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Faktorpreise, Faktorproduktivität und Technologie in der amerikanischen, europäischen und japanischen Landwirtschaft von 1880 bis 1965

Abstract

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Faktorpreise, Faktorproduktivität und Technologie in der amerikanischen, europäischen und japanischen Landwirtschaft von 1880 bis 1965

Author: Weber, Adolf
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1973
DOI: 10.3790/schm.93.2.197
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291307/1/schm.093.2.197.pdf
Webe , Adol
A icle
Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie in
de ame ikanischen, eu opäischen und japanischen
Landwi scha on 1880 bis 1965
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Webe , Adol (1973) : Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie in de
ame ikanischen, eu opäischen und japanischen Landwi scha on 1880 bis 1965, Zei sch i ü
Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
93, Iss. 2, pp. 197-226,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.197
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291307
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä
und Technologie in de ame ikanischen, eu opäischen
und japanischen Landwi scha on 1880 bis 1965*
Von Adol Webe , Kiel
I. Einlei ung**
Die No wendigkei , mi zunehmende Be ölke ungsdich e die Nah-
ungsmi elp oduk ion zu e höhen, kann ü alle Zei al e als pe manen
wi kende He aus o de ung ü Wi scha und Gesellscha bezeichne
we den. Fü Deu schland und ande e eu opäische Lände is diese ein-
ache Mechanismus zwischen Be ölke ungswachs um und Flächenbeda
übe zeugend in eine Reihe on A bei en du ch Abel1 da geleg wo den.
Bei s eigende Be ölke ung muß e, solange die landwi scha liche Tech-
nologie nich g undlegend e besse wu de, die on de Landwi scha
du ch Rodung ode U ba machung genu z e Fläche ausgedehn we den.
England2 ha e im 17. und 18. Jah hunde ein höhe es Be ölke ungs-
wachs um als Deu schland und F ank eich3. Es wu de deshalb üh end
bei de En wicklung neue landwi scha liche Me hoden. Sei de Mi e
* Diese Bei ag is He n P o esso D . D . h. c. A hu Hanau, Gö ingen,
zum 70. Gebu s ag gewidme .
** Die ü diese S udie benu z en Quellen und S a is iken sind in eine im
Depa men o Ag icul u al and Applied Economics, S . Paul, Minneso a 55 101,
USA, in englische Sp ache o liegenden A bei sun e lage (40 Zei eihen ü
Deu schland) olls ändig besch ieben und en hal en. De s a is ische Teil sowie
de Tex de A bei sun e lage we den nach Ve ö en lichung au An o de ung
(als S a Pape ) zugänglich sein. Die hie benu z en Ve weise: Minneso a-
Appendix I, II ode III beziehen sich au die d ei Anhänge de do igen A -
bei sun e lage. — De Ve asse e dank iele An egungen und Hinweise,
die bei de Diskussion eines ühe en Manusk ip es gemach wu den, insbe-
sonde e den olgenden Pe sönlichkei en: Ba ba a Mille , Willis Pe e son, Philip
Raup, Ve non Ru an, Ma y Ryan in S . Paul/Minneso a, A hu Hanau, Theo-
do Heidhues, Emil Woe mann in Gö ingen und Rudol Wol am in Kiel.
Auße dem un e s ü z en mich bei de Quellenbescha ung und Rechena bei en
cand. ag . And eas Falk, Ma qua d G ege sen, Kiel sowie Helmu Ul ich, S .
Paul. — Quellenangaben ü Schaubild 1 bis 3 können om Ve asse bei Vo -
einsendung eine Schu zgebüh on DM 2,— (Po o- und Ma e ialkos en) be-
zogen we den.
1 Vgl. Wilhelm Abel: Geschich e de deu schen Landwi scha om ühen
Mi elal e bis zum 19. Jah hunde . S u ga 1962.
2 Dem allgemeinen Sp achgeb auch olgend bezeichnen wi his o isch und
geog aphisch o ungenau mi England ode englisch das Ve einig e König eich
on G oßb i annien und No di land ( ühe ganz I land), mi ame ikanisch
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198 Adol Webe
des 17. Jah hunde s bis 1850 wa en die Weizenp eise in England wesen -
lich höhe als in Deu schland, F ank eich und Obe i alien4. Jedoch selbs
die E indung und Ein üh ung des die Flächene äge und dami die
Nah ungsmi elp oduk ion e höhenden No olke F uch olgesys ems
konn e mi dem Be ölke ungswachs um nich Sch i hal en. Die Boden-
und Nah ungsmi elp eise wuchsen in England schnelle als die Löhne5.
Es is deshalb keine Übe aschung, daß Da id Rica do seine G und-
en en heo ie in eine ökonomischen Umwel en wickel e, in de die
Bodenp eise ü meh als ein Jah hunde schnelle ges iegen wa en als
die Löhne. De in den Sch i en on Thomas Robe Mal hus zum Aus-
d uck kommende Glaube, daß die Nah ungsmi elp oduk ion mi dem
Be ölke ungswachs um nich Sch i hal en könne, spiegel e deshalb eine
unmi elba englische E ah ung. Wede Rica do noch Mal hus konn en
die kommende Ve meh ung e ags eigende und dami bodenspa ende
landwi scha liche Technologien o aussehen, die dazu bei agen, die
om unelas ischen Bodenangebo ausgeüb e Besch änkung bei de Aus-
dehnung de Nah ungsmi elp oduk ion zu übe winden. Jedoch die ge-
genwä ige Diskussion übe die Endlichkei des „Raumschi es E de" e -
neue die kybe ne ische Sich de klassischen Ökonomen. Nega i e Rück-
kopplung ode Regulie ung is übe all und solange no wendig, wie Wis-
senscha und Technologie die E agsbedingungen de Nu zung on
Ressou cen nich geände haben6.
II. Fak o p eise und Fak o p oduk i i ä en
1. Un e schiedliche Wachs ums a en
de Nach age nach Nah ungsmi eln
in einzelnen Lände n
Eine Vo s ellung on de un e schiedlichen S ä ke des Wachs ums on
Einkommen und Nach age ü die zwei e Häl e des 19. Jah hunde s
bis zum E s en Wel k ieg gib ü el Lände Übe sich 1 im Anhang.
Da es nach Wissen des Au o s keine e gleichba en S udien übe die
das Gebie de Ve einig en S aa en on Ame ika und mi deu sch das Gebie
des Deu schen Bundes, des Deu schen Reiches ode de Bundes epublik Deu sch-
land. Die du ch Gebie s e schiebungen he o ge u enen Bes ands e ände un-
gen an Flächen, A bei sk ä en usw. en sp echen deshalb den jeweiligen
S aa sg enzen ohne ausd ückliche E wähnung.
3 Wilhelm Abel: A . Ag a konjunk u . In: HdSw. 1. Bd. S u ga , Tübingen,
Gö ingen 1956. S. 51.
4 Vgl. Wilhelm Abel: Ag a k isen und Ag a konjunk u en. Eine Geschich e
de Land- und E näh ungswi scha sei dem hohen Mi elal e . 2. Au l.
