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Verein für Sozialpolitik – Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Abstract

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Verein für Sozialpolitik – Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Author: Albrecht, Gerhard
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1949
DOI: 10.3790/schm.69.1.117
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/290663/1/schm.069.1.117.pdf
Alb ech , Ge ha d
A icle
Ve ein ü Sozialpoli ik – Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Alb ech , Ge ha d (1949) : Ve ein ü Sozialpoli ik – Gesellscha ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha ,
ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 69, Iss. 1, pp. 117-124,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.1.117
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/290663
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117] 117
Be ich e
Ve ein ü Sozialpoli ik —
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
Am 16. Sep embe 1948 is au de zwei en wi scha swissenscha -
lichen Fach agung nach K iegsende in Ma bu g de „Ve ein ü Sozial-
poli ik
—
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en" ge-
g ünde wo den.
Bei allen denjenigen, die Nu zen und We de Zusammenkün e
de Fachkollegen au den in egelmäßige Wiede keh e ans al e en
Tagungen des „Ve eins ü Sozialpoli ik" e ah en ha en, wa de
Wunsch nach Wiede au nahme solche achwissenscha lichen Kon e-
enzen, die in olge de poli ischen E eignisse in Deu schland sei 1933
unmöglich gewo den wa en, seh bald nach dem ü Deu schland so
olgenschwe en Ende de poli ischen Banke o eu e, zu de en Op e n
auch de „Ve ein ü Sozialpoli ik", und so manches seine Mi gliede
pe sönlich gehö ha en, lebendig gewo den. Es zeig e sich bald, daß
das Ve langen nach wissenscha lichen Tagungen auch bei denen g oß
wa , die den „Ve ein ü Sozialpoli ik" nu aus de Geschich e ih es
Faches und aus seinem um ang eichen und bedeu enden li e a ischen
E be kann en.
Den en scheidenden Ans oß, das, was übe all als imme d ing-
liche es Bedü nis emp unden wu de, zu e wi klichen, gaben Be-
sp echungen kleine e K eise on Fachkollegen, die im He bs 1946
in Gö ingen aus Anlaß eine Fakul ä enkon e enz und im Somme
1947 in Ro henbu g ob de Taube gelegen lich de e s en Naohk iegs-
S udienkon e enz de Deu schen Reichsbahn s a anden. De in
Ro henbu g zusammenge o ene K eis ließ es nich bei bloßen E -
wägungen bewenden, sonde n beschloß, die Vo be ei ung eine Volks-
wi e agung noch im He bs des gleichen Jah e-s in die Wege zu lei en.
Da sich die Tagungsbedingungen bei de Reichsbahn-S udienkon e enz
in Ro henbu g als ech güns ig e wiesen, wu den mi de S ad e wal-
lung sogleich an O und S elle Ve einba ungen übe den Tagungs-
e min, die Un e b ingung de Tagungs eilnehme u. dgl. ge o en1.
1 Nähe es in dem in Kü ze e scheinenden Be ich übe die Ma bu ge Tagung am
15. und 16. Sep embe 1948 (Ve lag Duncke &^umblo ).
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118 Ge ha d Alb ech [118
We an diesen e s en kleine en Zusammenkün en eilgenommen
ha , wi d sich e inne n, daß, ohne daß iel da übe gesp ochen wu de,
on den meis en an die E neue ung des „Ve eins ü Sozialpoli ik" ge-
dach wu de. Das ha e wohl deshalb nahegelegen, weil diese sich, wie
allgemein bekann , längs zu de allgemeinen achwissenscha lichen
Ve einigung de Na ionalökonomen en wickel ha e, wie sie sich auch
die ande en an den Hochschulen e e enen Wissenscha en aus dem
Bedü nis nach gelegen liche pe sönliche Fühlungnahme und nach
wissenscha lichem Gedankenaus ausch gescha en ha en. Ein glück-
liche weise in wissenscha lichen K eisen auch in poli isch u bulen en
Zei en wachgebldebenes T adi ionsbewuß sein ha siche lich auch dazu
mi gewi k , daß ohne iel Re lek ionen mindes ens eine Anknüp ung
an den „Ve ein ü Sozialpoli ik" als de gegebene Weg zu dem e -
s eb en Ziel angesehen wu de. Wa en doch übe den ohne Zwei el
g oßen Leis ungen des Ve eins die gelegen lichen K isen, die e du ch-
gemach ha e, und die du ch sie und die besonde e Si ua ion, de e
sich nach seine le z en — de D esdene — Tagung (1932) und nach
de Mach e g ei ung des Na ionalsozialismus ausgese z sah, beding en
übe skep ischen Be ach ungen Somba s in Ve gessenhei ge a en
ode mindes ens in den Hin e g und ge e en. Das wa o enba auch
die Meinung de as 50 Pe sonen, in de übe agenden Meh zahl olks-
wi scha liche Hochschulleh e , die au de Tagung in Ro henbu g im
He bs 1947 den Beschluß zu Neug ündung des „Ve eins ü Sozial-
poli ik" aß en, wobei es ge ade auch einige Ve e e de jünge en
Gene a ion wa en, die sich nachd ücklich hie ü aussp achen.
