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Vermögenseffekte: Die Diskrepanz zwischen ihrer Bedeutung in ökonomischen Modellen und ihrer theoretischen Fundierung

Größl-Gschwendtner, Ingrid

Abstract

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Full text

G ößl-Gschwend ne , Ing id A icle Ve mögense ek e: Die Disk epanz zwischen ih e Bedeu ung in ökonomischen Modellen und ih e heo e ischen Fundie ung K edi und Kapi al P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: G ößl-Gschwend ne , Ing id (1991) : Ve mögense ek e: Die Disk epanz zwischen ih e Bedeu ung in ökonomischen Modellen und ih e heo e ischen Fundie ung, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 24, Iss. 2, pp. 271-293, h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/293201 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Be ich e Ve mögense ek e: Die Disk epanz zwischen ih e Bedeu ung in ökonomischen Modellen und ih e heo e ischen Fundie ung Von Ing id G ößl-Gschwend ne , Oldenbu g I. P oblems ellung Insbesonde e bei de Realisie ung eines lang is igen Gleichgewich s spielen Ve mögense ek e sowohl in Keynesianischen als auch neoklassi- schen Modellen eine wich ige Rolle. Mi dem olgenden Bei ag soll e deu - lich we den, daß diese hohe S ellenwe in k assem Wide sp uch zu heo- e ischen Fundie ung on Ve mögense ek en s eh . Hie zu wi d zunächs beispielha die Unen beh lichkei on Ve mögense ek en in neoklassi- schen und Keynesianischen Modellen anspa en gemach , die in de öko- nomischen Li e a u zu Ansehen gelang sind. Es handel sich hie bei um den mone ä en Zahlungsbilanzansa z, das um Ve mögense ek e e wei e e IS-LM-Modell und den Po olio-Balance-Ansa z eine o enen Volkswi - scha . Im Anschluß da an we den die übliche weise zu heo e ischen Fun- die ung on Ve mögense ek en o geb ach en Vo schläge disku ie . Im Mi elpunk s ehen dabei Haushal sop imie ungsansä ze. II. Beg i und Klassi ika ion on Ve mögense ek en Un e Ve mögense ek en e s eh man den Ein luß, de om ealen Ne o e mögen des P i a sek o s au dessen Ausgaben ausgeh (Meye 1974). In de Regel s eh dabei das nich menschliche Ve mögen im Mi el- punk , das sich zusammense z aus dem Bes and an Realkasse1, dem Ku s- we e zinsliche S aa sschuld i el2 und dem Sachkapi albes and. Le z e- 1 In den meis en Modellen handel es sich dabei - angesich s eine Ve nachlässi- gung des Bankensek o s - um „ou side money". Vgl. zu Beg i sde ini ion Gu ley, Shaw 1960. 2 In den gängigen Modellen wi d dem Rica dianischen Äqui alenz heo em nich ge olg . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 272 Be ich e e wi d en wede du ch den Ku swe es e zinsliche We papie e ode du ch den Ku swe on Ak ien gemessen. Un e Ve mögense ek en we - den zwei Wi kungen zusammenge aß , die om oben de inie en Ve mögen au die p i a en Ausgaben ausgehen: E s ens geh es um den adi ionellen Wi kungskanal des Ve mögens. Danach geh die eale E spa nis zu ück und s eig en sp echend de eale Konsum, wenn de Realwe des Ve mögens zunimm . Eine zwei e Wi kungske e basie au eine Ve mögensabhängig- kei de Bes andsnach age unk ionen im mone ä en Sek o (Meye 1974). Ände ungen im Realwe des Ve mögens können einmal beding sein du ch Geldschöp ung, Ve g öße ung de Anzahl an S aa sschuld i eln und Kapi- alakkumula ion. Die dadu ch ausgelös en Ve mögense ek e we den o - mals als „di ek " bezeichne . Zum ande en ände sich de Realwe des Ve mögens mi dem Gü e p eisni eau und den Ku sen einzelne Ak i a. En sp echend handel es sich hie bei um „indi ek e" Ve mögense ek e (Meye 1974). III. Ve mögense ek e in mak oökonomischen Modellen: ein Übe blick Eine maßgebliche Rolle ü die Ein üh ung on Ve mögense ek en in de ökonomischen Theo ie spiel A. C. Pigou. In eine Auseinande se zung mi J. M. Keynes um die Ma k wi scha en inhä en e Tendenz zu einem s abilen Vollbeschä igungsgleichgewich p äg e e den indi ek en Realkassene ek . Danach induzie ein P eis ückgang übe eine Zunahme de Realkasse einen höhe en Konsum und dami einen Ans ieg de gesam wi scha lichen Nach age. Fäll diese E ek g oß genug aus, inde eine Volkswi scha aus de Rezession zu Vollbeschä igung zu ück, und zwa auch dann, wenn de Reallohn du ch Lohn- und P eis ückgänge nich sink . Eine ande e Rolle spiel de indi ek e Realkassene ek bei D. Pa inkin 1965. Hie geh es o allem um eine konsis en e Ve bindung zwischen dem Gü e - und Geldma k im adi ionellen neoklassischen Modell. Dieses bil- de