Hambu g, Be lin 1966. S. 286.
5 Ebd., S. 184.
6 Vgl. Ve non W. Ru an: Technology and he En i onmen . P esiden ial
Ad ess. Am. J. o Ag . Ec. Vol. 53 (1971), S. 710.
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 199
Einkommenselas izi ä in diese ühen Pe iode ü die einzelnen Län-
de gib , sind die sei den A bei en on Kuzne s und Zimme ma i7 be-
kann en Einkommensun e schiede zwischen den be ach e en Lände n
bei de Annahme bes imm e Einkommenselas izi ä en zug unde geleg
wo den. Wi haben in Anlehnung an Expe enu eile die Einkommens-
elas izi ä de mengenmäßigen Nach age au de E zeuge s u e ü die
beiden no dame ikanischen Lände mi 0,25, ü I alien, I land und Ruß-
land mi 0,5 und ü die üb igen eu opäischen Lände mi 0,4 angenom-
men.
Fü Japan bezi e Kaneda die Einkommenselas izi ä ü Nah ungs-
mi el zwischen 1878 und 1922 au 0,3 bis 0,48. Gemessen am damals e -
gleichsweise seh nied igen japanischen Einkommen scheinen die Elas i-
zi ä skoe izien en un e schä z . Kaneda e klä dies jedoch dami , daß
in Japan die adi ionelle Reis- und Fischkos sich o z s eigende Ein-
kommen wäh end de Indus ialisie ung nich ände e. E s mi dem
Beginn de sechzige Jah e dieses Jah hunde s i eine sich ba e An-
nähe ung an das wes liche Ve b auchsmus e ein, indem meh Weizen-
mehl und ie ische P oduk e e zeh we den. De Ve lus an P imä -
kalo ien, de du ch die Umwandlung on p lanzliche Nah ung in ie i-
sche E zeugnisse ein i , wu de so in Japan lange Zei hinausge-
schoben. Je Einhei Land konn e dahe mi dem adi ionellen Ve -
b auchsmus e eine g öße e Be ölke ungszahl e näh we den.
Die Genauigkei de Da en übe das nach agewi ksame Wachs um de
Be ölke ung und des Einkommens da nich übe schä z we den. De
Einbezug des ag a ischen Außenhandels wü de die nach agewi ksame
Wachs ums a e haup sächlich am Ende de Pe iode ü impo ie ende
Lände (England, Deu schland) und expo ie ende Lände (Dänema k,
Rußland, USA, Kanada) siche lich schwächen ode e s ä ken. Sieh man
on den e wähn en me hodischen Unzulänglichkei en ab, so läß die
nu die binnenländische Nach age nach Nah ungsmi eln ep äsen ie-
ende Wachs ums a e ( gl. Ube sich 1 im Anhang) jedoch die un e -
schiedliche An o de ung an die In ensi ä de Landnu zung in den ein-
zelnen Lände n e kennen. Kanada und die Ve einig en S aa en e zeich-
ne en die höchs en Wachs ums a en. Die Landwi scha beide Lände
konn e zu Beginn diese Pe iode e gleichsweise leich die bewi scha -
e en Flächen e wei e n. Die He aus o de ung, eine höhe en Wachs ums-
7 Vgl. Simon Kuzne s: Quan i a i e Aspec s o he Economic G ow h o
Na ions. Economic De elopmen and Cul u al Change, Vol. V (1956), H. 1.
S.l - 94. — Louis J. Zimme man: Poo Lands, Rich Lands. The Widening Gap.
S udies in Economics. New Yo k 1965.
8 Vgl. Hi omi su Kaneda: Long- e m Changes in Food Consump ion Pa e ns
in Japan. In: Kazushi Ohkawa, B uce F. Johns on, Hi omi su Kaneda (H sg):
Ag icul u e and Economic G ow h: Japan's Expe ience. P ince on, Tokio 1970.
S.426.
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a e de Nach age nach Nah ungsmi eln du ch neue Technologien be-
gegnen zu müssen, wa deshalb s ä ke in Japan, Rußland, Deu schland,
Schweden und besonde s im expo ie enden Dänema k. Wesen lich ge-
inge e Impulse zu In ensi ie ung de Landwi scha gingen jedoch
om Wachs um de Nach age nach Nah ungsmi eln in F ank eich, I a-
lien und I land aus. Diese Un e schiede müssen sich deshalb auch in un-
e schiedlichen Fak o p eisen und Fak o p oduk i i ä en niede schla-
gen.
2. En wicklung de Bodenp eise
und Landa bei e löhne
Na ionale Bodenp eiss a is iken gehen eilweise on seh un e schied-
lichen De ini ionen und Be echnungsweisen aus. Die e ö en lich en Bo-
denp eise be uhen b,ei Anlegung k i ische Maßs äbe au unzu eichenden
G undlagen. Um nu einige wenige Gesich spunk e anzudeu en: Einige
Lände (Japan, USA) legen ausschließlich das p oduk i e e Acke land
de Bodenp eiss a is ik zug unde. Deu schland und F ank eich beziehen
das G ünland in die Bodenp eiss a is ik ein. Eine wei e e Di e enzie-
ung i ein, wenn, wie in England, de We de Gebäude im Boden-
p eis en hal en is . De Ein luß is jedoch nich so g oß, da die englischen
Bodenp eise ü ganze Landgü e gel en, die nied ige e P eise je Flächen-
einhei als Einzelg unds ücke haben. Bei seh abweichende Fak o aus-
s a ung mi Boden we den die un e schiedlichen De ini ionen und Be-
echnungsweisen de Bodenp eise zwischen den Lände n zwa nich au -
gehoben, abe die g oßen Un e schiede e en deu lich he o . Wei e e
P obleme des in e na ionalen Ve gleichs de Bodenp eise en s ehen da-
du ch, daß es geleg we den muß, in welchem Bezug ode in welche
Wäh ung die Bodenp eise e gleichba ausged ück we den sollen.
G undsä zlich s ehen dazu meh e e Wege o en. Man kann Boden in sei-
ne Kau k a gegenübe wich igen landwi scha lichen P oduk en (Ge-
eide, Weizen, Reis usw.) messen. Ein Hek a Boden s ell beispielsweise
den Gegenwe ü eine bes imm e Menge Weizen da . Diese Me hode ha
den Vo eil, daß de Ve gleich on Lände n mi zei weise un ealis i-
schen Wechselku sen möglich is . De Nach eil bes eh da in, daß de
P eis einzelne Ag a p oduk e bei hohem Ag a schu z, un e schiedliche
Ve b auchss uk u und be äch lichen E agsun e schieden e heblich
om in e na ionalen Ag a p eisni eau abweichen kann.
