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Grundlagen der Wettbewerbspolitik

Schneider, Hans K.

Abstract

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Full text

Schneide , Hans K. (Ed.) Book G undlagen de We bewe bspoli ik Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 48 P o ided in Coope a ion wi h: Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion Sugges ed Ci a ion: Schneide , Hans K. (Ed.) (1968) : G undlagen de We bewe bspoli ik, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 48, ISBN 978-3-428-41923-4, Duncke & Humblo , Be lin, h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/285452 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/legalcode.de OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik Gesellscha ü Wi scha s· und Sozialwissenscha en Neue Folge Band 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 SCHRIFTEN DES VEREINS FUR SOCIALPOLITIK Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en Neue Folge Band 48 G undlagen de We bewe bspoli ik VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT B E R L I N 1968 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 G undlagen de We bewe bspoli ik Von Clemens-Augus And eae, E ns Heuß E ich Hoppmann, Hans Mölle , Wilhelm Webe He ausgegeben on Hans K. Schneide VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT BERLIN 1968 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Alle Rech e o behal en © 1968 Duncke & Humblo , Be lin 41 Ged uck 1968 bei Be line Buchd ucke ei Union GmbH., Be lin 61 P in ed in Ge many OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Vo wo des He ausgebe s De o liegende Band en häl die Re e a e, die au de Si zung des Wi scha spoli ischen Ausschusses de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (Ve ein ü Socialpoli ik) am 20. und 21. Ok obe 1966 in Igls/Innsb uck o ge agen und disku ie wo den sind. De Ausschuß ha beschlossen, die Behandlung on P oblemen de We bewe bspoli ik in eine besonde en A bei sg uppe "We bewe b" o zu üh en. Müns e , im Sep embe 1967 Hans K. Schneide OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Inhal s e zeichnis Zum P oblem eine wi scha spoli isch p ak ikablen De ini ion des We bewe bs Von P o . D . E ich Hoppmann, Ma bu g ............................ 9 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols Von P o . D . E ns Heuß, Ma bu g .................................. 50 Das P inzip de gegengewich igen Ma k mach als Ansa zpunk ü die We bewe bspoli ik Von P o . D . Clemens-Augus And eae, Innsb uck .................. 71 P obleme eine einhei lichen We bewe bs-Poli ik in de EWG Von P o . D . Hans Mölle , München ................................ 95 We bewe bspoli ik und We bewe bs ech in de In eg a ion. Das Bei- spiel de EFT A Von P o . D . Wilhelm Webe , Wien ................................ 121 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 14 E ich Hoppmann sch änken, weil auch die Auswi kungen des We bewe bs nich we - mäßig indi e en sind. We bewe bliche Ma k p ozesse können deshalb nu in ih e Gesam hei , d. h. mi allen ih en Eigenscha en und Aus- wi kungen, Gegens and eine poli ischen Bewe ung sein. Eine Au - spal ung des we bewe bspoli ischen Zieles in Ins umen eine sei s und Auswi kungen and e sei s is zu Zielbes immung ungeeigne , weil die axiologischen Komponen en e nachlässig we den. 11. Axiologische Zielbes immungen We bewe b inde eine an h opologische und soziologische Beg ün- dung 7• Sich um die We e bewe ben is ein "u sp üngliche mensch- liche T ieb"B, wie e beispielsweise on Hesiod in seinem Epos "We k und Tage" - diesen Hinweis e danken wi G. Schmölde s 9 - du ch die gu e E is, die Gö in des iedlichen We bewe bs, symbolisie und besungen wi d. (E s spä e gib es die "böse" E is, die S ei gö in.) Eine wi scha spoli ische G unden scheidung ü den P ima des We - bewe bs is nich s ande es als die Bejahung de aus diesem T ieb e- sul ie enden menschlichen Beziehungen und P ozesse. Die sich imme wiede indende Beme kung, We bewe b we de um seine selbs wil- len ( o i s own sake, as such, as goal in i sel ) gewünsch , kann auch in diesem Sinne gemein sein, daß We bewe b nich lediglich wegen sei- ne Eigenscha en anges eb , sonde n da übe hinaus wegen seine Ve wu zelung in de menschlichen Na u bejah we de. Ob man abe dem "spi i o compe i ion" die Wü de eines u sp ünglichen mensch- lichen T iebes gib ode nich , e is eine no wendige Vo ausse zung ü We bewe bspoli ik, und die jah ausendeal e Geschich e de We - bewe bspoli ik lO deu e da au hin, daß die an h opologischen und so- ziologischen Beg ündungen nich ohne Fundamen sind. Die zahl eichen Einzelziele können in zwei g oße Zielkomplexe zu- sammenge aß we den: We bewe bs eihei und ökonomische Vo eil- 7 Vgl. . Wiese, L.: We bewe b (I), Soziologische Eino dnung, in: HdSw, Bd. 12, S. 25 . 8 Auch im We bewe bs ech sieh man We bewe b so. Vgl. e wa W. Fi- ken sche : "De We bewe b is Aus luß des in de Pe sönlichkei des Men- schen wu zelnden E we bs- und Leis ungs iebes, de sich mi den K ä en ande e Menschen messen muß, wo die e we bba en Gü e nu beg enz zu Ve ügung s ehen. De En schluß des Gese zgebe s, den wi scha lichen We bewe b o Besch änkungen zu schü zen, se z ... nu die Bejahung des menschlichen E we bs- und Leis ungs iebes ... o aus" (Ho izon ale We - bewe bsbesch änkungen und Ve äge mi D i en, in: De Be iebsbe a e , 11. Jg./1956, S. 796). 9 Schmölde s, G.: Geschich e de Volkswi scha sleh e, Reinbeck: bei Ham- bu g 1962, S. 131. 10 Zu Geschich e de We bewe bspoli ik gl. die abella ische Zusammen- s ellung bei Machlup, F.: The Poli ical Economy o Monopoly, Bal imo e (Johns Hopkins P ess) 1952, S. 181 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ak ikablen De ini ion des We bewe bs 15 ha igkei . Die hie ge o ene Au eilung in zwei Zielkomplexe besag jedoch nich , daß sie unabhängig oneinande sind ode de eine dem ande en übe geo dne wä e. Sie e gib sich da aus, daß die in dem Komplex "ökonomische Vo eilha igkei " zusammenge aß en Ziele in de Li e a u gelegen lich als die einzigen Ziele de We bewe bspoli- ik angesehen we den. Die bei eine de a igen Au assung aus de Be ach ung ausgeschlossenen Ziele sind in dem e s en Komplex "We - bewe bs eihei " zusammenge aß . 1. We bewe bs eihei We bewe bs eihei läß sich un e e schiedenen Aspek en be ach- en. Zunächs is sie F eihei zu We bewe b un e den Konku en en. Sie besag : F eihei zu Ini ia i e, F eihei zum Vo s oß in echnisches, o ganisa o isches und ökonomisches Neuland, abe auch F eihei zu Nach olge und zu Imi a ion. Sind solche } ~ eihei en au eine Ma k - sei e gegeben, so kann sich au g und des "spi i o compe i ion" ein we bewe bliche P ozeß un e den Konku en en diese Ma k sei e en al en. Die genann en F eihei en sind also eine Vo ausse zung. Die- se we bewe bliche P ozeß e scha abe de Ma k gegensei e zu- gleich die F eihei , aus meh e en Al e na i en auswählen zu können, die ungüns igen Möglichkei en abzulehnen und sich ü die güns igen zu en scheiden. So is die F eihei des We bewe bs un e Konku en- en e ne die Vo ausse zung da ü , daß die ande e Ma k sei e Wahl- eihei genieß . F eihei des We bewe bs um aß abe beides, die F eihei de Kon- ku en en zum Vo s oß und zu Imi a ion eine sei s und die Auswahl- eihei de Ma k pa ne au de Ma k gegensei e and e sei s. Ein we bewe bliche Ma k p ozeß lieg o , wenn diese F eihei en au beiden Ma k sei en gegeben sind. Sie sind, da sie sich wechselsei ig bedingen, sowohl Vo ausse zungen als Konsequenz dieses P ozesses. In we bewe blichen Ma k p ozessen we den diese F eihei en gewisse - maßen konk e isie . We bewe b is also ein Ma k p ozeß, in dem sich We bewe bs eihei "mani es ie ", weil in ihm bes imm e wi scha - liche F eihei en zum Ausd uck kommen. Diese Eigenscha des we - bewe blichen Ma k p ozesses is es, die Gegens and de We se zung is . We bewe bs eihei is jedoch nich absolu zu e s ehen. We be- we b übe läß es zwa jedem We bewe be , seine Fähigkei en und Mi el ü seine eigenen, ei gewähl en Zwecke einzuse zen. Da abe de F eihei sbe eich eines Ma k eilnehme s in den F eihei sbe eichen seine We bewe be und Ma k pa ne eine G enze inde , kann We - bewe bs eihei nu in einem ela i en Sinne e s anden we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 16 E ich Hoppmann Auße dem gib es zahl eiche Dimensionen de We bewe bs eihei . Deshalb is sie ü den einzelnen Ma k eilnehme e was, das e in quali a i un e schiedliche Zusammense zung und in e schiedenem Ausmaß genießen kann. Ein Ma k p ozeß, in dem sich "We bewe bs- eihei mani es ie ", is also gegeben, wenn allen Ma k eilnehme n ein "hin eichendes Ausmaß" diese ela i en We bewe bs eihei zu Ve ügung s eh . Inso e n läß sich sagen, das Ziel de We bewe bs- poli ik sind Ma k p ozesse, die aus de We bewe bs eihei de Ma k - eilnehme he auswachsen und in denen ih e F eihei en zugleich e - hal en bleiben. Dieses Ziel läß sich auch mi Hil e de Ka ego ie Ma k mach be- sch eiben. Is de F eihei sbe eich eines Ma k eilnehme s im Ve häl - nis zu den F eihei sbe eichen de ande en Ma k eilnehme g oß, so kann man on Ma k mach sp echen. Im Be eich de We bewe bspoli- ik p leg man jedoch Ma k mach e s dann als P oblem anzue ken- nen, wenn de F eihei sbe eich des be e enden Ma k eilnehme s im Ve häl nis zu dem ande e Ma k eilnehme "un e häl nismäßig g oß" (undue) is . Unangemessene Ma k mach is iden isch mi einem "nich hin eichenden Ausmaß" on We bewe bs eihei bei den ande en Ma k eilnehme n. In diese Be ach ungsweise läß sich auch sagen: Das Ziel de We bewe bspoli ik sind Ma k p ozesse, die du ch das Fehlen on unangemessene Ma k mach gekennzeichne sind. In die- sem Sinne kann ü unse e Zwecke ü We bewe bs eihei al e na i auch de Beg i de Ma k mach e wende we den ll . (Gib es Be- eiche, in denen unangemessene Ma k mach nich besei ig we den kann, so is in diesen We bewe b "nich möglich". Au sie kann die Zielse zung We bewe bs eihei nich angewende we den, ü sie muß im Rahmen de gesam en wi scha spoli ischen Konzep ion eine ande e Lösung ge unden we den 12 .) Au die als hin eichende We bewe bs eihei bzw. Fehlen on unan- gemessene Ma k mach gekennzeichne e Eigenscha we bewe bliche Ma k p ozesse beziehen sich die We se zungen. Das sei noch e was nähe beleuch e . Wenn We bewe bs eihei ealisie is , bleib es jedem Ma k eilnehme übe lassen, seine Fähigkei en und Mi el ü seine eigenen, ei gewähl en Zwecke einzuse zen. Die we bewe blichen Ma k p ozesse sind P ozesse de Koo dinie ung de Ma k eilnehme , sie bilden eine "spon ane O dnung", die keine Übe eins immung hin- 11 Vgl. e wa C. Kaysen und D. F. Tu ne : "Compe i ion as an end in i sel d aws i s jus i ica ion om he desi abili y o limi ing business powe " (a.a.O., S. 14). H. Gie sch aß die Ko espondenz diese beiden Beg i e soga noch wei e , indem e "ma e iale F eihei " und "ökonomische Mach " als al e na i e wendba ansieh (Allgemeine Wi scha spoli ik, I. Band, G und- lagen, Wiesbaden 1960, S. 73 .). 12 Es en s eh hie das P oblem de Ausnahmebe eiche ( gl. oben Anm. 3) OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ak ikJablen De ini ion des We bewe bs 17 sich lich de konk e en Resul a e, die e eich we den sollen, e o de . De We bewe b is somi ein olkswi scha liche Koo dinie ungsp o- zeß, in dem sich We bewe bs eihei "mani es ie ". Die im Zielkom- plex We bewe bs eihei en hal ene We se zung uß demnach au de Übe zeugung, daß die Ma k eilnehme , indem sie am Ma k eilneh- men, keinen übe geo dne en Zweck, sonde n lediglich ih e eigenen, ei gese z en Zwecke e olgen. Die aus Realisie ung und E hal ung on We bewe bs eihei en s ehende Koo dinie ung de Ma k eilneh- me is hie das ökonomische Äqui alen eine eihei lichen ode no- mok a ischen, d. h. allein om Rech behe sch en Gesellscha so dnung, die das menschliche Leben nich aus einem wie imme gea e en Zweck e klä 13• Die Zielse zung We bewe bs eihei bedeu e also, daß man We bewe b als gesam wi scha liches O dnungs- und Koo dinie ungs- p inzip wünsch . 2. Öko n 0 m i s c h e Vo eil h a i g k e i Du ch den We bewe b we den die We bewe be gezwungen, ih e Leis ung zu s eige n, um zum Zuge zu kommen. Deshalb sang Hesiod on de gu en E is: " ... denn sie e mun e soga die lässigen Männe zu A bei ... so ei e Nachba mi Nachba um den besse en E ag: Die E is is S e blichen nü zlich 14 ." We Besse es leis e , e ziel o seinen Mi bewe be n i gend einen Vo eil. Man kann den We bewe b im Be eich de Wi scha also gewisse maßen als Ins umen ansehen, um ökonomisch o eilha e Wi kungen zu e eichen. Die ökonomische Vo eilha igkei und de Ins umen cha ak e sind jedoch meh deu ig, sie sind noch nähe zu bes immen. a) Wechselsei ige indi iduelle Vo eile Wenn ein daue nde An eiz zu Leis ungss eige ung beispielsweise un e den Anbie e n wi ksam is und die Leis ungs ähigs en zum Zuge kommen, dann is das ü jeden einzelnen Nach age ökonomisch o - eilha 15• Das gleiche gil , mu a is mu andis, ü jeden Anbie e im 13 Vgl. dazu . Hayek, F. A.: Indi idualismus und wi scha liche O dnung, E lenbach-Zü ich 1952, S. 9 - 48; de selbe: A en de O dnung, in: ORDO, Band XIV/1963, S. 3-20; de selbe: G undsä ze eine libe alen Gesellscha s- o dnung, in: ORDO, Band XVIII/1967, S. 11-33. 14 Zi ie bei Schmölde s, G.: a.a.O., S. 131. 15 Diese These basie au meh e en Annahmen. E s ens e g öße n die Tauschpa ne un e Vo ausse zung gegebene Gü e mengen du ch den Tausch ih e indi iduellen Nu zen. Zwei ens e möglich Tausch, da e auch eine Bedingung ü die olkswi scha liche A bei s eilung is , eine Ve g öße- ung de jedem Tauschpa ne zu Ve ügung s ehenden Gü e menge. (In de Diskussion wu de da au hingewiesen, daß diese beiden P ämissen axioma i- 2 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 18 E ich Hoppmann Hinblick au die Nach agesei e. Jede Ma k eilnehme e ziel also einen ökonomischen Vo eil, wenn man sich au de Ma k gegensei e um seine Guns bewi b . So e geben sich ü jeden Ma k eilnehme "indi iduelle ökonomische We bewe bs o eile" aus dem We bewe b de ande en Ma k sei e. In diesem Sinne ha ü jeden Ma k eilneh- me de we bewe bliche P ozeß au de ande en Ma k sei e einen in- s umen alen Cha ak e . Es en sp ich de ökonomischen Ve nun , wenn die Ma k eilnehme den We bewe b au de Ma k gegensei e zu ih em Vo eil ausnu zen. Jedoch we den bei We bewe b die "indi iduellen ökonomischen We bewe bs o eile" du ch den We bewe b au de eigenen Ma k - sei e beg enz . Es en s eh deshalb das P oblem de ela i en Ve ei- lung de indi iduellen We bewe bs o eile. Dieses P oblem wi d du ch den we bewe blichen P ozeß gelös . De jenige, de Besse es leis e , kann seine Vo eile gegenübe seinen Konku en en e höhen. Die du ch den We bewe b belohn e besse e Leis ung e höh abe zugleich die in- di iduellen ökonomischen We bewe bs o eile de Ma k pa ne au de Gegensei e. Alle dings kann ein Ma k eilnehme seinen indi iduel- len ökonomischen Vo eil un e Ums änden auch dadu ch e g öße n, daß e sich dem We bewe b meh ode wenige wei gehend en zieh . Wenn alle Ma k eilnehme aus dem We bewe b einen ökonomischen Vo eil ziehen sollen, da deshalb niemand die Möglichkei haben, dem we bewe blichen P ozeß auszuweichen. Un e diese Vo ausse - zung belohn de We bewe b besse e Leis ungen und e höh zugleich die indi iduellen ökonomischen We bewe bs o eile de Ma k pa ne au de Gegensei e. Inso e n is de We bewe b ü die Ma k eilneh- me auch insgesam ökonomisch o eilha , denn alle haben die Chance, sowohl du ch besse e Leis ungen ih e eigenen Vo eile zu e höhen als auch an den Leis ungs e besse ungen de Ma k gegensei e zu pa izi- pie en. In diesem Sinne und nu inso e n könn e man on eine "ge- sam wi scha lichen" ökonomischen Vo eilha igkei sp echen. Sie be- sag , daß ezip oke indi iduelle ökonomische Vo eile en s ehen. Man könn e mi gewissen Bedenken auch sagen, We bewe b sei ü alle schen Cha ak e haben und e e ba seien.) Die indi iduellen We bewe bs- o eile be uhen jedoch d i ens da übe hinaus au dem zu Leis ungs e bes- se ungen üh enden We bewe b au de Ma k gegensei e. Diese Aussage "De We bewe b un e Konku en en üh zu Leis ungs e besse ungen" is ein posi i e Sa z. E kann deshalb nu als Aussage on hohem Wah schein- lichkei sg ad au ge aß we den. Es mag möglich sein, daß We bewe b die Leis ungen einmal e schlech e . In einem solchen Fall könn e sich ein Di- lemma zwischen ökonomische Vo eilha igkei und We bewe bs eihei e - geben. So is es auch zu e s ehen, wenn E. S. Mason im Hinblick au das P oblem de conse a ion sag : "I ... is an elemen o ai h in he p oposi- ion ha main aining compe i ion subs an ially imp o es he e iciency o esou ce use" (P e ace o Kaysen, C. und D. F. Tu ne : a.a.O., S. XX). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine pmk iklablen De ini ion des We bewe bs 19 ein nü zliches Ins umen ode e we de um seine ökonomischen Wi - kungen willen on uns allen gewünsch 16 • Es geh hie also um die ökonomischen E gebnisse des Ma k p ozes- ses (economic ma ke pe o mance). We bewe b wi d als ein ü alle Ma k eilnehme nü zliches Ins umen angesehen, um besse e ökono- mische E gebnisse zu e zielen. We bewe b soll die Leis ung s eige n, die Kos en senken, die P oduk ion in Rich ung au die Wünsche de Nach age lenken, echnische Fo sch i e bewi ken, e soll un e dien e Gewinne e hinde n, besse e Leis ungen belohnen und ande es. Es geh um die Ve wi klichung ökonomische We e. Welche ökonomischen E gebnisse diesen We se zungen genügen, is jedoch dem Ma k p ozeß nich o gegeben, denn die indi iduellen Ziele we den e s in ihm und du ch ihn in ih e ela i en Bedeu ung gewich e . Die Vo eilha igkei is eine solche om S andpunk de einzelnen Ma k eilnehme . Sie be- zieh sich nich au eine ü alle Ma k eilnehme gemeinsame We - hie a chie. Die Ma k eilnehme genießen wechselsei ig ökonomische Vo eile jeweils om S andpunk ih e eigenen Zwecke. We bewe b is also ökonomisch o eilha , e se z abe keine einhei liche ü alle Ma k eilnehme e bindliche sogenann e ökonomische Ziel unk ion o aus. Ohne eine einhei liche Rango dnung de Zwecke kann es abe auch kein Maß ü die G öße des Gesam e gebnisses geben. Die Vo - eilha igkei is hie keine im Sinne bes imm e ökonomische Ma k - esul a e, sonde n sie besag , daß We bewe b o eilha is , weil e ü alle Ma k eilnehme die genann en Vo eile bie e . b) Obe indi iduelle Vo eile Wenn es heiß , de We bewe b we de wegen seine gesam wi - scha lichen Funk ionen ode aus gesam wi scha lichen In e essen gewünsch , ha ökonomische Vo eilha igkei jedoch in de Regel einen ande en Inhal . Es liegen ande sa ige We p ämissen zug unde. Beispielsweise besag de so ha mlos e scheinende Te minus "Funk- ion" zunächs lediglich, daß de We bewe b i gend e was "leis e ". Abe es wi d dem Te minus Funk ion zugleich ein eleologische Sinn beigegeben, wobei die Volkswi scha als an h opomo phis isches Gebilde, als eine übe pe sönliche Einhei angesehen wi d. Und es wi d da on ausgegangen, daß diese als eine A Einzelwi scha ode als Wi scha ssubjek au ge aß e Volkswi scha eigene Zwecke und Ziele se z , zu de en Ve wi klichung de We bewe b als Ins umen 16 Nu in diesem Sinne kann J. M. Cla k e s anden we den, wenn e ü das 4. Kapi el seines "Compe i ion as aDynamie P ocess" (The B ookings Ins i u ion, Washing on 1961, S. 63), in dem e die Ziele de We bewe bspoli- ik besch eib , olgende übe sch i wähl : "Wha do we wan compe i ion o do o us?" 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 20 E ich Hoppmann eingese z we den soll. De We bewe b nimm dann Funk ionen ü eine de a ige als übe pe sönliches Wesen e s andene Volkswi scha wah , und da in sieh man seine poli ische Rech e igung. Bei eine solchen Deu ung wi d de We bewe b als Funk ionsmechanismus e - s anden, e dien ökonomischen Zwecken eine übe pe sönlichen We- senhei . Ökonomische Vo eilha igkei wi d hie om S andpunk eine übe pe sönlichen sogenann en olkswi scha lichen Ziel unk ion he e s anden. Jede Neu o mulie ung diese Ziel unk ion kann dem We - bewe bsbeg i einen neuen Inhal geben 17 • Die gleichen We se zungen liegen in de Regel auch de Au assung zug unde, We bewe b sei eine sogenann e Ins i u ion de Volkswi scha ode e sei ein sogenann es wi scha spoli isches Ins umen . 111. Das P oblem de Zielkompa ibili ä Das P oblem de Zielkompa ibili ä s ell sich nu inne halb de axiologischen Zielbes immung. De heo e ischen We bewe bspoli ik sind die beiden Ziel komplexe o gegeben. Sie ha zu analysie en, wel- che Ges al ung de Ma k p ozesse die e schiedenen Ziele zu e wi k- lichen in de Lage is . Dabei is die Kompa ibili ä s age zweimal zu behandeln, weil es zwei e schiedene Beg i sinhal e de ökonomischen Vo eilha igkei gib . 1. We bewe bs eihei und indi iduelle Vo eile De aus We bewe bs eihei esul ie ende ma k wi scha liche Ko- o dinie ungsp ozeß lie e den Ma k eilnehme n ezip ok indi iduelle ökonomische Vo eile. Scha ung neue Gü e , neue P oduk ions e - ah en, neue o ganisa o isch-ökonomische Ein ich ungen, neue Mä k e usw. se z F eihei zu Ini ia i e und zum Vo s oß o aus. Aus 17 Ein Ve e e diese Au assung o mulie es wie olg : "Als le z e Be- zugsg öße ü eine Gewich ung de We bewe bs unk ionen un e einande komm nu de wi scha liche Wohls and de Gesam be ölke ung des be- e enden Wi scha sgebie es in Be ach . Da die Au s ellung eine exak en Wohl ah s unk ion bishe imme geschei e is , läß sich dabei de Beg i ,Wohls and' nu un e Hinweis au den allgemeinen Sp achgeb auch in e p e- ie en. E wi d in diesem Zusammenhang so zu e s ehen sein, daß e die wich igs en wi scha spoli ischen Ziele, die zwischen den g oßen poli ischen Pa eien pa lamen a ische Indus ies aa en unums i en sind, um aß " (Kan zenbach, E.: Die Funk ions ähigkei des We bewe bs, Gö ingen 1966, S. 130/1). Es sei es gehal en, daß de E sa z eine "exak en Wohl ah s unk- ion" du ch den Wohl ah sbeg i des "allgemeinen Sp achgeb auchs" den Fo malismus des wohl ah sökonomischen Ansa zes noch nich beheb . Die au einem solchen Ansa z ußenden we bewe bspoli ischen Ra schläge sind eine Ökonomismus, ode besse Pseudo-Ökonomismus, und keine Poli ische Ökonomie ( gl. Albe , H.: Poli ische Ökonomie und a ionale Poli ik, in: Theo e ische und ins i u ionelle G undlagen de Wi scha spoli ik, a.a.O., S.59-87). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine pmk ikablen De ini ion des We bewe bs 21 diese F eihei olg , daß konse a i e und immobile Konku en en be- d oh und gezwungen we den, sich nach olgend anzupassen. Fe ne se z die Ausb ei ung des ökonomischen Fo sch i s die F eihei zu Nach olge, zu Imi a ion o aus. So e n ein "spi i o compe i ion" be- s eh , ha We bewe bs eihei indi iduelle ökonomische We bewe bs- o eile zu Folge. Eine gemeinsame We hie a chie zu Beu eilung de indi iduellen Vo eile gib es nich . Es läß sich nu sagen, daß We bewe b ü alle o eilha is . We bewe bs eihei is also Vo ausse zung ü eine so e s andene ökonomische Vo eilha igkei . We bewe bs eihei und ökonomische Vo eilha igkei sind zwei Aspek e desselben we be- we blichen P ozesses, sie sind zwei Sei en de selben Medaille. Deshalb kann es keine Al e na i e, keinen Kon lik und kein P oblem de Vo - angigkei zwischen beiden Zielen geben. Es is einsei ig und i e üh- end, wenn man glaub , einen diese Aspek e ganz ode eilweise e - nachlässigen zu können. (Die Au assungen on de P ädominanz eines diese beiden Aspek e e klä en sich mögliche weise aus einem isolie - en Nebeneinande de ech swissenscha lichen und wi scha swissen- scha lichen Disziplinen, das leide wei e b ei e is . Es en sp ich je- doch bei diesem P oblem nich den sachlichen Gegebenhei en, eine solche G enze zwischen ihnen zu ziehen.) Auch wenn man We bewe bspoli ik dami beg ünde , daß man ledig- lich den u sp ünglichen menschlichen T ieb, symbolisie du ch die gö liche "gu e E is", auch im Be eich de Wi scha bejahe, so ge- schieh das eben alls aus G ünden de ökonomischen Ve nun . Die sich in we bewe blichen Ma k p ozessen ollziehende Koo dinie ung en - sp ich nich nu diesem u sp ünglichen menschlichen S eben, sonde n die Ma k eilnehme e zielen ezip ok du ch eine de a ige Ges al ung de Ma k p ozesse auch ökonomische Vo eile. De We bewe b is - im Gegensa z zu dem du ch die Gö in "böse E is" symbolisie en Kamp und S ei - geeigne , den Menschen bei ih e wi scha lichen Tä igkei zu hel en. Die Menschen können du ch Be eiligung am We - bewe b ih Ve häl nis zu Wel de knappen Gü e e besse n. E hal- ung des wi scha lichen We bewe bs is ökonomisch e nün ig. In- so e n sind We bewe bs eihei und ökonomische Vo eilha igkei nich zwei unabhängige We se zungen, sonde n ein einhei liche We - komplex. Die wi scha spoli ische Zielse zung, we bewe bliche Ma k - p ozesse zu ealisie en, um aß beides zugleich, We bewe bs eihei und ökonomische Vo eilha igkei , in dem Sinne, daß sie ezip ok in- di iduelle Vo eile lie e n. Das P oblem de Zielkompa ibili ä auch nich au . Denn es handel sich um zwei Aspek e eine We -Gesam - hei und nich um e schiedene Ziele. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 22 E ich Hoppmann Es inden sich jedoch in de Li e a u imme wiede Hinweise au Beispiele, in denen die Zielse zungen We bewe bs eihei und ökono- mische Vo eilha igkei angeblich in Kon lik ge a en. Es handel sich um Fälle wie e wa wei eichende economies o scale, die in dem be- e enden Wi scha szweig eine Monopols eIlung unausweichlich ma- chen, ode um ba ie s o exi , die e wa in de Landwi scha ode im Einzelhandel die Ve d ängung subma ginale Un e nehmen e hinde n, ode um die Fälle de sogenann en Lei ungsmonopole und ande e. Im Fall de economies o scale und de Lei ungsmonopole könne man die ökonomischen Vo eile nu e zielen, wenn man Ma k nach akzep ie . Im Fall de ba ie s o exi üh e de We bewe b zu Übe se zung des be e enden Wi scha szweiges mi unwi scha lich a bei enden Be- ieben . Da aus ha man ge olge , es könne gelegen lich zu einem Di- lemma zwischen We bewe bs eihei und ökonomische Vo eilha ig- kei kommen. Dieses Dilemma is jedoch nu scheinba . In den genann- en Beispielen handel es sich um Fälle, in denen ü einige Ma k eil- nehme die We bewe bs eihei zuguns en ande e unangemessen ein- gesch änk is . Economies o scale und Lei ungsmonopole e scha en "übe mäßige" Ma k nach . Ba ie s o exi besch änken die F eihei de Pionie un e nehme "unangemessen". So e n diese Fak o en nich au ein angemessenes Maß eduzie we den können, handel es sich um Wi scha sbe eiche, in denen We bewe b "nich möglich" is . Es handel sich also nich um ein Dilemma zwischen We bewe bs eihei und ökonomische Vo eilha igkei , sonde n um Fälle nich möglichen We bewe bs. In de a igen Ma k p ozessen ehlen neben de We - bewe bs eihei auch die ezip oken indi iduellen ökonomischen Vo - eile. 2. We b ewe b s e i h e i und übe indi iduelle ökonomische Vo eile Ande s s ell sich die F age de Zielkompa ibili ä , wenn man We - bewe b als Ins umen ü übe pe sönliche ökonomische Zwecke an- sieh . Eine de a in e p e ie e ökonomische Vo eilha igkei eine - sei s und We bewe bs eihei and e sei s sind zwei e schiedene Ziel- komplexe. Zwischen diesen Zielen bes eh nich no wendige weise Ha - monie. We bewe b wi d hie als selbs ändige Gegens and, als poli ische Ins i u ion ode als poli isches Ins umen angesehen. Als solche s eh e ganz ode eilweise auße halb de konk e en Beziehungen de We - bewe be zueinande ode übe ihnen und wi d on diesen beg i lich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ,ak ikablen De mi ion des We bewe bs 23 abge enn 18• Gib man dem We bewe b einen de a igen Inhal , so kons uie man ein ideales Scheingebilde: Die We bewe be we den dann als Funk ions äge gedeu e ; indem sie We bewe b eiben, e - üllen sie einen übe pe sönlichen Zweck. Somi wi d de We bewe b als abs ak e Gegens and, als ideales, inales, "objek i es", o males ode sons abs ak es Ve nun - ode Willensgebilde, als appa a i es Zweckge üge ode als s aa liche ode sons ige ö en liche Ein ich ung gedeu e . Da de in eine solchen Weise eleologisch in e p e ie e und ins i u ionell objek i ie e We bewe b i eal und lee is , können die da an geknüp en Zwecke, Inhal e und no ma i en Folge ungen meh ode wenige willkü lich abgeände ode ausge ausch we den. Sobald man ihn on den konk e en Beziehungen de We bewe be zueinande abgelös ha , gib es da in kaum noch G enzen. De Zielse zung We bewe bs eihei wide sp ich es, die We be- we be als in ein appa a i es Zweckge üge eingeo dne e Lebewesen an- zusehen. Mi de We se zung We bewe bs eihei wi d es abgelehn , die We bewe be als Funk ions äge zu behandeln. Die We bewe be dienen, indem sie We bewe b eiben, ezip ok lediglich ih en eigenen, ei gewähl en Zielen und Zwecken, nich jedoch e üllen sie solche abs ak e , übe pe sönliche A . Es is denkunmöglich, sich au den S andpunk zu s ellen, die We bewe be e üllen, indem sie We be- we b eiben, einen übe pe sönlichen ökonomischen Zweck und zugleich zu be onen, die We bewe be dienen lediglich ih en eigenen, ei ge- wähl en Zwecken. Deu e man We bewe b als Ins umen ü übe pe sönliche ökono- mische Zwecke, so wide sp echen sich die den beiden Zielkomplexen We bewe bs eihei und ökonomische Vo eilha igkei zug unde lie- genden We se zungen. Man muß sich en scheiden, ob man We be- we bs eihei ode i gend wie de inie e übe pe sönliche ökonomische Vo eile wünsch . En scheide man sich ü le z e e, so lehn man es p inzipiell ab, We bewe b als olkswi scha lichen Koo dinie ungs- p ozeß zu wünschen. Un e We bewe b e s eh man dann lediglich eine psychologische Technik, die in den Diens bes imm e ökonomi- sche Ziele ges ell wi d. Deshalb kann ein solche We bewe b dann als "sozialis ische We bewe b" den Zwecken eines kommunis ischen 18 Diese Deu ung is man sich seh wohl bewuß . Vgl. e wa W. Benisch, de den Hinweis on R. Lukes, o Besch änkungen könn en beg i lich nu Pe sonen geschü z we den, mi olgendem Hinweis abweh : "Auch wi - scha liche Vo gänge wie de Ablau des Ma k mechanismus sind beg i lich eine Besch änkung ähig. Wenn solche Vo gänge auch le z en Endes au eine Vielzahl on pe sönlichen Beschlüssen be uhen, komm de Einzelen - scheidung hie nu die Bedeu ung eines anonymen Elemen s im olkswi - scha lichen P ozeß zu" (Ka ell ech und Schu z de indi iduellen F eihei , in: Wi scha und We bewe b, Jg. 11/1961, S. 766). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 30 E ich Hoppmann de Möglichkei en bie e und Chancen e ö ne . E is ein Such-, Le n- und In o ma ionsp ozeß. Das Po en ial läß sich nich de inie en, es sol- len lediglich Chancen und Möglichkei en o engehal en we den. Wegen de "O enhei des geschich lichen P ozesses"36 is es nich möglich, jene Ma k p ozesse, in denen sich We bewe bs eihei und ökonomische Vo eilha igkei mani es ie en, posi i in ih en Zusammenhängen und E gebnissen im einzelnen p ak ikabel zu besch eiben. Es is also selbs das neu es e und mode ns e Modell we bewe bliche Ma k p ozesse zu De ini ion des als wi scha spoli ische No m ge- wünsch en We bewe bs nich hin eichend. Es sei denn, wi wü den auch säm liche zukün igen Modelle de We bewe bs heo ie, die un- se e Einsich en in das Wi ken we bewe bliche P ozesse wah schein- lich wei e e ie en we den, kennen. Dazu müß en wi abe übe ein Modell alle möglichen we bewe bs- und p eis heo e ischen Modelle e ügen. Das wü de jedoch genaue Kenn nis o ausse zen, welche A on We bewe bsp ozessen und ökonomischen Vo eilen noch en s ehen we den. "Wenn wi nämlich ... den We bewe b als eine A En - deckungs e ah en zu Nu zung on zunächs unbekann en Ums änden be ach en, so olg da aus, daß wi die Leis ungen des We bewe bs zwa an kons uie en hypo he ischen Modellen demons ie en, abe die Theo ie g undsä zlich nie an jenen Fällen nachp ü en können, an denen sie p ak isch allein in e essan is . Denn um es zus ellen, ob de We - bewe b in de Wi klichkei zu eine solchen Nu zung on Kenn nissen üh , die ohne ihn nich genu z wü den, müß e zumindes de die Theo ie nachp ü ende Wissenscha le dieses Wissen schon besi zen, und dann b auch en wi den We bewe b nich meh , um es zu nu - zen 37 ." Die Ma k -, P eis- und We bewe bs heo ie kann uns also kein Modell lie e n, das die No m de We bewe bspoli ik p ak ikabel be- sch eib . We bewe bliche Ma k p ozesse können lediglich allgemein, und zwa nu mi Hil e de We bewe bs eihei gekennzeichne we - den 38 • Deshalb s ell sich die F age, wie die We bewe bs eihei p ak i- kabel de inie we den kann. 3e MüHe -A mack, A.: En wicklungsgese ze des Kapi alismus, Be lin 1932, S. 134. Vgl. auch Wa in, Ch.: Ökonomische En wicklungsgese ze, in: Bei äge zu O dnung on Wi scha und Gesellscha , Wi scha spoli ische Ch onik, h sg. om Ins i u ü Wi scha spoli ik an de Uni e si ä zu Köln, 1966, S. 67 . 37 . Hayek, F. A.: Rech so dnung und Handelso dnung, in: Zu Einhei de Rech s- und S aa swissenscha en, Ka ls uhe 1967, S. 203/4. 38 W. Webe schläg o , We bewe b zu de inie en als "Chance, sich gegen- sei ig im Wi scha se olg zu beein lussen, indem man du ch Inaussich s el- len möglichs güns ige Geschä sbedingungen nach Geschä s e bindung mi D i en ach e " (We bewe bs ech liche P obleme de Eu opäischen In eg a- ion, Wien 1964, S. 13). Diese Ansa zpunk schein mi dem hie Vo ge age- nen wei gehend übe einzus immen. Alle dings is die "Chance" bzw. We - bewe bs eihei eine Vo ausse zung ü We bewe b und nich mi ihm iden- isch. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine pmk ik;a bIen De ini ion des We bewe bs 31 11. Besch änkungen de We bewe bs eihei als Ansa zpunk ü we bewe bspoli ische Maßnahmen We bewe bs eihei is ela i e F eihei im Rahmen de Ma k p o- zesse. Jedoch geh es in de We bewe bspoli ik nich um F eihei im Sinne eine P inzipiene klä ung, sonde n um die F age des konk e en F eihei sspiel aumes: wie iel, ü wen, ü was? Um diese Spiel äume no ma i zu de inie en, müß e man sagen, wo, wie und in welchem Ausmaß jedem We bewe bs eihei zus eh . Von ju is ische Sei e wi d da au hingewiesen, daß ü die Ve ei- lung de F eihei sbe eiche nu de Gleichhei sg undsa z in Be ach kommen könne. We bewe bs eihei sei demnach "gleichhei sgebun- dene wi scha liche F eihei "39. In de Ta bie e das Gleichhei sp inzip einen p inzipiellen O ien ie ungspunk , doch hil es bei de p ak i- kablen Ausges al ung des Beg i s We bewe bs eihei nich iel wei- e . Denn We bewe bs eihei kann nich s a isch gesehen we den. Du ch die aus de F eihei esul ie enden Ma k p ozesse we den die ela i en F eihei sbe eiche imme wiede e ände . In welche Weise sich die F eihei sbe eiche im his o ischen Ma k p ozeß e schieben, is Aus luß eben diese F eihei und ungewiß. "Gleichhei sgebundene wi - scha liche F eihei " läß sich deshalb nich p ak ikabel de inie en. Es is also nich möglich, posi i im einzelnen zu besch eiben, welche ela i en F eihei sspiel äume zu E hal ung des gewünsch en we be- we blichen Koo dinie ungsp ozesses no wendig sind. De Be eich, in- ne halb dessen sich die ela i en F eihei sbe eiche e schieben können, ohne in Kon lik mi de we bewe bspoli ischen Zielse zung zu kom- men, is ela i g oß. Zu No ma i ie ung de We bewe bs eihei bleib deshalb nu die Möglichkei eine indi ek en De ini ion, indem man p äzisie , wann die We bewe bs eihei übe Gebüh besch änk is , d. h. wann ungebüh liche Ma k nach (undue ma ke powe ) o - handen is 40• Hie ü gil es K i e ien zu inden. Bishe haben sich o enba olgende Anknüp ungspunk e als b auchba e wiesen. 1. Die e schiedenen U sachen de F eihei sbesch änkung In de Poli ischen Ökonomie p leg e man zwischen "na ü lichen" und "küns lichen" Monopolen zu un e scheiden 41• Da Monopol und We be- 3D Vgl. Biedenkop , K. H.: F eihei liche O dnung du ch Ka ell e bo . Vom Sinn eines Gese zes gegen We bewe bsbesch änkungen, in: Ak uelle G und- sa z agen des Ka ell ech s, Heidelbe g 1957, S. 30 . 40 Vgl. Edwa ds, C. D.: a.a.O., S. 1 . 41 Vgl. Machlup, F.: A ikel "Monopol", in: HdSw, Bd. 7, S. 432. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 32 E ich Hoppmann we b hie als Ko ela i beg i e geb auch we den 42, läß sich diese Un e scheidung auch ü die Einsch änkung de We bewe bs eihei e wenden. Es sollen demnach zwei Typen un e schieden we den: na- ü liche und küns liche Einsch änkungen de We bewe bs eihei . (F. Machlup ha diese beiden Typen olge ich ig auch au das P oblem des Pleiopols angewende 43• Nach ihm lieg ollkommenes Pleiopol o , wenn keine küns lichen bzw. willkü lichen Zu i ssch anken o han- den sind.) Die Un e scheidung in na ü liche und küns liche (willkü liche) Ein- sch änkungen bezieh sich au die U sachen de Besch änkung. Sie an - wo e au die F age, wie F eihei seinsch änkungen du ch wi scha s- poli ische Maßnahmen beein luß we den können. Küns liche (willkü - liche) Einsch änkungen sind du ch s aa liche ode un e nehme ische P ak iken e u sach . Die G enze zwischen küns lichen und na ü lichen Einsch änkungen läß sich jedoch nu ziehen om S andpunk des Ein- eilungsk i e iums. Willkü liche Einsch änkungen be uhen au solchen s aa lichen ode un e nehme ischen P ak iken, die e en uell ückgängig gemach ode e hinde we den können. So sag beispielsweise F. Machlup: "Ein Monopol soll als küns lich gel en, wenn man sich s aa - liche ode p i a e Ak ionen denken kann, du ch die eine bes ehende wi ksame Sch anke gegen den We bewe b besei ig we den könn e 44 ." Die De ini ion de G enze implizie deshalb auch ein We u eil. Im Hinblick au diese e schiedenen U sachen de Einsch änkungen is es in de heo e ischen We bewe bspoli ik üblich, die we bewe bs- poli ischen Maßnahmen in G uppen zusammenzu assen, so daß sich e - schiedene "Sek o en" de We bewe bspoli ik e geben: E s ens muß man sich we bewe bspoli isch mi denjenigen P oblemen be assen, die du ch na ü liche Einsch änkungen de We bewe bs eihei en s ehen. Sind sie g a ie end und e möglichen in bes imm en Be eichen eine nich ole ie ba e Ma k nach , dann is We bewe b "nich möglich". Hie handel es sich um Ausnahmebe eiche, die eine "Ausnahme ege- lung" zu un e s ellen sind 45• Zwei ens muß man sich küns lichen (will- kü lichen) Einsch änkungen de We bewe bs eihei widmen. Sowei sie au Un e nehme p ak iken zu ückzu üh en sind, aß man die zu ih e Besei igung bes imm en Maßnahmen im Sek o "An imonopol- poli ik" zusammen. Man sp ich auch on An i us poli ik, An ika ell- 42 Vgl. Röpke, W.: A ikel "We bewe b (II), Ideengeschich e und o dnungs- poli ische S ellung", in: HdSw, Bd. 12, S.31. 43 Vgl. Ma.chlup, F.: A ikel "We bewe b (III), Wi scha s heo e is·che Be- ach ung", in: HdSw, Bd. 12, S. 42: "Eine e nün ige Beg i sbes immung un e scheide zwischen na ü lichen und willkü lichen Hinde nissen und an- e kenn nu die le z e en als Einsch änkung des eien Zu i s neue Be- we be ." 44 Machlup, F.: A ikel "Monopol", a.a.O., S. 432. 45 Siehe oben, Anm. 3. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ak ikablen De ini ion des We bewe bs 33 poli ik ode on Maßnahmen gegen es ie i e ade p ae iees. So e n küns liche Einsch änkungen de We bewe bs eihei du ch den S aa e u sach we den, bes eh We bewe bspoli ik in de Un e lassung die- se küns lich Ma k nach e scha enden s aa lichen Besch änkungen. Auch bei sons igen küns lichen Hemmnissen sind om S andpunk de we bewe bspoli ischen Zielse zungen Maßnahmen indizie , die man zusammen assend als den Sek o eine "We bewe bs ö de ungspoli ik" bezeichnen kannMI. Die olgenden Übe legungen sind o wiegend au den Sek o An i- monopolpoli ik zugeschni en. Sie gel en zwa g undsä zlich auch ü die We bewe bs ö de ungspoli ik, ü die Ges al ung de Ausnahme- be eiche und die Un e lassung s aa liche We bewe bsbesch änkungen. Bei eine wei e gehenden Diskussion de zule z genann en Sek o en wä en jedoch zusä zliche P obleme zu be ücksich igen. 2. Die z w e i G un d yp end e F eih ei sei ns eh än k u ng en Man p leg eine doppel e F eihei zu un e scheiden, eine äuße e und eine inne e: "Die e s e e bedeu e das F eisein on äuße em Zwang. F ei in diesem Sinne bin ich, wenn ich an de Aus üh ung meine En - schlüsse du ch nich s gehinde we de. Diese F eihei is somi eine 48 Diese Un e scheidungen sind in de heo e ischen We bewe bspoli ik be- ei s üblich, lediglich die Te minologie is nich einhellig. K. Schille bei- spielsweise un e scheide in "ak i e" und " eak i e" We bewe bspoli ik (A - ikel "Wi scha spoli ik", in: HdSw, Bd. 12, S. 215). Man sp ich auch on "posi i en" und "nega i en" we bewe bspoli ischen Maßnahmen. De Wis- senscha liche Bei a beim Bundeswi scha sminis e ium e läu e die We - bewe bspoli ik wie olg : "Au gabe diese Poli ik und de Gese zgebung is dahe , den We bewe b zu ö de n und gegen Besch änkungen und Ve äl- schungen zu siche n." Diese beiden Be eiche de We bewe bspoli ik we den wie olg de inie : "E s ens, um de pe sönlichen F eihei einen möglichs g oßen Spiel aum zu gewäh en, soll e de We bewe b übe all da du chge- se z we den, wo es die A de gesellscha lichen Au gaben übe haup zu- läß . Zwei ens: Um zu e meiden, daß die Chancen und Risiken, die mi de F eihei und dem We bewe b e bunden sind, zu Begüns igung ode Be- nach eiligung einzelne G uppen üh en, muß de We bewe b in allen Wi - scha sbe eichen gegen die Ge ah geschü z we den, Ve mach ungs endenzen zu e liegen" (Gu ach en des Wissenscha lichen Bei a s beim BWM om 23. 6. 1962, I, Zi . 2 und Zi . 4). In de Diskussion meines Re e a s wu de da au hingewiesen, daß We - bewe bs eihei lediglich einen Spiel aum de möglichen Ak ionen es lege, die Anwendung de F eihei abe nich e zwungen we de. Da an anschlie- ßend wu de die F age ges ell , ob We bewe bspoli ik nich auch au eine s ä ke e Anwendung de F eihei hina bei en soll e. Diese F age is jedoch nich zu e end ges ell . F eihei zu We bewe b um aß auch die F eihei , we bewe bliche Handlungen zu un e lassen. Wi scha spoli isch ausgeüb e Zwang, We bewe bs eihei in bes imm e Weise zu nu zen, wide sp ich de we bewe bspoli ischen Zielse zung ( gl. Woll, A.: De We bewe b im Einzel- handel, Be lin 1964, S. 40 .). 3 Sch i en d. Ve eins . Socialpoll ik 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 34 E ich Hoppmann F eihei des HandeIns. Wesen lich da on e schieden is die inne e F eihei . Sie be i nich die Aus üh ung meines Willens en schlusses, sonde n sein Zus andekommen. Sie is nich F eihei des (äuße en) HandeIns, sonde n des (inne en) Wollens. Sie bes eh da in, daß de Mensch in seinem Wollen nich bes imm wi d, sonde n sich selbs be- s imm . Diese F eihei bedeu e also Selbs bes immung. F ei in diesem Sinne bin ich, wenn ich beim Zus andekommen meines Willensak es ... mich so ode so en scheiden kann 47 ." Diese beiden F eihei en sind ge- eigne e Ansa zpunk e ü we bewe bspoli ische Maßnahmen. Fü den Be eich de An imonopalpoli ik seien noch einige übe legun- gen anges ell . Den beiden Typen de F eihei sbesch änkung is du ch un e schiedliche Regeln Rechnung zu agen. Es muß Vo sch i en ge- ben, die Besch änkungen de we bewe bs ele an en Handlungs eihei (e wa du ch e agliche Besch änkungen) e hinde n, als auch Regeln, die dem Schu z de En schließungs eihei (z. B. An idisk iminie ungs- egeln ode Ve bo e ü Ma k mach e scha ende Fusionen) gewidme sind. Diese Sach e hal wu de sei jehe in de p ak ischen An imono- polpoli ik be ücksich ig . Beispielsweise bes eh de She man Ac , das 1890 e lassene G undgese z de ame ikanischen We bewe bspoli ik, p ak isch aus zwei Pa ag aphen. In Sec. 1 we den con ac s, combina ions und conspi acies e bo en, die ein " es ain o ade" da s ellen. (Von We bewe b is im She man Ac nich die Rede.) Ohne Pa ne au de Ma k gegensei e gib es keinen " ade". Es handel sich also nich nu um die gegensei ige Einsch änkung de Hand- lungs eihei de am Ve ag be eilig en Un e nehmen, sonde n o allem auch um die Besch änkung de Handlungs eihei D i e , d. h. o allem de Ma k gegensei e. Deshalb lieg ein Ka ell imme dann und nu inso e n o , wenn sowohl die be eilig en Ka ellmi gliede als auch -so e n die Ka ell- mi gliede keine quan i e negligeable sind -die Ma k eilnehme de Ma k - gegensei e in ih e Handlungs eihei besch änk we den. Es is deshalb nich ech beg ei lich, daß Au o en, die bei de In e p e a ion des § 1 GWB das P oblem de we bewe bs ele an en Handlungs eihei au de Ma k gegen- sei e eliminie en, glauben, sich au olkswi scha liche E wägungen s ü zen zu können 48• In Sec. 2 des She man Ac we den das monopolizing und Ve suche dazu e bo en. Du ch Ma k mach wi d nich die Handlungs eihei de ande en Ma k pa ne eingesch änk , sonde n de en En schließungs eihei . Ma k - mach bed oh Konku en en und/ode Ma k pa ne und sch änk de en F eihei , En schlüsse zu assen, ein. Beispielsweise sind im Falle de dominie- enden P eis üh e scha die Mi läu e in ih e Handlungs eihei nich be- sch änk . Sie können dem dominie enden P eis üh e du ch P eisun e bie- ung Ma k an eile en ziehen. Die Ma k mach des dominie enden P eis üh e s 47 Hessen, J. D.: Leh buch de Philosophie, 2. Band, München 1948, S.214. 48 R. Lukes ha aus üh lich beg ünde , daß § 1 GWB die indi iduelle F ei- hei D i e schü ze (De Ka ell e ag, München-Be lin 1959, S. 185 .). W. Benisch kons a ie dagegen " ... schwe wiegende olkswi scha liche Be- denken ... " (Ka ell ech und Schu z de indi iduellen F eihei , a.a.O., S.771). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ak iJm.blen De ini ion des We bewe bs 35 is abe eine Bed ohung de Mi läu e und hinde sie, einen solchen En - schluß zu assen. Als wei e es Beispiel sei e wa ein konglome ale Un e neh- menszusammenschluß e wähn : Gene al Dynamies, ein gigan isches Un e - nehmen mi ielen Tausenden on Zulie e e n, das ausschließlich an die Re- gie ung de USA lie e , kau e eine Ka bidun e nehmung au . Alle jene on den ielen Tausenden Zulie e e n, die on de gewal igen Einkau smach au Gedeih und Ve de b abhängig sind, we den diesen Aspek beim Einkau on Ka bid nich übe sehen. Sie sind in ih e En schließungs eihei , wo und zu welchem P eis sie Ka bid einkau en, übe Gebüh besch änk . Die Einsch änkung de En schließungs eihei du ch Bed ohung e - o de noch einen Kommen a . Die Bed ohung kann zwei U sachen haben. Eine Un e nehmung kann du ch eine leis ungs ähige e Un e - nehmung bed oh we den, wenn sie immobil-konse a i au dem ein- mal e eich en S ande e ha . Es handel sich um den in de P eis- heo ie als Ve d ängung de G enzbe iebe analysie en Sach e hal . Die Einsch änkung de En schließungs eihei lieg hie im Rahmen des We bewe bs. Es handel sich um Sch anken de F eihei , die sich inne halb eines we bewe blichen P ozesses aus de o alen ökonomi- schen In e depenz e geben. And e sei s kann die Bed ohung ih e U - sache in einem s a egischen, au Ma k mach be uhenden Vo eil ha- ben, de keine besse e Leis ungs ähigkei o ausse zen muß. Die En - schließungs eihei wi d dann küns lich ode willkü lich du ch Un e - nehme ode den S aa de a eingesch änk , daß unzu ägliche Ma k - mach en s eh , e hal en bleib ode ausgedehn wi d. (Als Beispiel sei au den Fall hingewiesen, daß P oc e & Gamble, de g öß e ame ika- nische Waschmi elkonze n, Clo ox au kau . Clo ox is eine kleine Un e nehmung, die lüssiges Bleichmi el p oduzie . Dami komm Clo ox in den Genuß de ma k s a egischen Vo eile, die P oc e & Gamble gegenübe den Rund unk- und Fe nsehgesellscha en beim Ein- kau on Reklamesendungen ha . Clo ox e häl du ch die Eingliede- ung in P oc e & Gamble einen ma k s a egischen Vo eil beim Ein- kau on Sendezei zu Reklame, den seine Konku en en nich e ei- chen können. Mi Hil e des Ak ionspa ame e s Reklame we den die Bleichmi elkonku en en du ch Clo ox bed oh , wobei die Bed ohung nich au besse e Leis ung geg ünde is . Die En schließungs eihei de Clo ox-Konku en en, unabhängig zu bleiben, is je z eingesch änk . Sie we den e suchen müssen, sich du ch Anlehnung an einen ande en G oßen eben alls de a ige ma k s a egische Vo eile zu e scha en.) Sowohl ü die En schließungs- als auch ü die Handlungs eihei gil , daß es keine G enze zwischen F eihei und Nich -F eihei gib , son- de n daß es sich um eine F age des ela i en Ausmaßes handel . Die F age, ob eine P ak ik die We bewe bs eihei unangemessen beein- äch ig , läß sich nu jeweils im Rahmen de Gesam bewe ung eines Ma k p ozesses o nehmen. Sie implizie ein We u eil da übe , wie- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 36 E lch Hoppmann iel Besch änkung on welche F eihei jeweils noch om S andpunk de E hal ung des we bewe blichen Ma k p ozesses ole ie ba is . Sie implizie abe auch eine P ognose da übe , ob und wie wei du ch eine P ak ik die Au ech e hal ung des We bewe bs bed oh wi d. 111. Die "Spiel egeln" de An imonopolpoli ik Es müssen ü den Sek o An imonopolpoli ik Spiel egeln gescha en we den, dami die we bewe bliche En schließungs- und Handlungs ei- hei du ch Un e nehme p ak iken nich unangemessen besch änk wi d. Solche Spiel egeln können sich nu au das Ve hal en de We bewe - be beziehen. Aus de Zielse zung We bewe bs eihei e gib sich, daß den einzelnen Ma k eilnehme n jedoch nich posi i o gesch ieben we den kann, wie sie handeln müssen. Sie sollen ei sein, ih e eigenen Mi el, Fähigkei en und Kenn nisse ü ih e eigenen, ei gewähl en Zwecke einzuse zen. Sie sollen Chancen und Möglichkei en nu zen kön- nen. Es da ihnen nu o gesch ieben we den, daß sie gewisse Hand- lungen nich o nehmen dü en. Die Spiel egeln müssen also nega i o mulie sein. Sie müssen Handlungen e bie en, du ch die we be- we bliche Handlungs- und En schließungs eihei unangemessen ein- gesch änk wi d bzw. eingesch änk we den kann 49• übe zwei Ex eme he sch einige maßen Einigkei . Kein Ma k eil- nehme soll die F eihei haben, sich ohne en sp echende Ma k leis ung Mach zu e scha en, um die F eihei sbe eiche ande e einzusch änken. (Das besag alle dings nich , daß eine bes imm e Ma k leis ung be ech- ig , sich ungebüh liche Ma k nach zu e scha en.) We bewe bs ei- hei is kein "F eib ie ü Ma k nach ". And e sei s um aß We - bewe bs eihei auch nich Exis enzschu z ü immobile Un e nehme . We bewe bs eihei is keine "F eihei zu S uk u konse ie ung". Im e s en Fall wi d de F eihei sbe eich des Ma k näch igen zu wei ausgedehn , weil die F eihei de Konku en en und die de Ma k - gegensei e in une wünsch em Maß beschni en wi d. Im zwei en Fall we den die F eihei de leis ungs ähigen Pionie e und die de Ma k - 49 Vgl. . Hayek, F. A.: G undsä ze eine libe alen Gesellscha so dnung, a.a.O., S. 20. In de Diskussion meines Vo ages wu de da au hingewiesen, daß die Konzep ion de We bewe bs eihei au eine p i a wi scha lichen Denk- weise be uhe und deshalb p i a ech lich o ien ie sei. Es s elle sich die F age, ob nich ein ö en lich- ech liche Teil in die Konzep ion einge üh we den muß. Dazu is zu beme ken, daß es sich zwa um die Idee de P i a - ech sgesellscha handel ( gl. Böhm, F.: P i a ech sgesellscha und Ma k - wi scha , ORDO, Band XVII/1966, S. 75-151), jedoch die Einhal ung de Spiel egeln eine ö en liche Au gabe is . Beispielsweise is de She man Ac zugleich ein S a gese z, und im deu schen GWB gib es ein Bußgeld e - ah en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ak ikablen De ini ion des We bewe hs 37 gegensei e une wünsch eingesch änk . We bewe bs eihei schließ als ela i e F eihei sowohl den e s en als auch den zwei en Fall aus. F ei- hei de einen soll beg enz we den, um einen angemessenen F eihei s- spiel aum ü ande e au ech zue hal en. Jedoch geh es auch bei de Fo mulie ung on Spiel egeln um die F age des jeweils konk e en F eihei sspiel aumes. Spiel egeln müssen also im einzelnen es legen, du ch welche Handlungen die We bewe bs- eihei unzulässig eingesch änk wi d. Indessen sind die konk e en Ma k e häl nisse seh mannig al ig und un o he sehba en Wandlun- gen un e wo en. Die Spiel egeln müssen abe uni e sell anwendba sein. Sie können demnach nu abs ak und global o mulie we den: Alle Handlungen, die die We bewe bs eihei besch änken bzw. Ma k - mach e scha en, sind nich e laub , so e n die Ma k mach unange- messen (wesen lich, undue, un easonable, subs an ial ode ähnliches)50 is . Es bleib als zen ales P oblem die Anwendung solche globale , abs ak e Regeln. D. Die Diagnose on Besch änkungen de We bewe bs eihei In jedem konk e en Fall muß gep ü we den, ob gegen die abs ak- en, globalen No men e s oßen wu de. Die P ü ung ollzieh sich in zwei Sch i en: Zue s is zu diagnos izie en, in welchem Ausmaß Ma k mach bzw. Besch änkung de We bewe bs eihei o lieg und au welche Fak o en das zu ückzu üh en is . Bejahenden alls is an- schließend zu en scheiden, ob die diagnos izie e Ma k mach unange- messen is . Dazu benö ig man K i e ien, mi denen Ma k mach und Unangemessenhei besch ieben we den können. Es sollen hie lediglich übe legungen zum e s en P oblem anges ell we den. Dazu beda es eines Ins umen a iums "we eie G und- beg i e"51, um die zu Beu eilung ans ehenden Ma k p ozesse o weg adäqua zu besch eiben. 50 Vgl. e wa auch die übe legungen on K. H. Biedenkopj, " ... daß sich . .. das P oblem de menschlichen F eihei und ih e Beg enzung nu mi Hil e on Gene alklauseln meis e n (läß ), denen no wendig das gleiche Mo- men de Unsiche hei innewohn , das de F eihei selbs eigen ümlich is " (Ve agliche We bewe bsbesch änkung und Wi scha s e assung, Heidel- be g 1958, S. 146). Vo allem siehe . Hayek, F. A.: G undsä ze eine libe a- len Gesellscha so dnung, a.a.O., S. 17-21. 51 Vgl. Machlup, F.: A ikel "We bewe b (III), Wi scha s heo e ische Be- ach ung", a.a.O., S. 37. Bei Machlup is Subs i uie ba kei zwa ein "we - eie G undbeg i ", abe kein "Aspek " des We bewe bsp ozesses. Subs i- uie ba kei is eine Vo ausse zung da ü , daß es We bewe b geben kann. So sag auch Machlup, daß "die Subs i uie ba kei eine unen beh liche Vo - ausse zung ü den zwischen e schiedenen Anbie e n und Nach agenden bes ehenden We bewe b" is . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 38 E ich Hoppmann I. Das beg i liche Ins umen a ium Es is nich e o de lich und möglich, die Komplexi ä de Ma k p o- zesse in ih e To ali ä zu besch eiben, es genüg , die ele an en Aspek e zu be ach en und zu kennzeichnen. Je nach de Be ach ungs- weise benö ig man ande e Beg i e. Deshalb s ell sich die F age, wel- ches Beg i ssys em adäqua is . Wei e b ei e is ein Ins umen a ium on Beg i en, das uns in einem g oßen Teil de wo kable-compe i ion-Li e a u angebo en wi d. In diese Li e a u un e nahm man un e ande em auch den Ve such, den sogenann en unk ions ähigen We bewe b p ak ikabel zu de inie- en. Zu Besch eibung de Ma k p ozesse bilde e man Beg i e, um Me kmale de Ma k s uk u , des Ma k e hal ens und des Ma k - e gebnisses (ma ke pe o mance) zu e assen. In den le z en 20 Jah en ha sich jedoch eine ausgedehn e Diskussion übe die F age en wickel , was eigen lich Ma k s uk u -, Ma k e hal ens- und Ma k e gebnis- me kmale sind. Dabei is bishe übe die Eino dnung einzelne Me k- male in diese G uppie ung du chaus keine übe eins immung gewonnen wo den. Teilweise übe lage n sie sich, eilweise lassen sie sich nich eindeu ig zuo dnen 52• Fe ne e such e man zu analysie en, wie Ma k - s uk u , Ma k e hal en und Ma k e gebnis mi einande e knüp sind. Auch hie haben die Un e suchungen bishe zu keinem be iedi- genden E gebnis ge üh 53• Die en sp echenden Tes s (ma ke s uc u e es , ma ke conduc es , ma ke pe o mance es ) sind Gegens and de K i ik, o allem de Ma k e gebnis es . K i isie wi d auch, daß diese Tes s keine K i e ien zu Abg enzung des ele an en Ma k es lie e n. Die G ünde ü die Mängel dieses beg i lichen Ins umen a iums sind nich schwe zu inden. Es kann seine He kun aus de P eis- heo ie nich e leugnen. In p eis heo e ischen Modellen analysie man, welche E gebnisse bes imm e Ve hal ensweisen in gegebenen Mä k en haben. Jedes Modell e aß on den ealen Ma k p ozessen - wenn übe haup -lediglich isolie end einen ode meh e e Aspek e. Es wi d ge ag , welche ökonomischen E gebnisse ein bes imm es Ve hal- en in gegebenen Mä k en ha . Das p eis- ode we bewe bs heo e ische Modell gib An wo en au de a ige spezi ische F agen. Die We be- we bspoli ik ha dagegen als Ziel einen We bewe b, in dem sich We - 52 Vgl. e wa die um ang eiche A bei on Sosnick, S . H.: Con empo a y No ms o Ma ke S uc u e and Beha io . A C i ical App aisal, Ph. D. Dis- se a ion, Be keley 1956 (Mic o ilmed by he Lib a y Pho og . Se ice Uni . o Cali .). 53 Hie is o allem die g oße Un e suchung on J. S. Bain (Indus ial O - ganiza ion, New Yo k - London 1959) zu e wähnen. Die Analysen on Bain, die sich au 20 Wi scha szweige e s eck en, e mi eln zwa we olle Ein- sich en, doch konn en auch sie keine eindeu igen Beziehungen zwischen Ma k s uk u , Ma k e hal en und Ma k e gebnis au decken. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p, ak i oablen De ini ion des We bewe bs 39 bewe bs eihei "mani es ie ". Die Ma k s uk u en e ände n sich un e dem Ein luß de we bewe blichen P ozesse, die Ve hal ensweisen ände n sich un e dem Ein luß de Ma k e gebnisse und de sich ände nden S uk u en, die Ma k e gebnisse wiede um beein lussen so- wohl die Ve hal ensweisen als auch die Ma k s uk u en usw. Es kön- nen abe keine "gegebenen" Mä k e und "gegebenen" Ve hal ensweisen un e s ell we den, und es kann e ne nich un e s ell we den, daß eindeu ig bes imm e Ma k e gebnisse e wachsen. Vom S andpunk de we bewe bspoli ischen Ziele is es en scheidend, wie sich Ausmaße und ela i e Ve eilung de F eihei sbe eiche im Ablau de Ma k p ozesse e ände n. Deshalb müssen Ma k s uk u en, Ma k e hal en und Ma k e gebnisse un e dem Aspek de We bewe bs eihei be ach e we den. Es sind jene Dimensionen de Ma k p ozesse beg i lich zu e - assen, die ü eine Beu eilung om S andpunk de We bewe bs ei- hei ele an sind. Vom S andpunk de we bewe bspoli ischen Zielse - zungen is das Beg i ssys em Ma k s uk u , Ma k e hal en und Ma k e gebnis nich hin eichend, wenn nich soga inadäqua . Nach den bishe igen E ah ungen de p ak ischen We bewe bspoli- ik, o allem in den USA und au g und de we bewe bs heo e ischen übe legungen, wie sie in den A bei en e wa on C. D. Edwa ds, J. M. Cla k, F i z Machlup, C. Kaysen, D. F. Tu ne und ande en ange- s ell we den 54, scheinen zu Besch eibung des F eihei saspek es in den Ma k p ozessen olgende zwei Ansa zpunk e besse geeeigne zu sein: e s ens de ba gaining p ocess, de die Beziehungen de beiden sich gegenübe liegenden Ma k sei en um aß (e soll Aus auschp ozeß ge- nann we den), und zwei ens de Pa allelp ozeß, de das we bewe b- 54 Vgl. Edwa ds, C. D.: Main aining Compe i ion, a.a.O., S. 9 . Edwa ds e wende niemals das s uc u e-conduc -pe o mance-Schema. Seine We - bewe bs o s ellung uß au einem al e na i e-app oach: " ... compe i ion consis s in access by buye s and seIle s o a subs an ial numbe o al e - na i es and in hei abili y o ejec hose which a e ela i ely unsa is ac- o y." J. M. Cla k sag : "A heo y o compe i ion as dynamic p ocess mus be no a model ... " " ... he p ocess includes ini ia o y ac ion by a i m, esponses by hose wi h whom i deals, and esponses o hese esponses by i al i ms, o which one should add he subsequen ejoinde s o he ini ia o s, plus any ac ions ha may be aken on a basis o an icipa ion." (Compe i ion: S a ic Models and Dynamic Aspec s, a.a.O., S. 457). Vgl. on J. M. Cla k o allem: Compe i ion as aDynamie P ocess, Washing on D. C. 196!. F. Machlup widme in seinem HdSw-A ikel "We bewe b (IH)" (Bd. 12, S. 37 .) dem beg i lichen Ins umen a ium einen eigenen Abschni . Auch hie inde sich das s uc u e-conduc -pe o mance-Schema nich . Fü C. Kaysen & D. F. Tu ne (An i us Policy, a.a.O.) lieg kein We - bewe b o , wenn Un e nehmen übe ma ke powe e ügen (a.a.O., S. 8). Die Beziehungen zwischen Ma k s uk u , Ma k e hal en und Ma k e gebnis sind ü Kaysen!Tu ne nich eindeu ig, sie e wenden einen ma ke powe es . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 46 E lch Hoppmann En scheidend is , daß gu e E gebnisse du ch den We bewe b e zwun- gen sind. Die Analyse de Ma k e gebnisse is deshalb kein E sa z ü den Tes de We bewe bs eihei , weil die ma ke pe o mance du ch das Ausmaß an We bewe bs eihei zwa beein luß , jedoch nich "de e minie " is . Es sei noch eine Beme kung gemach zu Anwendung des Tes s de We bewe bs eihei im Rahmen de An imonopolpoli ik. Es is also o ausgese z , daß keine poli ischen G ünde, keine G ünde eine übe - pe sönlichen ökonomischen Ziel unk ion und keine Unmöglichkei des We bewe bs o liegen, die dem be e enden Wi scha sbe eich, de dann un e Ausnahme egelung zu s ellen wä e, zum Ausnahmebe eich machen. Dann geh es imme um die Beu eilung bes imm e un e neh- me ische Handlungen und deshalb um die F age, wie sie sich im Ma k p ozeß auswi ken. Geh es um die Beu eilung be ei s e gange- ne Handlungen, en s eh das P oblem de Zu echnung ex pos . Gib es ein Ve bo mi E laubnis o behaI , so muß eine Beu eilung ex an e o genommen we den. Es wi d dann eine P ognose e o de lich, ob die be e ende Handlung mi " easonable p obabiIi y"65 eine wesen liche Besch änkung de We bewe bs eihei bewi ken wi d. Es müssen also imme Auswi kungen un e nehme ische Handlungen en wede ex pos zuge echne ode ex an e p ognos izie we den. Inso e n is eine Ana- lyse de Auswi kungen un e nehme ischen HandeIns no wendig. Sie e - o de auch Un e suchung de ma ke pe o mance oo und, da das Han- deln du ch die Ma k s uk u beein luß wi d, de Ma k s uk u en. Solche Un e suchungen sind ein wich iges diagnos isches Hil smi el auch im Rahmen de An imonopolpoli ik. Jedoch da nich ge olge we den, daß de Ma k mach -Tes (Tes de We bewe bs eihei ) du ch Ma k s uk u es s und/ode Ma ke -Pe o mance-Tes s zu e gänzen ode zu e se zen is . Solche Tes s können nich die F age bean wo en, 65 Diese Beg i is ü die incipiency-Dok in en wickel wo den, du ch die dem 1950 du ch den Ke au e -Celle Ac e gänz en Clay on Ac Gel ung e scha wi d. Do heiß es: " ... whe e he e ec ... may be subs an ially o lessen compe i ion, o o end o c ea e a monopoly." 86 Un e ma ke pe o mance we den die ökonomischen E gebnisse, wie Höhe de Kos en und P eise, Ein üh ung echnische Fo sch i e usw. e - s anden: " ... consequences o compe i ion as measu ed in ou pu , quali y and p lce" (Wilcox, C.: Public Policies Towa d Business, Chicago - Homewood/ 111. 1955, S. 103). G. W. S ocking de inie : "By pe o mance economis s mean he e ec i eness o e iciency wi h which, om he economic poin o iew, a i m o indus y acqui s i sel " (The Rule o Reason, Wo kable Compe i ion and Monopoly, Yale Law Jou nal 64/1955, abged . in: S ocking, G. W.: Wo k- able Compe i ion and An i us Policy, Nash ille 1961, S. 125). Es können jedoch Miß e s ändnisse en s ehen. Die Auswi kungen un e - nehme ischen HandeIns im Hinblick au die We bewe bs eihei sind eben- alls ein "E gebnis". De Tes , ob du ch bes imm e P ak iken We bewe b besch änk wi d, is ein Ma k mach -Tes . Ihn als "Pe o mance-Tes " zu bezeichnen, is i e üh end. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ,ak mablen De ini ion des We bewe bs 47 ob ein konk e e Fall un e die abs ak en Spiel egeln de An imono- polpoli ik zu subsumie en is . Indessen sind de a ige Tes s imme wiede o geschlagen wo den. De Ma ke -Pe o mance-Tes inde sich in de Fo m des New-Rule- o -Reason-Tes ode als Social-Pe o mance-Tes ; de Ma k s uk u - es wu de neue dings wiede als ein ache Ma k o men es emp oh- len. Alle diese Tes s sind nich nu inadäqua , sonde n sie sind o allem auch geeigne , Mi el eine An i-We bewe bspoli ik zu sein G7 • E. E gebnis und Schlußbe ach ung Die Na ionalökonomie kann de Au o de ung nich nachkommen, jene we bewe blichen P ozesse, de en Realisie ung das Ziel de We - bewe bspoli ik is , in posi i e Fo m p ak ikabel zu besch eiben. So- wei we bewe bliche Ma k p ozesse möglich sind und die An imono- polpoli ik in Be ach komm , we den du ch die We bewe bspoli ik Spiel egeln ü die Ma k eilnehme au ges ell . Die Regeln o dnen an, was die Ma k eilnehme nich un dü en. Au diese Weise wi d de We bewe b indi ek und nega i no mie , und zwa du ch globale und abs ak e No men. Von zen ale Bedeu ung is deshalb die In e p e a- ion de Spiel egeln. Zu Diagnose on Ve s ößen beda es einen adäqua en Tes s, ob ein konk e e Ma k p ozeß un e die abs ak en, globalen No men zu sub- sumie en is . Zunächs muß es ges ell we den, ob übe haup Ma k - mach o lieg . Analyse und Besch eibung de Ma k p ozesse im Hin- blick au Ma k s uk u , Ma k e hal en und de ma ke pe o mance können diagnos ische Hil smi el sein. Sie lie e n die G undlagen, au denen de Tes de We bewe bs eihei (Ma k mach -Tes ) uß . An- schließend is die F age zu bean wo en, ob das du ch den Tes de We bewe bs eihei diagnos izie e Ausmaß an Ma k mach unange- messen is . Es geh dabei nich um die F age eines En wede -Ode , sonde n um Wie iel-Wo on. U eile übe das genaue Ausmaß de noch ole ie ba en F eihei seinsch änkungen lassen sich jedoch, obwohl es 87 Zu Beg ündung im Hinblick au den New-Rule-o -Reason-Tes und den Social-Pe o mance-Tes gl. meine Abhandlung: Wo kable Compe i ion als we bewe bspoli isches Konzep , a.a.O. Im Hinblick au den Ma k o men es , de kü zlich on E. Kan zenbach (Die Funk ions ähigkei des We bewe bs, a.a.O.) o geschlagen wu de, gl. meine Abhandlung: Das Konzep de op i- malen We bewe bsin ensi ä . Ri ali ä ode F eihei des We bewe bs: Zum P oblem eines we bewe bspoli isch adäqua en Ansa zes de We bewe bs- heo ie. Jah b. . Na ionalök. u. S a ., Bd. 179/1966, S. 286-323. E gänzend da- zu: Hoppmann, E. Die Funk ions ähigkei des We bewe bs. Beme kungen zu Kan zenbachs E wide ung. Jah b. . Na ionalök. u. S a ., Band 181/1967, S.251-264. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 48 E ich Hoppmann auch g obe Fälle de Einsch änkung on We bewe bs eihei gib , übe de en Beu eilung gene elle Konsensus bes eh , wissenscha lich nich siche n. Die P oblema ik de Wesen lichkei s age soll hie jedoch nich wei e e ie we den. Es sind also zwei sich wide sp echende Ansa zpunk e ü eine Theo ie des unk ions ähigen We bewe bs (wo kable compe i ion) zu un e - scheiden. Man kann e suchen, eine p ak ikable De ini ion zu e a bei- en, die den unk ions ähigen We bewe b posi i im einzelnen be- sch eib . Solche Ve suche sind e ehl~8. De ande e, hie o ge agene Ansa zpunk hingegen e lang , jene Fak o en und P ak iken zu e as- sen und p ak ikabel zu de inie en, die den we bewe blichen Koo di- nie ungsp ozeß "unwo kable" machen. Wo kable bzw. unk ions ähig bezieh sich nich au eine übe indi iduelle ökonomische Ziel unk ion, sonde n au die hin eichende Wi ksamkei des we bewe blichen Ko- o dinie ungsp ozesses. Diese Ansa zpunk is de inne halb de wi - scha spoli ischen Konzep ion eine Ma k wi scha adäqua e 9 • Die Au gabe de heo e ischen We bewe bspoli ik is es demnach nich , ein p ak ikables Modell eines We bewe bsp ozesses zu de inie en, sonde n beg i liche G undlagen und adäqua e Tes s zu e a bei en, dami im konk e en Fall bei de Analyse und Beu eilung eines Ma k p ozesses die F age nach Ma k mach ich ig ges ell und bean wo e wi d. Au diese Weise können die in A gumen en, Maßnahmen und Behaup ungen e bo genen We se zungen explizi gemach und eine wissenscha - lichen K i ik zuge üh we den. Die heo e ische We bewe bspoli ik lie e - ande s als die We bewe bs heo ie - kein Buch oll An wo - en, sie is ielmeh ein Buch olle F ages ellungen. Dieses Buch wi d nie abgeschlossen sein, sonde n beda de lau enden E gänzung. Das 68 Zu Beg ündung e weise ich au meine Abhandlung: Wo kable Compe- i ion als we bewe bspoli isches Konzep , a.a.O. Zu diesen Ve suchen gehö die A bei on E. Kan zenbach (Die Funk ions ähigkei des We bewe bs, a.a.O.). 89 Die au diesem "zwei en" Ansa zpunk ußende Vo s ellung on Funk- ions ähigkei des We bewe bs s imm in mannig achen Hinsich en mi den im ame ikanischen An i us wi ksamen Vo s ellungen übe ein. In gleiche Weise wi d die Funk ions ähigkei des We bewe bs on K.-E. Schulz ge aß : "Wenn es geling , endenziell au lange Sich die e wünsch e En wicklung de Wi scha he beizu üh en (und die F eihei zu siche n), muß die Funk ions- ähigkei als hin eichend angesehen we den, ... " (Zu F age eines wi - scha spoli isch p ak ikablen We bewe bskonzep s, Diss. F eibu g i. B . 1965, S. 75). Deshalb is ihm zuzus immen, wenn e sag : "Wi können ... in dem Bemühen um das Konzep eines unk ions ähigen We bewe bs kein Rück- zugsge ech und keine Au weichung eine kla en O dnungs o s ellung sehen, sonde n einen möglichen Weg, um ein geeigne e es Ins umen ... zu Du ch- se zung des We bewe bs in de mode nen Wi scha zu en wickeln, ... " (S. 223). Die A bei on K.-E. Schulz is mi leide e s nach de Tagung in Igls zugänglich gewesen. Da sie Beach ung e dien , sei an diese S elle aus- d ücklich au sie hingewiesen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P oblem eine p ak ikablen De ini ion des We bewe bs 49 schöp e ische Ingenium des Menschen schein auch im Be eich de Ma k p ozesse schie une schöp lich. Deshalb e geben sich imme wie- de sowohl neua ige, aus de F eihei esul ie ende Ma k p ozesse als auch neue, die F eihei besch änkende P ak iken als auch neue A gu- men e, die solche P ak iken zu e schleie n geeigne sind. Diesen En - wicklungen nachzugehen, neua ige Ma k p ozesse und neue besch än- kende P ak iken üh genug es zus ellen und die in A gumen en e - bo genen We se zungen he auszuschälen, is die imme wäh ende Au - gabe de heo e ischen We bewe bspoli ik. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols Von P o . D . E ns Heuß (Ma bu g) Wie de Ti el zeig , sind zwei P obleme Gegens and de Be ach ung. Was den e s en be i , so handel es sich um eine skizzenha e Wiede gabe on gewissen Gedanken, die in eine g öße en Un e suchung wesen lich di e- enzie e niede geleg sind1• De zwei e P oblemk eis e gib sich aus dem e s en und zeig gewisse Aspek e, de en man sich zumindes in de deu sch- sp achigen Li e a u nich genügend bewuß is 2• Im Anhang sind hie zu noch einige e gänzende heo e ische Beme kungen ange üg , mi denen de Ve asse ho , eine An wo au zwei in de Diskussion au gewo ene F a- gen zu geben. Bei de Beu eilung des Oligopols e gib sich ein ech eigena ige Zwiespal . Au de einen Sei e komm die P eis heo ie o z de Viel- zahl on Oligopolmodellen zu dem im g oßen und ganzen gleichen E - gebnis, nämlich daß das Oligopol in seinen Wi kungen dem Monopol seh ähnlich is . So gib es au Oligopolmä k en keinen eigen lichen P eiswe bewe b und demen sp echend sind auch die P eise übe höh . Diesem o allem deduk i gewonnenem Bilde wi d sei dem 2. Wel - k ieg in zunehmendem Maße en gegengehal en, daß Oligopolmä k e seh wohl eine ech wi ksame Konku enz au weisen, die an In ensi ä deu lich übe dem s eh , was man au Mä k en de ollkommenen Kon- ku enz beobach e . Se z man die ollkommene Konku enz noch mi Schla mü zenkonku enz gleich, so keh sich das Bild um, und es sind dann die Oligopolmä k e diejenigen Mä k e, au denen übe haup eine Konku enz ausge agen wi d. Diese Gegenposi ion s ü z sich wenige au ein eigenes heo e isches Modell als ielmeh au die Beobach ung konk e e Oligopolmä k e, die einen ha en Konku enzkamp zeigen. So sei nu als Beispiel an die Konku enz au dem E dölma k de Bun- des epublik in den le z en 15 Jah en e inne . Hie e such jede ein- zelne mi seinen e schiedenen Ak ionspa ame e n wie We bung, P o- duk di e enzie ung, Kundendiens ode auch mi dem P eis dem an- de en den Rang abzulau en. Es e geben sich somi zwei en gegenge- se z e Wel en, die au e schiedenen Ebenen ope ie en; die eine dedu- 1 Vgl. E. Heuß, Allgemeine Ma k heo ie, Tübingen 1965. 2 Als Beispiel da ü : E. Kan zenbach, Die Funk ions ähigkei des We - bewe bs. Wi scha spoli ische S udien aus dem Ins i u ü Eu opäische Wi scha spoli ik de Uni e si ä Hambu g, he ausgegeben on Ha ald Jü - gensen, He 1, Gö ingen 1966. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wadls umsp oblema ik des Oligopols 51 zie end, die ande e die sogenann e Wi klichkei beobach end. In einem solchen Falle is es naheliegend, eine deduzie end o gehenden Theo- ie o zuwe en, daß sie zwa in sich logisch konsis en sei, abe die ele an en Fak o en de Wi klichkei nich e aß habe und dahe eine au Beobach ungen be uhenden A gumen a ion ein g öße es Ve auen en gegenzub ingen sei. A. Das Oligopol im Rahmen de We bewe bs heo ie Es is übe aschend, daß sich in de bald zweihunde jäh igen Ge- schich e de Volkswi scha s heo ie nu Ansä ze zu eine We bewe bs- heo ie inden, obgleich die Na ionalökonomie ih en An ang in de Gegenübe s ellung on Monopol und Konku enz genommen ha . So is Adam Smi h imme noch de Au o , de zum Wesen des We be- we bs das meis e zu sagen ha . E ha , wenn auch ielleich meh in- ui i , bes imm e Züge des We bewe bs au gedeck , was da au zu- ückzu üh en is , daß e noch einen unmi elba en Blick ü den Men- schen gehab ha . Be ei s mi Rica do wi d de Mensch als Au oma kons uie , und diese Blickwinkel is wei gehend in de Ma k heo ie beibehal en wo den. E s mi dem 2. Wel k ieg is o allem du ch J. M. Cla k diese Ve engung e was gelocke und de Mensch di e en- zie e und ielschich ige konzipie wo den. F eilich is dami abe noch nich de eigen liche Boden ü eine We bewe bs heo ie gescha - en wo den. Imme hin sind heu e gewisse Ansä ze o handen, die es e lauben, den We bewe b e was besse in den G i zu bekommen. Es is eine Selbs e s ändlichkei - ielleich en schwinde sie ge ade deswegen zu leich dem Bewuß sein -, daß dem einzelnen ü seine We bewe bsbe ä igung ein genügend g oße Spiel aum gegeben sein muß. Demen sp echend ha ein Ma k , au dem die einzelnen ökono- mischen Ak ionen o genommen we den, eine en sp echende Wei e au - zuweisen. Do , wo sich die be e enden Un e nehmungen in ih en Handlungen gegensei ig hemmen und blockie en, is ein We bewe b nich möglich, und es muß dahe an seine S elle ein ande e modus i endi e en, nach dem sich die Be e enden en wede ka ellie en ode sich einem einzigen un e we en. Soll es zu eine solchen Si ua ion nich kommen, so müssen jede Un e nehmung aus eichende Ges al- ungsmöglichkei en o ens ehen, die e s einen We bewe b e mög- lichen. Dies be i das P oduk selbs (P oduk k eie ung, P oduk e - besse ung, P oduk di e enzie ung, Quali ä s a ia ion e c.) wie auch das He s ellungs e ah en (Kos enges al ung, Fes se zen de Kapazi ä , In es i ionen usw.). Ebenso gil das gleiche ü den Absa z (Nach age- k eie ung, Nach ageauswei ung, Nach agedi e enzie ung, We bung) und nich zule z auch ü den P eis. Be ach e man hingegen alle OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 52 E ns Heuß diese G ößen als on außen he gegeben, so is on o nhe ein de Spiel aum au gehoben, in welchem sich ein We bewe b ode übe - haup eine eigene selbs ändige Be ä igung en al en kann. In unmi elba em Zusammenhang mi einem aus eichend g oßen Spiel aum s eh eine wei e e Bedingung, nach de die Zukun ein Mindes maß on Ungewißhei au weisen muß und dahe nich öllig anspa en sein da . Auch hie handel es sich um e was ganz Selbs - e s ändliches. Wenn nämlich Menschen un e einande in We bewe b e en, ganz gleichgül ig ob dies au ökonomischem Gebie ode au einem ande en e olg , so is dies nu dann sinn oll, wenn nich on o nhe ein es s eh , we de Siege is . Es s ell dahe die Konku enz einen We bewe b um die bes e Bewäl igung des in de Zukun Lie- genden und des dami noch Unbekann en und noch nich Fes geleg en da . So geh es da um, welches P oduk ions e ah en, welche P oduk - a ia ion, welche Kapazi ä ü die Zukun die ich ige sein wi d. Wä e die Zukun anspa en , dann bes änden keine de a igen P obleme, und es könn en alle Disposi ionen on einem Robo e ge o en we den. Die Zukun , die ungewiß is und au die sich dahe nich ohne wei- e es das Gegenwä ige und dami Bekann e anwenden läß , muß sich demen sp echend gegenübe de o angegangenen Zei un e scheiden. Auch un e diesem Gesich spunk is es e iden , daß sich de We - bewe b nu in einem solchen P ozeß lau ende Ve ände ungen mi de Zei ollziehen kann. E is dahe in einem ein s a ionä en Zus and, bei dem sich das Ve gangene in de Zukun wiede hol , nich lebens- ähig. Diese Ve schieden a igkei , wie sie ü die einzelnen Zei ab- schni e no wendig is , gil abe ebenso auch ü die be e enden Un- e nehmungen im Ma k . Wenn alle die gleichen Eigenscha en au wie- sen, so wä en ih e Handlungen wie auch ih Resul a iden isch, und es wü de dann de We bewe b Doppel- ode Meh spu igkei , abe keine En al ung e schiedene K ä e bedeu en. Die au gezeig en Fak o en s ellen eine no wendige, abe keine aus- eichende Bedingung ü den We bewe b da . F ag man, bei welchen Mä k en diese Bedingungen o handen sind, so mach man die übe - aschende Fes s ellung, daß die übliche Ma k konzep ion sie ausschal e , da sie die en scheidenden Ma k ak o en zu einem Da um mach und sie dami on o nhe ein de Ges al ung de Ma k eilnehme en zieh . Au diese Weise is zwangsläu ig de Spiel aum ü den einzelnen seh s a k eingeeng , so daß e im Ex em nu noch den einen F eihei sg ad ha , an einen o gegebenen Ma k p eis seine P oduk ion anzupassen. Au diese Weise is es zwa möglich, einen P eisbildungsp ozeß exak abzulei en, ohne abe dami das Spezi ische des We bewe bs in den G i zu bekommen. Hie aus olg , daß de Ma k als solche ande s konzipie we den muß, will man den We bewe b aßba machen, und OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols 53 dies heiß nich s ande es als alles das, was als Da um ixie wo den is , in den Ges al ungsbe eich de be e enden Un e nehme einzu- beziehen. Geh man in diese Weise o , so s ell man in de Wi klichkei es , daß dem We den und Gehen on P oduk en ie Ma k s adien, und zwa die Expe imen ie ungs-, Expansions-, Aus ei ungs- und die S ag- na ions- bzw. Rückbildungsphase en sp echen. In diesem Zusammen- hang in e essie en o allem die Expansions- und die Aus ei ungsphase (zu Aus ei ungsphase wi d hie auch noch die S agna ionsphase hinzu- genommen, da ü die Oligopolanalyse die Di e enzie ung zwischen Aus ei ungs- und S agna ionsphase on keine g oßen Bedeu ung is ). Es is nun o allem de Ma k in de Expansionsphase, de sich in sei- ne S uk u g undlegend on de üblichen Ma k umsch eibung un e - scheide . Nachdem ein neues P oduk k eie wo den is und es den Zu- gang zum Ma k ge unden ha , se z eine seh s ü mische Expansion de Nach age und des Angebo s ein. Als Beispiel da ü können die Fe nsehappa a e- und Au omobilindus ie wäh end de ün zige Jah e in de Bundes epublik ange üh we den, ode es sei an die Rund unk- indus ie in de Zwischenk iegszei e inne . Ein neues und dahe zu- nächs unbekann es P oduk inde Anklang und bahn sich seinen Weg on einem zunächs exklusi en Abnehme k eis zu den b ei en Ve - b auche schich en. In die gleiche Phase äll auch die Zei de g oßen Kos ensenkungen. Da man am An ang de Expansionsphase noch übe keine g oßen E ah ungen in de P oduk ion e üg , sind es o allem die in diese Phase gemach en E ah ungen, die g oße Ra ionalisie un- gen he o u en. Das gleiche gil ü die Quali ä des P oduk es, die s a k e besse wi d. Ebenso we den mi Hil e de P oduk di e en- zie ung neue Ve wendungsmöglichkei en ü das P oduk e schlossen. Faß man diese und noch ande e hie nich au ge üh e Fak o en zu- sammen, so be inde sich dann alles, was in de üblichen Ma k um- sch eibung als gegeben be ach e wi d, in einem P ozeß s ändige Ve - ände ung. Die Nach age wei e sich aus, die Kos en we den lau end gesenk , und ebenso wandel sich das P oduk in Quali ä wie auch in Au machung g undliegend. Es we den somi alle diese Fak o en zum Gegens and des We bewe bs, und es i dahe hie ü den We be- we b das Bild om We lau ollkommen zu, und zwa inde e au e schiedenen Ebenen s a , sei es bei de expandie enden Nach age, sei es bei Quali ä s e besse ungen ode auch bei den Kos ensenkungen und den dami e möglich en P eissenkungen. In einem solchen Falle können be ei s nu wenige einige maßen gleichgewich ige Un e neh- men einen ech in ensi en We bewe b aus agen ode ande s ausge- d ück , in de Expansionsphase is ein leis ungs- und unk ions ähige We bewe b auch un e Oligopolis en möglich, wie die Wi klichkei zeig . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 54 E ns Heuß In diesem Zusammenhang sei noch au einen P oblemk eis on g undsä z- liche Bedeu ung ku z eingegangen. Es is nich ausgeschlossen, daß sich au einem Ma k Un e nehmungen als Oligopolis en begegnen, die be ei s au ande en Mä k en in ähnlichen Oligopol beziehungen zueinande s ehen. Dies dü e o allem ü die chemische und die elek o echnische Indus ie zu- e en, die sei Ausgang des 19. Jah hunde s eine seh s ü mische En wick- lung au weisen. In diesem Falle sind on Un e nehmungen P oduk e en - wickel wo den, die inzwischen in das S adium de Aus ei ungs- ode soga S agna ionsphase ge e en sind, und demen sp echend ha sich un e den be- e enden Oligopolis en eine bes imm e Ve hal ensweise eingespiel , die den We bewe b wei gehend ausschal e (Pa allel e hal en ode auch di ek e Ma k au eiIung, nich zule z au G und on Pa en en). En wickeln diese Un e nehmungen neue P oduk e und begegnen sie sich wiede um au einem neuen Ma k , so is es naheliegend, die P ak iken om al en Ma k au den neuen zu übe agen. Bei eine solchen In e dependenz de Ve hal ensweisen ha nich de Ma k als solche , sonde n die Ve zahnung und Ve ilzung de be e enden Un e nehmungen au den e schiedenen Mä k en als Ansa z ü die heo e ische Analyse zu dienen. Ein sys ema isches Du chdenken diese Beziehungen ehl heu e noch wei gehend. Ein gänzlich ande es Bild e gib sich in de Aus ei ungs- und S agna- ionsphase. Wenn in de P axis on Ma k sä igung gesp ochen wi d, so is dami gemein , daß die ele an en Nach ageschich en ü das be- e ende P oduk e aß wo den sind und sich dahe de Ma k - wenn übe haup - nu noch ge ing ügig ausdehnen läß . Dies heiß abe nich s ande es, als daß die Nach age zu eine meh ode wenige gegebenen G öße gewo den is , die on sei en de Anbie e nich meh g undlegend e ände we den kann. Man is dahe nunmeh mi eine Ma k s uk u kon on ie , ü welche die übliche Ma k umsch eibung in de Theo ie zu i . Dies gil auch ü die Kos ensei e. Auch hie machen die Un e nehmungen in den spä e en Phasen noch E ah un- gen, die sich in en sp echenden Ve besse ungen de He s ellungs e - ah en niede schlagen. Sie ände n jedoch an de Ta sache nich s, daß die Ä a de g oßen Kos en eduk ionen, bei denen nich sel en die Kos en au einen B uch eil de u sp ünglichen eduzie wo den sind, o übe is . Nachdem au die Zei de Une ah enhei die de E ah- ung ge olg is , wi d nunmeh de Pla z ü eine ande e Eins ellung ei, und zwa ü die adi ionale; denn T adi ion heiß ja nich s an- de es als die Anwendung de in de Ve gangenhei gemach en E ah- ungen. Ebenso e häl es sich mi den ande en Ak ionspa ame e n wie Quali ä und P oduk di e enzie ung. Se z man nun das Oligopol in diesen Rahmen, so e gib sich ein gänzlich ande es Bild. De in de Expansionsphase o handene Spiel- aum is gleichsam au geb auch . An S elle de Wei e is die Enge des Ma k es ge e en, in de es wenige zu einem We lau als ielmeh zu einem gegensei igen Sich-Blockie en und dami zu den in de P eis- heo ie allgemein abgelei e en Konsequenzen komm . Da man mi OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols 55 P eissenkungen nu wenig zusä zliche Nach age e schließ , sind P eis- senkungen nich meh a ak i , besonde s dann, wenn die zi kulä e In e dependenz im Oligopol die Möglichkei ausschließ , au Kos en des ande en seinen Absa z zu e höhen. S a dessen s eh nunmeh die übe legung im Vo de g und, welche P eis bei eine gegebenen Nach- age ü die be e enden Un e nehmungen de o eilha es e is , und dami is die B ücke zu monopolis ischen P eisbildung geschlagen. Hie au besch änk sich jedoch nich die Wi kung des Oligopols. So b ing es die In e dependenz de Ak ionspa ame e mi sich, daß on diesem P eisni eau de Einsa z de ande en Ak ionspa ame e wie We bung, P oduk di e enzie ung und Quali ä beein luß wi d. übe - mäßige We bung, wie auch eine zu P oduk in la ion neigende P oduk - di e enzie ung haben o allem zum Ziele, dem ande en Oligopolis en Nach age abzujagen. Das gleiche gil auch ü die Quali ä , die zu eine Quali ä s e schwendung wie auch zu eine Quali ä s e schlech e ung (Ve kü zung de Lebensdaue ) üh en kann. Dies sind E gebnisse, au die man in de Wi klichkei s öß und die sich ohne wei e es heo e isch e klä en lassen. Es zeig sich somi , daß das Oligopol, je nachdem in welche Ma k phase es sich be inde , seh Ve schiedenes bedeu e . Wenn hie de We bewe b on de Sei e de Ma k phasen ange- pack wi d, so s ell sich die naheliegende F age, ob nich ebenso das gleiche ü das Polypol in de Aus ei ungs- und o allem in de S ag- na ions phase gil . Da de polypolis ische We bewe b hie nich Gegen- s and de Be ach ung is , sei nu eine ku ze Beme kung gemach . Schon allein de Ums and, daß bei polypolis ische Ve hal ensweise die P eise ie e als beim Oligopol liegen, üh dazu, daß die üb igen Ak ionspa ame e wie We bung und Quali ä e c. nich übe mäßig ein- gese z we den. Die polypolis ische Ve hal ensweise selbs is abe wiede um nu Aus luß eines g öße en Spiel aums bei diese Ma k o m. So wi k die Vielzahl de Anbie e ma k anspa enz e minde nd und demen sp echend is auch die Ungewißhei g öße , die ein Elemen des We bewe bs bilde . Es kann dahe auch das Polypol mi einem Ne z e glichen we den, du ch das de einzelne Polypolis hindu chschlüp en kann. Das Oligopol hingegen gleich ehe zwei, d ei aneinande gelehn- en Blöcken, bei denen die Posi ion des einen nich ohne die des an- de en geände we den kann. Auch hie gil das oben Gesag e in iel- leich noch höhe em Maße. In de Aus ei ungs- und S agna ionsphase is das Polypol ü einen leis ungs ähigen We bewe b eine no wendige, abe keine aus eichende Bedingung. B. Das Oligopol als Wachs umsp oblem Sieh man im Oligopol nu die konku enzin ensi e Sei e, so is es naheliegend, en sp echende Schlüsse au das Wachs um eine Volks- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 62 E ns Heuß is und dahe eine T ans o ma ion des Oligopols zum Polypol ak isch un e bunden is . Selbs dann, wenn ein Außensei e sich den Zugang zu en e n e gelegenen Bodenschä zen e scha en soll e - e leich e wi d dies du ch die Fo sch i e in de T anspo echnik -, is e mi einem be äch lichen zusä zlichen Kapi alau wand belas e , da e nich nu ein S ahlwe k, sonde n auch die o gelage en P oduk ionss ä en ü ein Eind ingen in den S ahlma k zu e ich en ha 17, ohne daß dies i gend e was mi eigen lichen economies o scale zu un ha 8 • So s ell allein die Ta sache, daß es keinen o enen Ma k au den Vo s u en gib , eine ech hohe Ba ie e ü die Mä k e au den nach olgenden S u en da . In gleiche Weise, wenn nich noch einschneidende , wi k in diese Rich ung die e ikale In eg a ion bis zum End e b auch. In diesem Falle is das gesam e Ve eile ne z in den Händen de Oligopo- lis en, so daß einem Neuankömmling schon ein ins i u ionell de Ma k e schlossen is . Die Ausschal ung des Handels is eine de bekann e- s en Wa en de Ma k schließung, wie man sie bei Oligopolen und Ka - ellen (Ve kau ssyndika ) - in de Regel wi d dies mi Ra ionalisie- ung de Absa zwege beg ünde - o inde 9 • Ein solche P ozeß schein sich au dem deu schen Mine alölma k anzubahnen. Sind p ak- isch alle Tanks ellen im Besi z on Oligopolis en ode du ch Exklusi - e äge gebunden, so is die Oligopols ellung zemen ie , und es dü e ü einen Außensei e seh schwe sein, noch in diesen Ma k einzu- d ingen. Das He ausg ei en de e ikalen In eg a ion als ein Beispiel ü die es e E ablie ung on Oligopolmä k en zeig , daß es sich bei eine e waigen Poli ik de Polypolisie ung on Mä k en o allem da um handel , den Zugang zu Oligopolmä k en o enzuhal en, was zugleich O enhal ung de o - und nachgelage en Mä k e bedeu e . Wie jede Poli ik, so se z auch eine solche o aus, sich ih e No wendigkei be- wuß zu sein, und dies e o de eine en sp echende heo e ische Ana- lyse des Oligopolphänomens. 11 Vgl. J. S. Bain, a.a.O., S. 215. 18 üb igens wi d die on de Vulgä ökonomie so häu ig e e ene These, daß die mode ne P oduk ions echnik eine Konzen a ion und dami eine Oligopolisie ung e lange, in ih e Bedeu ung wei übe schä z . So komm Bain in seine empi ischen Un e suchung zu dem E gebnis, daß das nu bei d ei de 20 on ihm un e such en Indus iezweige eine Rolle spiel . Vgl. J. S. Bain, a.a.O., S. 211. 11 Vgl. H. O. Lenel, Syndika e als Mi el de Ra ionalisie ung, in: Jah - büche ü Na ionalökonomie und S a is ik, Band 175, He 2, 1963. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols 63 Anhang Anhang I. Die P eisun e g enze beim Oligopol De zu zeigende Sach e hal sei zunächs am ein ache en homogenen Oligopol da geleg . Das homogene Dyopo Es lieg in de Na u des homogenen Ma k es beg ünde , daß es un e Oligopolis en keine P eisun e schiede geben kann. Es läß dahe ein solche Ma k nu P eisgleichhei zu, bei de au jeden Dyopolis en die Häl e de Ma k nach age en äll . Folglich gil bei eine Ma k nach age x = F (p) ü den e s en DyopoHs en xl = F ~p) und ü den zwei en x2 = F ~p) , wobei xl + x2 = X is . Maximie jede seinen Umsa z, so wi d de G enzumsa z gleich null gese z , also (1) d (F(P)P) -F (p) dp -2- = 0 ode p = F'(P) • Bilde man on de Nach. age unk ion x = F (p) die P eiselas izi ä und se z sie gleich 1 bzw. -1, so e gib sich ebeIliSo de P eis on (1). Es bilde dahe diese P eis bei de on Baumol un e s ell en Ve hal ensweise die P eisun e g enze ü das homogene Dyopol. S ell man hingegen nich au die Umsa z-, sonde n au die Gew,innmaximie ung a'b, so s,ind die G enz- kos en zu be ücksich igen, und zwa sind diejenigen maßgebend, die on beiden Dyopolis en am nied igs en sind. In diesem Falle is de Dyopolp eis höhe und demen sp echend is auch die P eiselas izi ä g öße als 1 20. Es kann dahe ganz gene ell gesag we den, daß de Oligopol- bzw. Dyopol- p eis nich un e ein Ni eau sink , bei dem die P eis elas izi ä de Ma k - nach age kleine als 1 is . Das he e ogene Dyopo De G undgedanke des homogenen Dyopols läß sich auch au das he e o- gene Dyopol übe agen. Als zusä zliches P oblem s eJ.l sich lediglich die Bes immung de P eis ela ion, die im Gegensa z zum homogenen Ma k nich meh ohne wei e es mi 1 : 1 angenommen we den da . Wie an ande e S elle gezeig wo den is , is es abe möglich, die G enzen anzugeben, in denen sich die in F age kommenden P eis ela ionen bewegen dü en21. RI und R2 geben ü linea e Nach age unk ionen 21a -Xl = Fl (PI, P2) und x2 = F2 (PI' P2) - die Reak ionsge aden bei polypolis ische Ve hal ensweise an.Q zeig eine de Isogewinnku en des Dyopolis en II und S einen de P eiss ahlen, de alle P eiskombina ionen eine bes imm en P eis ela ion P 'ed 'b B "h . ch m = - Wl e gl . e u em sol e P eiss ahl wie hie in B2 eine de P2 20 Zum homogenen Dyopol gl. die Aus üh ungen on E. Heuß, Das Oligo- pol, ein de e minie e MaI1k , W A, 1960, Bd. 84, He 2. 21 Vgl. E. Heuß, Die oligopolis ische Ve hal ensweise als e olu o ische P ozeß, Jah büche ü Na ionalökonomie und S a is ik, Bd. 179, He 5 (1966). 21a Siehe Abbildung 1 au S. 65. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 64 E ns Heuß Isogewinnku e u on II, so s ell diese Tangen enpunk das Gewinn- maximum ü Dyopolis II bei diese P eis ela ion da . E wi d sich dahe gegen jede wei e e P eise höhung au S übe B2 hinaus wenden, was ihn ak isch zum P eis üh e mach . Das gleiche gil ü alle ande en P eis- s ahlen, die eine Isogewinnku e des Dyopolis en II be üh en, wie es die Ge ade V2 zeig , die den geome ischen O solche Tangen enpunk e bilde . Das Analoge gil ü V 1> au de alle Punk e liegen, bei denen ein P eis- s ahl eine Isogewinnku e des Dyopolis en I be üh . In diesem Be eich is Dyopolis I de P eis üh e . M s ell die P eiskons ella ion beim e - bundenen Monopol da . Diese Punk zeichne sich dadu ch aus, daß in ihm de be e ende P eiss ahl nich nu die Isogewinnku e des einen, sonde n auch des ande en Dyopolis en zugleich be üh , ode ande s ausged ück , bei diese P eis ela ion wü de jede Dyopolis als P eis üh e das gleiche P eisni eau M bes immen. Hie aus olg ganz allgemein, daß alle Punk e au Vi und V2 Dyopolp eiJSlösungen da s ellen, und zwa als abhängig on de jeweiligen P eis ela ion. Mi Hil e gewisse zusä zliche übe legungen läß sich diese Lösungsbe eich noch wei e einengen und zwa au die S ecke Bi M B2, also au die P eiss ahlen, die zwischen Bi und B2 liegen 22 • F ag man bei diesen in F age kommenden Dyopolp eislösungen nach de P eiselas izi ä de Nach age, so is es sinn oll, die ela i e Mengen e - ände ung on Xi bzw. X2 zu de ela i en P eisni eau e ände ung au den be e enden P eis s ahl in Beziehung zu se zen, also ebenso wie beim homogenen Dyopol eine gleiche p opo ionale Ve ände ung on Pi und P2 zu un e s ellen. Rela i ein ach läß sich die P eiselas izi ä de Nach age ü den P eis- üh e bes immen. Geh man on eine es en P eis ela ion aus, wie sie z. B. du ch den P eiss ahl on S gegeben is , so is Dyopolis II P eis üh e . Fü dessen Nach: age unk ion x2 = F2 (P > P2) kann wegen m = P die Funk- P2 ion x2 = F2 (m P2' P2) gesch ieben we den. Sein Umsa z wi d maximie , wenn (2) Bilde man on F2 (m P2, P2) die P eiselas izi ä in dem oben konzipie en Sinne, so is '72 = (m F 2i + F 22 ) ~2, und nach Einse zen des Ausd ucks on (2) 2 ü P2 e gib sich ü die P eiselas izi ä de nume ische We 1 bzw. - 1, also die gleiche P eiselas izi ä wie beim homogenen Dyopol. Nich so ein ach läß sich die F age nach: de P eis elas izi ä ü den ande- en Dyopolis en bean wo en, de dem P eis üh e olg , also in diesem Falle ü Dyopolis 1. Aus (2) e gib sich wegen Pi = m P2 ü den P eis des Dyopolis en I (3) Pi = F 21 m + F 22 . 22 VgI. E. Heuß, Die oligopolis ische Ve hal ensweise als e olu o ische P ozeß, a. a. 0., S. 457 . 23 Mi F 21 wi d die e s e Ablei ung de Funk ion F2 nach Pi und mi F 22 die nach P2 bezeichne . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols 65 Abbildung 1 Bilde man on de Nach age unk ion xl = Fl (Pl, ~) die P eiselas i- (Fu m + F l2 ) P zi ä , also 111 = m Fl und se z man ü Pl den Ausd uck on (3) ein, so is (4) Im Gegensa z zum Falle beim P eis üh e läß sich hie die P eiselas i- zi ä des P eis olge s nu bei Kenn nis beide Nach age unk ionen und de be e enden P eis ela ion nume isch bes immen. Imme hin kann aus de Rolle des P eis olge s, die de P oduzen on Xl einnimm , abgelei e we - den, daß seine P eis elas izi ä kleine als eins is . Wä e sie nämlich g öße als eins, so wü de e bei Auße ach lassung on G enzkos en seinen P eis so- wei senken, bis seine P eiselas izi ä den We 1 e eich . Dann wä e e abe P eis üh e . Als P eis olge hingegen is e an eine P eise höhung in e es- sie , und e wü de dahe , alls e es könn e, den P eis sowei e höhen, bis die P eiselas izi ä on kleine als eins au eins angewachsen wä e. Wi d dagegen die P eis ela ion e ände und zwa in de Rich ung eine E höhung on m, so beweg sich de P eis olg.e in Rich ung M und nähe sich dami eine P eis elas izi ä on eins. Hie aus olg umgekeh , daß je kleine m is , des o ge inge is die P eiselas izi ä ü den P eis olge . Da es abe ü meine Un e g enze (Punk B2) gib , so gib es auch eine solche ü die P eis- elas izi ä des P eis olge s, sowei sie on m bes imm wi d. Somi e gib sich ü die P eis elas izi ä beim he e ogenen Dyopol im P inzip das gleiche wie beim homogenen Dyopol. In beiden Fällen is die 5 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 66 E ns Heuß P eisun e g enze on de P eiselas izi ä de Ma k nach age abhängig. Hie in bes eh das Gemeinsame on Oligopol und Monopol. Im Gegensa z dazu s eh die po'lypolis ische Ve hal ensweise, bei de sich de einzelne An- bie e nich nach de Ma k -, son:de n nach de P odUik nach age25 aus- ich e . Die P eiselas izi ä de P oduk nach age wi d abe o allem on de K euzp eiselas izi ä bes imm und kann dahe selbs bei eine seh ge ingen P eiselas izi ä de Ma k nach age ech hoch sein 26• Anhang 11. Das ei e Oligopol als wachs umshemmende bzw. als in a ions e u sachende Fak o Im Tex oben is da geleg wo den, daß die P eispoli ik des Oligopols in de Aus eüungs- und S agna ionsphase das Wachs um ande e Mä k e und dami ganz gene ell das Wachs um eine Volkswi scha hemm . Diese Wi kungsweise läß sich be ei s an Hand eine seh ein achen Volkswi - scha mi nu zwei P oduk en zeigen. In den beiden obens ehenden Abbildungen we den ü die Nach age nach P oduk 1 und ü die nach P oduk 2 olgende Funk ionen angenom- men. Mi Y wi d das' Nominaleinkommen und mi A und B we den bes imm e Koe izien en bezeichne , ü welche die G ößen ela ion 3 B > A2 gil . Wie aus beiden Nach age unk ionen e sich lich is , wi d ü die Nach age beide Gü e s e s das gesam e Einkommen Y ausgegeben. Was Gu Xl be i , so be iedig es ein G undbedü nis, wie z. B. das on Nah ung, Kleidung ode Wohnung. Die zunehmende Sä igung mi einem solchen Gu d ück sich in de bei sinkendem P eis Pi abnehmenden P eis elas izi ä de Nach- age aus. Das gleiche gH ü die Einkommenselas izi ä de Nach age, die mi s eigendem Einkommen äll . Um einen ande en Sach e hal handel es sich bei Gu x2' Dieses angie in de D ingIichkei sskala hin e den G und- bedü niss'en, wie es z. B. ü die Nach age nach Fe nsehappa a en zu e - en dü e. Diesen Fall gib die Nach age unk ion on X2 wiede . Bei ih s eig die Einkommenselas izi ä bei sinkendem P eis Pi 27, ode ande s aus- ged ück , bei s eigendem Realeinkommen, wenn mi Pi das Realeinkommen gemessen wi d. Was die Angebo ssei e be i , so we den de Ein achhei halbe kons an e G enzkos en un e s ell , und zwa Kos en, die nu aus di ek en A bei sau wendungen bes ehen. In de Ausgangslage we den Vollbeschä igung und ollkommene Kon- ku enz au beiden Mä k en un e s ell . Bei gegebene Nach age Ni und N2 25 Mi P oduk nach age wi d die Nach age unk ion Xl = Fl (P , P2) be- zeichne , wobei de P eis des Konku enzgu es x2eine gegebene G öße bilde . 26 Vgl. E. Heuß, Allgemeine Ma k heo ie, a. a. 0., S. 159 . 27 S eng genommen e eich hie die Einkommenselas izi ä de Nach- age on x2 ih Maximum dann, wenn P so nied ig is , daß nahezu die absolu e Sä igungsmenge on Xl e eich is . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols 67 NI , N. . "' 0., 'I 0., Cl., I 0. , , j x;. , .:: h, ~ ~ ~ 1/ l , Abbildung 2a Abbildung 2b we den demen sp echend die Mengen bl und b2 zu den P eisen al und ~ p oduzie und abgese z . Es sei nun angenommen., daß du ch den ech- nischen Fo sch i de physische A bei sau wand au die Häl e eduzie wi d. Dadu ch sinken bei ollkommene Konku enz die P eise on al au al' und on ~ au ~'. Au diese Weise wi d es möglich, P oduk ion und Absa z des Gu es xl au bl' zu e höhen. AHe dings eich diese P oduk ions- zuwachs nich aus, alle A bei sk ä e, die o dem echnischen Fo sch i ü die P oduk ion on bl benö ig wo den sind, wiede einzuse zen. Die E klä ung hie ü gib die ge inge Au nahme ähigkei des Ma k es, die beim P eis a ' eine P eiselas izi ä de Nach age on kleine als 1 au - weis . Au de ande en Sei e jedoch bedeu e eine solche ge inge P eis- elas izi ä de Nach age eine kleine e Ausgabensumme de Konsumen en ü dieses Gu , wodu ch sie in die Lage e se z we den, die e spa en Geld- be äge ü Gu x2 zusä zlich zu e wenden. Wie Abbildung 2 b zeig , e - schieb sich dadu ch die Nach age on N2 nach N2 '. Da auch au diesem Ma k du ch den echnischen Fo sch i die Kos en on ~ au a2' ge allen sind, s eig de Absa z au das D ei ache und zwa on b2 au b2 '. Eine solche P oduk ionse höhung is abe nu du ch Zu ückg ei en au die A - bei sk ä e, die nich meh ü die P oduk ion on Xl benö ig we den, möglich. Es schläg sich somi de echnische Fo sch i in einem allge- meinen Wachs um de Volkswi scha niede , wobei alle dings die Wachs- ums a en de einzelnen B anchen e s'chieden sind, ein Vo gang, de ypiSch ü das Wachs um on Indus ie olkswi scha en is . 5" OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 68 E ns Heuß Seh e schieden da on wi k sich de echnische Fo sch i aus, wenn s a de ollkommenen Konku eIliZ ü den Ma k xl ein Oligopol im Bau- molschen Sinne un e s ell wi d. Vo dem echnischen Fo sch i haben die OIigopolis en aui Ma k xl ih en Umsa z maximie 28 , wenn sie die Menge bl zum gleichen P eis al abse zen. An diesem P eis hal en sie abe auch nach Du ch üh ung des echnischen Fo sch i s es , obgleich ih e Kos en aui a/ gesunken sind. Wü den sie hingegen ih en P eis senken, so zöge dies eine Umsa1lzminde ung nach sich, die ih e Zielse zung zuwide lie e. Eine solche Hochhal ung des P eises ü Gu Xl e hinde abe eine F eise zung on Kau k a ü P oduk x2. Es bleib dahe die Nach age N2 ü Gu x2 un- e ände , was bei eine P eissenkung au ~' (aui Ma k x2 wi d wie o - he oHkommene Konku enz un e s ell ) die P oduk ion nu au b2" an- s eigen läß . Au diese Weise e hinde das oligopoHs ische Ve hal en nich nu ein Wachs um au dem eigenen Ma k , sonde n sch änk da übe hinaus auch das Wachs um au Ma k x2 on b2' au b2" ein. Demzu olge be äg hie die olkswi scha Liche Wachs ums a e nu die Häl e on de jenigen bei olls ändige Konku enz. Da übe hinaus ha abe die oligopolis ische Absa zpoli ik au Ma k x" noch wei e e nega i e Auswi kungen. So is zu bedenken, daß in diesem -Falle die olkswi scha liche P oduk ion nich meh wie o he im gleichen Ve häl nis wie die P oduk i i ä s eig , was eine en sp echende A bei slosigkei nach sich zieh . Es wä e naheliegend, eine solche A bei slosigkei als, eine echnologis,ch beding e zu bezeichnen. Wie abe oben gezeig wo den is , ha de gleiche echnische Fo sch i keine de a ige A bei slosigkei mi sich geb ach , als au beiden Mä k en ollkommene Konku enz un e s ell wo den is . Noch e ehl e wä e es, in eine solchen A bei slosigkei eine K eislau s ö ung zu sehen. Da hie das gesam e Einkommen s e s e ausgab wi d, is diese Fall on o n- he ein ausgeschlossen. Also handel es sich hie um eine ausgesp ochene oligopol- bzw. monopolbeding e A bei slosigkei . Es is alle dings möglich, auch eine de a ige A bei slosigkei mi els zu- sä zliche e ek i e Nach age zu besei igen. Im Gegensa z zu k eis'lau - beding en A bei slosigkei üh abe hie ein solche Mi eleinsa z zu In la- ion. E höh man nämlich ü diesen Zweck das Nominaleinkommen um 50 0 /0, so e schieben sich die Nach agen nach Nl" und N2 ", und es wä e dahe eine P oduk ionsauswei ung aui bl '" und b2 '" zu e wa en, womi die A bei slosigkei besei ig wä e. Hie is jedoch zu bedenken, daß bei eine solchen Nach age e schiebung on Nl nach Nl" au Ma k Xl das Umsa z- maximum nich meh beim P eis al' sonde n beim höhe en P eis a( lieg . E höhen demen sp echend die Oligopolis en den P eis, so geh die P oduk- ion on Xl wiede au bl zu ück. Mi eine solchen P eise höhung aui al" wi d abe Kau k a on Ma k x2 abgezogen, so daß sich die Nach age nach P oduk x2 wiede nach links e schieb und die Posi ion on N2' ein- nimm , was einen Absa z on nu b2' zuläß . So komm es o z diese Nominaleinkommense höhung e neu zu eine A bei slosigkei , was nach wei e e zusä zliche Nach age e lang . E s dann, wenn das Nominal- einkommen gegenübe de Ausgangslage au das Doppel e und dami die Nach age au Nl '" und N2 '" e höh wo den is , is auch bei eine oligopo- lis ischen P eisbildung aui Ma k Xl wiede Vollbeschä igung möglich, bei de die Mengen bl und b2 '" p oduzie we den. Alle dings is eine solche mi eine P eiss eige ung on Xl au das Doppel e, und zwa aui al'" e - kaui , obgleich de P oduk ionsau wand au die Häl e geSlUnken is . 28 Un e s ell man Gewinnmaximie ung, so e geben sich im P inzip die gleichen Konsequenzen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Die We bewe bs- und Wachs umsp oblema ik des Oligopols 69 In de bishe igen Analyse wu de angenommen, daß die Nominallöhne auch nach Ein üh ung des echnischen Fo sch i s' un e ände bleiben. Nimm man hingegen an, daß in dem Um ang, wie die P oduk i i ä s eig , auch die Lohnsä ze he au gese z we den, so e bess,e sich dadu ch keines- wegs die Lage ü die A bei sk ä e, wie man zunächs e wa en wü de. S a dessen wi d dadu ch nu de P eisau ieb e schä . Auch hie is es zweckmäßig, ,au beiden Mä k en zunächs ollkommene Konku enz zu un e s ellen. In diesem Falle schließ die Lohne höhung im Ausmaß de P oduk i i ä s e besse ung eine P eiss,enkung au al' und a2' aus, da zwa die Real-, abe nich die Geldkos en gesunken sind. Folglich läß sich die P oduk ion nich au bl' und b2' (de mi (N 2 ') be z;eichne e Ku ena m in Abb. 3 b gib die dazu en sp echende Nach age an, also N2' on Abb. 2 b) auswei en, und es we den dahe alle diejenigen A bei sk ä e eigese z , die du ch den echnischen Fo sch i ü die un e ände e P oduk ion bl und b2 nich meh benö ig we den. Fak isch e hinde eine solche Lohn- poli ik de Gewe ks'cha en nich wie die ulgä -ökonomische Kau k a - heo ie behaup e , eine A bei slosigkei , sonde n u sie di ek he o 2o • Zu Ve hinde ung eine solchen A bei slosigkei is es no wendig, das Nominaleinkommen im gleichen Um ang wie die Löhne zu e höhen. Diese Kons ella ion is in Abbildung 3 a und 3 b wiede gegeben. So e schieben sich die Nach age unk ionen on Nl und N2 nach N ' und N2 ', was die P o- duk ion au bl' und b2' ans, eigen läß . Ein solches Gleichgewich wi d abe nu dann e eich , wenn au beiden Mä k en ollkommene Konku enz he sch . Bes eh abe au Ma k Xl ein Oligopol, so we den wei e e Nomi- naleinkommense höhungen wie in Abb.2 no wendig. E s nachdem das No- minaleinkommen sowei e höh wo den is , daß au beiden Mä k en die Nach age die Posi ionen on N ''' und N2 '" ei mimm , is wiede um Voll- beschä igung e eich . Ve gleich man diese Lage mi de Abb.2, so zeig sie die gleiche P oduk ion on Xl und x2 und ebenso die gleiche Einkom- mens e eilung. De einzige Un e schied bes eh in den höhe en Löhnen und P eisen. Es is hie mi Hil e seh ein ache Annahmen gezeig wo den, wie sich das oligopolis ische Ve hal en au Wachs um und P eisni eau auswi k . Zum gleichen E gebnis käme man bei wi klichkei snähe en Annahmen, wie z. B. un e schiedlichen P oduk ions unk ionen ü die einzelnen Un e nehmungen ode auch komplexe en Ma k s uk u en (s a homogene Gü e he e ogene au dem jeweiligen Ma k ). Alle diese und noch ande e Fak o en ließen sich be ücksich igen, ohne abe am Ke n de Sache e was zu ände n. Es sei dahe nu au einen Fak o ku z hingewiesen, de die hie da geleg en Wi kungen 29 Wenn on Gewe kscha ssei e behaup e wi d, daß die A bei szei e - kü zung zu Ve hinde ung ·eine echnisch beding en A bei slosigkei no - wendig sei, so is dies nu insowei ich ig, als sie selbs du ch eine solche Lohnpoli ik die A bei slosigkei gescha en haben. E was ·ande s liegen die Dinge, wenn man die Kau k a heo ie de Löhne k eislau heo e isch in e - p e ie . Hie is da an zu e inne n, daß es nich Sache de Lohnpoli ik sein kann, au dem Wege übe höhe e Löhne die olkswi scha liche Konsum- neigung zu e g öße n (höhe e Konsumneigung des A bei nehme s gegen- übe dem Un e nehme einkommen), um dami die neg,a i en Auswi kungen eine zu ge ingen In es i ion zu e hinde n. Das gleiche gil auch ü den umgekeh en Fall, wenn die A bei e zu e höh em Spa en angehal en we - den, um dami eine sons ü sie ungüns ige Einkommens e eiIung (du ch zu hohe In es i ionen) zu e meiden. In beiden Fällen handel es sich um Fehle de Wi scha spoli ik, die nich du ch lohnpoli ische Ak ionen beho- ben we den können. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 70 N,· 4.,. - --'--l 0., ;--;--- ----l a.' I --- &, b' I Abbildung 3a E ns Heuß I 0-, ~' ~- ----- --~----~~~ b' 11 L b L Abbildung 3b e was abschwäch . So is da an zu e inne n, daß in de Wi klichkei nich wie hie die gleiche P oduk i i ä s e besse ungs a e ü alle Mä k e un e - s ell we den da . Dies gil besonde s dann, wenn sich de eine Ma k in de Aus ei ungs- ode soga in de S agna ionsphase, und sich de ande e Ma k in de Expansionsphase be inde . Es müß e dahe ü Ma k Xl eine ge inge e P oduk i i ä s o sch i s a e als ü Ma k X2 angenommen we - den. Eine solche Modi ika ion wü de alle dings die Zusammenhänge wesen - lich komplizie e machen, indem zusä zliche F agen des Gleichgewich s au dem A bei sma k ( e s'chiedene Lohnen wicklung au beiden Mä k en) zu behandeln wä en, wes,wegen on eine solchen Da s ellung abgesehen wo - den is . Da sich dadu ch p il1lLipiell nich s ände , äll diese Ve ein achung nich zu s a k ins Gewich . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Das P inzip de gegengewich igen Ma k mach als Ansa zpunk ü die We bewe bspoli ik Von P o . D . Clemens-Augus And eae (Innsb uck) A. De o dnungspoli ische Ansa z Obwohl de Ve asse We da au leg , das Gegengewich sp inzip in e s e Linie als ein Ins umen zu We bewe bs ö de ung und -e - hal ung und e s sekundä als E sa z des We bewe bs e s anden zu wissen, emp iehl es sich, den Gedanken de gegengewich igen Ma k - mach zunächs in den g öße en Rahmen de O dnungspoli ik zu s el- len. O dnungspoli ische und we bewe bspoli ische Gesich spunk e sind nich imme leich auseinande zuhal en. Le z en Endes is We be- we bspoli ik imme O dnungspoli ik. De We bewe b an sich kann ja bekann lich selbs nich s o dnen, ielmeh beda e selbs de O d- nung. Au welche A und Weise de We bewe b geo dne we den soll, is Au gabe de We bewe bspoli ik im speziellen. Bei de speziellen We bewe bspoli ik is jedoch die Ge ah gegeben, daß das Augenme k einsei ig au den We bewe b an sich ge ich e wi d, ohne zu sehen, daß de wi scha liche Ablau auch noch ande e O dnungsins umen e beda , die keineswegs An inomien zum We be- we b da s ellen müssen, sonde n im Gegen eil häu ig e s den We - bewe b e möglichen. Die Koope a ion, die Zusammena bei au G und gleiche In e essen, ha Weippe als "selbs ändiges Ges al ungs- und O dnungsp inzip" neben den We bewe b und die zen ale Planung ge- s elI 1. Die s aa liche Planung, die keineswegs imme im Ex em de allum assenden Zen al planung gesehen we den muß, kann du ch Da- en e ände ungen die obigen O dnungsp inzipien e gänzen ode du ch Wechsel on Da en selbs wi scha s o dnend wi ken. Aus diese Sich s ell auch die Scha ung und gese zliche Ga an ie eine bes imm en We bewe bso dnung einen Ak s aa liche Planung da , den P edöhl einmal e end als "Neolibe alen Di igismus" bezeichne ha 2• 1 Weippe , G.: Zu P oblema ik de Zielbes immung in wi scha spoli i- schen Konzep ionen, in: Zu G undlegung wi scha spoli ische Konzep io- nen, h sg. on H.-J. Se aphim, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, N. F. Band 18, Be lin 1960, S. 193. 2 P edöhl, A.: Monopol und Konku enz in p agma ische Sich , in: Volks- wi scha liche Ko espondenz de Adol -Webe -S i ung, 3. Jg., N . 19, 1964. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 78 Clemens-Augus And eae komme 17• De S aa dü e ih e En wicklung ode Bildung au keinen Fall behinde n ode ga e bie en, im Gegen eil seine Au gabe sei es, sie gegebenen alls zu e mun e n ode zu ö de n 18• Die da aus en s e- henden un e meidlichen bila e alen Oligopole und Monopole seien im Hinblick au die höhe e E izienz de Wi scha ökonomisch und sozio- logisch e wünsch . Das Konzep Galb ai h' ha he ige Diskussionen, eils des uk i e, eils kons uk i e K i iken ausgelös . Im Os en wu de es als ein Kon- zep zu Re ung des Kapi alismus angesich s de sich e schä enden K ise de bü ge lichen Ökonomie bezeichne 19• Im Wes en en zünde e sich die Diskussion an de F age, ob und wie die gegenwä igen S uk- u ände ungen au den Angebo s- und Nach agemä k en noch mi den E kenn nissen de We bewe bs heo ie in Einklang geb ach we den können. S igle 20 mein , das Gegengewich skonzep eduzie e sich in heo e- ische Hinsich au das bila e ale Monopol, das in seinen Auswi kun- gen dem Gedanken de Gegenk a wide sp eche. Eine Theo ie de bila e alen Oligopole gäbe es nich , das Ve hal en de Oligopolis en nähe e sich s a k dem de Monopolis en an. Schwei ze 21 se z sich in ie Thesen mi de Theo ie Galb ai h' aus- einande . Die e s e These, die Iden i ä s hese, un e s elle, daß alle Mach e scheinungen gleicha ig seien. In de Wi klichkei müsse jedoch nach e schiedenen A en on Mach di e enzie we den. So sei auch die zwei e These, die Unausweichlichkei s hese (ine i abili y heses), nich hal ba , da nich allgemein die Bildung on Gegenmach e wa e we den könne. Und selbs wenn es zu eine Gegenmach -Bildung komme, üh e diese nich zu eine Neu alisie ung de Mach (Neu a- lisie ungs hese), sonde n diese e se ze die Kon ahen en in die Lage, ih e Mach gegenübe den indi ek en Be eilig en wi ksam we den zu lassen. Die le z e These, die Dezen alisie ungs hese, die da on ausgehe, daß das Gegengewich sp inzip zu eine Dezen alisie ung wi scha - liche En scheidungen üh e und den s aa lichen Sek o zu ückzud än- gen e möge, we de schließlich du ch die p ak ische En wicklung ein- deu ig wide leg . 17 Galb ai h, J. K.: a.a.O., S. 118 . 18 Galb ai h, J. K.: a.a.O., S. 143. 19 Bönisch, A.: Die heo e ischen Anschauungen on J. K. Galb ai h und ih Ein luß au die gegenwä ige Wi scha spoli ik de USA, in: Wi scha s- wissenscha , 10. Jg., 1962, S. 434 . 20 S igle , G. J.: The Economis Plays wi h BIoes, in: The Ame ican Eco- nomic Re iew, Pape s and P oceedings, Vol. XLIV, N . 2, 1954, S. 7 . 21 Schwei ze , A.: A C i ic o Coun e ailing Powe , in: Soda 1 Resea ch, an In e na ional Qua e ly o Poli ical and Sodal Sdence, Vol. 21, 1954, S. 253 bis 285, insbes. 277 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Das P inzip de gegengewich igen Ma k mach 79 E was posi i e beu eil Mille 22 die Gedanken Galb ai h'. Seine Einwände ich en sich gegen die seine Meinung nach zu wei gehende Ve allgemeine ung einige s uk u elle En wicklungen in de mode - nen Wi scha . Gleichwohl wi d on ihm zugegeben, daß die gegen- wä igen En wicklungen mi den he kömmlichen We bewe bmodellen nich meh e klä we den können. So g äl ige Analysen wi scha - liche Mach e häl nisse seien no wendig. Alle dings bezwei el Mille , daß bila e ale Monopole soziale Spannungen besei igen können. Dies bes en alls nu dann, wenn es geling , ein annähe ndes Gleichgewich he zus ellen. In allen ande en Fällen müsse die Gegengewich sbildung zu wei e en Spannungen üh en. Auch Adams 23 lehn das Gegengewich skonzep nich undweg ab. So e n Gegengewich e zu Un e s ü zung des We bewe bs gebilde we den, wä e ihnen eine bedeu ende Funk ion nich abzusp echen. De E sa z des We bewe bs du ch die Gegengewich sbildung sei hingegen abzulehnen, da sich beide Mach pa ne au Kos en D i e einigen könn en. De A bei sma k s elle hie ü ein o enkundiges Beispiel da . In eine ähnlichen Rich ung bewegen sich die K i iken on Ulme 2 4, Sp ange 25, und We ne 26• Galb ai h selbs ha es seinen K i ike n eilweise leich gemach , da seine Gabe de Phan asie in manchen Fällen die nüch e ne Wissen- scha lichkei übe deck und ihn in das "land o simpli ica ions"27 ge- üh ha . So nehmen denn die meis en K i ike an seinen unzulässigen Ve allgemeine ungen Ans oß. Au de ande en Sei e muß abe auch an die K i ike de Vo wu ge ich e we den, daß sie zu Beu eilung des Gegengewich sp inzips lediglich die bishe igen E kenn nisse de We - bewe bs heo ie als Maßs ab nehmen, ohne dieses in einen g öße en soziologischen Zusammenhang zu s ellen. Daß das Gegengewich sp in- zip in manchen Teilen de We bewe bs heo ie wide sp ich , beweis noch nich , daß es alsch is . Umgekeh könn e ebenso de schlüssige Beweis ge üh we den, daß die We bewe bs heo ie alsch sei, weil sie dem Konzep de Gegenk ä e wide sp eche. 22 Mille , J. P.: Compe i ion and Coun e ailing Powe . Thei Roles in he Ame ican Economy, in: The Ame ican Economic Re iew, Pape s and P o- ceedings, Vol. XLIV, N . 2, 1954, 15 . 23 Adams, W.: Compe i ion, Monopoly and Coun e ailing Powe , in: The Qua e ly Jou nal o Economics, Vol. LXVII, N . 4, 1953, S. 469 . 24 Ulme , M. J.: Some Re lec ions on Economic Powe and Economic Theo y, in: De Economis , 107. Jg., 1959, S. 337 . 25 Sp ange , P. H.: Die Theo ie on de "Coun e ailing Powe ", J. K. Galb ai h' Rech e igung des ame ikanischen Kapi alismus, in: Hambu ge Jah buch ü Wi scha s- und Gesellscha spoli ik, 1. Jah , 1956, Sei e 158 . 28 We ne , J.: Die Wi scha s e bände in de Ma k wi scha , Zü ich- S . Gallen 1957, S. 170 . 27 MiHe , J. P.: a.a.O. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 80 Clemens-Augus And eae Siche lich is am Konzep Galb ai h' in manche Hinsich be ech ig e K i ik zu üben. Die Beispiele, die Galb ai h o Augen ha , den A - bei sma k und die Konzen a ion im Handel, können nich e allge- meine we den. Ge ade diese Mä k e zeigen, daß au ihnen das Ge- gengewich sp inzip nu besch änk unk ionie ha , so daß besonde s an diesem Punk he ige K i ik einse zen konn e. So wi d auch die An- nahme, daß sich Gegen nach zwangsläu ig bilde, hin ällig. Da ü müs- sen nämlich bes imm e Vo ausse zungen gegeben sein, die nich au allen Mä k en o handen sind. Is aus i gendwelchen ökonomischen ode soziologischen G ünden eine G uppe on Ma k eilnehme n nich o ganisie ba , so kann sie ih e Un e legenhei am Ma k nu du ch poli ische Gegen nach au we en. Abgesehen on diesen no wendigen Einsch änkungen lieg Galb ai h' uneingesch änk es Ve diens jedoch da in, au gezeig zu haben, daß die dynamische Wi scha sen wicklung zu En s ehung on Mach posi io- nen au beiden Ma k sei en üh und sich die mode ne Wi scha s- wissenscha und Wi scha spoli ik dami zu beschä igen ha . Dabei komm e zum E gebnis, daß un e gewissen Vo ausse zungen die Bil- dung on Gegen nach , sei sie wi scha liche ode poli ische A , das güns igs e Mi el is , olkswi scha lich ab ägliche Übe mach zu kompensie en. Hinsich lich eine p ak ischen Anwendung des Gegengewich sp inzips is dahe zunächs on den ealen Mach e häl nissen auszugehen, die empi isch zu un e suchen sind. Da die o iginä e Mach du ch gegenge- wich ige Mach ausgeglichen we den soll, geh es in e s e Linie da um, den Mach saldo es zus ellen. Vo angige Bedeu ung komm hie den Ve hal ensweisen de Mach äge , die auße o den lich schwe zu mes- sen ode ga zu quan i izie en, gleichwohl abe ü die Beu eilung de Mach ausübung en scheidend sind, zu. Die mode ne Theo ie äg die- sem Ums and imme meh Rechnung. E. Schneide will Ma k o men im Sinne on Ve hal ensweisen e s anden wissen 28 • Heuss s ell de Ma k ypologie eine Un e nehme ypologie gegenübe 29 • Die Ma k o m im he kömmlichen Sinn wi d imme wenige aussage ähig 3o • A nd mein , Ma k ausbeu ung sei nich so seh eine F age de Elas izi ä , als de In ensi ä . Ausbeu ung sei mi und ohne Monopole, mi und ohne Konku enz möglich31• 28 Schneide , E.: Ein üh ung in die Wi scha s heo ie, IV. Teil, Tübingen 1962, S. 377 und 11. Teil, 5. Au l., Tübingen 1958, S. 59 . 29 Heuss, E.: Allgemeine Ma k heo ie, Tübingen und Zü ich 1965. 30 Vgl. Hoppmann, E.: a.a.O., S. 308 und 310. 31 A nd , H.: Ausbeu ung und Ma k o m. Ku en e schiebungen bei Ve - ände ung des "Ökonomischen F eihei sg ades", in: Zei sch i ü die gesam e S aa swissenscha , 115. Band, 1959, S. 225. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Das P inzip de gegengewich igen Ma ik mach 81 Mi Hil e on Ve hal ensmodellen kann dann auch aus objek i en Ta bes andsme kmalen de Mach saldo bes imm we den: G öße des Ma k an eils, Anzahl de Ma k eilnehme , Elas izi ä en de Nach age, inanzielle und poli ische Rückhal und on besonde e Bedeu ung de Zugang neue Ma k bewe be . Le z e es K i e ium i in de Theo ie imme s ä ke in den Vo de g und. Solange po en ielle We - bewe b gegeben is , kann "wi scha liche Mach (nich ) als Auslese- k i e ium an die S elle de wi scha lichen Leis ung ( e en)"32. Wi d abe die Au ech e hal ung des po en iellen We bewe bs zu eine o - angigen we bewe bspoli ischen Au gabe, so is es nu meh schwe möglich, ein g undsä zliches Ve bo on Gegengewich sbildung zu be- g ünden. Dies gil im besonde en deshalb, weil e bo ene Mach posi- ionen die Tendenz zeigen, sich unme klich und unsich ba ode un e Vo äuschung gesam wi scha liche Zielse zungen zu bilden. 111. Vo ausse zungen de Anwendung gegengewich ige Ma k mach Un e schiedlichen Mach posi ionen, die zum Ausgleich d ängen, lieg s e s ein Kon lik , eine Gegensa zbeziehung zwischen Mach ausübenden und Mach un e legenen zug unde. Wäh end die Mach ausübenden be- s eb sind, ih e Posi ion zu hal en ode auszubauen, e olgen die Mach un e legenen das Ziel, ih e Lage zu e besse n und den Mach - saldo auszugleichen ode ga ih e sei s eine übe mäch ige Posi ion zu e eichen. So lieg le z lich jedem Kon lik das P oblem de Ve eilung on Mach zug unde 33 , wobei on sei en de un e legenen Pa ei das Ziel in einem Mach ausgleich, Mach o sp ung ode in de Ve nich ung des Gegne s, d. h. Sieg, bes ehen kann. Wi scha liche Mach auseinande se zungen können aus un e schied- lichen unk ionalen Au gaben on Pe sonen ode Pe soneng uppen und aus un e schiedlichen G ada ionen bei g undsä zlich gleichen Zielse zun- gen inne halb eine Funk ionss u e en s ehen. Im e s e en Fall lieg ein ech e Mach kon lik o , de zum Ausgleich d äng , da die i alisie en- den G uppen in einem gegensei igen Abhängigkei s e häl nis s ehen. Die Ve nich ung des Gegne s wü de hie s eng genommen auch den Un e gang de eigenen G uppe nach sich ziehen. Am Ma k e en sol- che Mach e häl nisse ganz allgemein zwischen Anbie e n und Nach a- ge n au . Im einzelnen können sich A bei nehme und A bei gebe , P oduzen en und Konsumen en, P oduzen en und Anbie e on P o- duk ions ak o en, P oduzen en und Händle , Händle und Konsumen- 32 Hoppmann, E.: a.a.O., S. 312. 33 Dah endo , R.: Soziale Klassen und Klassenkon lik in de indus iellen Gesellscha , S u ga 1957, S. 163. 6 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 82 Clemens-Augus And eae en, In es o en und Spa e , Ak i e und Ren ne , Gläubige und Schuld- ne , sowie schließlich S aa und Ve bände gegenübe s ehen. Da sich die Auseinande se zungen hie übe e schiedene Mä k e e s ecken, kann on e ikalen Mach e häl nissen, ausged ück du ch Ma k nach und Ma k gegen nach , gesp ochen we den. Ande s e häl es sich bei Mach e häl nissen au G und un e schied- liche G ada ionen inne halb eine Funk ionss u e. Je nach Besi z, Fi- nanzk a , Ma k an eil, Umsa z, s ehen hie au einem Ma k ein ode wenige g oße Anbie e ielen kleinen bzw. ein ode wenige g oße Nach- age ielen kleinen gegenübe . So konku ie en G oß-, Mi els ands- und Kleinun e nehmen au de einen und Wa en-, Ve sandhäuse , De- ail- ode Kleinhandel au de ande en Sei e mi einande . Da sich hie die Mach auseinande se zungen übe einen und denselben Ma k e - s ecken, liegen ho izon ale Mach e häl nisse o , die sich als Ma k - haup mach und Ma k neben nach gegenübe e en. Das Vo liegen e ikale Mach e häl nisse kann als Mach kon lik , jenes ho izon ale hingegen als Mach konku enz bezeichne we den. Das P oblem de Mach konku enz bes eh da in, daß hie - im Un- e schied zum Mach kon lik - nich so seh ein Mach ausgleich ode Mach o sp ung, sonde n häu ig auch de Sieg übe den Konku en en anges eb wi d. De Ve lockung, den Ma k on Konku en en zu säube n und alleine zu behe schen, kann wi ksam du ch das Vo han- densein po en ielle Konku enz, die monopolis ische P ak iken so o mi de Neug ündung on Konku enzun e nehmen bean wo en wü - de, ein Gegengewich en gegengese z we den. Das Haup p oblem de Anwendung de gegengewich igen Ma k - nach bes eh nun in de Messung des Mach saldos. Eine ealis ische Messung se z o aus, daß die Bedingungen de Mach ausübenden und de Mach un e d ück en analysie und gegenübe ges ell we den. Da- bei is , wie be ei s e wähn , die Si ua ions- du ch eine Mo i a ions- und Ve hal ens analyse zu e gänzen. De da aus e mi el e Mach saldo kann nich genau quan i izie , ehe nu annähe nd geschä z we den. E s ell auch keine endgül ige G öße da , sonde n beda , da Mä k e und Ve hal ensweisen s ändig Ände ungen un e wo en sind, on Zei zu Zei eine übe p ü ung und Ko ek u . Das Schä ze gebnis solche Analysen kann na ü lich nich zu einem absolu en Mach ausgleich, son- de n imme nu zu annähe nd gleichen Mach posi ionen üh en, was abe kein A gumen gegen das Gegengewich sp inzip da s ell . Im Ge- gen eil lieg ge ade im He an as en an die Mach posi ion de Konku - en en das dynamische Elemen des Gegengewich sp inzips, das keines- wegs zu dem ielzi ie en Hinau schaukeIn on Mach posi ionen und de anschließenden E s a ung on Mach e häl nissen üh en muß. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Das P inzip de gegengewich i~en Mal1k mach 83 Au Sei en de Un e d ück en en sp echen dem Mach saldo la en e In e essen, die en wede selbs mani es we den ode mani es gemach we den müssen. Im e s e en Fall wü de eine Un e d ückung on Ge- gengewich sin e essen au die Daue zu sozialen Spannungen, zu Aus- weich eak ionen und im Ex em all zu poli ischen Auseinande se zun- gen üh en. Können wi scha liche In e essen am Ma k nich ausge- agen we den, so bes eh die Tendenz, sie au die poli ische Ebene zu heben. Die O ganisie ba kei un e d ück e In e essen häng on soziologi- schen, psychologischen und ju is ischen Gesich spunk en ab. In soziolo- gische Hinsich is die O ganisie ba kei eine G uppe on ih em Ho- mogeni ä sg ad abhängig. Je homogene eine G uppe zusammengese z is , des o leich e kann sie sich o ganisie en, um so g öße is abe auch ih e An ech ba kei on außen, da sie dazu neig , das eigene G uppen- in e esse übe zube onen 34• So sind wi scha liche Zusammenschlüsse au G und gleichgea e e In e essen ela i leich o ganisie ba , abe auch s ändigen An ech ungen ausgese z . Umgekeh wi d eine O gani- sa ion um so schwie ige , je b ei e ih e Mi gliede in de Be ölke ung ges eu sind. Ih e An ech ba kei on außen nimm jedoch in dem Maße ab, als sie K eise aus allen Be ölke ungsschich en um aß . Aus diese Sich is die Idee des Volkskapi alismus, aus A bei e n Kapi ali- s en zu machen und dadu ch soziale Spannungen auszuschal en, on konsequen e Logik. Neben de soziologischen Zusammense zung spiel auch de O gani- sa ionswille eine G uppe eine g oße Rolle. Die Geschich e zeig , daß diese Wille aus G ünden de T adi ion, Kon en ion ode Resigna ion nich imme o handen wa . Du ch Bildung, In o ma ion und Au klä- ung kann e jedoch geweck , in manchen Fällen ge adezu p o ozie we den. Das bekann es e Beispiel s ell wohl de Au u im Kommuni- s ischen Mani es da : P ole a ie alle Lände e einig euch! Die ju is ische Vo ausse zung ü die O ganisa ion on In e essen bes eh da in, daß de Gese zgebe wi scha lich e nün ige O ganisa- ions o men scha , die je nach de Eigena de wi scha lichen Funk- ion und Si ua ion on Fall zu Fall e schieden sein können. So sind die ka ellis ischen O ganisa ions o men in de Indus ie ande s ge- a e als die en sp echenden O ganisa ions o men im Handel in Fo m on Ke en, Ve sand-, Wa enhäuse n und Genossenscha en ode in de Landwi scha . De Gese zgebe muß sich im kla en sein, daß on eine diese O ganisa ions o men nich imme zwingend au ein be- s imm es Ve hal ensmo i geschlossen we den kann. Eine Ka ellbil- 3' Gehlen, A.: S udien zu An h opologie und Soziologie, Neuwied am Rhein 1963, S. 248. 6' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 84 Clemens-.A:ugus And eae dung muß nich imme das Ziel de Ma k behe schung, ih kann ebenso de Gedanke de Selbs hil e ode de Abweh eine wi scha - lichen übe mach zug unde liegen. Auch die Genossenscha en haben ih en u sp ünglichen Selbs hil egedanken in ielen Fällen abgeleg und sind ih e sei s zu ma k behe schenden Konze nen gewo den. De Ge- se zgebe muß in solchen Fällen die dynamische Wi scha sen wicklung e olgen und O ganisa ions o men inden, die den wi scha lichen Zielse zungen en sp echen 35• Das Au inden geeigne e O ganisa ions o men, is auch deshalb on besonde e Bedeu ung, da dadu ch die Mach beziehungen ins i u iona- lisie we den, was wiede um zu eine In ensi ä s e inge ung des Mach kamp es üh und einen Schu z o Ex emisie ung da s ell 36• Fe ne wohn jede O ganisa ion eine Tendenz zu Demok a isie ung inne, da im inne en ein s ändige In e essenausgleich un e den Mi - gliede n he beige üh we den muß. Von außen bes eh eine wi ksame Kon olle du ch die ö en liche Meinung, de sich diese O ganisa ions- o men zu un e we en haben. IV. Bedingungen de Bildung gegengewich ige Ma k mach In einem O dnungskonzep , das die gegengewich ige Ma k mach g undsä zlich zuläß , muß sich de en Bildung un e d ei wesen lichen Bedingungen ollziehen. Zunächs ha sie im Rahmen des Rech s zu e olgen. Diese Bedingung beinhal e ebenso die Ve p lich ung ü die In e essen en de Gegen nach bildung, sich inne halb des ech lichen Rahmens zu bewegen, wie sie dem S aa die Au gabe zuweis , geeigne e Rech s- ode O ganisa ions o men zu scha en. Die zwei e Bedingung de Gegen nach sbildung bes eh da in, daß siE' au dem P inzip de Selbs hil e be uhen muß. Die No lage des Mach un e d ück en und dessen Ausgleichswille kann nu glaubha sein, wenn alle Möglichkei en de Selbs hil e e g i en we den. E s wenn diese Selbs hil emöglichkei en nich hin eichen, e gib sich ü den S aa die Au gabe, sie zu ö de n, zu e gänzen ode im Ex em all zu e se zen. Dazu komm - als d i e Bedingung - dem S aa im Gegengewich s- konzep eine subsidiä e Bedeu ung zu. E muß seine poli ische Mach e s dann in die Waagschale we en, wenn die Gegenmach bildung du ch den Ma k nich zu einem Ausgleich ge üh ha . Au diese Weise b auch sich de S aa nu mi Mach salden zu beschä igen. 35 Vgl. And eae, C. A.: Mach kon lik und Mach konku enz in de Ma k - wi scha , a.a.O., S. 60. 36 Dah endo . R.: a.a.O., S. 227. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Das P inzip de gegengewich igen Ma ik mach 85 Seine Funk ion is eine ausgleichende, wobei e de En al ung p i a- e Ini ia i e die e s e Rolle zuweis . In O dnungssys emen, in denen die Bildung gegengewich ige Ma k - nach nich e laub wi d, is de S aa wesen lich meh beansp uch . E muß nämlich o iginä e Ma k nach ze schlagen, als Reak ion da au au e ende ode au ge e ene gegengewich ige Ma k nach eben alls ze schlagen, die Neuen s ehung on Ma k nach e hinde n und bei s uk u ell- ode e assungs ech lich beding en Mach posi ionen übe - dies den Mach saldo ausgleichen. Dadu ch wi d e gezwungen, eine A "nega i e Mach spi ale" in Gang zu se zen, die P edöhl, wie e wähn , als "neolibe alen Di igismus" gekennzeichne ha . Das häu ig gegen das Gegengewich sp inzip o geb ach e A gumen , daß wi scha liche Mach die Tendenz habe, sich mi dem S aa zu e ilzen, muß logische - weise auch gegen das neo libe ale Konzep de Mach e hinde ung und Mach ze schlagung gel en. Denn ein S aa , de mi wi scha liche Mach e ilz is , wi d siche zöge n, diese zu ze schlagen. Die ge- schich liche En wicklung zeig soga das Gegen eil, daß die S aa en häu ig eine Scheinlösung des Mach p oblems du ch Ve s aa lichung an- s eben. Mi le weile haben abe auch iele sozialis ische Pa eien e - kann , daß dadu ch ma k wi scha liche Mach nich besei ig , sonde n nu beim S aa konzen ie wi d und keineswegs die Ga an ie ge- geben is , daß diese S aa imme on Sozialis en egie sein muß. B. De we bewe bspoli ische Ansa z Ve s eh man un e We bewe bspoli ik alle Maßnahmen, die hin- sich lich de Ausges al ung des We bewe bs ge o en we den, so wi d in diesem Kapi el zu zeigen sein, wie in einem Konzep de gegenge- wich igen Ma k nach de We bewe b aussehen soll. Die Gegengewich sbildung se z ein, wenn au einem Ma k ein wi - scha liches Ungleichgewich en s eh , das es den Mach übe legenen ge- s a e , dem un e legenen Ma k pa ne seinen Willen au zuzwingen. Da in diesem Fall kein We bewe b, ode zumindes kein eie We - bewe b he sch , is es Au gabe und Zweck de Gegen nach sbildung, diesen au höhe e S u e wiede he zus ellen. Sowohl die Übe mach als auch die Ohnmach on Un e nehmen können zu S ö ungen des ma k - wi scha lichen An iebs- und S eue ungsmechanismus üh en, so daß es eine "di ek en Beein lussung de Ma k nach e eilung" beda , um einen Ausgleich he zus ellen 37 • Dabei zeig es sich, daß das Funk ionie- en des We bewe bs nich on eine möglichs g oßen Zahl on Un e - 37 Kan zenbach, E.: Die Funk ions ähigkei des We bewe bs, Gö ingen 1966, S. 136. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 86 Clemens-Augl1s And eae nehmen abhäng , sonde n ielmeh da on, ob zwischen diesen Un e - nehmen de We bewe b ei is . Un e Be ücksich igung des po en iel- len We bewe bs kann de We bewe b soga ei sein, wenn sich nu ein Un e nehmen am Ma k be inde 38• Die We bewe bs eihei bezieh sich somi eine sei s au Anzahl, G öße und Ve hal ensweisen on au einem Ma k o handenen ak uel- len Konku en en und ande e sei s au alle die Konku en en, "die au diesem Ma k zusä zlich au e en können"39. Um die Wi ksamkei des We bewe bs im Gegengewich sp inzip es s ellen zu können, is die Ma k si ua ion, die zu Gegengewich sbildung üh , de Ma k si ua- ion, die du ch die Gegengewich sbildung en s eh , gegenübe zus ellen. I. Ma k o men, die zu Gegengewich sbildung üh en Bilde den Anlaß ü eine Gegengewich sbildl1ng eine ho izon ale Auseinande se zung zwischen Ma k haup mach und Ma k nebenmach , also das S eben nach einem Mach ausgleich inne halb eine "Indus ie" im Sinne on Ma shalI, so s ell die en sp echende Ma k o m ein Teil- oligopol, ode in sel ene en Fällen ein Teilmonopol da . In de Regel han- del es sich um zwei ode meh e e g oße Un e nehmen, die neben eine be äch lich g öße en Anzahl kleine e Un e nehmen einen Ma k be- lie e n. Die "g oßen Oligopolis en" dü en sich nun keineswegs dami begnügen, ih e gegensei igen, e mu e en Reak ionen in ih e Ma k - s a egie zu be ücksich igen, sonde n müssen auch das Ve hal en de ielen Kleinen in ih e Übe legungen mi einbeziehen. Sie we den dahe bes eb sein, ih e ohnehin s ä ke e Mach posi ion so auszubauen und noch zu e s ä ken, daß die Reak ionen de ielen kleinen Un e neh- me au ein Minimum eingesch änk und diese in die S ellung bloße P eisanpasse e wiesen we den können 4o . Le z e e we den sich ih e - sei s um so ehe mi de passi en Ma k olle ab inden, je meh als Al e na i e ein on o nehe ein be ei s e lo ene P eisk ieg be ü ch- e we den muß. Eucken is de Meinung, daß die Ma k o m des Teil- oligopols "in den heu igen Indus ielände n eine be äch liche Rolle spiele(n)"41. Auch Reck enwald sieh die Wi klichkei des Oligopols du ch die p ak isch bedeu ungs olle en asymme ischen als du ch die symme ischen Ma k kons ella ionen gekennzeichne 42 . 38 Hoppmann, E.: a.a.O., S. 307. 39 Hoppmann, E.: a.a.O., S. 312. 40 Vgl. Ro hschild, K. W.: P eis heo ie und Oligopol, in: O , A. E. (H sg.): P eis heo ie, Neue wissenscha liche Biblio hek, 2. Au l., Köln-Be lin 1965, 368/69. 41 Eucken, W.: Die G undlagen de Na ionalökonomie, 6. Au l., Be lin- Gö ingen-Heidelbe g 1950, S. 106. 42 Reck enwald, H. C.: Zu Leh e on den Ma k o men, in: O , A. E. (H sg.): a.a.O., S. 71. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 Das P inzip de gegengewich igen Ma k mach: 87 Eine gänzlich ande e Ma k si ua ion is gegeben, wenn ein Mach - ungleichgewich au e ikale Ebene zwischen Ma k nach und Ma k - gegenmach , also zwischen de Anbie e - und de Nach age sei e, be- s eh . Hie kann ein Angebo soligopol gegeben sein, wenn die Nach- agesei e a omis isch und ein Nach ageoligopol, wenn die Angebo s- sei e a omis isch s uk u ie is . Das gleiche gil en sp echend ü das Angebo s- bzw. ü das Nach agemonopol. Das ökonomische P oblem des Oligopols bes eh da in, daß die a omis ische Ma k gegensei e we- sen lich ge inge e Ein lußmöglichkei en au die P eisbildung ha , als dies bei polypolis ische Konku enz de Fall wä e. Bei einem gegebe- nen Ma k p eis we den die Oligopolis en nich geneig sein, Nach age- ückgänge im P eis zu be ücksich igen. Vielmeh we den sie, da sie ü ch en, daß die Konku en en nachziehen und ein P eiskamp en - s eh , bes eb sein, den P eis in de augenblicklichen Höhe zu hal en 43• So is de Oligopol p eis du ch eine gewisse S a hei nach un en ge- kennzeichne . P eisen wicklungen nach oben inden ih e G enze in de Unsiche hei übe die Ve hal ensweisen de ande en und in de Angs o dem Anlocken neue Konku en en, so daß auch nach oben eine e häl nismäßige P eiss a hei es zus ellen is , es sei denn, daß eine konjunk u elle Au wä sbewegung allgemeine P eise höhungen e - laub . Die Höhe des Oligopolp eises lieg somi , heo e isch nich e aß- ba , i gendwo in de Mi e zwischen dem Konku enz- und dem Mono- polp eis. Da zwischen den Oligopolis en Konku enz he sch , muß de Oligopolp eis un e dem Monopolp eis liegen. Da diese We bewe b abe du ch monopolis ische S a egien eingesch änk wi d, bilde sich de P eis übe dem Konku enzp eis. Fü die we bewe bspoli ische Beu eilung is le z e e Punk on ausschlaggebende Bedeu ung. Die Ma k e so gung könn e billige e olgen, wenn polypolis ische Kon- ku enz he sch e 44• 11. Ma k o men, die du ch das Gegengewich sp inzip en s ehen 1. Du ch ho izon ale Gegenmach sbildungen en s ehen aus einem Teiloligopol bzw. einem Teilmonopol ein Oligopol- bzw. ein Dyopol. Die Nach eile eiloligopolis ische bzw. eilmonopolis ische Ma k o men, die da in bes ehen, daß un e Ums änden iele kleine Un e nehmen zu "passi en Kos gänge n" einige wenige g oße Un e nehmen we den, können dadu ch au gehoben we den. Im Teiloligopol wi d deu lich sich - ba , daß S ö ungen im ma k wi scha lichen S eue ungs- und Len- kungsmechanismus nich nu au de übe mach , sonde n o allem 48 Vgl. Sweezy, P. M.: Die Nach age beim Oligopol, in: O , A. E. (H sg.): a.a.O., S. 321. 44 Vgl. P eise , E.: Die Zukun unse e Wi scha so dnung, 4. Au l., Gö - ingen 1964, S. 38 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 94 Clemens-Augus And eae De s aa lichen Konjunk u - und S uk u poli ik äll hie na u gemäß die wich ige Au gabe zu, Angebo und Nach age zu s abilisie en. Fü die We bewe bspoli ik und das Gegengewich sp inzip olg da aus, daß ih e Beu eilung und ih Einsa z nich isolie , sonde n imme im Ge- sam zusammenhang de s aa lichen Wi scha spoli ik e olgen da . Mach e schiebungen: Mach posi ionen können du ch Maßnahmen de s aa lichen Finanz-, Wi scha s- und Gesellscha spoli ik e scho- ben we den. So we den beispielsweise du ch die Ag a - und Mi el- s andspoli ik die Mach e häl nisse zuguns en diese wi scha lich schwachen, gesellscha lich jedoch schu zbedü igen Schich en geände . Abe auch du ch lang is ige S uk u wandlungen au de Nach age- sei e inden Mach e schiebungen s a . Man denke nu an die Ausein- ande se zungen Schiene-S aße, Kohle-ÖI, Wolle-Kuns ase n usw. Die E scheinungen des Mach e schleißes, de Mach e lage ungen und de Mach e schiebungen zeigen, daß Mach und im besonde en wi scha liche Mach nu un e dem Gesich spunk de Dynamik de gesellscha lichen und wi scha lichen En wicklung beu eil we den können. Das Gegengewich sp inzip is in de Lage, diesen dynamischen Ve - häl nissen Rechnung zu agen. Un e gewissen Vo ausse zungen kann Mach bzw. Gegenmach gesellscha lich no wendige, s abilisie ende Wi kungen haben. Daß Mach ko umpie end wi ken kann, gil nach Gehlen ebenso on de Ohnmach 66. Diese doppel e Bedeu ung de Mach ha Pe ikles schon in eine seine Reden angedeu e , wenn e sag : "Dabei schein es ebenso unge ech , sie an sich zu eißen, als es ge äh lich is , sich ih e zu begeben G7 ." 66 Gehlen, A.: Mach (I), a.a.O., S. 80. 67 Schneide , R.: E be und F eihei , Köln 1955, S. 66. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei licben We bewe bs-Poli ik in de EWG* Von P o . D . Hans Mölle (München) I. Die Angleichung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha 1. Im deu schen Sp achgebie zeig sich ein wissenscha liches In e - esse an G undsa z agen des We bewe bs sei den d eißige Jah en; es wu de o allem on Wal e Eucken geweck . Seine Un e scheidung zwischen den zwei "kons i u i en G und o men" on Wi scha s- sys emen, zen algelei e e Wi scha und Ve keh swi scha , und seine Un e gliede ung de Ve keh swi scha nach den Ma k o men sind bekann und b auchen hie nich e läu e zu we den. Diese Klas- si ika ion ha lange Zei die Vo s ellung genäh , die Au gabe de We bewe bs-Poli ik e schöp e sich im wesen lichen in de Scha ung eines gese zlichen Rahmens, de une wünsch e Ma k o men aus- schließ . Diese p imi i e Au assung, die on Eucken selbs üb igens nich ge- eil wu de, e schein deshalb besonde s anziehend, weil sie e laub , die Zus ändigkei des S aa es au die He s ellung eine geeigne en Wi scha so dnung zu besch änken und insowei den on s aa liche In e en ion eien Wi scha sablau als Ziel zu pos ulie en. Daß diese Au assung selbs ü eine isolie e Volkswi scha unhal ba is , leh die p ak ische E ah ung mi de We bewe bspoli ik in ielen Län- de n. Wi ksame We bewe bspoli ik e o de le z lich auch s ändige Einzelen scheidungen übe we bewe bs ele an e Ta bes ände, und solche En scheidungen we en die bekann en P obleme und Schwie ig- kei en a ionale Wi scha spoli ik au . Da übe wi d spä e noch einiges zu sagen sein. Die on Eucken en wickel en Modell o s ellungen weisen den häu ig he o gehobenen Mangel au , daß sie den S aa nu im Rahmen des schwammigen Da ums " ech liche und soziale O ganisa ion" be ücksich- igen. Doch auch ü eine Ve keh swi scha is das Ve häl nis zwi- schen S aa und Wi scha ein kons i u i es Elemen ü die a säch- liche Wi scha so dnung. Fo mal gleiche We bewe bso dnungen in * Im Hinblick au Cha ak e und Teilnehme de Ve ans al ung wu de da au e zich e , au die eichhal ige Li e a u insbesonde e zum zwei en und d i en Teil des Vo ages im einzelnen Bezug zu nehmen ode ga in eine Auseinande se zung mi ih einzu e en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 96 Hans Mölle e schiedenen Lände n sind nu scheinba gleich, wenn das Ve häl nis zwischen S aa und Wi scha in diesen Lände n un e schiedlich ge- s al e is . Nahezu alle s aa lichen Eing i e in das Wi scha sleben be- ein lussen auch den We bewe b, de in olgedessen du ch seine o male O dnung allein nich e schöp end cha ak e isie is . Diese Sach e hal is ü den Au bau eine We bewe bso dnung de EWG on en schei- dende Bedeu ung. Daß de EWG-Ve ag eine einhei liche We bewe bso dnung o - sieh , is heu e wohl nich meh s i ig. Dies olg aus de P äambel, aus den G undsä zen des A . 3, aus ielen Einzelbes immungen und aus de inne en Sys ema ik des ganzen Ve ages 1• Eine nich nu im Fo malen einhei liche We bewe bspoli ik de EWG ü das Gesam - gebie s eh unausweichlich o de Au gabe, auch dem in den einzel- nen Mi gliedslände n ech e schiedenen Ve häl nis zwischen S aa und Wi scha Rechnung zu agen. Wenn diese We bewe bspoli ik de EWG auch ma e iell einige maßen einhei lich sein soll, beda es eine gewissen Angleichung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi - scha in den Mi gliedss aa en. Die bes ehenden Un e schiede im Ve häl nis zwischen S aa und Wi scha können hie nich e schöp end da geleg , ja nich einmal sys ema isch angedeu e we den. Es seien lediglich zu Illus a ion einige Be eiche und Sach e hal e au gezähl , ü die sich solche Un e - schiede es s ellen lassen: Um ang und In ensi ä de Planung ö en - liche Ausgaben, insbesonde e ü In es i ionszwecke; Zahl, G öße und A ö en liche Un e nehmungen sowie die In ensi ä ih e zen alen Lenkung; Um ang und A b anchenmäßig gegliede e P ognosen bis hin zu indika i en Planung; Um ang und Fo men s aa liche Beihil en, on s eue lich zugelassenen Absch eibungsmodali ä en übe S eue e - güns igungen, geziel e E leich e ungen in de K edi e so gung bis zu di ek en Sub en ionen; Modali ä en de Bes eue ung und de S aa s- e schuldung; Ve gabe ö en liche Au äge. Glückliche weise ha man in de EWG nich den Ve such un e nom- men, die F age de Ve einhei lichung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha isolie au zug ei en und als G undsa z age zu disku- ie en. Das hä e zu eine langwie igen Diskussion ge üh . Selbs de 1 Vgl. dazu neue dings zusammenge aß : Hans on de G oeben, Eu opa, Plan und Wi klichkei , Reden-Be ich e-Au sä ze zu eu opäischen Poli ik, Baden-Baden 1967; e ne e wa E ns -Joachim Mes mäcke , O ene Mä k e im Sys em un e älsch en We bewe bs in de Eu opäischen Wi scha sge- meinscha , in: Wi scha so dnung und Rech so dnung, Fes sch i ü F anz Böhm, Ka ls uhe 1965 (z. B. S. 345 ., S. 363 .) sowie om gleichen Ve asse Die Beu eilung on Un e nehmenszusammenschlüssen nach A . 86 des Ve - ages übe die Eu opäische Wi scha sgemeinscha , in: P obleme des Eu o- päischen Rech s, Fes sch i ü Wal e Halls ein, F ank u /M. 1966. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We bewe bs-Poli ik in de EWG 97 Wissenscha is es bishe noch nich gelungen, das Ve häl nis zwischen S aa , G uppen und einzelnen Wi scha ssubjek en be iedigend zu sys ema isie en. Eine G undsa zdiskussion hä e e mu lich seh bald dogma ischen Cha ak e angenommen und güns igs en alls wissen- scha liche Einsich en e wei e , nich abe p ak ische En scheidungen e möglich . Die Lösung des ges ell en P oblems is in de EWG, wie so ieles ande e auch, p agma isch in Ang i genommen wo den. P agma isches Vo gehen, insbesonde e in G undsa z agen, is ge- äh lich, wenn kein Ziel exis ie , das zumindes die Rich ung des Vo - gehens es leg . Ein auch nu einige maßen genau umsch iebenes Ziel schein mi bishe nich en wickel zu sein, und ich bin de Au assung, daß sich ein solches Ziel auch kaum ü einen länge en Zei aum sinn- oll ixie en ließe. Fes s eh lediglich, daß eine nich nu o mal son- de n auch ma e iell einhei liche We bewe bso dnung zu den Vo aus- se zungen des Gemeinsamen Ma k es gehö , und daß es dazu eine gewissen übe eins immung im Ve häl nis zwischen S aa und Wi - scha in den Mi gliedslände n beda . Wie dieses Ve häl nis jedoch im zukün igen Gemeinsamen Ma k im einzelnen ges al e sein soll, is o en. Alle dings gib es einige on den Bü ge n und den Regie ungen des Gemeinsamen Ma k es ane kann e Obe ziele, die gewisse G enzen ü die a sächliche Ges al ung des Ve häl nisses zwischen Ob igkei und Kollek i eine sei s und dem Indi iduum ande e sei s se zen. Diese Obe ziele, die z. B. He be Gie sch un e den S ichwo en F ei- hei , Siche hei (einschl. F ieden), Ge ech igkei und Wohls and disku- ie ha 2, können zwa e schieden in e p e ie we den; jedoch dü e bei den Bewohne n des Gemeinsamen Ma k es insowei übe eins im- mung bes ehen, als die e s eb e Gesellscha s- und Wi scha so dnung g undsä zlich au p i a e Ini ia i e und nich e wa au de Dik a u eine G uppe be uhen soll e. Die Rich ung ü das p agma ische Vo - gehen schein mi dadu ch aus eichend bes imm zu sein 3• Eine au länge e Sich endgül ige Fixie ung de e wünsch en Beziehung on 2 He be Gie sch, Allgemeine Wi scha spoli ik - G undlagen -, Wies- baden 1960, S. 85-97. 3 Wei e e P löcke, die den Weg ü das p agma ische Vo gehen abs ecken, e geben sich aus den jeweiligen Zus änden in den Lände n de Gemein- scha , die einen Komp omiß au de mi le en Linie e wa en lassen. Dem scheinen die E ah ungen zu wide sp echen, die bei de Ein ich ung de ge- meinsamen Ag a poli ik gemach we den; do is nämlich un e dem Ein luß de Ve bände eine gewisse Tendenz zu Einigung au de G undlage de in den einzelnen Lände n jeweils wei es gehenden s aa lichen Regulie ung es - zus ellen. Dies e o de e eine Tendenz zu Zen alisie ung de Wi scha s- e wal ung in B üssel, de die na ionalen Regie ungen wohl nu deshalb zu- ges imm haben, weil die Ag a poli ik meh und meh ein gewisses Unbe- hagen e u sach . Ähnliche En wicklungen au ande en Gebie en e scheinen mi in olgedessen zunächs nich seh wah scheinlich. 7 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli lk 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 98 Hans MöHe S aa und Wi scha hal e ich deshalb ü wenig sinn oll, weil in eine sich s ändig ände nden Wel auch das Spannungs e häl nis zwischen S aa , G uppen und Einzelnen a iie und un e schiedliche Regelun- gen e o de lich mach , wenn es im Sinne de ane kann en Obe ziele s abilisie we den soll. Eine solche Fixie ung bes eh de ac o auch in eine einzelnen Volkswi scha nich , selbs wenn in den Ve assungen de Ve such eine o malen Fes legung o genommen wi d. 2. Dem P agma ismus des Vo gehens en sp ich in de EWG die Man- nig al igkei de zu Angleichung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha angewende en Ve ah en; diese seien hie sys ema isch an Hand on Beispielen da ges ell . a) Gewisse s aa liche Eing i e sind be ei s im Ve ag selbs endgül- ig ge egel . Diese Lösung wa jedoch nu in den Fällen anwendba , in denen ein kla es Ve bo möglich e schien; das a o allem ü alle solche Eing i e zu, die die Landesg enzen inne halb des Gemeinsamen Ma k es zu eine wi scha lichen G enze machen und somi dem Zweck des Ve ages eindeu ig wide sp echen (Zölle und Kon ingen e sowie ande e Hinde nisse sowohl ü den Wa enhandel als auch ü die g enz- übe sch ei ende Nu zung on Fak o leis ungen alle A ). In diesem Punk is de Ve ag auch inso e n eindeu ig, als e da übe hinaus alle wei e en Eing i e ein ach e bie e , die on den S aa en, abe auch on den P i a en, e sa zweise ge o en we den könn en, um die glei- chen Wi kungen wie die e bo enen Handelshemmnisse zu e zielen. Dies is üb igens auch eine de wich igs en Beg ündungen ü das Ve - bo p i a e We bewe bsbesch änkungen. Das e sa zlose Ve bo on na ionals aa lichen Eing i en als Ve ah en zu Ve einhei lichung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha in den Mi glieds aa en komm auch ü im Ve ag noch nich ge egel e Ma e ien in Be ach , se z dann abe einen gesonde en Beschluß de Ve agspa eien o aus. b) Ein zwei es Ve ah en bes eh in de E se zung bzw. E gänzung de na ionalen P ak iken du ch EWG-einhei liche Regelungen. Im Ve - ag be ei s o gesehen und eilweise e wi klich wa die einhei liche Ges al ung des Außenzoll a i s an den G enzen des Gemeinsamen Ma k es, dessen Höhe ü den a sächlichen We bewe b on g oße Be- deu ung is ; alle dings dü en bei seine Fes legung we bewe bspoli- ische Aspek e nu eine seh ge inge Rolle gespiel haben. Das wohl wich igs e Beispiel ü die Anwendung dieses zwei en Ve ah ens bil- de die Landwi scha : EWG-Ma k o dnungen an S elle na ionals aa - liche ag a poli ische Eing i e und eine zum Teil gemeinsame Ag a - s uk u poli ik we den mi Siche hei zu eine ü den gesam en Ge- meinsamen Ma k wei gehend gleicha igen Ges al ung des Ve häl nis- ses zwischen S aa und Wi scha im Ag a sek o üh en. Die Be- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We beweI1bs-Poli ik in de EWG 99 mühungen zu En wicklung eine neuen gemeinsamen Rech s o m ü eine eu opäische Un e nehmung bilden ein wei e es Beispiel ü dieses Vo gehen. Die in den Ve ag au genommenen A ikel übe Anglei- chung de Rech s o sch i en (A . 100-102) lie e n ü die Anwen- dung dieses zwei en Ve ah ens zu Ve einhei lichung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha in de EWG einen gene ellen Rahmen. c) Ein d i es Ve ah en bes eh in de zen alen Kon olle na ional- s aa liche Eing i e du ch die Gemeinscha , um ih e Ve einba kei mi dem Ve ag he beizu üh en und zu gewäh leis en. Eine solche Kon- olle üh en wede zum Ve bo (e s es Ve ah en) ode zu EWG- einhei lichen Regelung (zwei es Ve ah en) ode schließlich - und das cha ak e isie das d i e Ve ah en - zu Beibehal ung un e schied- liche , jedoch im Hinblick au die Ve agsziele umge o m e Eing i e de einzelnen Mi gliedss aa en. Dieses Ve ah en is im Ve ag ü s aa liche Beihil en in allen Fo men, ü s aa liche Monopole und eine Reihe ande e Be eiche o gesehen. d) Ein au einande abges imm es Ve hal en de Mi gliedslände (Ko- o dinie ung) kann auch mi Hil e eines ie en Ve ah ens, nämlich de gemeinsamen Be a ung s aa liche Eing i e du ch die Regie ungen un e in ensi e ode locke e Be eiligung de EWG-Kommission, he - beige üh we den. Diese Me hode wi d z. B. ü die Wäh ungs-, Kon- junk u - und mi el is ige Wi scha spoli ik angewende . Dabei we - den zwangsläu ig auch we bewe bspoli ische Nebenwi kungen solche ü ande e Zwecke e g i ene Maßnahmen be ücksich ig . Die Diskussion übe die F age, ob die Koo dinie ung de mi el is i- gen Wi scha spoli ik zu Anwendung de anzösischen indika i en Planung au Gemeinscha sebene üh en dü e, is ein ins uk i es Bei- spiel da ü , wie ein P ozeß zu He ausbildung eine einhei lichen G undau assung in de EWG-Wi klichkei abläu . Obwohl die be- g enz e Teil age eindeu ig e nein wu de, is diese P ozeß de Mei- nungsbildung keineswegs abgeschlossen. Wede is die indika i e Pla- nung in F ank eich olls ändig au gegeben, noch haben die z. B. in de Bundes epublik zu e zeichnenden Bes ebungen zu mi el is igen Planung ö en liche Ausgaben bishe Ges al gewonnen. e) Als le z e , abe keines alls unwich igs e , Weg zu gegensei igen Anpassung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha inne halb de EWG sind eiwillige unila e ale En scheidungen de Mi glieds- lände zu nennen. Dieses le z e Ve ah en, abe auch die o he ge- nann en, we den du ch die s ändige konku ie ende Kon on a ion e - schiedene na ionale Ges al ungen des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha au dem Gemeinsamen Ma k in ensi un e s ü z . Ta - sächlich s ehen z. B. deu sche Un e nehmen ohne jede s aa liche indika- i e Planung im We bewe b mi anzösischen Un e nehmen, ü die 7' OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 100 Hans Möl1e eine solche Planung e ügba is . Rein p i a wi scha liche Un e - nehmen eines Landes konku ie en mi s aa lichen Un e nehmen eines ande en Landes; die A de s aa lichen Beein lussung solche ö en - liche Be iebe is übe dies in den einzelnen Lände n und Wi scha s- zweigen seh e schieden. Sowei die Landesg enze keinen unmi el- ba en Schu z meh bie e , komm de We bewe b unmi elba zum Zuge und dü e im Lau e de Zei seine Wi kungen haben. So könn en sich zum Beispiel bes imm e Fo men de Lenkung ö en liche Be iebe als so übe legen he auss ellen, daß sie on ande en Lände n eiwillig übe nommen we den; ode : Die indika i e Planung e weis sich in eini- gen Be eichen nich als Hil e ü die Un e nehmen, wi d deshalb on diesen nich meh beach e und om S aa ganz au gegeben; ode um- gekeh : Die indika i e Planung bedeu e eine ech e Hil e ü gewisse Wi scha szweige und wi d on ande en Lände n übe nommen. Häu ig wi d diese "We bewe b de Sys eme" dazu üh en, daß sich du ch s aa liche Maßnahmen benach eilig e Un e nehmen eines Landes gegen eine solche Benach eiligung weh en (die Un e s ü zung de deu - schen Umsa zs eue e o m du ch einzelne Wi scha szweige is in die- sem Sinne zu in e p e ie en). Ebenso wich ig dü en Beschwe den de Un e nehmen eines Landes übe s aa liche Eing i e in einem ande en Land sein, die die P i a wi scha im e s en Land schädigen. Sowei sich solche Beschwe den als be ech ig e weisen, se zen sie eines de un e a)-d) genann en Ve ah en zu Angleichung des Ve häl nisses zwischen S aa und Wi scha im Gemeinsamen Ma k in Gang 4• De Angleichungsp ozeß läu au den eben besch iebenen Wegen, so kann man wohl ohne übe eibung sagen, au ollen Tou en. Gleich- wohl wü de e noch iele Jah e daue n, selbs wenn das In e esse de p i a en Wi scha und de Regie ungen an de He s ellung eines ge- meinsamen Ma k es mi " edlichem We bewe b" (P äambel) un e - ände o bes ehen soll e. Ge ade dami is jedoch nich zu echnen, und schon ga nich nach de Poli ik des lee en S uhls de anzösischen Regie ung im e gangenen Jah (1965). In olgedessen is nich zu e - wa en, daß diese P ozeß au dem kü zes en und schnells en Wege und ohne Rückschläge e läu . Die kü zliche Einigung in B üssel übe den gemeinsamen Zucke ma k (1966) zeig , daß man soga be ei wa , na ionale P oduk ions- und Absa zkon ingen e hinzunehmen, was siche nich dem Ve agsziel en sp ich . Au den Kohlen- und S ahlmä k en we den meh und meh Maßnahmen e g i en, die mi einem gemein- samen Ma k nich kompa ibel sind. Solche Sünden sind ohne F age be- daue lich; angesich s de im na ionalen Be eich üblichen Sünden gegen den G undgedanken eine einhei lichen We bewe bso dnung (wie 4 Vgl. zu den Ge ah en eines We bewe bs de Sys eme auch S. 101 un en. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We nbewe bs-Poli ikin de EWG 101 imme sie aussehen mag) bedeu en sie auch in de EWG keine Ka a- s ophe, obwohl sie hie schwe e wiegen. Die Klamme n, die eine na- ionale Volkswi scha zusammenhal en, exis ie en ü die EWG noch nich , und solche Sünden könn en sich do als Sp engs o e weisen. 11. Die We bewe bs egeln 3. Die Poli ik gegenübe p i a en We bewe bsbesch änkungen is im EWG-Ve ag ela i wei gehend o gezeichne . Zwa beziehen sich die Bes immungen nu au den "Handel zwischen den Mi gliedss aa- en", so daß im P inzip inne halb eines jeden Mi gliedslandes eine om EWG-Ve ag abweichende We bewe bs o dnung und -poli ik denkba wä e; jedoch haben die E ah ungen mi de En wicklung des ame i- kanischen We bewe bs ech s in bezug au die In e s a e-Comme ce- Klausel gezeig , daß de We bewe b im Wi scha s e keh zwischen den einzels aa lichen Teilmä k en bei zunehmende In eg a ion diese Teilmä k e meh und meh mi dem We bewe b inne halb de Teil- mä k e e bunden is . Die Regelung des In e s a e Comme ce wu de meh und meh auch au die O dnung des We bewe bs inne halb de Einzels aa en übe agen s. Eine solche En wicklung wä e au lange Sich inne halb de EWG eben alls zu e wa en; ge ade deshalb e heb sich die wich ige F age, ob sie nich im In e esse de Rech ssiche hei und de dami e bundenen P oduk i i ä s o eile du ch gese zgebe- ische Maßnahmen beschleunig we den soll e. Ein spezielles Rech zu O dnung des We bewe bs bes and bei In- k a e en des EWG-Ve ages nu in de Bundes epublik, in F ank- eich und in den Niede landen. In I alien lieg sei länge e Zei ein Ka ellgese zen wu o , de om Pa lamen noch nich e abschiede we den konn e, demnächs abe wohl wiede be a en wi d. Da die na ionalen Ka ellgese ze seh un e schiedlich sind und zum Teil au e schiedenen P inzipien be uhen, wi d man au absehba e Zei kaum eine um assende einhei liche Regelung ü die EWG e wa - en können, so e wünsch diese ü die Fes igung des Gemeinsamen Ma k es auch sein mag. Das e ö ne eine sei s die un e ielen Aspek- en beg üßenswe e Chance, daß na ionale We bewe bs ech e mi e - schiedene In ensi ä und Sys ema ik neben dem EWG-Ka ell ech länge e Zei wei e bes ehen und ih e Nü zlichkei un e Beweis zu s el- len e mögen ( gl. oben Zi . 2 e); eine EWG-einhei liche Regelung könn e dann in iel wei e em Um ang als es sons möglich wä e au konk e en E ah ungen in den Mi gliedslände n au bauen. Ande e - 5 Hein ich K ons ein, Rech und wi scha liche Mach , Ausgewähl e Sch i - en, Ka ls uhe 1962, S. 226. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 102 Hans Mölle sei s könn e abe auch eine sch i weise Anpassung de na ionalen Ge- se zgebungen, Ve wal ungsp axis und Rech sp echung ein e en, die zwa zu Fes igung des Gemeinsamen Ma k es bei agen dü e, jedoch mi de Ge ah e bunden wä e, daß sich die so he ausbildende EWG- Regelung an das am langsams en ah ende Schi anpaß und die in Deu schland e ziel en Fo sch i e im Rech de We bewe bso dnung wiede au gegeben we denil. P i a e We bewe bsbesch änkungen sind denkba in Fo m on be- s imm en Ma k disposi ionen eines einzelnen Un e nehmens (monopo- lis ische P ak iken alle A ) und du ch e agliche Regelungen zwi- schen meh e en Un e nehmen, die solche Ma k disposi ionen e mög- lichen sollen. En scheidend ü das EWG-We bewe bs ech sind die A . 85 und 86 EWG-Ve ag mi den übe sch i en "Ka ell e bo " und "Mißb auch eine ma k behe schenden S ellung". Wäh end iso- lie e Disposi ionen eines einzelnen Un e nehmens nu un e A . 86 allen können, is au Ve einba ungen meh e e Un e nehmen - auch in Fo m au einande abges imm e Ve hal ensweisen - sowohl A . 85 als auch A . 86 anwendba . Die Bes immungen des EWG-Ve ages lau en au einen Komp omiß zwischen den d ei möglichen P inzipien eine Bekämp ung on p i a- en We bewe bsbesch änkungen hinaus, die sich mi den S ichwo en Nich igkei s-, Ve bo s- und Mißb auchsp inzip cha ak e isie en lassen. Wie be ei s die übe sch i zum Ausd uck b ing , be uh A . 85 au dem Ve bo sp inzip und e klä da übe hinaus en sp echende Ve ein- ba ungen ausd ücklich ü nich ig; demgegenübe e ö ne Abs. (3) die- ses A ikels die Möglichkei , un e bes imm en, bei s enge Auslegung ela i schwe nachweisba en Vo ausse zungen, we bewe bsbesch än- kende Ve einba ungen zu e lauben. Das bedeu e gegenübe dem ei- nen Mißb auchsp inzip eine ü die P axis de We bewe bspoli ik en - scheidende Umkeh ung de Beweislas . A . 86 en häl zwa die Be- s immung übe Nich igkei nich , sonde n sieh nu das eine Ve bo ohne E laubnis-Vo behal o , abe diese A ikel inde ohnehin nu Anwendung, wenn die "mißb äuchliche" Benu zung eine behe schen- den S ellung au dem Gemeinsamen Ma k es ges ell is . Au die zahl eichen ech lichen und meis auch wi scha lich ele- an en F agen, die sich aus dem Wo lau de A . 85 und 86 e geben haben, kann hie nich eingegangen we den. Wich ig is , daß die zu- nächs s i ige F age, ob diese A ikel unmi elba anwendba es Rech 8 Hie liegen die Dinge ge ade umgekeh wie ü die Ag a wi scha : Die p i a en Wi scha sk eise sind an möglichs wenigen und möglichs wenig du chg ei enden s aa lichen Eing i en in e essie und die na ionalen Regie- ungen wünschen, daß die zen alen Ins anzen de EWG möglichs wenig Ein luß gewinnen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We beweI1bs-Poli ik in de EWG 103 ü die Un e nehmen se zen, schon sei langem posi i en schieden is (was nich bedeu e , daß dieses Rech auch a sächlich übe all angewen- de wi d). 4. Von Bedeu ung is e ne , daß die Anwendung des We bewe bs- ech s de EWG inzwischen sich ba e Fo sch i e gemach ha und du ch e gänzende Rech s o sch i en ges ä k wi d 7• An ang 1962 a die Ve o dnung N . 17 in K a , die die unmi elba e Anwendba kei de We bewe bs egeln nochmals dekla ie , e s malig wich ige und in- zwischen wei e e gänz e Ve ah ens agen egel und die Möglichkei de be is e en E eilung on Nega i es s du ch die Kommission o - sieh (die den Un e nehmen bes ä igen, daß nach den bekann en Ta - sachen kein Anlaß zum Einsch ei en gemäß A . 