
selbs
be-
s imm .
Diese
F eihei
bedeu e
also
Selbs bes immung.
F ei
in
diesem
Sinne
bin
ich,
wenn
ich
beim
Zus andekommen
meines
Willensak es
...
mich
so
ode
so
en scheiden
kann
47
."
Diese
beiden
F eihei en
sind
ge-
eigne e
Ansa zpunk e
ü
we bewe bspoli ische
Maßnahmen.
Fü
den
Be eich
de
An imonopalpoli ik
seien
noch
einige
übe legun-
gen
anges ell .
Den
beiden
Typen
de
F eihei sbesch änkung
is
du ch
un e schiedliche
Regeln
Rechnung
zu
agen.
Es
muß
Vo sch i en
ge-
ben,
die
Besch änkungen
de
we bewe bs ele an en
Handlungs eihei
(e wa
du ch
e agliche
Besch änkungen)
e hinde n,
als
auch
Regeln,
die
dem
Schu z
de
En schließungs eihei
(z. B.
An idisk iminie ungs-
egeln
ode
Ve bo e
ü
Ma k mach
e scha ende
Fusionen)
gewidme
sind.
Diese
Sach e hal
wu de
sei
jehe
in
de
p ak ischen
An imono-
polpoli ik
be ücksich ig .
Beispielsweise
bes eh
de
She man
Ac , das
1890
e lassene G undgese z
de
ame ikanischen We bewe bspoli ik, p ak isch aus zwei
Pa ag aphen.
In
Sec. 1
we den
con ac s, combina ions
und
conspi acies e bo en, die
ein
" es ain
o
ade"
da s ellen. (Von We bewe b is
im
She man
Ac nich
die Rede.) Ohne
Pa ne
au
de
Ma k gegensei e
gib
es keinen " ade". Es
handel
sich also nich
nu
um
die gegensei ige Einsch änkung
de
Hand-
lungs eihei
de
am
Ve ag
be eilig en Un e nehmen, sonde n
o
allem
auch
um
die Besch änkung
de
Handlungs eihei D i e ,
d.
h.
o
allem
de
Ma k gegensei e. Deshalb lieg
ein
Ka ell
imme
dann
und
nu
inso e n o ,
wenn
sowohl die be eilig en Ka ellmi gliede als auch -so e n die
Ka ell-
mi gliede keine
quan i e
negligeable sind -die
Ma k eilnehme
de
Ma k -
gegensei e
in
ih e
Handlungs eihei besch änk we den. Es is deshalb nich
ech beg ei lich, daß Au o en, die bei
de
In e p e a ion
des § 1 GWB das
P oblem
de
we bewe bs ele an en Handlungs eihei
au
de
Ma k gegen-
sei e eliminie en, glauben, sich
au
olkswi scha liche E wägungen
s ü zen
zu
können
48•
In
Sec. 2 des
She man
Ac
we den
das monopolizing
und
Ve suche dazu
e bo en. Du ch
Ma k mach
wi d
nich die Handlungs eihei
de
ande en
Ma k pa ne
eingesch änk , sonde n
de en
En schließungs eihei .
Ma k -
mach
bed oh
Konku en en
und/ode
Ma k pa ne
und
sch änk
de en
F eihei , En schlüsse zu assen, ein. Beispielsweise sind
im
Falle
de
dominie-
enden
P eis üh e scha die Mi läu e
in
ih e
Handlungs eihei nich
be-
sch änk . Sie können
dem
dominie enden
P eis üh e
du ch
P eisun e bie-
ung
Ma k an eile
en ziehen. Die Ma k mach des dominie enden
P eis üh e s
47 Hessen,
J.
D.: Leh buch
de
Philosophie,
2.
Band, München
1948,
S.214.
48
R.
Lukes
ha
aus üh lich beg ünde , daß § 1 GWB die indi iduelle
F ei-
hei
D i e
schü ze (De Ka ell e ag,
München-Be lin
1959,
S.
185
.).
W.
Benisch
kons a ie
dagegen "
...
schwe wiegende olkswi scha liche
Be-
denken
...
" (Ka ell ech
und
Schu z
de
indi iduellen F eihei , a.a.O., S.771).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem eine p ak iJm.blen De ini ion
des
We bewe bs
35
is
abe
eine Bed ohung
de
Mi läu e
und
hinde sie, einen solchen
En -
schluß zu assen. Als wei e es Beispiel sei
e wa
ein konglome ale
Un e neh-
menszusammenschluß e wähn : Gene al Dynamies, ein gigan isches
Un e -
nehmen mi ielen Tausenden on Zulie e e n, das ausschließlich
an
die Re-
gie ung
de
USA lie e ,
kau e
eine Ka bidun e nehmung au . Alle
jene
on
den ielen Tausenden Zulie e e n, die on
de
gewal igen Einkau smach
au
Gedeih
und
Ve de b abhängig sind, we den diesen Aspek beim Einkau on
Ka bid nich übe sehen. Sie sind in
ih e
En schließungs eihei , wo
und
zu
welchem P eis sie Ka bid einkau en,
übe
Gebüh besch änk .
Die
Einsch änkung
de
En schließungs eihei
du ch
Bed ohung
e -
o de
noch
einen
Kommen a .
Die
Bed ohung
kann
zwei
U sachen
haben.
Eine
Un e nehmung
kann
du ch
eine
leis ungs ähige e
Un e -
nehmung
bed oh
we den,
wenn
sie
immobil-konse a i
au
dem
ein-
mal
e eich en
S ande
e ha .
Es
handel
sich
um
den
in
de
P eis-
heo ie
als
Ve d ängung
de
G enzbe iebe
analysie en
Sach e hal .
Die
Einsch änkung
de
En schließungs eihei
lieg
hie
im
Rahmen
des
We bewe bs.
Es
handel
sich
um
Sch anken
de
F eihei ,
die
sich
inne halb
eines
we bewe blichen
P ozesses
aus
de
o alen
ökonomi-
schen
In e depenz
e geben.
And e sei s
kann
die
Bed ohung
ih e
U -
sache
in
einem
s a egischen,
au
Ma k mach
be uhenden
Vo eil
ha-
ben,
de
keine
besse e
Leis ungs ähigkei
o ausse zen
muß.
Die
En -
schließungs eihei
wi d
dann
küns lich
ode
willkü lich
du ch
Un e -
nehme
ode
den
S aa
de a
eingesch änk ,
daß
unzu ägliche
Ma k -
mach
en s eh ,
e hal en
bleib
ode
ausgedehn
wi d.
(Als
Beispiel
sei
au
den
Fall
hingewiesen,
daß
P oc e
&
Gamble,
de
g öß e
ame ika-
nische
Waschmi elkonze n,
Clo ox
au kau .
Clo ox
is
eine
kleine
Un e nehmung,
die
lüssiges
Bleichmi el
p oduzie .
Dami
komm
Clo ox
in
den
Genuß
de
ma k s a egischen
Vo eile,
die
P oc e
&
Gamble
gegenübe
den
Rund unk-
und
Fe nsehgesellscha en
beim
Ein-
kau
on
Reklamesendungen
ha .
Clo ox
e häl
du ch
die
Eingliede-
ung
in
P oc e
&
Gamble
einen
ma k s a egischen
Vo eil
beim
Ein-
kau
on
Sendezei
zu
Reklame,
den
seine
Konku en en
nich
e ei-
chen
können.
Mi
Hil e
des
Ak ionspa ame e s
Reklame
we den
die
Bleichmi elkonku en en
du ch
Clo ox
bed oh ,
wobei
die
Bed ohung
nich
au
besse e
Leis ung
geg ünde
is .
Die
En schließungs eihei
de
Clo ox-Konku en en,
unabhängig
zu
bleiben,
is
je z
eingesch änk .
Sie
we den
e suchen
müssen,
sich
du ch
Anlehnung
an
einen
ande en
G oßen
eben alls
de a ige
ma k s a egische
Vo eile
zu
e scha en.)
Sowohl
ü
die
En schließungs-
als
auch
ü
die
Handlungs eihei
gil ,
daß
es
keine
G enze
zwischen
F eihei
und
Nich -F eihei
gib ,
son-
de n
daß
es
sich
um
eine
F age
des
ela i en
Ausmaßes
handel .
Die
F age,
ob
eine
P ak ik
die
We bewe bs eihei
unangemessen
beein-
äch ig ,
läß
sich
nu
jeweils
im
Rahmen
de
Gesam bewe ung
eines
Ma k p ozesses
o nehmen.
Sie
implizie
ein
We u eil
da übe ,
wie-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
36
E lch
Hoppmann
iel
Besch änkung
on
welche
F eihei
jeweils
noch
om
S andpunk
de
E hal ung
des
we bewe blichen
Ma k p ozesses
ole ie ba
is .
Sie
implizie
abe
auch
eine
P ognose
da übe ,
ob
und
wie
wei
du ch
eine
P ak ik
die
Au ech e hal ung
des
We bewe bs
bed oh
wi d.
111.
Die
"Spiel egeln" de An imonopolpoli ik
Es
müssen
ü
den
Sek o
An imonopolpoli ik
Spiel egeln
gescha en
we den,
dami
die
we bewe bliche
En schließungs-
und
Handlungs ei-
hei
du ch
Un e nehme p ak iken
nich
unangemessen
besch änk
wi d.
Solche
Spiel egeln
können
sich
nu
au
das
Ve hal en
de
We bewe -
be
beziehen.
Aus
de
Zielse zung
We bewe bs eihei
e gib
sich,
daß
den
einzelnen
Ma k eilnehme n
jedoch
nich
posi i
o gesch ieben
we den
kann,
wie
sie
handeln
müssen.
Sie
sollen
ei
sein,
ih e
eigenen
Mi el,
Fähigkei en
und
Kenn nisse
ü
ih e
eigenen,
ei
gewähl en
Zwecke einzuse zen.
Sie
sollen
Chancen
und
Möglichkei en
nu zen
kön-
nen. Es
da
ihnen
nu
o gesch ieben
we den,
daß
sie gewisse
Hand-
lungen
nich
o nehmen
dü en.
Die
Spiel egeln
müssen
also
nega i
o mulie
sein.
Sie
müssen
Handlungen
e bie en,
du ch
die
we be-
we bliche
Handlungs-
und
En schließungs eihei
unangemessen
ein-
gesch änk
wi d
bzw.
eingesch änk
we den
kann
49•
übe
zwei
Ex eme
he sch
einige maßen
Einigkei .
Kein
Ma k eil-
nehme
soll
die
F eihei
haben,
sich
ohne
en sp echende
Ma k leis ung
Mach
zu
e scha en,
um
die
F eihei sbe eiche
ande e
einzusch änken.
(Das
besag
alle dings
nich ,
daß
eine
bes imm e
Ma k leis ung
be ech-
ig , sich
ungebüh liche
Ma k nach
zu
e scha en.)
We bewe bs ei-
hei
is
kein
"F eib ie
ü
Ma k nach ".
And e sei s
um aß
We -
bewe bs eihei
auch
nich
Exis enzschu z
ü
immobile
Un e nehme .
We bewe bs eihei
is
keine
"F eihei
zu
S uk u konse ie ung".
Im
e s en
Fall
wi d
de
F eihei sbe eich
des
Ma k näch igen
zu
wei
ausgedehn ,
weil
die
F eihei
de
Konku en en
und
die
de
Ma k -
gegensei e
in
une wünsch em
Maß
beschni en
wi d.
Im
zwei en
Fall
we den
die
F eihei
de
leis ungs ähigen
Pionie e
und
die
de
Ma k -
49 Vgl.
.
Hayek,
F.
A.:
G undsä ze
eine
libe alen
Gesellscha so dnung,
a.a.O., S.
20.
In
de
Diskussion
meines
Vo ages
wu de
da au
hingewiesen,
daß
die
Konzep ion
de
We bewe bs eihei
au
eine
p i a wi scha lichen
Denk-
weise
be uhe
und
deshalb
p i a ech lich
o ien ie
sei.
Es
s elle
sich
die
F age,
ob
nich
ein
ö en lich- ech liche
Teil
in
die
Konzep ion
einge üh
we den
muß.
Dazu
is
zu
beme ken,
daß
es
sich
zwa
um
die
Idee
de
P i a -
ech sgesellscha
handel
( gl.
Böhm,
F.:
P i a ech sgesellscha
und
Ma k -
wi scha ,
ORDO,
Band
XVII/1966, S.
75-151),
jedoch
die
Einhal ung
de
Spiel egeln
eine
ö en liche
Au gabe
is .
Beispielsweise
is
de
She man
Ac
zugleich
ein
S a gese z,
und
im
deu schen
GWB
gib
es
ein
Bußgeld e -
ah en.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
p ak ikablen
De ini ion
des
We bewe hs
37
gegensei e
une wünsch
eingesch änk .
We bewe bs eihei
schließ
als
ela i e
F eihei
sowohl
den
e s en
als
auch
den
zwei en
Fall
aus.
F ei-
hei
de
einen
soll
beg enz
we den,
um
einen
angemessenen
F eihei s-
spiel aum
ü
ande e
au ech zue hal en.
Jedoch
geh
es
auch
bei
de
Fo mulie ung
on
Spiel egeln
um
die
F age
des
jeweils
konk e en
F eihei sspiel aumes.
Spiel egeln
müssen
also
im
einzelnen
es legen,
du ch
welche
Handlungen
die
We bewe bs-
eihei
unzulässig
eingesch änk
wi d.
Indessen
sind
die
konk e en
Ma k e häl nisse
seh
mannig al ig
und
un o he sehba en
Wandlun-
gen
un e wo en.
Die
Spiel egeln
müssen
abe
uni e sell
anwendba
sein.
Sie
können
demnach
nu
abs ak
und
global
o mulie
we den:
Alle
Handlungen,
die die
We bewe bs eihei
besch änken
bzw.
Ma k -
mach
e scha en,
sind
nich
e laub ,
so e n
die
Ma k mach
unange-
messen (wesen lich,
undue,
un easonable,
subs an ial
ode
ähnliches)50
is . Es
bleib
als
zen ales
P oblem
die
Anwendung
solche
globale ,
abs ak e
Regeln.
D. Die Diagnose
on
Besch änkungen de We bewe bs eihei
In
jedem
konk e en
Fall
muß
gep ü
we den,
ob
gegen
die
abs ak-
en,
globalen
No men
e s oßen
wu de.
Die
P ü ung
ollzieh
sich
in
zwei
Sch i en:
Zue s
is
zu
diagnos izie en,
in
welchem
Ausmaß
Ma k mach
bzw.
Besch änkung
de
We bewe bs eihei
o lieg
und
au
welche
Fak o en
das
zu ückzu üh en
is .
Bejahenden alls
is
an-
schließend
zu
en scheiden, ob
die
diagnos izie e
Ma k mach
unange-
messen
is .
Dazu
benö ig
man
K i e ien,
mi
denen
Ma k mach
und
Unangemessenhei
besch ieben
we den
können.
Es
sollen
hie
lediglich
übe legungen
zum
e s en
P oblem
anges ell
we den.
Dazu
beda
es
eines
Ins umen a iums
"we eie
G und-
beg i e"51,
um
die
zu
Beu eilung
ans ehenden
Ma k p ozesse
o weg
adäqua
zu
besch eiben.
50 Vgl.
e wa
auch
die
übe legungen
on
K.
H.
Biedenkopj,
"
...
daß
sich
.
..
das
P oblem
de
menschlichen
F eihei
und
ih e
Beg enzung
nu
mi
Hil e
on
Gene alklauseln
meis e n
(läß ),
denen
no wendig
das
gleiche
Mo-
men
de
Unsiche hei
innewohn ,
das
de
F eihei
selbs
eigen ümlich
is "
(Ve agliche
We bewe bsbesch änkung
und
Wi scha s e assung,
Heidel-
be g
1958, S. 146).
Vo
allem
siehe
.
Hayek,
F.
A.:
G undsä ze
eine
libe a-
len
Gesellscha so dnung,
a.a.O., S.
17-21.
51 Vgl.
Machlup,
F.:
A ikel
"We bewe b
(III),
Wi scha s heo e ische
Be-
ach ung",
a.a.O., S. 37.
Bei
Machlup
is
Subs i uie ba kei
zwa
ein
"we -
eie
G undbeg i ",
abe
kein
"Aspek "
des
We bewe bsp ozesses.
Subs i-
uie ba kei
is
eine
Vo ausse zung
da ü ,
daß
es
We bewe b
geben
kann.
So
sag
auch
Machlup,
daß
"die
Subs i uie ba kei
eine
unen beh liche
Vo -
ausse zung
ü
den
zwischen
e schiedenen
Anbie e n
und
Nach agenden
bes ehenden
We bewe b"
is .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
38
E ich
Hoppmann
I. Das beg i liche Ins umen a ium
Es
is
nich
e o de lich
und
möglich,
die
Komplexi ä
de
Ma k p o-
zesse
in
ih e
To ali ä
zu
besch eiben,
es
genüg ,
die
ele an en
Aspek e
zu
be ach en
und
zu
kennzeichnen.
Je
nach
de
Be ach ungs-
weise
benö ig
man
ande e
Beg i e.
Deshalb
s ell
sich
die
F age,
wel-
ches
Beg i ssys em
adäqua
is .
Wei
e b ei e
is
ein
Ins umen a ium
on
Beg i en,
das
uns
in
einem
g oßen
Teil
de
wo kable-compe i ion-Li e a u
angebo en
wi d.
In
diese
Li e a u
un e nahm
man
un e
ande em
auch
den
Ve such,
den
sogenann en
unk ions ähigen
We bewe b
p ak ikabel
zu de inie-
en.
Zu
Besch eibung
de
Ma k p ozesse
bilde e
man
Beg i e,
um
Me kmale
de
Ma k s uk u ,
des
Ma k e hal ens
und
des
Ma k -
e gebnisses
(ma ke
pe o mance)
zu
e assen.
In
den
le z en
20
Jah en
ha
sich jedoch
eine
ausgedehn e
Diskussion
übe
die
F age
en wickel ,
was
eigen lich
Ma k s uk u -,
Ma k e hal ens-
und
Ma k e gebnis-
me kmale
sind.
Dabei
is
bishe
übe
die
Eino dnung
einzelne
Me k-
male
in
diese
G uppie ung
du chaus
keine
übe eins immung
gewonnen
wo den.
Teilweise
übe lage n
sie sich,
eilweise
lassen
sie sich
nich
eindeu ig
zuo dnen
52•
Fe ne
e such e
man
zu
analysie en,
wie
Ma k -
s uk u ,
Ma k e hal en
und
Ma k e gebnis
mi einande
e knüp
sind. Auch
hie
haben
die
Un e suchungen
bishe
zu
keinem
be iedi-
genden
E gebnis
ge üh
53•
Die
en sp echenden
Tes s
(ma ke
s uc u e
es ,
ma ke
conduc
es ,
ma ke
pe o mance
es )
sind
Gegens and
de
K i ik,
o
allem
de
Ma k e gebnis es .
K i isie
wi d
auch,
daß
diese
Tes s
keine
K i e ien
zu
Abg enzung
des
ele an en
Ma k es
lie e n.
Die
G ünde
ü
die
Mängel
dieses
beg i lichen
Ins umen a iums
sind
nich
schwe
zu
inden.
Es
kann
seine
He kun
aus
de
P eis-
heo ie
nich
e leugnen.
In
p eis heo e ischen
Modellen
analysie
man,
welche
E gebnisse
bes imm e
Ve hal ensweisen
in
gegebenen
Mä k en
haben.
Jedes
Modell
e aß
on
den
ealen
Ma k p ozessen
-
wenn
übe haup
-lediglich
isolie end
einen
ode
meh e e
Aspek e. Es
wi d
ge ag ,
welche ökonomischen
E gebnisse
ein
bes imm es
Ve hal-
en
in
gegebenen
Mä k en
ha .
Das
p eis-
ode
we bewe bs heo e ische
Modell
gib
An wo en
au
de a ige
spezi ische
F agen.
Die
We be-
we bspoli ik
ha
dagegen
als
Ziel
einen
We bewe b,
in
dem
sich
We -
52 Vgl.
e wa
die
um ang eiche
A bei
on
Sosnick, S . H.:
Con empo a y
No ms
o
Ma ke
S uc u e
and
Beha io .
A
C i ical
App aisal,
Ph.
D.
Dis-
se a ion,
Be keley
1956 (Mic o ilmed
by
he
Lib a y
Pho og .
Se ice
Uni .
o
Cali .).
53
Hie
is
o
allem
die
g oße
Un e suchung
on
J.
S.
Bain
(Indus ial
O -
ganiza ion,
New
Yo k
-
London
1959)
zu
e wähnen.
Die
Analysen
on
Bain,
die
sich
au
20
Wi scha szweige
e s eck en,
e mi eln
zwa
we olle
Ein-
sich en, doch
konn en
auch
sie
keine
eindeu igen
Beziehungen
zwischen
Ma k s uk u ,
Ma k e hal en
und
Ma k e gebnis
au decken.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
p, ak i oablen De ini ion
des
We bewe bs
39
bewe bs eihei
"mani es ie ".
Die
Ma k s uk u en
e ände n
sich
un e
dem
Ein luß
de
we bewe blichen
P ozesse,
die
Ve hal ensweisen
ände n
sich
un e
dem
Ein luß
de
Ma k e gebnisse
und
de
sich
ände nden
S uk u en,
die
Ma k e gebnisse
wiede um
beein lussen
so-
wohl
die
Ve hal ensweisen
als
auch
die
Ma k s uk u en
usw.
Es
kön-
nen
abe
keine
"gegebenen"
Mä k e
und
"gegebenen"
Ve hal ensweisen
un e s ell
we den,
und
es
kann
e ne
nich
un e s ell
we den,
daß
eindeu ig
bes imm e
Ma k e gebnisse
e wachsen.
Vom
S andpunk
de
we bewe bspoli ischen
Ziele
is
es en scheidend,
wie
sich
Ausmaße
und
ela i e
Ve eilung
de
F eihei sbe eiche
im
Ablau
de
Ma k p ozesse
e ände n.
Deshalb
müssen
Ma k s uk u en,
Ma k e hal en
und
Ma k e gebnisse
un e
dem
Aspek
de
We bewe bs eihei
be ach e
we den.
Es
sind
jene
Dimensionen
de
Ma k p ozesse
beg i lich
zu
e -
assen,
die
ü
eine
Beu eilung
om
S andpunk
de
We bewe bs ei-
hei
ele an
sind.
Vom
S andpunk
de
we bewe bspoli ischen
Zielse -
zungen
is
das
Beg i ssys em
Ma k s uk u ,
Ma k e hal en
und
Ma k e gebnis
nich
hin eichend,
wenn
nich
soga
inadäqua .
Nach
den
bishe igen
E ah ungen
de
p ak ischen
We bewe bspoli-
ik,
o
allem
in
den
USA
und
au g und
de
we bewe bs heo e ischen
übe legungen,
wie
sie
in
den
A bei en
e wa
on
C.
D.
Edwa ds,
J.
M.
Cla k,
F i z
Machlup,
C.
Kaysen,
D.
F.
Tu ne
und
ande en
ange-
s ell
we den
54, scheinen
zu
Besch eibung
des
F eihei saspek es
in
den
Ma k p ozessen
olgende
zwei
Ansa zpunk e
besse
geeeigne
zu
sein:
e s ens
de
ba gaining
p ocess,
de
die
Beziehungen
de
beiden
sich
gegenübe liegenden
Ma k sei en
um aß
(e
soll
Aus auschp ozeß
ge-
nann
we den),
und
zwei ens
de
Pa allelp ozeß,
de
das
we bewe b-
54 Vgl. Edwa ds, C. D.:
Main aining
Compe i ion,
a.a.O., S. 9
.
Edwa ds
e wende
niemals
das
s uc u e-conduc -pe o mance-Schema.
Seine
We -
bewe bs o s ellung
uß
au
einem
al e na i e-app oach:
"
...
compe i ion
consis s
in
access
by
buye s
and
seIle s
o
a
subs an ial
numbe
o
al e -
na i es
and
in
hei
abili y
o
ejec
hose
which
a e
ela i ely
unsa is ac-
o y."
J.
M. Cla k
sag :
"A
heo y
o
compe i ion
as
dynamic
p ocess
mus
be
no
a
model
...
" "
...
he
p ocess
includes
ini ia o y
ac ion
by
a i m,
esponses
by
hose
wi h
whom
i
deals,
and
esponses
o
hese
esponses
by
i al
i ms,
o
which
one
should
add
he
subsequen
ejoinde s
o
he
ini ia o s,
plus
any
ac ions
ha
may
be
aken
on
a
basis
o
an icipa ion."
(Compe i ion:
S a ic
Models
and
Dynamic
Aspec s, a.a.O., S. 457). Vgl.
on
J.
M. Cla k
o
allem:
Compe i ion
as
aDynamie
P ocess,
Washing on
D. C.
196!.
F. Machlup
widme
in
seinem
HdSw-A ikel
"We bewe b
(IH)" (Bd. 12,
S.
37
.)
dem
beg i lichen
Ins umen a ium
einen
eigenen
Abschni .
Auch
hie
inde
sich
das
s uc u e-conduc -pe o mance-Schema
nich .
Fü
C. Kaysen & D.
F.
Tu ne
(An i
us
Policy,
a.a.O.)
lieg
kein
We -
bewe b
o ,
wenn
Un e nehmen
übe
ma ke
powe
e ügen
(a.a.O., S.
8).
Die
Beziehungen
zwischen
Ma k s uk u ,
Ma k e hal en
und
Ma k e gebnis
sind
ü
Kaysen!Tu ne
nich
eindeu ig,
sie
e wenden
einen
ma ke
powe
es .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
46
E lch
Hoppmann
En scheidend
is ,
daß
gu e
E gebnisse
du ch
den
We bewe b
e zwun-
gen
sind. Die
Analyse
de
Ma k e gebnisse
is
deshalb
kein
E sa z
ü
den
Tes
de
We bewe bs eihei ,
weil
die
ma ke
pe o mance
du ch
das
Ausmaß
an
We bewe bs eihei
zwa
beein luß , jedoch
nich
"de e minie "
is .
Es
sei
noch
eine
Beme kung
gemach
zu
Anwendung
des
Tes s
de
We bewe bs eihei
im
Rahmen
de
An imonopolpoli ik.
Es
is
also
o ausgese z ,
daß
keine
poli ischen
G ünde,
keine
G ünde
eine
übe -
pe sönlichen
ökonomischen
Ziel unk ion
und
keine
Unmöglichkei
des
We bewe bs
o liegen,
die
dem
be e enden
Wi scha sbe eich,
de
dann
un e
Ausnahme egelung
zu
s ellen
wä e,
zum
Ausnahmebe eich
machen.
Dann
geh
es
imme
um
die
Beu eilung
bes imm e
un e neh-
me ische
Handlungen
und
deshalb
um
die
F age,
wie
sie sich
im
Ma k p ozeß
auswi ken.
Geh
es
um
die
Beu eilung
be ei s
e gange-
ne
Handlungen,
en s eh
das
P oblem
de
Zu echnung
ex
pos .
Gib
es
ein
Ve bo
mi
E laubnis o behaI ,
so
muß
eine
Beu eilung
ex
an e
o genommen
we den.
Es
wi d
dann
eine
P ognose
e o de lich, ob
die
be e ende
Handlung
mi
" easonable
p obabiIi y"65
eine
wesen liche
Besch änkung
de
We bewe bs eihei
bewi ken
wi d.
Es
müssen
also
imme
Auswi kungen
un e nehme ische
Handlungen
en wede
ex
pos
zuge echne
ode
ex
an e
p ognos izie
we den.
Inso e n
is
eine
Ana-
lyse
de
Auswi kungen
un e nehme ischen
HandeIns
no wendig.
Sie
e -
o de
auch
Un e suchung
de
ma ke
pe o mance
oo
und,
da
das
Han-
deln
du ch
die
Ma k s uk u
beein luß
wi d,
de
Ma k s uk u en.
Solche
Un e suchungen
sind
ein
wich iges diagnos isches
Hil smi el
auch
im
Rahmen
de
An imonopolpoli ik.
Jedoch
da
nich
ge olge
we den,
daß
de
Ma k mach -Tes
(Tes
de
We bewe bs eihei )
du ch
Ma k s uk u es s
und/ode
Ma ke -Pe o mance-Tes s
zu
e gänzen
ode
zu
e se zen
is . Solche
Tes s
können
nich
die
F age
bean wo en,
65
Diese
Beg i
is
ü
die
incipiency-Dok in
en wickel
wo den,
du ch
die
dem
1950
du ch
den
Ke au e -Celle
Ac
e gänz en
Clay on
Ac
Gel ung
e scha
wi d.
Do
heiß
es:
"
...
whe e
he
e ec
...
may
be
subs an ially
o
lessen
compe i ion,
o
o
end
o
c ea e
a monopoly."
86
Un e
ma ke
pe o mance
we den
die
ökonomischen
E gebnisse,
wie
Höhe
de
Kos en
und
P eise,
Ein üh ung
echnische
Fo sch i e
usw.
e -
s anden:
"
...
consequences
o
compe i ion
as
measu ed
in
ou pu ,
quali y
and
p lce"
(Wilcox,
C.:
Public
Policies
Towa d
Business, Chicago -
Homewood/
111.
1955, S. 103). G. W.
S ocking
de inie :
"By
pe o mance
economis s
mean
he
e ec i eness
o
e iciency
wi h
which,
om
he
economic
poin
o
iew,
a
i m
o
indus y
acqui s
i sel "
(The
Rule
o
Reason,
Wo kable
Compe i ion
and
Monopoly,
Yale
Law
Jou nal
64/1955,
abged .
in:
S ocking, G. W.:
Wo k-
able
Compe i ion
and
An i us
Policy,
Nash ille
1961, S. 125).
Es
können
jedoch
Miß e s ändnisse
en s ehen.
Die
Auswi kungen
un e -
nehme ischen
HandeIns
im
Hinblick
au
die
We bewe bs eihei
sind
eben-
alls
ein
"E gebnis".
De
Tes ,
ob
du ch
bes imm e
P ak iken
We bewe b
besch änk
wi d,
is
ein
Ma k mach -Tes .
Ihn
als
"Pe o mance-Tes "
zu
bezeichnen,
is
i e üh end.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem eine p ,ak mablen De ini ion
des
We bewe bs 47
ob
ein
konk e e
Fall
un e
die
abs ak en
Spiel egeln
de
An imono-
polpoli ik
zu
subsumie en
is .
Indessen
sind
de a ige
Tes s
imme
wiede
o geschlagen
wo den.
De
Ma ke -Pe o mance-Tes
inde
sich
in
de
Fo m
des
New-Rule-
o -Reason-Tes
ode
als
Social-Pe o mance-Tes ;
de
Ma k s uk u -
es
wu de
neue dings
wiede
als
ein ache
Ma k o men es
emp oh-
len.
Alle
diese
Tes s
sind
nich
nu
inadäqua ,
sonde n
sie
sind
o
allem
auch
geeigne ,
Mi el
eine
An i-We bewe bspoli ik
zu
sein
G7
•
E.
E gebnis
und
Schlußbe ach ung
Die
Na ionalökonomie
kann
de
Au o de ung
nich
nachkommen,
jene
we bewe blichen
P ozesse,
de en
Realisie ung
das
Ziel
de
We -
bewe bspoli ik
is ,
in
posi i e
Fo m
p ak ikabel
zu
besch eiben.
So-
wei
we bewe bliche
Ma k p ozesse
möglich
sind
und
die
An imono-
polpoli ik
in
Be ach
komm ,
we den
du ch
die
We bewe bspoli ik
Spiel egeln
ü
die
Ma k eilnehme
au ges ell .
Die
Regeln
o dnen
an,
was
die
Ma k eilnehme
nich
un
dü en.
Au
diese
Weise
wi d
de
We bewe b
indi ek
und
nega i
no mie ,
und
zwa
du ch
globale
und
abs ak e
No men.
Von
zen ale
Bedeu ung
is
deshalb
die
In e p e a-
ion
de
Spiel egeln.
Zu
Diagnose
on
Ve s ößen
beda
es
einen
adäqua en
Tes s,
ob
ein
konk e e
Ma k p ozeß
un e
die
abs ak en,
globalen
No men
zu
sub-
sumie en
is .
Zunächs
muß
es ges ell
we den,
ob
übe haup
Ma k -
mach
o lieg .