Seh bald wu den dann eilich gewich ige S immen lau , welche
die E neue ung des „Ve eins ü Sozialpoli ik" ü keinen seh glück-
lichen Gedanken hiel en. Diese e dank e, wie jedem Kenne seine
Geschich e e au is , seine En s ehung einem bes imm en P og amm,
de on den „Ka hede sozialis en" wissenscha lich gewonnenen und
in de Ö en lichkei poli isch e e enen E kenn nis, daß es no wen-
dig sei, in Abkeh on de o he schenden libe alen O ien ie ung den
sozialen Fo de ungen de zu eine neuen Mach im ö en lichen Leben
he angewachsenen A bei e scha in de Gese zgebung im allgemeinen
und in den wi scha s- und sozialpoli ischen Regie ungs- und Ve wal-
ungsmaßnahmen im besonde en Rechnung zu agen. We diesen
du chaus zei beding en Ausgangspunk de En s ehung des „Ve eins
ü Sozialpoli ik" im Auge ha e, wa ganz gewiß be ech ig , den Ein-
wand zu e heben, daß Bedü nis und Wunsch nach Scha ung eine
wissenscha lichen Fach e einigung de Sozial- und Wi scha swissen-
scha e nach Deu schlands Zusammenb uch nach dem zwei en Wel -
k iege mi solchen E wägungen und Zielen, de en Ane kennung sich
längs in ollem Maße du chgese z ha e, nich s zu un ha e. Was man
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1191 Ve ein ü Sozialpoli ik — Gesellscha ü Wi scha swissenscha en 119
woll e und e s eb e, wa sowohl in den Gö inge als auch in den
Ro henbu ge Vo besp echungen ganz kla zum Ausd ucke gelang . Es
wa im wesen licheil zweie lei: Einmal das Bedü nis nach pe sön-
liche Fühlungnahme de Fachkollegen und nach Gedankenaus ausch
übe die wissenscha lichen Fachp obleme und ande e Fach-, da un e
besonde s S udien agen; sodann die imme d ingliche emp undene
No wendigkei , die schwie igen und schicksalsschwe en F agen ge-
meinsam zu e ö e n, die du ch die bed ohliche wi scha liche Lage
Deu schlands nach dem Zusammenb uch au gewo en wa en. Hie zu
bedu e es gewiß nu ein ach de Einbe u ung eine achwissenscha -
lichen Kon e enz und gegebenen Falles de G ündung eine ach-
wissenscha lichen Ve einigung, die man dann je nach Geschmack und
Zweckmäßigkei sg ünden so ode ande s nennen konn e.
Übe solche sub ilen F agen ha en sich diejenigen nich allzu iele
Gedanken gemach , die
—
manchen Kollegen, de en S imme im Kol-
legenk eise besonde es Gewich besi z , übe haup iel zu üh
—
aus
dem Ge ühl he aus, daß angesich s de alle bishe bekann en Vo -
s ellungen wei übe e enden wi scha lichen und sozialen Nö e und
angesich s de unausweichlichen No wendigkei , Auswege aus ihnen zu
inden, „das Fach", also die Ve e e de Wi scha swissenscha als
geschlossene Kö pe scha , nich länge schweigen du e, die Ini ia i e
e g i en ha en.