85 und 86 bes eh ). Die gleiche Ve o dnung e lang e ne die Anmeldung neue und schon bes ehende we bewe bsbesch änkende Ve einba ungen und e such die Anmeldung so a ak i zu machen, daß zumindes gu gläubige ode isiko scheue Un e nehmen sie o nehmen, was au G und de VO 27 zu Aus üh ung de VO 17 und eines besonde en Me kbla s in g oßem Um ang geschehen is . Angesich s de in die Zehn ausende gehenden Anmeldungen wä e es - o allem im Hinblick au die Rech ssiche hei und um de Kom- mission die Konzen a ion au wich ige Fälle zu e möglichen - seh e wünsch gewesen, wenn gewisse Ka ego ien on we bewe bsbe- sch änkenden Ve einba ungen ( o z de dami e bundenen P oble- ma ik) o e s gene ell om Ka ell e bo hä en ausgenommen we den können. Obwohl eine solche Einsch änkung zunächs o gesehen und on den zus ändigen Ve e e n de na ionalen Regie ungen auch als no wendig ane kann wo den wa , wu den dann une wa e ech liche Einwände e hoben; e s An ang 1965 konn e die VO 19/65 du chgese z we den, mi de die Kommission zu besch änk en G uppenausnahmen ü Allein e iebs- und Pa en Iizenz e äge zwischen zwei Un e - nehmen e mäch ig wu de (die einen gu en Teil de o liegenden An- meldungen ausmachen). Schon Ende 1962 ha e die Kommission in eine Bekann machung da au hingewiesen, daß die ge ade im in e na ionalen Handel wei e b ei e en Ve äge mi Handels e e e n nich un e die Ve bo s- bes immungen allen, wäh end AusschließIichkei s e äge mi Eigen- händle n seh wohl den Handel zwischen den Mi gliedss aa en beein- äch igen können. Ähnlich wu de in eine Bekann machung übe Pa- en lizenz e äge e such , zunächs solche Ve agsbes and eile zu 7 Vgl. dazu o allem die "Gesam be ich e übe die Tä igkei de Gemein- scha ", die on de EWG-Kommission jäh lich (e wa Mi e des Jah es) he - ausgegeben we den und de aillie e Angaben en hal en; e ne die "Am s- blä e " de EWG. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 110 Hans Möl1e dem Wohls and und de P oduk i i ä de Be ölke ung ab. De Ma k eines Un e nehmens is im üb igen nich o gegeben, sonde n is ge- ade auch das E gebnis seine Ini ia i e. Be ach e man Gebie e, die so g oß sind, daß Zahl und Wohls and ih e Be ölke ung in den le z en beiden Jah hunde en be äch lich zugenommen haben, so zeig sich in de Regel, daß sich mi dem gesam wi scha lichen Wachs um auch ein Wachs um de Be iebs- und Un e nehmensg ößen ollzogen ha . Diese P ozeß wi d sich auch in de absehba en Zukun o se zen, ohne daß dadu ch - wie die E ah ung zeig - kleine e und mi le e Un e - nehmen e schwinden. Fü die Beu eilung on Konzen a ions o gängen in de EWG is nun die F age on Bedeu ung, ob und wie die Landesg enzen den Ma k de Un e nehmen beg enzen, und ob de g öße e Ma k auch g öße e Un e nehmen e o de . Obwohl man a gumen ie en könn e, daß die Landesg enze du ch den Expo übe sp ungen wi d und somi die Un e nehmensg öße nich beg enz , schein mi eine solche Au as- sung zu wei zu gehen. De Expo wa zumindes in de Ve gangenhei mi ganz ande en und häu ig seh iel schwe e en Risiken beha e als de Inlandsabsa z, so daß das G ößenwachs um de P oduk ionss ä en und Un e nehmen eines Landes zum Teil auch on dessen G öße ab- hing. Diese die Un e nehmensg öße beg enzende Fak o e lie in dem Maße an Gewich , wie sich die außenwi scha lichen Risiken e - minde n, was in de jüngs en Ve gangenhei in wei em Um ang de Fall wa . Fü den EWG-Raum bes eh soga das Ziel, solche Risiken möglichs ganz zu besei igen, so daß sich die Möglichkei en des Wachs ums de Un e nehmen und Be iebe in jedem de EWG-Lände n e besse n. Zwa können na u gemäß nich alle Un e nehmen diese Möglichkei en ausnu zen; jedoch we den siche lich iele Un e nehmen ih e G öße im Ve gleich zu Konku enzbe ieben ela i schnell und endgül ig e - wei e n ll • De Gemeinsame Ma k wi d also dazu üh en, daß die Un e neh- mens- und Be iebsg ößen absolu s ä ke wachsen und daß sich in manchen B anchen eine s ä ke e Konzen a ion au G oßbe iebe und -un e nehmen ollzieh , als es ohne Bildung des Gemeinsamen Ma k es de Fall gewesen wä e 12• Man muß sich abe imme o Augen hal en, daß auch ohne EWG die Be iebs- und Un e nehmensg ößen und die Konzen a ion au G oßbe iebe und -un e nehmen mi de Ve meh- 11 Das is z. T. "die ande e Sei e" des du ch die EWG he o ge u enen schnelle en olkswi scha lichen Wachs ums. 12 Mi den P oblemen de Konzen a ion in eine in: eg ie en eu opäischen Wi scha ha sich schon seh üh (1957) E ns Heuss be aß (We bewe bs- poli ik und eu opäische In eg a ion, in: Schweize ische Zei sch i ü Volks- wi scha und S a is ik, 93. Jg., S. 485 .). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We bewenbs-Poli ik in de EWG 111 ung de Be ölke ung und de E höhung ih e Einkommen zugenom- men hä en. Beim Ve gleich mi ame ikanischen Un e nehmen is im üb igen zu bedenken, daß de ame ikanische Ma k auch bei gleiche Be ölke ungszahl wegen des höhe en Wohls andes noch imme seh iel g öße is , und daß schließlich zwei Wel k iege und ih e Folgen das Wachs um de Un e nehmen in den USA s a k ge ö de und in den meis en Lände n Eu opas be äch lich gehemm haben. Die mi de Bildung de EWG e bundene Ma k e g öße ung im eben e ö e en Sinne scha nich nu eine neue Lage ü die im Ge- meinsamen Ma k ansässigen Be iebe und Un e nehmen, sonde n ebenso ü die ihn on außen belie e nden Un e nehmen. Ih e Expo e in ühe ün e schiedene Zollgebie e un e liegen nunmeh den glei- chen ob igkei lichen Bes immungen, lassen sich zusammenge aß s eu- e n und können dadu ch plö zlich zu eine aus eichenden G undlage ü die E ich ung eine eigenen P oduk ionss ä e we den. Es is des- halb nich wei e e wunde lich, daß ausländische, o allem ame ika- nische Un e nehmen, in den Gemeinsamen Ma k eind ingen und do Zweigbe iebe zu e ich en e suchen. Diese Vo gang is ü sich genommen nich nega i zu beu eilen, es sei denn, man woll e die in e na ionalen Wi scha sbeziehungen au den einen Wa enhandel besch änken und den Aus ausch on Fak o - leis ungen alle A aus na ionalis ischen E wägungen e bie en. Solche E wägungen beginnen in bezug au die G oßun e nehmen in de heu i- gen Wel ohnehin obsole zu we den. Diese Un e nehmen lassen sich in zunehmendem Maße nich meh einem Land zu echnen, sie we den zu in e na ionalen ode besse übe na ionalen Ins i u ionen l3 • 8. Was olg da aus ü die olkswi scha liche Beu eilung on Kon- zen a ions o gängen? Zunächs o enba , daß es - ausged ück in olkswi scha lichen Realeinkommenswachs ums a en - kos spielig wä e, die G öße de Un e nehmen ode Be iebe wi ksam zu besch än- ken. Is die Besch änkung nämlich wi ksam, so muß es imme einige Un e nehmen ode Be iebe geben, die ohne sie ih Wachs um übe die gese z e G enze hinaus o gese z hä en, weil dies die olkswi scha - 13 Hie is nich die Ein eilung Tinbe gens in in e na ionale, na ionale, egionale und ö liche Ins i u ionen gemein (in seinem Bei ag un e diese übe sch i zu Habe le -Fes sch i T ade, G ow h, and he Balance o Paymen s, Ams e dam 1965, S. 116 .), sonde n de Ta bes and, daß Un e - nehmen P oduk ionss ä en in ielen Lände n un e hal en, Angehö ige e - schiedene Na ionali ä en auch in lei enden S ellungen beschä igen usw. Vgl. e wa die meh empi isch o ien ie en ame ikanischen Ve ö en lichungen on R. Blough, In e na ional Business: En i onmen and Adap ion, New Yo k, To on o, Sydney, and London 1966, sowie A. Ma yn, In e na ional Business, London 1964 und E. H. Sieb e , Die in e na ionale Un e nehmung, in: Gegenwa s agen de Un e nehmens üh ung, Fes sch i zum 65. Ge- bu s ag on Wilhelm Hasenack, Be lin 1966, S. 51-69. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 112 Hans Mölle lich güns igs e Kapi alanlage da ges ell hä e. Diese Fes s ellung be- deu e keineswegs, daß eine solche Besch änkung nich mi bes imm en gesellscha spoli ischen Wi kungen e bunden sein könn e, die sie ech e igen wü de. Gegenwä ig gehö en gesellscha spoli ische E - ek e eine Beg enzung on Un e nehmens- und Be iebsg ößen jedoch nich zu den o angigen Zielen de Wi scha spoli ik in Eu opa. Wachs umsziele s ehen so eindeu ig im Vo de g und und spiel en ge- ade auch ü die G ündung de EWG eine so wich ige Rolle, daß de Gedanke an eine Besch änkung de Konzen a ion zu Las en des ge- sam wi scha lichen Wachs ums ganz beisei e gelassen we den kann. Ebenso siche is jedoch, daß nich jede Konzen a ion on Un e neh- men und Be ieben wachs ums ö de nd sein muß. Das olg schon da - aus, daß mi eine de a igen Konzen a ion in de Regel eine Be- sch änkung des We bewe bs e bunden is 14 • Au die ielen e schie- dena igen G ünde, die zu nach eiligen Folgen eine Konzen a ion ü das Wachs um üh en können, soll an diese S elle nich eingegangen we den. Ebenso wie ü den Mißb auch wi scha liche Mach gil üb igens auch hie , daß es seh schwie ig is , eindeu ig es zus ellen, ob die Konzen a ion mi olkswi scha lichen Nach eilen e bunden is . Dagegen scheinen mi gewisse Aussagen übe die wi scha lichen Wi kungen de in Be ach kommenden Wege zu Konzen a ion mög- lich zu sein. Ich sehe einen wesen lichen Un e schied zwischen dem Wachs um de Be iebe und Un e nehmen du ch eigene E wei e ungs- in es i ionen eine sei s und dem Wachs um mi Hil e on Un e neh- mens e bindungen ande e sei s, de eine un e schiedliche wi scha s- poli ische Behandlung diese beiden A en on Konzen a ions o gän- gen ech e ig 1 5• Beme kenswe is zunächs , daß bei de Anp eisung de Konzen a- ion zumeis ge lissen lich übe sehen wi d, daß a sächlich zwei Wege zu diesem Ziel üh en. Da Un e nehmens e bindungen pe se mi eine We bewe bsbesch änkung e bunden sind, sp ich - alls man wi k- lich an eine We bewe bs ö de ung in e essie is - die Ve mu ung zuguns en eines Wachs ums de Un e nehmungen und Be iebe du ch eigene In es i ionen. Fü eine solche Ve mu ung lassen sich wei e e gewich ige G ünde an üh en. 14 De Ausnahme all, daß ein Ma k mi ela i ielen Anbie e n du ch "Schla mü zenkonku enz" e s a is und Konzen a ions o gänge die An- bie e "au wecken", so daß de We bewe b au dem Gesam ma k o z de mi de Konzen a ion e bundenen We bewe bsbesch änkungen zunimm , dü e alle dings in de Wi klichkei zuweilen o kommen. 15 Mes mäcke zi ie eine Beme kung des Sup eme Cou (de USA), " ha co po a e g ow h by in e nal expansion is socially p e e able o g ow h by acquisi ion". In: Die Beu eilung on Un e nehmenszusammenschlüssen ... , a.a.O., S. 325. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen WeUbewellbs-Poli ik.in de EWG 113 Wäh end Un e nehmens e bindungen die Kundscha unmi elba nich be üh en und keineswegs siche is , ob dadu ch e ziel e P oduk- i i ä s e besse ungen an sie wei e gegeben we den, e o de die Ve - g öße ung de Un e nehmen du ch eigene In es i ionen pa i passu eine Ve g öße ung des Absa zes, die gegebenen alls du ch besse e Lei- s ungen zu Las en de Konku en en im Ma k du chgese z we den muß. Zwa mag dies zum Teil auch du ch We bung gelingen, jedoch e o de dies meis auch eine Besse s ellung de Abnehme , was jüngs ge ade au dem Benzinma k zu sehen wa , wo dem uns 1966 angep ie- senen "Tige im Tank" du ch eine nich une hebliche P eissenkung au den Sp ung gehol en we den muß e. Posi i e Leis ungen ü die Abneh- me sind insbesonde e dann zu e wa en, wenn ein in ensi e We be- we b mi wechselnden Ma k an eilen s a inde , de den Be ieben zu- gleich die Vo eile g öße e In es i ions olumina e scha . Un e nehmens e bindungen b ingen da übe hinaus ein we be- we bs emdes Elemen ins Spiel. Wenn Ak ionä e und Vo s ände mi Rech be ü ch en müssen, daß "ih e" Gesellscha ohne ih Wissen plö zlich und gegen den Willen de Ak ionä smeh hei on eine an- de en Gesellscha du ch s illschweigenden E we b de Spe mino i ä ode de Meh hei " un e Kon olle" genommen wi d, so zeig dies iel- leich deu liche als iele Wo e, wo um es hie geh . De Leis ungswe - bewe b be uh au einem Gleichgewich zwischen den Chancen und Ri- siken eines jeden Teilnehme s. Gegen das Risiko, daß sich zwei Konku - en en on einem Tag au den ande en zusammen un und kün ig gleichge ich e disponie en, kann sich ein d i e We bewe be nich du ch eigene ma k ge ech e Leis ungen schü zen. Ge ade ü den We - bewe b mi wechselnden Ma k an eilen un e meh e en annähe nd gleich g oßen Fi men kann sich de Zusammenschluß on Mi bewe - be n und meh noch de Au kau eines Konku en en du ch einen ma k emden G oßbe ieb ebenso nega i auswi ken wie z. B. eine du ch s aa lichen Eing i he beige üh e Da enände ung zuguns en eines ode meh e e Anbie e . De ge ade gegebene Zus and des We - bewe bs au einem Ma k wi d du ch Bildung on endgül igen Koali- ionen schlaga ig e ände und mögliche weise e heblich ges ö . Selbs wenn sich eindeu ig nachweisen ließe, daß z. B. eine Fusion ü die be eilig en Un e nehmen o eilha is , kann de We bewe b da- du ch so e ände we den, daß das Wachs um de gesam en B anche nach eilig beein uß wi d. Die Un e nehmens- und Be iebskonzen a ion du ch eigene E wei- e ungsin es i ionen mag zwa im Lau e de Zei eben alls zu une - wünsch en Ma k kons ella ionen üh en, jedoch können sich ande e Ma k eilnehme gegen solche En wicklungen ehe du ch eigene Lei- s ung schü zen. Und es bleib de Vo eil, daß au dem mögliche weise 8 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 114 Hans Mölle langen Weg bis zu En s ehung eine une wünsch en Ma k kons ella- ion die Nach agesei e besse ges ell is . Ande e sei s können Un e - nehmens e bindungen und insbesonde e -zusammenschlüsse auch zu eine Ve besse ung de P oduk ions- und Absa zs uk u üh en und b auchen den We bewe b nich nachhal ig zu beein äch igen; dann is jedoch noch imme unsiche , ob und wann die Abnehme in den Genuß diese Vo eile gelangen. Wäg man alle Vo - und Nach eile beide A en on Konzen a ions o gängen gegeneinande ab, so läß sich m. E. eine kla e P ä e enz zuguns en des Eigenwachs ums de Un- e nehmen beg ünden, die auch in de We bewe bspoli ik ih en Nie- de schlag inden soll e. Beme kenswe e weise we den Konzen a ions o gänge seh e - schieden beu eil , je nachdem, ob sie sich nu un e inländischen ode un e Be eiligung auch ausländische Fi men ollziehen. Ve suchen aus- ländische und insbesonde e ame ikanische Fi men au den eu opäischen Mä k en zu in es ie en, sich mi eu opäischen Fi men zu e binden ode diese ga au zukau en, so wi d dies lau s a k k i isie , wäh end analoge Vo gänge ohne Be eiligung ame ikanische Fi men als zwangs- läu ige und o eilha e En wicklungen baga ellisie we den. Das Eind ingen ame ikanische Fi men in den eu opäischen Ma k wi d als Beweis da ü o geb ach , daß die eu opäischen Fi men zu klein seien, um im We bewe b mi den g oßen ame ikanischen Be- ieben bes ehen zu können. Dieses A gumen s eh au schwachen Füßen. Unzählige Fi men alle G ößen aus zahl eichen Lände n kon- ku ie en e olg eich au dem ame ikanischen Ma k und in d i en Lände n mi ame ikanischen Un e nehmen; und iele Un e nehmen aus Lände n, die dem Gemeinsamen Ma k nich angehö en, müssen und we den o z gewisse Beg enzungen, denen sie du ch die Kleinhei ih es Landes un e liegen, kün ig den We bewe b nich nu gegen ame ikanische Gigan en, sonde n auch gegen schnelle wachsende EWG-Un e nehmen du chs ehen. T o zdem schein mi das Unbehagen, mi dem die Disposi ionen ame ikanische Fi men in Eu opa egis ie we den, du chaus be ech- ig zu sein; es g ünde sich le z lich au die eben da geleg en Ge ah en, die o allem mi Un e nehmens e bindungen e knüp sind. Nu möch e man ge n mi zweie lei Maß messen: Die g öße en eu opäischen Un e nehmen wünschen Schu z gegen die Ge ah en, die ihnen on g ö- ße en ame ikanischen Un e nehmen d ohen, sind abe nich be ei , den mi le en und kleine en Konku en en in den eu opäischen Lände n den gleichen Schu z zu gewäh en. Dazu komm e mu lich das eben alls nich unbe ech ig e Ge ühl, daß die ame ikanischen Un e nehmen du ch die e gleichsweise iel OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We bewel1bs-Poli ik in de EWG 115 s enge e We bewe bspoli ik in den USA, also le z lich du ch s aa - lichen Eing i , au die eu opäischen Mä k e "abged äng " we den und hie ücksich slose disponie en, als es ihnen in den USA ges a e wä e. S a jedoch da aus die naheliegende Fo de ung nach eine ähn- lich s engen We bewe bspoli ik auch in Eu opa zu ziehen, e zich e man liebe au eine wi ksame Regelung des We bewe bs und e such sich ande wei ig gegen den D uck de ame ikanischen Un e nehmen au den eu opäischen Mä k en abzuschi men. Zwa kann man mi ziemliche Siche hei sagen, daß heu e in Eu opa die Un e nehmen und Be iebe g öße wä en, wenn de Gemeinsame Ma k schon Jah zehn e ühe gescha en wo den wä e. Diese E kenn - nis eich jedoch nich einmal aus, um eine o übe gehende Tole ie ung on Un e nehmens e bindungen als einmalige Nachhol o gänge zu ech e igen. Denn die ans ehende wi scha spoli ische F age kann man nich danach en scheiden, was heu e sein wü de, wenn de Ge- meinsame Ma k schon ühe bes anden hä e, sonde n allein au G und de Wi kungen, die kün ig zu e wa en sind, wenn man en - wede Un e nehmens e bindungen kon ollie und e schwe , ode sie unbesch änk zuläß und ö de . Angesich s de Vo eile eines Wachs ums de Un e nehmens- und Be iebsg öße du ch eigene In es i ionen sp echen ge ade auch ü den Gemeinsamen Ma k gewich ige G ünde zuguns en eine Kon olle und ela i en E schwe ung on Un e nehmens e bindungen und insbeson- de e on Un e nehmenszusammenschlüssen. Dabei da Kon olle und E schwe ung on Un e nehmens e bindungen nach den ühe en Aus- üh ungen nich als Poli ik gegen eine Konzen a ion ode ga zu Be- sch änkung des Wachs ums on Be iebs- und Un e nehmensg ößen di amie we den; ein solches Wachs um is du chaus e wünsch und kann, sowei dies möglich is 16, seh wohl ge ö de we den. Nu be- s imm e Wege des Wachs ums soll en nich gene ell zugelassen, sonde n eine Kon olle un e wo en we den. Eine solche Poli ik de Kon olle und E schwe ung bes imm e Kon- zen a ions o gänge im Gemeinsamen Ma k wä e auch ein du chaus legi imes und m. E. seh wi ksames Ins umen , um Un e nehmens e - bindungen un e Be eiligung ame ikanische Un e nehmen einzudäm- men und au unbedenkliche Fälle zu besch änken. Schließlich schein mi eine Kon olle on Un e nehmens e bindungen auch im In e esse de Fi men in den schwäche en wickel en und ä me en Gebie en Eu o- pas zu liegen, die ande en alls on den g öße en Un e nehmen im Ge- 15 Die Scha ung eine neuen Rech s o m ü "Eu opäische Gesellscha en" wä e z. B. eine solche Fö de ungsmaßnahme. Vgl. dazu Hans on de G oeben, Au dem Wege zu Eu opäischen Ak iengesellscha en, in: Die Ak iengesellscha , He 4/67. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 116 Hans MölLe meinsamen Ma k ebenso bed oh wü den wie diese on den ame ika- nischen Konku en en. Wie die Fo mulie ung "Kon olle und E schwe ung" on Un e neh- mens e bindungen be ei s andeu e , kann an ein absolu es Ve bo sol- che Konzen a ions o gänge nich gedach we den. Neben den ka ell- a igen Ve einba ungen und den eindeu igen Zusammenschlüssen (mi de Folge, daß ech liche ode wi scha liche Un e nehmenseinhei en un e gehen) gib es iele Fo men on ielleich nu o übe gehenden Un e nehmens e bindungen, bei denen mögliche weise die Vo eile g öße als die Nach eile sind 17• Vo allem is abe zu bedenken, daß eine Mobili ä de Eigen üme und Lei e kleine und mi le e Un e - nehmen du chaus e wünsch is ; woll e man Zusammenschlüsse ganz e bie en, so könn en diese einen Wechsel nu in de Fo m ollziehen, daß sie ih Un e nehmen olls ändig liquidie en. Das wü de insbeson- de e auch ü die du ch den We bewe b e d äng en G enzun e neh- men gel en. In solchen Fällen dü e die Übe nahme des be e enden Un e nehmens du ch ein ande es Un e nehmen olkswi scha lich o - eilha sein. 9. Ge ade weil die wi scha spoli ische Au gabe eine Kon olle und E schwe ung on Un e nehmens e bindungen seh schwie ig zu lösen is , komm de kla en und eindeu igen Fo mulie ung zumindes de Ziele eine g oße Bedeu ung zu. Die imme wiede e e ene und on den wi scha spoli ischen Ins anzen hingenommene ode ga ges ü z e These on de no wendigen und soga ö de ungswü digen Konzen- a ionsbewegung is so allgemein und so undi e enzie , daß sie in diese Fo m eine ielleich unbeabsich ig e, nega i e Wi kung au die p i a en Un e nehme ausüben muß und somi schon ü sich genom- men eine we bewe bspoli ische Maßnahme da s ell . Bei den meis en Un e nehmens e bindungen gib es ak i in e es- sie e und meh passi e Pa ne , die e s da ü gewonnen we den müs- sen. Je meh die scheinba so naheliegende These e b ei e und ge- glaub wi d, mi le e und kleine e Un e nehmen könn en im We be- we b mi g öße en Un e nehmen nich bes ehen, und je meh ga noch mi s aa liche Fö de ung onKonzen a ions o gängen ge echne wi d, des o schnelle und willige we den sich die jeweils passi en Pa ne mi den ak i in e essie en einigen und des o meh Un e nehmens- e bindungen we den sich ollziehen und das wünschenswe e Eigen- wachs um im We bewe b mi wechselnden Ma k an eilen e hinde n. Wie in ande en Be eichen gil auch hie , daß sachlich unge ech e ig e 17 Ande e sei s da man nich e kennen, daß ge ade diese A on un- olls ändigen Un e nehmens e bindungen auch mi olkswi scha lichen Nach eilen e bunden sein können. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We bewenbs-Poli ik in de EWG 117 E wa ungen sich ealisie en, wenn die Wi scha ssubjek e au G und solche E wa ungen disponie en. Diese Zusammenhang sei ku z am Beispiel des "Kau s" eine eu o- päischen Fi ma du ch eine ame ikanische illus ie . Ein solche Kau se z einen be äch lichen G ößenun e schied zwischen "Käu e " und "Ve käu e " o aus, weil ande en alls de Kau nich inanzie we den kann. De P eis, den die Inhabe de kleinen eu opäischen Fi men o - de n, häng wei gehend on ih em Selbs ändigkei ss eben und den Chancen ab, die sie sich ü die Zukun im Gemeinsamen Ma k e - sp echen. Gehen sie da on aus, daßUn e nehmens e bindungenzwangs- läu ig sind, weil nu so das no wendige Wachs um de Be iebsg ößen he beige üh we den kann, und echnen sie ga mi s aa liche Un e - s ü zung on solchen Vo gängen, so we den sie sich mi einem ela i nied igen P eis begnügen und dadu ch den Kau ih es Un e nehmens e leich e n. De Angebo sp eis des g öße en ame ikanischen Un e nehmens is nach oben du ch Ren abili ä se wa ungen beg enz . Können du ch den Anschluß des kleine en eu opäischen Un e nehmens an das g öße e ame ikanische Un e nehmen e hebliche P oduk i i ä s e besse ungen e ziel we den, so mag de Angebo sp eis ela i hoch liegen und den om eu opäischen Un e nehmen ge o de en P eis übe s eigen. Un e solchen Bedingungen sp äche eine gewisse Ve mu ung da ü , daß de Zusammenschluß auch olkswi scha lich e wünsch wä e. Abe auch wenn keine g ei ba en P oduk i i ä s e besse ungen ge- geben sind, könn e das ame ikanische Un e nehmen einen ela i hohen P eis bie en, wenn es dami echnen kann, a) sich mi Hil e des e - s eb en S ü zpunk es in Eu opa wei e e Be iebe anzugliede n ode b) du ch We bewe bsbesch änkungen, wie z. B. Ausschal ung des We - bewe bs mi wechselnden Ma k an eilen au dem eu opäischen Ma k ein schnelles Wachs um seines do igen Zweigbe iebes he beizu üh en, um au diese Weise die Vo eile zunehmende Be iebsg öße auszunu - zen. Schon das Wissen um eine beabsich ig e s a e Kon olle on Un- e nehmens e bindungen in Eu opa wü de den Kau eines eu opä- ischen Un e nehmens mi einem be äch lichen Risiko belas en und den e e ba en Angebo sp eis eduzie en, so e n diese sons im Hin- blick au Ausnu zung on Ma k nach kalkulie wo den wä e. IV. Schlußbeme kungen 10. Ve such man die Poli ik de EWG-Kommission au dem Gebie de Un e nehmenszusammenschlüsse au G und de eben e läu e en Aussagen zu wü digen, so gelang man zu einem zwiespäl igen U eil. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 118 Hans Mölle Denn in ih e e s en zusammen assenden ö en lichen S ellungnahme zu diese F age 18, die sie An ang 1966 bekann gemach ha , e i sie seh dezidie zwei Au assungen: E s ens, daß ein Wachs um de Be- iebs- und Un e nehmensg ößen ge ade du ch Un e nehmens e bin- dungen zwangsläu ig, e wünsch und ö de ungswü dig sei, und zwei- ens, daß jedoch auch une wünsch e Un e nehmens e bindungen denk- ba seien, die du ch Anwendung de Ve agsbes immungen bekämp we den soll en. Die F age de Kon olle on Konzen a ions o gängen in de EWG s ell die EWG-Kommission siche lich o schwie ige poli ische En - scheidungen. Im Gegensa z zu den USA gib es in keinem de EWG- Lände eine i gendwie nennenswe e Poli ik zu Kon olle de Un e - nehmens e bindungen; nich einmal ein luß eiche S ömungen in de ö en lichen Meinung, die eine solche Poli ik o de n ode un e s ü zen wü den, sind bishe in den EWG-Lände n es zus ellen. De EWG- Kommission äll hie also eine Füh ungs olle gegen den Wide s and sowohl de na ionalen Regie ungen als auch de P i a wi scha zu. Eine solche Füh ungs olle ha die EWG be ei s übe nommen, indem sie sich eindeu ig ü eine Bekämp ung on une wünsch en Konzen a- ionen ausgesp ochen ha . Diese Absich se klä ung is siche lich zu be- g üßen. Sie wa auch zu E gänzung de EWG-Ka ellpoli ik une läß- lich. Soll diese e wi klich we den, so wi d man nich an de Ta sache o beigehen können, daß eine bloße Bekämp ung de Ka elle die Ten- denz ha , die Be iebe dazu zu e anlassen, in ech e und unech e Zu- sammenschlüsse auszuweichen. Gelang man zu keine Konzep ion ü die Kon olle de Un e nehmungs e bindungen, so wi d es kaum ge- lingen, eine s enge und einhei liche Ka ellpoli ik gegen die ielen Wide s ände du chzuse zen. Als Ins umen zu Bekämp ung on Konzen a ions o gängen bie e sich zunächs allein de A . 86 des EWG-Ve ages an (was die Anwen- dung des Ka ell e bo s-A ikels 85 au zusammenschlußähnliche Ve - bindungen nich ausschließ ). A . 86 gil selbs e s ändlich nu , wenn de Handel zwischen den Mi gliedss aa en be üh we den könn e, was meis de Fall sein dü e, wenn es sich um g öße e Un e nehmen han- del . E e bie e mißb äuchliche Ausnu zung eine behe schenden S ellung au dem Gemeinsamen Ma k ode au einem wesen lichen Teil desselben du ch ein ode meh e e Un e nehmen. Gewisse Fo men on Un e nehmens e bindungen können un e bes imm en Bedingun- gen schon ü sich genommen als mißb äuchliche Ausnu zung eine be- 18 Un e nehmenskonzen a ion im Gemeinsamen Ma k , Bulle in de EWG, IX, 2 (Feb ua 1966), S. 18 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 P obleme eine einhei lichen We bewel1bs-Poli ik in de EWG 119 he schenden S ellung au dem Gemeinsamen Ma k angesehen we - den e. Da aus e gib sich jedoch nich meh als ein Ansa zpunk . Die we - bewe bspoli isch anzuwendenden G undsä ze in ech lich p ak ikable Fo meln zu kleiden, be ei e , wie schon meh ach be on , g oße Schwie- igkei en. Schon die wenigen hie o ge agenen E wägungen zeigen, daß keineswegs alle Un e nehmens e bindungen als unzulässig klassi- izie we den können, daß da übe hinaus die Au s ellung on ein- deu igen und e schöp enden Regeln zu Iden i izie ung on unzulässi- gen Handlungen au diesem Gebie kaum möglich is , und daß in olge- dessen ela i häu ig Einzel älle "on hei own me i s" wi scha s- poli isch beu eil we den müssen. Die We bewe bspoli ik muß - aus- ge ich e noch imme au eine e wünsch e Wi scha so dnung - on Tag zu Tag konk e e wi scha spoli ische En scheidungen e en, bei denen sie on ande en ge ade ak uellen wi scha spoli ischen Zielen nich ganz wi d absehen können. Die We bewe bspoli ik kann sich also nich allein au die Se zung on Rahmenda en besch änken, de en Einhal ung on den Ge ich en e zwungen wi d. In dem Maße, wie sich ba wi d, daß die We be- we bspoli ik auch Lenkungspoli ik is , also ägliche wi scha spoli ische En scheidungen e o de , bei denen nich meh nu ein we bewe bs- poli ische Ziele beach e we den können, muß sich de Wide s and de na ionalen Regie ungen gegen die Kompe enz de EWG e s ä ken. Wi d es schon g oße Schwie igkei en be ei en, im konk e en Einzel- all zu en scheiden, ob es sich um une wünsch e ode ge ade noch zu ole ie ende Konzen a ions o gänge handel , so auchen wei e e Schwie igkei en au , wenn ollzogene Konzen a ions o gänge eigen - lich ückgängig gemach we den soll en. Solche Schwie igkei en können nu insowei e mieden we den, als Konzen a ions o gänge eine o - he igen Kon olle un e wo en we den können, was nich imme mög- lich is . Abe auch die Kon olle du ch o he ige P ü ung de Konzen- a ions o gänge wi schwie ige P obleme au . Sie muß zei lich i - gendwie beg enz we den, was die Adminis a ion o schwe lösba e Au gaben s ell . Ge ade weil abe alle diese Schwie igkei en bes ehen und die bloße Ankündigung eine wi klich du chg ei enden Poli ik gegen une wünsch- e Un e nehmens e bindungen wenig glaubha e scheinen lassen, is m. E. zu bedaue n, daß die EWG-Kommission die Au assung e e en ha , Konzen a ions o gänge seien zwangsläu ig, e wünsch und ö de- ungswü dig. Wäh end on de Absich se klä ung übe die Bekämp- 19 Vgl. die schon zi ie e g undsä zliche S ellungnahme zu diese F age on E.