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Die Bedeutung der Rechtsform für Bestand und Entwicklung der mittleren Unternehmen

Abstract

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Die Bedeutung der Rechtsform für Bestand und Entwicklung der mittleren Unternehmen

Author: Bayer, Hans
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1963
DOI: 10.3790/schm.83.5.579
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291032/1/schm.083.5.579.pdf
Baye , Hans
A icle
Die Bedeu ung de Rech s o m ü Bes and und
En wicklung de mi le en Un e nehmen
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Baye , Hans (1963) : Die Bedeu ung de Rech s o m ü Bes and und
En wicklung de mi le en Un e nehmen, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und
Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 83, Iss. 5, pp. 579-596,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291032
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Die Bedeu ung de Rech s o m ü Bes and
und En wicklung de mi le en Un e nehmen
Von Hans Baye , Do mund
In Theo ie und P axis wi d häu ig die Bedeu ung de Rech s o m
ü die En al ung de mi le en pe sonengep äg en Un e nehmen
zu wenig e kann , obwohl schon o Jah zieh n en
z.
B. Un e suchungen
übe die Zusammenhänge zwischen
Rech s o m und Un e nehmens-
g oße
anges ell wu den. Eine de e s en Un e suchungen diese A
wa eine A bei on F.
Lehmann
übe Rech s o men und Wi scha s-
ypen de p i a en Un e nehmung1. E bau zum Teil au Un e -
suchungen on Robe
Lie mann
übe Un e nehmens o men au 2.
Lehmann
un e scheide Einzelim e nehmen, Un e nehme gesellscha -
en, Anlagiegesellscha en und Kapi algesellscha en. E s ell schon
ü die damalige En wicklung es , daß de An eil de Einzel-
i men im E we bsleben s ändig sink : „Nich sel en kleide sich die
Einzelun e nehmung in das Rech sgewand eine Gesellscha 3." Die
on
Lie mann
e wende en Beg i e on Pe sonal- und Kapi algesell-
scha haben sich au die Daue s ä ke als die Beg i sbildung on
Lehmann
du chgese z . Be ei s in eine Besp echung ha Theodo
Bes e
die Au assung e e en, daß es ich ige wä e, die
Lie mann-
sehen Beg i e beizubehal en4.
Bes e
ha schon damals au die beson-
de e Bedeu ung de ech lichen Ges al ung de Un e nehmung hinge-
wiesen: „De Gesellscha s e ag, namen lich de de Fe sonalgesell-
scha en, e dien die s ä ks e Beach ung des Wi scha le s; denn das
Gedeihen de Un e nehmung häng in hohem Maße da on ab, ob die
Bes immungen des Gesellscha s e ages wi scha lich zweckmäßig
sind. Man denke nu an die Regelung de Kapi ale hal ung, de Ka-
pi alzu üh ung, de Gewinn e eilung, de Auseinande se zungs age
usw., an die zahl eichen Schwie igkei en, die sich as egelmäßig beim
Auseinande gehen de Gesellscha e e geben5.46
1 Die p i a e Un e nehmung und ih e Be ä igungs o men, VII. Bd. Mannheim
1925.
2 Robe
Lie mann:
Die Un e nehmungs o men mi Einschluß de Genossen-
scha en und de Sozialisie ung. S u ga 1921.
3 a.a.O. S. 36.
4 Besp echung on
Lehmann:
Rech s o men und Wi scha s ypen de p i a en
Un e nehmung. In: Schm. Jah b. 1926. S. 675 .
5 a.a.O. S. 678.
37*
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580 Hans Baye
Die Un e suchung de a sächlichen Ve häl nisse zeig , daß es alsch
wä e, Schema a au s ellen zu wollen hinsich lich eines bes imm en
Zusammenhanges zwischen Un e nehmensg öße und Rech s o m, 'zwi-
schen bes imm en Un e nehmensbe ä igungen und de en sp echenden
Rech s o m. Die konk e en Ve häl nisse sind maßgebend ü die
wi scha lich und gesellscha spoli isch en sp echende Wahl de
Rech s o m. Allgemein läß sich nu sagen, daß die ech liche Ges al-
ung des Un e nehmens en scheidend wich ig ü die Übe b ückung
de ü die mi le en Un e nehmen cha ak e is ischen subjek i en und
objek i en Spannungen is 6. Die selbs ändigen Un e nehme übe -
sehen im D ange de Geschä e nu ziu o die Bedeu ung de un e -
nehmens ech lichen Maßnahmein. Die g oßen Einkau sun e nehmen
und Einkau so ganisa ionen des Handels legen au die F agen de
Rech s a m iel g öße es Gewich . So übe p ü z. B. ein g oßes
Eilnkau suin e nehmen mi meh e en Millionen Umsa z seb genau die
Rech s o m jene Einzelhandelsoin e nehmen, mi denen es zusam-
men a bei e . Un e Ums änden we den Ände ungen zu Bedingung
des Anschlusses gemach und gegebenen alls du ch den eigenen Syn-
dikus du chge üh .