eine Volkswi scha ab, in de A bei sangebo und -nach age bei gege- benem Kapi als ock, gegebene Technologie und kons an en P ä e enzen allein om Reallohn abhängen. Ein lexible Reallohn siche s e s ein Gleichgewich bei Vollbeschä igung. Das dami e bundene Gü e angebo i au eine Gü e nach age, die maßgeblich om Zinssa z, nich abe on absolu en Gü e p eisen abhäng . Da die Haushal e annahmegemäß nich ho en, e hal en sich au g und de gesam wi scha lichen Budge es ik- ionen Gü e - und We papie ma k spiegelbildlich. Dami so g de Zins- sa z da ü , daß Angebo und Nach age sowohl au dem We papie - als auch au dem Gü e ma k zu Deckung kommen. Das absolu e P eisni eau OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 Be ich e 273 wi d annahmegemäß du ch Übe eins immung on Geldangebo und -nach- age gebilde . Pa inkin nun e i - ebenso wie O. Lange 1942 - die Au - assung, daß au g und des Wal as'sehen Gese zes Geldma k gleichgewich au oma isch dann bes eh , wenn die ande en Mä k e in de Volkswi scha im Gleichgewich sind, hie zu also nich eigens eine P eisanpassung no - wendig is . Dies is eine unmi elba e Konsequenz da on, daß Angebo e und Nach agen au dem A bei s-, dem We papie - und dem Gü e ma k aus- schließlich on ela i en P eisen abhängen. Dami abe wä en im neoklassi- schen Modell auch dann, wenn Geld exis ie , nu die ela i en P eise bes immba . Die Ein üh ung eines indi ek en Realkassene ek es ha dage- gen zu Konsequenz, daß de Gü e konsum bei gegebene nominelle Geld- menge unmi elba om P eisni eau abhängig wi d. Du ch ein Gleichge- wich au dem A bei s-, Gü e - und We papie ma k sind un e diese Bedingung nu de Nominallohn und de Nominalzins bes immba , wäh- end die Geldma k gleichgewich sbedingung benö ig wi d, um das abso- lu e P eisni eau zu de e minie en. Die Bedeu ung de Ve mögense ek e basie alle dings wenige au den indi ek en - und hie o allem p eisinduzie en - Mechanismen als iel- meh au dem di ek en Wi kungskanal. In diesem Zusammenhang komm de Ve mögensakkumula ion, ausgelös du ch die gesam wi scha liche E spa nis und In es i ion und dami e bunden du ch s aa liche Budge - de izi e und Leis ungs- bzw. Zahlungsbilanzen, besonde e Bedeu ung zu. Di ek e Ve mögense ek e s ellen in diesem Zusammenhang einen Mecha- nismus da , um im P ozeß de Ve mögensakkumula ion den mone ä en und ealen Sek o in spezi ische Weise zu e binden. Fü die A und Wi kungs- weise on Ve mögense ek en is dabei on Bedeu ung, ob de Zusammen- hang zwischen den Mä k en eine Volkswi scha du ch eine einzige Bud- ge es ik ion abgebilde wi d, ode ob neben eine Einkommens- eine Ve - mögens es ik ion un e s ell wi d. In Modellen mi eine einzigen Budge es ik ion en sp ich einem Übe - angebo (Übe nach age) im ealen Be eich eine Übe nach age (Übe ange- bo ) im mone ä en Sek o . In diese Ka ego ie allen einmal das adi ionelle neoklassische Leh buchmodell und zum ande en Bes andsanpassungsmo- delle des mone ä en Sek o s. Le z e e zeichnen sich dadu ch aus, daß die Wi scha ssubjek e bes imm e Bes ände an einzelnen Ve mögens i eln ans eben, die sie nich so o , sonde n sukzessi e - du ch Anspa en - eali- sie en wollen. In s a ionä en Modellen is eine Di e genz zwischen ange- s eb em und a sächlichem Ve mögen gleichbedeu end mi einem Ungleichgewich im mone ä en Sek o , dem ein Ungleichgewich im eal- wi scha lichen Be eich mi umgekeh em Vo zeichen en sp ich . Di ek e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 274 Be ich e Ve mögense ek e spielen ü die Anpassungsp ozesse im Rahmen dieses Modells eine maßgebliche Rolle. Dies soll im olgenden Abschni am Bei- spiel des mone ä en Zahlungsbilanzansa zes e deu lich we den. Gemeinsames Me kmal on Modellen mi Ve mögens es ik ion is dage- gen die Annahme, das Ni eau des Ve mögensangebo es we de in jede Zei - einhei du ch die in e gangenen Pe ioden e olg e Ve mögensakkumula- ion bes imm und sei somi in de be ach e en Zei einhei eine gegebene G öße. Dieses so de inie e Ve mögensangebo en sp ich dem ealisie en P i a e mögen im be ach e en Zei punk . Die Ve mögensnach age is da au ge ich e , das exogen gegebene Gesam e mögen op imal zu s uk- u ie en. Da die Ve mögenshöhe o gegeben is , un e liegen die Wi - scha ssubjek e bei ih en En scheidungen eine Ve mögens es ik ion. Wich ig ü die s uk u elle Ve bindung des mone ä en und des ealen Be eiches in diesen Modellen is die Annahme, on de lau enden E spa nis gehe kein Ein luß au die lau