-J. Mes mäcke in seinem Bei ag zu Halls ein-Fes sch i . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 126 Wilhelm Webe älligen ode indi ek en E ek en nich be ücksich ig wü den, ande e - sei s soll en alle s aa lichen Maßnahmen e aß we den, du ch die Vo - eile aus de E ich ung de F eihandelszone e ei el ode geschmä- le we den könn en. Le z lich geh es da um, die ausd ückliche Au - zählung e bo ene Beihil en nach Annex C des Ve ages, de in den G undzügen au eine En scheidung des Ra es de OEEC zu ückgeh , den geände en Ums änden anzupassen. - Abgesehen on Expo bei- hil en allen auch P oduk ionsbeihil en un e A . 13 de Kon en ion. Hie gib es nach Ansich de A bei sg uppe eine Reihe on Ausnah- men, wie Regionalbeihil en, Sozialbeihil en, Beihil en ü Na u ka a- s ophen, die, wenn sie auch nich exp essis e bis im Ve ag ange- üh sind, analog zum EWG-Ve ag als mi dem EFTA-Ve ag e - einba angesehen we den können. Im Sinne des au de Minis e a s- agung in Be gen (Ap il 1966) ge aß en Beschlusses wu den in die Un- e suchungen auch die b i ischen Maßnahmen de In es i ions ö de ung einbezogen. A . 14 be aß sich mi s aa lichen P ak iken in ö en lichen Un e - nehmen. Eine sei s sind Maßnahmen e bo en, die ü die einheimische P oduk ion einen Schu z bewi ken, de mi dem Ve ag un e einba wä e, wenn e du ch Zölle, Kon ingen e ode s aa liche Beihil en e - ziel wü de; ande e sei s sind Disk iminie ungen im Handel aus G ün- den de Na ionali ä e bo en, sowei sie die aus de F eihandelszone zu e wa enden Vo eile e ei eln. Auße dem gil A . 15 übe we be- we bsbesch änkende P ak iken gleiche maßen ü ö en liche Un e - nehmen. A .14 wa Gegens and eingehende Be a ungen au de EFTA-Minis e a s agung in Lissabon (Ok obe 1966); dabei konn e übe dessen In e p e a ion und übe das wei e e Vo gehen übe ein- s immung e ziel we den. Die en sp echende Ve einba ung un e schei- de die Anwendung des A . 14 au das ö en liche Bescha ungswesen eine sei s und au die Handels ä igkei ö en liche Un e nehmen an- de e sei s. Die Mi glieds aa en können p inzipiell jedes gewünsch e Be- scha ungssys em e wenden, so e n es keine disk iminie ende ode Schu zwi kung im Sinne des A . 14 ha . Um das auszuschließen, we - den im einzelnen olgende Maßnahmen emp ohlen: 1. ö en liche Aussch eibungen müssen angemessen publizie we den; 2. auch bei besch änk en ö en lichen Aussch eibungen müssen Inlän- de und Bewe be aus ande en EFTA-Lände n gleiche Bewe bungs- chancen haben; 3. Einladungen zu O e s ellung an ein einzelnes Un e nehmen ( ei- händige Bescha ung) dü en nu e gehen, wenn ein ande es Ve - ah en eindeu ig undu ch üh ba ode unzweckmäßig wä e. Bezüglich de Handels ä igkei ö en liche Un e nehmen s ell die Minis e a s-Ve einba ung es , daß A . 14 den Mi glieds aa en nich OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 We bewe bspoli ik und We bewel'bs ech in de In eg a ion 127 e bie e, jene Handelso ganisa ionen zu haben, die sie wünschen, so- e n die P ak iken diese Un e nehmungen nich zu einem Schu z ode eine Disk iminie ung im Sinne des A . 14 üh en. Die Fälle, in denen das zu i , sind in dem de Si zung on Lissabon o liegenden Be- ich eines Subkomi ees au gezähl und wu den in diese Fo m om Minis e a gebillig . (De genann e Be ich is du ch die meh ache Bezugnahme de Minis e a s-Ve einba ung au ihn zu eine A Rich linie ü die kün ige In e p e a ion des A . 14 gewo den.) Fü die p ak ische Du chse zung de Nich -Disk iminie ung bei Aus- sch eibungen wu den als e s e Maßnahmen olgende Sch i e ins Auge ge aß : 1. Aus ausch on Lis en de wich igs en ü die ö en liche Bescha ung zus ändigen S ellen in den einzelnen Mi glieds aa en; bei ö en - lichen Aussch eibungen Nennung des Publika ionso gans. 2. Den in F age kommenden ö en lichen S ellen we den Rich linien e eil we den, die ga an ie en sollen, daß sich auch Lie e an en aus ande en EFTA-Lände n angemessen an de Aussch eibung be- eiligen können und daß die Angebo e objek i behandel we den. Den zen alen We bewe bs egeln de A . 85 und 86 EWG-Ve ag komm A . 15 EFTA-Ve ag am nächs en. Ve einba ungen zwischen Un e nehmen ode Ve einigungen on Un e nehmen und zwischen Un- e nehmen abges imm e Ve hal ensweisen we den danach als un e ein- ba mi dem Ve ag angesehen, wenn sie eine "Ve hinde ung, Ein- sch änkung ode Ve älschung des We bewe bs inne halb de Zone bezwecken ode bewi ken" und wenn dadu ch die aus de F eihandels- zone zu e wa enden Vo eile e ei el we den. Das gleiche gil ü mißb äuchliche Ausnü zung eine behe schenden S ellung in de Zone ode eines wesen lichen Teiles de selben. De Un e schied zum EWG- Ve ag lieg o enba wenige in de Umsch eibung de P ak iken als im Ve ah en. We bewe bsbesch änkende P ak iken sind nich du ch den Ve ag selbs e bo en. Un e nehmen, die sich du ch solche Maß- nahmen ausländische Un e nehmen beschwe e ach en, können ledig- lich die Angelegenhei den zus ändigen Behö den ih es eigenen Landes un e b ei en. Um siche zus ellen, daß A . 15 wi ksam angewand we den kann, einig en sich die Minis e au de Tagung in Kopenhagen im Ok obe 1965 in eine gemeinsamen E klä ung, daß die Mi glied egie ungen so- wohl den Inhal als auch die p ak ische Anwendung ih e gegenwä i- gen Gese ze und Bes immungen übe p ü en soll en. Die Minis e haben die Be ei scha ih e Regie ungen bek ä ig , Beschwe den übe den A . 15 e le zende we bewe bsbesch änkende P ak iken sei ens de Un e nehmen au ih em eigenen S aa sgebie , au die ein ande e Mi - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 128 Wilhelm Webe glieds aa hinweis , so g äl ig zu p ü en und in en sp echenden Fällen gemäß den gegebenen Ve ah ensweisen o zugehen. Die Mi glieds aa- en sind be ei , solche Fälle jeweils dann zu un e suchen, wenn ein p ima- acie-Beweis eine Ve le zung des A . 15 o lieg . Sie we den eine de a ige Un e suchung nich on de Einb ingung eine o mellen Beschwe de ode eines oll beleg en Dossie s abhängig machen. In de P axis we den no male weise olgende Sch i e in Aussich genommen: a) Wenn eine Un e nehmung die Au me ksamkei de Behö den au we bewe bsbesch änkende P ak iken in einem ande en Mi glied- s aa gelenk ha und wenn es sich e weis , daß diese P ak iken mögliche weise mi den Bes immungen des A . 15 des Übe einkom- mens un e einba sind, wi d die Angelegenhei au bila e ale Basis mi dem Mi glieds aa , au dessen S aa sgebie sich das be e ende Un e nehmen be inde , gemäß dem im A . 31 es geleg en Be- schwe de e ah en e ö e . b) Wenn in bila e alen Gesp ächen übe eins immend es ges ell wi d, daß die angewand en P ak iken mi dem A . 15 un e einba sind, wi d de be e ende Mi glieds aa im Ve wal ungsweg Maßnahmen e en, um au die Be eilig en einzuwi ken. Falls sich das als e - olglos e weis , wi d e in en sp echenden Fällen die Anwendung on du ch das Gese z o gesehenen Du chse zungsmaßnahmen e - wägen. c) Wenn es sich als unmöglich e weis , einen Fall au bila e alem Wege beizulegen, kann diese in zwanglose Weise au mul ila e a- le Basis besp ochen we den. Die Angelegenhei kann auch o mell dem Ra o geleg we den, d. h. eine Beschwe de kann beim Ra eingeb ach we den, de sodann gemäß A . 31 mi S immenmeh - hei zu Emp ehlungen ode Beschlüssen gelangen kann ll . Auße dem wu de eine Expe eng uppe beau ag , übe olgende Punk e eine Un e suchung anzus ellen und dem Ra zu be ich en: a) ob die den Mi glieds aa en zu Ve ügung s ehenden gese zgebe i- schen und adminis a i en Mi el und die a sächliche Anwendung solche Gese zgebung die wi ksame Du ch üh ung des A . 15 im Jah e 1967 und danach siche s ellen können und we den; b) be e end die Kla s ellung gewisse echnische Ausd ücke, au die A . 15 Bezug nimm . Eine ins i u ionelle Wei e en wicklung des Beschwe de e ah ens, das heu e nu im bescheidenen Rahmen des A . 31 möglich is , sieh A . 15 Abs. 3 o . 11 Vgl. die "E klä ung übe we bewe bsbesch änkende P ak iken", abge- d uck in: Sechs e Jah esbe ich ... , a.a.O., S. 46 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 We bewe bspoli ik und We bewe bs ech in de In eg a ion 129 A . 16 be i die Niede lassungs eihei . Hie konn e au de Mini- s e a s agung in Be gen im Ap il 1966 wei gehend Einigung übe die Auslegung e ziel we den. Dabei wu de ane kann , daß olgende A en de Niede lassung zu Auswei ung des EFTA-Binnenhandels üh en und dahe den Angehö igen de Mi glieds aa en ohne Disk iminie ung gewäh we den: 1. Die Niede lassung on wi scha lichen Un e nehmungen, die sich mi dem Handel on Wa en mi Zonenu sp ung be assen einschließ- lich a) de Ans ellung on Handels e e e n, b) de G ündung on Filialen und Toch e gesellscha en, c) de Niede lassung unabhängige Un e nehmungen zu Fö de ung des Ve kau es on Wa en eines Mi glieds aa s in einem ande en Mi glieds aa . 2. Die Niede lassung on wi scha lichen Un e nehmungen zwecks Mon age und Bea bei ung on Wa en ode zwecks Diens leis ungen im Zusammenhang mi Wa en, die Zonenu sp ung haben und aus einem Mi glieds aa in einen ande en ausge üh we den. 3. Die Niede lassung on wi scha lichen Un e nehmungen zwecks E - zeugung on Wa en mi Zonenu sp ung, on denen ein be äch - liche Teil nach ande en Mi glieds aa en expo ie we den soll, so- e n diese nich e o de lich machen: a) den Zugang zum Kapi alma k des Landes, in dem die Niede - lassung e olg , ode b) die übe nahme bes ehende Un e nehmungen in diesem Lande, ode c) das Eigen um an na ü lichen Hil squellen dieses Landes. Die Regie ungen haben sich in diesem Zusammenhang e p lich e , ih e gegenwä igen Gese ze und Ve o dnungen in de P axis zu un e - suchen, um die a sächliche Du ch üh ung des A . 16 zu gewäh leis en und en sp echende gese zliche ode adminis a i e Vo keh ungen zu e en 12• Die Einigung übe das Niede lassungs ech s ell bishe den g öß en E olg in de EFTA-We bewe bs egelung da . Abgesehen da on sind A bei en im Gange, um die Ve agskon o mi ä einzels aa liche Fis- kalzölle, adminis a i e Handelssch anken, on G enzabgaben und in- e nen S eue n zu un e suchen. Spezielle Un e suchungen we den auch au den Gebie en de Doppelbes eue ung, des Pa en ech s und de Indus ieno mung du chge üh . Die le z genann en Vo haben lau en alle dings mi A bei en im Rahmen ande e in e na ionale O ganisa- 12 Vgl. die "E klä ung übe das Niede lassungs ech ", abged uck in: Sechs e Jah esbe ich ... , a.a.O., S. 49 . 9 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik 48 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 130 WHhelm Webe ionen pa allel (insbesonde e OECD und EWG), und es is noch keine Übe eins immung e ziel wo den, ob de a ige Regelungen nu au EFTA-Basis anges eb we den sollen. -Die A bei en sind also im ollen Gang, En scheidungen du ch den Minis e a sind bishe nu im Niede lassungs ech e olg . Zu e wähnen wä e noch, daß das allge- meine Beschwe de- und Konsul a ions e ah en nach A . 31 bis heu e nich angewand wu de. m. Das We bewe bskonzep de EFTA geh also zwei ellos wenige wei als das de EWG. Eine einhei liche We bewe bspoli ik is im EFTA-Ve ag nich o gesehen und in (nächs e ) Zukun nich zu e wa en. Nach Au assung de EWG-Kommission hingegen is eine Zollunion ohne Einbe ung in das um assende Ganze eine Wi scha s- union "schwe lich lebens ähig", eine Wi scha sunion abe bedü e zu ih em Funk ionie en wiede eine gemeinsamen We bewe bspoli ik 13 • Es wä e zu agen, ob aus diese A gumen a ion a sächlich zwingend abzulei en is , daß das In eg a ionskonzep de EFTA - wiede um ganz abgesehen on ih e ge inge en poli ischen und ökonomischen E izienz - allein schon du ch die "schwache" We bewe bslösung ge- genübe de EWG im Nach eil sein muß. Zu Ve deu lichung seien hie noch einmal ku z die wich igs en Un- e schiede he ausges ell . G undsä zlich we den bei neue en, e aglich es geleg en In eg a ionsp ozessen zwei G uppen on We bewe bs o - sch i en un e schieden. Zu e s en G uppe gehö en jene Regeln, die den We bewe b zwischen den Un e nehmen de Mi glieds aa en e s e möglichen, die den We bewe b unk ions ähig machen sollen; zu zwei en sind jene zu zählen, die den be ei s e möglich en We bewe b dann ga an ie en und unk ions ähig hal en sollen. Zu e s en G uppe gehö en im EWG-Ve ag die Vo sch i en übe den Abbau de Zölle und Kon ingen e, die Gewäh leis ung de soge- nann en ie F eihei en, die Koo dinie ung de Konjunk u - und Wäh- ungspoli ik (zu Wah ung des gene ellen Gleichgewich s zwischen den Volkswi scha en), die Besei igung bzw. Anpassung we bewe bs e - ze ende Beihil en und S eue n, die Angleichung on einzels aa lichen No men, die zu We bewe bs e ze ungen üh en, u. dgl. - Zu zwei- en G uppe echnen o allem die A . 85 bis 90 EWG-Ve ag, e gänz du ch das Ve bo de Disk iminie ung aus G ünden de S aa sange- hö igkei (A . 7) und das Dumping e bo (A . 91)14. 13 Vgl. Memo andum de Kommission übe das Ak ionsp og amm de Ge- meinscha ü die 2. S u e, Ok obe 1962, S. 7; . d. G oeben, Hans, a.a.O., S.374. U Vgl. . d. G oeben, Hans, a.a.O., S. 376. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 We bewe bspoli ik und We bewe bs ech in de In eg a ion 131 De EFTA-Ve ag kenn in de e s en G uppe nu den Abbau de Zölle und Kon ingen e, dasNiede lassungs ech und die Anpassung bzw. Besei igung on Beihil en, in de zwei en G uppe gewisse Vo keh un- gen bezüglich we bewe bsbesch änkende P ak iken und ein Dumping- e bo . Im gegenwä igen S adium spiel de We bewe bsbeg i im EFTA-Ve ag p ak isch keine Rolle. Soll eine bes imm e un e nehme- ische Maßnahme un e A . 15 des Ve ages allen, so muß sie nich nu eine Ve hinde ung, Einsch änkung ode Ve ze ung des We be- we bs bezwecken, sonde n o allem - und das is (de zei ) noch be- deu same - die aus de F eihandelszone zu e wa enden Vo eile e ei eln. Ob hie die geplan en wei e en Sch i e des Ra es eine Än- de ung b ingen we den, bleib abzuwa en. - Im Ve ah en nach A . 85 und 86 EWG-Ve ag lieg dagegen das Schwe gewich au de Be- u eilung des we bewe bsbesch änkenden Cha ak e s eine bes imm- en Maßnahme, wäh end die Beein äch igung des Handels zwischen den Mi glieds aa en ehe den Rang eine P ozeß o ausse zung gewon- nen ha . Die We bewe bs egeln des EWG-Ve ags basie en au einem We - bewe bskonzep , das in de Zei des Ve agsabschlusses o enba ge- nügend Eigengewich besessen ha , um sich im Rahmen de wide - s ei enden Ansich en de Mi gliede du chzuse zen 15 • Das elas ische Ve ah en de Ve agse üllung e laub alle dings eine wei e Aus- legung diese We bewe bs egeln. (Die Unsiche hei übe den Ausgang des p äjudiziellen Rech s alls G undig-Cons en is da ü und ü die eigens ändige In e p e a ion de EWG-Kommission ein Beispiel aus le z e Zei .) Das We bewe bs ech des EWG-Ve ags un e lieg dahe in s ä ke em Ausmaß den Spannungen, die zwischen We bewe bs- heo ie, We bewe bspoli ik und We bewe bs ech , zwischen heo e i- sche Analyse und E kenn nis, a ionale wi scha spoli ische En - scheidung und no ma i e Du chse zung bes ehen, als de EFTA-Ve - ag, dessen " us a ion cIause" das we bewe bs ech liche Minimum eine unk ions ähigen F eihandelszone übe haup da s ell . Das Objek des We bewe bs ech s gehö siche lich de Disziplin de Wi scha swissenscha an. Dennoch is in de al en S ei age, ob de ech liche We bewe bsbeg i unmi elba de ökonomischen Theo ie zu en nehmen sei ode ob eine A übe se zung ökonomische We - bewe bs o s ellungen in die Denkka ego ien des Rech s no wendig we de, de zwei en Au assung de Vo zug zu geben. Die besonde e Funk ion de ju is ischen No m mi ih em Ansp uch au gene elle Ve - bindlichkei läß nu eine T ansponie ung und Spezi izie ung des öko- 15 Vgl. auch Webe , Wilhelm, Zu P oblema ik de Regelung des p i a en We bewe bs e hal ens in den Eu opäischen Ve ägen. Poli ische Ökonomie im ech lichen Rahmen, in: Kyklos, Vol. XV, 1962, S. 142 . 9" OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 132 Wilhelm Webe no mischen We bewe bsbeg i s in und ü die ju is ische Te minologie ZU 16 . Die "übe se zung" eines zu wi scha spoli ischen Rich schnu e hobenen We bewe bs konzep s in ein " unk ions ähiges" We be- we bs ech is alle dings eine de schwie igs en ech spoli ischen und - echnischen F agen des ma k wi scha lich o ien ie en Rech ss aa s. G undsä zlich kann We bewe bs ech in zwei Fo men au e en. Als Fö de ungs ech ha es die spezielle Fö de ung we bewe bskon o me Handlungen und Ma k p ozesse zum Ziel; als Schu z ech un e s ell es ein ech lich zu schü zendes Gu und e bie e un e Zwangs olgen seine Ve le zung. Unse We bewe bs ech is heu e im wesen lichen Schu z ech . Seine P oblema ik lieg da in, zwischen Schu zobjek und Ve bo einzelne Maßnahmen den no wendigen Kausalzusammenhang he zus ellen. (In Ös e eich geschieh dies du ch Ve bo de o mal de- inie en Ka ellab ede einschließlich gen lemen's ag eemen s und du ch den in Fo m eines unbes imm en Gese zesbeg i s gekleide en Aus- nahme a bes and de "gesam wi scha lichen Rech e igung", dessen Vo liegen on Ka ellge ich en in zwei Ins anzen gep ü wi d.) We bewe bs ech als Fö de ungs ech is dagegen kaum anzu e en; es se z Vo s ellungen übe die K i e ien e wünsch e We bewe bs- p ozesse o aus. Rech s echnisch könn e dabei nu au bes imm e Ma k - o men, Ma k e hal ensweisen ode Ma k e gebnisse abges ell we - den; die Bedenken, die gegen solche Tes s e hoben we den, sind be- kann . We bewe bs ech in diese Fo m muß sich auße dem de Mi el eine "p e ialen" Selek ion bedienen (du ch Sub en ionie ung ode S eue o eile), die mi einem We bewe bsbeg i , de au F eihei de un e nehme ischen Be ä igung abs ell , schon p inzipiell im Wide - sp uch s eh . Auch wenn das We bewe bsschu z ech au eine aus de Theo ie übe nommene posi i e De ini ion des We bewe bs selbs (als e wünsch- e Ma k p ozeß) e zich en kann und muß17, bleiben die Bemühungen de We bewe bs heo ie um den We bewe bsbeg i zu Bes immung on Be eich und Um ang de Ve bo sno men bzw. de Ausnahme a - bes ände on g öß e Bedeu ung. Die ak uelle Diskussion, zu de ja diese Tagung einen Bei ag lie e n soll, wi d zwei ellos ein Umdenken ge ade auch in manchen Ansä zen de We bewe bspoli ik no wendig machen. Die E kenn nis, daß das Modell de ollkommenen Konku enz in En sp echung zu angelsächsischen Leh e on pu e compe i ion 18 ü 18 Vgl. dazu Lukes, Rudol , Zum Ve s ändnis des We bewe bs und des Ma k es in den Denkka ego ien des Rech s, in: Wi scha so dnung und Rech so dnung, a.a.O., S. 201 . 17 Vgl. dazu aus üh lich Hoppmann, E lch, in diesem Band. 18 Zu Te minologie gl. O , Al ed E., Ma k o m und Ve hal ensweise, S u ga 1959, S. 43. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 We bewe bspoli ik und We bewe bs ech in de In eg a ion 133 die E klä ung eale We bewe bsp ozesse nich s he gib und demnach als No m de We bewe bspoli ik ungeeigne is , gehö sei ge aume Zei zum gesiche en - wenn auch nich imme beach e en 19 - Wissen de We bewe bs heo ie 20• (Die Bedeu ung des Modells ü die P eis- heo ie wi d dadu ch in keine Weise geschmäle 21 .) Diese S ei age kann heu e du chaus als beigeleg gel en. In de Diskussion um den Be- g i des wo kable compe i ion schein dagegen in neue e Zei ein an sich al es Dilemma de We bewe bs heo ie wiede ak uell zu we den. Hie s ell sich die F age, ob ein We bewe bsbeg i , de au olle We bewe bs eihei de Ma k eilnehme abs ell , zugleich auch gu e wi scha liche Ma k e gebnisse ga an ie , ode ob zwischen diesen beiden Zielen Kon lik e inso e n bes ehen, als gu e Ma k e gebnisse nu bei gewissen Ausnahmen on de We bewe bs eihei zu e zielen sind. Fü die angewand e We bewe bspoli ik geh es le z lich da um, ob und - wenn ja - welche Besch änkungen de We bewe bs eihei mi Hinweis au besse e Ma k e gebnisse zu ech e igen sind 22• Dieses Dilemma, das ja nich zule z au de zwiespäl igen Beu eilung des Oligopols im We bewe bs- und Wachs umsp ozeß be uh , is ge ade im deu schen Sch i um in le z e Zei ausgiebig disku ie wo den. Die Ansich , daß zwischen We bewe bs eihei und gu en wi scha lichen Ma k e gebnissen ein Zielkon lik bes ehe, is dabei übe wiegend au Ablehnung ges oßen 23• Die wi scha spoli ischen Konsequenzen diese Diskussion sind noch nich abzusehen; sie sind auch nich eindeu ig zu ziehen. Eine Mindes - an o de ung an die We bewe bspoli ik is alle dings aus solche Sich wohl unbes i en: De Ein i in den Ma k muß eis ehen ( eedom 19 Vgl. Kan zenbach, E ha d, Die Funk ions ähigkei des We bewe bs, Gö ingen 1966, S. 11; Söl e , A no, We bewe bs heo ie und We bewe bs- wi klichkei , Re e a o dem 19. Deu schen Be iebswi scha e ag am 28. Sep embe 1965 in Be lin, Sonde d uck aus: Wi scha lichkei - We - bewe b -We e hal ung, pass.; gl. dazu auch Schmid , Ingo, Neue e En - wicklungen in de We bewe bs heo ie un e Be ücksich igung wachs ums- poli ische Zielse zungen, in: WuW, 1966, S. 701 . 20 Vgl. die Nachweise bei Hoppmann, E ich, Das Konzep de op imalen We bewe bsin ensi ä , in: Jah büche ü Na ionalökonomie und S a is ik, 179. Bd., S. 288, Anm. 4; Kau e , E ich, Kan zenbachs Konzep des unk ions- ähigen We bewe bs. Ein Kommen a , in: Jah büche ü Na ionalökonomie und S a is ik, 179. Bd., 1966, S. 482. 21 Vgl. z. B. Jöh , Wal e Adol , Zu Diskussion übe die Rolle de Kon- ku enz in de mode nen Wi scha , in: Einhei und Viel al in den Sozial- wissenscha en, Fes sch i ü Alexande Mah , h sg. on Webe , Wilhelm, Wien und New Yo k 1966, S. 8I. 22 Vgl. die Da s ellung diese "Dilemma-These" bei Hoppmann, E ich, Das Konzep ... , a.a.O., S. 288 . 23 Einen g undlegenden Bei ag dazu lie e Heuß, E ns , Allgemeine Ma k heo ie, TÜbingen-Zü ich 1966; gl. auch Hoppmann, E ich, Das Kon- zep ... , a.a.O., sowie sein Re e a in diesem Band. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 134 Wilhelm Webe o en y 24); du ch ins i u ionelle Maßnahmen muß da ü geso g sein, daß "wi ksame" We bewe bsp ozesse jede zei in Gang kommen kön- nen und iedliches Ve hal en im Oligopol du ch Au e en po en ielle We bewe be jede zei ges ö we den kann. Dynamische Un e nehme müssen die Möglichkei haben, o übe gehend Vo zugs ellungen mi en sp echenden Gewinnaussich en zu e eichen, ohne diese S ellungen gegen Außensei e absiche n zu dü en 25• Die Schwie igkei en dieses Konzep s sind nich zu un e schä zen. Gleich ö miges Ve hal en de G uppe "de " Un e nehme is ein neu es und übe aus schwe zu assen- des Ang i sobjek de We bewe bspoli ik 26• IV. Im Lich e de jüngs en En wicklung on We bewe bs heo ie und -poli ik wä e nun die F age nach dem ins i u ionellen Nach eil des We bewe bskonzep s de EFTA bzw. nach de Be ech igung de Ha - monisie ungs hese de EWG-Kommission zu wiede holen. Ge ade die- se These schein abe sowohl nach den neue en Einsich en übe das Ausmaß de no ma i zu siche nden We bewe bs eihei als auch un e dem Aspek de In eg a ions heo ie ü die wi scha liche En wicklung des Gemeinsamen Ma k es nich die bishe behaup e e Bedeu ung zuzu- kommen 27 • Speziell im Be eich de We bewe bspoli ik können Un e - schiede in den We bewe bs- und Wi scha spoli iken de Mi glied- s aa en als Un ollkommenhei en des (gemeinsamen) Ma k es au ge aß we den, die geeigne sind, wi ksame We bewe bsp ozesse auszulösen, so e n nu ein Minimum an Ha monisie ung gesiche is . Zu diesem Minimum gehö die olls ändige Ö nung de Mä k e; de Abbau de Impo sch anken muß au Gegensei igkei e einba , de F eihandel ins i u ionell gegen wei e e Ve le zungen gesiche sein, und na ionale G uppen dü en keine Möglichkei haben, in eg a ionsbeding e Konku - enz aus ande en Mi glieds aa en abzuweh en 28• Un e diesen Vo aus- se zungen, die ü die EWG nich un ealis isch sind, is es möglich, daß sich ak isch die s engs e na ionale We bewe bspoli ik du chse z , 24 Dabei geh es le z lich um " eie Konku enz" im Sinne A. Wagne s bzw. um die Möglichkei des Ein i s in eine bes ehende G uppe on Fi men; gl. O , Al ed E., a.a.O., S. 43. 25 Vgl. auch die Da s ellung des "En wicklungsmechanismus" bei A nd , Helmu , Mik oökonomische Theo ie, 2. Bd.: Ma k p ozesse, Tübingen 1966, S. 201 . 28 Vgl. Jochimsen, Reimu , Ma k o m und wi scha liche En wicklung, in: Zei sch i ü die gesam e S aa swissenscha , 122. Bd., 1966, S. 42. 27 Die aus üh liche Un e suchung on de In eg a ions heo ie he lie e S egemann, Klaus, We bewe b und Ha monisie ung im Gemeinsamen Ma k , Köln-Be lin-Bonn-München 1966; au diese A bei muß zu nähe en Beg ündung e wiesen we den. 28 Zum Ha monisie ungsminimum gl. S egemann, Klaus, a.a.O., S. 94 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39 We bewe bspoli ik und We bewe bs ech in de In eg a ion 135 ohne de iu e als Maßs ab de Ha monisie ung ane kann zu sein. Das bedeu e wei e , daß bei Ha monisie ung de We bewe bspoli ik au mi le e Linie (und meh is nach de gegenwä igen poli ischen Kons ella ion on eine einhei lichen We bewe bspoli ik in de EWG nich zu e wa en) meh "we bewe bsbesch änkende" Absp achen be- s ehen bleiben können als bei Fo bes ehen un e schiedliche We be- we bspoli iken on Land zu Land 29• Fü unse e F ages ellung is da aus abzulei en, daß de ökonomische E olg eines In eg a ionskonzep s nich unmi elba on den Zuges änd- nissen de Mi glieds aa en hinsich lich de Ha monisie ung on We - bewe bs- und Wi scha spoli iken abhäng . Das unk ionelle In eg a- ionskonzep de EFTA - das heu e selbs e s ändlich auch ein Mini- mum an Ins i u ionalisie ung o ausse z und besi z - gewinn dami neue Bedeu ung. Eine ha monisie e We bewe bspoli ik muß deshalb keineswegs das nächs liegende Ziel de EFTA sein; das Fo bes ehen on Un e schieden in den na ionalen We bewe bspoli iken wi d au den wi scha lichen E olg de nächs en In eg a ionss u en wah - scheinlich keinen unmi elba en Ein luß haben. (Eine ande e Sache is es, daß jede Ha monisie ungse olg in EWG und EFTA als wich ige poli ische Fo sch i de eu opäischen Einigung gewe e we den muß.) D ingliche sind dagegen die a sächliche und olls ändige Ö - nung de Mä k e und die Ga an ie de ollen Fak o mobili ä im Rah- men de Mi glieds aa en. Die Ansä ze, die hie mi dem olls ändigen Zollabbau und beim Niede lassungs ech o liegen, sind bescheiden, be ech igen abe ielleich doch zu einigen Ho nungen. 20 Vgl. S egemann, Klaus, a.a.O., S. 74. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-41923-4 | Gene a ed on 2023-01-16 13:01:39