Bei wi schsa Apoli ischen Vo schlägen, die in le z e Zei e olg-
en, wi d o zu wenig die g undlegende Bedeu ung de Rech s o m
de einzelnen Un e nehmen beach e . Bekann lich wi d mi g oßem
Nachd uck die zwischenbe iebliche Ra ionalisie ung und Bildung on
A bei sgemeinscha en de mi le en Un e nehmen ge o de . Nich
sel en on S ellen, die be u en wä en, o e s die We bewe bs- und
s eue ech lichen G undlagen ü eine solche an sich no wendige Zu-
sammena bei izu scha en. Diese is abe au die Daue aussich slos,
wenn die Rech 9 o m de einzelnen Un e nehmen nich en sp ich ;
denn A bei sgemeinscha de mi le en Un e nehmen bedeu e in de
heu igen Wi scha sen wicklung nich Ausschal ung de Konku enz,
sonde n Siche ung de Konku enz ähigkei . Ohne mode ne ange-
messene Rech s o men ü die einzelnen Un e nehmen und die Ins i-
u ion de A bei sgemeinscha is dies abe nich zu e eichen.
6
Die besonde en Schwie igkei en und Spannungen, die sich ü die mi le en
Un e nehmen aus de mode nen Wi scha sen wicklung e geben, sind eingehend
behandel in: Hans Baye : Das mi le e pe sonengep äg e Un e nehmen als
Wi scha ss abilisa o (Fo schungsbe ich e des Landes No d hein-Wes alen). Köln/
Opladen 1963. Es we den do un e schieden äuße e (exogene) Schwie igkei en
(z. B. Schlech e s ellung de mi le en Un e nehmen du ch wi scha spoli ische
Maßnahmen gegenübe den G oßun e nehmen) und inne e (endogene) Span-
nungen; sie gehen eils au die pe sönliche Hal ung de Un e nehme zu ück
(subjek i e Spannungen), eils en s ehen sie un e dem Ein luß on En wicklungs-
endenzen de Wi scha , die nich na u no wendig eine bes imm e En scheidung
e zwingen, abe in eine bes imm e Rich ung d ängen (objek i e Spannungen).
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Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 581
Es mag liie an den Hinweis des einen ode ande en Un e nehme s
e inne sein, de mi bei »den Gesp ächen e klä e, ns komme doch
alles au die Pe sönlichkei an. Siche nü z die schöns e und aus-
geklügel s e Redi s o m nich s, wenn nich die Hal ung des Un e -
nehme s en sp echend is ; abe die Hal ung kann sich im 'allgemeinen
e olg eich doch nu bei en sp echende ech liche Ges al ung des
Un e nehmens du chse zen. Hie bei denken wi nich so seh an die
im Gese z es geleg en Um isse de Gesellscha s o men, sonde n an
die indi iduelle Ges al ung des Gesellscha s e ages im Rahmen de
gese zlichen Bes immungen. Besonde e Bedeu ung komm ihm ü die
Nach olge im Un e nehmen und ü dynamische Un e nehme ä ig-
kei ®u.
1. Die Nach olge im Un e nehmen: Bei de Nach olge im Un e neh-
men komm häiu ig die Spannung zwischen den Ex em allen „T a-
di ionse s a ung" und „ eine Rechenha igkei 64 .zum Ausd uck. Ein-
sei ige O ien ie ung de Un emehme en scheiduiig an de his o ischen
En wicklung kennzeichne die T adi ionse s a ung. Sie s eh o in
Ve bindung mi e ehl en Bes immungen im Gesellscka s e ag.
Nich sel en we den die Familienin e essen on einem sho -nin-Ge-
sich spunk aus gesehen. Die Be onung im Wo Familienun e neh-
mung lieig au „Familie" und nich au „Un e nehmen".
Sho -nm-Denken is es, das jene einsei ige am unmi elba en Ge-
winn o ien ie e Hal ung de „ einen Rechenha igkei " cha ak e i-
sie . Diese s ell ü die Selbs ändigkei de mi le en pe soneu-
gep äig en Un e nehmen eine gToße Ge ah da . Es is zuzugeben, daß
diese u. U. e höh we den kann, wenn mi le e Un e nehmen die
Rech s o m eine Ak iengesellscha haben. Die En wicklung in
Holland, wo auch kleine Un e nehmungen meis in Fo m on Ak ien-
gesellscha en be ieben we den, läß eine ela i ge inge Wide s ands-
k a gegen Fusionen e kennen7. Manche Un e nehmen geben ih e
Selbs ändigkei ohne wi scha liche No wendigkei au . Die Hal ung
de „Manage " in Ak iengesellscha en is ande s als jene de selb-
s ändigen Un e nehme . F eilich geh die Fusions enidenz keineswegs
allein au die Rech s o m de mi le en Un e nehmen zu ück.
