Leipold, Helmu
A icle
Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme bei eine
di ek en In es i ionslenkung
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Leipold, Helmu (1977) : Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme bei
eine di ek en In es i ionslenkung, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS)
- Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 97, Iss. 1, pp. 3-30,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme
bei eine di ek en In es i ionslenkung*
Von Helmu Leipold
Anlaß de Un e suchung is die F age, welche In o ma ionen bei eine zen-
alen Lenkung und Koo dina ion de In es i ionen benö ig we den und
welche poli ischen und bü ok a ischen Res ik ionen im Zuge de lenkungs-
poli ischen Willensbildung zu e wa en sind. Ve anschaulich wi d diese
P oblems ellung an einigen heo e ischen En wü en zu di ek en In es i-
ionslenkung und am konk e en Fall de In es i ionspoli ik im unga ischen
Wi scha ssys em.
I. Ein üh ung
Die In es i ionslenkungsdiskussion ha sich im Ke n an de Ausein-
ande se zung en zünde , wie die Planungs- und Lenkungso dnung zu
ges al en is . Speziell geh es dabei um die F age, wie die Planungs-
und Koo dina ionskompe enzen au zen ale und dezen ale En schei-
dungs äge zu e eilen sind. Es is wohl kein Zu all, daß die Fo de-
ung nach eine wei gehend di ek en In es i ionslenkung o dem Hin-
e g und eine wel wei en Diskussion übe Rohs o knapphei eine -
sei s und eine wel wei en wi scha lichen Rezession ande e sei s au -
kam und an Beach ung gewann. Diese äuße en Bedingungen wa en je-
doch nu die Auslöse de Diskussion. Die eigen liche U sache und die
gemeinsame Basis de Fo de ung eine In es i ionslenkung we den,
wie Zinn mein , aus de „K i ik an den Mängeln spä kapi alis ische
Ma k wi scha so dnungen"1 he gelei e . Die an ima k wi scha liche
S oß ich ung de Be ü wo e eine di ek en In es i ionslenkung
komm in den A gumen en zum Ausd uck, mi denen die No wendigkei
eine Lenkung beg ünde wi d.
Als Folge de sys emspezi ischen, au die O dnungsbedingungen de
p i a wi scha lichen Ma k wi scha en wes liche P ägung ixie en
Pe spek i e bleiben be ei s p ak izie e Lenkungskonzep ionen soziali-
s ische P ägung und die do gemach en E ah ungen in den Bei ägen
* Übe a bei e e Fassung eines Vo ages o dem Ausschuß zum Ve gleich
on Wi scha ssys emen des Ve eins ü Socialpoli ik am 2. und 3. Ok obe
1975 in Hambu g. He n P o esso A. Schülle e danke ich we olle An-
egungen.
1 Zinn (1973), S. 302.
l*
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4 Helmu Leipold
sowohl de Be ü wo e als auch de Gegne de In es i ionslenkung au-
ße beiläu igen Hinweisen ausnahmslos unbe ücksich ig . Ge ade im
le z en Jah zehn sind im Zuge on Wi scha s e o men in einigen
sozialis ischen Lände n Os eu opas Planungssys eme konzipie und
p ak izie wo den, die ih e lenkungs echnischen Ausges al ung nach
seh iele Gemeinsamkei en mi den im Wes en o geschlagenen Kon-
zep ionen eine di ek en In es i ionslenkung au weisen. Auch wenn
einige Be ü wo e be onen, daß es in de ak uellen Lenkungsdiskussion
im Wes en nich um die Übe nahme o indba e Modelle und E ah-
ungen, z. B. sozialis ische P ägung, sonde n um die En wicklung neue
Planungs o men gehe, kann du ch Au a bei ung und Auswe ung de
in sozialis ischen Lände n o liegenden E ah ungen eine Reihe len-
kungs heo e ische Einsich en gewonnen we den. Dies soll am Beispiel
de unga ischen In es i ionslenkung geschehen. Die E gebnisse, die bei
diese übe wiegend di ek en Lenkung bishe e ziel wu den, zeigen,
daß das Vo haben, die In es i ionsen scheidungen zen al zu koo dinie-
en, o ensich lich au eine Reihe on Schwie igkei en s öß , die es zu
analysie en gil . Fe ne sollen P obleme de lenkungspoli ischen Wil-
lensbildung un e such we den. Wie kommen die En scheidungsp ozesse
übe Lenkungsziele und -mi el zus ande, welche Mo i a ionen de Len-
kungsins anzen sind anzunehmen, welche In e essen we den sich du ch-
se zen? Zu Bean wo ung diese F agen wi d au einige E klä ungs-
ansä ze de poli ischen Theo ie und de Bü ok a ie heo ie zu ückgeg i -
en.
II. Zielkomplexe
Die Ziele, die du ch di ek e In es i ionslenkung e eich we den sol-
len, sind bei den einzelnen Be ü wo e n un e schiedlich und da übe
hinaus iel äl ig. Sie e geben sich explizi ode implizi meis aus de
Umkeh ung de Mängel, die un e dem S ichwo om „Ma k e sagen"
au gelis e und de ma k wi scha lichen O dnung zugesch ieben we -
den2. Hie bei können d ei Zielkomplexe un e schieden we den:
1. De alloka ionspoli ische Zielkomplex
Den Zielen, die diesem Komplex zugeo dne we den, liegen e schie-
dene Thesen om Ma k e sagen zug unde. Die Ma k koo dina ion e -
sage bei de Ve eilung de knappen Ressou cen au e schiedene Ve -
wendungs- ode Bedü nis ich ungen in meh ache Hinsich . Die P o i -
o ien ie ung de p i a en P oduzen en e mögliche keine zu iedens el-
lende ode wünschenswe e Bedü nisbe iedigung. Das P o i s eben
2 Einen Übe blick übe Ziele e mi eln Finking (1975), S. 26 ., Issing
(1975), S. 28 .,
Hamm
(1976), S. 137 .
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 5
s imulie e einsei ig die P oduk ion on p i a en Gü e n mi einem
zwei elha en Geb auchswe , weil Beda e mi els sub ile We bungs-
me hoden und de s ändigen K ea ion neue P oduk e küns lich ge-
scha en und be iedig wü den. Hand in Hand dami gehe eine Un e -
e so gung de Bedü nisse an ö en lichen Gü e n einhe , ein Zusam-
menhang, de mi de These on de ö en lichen A mu bei p i a em
Reich um umsch ieben wi d. Fü eine Besse e so gung mi ö en li-
chen Gü e n sei dahe das P o i p inzip zuguns en des Beda sdeckungs-
p inzips zu ückzud ängen, wodu ch gleichzei ig die diagnos izie e Ab-
hängigkei s aa liche Leis ungen on den Impe a i en de p i a en
Ve ügungs- und In es i ionsau onomie geminde ode besei ig we de.
