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Die Bedeutung der Rechtsform für Bestand und Entwicklung der mittleren Unternehmen

Bayer, Hans

Abstract

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Full text

Baye , Hans A icle Die Bedeu ung de Rech s o m ü Bes and und En wicklung de mi le en Un e nehmen Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Baye , Hans (1963) : Die Bedeu ung de Rech s o m ü Bes and und En wicklung de mi le en Un e nehmen, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 83, Iss. 5, pp. 579-596, h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291032 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. 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I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Die Bedeu ung de Rech s o m ü Bes and und En wicklung de mi le en Un e nehmen Von Hans Baye , Do mund In Theo ie und P axis wi d häu ig die Bedeu ung de Rech s o m ü die En al ung de mi le en pe sonengep äg en Un e nehmen zu wenig e kann , obwohl schon o Jah zieh n en z. B. Un e suchungen übe die Zusammenhänge zwischen Rech s o m und Un e nehmens- g oße anges ell wu den. Eine de e s en Un e suchungen diese A wa eine A bei on F. Lehmann übe Rech s o men und Wi scha s- ypen de p i a en Un e nehmung1. E bau zum Teil au Un e - suchungen on Robe Lie mann übe Un e nehmens o men au 2. Lehmann un e scheide Einzelim e nehmen, Un e nehme gesellscha - en, Anlagiegesellscha en und Kapi algesellscha en. E s ell schon ü die damalige En wicklung es , daß de An eil de Einzel- i men im E we bsleben s ändig sink : „Nich sel en kleide sich die Einzelun e nehmung in das Rech sgewand eine Gesellscha 3." Die on Lie mann e wende en Beg i e on Pe sonal- und Kapi algesell- scha haben sich au die Daue s ä ke als die Beg i sbildung on Lehmann du chgese z . Be ei s in eine Besp echung ha Theodo Bes e die Au assung e e en, daß es ich ige wä e, die Lie mann- sehen Beg i e beizubehal en4. Bes e ha schon damals au die beson- de e Bedeu ung de ech lichen Ges al ung de Un e nehmung hinge- wiesen: „De Gesellscha s e ag, namen lich de de Fe sonalgesell- scha en, e dien die s ä ks e Beach ung des Wi scha le s; denn das Gedeihen de Un e nehmung häng in hohem Maße da on ab, ob die Bes immungen des Gesellscha s e ages wi scha lich zweckmäßig sind. Man denke nu an die Regelung de Kapi ale hal ung, de Ka- pi alzu üh ung, de Gewinn e eilung, de Auseinande se zungs age usw., an die zahl eichen Schwie igkei en, die sich as egelmäßig beim Auseinande gehen de Gesellscha e e geben5.46 1 Die p i a e Un e nehmung und ih e Be ä igungs o men, VII. Bd. Mannheim 1925. 2 Robe Lie mann: Die Un e nehmungs o men mi Einschluß de Genossen- scha en und de Sozialisie ung. S u ga 1921. 3 a.a.O. S. 36. 4 Besp echung on Lehmann: Rech s o men und Wi scha s ypen de p i a en Un e nehmung. In: Schm. Jah b. 1926. S. 675 . 5 a.a.O. S. 678. 37* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 580 Hans Baye Die Un e suchung de a sächlichen Ve häl nisse zeig , daß es alsch wä e, Schema a au s ellen zu wollen hinsich lich eines bes imm en Zusammenhanges zwischen Un e nehmensg öße und Rech s o m, 'zwi- schen bes imm en Un e nehmensbe ä igungen und de en sp echenden Rech s o m. Die konk e en Ve häl nisse sind maßgebend ü die wi scha lich und gesellscha spoli isch en sp echende Wahl de Rech s o m. Allgemein läß sich nu sagen, daß die ech liche Ges al- ung des Un e nehmens en scheidend wich ig ü die Übe b ückung de ü die mi le en Un e nehmen cha ak e is ischen subjek i en und objek i en Spannungen is 6. Die selbs ändigen Un e nehme übe - sehen im D ange de Geschä e nu ziu o die Bedeu ung de un e - nehmens ech lichen Maßnahmein. Die g oßen Einkau sun e nehmen und Einkau so ganisa ionen des Handels legen au die F agen de Rech s a m iel g öße es Gewich . So übe p ü z. B. ein g oßes Eilnkau suin e nehmen mi meh e en Millionen Umsa z seb genau die Rech s o m jene Einzelhandelsoin e nehmen, mi denen es zusam- men a bei e . Un e Ums änden we den Ände ungen zu Bedingung des Anschlusses