Die Üibe b ückung zwischen T adi ionse s a ung und eine Re-
chenha igkei lieg in T adi ions e bundenhei . Bei alle Dynamik
de Pe sönlichkei und allen Ra ionalisie ungsbes ebungen bes eh
7
Joseph Schumpe e ha im 12. Kapi el („B öckelnde Maue n") seines Büches
„Kapi alismus, Sozialismus und Demok a ie46, Be n 1946, im ande en Zusammen-
hang ähnliche En wicklungs o gänge au gezeig : „.. . und daß die Riesenun e -
nehmung die Bou geoisie aus de Funk ion zu e d ängen endie , de sie eins
jenes soziale Gewich e dank e. Die en sp echende Ve ände ung in de Bedeu-
ung de Ins i u ionen de Bou geoiswel und ih e ypischen Hal ung und de
gleichzei ige Ve lus an Vi ali ä sind leich nachzuweisen." (S. 226/227.]-
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582 Hans Baye
bei T adi ions e bundenhei das Bewuß sein eine Ve p lich ung ge-
genübe dem Un e nehmen in seine his o ischen Ve wu zelung und
als Familieneigen um. Diese T adi ions e bundenhei kann nu dann
oll 'zu Wi kung kommen, wenn en sp echende ech liche G undlagen
gescha en sind.
In besonde e Weise zeig sidi dieses P oblem bei de Nach olge.
Imme wiede begegnen wi Un e nehme n, die an die Regelung de
Nach olge nich denken ode nich denken wollen; und doch häng
da on die Zukun des Un e nehmens en scheidend ab. Bloß o male
Bes immungen, daß e wa nu ein bes imm e Pe sonenk eis ü eine
Nach olge in Be ach komme, genügen in de Regel nich , wenn nich
gleichzei ig eine gewisse Auswahl siche ges ell is . Ge äh lich kann
es z.B. sein, wenn es geleg is , daß nu leibliche Nachkommen die
Füh ung im Un e nehmen haben sollen. Auch die Au eilung nach
dem sogenann en S ammesp inzip kann g oße Schwie igkei en mi
sich b ingen und zu eine ge äh lichen T adi ionse s a ung üh en.
Un e Ums änden kann dadu ch in de Un e nehmens üh ung jede
Dynamik e lo engehen. Es wi d z. B. bei Meinungs e schiedenhei en
übe eine In es i ion -zwischen zwei gleichbe ech ig en Komplemen-
ä en diese ielleich un e bleiben. Ein Beispiel ü iele: In eine
S ad bes anden u. a. zwei echnisch unge äh gleich s a ke Ju e-
ab iken. In de einen wa en in de Füh ung zwei gleichbe ech ig e
Komplemen ä e ä ig. Do wu de die Ums ellung imme wiede he -
ausgeschoben (>de Technike d äng e zwa , de Kau mann abe
zöge e), und zwa so lange, bis es zu spä wa und das Un e nehmen
zusammenb ach. Das ande e wu de on einem Komplemen ä allein
ge üh . Die Fe igung wu de o ganisch und ech zei ig umges ell ,
u. a. au die E zeugung on Wandbespannungen, Deko a ionss o en,
besonde en A en on Teppichen unld Kleide s o en. Dieses Un e -
nehmen is heu e ge es ig und konku enz ähig.
Manche mi le en pe sonengep äg en Un e nehmen gehen bei Rege-
lung de Nach olge du chaus sys ema isch o , ähnlich wie die g oßen
Konze ne, die ih en Di ek o en bei eine bes imm en Al e gg enze
— meis schon bei 50 Jah en — einen S ell e e e zwangsweise bei-
geben. Dadu ch is die E hal ung des Un e nehmens und — on de
Pe sonensei e he — die Siche ung s ändigen Au s ieges gewäh -
leis e .
O sind Pe sönlichkei en eingese z , die einen en sp echenden Nach-
olge auswählen und bes immen ode en scheiden sollen, ob de im
Ve ag o e s o gesehene Nach olge auch a sächlich geeigne is .
In ielen Gesellscha s e ägen sind eigene Bei ä e ü diesen Zweck
eingese z . So e n es sich um eine GmbH handel , is in manchen
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Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 588
Ve ägen o gesehen, daß die Gesellscha s e sammlung den Nach-
olge bes imm .
Das Zei moimen spiel bei de Nach olge ©ine wesen liche Rolle. Es
kömm nich mi da au an, daß ein Nach olge — e wa de Sohn —
on o nhe ein es s eh , sonde n es komm ebenso da au an, daß
e sich ech zei ig im Un e nehmen eina bei e . Es lieg eine g oße
Ge ah da in, wenn de selbs ändige Un e nehme , de ielleich das
Un e nehmen selbs geg ünde ha , nich ab i , be o ihm nich de
Tod die Zügel aus de Hand nimm . O haben, ohne daß es de al e
Un e nehme me k e, längs Di ek o en die Füh ung an sich ge issen.
Nu schwe wi d sich de Sohn, de dann die Nach olge an i , du ch-
se zen können. Winschuh ha diese Ta sache einmal seh k aß cha ak-
e isie 8: „Vielleich haben Manage k ankhei und Manage od heu e
wenigs ens das Gu e, daß sie den Gene a ionswechsel in de Wi -
scha beschleunigen und dazu üh en, daß die Un e nehme nach-
olge ühe und besse o be ei e wi d."