Die zwei e Me hode miß die Kau k a des Bodens am P eis des Fak-
o s A bei , gewöhnlich den Landa bei e löhnen. Die Landa bei e löhne
können jedoch gleich den P oduk p eisen du ch Ag a schu z ode die
pe manen e Zuwande ung billige e A bei sk ä e aus wi scha lich
wenige en wickel en Lände n e heblich om sons igen Lohnni eau eine
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 201
Volkswi scha abweichen. Die d i e Me hode eines in e na ionalen
Ve gleichs de Bodenp eise bes eh da in, eine Wäh ung zug unde zu
legen. Dami en s ehen bei es en Wechselku sen zwa ku z is ig neue
Ma k
En wicklung
de
Bodenp eise in Deu sch and[ G oßb i annien, F ank eich,
Japan und den
Ve einig en
S aa en
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Ame ika (USA)
1650-1965 (Ma k je ha Boden)
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10 30 40 $50 90
1970
Jah
Abb. 1: En wicklung de Bodenp eise
P obleme, lang is ig müssen bei ma k wi scha lichen Lände n die
Wechselku se abe den Tausch ela ionen zu ande en Wäh ungen en sp e-
chen. Die Um echnung in eine Wäh ung wi d dadu ch e leich e , daß die
hie un e such en Lände o dem E s en Wel k ieg ih e Wäh ungen an
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202 Adol Webe
den P eis des Goldes banden. Fü die wäh ungspoli isch un uhige e Zwi-
schenk iegszei , in de alle Lände sukzessi e den Golds anda d au -
gaben, wu den die De isenku se de Be line Bö se zug unde geleg . Fü
die Zei nach dem Zwei en Wel k ieg geschah die Um echnung au de
Basis de De isenku se de F ank u e Bö se. Die e olg e Um echnung
de nominalen Bodenp eise in Ma k (= Ma k, Reichsma k bzw. Deu sche
Ma k) hä e deshalb ebenso in Dolla ode jede ande en Wäh ung de
un e such en Lände e olgen können.
Schaubild 1 zeig deu lich den in e na ionalen Zusammenhang de
Bodenp eisen wicklung on 1850 bzw. 1880 bis 1965 ü ün Indus ie-
lände . Selbs bei Abschlägen ü die un e schiedlichen Bodenp eisde ini-
ionen in Japan und den USA läß sich sagen, daß Japan die höchs en,
die USA die nied igs en und die eu opäischen Lände Bodenp eise au
einem mi le en Ni eau haben. In allen Lände n sind die Bodenp eise
lang is ig ges iegen. In allen Lände n ielen die Bodenp eise im Zuge
de Wel wi scha sk ise, und sie s iegen übe all nach dem Zwei en Wel -
k ieg. Vo dem E s en Wel k ieg e lie die Bewegung de Bodenp eise
uneinhei liche . Sie s iegen in Japan on 1880 bis 1910, un e b ochen
du ch die Folgen de Yen-Ab We ung 1897, am s ä ks en. Auch in den
Ve einig en S aa en nahmen nach dem P eis e all on 1880 bis 1895
die Bodenp eise be äch lich zu. In Deu schland e höh en sie sich on 1850
bis 1880, s agnie en bis 1900, um dann e neu zu s eigen. Die Boden-
p eise s iegen gleich alls on 1850 bis 1880 in F ank eich, um danach bis
zum E s en Wel k ieg au den S and on 1850 zu ückzu allen.
England ha e um 1876 doppel so hohe Bodenp eise wie Deu schland
und F ank eich. Un e dem Ein luß s eigende Impo e, die du ch die
hohe Kau k a de englischen Be ölke ung bei zoll eien Nah ungs-
mi elein uh en ausgelös wu den, gingen die Bodenp eise be äch lich
zu ück. Von 1880 bis 1884 wu den in England p o Hek a LN9 be ei s
362 kg Ge eide im jäh lichen Du chschni impo ie 10.
Bis zum Jah ün 1905 - 1909 s ieg de Impo au 533 kg. Bei einem
Weizene ag je ha on e wa 2 000 kg um 1880 und on 2 230 kg im
Zei abschni 1904/10 mach e das Impo ge eide schon e wa 18 °/o bzw.
25 °/o des Ge eidee ages aus. De Selbs e so gungsg ad Englands wa
jedoch o dem E s en Wel k ieg noch wei nied ige . E dü e bei Hin-
zu echnung de Impo e de üb igen p lanzlichen und ie ischen E zeug-
nisse schä zungsweise zwischen 50 °/o und 60
%>
be agen haben.
Im Deu schen Reich e ün ach e sich zwa im Zei abschni 1880 bis
1910 allein de Ne oge eideimpo je ha LN on 25 kg au 135 kg. Eine
9 LN = Landwi scha liche Nu z läche; ha = Hek a .
10 Vgl. Michael
T acy:
Ag icul u e in Wes e n Eu ope. C isis and Adop ion
since 1880. London 1964. S. 47.
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 203
ebenso d as ische Senkung de Bodenp eise konn e mi diese e gleichs-
weise ge ingen Ein uh menge nich meh e eich we den, obwohl de
Selbs e so gungsg ad des Deu schen Reiches in diesem Zei aum on
95 % au 80 °/o sank11. Die deu schen Bodenp eise wichen un e Be ück-
sich igung on Je-Kop -Einkommen und Be ölke ungsdich e wenige
om in e na ionalen Bodenp eisni eau ab als die englischen o und
nach Au hebung de Ko nzölle (1846). De englische Fall wa einmalig12.
Den Zusammenhang zwischen Be ölke ungsdich e und Bodenp eis
zeig Übe sich 2 im Anhang au . Es wu den zusä zlich Angaben ü Bel-
gien und Dänema k au genommen. Im Ve gleich zu dem schon damals
dich besiedel en Belgien muß e Japan be ei s 1880 meh als zweieinhalb
mal so iel Menschen on seine Nu z läche e näh en. Zwischen de Be-
ölke ungsdich e und de Höhe des Bodenp eises bes eh ü die eu o-
päischen Lände eine posi i e Ko ela ion. De Ko ela ionskoe izien
be äg 0,79, ohne England e eich e 0,91.
Au den Bodenp eis wi ken neben de Be ölke ungsdich e noch wei-
e e Fak o en ein. Im in e na ionalen Ve gleich wi d bei de Annahme
posi i e Einkommenselas izi ä en ü ie isches Eiweiß de du chschni -
liche P eis landwi scha lich genu z en Bodens on olgenden Fak o-
en wesen lich bes imm :
(1) Bp = (BVD, VEK, LFP, SVG, FVB, RF);
Bp = Bodenp eis
BVD = Be ölke ungsdich e je Einhei LN als Indika o de Nach age nach
landwi scha lichen und nich landwi scha lichen Bodenleis ungen;
VEK = Volkseinkommen je Kop als Indika o de Nach age nach land-
wi scha lichen und nich landwi scha lichen Bodenleis ungen;
LFP = Landwi scha liche Flächenp oduk i i ä als Indika o des Flächen-
beda s de Landwi scha ;
SVG = Selbs e so gungsg ad eines Landes mi Nah ungsmi eln — sowie
land- und o s wi scha lichen Rohs o en — als Indika o de Wi -
kung des Außenhandels au den Flächenbeda ;
FVB = Fisch e b auch. Das mi dem Fisch e b auch zuge üh e ie ische Ei-
weiß e inge den landwi scha lichen Flächenbeda (z. B. Japan)
e heblich, da de bei de E zeugung on Fleisch, Milch und Eie n
ein e ende Ve lus an P imä kalo ien e mieden wi d;
11 Vgl. Hans on de Decken: En wicklung de Selbs e so gung Deu sch-
lands mi landwi scha lichen E zeugnissen. Be lin 1938. S. 128.