Daß sie dami alle dings eine
—
üb igens ge n ge agene
—
schwe e
Ve an wo ung au sich genommen ha en, soll e die Tagung, die im
He bs 1947 (27. bis 29. Sep embe ) als E gebnis ih e Bemühungen in
Ro henbu g ob de Taube zus ande kam, e weisen. Fü die Vo be-
ei ung s anden knapp d ei Mona e zu Ve ügung. Das wa un e den
damals noch seh ges ö en allgemeinen wi scha lichen und speziell
e keh smäßigen Ve häl nissen schon ü die bloß echnische Vo -
be ei ung
—
die nu du ch die au op e ungs olle Mi a bei D . Schach -
schabels und D . G unaus (beide in Ma bu g) e olg eich du chge üh
we den konn e
—
eichlich wenig Zei . Jedem Einsich igen muß e abe
kla sein, daß eine um assende wissenscha liche Vo be ei ung, du ch
die allein de E olg de Tagungen des „Ve eins ü Sozialpoli ik" e -
möglich wo den wa , in so ku ze Zei ein Ding de Unmöglichkei
wa . Die en scheidende wi scha liche F age wa damals die nach de
Ges al ung de ' deu schen Geld- und Wäh ungs e häl nisse. Sie soll e
in Ro henbu g zum Gegens and de wissenscha lichen Aussp ache ge-
mach we den. Eine au , de Vo a bei eines K eises on Fachspezialis en
un e Be ücksich igung de e schiedenen Rich ungen und G undau -
assungen be uhende wissenscha liche Vo be ei ung, die das P oblem
on allen Sei en, insbesonde e om allgemein-wi scha lichen und
sozialen Gesich spunk , beleuch e e, wa schlech e dings nich mög-
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120 Ge ha d Alb ech [120
lieh. So muß e es dankba beg üß we den, daß sich de inzwischen
leide allzu üh e s o bene Kollege Adol Lampe be ei e klä e, de
geplan en Wäh ungsdiskussion du ch Redigie ung und Ve sendung on
G undsä zen zu Wäh ungs age einen es en Ausgangspunk zu
geben, die als E gebnis meh jäh ige Be a ungen eines kleinen K eises
on Fachkollegen, de sich im Ve lau e des K ieges un e dem Vo si z
E win . Becke a hs in F eibu g i. B . zusammenge unden ha e, en -
wickel wo den wa en. Es is nich wei e e wunde lich, daß die
Gegensä ze de Meinungen, die selbs e s ändlich in eine so schwie-
igen F age bes ehen und die bei eine langen und g ündlichen Vo -
be ei ung in den sch i lich o geleg en Un e lagen zum Ausd uck
und Aus ag gelangen, angesich s de in diesem Falle na u gemäß
einsei ig ausge ich e en Vo a bei en au de e s en g öße en Kollegen-'
Zusammenkun au de Tagung selbs im wah s en Sinne des Wo es
au einande pla z en und in keine Weise zum Ausgleich, und wenn
auch nu in dem Sinne de Be ei scha , sich gegensei ig zu e s ehen,
geb ach we den konn en.
Das schien ein böses Vo zeichen ü die Ve wi klichung des Planes
zu sein, eine wissenscha liche Fach e einigung ins Leben zu u en.
Eine zu He zen gehende, in Lebense ah ung und Al e sweishei wu -
zelnde, on Humo gewü z e Ansp ache des Kollegen . Zwiedineck
ha es abe am Abend dieses heißen wissenscha lichen Kamp ages
e moch , du ch den Appell an die ech e Wissenscha allein wü dige
Tole anz die A mosphä e zu scha en, in de sich alle bei de Abend-
si zung des 27. Sep embe s Anwesenden in dem En schluß zusammen-
anden, den allgemein ge eil en Wunsch nach achwissenscha lichem
Zusammenschluß du ch Wiede beg ündung des „Ve eins ü Sozial-
poli ik" zu e üllen. De Ve asse diese Zeilen wu de dami beau -
ag , die e o de lichen Sch i e zu un e nehmen, um diesem Be-
schluß die o male Du ch üh ung olgen zu lassen.
