G ößl-Gschwend ne , Ing id
A icle
Ve mögense ek e: Die Disk epanz zwischen ih e
Bedeu ung in ökonomischen Modellen und ih e
heo e ischen Fundie ung
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: G ößl-Gschwend ne , Ing id (1991) : Ve mögense ek e: Die Disk epanz zwischen
ih e Bedeu ung in ökonomischen Modellen und ih e heo e ischen Fundie ung, K edi und
Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 24, Iss. 2, pp. 271-293,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271
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Be ich e
Ve mögense ek e: Die Disk epanz zwischen
ih e Bedeu ung in ökonomischen Modellen und
ih e heo e ischen Fundie ung
Von Ing id G ößl-Gschwend ne , Oldenbu g
I. P oblems ellung
Insbesonde e bei de Realisie ung eines lang is igen Gleichgewich s
spielen Ve mögense ek e sowohl in Keynesianischen als auch neoklassi-
schen Modellen eine wich ige Rolle. Mi dem olgenden Bei ag soll e deu -
lich we den, daß diese hohe S ellenwe in k assem Wide sp uch zu heo-
e ischen Fundie ung on Ve mögense ek en s eh . Hie zu wi d zunächs
beispielha die Unen beh lichkei on Ve mögense ek en in neoklassi-
schen und Keynesianischen Modellen anspa en gemach , die in de öko-
nomischen Li e a u zu Ansehen gelang sind. Es handel sich hie bei um
den mone ä en Zahlungsbilanzansa z, das um Ve mögense ek e e wei e e
IS-LM-Modell und den Po olio-Balance-Ansa z eine o enen Volkswi -
scha . Im Anschluß da an we den die übliche weise zu heo e ischen Fun-
die ung on Ve mögense ek en o geb ach en Vo schläge disku ie . Im
Mi elpunk s ehen dabei Haushal sop imie ungsansä ze.
II. Beg i und Klassi ika ion on Ve mögense ek en
Un e Ve mögense ek en e s eh man den Ein luß, de om ealen
Ne o e mögen des P i a sek o s au dessen Ausgaben ausgeh (Meye
1974). In de Regel s eh dabei das nich menschliche Ve mögen im Mi el-
punk , das sich zusammense z aus dem Bes and an Realkasse1, dem Ku s-
we e zinsliche S aa sschuld i el2 und dem Sachkapi albes and. Le z e-
1 In den meis en Modellen handel es sich dabei - angesich s eine Ve nachlässi-
gung des Bankensek o s - um „ou side money". Vgl. zu Beg i sde ini ion Gu ley,
Shaw 1960.
2 In den gängigen Modellen wi d dem Rica dianischen Äqui alenz heo em nich
ge olg .
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272 Be ich e
e wi d en wede du ch den Ku swe es e zinsliche We papie e ode
du ch den Ku swe on Ak ien gemessen. Un e Ve mögense ek en we -
den zwei Wi kungen zusammenge aß , die om oben de inie en Ve mögen
au die p i a en Ausgaben ausgehen: E s ens geh es um den adi ionellen
Wi kungskanal des Ve mögens. Danach geh die eale E spa nis zu ück und
s eig en sp echend de eale Konsum, wenn de Realwe des Ve mögens
zunimm . Eine zwei e Wi kungske e basie au eine Ve mögensabhängig-
kei de Bes andsnach age unk ionen im mone ä en Sek o (Meye 1974).
Ände ungen im Realwe des Ve mögens können einmal beding sein du ch
Geldschöp ung, Ve g öße ung de Anzahl an S aa sschuld i eln und Kapi-
alakkumula ion. Die dadu ch ausgelös en Ve mögense ek e we den o -
mals als „di ek " bezeichne . Zum ande en ände sich de Realwe des
Ve mögens mi dem Gü e p eisni eau und den Ku sen einzelne Ak i a.
En sp echend handel es sich hie bei um „indi ek e" Ve mögense ek e
(Meye 1974).
III. Ve mögense ek e in mak oökonomischen Modellen: ein Übe blick
Eine maßgebliche Rolle ü die Ein üh ung on Ve mögense ek en in de
ökonomischen Theo ie spiel A. C. Pigou. In eine Auseinande se zung mi
J. M. Keynes um die Ma k wi scha en inhä en e Tendenz zu einem s abilen
Vollbeschä igungsgleichgewich p äg e e den indi ek en Realkassene ek .
Danach induzie ein P eis ückgang übe eine Zunahme de Realkasse einen
höhe en Konsum und dami einen Ans ieg de gesam wi scha lichen
Nach age. Fäll diese E ek g oß genug aus, inde eine Volkswi scha
aus de Rezession zu Vollbeschä igung zu ück, und zwa auch dann, wenn
de Reallohn du ch Lohn- und P eis ückgänge nich sink .