12 Die englische Handels- und Ag a poli ik o dem E s en Wel k ieg kann
hie nich disku ie we den. Sie da nämlich nich ausschließlich au die
Gü e wel besch änk we den, denn zwischen 1846/50 bis 1901/10 e ließen
übe zwöl Mio. Pe sonen England, haup sächlich nach den b i ischen Übe see-
gebie en. Im gleichen Zei aum wande en aus I alien 6,4 Mio und aus Deu sch-
land 4,2 Mio Menschen aus. Vgl. Wladimi S. und Emma S. Woy insky: Wo ld
Popula ion and P oduc ion; T ends and Ou look. New Yo k 1953. S. 75.
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204 Adol Webe
RF = Res ak o en13 (Ag a e assung, Pach an eil, Be iebsg öße, K edi -
höhe, Bodens eue n, E bsi en, In la ion ode De la ion, Siche hei s-
denken, Wunsch nach Bodenbesi z usw.).
Das Modell e deu lich die An o de ungen, die ein s eigendes Je-
Kop -Einkommen an den Boden zu E zeugung on Nah ungsmi eln
ode als S ando ü Siedlungs- und Ve keh szwecke s ell . Neben dem
e meh en Einsa z bodenspa ende Technologien, de Ausdehnung des
Fisch anges kann empo ä du ch Ve inge ung des Selbs e so gungs-
13 Diese Res ak o en sind im in e na ionalen Ve gleich jedoch du ch E -
hebung geeigne e Indika o en seh schwe bescha ba . Feue s ein such du ch
Zei eihen und Que schni s e gleich den Ein luß on 27 bzw. 22 Fak o en au
den Bodenp eis zu isolie en. Seine Un e suchung besch änk sich au Schles-
wig-Hols ein. Sie bezieh den Baulandma k mi ein. Die im in e na ionalen
Ve gleich deu lich he o e enden Un e schiede im Selbs e so gungsg ad und
de Ve b auchss uk u sind deshalb in ih em Ein luß au den P eis landwi -
scha lich genu z en Bodens on uns besonde s be ücksich ig wo den. Vgl.
Ho s Feue s ein: Bes immungsg ünde de P eise und des T ans e s land- und
o s wi scha lich genu z en Bodens. Eine ökonome ische Analyse de schles-
wig-hols einischen Bodenma k es on 1954 bis 1968. Kiele ag a w. Diss. 1970.
S. 164 - 174.
De Bodenp eis läß sich in einem Eingleichungsmodell nich nu als eine
Funk ion de Nach age nach Bodenleis ungen bes immen. De Bodenp eis
wu de on Colin Cla k — in o indus iellen Gesellscha en — du ch Ve wen-
dung eine Cobb-Douglas-Funk ion als Folge des A bei sangebo es p o Fläche
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 211
Eine Sonde s ellung nimm Japan ein. Die hohen Bodenp eise und
die nied ige en Löhne spiegel en sich in eine ungewöhnlich hohen Flä-
chenp oduk i i ä . Sie wa be ei s 1880 höhe als die englische im Jah e
1965 und de meis en kon inen aleu opäischen Lände o dem Zwei en
Wel k ieg.
Im Schaubild 6 sind die Wachs umsp ade de pa iellen Flächen- und
A bei sp oduk i i ä en im loga i hmischen Maßs ab ausgewiesen. P o-
po ionales Wachs um de Flächen- und A bei sp oduk i i ä he sch
beim Winkel on 45°. Dies wu de o dem E s en Wel k ieg annähe-
ungsweise ü Dänema k, Deu schland und Japan e eich . De ehemals
bes ehende Vo sp ung de englischen A bei sp oduk i i ä is gegenübe
den üb igen eu opäischen Lände n gesch ump . Wachs ums e lus e bei
de S eige ung de Flächenp oduk i i ä , wie sie ü F ank eich, Eng-
land und die USA am Beginn de En wicklung ypisch wa en, lassen sich
o enba wenige schnell au holen. En sp echend den Ve schiebungen
de Fak o p eise und Fak o p opo ionen nahm in allen Lände n nach
dem Zwei en Wel k ieg die A bei sp oduk i i ä s ä ke als die Flächen-
p oduk i i ä zu.
III. Zu Bolle landwi scha liche Technologien
bei de Subs i u ion knappe P oduk ions ak o en
in Deu schland, Japan und den USA
1. Höhe und En wicklung
de J e -Kop -Eink omm en
Das Volkseinkommen je Kop gib zu einem bes imm en Zei punk
eine unge äh e Vo s ellung übe die o handene Menge eine Gesell-
scha an e olg eich einse zba en S a egien zu Behe schung na ü -
liche und soziale P ozesse. Selbs in Lände n mi lange s a is ische
T adi ion sind Angaben übe die Höhe des Volkseinkommens um so weni-
ge e läßlich, je wei e zu ück wi gehen. Eine ande e Ve ze ung i
bei langen Reihen dadu ch au , daß o 100 Jah en einem gleichen Real-
einkommen in Quan i ä und Quali ä ein iel besch änk e es Angebo
an p i a en und ö en lichen Gü e n gegenübe s and. Die beobach e en
Un e schiede im Volkseinkommen zwischen Deu schland, Japan und den
USA sind jedoch e heblich. Selbs Annähe ungen an die unbekann e
a sächliche Einkommenshöhe können deshalb zum Ve s ändnis de be-
s immenden Fak o en de P oduk ion und des Einsa zes landwi scha -
liche Technologien im Zuge de landwi scha lichen En wicklung bei-
agen. Im Jah e 1880 e eich e das Volkseinkommen19 je Kop in P ei-
19 B u osozialp oduk zu Ma k p eisen. Genaue Be echnungsangaben im
Minneso a-Appendix I, Tabelle 4.
14*
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212 Adol Webe
sen on 1968 in Japan e s 60 US-$. In Deu schland wa es on 1820 bis
1880 be ei s on 200 au 430 US-$ ges iegen. Das Volkseinkommen wa
also im Jah e 1880 um 370 US-$ höhe als in Japan. Bis 1910 s ieg das
Volkseinkommen in Japan au 140 US-$ je Kop , das deu sche e eich e
zu diesem Zei punk 720 US-$ je Kop . Das hohe wi scha liche Wachs-
um in Japan ab i960 ug dazu bei, daß sich de ela i e Abs and wei e
e inge e. In den P eisen des Jah es 1968 e eich e das Volkseinkom-
men im selben Jah in Deu schland 2 030 US-$ und in Japan 1 250 US-$
je Kop .