gemach und gegebenen alls du ch den eigenen Syn- dikus du chge üh . Bei wi schsa Apoli ischen Vo schlägen, die in le z e Zei e olg- en, wi d o zu wenig die g undlegende Bedeu ung de Rech s o m de einzelnen Un e nehmen beach e . Bekann lich wi d mi g oßem Nachd uck die zwischenbe iebliche Ra ionalisie ung und Bildung on A bei sgemeinscha en de mi le en Un e nehmen ge o de . Nich sel en on S ellen, die be u en wä en, o e s die We bewe bs- und s eue ech lichen G undlagen ü eine solche an sich no wendige Zu- sammena bei izu scha en. Diese is abe au die Daue aussich slos, wenn die Rech 9 o m de einzelnen Un e nehmen nich en sp ich ; denn A bei sgemeinscha de mi le en Un e nehmen bedeu e in de heu igen Wi scha sen wicklung nich Ausschal ung de Konku enz, sonde n Siche ung de Konku enz ähigkei . Ohne mode ne ange- messene Rech s o men ü die einzelnen Un e nehmen und die Ins i- u ion de A bei sgemeinscha is dies abe nich zu e eichen. 6 Die besonde en Schwie igkei en und Spannungen, die sich ü die mi le en Un e nehmen aus de mode nen Wi scha sen wicklung e geben, sind eingehend behandel in: Hans Baye : Das mi le e pe sonengep äg e Un e nehmen als Wi scha ss abilisa o (Fo schungsbe ich e des Landes No d hein-Wes alen). Köln/ Opladen 1963. Es we den do un e schieden äuße e (exogene) Schwie igkei en (z. B. Schlech e s ellung de mi le en Un e nehmen du ch wi scha spoli ische Maßnahmen gegenübe den G oßun e nehmen) und inne e (endogene) Span- nungen; sie gehen eils au die pe sönliche Hal ung de Un e nehme zu ück (subjek i e Spannungen), eils en s ehen sie un e dem Ein luß on En wicklungs- endenzen de Wi scha , die nich na u no wendig eine bes imm e En scheidung e zwingen, abe in eine bes imm e Rich ung d ängen (objek i e Spannungen). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 581 Es mag liie an den Hinweis des einen ode ande en Un e nehme s e inne sein, de mi bei »den Gesp ächen e klä e, ns komme doch alles au die Pe sönlichkei an. Siche nü z die schöns e und aus- geklügel s e Redi s o m nich s, wenn nich die Hal ung des Un e - nehme s en sp echend is ; abe die Hal ung kann sich im 'allgemeinen e olg eich doch nu bei en sp echende ech liche Ges al ung des Un e nehmens du chse zen. Hie bei denken wi nich so seh an die im Gese z es geleg en Um isse de Gesellscha s o men, sonde n an die indi iduelle Ges al ung des Gesellscha s e ages im Rahmen de gese zlichen Bes immungen. Besonde e Bedeu ung komm ihm ü die Nach olge im Un e nehmen und ü dynamische Un e nehme ä ig- kei ®u. 1. Die Nach olge im Un e nehmen: Bei de Nach olge im Un e neh- men komm häiu ig die Spannung zwischen den Ex em allen „T a- di ionse s a ung" und „ eine Rechenha igkei 64 .zum Ausd uck. Ein- sei ige O ien ie ung de Un emehme en scheiduiig an de his o ischen En wicklung kennzeichne die T adi ionse s a ung. Sie s eh o in Ve bindung mi e ehl en Bes immungen im Gesellscka s e ag. Nich sel en we den die Familienin e essen on einem sho -nin-Ge- sich spunk aus gesehen. Die Be onung im Wo Familienun e neh- mung lieig au „Familie" und nich au „Un e nehmen". Sho -nm-Denken is es, das jene einsei ige am unmi elba en Ge- winn o ien ie e Hal ung de „ einen Rechenha igkei " cha ak e i- sie . Diese s ell ü die Selbs ändigkei de mi le en pe soneu- gep äig en Un e nehmen eine gToße Ge ah da . Es is zuzugeben, daß diese u. U. e höh we den kann, wenn mi le e Un e nehmen die Rech s o m eine Ak iengesellscha haben. Die En wicklung in Holland, wo auch kleine Un e nehmungen meis in Fo m on Ak ien- gesellscha en be ieben we den, läß eine ela i ge inge Wide s ands- k a gegen Fusionen e kennen7. Manche Un e nehmen geben ih e Selbs ändigkei ohne wi scha liche No wendigkei au . Die Hal ung de „Manage " in Ak iengesellscha en is ande s als jene de selb- s ändigen Un e nehme . F eilich geh die Fusions enidenz keineswegs allein au die Rech s o m de mi le en Un e nehmen zu ück. Die Üibe b ückung zwischen T adi ionse s a ung und eine Re- chenha igkei lieg in T adi ions e bundenhei . Bei alle Dynamik de Pe sönlichkei und allen Ra ionalisie ungsbes ebungen bes eh 7 Joseph Schumpe e ha im 12. Kapi el („B öckelnde Maue n") seines Büches „Kapi alismus, Sozialismus und Demok a ie46, Be n 1946, im ande en Zusammen- hang ähnliche En wicklungs o gänge au gezeig : „.. . und daß die Riesenun e - nehmung die Bou geoisie aus de Funk ion zu e d ängen endie , de sie eins jenes soziale Gewich e dank e. Die en sp echende Ve ände ung in de Bedeu- ung de Ins i u ionen de Bou geoiswel und ih e ypischen Hal ung und de gleichzei ige Ve lus an Vi ali ä sind leich nachzuweisen." (S. 226/227.]- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 582 Hans Baye bei T adi ions e bundenhei das Bewuß sein eine Ve p lich ung ge- genübe dem Un e nehmen in seine his o ischen Ve wu zelung und als Familieneigen um. Diese T adi ions e bundenhei kann nu dann oll 'zu Wi kung kommen, wenn en sp echende ech liche G undlagen gescha en sind. In besonde e Weise zeig sidi dieses P oblem bei de Nach olge. Imme wiede begegnen wi Un e nehme n, die an die Regelung de Nach olge nich denken ode nich denken wollen; und doch häng da on die Zukun des Un e nehmens en scheidend ab. Bloß o male Bes immungen, daß e wa nu ein bes imm e Pe sonenk eis ü eine Nach olge in Be ach komme, genügen in de Regel nich , wenn nich gleichzei ig eine gewisse Auswahl siche ges ell is . Ge äh lich kann es z.B. sein, wenn es geleg is , daß nu leibliche Nachkommen die Füh ung im Un e nehmen haben sollen. Auch die Au eilung nach dem sogenann en S ammesp inzip kann g oße Schwie igkei en mi sich b ingen und zu eine ge äh lichen T adi ionse s a ung üh en. Un e Ums änden kann dadu ch in de Un e nehmens üh ung jede Dynamik e lo engehen. Es wi d z. B. bei Meinungs e schiedenhei en übe eine In es i ion -zwischen zwei gleichbe ech ig en Komplemen- ä en diese ielleich un e bleiben. Ein Beispiel ü iele: In eine S ad bes anden u. a. zwei echnisch unge äh gleich s a ke Ju e- ab iken. In de einen wa en in de Füh ung zwei gleichbe ech ig e Komplemen ä e ä ig. Do wu de die Ums ellung imme wiede he - ausgeschoben (>de Technike d äng e zwa , de Kau mann abe zöge e), und zwa so lange, bis es zu spä wa und das Un e nehmen zusammenb ach. Das ande e wu de on einem Komplemen ä allein ge üh . Die Fe igung wu de o ganisch und ech zei ig umges ell , u. a. au die E zeugung on Wandbespannungen, Deko a ionss o en, besonde en A en on Teppichen unld Kleide s o en. Dieses Un e - nehmen is heu e ge es ig und konku enz ähig. Manche mi le en pe sonengep äg en Un e nehmen gehen bei Rege- lung de Nach olge du chaus sys ema isch o , ähnlich wie die g oßen Konze ne, die ih en Di ek o en bei eine bes imm en Al e gg enze — meis schon bei 50 Jah en — einen S ell e e e zwangsweise bei- geben. Dadu ch is die E hal ung des Un e nehmens und — on de Pe sonensei e he — die Siche ung s ändigen Au s ieges gewäh - leis e . O sind Pe sönlichkei en eingese z , die einen en sp echenden Nach- olge auswählen und bes immen ode en scheiden sollen, ob de im Ve ag o e s o gesehene Nach olge auch a sächlich geeigne is . In ielen Gesellscha s e ägen sind eigene Bei ä e ü diesen Zweck eingese z . So e n es sich um eine GmbH handel , is in manchen OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 588 Ve ägen o gesehen, daß die Gesellscha s e sammlung den Nach- olge bes imm . Das Zei moimen spiel bei de Nach olge ©ine wesen liche Rolle. Es kömm nich mi da au an, daß ein Nach olge — e wa de Sohn — on o nhe ein es s eh , sonde n es komm ebenso da au an, daß e sich ech zei ig im Un e nehmen eina bei e . Es lieg eine g oße Ge ah da in, wenn de selbs ändige Un e nehme , de ielleich das Un e nehmen selbs geg ünde ha , nich ab i , be o ihm nich de Tod die Zügel aus de Hand nimm . O haben, ohne daß es de al e Un e nehme me k e, längs Di ek o en die Füh ung an sich ge issen. Nu schwe wi d sich de Sohn, de dann die Nach olge an i , du ch- se zen können. Winschuh ha diese Ta sache einmal seh k aß cha ak- e isie 8: „Vielleich haben Manage k ankhei und Manage od heu e wenigs ens das Gu e, daß sie den Gene a ionswechsel in de Wi - scha beschleunigen und dazu üh en, daß die Un e nehme nach- olge ühe und besse o be ei e wi d." Wich ig is e ne , daß dem Nach olge ech zei ig ein aus eichen- de Spiel aum gebo en wi d ü seine Be ä igung. Es nü z nich s, wenn e nu an de Sei e des Va e s i gendwie auch im Un e nehmen ä ig is , sonde n e muß eine Ab eilung zu selbs ändige Füh ung übe agen bekommen. F eilich is es wich ig, daß e diese Füh ung nich bloß deswegen e häl , weil e de Sohn des Un e nehme s is ode weil e eben sons zu Familie gehö , sonde n daß e auch en - sp echend o be ei e wi d. Ge ade Füh e on g öße en Un e neh- mungen mi e wa 1000 Beschä ig en be onen imme wiede , daß sie zwa ih e Un e nehmen du chaus als Familienun e nehmen wei e - üh en wollen, abe die Nach olge , die aus de Familie kommen, müssen den Weg on un en he gehen. Also, e wa de Lei e de ech- nischen Ab eilung in einem g oßen We kzeugmaschinenbe ieb müß e o e s das Schlosse handwe k e le nen. Analog is die Vo be ei ung zum kau männischen Lei e zu ges al en. Solides Wissen, Be iebs- e ah ung und Allgemeinbildung sind Vo ausse zungen ü die E ül- lung de Füh ungsau gaben eines mode nen Un e nehme s. Das Wesen liche eines sogenann en Familienun e nehmens bes eh nich da in, daß no wendige weise imme ein Familienmi glied ode ausschließlich Familienmi gliede die Geschä s üh ung in Händen haben. Wich ig und wesen lich ü das Familienun e nehmen is , daß das Kapi al des Un e nehmens in de Hand de Familie bleib und nich emde Ein lüsse die Selbs ändigkei des Un e nehmens ge äh - den. Abe hohe Ve mögensan eil und Füh e quali ä müssen keines- wegs zusammen allen. Bei eine Tagung des Cen e des Jeunes Pa- 8 Jose Winschuh: Schicksal und Planung in de Un e nehme nach olge. In: ,De Volkswi " (10.12.1955). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 584 Hans Baye I ons in Cannes im Mai 1960 wu de diese Gedanke besonde s kla zum Ausd uck geb ach 9: „L'essen iel, c'es que l'en ep ise ai d'abo d un che , que ce anima eu soi ou é à l'ex e ieu du cad e amilial; e l'on doi adme e que la dé en ion d'une pa de capi al n'implique pas au oma iquemen le d oi à une pa de la di ec ion." Wenn man die Selbs ändigkei eines Un e nehmens e hal en will, dann muß man e ne on de Rech sges al ung des Un e nehmens aus sowei als möglich Vo so gen, daß das ü die Un e nehmens- üh ung no wendige Kapi al zu Ve ügung s eh . Die mannig achs en Bes immungen inden sich in den Ve ägen, um das Ve mögen im Besi z de Familie zu e hal en. So gib es z. B. Bes immungen, daß Familien emde, die E ben we den, au An ag de Gesellscha e wiede ausscheiden müssen; besonde e Regelungen sind meis o - gesehen bezüglich Ehega innen, die sich wiede e hei a en. Fehlen solche Bes immungen, so kann dies un e Ums änden zu schwe en Ge- ah en ü das Un e nehmen üh en; nich nu deswegen, weil Fa- milien e mögen in emde Hände ge ä , sonde n weil un e Ums än- den In e essen maßgebend we den, die nich ü die E hal ung des Un e nehmens güns ig sind. Wenn z. B. de Ehega e nich in de be- e enden B anche ä ig is , so wi d e in de Regel nich an de Siche ung des Un e nehmens ein allzu g oßes In e esse haben und o e s ielleich nu ach en, möglichs iel aus dem Un e nehmen he auszuwi scha en. Wenn z. B. die Toch e eines We kzeug ab i- kan en als E bin ein i , ih Mann abe Holzhändle is , so we den die beiden kaum In e esse an de daue nden E hal ung des Un e - nehmens haben; sie we den keine g oßen In es i ionen du ch üh en, sonde n sehen, mi dem o handenen Kapi al möglichs iel an Ge- winn <zu e langen. Au die Daue muß eine solche Poli ik zum Zu- sammenb uch des Un e nehmens üh en. Häu ig sind Bes immungen gegen den Kapi alen zug im Gesell- scha s e ag eingebau . Ve äuße ung on Ve mögensan eilen an Fa- milien emde is in de Regel an die Zus immung de üb igen Fami- lienmi gliede gebunden. Gelegen lich is bes imm , daß Gewinnan eile im Un e nehmen. belassen we den müssen und lediglich zu e zinsen sind. Wenn ein pe sönlich ha ende Gesellscha e in eine Kommandi - gesellscha s i b , so we den seine E ben seh o Kommandi is en. Das Kapi algu haben des e s o benen Komplemen ä s gil als Kom- mandi einlage. Häu ig is auch o gesehen, daß nich jede de E ben — in diesem Falle die neuen Kommandi is en — ü sich allein seine 9 Quelques é lexions su le Cong ès des Jeunes Pa ons. In: L'Usine Nou elle (9. 