Eine ande e Rolle spiel de indi ek e Realkassene ek bei D. Pa inkin
1965. Hie geh es o allem um eine konsis en e Ve bindung zwischen dem
Gü e - und Geldma k im adi ionellen neoklassischen Modell. Dieses bil-
de eine Volkswi scha ab, in de A bei sangebo und -nach age bei gege-
benem Kapi als ock, gegebene Technologie und kons an en P ä e enzen
allein om Reallohn abhängen. Ein lexible Reallohn siche s e s ein
Gleichgewich bei Vollbeschä igung. Das dami e bundene Gü e angebo
i au eine Gü e nach age, die maßgeblich om Zinssa z, nich abe on
absolu en Gü e p eisen abhäng . Da die Haushal e annahmegemäß nich
ho en, e hal en sich au g und de gesam wi scha lichen Budge es ik-
ionen Gü e - und We papie ma k spiegelbildlich. Dami so g de Zins-
sa z da ü , daß Angebo und Nach age sowohl au dem We papie - als
auch au dem Gü e ma k zu Deckung kommen. Das absolu e P eisni eau
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Be ich e 273
wi d annahmegemäß du ch Übe eins immung on Geldangebo und -nach-
age gebilde . Pa inkin nun e i - ebenso wie O. Lange 1942 - die Au -
assung, daß au g und des Wal as'sehen Gese zes Geldma k gleichgewich
au oma isch dann bes eh , wenn die ande en Mä k e in de Volkswi scha
im Gleichgewich sind, hie zu also nich eigens eine P eisanpassung no -
wendig is . Dies is eine unmi elba e Konsequenz da on, daß Angebo e und
Nach agen au dem A bei s-, dem We papie - und dem Gü e ma k aus-
schließlich on ela i en P eisen abhängen. Dami abe wä en im neoklassi-
schen Modell auch dann, wenn Geld exis ie , nu die ela i en P eise
bes immba . Die Ein üh ung eines indi ek en Realkassene ek es ha dage-
gen zu Konsequenz, daß de Gü e konsum bei gegebene nominelle Geld-
menge unmi elba om P eisni eau abhängig wi d. Du ch ein Gleichge-
wich au dem A bei s-, Gü e - und We papie ma k sind un e diese
Bedingung nu de Nominallohn und de Nominalzins bes immba , wäh-
end die Geldma k gleichgewich sbedingung benö ig wi d, um das abso-
lu e P eisni eau zu de e minie en.
Die Bedeu ung de Ve mögense ek e basie alle dings wenige au den
indi ek en - und hie o allem p eisinduzie en - Mechanismen als iel-
meh au dem di ek en Wi kungskanal. In diesem Zusammenhang komm
de Ve mögensakkumula ion, ausgelös du ch die gesam wi scha liche
E spa nis und In es i ion und dami e bunden du ch s aa liche Budge -
de izi e und Leis ungs- bzw. Zahlungsbilanzen, besonde e Bedeu ung zu.
Di ek e Ve mögense ek e s ellen in diesem Zusammenhang einen Mecha-
nismus da , um im P ozeß de Ve mögensakkumula ion den mone ä en und
ealen Sek o in spezi ische Weise zu e binden. Fü die A und Wi kungs-
weise on Ve mögense ek en is dabei on Bedeu ung, ob de Zusammen-
hang zwischen den Mä k en eine Volkswi scha du ch eine einzige Bud-
ge es ik ion abgebilde wi d, ode ob neben eine Einkommens- eine Ve -
mögens es ik ion un e s ell wi d.
In Modellen mi eine einzigen Budge es ik ion en sp ich einem Übe -
angebo (Übe nach age) im ealen Be eich eine Übe nach age (Übe ange-
bo ) im mone ä en Sek o . In diese Ka ego ie allen einmal das adi ionelle
neoklassische Leh buchmodell und zum ande en Bes andsanpassungsmo-
delle des mone ä en Sek o s. Le z e e zeichnen sich dadu ch aus, daß die
Wi scha ssubjek e bes imm e Bes ände an einzelnen Ve mögens i eln
ans eben, die sie nich so o , sonde n sukzessi e - du ch Anspa en - eali-
sie en wollen. In s a ionä en Modellen is eine Di e genz zwischen ange-
s eb em und a sächlichem Ve mögen gleichbedeu end mi einem
Ungleichgewich im mone ä en Sek o , dem ein Ungleichgewich im eal-
wi scha lichen Be eich mi umgekeh em Vo zeichen en sp ich . Di ek e
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274 Be ich e
Ve mögense ek e spielen ü die Anpassungsp ozesse im Rahmen dieses
Modells eine maßgebliche Rolle. Dies soll im olgenden Abschni am Bei-
spiel des mone ä en Zahlungsbilanzansa zes e deu lich we den.
Gemeinsames Me kmal on Modellen mi Ve mögens es ik ion is dage-
gen die Annahme, das Ni eau des Ve mögensangebo es we de in jede Zei -
einhei du ch die in e gangenen Pe ioden e olg e Ve mögensakkumula-
ion bes imm und sei somi in de be ach e en Zei einhei eine gegebene
G öße. Dieses so de inie e Ve mögensangebo en sp ich dem ealisie en
P i a e mögen im be ach e en Zei punk . Die Ve mögensnach age is
da au ge ich e , das exogen gegebene Gesam e mögen op imal zu s uk-
u ie en. Da die Ve mögenshöhe o gegeben is , un e liegen die Wi -
scha ssubjek e bei ih en En scheidungen eine Ve mögens es ik ion.
Wich ig ü die s uk u elle Ve bindung des mone ä en und des ealen
Be eiches in diesen Modellen is die Annahme, on de lau enden E spa nis
gehe kein Ein luß au die lau ende Ve mögensnach age aus. Fe ne wi d
ein Ein luß lau ende In es i ionen und eines lau enden s aa lichen Budge -
de izi s au das Ve mögensangebo im be ach e en Zei punk e nachläs-
sig . Dasselbe i zu ü einen Saldo in de Zahlungs- und Leis ungs-
bilanz. Au g und diese Annahme s ell die Ve mögens es ik ion eine
olls ändige Beziehung zwischen Si ua ionen des Gleichgewich s bzw.