Daneben sei das Ma k sys em in zunehmendem Maße ü eine gesell-
scha lich wünschenswe e Alloka ion de Ressou cen in de ku zen,
meh abe noch in de langen Sich ungeeigne . Ma k p eisen komme
eine beg enz e Aussagek a zu, da sie ex e ne E ek e nich ode nu
un olls ändig be ücksich igen wü den. Auße dem seien sie ex-pos -In-
dika o en, die lediglich übe abgelau ene ode bes ehende Angebo s-
und Nach agekons ella ionen in o mie en und deshalb zu Alloka ion
de In es i i ions o haben aus ielen3. Au g und diese „p inzipiellen
Beg enzungen" des Ma k sys ems wi d die s aa liche In es i ionspla-
nung und -lenkung als Koo dina ionssubs i u ge o de , um eine plan-
olle O ganisa ion de Wi scha sp ozesse zu e möglichen.
2. De s abili ä spoli ische Zielkomplex
De ma k wi scha liche S eue ungsp ozeß lasse keine in la ions eie
und kon inuie liche, d. h. zyklen eie En wicklung zu. Die U sache wi d
p imä in de In es i ionsau onomie de p i a en P oduzen en gese-
hen, welche die Möglichkei en eine e ek i e en S abili ä spoli ik be-
g enze4. Zu Siche ung de Vollbeschä igung und de Geldwe s abili-
ä sei dahe eine an lang is igen Zielen o ien ie e s aa liche Planung
und Lenkung de In es i ions ä igkei no wendig, was eine en sp e-
chende Beg enzung de p i a en In es i ionsen scheidungen o aus-
se ze.
3. De mach poli ische Zielkomplex
Neben den beiden genann en Zielkomplexen soll mi de In es i ions-
lenkung eine g undlegende Ve ände ung de gesellscha lichen Mach -
e häl nisse e eich we den. P i a wi scha liche Ma k wi scha en
seien nach wie o du ch eine ungleiche Mach e eilung zwischen Ka-
pi al und A bei gep äg . Die Ve ügungs ech e übe den Einsa z de
3 So o allem Meißne (1974b), S. 127 .
4 Vgl. Zinn (1973), S. 302, Meißne (1974a), S. 132.
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P oduk ionsmi el und de menschlichen A bei be änden sich dominie-
end au de Kapi al- ode Eigen üme sei e, wo sie inne halb hie a chi-
sche En scheidungss uk u en ausgeüb und wah genommen wü den6.
Dieses P i ileg sei zuguns en eine demok a ischen En scheidungs in-
dung und Kon olle abzubauen, wozu wiede um die In es i ionsplanung
und -lenkung ins i u ionelle Möglichkei en zu Pa izipa ion b ei e
Gesellscha sk eise e ö ne. Hie zu we den e schiedene, pa lamen a-
isch und ä edemok a isch e aß e Be eiligungskonzep e o geschla-
gen, de en o ganisa o ische Ausges al ung und P obleme jedoch nu
andeu ungsweise au gezeig we den.
De in knappe Fo m da ges ell e Zielka alog e mi el einen Ein-
d uck, welche wei gehenden ökonomischen Ansp üche an die Ein üh ung
eine In es i ionslenkung geknüp we den und welche gesellscha spo-
li ischen Ve ände ungen dami he beige üh we den sollen. Das An-
sp uchsni eau im Sinne eine möglichs olls ändigen Ziel ealisie ung
s eig bei den einzelnen Be ü wo e n, je um assende , zwingende und
di ek e die In es i ionslenkung konzipie is .
Im olgenden we den zunächs einige in de Bundes epublik Deu sch-
land o geschlagene und disku ie e Konzep ionen, anschließend die
G undzüge de unga ischen In es i ionslenkung da ges ell . Die Kon-
zep ion de indi ek en In es i ionslenkung wi d aus G ünden de Ab-
g enzung o anges ell , ohne sie an spä e e S elle zu p oblema isie en.
III. Al e na i e Lenkungskonzep ionen
1. En wü e
Es is in de Li e a u üblich, die Konzep e in die beiden G und o -
men de indi ek en und de di ek en In es i ionslenkung zu un e eilen,
wobei jedoch s e s da au hingewiesen wi d, daß die G enzen ließend
seien6. Das K i e ium de Un e scheidung bilde die Eing i sin ensi ä
de Lenkungsins anzen in die dezen ale Plan- und Koo dina ionsau o-
nomie.
Gemäß den Konzep ionen eine indi ek en In es i ionslenkung sollen
die p i a en ode dezen alen In es o en du ch ein inanzielles An eiz-
und Belas ungssys em zu einem Ve hal en e anlaß we den, das zen-
al gese z en nume ischen Zielen en sp ich . Als Mi el kommen z. B.
In es i ionszulagen, Zinssub en ionen, S eue nachlässe ode S a -
s eue n in F age. Gegenübe den bishe in Ma k wi scha en iel äl ig
5 Vgl. Zinn (1973), S. 302.
6 Vgl. S ege (1975), S. 80 ., Meißne (1974a), S. 73 .
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 7
p ak izie en Fo men eine indi ek en s aa lichen Lenkung we den in
neue en Vo schlägen ein e s ä k e Einsa z und eine besse e Abs im-
mung de o handenen Ins umen e, insbesonde e zwischen den kon-
junk u - und s uk u poli ischen Mi eln, ge o de . E gänzend sollen
ein Bundesen wicklungsplan au ges ell und Op imie ungsmodelle he -
angezogen we den, um die In e dependenzen zwischen den Zielen und
Mi eln du chschauba e zu ges al en7. Zusä zlich will man die s aa -
lichen Resso s zu einem besse abges imm en Vo gehen e p lich en.
Weil jedoch nach diese Konzep ion die En scheidungsau onomie de
p i a en In es o en und die Ma k alloka ion p inzipiell e hal en blei-
ben, we den Zwei el geäuße , ob die alloka ions- und s abili ä spoli i-
schen Ziele de In es i ionslenkung e eich we den können. S a in-
di ek e , ma k kon o me Lenkung wi d deshalb die di ek e ma k ko -
igie ende ode ma k e se zende Lenkung ge o de .
Einen e s en Sch i in diese Rich ung bedeu e de Vo schlag eine
sek o alen In es i ionslenkung8. Hie bei is an die Ein ich ung sek o-
ale B anchenausschüsse gedach , die d i elpa i ä isch on Ve e e n
de A bei gebe , de A bei nehme und de ö en lichen Hand bese z
und denen alle geplan en In es i ionen eines Sek o s ode eine B anche
gemelde we den sollen. Die Ausschüsse haben P ognosen übe die zu
e wa ende Nach ageen wicklung zu e a bei en. Zeichnen sich hie zu
au g und de angemelde en In es i ions o haben Übe kapazi ä en und
Angebo sübe hänge ab, wi d dies den po en iellen In es o en „wa nend"
mi ge eil . Zeigen die Wa nungen keine Wi kungen, können die Aus-
schüsse in einem zwei en Sch i b emsend einwi ken, indem sie z. B.
die S eichung s aa liche In es i ionshil en o schlagen und ealisie en.
Schließlich is da an gedach , den Ausschüssen das Rech zuzuges ehen,
In es i ions e bo e auszusp echen ode die Inbe iebnahme on Kapa-
zi ä en au zuschieben, womi die Schwelle zu di ek en Lenkung be-
sch i en wi d.