Analyse
und
Besch eibung
de
Ma k p ozesse
im
Hin-
blick
au
Ma k s uk u ,
Ma k e hal en
und
de
ma ke
pe o mance
können
diagnos ische
Hil smi el
sein.
Sie
lie e n
die
G undlagen,
au
denen
de
Tes
de
We bewe bs eihei
(Ma k mach -Tes )
uß .
An-
schließend
is
die
F age
zu
bean wo en,
ob
das
du ch
den
Tes
de
We bewe bs eihei
diagnos izie e
Ausmaß
an
Ma k mach
unange-
messen
is .
Es
geh
dabei
nich
um
die
F age
eines
En wede -Ode ,
sonde n
um
Wie iel-Wo on.
U eile
übe
das
genaue
Ausmaß
de
noch
ole ie ba en
F eihei seinsch änkungen
lassen
sich
jedoch,
obwohl
es
87 Zu Beg ündung im Hinblick
au
den New-Rule-o -Reason-Tes
und
den
Social-Pe o mance-Tes gl. meine Abhandlung: Wo kable Compe i ion als
we bewe bspoli isches Konzep , a.a.O.
Im
Hinblick
au
den Ma k o men es ,
de
kü zlich on
E.
Kan zenbach (Die Funk ions ähigkei des We bewe bs,
a.a.O.) o geschlagen wu de, gl. meine Abhandlung: Das Konzep
de
op i-
malen We bewe bsin ensi ä . Ri ali ä ode F eihei des We bewe bs:
Zum
P oblem eines we bewe bspoli isch adäqua en Ansa zes
de
We bewe bs-
heo ie.
Jah b.
.
Na ionalök. u. S a ., Bd.
179/1966,
S.
286-323. E gänzend
da-
zu: Hoppmann,
E.
Die Funk ions ähigkei des We bewe bs. Beme kungen
zu Kan zenbachs E wide ung. Jah b.
.
Na ionalök. u. S a .,
Band
181/1967,
S.251-264.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
48 E ich Hoppmann
auch
g obe
Fälle
de
Einsch änkung
on
We bewe bs eihei
gib ,
übe
de en
Beu eilung
gene elle
Konsensus
bes eh ,
wissenscha lich
nich
siche n.
Die
P oblema ik
de
Wesen lichkei s age
soll
hie
jedoch
nich
wei e
e ie
we den.
Es
sind
also
zwei
sich
wide sp echende
Ansa zpunk e
ü
eine
Theo ie
des
unk ions ähigen
We bewe bs
(wo kable
compe i ion)
zu
un e -
scheiden.
Man
kann
e suchen,
eine
p ak ikable
De ini ion
zu
e a bei-
en,
die
den
unk ions ähigen
We bewe b
posi i
im
einzelnen
be-
sch eib .
Solche
Ve suche
sind
e ehl~8.
De
ande e,
hie
o ge agene
Ansa zpunk
hingegen
e lang ,
jene
Fak o en
und
P ak iken
zu
e as-
sen
und
p ak ikabel
zu
de inie en,
die
den
we bewe blichen
Koo di-
nie ungsp ozeß
"unwo kable"
machen.
Wo kable
bzw.
unk ions ähig
bezieh
sich
nich
au
eine
übe indi iduelle
ökonomische
Ziel unk ion,
sonde n
au
die
hin eichende
Wi ksamkei
des
we bewe blichen
Ko-
o dinie ungsp ozesses.
Diese
Ansa zpunk
is
de
inne halb
de
wi -
scha spoli ischen
Konzep ion
eine
Ma k wi scha
adäqua e
9
•
Die
Au gabe
de
heo e ischen
We bewe bspoli ik
is
es
demnach
nich ,
ein
p ak ikables
Modell
eines
We bewe bsp ozesses
zu
de inie en,
sonde n
beg i liche
G undlagen
und
adäqua e
Tes s
zu
e a bei en,
dami
im
konk e en
Fall
bei
de
Analyse
und
Beu eilung
eines
Ma k p ozesses
die
F age
nach
Ma k mach
ich ig
ges ell
und
bean wo e
wi d.
Au
diese
Weise
können
die
in
A gumen en,
Maßnahmen
und
Behaup ungen
e bo genen
We se zungen
explizi
gemach
und
eine
wissenscha -
lichen
K i ik
zuge üh
we den.
Die
heo e ische
We bewe bspoli ik
lie e
-
ande s
als
die
We bewe bs heo ie
-
kein
Buch
oll
An wo -
en,
sie
is
ielmeh
ein
Buch
olle
F ages ellungen.
Dieses
Buch
wi d
nie
abgeschlossen
sein,
sonde n
beda
de
lau enden
E gänzung.
Das
68
Zu
Beg ündung
e weise ich
au
meine Abhandlung: Wo kable Compe-
i ion als we bewe bspoli isches Konzep , a.a.O.
Zu
diesen Ve suchen gehö
die
A bei
on E.
Kan zenbach
(Die Funk ions ähigkei des We bewe bs,
a.a.O.).
89
Die
au
diesem "zwei en"
Ansa zpunk
ußende Vo s ellung on
Funk-
ions ähigkei des We bewe bs
s imm
in
mannig achen Hinsich en
mi
den
im
ame ikanischen
An i us
wi ksamen
Vo s ellungen übe ein.
In
gleiche
Weise
wi d
die Funk ions ähigkei des We bewe bs on K.-E. Schulz ge aß :
"Wenn es geling , endenziell
au
lange
Sich die e wünsch e En wicklung
de
Wi scha he beizu üh en (und die
F eihei
zu siche n), muß die
Funk ions-
ähigkei als hin eichend angesehen we den,
...
" (Zu
F age
eines
wi -
scha spoli isch
p ak ikablen
We bewe bskonzep s, Diss.
F eibu g
i. B .
1965,
S.
75).
Deshalb is
ihm
zuzus immen,
wenn
e
sag : "Wi können
...
in
dem
Bemühen
um
das Konzep eines unk ions ähigen We bewe bs kein Rück-
zugsge ech
und
keine Au weichung
eine
kla en
O dnungs o s ellung sehen,
sonde n einen möglichen Weg,
um
ein geeigne e es
Ins umen
...
zu
Du ch-
se zung des We bewe bs
in
de
mode nen Wi scha zu en wickeln,
...
"
(S.
223).
Die
A bei
on K.-E. Schulz is
mi
leide
e s
nach
de
Tagung
in
Igls zugänglich gewesen. Da sie Beach ung e dien , sei
an
diese S elle
aus-
d ücklich
au
sie hingewiesen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P oblem
eine
p ak ikablen
De ini ion
des
We bewe bs
49
schöp e ische
Ingenium
des Menschen schein
auch
im
Be eich
de
Ma k p ozesse
schie une schöp lich.
Deshalb
e geben
sich
imme
wie-
de
sowohl
neua ige,
aus
de
F eihei
esul ie ende
Ma k p ozesse
als
auch
neue,
die
F eihei
besch änkende
P ak iken
als
auch
neue
A gu-
men e,
die
solche
P ak iken
zu
e schleie n
geeigne
sind.
Diesen
En -
wicklungen
nachzugehen,
neua ige
Ma k p ozesse
und
neue
besch än-
kende
P ak iken
üh
genug
es zus ellen
und
die
in
A gumen en
e -
bo genen
We se zungen
he auszuschälen,
is
die
imme wäh ende
Au -
gabe
de
heo e ischen
We bewe bspoli ik.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols
Von
P o .
D .
E ns
Heuß
(Ma bu g)
Wie
de
Ti el zeig , sind zwei P obleme Gegens and
de
Be ach ung. Was
den e s en be i , so handel es sich
um
eine skizzenha e Wiede gabe on
gewissen Gedanken, die
in
eine g öße en Un e suchung wesen lich di e-
enzie e niede geleg sind1•
De
zwei e P oblemk eis e gib sich aus dem
e s en
und
zeig gewisse Aspek e, de en
man
sich zumindes in
de
deu sch-
sp achigen
Li e a u
nich genügend
bewuß
is 2•
Im
Anhang sind hie zu
noch einige e gänzende heo e ische Beme kungen ange üg ,
mi
denen
de
Ve asse ho , eine An wo
au
zwei
in
de
Diskussion au gewo ene
F a-
gen zu geben.
Bei
de
Beu eilung
des
Oligopols
e gib
sich
ein
ech
eigena ige
Zwiespal .
Au
de
einen
Sei e
komm
die
P eis heo ie
o z
de
Viel-
zahl
on
Oligopolmodellen
zu
dem
im
g oßen
und
ganzen
gleichen
E -
gebnis,
nämlich
daß
das
Oligopol
in
seinen
Wi kungen
dem
Monopol
seh
ähnlich
is .
So
gib
es
au
Oligopolmä k en
keinen
eigen lichen
P eiswe bewe b
und
demen sp echend
sind
auch
die
P eise
übe höh .
Diesem
o
allem
deduk i
gewonnenem
Bilde
wi d
sei
dem
2.
Wel -
k ieg
in
zunehmendem
Maße
en gegengehal en,
daß
Oligopolmä k e
seh
wohl
eine
ech
wi ksame
Konku enz
au weisen,
die
an
In ensi ä
deu lich
übe
dem
s eh ,
was
man
au
Mä k en
de
ollkommenen
Kon-
ku enz
beobach e .
Se z
man
die
ollkommene
Konku enz
noch
mi
Schla mü zenkonku enz
gleich, so
keh
sich
das
Bild
um,
und
es
sind
dann
die
Oligopolmä k e
diejenigen
Mä k e,
au
denen
übe haup
eine
Konku enz
ausge agen
wi d.
Diese
Gegenposi ion
s ü z
sich
wenige
au
ein
eigenes
heo e isches
Modell
als
ielmeh
au
die
Beobach ung
konk e e
Oligopolmä k e,
die
einen
ha en
Konku enzkamp
zeigen.
So
sei
nu
als
Beispiel
an
die
Konku enz
au
dem
E dölma k
de
Bun-
des epublik
in
den
le z en
15
Jah en
e inne .
Hie
e such
jede
ein-
zelne
mi
seinen
e schiedenen
Ak ionspa ame e n
wie
We bung,
P o-
duk di e enzie ung,
Kundendiens
ode
auch
mi
dem
P eis
dem
an-
de en
den
Rang
abzulau en.
Es
e geben
sich
somi
zwei
en gegenge-
se z e
Wel en,
die
au
e schiedenen
Ebenen
ope ie en;
die
eine
dedu-
1 Vgl.
E.
Heuß, Allgemeine Ma k heo ie, Tübingen 1965.
2 Als Beispiel
da ü :
E.
Kan zenbach, Die Funk ions ähigkei des
We -
bewe bs. Wi scha spoli ische S udien aus dem
Ins i u
ü
Eu opäische
Wi scha spoli ik
de
Uni e si ä Hambu g, he ausgegeben on
Ha ald
Jü -
gensen,
He
1,
Gö ingen 1966.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die
We bewe bs-
und
Wadls umsp oblema ik
des
Oligopols 51
zie end,
die
ande e
die
sogenann e
Wi klichkei
beobach end.
In
einem
solchen
Falle
is
es
naheliegend,
eine
deduzie end
o gehenden
Theo-
ie
o zuwe en,
daß
sie
zwa
in
sich logisch
konsis en
sei,
abe
die
ele an en
Fak o en
de
Wi klichkei
nich
e
aß
habe
und
dahe
eine
au
Beobach ungen
be uhenden
A gumen a ion
ein
g öße es
Ve auen
en gegenzub ingen
sei.
A. Das Oligopol
im
Rahmen de We bewe bs heo ie
Es
is
übe aschend,
daß
sich
in
de
bald
zweihunde
jäh igen
Ge-
schich e
de
Volkswi scha s heo ie
nu
Ansä ze
zu
eine
We bewe bs-
heo ie
inden, obgleich
die
Na ionalökonomie
ih en
An ang
in
de
Gegenübe s ellung
on
Monopol
und
Konku enz
genommen
ha .
So
is
Adam
Smi h
imme
noch
de
Au o ,
de
zum
Wesen
des
We be-
we bs
das
meis e
zu
sagen
ha .
E
ha ,
wenn
auch
ielleich
meh
in-
ui i ,
bes imm e
Züge
des
We bewe bs
au gedeck ,
was
da au
zu-
ückzu üh en
is ,
daß
e
noch
einen
unmi elba en
Blick
ü
den
Men-
schen
gehab
ha .
Be ei s
mi
Rica do
wi d
de
Mensch
als
Au oma
kons uie ,
und
diese
Blickwinkel
is
wei gehend
in
de
Ma k heo ie
beibehal en
wo den.
E s
mi
dem
2.
Wel k ieg
is
o
allem
du ch
J.
M.
Cla k
diese
Ve engung
e was
gelocke
und
de
Mensch
di e en-
zie e
und
ielschich ige
konzipie
wo den.
F eilich
is
dami
abe
noch
nich
de
eigen liche
Boden
ü
eine
We bewe bs heo ie
gescha -
en
wo den.
Imme hin
sind
heu e
gewisse
Ansä ze
o handen,
die
es
e lauben,
den
We bewe b
e was
besse
in
den
G i
zu
bekommen.
Es
is
eine
Selbs e s ändlichkei
-
ielleich
en schwinde
sie
ge ade
deswegen
zu
leich
dem
Bewuß sein
-,
daß
dem
einzelnen
ü
seine
We bewe bsbe ä igung
ein
genügend
g oße
Spiel aum
gegeben
sein
muß.
Demen sp echend
ha
ein
Ma k ,
au
dem
die
einzelnen
ökono-
mischen
Ak ionen
o genommen
we den,
eine
en sp echende
Wei e
au -
zuweisen.
Do ,
wo
sich
die
be e enden
Un e nehmungen
in
ih en
Handlungen
gegensei ig
hemmen
und
blockie en,
is
ein
We bewe b
nich
möglich,
und
es
muß
dahe
an
seine
S elle
ein
ande e
modus
i endi
e en,
nach
dem
sich
die
Be e enden
en wede
ka ellie en
ode
sich
einem
einzigen
un e we en.
Soll
es
zu
eine
solchen
Si ua ion
nich
kommen,
so
müssen
jede
Un e nehmung
aus eichende
Ges al-
ungsmöglichkei en
o ens ehen,
die
e s
einen
We bewe b
e mög-
lichen.
Dies
be i
das
P oduk
selbs
(P oduk k eie ung,
P oduk e -
besse ung,
P oduk di e enzie ung,
Quali ä s a ia ion
e c.)
wie
auch
das
He s ellungs e ah en
(Kos enges al ung,
Fes se zen
de
Kapazi ä ,
In es i ionen
usw.).
Ebenso
gil
das
gleiche
ü
den
Absa z
(Nach age-
k eie ung,
Nach ageauswei ung,
Nach agedi e enzie ung,
We bung)
und
nich
zule z
auch
ü
den
P eis.
Be ach e
man
hingegen
alle
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
52
E ns Heuß
diese
G ößen
als
on
außen
he
gegeben, so
is
on
o nhe ein
de
Spiel aum
au gehoben,
in
welchem
sich
ein
We bewe b
ode
übe -
haup
eine
eigene
selbs ändige
Be ä igung
en al en
kann.
In
unmi elba em
Zusammenhang
mi
einem
aus eichend
g oßen
Spiel aum
s eh
eine
wei e e
Bedingung,
nach
de
die
Zukun
ein
Mindes maß
on
Ungewißhei
au weisen
muß
und
dahe
nich
öllig
anspa en
sein
da .
Auch
hie
handel
es sich
um
e was
ganz
Selbs -
e s ändliches.
Wenn
nämlich Menschen
un e einande
in
We bewe b
e en,
ganz
gleichgül ig ob dies
au
ökonomischem
Gebie
ode
au
einem
ande en
e olg , so
is
dies
nu
dann
sinn oll,
wenn
nich
on
o nhe ein
es s eh ,
we
de
Siege
is . Es
s ell
dahe
die
Konku enz
einen
We bewe b
um
die
bes e
Bewäl igung
des
in
de
Zukun
Lie-
genden
und
des
dami
noch
Unbekann en
und
noch nich
Fes geleg en
da .
So
geh
es
da um,
welches
P oduk ions e ah en,
welche
P oduk -
a ia ion,
welche
Kapazi ä
ü
die
Zukun
die
ich ige
sein
wi d.
Wä e
die
Zukun
anspa en ,
dann
bes änden
keine
de a igen
P obleme,
und
es
könn en
alle
Disposi ionen
on
einem
Robo e
ge o en
we den.
Die
Zukun ,
die
ungewiß
is
und
au
die sich
dahe
nich
ohne
wei-
e es
das
Gegenwä ige
und
dami
Bekann e
anwenden
läß ,
muß
sich
demen sp echend
gegenübe
de
o angegangenen
Zei
un e scheiden.
Auch
un e
diesem
Gesich spunk
is
es
e iden ,
daß
sich
de
We -
bewe b
nu
in
einem
solchen
P ozeß
lau ende
Ve ände ungen
mi
de
Zei
ollziehen
kann.
E
is
dahe
in
einem
ein
s a ionä en
Zus and,
bei
dem
sich
das
Ve gangene
in
de
Zukun
wiede hol ,
nich
lebens-
ähig. Diese Ve schieden
a igkei ,
wie
sie
ü
die
einzelnen
Zei ab-
schni e
no wendig
is ,
gil
abe
ebenso auch
ü
die
be e enden
Un-
e nehmungen
im
Ma k .
Wenn
alle
die
gleichen Eigenscha en
au wie-
sen, so
wä en
ih e
Handlungen
wie
auch
ih
Resul a
iden isch,
und
es
wü de
dann
de
We bewe b
Doppel-
ode
Meh spu igkei ,
abe
keine
En al ung
e schiedene
K ä e
bedeu en.
Die
au gezeig en
Fak o en
s ellen
eine
no wendige,
abe
keine
aus-
eichende
Bedingung
ü
den
We bewe b
da .
F ag
man,
bei
welchen
Mä k en
diese
Bedingungen
o handen
sind, so
mach
man
die
übe -
aschende
Fes s ellung,
daß
die
übliche
Ma k konzep ion
sie ausschal e ,
da
sie
die
en scheidenden
Ma k ak o en
zu
einem
Da um
mach
und
sie
dami
on
o nhe ein
de
Ges al ung
de
Ma k eilnehme
en zieh .
Au
diese Weise
is
zwangsläu ig
de
Spiel aum
ü
den
einzelnen
seh
s a k
eingeeng , so
daß
e
im
Ex em
nu
noch
den
einen
F eihei sg ad
ha ,
an
einen
o gegebenen
Ma k p eis
seine
P oduk ion
anzupassen.
Au
diese Weise
is
es
zwa
möglich,
einen
P eisbildungsp ozeß
exak
abzulei en,
ohne
abe
dami
das
Spezi ische des
We bewe bs
in
den
G i
zu
bekommen.
Hie aus
olg ,
daß
de
Ma k
als solche
ande s
konzipie
we den
muß,
will
man
den
We bewe b
aßba
machen,
und
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die
We bewe bs-
und
Wachs umsp oblema ik
des Oligopols 53
dies
heiß
nich s
ande es
als
alles das,
was
als
Da um
ixie
wo den
is ,
in
den
Ges al ungsbe eich
de
be e enden
Un e nehme
einzu-
beziehen.
Geh
man
in
diese
Weise o , so
s ell
man
in
de
Wi klichkei
es ,
daß
dem
We den
und
Gehen
on
P oduk en
ie
Ma k s adien,
und
zwa
die
Expe imen ie ungs-,
Expansions-,
Aus ei ungs-
und
die
S ag-
na ions-
bzw.
Rückbildungsphase
en sp echen.
In
diesem
Zusammen-
hang
in e essie en
o
allem
die
Expansions-
und
die
Aus ei ungsphase
(zu
Aus ei ungsphase
wi d
hie
auch
noch
die
S agna ionsphase
hinzu-
genommen,
da
ü
die
Oligopolanalyse
die
Di e enzie ung
zwischen
Aus ei ungs-
und
S agna ionsphase
on
keine
g oßen
Bedeu ung
is ).
Es
is
nun
o
allem
de
Ma k
in
de
Expansionsphase,
de
sich
in
sei-
ne
S uk u
g undlegend
on
de
üblichen
Ma k umsch eibung
un e -
scheide .
Nachdem
ein
neues
P oduk
k eie
wo den
is
und
es
den
Zu-
gang
zum
Ma k
ge unden
ha ,
se z
eine
seh
s ü mische
Expansion
de
Nach age
und
des
Angebo s
ein.
Als
Beispiel
da ü
können
die
Fe nsehappa a e-
und
Au omobilindus ie
wäh end
de
ün zige
Jah e
in
de
Bundes epublik
ange üh
we den,
ode
es
sei
an
die
Rund unk-
indus ie
in
de
Zwischenk iegszei
e inne .
Ein
neues
und
dahe
zu-
nächs
unbekann es
P oduk
inde
Anklang
und
bahn
sich
seinen
Weg
on
einem
zunächs
exklusi en
Abnehme k eis
zu
den
b ei en
Ve -
b auche schich en.
In
die
gleiche
Phase
äll
auch
die
Zei
de
g oßen
Kos ensenkungen.
Da
man
am
An ang
de
Expansionsphase
noch
übe
keine
g oßen
E ah ungen
in
de
P oduk ion
e üg ,
sind
es
o
allem
die
in
diese
Phase
gemach en
E ah ungen,
die
g oße
Ra ionalisie un-
gen
he o u en.
Das
gleiche
gil
ü
die
Quali ä
des
P oduk es,
die
s a k
e besse
wi d.
Ebenso
we den
mi
Hil e
de
P oduk di e en-
zie ung
neue
Ve wendungsmöglichkei en
ü
das
P oduk
e schlossen.
Faß
man
diese
und
noch
ande e
hie
nich
au ge üh e
Fak o en
zu-
sammen,
so
be inde
sich
dann
alles,
was
in
de
üblichen
Ma k um-
sch eibung
als
gegeben
be ach e
wi d,
in
einem
P ozeß
s ändige
Ve -
ände ung.
Die
Nach age
wei e
sich aus,
die
Kos en
we den
lau end
gesenk ,
und
ebenso
wandel
sich
das
P oduk
in
Quali ä
wie
auch
in
Au machung
g undliegend.
Es
we den
somi
alle
diese
Fak o en
zum
Gegens and
des
We bewe bs,
und
es
i
dahe
hie
ü
den
We be-
we b
das
Bild
om
We lau
ollkommen
zu,
und
zwa
inde
e
au
e schiedenen
Ebenen
s a ,
sei
es
bei
de
expandie enden
Nach age,
sei
es
bei
Quali ä s e besse ungen
ode
auch
bei
den
Kos ensenkungen
und
den
dami
e möglich en
P eissenkungen.
In
einem
solchen
Falle
können
be ei s
nu
wenige
einige maßen
gleichgewich ige
Un e neh-
men
einen
ech
in ensi en
We bewe b
aus agen
ode
ande s
ausge-
d ück ,
in
de
Expansionsphase
is
ein
leis ungs-
und
unk ions ähige
We bewe b
auch
un e Oligopolis en
möglich,
wie
die
Wi klichkei
zeig .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
54
E ns
Heuß
In
diesem Zusammenhang sei noch
au
einen P oblemk eis on g undsä z-
liche Bedeu ung ku z eingegangen. Es
is
nich ausgeschlossen, daß sich
au
einem
Ma k
Un e nehmungen als Oligopolis en begegnen, die be ei s
au
ande en
Mä k en
in
ähnlichen Oligopol beziehungen zueinande s ehen. Dies
dü e
o
allem
ü
die chemische
und
die elek o echnische
Indus ie
zu-
e en, die sei Ausgang des
19.
Jah hunde s
eine
seh
s ü mische En wick-
lung
au weisen.
In
diesem Falle sind on Un e nehmungen
P oduk e
en -
wickel wo den, die inzwischen
in
das S adium
de
Aus ei ungs-
ode
soga
S agna ionsphase ge e en sind,
und
demen sp echend
ha
sich
un e
den
be-
e enden Oligopolis en eine bes imm e Ve hal ensweise eingespiel , die
den
We bewe b wei gehend ausschal e (Pa allel e hal en ode auch di ek e
Ma k au eiIung, nich zule z au
G und
on Pa en en). En wickeln diese
Un e nehmungen
neue
P oduk e
und
begegnen sie sich wiede um
au
einem
neuen Ma k , so is es naheliegend, die
P ak iken
om al en
Ma k
au
den
neuen zu übe agen. Bei eine solchen In e dependenz
de
Ve hal ensweisen
ha
nich
de
Ma k
als solche , sonde n die Ve zahnung
und
Ve ilzung
de
be e enden Un e nehmungen
au
den e schiedenen Mä k en als Ansa z
ü
die heo e ische Analyse zu dienen. Ein sys ema isches Du chdenken diese
Beziehungen ehl
heu e
noch wei gehend.
Ein
gänzlich
ande es
Bild
e gib
sich
in
de
Aus ei ungs-
und
S agna-
ionsphase.
Wenn
in
de
P axis
on
Ma k sä igung
gesp ochen
wi d,
so
is
dami
gemein ,
daß
die
ele an en
Nach ageschich en
ü
das
be-
e ende
P oduk
e aß
wo den
sind
und
sich
dahe
de
Ma k
-
wenn
übe haup
-
nu
noch
ge ing ügig
ausdehnen
läß .
Dies
heiß
abe
nich s
ande es,
als
daß
die
Nach age
zu
eine
meh
ode
wenige
gegebenen
G öße
gewo den
is ,
die
on
sei en
de
Anbie e
nich
meh
g undlegend
e ände
we den
kann.
Man
is
dahe
nunmeh
mi
eine
Ma k s uk u
kon on ie ,
ü
welche
die
übliche
Ma k umsch eibung
in
de
Theo ie
zu i .
Dies
gil
auch
ü
die
Kos ensei e.
Auch
hie
machen
die
Un e nehmungen
in
den
spä e en
Phasen
noch
E ah un-
gen,
die
sich
in
en sp echenden
Ve besse ungen
de
He s ellungs e -
ah en
niede schlagen.
Sie
ände n
jedoch
an
de
Ta sache
nich s,
daß
die
Ä a
de
g oßen
Kos en eduk ionen,
bei
denen
nich
sel en
die
Kos en
au
einen
B uch eil
de
u sp ünglichen
eduzie
wo den
sind,
o übe
is .
Nachdem
au
die
Zei
de
Une ah enhei
die
de
E ah-
ung
ge olg
is ,
wi d
nunmeh
de
Pla z
ü
eine
ande e
Eins ellung
ei,
und
zwa
ü
die
adi ionale;
denn
T adi ion
heiß
ja
nich s
an-
de es
als
die
Anwendung
de
in
de
Ve gangenhei
gemach en
E ah-
ungen.
Ebenso
e häl
es
sich
mi
den
ande en
Ak ionspa ame e n
wie
Quali ä
und
P oduk di e enzie ung.
Se z
man
nun
das
Oligopol
in
diesen
Rahmen,
so
e gib
sich
ein
gänzlich
ande es
Bild.
De
in
de
Expansionsphase
o handene
Spiel-
aum
is
gleichsam
au geb auch .
An
S elle
de
Wei e
is
die
Enge
des
Ma k es
ge e en,
in
de
es
wenige
zu
einem
We lau
als
ielmeh
zu
einem
gegensei igen
Sich-Blockie en
und
dami
zu
den
in
de
P eis-
heo ie
allgemein
abgelei e en
Konsequenzen
komm .
Da
man
mi
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die
We bewe bs-
und
Wachs umsp oblema ik
des
Oligopols
55
P eissenkungen
nu
wenig
zusä zliche
Nach age
e schließ ,
sind
P eis-
senkungen
nich
meh
a ak i ,
besonde s
dann,
wenn
die
zi kulä e
In e dependenz
im
Oligopol
die
Möglichkei ausschließ ,
au
Kos en
des
ande en
seinen
Absa z
zu
e höhen.
S a
dessen
s eh
nunmeh
die
übe legung
im
Vo de g und,
welche
P eis
bei
eine
gegebenen
Nach-
age
ü
die
be e enden
Un e nehmungen
de
o eilha es e
is ,
und
dami
is
die
B ücke
zu
monopolis ischen
P eisbildung
geschlagen.
Hie au
besch änk
sich jedoch
nich
die
Wi kung
des
Oligopols.
So
b ing
es
die
In e dependenz
de
Ak ionspa ame e
mi
sich,
daß
on
diesem
P eisni eau
de
Einsa z
de
ande en
Ak ionspa ame e
wie
We bung,
P oduk di e enzie ung
und
Quali ä
beein luß
wi d.
übe -
mäßige
We bung,
wie
auch
eine
zu
P oduk in la ion
neigende
P oduk -
di e enzie ung
haben
o
allem
zum
Ziele,
dem
ande en
Oligopolis en
Nach age
abzujagen.
Das
gleiche
gil
auch
ü
die
Quali ä ,
die
zu
eine
Quali ä s e schwendung
wie
auch
zu
eine
Quali ä s e schlech e ung
(Ve kü zung
de
Lebensdaue )
üh en
kann.
Dies
sind
E gebnisse,
au
die
man
in
de
Wi klichkei
s öß
und
die
sich
ohne
wei e es
heo e isch
e klä en
lassen.
Es
zeig
sich somi ,
daß
das
Oligopol,
je
nachdem
in
welche
Ma k phase
es
sich be inde ,
seh
Ve schiedenes
bedeu e .
Wenn
hie
de
We bewe b
on
de
Sei e
de
Ma k phasen
ange-
pack
wi d,
so
s ell
sich
die
naheliegende
F age,
ob
nich
ebenso
das
gleiche
ü
das
Polypol
in
de
Aus ei ungs-
und
o
allem
in
de
S ag-
na ions
phase
gil .
Da
de
polypolis ische
We bewe b
hie
nich
Gegen-
s and
de
Be ach ung
is ,
sei
nu
eine
ku ze
Beme kung
gemach .
Schon
allein
de
Ums and,
daß
bei
polypolis ische
Ve hal ensweise
die
P eise
ie e
als
beim
Oligopol liegen,
üh
dazu,
daß
die
üb igen
Ak ionspa ame e
wie
We bung
und
Quali ä
e c.
nich
übe mäßig
ein-
gese z
we den.
Die
polypolis ische
Ve hal ensweise
selbs
is
abe
wiede um
nu
Aus luß
eines
g öße en
Spiel aums
bei
diese
Ma k o m.
So
wi k
die
Vielzahl
de
Anbie e
ma k anspa enz e minde nd
und
demen sp echend
is
auch
die
Ungewißhei
g öße ,
die
ein
Elemen
des
We bewe bs
bilde .
Es
kann
dahe
auch
das
Polypol
mi
einem
Ne z
e glichen
we den,
du ch
das
de
einzelne
Polypolis
hindu chschlüp en
kann.
Das
Oligopol
hingegen
gleich
ehe
zwei,
d ei
aneinande gelehn-
en
Blöcken,
bei
denen
die
Posi ion
des
einen
nich
ohne
die
des
an-
de en
geände
we den
kann.
Auch
hie
gil
das
oben
Gesag e
in
iel-
leich noch
höhe em
Maße.
In
de
Aus ei ungs-
und
S agna ionsphase
is
das
Polypol
ü
einen
leis ungs ähigen
We bewe b
eine
no wendige,
abe
keine
aus eichende
Bedingung.
B. Das Oligopol als Wachs umsp oblem
Sieh
man
im
Oligopol
nu
die
konku enzin ensi e
Sei e,
so
is
es
naheliegend,
en sp echende
Schlüsse
au
das
Wachs um
eine
Volks-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
62
E ns
Heuß
is
und
dahe
eine
T ans o ma ion
des Oligopols
zum
Polypol
ak isch
un e bunden
is .
Selbs
dann,
wenn
ein
Außensei e
sich
den
Zugang
zu
en e n e
gelegenen
Bodenschä zen
e scha en
soll e -
e leich e
wi d
dies
du ch
die
Fo sch i e
in
de
T anspo echnik
-,
is
e
mi
einem
be äch lichen
zusä zlichen
Kapi alau wand
belas e ,
da
e
nich
nu
ein
S ahlwe k,
sonde n
auch die
o gelage en
P oduk ionss ä en
ü
ein
Eind ingen
in
den
S ahlma k
zu
e ich en
ha
17,
ohne
daß
dies
i gend
e was
mi
eigen lichen economies o
scale
zu
un
ha
8
•
So
s ell
allein
die
Ta sache,
daß
es
keinen
o enen
Ma k
au
den
Vo s u en
gib ,
eine
ech
hohe
Ba ie e
ü
die
Mä k e
au
den
nach olgenden
S u en
da .