Ungleichgewich s im mone ä en Sek o he . Flexible P eise ü die einzel-
nen Ak i a so gen in jedem Augenblick da ü , daß die S uk u des o han-
denen Ve mögensbes andes on den Wi scha ssubjek en auch nachge ag
wi d. Modelle mi Ve mögens es ik ion können in diesem Sinne als
Bes andss uk u modelle des mone ä en Sek o s bezeichne we den. Die
Beziehung zwischen den Mä k en des ealen Be eiches wi d in diesen
Modellen du ch die gesam wi scha liche Einkommens es ik ion abgebil-
de . Gü e ma k gleichgewich üh dabei dazu, daß die E spa nis de
Haushal e mi de Summe aus In es i ion, s aa lichem Budge de izi und
einem Übe schuß in de Leis ungsbilanz übe eins imm . Mi ande en Wo -
en, Gü e ma k gleichgewich üh dazu, daß die on den Haushal en ange-
s eb e Ve mögensakkumula ion - was das Gesam olumen be i - mi
dem Angebo übe eins imm . Im Zusammenhang mi de F age, wie die mi
eine posi i en gesam wi scha lichen E spa nis und In es i ion e bun-
dene Ve mögensakkumula ion im Rahmen dieses Modells wi k , spielen
Ve mögense ek e eine maßgebliche Rolle. Dies wi d in den Abschni en (V)
und (VI) am Beispiel des IS-LM-Ansa zes und des Po olio-Balance-Ansa -
zes e deu lich .
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Be ich e 275
IV. Ve mögense ek e im mone ä en Zahlungsbilanzansa z
Ausgangspunk dieses Ansa zes is eine neoklassische Wel , in de ein le-
xible Reallohn s e s ü Vollbeschä igung so g . Im ein achs en Fall wi d
eine s a ionä e Volkswi scha abgebilde mi A bei als einzigem P oduk-
ions ak o (Do nbusch 1973 a, b, Mussa 1974). Die Haushal e s eben in
jedem be ach e en Zei punk einen op imalen Bes and an Finanzak i a an.
Übe s eig e das ak uell e ügba e Ve mögen, we den die Haushal e die
bes ehende Disk epanz sukzessi e du ch Spa en abbauen. Im ein achs en
Fall e kö pe Kassenhal ung die einzige Anlagemöglichkei . Fü das in
ealen G ößen o mulie e Modell olg dann (G ößl 1986):
(1) Y = C+S
Gleichung (1) besch eib die Budge es ik ion de Haushal e. Gleichung
zwei bilde die Spa unk ion ab. Die Haushal e s eben einen bes imm en
Geldbes and an, de annahmegemäß allein du ch das eale Sozialp oduk
bes imm wi d. Die Anpassung des a sächlichen an den anges eb en Real-
kassenbes and e olg sukzessi e übe die E spa nis. Ande s gewende , wi d
die E spa nis du ch die Di e enz zwischen anges eb em und a sächlichem
Geldbes and bes imm . S eig die Realkasse, nimm somi die E spa nis ab.
Du ch die e zöge e Bes andsanpassung en s eh somi sowohl ein di ek e
als auch ein indi ek e Ve mögense ek au die E spa nis und übe die Bud-
ge es ik ion au den Konsum. Im o liegenden Ansa z en sp ich die Ein-
kommens es ik ion de Haushal e de gesam wi scha lichen Budge e-
s ik ion. Sie s ell einen Zusammenhang zwischen Gü e - und Geldma k
he de ges al , daß ein Übe angebo an Gü e n eine Übe nach age nach
Geld en sp ich .
Wi d ein g oßes Land („la ge open economy") modellie , kommen en -
sp echende Gleichungen ü das Ausland hinzu:
(2)
(3) S = Md
Y = Sozialp oduk
C = Konsum
S = E spa nis
CLM
— Anpassungskoe izien
M* = gewünsch e Realkasse
NT = nominelle Geldmenge
Md = Zunahme de Geldnach age p o Zei einhei
19 K edi und Kapi al 2/1991
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276 Be ich e
(4) Y' = C + S'
_ Mn> i
(5) 5' = ak M*(Y')- —
(6) S' = Md'
Im ein achs en Fall p oduzie en In- und Ausland ein iden isches in sich
homogenes Gü e bündel. Da annahmegemäß keine Handelshemmnisse exi-
s ie en, komm es zu He ausbildung eines gemeinsamen Wel ma k es, au
dem im Gleichgewich ein ü beide Lände gleiche P eis he sch :
(7) Y+Y' = C+C
(8) P = P'e
e = Wechselku s (P eisno ie ung)
Jede Übe schuß de heimischen P oduk ion übe den Konsum is dabei im
Wel ma k gleichgewich gleichbedeu end mi einem Ne oexpo und en -
sp ich einem Handelsbilanzübe schuß. Im o liegenden Modell sind Han-
dels- und Zahlungsbilanz iden isch. Somi gil im Wel ma k gleichgewich :
(9) PC = S = -S'
Bei es en Wechselku sen ha ein Zahlungsbilanzübe schuß einen Ans ieg
de nominellen Geldmenge im Zei ablau zu Folge:
Mn Mn'
De di ek e Ve mögense ek , ausged ück du ch eine nega i e Ko ela ion
zwischen E spa nis und nominelle Geldmenge is nun haup e an wo lich
da ü , daß ein endogene Zahlungsbilanzanpassungsp ozeß in Gang komm :
Wie be ei s da ges ell , en s eh im Inland ein Zahlungsbilanzübe schuß,
wenn de anges eb e den a sächlichen Bes and an Realkasse übe s eig .