Nakamu a20 ha da au hingewiesen, daß das japanische Volkseinkom-
men zu Beginn de Indus ialisie ung un e schä z wu de. Was auch im-
me das Ausgangseinkommen wa , es bes eh wenig Zwei el, daß Japans
Indus ialisie ung un e ungüns ige en Vo ausse zungen begann. Die
deu sche En wicklung e olg e inne halb des eu opäischen Kul u k eises
in unmi elba e Nachba scha zu ande en, sich indus ialisie enden Na-
ionen. Japans ela i e Isolie ung als Mi glied des asia ischen Kul u -
k eises s ell e in de Gemeinscha de sich indus ialisie enden Na ionen
deshalb eine zusä zliche Belas ung da .
De ame ikanische Vo sp ung im Je-Kop -Einkommen mi 4 300 Dolla
im Jah e 1968 gegenübe Deu schland is jedoch schon meh als 100 Jah e
al 21. Das ame ikanische Volkseinkommen übe a be ei s 1880 mi
760 Dolla das deu sche des Jah es 1910. Die güns ige e Fak o auss a -
ung mi Land und Bodenschä zen zu Beginn de wi scha lichen En -
wicklung und ein besonde e Pionie geis haben dazu ebenso beige agen
wie hohe Bildungs- und Fo schungsin es i ionen und die zei weise Be-
eiung on gewissen „al en" Las en eu opäische Lände (z. B. Folgen
e lus eiche K iege, Ve wal ung knappe Ressou cen, E hal ung und
Ausbau de Kul u , Au zuch - und Schulkos en de Auswande e )22.
2. Landwi scha liche En wicklungsmodelle
In den le z en Jah en sind zahl eiche Modelle en wo en wo den, um
die landwi scha liche En wicklung in den e schiedenen Teilen de
Wel bei un e schiedliche Auss a ung mi P oduk ions ak o en zu e -
20 James I. Nakamu a: Ag icul u al P oduc ion and he Economic De elop-
men o Japan 1873 - 1922. P ince on 1966. S. 219.
21 Zimme man: Poo Lands, S. 34.
22 Auch in de Zei nach dem Zwei en Wel k ieg haben sich solche Sp ünge
im Volkseinkommen je Kop in Venezuela, Libyen, Kuwei als Folge de Aus-
beu e eichliche Ölquellen e eigne . Da diese Lände die En wicklung mensch-
liche Ressou cen besse inanzie en können als ih e Nachba lände , we den
sie sich in zwei bis d ei Gene a ionen on diesen im Humankapi al, Wi -
scha sgeis usw. deu lich un e scheiden. Eine Isolie ung de bes immenden
Fak o en de Einkommensun e schiede kul u ell und geog aphisch benachba -
e Lände wi d dann genauso schwie ig sein wie zwischen Ame ika und
Eu opa.
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 213
klä en. De Wachs umsp ad de landwi scha lichen En wicklung wa
im neoklassischen Modell on He lemann und S ame 23 du ch die Aus-
gangssi ua ion im Fak o end eieck on Kapi al, Boden und A bei be-
s imm . Die allgemeine wi scha liche En wicklung üh zu bes imm en
En wicklungss u en de Landwi scha , die sich hie e ein ach als Be-
ölke ungs e dich ung, Bewi scha ungsin ensi ä , Be iebsau s ockung
und Mechanisie ung cha ak e isie en lassen24. Die no wendigen Techno-
logien we den, um on Punk zu Punk im Fak o end eieck zu gelangen,
exogen übe die Fak o p eis e schiebung de wi scha lichen En wick-
lung einge üh und gel en als o handen.
Im Modell de induzie en Inno a ion on Hayami und Ru an25 we -
den neben den o iginä en P oduk ions ak o en Boden und A bei als
Konsequenz de wissenscha lichen Ak i i ä landwi scha liche Tech-
nologien gesonde behandel . Landwi scha liche Technologien sind ü
diese Au o en nich nu ein mode nisie e Ausd uck ü Kapi al, son-
de n sie sehen die Subs i u ion de eu e we denden o iginä en P o-
duk ions ak o en du ch die P oduk ion billige landwi scha liche
Technologien als einen k i ischen und zen alen Punk de landwi -
scha lichen En wicklung an. Sobald Boden zum ela i knappen P o-
duk ions ak o wi d, übe wieg de Einsa z bodenspa ende biologische
und chemische Technologien. S eig de P eis des Fak o s A bei jedoch
ela i zu dem des Bodens, e langen a bei spa ende mechanische Tech-
nologien g öße e Bedeu ung.
De Mechanismus zwischen s eigenden Fak o p eisen und e meh em
Einsa z on Technologien a bei e jedoch nich au oma isch ode s ö-
ungs ei. Die be ich e e s agnie ende Flächenp oduk i i ä in England
und den Ve einig en S aa en on Ame ika bis 1925 bzw. 1935 ode die
jüngs e S agna ion in ielen En wicklungslände n o de Ein üh ung
e ag eiche Ge eideso en sind ü Hayami und Ru an ein Beispiel ü
unzu eichende ö en liche In es i ionen in die Ag a o schung. In es i-
ionen sind o allem deshalb no wendig, weil de einzelne Landwi ,
echnisch gesehen, nu dann on einem Punk zum ande en Punk de
P oduk ions unk ion übe gehen kann, wenn ihm en sp echende Ge eide-
so en du ch die ö en liche ode p i a e Fo schung angebo en we den.
23 Hans-Hein ich He lemann u. Hans S ame : P oduk ionsges al ung und
Be iebsg öße in de Landwi scha un e dem Ein luß de wi scha lich-
echnischen En wicklung. Kiel 1958.
24 Das Modell is auße halb de deu schsp achigen ag a ökonomischen Li e-
a u nich bekann gewo den. Vgl. hie zu Theodo Heidhues: Zu Theo ie de
landwi scha lichen En wicklung. In: Hans-Gün he Schlo e (H sg.): Die
Landwi scha in den heu igen Indus ielände n (Sch i en de Gesellscha
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en des Landbaues e.V., Band 5). Mün-
chen, Basel, Wien 1968. S. 9 - 40.
25 Hayami u. Ru an: Ag icul u al De elopmen , S. 132 - 135.
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214 Adol Webe
3. O iginä e Fak o auss a ungen
und e olg eich induzie e mechanische,
chemische und biologische Technologien
In den Ve einig en S aa en a die Fak o subs i u ion in de Land-
wi scha an änglich o nehmlich als a bei spa ende Technologie au .
Die ame ikanische Übe legenhei bei de En wicklung a bei spa ende
Technologien wu de du ch nich landwi scha liche Fak o en begüns ig .
De g oße Raum ha e sein Gegens ück im zei e b auchenden und hohe
Kos en e u sachenden T anspo on Mensch und Gu . Die a bei - und
zei spa enden E ek e mechanische E indungen beschleunig en ange-
sich s des hohen Einkommens und de hohen Oppo uni ä skos en de
Zei zusä zlich die Ve b ei ung und Anwendung mechanische Technolo-
gien26. Obwohl die Au omobilindus ie echnisch ih en Ausgangspunk in
Eu opa nahm, en wickel e sie sich schnelle in Ame ika als in Eu opa27.