6. i960). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 585 Rech e gel end machen kann, sonde n nu einhei lich du ch einen hie zu bes ell en Ve e e . Die Kapi albasis is u. U. im pe sonengep äg en Familienun e neh- men dadu ch ge äh de , daß bei Tod des selbs ändigen Un e nehme s E bansp üche gel end gemach we den, die die Exis enz des Un e - nehmens ge äh den. Bei eine O enen Handelsgesellscha müssen im Gesellscha s e ag besonde e Bes immungen o gesehen sein, dami nach dem Tode eines Gesellscha e s die O ene Handelsgesellscha nich k a Gese zes au gelös wi d, z. B. eine Bes immung, daß die Gesellscha mi den E ben des e s o benen Gesellscha e s o - gese z wi d; ode daß die Gesellscha wei e ge üh wi d ohne Be- eiligung de E ben. Abe auch bei ande en Gesellscha s o men, z. B. bei eine Kom- mandi gesellscha , bes eh die Ge ah , daß dann, wenn die E ban- sp üche au He ausnahme des Kapi als gel end gemach we den kön- nen, die Exis enz des Un e nehmens bed oh sein kann. Es wind sich u. U. als zweckmäßig e weisen, die Auseinande se zung auszuschließen, auch dann, wenn dies nu ü eine bes imm e Zei möglich is . Es e eignen sich imme wiede Fälle, daß ein Un e nehmen, das de Va e aus meh e en Be ieben zusammengeb ach ha und zweckmäßig au bau e, du ch die E b olge wiede um auseinande b ich in Klein- un e nehmen, die au die Daue nich exis enz ähig sind; ode daß E ben, die on de Geschä s üh ung ausgeschlossen sind, ih e An eile o de n. Hie is es wich ig, daß noch bei Lebzei en des Un e neh- me s en sp echende Ve äge au E b e zich abgeschlossen we den. F eilich sind hie o be äch liche Mi el au zuwenden. Im P inzip wi d es sich imme da um handeln, die Exis enz des Un e nehmens siche zus ellen. Dann wi d au die Daue auch de Ansp uch de Fa- milienmi gliede gewäh leis e sein. Wenn man umgekeh die un- mi elba en In e essen de Familienmi gliede an die Spi ze s ell , dann is kein Zwei el, daß das Un e nehmen ge äh de is . Fü das mi le e pe sonengep äg e Un e nehmen bes eh eine analoge Si ua- ion wie in de Landwi scha , wo auch du ch en sp echende Bes im- mungen (Reichse bho gese z, Ti ole Hö e ech ade ähnliche Gese ze) es geleg is , diaß eine Teilung des Ho es nich möglich und daß in e s e Linie eben die E hal ung des Ho es und nich das In e esse de einzelnen E ben und Familienmi gliede zu be ücksich igen is . Hie zeig sich deu lich die Au gabe, die Spannung zwischen „T a- di ionse s a ung44 und „ eine Rechenha igkei " du ch „T adi ions- e bundenhei " zu übe b ücken. So wich ig die T adi ions e bunden- hei is , so ge äh lich is T adi ionse s a unig, bei de die En schei- dungen zu seh in de Ve gangenhei e anke si nd. Die al en We - o s ellungen müssen wei e en wickel und de Blick au die Zukun OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 586 Hans Baye ge ich e we den. Hans Jü gen Daheim sieh ge ade in dein Übe - wiegen de al en We o s ellungen ein Cha ak e is ikum des Mi el- s andes10. Es dü en auch Familien gesellscha en nich als Famiilien- ©igen um angesehen we den. Am bes en sind jene mi le en pe sonen- gep äg en Un e nehmungen ge üh , „which a e egia ded as bu&i- nesses a he han as pie ces o amily p ope y"11. Wäh end die bishe besp ochenen P obleme ehe im Be eich eine T adi ionse s a ung liegen, gib es auch Ansä ze in de ech lichen Ges al ung des Un e nehmens, die meh die Rechenha igkei be onen, ja soga als Zeichen eines Rückganges de Risiko eudigkei au ge aß we den könn en. Siche ha de Einbau on Bes immungen in die Ge- sellscha s e äge, die den Pe sonalgesellscha en gewisse Me kmale de Kapi algesellscha en au p ägen, seinen G und in den En wick- lungs endenzen de Wi scha . Es kann abe doch nich übe sehen we den, daß manche neue Rech s o men o allem au eine Einengung des pe sönlichen