In
gleiche Weise,
wenn
nich
noch einschneidende ,
wi k
in
diese
Rich ung
die
e ikale
In eg a ion
bis
zum
End e b auch.
In
diesem
Falle
is
das
gesam e
Ve eile ne z
in
den
Händen
de
Oligopo-
lis en, so
daß
einem
Neuankömmling
schon
ein
ins i u ionell
de
Ma k
e schlossen is .
Die
Ausschal ung
des
Handels
is
eine
de
bekann e-
s en
Wa en
de
Ma k schließung,
wie
man
sie
bei
Oligopolen
und
Ka -
ellen
(Ve kau ssyndika )
-
in
de
Regel
wi d
dies
mi
Ra ionalisie-
ung
de
Absa zwege
beg ünde
-
o inde
9
•
Ein
solche
P ozeß
schein
sich
au
dem
deu schen
Mine alölma k
anzubahnen.
Sind
p ak-
isch
alle
Tanks ellen
im
Besi z
on
Oligopolis en
ode
du ch
Exklusi -
e äge
gebunden,
so
is
die
Oligopols ellung
zemen ie ,
und
es
dü e
ü
einen
Außensei e
seh
schwe
sein, noch
in
diesen
Ma k
einzu-
d ingen.
Das
He ausg ei en
de
e ikalen
In eg a ion
als
ein
Beispiel
ü
die
es e
E ablie ung
on
Oligopolmä k en
zeig ,
daß
es sich
bei
eine
e waigen
Poli ik
de
Polypolisie ung
on
Mä k en
o
allem
da um
handel ,
den
Zugang
zu
Oligopolmä k en
o enzuhal en,
was
zugleich
O enhal ung
de
o -
und
nachgelage en
Mä k e
bedeu e .
Wie
jede
Poli ik,
so
se z
auch
eine solche
o aus,
sich
ih e
No wendigkei
be-
wuß
zu
sein,
und
dies
e o de
eine
en sp echende
heo e ische
Ana-
lyse
des Oligopolphänomens.
11
Vgl.
J.
S.
Bain,
a.a.O., S.
215.
18
üb igens
wi d
die
on
de
Vulgä ökonomie
so
häu ig
e e ene
These,
daß
die
mode ne
P oduk ions echnik
eine
Konzen a ion
und
dami
eine
Oligopolisie ung
e lange,
in
ih e
Bedeu ung
wei
übe schä z .
So
komm
Bain
in
seine
empi ischen
Un e suchung
zu
dem
E gebnis,
daß
das
nu
bei
d ei
de
20
on
ihm
un e such en
Indus iezweige
eine
Rolle spiel . Vgl.
J.
S.
Bain,
a.a.O., S.
211.
11 Vgl. H. O.
Lenel,
Syndika e
als
Mi el
de
Ra ionalisie ung,
in:
Jah -
büche
ü
Na ionalökonomie
und
S a is ik,
Band
175,
He
2,
1963.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die
We bewe bs-
und
Wachs umsp oblema ik
des
Oligopols 63
Anhang
Anhang I. Die P eisun e g enze
beim
Oligopol
De
zu
zeigende
Sach e hal
sei
zunächs
am
ein ache en
homogenen
Oligopol
da geleg .
Das
homogene
Dyopo
Es
lieg
in
de
Na u
des
homogenen
Ma k es
beg ünde ,
daß
es
un e
Oligopolis en
keine
P eisun e schiede
geben
kann.
Es
läß
dahe
ein
solche
Ma k
nu
P eisgleichhei
zu,
bei
de
au
jeden
Dyopolis en
die
Häl e
de
Ma k nach age
en äll .
Folglich
gil
bei
eine
Ma k nach age
x = F
(p)
ü
den
e s en
DyopoHs en
xl
= F
~p)
und
ü
den
zwei en
x2
= F
~p)
,
wobei
xl
+
x2
= X is .
Maximie
jede
seinen
Umsa z,
so
wi d
de
G enzumsa z
gleich
null
gese z ,
also
(1) d
(F(P)P)
-F (p)
dp
-2-
= 0
ode
p = F'(P) •
Bilde
man
on
de
Nach. age unk ion
x = F (p)
die
P eiselas izi ä
und
se z
sie
gleich 1
bzw.
-1,
so
e gib
sich ebeIliSo
de
P eis
on
(1).
Es
bilde
dahe
diese
P eis
bei
de
on
Baumol
un e s ell en
Ve hal ensweise
die
P eisun e g enze
ü
das
homogene
Dyopol.
S ell
man
hingegen
nich
au
die
Umsa z-,
sonde n
au
die
Gew,innmaximie ung
a'b,
so
s,ind
die
G enz-
kos en
zu
be ücksich igen,
und
zwa
sind
diejenigen
maßgebend,
die
on
beiden
Dyopolis en
am
nied igs en
sind.
In
diesem
Falle
is
de
Dyopolp eis
höhe
und
demen sp echend
is
auch
die
P eiselas izi ä
g öße
als
1
20.
Es
kann
dahe
ganz
gene ell
gesag
we den,
daß
de
Oligopol-
bzw.
Dyopol-
p eis
nich
un e
ein
Ni eau
sink ,
bei
dem
die
P eis
elas izi ä
de
Ma k -
nach age
kleine
als
1 is .
Das
he e ogene
Dyopo
De
G undgedanke
des
homogenen
Dyopols
läß
sich
auch
au
das
he e o-
gene
Dyopol
übe agen.
Als
zusä zliches
P oblem
s eJ.l
sich
lediglich
die
Bes immung
de
P eis ela ion,
die
im
Gegensa z
zum
homogenen
Ma k
nich
meh
ohne
wei e es
mi
1 : 1
angenommen
we den
da .
Wie
an
ande e
S elle
gezeig
wo den
is ,
is
es
abe
möglich,
die
G enzen
anzugeben,
in
denen
sich
die
in
F age
kommenden
P eis ela ionen
bewegen
dü en21.
RI
und
R2
geben
ü
linea e
Nach age unk ionen
21a
-Xl =
Fl
(PI,
P2)
und
x2
= F2
(PI'
P2) -
die
Reak ionsge aden
bei
polypolis ische
Ve hal ensweise
an.Q
zeig
eine
de
Isogewinnku en
des
Dyopolis en
II
und
S
einen
de
P eiss ahlen,
de
alle
P eiskombina ionen
eine
bes imm en
P eis ela ion
P
'ed
'b
B
"h
. ch
m = -
Wl
e gl
.
e u
em
sol
e
P eiss ahl
wie
hie
in
B2
eine
de
P2
20
Zum
homogenen
Dyopol
gl.
die
Aus üh ungen
on
E.
Heuß,
Das
Oligo-
pol,
ein
de e minie e
MaI1k , W A, 1960,
Bd.
84,
He
2.
21
Vgl.
E.
Heuß,
Die
oligopolis ische
Ve hal ensweise
als
e olu o ische
P ozeß,
Jah büche
ü
Na ionalökonomie
und
S a is ik,
Bd.
179,
He
5 (1966).
21a
Siehe
Abbildung
1
au
S. 65.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
64
E ns Heuß
Isogewinnku e u
on
II,
so
s ell
diese
Tangen enpunk
das
Gewinn-
maximum
ü
Dyopolis
II
bei
diese
P eis ela ion
da .
E
wi d
sich
dahe
gegen
jede
wei e e
P eise höhung
au
S
übe
B2
hinaus
wenden,
was
ihn
ak isch
zum
P eis üh e
mach .
Das
gleiche
gil
ü
alle
ande en
P eis-
s ahlen,
die
eine
Isogewinnku e
des
Dyopolis en
II
be üh en,
wie
es
die
Ge ade
V2 zeig ,
die
den
geome ischen
O
solche
Tangen enpunk e
bilde .
Das
Analoge
gil
ü
V
1>
au
de
alle
Punk e
liegen,
bei
denen
ein
P eis-
s ahl
eine
Isogewinnku e
des
Dyopolis en
I
be üh .
In
diesem
Be eich
is
Dyopolis
I
de
P eis
üh e .
M
s ell
die
P eiskons ella ion
beim
e -
bundenen
Monopol
da .
Diese
Punk
zeichne
sich
dadu ch
aus,
daß
in
ihm
de
be e ende
P eiss ahl
nich
nu
die
Isogewinnku e
des
einen,
sonde n
auch
des
ande en
Dyopolis en
zugleich
be üh ,
ode
ande s
ausged ück ,
bei
diese
P eis ela ion
wü de
jede
Dyopolis
als
P eis üh e
das
gleiche
P eisni eau
M
bes immen.
Hie aus
olg
ganz
allgemein,
daß
alle
Punk e
au
Vi
und
V2 Dyopolp eiJSlösungen
da s ellen,
und
zwa
als
abhängig
on
de
jeweiligen
P eis ela ion.
Mi
Hil e
gewisse
zusä zliche
übe legungen
läß
sich
diese
Lösungsbe eich
noch
wei e
einengen
und
zwa
au
die
S ecke
Bi
M B2,
also
au
die
P eiss ahlen,
die
zwischen
Bi
und
B2
liegen
22
•
F ag
man
bei
diesen
in
F age
kommenden
Dyopolp eislösungen
nach
de
P eiselas izi ä
de
Nach age,
so
is
es
sinn oll,
die
ela i e
Mengen e -
ände ung
on
Xi
bzw.
X2
zu
de
ela i en
P eisni eau e ände ung
au
den
be e enden
P eis
s ahl
in
Beziehung
zu
se zen,
also
ebenso
wie
beim
homogenen
Dyopol
eine
gleiche
p opo ionale
Ve ände ung
on
Pi
und
P2
zu
un e s ellen.
Rela i
ein ach
läß
sich
die
P eiselas izi ä
de
Nach age
ü
den
P eis-
üh e
bes immen.
Geh
man
on
eine
es en
P eis ela ion
aus,
wie
sie
z. B.
du ch
den
P eiss ahl
on
S
gegeben
is ,
so
is
Dyopolis
II
P eis üh e .
Fü
dessen
Nach: age unk ion
x2
= F2 (P >
P2)
kann
wegen
m =
P
die
Funk-
P2
ion
x2
= F2
(m
P2'
P2)
gesch ieben
we den.
Sein
Umsa z
wi d
maximie ,
wenn
(2)
Bilde
man
on
F2
(m
P2,
P2)
die
P eiselas izi ä
in
dem
oben
konzipie en
Sinne,
so
is
'72
=
(m
F
2i
+ F
22
)
~2,
und
nach
Einse zen
des
Ausd ucks
on
(2)
2
ü
P2
e gib
sich
ü
die
P eiselas izi ä
de
nume ische
We
1
bzw.
-
1,
also
die
gleiche
P eiselas izi ä
wie
beim
homogenen
Dyopol.
Nich
so
ein ach
läß
sich
die
F age
nach:
de
P eis
elas izi ä
ü
den
ande-
en
Dyopolis en
bean wo en,
de
dem
P eis üh e
olg , also
in
diesem
Falle
ü
Dyopolis
1.
Aus
(2)
e gib
sich
wegen
Pi
= m
P2
ü
den
P eis
des
Dyopolis en
I
(3)
Pi
= F
21
m + F
22
.
22 VgI. E. Heuß,
Die
oligopolis ische
Ve hal ensweise
als
e olu o ische
P ozeß,
a.
a.
0.,
S.
457
.
23
Mi
F
21
wi d
die
e s e
Ablei ung
de
Funk ion
F2
nach
Pi
und
mi
F
22
die
nach
P2
bezeichne .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die
We bewe bs-
und
Wachs umsp oblema ik
des
Oligopols 65
Abbildung
1
Bilde
man
on
de
Nach age unk ion
xl
= Fl
(Pl,
~)
die
P eiselas i-
(Fu
m + F
l2
)
P
zi ä ,
also
111
= m Fl
und
se z
man
ü
Pl
den
Ausd uck
on
(3)
ein,
so
is
(4)
Im
Gegensa z
zum
Falle
beim
P eis üh e
läß
sich
hie
die
P eiselas i-
zi ä
des
P eis olge s
nu
bei
Kenn nis
beide
Nach age unk ionen
und
de
be e enden
P eis ela ion
nume isch
bes immen.
Imme hin
kann
aus
de
Rolle
des
P eis olge s,
die
de
P oduzen
on
Xl
einnimm ,
abgelei e
we -
den,
daß
seine
P eis
elas izi ä
kleine
als
eins
is .
Wä e
sie
nämlich
g öße
als
eins, so
wü de
e
bei
Auße ach lassung
on
G enzkos en
seinen
P eis
so-
wei
senken,
bis
seine
P eiselas izi ä
den
We
1
e eich .
Dann
wä e
e
abe
P eis üh e .
Als
P eis olge
hingegen
is
e
an
eine
P eise höhung
in e es-
sie ,
und
e
wü de
dahe ,
alls
e
es
könn e,
den
P eis
sowei
e höhen,
bis
die
P eiselas izi ä
on
kleine
als
eins
au
eins
angewachsen
wä e.
Wi d
dagegen
die
P eis ela ion
e ände
und
zwa
in
de
Rich ung
eine
E höhung
on
m, so
beweg
sich
de
P eis olg.e
in
Rich ung
M
und
nähe
sich
dami
eine
P eis
elas izi ä
on
eins.
Hie aus
olg
umgekeh ,
daß
je
kleine
m
is ,
des o
ge inge
is
die
P eiselas izi ä
ü
den
P eis olge .
Da
es
abe
ü
meine
Un e g enze
(Punk
B2)
gib ,
so
gib
es
auch
eine
solche
ü
die
P eis-
elas izi ä
des
P eis olge s,
sowei
sie
on
m
bes imm
wi d.
Somi
e gib
sich
ü
die
P eis
elas izi ä
beim
he e ogenen
Dyopol
im
P inzip
das
gleiche
wie
beim
homogenen
Dyopol.
In
beiden
Fällen
is
die
5
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
66
E ns
Heuß
P eisun e g enze
on
de
P eiselas izi ä
de
Ma k nach age
abhängig.
Hie in
bes eh
das
Gemeinsame
on
Oligopol
und
Monopol.
Im
Gegensa z
dazu
s eh
die
po'lypolis ische
Ve hal ensweise,
bei
de
sich
de
einzelne
An-
bie e
nich
nach
de
Ma k -,
son:de n
nach
de
P odUik nach age25
aus-
ich e .
Die
P eiselas izi ä
de
P oduk nach age
wi d
abe
o
allem
on
de
K euzp eiselas izi ä
bes imm
und
kann
dahe
selbs
bei
eine
seh
ge ingen
P eiselas izi ä
de
Ma k nach age
ech
hoch
sein
26•
Anhang
11.
Das
ei e
Oligopol
als
wachs umshemmende
bzw.
als
in a ions e u sachende
Fak o
Im
Tex
oben
is
da geleg
wo den,
daß
die
P eispoli ik
des Oligopols
in
de
Aus eüungs-
und
S agna ionsphase
das
Wachs um
ande e
Mä k e
und
dami
ganz
gene ell
das
Wachs um
eine
Volkswi scha
hemm .
Diese
Wi kungsweise
läß
sich
be ei s
an
Hand
eine
seh
ein achen
Volkswi -
scha
mi
nu
zwei
P oduk en
zeigen.
In
den
beiden
obens ehenden
Abbildungen
we den
ü
die
Nach age
nach
P oduk
1
und
ü
die
nach
P oduk
2
olgende
Funk ionen
angenom-
men.
Mi
Y
wi d
das'
Nominaleinkommen
und
mi
A
und
B
we den
bes imm e
Koe izien en
bezeichne ,
ü
welche
die
G ößen ela ion
3 B >
A2
gil .
Wie
aus
beiden
Nach age unk ionen
e sich lich is ,
wi d
ü
die
Nach age
beide
Gü e
s e s
das
gesam e
Einkommen
Y
ausgegeben.
Was
Gu
Xl
be i ,
so
be iedig
es
ein
G undbedü nis,
wie
z. B.
das
on
Nah ung,
Kleidung
ode
Wohnung.
Die
zunehmende
Sä igung
mi
einem
solchen
Gu
d ück
sich
in
de
bei
sinkendem
P eis
Pi
abnehmenden
P eis
elas izi ä
de
Nach-
age
aus.
Das
gleiche gH
ü
die
Einkommenselas izi ä
de
Nach age,
die
mi
s eigendem
Einkommen
äll .
Um
einen
ande en
Sach e hal
handel
es
sich
bei
Gu
x2'
Dieses
angie
in
de
D ingIichkei sskala
hin e
den
G und-
bedü niss'en,
wie
es
z.
B.
ü
die
Nach age
nach
Fe nsehappa a en
zu e -
en
dü e.
Diesen
Fall
gib
die
Nach age unk ion
on
X2
wiede .
Bei
ih
s eig
die
Einkommenselas izi ä
bei
sinkendem
P eis
Pi
27,
ode
ande s
aus-
ged ück ,
bei
s eigendem
Realeinkommen,
wenn
mi
Pi
das
Realeinkommen
gemessen
wi d.
Was
die
Angebo ssei e
be i ,
so
we den
de
Ein achhei
halbe
kons an e
G enzkos en
un e s ell ,
und
zwa
Kos en,
die
nu
aus
di ek en
A bei sau wendungen
bes ehen.
In
de
Ausgangslage
we den
Vollbeschä igung
und
ollkommene
Kon-
ku enz
au
beiden
Mä k en
un e s ell .
Bei
gegebene
Nach age
Ni
und
N2
25
Mi
P oduk nach age
wi d
die
Nach age unk ion
Xl
= Fl
(P ,
P2)
be-
zeichne ,
wobei
de
P eis
des
Konku enzgu es
x2eine
gegebene
G öße
bilde .
26 Vgl. E. Heuß,
Allgemeine
Ma k heo ie,
a. a.
0.,
S.
159 .
27
S eng
genommen
e eich
hie
die
Einkommenselas izi ä
de
Nach-
age
on
x2
ih
Maximum
dann,
wenn
P
so
nied ig
is ,
daß
nahezu
die
absolu e
Sä igungsmenge
on
Xl
e eich
is .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die
We bewe bs-
und
Wachs umsp oblema ik
des
Oligopols 67
NI
,
N.
.
"'
0.,
'I
0.,
Cl.,
I
0.
,
, j
x;.
,
.::
h,
~
~
~
1/
l
,
Abbildung
2a
Abbildung
2b
we den
demen sp echend
die
Mengen
bl
und
b2
zu
den
P eisen
al
und
~
p oduzie
und
abgese z .
Es
sei
nun
angenommen.,
daß
du ch
den
ech-
nischen
Fo sch i
de
physische
A bei sau wand
au
die
Häl e
eduzie
wi d.
Dadu ch
sinken
bei
ollkommene
Konku enz
die
P eise
on
al
au
al'
und
on
~
au
~'.
Au
diese
Weise
wi d
es
möglich,
P oduk ion
und
Absa z
des
Gu es
xl
au
bl'
zu
e höhen.
AHe dings
eich
diese
P oduk ions-
zuwachs
nich
aus,
alle
A bei sk ä e,
die
o
dem
echnischen
Fo sch i
ü
die
P oduk ion
on
bl
benö ig
wo den
sind,
wiede
einzuse zen.
Die
E klä ung
hie ü
gib
die
ge inge
Au nahme ähigkei
des
Ma k es,
die
beim
P eis
a '
eine
P eiselas izi ä
de
Nach age
on
kleine
als
1
au -
weis .
Au
de
ande en
Sei e
jedoch
bedeu e
eine
solche
ge inge
P eis-
elas izi ä
de
Nach age
eine
kleine e
Ausgabensumme
de
Konsumen en
ü
dieses
Gu ,
wodu ch
sie
in
die
Lage
e se z
we den,
die
e spa en
Geld-
be äge
ü
Gu
x2
zusä zlich
zu
e wenden.
Wie
Abbildung
2 b zeig ,
e -
schieb
sich
dadu ch
die
Nach age
on
N2
nach
N2
'.
Da
auch
au
diesem
Ma k
du ch
den
echnischen
Fo sch i
die
Kos en
on
~
au
a2'
ge allen
sind,
s eig
de
Absa z
au
das
D ei ache
und
zwa
on
b2
au
b2
'.
Eine
solche
P oduk ionse höhung
is
abe
nu
du ch
Zu ückg ei en
au
die
A -
bei sk ä e,
die
nich
meh
ü
die
P oduk ion
on
Xl
benö ig
we den,
möglich.
Es
schläg
sich
somi
de
echnische
Fo sch i
in
einem
allge-
meinen
Wachs um
de
Volkswi scha
niede ,
wobei
alle dings
die
Wachs-
ums a en
de
einzelnen
B anchen
e s'chieden
sind,
ein
Vo gang,
de
ypiSch
ü
das
Wachs um
on
Indus ie olkswi scha en
is .
5"
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
68
E ns Heuß
Seh
e schieden
da on
wi k
sich
de
echnische
Fo sch i
aus,
wenn
s a
de
ollkommenen
Konku eIliZ
ü
den
Ma k
xl
ein
Oligopol
im
Bau-
molschen
Sinne
un e s ell
wi d.
Vo
dem
echnischen
Fo sch i
haben
die
OIigopolis en
aui
Ma k
xl
ih en
Umsa z
maximie
28
,
wenn
sie
die
Menge
bl
zum
gleichen
P eis
al
abse zen.
An
diesem
P eis
hal en
sie
abe
auch
nach
Du ch üh ung
des
echnischen
Fo sch i s
es ,
obgleich
ih e
Kos en
aui
a/
gesunken
sind.
Wü den
sie
hingegen
ih en
P eis
senken,
so
zöge
dies
eine
Umsa1lzminde ung
nach
sich,
die
ih e
Zielse zung
zuwide
lie e.
Eine
solche
Hochhal ung
des
P eises
ü
Gu
Xl
e hinde
abe
eine
F eise zung
on
Kau k a
ü
P oduk
x2.
Es
bleib
dahe
die
Nach age
N2
ü
Gu
x2
un-
e ände ,
was
bei
eine
P eissenkung
au
~'
(aui
Ma k
x2
wi d
wie
o -
he
oHkommene
Konku enz
un e s ell )
die
P oduk ion
nu
au
b2"
an-
s eigen
läß .
Au
diese
Weise
e hinde
das
oligopoHs ische
Ve hal en
nich
nu
ein
Wachs um
au
dem
eigenen
Ma k ,
sonde n
sch änk
da übe
hinaus
auch
das
Wachs um
au
Ma k
x2
on
b2'
au
b2"
ein.
Demzu olge
be äg
hie
die
olkswi scha Liche
Wachs ums a e
nu
die
Häl e
on
de jenigen
bei
olls ändige
Konku enz.
Da übe
hinaus
ha
abe
die
oligopolis ische
Absa zpoli ik
au
Ma k
x"
noch
wei e e
nega i e
Auswi kungen.
So
is
zu
bedenken,
daß
in
diesem
-Falle
die
olkswi scha liche
P oduk ion
nich
meh
wie
o he
im
gleichen
Ve häl nis
wie
die
P oduk i i ä
s eig ,
was
eine
en sp echende
A bei slosigkei
nach
sich
zieh .
Es
wä e
naheliegend,
eine
solche
A bei slosigkei
als,
eine
echnologis,ch
beding e
zu
bezeichnen.
Wie
abe
oben
gezeig
wo den
is ,
ha
de
gleiche
echnische
Fo sch i
keine
de a ige
A bei slosigkei
mi
sich
geb ach ,
als
au
beiden
Mä k en
ollkommene
Konku enz
un e s ell
wo den
is .
Noch
e ehl e
wä e
es,
in
eine
solchen
A bei slosigkei
eine
K eislau s ö ung
zu
sehen.
Da
hie
das
gesam e
Einkommen
s e s
e ausgab
wi d,
is
diese
Fall
on
o n-
he ein
ausgeschlossen.
Also
handel
es
sich
hie
um
eine
ausgesp ochene
oligopol-
bzw.
monopolbeding e
A bei slosigkei .
Es
is
alle dings
möglich,
auch
eine
de a ige
A bei slosigkei
mi els
zu-
sä zliche
e ek i e
Nach age
zu
besei igen.
Im
Gegensa z
zu
k eis'lau -
beding en
A bei slosigkei
üh
abe
hie
ein
solche
Mi eleinsa z
zu
In la-
ion.
E höh
man
nämlich
ü
diesen
Zweck
das
Nominaleinkommen
um
50 0
/0,
so
e schieben
sich
die
Nach agen
nach
Nl"
und
N2
",
und
es
wä e
dahe
eine
P oduk ionsauswei ung
aui
bl
'"
und
b2
'"
zu
e wa en,
womi
die
A bei slosigkei
besei ig
wä e.
Hie
is
jedoch
zu
bedenken,
daß
bei
eine
solchen
Nach age e schiebung
on
Nl
nach
Nl"
au
Ma k
Xl
das
Umsa z-
maximum
nich
meh
beim
P eis
al'
sonde n
beim
höhe en
P eis
a(
lieg .
E höhen
demen sp echend
die
Oligopolis en
den
P eis,
so
geh
die
P oduk-
ion
on
Xl
wiede
au
bl
zu ück.
Mi
eine
solchen
P eise höhung
aui
al"
wi d
abe
Kau k a
on
Ma k
x2
abgezogen,
so
daß
sich
die
Nach age
nach
P oduk
x2
wiede
nach
links
e schieb
und
die
Posi ion
on
N2'
ein-
nimm ,
was
einen
Absa z
on
nu
b2'
zuläß .
So
komm
es
o z
diese
Nominaleinkommense höhung
e neu
zu
eine
A bei slosigkei ,
was
nach
wei e e
zusä zliche
Nach age
e lang .
E s
dann,
wenn
das
Nominal-
einkommen
gegenübe
de
Ausgangslage
au
das
Doppel e
und
dami
die
Nach age
au
Nl
'"
und
N2
'"
e höh
wo den
is ,
is
auch
bei
eine
oligopo-
lis ischen
P eisbildung
aui
Ma k
Xl
wiede
Vollbeschä igung
möglich,
bei
de
die
Mengen
bl
und
b2
'"
p oduzie
we den.
Alle dings
is
eine
solche
mi
eine
P eiss eige ung
on
Xl
au
das
Doppel e,
und
zwa
aui
al'"
e -
kaui ,
obgleich
de
P oduk ionsau wand
au
die
Häl e
geSlUnken
is .
28
Un e s ell
man
Gewinnmaximie ung,
so
e geben
sich
im
P inzip
die
gleichen
Konsequenzen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Die
We bewe bs-
und
Wachs umsp oblema ik
des
Oligopols 69
In
de
bishe igen
Analyse
wu de
angenommen,
daß
die
Nominallöhne
auch
nach
Ein üh ung
des
echnischen
Fo sch i s'
un e ände
bleiben.
Nimm
man
hingegen
an,
daß
in
dem
Um ang,
wie
die
P oduk i i ä
s eig ,
auch
die
Lohnsä ze
he au gese z
we den,
so
e bess,e
sich
dadu ch
keines-
wegs
die
Lage
ü
die
A bei sk ä e,
wie
man
zunächs
e wa en
wü de.
S a
dessen
wi d
dadu ch
nu
de
P eisau ieb
e schä .
Auch
hie
is
es
zweckmäßig, ,au
beiden
Mä k en
zunächs
ollkommene
Konku enz
zu
un e s ellen.
In
diesem
Falle
schließ
die
Lohne höhung
im
Ausmaß
de
P oduk i i ä s e besse ung
eine
P eiss,enkung
au
al'
und
a2'
aus,
da
zwa
die
Real-,
abe
nich
die
Geldkos en
gesunken
sind.
Folglich
läß
sich
die
P oduk ion
nich
au
bl'
und
b2'
(de
mi
(N
2
')
be z;eichne e
Ku ena m
in
Abb.
3 b
gib
die
dazu
en sp echende
Nach age
an,
also
N2'
on
Abb.
2 b)
auswei en,
und
es
we den
dahe
alle
diejenigen
A bei sk ä e
eigese z ,
die
du ch
den
echnischen
Fo sch i
ü
die
un e ände e
P oduk ion
bl
und
b2
nich
meh
benö ig
we den.
Fak isch
e hinde
eine
solche
Lohn-
poli ik
de
Gewe ks'cha en
nich
wie
die
ulgä -ökonomische
Kau k a -
heo ie
behaup e ,
eine
A bei slosigkei ,
sonde n
u
sie
di ek
he o
2o
•
Zu
Ve hinde ung
eine
solchen
A bei slosigkei
is
es
no wendig,
das
Nominaleinkommen
im
gleichen
Um ang
wie
die
Löhne
zu
e höhen.
Diese
Kons ella ion
is
in
Abbildung
3 a
und
3 b
wiede gegeben.
So
e schieben
sich
die
Nach age unk ionen
on
Nl
und
N2
nach
N '
und
N2
',
was
die
P o-
duk ion
au
bl'
und
b2' ans, eigen
läß .
Ein
solches
Gleichgewich
wi d
abe
nu
dann
e eich ,
wenn
au
beiden
Mä k en
ollkommene
Konku enz
he sch .
Bes eh
abe
au
Ma k
Xl
ein
Oligopol,
so
we den
wei e e
Nomi-
naleinkommense höhungen
wie
in
Abb.2
no wendig.
E s
nachdem
das
No-
minaleinkommen
sowei
e höh
wo den
is ,
daß
au
beiden
Mä k en
die
Nach age
die
Posi ionen
on
N '''
und
N2
'"
ei mimm ,
is
wiede um
Voll-
beschä igung
e eich .
Ve gleich
man
diese
Lage
mi
de
Abb.2,
so
zeig
sie
die
gleiche
P oduk ion
on
Xl
und
x2
und
ebenso
die
gleiche
Einkom-
mens e eilung.
De
einzige
Un e schied
bes eh
in
den
höhe en
Löhnen
und
P eisen.
Es
is
hie
mi
Hil e
seh
ein ache
Annahmen
gezeig
wo den,
wie
sich
das
oligopolis ische
Ve hal en
au
Wachs um
und
P eisni eau
auswi k .
Zum
gleichen
E gebnis
käme
man
bei
wi klichkei snähe en
Annahmen,
wie
z.
B.
un e schiedlichen
P oduk ions unk ionen
ü
die
einzelnen
Un e nehmungen
ode
auch
komplexe en
Ma k s uk u en
(s a
homogene
Gü e
he e ogene
au
dem
jeweiligen
Ma k ).
Alle
diese
und
noch
ande e
Fak o en
ließen
sich
be ücksich igen,
ohne
abe
am
Ke n
de
Sache
e was
zu
ände n.
Es
sei
dahe
nu
au
einen
Fak o
ku z
hingewiesen,
de
die
hie
da geleg en
Wi kungen
29
Wenn
on
Gewe kscha ssei e
behaup e
wi d,
daß
die
A bei szei e -
kü zung
zu
Ve hinde ung
·eine
echnisch
beding en
A bei slosigkei
no -
wendig
sei,
so
is
dies
nu
insowei
ich ig,
als
sie
selbs
du ch
eine
solche
Lohnpoli ik
die
A bei slosigkei
gescha en
haben.
E was
·ande s
liegen
die
Dinge,
wenn
man
die
Kau k a heo ie
de
Löhne
k eislau heo e isch
in e -
p e ie .
Hie
is
da an
zu
e inne n,
daß
es
nich
Sache
de
Lohnpoli ik
sein
kann,
au
dem
Wege
übe
höhe e
Löhne
die
olkswi scha liche
Konsum-
neigung
zu
e g öße n
(höhe e
Konsumneigung
des
A bei nehme s
gegen-
übe
dem
Un e nehme einkommen),
um
dami
die
neg,a i en
Auswi kungen
eine
zu
ge ingen
In es i ion
zu
e hinde n.
Das
gleiche
gil
auch
ü
den
umgekeh en
Fall,
wenn
die
A bei e
zu
e höh em
Spa en
angehal en
we -
den,
um
dami
eine
sons
ü
sie
ungüns ige
Einkommens e eiIung
(du ch
zu
hohe
In es i ionen)
zu
e meiden.