Wich ig is e ne , daß dem Nach olge ech zei ig ein aus eichen-
de Spiel aum gebo en wi d ü seine Be ä igung. Es nü z nich s,
wenn e nu an de Sei e des Va e s i gendwie auch im Un e nehmen
ä ig is , sonde n e muß eine Ab eilung zu selbs ändige Füh ung
übe agen bekommen. F eilich is es wich ig, daß e diese Füh ung
nich bloß deswegen e häl , weil e de Sohn des Un e nehme s is
ode weil e eben sons zu Familie gehö , sonde n daß e auch en -
sp echend o be ei e wi d. Ge ade Füh e on g öße en Un e neh-
mungen mi e wa 1000 Beschä ig en be onen imme wiede , daß sie
zwa ih e Un e nehmen du chaus als Familienun e nehmen wei e -
üh en wollen, abe die Nach olge , die aus de Familie kommen,
müssen den Weg on un en he gehen. Also, e wa de Lei e de ech-
nischen Ab eilung in einem g oßen We kzeugmaschinenbe ieb müß e
o e s das Schlosse handwe k e le nen. Analog is die Vo be ei ung
zum kau männischen Lei e zu ges al en. Solides Wissen, Be iebs-
e ah ung und Allgemeinbildung sind Vo ausse zungen ü die E ül-
lung de Füh ungsau gaben eines mode nen Un e nehme s.
Das Wesen liche eines sogenann en Familienun e nehmens bes eh
nich da in, daß no wendige weise imme ein Familienmi glied ode
ausschließlich Familienmi gliede die Geschä s üh ung in Händen
haben. Wich ig und wesen lich ü das Familienun e nehmen is , daß
das Kapi al des Un e nehmens in de Hand de Familie bleib und
nich emde Ein lüsse die Selbs ändigkei des Un e nehmens ge äh -
den. Abe hohe Ve mögensan eil und Füh e quali ä müssen keines-
wegs zusammen allen. Bei eine Tagung des Cen e des Jeunes Pa-
8
Jose Winschuh: Schicksal und Planung in de Un e nehme nach olge. In:
,De Volkswi " (10.12.1955).
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584 Hans Baye
I ons in Cannes im Mai 1960 wu de diese Gedanke besonde s kla
zum Ausd uck geb ach 9: „L'essen iel, c'es que l'en ep ise ai d'abo d
un che , que ce anima eu soi ou é à l'ex e ieu du cad e amilial;
e l'on doi adme e que la dé en ion d'une pa de capi al
n'implique pas au oma iquemen le d oi à une pa de la di ec ion."
Wenn man die Selbs ändigkei eines Un e nehmens e hal en will,
dann muß man e ne on de Rech sges al ung des Un e nehmens
aus sowei als möglich Vo so gen, daß das ü die Un e nehmens-
üh ung no wendige Kapi al zu Ve ügung s eh . Die mannig achs en
Bes immungen inden sich in den Ve ägen, um das Ve mögen im
Besi z de Familie zu e hal en. So gib es z. B. Bes immungen, daß
Familien emde, die E ben we den, au An ag de Gesellscha e
wiede ausscheiden müssen; besonde e Regelungen sind meis o -
gesehen bezüglich Ehega innen, die sich wiede e hei a en. Fehlen
solche Bes immungen, so kann dies un e Ums änden zu schwe en Ge-
ah en ü das Un e nehmen üh en; nich nu deswegen, weil Fa-
milien e mögen in emde Hände ge ä , sonde n weil un e Ums än-
den In e essen maßgebend we den, die nich ü die E hal ung des
Un e nehmens güns ig sind. Wenn z. B. de Ehega e nich in de be-
e enden B anche ä ig is , so wi d e in de Regel nich an de
Siche ung des Un e nehmens ein allzu g oßes In e esse haben und
o e s ielleich nu ach en, möglichs iel aus dem Un e nehmen
he auszuwi scha en. Wenn z. B. die Toch e eines We kzeug ab i-
kan en als E bin ein i , ih Mann abe Holzhändle is , so we den
die beiden kaum In e esse an de daue nden E hal ung des Un e -
nehmens haben; sie we den keine g oßen In es i ionen du ch üh en,
sonde n sehen, mi dem o handenen Kapi al möglichs iel an Ge-
winn <zu e langen. Au die Daue muß eine solche Poli ik zum Zu-
sammenb uch des Un e nehmens üh en.
Häu ig sind Bes immungen gegen den Kapi alen zug im Gesell-
scha s e ag eingebau . Ve äuße ung on Ve mögensan eilen an Fa-
milien emde is in de Regel an die Zus immung de üb igen Fami-
lienmi gliede gebunden. Gelegen lich is bes imm , daß Gewinnan eile
im Un e nehmen. belassen we den müssen und lediglich zu e zinsen
sind.