Risikos des Un e nehme s abzielen. So gib es eine Reihe on Fällen, in denen eine GmbH Komplemen ä eine Pe sonal- gesellscha is . Dadu ch is das Risiko des Komplemen ä s besch änk . Bei Au nahme on K edi en muß alle dings o die pe sönliche Ha - ung doch wiede e wei e we den. Vom Gesich spunk eine dyna- mischen Un e nehmensges al ung kann die Rech s o m GmbH und Co. du chaus o eilha sein. Es da nich übe sehen we den, daß im allgemeinen die Kapi al- gesellscha hinsich lich de Nach olge gewisse Vo eile bie e . Im Jah e 1954 ha Schleussne da au hingewiesen, daß es keineswegs zum Wesen eine pe sonengep äg en Un e nehmung gehö e, daß sie in de Fo m eine Pe sonalgesellscha au gezogen sei. Gelegen lich wi d heu e noch in Beg i sbes immungen des mi le en Un e neh- mens als Wesensme kmal he ausgeg i en, daß es sich nich um eine Kapi algesellscha handeln dü e. Schleussne weis u. a. da au hin: „Besonde e Bedenken liegen gegen die Pe sonalgesellscha ü »den Fall de E b olge o . Bei eine Kapi algesellscha i du ch Ve - ände ung de An eile keine lei Ände ung in de S uk u des Un e - nehmens ein, ande s bei de Pe sonalgesellscha . Hie we den die In e essen de pe sönlich im Be ieb mi a bei enden E ben ganz an- de s gelage sein als die de lediglich kapi almäßig Be eilig en. Die F age de Ausschü ung, de Rese ebildung, wi d bei de Kapi al- gesellscha in iel ge inge em Maße zu Schwie igkei en üh en als bei de Pe sonalgesellscha . O sind Fälle bekann , in denen du ch die bei de Pe sonalgesellscha e o de liche Auszahlung on Mi - 10 Hans Jü gen Daheim: Die Vo s ellungen om Mi els and. Kölne Zei sch i ü Soziologie und Sozialpsychologie (1960). S. 237 . 11 Ou look ö hé small business. The Times (11. 1. 1961). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 Die Bedeu ung de Rech sno m ü mi le e Un e nehmen 593 gebau en E ah ungsaus ausch zusammen inden. Wehn bei Wei e - en wicklung die Zusammena bei ins i u ionell gesiche wi d, is so- wohl die Rech s o m de einzelnen mi einande a bei enden Fi men als auch die de gemeinsamen Ins i u ion on g oße Bedeu ung. Kla e Füh ung, Wendigkei und en sp echende Mi wi kung de be- eilig en Un e nehmen muß gesiche sein. Bei indus ielle Zusammena bei wi d häu ig die Fo m eine GmbH gewähl . So wu de z. B. im Jah e 1922 die WEBO-Gemein- scha wes deu sche Boh maschinen GmbH geg ünde . Die d ei G ün- de de Gesellscha ha en sich schon o he in de B anche einen Namen gemach . Den Ans oß zu de engen Zusammena bei gaben die Ve häl nisse unmi elba nach dem e s en Wel k ieg. Jedes de d ei We ke, die spä e sich zusammenschlössen, ha e mi den Schwie ig- kei en de Nachk iegszei zu kämp en und Weg« zu suchen, um ih e Wa e in s ändig besse e Aus üh ung und zu möglichs güns igen P eisen au den Ma k zu b ingen. Dabei wa ü alle d ei We ke ein Haup hinde nis, daß das Fab ika ionsp og amm zu g oß, die einzel- nen Se ien deshalb zu klein und die Fe igung nich wi scha lich genug wa . Von An ang an wa man sich abe kla , daß die o han- denen E zeugnisse kons uk i und we ks a mäßig zu seh oneinan- de abwichen, als daß man du ch de en Au eilung zu dem e s eb en Ziele hä e gelangen können. De e s e zwischen den d ei We ken abgeschlossene Spezialisie ungs e l ag sah dahe o , daß eine ganz neue Maschinen eihe gescha en we den soll e. Seh bald zeig e es sich, daß es mi de Ra ionalisie ung de Fe igung allein nich ge an wa ; es kam auch da au an, neue Wege im Ve ieb zu besch ei en. Man gewann Ve ags e e e , die in einem genau um issenen Bezi k nu die neue Ma ke „WEBO" zu e eiben ha en. In wenigen Jah en ha e sich de Name du chgese z . Meh als 40% de Fe i- gung we den in das Ausland expo ie . Im Zuge de Ausges al ung de Ve kau so ganisa ion wu de eine gemeinsame Ve kau s^GmbH geg ünde . Die We bung wi d gemeinsam du chge üh . Audi im Rahmen de WEBO wa die Ausges al ung und o ganische En wick- lung nu möglich au G und e auens olle Zusammena bei . Als besonde s e olg eiche Fall sei eine Tex ilmaschinen-Union GmbH (Unionma ex) — die heu e übe 65 Ve e ungen im Ausland um aß , p ak isch in allen