ende Ve mögensnach age aus. Fe ne wi d ein Ein luß lau ende In es i ionen und eines lau enden s aa lichen Budge - de izi s au das Ve mögensangebo im be ach e en Zei punk e nachläs- sig . Dasselbe i zu ü einen Saldo in de Zahlungs- und Leis ungs- bilanz. Au g und diese Annahme s ell die Ve mögens es ik ion eine olls ändige Beziehung zwischen Si ua ionen des Gleichgewich s bzw. Ungleichgewich s im mone ä en Sek o he . Flexible P eise ü die einzel- nen Ak i a so gen in jedem Augenblick da ü , daß die S uk u des o han- denen Ve mögensbes andes on den Wi scha ssubjek en auch nachge ag wi d. Modelle mi Ve mögens es ik ion können in diesem Sinne als Bes andss uk u modelle des mone ä en Sek o s bezeichne we den. Die Beziehung zwischen den Mä k en des ealen Be eiches wi d in diesen Modellen du ch die gesam wi scha liche Einkommens es ik ion abgebil- de . Gü e ma k gleichgewich üh dabei dazu, daß die E spa nis de Haushal e mi de Summe aus In es i ion, s aa lichem Budge de izi und einem Übe schuß in de Leis ungsbilanz übe eins imm . Mi ande en Wo - en, Gü e ma k gleichgewich üh dazu, daß die on den Haushal en ange- s eb e Ve mögensakkumula ion - was das Gesam olumen be i - mi dem Angebo übe eins imm . Im Zusammenhang mi de F age, wie die mi eine posi i en gesam wi scha lichen E spa nis und In es i ion e bun- dene Ve mögensakkumula ion im Rahmen dieses Modells wi k , spielen Ve mögense ek e eine maßgebliche Rolle. Dies wi d in den Abschni en (V) und (VI) am Beispiel des IS-LM-Ansa zes und des Po olio-Balance-Ansa - zes e deu lich . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 Be ich e 275 IV. Ve mögense ek e im mone ä en Zahlungsbilanzansa z Ausgangspunk dieses Ansa zes is eine neoklassische Wel , in de ein le- xible Reallohn s e s ü Vollbeschä igung so g . Im ein achs en Fall wi d eine s a ionä e Volkswi scha abgebilde mi A bei als einzigem P oduk- ions ak o (Do nbusch 1973 a, b, Mussa 1974). Die Haushal e s eben in jedem be ach e en Zei punk einen op imalen Bes and an Finanzak i a an. Übe s eig e das ak uell e ügba e Ve mögen, we den die Haushal e die bes ehende Disk epanz sukzessi e du ch Spa en abbauen. Im ein achs en Fall e kö pe Kassenhal ung die einzige Anlagemöglichkei . Fü das in ealen G ößen o mulie e Modell olg dann (G ößl 1986): (1) Y = C+S Gleichung (1) besch eib die Budge es ik ion de Haushal e. Gleichung zwei bilde die Spa unk ion ab. Die Haushal e s eben einen bes imm en Geldbes and an, de annahmegemäß allein du ch das eale Sozialp oduk bes imm wi d. Die Anpassung des a sächlichen an den anges eb en Real- kassenbes and e olg sukzessi e übe die E spa nis. Ande s gewende , wi d die E spa nis du ch die Di e enz zwischen anges eb em und a sächlichem Geldbes and bes imm . S eig die Realkasse, nimm somi die E spa nis ab. Du ch die e zöge e Bes andsanpassung en s eh somi sowohl ein di ek e als auch ein indi ek e Ve mögense ek au die E spa nis und übe die Bud- ge es ik ion au den Konsum. Im o liegenden Ansa z en sp ich die Ein- kommens es ik ion de Haushal e de gesam wi scha lichen Budge e- s ik ion. Sie s ell einen Zusammenhang zwischen Gü e - und Geldma k he de ges al , daß ein Übe angebo an Gü e n eine Übe nach age nach Geld en sp ich . Wi d ein g oßes Land („la ge open economy") modellie , kommen en - sp echende Gleichungen ü das Ausland hinzu: (2) (3) S = Md Y = Sozialp oduk C = Konsum S = E spa nis CLM — Anpassungskoe izien M* = gewünsch e Realkasse NT = nominelle Geldmenge Md = Zunahme de Geldnach age p o Zei einhei 19 K edi und Kapi al 2/1991 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 276 Be ich e (4) Y' = C + S' _ Mn> i (5) 5' = ak M*(Y')- — (6) S' = Md' Im ein achs en Fall p oduzie en In- und Ausland ein iden isches in sich homogenes Gü e bündel. Da annahmegemäß keine Handelshemmnisse exi- s ie en, komm es zu He ausbildung eines gemeinsamen Wel ma k es, au dem im Gleichgewich ein ü beide Lände gleiche P eis he sch : (7) Y+Y' = C+C (8) P = P'e e = Wechselku s (P eisno ie ung) Jede Übe schuß de heimischen P oduk ion übe den Konsum is dabei im Wel ma k gleichgewich gleichbedeu end mi einem Ne oexpo und en - sp ich einem Handelsbilanzübe schuß. Im o liegenden Modell sind Han- dels- und Zahlungsbilanz iden isch. Somi gil im Wel ma k gleichgewich : (9) PC = S = -S' Bei es en Wechselku sen ha ein Zahlungsbilanzübe schuß einen Ans ieg de nominellen Geldmenge im Zei ablau zu Folge: Mn Mn' De di ek e Ve mögense ek , ausged