In
beiden
Fällen
handel
es
sich
um
Fehle
de
Wi scha spoli ik,
die
nich
du ch
lohnpoli ische
Ak ionen
beho-
ben
we den
können.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
70
N,·
4.,.
- --'--l
0.,
;--;--- ----l
a.'
I
---
&,
b'
I
Abbildung
3a
E ns Heuß
I
0-,
~'
~- ----- --~----~~~
b'
11
L b
L
Abbildung
3b
e was
abschwäch .
So
is
da an
zu
e inne n,
daß
in
de
Wi klichkei
nich
wie
hie
die
gleiche
P oduk i i ä s e besse ungs a e
ü
alle
Mä k e
un e -
s ell
we den
da .
Dies
gil
besonde s
dann,
wenn
sich
de
eine
Ma k
in
de
Aus ei ungs-
ode
soga
in
de
S agna ionsphase,
und
sich
de
ande e
Ma k
in
de
Expansionsphase
be inde .
Es
müß e
dahe
ü
Ma k
Xl
eine
ge inge e
P oduk i i ä s o sch i s a e
als
ü
Ma k
X2
angenommen
we -
den.
Eine
solche
Modi ika ion
wü de
alle dings
die
Zusammenhänge
wesen -
lich
komplizie e
machen,
indem
zusä zliche
F agen
des
Gleichgewich s
au
dem
A bei sma k
( e s'chiedene
Lohnen wicklung
au
beiden
Mä k en)
zu
behandeln
wä en,
wes,wegen
on
eine
solchen
Da s ellung
abgesehen
wo -
den
is .
Da
sich
dadu ch
p il1lLipiell
nich s
ände ,
äll
diese
Ve ein achung
nich
zu
s a k
ins
Gewich .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Das P inzip de gegengewich igen Ma k mach
als Ansa zpunk ü die We bewe bspoli ik
Von
P o .
D .
Clemens-Augus
And eae
(Innsb uck)
A. De o dnungspoli ische Ansa z
Obwohl
de
Ve asse
We
da au
leg ,
das
Gegengewich sp inzip
in
e s e
Linie
als
ein
Ins umen
zu
We bewe bs ö de ung
und
-e -
hal ung
und
e s
sekundä
als
E sa z
des
We bewe bs
e s anden
zu
wissen,
emp iehl
es sich,
den
Gedanken
de
gegengewich igen
Ma k -
mach
zunächs
in
den
g öße en
Rahmen
de
O dnungspoli ik
zu
s el-
len.
O dnungspoli ische
und
we bewe bspoli ische
Gesich spunk e
sind
nich
imme
leich
auseinande zuhal en.
Le z en
Endes
is
We be-
we bspoli ik
imme
O dnungspoli ik.
De
We bewe b
an
sich
kann
ja
bekann lich
selbs
nich s
o dnen,
ielmeh
beda
e
selbs
de
O d-
nung.
Au
welche
A
und
Weise
de
We bewe b
geo dne
we den
soll,
is
Au gabe
de
We bewe bspoli ik
im
speziellen.
Bei
de
speziellen
We bewe bspoli ik
is
jedoch
die
Ge ah
gegeben,
daß
das
Augenme k
einsei ig
au
den
We bewe b
an
sich
ge ich e
wi d,
ohne
zu
sehen,
daß
de
wi scha liche
Ablau
auch
noch
ande e
O dnungsins umen e
beda ,
die
keineswegs
An inomien
zum
We be-
we b
da s ellen
müssen,
sonde n
im
Gegen eil
häu ig
e s
den
We -
bewe b
e möglichen.
Die
Koope a ion,
die
Zusammena bei
au
G und
gleiche
In e essen,
ha
Weippe
als
"selbs ändiges
Ges al ungs-
und
O dnungsp inzip"
neben
den
We bewe b
und
die
zen ale
Planung
ge-
s elI 1.
Die
s aa liche
Planung,
die
keineswegs
imme
im
Ex em
de
allum assenden
Zen al
planung
gesehen
we den
muß,
kann
du ch
Da-
en e ände ungen
die
obigen
O dnungsp inzipien
e gänzen
ode
du ch
Wechsel
on
Da en
selbs
wi scha s
o dnend
wi ken.
Aus
diese
Sich
s ell
auch
die
Scha ung
und
gese zliche
Ga an ie
eine
bes imm en
We bewe bso dnung
einen
Ak
s aa liche
Planung
da ,
den
P edöhl
einmal
e end
als
"Neolibe alen
Di igismus"
bezeichne
ha
2•
1
Weippe ,
G.:
Zu
P oblema ik
de
Zielbes immung
in
wi scha spoli i-
schen Konzep ionen, in:
Zu
G undlegung wi scha spoli ische Konzep io-
nen, h sg. on H.-J. Se aphim, Sch i en des Ve eins
ü
Socialpoli ik,
N.
F.
Band
18,
Be lin
1960,
S.
193.
2
P edöhl,
A.: Monopol
und
Konku enz
in
p agma ische Sich , in: Volks-
wi scha liche Ko espondenz de Adol -Webe -S i ung,
3.
Jg., N .
19,
1964.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
78
Clemens-Augus And eae
komme
17•
De
S aa
dü e
ih e
En wicklung
ode
Bildung
au
keinen
Fall
behinde n
ode
ga
e bie en,
im
Gegen eil
seine
Au gabe
sei
es,
sie
gegebenen alls
zu
e mun e n
ode
zu
ö de n
18•
Die
da aus
en s e-
henden
un e meidlichen
bila e alen
Oligopole
und
Monopole
seien
im
Hinblick
au
die
höhe e
E izienz
de
Wi scha
ökonomisch
und
sozio-
logisch
e wünsch .
Das
Konzep
Galb ai h'
ha
he ige
Diskussionen,
eils
des uk i e,
eils
kons uk i e
K i iken
ausgelös .
Im
Os en
wu de
es
als
ein
Kon-
zep
zu
Re ung
des
Kapi alismus
angesich s
de
sich
e schä enden
K ise
de
bü ge lichen
Ökonomie
bezeichne
19•
Im
Wes en
en zünde e
sich
die
Diskussion
an
de
F age,
ob
und
wie
die
gegenwä igen
S uk-
u ände ungen
au
den
Angebo s-
und
Nach agemä k en
noch
mi
den
E kenn nissen
de
We bewe bs heo ie
in
Einklang
geb ach
we den
können.
S igle
20
mein ,
das
Gegengewich skonzep
eduzie e
sich
in
heo e-
ische
Hinsich
au
das
bila e ale
Monopol,
das
in
seinen
Auswi kun-
gen
dem
Gedanken
de
Gegenk a
wide sp eche.
Eine
Theo ie
de
bila e alen
Oligopole
gäbe
es nich ,
das
Ve hal en
de
Oligopolis en
nähe e
sich
s a k
dem
de
Monopolis en an.
Schwei ze
21
se z
sich
in
ie
Thesen
mi
de
Theo ie
Galb ai h'
aus-
einande .
Die
e s e
These,
die
Iden i ä s hese,
un e s elle,
daß
alle
Mach e scheinungen
gleicha ig
seien.
In
de
Wi klichkei
müsse
jedoch
nach
e schiedenen
A en
on
Mach
di e enzie
we den.
So
sei
auch
die
zwei e
These,
die
Unausweichlichkei s hese
(ine i abili y
heses),
nich
hal ba ,
da
nich
allgemein
die
Bildung
on
Gegenmach
e wa e
we den
könne.
Und
selbs
wenn
es
zu
eine
Gegenmach -Bildung
komme,
üh e
diese nich
zu
eine
Neu alisie ung
de
Mach
(Neu a-
lisie ungs hese),
sonde n
diese
e se ze
die
Kon ahen en
in
die
Lage,
ih e
Mach
gegenübe
den
indi ek en
Be eilig en
wi ksam
we den
zu
lassen.
Die
le z e
These,
die
Dezen alisie ungs hese,
die
da on
ausgehe,
daß
das
Gegengewich sp inzip
zu
eine
Dezen alisie ung
wi scha -
liche
En scheidungen
üh e
und
den
s aa lichen
Sek o
zu ückzud än-
gen
e möge,
we de
schließlich
du ch
die
p ak ische
En wicklung
ein-
deu ig
wide leg .
17
Galb ai h,
J.
K.:
a.a.O.,
S.
118
.
18
Galb ai h,
J. K.: a.a.O.,
S.
143.
19
Bönisch, A.: Die heo e ischen Anschauungen on J.
K.
Galb ai h
und
ih
Ein luß au die gegenwä ige Wi scha spoli ik
de
USA, in: Wi scha s-
wissenscha ,
10.
Jg.,
1962,
S.
434
.
20
S igle ,
G.
J.:
The Economis Plays
wi h
BIoes, in: The Ame ican Eco-
nomic Re iew,
Pape s
and P oceedings,
Vol.
XLIV, N .
2,
1954,
S.
7
.
21
Schwei ze ,
A.: A C i ic o Coun e ailing Powe , in:
Soda
1 Resea ch,
an
In e na ional Qua e ly o Poli ical and
Sodal
Sdence,
Vol.
21,
1954,
S.
253
bis
285,
insbes.
277
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Das P inzip
de
gegengewich igen
Ma k mach
79
E was
posi i e
beu eil
Mille
22
die
Gedanken
Galb ai h'.
Seine
Einwände
ich en
sich
gegen
die
seine
Meinung
nach
zu
wei gehende
Ve allgemeine ung
einige
s uk u elle
En wicklungen
in
de
mode -
nen
Wi scha .
Gleichwohl
wi d
on
ihm
zugegeben,
daß
die
gegen-
wä igen
En wicklungen
mi
den
he kömmlichen
We bewe bmodellen
nich
meh
e klä
we den
können.
So g äl ige
Analysen
wi scha -
liche
Mach e häl nisse
seien
no wendig.
Alle dings
bezwei el
Mille ,
daß
bila e ale
Monopole
soziale
Spannungen
besei igen
können.
Dies
bes en alls
nu
dann,
wenn
es
geling ,
ein
annähe ndes
Gleichgewich
he zus ellen.
In
allen
ande en
Fällen
müsse
die
Gegengewich sbildung
zu
wei e en
Spannungen
üh en.
Auch
Adams
23
lehn
das
Gegengewich skonzep
nich
undweg
ab.
So e n
Gegengewich e
zu
Un e s ü zung
des
We bewe bs
gebilde
we den,
wä e
ihnen
eine
bedeu ende
Funk ion
nich
abzusp echen.
De
E sa z
des
We bewe bs
du ch
die
Gegengewich sbildung
sei
hingegen
abzulehnen,
da
sich
beide
Mach pa ne
au
Kos en
D i e
einigen
könn en.
De
A bei sma k
s elle
hie ü
ein
o enkundiges
Beispiel
da .
In
eine
ähnlichen
Rich ung
bewegen
sich
die
K i iken
on
Ulme
2
4,
Sp ange
25,
und
We ne
26•
Galb ai h
selbs
ha
es
seinen
K i ike n
eilweise
leich
gemach ,
da
seine
Gabe
de
Phan asie
in
manchen
Fällen
die
nüch e ne
Wissen-
scha lichkei
übe deck
und
ihn
in
das
"land
o
simpli ica ions"27
ge-
üh
ha .
So
nehmen
denn
die
meis en
K i ike
an
seinen
unzulässigen
Ve allgemeine ungen
Ans oß.
Au
de
ande en
Sei e
muß
abe
auch
an
die
K i ike
de
Vo wu
ge ich e
we den,
daß
sie
zu
Beu eilung
des
Gegengewich sp inzips
lediglich
die
bishe igen
E kenn nisse
de
We -
bewe bs heo ie
als
Maßs ab
nehmen,
ohne
dieses
in
einen
g öße en
soziologischen
Zusammenhang
zu
s ellen.
Daß
das
Gegengewich sp in-
zip
in
manchen
Teilen
de
We bewe bs heo ie
wide sp ich ,
beweis
noch
nich ,
daß
es
alsch
is .
Umgekeh
könn e
ebenso
de
schlüssige
Beweis
ge üh
we den,
daß
die
We bewe bs heo ie
alsch
sei,
weil
sie
dem
Konzep
de
Gegenk ä e
wide sp eche.
22 Mille ,
J.
P.: Compe i ion
and
Coun e ailing Powe .
Thei
Roles
in
he
Ame ican Economy, in: The Ame ican Economic Re iew,
Pape s
and
P o-
ceedings, Vol. XLIV, N . 2, 1954, 15 .
23 Adams, W.: Compe i ion, Monopoly
and
Coun e ailing Powe ,
in:
The
Qua e ly
Jou nal
o Economics, Vol. LXVII, N . 4, 1953, S. 469 .
24 Ulme ,
M.
J.:
Some Re lec ions on Economic
Powe
and
Economic
Theo y, in: De Economis , 107. Jg., 1959,
S.
337
.
25 Sp ange , P. H.: Die Theo ie on
de
"Coun e ailing
Powe ",
J.
K.
Galb ai h' Rech e igung des ame ikanischen Kapi alismus, in:
Hambu ge
Jah buch
ü
Wi scha s-
und
Gesellscha spoli ik,
1.
Jah ,
1956, Sei e 158 .
28 We ne ,
J.:
Die Wi scha s e bände
in
de
Ma k wi scha ,
Zü ich-
S . Gallen 1957, S. 170
.
27
MiHe ,
J.
P.: a.a.O.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
80
Clemens-Augus And eae
Siche lich
is
am
Konzep
Galb ai h'
in
manche
Hinsich
be ech ig e
K i ik
zu
üben.
Die
Beispiele,
die
Galb ai h
o
Augen
ha ,
den
A -
bei sma k
und
die
Konzen a ion
im
Handel,
können
nich
e allge-
meine
we den.
Ge ade
diese
Mä k e
zeigen,
daß
au
ihnen
das
Ge-
gengewich sp inzip
nu
besch änk
unk ionie
ha ,
so
daß
besonde s
an
diesem
Punk
he ige
K i ik
einse zen
konn e.
So
wi d
auch
die
An-
nahme,
daß
sich
Gegen nach
zwangsläu ig
bilde,
hin ällig.
Da ü
müs-
sen
nämlich
bes imm e
Vo ausse zungen
gegeben
sein,
die
nich
au
allen
Mä k en
o handen
sind.
Is
aus
i gendwelchen
ökonomischen
ode
soziologischen
G ünden
eine
G uppe
on
Ma k eilnehme n
nich
o ganisie ba ,
so
kann
sie
ih e
Un e legenhei
am
Ma k
nu
du ch
poli ische
Gegen nach
au we en.
Abgesehen
on
diesen
no wendigen
Einsch änkungen
lieg
Galb ai h'
uneingesch änk es
Ve diens
jedoch
da in,
au gezeig
zu
haben,
daß
die
dynamische
Wi scha sen wicklung
zu
En s ehung
on
Mach posi io-
nen
au
beiden
Ma k sei en
üh
und
sich
die
mode ne
Wi scha s-
wissenscha
und
Wi scha spoli ik
dami
zu
beschä igen
ha .
Dabei
komm
e
zum
E gebnis,
daß
un e
gewissen
Vo ausse zungen
die
Bil-
dung
on
Gegen nach ,
sei sie
wi scha liche
ode
poli ische
A ,
das
güns igs e
Mi el
is ,
olkswi scha lich
ab ägliche
Übe mach
zu
kompensie en.
Hinsich lich
eine
p ak ischen
Anwendung
des
Gegengewich sp inzips
is
dahe
zunächs
on
den
ealen
Mach e häl nissen
auszugehen,
die
empi isch
zu
un e suchen
sind.
Da
die
o iginä e
Mach
du ch
gegenge-
wich ige
Mach
ausgeglichen
we den
soll,
geh
es
in
e s e
Linie
da um,
den
Mach saldo
es zus ellen.
Vo angige
Bedeu ung
komm
hie
den
Ve hal ensweisen
de
Mach äge ,
die
auße o den lich
schwe
zu
mes-
sen
ode
ga
zu
quan i izie en,
gleichwohl
abe
ü
die
Beu eilung
de
Mach ausübung
en scheidend
sind,
zu.
Die
mode ne
Theo ie
äg
die-
sem
Ums and
imme
meh
Rechnung.
E.
Schneide
will
Ma k o men
im
Sinne
on
Ve hal ensweisen
e s anden
wissen
28
•
Heuss
s ell
de
Ma k ypologie
eine
Un e nehme ypologie
gegenübe
29
•
Die
Ma k o m
im
he kömmlichen
Sinn
wi d
imme
wenige
aussage ähig
3o
•
A nd
mein ,
Ma k ausbeu ung
sei
nich
so
seh
eine
F age
de
Elas izi ä ,
als
de
In ensi ä .
Ausbeu ung
sei
mi
und
ohne
Monopole,
mi
und
ohne
Konku enz
möglich31•
28 Schneide , E.: Ein üh ung in die Wi scha s heo ie, IV. Teil, Tübingen
1962,
S.
377
und
11.
Teil,
5.
Au l., Tübingen
1958,
S.
59
.
29 Heuss, E.: Allgemeine Ma k heo ie, Tübingen
und
Zü ich
1965.
30
Vgl.
Hoppmann,
E.: a.a.O.,
S.
308
und
310.
31
A nd ,
H.: Ausbeu ung
und
Ma k o m. Ku en e schiebungen bei Ve -
ände ung des "Ökonomischen F eihei sg ades", in: Zei sch i
ü
die gesam e
S aa swissenscha ,
115.
Band,
1959,
S.
225.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Das P inzip
de
gegengewich igen Ma ik mach
81
Mi
Hil e
on
Ve hal ensmodellen
kann
dann
auch
aus
objek i en
Ta bes andsme kmalen
de
Mach saldo
bes imm
we den:
G öße
des
Ma k an eils,
Anzahl
de
Ma k eilnehme ,
Elas izi ä en
de
Nach age,
inanzielle
und
poli ische
Rückhal
und
on
besonde e
Bedeu ung
de
Zugang
neue
Ma k bewe be .
Le z e es
K i e ium
i
in
de
Theo ie
imme
s ä ke
in
den
Vo de g und.
Solange
po en ielle
We -
bewe b
gegeben
is ,
kann
"wi scha liche
Mach
(nich )
als
Auslese-
k i e ium
an
die
S elle
de
wi scha lichen
Leis ung
( e en)"32.
Wi d
abe
die
Au ech e hal ung
des
po en iellen
We bewe bs
zu
eine
o -
angigen
we bewe bspoli ischen
Au gabe,
so
is
es
nu
meh
schwe
möglich,
ein
g undsä zliches
Ve bo
on
Gegengewich sbildung
zu
be-
g ünden.
Dies
gil
im
besonde en
deshalb,
weil
e bo ene
Mach posi-
ionen
die
Tendenz
zeigen, sich
unme klich
und
unsich ba
ode
un e
Vo äuschung
gesam wi scha liche
Zielse zungen
zu
bilden.
111.
Vo ausse zungen de Anwendung gegengewich ige Ma k mach
Un e schiedlichen
Mach posi ionen,
die
zum
Ausgleich
d ängen,
lieg
s e s
ein
Kon lik ,
eine
Gegensa zbeziehung
zwischen
Mach ausübenden
und
Mach un e legenen
zug unde.
Wäh end
die
Mach ausübenden
be-
s eb
sind,
ih e
Posi ion
zu
hal en
ode
auszubauen,
e olgen
die
Mach un e legenen
das
Ziel,
ih e
Lage
zu
e besse n
und
den
Mach -
saldo
auszugleichen
ode
ga
ih e sei s
eine
übe mäch ige
Posi ion
zu
e eichen.
So
lieg
le z lich
jedem
Kon lik
das
P oblem
de
Ve eilung
on
Mach
zug unde
33
,
wobei
on
sei en
de
un e legenen
Pa ei
das
Ziel
in
einem
Mach ausgleich,
Mach o sp ung
ode
in
de
Ve nich ung
des
Gegne s,
d. h. Sieg,
bes ehen
kann.
Wi scha liche
Mach auseinande se zungen
können
aus
un e schied-
lichen
unk ionalen
Au gaben
on
Pe sonen
ode
Pe soneng uppen
und
aus
un e schiedlichen
G ada ionen
bei
g undsä zlich
gleichen
Zielse zun-
gen
inne halb
eine
Funk ionss u e
en s ehen.
Im
e s e en
Fall
lieg
ein
ech e
Mach kon lik
o ,
de
zum
Ausgleich
d äng ,
da
die
i alisie en-
den
G uppen
in
einem
gegensei igen
Abhängigkei s e häl nis
s ehen.
Die
Ve nich ung
des
Gegne s
wü de
hie
s eng
genommen
auch
den
Un e gang
de
eigenen
G uppe
nach
sich
ziehen.
Am
Ma k
e en
sol-
che
Mach e häl nisse
ganz
allgemein
zwischen
Anbie e n
und
Nach a-
ge n
au .
Im
einzelnen
können
sich
A bei nehme
und
A bei gebe ,
P oduzen en
und
Konsumen en,
P oduzen en
und
Anbie e
on
P o-
duk ions ak o en,
P oduzen en
und
Händle ,
Händle
und
Konsumen-
32
Hoppmann,
E.: a.a.O., S. 312.
33
Dah endo ,
R.:
Soziale Klassen und Klassenkon lik
in
de
indus iellen
Gesellscha ,
S u ga
1957,
S.
163.
6
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
82
Clemens-Augus
And eae
en,
In es o en
und
Spa e ,
Ak i e
und
Ren ne ,
Gläubige
und
Schuld-
ne ,
sowie schließlich
S aa
und
Ve bände
gegenübe s ehen.
Da
sich
die
Auseinande se zungen
hie
übe
e schiedene
Mä k e
e s ecken,
kann
on
e ikalen
Mach e häl nissen,
ausged ück
du ch
Ma k nach
und
Ma k gegen nach , gesp ochen
we den.
Ande s
e häl
es sich
bei
Mach e häl nissen
au
G und
un e schied-
liche
G ada ionen
inne halb
eine
Funk ionss u e.
Je
nach Besi z,
Fi-
nanzk a ,
Ma k an eil,
Umsa z,
s ehen
hie
au
einem
Ma k
ein
ode
wenige
g oße
Anbie e
ielen
kleinen
bzw.
ein
ode
wenige
g oße
Nach-
age
ielen
kleinen
gegenübe .
So
konku ie en
G oß-,
Mi els ands-
und
Kleinun e nehmen
au
de
einen
und
Wa en-,
Ve sandhäuse ,
De-
ail-
ode
Kleinhandel
au
de
ande en
Sei e
mi einande .
Da
sich
hie
die
Mach auseinande se zungen
übe
einen
und
denselben
Ma k
e -
s ecken, liegen
ho izon ale
Mach e häl nisse o , die sich als
Ma k -
haup mach
und
Ma k neben nach
gegenübe e en.
Das
Vo liegen
e ikale
Mach e häl nisse
kann
als Mach kon lik ,
jenes
ho izon ale
hingegen
als
Mach konku enz
bezeichne
we den.
Das
P oblem
de
Mach konku enz
bes eh
da in,
daß
hie
-
im
Un-
e schied
zum
Mach kon lik -
nich
so
seh
ein
Mach ausgleich
ode
Mach o sp ung,
sonde n
häu ig auch
de
Sieg
übe
den
Konku en en
anges eb
wi d.
De
Ve lockung,
den
Ma k
on
Konku en en
zu
säube n
und
alleine
zu
behe schen,
kann
wi ksam
du ch
das
Vo han-
densein
po en ielle
Konku enz,
die
monopolis ische
P ak iken
so o
mi
de
Neug ündung
on
Konku enzun e nehmen
bean wo en
wü -
de,
ein
Gegengewich
en gegengese z
we den.
Das
Haup p oblem
de
Anwendung
de
gegengewich igen
Ma k -
nach
bes eh
nun
in
de
Messung des Mach saldos.
Eine
ealis ische
Messung
se z
o aus,
daß
die
Bedingungen
de
Mach ausübenden
und
de
Mach un e d ück en
analysie
und
gegenübe ges ell
we den.
Da-
bei
is ,
wie
be ei s
e wähn ,
die
Si ua ions-
du ch
eine
Mo i a ions-
und
Ve hal ens
analyse
zu
e gänzen.
De
da aus
e mi el e
Mach saldo
kann
nich
genau
quan i izie ,
ehe
nu
annähe nd
geschä z
we den.
E
s ell
auch
keine
endgül ige
G öße
da ,
sonde n
beda ,
da
Mä k e
und
Ve hal ensweisen
s ändig
Ände ungen
un e wo en
sind,
on
Zei
zu
Zei
eine
übe p ü ung
und
Ko ek u .
Das
Schä ze gebnis solche
Analysen
kann
na ü lich
nich
zu
einem
absolu en
Mach ausgleich,
son-
de n
imme
nu
zu
annähe nd
gleichen Mach posi ionen
üh en,
was
abe
kein
A gumen
gegen
das
Gegengewich sp inzip
da s ell .
Im
Ge-
gen eil
lieg
ge ade
im
He an as en
an
die
Mach posi ion
de
Konku -
en en
das dynamische
Elemen
des Gegengewich sp inzips,
das
keines-
wegs
zu
dem
ielzi ie en
Hinau schaukeIn
on
Mach posi ionen
und
de
anschließenden
E s a ung
on
Mach e häl nissen
üh en
muß.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Das
P inzip
de
gegengewich i~en
Mal1k mach
83
Au
Sei en
de
Un e d ück en
en sp echen
dem
Mach saldo
la en e
In e essen,
die
en wede
selbs
mani es
we den
ode
mani es
gemach
we den
müssen.
Im
e s e en
Fall
wü de
eine
Un e d ückung
on
Ge-
gengewich sin e essen
au
die
Daue
zu
sozialen
Spannungen,
zu
Aus-
weich eak ionen
und
im
Ex em all
zu
poli ischen
Auseinande se zun-
gen
üh en.
Können
wi scha liche
In e essen
am
Ma k
nich
ausge-
agen
we den,
so
bes eh
die
Tendenz,
sie
au
die
poli ische
Ebene
zu
heben.
Die
O ganisie ba kei
un e d ück e
In e essen
häng
on
soziologi-
schen, psychologischen
und
ju is ischen
Gesich spunk en
ab. In soziolo-
gische
Hinsich
is
die
O ganisie ba kei
eine
G uppe
on
ih em
Ho-
mogeni ä sg ad
abhängig.
Je
homogene
eine
G uppe
zusammengese z
is , des o
leich e
kann
sie sich
o ganisie en,
um
so
g öße
is
abe
auch
ih e
An ech ba kei
on
außen,
da
sie
dazu
neig ,
das
eigene
G uppen-
in e esse
übe zube onen
34• So
sind
wi scha liche
Zusammenschlüsse
au
G und
gleichgea e e
In e essen
ela i
leich
o ganisie ba ,
abe
auch
s ändigen
An ech ungen
ausgese z .
Umgekeh
wi d
eine
O gani-
sa ion
um
so
schwie ige ,
je
b ei e
ih e
Mi gliede
in
de
Be ölke ung
ges eu
sind.
Ih e
An ech ba kei
on
außen
nimm
jedoch
in
dem
Maße
ab,
als
sie
K eise
aus
allen
Be ölke ungsschich en
um aß .
Aus
diese
Sich
is
die
Idee
des
Volkskapi alismus,
aus
A bei e n
Kapi ali-
s en
zu
machen
und
dadu ch
soziale
Spannungen
auszuschal en,
on
konsequen e
Logik.
Neben
de
soziologischen
Zusammense zung
spiel
auch
de
O gani-
sa ionswille
eine
G uppe
eine
g oße
Rolle.
Die
Geschich e zeig ,
daß
diese
Wille
aus
G ünden
de
T adi ion,
Kon en ion
ode
Resigna ion
nich
imme
o handen
wa .
Du ch
Bildung,
In o ma ion
und
Au klä-
ung
kann
e
jedoch geweck ,
in
manchen
Fällen
ge adezu
p o ozie
we den.
Das
bekann es e
Beispiel
s ell
wohl
de
Au u
im
Kommuni-
s ischen
Mani es
da :
P ole a ie
alle
Lände
e einig
euch!
Die
ju is ische
Vo ausse zung
ü
die
O ganisa ion
on
In e essen
bes eh
da in,
daß
de
Gese zgebe
wi scha lich
e nün ige
O ganisa-
ions o men
scha ,
die
je
nach
de
Eigena
de
wi scha lichen
Funk-
ion
und
Si ua ion
on
Fall
zu
Fall
e schieden
sein
können.
So
sind
die
ka ellis ischen
O ganisa ions o men
in
de
Indus ie
ande s
ge-
a e
als
die
en sp echenden
O ganisa ions o men
im
Handel
in
Fo m
on
Ke en,
Ve sand-,
Wa enhäuse n
und
Genossenscha en
ode
in
de
Landwi scha .
De
Gese zgebe
muß
sich
im
kla en
sein,
daß
on
eine
diese
O ganisa ions o men
nich
imme
zwingend
au
ein
be-
s imm es
Ve hal ensmo i
geschlossen
we den
kann.
Eine
Ka ellbil-
3'
Gehlen,
A.:
S udien
zu
An h opologie
und
Soziologie,
Neuwied
am
Rhein
1963, S. 248.
6'
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
84 Clemens-.A:ugus
And eae
dung
muß
nich
imme
das
Ziel
de
Ma k behe schung,
ih
kann
ebenso
de
Gedanke
de
Selbs hil e
ode
de
Abweh
eine
wi scha -
lichen
übe mach
zug unde
liegen. Auch
die
Genossenscha en
haben
ih en
u sp ünglichen
Selbs hil egedanken
in
ielen
Fällen
abgeleg
und
sind
ih e sei s
zu
ma k behe schenden
Konze nen
gewo den.
De
Ge-
se zgebe
muß
in
solchen
Fällen
die
dynamische
Wi scha sen wicklung
e olgen
und
O ganisa ions o men
inden,
die
den
wi scha lichen
Zielse zungen
en sp echen
35•
Das
Au inden
geeigne e
O ganisa ions o men,
is
auch
deshalb
on
besonde e
Bedeu ung,
da
dadu ch
die
Mach beziehungen
ins i u iona-
lisie
we den,
was
wiede um
zu
eine
In ensi ä s e inge ung
des
Mach kamp es
üh
und
einen
Schu z
o
Ex emisie ung
da s ell
36•
Fe ne
wohn
jede
O ganisa ion
eine
Tendenz
zu
Demok a isie ung
inne,
da
im
inne en
ein
s ändige
In e essenausgleich
un e
den
Mi -
gliede n
he beige üh
we den
muß.
Von
außen
bes eh
eine
wi ksame
Kon olle
du ch
die
ö en liche
Meinung,
de
sich diese
O ganisa ions-
o men
zu
un e we en
haben.
IV.
Bedingungen
de
Bildung
gegengewich ige
Ma k mach
In
einem
O dnungskonzep ,
das
die
gegengewich ige
Ma k mach
g undsä zlich
zuläß ,
muß
sich
de en
Bildung
un e
d ei
wesen lichen
Bedingungen
ollziehen.
Zunächs
ha
sie
im
Rahmen
des Rech s
zu
e olgen. Diese
Bedingung
beinhal e
ebenso
die
Ve p lich ung
ü
die
In e essen en
de
Gegen nach bildung, sich
inne halb
des
ech lichen
Rahmens
zu
bewegen,
wie
sie
dem
S aa
die
Au gabe
zuweis ,
geeigne e
Rech s-
ode
O ganisa ions o men
zu
scha en.
Die
zwei e
Bedingung
de
Gegen nach sbildung
bes eh
da in,
daß
siE'
au
dem
P inzip
de
Selbs hil e
be uhen
muß.
Die
No lage
des
Mach un e d ück en
und
dessen
Ausgleichswille
kann
nu
glaubha
sein,
wenn
alle
Möglichkei en
de
Selbs hil e
e g i en
we den.
E s
wenn
diese
Selbs hil emöglichkei en
nich
hin eichen,
e gib
sich
ü
den
S aa
die
Au gabe, sie
zu
ö de n,
zu
e gänzen
ode
im
Ex em all
zu
e se zen.
Dazu
komm
-
als
d i e
Bedingung
-
dem
S aa
im
Gegengewich s-
konzep
eine
subsidiä e
Bedeu ung
zu.
E
muß
seine
poli ische Mach
e s
dann
in
die
Waagschale
we en,
wenn
die
Gegenmach bildung
du ch
den
Ma k
nich
zu
einem
Ausgleich
ge üh
ha .