Lände n, die Tex il ab iken haben — e wähn . In ih sind ach Tex ilmaschinen ab iken e ein ; sie sind Gesellscha e de GmbH. Die Unionma ex e s ell Gesam ex ilanla- gen (P imä - und Sekundä anlagen), die die P oduk ion om Rohs o bis zum Endp oduk du ch üh en. Die ach Fi men sind so speziali- sie . daß ih e Fe igung, zusammengenommen, das ü den Expo e o de liche g oße P og amm e möglich . Die Spezialisie ung wi k 38 Schmolle s Jah buch 83, 5 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 594 Hans Baye sich auch au die Inlands e igung und au den Expo de einzelnen Fi men güns ig aus; denn die ach Fi men expo ie en du ch die Unionma ex nu dann, wenn es sich um Gesam au äge handel ; es bes eh zwischen den ach Fi men ege E ah ungsaus ausch, ins- besonde e hinsich lich Absa z im Ausland. Die Unionma ex wu de be ei s im Jah e 1919 geg ünde und ha sich e olg eich du chgese z . Die Einkau so ganisa ionen im Einzelhandel wählen übe wiegend die Fo m de Genossenscha , wobei sich alle dings b anchenmäßig Un e schiede e geben. Eine e häl nismäßig enge Zusammena bei zeig sich, u.a. zwischen einzelnen Indus ieun e nehmen und den Einkau sgenossenscha en des Uh enhandels. Als Beispiel sei eine Genossenscha he ausgeg i en, de en G ündung be ei s au das Jah 1917 zu ückgeh , die abe e s im Jah e 1942 ih e heu ige Fo m ge unden ha . In Wes deu schland bes eh sie sei 1949; in ih sind e wa 1200 Einzelhandelsgeschä e zusammengeschlossen. De Genossenscha gelang es, eine allgemein ane kann e Ma ke du chzuse zen. Die Vo eile ü den Einzelhandel liegen au de Hand. E bekomm zu e häl nismäßig güns igen P ei- sen ein gu ausgewähl es So imen . Die zen ale Ve einigung geh dem einzelnen an die Hand mi en sp echende We bung und In o - ma ion; ein Be a ungsdiens is einge ich e . Besonde s wich ig e - schein in diesem Zusammenhang die Rückwi kung de Einkau s- genossenscha au die Indus ie. Sie beschä ig ca. 100 Lie e an en. Sie s ehen in keinem ixen Ve ags e häl nis, we den abe doch, so- e n ih e Angebo e en sp echend sind, lau end beschä ig . Dadu ch, daß diese Indus ieun e nehmen nich nu ü die genann e Genossen- scha , sonde n auch ü ande e Abnehme a bei en, sind sie nich einsei ig on ih abhängig. Wenn diese Lie e i men an ande e Ab- nehme Uh en e kau en, dann is lediglich die Ve p lich ung gegeben, daß sie nich dieselben Modelle abgeben. Von de Einkau sgenossen- scha aus geling so eine Ra ionalisie ung und Spezialisie ung de Lie e indus ien. Die Indus ien haben An eil an de Fo schungsa bei au echnischem und be iebswi scha lichem Gebie e. Es wu de ge ade dieses Beispiel he ausgeg i en, weil hie die Zusammena bei zwischen Indus ie und Einkau sgenossenscha des Einzelhandels eine besonde e Rolle spiel . Ganz allgemein e geben sich hie nich nu wich ige wi scha spoli ische, sonde n auch un e - nehmens ech liche F agen. In diesem Zusammenhang sei ein Sonde - all aus de Schweiz e wähn . Es gib do neben g oßen Einkau s- genossenscha en de Schuheinzelhändle , eine Schuhgemeinscha , die eine Genossenscha schweize ische Schuh ab iken und Schuhhändle da s ell . Die Genossenscha bezweck in solida ische Diens leis ung und -gemeinsame Selbs hil e die Zusammena bei zwischen Schuh- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 Die Bedeu ung de Rech s o m ü mi le e Un e nehmen 595 ab iken und Schuhhändle n mi dem Ziel eine leis ungs ähigen P o- duk ion und eine zweckmäßigen Ve eilung sowie eine Ve billigung on Schuhwa en alle A ü den Konsumen en. Als G undlage ü die Zusammena bei gil die gegensei ige Respek ie ung de A bei s- gebie e: Die Fab ikan enmi gliede dü en in de Schweiz, wede di ek noch indi ek , den Schuhhandel be eiben; die Händle mi - gliede dü en sich in de Schweiz wede di ek noch indi ek in de Fab ika ion be ä igen. Die Genossenscha üh den Ein- und Ve kau on Schuhwa en ü ih e Mi gliede ganz ode eilweise du ch, un e - häl ein Zen allage und en al e gemeinsame We be ä igkei . Um die Gemeinscha on Fab ikan en und Händle n zu e wi k- lichen und de en gemeinsame Mi wi kung an de Füh ung de