Mi dem Übe schuß in de Zahlungsbilanz e bunden is nun abe eine im
Zei ablau s eigende nominelle Geldmenge. Dadu ch wi d die posi i e Dis-
k epanz zwischen anges eb em und a sächlichem Geldbes and sukzessi e
abgebau und schließlich au Null eduzie .
An diesen Zusammenhängen ände sich im üb igen nich s, wenn e zins-
liche Ak i a einge üh we den - auch, wenn diese nich in e na ional
subs i u i sind. In diesem Fall olg ü die gesam wi scha liche Budge -
es ik ion:
(11) Y - C = Md + Bd
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Be ich e 277
Bd besch eib die Zunahme de Nach age nach „bonds". Analog zu Real-
kasse we den die Haushal e dann We papie e kau en wollen, wenn de
anges eb e den a sächlichen Bes and übe s eig . In obigem Modell is das
gleichbedeu end mi einem Ungleichgewich au dem We papie ma k ,
alls in- und ausländische Ak i a nich subs i u i sind. Es kann da on aus-
gegangen we den, daß de Zinssa z ü ein We papie ma k gleichgewich
so g . Dies is gleichbedeu end mi eine Übe eins immung on anges eb-
em und a sächlichem We papie bes and. Dami abe wi d wie zu o de
Zahlungsbilanzsaldo du ch ein Ungleichgewich au dem Geldma k
bes imm .
In de mone ä en Zahlungsbilanz heo ie wi d im allgemeinen on eine
pe ek en Subs i u ionsbeziehung zwischen in- und ausländischen We pa-
pie en ausgegangen. Bei un e s ell e pe ek e Kapi almobili ä ließen in-
und ausländische We papie ma k zusammen. Übe s eig de anges eb e
den a sächlichen We papie bes and im Inland, so ha das im Wel kapi al-
ma k gleichgewich einen Kapi alexpo zu Folge:
(11) FC = Bd = -Bd'
FC = Ne okapi alexpo
Fe ne sind in- und ausländische Zinssa z iden isch.
(12) i = i'
Ein Saldo in de Handelsbilanz wi d nun sowohl du ch eine Di e genz zwi-
schen anges eb em und a sächlichem Kassenbes and als auch du ch eine
Di e genz zwischen anges eb em und a sächlichem We papie bes and
de e minie . Le z e es is gleichbedeu end mi eine Kapi albewegung. Ein
Saldo in de Zahlungsbilanz en s eh imme dann, wenn einem Ne owa en-
expo kein Kapi alexpo en sp ich . Das abe bedeu e , daß auch je z ein
Saldo in de Zahlungsbilanz ausschließlich du ch eine Di e genz zwischen
anges eb e und a sächliche Realkasse de e minie wi d. Unabhängig
da on also, ob Kapi albewegungen exis ie en ode nich , wi d im „mone a y
app oach" ein Zahlungsbilanzgleichgewich du ch eine Di e genz zwischen
anges eb e und a sächliche Kassenhal ung bes imm . Die mi eine
unausgeglichenen Zahlungsbilanz e bundene Ände ung de Geldmenge im
Zei ablau lei e einen Zahlungsbilanzanpassungsp ozeß ein, de du ch den
di ek en Realkassene ek beg ünde wi d.
19*
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278 Be ich e
V. Ve mögense ek e im IS-LM-Modell
eine geschlossenen Volkswi scha 3
Im ein achs en Fall olg ü das IS-LM-Leh buchmodell
Mn Bn „
(1) W= + = M +Bd
P Pi
(2) Md = L(i,Y)
NT
(3) = M
P
(4) Y = C(Y, T) + l(i) + As
(4a) S (Y, T) = I(i) + (A$
—
T)
(5) T = Y
(6) P = P0
W = Realwe des Ve mögens
Bn/i = Ku swe on „bonds"
As = S aa sausgaben ( eal)
T = S eue au kommen ( eal)
= S eue sa z
Mn = nominelle Geldmenge
P = P eisni eau
Md = eale Geldnach age
i = Nominalzins
Y = eales Sozialp oduk
E spa nis und In es i ion sind posi i : Ebenso is ein s aa liches Budge de i-
zi denkba . Gü e ma k gleichgewich üh dazu, daß die mi de E spa nis
e bundene Ve mögensakkumula ion de mi eine posi i en Ne oin es i-
ion und einem s aa lichen Budge de izi e bundenen angebo enen Ve mö-
gensakkumula ion en sp ich . Die au diese Weise ealisie e Ve mögensän-
de ung im Zei ablau üh im IS-LM-Modell zu eine s ändigen Ve schie-
bung de Ve mögens es ik ion. Im oben da ges ell en Modell ha die Ve -
schiebung de Ve mögens es ik ion o ensich lich nu dann Konsequenzen
ü den Zinssa z, wenn sich die Geldmenge e ände . Dies wu de insbeson-
de e mi Blick au k edi inanzie e s aa liche Budge de izi e als unzu ei-
chend e ach e . Einen Ausweg bie e die Annahme, daß die Bes andsnach-
age nach al e na i en Ak i a mi dem Ve mögensni eau posi i ko elie
is . Diese Hypo hese e hiel Rückendeckung du ch die mik o- und mak o-
3 Un e dem eichhal igen Angebo an Modellen gl. z.B. Blinde , Solow 1973,
Cansie 1981, 1983, Ch is 1968, 1978, Dieckheue 1979, 1980, O and O 1965,
Silbe 1970.
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Be ich e 285
um aß den Wunsch de Haushal e, das Ni eau des Gesam e mögens zu
e höhen. Die Bes andsnach age nach einzelnen Ak i a ep äsen ie dann
nich meh nu den Wunsch nach eine bes imm en Ve mögenss uk u .