Au
diese
Weise
b auch
sich
de
S aa
nu
mi
Mach salden
zu
beschä igen.
35 Vgl.
And eae,
C.
A.:
Mach kon lik
und
Mach konku enz
in
de
Ma k -
wi scha ,
a.a.O., S.
60.
36
Dah endo .
R.: a.a.O., S.
227.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Das P inzip de gegengewich igen Ma ik mach 85
Seine
Funk ion
is
eine
ausgleichende,
wobei
e
de
En al ung
p i a-
e
Ini ia i e
die
e s e
Rolle
zuweis .
In
O dnungssys emen,
in
denen
die
Bildung
gegengewich ige
Ma k -
nach
nich
e laub
wi d,
is
de
S aa
wesen lich
meh
beansp uch .
E
muß
nämlich
o iginä e
Ma k nach
ze schlagen,
als
Reak ion
da au
au e ende
ode
au ge e ene
gegengewich ige
Ma k nach
eben alls
ze schlagen,
die
Neuen s ehung
on
Ma k nach
e hinde n
und
bei
s uk u ell-
ode
e assungs ech lich
beding en
Mach posi ionen
übe -
dies
den
Mach saldo
ausgleichen.
Dadu ch
wi d
e
gezwungen,
eine
A
"nega i e
Mach spi ale"
in
Gang
zu
se zen,
die
P edöhl,
wie
e wähn ,
als
"neolibe alen
Di igismus"
gekennzeichne
ha .
Das
häu ig
gegen
das
Gegengewich sp inzip
o geb ach e
A gumen ,
daß
wi scha liche
Mach
die
Tendenz
habe,
sich
mi
dem
S aa
zu
e ilzen,
muß
logische -
weise
auch
gegen
das
neo
libe ale
Konzep
de
Mach e hinde ung
und
Mach ze schlagung
gel en.
Denn
ein
S aa ,
de
mi
wi scha liche
Mach
e ilz
is ,
wi d
siche
zöge n,
diese
zu
ze schlagen.
Die
ge-
schich liche
En wicklung
zeig
soga
das
Gegen eil,
daß
die
S aa en
häu ig
eine
Scheinlösung
des
Mach p oblems
du ch
Ve s aa lichung
an-
s eben.
Mi le weile
haben
abe
auch
iele
sozialis ische
Pa eien
e -
kann ,
daß
dadu ch
ma k wi scha liche
Mach
nich
besei ig ,
sonde n
nu
beim
S aa
konzen ie
wi d
und
keineswegs
die
Ga an ie
ge-
geben
is ,
daß
diese
S aa
imme
on
Sozialis en
egie
sein
muß.
B. De we bewe bspoli ische Ansa z
Ve s eh
man
un e
We bewe bspoli ik
alle
Maßnahmen,
die
hin-
sich lich
de
Ausges al ung
des
We bewe bs
ge o en
we den,
so
wi d
in
diesem
Kapi el
zu
zeigen
sein,
wie
in
einem
Konzep
de
gegenge-
wich igen
Ma k nach
de
We bewe b
aussehen
soll.
Die
Gegengewich sbildung
se z
ein,
wenn
au
einem
Ma k
ein
wi -
scha liches
Ungleichgewich
en s eh ,
das
es
den
Mach übe legenen
ge-
s a e ,
dem
un e legenen
Ma k pa ne
seinen
Willen
au zuzwingen.
Da
in
diesem
Fall
kein
We bewe b,
ode
zumindes
kein
eie
We -
bewe b
he sch ,
is
es
Au gabe
und
Zweck
de
Gegen nach sbildung,
diesen
au
höhe e
S u e
wiede he zus ellen.
Sowohl
die
Übe mach
als
auch
die
Ohnmach
on
Un e nehmen
können
zu
S ö ungen
des
ma k -
wi scha lichen
An iebs-
und
S eue ungsmechanismus
üh en,
so
daß
es
eine
"di ek en
Beein lussung
de
Ma k nach e eilung"
beda ,
um
einen
Ausgleich
he zus ellen
37
•
Dabei
zeig
es
sich,
daß
das
Funk ionie-
en
des
We bewe bs
nich
on
eine
möglichs
g oßen
Zahl
on
Un e -
37 Kan zenbach,
E.:
Die Funk ions ähigkei des We bewe bs, Gö ingen
1966, S. 136.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
86 Clemens-Augl1s And eae
nehmen
abhäng ,
sonde n
ielmeh
da on,
ob
zwischen
diesen
Un e -
nehmen
de
We bewe b
ei
is .
Un e
Be ücksich igung
des
po en iel-
len
We bewe bs
kann
de
We bewe b
soga
ei
sein,
wenn
sich
nu
ein
Un e nehmen
am
Ma k
be inde
38•
Die
We bewe bs eihei
bezieh
sich
somi
eine sei s
au
Anzahl,
G öße
und
Ve hal ensweisen
on
au
einem
Ma k
o handenen
ak uel-
len
Konku en en
und
ande e sei s
au
alle
die
Konku en en,
"die
au
diesem
Ma k
zusä zlich
au e en
können"39.
Um
die
Wi ksamkei
des
We bewe bs
im
Gegengewich sp inzip
es s ellen
zu
können,
is
die
Ma k si ua ion,
die
zu
Gegengewich sbildung
üh ,
de
Ma k si ua-
ion,
die
du ch
die
Gegengewich sbildung
en s eh ,
gegenübe zus ellen.
I.
Ma k o men,
die
zu
Gegengewich sbildung
üh en
Bilde
den
Anlaß
ü
eine
Gegengewich sbildl1ng
eine
ho izon ale
Auseinande se zung
zwischen
Ma k haup mach
und
Ma k nebenmach ,
also
das
S eben
nach
einem
Mach ausgleich
inne halb
eine
"Indus ie"
im
Sinne
on
Ma shalI,
so
s ell
die
en sp echende
Ma k o m
ein
Teil-
oligopol,
ode
in
sel ene en
Fällen
ein
Teilmonopol
da .
In
de
Regel
han-
del
es
sich
um
zwei
ode
meh e e
g oße
Un e nehmen,
die
neben
eine
be äch lich
g öße en
Anzahl
kleine e
Un e nehmen
einen
Ma k
be-
lie e n.
Die
"g oßen
Oligopolis en"
dü en
sich
nun
keineswegs
dami
begnügen,
ih e
gegensei igen,
e mu e en
Reak ionen
in
ih e
Ma k -
s a egie
zu
be ücksich igen,
sonde n
müssen
auch
das
Ve hal en
de
ielen
Kleinen
in
ih e
Übe legungen
mi einbeziehen.
Sie
we den
dahe
bes eb
sein,
ih e
ohnehin
s ä ke e
Mach posi ion
so
auszubauen
und
noch
zu
e s ä ken,
daß
die
Reak ionen
de
ielen
kleinen
Un e neh-
me
au
ein
Minimum
eingesch änk
und
diese
in
die
S ellung
bloße
P eisanpasse
e wiesen
we den
können
4o
.
Le z e e
we den
sich
ih e -
sei s
um
so
ehe
mi
de
passi en
Ma k olle
ab inden,
je
meh
als
Al e na i e
ein
on
o nehe ein
be ei s
e lo ene
P eisk ieg
be ü ch-
e
we den
muß.
Eucken
is
de
Meinung,
daß
die
Ma k o m
des
Teil-
oligopols
"in
den
heu igen
Indus ielände n
eine
be äch liche
Rolle
spiele(n)"41.
Auch
Reck enwald
sieh
die
Wi klichkei
des
Oligopols
du ch
die
p ak isch
bedeu ungs olle en
asymme ischen
als
du ch
die
symme ischen
Ma k kons ella ionen
gekennzeichne
42
.
38
Hoppmann,
E.: a.a.O.,
S.
307.
39
Hoppmann,
E.: a.a.O.,
S.
312.
40 Vgl.
Ro hschild,
K.
W.: P eis heo ie
und
Oligopol, in: O , A.
E.
(H sg.):
P eis heo ie, Neue wissenscha liche Biblio hek,
2.
Au l., Köln-Be lin 1965,
368/69.
41
Eucken, W.: Die G undlagen
de
Na ionalökonomie,
6.
Au l., Be lin-
Gö ingen-Heidelbe g 1950,
S.
106.
42
Reck enwald,
H.
C.:
Zu
Leh e on den Ma k o men, in: O , A.
E.
(H sg.): a.a.O.,
S.
71.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
Das P inzip
de
gegengewich igen Ma k mach:
87
Eine
gänzlich
ande e
Ma k si ua ion
is
gegeben,
wenn
ein
Mach -
ungleichgewich
au
e ikale
Ebene
zwischen
Ma k nach
und
Ma k -
gegenmach , also zwischen
de
Anbie e -
und
de
Nach age sei e,
be-
s eh .
Hie
kann
ein
Angebo soligopol
gegeben
sein,
wenn
die
Nach-
agesei e
a omis isch
und
ein
Nach ageoligopol,
wenn
die
Angebo s-
sei e
a omis isch
s uk u ie
is . Das gleiche
gil
en sp echend
ü
das
Angebo s-
bzw.
ü
das
Nach agemonopol.
Das
ökonomische
P oblem
des
Oligopols
bes eh
da in,
daß
die
a omis ische
Ma k gegensei e
we-
sen lich
ge inge e
Ein lußmöglichkei en
au
die
P eisbildung
ha ,
als
dies
bei
polypolis ische
Konku enz
de
Fall
wä e.
Bei
einem
gegebe-
nen
Ma k p eis
we den
die
Oligopolis en
nich
geneig
sein,
Nach age-
ückgänge
im
P eis
zu
be ücksich igen.
Vielmeh
we den
sie,
da
sie
ü ch en,
daß
die
Konku en en
nachziehen
und
ein
P eiskamp
en -
s eh ,
bes eb
sein,
den
P eis
in
de
augenblicklichen
Höhe
zu
hal en
43•
So
is
de
Oligopol
p eis
du ch
eine
gewisse
S a hei
nach
un en
ge-
kennzeichne .
P eisen wicklungen
nach
oben
inden
ih e
G enze
in
de
Unsiche hei
übe
die
Ve hal ensweisen
de
ande en
und
in
de
Angs
o
dem
Anlocken
neue
Konku en en,
so
daß
auch
nach
oben
eine
e häl nismäßige
P eiss a hei
es zus ellen
is ,
es
sei
denn,
daß
eine
konjunk u elle
Au wä sbewegung
allgemeine
P eise höhungen
e -
laub .
Die
Höhe
des
Oligopolp eises
lieg
somi ,
heo e isch
nich
e aß-
ba ,
i gendwo
in
de
Mi e
zwischen
dem
Konku enz-
und
dem
Mono-
polp eis.
Da
zwischen
den
Oligopolis en
Konku enz
he sch ,
muß
de
Oligopolp eis
un e
dem
Monopolp eis liegen.
Da
diese
We bewe b
abe
du ch
monopolis ische
S a egien
eingesch änk
wi d,
bilde
sich
de
P eis
übe
dem
Konku enzp eis.
Fü
die
we bewe bspoli ische
Beu eilung
is
le z e e
Punk
on
ausschlaggebende
Bedeu ung.
Die
Ma k e so gung
könn e
billige
e olgen,
wenn
polypolis ische
Kon-
ku enz
he sch e
44•
11.
Ma k o men,
die
du ch
das
Gegengewich sp inzip
en s ehen
1.
Du ch
ho izon ale
Gegenmach sbildungen
en s ehen
aus
einem
Teiloligopol bzw.
einem
Teilmonopol
ein
Oligopol-
bzw.
ein
Dyopol.
Die
Nach eile eiloligopolis ische bzw.
eilmonopolis ische
Ma k o men,
die
da in
bes ehen,
daß
un e
Ums änden
iele
kleine
Un e nehmen
zu
"passi en
Kos gänge n"
einige
wenige
g oße
Un e nehmen
we den,
können
dadu ch
au gehoben
we den.
Im
Teiloligopol
wi d
deu lich
sich -
ba ,
daß
S ö ungen
im
ma k wi scha lichen
S eue ungs-
und
Len-
kungsmechanismus
nich
nu
au
de
übe mach ,
sonde n
o
allem
48
Vgl.
Sweezy, P. M.: Die Nach age beim Oligopol, in: O ,
A.
E.
(H sg.):
a.a.O.,
S.
321.
44
Vgl.
P eise , E.: Die Zukun unse e Wi scha so dnung,
4.
Au l., Gö -
ingen
1964,
S.
38
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
94
Clemens-Augus
And eae
De
s aa lichen
Konjunk u -
und
S uk u poli ik
äll
hie
na u gemäß
die
wich ige
Au gabe
zu,
Angebo
und
Nach age
zu
s abilisie en.
Fü
die
We bewe bspoli ik
und
das
Gegengewich sp inzip
olg
da aus,
daß
ih e
Beu eilung
und
ih
Einsa z
nich
isolie ,
sonde n
imme
im
Ge-
sam zusammenhang
de
s aa lichen
Wi scha spoli ik
e olgen
da .
Mach e schiebungen:
Mach posi ionen
können
du ch
Maßnahmen
de
s aa lichen
Finanz-,
Wi scha s-
und
Gesellscha spoli ik e scho-
ben
we den.
So
we den
beispielsweise
du ch
die
Ag a -
und
Mi el-
s andspoli ik
die
Mach e häl nisse
zuguns en
diese
wi scha lich
schwachen, gesellscha lich jedoch
schu zbedü igen
Schich en
geände .
Abe
auch
du ch
lang is ige
S uk u wandlungen
au
de
Nach age-
sei e
inden
Mach e schiebungen
s a .
Man
denke
nu
an
die
Ausein-
ande se zungen
Schiene-S aße,
Kohle-ÖI,
Wolle-Kuns ase n
usw.
Die
E scheinungen
des
Mach e schleißes,
de
Mach e lage ungen
und
de
Mach e schiebungen
zeigen,
daß
Mach
und
im
besonde en
wi scha liche
Mach
nu
un e
dem
Gesich spunk
de
Dynamik
de
gesellscha lichen
und
wi scha lichen
En wicklung
beu eil
we den
können.
Das
Gegengewich sp inzip
is
in
de
Lage,
diesen
dynamischen
Ve -
häl nissen
Rechnung
zu
agen.
Un e
gewissen
Vo ausse zungen
kann
Mach
bzw.
Gegenmach
gesellscha lich
no wendige,
s abilisie ende
Wi kungen
haben.
Daß
Mach
ko umpie end
wi ken
kann,
gil
nach
Gehlen
ebenso
on
de
Ohnmach 66. Diese
doppel e
Bedeu ung
de
Mach
ha
Pe ikles schon
in
eine
seine
Reden
angedeu e ,
wenn
e
sag :
"Dabei
schein
es
ebenso
unge ech ,
sie
an
sich
zu
eißen,
als
es
ge äh lich
is , sich
ih e
zu
begeben
G7
."
66
Gehlen,
A.:
Mach
(I), a.a.O., S. 80.
67
Schneide ,
R.:
E be
und
F eihei ,
Köln
1955, S.
66.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme eine einhei licben We bewe bs-Poli ik in de
EWG*
Von
P o .
D .
Hans
Mölle (München)
I. Die Angleichung des Ve häl nisses zwischen
S aa
und
Wi scha
1.
Im
deu schen
Sp achgebie
zeig
sich
ein
wissenscha liches
In e -
esse
an
G undsa z agen
des
We bewe bs
sei
den
d eißige
Jah en;
es
wu de
o
allem
on
Wal e
Eucken
geweck .
Seine
Un e scheidung
zwischen
den
zwei
"kons i u i en
G und o men"
on
Wi scha s-
sys emen,
zen algelei e e
Wi scha
und
Ve keh swi scha ,
und
seine
Un e gliede ung
de
Ve keh swi scha
nach
den
Ma k o men
sind
bekann
und
b auchen
hie
nich
e läu e
zu
we den.
Diese
Klas-
si ika ion
ha
lange
Zei
die
Vo s ellung
genäh ,
die
Au gabe
de
We bewe bs-Poli ik
e schöp e
sich
im
wesen lichen
in
de
Scha ung
eines
gese zlichen
Rahmens,
de
une wünsch e
Ma k o men
aus-
schließ .
Diese
p imi i e
Au assung,
die
on
Eucken
selbs
üb igens
nich
ge-
eil
wu de,
e schein
deshalb
besonde s
anziehend,
weil
sie
e laub ,
die
Zus ändigkei
des
S aa es
au
die
He s ellung
eine
geeigne en
Wi scha so dnung
zu
besch änken
und
insowei
den
on
s aa liche
In e en ion
eien
Wi scha sablau
als
Ziel
zu
pos ulie en.
Daß
diese
Au assung
selbs
ü
eine
isolie e
Volkswi scha
unhal ba
is ,
leh
die
p ak ische
E ah ung
mi
de
We bewe bspoli ik
in
ielen
Län-
de n.
Wi ksame
We bewe bspoli ik
e o de
le z lich
auch
s ändige
Einzelen scheidungen
übe
we bewe bs ele an e
Ta bes ände,
und
solche
En scheidungen
we en
die
bekann en
P obleme
und
Schwie ig-
kei en
a ionale
Wi scha spoli ik
au .
Da übe
wi d
spä e
noch
einiges
zu
sagen
sein.
Die
on
Eucken
en wickel en
Modell o s ellungen
weisen
den
häu ig
he o gehobenen
Mangel
au ,
daß
sie
den
S aa
nu
im
Rahmen
des
schwammigen
Da ums
" ech liche
und
soziale
O ganisa ion"
be ücksich-
igen. Doch
auch
ü
eine
Ve keh swi scha
is
das
Ve häl nis
zwi-
schen
S aa
und
Wi scha
ein
kons i u i es
Elemen
ü
die
a säch-
liche
Wi scha so dnung.
Fo mal
gleiche
We bewe bso dnungen
in
*
Im
Hinblick au
Cha ak e
und
Teilnehme
de
Ve ans al ung
wu de
da au
e zich e ,
au
die eichhal ige
Li e a u
insbesonde e zum zwei en
und
d i en Teil des Vo ages im einzelnen Bezug zu nehmen ode
ga
in
eine Auseinande se zung
mi
ih
einzu e en.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
96
Hans Mölle
e schiedenen
Lände n
sind
nu
scheinba
gleich,
wenn
das
Ve häl nis
zwischen
S aa
und
Wi scha
in
diesen
Lände n
un e schiedlich
ge-
s al e
is .
Nahezu
alle
s aa lichen
Eing i e
in
das
Wi scha sleben
be-
ein lussen
auch
den
We bewe b,
de
in olgedessen
du ch
seine
o male
O dnung
allein
nich
e schöp end
cha ak e isie
is .
Diese
Sach e hal
is
ü
den
Au bau
eine
We bewe bso dnung
de
EWG
on
en schei-
dende
Bedeu ung.
Daß
de
EWG-Ve ag
eine
einhei liche
We bewe bso dnung
o -
sieh ,
is
heu e
wohl
nich
meh
s i ig.
Dies
olg
aus
de
P äambel,
aus
den
G undsä zen
des
A .
3,
aus
ielen
Einzelbes immungen
und
aus
de
inne en
Sys ema ik
des
ganzen
Ve ages
1•
Eine
nich
nu
im
Fo malen
einhei liche
We bewe bspoli ik
de
EWG
ü
das
Gesam -
gebie
s eh
unausweichlich
o
de
Au gabe,
auch
dem
in
den
einzel-
nen
Mi gliedslände n
ech
e schiedenen
Ve häl nis
zwischen
S aa
und
Wi scha
Rechnung
zu
agen.
Wenn
diese
We bewe bspoli ik
de
EWG
auch
ma e iell
einige maßen
einhei lich
sein
soll,
beda
es
eine
gewissen
Angleichung
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi -
scha
in
den
Mi gliedss aa en.
Die
bes ehenden
Un e schiede
im
Ve häl nis
zwischen
S aa
und
Wi scha
können
hie
nich
e schöp end
da geleg ,
ja
nich
einmal
sys ema isch
angedeu e
we den.
Es
seien
lediglich
zu
Illus a ion
einige
Be eiche
und
Sach e hal e
au gezähl ,
ü
die
sich solche
Un e -
schiede
es s ellen
lassen:
Um ang
und
In ensi ä
de
Planung
ö en -
liche
Ausgaben,
insbesonde e
ü
In es i ionszwecke;
Zahl,
G öße
und
A
ö en liche
Un e nehmungen
sowie
die
In ensi ä
ih e
zen alen
Lenkung;
Um ang
und
A
b anchenmäßig
gegliede e
P ognosen
bis
hin
zu
indika i en
Planung;
Um ang
und
Fo men
s aa liche
Beihil en,
on
s eue lich
zugelassenen
Absch eibungsmodali ä en
übe
S eue e -
güns igungen,
geziel e
E leich e ungen
in
de
K edi e so gung
bis
zu
di ek en
Sub en ionen;
Modali ä en
de
Bes eue ung
und
de
S aa s-
e schuldung;
Ve gabe
ö en liche
Au äge.
Glückliche weise
ha
man
in
de
EWG
nich
den
Ve such
un e nom-
men,
die
F age
de
Ve einhei lichung
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi scha
isolie
au zug ei en
und
als
G undsa z age
zu
disku-
ie en.
Das
hä e
zu
eine
langwie igen
Diskussion
ge üh .
Selbs
de
1 Vgl. dazu neue dings zusammenge aß : Hans
on
de
G oeben,
Eu opa,
Plan
und
Wi klichkei , Reden-Be ich e-Au sä ze zu eu opäischen Poli ik,
Baden-Baden
1967;
e ne e wa E ns -Joachim
Mes mäcke ,
O ene Mä k e
im Sys em un e älsch en We bewe bs in
de
Eu opäischen Wi scha sge-
meinscha , in: Wi scha so dnung
und
Rech so dnung, Fes sch i
ü
F anz
Böhm,
Ka ls uhe
1965
(z.
B.
S.
345
.,
S.
363
.)
sowie om gleichen Ve asse
Die Beu eilung on Un e nehmenszusammenschlüssen nach A .
86
des Ve -
ages
übe
die Eu opäische Wi scha sgemeinscha , in: P obleme des Eu o-
päischen Rech s, Fes sch i
ü
Wal e
Halls ein,
F ank u /M.
1966.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme
eine
einhei lichen
We bewe bs-Poli ik
in
de
EWG
97
Wissenscha
is
es
bishe
noch
nich
gelungen,
das
Ve häl nis
zwischen
S aa ,
G uppen
und
einzelnen
Wi scha ssubjek en
be iedigend
zu
sys ema isie en.
Eine
G undsa zdiskussion
hä e
e mu lich
seh
bald
dogma ischen
Cha ak e
angenommen
und
güns igs en alls
wissen-
scha liche
Einsich en
e wei e ,
nich
abe
p ak ische
En scheidungen
e möglich .
Die
Lösung
des
ges ell en
P oblems
is
in
de
EWG,
wie
so
ieles
ande e
auch,
p agma isch
in
Ang i
genommen
wo den.
P agma isches
Vo gehen,
insbesonde e
in
G undsa z agen,
is
ge-
äh lich,
wenn
kein
Ziel
exis ie ,
das
zumindes
die
Rich ung
des
Vo -
gehens
es leg .
Ein
auch
nu
einige maßen
genau
umsch iebenes
Ziel
schein
mi
bishe
nich
en wickel
zu
sein,
und
ich
bin
de
Au assung,
daß
sich
ein
solches Ziel
auch
kaum
ü
einen
länge en
Zei aum
sinn-
oll ixie en ließe.
Fes
s eh
lediglich,
daß
eine
nich
nu
o mal
son-
de n
auch
ma e iell
einhei liche
We bewe bso dnung
zu
den
Vo aus-
se zungen
des
Gemeinsamen
Ma k es
gehö ,
und
daß
es
dazu
eine
gewissen
übe eins immung
im
Ve häl nis
zwischen
S aa
und
Wi -
scha
in
den
Mi gliedslände n
beda .
Wie
dieses
Ve häl nis
jedoch
im
zukün igen
Gemeinsamen
Ma k
im
einzelnen
ges al e
sein
soll,
is
o en.
Alle dings
gib
es
einige
on
den
Bü ge n
und
den
Regie ungen
des
Gemeinsamen
Ma k es
ane kann e
Obe ziele,
die
gewisse
G enzen
ü
die
a sächliche
Ges al ung
des
Ve häl nisses
zwischen
Ob igkei
und
Kollek i
eine sei s
und
dem
Indi iduum
ande e sei s
se zen.
Diese Obe ziele,
die
z.
B.
He be
Gie sch
un e
den
S ichwo en
F ei-
hei ,
Siche hei
(einschl.
F ieden),
Ge ech igkei
und
Wohls and
disku-
ie
ha
2,
können
zwa
e schieden
in e p e ie
we den;
jedoch
dü e
bei
den
Bewohne n
des
Gemeinsamen
Ma k es
insowei
übe eins im-
mung
bes ehen,
als
die
e s eb e
Gesellscha s-
und
Wi scha so dnung
g undsä zlich
au
p i a e
Ini ia i e
und
nich
e wa
au
de
Dik a u
eine
G uppe
be uhen
soll e. Die
Rich ung
ü
das
p agma ische
Vo -
gehen
schein
mi
dadu ch
aus eichend
bes imm
zu
sein
3•
Eine
au
länge e
Sich
endgül ige
Fixie ung
de
e wünsch en
Beziehung
on
2
He be
Gie sch,
Allgemeine
Wi scha spoli ik
-
G undlagen
-,
Wies-
baden
1960, S.
85-97.
3
Wei e e
P löcke,
die
den
Weg
ü
das
p agma ische
Vo gehen
abs ecken,
e geben
sich
aus
den
jeweiligen
Zus änden
in
den
Lände n
de
Gemein-
scha ,
die
einen
Komp omiß
au
de
mi le en
Linie
e wa en
lassen.
Dem
scheinen
die
E ah ungen
zu
wide sp echen,
die
bei
de
Ein ich ung
de
ge-
meinsamen
Ag a poli ik
gemach
we den;
do
is
nämlich
un e
dem
Ein luß
de
Ve bände
eine
gewisse
Tendenz
zu
Einigung
au
de
G undlage
de
in
den
einzelnen
Lände n
jeweils
wei es gehenden
s aa lichen
Regulie ung
es -
zus ellen.
Dies
e o de e
eine
Tendenz
zu
Zen alisie ung
de
Wi scha s-
e wal ung
in
B üssel,
de
die
na ionalen
Regie ungen
wohl
nu
deshalb
zu-
ges imm
haben,
weil
die
Ag a poli ik
meh
und
meh
ein
gewisses
Unbe-
hagen
e u sach .
Ähnliche
En wicklungen
au
ande en
Gebie en
e scheinen
mi
in olgedessen
zunächs
nich
seh
wah scheinlich.
7
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli lk
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
98
Hans MöHe
S aa
und
Wi scha
hal e
ich
deshalb
ü
wenig
sinn oll,
weil
in
eine
sich
s ändig
ände nden
Wel
auch
das
Spannungs e häl nis
zwischen
S aa ,
G uppen
und
Einzelnen
a iie
und
un e schiedliche
Regelun-
gen
e o de lich
mach ,
wenn
es
im
Sinne
de
ane kann en
Obe ziele
s abilisie
we den
soll.
Eine
solche
Fixie ung
bes eh
de
ac o
auch
in
eine
einzelnen
Volkswi scha
nich ,
selbs
wenn
in
den
Ve assungen
de
Ve such
eine
o malen
Fes legung
o genommen
wi d.
2.
Dem
P agma ismus
des
Vo gehens
en sp ich
in
de
EWG
die
Man-
nig al igkei
de
zu
Angleichung
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi scha
angewende en
Ve ah en;
diese
seien
hie
sys ema isch
an
Hand
on
Beispielen
da ges ell .
a)
Gewisse
s aa liche
Eing i e
sind
be ei s
im
Ve ag
selbs
endgül-
ig
ge egel .
Diese
Lösung
wa
jedoch
nu
in
den
Fällen
anwendba ,
in
denen
ein
kla es
Ve bo
möglich e schien;
das
a
o
allem
ü
alle
solche
Eing i e
zu,
die die
Landesg enzen
inne halb
des
Gemeinsamen
Ma k es
zu
eine
wi scha lichen
G enze
machen
und
somi
dem
Zweck
des
Ve ages
eindeu ig
wide sp echen
(Zölle
und
Kon ingen e
sowie
ande e
Hinde nisse
sowohl
ü
den
Wa enhandel
als auch
ü
die
g enz-
übe sch ei ende
Nu zung
on
Fak o leis ungen
alle
A ).
In
diesem
Punk
is
de
Ve ag
auch
inso e n
eindeu ig,
als
e
da übe
hinaus
alle
wei e en
Eing i e
ein ach
e bie e ,
die
on
den
S aa en,
abe
auch
on
den
P i a en,
e sa zweise
ge o en
we den
könn en,
um
die
glei-
chen
Wi kungen
wie
die
e bo enen
Handelshemmnisse
zu
e zielen.
Dies
is
üb igens
auch
eine
de
wich igs en
Beg ündungen
ü
das
Ve -
bo
p i a e
We bewe bsbesch änkungen.
Das
e sa zlose
Ve bo
on
na ionals aa lichen
Eing i en
als
Ve ah en
zu
Ve einhei lichung
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi scha
in
den
Mi glieds aa en
komm
auch
ü
im
Ve ag
noch
nich
ge egel e
Ma e ien
in
Be ach ,
se z
dann
abe
einen
gesonde en
Beschluß
de
Ve agspa eien
o aus.
b)
Ein
zwei es
Ve ah en
bes eh
in
de
E se zung
bzw.
E gänzung
de
na ionalen
P ak iken
du ch
EWG-einhei liche
Regelungen.
Im
Ve -
ag
be ei s
o gesehen
und
eilweise
e wi klich
wa
die
einhei liche
Ges al ung
des
Außenzoll a i s
an
den
G enzen
des
Gemeinsamen
Ma k es,
dessen
Höhe
ü
den
a sächlichen
We bewe b
on
g oße
Be-
deu ung
is ;
alle dings
dü en
bei
seine
Fes legung
we bewe bspoli-
ische
Aspek e
nu
eine
seh
ge inge
Rolle
gespiel
haben.
Das
wohl
wich igs e
Beispiel
ü
die
Anwendung
dieses
zwei en
Ve ah ens
bil-
de
die
Landwi scha :
EWG-Ma k o dnungen
an
S elle
na ionals aa -
liche
ag a poli ische
Eing i e
und
eine
zum
Teil
gemeinsame
Ag a -
s uk u poli ik
we den
mi
Siche hei
zu
eine
ü
den
gesam en
Ge-
meinsamen
Ma k
wei gehend
gleicha igen
Ges al ung
des
Ve häl nis-
ses
zwischen
S aa
und
Wi scha
im
Ag a sek o
üh en.
Die
Be-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme eine einhei lichen We beweI1bs-Poli ik
in
de
EWG
99
mühungen
zu
En wicklung
eine
neuen
gemeinsamen
Rech s o m
ü
eine eu opäische
Un e nehmung
bilden
ein
wei e es
Beispiel
ü
dieses
Vo gehen.
Die
in
den
Ve ag
au genommenen
A ikel
übe
Anglei-
chung
de
Rech s o sch i en
(A .
100-102)
lie e n
ü
die
Anwen-
dung
dieses
zwei en
Ve ah ens
zu
Ve einhei lichung
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi scha
in
de
EWG
einen
gene ellen
Rahmen.
c)
Ein
d i es
Ve ah en
bes eh
in
de
zen alen
Kon olle
na ional-
s aa liche
Eing i e
du ch
die
Gemeinscha ,
um
ih e
Ve einba kei
mi
dem
Ve ag
he beizu üh en
und
zu
gewäh leis en.
Eine
solche
Kon-
olle
üh
en wede
zum
Ve bo
(e s es
Ve ah en)
ode
zu
EWG-
einhei lichen
Regelung
(zwei es
Ve ah en)
ode
schließlich -
und
das
cha ak e isie
das
d i e
Ve ah en
-
zu
Beibehal ung
un e schied-
liche , jedoch
im
Hinblick
au
die
Ve agsziele
umge o m e
Eing i e
de
einzelnen
Mi gliedss aa en.