ück du ch eine nega i e Ko ela ion zwischen E spa nis und nominelle Geldmenge is nun haup e an wo lich da ü , daß ein endogene Zahlungsbilanzanpassungsp ozeß in Gang komm : Wie be ei s da ges ell , en s eh im Inland ein Zahlungsbilanzübe schuß, wenn de anges eb e den a sächlichen Bes and an Realkasse übe s eig . Mi dem Übe schuß in de Zahlungsbilanz e bunden is nun abe eine im Zei ablau s eigende nominelle Geldmenge. Dadu ch wi d die posi i e Dis- k epanz zwischen anges eb em und a sächlichem Geldbes and sukzessi e abgebau und schließlich au Null eduzie . An diesen Zusammenhängen ände sich im üb igen nich s, wenn e zins- liche Ak i a einge üh we den - auch, wenn diese nich in e na ional subs i u i sind. In diesem Fall olg ü die gesam wi scha liche Budge - es ik ion: (11) Y - C = Md + Bd OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 Be ich e 277 Bd besch eib die Zunahme de Nach age nach „bonds". Analog zu Real- kasse we den die Haushal e dann We papie e kau en wollen, wenn de anges eb e den a sächlichen Bes and übe s eig . In obigem Modell is das gleichbedeu end mi einem Ungleichgewich au dem We papie ma k , alls in- und ausländische Ak i a nich subs i u i sind. Es kann da on aus- gegangen we den, daß de Zinssa z ü ein We papie ma k gleichgewich so g . Dies is gleichbedeu end mi eine Übe eins immung on anges eb- em und a sächlichem We papie bes and. Dami abe wi d wie zu o de Zahlungsbilanzsaldo du ch ein Ungleichgewich au dem Geldma k bes imm . In de mone ä en Zahlungsbilanz heo ie wi d im allgemeinen on eine pe ek en Subs i u ionsbeziehung zwischen in- und ausländischen We pa- pie en ausgegangen. Bei un e s ell e pe ek e Kapi almobili ä ließen in- und ausländische We papie ma k zusammen. Übe s eig de anges eb e den a sächlichen We papie bes and im Inland, so ha das im Wel kapi al- ma k gleichgewich einen Kapi alexpo zu Folge: (11) FC = Bd = -Bd' FC = Ne okapi alexpo Fe ne sind in- und ausländische Zinssa z iden isch. (12) i = i' Ein Saldo in de Handelsbilanz wi d nun sowohl du ch eine Di e genz zwi- schen anges eb em und a sächlichem Kassenbes and als auch du ch eine Di e genz zwischen anges eb em und a sächlichem We papie bes and de e minie . Le z e es is gleichbedeu end mi eine Kapi albewegung. Ein Saldo in de Zahlungsbilanz en s eh imme dann, wenn einem Ne owa en- expo kein Kapi alexpo en sp ich . Das abe bedeu e , daß auch je z ein Saldo in de Zahlungsbilanz ausschließlich du ch eine Di e genz zwischen anges eb e und a sächliche Realkasse de e minie wi d. Unabhängig da on also, ob Kapi albewegungen exis ie en ode nich , wi d im „mone a y app oach" ein Zahlungsbilanzgleichgewich du ch eine Di e genz zwischen anges eb e und a sächliche Kassenhal ung bes imm . Die mi eine unausgeglichenen Zahlungsbilanz e bundene Ände ung de Geldmenge im Zei ablau lei e einen Zahlungsbilanzanpassungsp ozeß ein, de du ch den di ek en Realkassene ek beg ünde wi d. 19* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 278 Be ich e V. Ve mögense ek e im IS-LM-Modell eine geschlossenen Volkswi scha 3 Im ein achs en Fall olg ü das IS-LM-Leh buchmodell Mn Bn „ (1) W= + = M +Bd P Pi (2) Md = L(i,Y) NT (3) = M P (4) Y = C(Y, T) + l(i) + As (4a) S (Y, T) = I(i) + (A$ — T) (5) T = Y (6) P = P0 W = Realwe des Ve mögens Bn/i = Ku swe on „bonds" As = S aa sausgaben ( eal) T = S eue au kommen ( eal) = S eue sa z Mn = nominelle Geldmenge P = P eisni eau Md = eale Geldnach age i = Nominalzins Y = eales Sozialp oduk E spa nis und In es i ion sind posi i : Ebenso is ein s aa liches Budge de i- zi denkba . Gü e ma k gleichgewich üh dazu, daß die mi de E spa nis e bundene Ve mögensakkumula ion de mi eine posi i en Ne oin es i- ion und einem s aa lichen Budge de izi e bundenen angebo enen Ve mö- gensakkumula ion en sp ich . Die au diese Weise ealisie e Ve mögensän- de ung im Zei ablau üh im IS-LM-Modell zu eine s ändigen Ve schie- bung de Ve mögens es ik ion. Im oben da ges ell en Modell ha die Ve - schiebung de Ve mögens es ik ion o ensich lich nu dann Konsequenzen ü den Zinssa z, wenn sich die Geldmenge e ände . Dies wu de insbeson- de e mi Blick au k edi inanzie e s aa liche Budge de izi e als unzu ei- chend e ach e . Einen Ausweg bie e die Annahme, daß die Bes andsnach- age nach al e na i en Ak i a mi dem Ve mögensni eau posi i ko elie is . Diese Hypo hese e hiel Rückendeckung du ch die mik o- und mak o- 3 Un e dem eichhal igen Angebo an Modellen gl. z.B. Blinde , Solow 1973, Cansie 1981, 1983, Ch is 1968, 1978, Dieckheue 1979, 1980, O and O 1965, Silbe 1970. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 Be ich e 285 um aß den Wunsch de Haushal e, das Ni eau des Gesam e mögens zu e höhen. Die Bes andsnach age nach einzelnen Ak i a ep äsen ie dann nich meh nu den Wunsch nach eine bes imm en Ve mögenss uk u . Zusä zlich is das S eben nach insgesam höhe en Ni eaus ü alle Ve mö- gens i el zu be ücksich igen. En scheiden die Haushal e übe Ve mögensni- eau und -s uk u simul an, so esul ie aus dem Op imie ungskalkül ein bes imm e anges eb e Bes and an e zinslichen Anlagen und Geld. Die Summe da aus en sp ich dem geplan en Gesam ni eau des Ve mögens, de sich um die E spa nis om a sächlichen Bes and un e scheide . Ob un e diesen Bedingungen das a sächliche Ve mögen im En scheidungskalkül dennoch als Res ik ion ungie und au diesem Wege Ve mögense ek e induzie , häng nun maßgeblich da on ab, ob die Haushal e die on ihnen anges eb en Bes ände auch jede zei ealisie en können. Hie bei is zu be ücksich igen, daß de anges eb e Bes and an Ve mögens i eln zu eine en sp echenden Nach age au den Finanzmä k en üh und do mi dem Angebo zusammen i . Wich ig dabei is , daß das lau ende Angebo nich nu , wie de May-Ansa z sugge ie , den ak uellen Ve mögensbes and um aß , sonde n zusä zlich die lau ende In es i ion, das lau ende Budge - de izi des S aa es und den Saldo de Leis ungs- bzw. Zahlungsbilanz; denn auch zwischen diesen G ößen und dem Ans ieg des Ve mögensangebo es bes eh eine sachlogische Beziehung (G ößl-Gschwend ne 1990). Geh man da on aus, daß die Ve mögensp eise s e s ih e Koo dina ionsau gabe e üllen, können die on den Haushal en anges eb en Ve mögensbes ände auch ealisie we den. Ein Gleichgewich im mone ä en Sek o b ing dabei nich nu die Übe eins immung on gewünsch e und a sächliche Ve mögenss uk u zum Ausd uck, zusä zlich kann auch das anges eb e Gesam ni eau und dami die E spa nis ealisie we den. Die mi diesem Gleichgewich e bundene Ände ung des Ve mögensbes andes gegenübe de Vo pe iode is dann lediglich die Realisie ung dessen, was die Haushal e geplan haben. Zu abe maligen Reak ionen bes eh kein Anlaß. Dami abe sind Ve mögense ek e, wie sie in den o ges ell en IS-LM- und Po olio- Balance-Modellen im mone ä en Sek o un e s ell we den, ausgeschlossen. Obige Aus üh ungen machen deu lich, daß die E spa nis als A gumen de Ve mögensnach age nich e nachlässig we den da . Es is somi eine Theo ie de Ve mögensnach age no wendig, die sowohl S uk u - als auch Akkumula ionsgesich spunk en Rechnung äg . Man könn e nun a gumen- ie en, daß - wenn schon nich übe die Ve mögens es ik ion - so doch übe die E spa nis eine Ve mögensabhängigkei de Asse -Nach age beg ünd- ba wä e. Mi diesem A gumen be aß sich de olgende Abschni . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 286 Be ich e VIII. K i ische Wü digung de Ve mögensabhängigkei des Konsums Pigou beg ünde e die posi i e Ko ela ion zwischen Konsum und Ve mö- gen mi einem abnehmenden G enznu zen des Ve mögens, ohne einen o malen Nachweis im Rahmen eines Haushal sop imie ungsmodells zu e b ingen. Sowohl Pa inkin 1965 als auch Niehans 1978 haben indessen gezeig , daß im Rahmen eines Nu zenmaximie ungsansa zes ein di ek e Ve - mögense ek nich ablei ba is , ein indi ek e nu dann, wenn ein exogen gegebene An angsbes and an Ve mögen un e s ell wi d. Pa inkin geh dabei da on aus, daß zumindes Realkasse einen unmi elba en Nu zen s i - e , wäh end Niehans gene ell lediglich einen indi ek en Nu zen sieh , de da au be uh , daß Ve mögenshal ung dazu bei äg , ein gewünsch es zei - liches Konsummus e zu ealisie en. Folgendes ein aches Modell möge die A gumen a ion de Au o en e deu lichen. Ve ein achend wi d eine expli- zi e Nu zen unk ion un e s ell . Als Anlageal e na i e wi d nu ein es e - zinsliches We papie be ücksich ig . Ve mögen s i e keinen di ek en Nu - zen. De Planungsho izon be äg zwei Pe ioden. In de zwei en Pe iode wi d das gesam e Ve mögen au gezeh . (1) U = C?C?i +ö a,ö> 0 (2) BS(l + i) + Y? = C P + Bn + i (3) B? + 1(l + ) + Y? + 1 = C + iP + i U = Nu zen C = Konsum a = P ä e enzpa ame e 6 = Zei p ä e enz Die Gleichungen (2) und (3) besch eiben die Budge es ik ionen in den jeweiligen Pe ioden. Ve ein achend wi d on Ku sände ungen abgesehen. BQ besch eib den Nominalwe des We papie an angsbes andes, Bn + x bil- de den ü +1 gewünsch en Bes and