Zusä zlich is das S eben nach insgesam höhe en Ni eaus ü alle Ve mö-
gens i el zu be ücksich igen. En scheiden die Haushal e übe Ve mögensni-
eau und -s uk u simul an, so esul ie aus dem Op imie ungskalkül ein
bes imm e anges eb e Bes and an e zinslichen Anlagen und Geld. Die
Summe da aus en sp ich dem geplan en Gesam ni eau des Ve mögens, de
sich um die E spa nis om a sächlichen Bes and un e scheide . Ob un e
diesen Bedingungen das a sächliche Ve mögen im En scheidungskalkül
dennoch als Res ik ion ungie und au diesem Wege Ve mögense ek e
induzie , häng nun maßgeblich da on ab, ob die Haushal e die on ihnen
anges eb en Bes ände auch jede zei ealisie en können. Hie bei is zu
be ücksich igen, daß de anges eb e Bes and an Ve mögens i eln zu eine
en sp echenden Nach age au den Finanzmä k en üh und do mi dem
Angebo zusammen i . Wich ig dabei is , daß das lau ende Angebo nich
nu , wie de May-Ansa z sugge ie , den ak uellen Ve mögensbes and
um aß , sonde n zusä zlich die lau ende In es i ion, das lau ende Budge -
de izi des S aa es und den Saldo de Leis ungs- bzw. Zahlungsbilanz; denn
auch zwischen diesen G ößen und dem Ans ieg des Ve mögensangebo es
bes eh eine sachlogische Beziehung (G ößl-Gschwend ne 1990). Geh
man da on aus, daß die Ve mögensp eise s e s ih e Koo dina ionsau gabe
e üllen, können die on den Haushal en anges eb en Ve mögensbes ände
auch ealisie we den. Ein Gleichgewich im mone ä en Sek o b ing
dabei nich nu die Übe eins immung on gewünsch e und a sächliche
Ve mögenss uk u zum Ausd uck, zusä zlich kann auch das anges eb e
Gesam ni eau und dami die E spa nis ealisie we den. Die mi diesem
Gleichgewich e bundene Ände ung des Ve mögensbes andes gegenübe
de Vo pe iode is dann lediglich die Realisie ung dessen, was die Haushal e
geplan haben. Zu abe maligen Reak ionen bes eh kein Anlaß. Dami abe
sind Ve mögense ek e, wie sie in den o ges ell en IS-LM- und Po olio-
Balance-Modellen im mone ä en Sek o un e s ell we den, ausgeschlossen.
Obige Aus üh ungen machen deu lich, daß die E spa nis als A gumen
de Ve mögensnach age nich e nachlässig we den da . Es is somi eine
Theo ie de Ve mögensnach age no wendig, die sowohl S uk u - als auch
Akkumula ionsgesich spunk en Rechnung äg . Man könn e nun a gumen-
ie en, daß - wenn schon nich übe die Ve mögens es ik ion - so doch übe
die E spa nis eine Ve mögensabhängigkei de Asse -Nach age beg ünd-
ba wä e. Mi diesem A gumen be aß sich de olgende Abschni .
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286 Be ich e
VIII. K i ische Wü digung de Ve mögensabhängigkei des Konsums
Pigou beg ünde e die posi i e Ko ela ion zwischen Konsum und Ve mö-
gen mi einem abnehmenden G enznu zen des Ve mögens, ohne einen
o malen Nachweis im Rahmen eines Haushal sop imie ungsmodells zu
e b ingen. Sowohl Pa inkin 1965 als auch Niehans 1978 haben indessen
gezeig , daß im Rahmen eines Nu zenmaximie ungsansa zes ein di ek e Ve -
mögense ek nich ablei ba is , ein indi ek e nu dann, wenn ein exogen
gegebene An angsbes and an Ve mögen un e s ell wi d. Pa inkin geh
dabei da on aus, daß zumindes Realkasse einen unmi elba en Nu zen s i -
e , wäh end Niehans gene ell lediglich einen indi ek en Nu zen sieh , de
da au be uh , daß Ve mögenshal ung dazu bei äg , ein gewünsch es zei -
liches Konsummus e zu ealisie en. Folgendes ein aches Modell möge die
A gumen a ion de Au o en e deu lichen. Ve ein achend wi d eine expli-
zi e Nu zen unk ion un e s ell . Als Anlageal e na i e wi d nu ein es e -
zinsliches We papie be ücksich ig . Ve mögen s i e keinen di ek en Nu -
zen. De Planungsho izon be äg zwei Pe ioden. In de zwei en Pe iode
wi d das gesam e Ve mögen au gezeh .
(1) U = C?C?i +ö a,ö> 0
(2) BS(l + i) + Y? = C P + Bn
+
i
(3) B? + 1(l + ) +
Y?
+
1
=
C
+ iP + i
U = Nu zen
C = Konsum
a = P ä e enzpa ame e
6 = Zei p ä e enz
Die Gleichungen (2) und (3) besch eiben die Budge es ik ionen in den
jeweiligen Pe ioden. Ve ein achend wi d on Ku sände ungen abgesehen.
BQ besch eib den Nominalwe des We papie an angsbes andes, Bn
+ x bil-
de den ü
+1 gewünsch en Bes and ab. De Zinssa z sei in beiden Pe io-
den gleich. Fü den Lag ange-Ansa z olg :
(4) L = C Ca/1+ ö + X [Bo(l + i) + Y?
—
C P — ß?