Deu schland und die üb igen eu opäischen Lände haben wäh end de
Indus ialisie ung niemals die no dame ikanische Knapphei an A bei s-
k ä en gekann . Boden wa zwa in Deu schland nich so knapp wie in
Japan, die Besch änkung wa abe doch so e heblich, daß g oße Mengen
on Rohs o en impo ie we den muß en. Deu schland wu de deshalb
zum klassischen Beispiel eines Landes, das mi chemische Technologie
Impo subs i u ion be ieb. Die au de Basis de heimischen Kohle syn-
he isie en chemischen Fa bs o e e se z en den Impo de eu en,
p lanzlichen Fa bs o e (Indigo). Von de P oduk ion syn he ische Fa b-
s o e gingen posi i e Wi kungen au die En wicklung de Dünge -
indus ie aus.
Begüns ig und induzie wu de die deu sche Pionie olle bei de En -
wicklung indus iell ge e ig e Mine aldünge nich zule z du ch die
En wicklung de Bodenp eise. In F ank eich und England wa die
chemische Indus ie um die Mi e des o igen Jah hunde s siche lich
wei e en wickel als die deu sche. England ha e un e dem Ein luß s ei-
gende Ge eideimpo e absolu allende und F ank eich wegen eines
26 Nachdem Deu schland die o gesch i ene e englische Technologie de
Landmaschinenhe s ellung sei de Londone Wel auss ellung 1851 allmählich
übe nommen ha e, wa die deu sche Handelsbilanz an Landmaschinen bei
Ausb uch des E s en Wel k ieges ausgeglichen. Bei den E n emaschinen wa
Deu schland jedoch noch on ame ikanische Technologie abhängig. Vgl. F.
Wohl mann: Deu schlands Ein uh und Beda landwi scha liche S o e aus
dem Auslande. Kühn-A chi , Bd. VI (1915), S. 239 - 295.
27 Vgl. Hans Wol am G a Finck on Finckens ein: Die En wicklung de
Landwi scha in P eußen und Deu schland 1800 - 1930. Wü zbu g 1960. S.
287. — Philip Raup: Con ain s and Po en ials in Ag icul u e. In: Robe H.
Beck, Ha old C. Deu sch, Philip M. Raup, A nold M. Rose, John Tu nbull un-
e Mi a bei on Jean B. Tabe (H sg.): The Changing S uc u e o Eu ope.
Poli ical, Social and Economic T ends. Minneso a 1970. S. 133 . — Woy inski
u. Woy inski: Wo ld Popula ion, S. 1164.
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 215
ge inge en wi scha lichen Wachs ums ela i allende Bodenp eise.
Deu schland wa jedoch dem Rica dianischen Zei al e , in dem die
Bodenp eise schnelle als die Einkommen zunahmen, nich ganz en -
wachsen.
Die s eigenden Bodenp eise lös en einen in ensi en Suchp ozeß zu
E höhung de E ags ähigkei des Bodens nach den P lanzennäh s o en
Kali, Phospho und S icks o aus. D ei Sch i e dieses bekann en P o-
zesses seien ku z e wähn . Ab 1861 begann de Abbau de Kalisalze in
S aß u . Die Ein üh ung des Thomas e ah ens (1879) bei de S ahlhe -
s ellung e möglich e die Nu zung de heimischen, phospha hal igen
Eisene ze. Mi dem Nebenp oduk de S ahlhe s ellung, dem Thomas-
mehl, e lang e Deu schland soga eine eigene Phospha basis. Das Habe -
Bosch-Ve ah en (1910) mach e Deu schland schließlich im und nach dem
E s en Wel k ieg unabhängig om Impo on Chilesalpe e . Vo dem
E s en Wel k ieg ha e Deu schland deshalb die nied igs en Mine al-
dünge p eise in de Wel 28. Es blieb bis zum Zwei en Wel k ieg o z des
bescheidenen An eils an de Wel acke läche de g öß e Ve b auche an
Düngemi eln.
Japan ha e, wie schon e wähn , um 1880 im Ve gleich zu Deu schland
absolu und, gemessen in Landa bei e löhnen, ela i höhe e Boden-
p eise. Die Fo schungskapazi ä japanische Uni e si ä en ode p i a e
chemische Labo a o ien eich e damals nich aus, um eigens ändige,
indus iell ge e ig e, chemische Technologien zu Bodensubs i u ion zu
e inden und zu p oduzie en. Die hohe Flächenp oduk i i ä um 1880
wa das E gebnis on Bewässe ung, a bei sau wendige Anzuch on
Reiss ecklingen, so g äl igs e P lege on Boden und P lanzen sowie um-
ang eiche o ganische Düngung du ch Knochenmehle, Fischmehle und
ölsaa en ücks ände. Engpässe wä en angesich s de hohen Be ölke ungs-
dich e bei wei e em Wachs um un e meidlich gewesen, wenn es nich
gelungen wä e, ech zei ig die En deckungen und Fo schungso ganisa-
ionen de eu opäischen Ag ikul u chemie nach Japan zu übe agen. Das
japanische, s aa lich o ganisie e Fo schungssys em emp ing besonde e
Impulse on de e s en deu schen, im Jah e 1852 in Leipzig-Möcke n ge-
g ünde en landwi scha lichen Ve suchss a ion. Die japanischen Ve -
suchss a ionen um aß en bei de Kleinhei de Be iebe — ande s als in
Deu schland — auch die P lanzenzuch . Ges ü z au die inko po ie e
ag ikul u chemische Analyse wu den die Ve suchss a ionen zu Zen en
de P oduk ion und Ve b ei ung biologische Technologien29.
28 Mi ko Lame : The Wo ld Fe ilize Economy. S an o d, C. 1957. S. 642.
29 De hohe S and de japanischen P lanzenzuch läß sich da an ablesen, daß
de mexikanische „Wunde weizen" au S ämmen des japanischen Zwe g-
weizens No in No. 1 be uh und die Hyb idbiologie sei Beginn de zwan-
zige Jah e Anwendung and. Vgl. Albe H. Moseman: Building Ag icul u al
Resea ch Sys ems in he De eloping Na ions. New Yo k 1970. S. 49.
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216 Adol Webe
Ve gleichend läß sich sagen: Es gab u sp ünglich einen japanischen
Vo sp ung bei de P oduk ion und Anwendung biologische Technolo-
gien; de deu sche lag bei den chemischen und de ame ikanische bei de
Anwendung mechanische Technologien. Eine Subs i u ion knappe we -
dende P oduk ions ak o en du ch en sp echende landwi scha liche
Technologien gemäß den Fak o p eis e schiebungen kann jedoch nu
ein e en, wenn in jedem Land ein Mindes maß an Fo schungskapazi ä
und k ea i en Fo sche n o handen is .