Dieses
Ve ah en
is
im
Ve ag
ü
s aa liche
Beihil en
in
allen
Fo men,
ü
s aa liche
Monopole
und
eine
Reihe
ande e
Be eiche o gesehen.
d)
Ein
au einande
abges imm es
Ve hal en
de
Mi gliedslände
(Ko-
o dinie ung)
kann
auch
mi
Hil e
eines
ie en
Ve ah ens,
nämlich
de
gemeinsamen
Be a ung
s aa liche
Eing i e
du ch
die
Regie ungen
un e
in ensi e
ode
locke e
Be eiligung
de
EWG-Kommission,
he -
beige üh
we den.
Diese
Me hode
wi d
z.
B.
ü
die
Wäh ungs-,
Kon-
junk u -
und
mi el is ige
Wi scha spoli ik
angewende .
Dabei
we -
den
zwangsläu ig auch
we bewe bspoli ische
Nebenwi kungen
solche
ü
ande e
Zwecke
e g i ene
Maßnahmen
be ücksich ig .
Die Diskussion
übe
die
F age,
ob die
Koo dinie ung
de
mi el is i-
gen
Wi scha spoli ik
zu
Anwendung
de
anzösischen
indika i en
Planung
au
Gemeinscha sebene
üh en
dü e,
is
ein
ins uk i es
Bei-
spiel
da ü ,
wie
ein
P ozeß
zu
He ausbildung
eine
einhei lichen
G undau assung
in
de
EWG-Wi klichkei
abläu .
Obwohl
die
be-
g enz e
Teil age
eindeu ig
e nein
wu de,
is
diese
P ozeß
de
Mei-
nungsbildung
keineswegs
abgeschlossen.
Wede
is
die
indika i e
Pla-
nung
in
F ank eich
olls ändig
au gegeben, noch
haben
die
z.
B.
in
de
Bundes epublik
zu
e zeichnenden
Bes ebungen
zu
mi el is igen
Planung
ö en liche
Ausgaben
bishe
Ges al
gewonnen.
e)
Als
le z e ,
abe
keines alls
unwich igs e ,
Weg
zu
gegensei igen
Anpassung
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi scha
inne halb
de
EWG
sind
eiwillige
unila e ale
En scheidungen
de
Mi glieds-
lände
zu
nennen.
Dieses
le z e
Ve ah en,
abe
auch
die
o he
ge-
nann en,
we den
du ch
die
s ändige
konku ie ende
Kon on a ion
e -
schiedene
na ionale
Ges al ungen
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi scha
au
dem
Gemeinsamen
Ma k
in ensi
un e s ü z .
Ta -
sächlich
s ehen
z.
B.
deu sche
Un e nehmen
ohne
jede
s aa liche
indika-
i e
Planung
im
We bewe b
mi
anzösischen
Un e nehmen,
ü
die
7'
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
100
Hans
Möl1e
eine
solche
Planung
e ügba
is .
Rein
p i a wi scha liche
Un e -
nehmen
eines
Landes
konku ie en
mi
s aa lichen
Un e nehmen
eines
ande en
Landes;
die
A
de
s aa lichen
Beein lussung solche
ö en -
liche
Be iebe
is
übe dies
in
den
einzelnen
Lände n
und
Wi scha s-
zweigen
seh
e schieden.
Sowei
die
Landesg enze
keinen
unmi el-
ba en
Schu z
meh
bie e ,
komm
de
We bewe b
unmi elba
zum
Zuge
und
dü e
im
Lau e
de
Zei
seine
Wi kungen
haben.
So
könn en
sich
zum
Beispiel
bes imm e
Fo men
de
Lenkung
ö en liche
Be iebe
als
so
übe legen
he auss ellen,
daß
sie
on
ande en
Lände n
eiwillig
übe nommen
we den;
ode :
Die
indika i e
Planung
e weis
sich
in
eini-
gen
Be eichen
nich
als
Hil e
ü
die
Un e nehmen,
wi d
deshalb
on
diesen
nich
meh
beach e
und
om
S aa
ganz
au gegeben;
ode
um-
gekeh :
Die
indika i e
Planung
bedeu e
eine
ech e
Hil e
ü
gewisse
Wi scha szweige
und
wi d
on
ande en
Lände n
übe nommen.
Häu ig
wi d
diese
"We bewe b
de
Sys eme"
dazu
üh en,
daß
sich
du ch
s aa liche
Maßnahmen
benach eilig e
Un e nehmen
eines
Landes
gegen
eine
solche
Benach eiligung
weh en
(die
Un e s ü zung
de
deu -
schen
Umsa zs eue e o m
du ch
einzelne
Wi scha szweige
is
in
die-
sem
Sinne
zu
in e p e ie en).
Ebenso
wich ig
dü en
Beschwe den
de
Un e nehmen
eines
Landes
übe
s aa liche
Eing i e
in
einem
ande en
Land
sein,
die
die
P i a wi scha
im
e s en
Land
schädigen.
Sowei
sich solche
Beschwe den
als
be ech ig
e weisen,
se zen
sie
eines
de
un e
a)-d)
genann en
Ve ah en
zu
Angleichung
des
Ve häl nisses
zwischen
S aa
und
Wi scha
im
Gemeinsamen
Ma k
in
Gang
4•
De
Angleichungsp ozeß
läu
au
den
eben
besch iebenen
Wegen, so
kann
man
wohl
ohne
übe eibung
sagen,
au
ollen
Tou en.
Gleich-
wohl
wü de
e
noch iele
Jah e
daue n,
selbs
wenn
das
In e esse
de
p i a en
Wi scha
und
de
Regie ungen
an
de
He s ellung
eines
ge-
meinsamen
Ma k es
mi
" edlichem
We bewe b"
(P äambel)
un e -
ände
o bes ehen
soll e.
Ge ade
dami
is
jedoch
nich
zu
echnen,
und
schon
ga
nich
nach
de
Poli ik
des
lee en
S uhls
de
anzösischen
Regie ung
im
e gangenen
Jah
(1965).
In olgedessen
is
nich
zu
e -
wa en,
daß
diese
P ozeß
au
dem
kü zes en
und
schnells en
Wege
und
ohne
Rückschläge
e läu .
Die
kü zliche
Einigung
in
B üssel
übe
den
gemeinsamen
Zucke ma k
(1966) zeig ,
daß
man
soga
be ei
wa ,
na ionale
P oduk ions-
und
Absa zkon ingen e
hinzunehmen,
was
siche
nich
dem
Ve agsziel
en sp ich .
Au
den
Kohlen-
und
S ahlmä k en
we den
meh
und
meh
Maßnahmen
e g i en,
die
mi
einem
gemein-
samen
Ma k
nich
kompa ibel
sind. Solche
Sünden
sind
ohne
F age
be-
daue lich;
angesich s
de
im
na ionalen
Be eich
üblichen
Sünden
gegen
den
G undgedanken
eine
einhei lichen
We bewe bso dnung
(wie
4
Vgl.
zu den Ge ah en eines We bewe bs
de
Sys eme auch
S.
101 un en.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme eine einhei lichen We nbewe bs-Poli ikin
de
EWG 101
imme
sie
aussehen
mag)
bedeu en
sie
auch
in
de
EWG
keine
Ka a-
s ophe,
obwohl
sie
hie
schwe e
wiegen.
Die
Klamme n,
die
eine
na-
ionale
Volkswi scha
zusammenhal en,
exis ie en
ü
die
EWG
noch
nich ,
und
solche
Sünden
könn en
sich
do
als
Sp engs o
e weisen.
11.
Die
We bewe bs egeln
3.
Die
Poli ik
gegenübe
p i a en
We bewe bsbesch änkungen
is
im
EWG-Ve ag
ela i
wei gehend
o gezeichne .
Zwa
beziehen
sich
die
Bes immungen
nu
au
den
"Handel
zwischen
den
Mi gliedss aa-
en",
so
daß
im
P inzip
inne halb
eines
jeden
Mi gliedslandes
eine
om
EWG-Ve ag
abweichende
We bewe bs
o dnung
und
-poli ik
denkba
wä e;
jedoch
haben
die
E ah ungen
mi
de
En wicklung
des
ame i-
kanischen
We bewe bs ech s
in
bezug
au
die
In e s a e-Comme ce-
Klausel
gezeig ,
daß
de
We bewe b
im
Wi scha s e keh
zwischen
den
einzels aa lichen
Teilmä k en
bei
zunehmende
In eg a ion
diese
Teilmä k e
meh
und
meh
mi
dem
We bewe b
inne halb
de
Teil-
mä k e
e bunden
is .
Die
Regelung
des
In e s a e
Comme ce
wu de
meh
und
meh
auch
au
die
O dnung
des
We bewe bs
inne halb
de
Einzels aa en
übe agen
s.
Eine
solche
En wicklung
wä e
au
lange
Sich
inne halb
de
EWG
eben alls
zu
e wa en;
ge ade
deshalb
e heb
sich
die
wich ige
F age,
ob
sie
nich
im
In e esse
de
Rech ssiche hei
und
de
dami
e bundenen
P oduk i i ä s o eile
du ch
gese zgebe-
ische
Maßnahmen
beschleunig
we den
soll e.
Ein
spezielles Rech
zu
O dnung
des
We bewe bs
bes and
bei
In-
k a e en
des
EWG-Ve ages
nu
in
de
Bundes epublik,
in
F ank-
eich
und
in
den
Niede landen.
In
I alien
lieg
sei
länge e
Zei
ein
Ka ellgese zen wu
o ,
de
om
Pa lamen
noch
nich
e abschiede
we den
konn e,
demnächs
abe
wohl
wiede
be a en
wi d.
Da
die
na ionalen
Ka ellgese ze
seh
un e schiedlich
sind
und
zum
Teil
au
e schiedenen
P inzipien
be uhen,
wi d
man
au
absehba e
Zei
kaum
eine
um assende
einhei liche
Regelung
ü
die
EWG
e wa -
en
können,
so
e wünsch
diese
ü
die
Fes igung
des
Gemeinsamen
Ma k es
auch
sein
mag.
Das
e ö ne
eine sei s
die
un e
ielen
Aspek-
en
beg üßenswe e
Chance,
daß
na ionale
We bewe bs ech e
mi
e -
schiedene
In ensi ä
und
Sys ema ik
neben
dem
EWG-Ka ell ech
länge e
Zei
wei e bes ehen
und
ih e
Nü zlichkei
un e
Beweis
zu
s el-
len
e mögen
( gl.
oben
Zi . 2 e);
eine
EWG-einhei liche
Regelung
könn e
dann
in
iel
wei e em
Um ang
als
es
sons
möglich
wä e
au
konk e en
E ah ungen
in
den
Mi gliedslände n
au bauen.
Ande e -
5 Hein ich K ons ein, Rech und wi scha liche Mach , Ausgewähl e Sch i -
en, Ka ls uhe 1962,
S.
226.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
102
Hans Mölle
sei s
könn e
abe
auch
eine
sch i weise
Anpassung
de
na ionalen
Ge-
se zgebungen,
Ve wal ungsp axis
und
Rech sp echung
ein e en,
die
zwa
zu
Fes igung
des
Gemeinsamen
Ma k es
bei agen
dü e,
jedoch
mi
de
Ge ah
e bunden
wä e,
daß
sich
die
so
he ausbildende
EWG-
Regelung
an
das
am
langsams en
ah ende
Schi
anpaß
und
die
in
Deu schland
e ziel en
Fo sch i e
im
Rech
de
We bewe bso dnung
wiede
au gegeben
we denil.
P i a e
We bewe bsbesch änkungen
sind
denkba
in
Fo m
on
be-
s imm en
Ma k disposi ionen
eines
einzelnen
Un e nehmens
(monopo-
lis ische
P ak iken
alle
A )
und
du ch
e agliche
Regelungen
zwi-
schen
meh e en
Un e nehmen,
die
solche
Ma k disposi ionen
e mög-
lichen
sollen.
En scheidend
ü
das
EWG-We bewe bs ech
sind
die
A .
85
und
86
EWG-Ve ag
mi
den
übe sch i en
"Ka ell e bo "
und
"Mißb auch
eine
ma k behe schenden
S ellung".
Wäh end
iso-
lie e
Disposi ionen
eines
einzelnen
Un e nehmens
nu
un e
A .
86
allen
können,
is
au
Ve einba ungen
meh e e
Un e nehmen
-
auch
in
Fo m
au einande
abges imm e
Ve hal ensweisen
-
sowohl
A .
85
als
auch
A .
86
anwendba .
Die
Bes immungen
des
EWG-Ve ages
lau en
au
einen
Komp omiß
zwischen
den
d ei
möglichen
P inzipien
eine
Bekämp ung
on
p i a-
en
We bewe bsbesch änkungen
hinaus,
die
sich
mi
den
S ichwo en
Nich igkei s-,
Ve bo s-
und
Mißb auchsp inzip
cha ak e isie en
lassen.
Wie
be ei s
die
übe sch i
zum
Ausd uck
b ing ,
be uh
A .
85
au
dem
Ve bo sp inzip
und
e klä
da übe
hinaus
en sp echende
Ve ein-
ba ungen
ausd ücklich
ü
nich ig;
demgegenübe
e ö ne
Abs.
(3)
die-
ses
A ikels
die
Möglichkei ,
un e
bes imm en,
bei
s enge
Auslegung
ela i
schwe
nachweisba en
Vo ausse zungen,
we bewe bsbesch än-
kende
Ve einba ungen
zu
e lauben.
Das
bedeu e
gegenübe
dem
ei-
nen
Mißb auchsp inzip
eine
ü
die
P axis
de
We bewe bspoli ik
en -
scheidende
Umkeh ung
de
Beweislas .
A .
86
en häl
zwa
die
Be-
s immung
übe
Nich igkei
nich ,
sonde n
sieh
nu
das
eine
Ve bo
ohne
E laubnis-Vo behal
o ,
abe
diese
A ikel
inde
ohnehin
nu
Anwendung,
wenn
die
"mißb äuchliche"
Benu zung
eine
behe schen-
den
S ellung
au
dem
Gemeinsamen
Ma k
es ges ell
is .
Au
die
zahl eichen
ech lichen
und
meis
auch
wi scha lich
ele-
an en
F agen,
die
sich
aus
dem
Wo lau
de
A .
85
und
86
e geben
haben,
kann
hie
nich
eingegangen
we den.
Wich ig is ,
daß
die
zu-
nächs
s i ige
F age,
ob diese
A ikel
unmi elba
anwendba es
Rech
8 Hie liegen die Dinge ge ade umgekeh wie
ü
die Ag a wi scha : Die
p i a en Wi scha sk eise sind an möglichs wenigen und möglichs wenig
du chg ei enden s aa lichen Eing i en in e essie
und
die na ionalen Regie-
ungen wünschen, daß die zen alen Ins anzen de EWG möglichs wenig
Ein luß gewinnen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme eine einhei lichen We beweI1bs-Poli ik in
de
EWG 103
ü
die
Un e nehmen
se zen,
schon
sei
langem
posi i
en schieden
is
(was
nich
bedeu e ,
daß
dieses
Rech
auch
a sächlich
übe all
angewen-
de
wi d).
4.
Von
Bedeu ung
is
e ne ,
daß
die
Anwendung
des
We bewe bs-
ech s
de
EWG
inzwischen
sich ba e
Fo sch i e
gemach
ha
und
du ch
e gänzende
Rech s o sch i en
ges ä k
wi d
7•
An ang
1962
a
die
Ve o dnung
N .
17
in
K a ,
die
die
unmi elba e
Anwendba kei
de
We bewe bs egeln
nochmals
dekla ie ,
e s malig
wich ige
und
in-
zwischen
wei e
e gänz e
Ve ah ens agen
egel
und
die
Möglichkei
de
be is e en
E eilung
on
Nega i es s
du ch
die
Kommission
o -
sieh
(die
den
Un e nehmen
bes ä igen,
daß
nach
den
bekann en
Ta -
sachen
kein
Anlaß
zum
Einsch ei en
gemäß
A .
85
und
86
bes eh ).
Die
gleiche
Ve o dnung
e lang
e ne
die
Anmeldung
neue
und
schon
bes ehende
we bewe bsbesch änkende
Ve einba ungen
und
e such
die
Anmeldung
so
a ak i
zu
machen,
daß
zumindes
gu gläubige
ode
isiko
scheue
Un e nehmen
sie
o nehmen,
was
au
G und
de
VO 27
zu
Aus üh ung
de
VO
17
und
eines
besonde en
Me kbla s
in
g oßem
Um ang
geschehen
is .
Angesich s
de
in
die
Zehn ausende
gehenden
Anmeldungen
wä e
es -
o
allem
im
Hinblick
au
die
Rech ssiche hei
und
um
de
Kom-
mission
die
Konzen a ion
au
wich ige
Fälle
zu
e möglichen
-
seh
e wünsch
gewesen,
wenn
gewisse
Ka ego ien
on
we bewe bsbe-
sch änkenden
Ve einba ungen
( o z
de
dami
e bundenen
P oble-
ma ik)
o e s
gene ell
om
Ka ell e bo
hä en
ausgenommen
we den
können.
Obwohl
eine
solche
Einsch änkung
zunächs
o gesehen
und
on
den
zus ändigen
Ve e e n
de
na ionalen
Regie ungen
auch
als
no wendig
ane kann
wo den
wa ,
wu den
dann
une wa e
ech liche
Einwände
e hoben;
e s
An ang
1965
konn e
die
VO 19/65
du chgese z
we den,
mi
de
die
Kommission
zu
besch änk en
G uppenausnahmen
ü
Allein e iebs-
und
Pa en Iizenz e äge
zwischen
zwei
Un e -
nehmen
e mäch ig
wu de
(die
einen
gu en
Teil
de
o liegenden
An-
meldungen
ausmachen).
Schon
Ende
1962
ha e
die
Kommission
in
eine
Bekann machung
da au
hingewiesen,
daß
die
ge ade
im
in e na ionalen
Handel
wei
e b ei e en
Ve äge
mi
Handels e e e n
nich
un e
die
Ve bo s-
bes immungen
allen,
wäh end
AusschließIichkei s e äge
mi
Eigen-
händle n
seh
wohl
den
Handel
zwischen
den
Mi gliedss aa en
beein-
äch igen
können.
Ähnlich
wu de
in
eine
Bekann machung
übe
Pa-
en lizenz e äge
e such ,
zunächs
solche
Ve agsbes and eile
zu
7
Vgl.
dazu o allem die "Gesam be ich e
übe
die Tä igkei
de
Gemein-
scha ", die on
de
EWG-Kommission jäh lich (e wa Mi e des Jah es)
he -
ausgegeben we den
und
de aillie e Angaben en hal en; e ne die
"Am s-
blä e "
de
EWG.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
110 Hans
Möl1e
dem
Wohls and
und
de
P oduk i i ä
de
Be ölke ung
ab.
De
Ma k
eines
Un e nehmens
is
im
üb igen
nich
o gegeben,
sonde n
is
ge-
ade
auch
das
E gebnis
seine
Ini ia i e.
Be ach e
man
Gebie e,
die
so
g oß
sind,
daß
Zahl
und
Wohls and
ih e
Be ölke ung
in
den
le z en
beiden
Jah hunde en
be äch lich
zugenommen
haben,
so
zeig
sich
in
de
Regel,
daß
sich
mi
dem
gesam wi scha lichen
Wachs um
auch
ein
Wachs um
de
Be iebs-
und
Un e nehmensg ößen
ollzogen
ha .
Diese
P ozeß
wi d
sich
auch
in
de
absehba en
Zukun
o se zen,
ohne
daß
dadu ch
-
wie
die
E ah ung
zeig
-
kleine e
und
mi le e
Un e -
nehmen
e schwinden.
Fü
die
Beu eilung
on
Konzen a ions o gängen
in
de
EWG
is
nun
die
F age
on
Bedeu ung,
ob
und
wie
die
Landesg enzen
den
Ma k
de
Un e nehmen
beg enzen,
und
ob
de
g öße e
Ma k
auch
g öße e
Un e nehmen
e o de .
Obwohl
man
a gumen ie en
könn e,
daß
die
Landesg enze
du ch
den
Expo
übe sp ungen
wi d
und
somi
die
Un e nehmensg öße
nich
beg enz ,
schein
mi
eine
solche
Au as-
sung
zu
wei
zu
gehen.
De
Expo
wa
zumindes
in
de
Ve gangenhei
mi
ganz
ande en
und
häu ig
seh
iel
schwe e en
Risiken
beha e
als
de
Inlandsabsa z,
so
daß
das
G ößenwachs um
de
P oduk ionss ä en
und
Un e nehmen
eines
Landes
zum
Teil
auch
on
dessen
G öße
ab-
hing.
Diese
die
Un e nehmensg öße
beg enzende
Fak o
e lie
in
dem
Maße
an
Gewich ,
wie
sich
die
außenwi scha lichen
Risiken
e -
minde n,
was
in
de
jüngs en
Ve gangenhei
in
wei em
Um ang
de
Fall
wa .
Fü
den
EWG-Raum
bes eh
soga
das
Ziel, solche
Risiken
möglichs
ganz
zu
besei igen,
so
daß
sich
die
Möglichkei en
des
Wachs ums
de
Un e nehmen
und
Be iebe
in
jedem
de
EWG-Lände n
e besse n.
Zwa
können
na u gemäß
nich
alle
Un e nehmen
diese
Möglichkei en
ausnu zen;
jedoch
we den
siche lich
iele
Un e nehmen
ih e
G öße
im
Ve gleich
zu
Konku enzbe ieben
ela i
schnell
und
endgül ig
e -
wei e n
ll
•
De
Gemeinsame
Ma k
wi d
also
dazu
üh en,
daß
die
Un e neh-
mens-
und
Be iebsg ößen
absolu
s ä ke
wachsen
und
daß
sich
in
manchen
B anchen
eine
s ä ke e
Konzen a ion
au
G oßbe iebe
und
-un e nehmen
ollzieh ,
als
es
ohne
Bildung
des
Gemeinsamen
Ma k es
de
Fall
gewesen
wä e
12•
Man
muß
sich
abe
imme
o
Augen
hal en,
daß
auch
ohne
EWG
die
Be iebs-
und
Un e nehmensg ößen
und
die
Konzen a ion
au
G oßbe iebe
und
-un e nehmen
mi
de
Ve meh-
11 Das is
z.
T.
"die ande e Sei e" des du ch die EWG he o ge u enen
schnelle en olkswi scha lichen Wachs ums.
12
Mi den P oblemen de Konzen a ion in eine in: eg ie en eu opäischen
Wi scha
ha
sich schon seh
üh
(1957)
E ns
Heuss be aß (We bewe bs-
poli ik
und
eu opäische In eg a ion, in: Schweize ische Zei sch i
ü
Volks-
wi scha
und
S a is ik,
93.
Jg.,
S.
485
.).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme
eine
einhei lichen
We bewenbs-Poli ik
in
de
EWG
111
ung
de
Be ölke ung
und
de
E höhung
ih e
Einkommen
zugenom-
men
hä en.
Beim
Ve gleich
mi
ame ikanischen
Un e nehmen
is
im
üb igen
zu
bedenken,
daß
de
ame ikanische
Ma k
auch
bei
gleiche
Be ölke ungszahl
wegen
des
höhe en
Wohls andes
noch
imme
seh
iel
g öße
is ,
und
daß
schließlich
zwei
Wel k iege
und
ih e
Folgen
das
Wachs um
de
Un e nehmen
in
den
USA
s a k
ge ö de
und
in
den
meis en
Lände n
Eu opas
be äch lich
gehemm
haben.
Die
mi
de
Bildung
de
EWG
e bundene
Ma k e g öße ung
im
eben
e ö e en
Sinne
scha
nich
nu
eine
neue
Lage
ü
die
im
Ge-
meinsamen
Ma k
ansässigen
Be iebe
und
Un e nehmen,
sonde n
ebenso
ü
die
ihn
on
außen
belie e nden
Un e nehmen.
Ih e
Expo e
in
ühe
ün
e schiedene
Zollgebie e
un e liegen
nunmeh
den
glei-
chen
ob igkei lichen
Bes immungen,
lassen
sich
zusammenge aß
s eu-
e n
und
können
dadu ch
plö zlich
zu
eine
aus eichenden
G undlage
ü
die
E ich ung
eine
eigenen
P oduk ionss ä e
we den.
Es
is
des-
halb
nich
wei e
e wunde lich,
daß
ausländische,
o
allem
ame ika-
nische
Un e nehmen,
in
den
Gemeinsamen
Ma k
eind ingen
und
do
Zweigbe iebe
zu
e ich en
e suchen.
Diese
Vo gang
is
ü
sich
genommen
nich
nega i
zu
beu eilen,
es
sei
denn,
man
woll e
die
in e na ionalen
Wi scha sbeziehungen
au
den
einen
Wa enhandel
besch änken
und
den
Aus ausch
on
Fak o -
leis ungen
alle
A
aus
na ionalis ischen
E wägungen
e bie en.
Solche
E wägungen
beginnen
in
bezug
au
die
G oßun e nehmen
in
de
heu i-
gen
Wel
ohnehin
obsole
zu
we den.
Diese
Un e nehmen
lassen
sich
in
zunehmendem
Maße
nich
meh
einem
Land
zu echnen,
sie
we den
zu
in e na ionalen
ode
besse
übe na ionalen
Ins i u ionen
l3
•
8.
Was
olg
da aus
ü
die
olkswi scha liche
Beu eilung
on
Kon-
zen a ions o gängen?
Zunächs
o enba ,
daß
es
-
ausged ück
in
olkswi scha lichen
Realeinkommenswachs ums a en
-
kos spielig
wä e,
die
G öße
de
Un e nehmen
ode
Be iebe
wi ksam
zu
besch än-
ken.
Is
die
Besch änkung
nämlich
wi ksam,
so
muß
es
imme
einige
Un e nehmen
ode
Be iebe
geben,
die
ohne
sie
ih
Wachs um
übe
die
gese z e
G enze
hinaus
o gese z
hä en,
weil
dies
die
olkswi scha -
13
Hie
is
nich
die
Ein eilung
Tinbe gens
in
in e na ionale,
na ionale,
egionale
und
ö liche
Ins i u ionen
gemein
(in
seinem
Bei ag
un e
diese
übe sch i
zu
Habe le -Fes sch i
T ade,
G ow h,
and
he
Balance
o
Paymen s,
Ams e dam
1965, S. 116 .),
sonde n
de
Ta bes and,
daß
Un e -
nehmen
P oduk ionss ä en
in
ielen
Lände n
un e hal en,
Angehö ige
e -
schiedene
Na ionali ä en
auch
in
lei enden
S ellungen
beschä igen
usw.
Vgl.
e wa
die
meh
empi isch
o ien ie en
ame ikanischen
Ve ö en lichungen
on
R.
Blough,
In e na ional
Business:
En i onmen
and
Adap ion,
New
Yo k,
To on o,
Sydney,
and
London
1966,
sowie
A.
Ma yn,
In e na ional
Business,
London
1964
und
E. H. Sieb e ,
Die
in e na ionale
Un e nehmung,
in:
Gegenwa s agen
de
Un e nehmens üh ung,
Fes sch i
zum
65.
Ge-
bu s ag
on
Wilhelm
Hasenack,
Be lin
1966, S.
51-69.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
112
Hans
Mölle
lich
güns igs e
Kapi alanlage
da ges ell
hä e.
Diese
Fes s ellung
be-
deu e
keineswegs,
daß
eine
solche
Besch änkung
nich
mi
bes imm en
gesellscha spoli ischen
Wi kungen
e bunden
sein
könn e,
die
sie
ech e igen
wü de.
Gegenwä ig
gehö en
gesellscha spoli ische
E -
ek e
eine
Beg enzung
on
Un e nehmens-
und
Be iebsg ößen
jedoch
nich
zu
den
o angigen
Zielen
de
Wi scha spoli ik
in
Eu opa.
Wachs umsziele
s ehen
so
eindeu ig
im
Vo de g und
und
spiel en
ge-
ade
auch
ü
die
G ündung
de
EWG
eine
so
wich ige
Rolle,
daß
de
Gedanke
an
eine
Besch änkung
de
Konzen a ion
zu
Las en
des
ge-
sam wi scha lichen
Wachs ums
ganz
beisei e
gelassen
we den
kann.
Ebenso
siche
is
jedoch,
daß
nich
jede
Konzen a ion
on
Un e neh-
men
und
Be ieben
wachs ums ö de nd
sein
muß.
Das
olg
schon
da -
aus,
daß
mi
eine
de a igen
Konzen a ion
in
de
Regel
eine
Be-
sch änkung
des
We bewe bs
e bunden
is
14
•
Au
die
ielen
e schie-
dena igen
G ünde,
die
zu
nach eiligen
Folgen
eine
Konzen a ion
ü
das
Wachs um
üh en
können,
soll
an
diese
S elle
nich
eingegangen
we den.
Ebenso
wie
ü
den
Mißb auch
wi scha liche
Mach
gil
üb igens
auch
hie ,
daß
es
seh
schwie ig
is ,
eindeu ig
es zus ellen,
ob
die
Konzen a ion
mi
olkswi scha lichen
Nach eilen
e bunden
is .
Dagegen
scheinen
mi
gewisse
Aussagen
übe
die
wi scha lichen
Wi kungen
de
in
Be ach
kommenden
Wege
zu
Konzen a ion
mög-
lich
zu
sein. Ich
sehe
einen
wesen lichen
Un e schied
zwischen
dem
Wachs um
de
Be iebe
und
Un e nehmen
du ch
eigene
E wei e ungs-
in es i ionen
eine sei s
und
dem
Wachs um
mi
Hil e
on
Un e neh-
mens e bindungen
ande e sei s,
de
eine
un e schiedliche
wi scha s-
poli ische
Behandlung
diese
beiden
A en
on
Konzen a ions o gän-
gen
ech e ig 1
5•
Beme kenswe
is
zunächs ,
daß
bei
de
Anp eisung
de
Konzen a-
ion
zumeis
ge lissen lich
übe sehen
wi d,
daß
a sächlich
zwei
Wege
zu
diesem
Ziel
üh en.
Da
Un e nehmens e bindungen
pe
se
mi
eine
We bewe bsbesch änkung
e bunden
sind,
sp ich
- alls
man
wi k-
lich
an
eine
We bewe bs ö de ung
in e essie
is
-
die
Ve mu ung
zuguns en
eines
Wachs ums
de
Un e nehmungen
und
Be iebe
du ch
eigene
In es i ionen.
Fü
eine
solche
Ve mu ung
lassen
sich
wei e e
gewich ige
G ünde
an üh en.
14 De Ausnahme all, daß ein
Ma k
mi ela i ielen Anbie e n du ch
"Schla mü zenkonku enz"
e s a
is
und
Konzen a ions o gänge die
An-
bie e "au wecken", so daß
de
We bewe b
au
dem Gesam ma k o z
de
mi
de
Konzen a ion e bundenen We bewe bsbesch änkungen zunimm ,
dü e
alle dings
in
de
Wi klichkei zuweilen o kommen.
15
Mes mäcke
zi ie eine Beme kung des Sup eme Cou (de USA),
" ha
co po a e g ow h
by
in e nal expansion is socially p e e able o g ow h
by
acquisi ion".
In:
Die Beu eilung on Un e nehmenszusammenschlüssen
...
,
a.a.O.,
S.
325.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme
eine
einhei lichen
WeUbewellbs-Poli ik.in
de
EWG
113
Wäh end
Un e nehmens e bindungen
die
Kundscha
unmi elba
nich
be üh en
und
keineswegs siche is , ob
dadu ch
e ziel e
P oduk-
i i ä s e besse ungen
an
sie
wei e gegeben
we den,
e o de
die
Ve -
g öße ung
de
Un e nehmen
du ch
eigene
In es i ionen
pa i
passu
eine
Ve g öße ung
des Absa zes,
die
gegebenen alls
du ch
besse e
Lei-
s ungen
zu
Las en
de
Konku en en
im
Ma k
du chgese z
we den
muß.
Zwa
mag
dies
zum
Teil auch
du ch
We bung
gelingen,
jedoch
e o de
dies
meis
auch
eine
Besse s ellung
de
Abnehme ,
was
jüngs
ge ade
au
dem
Benzinma k
zu
sehen
wa ,
wo
dem
uns
1966
angep ie-
senen
"Tige
im
Tank"
du ch
eine nich
une hebliche
P eissenkung
au
den
Sp ung
gehol en
we den
muß e. Posi i e
Leis ungen
ü
die
Abneh-
me
sind
insbesonde e
dann
zu
e wa en,
wenn
ein
in ensi e
We be-
we b
mi
wechselnden
Ma k an eilen
s a inde ,
de
den
Be ieben
zu-
gleich die Vo eile
g öße e
In es i ions olumina
e scha .