ab. De Zinssa z sei in beiden Pe io- den gleich. Fü den Lag ange-Ansa z olg : (4) L = C Ca/1+ ö + X [Bo(l + i) + Y? — C P — ß? + i] + + ¿ + I [Bn + 1(1 + i) + Y? + i - C +iP + i] Fü die Op imalbedingungen olg : (5) «e 1 c + l a/1+ö- X P = 0 ü C > 0 (6) —C Cii1i+«-1-A +1P + 1 = 0 ü C + 1>0 1 + <5 (7) A + i (1 + i) — A = 0 ü B" + i> 0 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 Be ich e 287 Gleichung (7) b ing den indi ek en Ve mögensnu zen zum Ausd uck. Seine U sache lieg da in beg ünde , daß de G enznu zen des Einkommens, aus- ged ück du ch den Lag ange-Mul iplika o , in beiden Pe ioden un e - schiedlich is . Aus den Gleichungen (5) - (7) olg : 1 + <5 (8) c' " 177 B n /7i 0 * + 1 Y + (1 + i) + P P (1 + i). Y = eales Sozialp oduk B?+1 B8(l + i) (9) —— = Y C P P O ensich lich hängen Konsum und de anges eb e Ve mögensbes and lediglich om Realwe eines exogen gegebenen An angs e mögens ab. Es exis ie also nu ein indi ek e , nich abe ein di ek e Ve mögense ek in obigen Funk ionen. Die E klä ung da ü lieg da in beg ünde , daß das Ve - mögen selbs eine zu op imie ende Va iable da s ell und da on ausgegan- gen wi d, seine anges eb e Höhe we de s e s ealisie . Die Annahme eines exogen gegebenen Ve mögensan angsbes andes is jedoch willkü lich, so daß auch gegenübe de Exis enz on indi ek en Ve mögense ek en Zwei el angeb ach sind. Die Hypo hese, daß a sächliche und anges eb e Ve mögensbes and s e s übe eins immen, kann wie im o angehenden Abschni dami beg ün- de we den, daß im mone ä en Sek o s e s Gleichgewich he sch . Niehans weis jedoch au ein wei e es A gumen hin: Die Haushal e wünschen eine so o ige Realisie ung de gewünsch en Ve mögensbes ände. Dies könne mi dem Fehlen on Anpassungskos en beg ünde we den. In de Exis enz on Kos en, die bei de Anpassung des a sächlichen an das anges eb e Ve mö- gen en s ehen, lieg denn seine Ansich nach auch die einzig sinn olle Beg ündung ü Ve mögense ek e. E e säum es alle dings, Anpassungs- kos en in seinem Haushal sop imie ungsansa z zu in eg ie en, so daß e le z endlich eine olls ändige mik oökonomische Fundie ung on Ve mö- gense ek en schuldig bleib . Dagegen zeig G ößl 1986, daß Ve mögensanpas- sungskos en unmi elba die Ve mögens endi e minde n und somi da ü so gen, daß die Wi scha ssubjek e einen nied ige en Bes and an al e na i en Ak i a ans ehen. Hingegen geling es nich , eine e zöge e Ve mögensan- passung abzulei en. Dies kann im Rahmen des olgenden e ein ach en Modells gezeig we den: Annahmegemäß gib es nu Kasse als Anlagemög- lichkei . Von Ände ungen des P eisni eaus wi d abs ahie . Es en sp echen sich dann nominelle und eale G ößen. Kasse s i e keinen unmi elba en Nu zen: OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 288 Be ich e (1) u = C C * (2) Y + M0 = C + Mi+1 + c (Mi+1-M0) (3) Y + i + M + i = C + i ö = Zei p ä e enz U = Nu zen C = Konsum Y = Realeinkommen M = Kasse cT = Anpassungskos ensa z Die Gleichung (2) besch eib wiede um die Budge es ik ion ü die e s e Pe iode. Zusä zlich be ücksich ig sind Anpassungskos en, wobei ein kon- s an e Kos ensa z p o Einhei , cT, un e s ell wi d. Fü die Op imalbedin- gungen olg : 1 + ö (4) C = [(1 + cT) Y + i + Y + M0 (1 + cT)] 2 + 6 Y (5) M + i = M0-C 1 + cT Wie be ei s angedeu e , bes immen T ansak ionskos en den anges eb en Bes and. Dagegen kann eine e zöge e Ve mögensanpassung aus obigem Ansa z nich abgelei e we den. Zumindes implizi is abe das Anpas- sungskos ena gumen im mone ä en Zahlungsbilanzansa z en hal en, de sich im Hinblick au die Mik o undie ung seine Ve hal ens unk ionen ein- gebe e sieh in die neoklassischen Maximie ungsansä ze. Es bliebe noch die Möglichkei , Ve mögense ek e du ch Res ik ionen im mone ä en Sek- o zu beg ünden, die du ch Zins igidi ä en beding sind. Angesich s de hohen P eis lexibili ä au den Finanzmä k en e schein dieses A gumen abe nich ag ähig. Nun wi d alle dings ge ade in neues e Zei de Nu zenmaximie ungsan- sa z als Modell zu Mik o undie ung des Haushal s e hal ens selbs e - meh k i isie . Dabei wi d insbesonde e au den hohen Beda an In o ma- ionsbescha ungs- und -Ve a bei ungskos en hingewiesen. Als al e na i e En scheidungsk i e ien ü das Ve hal en de Haushal e wi d au Daumen- egeln e wiesen, die sich meh ode wenige bewäh haben. Im Rahmen dieses Ansa zes könn e man Ve mögense ek e mi Sä igungse scheinun- gen beg ünden. Es mag du chaus zu e en, daß bei einzelnen Haushal en die Tendenz o he sch , au einen s eigenden Ve mögensbes and mi eine e minde en E spa nis zu eagie en. Ande e sei s is zu be ücksich igen, daß mi einem im Zei ablau s eigenden Ve mögen ein s eigendes Einko n- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 Be ich e 289 men e bunden is . Ve wenden die Haushal e dieses Einkommen nun e - s ä k dazu, um zu konsumie en? Wie sieh es aus, wenn sich auch Sä i- gungse scheinungen beim Konsum beme kba machen? Is nich auch de Fall denkba , daß de An eil de E spa nis am Einkommen s eig , je höhe das Einkommen is ? Es wi d deu lich, daß be ei s au de einzelwi scha li- chen Ebene zwingende Aussagen nich möglich sind. Noch unsiche e wi d es, wenn man sich au die gesam wi scha liche Ebene begib und die He e- ogeni ä en in Einkommen, Be ölke ungs- und P ä e enzs uk u be ück- sich ig . Im üb igen is auch in empi ischen Un e suchungen die Exis enz on Ve mögense ek en nich unums i en, zumindes abe wi d e als äuße s schwach eingeschä z . Diese Au assung inde man im üb igen be eis bei Pigou. IX. Die Bedeu ung de Ve mögensde ini ion De Ve mögense ek spiel - wie die ange üh en Beispiele zeigen - in ape iodischen Modellen eine en scheidende Rolle. In diesen Modellen wi d das Ve mögen als Summe aus dem Realwe des a sächlichen Geld- und We papie - und/ode Kapi albes andes de inie . Das ealisie e Ve mögen is das In eg al bzw. die Summe de in de Ve gangenhei e olg en Ve mö- gensakkumula ion. De en G undp eile sind wiede um die E spa nis de Haushal e eine sei s, s aa liche Budge de izi e, p i a e In es i ionen und Leis ungsbilanzübe schüsse ande e sei s. Demnach s eig das Ve mögen solange, wie z. B. ein - wenn auch kons an es - s aa liches Budge de izi exi- s ie , und solange nimm auch de Konsum ia Ve mögense ek zu. Im Hinblick au die Mik o undie ung wi d dabei o mals au die in e empo a- len Haushal sop imie ungsmodelle e wiesen. In Abschni VIII wu de zu zeigen e such , daß in diesen Op imie ungsmodellen ein Ve mögense ek im oben besch iebenen Sinne nich ablei ba is . Die in e empo alen Op imie ungsmodelle zeigen e ne , daß de Konsum in jede Pe iode om gesam en abdiskon ie en Einkommenss om des Pla- nungsho izon es abhäng - ein Bezug zu Zukun , de in ape iodischen Modellen ehl . Au g und de Op imie ungsak i i ä en häng diese abdis- kon ie e Einkommenss om om dynamischen En wicklungsp ad des Real- lohnes, dem Zinssa z und dem abdiskon ie en S eue au kommen ab. Eine ande e Ve mögensde ini ion bezieh sich nun eben au diesen abdiskon ie - en Einkommenss om. Diese Ve mögensde ini ion lieg den inzwischen zahl eichen in e empo alen Mak omodeilen zug unde6. Au de G undlage 6 Einen exzellen en Übe blick übe in e empo ale Modelle e mi eln O. J. Blan- cha d und S . Fische , Camb idge 1989. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 290 Be ich e diese De ini ion lieg ein Ve mögense ek imme dann o , wenn de ab diskon ie e Einkommenss om s eig und en sp echend zu einem Konsum- ans ieg üh . De en scheidende Un e schied zu den o ges ell en a em- po alen Modellen kann an olgendem Beispiel e deu lich we den: In a empo alen Modellen üh ein in en s ehendes Budge de izi des S aa es zu einem s ändigen Ve mögensans ieg und lös somi auch s ändig ia Ve mögense ek Konsums eige ungen aus. Dadu ch wi d ein dynami- sche S ock-Flow-P ozeß ausgelös , de die G undlage da ü bilde , daß das Sys em zum „s eady s a e" zu ück inde . In in e empo alen Modellen hin- gegen lös ein in en s ehendes Budge de izi nich zwingend einen Ans ieg des abdiskon ie en Einkommenss oms und dami des Ve mögens aus. Hal- en sich Haushal e und S aa an die „no-Ponzi-game-condi ion", d.h., s eig die p i a e und ö en liche Ve schuldung nich s ä ke als de Zinssa z und wi d dazuhin das Budge k edi inanzie , dann bleib de abdiskon ie e Einkommenss om un e ände . Es gil das Rica dianische Äqui alenz heo- em. Eine Ausnahme bilde , wie Cudding on und Vinals 1986 zeigen, eine Geldmengen inanzie ung. Wei e e Ausnahmen we den du ch un e schied- liche Diskon ie ungs a en und S eue sys eme gegeben. Geh man einmal on eine Ve le zung des Äqui alenz heo ems aus, is das Folgende beme kens- we : Ein in en s ehendes Budge de izi ha beei s in einen Ans ieg des Konsums zu Folge und bleib dann au einem höhe en Ni eau. Un e - schiede des Konsums im Pe ioden e gleich we den abe nich du ch das s eigende Ve mögen bes imm , sonde n allein du ch das Ve häl nis zwi- schen Zei p ä e enz, Be ölke ungswachs ums a e und Zinssa z. Dies wi d du ch die Keynes-Ramsey-Regel zum Ausd uck geb ach . Li e a u e zeichnis Bakenecke , W. 