+ i]
+
+ ¿
+
I
[Bn
+ 1(1 + i) + Y? + i - C +iP
+ i]
Fü die Op imalbedingungen olg :
(5) «e 1 c + l
a/1+ö- X P = 0 ü C > 0
(6) —C Cii1i+«-1-A +1P + 1 = 0 ü C + 1>0
1 +
<5
(7)
A + i
(1 + i)
— A
= 0 ü B"
+
i> 0
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Be ich e 287
Gleichung (7) b ing den indi ek en Ve mögensnu zen zum Ausd uck. Seine
U sache lieg da in beg ünde , daß de G enznu zen des Einkommens, aus-
ged ück du ch den Lag ange-Mul iplika o , in beiden Pe ioden un e -
schiedlich is . Aus den Gleichungen (5) - (7) olg :
1 +
<5
(8) c' " 177
B
n /7i
0
* + 1
Y + (1 + i) +
P P
(1
+ i).
Y = eales Sozialp oduk
B?+1 B8(l + i)
(9) —— = Y C
P P
O ensich lich hängen Konsum und de anges eb e Ve mögensbes and
lediglich om Realwe eines exogen gegebenen An angs e mögens ab. Es
exis ie also nu ein indi ek e , nich abe ein di ek e Ve mögense ek in
obigen Funk ionen. Die E klä ung da ü lieg da in beg ünde , daß das Ve -
mögen selbs eine zu op imie ende Va iable da s ell und da on ausgegan-
gen wi d, seine anges eb e Höhe we de s e s ealisie . Die Annahme eines
exogen gegebenen Ve mögensan angsbes andes is jedoch willkü lich, so
daß auch gegenübe de Exis enz on indi ek en Ve mögense ek en Zwei el
angeb ach sind.
Die Hypo hese, daß a sächliche und anges eb e Ve mögensbes and
s e s übe eins immen, kann wie im o angehenden Abschni dami beg ün-
de we den, daß im mone ä en Sek o s e s Gleichgewich he sch . Niehans
weis jedoch au ein wei e es A gumen hin: Die Haushal e wünschen eine
so o ige Realisie ung de gewünsch en Ve mögensbes ände. Dies könne mi
dem Fehlen on Anpassungskos en beg ünde we den. In de Exis enz on
Kos en, die bei de Anpassung des a sächlichen an das anges eb e Ve mö-
gen en s ehen, lieg denn seine Ansich nach auch die einzig sinn olle
Beg ündung ü Ve mögense ek e. E e säum es alle dings, Anpassungs-
kos en in seinem Haushal sop imie ungsansa z zu in eg ie en, so daß e
le z endlich eine olls ändige mik oökonomische Fundie ung on Ve mö-
gense ek en schuldig bleib . Dagegen zeig G ößl 1986, daß Ve mögensanpas-
sungskos en unmi elba die Ve mögens endi e minde n und somi da ü
so gen, daß die Wi scha ssubjek e einen nied ige en Bes and an al e na i en
Ak i a ans ehen. Hingegen geling es nich , eine e zöge e Ve mögensan-
passung abzulei en. Dies kann im Rahmen des olgenden e ein ach en
Modells gezeig we den: Annahmegemäß gib es nu Kasse als Anlagemög-
lichkei . Von Ände ungen des P eisni eaus wi d abs ahie . Es en sp echen
sich dann nominelle und eale G ößen. Kasse s i e keinen unmi elba en
Nu zen:
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288 Be ich e
(1) u = C C *
(2) Y + M0 = C + Mi+1 + c (Mi+1-M0)
(3) Y
+ i
+
M + i
= C +
i
ö = Zei p ä e enz
U = Nu zen
C = Konsum
Y = Realeinkommen
M = Kasse
cT = Anpassungskos ensa z
Die Gleichung (2) besch eib wiede um die Budge es ik ion ü die e s e
Pe iode. Zusä zlich be ücksich ig sind Anpassungskos en, wobei ein kon-
s an e Kos ensa z p o Einhei , cT, un e s ell wi d. Fü die Op imalbedin-
gungen olg :
1 + ö
(4) C = [(1 + cT)
Y
+
i
+ Y + M0 (1 + cT)]
2 + 6
Y
(5) M + i = M0-C
1 + cT
Wie be ei s angedeu e , bes immen T ansak ionskos en den anges eb en
Bes and. Dagegen kann eine e zöge e Ve mögensanpassung aus obigem
Ansa z nich abgelei e we den. Zumindes implizi is abe das Anpas-
sungskos ena gumen im mone ä en Zahlungsbilanzansa z en hal en, de
sich im Hinblick au die Mik o undie ung seine Ve hal ens unk ionen ein-
gebe e sieh in die neoklassischen Maximie ungsansä ze. Es bliebe noch
die Möglichkei , Ve mögense ek e du ch Res ik ionen im mone ä en Sek-
o zu beg ünden, die du ch Zins igidi ä en beding sind. Angesich s de
hohen P eis lexibili ä au den Finanzmä k en e schein dieses A gumen
abe nich ag ähig.