De Beg i de Fo schungskapazi ä is siche lich nich eindeu ig. Fü
iele S adien de landwi scha lichen En wicklung können s aa liche
Ve suchss a ionen jedoch als ein e läßliche Indika o de Fo schungs-
kapazi ä eines Landes gel en. In ganz Deu schland se z e nach de G ün-
dung de Ve suchss a ion in Leipzig-Möcke n ein asche Ausbau ein.
1852 kamen au eine Ve suchss a ion noch 35,6 Mio. ha LN, 1888 wa en es
nu noch 0,8 Mio. ha. Bis 1896 e inge e sich die on eine Ve suchss a-
ion du chschni lich zu be euende Fläche au 0,7 Mio. ha und bis 1928 au
360 000 ha30. In Japan e lie die s aa lich o ange iebene G ündungs-
welle ü Ve suchss a ionen noch s ü mische . 1877 en ielen au eine Ve -
suchss a ion noch 4,7 Mio. ha. Im Jah e 1900 übe a das Ne zwe k
japanische Ve suchss a ionen das deu sche Vo bild be äch lich31. Au
eine Ve suchss a ion kamen nu noch 152 000 ha. Auch in Ame ika wu de
die e s e Ve suchss a ion schon seh üh im Jah e 1877 geg ünde . De
Ha ch Ac on 1887 e lang e, daß jede de 48 Bundess aa en eine land-
wi scha liche Ve suchss a ion ein ich e e. Dami ha e im Du chschni
jede Ve suchss a ion doch noch 4,9 Mio. ha zu be euen. Bis zum Jah e
19'62 e inge e sich diese An eil au 897 000 ha32.
4. Düngemi el e b auch in Abhängigkei
on den Bodenp eisen
Die Subs i u ion des Bodens du ch bodenspa ende Technologien wi d
in Schaubild 7 du ch das P eis e häl nis on Düngemi eln zum Boden
und dem Düngemi el e b auch ü Deu schland, Japan und die USA
g aphisch da ges ell . Bedenk man die S ando - und Bodenun e schiede
sowie den un e schiedlichen En wicklungss and de d ei Lände , so e -
lau en die his o ischen Subs i u ionsp ade zwischen Boden und Dünge-
30 Vgl. Emil Haselho : Aus de En wicklung des Ve bandes deu sche land-
wi scha liche Ve suchss a ionen. Wiede gegeben aus: Die landwi scha -
liche Ve suchss a ion. Bd. 117 (1933).
31 Vgl. Hayami u. Ru an: Ag icul u al De elopmen , S. 143 - 160.
32 Es gib heu e in den Ve einig en S aa en e wa 53 zen ale und 443 ange-
schlossene S a ionen ( gl. Schaubild in Uni ed S a es Depa men o Ag icul u e
[H sg.l: S a e Ag icul u al Expe imen S a ions. His o y o Resea ch Policy
and P ocedu e. Miscellaneous Publica ion No. 904. Washing on 1962).
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Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 217
mi ein in gleiche Rich ung und übe aschende weise in einem ela i
engen Be eich. Im Jah e 1880 s ell en 1,4 Tonnen Mine aldünge in
Deu schland den Gegenwe ü einen Hek a Boden da . Die ela i e
und an änglich auch absolu e Ve billigung des Mine aldünge s du ch
Massenp oduk ion und s eigende Bodenp eise üh en dazu, daß im
Jah e 1965 schon 14 Tonnen Mine aldünge einem Hek a Boden in de
Subs i u ion als ökonomisch äqui alen gel en konn en. Wie aus Schau-
bild 7 he o geh , wa
die
ela i e Ve billigung de Düngemi el in Japan
noch g öße . Nu 0,7 Tonnen Handelsdünge s ell en im Jah e 1880 den
Gegenwe ü einen Hek a Boden da . Du ch Ve billigung de Dünge-
mi el und s eigende Bodenp eise wa en es 1965 dagegen soga 25 Ton-
nen. Im Jah e 1960 en sp ach in den Ve einig en S aa en das P eis Ve -
häl nis Düngemi el: Boden in e wa dem deu schen on 1910.
Um den g aphisch da ges ell en Zusammenhang s a is isch zu übe -
p ü en, wu den die in Ube sich 3 ( gl. Anhang) ausgewiesenen Reg es-
sions echnungen du chge üh . Es wu de ein doppelloga i hmische
Beziehung zwischen Düngeml el e b auch je ha Acke land
und P eis e MI nis Düngemi el: Acke land*,Deu schland,
Japan9 Ve einig e S aa en
on
Ame ika (USA) 1880-1965
wo (Fün jah esdu chschni e)
q02 qos qi q? qs
Pni n hMni*. Düng miU i: A ck ond 9
» Deu schland: Landwi scho Sd* Nu z läche
Abb. 7: P eis ela ion Düngemi el
:
Boden (Deu schland, Japan, USA)
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218 Adol Webe
Funk ions yp un e s ell . Um den Ein luß des T end möglichs klein zu
hal en, wu de die Zei als eigene Va iable einge üh . Die Vo zeichen
en sp echen de E wa ung. S eig de Bodenp eis ela i zum Dünge-
mi elp eis, nimm de Düngemi el e b auch zu.
In allen Lände n können die zei lich beobach e en Un e schiede im
Düngemi el e b auch du ch eine Ve schiebung de P eis ela ion Dünge-
mi el zu Boden zu 98 °/o e klä we den. Eine E wei e ung de P eis-
ela ion Düngemi el zu Boden um 10
%>
hä e wäh end de gesam en
Pe iode zu eine neunp ozen igen Ve b auchszunahme in Deu schland
und zu eine ach p ozen igen in den USA ge üh 33. Gemessen an den
üblichen s a is ischen P ü g ößen e schein die Schä zung de Subs i u-
ionselas izi ä en in Deu schland und den USA im s a is ischen Sinn zu-
e lässige abgesiche zu sein als in Japan.
Die ungleichen De ini ionen des Bodens (Acke land ode LN), de
Düngemi el (o ganische, ano ganische) und die unzu eichende Da en-
quali ä 34 am Beginn de Un e suchungspe iode lassen eine in ensi e
In e p e a ion des Ni eaus de geschä z en Reg essionskoe izien en nich
zu. Es komm hinzu, daß in Deu schland bei de je Flächeneinhei iel
dich e en Viehhal ung die Mengen an Phospho säu e bis 1900 noch zu
Häl e aus dem S alldünge kamen. Indus iell he ges ell e Kalimengen
übe sch i en die Kalizu uh aus dem S alldung e s in den 30e Jah en35.
Selbs beim S icks o übe a e s in den sechzige Jah en de indu-
s iell he ges ell e S icks o denjenigen aus S alldung. Dennoch schein
es nich unbe ech ig zu olge n, daß das in den d ei Lände n g aphisch
wie s a is isch beobach e e Subs i u ions e häl nis zwischen Düngemi -
eln und Bodenp eisen uni e sal ü die Wel landwi scha gil .