In E üllung dieses Au ages wu de zum 8. Ap il 1948 ein Aus-
schuß in das Gäs ehaus de S ad F ank u in Schönbe g im Taunus
einbe u en, de au G und eines o geleg en En wu es Beschluß übe
die de e s en Mi gliede e sammlung zu un e b ei enden Sa zung
aß e und einen o läu igen d eiköp igen Vo s and wähl e. Die end-
gül ige En scheidung übe den Namen de Ve einigung, übe den
keine Einigung e ziel we den konn e, wu de de demnächs einzu-
be u enden Mi gliede e sammlung o behal en^ de Vo s and abe
e mäch ig , die Ve einigung o e s als „Ve ein ü Sozialpoli ik" an-
zumelden. Die Genehmigung de Ve einsg ündung e olg e du ch Be-
schluß des Kul u ausschusses de S ad Ma bu g/Lahn om 16. Juli
1948. Die e s e am 16. Sep embe 1948 in Ma bu g/Lahn e ans al e e
Mi gliede e sammlung billig e die ih o geleg e Sa zung mi einigen
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121] Ve ein ü Sozialpoli ik — Gesellscha ü Wi scha swissenscha en 121
Abände ungen. Sie en schied sich da ü , de Ve einigung den Namen
„Ve ein ü Sozialpoli ik — Gesellscha ü Wi scha s- und Sozial-
wissenscha en" zu geben.
Man mag
—
besonde s angesich s de ungeklä en poli ischen Ve -
häl nisse, o allem de bedaue lichen, du ch die mili ä ische Be-
se zung Deu schlands beding en Au eilung in Zonen und de unglück-
lichen wes -ös lichen Au spal ung Deu schlands — übe die ich ige
Wahl des Zei punk es de Ve einsg ündung e schiedene Meinung
sein; daß die Wiede he s ellung eines enge en Kon ak es zwischen
den Hochschul e e e n de Sozial- und Wi scha swissenscha en,
wobei au eine möglichs enge Ve bindung on Volks- und Be iebs-
wi en um diese beiden Teildisziplinen willen besonde e We ge-
leg wi d, und daß die du ch die Ve einsg ündung gescha ene Mög-
lichkei de Abhal ung wissenscha liche Tagungen in bes imm en
Zei abs änden (nach de Sa zung alle zwei Jah e) und dami de Aus-
sp ache übe die wissenscha lichen P obleme des Faches sowie übe
sons ige Fach-, S udien- und Be u s agen und de Du ch üh ung ge-
meinsame Un e suchungen und de E ö e ung spezielle Fach agen
in besonde en Ausschüssen (de en sechs au de Ma bu ge Mi gliede -
e sammlung gebilde wu den) einen Gewinn ü die gesam e Fach-
kollengenscha bedeu e , dü e kaum i gendwelchen Zwei eln un e -
liegen.
In de gewähl en Bezeichnung de neuen Ve einigung als „Ve eiu
ü Sozialpoli ik
—
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha -
en" komm de Zwiespal de Meinungen, de sei den e s en E ö e-
ungen übe die F age de Ve einsg ündung imme s ä ke he o -
ge e en wa , ob man Al es e neue n ode e was ganz Neues scha en
solle, zum Ausd uck. Ich möch e diejenigen, die in den k i ischen
Tagen des „Ve eins ü Sozialpoli ik" an den Geschehnissen ak i An-
eil ha en, da an e inne n, daß es die damals jünge e Gene a ion —
wi ksam alle dings un e s ü z on so he o agenden Ve e e n de
äl e en Gene a ion wie Se ing und . Zwiedineck
—
wa ,«die sich dem
beinahe an Nihilismus g enzenden Skep izismus Somba s hinsich lich
de F age, ob sich de so iele Jah zehn e bewäh e Ve ein den neuen
poli ischen K ä en gegenübe behaup en ode kamp los die Wa en
s ecken soll e, en gegens ell e und sich mi dem Willen zu Behaup-
ung des Bewäh en du chse z e. Wa um nich auch je z das s e s
en wicklungsbedü ige Al e
—
ob es auch en wicklungs ähig sein wi d,
häng on Ges al ungswillen und -k a de Menschen, die es angeh ,
ab — in de Fo m, die es schließlich angenommen ha , übe nehmen
und es den neuen Fo de ungen eine e ände en Zei anpassen? Das
A bei sgebie , die Au gabens ellung de neuen Ve einigung en sp ich
de jenigen des „Ve eins ü Sozialpoli ik" in de Zei , in de aus poli-
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122 Ge ha d Alb cch [122
ischen G ünden seine Au lösung beschlossen we den muß e, wei -
gehend. Es schein mi gu zu sein, daß diese inne e Zusammenhang
nun doch in dem e s en Teil des Ve einsnamens zum Ausd ucke komm ;
ich beg üße es, daß dami dem in deu schen Landen nich allzu s a k
ausgep äg en T adi ionsbewuß sein T ibu gezoll is . Daß sich das
A bei sgebie de Ve einigung nich , wie ja auch nu im e s en Jah -
zehn des Daseins des al en „Ve eins ü Sozialpoli ik", au die Sozial-
poli ik besch änk , is in dem ande en Teil des Ve einsnamens unzwei-
deu ig ausgesp ochen. Doch schließlich wi d nich de Name des Ve -
eins, sonde n das, was e seinen Mi gliede n, de Wissenscha und
zum Wohle de Allgemeinhei leis e , da übe en scheiden, ob die, die
sich um den e neu en achwissenscha lichen Zusammenschluß de
deu schen Na ionalökonomen bemüh haben, das Rich ige ge o en
haben ode nich .