Wenn ein pe sönlich ha ende Gesellscha e in eine Kommandi -
gesellscha s i b , so we den seine E ben seh o Kommandi is en.
Das Kapi algu haben des e s o benen Komplemen ä s gil als Kom-
mandi einlage. Häu ig is auch o gesehen, daß nich jede de E ben
— in diesem Falle die neuen Kommandi is en — ü sich allein seine
9 Quelques é lexions su le Cong ès des Jeunes Pa ons. In: L'Usine Nou elle
(9. 6. i960).
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Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 585
Rech e gel end machen kann, sonde n nu einhei lich du ch einen
hie zu bes ell en Ve e e .
Die Kapi albasis is u. U. im pe sonengep äg en Familienun e neh-
men dadu ch ge äh de , daß bei Tod des selbs ändigen Un e nehme s
E bansp üche gel end gemach we den, die die Exis enz des Un e -
nehmens ge äh den. Bei eine O enen Handelsgesellscha müssen im
Gesellscha s e ag besonde e Bes immungen o gesehen sein, dami
nach dem Tode eines Gesellscha e s die O ene Handelsgesellscha
nich k a Gese zes au gelös wi d, z. B. eine Bes immung, daß die
Gesellscha mi den E ben des e s o benen Gesellscha e s o -
gese z wi d; ode daß die Gesellscha wei e ge üh wi d ohne Be-
eiligung de E ben.
Abe auch bei ande en Gesellscha s o men, z. B. bei eine Kom-
mandi gesellscha , bes eh die Ge ah , daß dann, wenn die E ban-
sp üche au He ausnahme des Kapi als gel end gemach we den kön-
nen, die Exis enz des Un e nehmens bed oh sein kann. Es wind sich
u. U. als zweckmäßig e weisen, die Auseinande se zung auszuschließen,
auch dann, wenn dies nu ü eine bes imm e Zei möglich is . Es
e eignen sich imme wiede Fälle, daß ein Un e nehmen, das de
Va e aus meh e en Be ieben zusammengeb ach ha und zweckmäßig
au bau e, du ch die E b olge wiede um auseinande b ich in Klein-
un e nehmen, die au die Daue nich exis enz ähig sind; ode daß
E ben, die on de Geschä s üh ung ausgeschlossen sind, ih e An eile
o de n. Hie is es wich ig, daß noch bei Lebzei en des Un e neh-
me s en sp echende Ve äge au E b e zich abgeschlossen we den.
F eilich sind hie o be äch liche Mi el au zuwenden. Im P inzip
wi d es sich imme da um handeln, die Exis enz des Un e nehmens
siche zus ellen. Dann wi d au die Daue auch de Ansp uch de Fa-
milienmi gliede gewäh leis e sein. Wenn man umgekeh die un-
mi elba en In e essen de Familienmi gliede an die Spi ze s ell ,
dann is kein Zwei el, daß das Un e nehmen ge äh de is . Fü das
mi le e pe sonengep äg e Un e nehmen bes eh eine analoge Si ua-
ion wie in de Landwi scha , wo auch du ch en sp echende Bes im-
mungen (Reichse bho gese z, Ti ole Hö e ech ade ähnliche Gese ze)
es geleg is , diaß eine Teilung des Ho es nich möglich und daß in
e s e Linie eben die E hal ung des Ho es und nich das In e esse de
einzelnen E ben und Familienmi gliede zu be ücksich igen is .
Hie zeig sich deu lich die Au gabe, die Spannung zwischen „T a-
di ionse s a ung44 und „ eine Rechenha igkei " du ch „T adi ions-
e bundenhei " zu übe b ücken. So wich ig die T adi ions e bunden-
hei is , so ge äh lich is T adi ionse s a unig, bei de die En schei-
dungen zu seh in de Ve gangenhei e anke si nd. Die al en We -
o s ellungen müssen wei e en wickel und de Blick au die Zukun
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586 Hans Baye
ge ich e we den. Hans Jü gen Daheim sieh ge ade in dein Übe -
wiegen de al en We o s ellungen ein Cha ak e is ikum des Mi el-
s andes10. Es dü en auch Familien gesellscha en nich als Famiilien-
©igen um angesehen we den. Am bes en sind jene mi le en pe sonen-
gep äg en Un e nehmungen ge üh , „which a e egia ded as bu&i-
nesses a he han as pie ces o amily p ope y"11.
Wäh end die bishe besp ochenen P obleme ehe im Be eich eine
T adi ionse s a ung liegen, gib es auch Ansä ze in de ech lichen
Ges al ung des Un e nehmens, die meh die Rechenha igkei be onen,
ja soga als Zeichen eines Rückganges de Risiko eudigkei au ge aß
we den könn en. Siche ha de Einbau on Bes immungen in die Ge-
sellscha s e äge, die den Pe sonalgesellscha en gewisse Me kmale
de Kapi algesellscha en au p ägen, seinen G und in den En wick-
lungs endenzen de Wi scha . Es kann abe doch nich übe sehen
we den, daß manche neue Rech s o men o allem au eine Einengung
des pe sönlichen Risikos des Un e nehme s abzielen. So gib es eine
Reihe on Fällen, in denen eine GmbH Komplemen ä eine Pe sonal-
gesellscha is . Dadu ch is das Risiko des Komplemen ä s besch änk .