De di ek en In es i ionslenkung is eine Reihe on Vo schlägen ein-
deu ig zuzu echnen, on denen das Modell on Zinn im Mi elpunk de
Diskussion s and9. Nach diesem Vo schlag soll en Planung und Lenkung
de In es i ionen in e schiedenen E appen ablau en: Die Planung be-
ginn mi de Fo mulie ung eine lang is igen P ojek ion, in de die
zukün igen P oduk ionsmöglichkei en e aß und die Beda sen wick-
lung in Fo m on Komplemen ä gü e komplexen geschä z we den. Au -
g und diese P ojek ion e geben sich nach Beda sg uppen disagg egie -
e Komponen en de mak oökonomischen Nach ageg ößen, bei denen
besonde s die komplemen ä en Beziehungen zwischen p i a en und ö -
7 Vgl. Thoss (1975), S. 125 .
8 Vgl. K üpe (1975), S. 16 .
9 Vgl. Zinn (1973), S. 301 ., gl. auch Meißne (1974a), S. 119 .
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8 Helmu Leipold
en lichen Gü e n be ücksich ig we den. Im nächs en Sch i we den die
Beda e übe einen demok a ischen Abs immungsp ozeß angmäßig
geo dne , wobei gemäß einem ühe en Vo schlag an eine Beda so d-
nung in indi iduelle und ö en liche G undbeda , gehobene Indi i-
dualbeda , ö en liche Zusa zbeda , p i a e Luxus und Leis ungsbi-
lanzübe schüsse gedach wa 10. An diese Beda s angsskala sollen die
Ressou cen e wendungen, speziell die In es i ionsen scheidungen,
o ien ie we den. Wei e wi d die Au s ellung eines Na ionalbudge s
und die Ve wendung on Inpu -Ou pu -Modellen ge o de , die eine be-
da sge ech e Alloka ion de knappen Mi el e möglichen sollen. Um
die Aus ich ung an de Beda s angskala siche zus ellen, sind die ge-
plan en In es i ionen einem In es i ionskon ollam zu melden. K i e-
ien ü die Melde- und Genehmigungsp lich können z. B. de Kapi al-
au wand, die Inansp uchnahme pe sonelle und ma e ielle In as uk-
u , die Belas ung de Umwel du ch Schads o e ode de Beda an
knappen Rohs o en sein.
Die genehmigungsp lich igen Vo haben we den gemäß diesen K i e-
ien und gemäß de Übe eins immung mi de Beda s angskala be-
we e . Das Am kann also einzelne In es i ionsan äge je nach Kon-
o mi ä mi den Lenkungszielen (Beda en) und den Lenkungsk i e ien
genehmigen ode ablehnen, also die Du ch üh ung auch e bie en. Nach
Zinn e sp ich dieses Lenkungskonzep nich nu eine beda s- und
umwel ge ech e Alloka ion, sonde n au g und de mi de In es i ions-
e assung e bundenen Übe sich übe die Kapazi ä enen wicklung in
einzelnen Sek o en auch einen aus eichenden In o ma ionss and übe
Angebo s- und Nach ageen wicklungen, um eine k isen eie gleichge-
wich ige En wicklung de ökonomischen P ozesse siche s ellen zu kön-
nen.
Gegen den Vo schlag on Zinn können e schiedene Einwände e -
hoben we den11, on denen nu eine he ausgeg i en wi d. Diese Ein-
wand wi d hie deshalb he o gehoben, weil e an spä e e S elle als
wesen liche Schwachs elle alle di ek en In es i ionslenkungskonzep e
de aillie e behandel we den soll und weil dessen E kenn nis S ege ,
eben alls ein Be ü wo e de In es i ionslenkung, o ensich lich dazu
ange eg ha , eine eigene Konzep ion zu en wickeln. De Einwand be-
zieh sich au die mangelha e Ve bindung on Beda s-, P oduk ions-
und In es i ionsplanung, die Ausd uck de Un e schä zung de In e -
dependenz de ökonomischen P ozesse is . Die Beda s angskala g ei
zu ku z, um die Kon o mi ä einzelne In es i ions o haben au kon-
10 Vgl. Meißne , Wieczo ek, Zinn (1973), S. 58.
11 Vgl. zu K i ik Gu mann (1975), S. 71 ., Issing (1975), S. 40 ., Voig -
lände (1975), S. 41 .
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sum e nen P oduk ionss u en bewe en zu können. Bei einzelnen Vo -
haben au Gü e s u en höhe e O dnung is nich o he sehba , in wel-
che Konsumgü e komplexe die nach Fe igs ellung de In es i ion p o-
duzie en Leis ungen schließlich eingehen. Ein Beispiel soll diesen Zu-
sammenhang e deu lichen. Mi Holz e a bei ungsmaschinen, de en
Kau beim In es i ionsbundesam bean ag wi d, kann z. B. sowohl
ein Sch eib isch, de spä e in einem ö en lichen Am benu z wi d und
dahe nach Maßgabe de Beda s angskala als ö en liche G undbe-
da einzuo dnen wä e, als auch eine b ei e und luxu iöse Be liege he -
ges ell we den, die spä e in einem E os-Cen e lande und die nach
de mu maßlichen Eino dnung du ch die Lenkungsbeam en als p i a e
Luxus zu dekla ie en wä e. Beda s angskala und In es i ionskon olle
sind deshalb „nich in eg ie e Lenkungsmechanismen"12.
Um eine beda sge ech e In es i ionskon olle e eichen zu können,
schläg dahe S ege o , die In es i ionsplanung in eine alle Be eiche de
Volkswi scha um assende und mi el is ig o ien ie e olkswi -
scha liche Pe spek i planung einzube en13. Die In es i ionslenkung
will e au eine Ke nplanung eduzie en, die en wede eine zen ale
Planung de Mi el ü E sa z-, Ra ionalisie ungs- und E wei e ungsin-
es i ionen ü jeden Sek o , nich also ü jedes Un e nehmen, ode
abe eine zen ale Lenkung ü die 500 g öß en Un e nehmen de Volks-
wi scha sein könn e, wobei im le z e en Fall die In es i ionen de klei-
ne en und mi le en Be iebe mi els eine selek i en s aa lichen K e-
di poli ik zu lenken wä en. Mi diese Konzep ion soll nach S ege de
ange üh e Mangel des Zinnschen Modells au gehoben we den. Wi we -
den sogleich am Beispiel de unga ischen In es i ionslenkung zeigen,
welche Folgen bei diese Konzep ion zu e wa en sind.
Einen Sch i übe die zule z da ges ell e Konzep ion hinaus geh de
Vo schlag de Jungsozialis en, wie e in den Beschlüssen ü eine demo-
k a ische Planung und Lenkung o gesehen is 14. Als Mindes bedingung
eine di ek en Lenkung wi d die Ve gesellscha ung de Schlüsselindu-
s ien und des K edi wesens ge o de . Fe ne soll ein e bindliche ge-
sam wi scha liche In es i ionsplan e s ell we den, de alle ö en li-
chen und p i a en In es i ions o haben in sek o ale Au gliede ung zu
um assen ha . Mi Ausnahme de G oßp ojek e wi d eine dezen ale
Du ch üh ung de In es i ionen konzedie , de en Lenkung übe eine
selek i e s aa liche K edi poli ik e olgen soll. Die In es i ionsplanung
und -lenkung wi d hie bei als Bes and eil eine gesam wi scha lichen
Rahmenplanung gedach , die on Selbs e wal ungs-Planungs-Kom-
12 S ege (1973), S. 509.
13 S ege (1973), S. 510 .
14 Beschlüsse de Jungsozialis en (1974), S. 226 .
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10 Helmu Leipold
missionen zu e s ellen sei. Mi eine de a ig demok a isie en Planung
we de das „kapi alis ische Ve we ungsp inzip" übe wunden.