Wie an ande e S elle schon e wähn ,
inde
Bodensubs i u ion nich nu
du ch die un e such en chemischen Technologien ode du ch biologische
Technologien s a . Bodensubs i u ion inde auch du ch die Ein uh on
Nah ungs- und Fu e mi eln s a . Das olgende Schaubild 8 s ell ü
33 Eine Einkommenselas izi ä (landwi scha liches Be iebseinkommen als
e klä ende Va iable) ü Mine aldünge on e wa 0,9 wu de gleich alls ü die
Zei on 1927 bis 1938 ü das Deu sche Reich e echne . Vgl. Hans-Hein ich
He lemann: Die Einkommenselas izi ä des Mine aldünge e b auchs. Wel w.
A ch., Band 62 (1949), S. 259.
34 Fü Deu schland wu de ausschließlich die im Mine aldünge en hal ene
Summe an einen P lanzennäh s o en + P2O5 + K2O) ge echne . Japan
und die USA echne en am Beginn de Pe iode auch o ganische Handelsdünge
(Knochen-, Blu -, Fleisch-, Fischmehle, ölsaa en ücks ände) hinzu.
35 Vgl. Ebe ha d Bi e mann: Die landwi scha liche P oduk ion in Deu sch-
land 1800 - 1950. Ein me hodische Bei ag zu E mi lung de Ve ände ung
des Um anges de landwi scha lichen P oduk ion und de E agss eige ung
in den le z en 150 Jah en. Kühn-A chi , 10. Bd. (1956), S. 112, 115. — Bundes-
minis e ium ü E näh ung, Landwi scha und Fo s en (H sg.): S a is isches
Jah buch übe E näh ung, Landwi scha und Fo s en 1970. S. 61 .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.197 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:47
Fak o p eise, Fak o p oduk i i ä und Technologie 219
Deu schland die lang is ige En wicklung des P eis e häl nisses on Ge-
eide und Ölkuchen zum Boden da . Bei eiem Außenhandel üh eine
E wei e ung diese P eis ela ion dazu, daß die Impo e an Ölkuchen und
Ge eide zunehmen. Es zeigen sich in e essan e weise zwischen Ge eide-
und Ölkuchenimpo und Düngemi el e b auch en sp echend de Ve -
schiebung de P eis ela ion pa allele Subs i u ions e läu e36.
Beziehung zwischen ölkuchen-ßüngeml el-und Impo ge eide e b auch je ha LN
und P eis e häl nls zwischen Ölkuchen Düngemi eln, Ge eide und landwi -
kg/hc scho iche Nu z läche b Deu schland WO-1965, (Fün Jah esdu chschni ?)
1000
000
600
400' —Ölkuchen
200
100
S 90
* 60
40
(Ne o mpo e)s
ms
VüngemHM
.1660-
1660
-
Ge eide -
11660
1000
600
600
400
200
100
20
10
6
6
cp2 qos qi 02 qs 1 qo2 qos qi q2 qs 1
P eisn hä n s zwischen Ölkuchen, Düngemi eln und Impo ge eMe und landwi scha liche Nu i Ukhe
Abb. 8: P eis ela ion Ölkuchen, Ge eide, Düngemi el : Boden
Deu schland
36 Ölkuchen und Ge eide we den hie als Indika o en ü die gesam en
Nah ungsmi elein uh en au ge aß . Die Abhängigkei de Ölkuchen- und
Ge eideimpo e on den Bodenp eisen wu de au g und on Jah esda en —
bei eiem Ag a außenhandel — ü die Zei on 1880 bis 1913 in eine Re-
g essions echnung nachgewiesen. De Nachweis gelang wei e ü die Nach-
k iegszei on 1950 bis 1968 ü Ölkuchen, wäh end die in de Zwischenk iegs-
zei einge üh en quan i a i en Besch änkungen ü Ölkuchen und die bis
heu e bei Ge eide beibehal enen den s a is ischen Zusammenhang s ö en ( gl.
Schaubild 8 und Tabelle 15 — Minneso a-A bei sun e lage).
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220 Adol Webe
5. Ein luß und O ganisa ion
des echnischen Fo sch i s
in de Landwi scha
Ausmaß des echnischen Fo sch i s in de deu schen Landwi scha :
De S ock des Wissens, den die Na u unen deck be ei häl , is , gemes-
sen an den a sächlich e olg en wissenscha lichen En deckungen, un e -
gleichlich g oß. Imme noch sind biologische P ozesse ode Lebens o -
gänge nich ep oduzie ba . Man kann deshalb Pe e son37 da in zus im-
men, wenn e da on ausgeh , daß die beabsich ig e Ve g öße ung des
Wissenss ocks du ch Fo schung nich abnehmenden E ägen un e lieg .
Jede o sch ei ende Gesellscha wi d deshalb o ah en, meh zu
in es ie en, um wei e e Geheimnisse de Na u zu en schlüsseln. Das
gil insbesonde e auch ü die Ag a o schung. Die S eige ung de land-
wi scha lichen P oduk i i ä be uh nach de E schöp ung de Flächen-
ese en in ielen Lände n nich meh au de Hinzu ügung na ü liche
Ressou cen, sonde n au de on Fo schung und Wissenscha selbs p o-
duzie en ode on Menschen gemach en Ressou cen neue Technologien.
Die übe agende Bedeu ung des echnischen Fo sch i s ü das wi -
scha liche Wachs um de Landwi scha in seh ühen S adien de
En wicklung kann aus de jüngs en A bei on Do is And é e kann
we den38. Von 1850 bis 1913 be ug die Wachs ums a e de deu schen
Volkswi scha 2,6 . H., in de Indus ie e eich e sie 3,7 . H., im e -
iä en Sek o 2,3 . H. und in de Landwi scha blieb sie soga bei nu
1,5 . H. De Ein luß des echnischen Fo sch i s au die jäh liche Wachs-
ums a e wa jedoch mi 53 bis 60 . H. in de Landwi scha wesen lich
höhe als in de Gesam wi scha ode in de Indus ie, wo sie nu
42 . H. espek i e 38 . H. e eich e.
O ganisa ion und Cha ak e des echnischen Fo sch i s in de Land-
wi scha : Den wi scha lichen Fo sch i in de Landwi scha be-
schleunigen, neben biologischen, chemischen und mechanischen, insbeson-
de e o ganisa o ische Technologien. Du ch geeigne e ins i u ionelle Inno-
a ionen hel en sie, die ü den wi scha lichen Fo sch i no wendigen
In o ma ionsp ozesse zu beschleunigen. Sie wi ken dami gleich alls
boden- und a bei spa end.
Zu den o ganisa o ischen Technologien zählen in de Landwi scha
ganz besonde s die Ins i u ionen de Wissensgewinnung, des Wissens-
ans e s (Be a ung) und de Wissensanwendung in den Be ieben.
37 Willis Pe e son: P inciples o Economics: Mic o. Homewood, Illinois 1971.
S 239.
38 Vgl. Do is And é: Die Indika o en des echnischen Fo sch i s. Eine Ana-
lyse de Wi scha sen wicklung in Deu schland on 1850 bis 1913. Gö ingen
1971. S.
145
.
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