Bei Au nahme on K edi en muß alle dings o die pe sönliche Ha -
ung doch wiede e wei e we den. Vom Gesich spunk eine dyna-
mischen Un e nehmensges al ung kann die Rech s o m GmbH und Co.
du chaus o eilha sein.
Es da nich übe sehen we den, daß im allgemeinen die Kapi al-
gesellscha hinsich lich de Nach olge gewisse Vo eile bie e . Im
Jah e 1954 ha Schleussne da au hingewiesen, daß es keineswegs
zum Wesen eine pe sonengep äg en Un e nehmung gehö e, daß sie
in de Fo m eine Pe sonalgesellscha au gezogen sei. Gelegen lich
wi d heu e noch in Beg i sbes immungen des mi le en Un e neh-
mens als Wesensme kmal he ausgeg i en, daß es sich nich um eine
Kapi algesellscha handeln dü e. Schleussne weis u. a. da au hin:
„Besonde e Bedenken liegen gegen die Pe sonalgesellscha ü »den
Fall de E b olge o . Bei eine Kapi algesellscha i du ch Ve -
ände ung de An eile keine lei Ände ung in de S uk u des Un e -
nehmens ein, ande s bei de Pe sonalgesellscha . Hie we den die
In e essen de pe sönlich im Be ieb mi a bei enden E ben ganz an-
de s gelage sein als die de lediglich kapi almäßig Be eilig en. Die
F age de Ausschü ung, de Rese ebildung, wi d bei de Kapi al-
gesellscha in iel ge inge em Maße zu Schwie igkei en üh en als
bei de Pe sonalgesellscha . O sind Fälle bekann , in denen du ch
die bei de Pe sonalgesellscha e o de liche Auszahlung on Mi -
10 Hans Jü gen Daheim: Die Vo s ellungen om Mi els and. Kölne Zei sch i
ü Soziologie und Sozialpsychologie (1960). S. 237 .
11 Ou look ö hé small business. The Times (11. 1. 1961).
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Die Bedeu ung de Rech sno m ü mi le e Un e nehmen 593
gebau en E ah ungsaus ausch zusammen inden. Wehn bei Wei e -
en wicklung die Zusammena bei ins i u ionell gesiche wi d, is so-
wohl die Rech s o m de einzelnen mi einande a bei enden Fi men
als auch die de gemeinsamen Ins i u ion on g oße Bedeu ung.
Kla e Füh ung, Wendigkei und en sp echende Mi wi kung de be-
eilig en Un e nehmen muß gesiche sein.
Bei indus ielle Zusammena bei wi d häu ig die Fo m eine
GmbH gewähl . So wu de z. B. im Jah e 1922 die WEBO-Gemein-
scha wes deu sche Boh maschinen GmbH geg ünde . Die d ei G ün-
de de Gesellscha ha en sich schon o he in de B anche einen
Namen gemach . Den Ans oß zu de engen Zusammena bei gaben die
Ve häl nisse unmi elba nach dem e s en Wel k ieg. Jedes de d ei
We ke, die spä e sich zusammenschlössen, ha e mi den Schwie ig-
kei en de Nachk iegszei zu kämp en und Weg« zu suchen, um ih e
Wa e in s ändig besse e Aus üh ung und zu möglichs güns igen
P eisen au den Ma k zu b ingen. Dabei wa ü alle d ei We ke ein
Haup hinde nis, daß das Fab ika ionsp og amm zu g oß, die einzel-
nen Se ien deshalb zu klein und die Fe igung nich wi scha lich
genug wa . Von An ang an wa man sich abe kla , daß die o han-
denen E zeugnisse kons uk i und we ks a mäßig zu seh oneinan-
de abwichen, als daß man du ch de en Au eilung zu dem e s eb en
Ziele hä e gelangen können. De e s e zwischen den d ei We ken
abgeschlossene Spezialisie ungs e l ag sah dahe o , daß eine ganz
neue Maschinen eihe gescha en we den soll e. Seh bald zeig e es
sich, daß es mi de Ra ionalisie ung de Fe igung allein nich ge an
wa ; es kam auch da au an, neue Wege im Ve ieb zu besch ei en.
Man gewann Ve ags e e e , die in einem genau um issenen Bezi k
nu die neue Ma ke „WEBO" zu e eiben ha en. In wenigen
Jah en ha e sich de Name du chgese z . Meh als 40% de Fe i-
gung we den in das Ausland expo ie . Im Zuge de Ausges al ung
de Ve kau so ganisa ion wu de eine gemeinsame Ve kau s^GmbH
geg ünde . Die We bung wi d gemeinsam du chge üh . Audi im
Rahmen de WEBO wa die Ausges al ung und o ganische En wick-
lung nu möglich au G und e auens olle Zusammena bei .