Die bishe da ges ell en Konzep ionen sind o ensich lich meh ode
wenige un olls ändige En wü e und Absich se klä ungen, in denen
o allem die O ganisa ions o m de Lenkung unkla bleib . Dies e -
schwe eine Beu eilung, weil gegen jede k i ische Analyse de Vo -
wu e hoben we den kann, sie be ücksich ige nich die wesen lichen on
den Be ü wo e n gewoll en Ziele und Fo men, und sie analysie e und
u eile deshalb einsei ig. Um solche po en iellen Vo wü e zu en k ä -
en, lieg es nahe, sich an Ta sachen zu hal en. Deshalb soll im olgenden
am unga ischen Beispiel eine be ei s sei einigen Jah en p ak izie e
In es i ionslenkungskonzep ion da ges ell und analysie we den. Das
unga ische Modell bie e sich an, weil es on allen p ak izie en Model-
len in Os und Wes diejenige Lösung ep äsen ie , die dem in de bun-
des epublikanischen Lenkungsdiskussion o geschlagenen di ek en Len-
kungs e ah en bezüglich des Au baus und des Ablau s de Planung am
nächs en komm . Fe ne wi d es on einigen Be ü wo e n als mögli-
ches Al e na i modell ausd ücklich emp ohlen und o ges ell 15.
Auch wenn die ande s gea e en Ausgangs e häl nisse und o dnungs-
poli ischen Rahmenbedingungen in Unga n zu be ücksich igen sind, die
einen Ve gleich mi den soeben da ges ell en, on den Bedingungen p i-
a wi scha liche Ma k wi scha en ausgehenden In es i ionslen-
kungsmodellen nu in engen G enzen zulassen, lieg es dennoch nahe,
die hie gemach en E ah ungen auszuwe en und mi den Zielkom-
plexen zu kon on ie en, die in den Lenkungskonzep ionen zug unde
geleg we den.
2. In es i ionslenkung in Unga n
In Unga n wu de 1968 nach langjäh ige Vo be ei ung de „Neue
Wi scha smechanismus" einge üh , de eine T ans o ma ion de bis
dahin p ak izie en zen alen Wi scha splanung in ein dezen alisie -
es Planungs- und Lenkungssys em bedeu e e. Im Zuge diese einschnei-
denden Wi scha s e o m, die in ih en G undzügen heu e noch bes eh ,
wu de auch die In es i ionslenkung e o mie . Wie Jä o ka be on ,
wa die ökonomisch e izien e Alloka ion de In es i ionsmi el eines de
Haup ziele de Wi scha s e o m: „Im In e esse dieses Zieles muß e
man die planmäßige Lenkung de In es i ionen elas ische machen, sie
on bü ok a ischen Zügen be eien und dem Gewinn und Ma k impulsen
eine g öße e Holle siche n18."
15 So bei S ege (1973), S. 510 und (1975), S. 97 ., K üpe (1975), S. 14 .
16 Jä o ka (1972), S. 138.
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 17
eiche e s ecken, olls ändig zu e kennen. Sie können sich dabei auch
nu besch änk au bishe ige und bekann e Ve lech ungswe e s ü zen,
da neue In es i ionen jeweils neue Ve lech ungen implizie en28.
Neben den komplemen ä en Beziehungen is das zei liche Ineinande -
g ei en de In es i ionen zu be ücksich igen. Zu Du ch üh ung on In-
es i ionen we den Ressou cen benö ig , de en Zulie e ung siche zu-
s ellen is . Deshalb sind zunächs die In es i ionsbeda e on Zulie e-
ungsbe ieben zu e assen. Reichen die o handenen Kapazi ä en die-
se Be iebe nich aus, um die Beda e bei den P imä in es i ionen zu
be iedigen, sind hie zunächs Neuin es i ionen einzuplanen. Die Fe -
igs ellung neue Kapazi ä en und dami die Siche ung on Zulie e un-
gen beansp uchen eine bes imm e Aus ei ungszei , die wiede um en -
sp echende zei liche Ve schiebungen bei de In es i ionsplanung de
emp angenden P oduk ionss u en bedingen. Abe selbs wenn es gelin-
gen soll e, die ü geplan e In es i ions o haben benö ig en Beda e an
Ressou cen exak zu e mi eln und de en P oduk ion siche zus ellen,
wä e dies noch keine Gewäh ü die Besei igung on Engpässen, denn
in de Regel konku ie en auch lau ende, nich als In es i ionen einge-
s u e ode angemelde e P oduk ionszwecke um die knappen Ressou -
cen.
Da in den Vo schlägen eine di ek en In es i ionslenkung keine oll-
s ändige zen ale Planung und Bilanzie ung de gesam en Wi scha s-
p ozesse anges eb wi d, kann das zen ale Planungs- ode Lenkungs-
am auch keine olls ändigen und lückenlosen In o ma ionen übe solche
konku ie enden Nach agen haben. Sein In o ma ionss and is also
selbs bei eine E assung säm liche geplan e In es i ions o haben un-
olls ändig und unsiche , weil die Konku enz de lau enden, nich als
In es i ion einges u en P oduk ionszwecke unbeach e bleib . Au g und
dieses Sach e hal es wi d man die mi de In es i ionslenkung e bun-
dene E wa ung übe einen besse en In o ma ionss and zu ela i ie en
haben. So e wa e Zinn, daß die mi de „In es i ionse assung e bun-
dene Ube sich übe die In es i ions- und Kapazi ä sen wicklung de
Wi scha auch eine asche e In o ma ion übe (d ohende) Übe kapazi-
ä en und Engpässe als de Ma k (e möglich ), dessen Da en e s nach
Aus ei ung de In es i ionen Fehlen wicklungen indizie en"29.
Diese Ho nung könn e nu dann e üll we den, wenn die Lenkungs-
ins anzen einen olls ändigen Übe blick übe säm liche In es i ions o -
haben und de en Ve lech ungen, übe säm liche o handenen Kapazi-
28 De hohe Agg ega ionsg ad de In o ma ionen in den Ve lech ungsmo-
dellen sch änk hie bei de en Anwendung ein. Zu Planungsp oblemen und
-me hoden in Unga n gl. Gdncze (1973), S. 43 .