Die Sa zung des „Ve eins ü Sozialpoli ik — Gesellscha ü
Wi scha s- und Sozialwissenscha en" sieh auch, wie ühe diejenige
des „Ve eins ü Sozialpoli ik", die Mi gliedscha on Pe sönlich-
kei en des ö en lichen Lebens und on Kö pe scha en o , die ge-
will und geeigne sind, an de wissenscha lichen E ö e ung sozial-
und wi scha swissenscha liche und -poli ische F agen eilzuneh-
men. Wäh end bei de G ündung des „Ve eins ü Sozialpoli ik"
An ang de 70e Jah e die Zahl de Männe des ö en lichen Lebens
und de P axis wei übe wog, die Hochschulleh e in de Minde zahl
wa en, is die G ündung de neuen Ve einigung zunächs as aus-
schließlich Sache de wi scha swissenscha lichen Hochschulleh e
gewesen. Da in komm zum Ausd uck, daß es sich in e s e Linie um
die E üllung des Wunsches nach eine wissenscha lichen Fach e -
einigung gehandel ha , zu de sich bekann lich auch de „Ve ein ü
Sozialpoli ik" imme meh en wickel ha e, und zwa un e Au gabe
seine u sp ünglichen Besch änkung au das enge e Gebie de Sozial-
poli ik, die nun auch kün ig nu einen de Gegens ände de Ve eins-
ä igkei im Rahmen de Gesam hei de Sozial- und Wi scha swissen-
scha en bilde und wei e hin bilden wi d. Abe auch de je z neu
ins Leben ge u ene Ve ein wü de die Teilnahme wissenscha lich in-
e essie e P ak ike an de E üllung seine Au gaben als eine we -
olle Be eiche ung be ach en und es lebha beg üßen, wenn sein
Mi gliede k eis im Lau e de Zei Ausd uck eine uch ba en Ve -
bindung on Wissenscha und wissenscha lich in e essie e P axis
wü de. Ob und in welche Weise diese Wunsch in E üllung geh , ob-
wohl die G undaus ich ung des Ve eins nich , wie u sp ünglich die-
jenige des „Ve eins ü Sozialpoli ik", eine sozial-(und wi scha s-)
poli ische, sonde n eine wi scha swissenscha liche is , muß die Zu-
kun leh en. Es wi d ganz wesen lich on dem Leben, das de Ve ein
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123] Ve ein ü Sozialpoli ik — Gesellscha ü Wi scha swissenscha en 123
zu en wickeln wissen, on den Leis ungen, mi denen e an die Ö en -
lichkei e en wi d, abhängen, wie s a k de An eiz ü die wissen-
scha lich in e essie en P ak ike sein wi d, an seinen A bei en und
an seinen Tagungen und Aussp achen eilzunehmen o z de ielen
Möglichkei en, die sich in Ges al on eils allgemein-wi scha lichen,
eils speziell- achlichen Gesellscha en (wie e wa de Wi scha spoli-
ischen Gesellscha on 1947 in F ank u ) und on Ve bänden alle
A ü sozial- und wi scha spoli ische E ö e ungen bie en.