Als besonde s e olg eiche Fall sei eine Tex ilmaschinen-Union
GmbH (Unionma ex) — die heu e übe 65 Ve e ungen im Ausland
um aß , p ak isch in allen Lände n, die Tex il ab iken haben —
e wähn . In ih sind ach Tex ilmaschinen ab iken e ein ; sie sind
Gesellscha e de GmbH. Die Unionma ex e s ell Gesam ex ilanla-
gen (P imä - und Sekundä anlagen), die die P oduk ion om Rohs o
bis zum Endp oduk du ch üh en. Die ach Fi men sind so speziali-
sie . daß ih e Fe igung, zusammengenommen, das ü den Expo
e o de liche g oße P og amm e möglich . Die Spezialisie ung wi k
38 Schmolle s Jah buch 83, 5
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594 Hans Baye
sich auch au die Inlands e igung und au den Expo de einzelnen
Fi men güns ig aus; denn die ach Fi men expo ie en du ch die
Unionma ex nu dann, wenn es sich um Gesam au äge handel ; es
bes eh zwischen den ach Fi men ege E ah ungsaus ausch, ins-
besonde e hinsich lich Absa z im Ausland. Die Unionma ex wu de
be ei s im Jah e 1919 geg ünde und ha sich e olg eich du chgese z .
Die Einkau so ganisa ionen im Einzelhandel wählen übe wiegend
die Fo m de Genossenscha , wobei sich alle dings b anchenmäßig
Un e schiede e geben.
Eine e häl nismäßig enge Zusammena bei zeig sich, u.a. zwischen
einzelnen Indus ieun e nehmen und den Einkau sgenossenscha en
des Uh enhandels. Als Beispiel sei eine Genossenscha he ausgeg i en,
de en G ündung be ei s au das Jah 1917 zu ückgeh , die abe e s
im Jah e 1942 ih e heu ige Fo m ge unden ha . In Wes deu schland
bes eh sie sei 1949; in ih sind e wa 1200 Einzelhandelsgeschä e
zusammengeschlossen. De Genossenscha gelang es, eine allgemein
ane kann e Ma ke du chzuse zen. Die Vo eile ü den Einzelhandel
liegen au de Hand. E bekomm zu e häl nismäßig güns igen P ei-
sen ein gu ausgewähl es So imen . Die zen ale Ve einigung geh
dem einzelnen an die Hand mi en sp echende We bung und In o -
ma ion; ein Be a ungsdiens is einge ich e . Besonde s wich ig e -
schein in diesem Zusammenhang die Rückwi kung de Einkau s-
genossenscha au die Indus ie. Sie beschä ig ca. 100 Lie e an en.
Sie s ehen in keinem ixen Ve ags e häl nis, we den abe doch, so-
e n ih e Angebo e en sp echend sind, lau end beschä ig . Dadu ch,
daß diese Indus ieun e nehmen nich nu ü die genann e Genossen-
scha , sonde n auch ü ande e Abnehme a bei en, sind sie nich
einsei ig on ih abhängig. Wenn diese Lie e i men an ande e Ab-
nehme Uh en e kau en, dann is lediglich die Ve p lich ung gegeben,
daß sie nich dieselben Modelle abgeben. Von de Einkau sgenossen-
scha aus geling so eine Ra ionalisie ung und Spezialisie ung de
Lie e indus ien. Die Indus ien haben An eil an de Fo schungsa bei
au echnischem und be iebswi scha lichem Gebie e.
Es wu de ge ade dieses Beispiel he ausgeg i en, weil hie die
Zusammena bei zwischen Indus ie und Einkau sgenossenscha des
Einzelhandels eine besonde e Rolle spiel . Ganz allgemein e geben
sich hie nich nu wich ige wi scha spoli ische, sonde n auch un e -
nehmens ech liche F agen. In diesem Zusammenhang sei ein Sonde -
all aus de Schweiz e wähn . Es gib do neben g oßen Einkau s-
genossenscha en de Schuheinzelhändle , eine Schuhgemeinscha , die
eine Genossenscha schweize ische Schuh ab iken und Schuhhändle
da s ell . Die Genossenscha bezweck in solida ische Diens leis ung
und -gemeinsame Selbs hil e die Zusammena bei zwischen Schuh-
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Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 595
ab iken und Schuhhändle n mi dem Ziel eine leis ungs ähigen P o-
duk ion und eine zweckmäßigen Ve eilung sowie eine Ve billigung
on Schuhwa en alle A ü den Konsumen en. Als G undlage ü
die Zusammena bei gil die gegensei ige Respek ie ung de A bei s-
gebie e: Die Fab ikan enmi gliede dü en in de Schweiz, wede
di ek noch indi ek , den Schuhhandel be eiben; die Händle mi -
gliede dü en sich in de Schweiz wede di ek noch indi ek in de
Fab ika ion be ä igen. Die Genossenscha üh den Ein- und Ve kau
on Schuhwa en ü ih e Mi gliede ganz ode eilweise du ch, un e -
häl ein Zen allage und en al e gemeinsame We be ä igkei .