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Beispiele 20 K edi und Kapi al 2/1991 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 292 Be ich e hie ü sind de mone ä e Zahlungsbilanzansa z, das um s aa liche Budge de izi e e wei e e IS-LM-Modell und de Po olio-Balance-Ansa z de Wechselku sbes im- mung. Nach eine ku zen Besch eibung de genann en Ansä ze wi d im o liegenden Bei ag gezeig , daß die un e s ell e Ve mögensabhängigkei de E spa nis wede du ch einen Haushal sop imie ungsansa z mik oökonomisch undie we den kann noch du ch „ad hoc" A gumen e au de mak oökonomischen Ebene eindeu ig beleg- ba is . Fe ne wi d e deu lich , daß die im IS-LM-Modell und im Po olio-Balance- Ansa z un e s ell e Ve mögensabhängigkei de Geldnach age au eine inkonsis en- en Ve bindung des mone ä en und ealen Be eichs be uh . Abschließend wu de au die in in e empo alen Mak omodeilen gängige De ini ion des Ve mögens als abdis- kon ie en Einkommenss om eingegangen. Es wu de gezeig , daß auch im Rahmen diese Ansä ze ein dynamische S ock-Flow-P ozeß in olge on Ve mögense ek en nich exis ie . Summa y P ope y E ec s: Thei Di e en ial Impo ance o Economic Models and o hei Theo e ical Founda ions Weal h e ec s play an impo an ole in bo h ape iodic neoclassical and Keynesian models. In pa icula his holds ue o he so-called di ec weal h e ec s which a e induced by changes in he nominal money s ock and he numbe o ou s anding sec- u i ies. In many models he ealiza ion o a long- un equilib ium depends unda- men ally on he wo king o hose di ec weal h e ec s. Examples a e he mone a y app oach o he balance o paymen s, he IS-LM-models conside ing a go e nmen budge de ici and he po olio-balance-app oach. A e a sho desc ip ion o hese models i is shown, ha he weal h e ec on money demand being an essen ial con- s i uen o he ex ended IS-LM-model and he po olio-balance-app oach is o igi- na ed in an inconsis en ela ionship be ween he mone a y and eal sec o . Fu he - mo e i is shown ha a di ec weal h e ec on consump ion canno be deduced wi hin he amewo k o ypical household op imiza ion models. Ins ead i is shown, ha consump ion depends on he o al o he discoun ed income s eam. This leads o an al e na i e weal h de ini ion being used in in e empo al mac oeconomic models. I is shown ha weal h e ec s in he abo e de ined sense wi h he dynamic s ock- low- p ocess as a consequence do also no exis . Résumé E e s de pa imoine: la di e gence en e leu signi ica ion dans des modèles économiques e leu ondemen héo ique Des e e s de pa imoine jouen un ôle p édominan aussi bien dans les modèles Keynésiens que des les modèles apé iodiques néo-classiques. Le pa imoine y es dé ini comme ésul a de l'accumula ion de capi al au cou s des années p écéden es. La po ée des e e s de pa imoine conce ne su ou les conséquences d'une modi ica- ion de l'encaisse nominale e des modi ica ions du nomb e de papie s- aleu s. Dans de nomb eux modèles, la éalisa ion d'un équilib e à long e me - sou ou s a ion- nai e - dépend a an ou de l'e icaci é de ces e e s de pa imoine. Ci ons comme OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56 Be ich e 293 exemple la héo ie moné ai e de la balance de paiemen , le modèle IS-LM, complé é pa les dé ici s budgé ai es é a iques e la héo ie de l'équilib e des po e euilles de la dé e mina ion des cou s de change. Ap ès a oi déc i b iè emen les héo ies men- ionnées, l'au eu de ce a ail mon e que ce que l'on suppose oujou s, à sa oi que l'épa gne dépend du pa imoine, ne peu ê e ni ondé mic oéconomiquemen su une héo ie d'op imisa ion des ménages, ni jus i ié clai emen pa des a gumen s «ad hoc» su le plan mac oéconomique. Il explique ensui e que l'hypo hèse con enue dans le modèle IS-LM e dans la héo ie de l'équilib e des po e euilles, a i man que la demande moné ai e dépend du pa imoine, se base su une ela ion inconsis en e du domaine moné ai e e éel. Finalemen , il examine la dé ini ion cou an e du pa i- moine dans les modèles mac oéconomiques in e empo els en an que cou an dis- comp é de e enus. Il mon e qu'un p ocessus dynamique de s ock- low à la sui e d'e e s de pa imoine, n'exis e pas non plus dans le cad e de ce e héo ie. 20* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.24.2.271 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:56