Genos- senscha zu siche n, wi d diese au dem G undsa z de Pa i ä de G uppe de Fab ikan en eine sei s und de G uppe de Händle an- de e sei s au gebau . Die B anchenin e essen beide Pa ne we den du ch eine Genossenscha szen ale koo dinie . Die neun Fab ikan- enmi gliede gewäh en jedem Händle mi glied einen einhei lichen Mengen aba . E wi d on de Zen ale ückwi kend p o Jah be- echne . Umsa z e schiebungen inne halb de on den neun Fab i- kan enmi gliede n angebo enen Modelle haben also keinen Ein luß au den Mengen aba des Einzelhandels. Die Zen ale e häl on den neun Fab ikan en ü die on ih gesammel en Händle au äge einen G ossis enmengen aba ; sie gib den on ih be echne en indi iduel- len Mengen aba an die Händle mi gliede wei e . Welche Bedeu ung die En wicklungs endenzen zu Kapi algesell- scha ü die Bildung on ins i u ionalisie en A bei sgemeinscha en zwischen Un e nehmen gewinnen können, zeig u. a. ein Beispiel aus Holland, das alle dings be ei s in die Nähe eine Fusion üh . Nach dem zwei en Wel k ieg g ünde en die Königliche Niede ländische Ka unspinne ei in Hengeloo und die Spinne ei Oos e eld in Eu- schede ein gemeinsames Fo schungsins i u . Sie e kann en, daß eine enge e Zusammena bei no wendig wa , um sich am Ma k e du ch- zuse zen. Sie wa en sich abe da übe einig, daß ein E olg e schwe sei, wenn nich auch die Ka unspinne ei Bamshoe e in Enschede mi a . Diese ha e on sich aus dieselben Übe legungen anges ell ; seh asch kam es zu eine Einigung zwischen diesen d ei Un e - nehmungen. En scheidend hie bei wa u. a., diaß die üh enden Pe - sönlichkei en diese Un e nehmen un e einande be eunde wa en und ein neu ale Fachmann die Füh ung de Ve handlungen in die Hand genommen ha e. Man wa sich da übe kla , daß die Spinne- eien nu dann au die Daue güns ige E äge abwe en konn en, wenn auch die Kunden, nämlich die Webe eien, en sp echend a io- nalisie wa en. Man e handel e dahe mi einigen on ihnen, dami 38* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30 596 Hans Bàye diese un e einande eine Zusammena bei e eichen soll en. Schließ- lich kam eine solche un e Füh ung de Spinne eien zus ande, und zwa zwischen d ei maßgebenden Webe eien. Alle be eilig en Spinne- eien und Webe eien sind Ak iengesellscha en. Sei dem 10. 7.1962 bes eh eine Holdinggesellscha , die Königlich Niede ländische Tex il- union in Hengeloo. Alle Fi men diese Union haben ih e Ak ien de Holding übe geben und e hiel en da ü Tex ilunion-Ak ien. De Vo - s and bes eh aus sechs Mi gliede n; jede de Fi men en sende je einen Di ek o . Die Au sich s ä e de einzelnen Fi men wu den au - gelös , da ü abe en sende jede de Fi men einen Ve e e in den neuen Aui sich s a . Diese bes eh aus sechs Mi gliede n und einem Vo si zenden, einem Bank achmann, de schon die Vo be ei ungs- a bei en geleis e ha e. Fe ne bes eh eine Be a ungskommission, die o bes imm en En scheidungen zu hö en is . Ih gehö en 18 Di ek o- en an. Daneben we den allweise S udieng uppen einge ich e , z. B. um schwie ige echnische F agen zu klä en. En scheidungen ü die A bei s eilung un e den einzelnen Un e nehmungen i de Vo - s and nu im Ein e nehmen mi de Be a ungskommission, in de die Familienmi gliede de einzelnen Un e nehmen e e en sind. Wich- ig is e ne , daß die Me hoden des Ve kau s gemeinsam du chbe a- en we den. Un e nehmens ech liche Ges al ung kann en scheidend bei agen zu Übe b ückung de ü mi le e Un e nehmen spezi ischen Spannungen und da übe hinaus G undlage zu e olg eiche Zusammena bei und En al ung in de mode nen Wi scha sein. Ebenso komplizie wie die wi scha lichen Ve lech ungen sind auch die ech lichen P obleme gewo den. Diese E kenn nis wi k sich auch im zunehmenden Maße in de P axis aus. Je s ä ke die Un e nehme pe sönlichkei , des o meh wi d sie sich au die ih wesenseigenen Au gaben konzen ie en und ü Lösung de en scheidenden F agen de Rech s o m de Un e - nehmen und ih e Wandlungen den e ah enen Ju is en und Wi - scha sbe a e he anziehen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.83.5.579 | Gene a ed on 2023-04-04 11:33:30