De neue Ve ein ha auch diejenigen Au gaben in seinen Tä ig-
kei sbe eich einbezogen, ü de en Bea bei ung ühe in de „ Ve -
einigung de sozial- und wi scha swissenscha lichen Hochschul-
leh e " eine gesonde e O ganisa ion bes anden ha e: die F agen de
Ges al ung des wi scha swissenscha lichen Hochschuls udiums und
P ü ungswesens und die de Ve e ung de Be u sin e essen de
akademischen Leh e des Gesam aches. Das geschah, weil es als zweck-
mäßig angesehen wu de, zunächs noch eine Meh zahl on Facho gani-
sa ionen zu e meiden, weil au de ande en Sei e abe die E ö e ung
und Klä ung eine Reihe wich ige F agen de hie he gehö igen A
keinen allzu langen Au schub e ug. Nu zen und E olg de Be ä i-
gung au diesem ü die meis en wenige eiz ollen A bei s elde wi d
da on abhängen, daß sich un e den ein Hochschulam bekleidenden
möglichs jünge en Ve einsmi gliede n solche inden, die be ei sind,
sich diese ohne Zwei el auch im In e esse de Wissenscha und ih e
leh mäßigen Wi kung höchs wich igen Au gaben solange mi dem
e o de lichen Nachd uck anzunehmen, bis hie ü ielleich einmal
wiede ein Sonde äge gescha en is , de sich ausschließlich diesen
F agen widme .
Die in de Ve einssa zung schließlich o gesehene P lege de Be- *
ziehun,gen zu Fachwissenscha des Auslandes, die sich in den e -
gangenen Jah en e heblich gelocke ha en, so e n sie nich un e dem
Ein luß de poli ischen Lage gänzlich abgeb ochen wa en, is eine Au -
gabe on g öß e Wich igkei , de en e olg eiche Lösung abe ohne die
Be ei scha de Fachkollegenscha jensei s de deu schen G enzen
zu Wiede au nahme des ühe so selbs e s ändlichen und uch -
ba en wissenscha lichen Gedankenaus ausches nich möglich is .
Einen e olg e heißenden An ang hie zu dü en wi in dem eund-
lichen In e esse eine Reihe Schweize Kollegen an de G ündung
unse e neuen Ve einigung und ih e e s en wissenscha lichen Tagung
im o igen He bs e blicken und ihnen auch an diese S elle unse en
Dank zum Ausd uck b ingen.
De „Ve ein ü Sozialpoli ik
—
Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en" is nich mi einem die Geis e au ü elnden
P og amm, wie eins sein Vo läu e , ins Leben ge e en. Das lag in
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124 Ge ha d Alb ech [124
den Ve häl nissen de Zei beg ünde , die nich dazu ange an sind, mi
g oßen Wo en und pa he ischen Ges en an die ha e A bei zu gehen,
die o uns lieg und zu de wi en schlossen sind. Hie in lieg es auch
wohl beg ünde , daß o e s die Ini ia i e wie die mühselige Klein-
a bei au ausgesp ochenen Wunsch de jünge en den Ve e e n de
äl e en Gene a ion übe lassen wu de. Die neue Zei s ell abe auch
de Wi scha swissenscha neue Au gaben. Mi ih e E g ei ung wi d
sich klä en, welche G und ich ung die Ve eins ä igkei nehmen wi d,
ob de neue Ve ein meh sein wi d, als ein bloße o ganisa o ische
Zusammenschluß de Wi scha swissenscha e und wei e e wi -
scha swissenscha lich in e essie e K eise, ob e be u en is , du ch
sein Wi ken im Geis e ech e Wissenscha lichkei au das soziale und
wi scha liche Geschehen ich ungweisend Ein luß zu gewinnen. Und
das wi d on dem Geis und dem Ta willen de Jugend des Faches uud
ih e Be ei scha abhängen, dem Ve ein ih Können und ih e K a
ü die E üllung solche Au gaben zu Ve ügung zu s ellen, die übe
die Ve olgung de pe sönlichen wissenscha lichen In e essen jedes
einzelnen die Zusammena bei alle e o de . An de Jugend des
Faches, de so bald wie möglich die Füh ung de Ve einigung gebüh ,
wi d es sein, zu e weisen, daß das E be des „Ve eins ü Sozialpoli ik"
in gu e Hände übe gegangen is .
Ge ha d Alb ech , Ma bu g/Lahn.
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