29 Zinn (1973), S. 305.
2 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1977/1
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18 Helmu Leipold
ä en und übe alle geplan en P oduk ionsziele alle nich -in es ie en-
den Be iebe de gesam en Volkswi scha hä en. Es is o ensich lich,
daß diese T anspa enz in lenkungs heo e ische Hinsich nu dann be-
s ehen kann, wenn die gesam en Wi scha sp ozesse zen al du chge-
plan und bilanzie wü den. Zu de gleichen Folge ung komm Wel e
au g und seine Analysen de Fehllenkungen in de deu schen K iegs-
wi scha : „Abe ohne Vo liegen eine Ube sich übe alle P og amme
is eine undie e In es i ionsplanung übe haup nich möglich. Ohne
Kenn nis säm liche Endp oduk e, die e zeug we den sollen, und ohne
Kenn nis alle konku ie enden P og amme ü Endp oduk e und
säm liche P oduk ionsmi el alle S u en bleib insbesonde e jede In-
es i ionsplanung, die iele ü eine selbs ändige Spezialau gabe hal en,
leich e iges P uschwe k80."
Du ch die jah zehn elangen E ah ungen in den sozialis ischen Län-
de n is hin eichend beleg , daß es ü die Lenkungsins anzen selbs bei
zen ale Planung de Wi scha sp ozesse unmöglich is , eine de a ige
Ube sich zu bekommen, weshalb Fehllenkungen und un o he gesehene
Engpässe in P oduk ionsp ozessen an de Tageso dnung sind31. Solche
Fehlen scheidungen sind deshalb auch bei eine di ek en In es i ions-
lenkung zu e wa en, die au einem e gleichsweise un olls ändige en
In o ma ionss and basie .
In den bishe igen Aus üh ungen wu de un e s ell , daß es sich bei de
E assung de geplan en In es i ions o haben um bekann es und zu-
gängliches Wissen handele, das zudem a sachenge ech an die zen alen
Lenkungsins anzen wei e gegeben we de. Mi diese P ämisse wu de
das Koo dina ionsp oblem in meh ache Hinsich e ein ach : Denn
einmal müssen die In e essen de dezen alen En scheidungs äge be-
ücksich ig we den. Es is anzunehmen, daß die In o ma ionen bei de
zen alen E assung und Agg ega ion gemäß den In e essen de jewei-
ligen In es o en manipulie und e älsch we den, wo au wi an spä-
e e S elle noch zu ückkommen we den.
Ande e sei s ep äsen ie en In es i ions o haben iel ach neues inno-
a i es Wissen, das zum Zei punk de In es i ionsplanung nu un oll-
s ändig ode noch nich e ügba is . Das zu Du ch üh ung de In es i-
ionen und zu Abs immung mi Zulie e e n und Abnehme n no wendige
Wissen e gib sich eilweise e s in de Realisie ungsphase, also im Zuge
on Fehlschlägen und Le np ozessen, on lau enden Ums ellungen und
neuen Ve ah ensweisen, die als Reak ion au nich o he sehba e P o-
bleme e a bei e we den32. Solche Anpassungen bei einzelnen In es i io-
80 Wel e (1954), S. 60.
31 Vgl. Soós (1975), Hahn (1967), S. 201 .
82 Vgl. Röpke (1976), S. 232 .
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 19
nen an neue P obleme e o de n jedoch auch Ums ellungen bei den Zu-
lie e e n, die wiede um au ande e Wi scha seinhei en und S u en
wei e wi ken, bedingen also lau ende En äuschungen ühe e Pläne
und lau ende Ve ände ungen geplan e Ve lech ungen. Die spon anen
S ö ungen sind in de Phase de Planung ode de o wegzunehmenden
Koo dina ion nich absehba , weil das Wissen sowohl übe die sich s el-
lenden P obleme als auch übe die P oblemlösungen noch nich o han-
den is . Die zen ale Koo dina ion muß deshalb S ückwe k bleiben, und
es is wah scheinlich, daß sie on spon anen dezen alen Anpassungen
un e lau en und s ändig übe hol wi d. Woll e man diese spon anen Ab-
s immungen und Anpassungen e hinde n und die dezen al e a bei e-
en P oblemlösungen zen al e assen, e we en und planmäßig ab-
s immen, wü de das eine lau ende Ko ek u de zen alen Pläne mi
en sp echenden Anpassungs e ände ungen e o de n. Die spon anen
Anpassungen wü den also dann lediglich eine S u e höhe au die Ebene
de zen alen Ins anzen e lage . De Ansp uch de Planmäßigkei be-
s ünde nu noch in e bale Fo m. Fü eine di ek e In es i ionslenkung
gil deshalb im selben Maße jene Besch änkung, die auch das Vo haben
eine zen alkoo dinie en Ein üh ung on Neue ungen cha ak e isie :
„Die zen ale Koo dina ion de P oduk ion neuen Wissens und de
Ein üh ung und Du chse zung dieses Wissens im Wi scha ssys em in
Fo m on P oduk - und Ve ah ensneue ungen schein be ei s an de
Lösung des In o ma ionsp oblems zu schei e n. Im Um ang de Zen a-
lisie ung ökonomische Ak i i ä en sinken die Möglichkei en, wi -
scha liche En wicklung du ch P oduk ion und Ausb ei ung neue Ideen
zu e eichen83."
V. P obleme de lenkungspoli ischen Willensbildung
Die bishe igen Aus üh ungen bezogen sich au planungs- und len-
kungs echnische P obleme und gehö en inso e n in den Be eich eine
Theo ie de a ionalen Lenkung on Wi scha s-, speziell on In es i-
ionsp ozessen. Neben eine p imä en scheidungslogisch o ien ie en
Theo ie de a ionalen Lenkung, in de en Au gabenbe eich z. B. die
En wicklung on Op imie ungsmodellen gehö , is jedoch eine Theo ie
de p ak ischen Lenkung no wendig. Hie bei geh es nich um den Nach-
weis, was lenkungs echnisch a ional ode wünschenswe wä e, sonde n
was p ak isch möglich is . Es is also danach zu agen, wie En scheidun-
gen übe Lenkungsziele und den Einsa z on Mi eln zus ande kommen,
welche In e essen in den En scheidungsp ozessen wi ksam und welche
du chgese z we den, wie In o ma ionen gesammel , e a bei e und
wei e gelei e we den. Lenkungsins anzen e en ih e En scheidungen
88 Röpke (1976), S. 234.
2*
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20 Helmu Leipold
nich in einem in e essen eien Raum, sonde n imme inne halb eines
poli ischen K ä e eldes und inne halb eines Ne zes ins i u ionelle Be-
dingungen und soziale Beziehungen, die wiede um die Möglichkei en
a ionalen Handelns besch änken. Diese E kenn nis inde abe in de
Meh zahl de planungs- und lenkungs heo e ischen Ansä ze und Kon-
zep ionen au g und de en scheidungslogischen Pe spek i e nich die
no wendige Beach ung, wo aus sich de echnok a ische Op imismus e -
klä , dem auch die Be ü wo e de In es i ionslenkung au si zen. De-
en Op imismus wi d zusä zlich on de in den Vo schlägen imme wie-
de du chschimme nden Ho nung ge agen, daß mi de Eindämmung
de p i a en Kapi alin e essen und de beklag en P o i o ien ie ung so-
wie mi de s ä ke en Be eiligung gesellscha liche G uppen an den
En scheidungsp ozessen auch die O ien ie ung an „gesellscha lichen"
In e essen ode Bedü nissen sukzessi e die Obe hand gewinnen wü de.