Un e nehmens e bindungen
b ingen
da übe
hinaus
ein
we be-
we bs emdes
Elemen
ins
Spiel.
Wenn
Ak ionä e
und
Vo s ände
mi
Rech
be ü ch en
müssen,
daß
"ih e"
Gesellscha
ohne
ih
Wissen
plö zlich
und
gegen
den
Willen
de
Ak ionä smeh hei
on
eine
an-
de en
Gesellscha
du ch
s illschweigenden
E we b
de
Spe mino i ä
ode
de
Meh hei "
un e
Kon olle"
genommen
wi d,
so
zeig
dies
iel-
leich
deu liche
als
iele
Wo e,
wo um
es
hie
geh .
De
Leis ungswe -
bewe b
be uh
au
einem
Gleichgewich zwischen
den
Chancen
und
Ri-
siken
eines
jeden
Teilnehme s.
Gegen
das Risiko,
daß
sich
zwei
Konku -
en en
on
einem
Tag
au
den
ande en
zusammen un
und
kün ig
gleichge ich e disponie en,
kann
sich
ein
d i e
We bewe be
nich
du ch
eigene
ma k ge ech e
Leis ungen
schü zen.
Ge ade
ü
den
We -
bewe b
mi
wechselnden
Ma k an eilen
un e
meh e en
annähe nd
gleich
g oßen
Fi men
kann
sich
de
Zusammenschluß
on
Mi bewe -
be n
und
meh
noch
de
Au kau
eines
Konku en en
du ch
einen
ma k emden
G oßbe ieb
ebenso
nega i
auswi ken
wie
z.
B.
eine
du ch
s aa lichen
Eing i
he beige üh e
Da enände ung
zuguns en
eines
ode
meh e e
Anbie e .
De
ge ade
gegebene
Zus and
des
We -
bewe bs
au
einem
Ma k
wi d
du ch
Bildung
on
endgül igen
Koali-
ionen
schlaga ig
e ände
und
mögliche weise
e heblich
ges ö .
Selbs
wenn
sich
eindeu ig
nachweisen
ließe,
daß
z.
B.
eine
Fusion
ü
die
be eilig en
Un e nehmen
o eilha
is ,
kann
de
We bewe b
da-
du ch
so
e ände
we den,
daß
das
Wachs um
de
gesam en
B anche
nach eilig
beein uß
wi d.
Die
Un e nehmens-
und
Be iebskonzen a ion
du ch
eigene
E wei-
e ungsin es i ionen
mag
zwa
im
Lau e
de
Zei
eben alls
zu
une -
wünsch en
Ma k kons ella ionen
üh en,
jedoch
können
sich
ande e
Ma k eilnehme
gegen
solche
En wicklungen
ehe
du ch
eigene
Lei-
s ung
schü zen.
Und
es
bleib
de
Vo eil,
daß
au
dem
mögliche weise
8
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
114 Hans Mölle
langen
Weg
bis
zu
En s ehung
eine
une wünsch en
Ma k kons ella-
ion
die
Nach agesei e
besse
ges ell
is .
Ande e sei s
können
Un e -
nehmens e bindungen
und
insbesonde e
-zusammenschlüsse auch zu
eine
Ve besse ung
de
P oduk ions-
und
Absa zs uk u
üh en
und
b auchen
den
We bewe b
nich
nachhal ig
zu
beein äch igen;
dann
is
jedoch noch
imme
unsiche ,
ob
und
wann
die
Abnehme
in
den
Genuß
diese
Vo eile
gelangen.
Wäg
man
alle
Vo -
und
Nach eile
beide
A en
on
Konzen a ions o gängen
gegeneinande
ab, so
läß
sich m. E.
eine
kla e
P ä e enz
zuguns en
des
Eigenwachs ums
de
Un-
e nehmen
beg ünden,
die auch
in
de
We bewe bspoli ik
ih en
Nie-
de schlag inden soll e.
Beme kenswe e weise
we den
Konzen a ions o gänge
seh
e -
schieden
beu eil ,
je
nachdem, ob sie sich
nu
un e
inländischen
ode
un e
Be eiligung
auch
ausländische
Fi men
ollziehen.
Ve suchen
aus-
ländische
und
insbesonde e
ame ikanische
Fi men
au
den
eu opäischen
Mä k en
zu
in es ie en,
sich
mi
eu opäischen
Fi men
zu
e binden
ode
diese
ga
au zukau en,
so
wi d
dies
lau s a k
k i isie ,
wäh end
analoge
Vo gänge
ohne
Be eiligung
ame ikanische
Fi men
als
zwangs-
läu ige
und
o eilha e
En wicklungen
baga ellisie
we den.
Das
Eind ingen
ame ikanische
Fi men
in
den
eu opäischen
Ma k
wi d
als
Beweis
da ü
o geb ach ,
daß
die
eu opäischen
Fi men
zu
klein
seien,
um
im
We bewe b
mi
den
g oßen
ame ikanischen
Be-
ieben
bes ehen
zu
können. Dieses
A gumen
s eh
au
schwachen
Füßen.
Unzählige
Fi men
alle
G ößen
aus
zahl eichen
Lände n
kon-
ku ie en
e olg eich
au
dem
ame ikanischen
Ma k
und
in
d i en
Lände n
mi
ame ikanischen
Un e nehmen;
und
iele
Un e nehmen
aus
Lände n,
die
dem
Gemeinsamen
Ma k
nich
angehö en,
müssen
und
we den
o z
gewisse
Beg enzungen,
denen
sie
du ch
die
Kleinhei
ih es
Landes
un e liegen,
kün ig
den
We bewe b
nich
nu
gegen
ame ikanische
Gigan en,
sonde n
auch
gegen
schnelle
wachsende
EWG-Un e nehmen
du chs ehen.
T o zdem
schein
mi
das
Unbehagen,
mi
dem
die Disposi ionen
ame ikanische
Fi men
in
Eu opa
egis ie
we den,
du chaus
be ech-
ig
zu
sein; es
g ünde
sich le z lich
au
die
eben
da geleg en
Ge ah en,
die
o
allem
mi
Un e nehmens e bindungen
e knüp
sind.
Nu
möch e
man
ge n
mi
zweie lei
Maß
messen: Die
g öße en
eu opäischen
Un e nehmen
wünschen
Schu z
gegen
die
Ge ah en,
die
ihnen
on
g ö-
ße en
ame ikanischen
Un e nehmen
d ohen,
sind
abe
nich
be ei ,
den
mi le en
und
kleine en
Konku en en
in
den
eu opäischen
Lände n
den
gleichen
Schu z
zu
gewäh en.
Dazu
komm
e mu lich
das
eben alls
nich
unbe ech ig e
Ge ühl,
daß
die
ame ikanischen
Un e nehmen
du ch
die
e gleichsweise iel
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme eine einhei lichen We bewel1bs-Poli ik in
de
EWG 115
s enge e
We bewe bspoli ik
in
den
USA, also le z lich
du ch
s aa -
lichen Eing i ,
au
die
eu opäischen
Mä k e
"abged äng "
we den
und
hie
ücksich slose disponie en,
als
es
ihnen
in
den
USA
ges a e
wä e.
S a
jedoch
da aus
die
naheliegende
Fo de ung
nach
eine
ähn-
lich
s engen
We bewe bspoli ik
auch
in
Eu opa
zu
ziehen,
e zich e
man
liebe
au
eine
wi ksame
Regelung des
We bewe bs
und
e such
sich
ande wei ig
gegen
den
D uck
de
ame ikanischen
Un e nehmen
au
den
eu opäischen
Mä k en
abzuschi men.
Zwa
kann
man
mi
ziemliche
Siche hei
sagen,
daß
heu e
in
Eu opa
die
Un e nehmen
und
Be iebe
g öße
wä en,
wenn
de
Gemeinsame
Ma k
schon
Jah zehn e
ühe
gescha en
wo den
wä e.
Diese
E kenn -
nis
eich
jedoch
nich
einmal
aus,
um
eine
o übe gehende
Tole ie ung
on
Un e nehmens e bindungen
als
einmalige
Nachhol o gänge
zu
ech e igen.
Denn
die
ans ehende
wi scha spoli ische
F age
kann
man
nich
danach
en scheiden,
was
heu e
sein
wü de,
wenn
de
Ge-
meinsame
Ma k
schon
ühe
bes anden
hä e,
sonde n
allein
au
G und
de
Wi kungen,
die
kün ig
zu
e wa en
sind,
wenn
man
en -
wede
Un e nehmens e bindungen
kon ollie
und
e schwe ,
ode
sie
unbesch änk
zuläß
und
ö de .
Angesich s
de
Vo eile
eines
Wachs ums
de
Un e nehmens-
und
Be iebsg öße
du ch
eigene
In es i ionen
sp echen
ge ade
auch
ü
den
Gemeinsamen
Ma k
gewich ige
G ünde
zuguns en
eine
Kon olle
und
ela i en
E schwe ung
on
Un e nehmens e bindungen
und
insbeson-
de e
on
Un e nehmenszusammenschlüssen.
Dabei
da
Kon olle
und
E schwe ung
on
Un e nehmens e bindungen
nach
den
ühe en
Aus-
üh ungen
nich
als
Poli ik
gegen
eine
Konzen a ion
ode
ga
zu
Be-
sch änkung
des
Wachs ums
on
Be iebs-
und
Un e nehmensg ößen
di amie
we den;
ein
solches
Wachs um
is
du chaus
e wünsch
und
kann,
sowei
dies
möglich
is
16,
seh
wohl
ge ö de
we den.
Nu
be-
s imm e
Wege
des
Wachs ums
soll en
nich
gene ell
zugelassen,
sonde n
eine
Kon olle
un e wo en
we den.
Eine
solche
Poli ik
de
Kon olle
und
E schwe ung
bes imm e
Kon-
zen a ions o gänge
im
Gemeinsamen
Ma k
wä e
auch
ein
du chaus
legi imes
und
m. E.
seh
wi ksames
Ins umen ,
um
Un e nehmens e -
bindungen
un e
Be eiligung
ame ikanische
Un e nehmen
einzudäm-
men
und
au
unbedenkliche
Fälle
zu
besch änken.
Schließlich
schein
mi
eine
Kon olle
on
Un e nehmens e bindungen
auch
im
In e esse
de
Fi men
in
den
schwäche
en wickel en
und
ä me en
Gebie en
Eu o-
pas
zu
liegen,
die
ande en alls
on
den
g öße en
Un e nehmen
im
Ge-
15 Die Scha ung eine neuen Rech s o m
ü
"Eu opäische Gesellscha en"
wä e
z.
B.
eine solche Fö de ungsmaßnahme. Vgl. dazu Hans
on
de
G oeben,
Au dem Wege zu Eu opäischen Ak iengesellscha en, in: Die
Ak iengesellscha , He
4/67.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
116 Hans
MölLe
meinsamen
Ma k
ebenso
bed oh
wü den
wie
diese
on
den
ame ika-
nischen
Konku en en.
Wie
die
Fo mulie ung
"Kon olle
und
E schwe ung"
on
Un e neh-
mens e bindungen
be ei s
andeu e ,
kann
an
ein
absolu es
Ve bo
sol-
che
Konzen a ions o gänge
nich
gedach
we den.
Neben
den
ka ell-
a igen
Ve einba ungen
und
den
eindeu igen
Zusammenschlüssen
(mi
de
Folge,
daß
ech liche
ode
wi scha liche
Un e nehmenseinhei en
un e gehen)
gib
es iele
Fo men
on
ielleich
nu
o übe gehenden
Un e nehmens e bindungen,
bei
denen
mögliche weise
die
Vo eile
g öße
als
die
Nach eile
sind
17•
Vo
allem
is
abe
zu
bedenken,
daß
eine
Mobili ä
de
Eigen üme
und
Lei e
kleine
und
mi le e
Un e -
nehmen
du chaus
e wünsch
is ;
woll e
man
Zusammenschlüsse
ganz
e bie en,
so
könn en
diese
einen
Wechsel
nu
in
de
Fo m
ollziehen,
daß
sie
ih
Un e nehmen
olls ändig
liquidie en.
Das
wü de
insbeson-
de e
auch
ü
die
du ch
den
We bewe b
e d äng en
G enzun e neh-
men
gel en.
In
solchen
Fällen
dü e
die
Übe nahme
des
be e enden
Un e nehmens
du ch
ein
ande es
Un e nehmen
olkswi scha lich
o -
eilha
sein.
9.
Ge ade
weil
die
wi scha spoli ische
Au gabe
eine
Kon olle
und
E schwe ung
on
Un e nehmens e bindungen
seh
schwie ig
zu
lösen
is ,
komm
de
kla en
und
eindeu igen
Fo mulie ung
zumindes
de
Ziele
eine
g oße
Bedeu ung
zu. Die
imme
wiede
e e ene
und
on
den
wi scha spoli ischen
Ins anzen
hingenommene
ode
ga
ges ü z e
These
on
de
no wendigen
und
soga
ö de ungswü digen
Konzen-
a ionsbewegung
is
so
allgemein
und
so
undi e enzie ,
daß
sie
in
diese
Fo m
eine
ielleich unbeabsich ig e,
nega i e
Wi kung
au
die
p i a en
Un e nehme
ausüben
muß
und
somi
schon
ü
sich
genom-
men
eine
we bewe bspoli ische
Maßnahme
da s ell .
Bei
den
meis en
Un e nehmens e bindungen
gib
es
ak i
in e es-
sie e
und
meh
passi e
Pa ne ,
die
e s
da ü
gewonnen
we den
müs-
sen.
Je
meh
die
scheinba
so
naheliegende
These
e b ei e
und
ge-
glaub
wi d,
mi le e
und
kleine e
Un e nehmen
könn en
im
We be-
we b
mi
g öße en
Un e nehmen
nich
bes ehen,
und
je
meh
ga
noch
mi
s aa liche
Fö de ung
onKonzen a ions o gängen
ge echne
wi d,
des o
schnelle
und
willige
we den
sich
die
jeweils
passi en
Pa ne
mi
den
ak i
in e essie en
einigen
und
des o
meh
Un e nehmens-
e bindungen
we den
sich ollziehen
und
das
wünschenswe e
Eigen-
wachs um
im
We bewe b
mi
wechselnden
Ma k an eilen
e hinde n.
Wie
in
ande en
Be eichen
gil
auch
hie ,
daß
sachlich
unge ech e ig e
17
Ande e sei s
da
man nich e kennen, daß ge ade diese
A
on
un-
olls ändigen Un e nehmens e bindungen auch mi olkswi scha lichen
Nach eilen e bunden sein können.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme
eine
einhei lichen
We bewenbs-Poli ik
in
de
EWG
117
E wa ungen
sich
ealisie en,
wenn
die
Wi scha ssubjek e
au
G und
solche
E wa ungen
disponie en.
Diese
Zusammenhang
sei
ku z
am
Beispiel des
"Kau s"
eine
eu o-
päischen
Fi ma
du ch
eine
ame ikanische
illus ie .
Ein
solche
Kau
se z
einen
be äch lichen
G ößenun e schied
zwischen
"Käu e "
und
"Ve käu e "
o aus,
weil
ande en alls
de
Kau
nich
inanzie
we den
kann.
De
P eis,
den
die
Inhabe
de
kleinen
eu opäischen
Fi men
o -
de n,
häng
wei gehend
on
ih em
Selbs ändigkei ss eben
und
den
Chancen
ab,
die
sie sich
ü
die
Zukun
im
Gemeinsamen
Ma k
e -
sp echen.
Gehen
sie
da on
aus,
daßUn e nehmens e bindungenzwangs-
läu ig sind,
weil
nu
so
das
no wendige
Wachs um
de
Be iebsg ößen
he beige üh
we den
kann,
und
echnen
sie
ga
mi
s aa liche
Un e -
s ü zung
on
solchen
Vo gängen,
so
we den
sie sich
mi
einem
ela i
nied igen
P eis
begnügen
und
dadu ch
den
Kau
ih es
Un e nehmens
e leich e n.
De
Angebo sp eis
des
g öße en
ame ikanischen
Un e nehmens
is
nach
oben
du ch
Ren abili ä se wa ungen
beg enz .
Können
du ch
den
Anschluß des
kleine en
eu opäischen
Un e nehmens
an
das
g öße e
ame ikanische
Un e nehmen
e hebliche
P oduk i i ä s e besse ungen
e ziel
we den,
so
mag
de
Angebo sp eis
ela i
hoch
liegen
und
den
om
eu opäischen
Un e nehmen
ge o de en
P eis
übe s eigen.
Un e
solchen
Bedingungen
sp äche
eine
gewisse
Ve mu ung
da ü ,
daß
de
Zusammenschluß
auch
olkswi scha lich
e wünsch
wä e.
Abe
auch
wenn
keine
g ei ba en
P oduk i i ä s e besse ungen
ge-
geben
sind,
könn e
das
ame ikanische
Un e nehmen
einen
ela i
hohen
P eis
bie en,
wenn
es
dami
echnen
kann,
a) sich
mi
Hil e
des
e -
s eb en
S ü zpunk es
in
Eu opa
wei e e
Be iebe
anzugliede n
ode
b)
du ch
We bewe bsbesch änkungen,
wie
z.
B.
Ausschal ung
des
We -
bewe bs
mi
wechselnden
Ma k an eilen
au
dem
eu opäischen
Ma k
ein
schnelles
Wachs um
seines
do igen
Zweigbe iebes
he beizu üh en,
um
au
diese Weise
die
Vo eile
zunehmende
Be iebsg öße
auszunu -
zen. Schon
das
Wissen
um
eine
beabsich ig e
s a e
Kon olle
on
Un-
e nehmens e bindungen
in
Eu opa
wü de
den
Kau
eines
eu opä-
ischen
Un e nehmens
mi
einem
be äch lichen
Risiko
belas en
und
den
e e ba en
Angebo sp eis
eduzie en,
so e n
diese
sons
im
Hin-
blick
au
Ausnu zung
on
Ma k nach
kalkulie
wo den
wä e.
IV. Schlußbeme kungen
10.
Ve such
man
die
Poli ik
de
EWG-Kommission
au
dem
Gebie
de
Un e nehmenszusammenschlüsse
au
G und
de
eben
e läu e en
Aussagen
zu
wü digen,
so
gelang
man
zu
einem
zwiespäl igen
U eil.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
118 Hans Mölle
Denn
in
ih e
e s en
zusammen assenden
ö en lichen
S ellungnahme
zu
diese
F age
18,
die
sie
An ang
1966
bekann gemach
ha ,
e i
sie
seh
dezidie
zwei
Au assungen:
E s ens,
daß
ein
Wachs um
de
Be-
iebs-
und
Un e nehmensg ößen
ge ade
du ch
Un e nehmens e bin-
dungen
zwangsläu ig,
e wünsch
und
ö de ungswü dig
sei,
und
zwei-
ens,
daß
jedoch
auch
une wünsch e
Un e nehmens e bindungen
denk-
ba
seien,
die
du ch
Anwendung
de
Ve agsbes immungen
bekämp
we den
soll en.
Die
F age
de
Kon olle
on
Konzen a ions o gängen
in
de
EWG
s ell
die
EWG-Kommission siche lich
o
schwie ige poli ische
En -
scheidungen.
Im
Gegensa z
zu
den
USA
gib
es
in
keinem
de
EWG-
Lände
eine
i gendwie
nennenswe e
Poli ik
zu
Kon olle
de
Un e -
nehmens e bindungen;
nich
einmal
ein luß eiche
S ömungen
in
de
ö en lichen
Meinung,
die
eine
solche
Poli ik
o de n
ode
un e s ü zen
wü den,
sind
bishe
in
den
EWG-Lände n
es zus ellen.
De
EWG-
Kommission
äll
hie
also
eine
Füh ungs olle
gegen
den
Wide s and
sowohl
de
na ionalen
Regie ungen
als
auch
de
P i a wi scha
zu.
Eine
solche
Füh ungs olle
ha
die
EWG
be ei s
übe nommen,
indem
sie sich
eindeu ig
ü
eine
Bekämp ung
on
une wünsch en
Konzen a-
ionen
ausgesp ochen
ha .
Diese
Absich se klä ung
is
siche lich
zu
be-
g üßen.
Sie
wa
auch
zu
E gänzung
de
EWG-Ka ellpoli ik
une läß-
lich.
Soll
diese
e wi klich
we den,
so
wi d
man
nich
an
de
Ta sache
o beigehen
können,
daß
eine
bloße
Bekämp ung
de
Ka elle
die
Ten-
denz
ha ,
die
Be iebe
dazu
zu
e anlassen,
in
ech e
und
unech e
Zu-
sammenschlüsse
auszuweichen.
Gelang
man
zu
keine
Konzep ion
ü
die
Kon olle
de
Un e nehmungs e bindungen,
so
wi d
es
kaum
ge-
lingen,
eine
s enge
und
einhei liche
Ka ellpoli ik
gegen
die
ielen
Wide s ände
du chzuse zen.
Als
Ins umen
zu
Bekämp ung
on
Konzen a ions o gängen
bie e
sich
zunächs
allein
de
A .
86
des
EWG-Ve ages
an
(was die
Anwen-
dung
des
Ka ell e bo s-A ikels
85
au
zusammenschlußähnliche
Ve -
bindungen
nich
ausschließ ).
A .
86
gil
selbs e s ändlich
nu ,
wenn
de
Handel
zwischen
den
Mi gliedss aa en
be üh
we den
könn e,
was
meis
de
Fall
sein
dü e,
wenn
es
sich
um
g öße e
Un e nehmen
han-
del .
E
e bie e
mißb äuchliche
Ausnu zung
eine
behe schenden
S ellung
au
dem
Gemeinsamen
Ma k
ode
au
einem
wesen lichen
Teil
desselben
du ch
ein
ode
meh e e
Un e nehmen.
Gewisse
Fo men
on
Un e nehmens e bindungen
können
un e
bes imm en
Bedingun-
gen
schon
ü
sich
genommen
als
mißb äuchliche
Ausnu zung
eine
be-
18
Un e nehmenskonzen a ion
im
Gemeinsamen
Ma k ,
Bulle in
de
EWG,
IX,
2 (Feb ua 1966),
S.
18
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
P obleme eine einhei lichen We bewel1bs-Poli ik
in
de
EWG 119
he schenden
S ellung
au
dem
Gemeinsamen
Ma k
angesehen
we -
den e.
Da aus
e gib
sich jedoch
nich
meh
als
ein
Ansa zpunk .
Die
we -
bewe bspoli isch
anzuwendenden
G undsä ze
in
ech lich
p ak ikable
Fo meln
zu
kleiden,
be ei e ,
wie
schon
meh ach
be on ,
g oße
Schwie-
igkei en.
Schon
die
wenigen
hie
o ge agenen
E wägungen
zeigen,
daß
keineswegs
alle
Un e nehmens e bindungen
als
unzulässig
klassi-
izie
we den
können,
daß
da übe
hinaus
die
Au s ellung
on
ein-
deu igen
und
e schöp enden
Regeln
zu
Iden i izie ung
on
unzulässi-
gen
Handlungen
au
diesem
Gebie
kaum
möglich is ,
und
daß
in olge-
dessen
ela i
häu ig
Einzel älle
"on
hei
own
me i s"
wi scha s-
poli isch
beu eil
we den
müssen. Die
We bewe bspoli ik
muß
-
aus-
ge ich e
noch
imme
au
eine
e wünsch e
Wi scha so dnung
-
on
Tag
zu
Tag
konk e e
wi scha spoli ische
En scheidungen
e en,
bei
denen
sie
on
ande en
ge ade
ak uellen
wi scha spoli ischen
Zielen
nich
ganz
wi d
absehen
können.
Die
We bewe bspoli ik
kann
sich also
nich
allein
au
die
Se zung
on
Rahmenda en
besch änken,
de en
Einhal ung
on
den
Ge ich en
e zwungen
wi d.
In
dem
Maße,
wie
sich ba
wi d,
daß
die
We be-
we bspoli ik
auch
Lenkungspoli ik
is , also ägliche
wi scha spoli ische
En scheidungen
e o de ,
bei
denen
nich
meh
nu
ein
we bewe bs-
poli ische Ziele
beach e
we den
können,
muß
sich
de
Wide s and
de
na ionalen
Regie ungen
gegen
die
Kompe enz
de
EWG
e s ä ken.
Wi d
es schon
g oße
Schwie igkei en
be ei en,
im
konk e en
Einzel-
all zu en scheiden, ob es sich
um
une wünsch e
ode
ge ade
noch
zu
ole ie ende
Konzen a ions o gänge
handel ,
so
auchen
wei e e
Schwie igkei en
au ,
wenn
ollzogene
Konzen a ions o gänge
eigen -
lich
ückgängig
gemach
we den
soll en. Solche
Schwie igkei en
können
nu
insowei
e mieden
we den,
als
Konzen a ions o gänge
eine
o -
he igen
Kon olle
un e wo en
we den
können,
was
nich
imme
mög-
lich is .
Abe
auch
die
Kon olle
du ch
o he ige
P ü ung
de
Konzen-
a ions o gänge
wi
schwie ige
P obleme
au .
Sie
muß
zei lich
i -
gendwie
beg enz
we den,
was
die
Adminis a ion
o
schwe
lösba e
Au gaben
s ell .
Ge ade
weil
abe
alle
diese
Schwie igkei en
bes ehen
und
die
bloße
Ankündigung
eine
wi klich
du chg ei enden
Poli ik
gegen
une wünsch-
e
Un e nehmens e bindungen
wenig
glaubha
e scheinen
lassen,
is
m. E.
zu
bedaue n,
daß
die
EWG-Kommission
die
Au assung
e e en
ha ,
Konzen a ions o gänge
seien
zwangsläu ig,
e wünsch
und
ö de-
ungswü dig.
Wäh end
on
de
Absich se klä ung
übe
die
Bekämp-
19
Vgl.
die schon zi ie e g undsä zliche S ellungnahme zu diese F age on
E.-J.
Mes mäcke
in seinem Bei ag zu Halls ein-Fes sch i .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
126
Wilhelm
Webe
älligen
ode
indi ek en
E ek en
nich
be ücksich ig
wü den,
ande e -
sei s
soll en
alle
s aa lichen
Maßnahmen
e aß
we den,
du ch
die
Vo -
eile
aus
de
E ich ung
de
F eihandelszone
e ei el
ode
geschmä-
le
we den
könn en.
Le z lich
geh
es
da um,
die
ausd ückliche
Au -
zählung
e bo ene
Beihil en
nach
Annex
C des
Ve ages,
de
in
den
G undzügen
au
eine
En scheidung
des
Ra es
de
OEEC zu ückgeh ,
den
geände en
Ums änden
anzupassen. -
Abgesehen
on
Expo bei-
hil en
allen
auch
P oduk ionsbeihil en
un e
A .
13
de
Kon en ion.
Hie
gib
es
nach
Ansich
de
A bei sg uppe
eine
Reihe
on
Ausnah-
men,
wie
Regionalbeihil en, Sozialbeihil en,
Beihil en
ü
Na u ka a-
s ophen,
die,
wenn
sie auch
nich
exp essis
e bis
im
Ve ag
ange-
üh
sind,
analog
zum
EWG-Ve ag
als
mi
dem
EFTA-Ve ag
e -
einba
angesehen
we den
können.
Im
Sinne
des
au
de
Minis e a s-
agung
in
Be gen
(Ap il 1966)
ge aß en
Beschlusses
wu den
in
die
Un-
e suchungen
auch
die
b i ischen
Maßnahmen
de
In es i ions ö de ung
einbezogen.
A .
14
be aß
sich
mi
s aa lichen
P ak iken
in
ö en lichen
Un e -
nehmen.
Eine sei s
sind
Maßnahmen
e bo en,
die
ü
die
einheimische
P oduk ion
einen
Schu z
bewi ken,
de
mi
dem
Ve ag
un e einba
wä e,
wenn
e
du ch
Zölle,
Kon ingen e
ode
s aa liche
Beihil en
e -
ziel
wü de;
ande e sei s
sind
Disk iminie ungen
im
Handel
aus
G ün-
den
de
Na ionali ä
e bo en,
sowei
sie
die
aus
de
F eihandelszone
zu
e wa enden
Vo eile
e ei eln.
Auße dem
gil
A .
15
übe
we be-
we bsbesch änkende
P ak iken
gleiche maßen
ü
ö en liche
Un e -
nehmen.
A .14
wa
Gegens and
eingehende
Be a ungen
au
de
EFTA-Minis e a s agung
in
Lissabon (Ok obe 1966);
dabei
konn e
übe
dessen
In e p e a ion
und
übe
das
wei e e
Vo gehen
übe ein-
s immung
e ziel
we den.
Die
en sp echende
Ve einba ung
un e schei-
de
die
Anwendung
des
A .
14
au
das
ö en liche
Bescha ungswesen
eine sei s
und
au
die
Handels ä igkei
ö en liche
Un e nehmen
an-
de e sei s.
Die
Mi glieds aa en
können
p inzipiell
jedes
gewünsch e
Be-
scha ungssys em
e wenden,
so e n
es
keine
disk iminie ende
ode
Schu zwi kung
im
Sinne
des
A .
14
ha .
Um
das
auszuschließen,
we -
den
im
einzelnen
olgende
Maßnahmen
emp ohlen:
1.
ö en liche
Aussch eibungen
müssen
angemessen
publizie
we den;
2.
auch
bei
besch änk en
ö en lichen
Aussch eibungen
müssen
Inlän-
de
und
Bewe be
aus
ande en
EFTA-Lände n
gleiche
Bewe bungs-
chancen
haben;
3.
Einladungen
zu
O e s ellung
an
ein
einzelnes
Un e nehmen
( ei-
händige
Bescha ung)
dü en
nu
e gehen,
wenn
ein
ande es
Ve -
ah en
eindeu ig
undu ch üh ba
ode
unzweckmäßig
wä e.
Bezüglich
de
Handels ä igkei
ö en liche
Un e nehmen
s ell
die
Minis e a s-Ve einba ung
es ,
daß
A .
14
den
Mi glieds aa en
nich
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
We bewe bspoli ik und We bewel'bs ech in
de
In eg a ion 127
e bie e,
jene
Handelso ganisa ionen
zu
haben,
die
sie
wünschen,
so-
e n
die
P ak iken
diese
Un e nehmungen
nich
zu
einem
Schu z
ode
eine
Disk iminie ung
im
Sinne
des
A .
14
üh en.
Die Fälle,
in
denen
das
zu i ,
sind
in
dem
de
Si zung
on
Lissabon
o liegenden
Be-
ich
eines
Subkomi ees
au gezähl
und
wu den
in
diese
Fo m
om
Minis e a
gebillig . (De
genann e
Be ich
is
du ch
die
meh ache
Bezugnahme
de
Minis e a s-Ve einba ung
au
ihn
zu
eine
A
Rich linie
ü
die
kün ige
In e p e a ion
des
A .
14
gewo den.)
Fü
die
p ak ische
Du chse zung
de
Nich -Disk iminie ung
bei
Aus-
sch eibungen
wu den
als
e s e
Maßnahmen
olgende
Sch i e
ins
Auge
ge aß :
1.
Aus ausch
on
Lis en
de
wich igs en
ü
die ö en liche
Bescha ung
zus ändigen
S ellen
in
den
einzelnen
Mi glieds aa en;
bei
ö en -
lichen
Aussch eibungen
Nennung
des
Publika ionso gans.
2.
Den
in
F age
kommenden
ö en lichen
S ellen
we den
Rich linien
e eil
we den,
die
ga an ie en
sollen,
daß
sich
auch
Lie e an en
aus
ande en
EFTA-Lände n
angemessen
an
de
Aussch eibung
be-
eiligen
können
und
daß
die
Angebo e
objek i
behandel
we den.
Den
zen alen
We bewe bs egeln
de
A .
85
und
86
EWG-Ve ag
komm
A .
15
EFTA-Ve ag
am
nächs en.