Nun wi d alle dings ge ade in neues e Zei de Nu zenmaximie ungsan-
sa z als Modell zu Mik o undie ung des Haushal s e hal ens selbs e -
meh k i isie . Dabei wi d insbesonde e au den hohen Beda an In o ma-
ionsbescha ungs- und -Ve a bei ungskos en hingewiesen. Als al e na i e
En scheidungsk i e ien ü das Ve hal en de Haushal e wi d au Daumen-
egeln e wiesen, die sich meh ode wenige bewäh haben. Im Rahmen
dieses Ansa zes könn e man Ve mögense ek e mi Sä igungse scheinun-
gen beg ünden. Es mag du chaus zu e en, daß bei einzelnen Haushal en
die Tendenz o he sch , au einen s eigenden Ve mögensbes and mi eine
e minde en E spa nis zu eagie en. Ande e sei s is zu be ücksich igen,
daß mi einem im Zei ablau s eigenden Ve mögen ein s eigendes Einko n-
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Be ich e 289
men e bunden is . Ve wenden die Haushal e dieses Einkommen nun e -
s ä k dazu, um zu konsumie en? Wie sieh es aus, wenn sich auch Sä i-
gungse scheinungen beim Konsum beme kba machen? Is nich auch de
Fall denkba , daß de An eil de E spa nis am Einkommen s eig , je höhe
das Einkommen is ? Es wi d deu lich, daß be ei s au de einzelwi scha li-
chen Ebene zwingende Aussagen nich möglich sind. Noch unsiche e wi d
es, wenn man sich au die gesam wi scha liche Ebene begib und die He e-
ogeni ä en in Einkommen, Be ölke ungs- und P ä e enzs uk u be ück-
sich ig . Im üb igen is auch in empi ischen Un e suchungen die Exis enz
on Ve mögense ek en nich unums i en, zumindes abe wi d e als
äuße s schwach eingeschä z . Diese Au assung inde man im üb igen
be eis bei Pigou.
IX. Die Bedeu ung de Ve mögensde ini ion
De Ve mögense ek spiel - wie die ange üh en Beispiele zeigen - in
ape iodischen Modellen eine en scheidende Rolle. In diesen Modellen wi d
das Ve mögen als Summe aus dem Realwe des a sächlichen Geld- und
We papie - und/ode Kapi albes andes de inie . Das ealisie e Ve mögen
is das In eg al bzw. die Summe de in de Ve gangenhei e olg en Ve mö-
gensakkumula ion. De en G undp eile sind wiede um die E spa nis de
Haushal e eine sei s, s aa liche Budge de izi e, p i a e In es i ionen und
Leis ungsbilanzübe schüsse ande e sei s. Demnach s eig das Ve mögen
solange, wie
z. B.
ein - wenn auch kons an es - s aa liches Budge de izi exi-
s ie , und solange nimm auch de Konsum ia Ve mögense ek zu. Im
Hinblick au die Mik o undie ung wi d dabei o mals au die in e empo a-
len Haushal sop imie ungsmodelle e wiesen. In Abschni VIII wu de zu
zeigen e such , daß in diesen Op imie ungsmodellen ein Ve mögense ek
im oben besch iebenen Sinne nich ablei ba is .
Die in e empo alen Op imie ungsmodelle zeigen e ne , daß de Konsum
in jede Pe iode om gesam en abdiskon ie en Einkommenss om des Pla-
nungsho izon es abhäng - ein Bezug zu Zukun , de in ape iodischen
Modellen ehl . Au g und de Op imie ungsak i i ä en häng diese abdis-
kon ie e Einkommenss om om dynamischen En wicklungsp ad des Real-
lohnes, dem Zinssa z und dem abdiskon ie en S eue au kommen ab. Eine
ande e Ve mögensde ini ion bezieh sich nun eben au diesen abdiskon ie -
en Einkommenss om. Diese Ve mögensde ini ion lieg den inzwischen
zahl eichen in e empo alen Mak omodeilen zug unde6. Au de G undlage
6 Einen exzellen en Übe blick übe in e empo ale Modelle e mi eln O. J. Blan-
cha d und S . Fische , Camb idge 1989.
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290 Be ich e
diese De ini ion lieg ein Ve mögense ek imme dann o , wenn de
ab diskon ie e Einkommenss om s eig und en sp echend zu einem Konsum-
ans ieg üh . De en scheidende Un e schied zu den o ges ell en a em-
po alen Modellen kann an olgendem Beispiel e deu lich we den:
In a empo alen Modellen üh ein in en s ehendes Budge de izi des
S aa es zu einem s ändigen Ve mögensans ieg und lös somi auch s ändig
ia Ve mögense ek Konsums eige ungen aus. Dadu ch wi d ein dynami-
sche S ock-Flow-P ozeß ausgelös , de die G undlage da ü bilde , daß das
Sys em zum „s eady s a e" zu ück inde . In in e empo alen Modellen hin-
gegen lös ein in en s ehendes Budge de izi nich zwingend einen Ans ieg
des abdiskon ie en Einkommenss oms und dami des Ve mögens aus. Hal-
en sich Haushal e und S aa an die „no-Ponzi-game-condi ion", d.h., s eig
die p i a e und ö en liche Ve schuldung nich s ä ke als de Zinssa z und
wi d dazuhin das Budge k edi inanzie , dann bleib de abdiskon ie e
Einkommenss om un e ände . Es gil das Rica dianische Äqui alenz heo-
em. Eine Ausnahme bilde , wie Cudding on und Vinals 1986 zeigen, eine
Geldmengen inanzie ung. Wei e e Ausnahmen we den du ch un e schied-
liche Diskon ie ungs a en und S eue sys eme gegeben. Geh man einmal on
eine Ve le zung des Äqui alenz heo ems aus, is das Folgende beme kens-
we : Ein in en s ehendes Budge de izi ha beei s in einen Ans ieg des
Konsums zu Folge und bleib dann au einem höhe en Ni eau. Un e -
schiede des Konsums im Pe ioden e gleich we den abe nich du ch das
s eigende Ve mögen bes imm , sonde n allein du ch das Ve häl nis zwi-
schen Zei p ä e enz, Be ölke ungswachs ums a e und Zinssa z. Dies wi d
du ch die Keynes-Ramsey-Regel zum Ausd uck geb ach .