De ge inge Reali ä sbezug solche Vo s ellungen wi d o ensich lich,
wenn e kann und be ücksich ig wi d, daß de im Rahmen eine In e-
s i ionsplanung und -lenkung ablau ende Willensbildungs- und Kon-
ollp ozeß poli ischen Cha ak e ha .
Diese P ozesse un e liegen deshalb den Eigena en poli ische En -
scheidungsp ozesse, weil mi dem Übe gang on de Ma k alloka ion zu
eine „demok a ischen Planung und Lenkung", wie e in den Konzep io-
nen o gesehen is , die Willensbildung übe die Ressou cenalloka ion
om wi scha lichen in das poli ische Teilsys em e lage wi d. Sobald
die En scheidungskompe enzen übe die Lenkung de Ressou cen on
den dezen alen En scheidungs äge n, also den jeweiligen Anbie e n
und Nach age n, losgelös und an zen ale Lenkungsins anzen — seien
es pa lamen a isch legi imie e G emien, Wi scha s- und Sozial ä e
ode Planungs unk ionä e — delegie we den, olgen die so zus ande
kommenden En scheidungen den spezi ischen Me kmalen und Eigena -
en poli ische En scheidungsp ozesse, die on jenen de Ma k p ozesse
abweichen. Die Analyse de In es i ionslenkung wi d deshalb auch au
E klä ungsansä ze de poli ischen Theo ie zu ückg ei en müssen.
Im olgenden wi d das Modell eines poli ischen Sys ems zug unde ge-
leg , wie es on Eas on en wickel wo den is . Nach Eas on bes eh das
besonde e Me kmal poli ischen Handelns in de au o i a i en Alloka ion
on We en ü die Gesellscha 84. Die Ve eilung on We en is au o i-
a i , weil sie du ch den Rückg i au legi ime physische Gewal du ch-
gese z we den kann. Die den poli ischen En scheidungsins anzen zus e-
hende Kompe enz, bindende und gebie ssou e äne En scheidungen zu
e en, wodu ch die Ou pu sei e des poli ischen Sys ems cha ak e isie
wi d, ga an ie eine eibungslose Du ch üh ung de En scheidungen.
34 Vgl. Eas on (1965), S. 21.
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 21
Dami is das poli ische Sys em noch nich olls ändig besch ieben, denn
die Ou pu -En scheidungen ep äsen ie en in alle Regel einen Komp o-
miß zwischen e schiedenen In e essen. Die P ozesse de Kon lik hand-
habung und de Konsensbildung sind deshalb cha ak e is ische Me k-
male de Phase de poli ischen Willensbildung und En scheidungs in-
dung. An die poli ischen En scheidungs äge we den mi einande i a-
lisie ende Fo de ungen in Ve bindung mi e schiedenen Fo men de
Un e s ü zung ge ich e , womi Eas on die beiden Va iablen de Inpu -
sei e des poli ischen Sys ems besch eib . Fo de ungen sind Ausd uck
on In e essen enwünschen bezüglich de Ou pu leis ungen. Sie we den
zusammen mi Un e s ü zungen, wie z. B. Wahls immen, Geldzahlun-
gen ode sons igen Ve güns igungen, an poli ische Ins anzen he ange-
agen und im Zuge poli ische Auseinande se zungen zu einem Ou pu ,
zu au o i a i en Alloka ion on We en, e a bei e .
Dieses Funk ionsmodell des poli ischen Sys ems soll im olgenden de
Analyse de Willensbildungsp ozesse übe Lenkungsziele und -mi el
zug unde geleg we den. De au o i a i en Ve eilung on We en en -
sp ich in den di ek en Lenkungskonzep ionen die Alloka ion de In e-
s i ionsmi el au e schiedene Ve wendungs ich ungen. Da die Vo -
schläge zu O ganisa ions o m in den einzelnen Lenkungskonzep ionen
un e schiedlich aus allen und zudem jeweils unkla bleiben, sei un e -
s ell , daß sowohl die Auswahl de Lenkungsins anzen als auch die Fo m
de Willensbildung übe Ziele und Mi el de Lenkung demok a isch-
plu alis ischen Spiel egeln und Ve ah en olgen sollen. Es wi d also
da on ausgegangen, daß die In e essen übe gewähl e, ohne bindenden
Au ag handelnde Rep äsen an en wah genommen we den und daß
p inzipiell alle Indi iduen ode G uppen de Gesellscha Zugang zum
poli ischen Willensbildungsp ozeß haben, hie ih e In e essen und Be-
dü nisse a ikulie en, e e en und in Konku enz mi einande eali-
sie en können.
Die gene elle Annahme, daß e schiedene In e essen um die Lenkung
de In es i ionen konku ie en, beda keine de aillie en Beg ündung.
In es i ionsen scheidungen p ä o mie en die zukün ige S uk u und
E ek i i ä de Wi scha sp ozesse, sie bes immen also zukün ige Ein-
kommens-, A bei s- und Lebenschancen on Indi iduen ode G uppen.
Es is deshalb da on auszugehen, daß Teilin e essen, seien sie egionale ,
sek o ale , b anchen-, be u s- ode schich enspezi ische A , in den
Willensbildungsp ozeß ein ließen.
Viel al , Di e genz und D inglichkei de Teilin e essen sind nich an
eine bes imm e O dnung de ökonomischen Ve häl nisse gebunden.
Auch in sozialis ischen Sys emen mi übe wiegend s aa lichem ode ge-
sellscha lichem Eigen um an P oduk ionsmi eln muß mi de Exis enz
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22 Helmu Leipold
iel äl ige und di e gie ende In e essen ge echne we den. Nach Shil-
ling, de die E gebnisse de e gleichenden G uppen heo ie esümie ,
gib es keinen Zwei el, „daß die kommunis ische Gesellscha , o z de
monoli hischen und homogenen Fassade, in Wi klichkei ebenso komplex
und s a i izie is wie jede ande e und in Klassen und ande e Ka ego-
ien ze äll ... Jede G uppe ha ih e eigenen We e und In e essen, jede
ih e scha en Un e schiede, und alle sind un e meidlich in Kon lik e mi
ande en G uppen e wickel "35. Es is o ensich lich, daß die G uppen-
ä igkei in s a zen alisie en Gesellscha ssys emen, in denen eie
Wahlen und au onome G uppen- und Ve bandsbildungen un e sag
sind, besonde e Fo men annimm . In e essen we den hie in Fo m lok-
ke e und in o melle G uppie ungen o ganisie und übe e schiedene
nich ins i u ionalisie e Me hoden de Ein lußnahme du chzuse zen e -
such . Diese Besonde hei en liegen in de zen alisie en O ganisa ion
de poli ischen Sys eme in sozialis ischen Lände n beg ünde , in denen
die Mindes bedingungen des Plu alismus nich e üll sind.
Wü den diese Bedingungen zugelassen, z. B. in den Fo men, die bei
den Konzep en de In es i ionslenkung o gesehen sind, so wä e auch
bei sozialis ischen Eigen ums e häl nissen mi analogen Ve lau seigen-
a en und Besonde hei en plu alis ische En scheidungsp ozesse zu
echnen, wie sie bishe im Rahmen wes lich-ma k wi scha liche Ge-
sellscha en bekann sind.