Ve einba ungen
zwischen
Un e nehmen
ode
Ve einigungen
on
Un e nehmen
und
zwischen
Un-
e nehmen
abges imm e
Ve hal ensweisen
we den
danach
als
un e ein-
ba
mi
dem
Ve ag
angesehen,
wenn
sie
eine
"Ve hinde ung,
Ein-
sch änkung
ode
Ve älschung
des
We bewe bs
inne halb
de
Zone
bezwecken
ode
bewi ken"
und
wenn
dadu ch
die
aus
de
F eihandels-
zone
zu
e wa enden
Vo eile
e ei el
we den.
Das
gleiche
gil
ü
mißb äuchliche
Ausnü zung
eine
behe schenden
S ellung
in
de
Zone
ode
eines
wesen lichen
Teiles de selben.
De
Un e schied
zum
EWG-
Ve ag
lieg
o enba
wenige
in
de
Umsch eibung
de
P ak iken
als
im
Ve ah en.
We bewe bsbesch änkende
P ak iken
sind
nich
du ch
den
Ve ag
selbs
e bo en.
Un e nehmen,
die
sich
du ch
solche
Maß-
nahmen
ausländische
Un e nehmen
beschwe
e ach en,
können
ledig-
lich
die
Angelegenhei
den
zus ändigen
Behö den
ih es
eigenen
Landes
un e b ei en.
Um
siche zus ellen,
daß
A .
15
wi ksam
angewand
we den
kann,
einig en
sich
die
Minis e
au
de
Tagung
in
Kopenhagen
im
Ok obe
1965
in
eine
gemeinsamen
E klä ung,
daß
die
Mi glied egie ungen
so-
wohl
den
Inhal
als
auch
die
p ak ische
Anwendung
ih e
gegenwä i-
gen
Gese ze
und
Bes immungen
übe p ü en
soll en.
Die
Minis e
haben
die
Be ei scha
ih e
Regie ungen
bek ä ig ,
Beschwe den
übe
den
A .
15
e le zende
we bewe bsbesch änkende
P ak iken
sei ens
de
Un e nehmen
au
ih em
eigenen
S aa sgebie ,
au
die
ein
ande e
Mi -
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
128
Wilhelm
Webe
glieds aa
hinweis ,
so g äl ig
zu
p ü en
und
in
en sp echenden
Fällen
gemäß
den
gegebenen
Ve ah ensweisen
o zugehen.
Die
Mi glieds aa-
en
sind
be ei ,
solche
Fälle
jeweils
dann
zu
un e suchen,
wenn
ein
p ima- acie-Beweis
eine
Ve le zung
des
A .
15
o lieg .
Sie
we den
eine
de a ige
Un e suchung
nich
on
de
Einb ingung
eine
o mellen
Beschwe de
ode
eines
oll
beleg en
Dossie s
abhängig
machen.
In
de
P axis
we den
no male weise
olgende
Sch i e
in
Aussich
genommen:
a)
Wenn
eine
Un e nehmung
die
Au me ksamkei
de
Behö den
au
we bewe bsbesch änkende
P ak iken
in
einem
ande en
Mi glied-
s aa
gelenk
ha
und
wenn
es
sich
e weis ,
daß
diese
P ak iken
mögliche weise
mi
den
Bes immungen
des
A .
15
des
Übe einkom-
mens
un e einba
sind,
wi d
die
Angelegenhei
au
bila e ale
Basis
mi
dem
Mi glieds aa ,
au
dessen
S aa sgebie
sich
das
be e ende
Un e nehmen
be inde ,
gemäß
dem
im
A .
31
es geleg en
Be-
schwe de e ah en
e ö e .
b)
Wenn
in
bila e alen
Gesp ächen
übe eins immend
es ges ell
wi d,
daß
die
angewand en
P ak iken
mi
dem
A .
15
un e einba
sind,
wi d
de
be e ende
Mi glieds aa
im
Ve wal ungsweg
Maßnahmen
e en,
um
au
die
Be eilig en
einzuwi ken.
Falls
sich
das
als
e -
olglos
e weis ,
wi d
e
in
en sp echenden
Fällen
die
Anwendung
on
du ch
das
Gese z
o gesehenen
Du chse zungsmaßnahmen
e -
wägen.
c)
Wenn
es sich
als
unmöglich
e weis ,
einen
Fall
au
bila e alem
Wege beizulegen,
kann
diese
in
zwanglose
Weise
au
mul ila e a-
le
Basis
besp ochen
we den.
Die
Angelegenhei
kann
auch
o mell
dem
Ra
o geleg
we den,
d. h.
eine
Beschwe de
kann
beim
Ra
eingeb ach
we den,
de
sodann
gemäß
A .
31
mi
S immenmeh -
hei
zu
Emp ehlungen
ode
Beschlüssen
gelangen
kann
ll
.
Auße dem
wu de
eine
Expe eng uppe
beau ag ,
übe
olgende
Punk e
eine
Un e suchung
anzus ellen
und
dem
Ra
zu
be ich en:
a) ob
die
den
Mi glieds aa en
zu
Ve ügung
s ehenden
gese zgebe i-
schen
und
adminis a i en
Mi el
und
die
a sächliche
Anwendung
solche
Gese zgebung
die
wi ksame
Du ch üh ung
des
A .
15
im
Jah e
1967
und
danach
siche s ellen
können
und
we den;
b)
be e end
die
Kla s ellung
gewisse
echnische Ausd ücke,
au
die
A .
15
Bezug
nimm .
Eine
ins i u ionelle
Wei e en wicklung
des
Beschwe de e ah ens,
das
heu e
nu
im
bescheidenen
Rahmen
des
A .
31
möglich is ,
sieh
A .
15
Abs. 3
o .
11 Vgl.
die
"E klä ung
übe
we bewe bsbesch änkende
P ak iken",
abge-
d uck
in:
Sechs e
Jah esbe ich
...
, a.a.O., S. 46
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
We bewe bspoli ik und We bewe bs ech in
de
In eg a ion 129
A .
16
be i
die
Niede lassungs eihei .
Hie
konn e
au
de
Mini-
s e a s agung
in
Be gen
im
Ap il
1966
wei gehend
Einigung
übe
die
Auslegung
e ziel
we den.
Dabei
wu de
ane kann ,
daß
olgende
A en
de
Niede lassung
zu
Auswei ung
des
EFTA-Binnenhandels
üh en
und
dahe
den
Angehö igen
de
Mi glieds aa en
ohne
Disk iminie ung
gewäh
we den:
1.
Die
Niede lassung
on
wi scha lichen
Un e nehmungen,
die
sich
mi
dem
Handel
on
Wa en
mi
Zonenu sp ung
be assen
einschließ-
lich
a)
de
Ans ellung
on
Handels e e e n,
b)
de
G ündung
on
Filialen
und
Toch e gesellscha en,
c)
de
Niede lassung
unabhängige
Un e nehmungen
zu
Fö de ung
des
Ve kau es
on
Wa en
eines
Mi glieds aa s
in
einem
ande en
Mi glieds aa .
2.
Die
Niede lassung
on
wi scha lichen
Un e nehmungen
zwecks
Mon age
und
Bea bei ung
on
Wa en
ode
zwecks
Diens leis ungen
im
Zusammenhang
mi
Wa en,
die
Zonenu sp ung
haben
und
aus
einem
Mi glieds aa
in
einen
ande en
ausge üh
we den.
3.
Die
Niede lassung
on
wi scha lichen
Un e nehmungen
zwecks
E -
zeugung
on
Wa en
mi
Zonenu sp ung,
on
denen
ein
be äch -
liche
Teil
nach
ande en
Mi glieds aa en
expo ie
we den
soll,
so-
e n
diese
nich
e o de lich
machen:
a)
den
Zugang
zum
Kapi alma k
des
Landes,
in
dem
die
Niede -
lassung
e olg ,
ode
b) die
übe nahme
bes ehende
Un e nehmungen
in
diesem
Lande,
ode
c)
das
Eigen um
an
na ü lichen
Hil squellen
dieses
Landes.
Die
Regie ungen
haben
sich
in
diesem
Zusammenhang
e p lich e ,
ih e
gegenwä igen
Gese ze
und
Ve o dnungen
in
de
P axis
zu
un e -
suchen,
um
die
a sächliche
Du ch üh ung
des
A .
16
zu
gewäh leis en
und
en sp echende
gese zliche
ode
adminis a i e
Vo keh ungen
zu
e en
12•
Die
Einigung
übe
das
Niede lassungs ech
s ell
bishe
den
g öß en
E olg
in
de
EFTA-We bewe bs egelung
da .
Abgesehen
da on
sind
A bei en
im
Gange,
um
die
Ve agskon o mi ä
einzels aa liche
Fis-
kalzölle,
adminis a i e
Handelssch anken,
on
G enzabgaben
und
in-
e nen
S eue n
zu
un e suchen.
Spezielle
Un e suchungen
we den
auch
au
den
Gebie en
de
Doppelbes eue ung,
des
Pa en ech s
und
de
Indus ieno mung
du chge üh .
Die
le z genann en
Vo haben
lau en
alle dings
mi
A bei en
im
Rahmen
ande e
in e na ionale
O ganisa-
12
Vgl. die "E klä ung
übe
das Niede lassungs ech ", abged uck in:
Sechs e Jah esbe ich
...
, a.a.O.,
S.
49
.
9
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
48
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
130 WHhelm Webe
ionen
pa allel
(insbesonde e OECD
und
EWG),
und
es
is
noch
keine
Übe eins immung
e ziel
wo den,
ob
de a ige
Regelungen
nu
au
EFTA-Basis
anges eb
we den
sollen. -Die
A bei en
sind
also
im
ollen
Gang,
En scheidungen
du ch
den
Minis e a
sind
bishe
nu
im
Niede lassungs ech
e olg .
Zu
e wähnen
wä e
noch,
daß
das
allge-
meine
Beschwe de-
und
Konsul a ions e ah en
nach
A .
31
bis
heu e
nich
angewand
wu de.
m.
Das
We bewe bskonzep
de
EFTA
geh
also zwei ellos
wenige
wei
als
das
de
EWG.
Eine
einhei liche
We bewe bspoli ik
is
im
EFTA-Ve ag
nich
o gesehen
und
in
(nächs e )
Zukun
nich
zu
e wa en.
Nach
Au assung
de
EWG-Kommission
hingegen
is
eine
Zollunion
ohne
Einbe ung
in
das
um assende
Ganze
eine
Wi scha s-
union
"schwe lich
lebens ähig",
eine
Wi scha sunion
abe
bedü e
zu
ih em
Funk ionie en
wiede
eine
gemeinsamen
We bewe bspoli ik
13
•
Es
wä e
zu
agen,
ob
aus
diese
A gumen a ion
a sächlich
zwingend
abzulei en
is ,
daß
das
In eg a ionskonzep
de
EFTA
-
wiede um
ganz
abgesehen
on
ih e
ge inge en
poli ischen
und
ökonomischen
E izienz -
allein
schon
du ch
die "schwache"
We bewe bslösung
ge-
genübe
de
EWG
im
Nach eil
sein
muß.
Zu
Ve deu lichung
seien
hie
noch
einmal
ku z
die
wich igs en
Un-
e schiede
he ausges ell .
G undsä zlich
we den
bei
neue en,
e aglich
es geleg en
In eg a ionsp ozessen
zwei
G uppen
on
We bewe bs o -
sch i en
un e schieden.
Zu
e s en
G uppe
gehö en
jene
Regeln,
die
den
We bewe b
zwischen
den
Un e nehmen
de
Mi glieds aa en
e s
e möglichen,
die
den
We bewe b
unk ions ähig
machen
sollen;
zu
zwei en
sind
jene
zu
zählen,
die
den
be ei s
e möglich en
We bewe b
dann
ga an ie en
und
unk ions ähig
hal en
sollen.
Zu
e s en
G uppe
gehö en
im
EWG-Ve ag
die
Vo sch i en
übe
den
Abbau
de
Zölle
und
Kon ingen e,
die
Gewäh leis ung
de
soge-
nann en
ie
F eihei en,
die
Koo dinie ung
de
Konjunk u -
und
Wäh-
ungspoli ik
(zu
Wah ung
des
gene ellen
Gleichgewich s zwischen
den
Volkswi scha en), die
Besei igung
bzw.
Anpassung
we bewe bs e -
ze ende
Beihil en
und
S eue n,
die
Angleichung
on
einzels aa lichen
No men,
die
zu
We bewe bs e ze ungen
üh en,
u. dgl. -
Zu
zwei-
en
G uppe
echnen
o
allem
die
A .
85
bis
90
EWG-Ve ag,
e gänz
du ch
das
Ve bo
de
Disk iminie ung
aus
G ünden
de
S aa sange-
hö igkei
(A .
7)
und
das
Dumping e bo
(A .
91)14.
13 Vgl. Memo andum de Kommission übe das Ak ionsp og amm de Ge-
meinscha
ü
die 2. S u e, Ok obe 1962,
S.
7;
.
d.
G oeben, Hans, a.a.O.,
S.374.
U
Vgl.
.
d.
G oeben, Hans, a.a.O.,
S.
376.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
We bewe bspoli ik
und
We bewe bs ech
in
de
In eg a ion
131
De
EFTA-Ve ag
kenn
in
de
e s en
G uppe
nu
den
Abbau
de
Zölle
und
Kon ingen e,
dasNiede lassungs ech
und
die
Anpassung
bzw.
Besei igung
on
Beihil en,
in
de
zwei en
G uppe
gewisse
Vo keh un-
gen
bezüglich
we bewe bsbesch änkende
P ak iken
und
ein
Dumping-
e bo .
Im
gegenwä igen
S adium
spiel
de
We bewe bsbeg i
im
EFTA-Ve ag
p ak isch
keine
Rolle. Soll
eine
bes imm e
un e nehme-
ische
Maßnahme
un e
A .
15 des
Ve ages
allen, so
muß
sie
nich
nu
eine
Ve hinde ung,
Einsch änkung
ode
Ve ze ung
des
We be-
we bs
bezwecken,
sonde n
o
allem
-
und
das
is
(de zei ) noch
be-
deu same
-
die
aus
de
F eihandelszone
zu
e wa enden
Vo eile
e ei eln.
Ob
hie
die
geplan en
wei e en
Sch i e
des
Ra es
eine
Än-
de ung
b ingen
we den,
bleib
abzuwa en.
-
Im
Ve ah en
nach
A .
85
und
86
EWG-Ve ag
lieg
dagegen
das
Schwe gewich
au
de
Be-
u eilung
des
we bewe bsbesch änkenden
Cha ak e s
eine
bes imm-
en
Maßnahme,
wäh end
die
Beein äch igung
des
Handels
zwischen
den
Mi glieds aa en
ehe
den
Rang
eine
P ozeß o ausse zung
gewon-
nen
ha .
Die
We bewe bs egeln
des
EWG-Ve ags
basie en
au
einem
We -
bewe bskonzep ,
das
in
de
Zei
des
Ve agsabschlusses
o enba
ge-
nügend
Eigengewich
besessen
ha ,
um
sich
im
Rahmen
de
wide -
s ei enden
Ansich en
de
Mi gliede
du chzuse zen
15
•
Das
elas ische
Ve ah en
de
Ve agse üllung
e laub
alle dings
eine
wei e
Aus-
legung
diese
We bewe bs egeln.
(Die
Unsiche hei
übe
den
Ausgang
des
p äjudiziellen
Rech s alls
G undig-Cons en
is
da ü
und
ü
die
eigens ändige
In e p e a ion
de
EWG-Kommission
ein
Beispiel
aus
le z e
Zei .)
Das
We bewe bs
ech
des
EWG-Ve ags
un e lieg
dahe
in
s ä ke em
Ausmaß
den
Spannungen,
die
zwischen
We bewe bs-
heo ie,
We bewe bspoli ik
und
We bewe bs ech ,
zwischen
heo e i-
sche
Analyse
und
E kenn nis,
a ionale
wi scha spoli ische
En -
scheidung
und
no ma i e
Du chse zung
bes ehen,
als
de
EFTA-Ve -
ag,
dessen
" us a ion
cIause"
das
we bewe bs ech liche
Minimum
eine
unk ions ähigen
F eihandelszone
übe haup
da s ell .
Das
Objek
des
We bewe bs ech s
gehö
siche lich
de
Disziplin
de
Wi scha swissenscha an. Dennoch
is
in
de
al en
S ei age,
ob
de
ech liche
We bewe bsbeg i
unmi elba
de
ökonomischen
Theo ie
zu
en nehmen
sei
ode
ob
eine
A
übe se zung
ökonomische
We -
bewe bs o s ellungen
in
die
Denkka ego ien
des
Rech s
no wendig
we de,
de
zwei en
Au assung
de
Vo zug
zu
geben.
Die
besonde e
Funk ion
de
ju is ischen
No m
mi
ih em
Ansp uch
au
gene elle
Ve -
bindlichkei
läß
nu
eine
T ansponie ung
und
Spezi izie ung des
öko-
15 Vgl.
auch
Webe ,
Wilhelm,
Zu
P oblema ik
de
Regelung
des
p i a en
We bewe bs e hal ens
in
den
Eu opäischen
Ve ägen.
Poli ische
Ökonomie
im
ech lichen
Rahmen,
in:
Kyklos,
Vol. XV, 1962, S. 142
.
9"
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
132
Wilhelm Webe
no
mischen
We bewe bsbeg i s
in
und
ü
die
ju is ische
Te minologie
ZU
16
. Die
"übe se zung"
eines
zu
wi scha spoli ischen Rich schnu
e hobenen
We bewe bs
konzep s
in
ein
" unk ions ähiges"
We be-
we bs ech
is
alle dings
eine
de
schwie igs en
ech spoli ischen
und
- echnischen
F agen
des
ma k wi scha lich
o ien ie en
Rech ss aa s.
G undsä zlich
kann
We bewe bs ech
in
zwei
Fo men
au e en.
Als
Fö de ungs ech
ha
es die spezielle
Fö de ung
we bewe bskon o me
Handlungen
und
Ma k p ozesse
zum
Ziel;
als
Schu z ech
un e s ell
es
ein
ech lich
zu
schü zendes
Gu
und
e bie e
un e
Zwangs olgen
seine
Ve le zung.
Unse
We bewe bs ech
is
heu e
im
wesen lichen
Schu z ech .
Seine
P oblema ik
lieg
da in,
zwischen
Schu zobjek
und
Ve bo
einzelne
Maßnahmen
den
no wendigen
Kausalzusammenhang
he zus ellen.
(In
Ös e eich
geschieh dies
du ch
Ve bo
de
o mal
de-
inie en
Ka ellab ede
einschließlich
gen lemen's
ag eemen s
und
du ch
den
in
Fo m
eines
unbes imm en
Gese zesbeg i s
gekleide en
Aus-
nahme a bes and
de
"gesam wi scha lichen
Rech e igung",
dessen
Vo liegen
on
Ka ellge ich en
in
zwei
Ins anzen
gep ü
wi d.)
We bewe bs ech
als
Fö de ungs ech
is
dagegen
kaum
anzu e en;
es
se z
Vo s ellungen
übe
die
K i e ien
e wünsch e
We bewe bs-
p ozesse o aus. Rech s echnisch
könn e
dabei
nu
au
bes imm e
Ma k -
o men,
Ma k e hal ensweisen
ode
Ma k e gebnisse
abges ell
we -
den;
die
Bedenken,
die
gegen
solche
Tes s
e hoben
we den,
sind
be-
kann .
We bewe bs ech
in
diese
Fo m
muß
sich
auße dem
de
Mi el
eine
"p e ialen"
Selek ion
bedienen
(du ch
Sub en ionie ung
ode
S eue o eile),
die
mi
einem
We bewe bsbeg i ,
de
au
F eihei
de
un e nehme ischen
Be ä igung
abs ell ,
schon
p inzipiell
im
Wide -
sp uch
s eh .
Auch
wenn
das
We bewe bsschu z ech
au
eine
aus
de
Theo ie
übe nommene
posi i e De ini ion des
We bewe bs
selbs
(als
e wünsch-
e
Ma k p ozeß)
e zich en
kann
und
muß17,
bleiben
die
Bemühungen
de
We bewe bs heo ie
um
den
We bewe bsbeg i
zu
Bes immung
on
Be eich
und
Um ang
de
Ve bo sno men
bzw.
de
Ausnahme a -
bes ände
on
g öß e
Bedeu ung.
Die
ak uelle
Diskussion,
zu
de
ja
diese
Tagung
einen
Bei ag
lie e n
soll,
wi d
zwei ellos
ein
Umdenken
ge ade
auch
in
manchen
Ansä zen
de
We bewe bspoli ik
no wendig
machen.
Die
E kenn nis,
daß
das
Modell
de
ollkommenen
Konku enz
in
En sp echung
zu
angelsächsischen
Leh e
on
pu e
compe i ion
18
ü
18
Vgl. dazu
Lukes,
Rudol , Zum Ve s ändnis des We bewe bs und des
Ma k es in den Denkka ego ien des Rech s, in: Wi scha so dnung und
Rech so dnung, a.a.O.,
S.
201
.
17
Vgl. dazu aus üh lich
Hoppmann,
E lch, in diesem Band.
18
Zu
Te minologie gl. O , Al ed
E.,
Ma k o m und Ve hal ensweise,
S u ga
1959,
S.
43.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
We bewe bspoli ik
und
We bewe bs ech
in
de
In eg a ion
133
die
E klä ung
eale
We bewe bsp ozesse
nich s
he gib
und
demnach
als
No m
de
We bewe bspoli ik
ungeeigne
is ,
gehö
sei
ge aume
Zei
zum
gesiche en
-
wenn
auch
nich
imme
beach e en
19 -
Wissen
de
We bewe bs heo ie
20• (Die
Bedeu ung
des
Modells
ü
die
P eis-
heo ie
wi d
dadu ch
in
keine
Weise
geschmäle
21
.)
Diese
S ei age
kann
heu e
du chaus
als
beigeleg
gel en.
In
de
Diskussion
um
den
Be-
g i
des
wo kable
compe i ion
schein
dagegen
in
neue e
Zei
ein
an
sich
al es
Dilemma
de
We bewe bs heo ie
wiede
ak uell
zu
we den.
Hie
s ell
sich
die
F age,
ob
ein
We bewe bsbeg i ,
de
au
olle
We bewe bs eihei
de
Ma k eilnehme
abs ell ,
zugleich
auch
gu e
wi scha liche
Ma k e gebnisse
ga an ie ,
ode
ob
zwischen
diesen
beiden
Zielen
Kon lik e
inso e n
bes ehen,
als
gu e
Ma k e gebnisse
nu
bei
gewissen
Ausnahmen
on
de
We bewe bs eihei
zu
e zielen
sind.
Fü
die
angewand e
We bewe bspoli ik
geh
es
le z lich
da um,
ob
und
-
wenn
ja
-
welche
Besch änkungen
de
We bewe bs eihei
mi
Hinweis
au
besse e
Ma k e gebnisse
zu
ech e igen
sind
22•
Dieses
Dilemma,
das
ja
nich
zule z
au
de
zwiespäl igen
Beu eilung
des
Oligopols
im
We bewe bs-
und
Wachs umsp ozeß
be uh ,
is
ge ade
im
deu schen
Sch i um
in
le z e
Zei
ausgiebig
disku ie
wo den.
Die
Ansich ,
daß
zwischen
We bewe bs eihei
und
gu en
wi scha lichen
Ma k e gebnissen
ein
Zielkon lik
bes ehe,
is
dabei
übe wiegend
au
Ablehnung
ges oßen
23•
Die
wi scha spoli ischen
Konsequenzen
diese
Diskussion
sind
noch
nich
abzusehen;
sie
sind
auch
nich
eindeu ig
zu
ziehen.
Eine
Mindes -
an o de ung
an
die
We bewe bspoli ik
is
alle dings
aus
solche
Sich
wohl
unbes i en:
De
Ein i
in
den
Ma k
muß
eis ehen
( eedom
19
Vgl.
Kan zenbach,
E ha d,
Die Funk ions ähigkei des We bewe bs,
Gö ingen 1966, S. 11;
Söl e ,
A no, We bewe bs heo ie
und
We bewe bs-
wi klichkei ,
Re e a
o
dem
19. Deu schen Be iebswi scha e ag
am
28.
Sep embe
1965
in
Be lin, Sonde d uck aus: Wi scha lichkei -
We -
bewe b
-We e hal ung, pass.; gl. dazu auch
Schmid ,
Ingo,
Neue e
En -
wicklungen
in
de
We bewe bs heo ie
un e
Be ücksich igung
wachs ums-
poli ische Zielse zungen, in: WuW, 1966, S. 701
.
20 Vgl. die Nachweise bei
Hoppmann,
E ich, Das Konzep
de
op imalen
We bewe bsin ensi ä , in:
Jah büche
ü
Na ionalökonomie
und
S a is ik,
179. Bd., S.
288,
Anm. 4;
Kau e ,
E ich, Kan zenbachs Konzep des
unk ions-
ähigen We bewe bs. Ein Kommen a , in:
Jah büche
ü
Na ionalökonomie
und
S a is ik, 179. Bd., 1966, S.
482.
21 Vgl.
z.
B.
Jöh ,
Wal e
Adol ,
Zu
Diskussion
übe
die Rolle
de
Kon-
ku enz
in
de
mode nen Wi scha , in:
Einhei
und
Viel al
in
den Sozial-
wissenscha en, Fes sch i
ü
Alexande
Mah , h sg.
on
Webe , Wilhelm,
Wien
und
New Yo k 1966, S. 8I.
22 Vgl. die Da s ellung diese "Dilemma-These" bei
Hoppmann,
E ich, Das
Konzep
...
, a.a.O., S.
288
.
23 Einen g undlegenden Bei ag dazu
lie e
Heuß,
E ns , Allgemeine
Ma k heo ie, TÜbingen-Zü ich 1966; gl. auch
Hoppmann,
E ich, Das
Kon-
zep
...
, a.a.O., sowie sein
Re e a
in
diesem Band.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
134
Wilhelm
Webe
o
en
y
24);
du ch
ins i u ionelle
Maßnahmen
muß
da ü
geso g
sein,
daß
"wi ksame"
We bewe bsp ozesse
jede zei
in
Gang
kommen
kön-
nen
und
iedliches
Ve hal en
im
Oligopol
du ch
Au e en
po en ielle
We bewe be
jede zei
ges ö
we den
kann.
Dynamische
Un e nehme
müssen
die
Möglichkei
haben,
o übe gehend
Vo zugs ellungen
mi
en sp echenden
Gewinnaussich en
zu
e eichen,
ohne
diese
S ellungen
gegen
Außensei e
absiche n
zu
dü en
25• Die
Schwie igkei en
dieses
Konzep s
sind
nich
zu
un e schä zen.
Gleich ö miges
Ve hal en
de
G uppe
"de "
Un e nehme
is
ein
neu
es
und
übe aus
schwe
zu assen-
des
Ang i sobjek
de
We bewe bspoli ik
26•
IV.
Im
Lich e
de
jüngs en
En wicklung
on
We bewe bs heo ie
und
-poli ik
wä e
nun
die
F age
nach
dem
ins i u ionellen
Nach eil des
We bewe bskonzep s
de
EFTA
bzw. nach
de
Be ech igung
de
Ha -
monisie ungs hese
de
EWG-Kommission
zu
wiede holen.
Ge ade
die-
se
These
schein
abe
sowohl nach
den
neue en
Einsich en
übe
das
Ausmaß
de
no ma i
zu
siche nden
We bewe bs eihei
als
auch
un e
dem
Aspek
de
In eg a ions heo ie
ü
die
wi scha liche
En wicklung
des
Gemeinsamen
Ma k es
nich die
bishe
behaup e e
Bedeu ung
zuzu-
kommen
27
• Speziell
im
Be eich
de
We bewe bspoli ik
können
Un e -
schiede
in
den
We bewe bs-
und
Wi scha spoli iken
de
Mi glied-
s aa en
als
Un ollkommenhei en
des
(gemeinsamen)
Ma k es
au ge aß
we den,
die
geeigne
sind,
wi ksame
We bewe bsp ozesse
auszulösen,
so e n
nu
ein
Minimum
an
Ha monisie ung
gesiche
is .
Zu
diesem
Minimum
gehö
die
olls ändige
Ö nung
de
Mä k e;
de
Abbau
de
Impo sch anken
muß
au
Gegensei igkei
e einba ,
de
F eihandel
ins i u ionell
gegen
wei e e
Ve le zungen
gesiche sein,
und
na ionale
G uppen
dü en
keine
Möglichkei
haben,
in eg a ionsbeding e
Konku -
enz
aus
ande en
Mi glieds aa en
abzuweh en
28•
Un e
diesen
Vo aus-
se zungen,
die
ü
die
EWG
nich
un ealis isch
sind,
is
es möglich,
daß
sich
ak isch
die
s engs e
na ionale
We bewe bspoli ik
du chse z ,
24
Dabei
geh
es
le z lich
um
" eie
Konku enz"
im
Sinne
A.
Wagne s
bzw.
um
die
Möglichkei
des
Ein i s
in
eine
bes ehende
G uppe
on
Fi men;
gl.
O ,
Al ed
E., a.a.O., S.
43.
25 Vgl.
auch
die
Da s ellung
des
"En wicklungsmechanismus"
bei
A nd ,
Helmu ,
Mik oökonomische Theo ie, 2. Bd.:
Ma k p ozesse,
Tübingen
1966,
S. 201 .
28 Vgl. Jochimsen,
Reimu ,
Ma k o m
und
wi scha liche
En wicklung,
in:
Zei sch i
ü
die
gesam e
S aa swissenscha ,
122. Bd., 1966, S.
42.
27
Die
aus üh liche
Un e suchung
on
de
In eg a ions heo ie
he
lie e
S egemann,
Klaus,
We bewe b
und
Ha monisie ung
im
Gemeinsamen
Ma k ,
Köln-Be lin-Bonn-München
1966;
au
diese
A bei
muß
zu
nähe en
Beg ündung
e wiesen
we den.
28
Zum
Ha monisie ungsminimum
gl. S egemann,
Klaus,
a.a.O., S.
94
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39
We bewe bspoli ik
und
We bewe bs ech
in
de
In eg a ion
135
ohne
de
iu e
als
Maßs ab
de
Ha monisie ung
ane kann
zu
sein.
Das
bedeu e
wei e ,
daß
bei
Ha monisie ung
de
We bewe bspoli ik
au
mi le e
Linie
(und
meh
is
nach
de
gegenwä igen
poli ischen
Kons ella ion
on
eine
einhei lichen
We bewe bspoli ik
in
de
EWG
nich
zu
e wa en)
meh
"we bewe bsbesch änkende"
Absp achen
be-
s ehen
bleiben
können
als
bei
Fo bes ehen
un e schiedliche
We be-
we bspoli iken
on
Land
zu
Land
29•
Fü
unse e
F ages ellung
is
da aus
abzulei en,
daß
de
ökonomische
E olg
eines
In eg a ionskonzep s
nich
unmi elba
on
den
Zuges änd-
nissen
de
Mi glieds aa en
hinsich lich
de
Ha monisie ung
on
We -
bewe bs-
und
Wi scha spoli iken
abhäng .
Das
unk ionelle
In eg a-
ionskonzep
de
EFTA
-
das
heu e
selbs e s ändlich
auch
ein
Mini-
mum
an
Ins i u ionalisie ung
o ausse z
und
besi z
-
gewinn
dami
neue
Bedeu ung.
Eine
ha monisie e
We bewe bspoli ik
muß
deshalb
keineswegs
das
nächs liegende
Ziel
de
EFTA
sein;
das
Fo bes ehen
on
Un e schieden
in
den
na ionalen
We bewe bspoli iken
wi d
au
den
wi scha lichen
E olg
de
nächs en
In eg a ionss u en
wah -
scheinlich
keinen
unmi elba en
Ein luß
haben.
(Eine
ande e
Sache
is
es,
daß
jede
Ha monisie ungse olg
in
EWG
und
EFTA
als
wich ige
poli ische
Fo sch i
de
eu opäischen
Einigung
gewe e
we den
muß.)
D ingliche
sind
dagegen
die a sächliche
und
olls ändige
Ö -
nung
de
Mä k e
und
die
Ga an ie
de
ollen
Fak o mobili ä
im
Rah-
men
de
Mi glieds aa en.
Die Ansä ze,
die
hie
mi
dem
olls ändigen
Zollabbau
und
beim
Niede lassungs ech
o liegen,
sind
bescheiden,
be ech igen
abe
ielleich doch
zu
einigen
Ho nungen.
20 Vgl. S egemann,
Klaus,
a.a.O., S.
74.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39