Li e a u e zeichnis
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Be ich e 291
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Zusammen assung
Ve mögense ek e: Die Disk epanz zwischen ih e Bedeu ung
in ökonomischen Modellen und ih e heo e ischen Fundie ung
Ve mögense ek e spielen sowohl in Keynesianischen als auch in neoklassischen
ape iodischen Modellen eine maßgebliche Rolle. Ve mögen wi d do de inie als
E gebnis de in e gangenen Pe ioden e olg en Ve mögensakkumula ion. Die Bedeu-
ung de Ve mögense ek e be i insbesonde e die Konsequenzen eine Ände ung
des nominellen Geldbes andes und Ände ungen in de Anzahl on We papie en. In
ielen Modellen häng die Realisie ba kei eines lang is igen - insbesonde e s a io-
nä en - Gleichgewich s on de Wi ksamkei diese Ve mögense ek e ab. Beispiele
20 K edi und Kapi al 2/1991
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292 Be ich e
hie ü sind de mone ä e Zahlungsbilanzansa z, das um s aa liche Budge de izi e
e wei e e IS-LM-Modell und de Po olio-Balance-Ansa z de Wechselku sbes im-
mung. Nach eine ku zen Besch eibung de genann en Ansä ze wi d im o liegenden
Bei ag gezeig , daß die un e s ell e Ve mögensabhängigkei de E spa nis wede
du ch einen Haushal sop imie ungsansa z mik oökonomisch undie we den kann
noch du ch „ad hoc" A gumen e au de mak oökonomischen Ebene eindeu ig beleg-
ba is . Fe ne wi d e deu lich , daß die im IS-LM-Modell und im Po olio-Balance-
Ansa z un e s ell e Ve mögensabhängigkei de Geldnach age au eine inkonsis en-
en Ve bindung des mone ä en und ealen Be eichs be uh . Abschließend wu de au
die in in e empo alen Mak omodeilen gängige De ini ion des Ve mögens als abdis-
kon ie en Einkommenss om eingegangen. Es wu de gezeig , daß auch im Rahmen
diese Ansä ze ein dynamische S ock-Flow-P ozeß in olge on Ve mögense ek en
nich exis ie .
Summa y
P ope y E ec s: Thei Di e en ial Impo ance o
Economic Models and o hei Theo e ical Founda ions
Weal h e ec s play an impo an ole in bo h ape iodic neoclassical and Keynesian
models. In pa icula his holds ue o he so-called di ec weal h e ec s which a e
induced by changes in he nominal money s ock and he numbe o ou s anding sec-
u i ies. In many models he ealiza ion o a long- un equilib ium depends unda-
men ally on he wo king o hose di ec weal h e ec s. Examples a e he mone a y
app oach o he balance o paymen s, he IS-LM-models conside ing a go e nmen
budge de ici and he po olio-balance-app oach. A e a sho desc ip ion o hese
models i is shown, ha he weal h e ec on money demand being an essen ial con-
s i uen o he ex ended IS-LM-model and he po olio-balance-app oach is o igi-
na ed in an inconsis en ela ionship be ween he mone a y and eal sec o . Fu he -
mo e i is shown ha a di ec weal h e ec on consump ion canno be deduced wi hin
he amewo k o ypical household op imiza ion models. Ins ead i is shown, ha
consump ion depends on he o al o he discoun ed income s eam. This leads o an
al e na i e weal h de ini ion being used in in e empo al mac oeconomic models. I is
shown ha weal h e ec s in he abo e de ined sense wi h he dynamic s ock- low-
p ocess as a consequence do also no exis .
Résumé
E e s de pa imoine: la di e gence en e leu signi ica ion
dans des modèles économiques e leu ondemen héo ique
Des e e s de pa imoine jouen un ôle p édominan aussi bien dans les modèles
Keynésiens que des les modèles apé iodiques néo-classiques. Le pa imoine y es
dé ini comme ésul a de l'accumula ion de capi al au cou s des années p écéden es.
La po ée des e e s de pa imoine conce ne su ou les conséquences d'une modi ica-
ion de l'encaisse nominale e des modi ica ions du nomb e de papie s- aleu s. Dans
de nomb eux modèles, la éalisa ion d'un équilib e à long e me - sou ou s a ion-
nai e - dépend a an ou de l'e icaci é de ces e e s de pa imoine. Ci ons comme
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Be ich e 293
exemple la héo ie moné ai e de la balance de paiemen , le modèle IS-LM, complé é
pa les dé ici s budgé ai es é a iques e la héo ie de l'équilib e des po e euilles de
la dé e mina ion des cou s de change. Ap ès a oi déc i b iè emen les héo ies men-
ionnées, l'au eu de ce a ail mon e que ce que l'on suppose oujou s, à sa oi que
l'épa gne dépend du pa imoine, ne peu ê e ni ondé mic oéconomiquemen su une
héo ie d'op imisa ion des ménages, ni jus i ié clai emen pa des a gumen s «ad hoc»
su le plan mac oéconomique. Il explique ensui e que l'hypo hèse con enue dans le
modèle IS-LM e dans la héo ie de l'équilib e des po e euilles, a i man que la
demande moné ai e dépend du pa imoine, se base su une ela ion inconsis en e du
domaine moné ai e e éel. Finalemen , il examine la dé ini ion cou an e du pa i-
moine dans les modèles mac oéconomiques in e empo els en an que cou an dis-
comp é de e enus. Il mon e qu'un p ocessus dynamique de s ock- low à la sui e
d'e e s de pa imoine, n'exis e pas non plus dans le cad e de ce e héo ie.
20*
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