Das p ägende Me kmal plu alis isch e aß e poli ische Sys eme be-
s eh in de eien O ganisa ion, A ikula ion und Du chse zung on
Teilin e essen. Die Chancen eine e olg eichen Wah nehmung we den
g öße , wenn In e essen e bandsmäßig o ganisie we den. Auch wenn
die bloße Exis enz on Ve bänden und die Ve bandsa bei noch keine
Ga an ie da ü sind, poli ische En scheidungsp ozesse gemäß den Teil-
in e essen beein lussen zu können, deu en doch eine Vielzahl heo e i-
sche und empi ische Un e suchungen da au hin, daß plu alis isch e -
aß e poli ische Sys eme die Inpu s o ganisie e gegenübe jenen de
nich o ganisie en In e essen be o zug au nehmen und in e n e a -
bei en36. O ganisie ba sind o allem die ma e iellen In e essen deu lich
abg enzba e , homogene G uppen, de en Mi gliede au g und ih e
e gleichba en sozialen Posi ion an de Ve e ung ih e speziellen Be-
dü nisse in e essie sind37. Dagegen sind allgemeine Bedü nisse, die
bes imm e S a usg uppen nich unmi elba be e en und nich di ek
zuzuo dnen sind, nu schwe ode übe haup nich o ganisie ba . Hie zu
sind o allem jene Bedü nisse zu echnen, die im Beda sg uppensche-
85 Shilling (1974), S. 20 .
86 Dies beleg
Scha p
(1970), S. 29 .
87 Vgl. O e (1972), S. 135 .
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 23
ma on Meißne , Wieczo ek und Zinn in den Rub iken „ö en liche
G undbeda " und „ö en liche Zusa zbeda " einzuo dnen wä en. O -
ganisie e In e essen können in pa lamen a ischen Demok a ien e -
gleichsweise besse e e en we den, weil Ve bände Wähle s immen,
Geldzuwendungen und ande e Un e s ü zungen mobilisie en, weil sie
übe eigene Kommunika ionsmedien die ö en liche Meinung beein lus-
sen und weil sie übe eigene Ve e e in den Pa eien und legisla i en
sowie exeku i en Zen en di ek ep äsen ie we den können.
Die spezi ische Selek i i ä des poli ischen Sys ems zuguns en de o -
ganisie en In e essen is eindeu ige , je länge is ige die poli ische
Planung o ien ie is . Diese Zusammenhang, de on Scha p als „de-
mok a isches Dilemma"38 de poli ischen Planung bezeichne wi d, e -
gib sich aus olgenden G ünden: Bei eine meh jäh ig ausge ich e en
Planung e lie en die wich igs en poli ischen Ein lußnahmen de nich -
o ganisie en In e essen, z. B. das Wahl e hal en und spon ane P o es e,
an Bedeu ung und Du chse zungsk a . Gleichzei ig e besse n sich die
Chancen eine e olg eichen Wah nehmung de o ganisie en In e essen,
weil anzunehmen is , daß sie au g und des Ve bandsappa a es In o -
ma ions o eile und eine länge is ige Zukun ssiche ung besi zen, zu-
mal sie sich au spezialisie e Funk ionä skade und planungs echnische
Me hoden s ü zen können.
Die bei de länge is ig o ien ie en In es i ionsplanung zu e wa -
ende übe legene Du chse zungspo enz de o ganisie en In e essen
schließ nich aus, daß bei eine Konku enz de Pa eien um Wähle -
s immen auch die In e essen nich o ganisie e Wähle in Einzel ällen
gleichgewich ig ode soga o angig beach e we den. Auch dann abe
we den En scheidungen übe Lenkungsziele und -mi el das E gebnis
on Kon lik lösungs- und Konsensbildungsp ozessen sein. Diese, die po-
li ischen Willensbildungsp ozesse p ägenden Me kmale gil es im Zu-
sammenhang mi den anges eb en Zielkomplexen zu beach en. Es is
anzunehmen, daß die im Zuge eine „demok a ischen Planung und Len-
kung" zus ande kommenden En scheidungen übe die Ve wendung on
Ressou cen keine i gendwie als op imal e ach e en, den En scheidungs-
echnungen eine Planungseli e en sp echenden Lösungen, sonde n
ielmeh den Que schni on Teilin e essen ep äsen ie en, die im ein-
zelnen übe un e schiedliche Mach po en iale e ügen.
Deshalb is es auch aglich, ob das on den Be ü wo e n eine di ek-
en Lenkung in Aussich ges ell e jeweilige Ansp uchsni eau bezüglich
de alloka ions-, s abili ä s- und mach poli ischen Zielkomplexe a -
sächlich e eich we den kann. Realis ische e schein uns die Annah-
88 Scha p (1970), S. 85, de selbe (1973), S. 46 .
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24 Helmu Leipold
me, sowohl beim alloka ionspoli ischen Ziel de o angigen Be ück-
sich igung gesellscha liche Bedü nisse als auch beim s abili ä spoli-
ischen Ziel eine gleichgewich igen En wicklung und schließlich beim
mach poli ischen Ziel de Pa izipa ion b ei e Be ölke ungsk eise an
den Planungs- und Lenkungsp ozessen Abs iche zu machen und je-
weils ein Ansp uchsni eau o auszuse zen, das Ausd uck eine „be-
g enz en poli ischen Ra ionali ä " is .
VI. Bü ok a ische Res ik ionen
Inne halb des poli isch gese z en Rahmens eine In es i ionslenkung,
de neben de Fes legung on Lenkungszielen und -k i e ien de In-
es i ionen auch —wie oben gezeig wu de — die Fes legung on P o-
duk ionszielen de nich in es ie enden Be iebe, somi eine um assen-
de olkswi scha liche Rahmenplanung e o de n wü de, sind de aillie-
ende Lenkungsen scheidungen no wendig, die in den Kompe enzbe-
eich de einzu ich enden Planungs- ode In es i ionskon olläm e ge-
hö en. Diese Äm e haben die o gesehenen In es i ionen zu e assen,
die Kon o mi ä mi den poli isch o gegebenen Lenkungsk i e ien zu
übe p ü en, zu en scheiden und die genehmig en Vo haben zu koo di-
nie en. Es is zu agen, welchen in o ma ionellen und bü ok a ischen
Res ik ionen de en Handeln un e lieg .
Da be ei s au planungs echnische An o de ungen de In es i ions-
lenkung hingewiesen wu de, soll hie das In o ma ionsp oblem in all-
gemeine Weise e ö e we den. Gemäß dem „Gese z de e o de li-
chen Va ie ä " ha die Va ie ä de Planungsins anzen de Va ie ä de
ealen ökonomischen P ozesse zu en sp echen, d. h. die ealen G ößen
und In e dependenzen sind on den Lenkungsbehö den in Fo m kogni-
i e Ve knüp ungsmus e zu ep oduzie en39.