Um die Gemeinscha on Fab ikan en und Händle n zu e wi k-
lichen und de en gemeinsame Mi wi kung an de Füh ung de Genos-
senscha zu siche n, wi d diese au dem G undsa z de Pa i ä de
G uppe de Fab ikan en eine sei s und de G uppe de Händle an-
de e sei s au gebau . Die B anchenin e essen beide Pa ne we den
du ch eine Genossenscha szen ale koo dinie . Die neun Fab ikan-
enmi gliede gewäh en jedem Händle mi glied einen einhei lichen
Mengen aba . E wi d on de Zen ale ückwi kend p o Jah be-
echne . Umsa z e schiebungen inne halb de on den neun Fab i-
kan enmi gliede n angebo enen Modelle haben also keinen Ein luß
au den Mengen aba des Einzelhandels. Die Zen ale e häl on den
neun Fab ikan en ü die on ih gesammel en Händle au äge einen
G ossis enmengen aba ; sie gib den on ih be echne en indi iduel-
len Mengen aba an die Händle mi gliede wei e .
Welche Bedeu ung die En wicklungs endenzen zu Kapi algesell-
scha ü die Bildung on ins i u ionalisie en A bei sgemeinscha en
zwischen Un e nehmen gewinnen können, zeig u. a. ein Beispiel aus
Holland, das alle dings be ei s in die Nähe eine Fusion üh . Nach
dem zwei en Wel k ieg g ünde en die Königliche Niede ländische
Ka unspinne ei in Hengeloo und die Spinne ei Oos e eld in Eu-
schede ein gemeinsames Fo schungsins i u . Sie e kann en, daß eine
enge e Zusammena bei no wendig wa , um sich am Ma k e du ch-
zuse zen. Sie wa en sich abe da übe einig, daß ein E olg e schwe
sei, wenn nich auch die Ka unspinne ei Bamshoe e in Enschede
mi a . Diese ha e on sich aus dieselben Übe legungen anges ell ;
seh asch kam es zu eine Einigung zwischen diesen d ei Un e -
nehmungen. En scheidend hie bei wa u. a., diaß die üh enden Pe -
sönlichkei en diese Un e nehmen un e einande be eunde wa en
und ein neu ale Fachmann die Füh ung de Ve handlungen in die
Hand genommen ha e. Man wa sich da übe kla , daß die Spinne-
eien nu dann au die Daue güns ige E äge abwe en konn en,
wenn auch die Kunden, nämlich die Webe eien, en sp echend a io-
nalisie wa en. Man e handel e dahe mi einigen on ihnen, dami
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596 Hans Bàye
diese un e einande eine Zusammena bei e eichen soll en. Schließ-
lich kam eine solche un e Füh ung de Spinne eien zus ande, und
zwa zwischen d ei maßgebenden Webe eien. Alle be eilig en Spinne-
eien und Webe eien sind Ak iengesellscha en. Sei dem 10. 7.1962
bes eh eine Holdinggesellscha , die Königlich Niede ländische Tex il-
union in Hengeloo. Alle Fi men diese Union haben ih e Ak ien de
Holding übe geben und e hiel en da ü Tex ilunion-Ak ien. De Vo -
s and bes eh aus sechs Mi gliede n; jede de Fi men en sende je
einen Di ek o . Die Au sich s ä e de einzelnen Fi men wu den au -
gelös , da ü abe en sende jede de Fi men einen Ve e e in den
neuen Aui sich s a . Diese bes eh aus sechs Mi gliede n und einem
Vo si zenden, einem Bank achmann, de schon die Vo be ei ungs-
a bei en geleis e ha e. Fe ne bes eh eine Be a ungskommission, die
o bes imm en En scheidungen zu hö en is . Ih gehö en 18 Di ek o-
en an. Daneben we den allweise S udieng uppen einge ich e , z. B.
um schwie ige echnische F agen zu klä en. En scheidungen ü die
A bei s eilung un e den einzelnen Un e nehmungen i de Vo -
s and nu im Ein e nehmen mi de Be a ungskommission, in de die
Familienmi gliede de einzelnen Un e nehmen e e en sind. Wich-
ig is e ne , daß die Me hoden des Ve kau s gemeinsam du chbe a-
en we den.
Un e nehmens ech liche Ges al ung kann en scheidend bei agen zu
Übe b ückung de ü mi le e Un e nehmen spezi ischen Spannungen
und da übe hinaus G undlage zu e olg eiche Zusammena bei und
En al ung in de mode nen Wi scha sein. Ebenso komplizie wie
die wi scha lichen Ve lech ungen sind auch die ech lichen P obleme
gewo den. Diese E kenn nis wi k sich auch im zunehmenden Maße
in de P axis aus. Je s ä ke die Un e nehme pe sönlichkei , des o
meh wi d sie sich au die ih wesenseigenen Au gaben konzen ie en
und ü Lösung de en scheidenden F agen de Rech s o m de Un e -
nehmen und ih e Wandlungen den e ah enen Ju is en und Wi -
scha sbe a e he anziehen.
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