Bei dezen ale und ma k koo dinie e Planung is die Einlösung
diese Fo de ung e gleichsweise p oblemlos. Die Be iebe können sich
au die Ve häl nisse einzelne Mä k e und dami olkswi scha liche
Teilbe eiche konzen ie en. De In o ma ionss and be uh au eigenen
Ma k o schungen. Je wei e jedoch die En scheidungen in die Zukun
ge ich e sind, des o g öße wi d de Unsiche hei sg ad de In o ma io-
nen, so daß das Risikomomen selbs bei einem abg enzba en und übe -
schauba en En scheidungs eld ela i g oß is . Die In e dependenzen au
dem olkswi scha lichen Feld in e essie en hie bei einzelne Be iebe
nich , da die Koo dina ion übe den Ma k mechanismus abläu . Auch
die s aa lichen Ins anzen b auchen sich übe die In e dependenzen nich
59 Vgl. Ashby (1956), S. 202 ., Scha p (1973), S. 73 .
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Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 25
den Kop zu ze b echen, so e n ih e Eing i e indi ek e ode ma k -
kon o me A sind.
Dies ände sich bei de di ek en In es i ionslenkung, die — soll sie
nich ein un e bindliches Rahmenwe k bleiben — in eine gesam wi -
scha liche P oduk ionsplanung zu in eg ie en is und gesam wi scha -
liche In e dependenzen zu beach en ha . Bei de In o ma ionse assung
übe geplan e In es i ions o haben sind die zen alen Ins anzen au die
Mi a bei de Be iebe angewiesen. In den Modellen zu In es i ions-
lenkung wi d die E assung in de Hegel in Fo m eines An agswesens
o ges ell . In den In es i ionsan ägen sind Angaben e o de lich übe
Zweck, Um ang, A , Zei punk de Du ch üh ung, Nachweis de No -
wendigkei , de Wi scha lichkei de geplan en Vo haben, e ne , soll
die In o ma ionse assung einige maßen aus eichend sein, Angaben
übe den benö ig en Fak o einsa z und übe Finanzie ungsmi el. Diese
Angaben sind Mindes bedingungen sowohl ü die Beu eilung de Kon-
o mi ä mi den Lenkungsk i e ien als auch ü die Abs immung zwi-
schen den In es i ions o haben. Die Vo ausse zungen ü eine mög-
lichs olls ändige und siche e Wissensbasis de Lenkungsins anzen sind
nich güns ig.
Es is dami zu echnen, daß die Be iebe die In o ma ionen im Sinne
ih e Eigenin e essen manipulie en. Dieses S eben dü e au g und de
ielen De ailin o ma ionen und de ge ingen bü ok a ischen Kon oll-
möglichkei auch p oblemlos gelingen. Die Planungsp axis in den so-
zialis ischen Wi scha ssys emen, speziell die sys emimmanen e P axis
de „weichen Pläne", lie e eiches Anschauungsma e ial ü eine se-
lek i e In o ma ionspoli ik.
Daneben is die eigen ümliche Ökonomie de Bü ok a ie zu beach en.
Die einzu ich enden In es i ionskon olläm e we den mi g oße Si-
che hei ein bü ok a isches Eigenleben en wickeln. Das p ägende In-
e esse on bü ok a ischen Am sinhabe n bes eh in de Siche ung
und de Ve besse ung de eigenen Posi ion in Ve bindung mi eine
Auswei ung de e wal e en Budge s. Mangels ou pu -o ien ie e Lei-
s ungsbewe ungsk i e ien s eigen Ansehen und Au s iegschancen, je
g öße Budge , Kompe enzbe eich und un e s ell e Mi a bei e s ab
sind. Au g und de in de Bü ok a ie heo ie allgemein o ausgese z en
und iel ach empi isch bes ä ig en inpu -o ien ie en Mo i a ion de
Am sinhabe neigen Bü ok a ien zu Selbs e meh ung, zu un a io-
nellen A bei sweise und zu mangelha en bü ok a iein e nen Abs im-
mung de einzelnen Ak i i ä en40.
40 Vgl. Downs (1967), Niskanen (1971), e ne die Bei äge im Sammelband
Mayn z (1971), hie o allem S. 265 .
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26 Helmu Leipold
Das Bes eben, zusä zliche Kompe enzbe eiche zu scha en, e höh die
Au gaben e eilung, dami abe auch die Unübe sehba kei bü ok a i-
sche P ozesse. Die Konsequenzen einzelne En scheidungen au ande e
Ab eilungen ode Resso s können selbs inne halb des Appa a es nu
un olls ändig übe sehen und abges imm we den, ode eine Koo dina-
ion schei e an egois ischen Resso in e essen. Das Handeln inne halb
enge Resso in e essen is aus de Sich einzelne bü ok a ische En -
scheidungs äge nu e s ändlich und e nün ig. Da in keine de o -
geschlagenen In es i ionslenkungskonzep ionen o gesehen is , daß die
Konsequenzen ode nega i en Folgen de zen alen Lenkungsen schei-
dungen di ek den jeweiligen bü ok a ischen En scheidungs äge n zu-
ge echne we den, was auch eine inanzielle Ha ung ode Ve an wo -
ung ü Fehllenkungen implizie en wü de, kann auch kein ausgep äg-
es ökonomisches Ve an wo ungsbewuß sein sei ens de Lenkungsbü-
ok a ie un e s ell we den. De en e an wo liches Ve hal en wi d sich
ielmeh au die ko ek e Be olgung de jeweiligen Diens o dnung kon-
zen ie en. Bei de Übe p ü ung de Kon o mi ä de In es i ions o -
haben mi den o gegebenen Lenkungsk i e ien is ein schema isches
und bü ok a isch-ko ek es Abhaken wah scheinlich, ohne die Quali ä
de be ieblichen In o ma ionen anzuzwei eln und die gesam wi scha -
lichen Folgewi kungen zu beach en. Wie soll e ein Am sinhabe auch die
be ieblichen Ve häl nisse und die En wicklung au eine Vielzahl on
Mä k en übe sehen können? Seine Au me ksamkei konzen ie sich
ielmeh no wendige weise au den eigenen, engen Zus ändigkei sbe-
eich. Die ealen P ozesse nehmen jedoch au die pe Diens o dnung
gezogenen G enzen keine Rücksich .
Wegen de wah scheinlichen, mangelha en En sp echung de bü o-
k a ischen Ve knüp ungsmus e mi den ealen in e dependen en Ve -
knüp ungen wi d bei eine di ek en In es i ionslenkung das Au e en
unbeabsich ig e Folgewi kungen und Fehllenkungen ge adezu o p o-
g ammie . Die nega i en Folgen de Lenkungsen scheidungen zeigen
sich in de Realisa ionsphase, also nach Inbe iebnahme de In es i ions-
objek e. Hie bei soll — wie es die Lenkungskonzep ionen o sehen —
die Ane kennungs unk ion des Ma k es e hal en bleiben. Die Chancen,
daß die du ch zen ale Lenkung induzie en P oduk ions- und In es i-
ionss uk u en den Beda ss uk u en en sp echen we den, sind we-
gen de au gezeig en Besonde hei en de poli ischen Willensbildungs-
p ozesse und au g und des unsiche en und un olls ändigen In o ma-
ionss andes de bü ok a ischen Lenkungsins anzen nu ge ing, wo aus
olg , daß die Ge ah en de Fehllenkungen in Fo m on In es uinen,
Engpässen, Ladenhü e n, übe langen Aus üh ungszei en und somi auch
on be ieblichen Ve lus en seh g oß sind.
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